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Mai 1901 SUmm >t< uAvr'ags. 6 ^ SunUtfU« K^TatT i=*rt ftx ti« t>t«Ktn f*r nr •t«Beeer eejewr mt»«ew 8tU«irechanschtaßNr.GL. Parlamentarisches aus Heffeu. Bi» LageSordaung der nächsten, am 21. Mai statt- fintienben Sitzung der Zweiten Kammer bringt u. a. folgendes: Antrag des Aog. Köhler-Langsdorf, die Neubildung eines Kreises Hungen betreffend; Vor- tzellung der Gemeinde Burggemünden (Kreis Alsfeld), die SrrülMng einer Untererheverstelle zu Burggemünden betreffend; Vorstellung des Gemeindevorstandes von Osthofen, die Errichtung einer Irrenanstalt daselbst betreffend; Antrag des Abg. Weidner, die Ausschreiben der Regierung über Landwirtschaft vom 30. November 1900, 3. und 29. Januar 1901 betreffend; Antrag der Abgg. Jockel und Genossen, den zweiten Feldbereinigungskommissär für Oberhessen betreffend; die Borstettungen über den Angelsport, das Fischereigesetz, die staatliche Anstellung eines Tierzucht-Inspektors für die Pro- v i n z O b e r h e s I e n, das F a s e l w e s e n, die Regelung der Äehaltsverhältnisse der Landwirtschastslehrer, die genossenschaftliche Organisation des Handwerkerstandes, die Gehälter der OberlandesgerÄstsräte, Gerichtsschireiber rc., die Entschädigung unschuldig Verhafteter; den Antrag des Abg. Köhler-Langsdorf, die Ausführung des Gesetzes über den Urkunoenstempel betreffend; den Antrag des Abg. Backes, die Haltestellenauf- s e h e r der preußisch^hessischen Eisenbahngemeinschaft betreffend; die Vorstellung der Hochbauaufseher und Kreis st rastenmeister, anderweitige Festsetzung ihrer Gehalte betreffend; die Vorstellung der staatliche angestellten alteren Geometer 1. Klasse, die anderweitige Festsetzung ihrer Besoldungs- und pensionsfähigen Vordienstzeit betreffend; die Vorstellung der Kreiskonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen, Messungsverfahren bei kau- und Nutzholz betreffend; die Vorstellung des Verbands der katholischen kaufmännischen Vereinigungen Deutschlands, die Warenhäuser betreffend. Von neuen Regierungs-Vorlagen sind bemerkenswert der Entwurf eines Gesetzes, die S t a n d e s o r d n u n g und die Ehrengerichte für die A e r z t e des Großherzog- tumS, und ein Gesetzentwurf über den Betrieb von Dampf- Eesfeln In Mainz sott ein zweiter Veterinärarzt an- tzestettt werden. Eine Vorstettung der zweiten Landwirtschaftslehrer in Hessen giebt dem Vierten Ausschust Veranlassung, zu beantragen, die zweiten Landwirtschaftslehrer definitiv staatlich anzustetten und ohne Verzug eine gründliche Umgestaltung des gesamten öffentlichen landwirtschaftlichen Unterrichtswesens in die Wege zu leiten. Ten Antrag des Abg. Köhler-Langsdorf, betreffend die Ausführung des Gesetzes über den Urkundenstempel beantragt der Vierte Ausschust für e r l e d i g t zu erklären. Ävs Stadt und Land. Oieheo, 16 Ma' !W1 ** Gynäkologen-Kongreß. Die Tagesordnung für den vom 29. bis 31. Mai in Gießen stattsindenden 9. Kongretz der Deutftt)en Gesellschaft für Gynäkologie ist im wesentlichen die folgende: .Dienstag, den 28. Mai, abends von 8 Uhr an Begrüßung der Mitglieder rm Saale deS GesettschaftsVereins. — Mittwoch, den 29. Mai: Srster Sitzungstag. Vormittags 9 bis halb 1 Uhr: Eröffnung des Kongresses durch den Vorsitzenden in der großen Aula der Universität. Erledigung geschäftlicher Fragen. Erörterung des 1. allgemeinen Themas: Carcinoma Uteri (Gebärmutterkrebs). Berichte der Referenten W. A. Freund (bisher Straßburg) und Winter (Königsberg. Halb 1 bis 2 Uhr Frühstückspause im Hotel Großherzog von Hessen (hier während des Kongresses ständiges Auskunftsbürau), Hotel Prinz Karl u. a. Nachmittags 2—4 Uhr: Fortsetzung der Diskussion über den ersten Hauptgegenstand. Vorträge. Abends: geselliges Zusammensein im „Philosophenwalo" (die Stadt wird die Gäste dort bewirten). — Donnerstag, den 30. Mai: Zweiter Sitzungstag. Vormittags halb 8—9 Uhr: Demonstration in der Universitäts-Frauenttinik. Vormittags 9 bis halb 1 Uhr: Vorträge in der Aula. Zweites allgemeines Thema: .Ettampsie (Krämphe unter der Geburt). Berichte der Referenten Fehling (bisher Halle) und Wyder (Zürichs). Bis 2 Uhr Frühstückspause. Nachmittags 2—4 Uhr: Vorträge in der Aula. Nachmittags 5 Uhr: Gemeinsames Mittagessen der Mitglieder in Steins Garten. Von 8 Uhr an Konzert im Garten. — Freitag, den 31. Mai: Dritter Sitzungstag. Vormittags halb 8 bis halb 10 Uhr: Demonstrationen in der Frauenklinik. Vormittags 10—12 Uhr: Vorträge in der Aula. Halb 1 bis 2 Uhr: Frühstückspause. Nachmittags 2—4 Uhr: Vorträge und Demonstrationen in der Äula. Nachmittags 5 Uhr: Gemeinsamer Ausflug nach Wetzlar. — Samstag, den 1. Juni, findet eine Nachmittags- sitzung nicht mehr statt. Ausflüge nach Bad-Nauheim, Homburg und Marburg je nach Verabredung. — Nach § 4 der Statuten können auch Nichtmitglieder (d. h. Aerzte) an den Versammlungen teilnehmen, gegen Erlös einer Teilnehmerkarte zu 10 Mk., die zu allen übrigen Veranstaltungen bc- rech-tigt. Die Teilnehmerkarten können schon vor dem Kongresse bei Professor Dr. Walther in Empfang genommen werden oder gelangen auch bei Beginn des Kongresses, Mittwoche 29. Mai, früh 9 Uhr in der Aula der Üniversität zur Ausgabe. Mit dem Kongresse ist eine Ausstellung von geburtshilflichen und gynäkologischen Instrumenten und Apparaten verbunden, zu der folgende Firmen Erlaubnis erhalten haben: Medizinisches Warenhaus zu Berlin, Alexander Schädel in Leipzig, Georg Härtel in Breslau, T. Droella in Köln und Hermann Härtel in Breslau. Auch stellt die bekannte Firma Ernst Leitz in Wetzlar eine Reihe von Mikroskopen aus; dieselbe stellt audji zur Benutzung bei den Demonstrationen mikroskopische Präparate, einen Projektionsapparat (Skioptikon), sowie für mikroskopische Objekte einen neukonstruierten Apparat, das Megoskop, im Hö^aale des alten physikalischen Kabinetts auf. Die Beteiligung für Gießen wird recht groß werden: sichere Anmeldungen liegen jetzt 145 vor. Dazu sind außer den bereits oben vermerkten zwei Hauptthematas über 90 Vorträge einschl. Demonstrationen angemeldet, die höchste bis jetzt erreichte Zahl. (In Berlin gegen 80 Vorträge!) Also zuviel des Guten. Die zu erwartenden Gäste sind zum größten Teil in Hotels unB einigen PrivaklvtziS untergeb rächt; da nod> weitere Anmeldungen zu erwarten sind, und die Hotels weiter nicht in Anspruch genommen werden können, so find Anmeldunaen von Angevoten aus Privaffamilien, vielleicht leerstehende Studentenwohnungjen behufs Vermieten gegen Entgeld dringend erwünsck)ü — Auskunft jeder Art ertettt der derzeitige zweite Sck'tvift- führer, Professor Dr. Walther. ** Die Verunglückten von Griesheim. Wir erhalten folgende Zuschrift: Griesheim a. M., ven 15. Mai 1901. Indem ich Ihnen den Empfang der mir für die Angehörigen und Hinterbliebenen der bei der ükaiastrophe am 25. April hier Verunglückten gütigst übersandten 102 Mk. bestätige, erlaube ich mir, Ihnen hiermit im Namen der armen Verunglückten herzlichsten wärmsten Dank auszusprechen. Hochachtungsvoll und ergebenst Wolff, Bürgermeister. **Von den zur Einziehung gelangenden Münzforten waren Ende April noch ftir 4,1 Millionen goldene Fünfmarkstücke, für 6,3 Millionen silberne und für 2,7 Millionen Nickel-Zwanzigpfennigstücke im Umlauf. ** Die Aufschrifte n der Postpakete betrifft eine Verfügung des Reichspostamtes an die Ober-Pvst- direktionen. Diese werden angewiesen, beim Publikum in geeigneter Weise darauf hinzuwirken, daß die Aufschriften der Postpakete nicht nur im ganzen klar und deutlich angebracht werden, sondern daß auch insbesondere der Bestimmungsort möglichst groß und in die Augen fallend auf den Paketen angegeben wird. Die Verfügung ist glestl)^ zeitig mit der Anordnung zugeaangen, der zufolge das Aufkleben der Bezirksleitzettel mit Angabe des Ober-Post- direktionsbezirks des Bestimmungsortes vom 1. Juni an allgemein in Wegfall kommt. Darmstadt, 16. Mai. Die wegen des großen Offenbacher Eisenbahnunglülks vom 8. November v. Js. gegen den Bahnwärter Paulinus Hohmann von Bürgel geführte Voruntersuchung hat Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung des Angeschuldigten nicht ergeben, weshalb H. nunmehr durch Beschluß der ersten Strafkammer des hiesigen Landgerichts außer Verfolgung gesetzt wurde. Nach der Begründung dieses Beschlusses ist ein Nachweis für die Beschuldigung, daß H. durch Vernachlässigung seiner Pflichten als Wärter der Blockstation 11 einen Eisenbahntransport gefährdet, und dadurch den Tod von mindestens zehn Menschen verursacht habe (Vergehen gegen § 316 Abs. 2 St.-G.-B.), nicht erbracht. Marburg, 16. Mai. Eine höchst originelle Post- karte ist der „Hess. Landesztg." von einem lustigen Bruder Studio überreicht worden. Sie ist in der feuchtsröhlicben Korona eines akademischen Vereins am 2. Dezember 1900 geschrieben worden und folgendermaßen adressiert: „An Seine Königliche Hoheit den Prinzen Tuan in Peking, China." Franftcrt ist sie mit einer in Marburg abgestempelten Zehnpfennig-Marke. Auf der Rückseite steht u. a.: „Lieber Tuan, in Anbetracht, daß wir soeben eines unserer Füchslein nach Dir getauft haben, kann ich mir nicht versagen, Dir meine „Blume" zu kommen. Dazu rufe ich Dir zu: Joachimken, Joachimken, hüte Di! Wenn wir Dich kriegen, hangen wir Di! — und: Freu Tich des Lebens, Kerliner Krief. .Plaudereien aus der Kaiserstadt.) (Nachdruck verbeten.) Berlin tu Flieder. — Rad- und Pferderennen. Totalisatorfteuden. Lange bevor uns die Lenzsonne mit ihrer schöpferischen Kraft die köstlich duftenden Fliedertrauben in unseren deutschen OZärten und Parken l^ervorzaubert, grüßen uns große duftende Fliederzweige aus den Anlagen der Blumen- händler und zwar ost iu einer Menge, daß man auf den kühnen Gedanken kommt, jich oder die blumennärrische Gattin daheim auch mit einer solchen vorweggenommenen Lenzfreude zu versehen, weil man sich nicht denken kann, daß viese duftigen Grüße des Südens in dieser erstaunlichen Fülle Abnehmer finden, wenn sie allzuviel Geld kosten! Aber das große Berlin, in dem tagtäglich hunderte von Menschen herumirren, die nicht einmal das Geld zu einem Mittagbrot in der Volksküche mehr in der Tasche haben, rind begehrlichen Blickes an den Schaufenstern der Fleischer rind Delikatessenhändler vorüberpilgern, um schließlich mit trockenen Semmeln, den unerbittlichen Mahner im Magen zu stillen — dasselbe Berlin birgt auch 5)underte und aber Hunderte von Leuten, die mit seelenruhiger Selbstverständlichkeit einen Thaler für drei Fliedertrauben auf den Ladentisch legen, um eine kleine Zimmerfreude zu haben ober einer schönen Freundin eine zarte Aufmerksamkeit ui erweisen. Heute schwimmt Berlin förmlich im Flieder, lleberall weht uns der Maiwind eine Dustwoge der wunder- i amen Blume entgegen. Denn nicht nur auf den vielen j.chönen Plätzen Berlins — der Leipziger Platz z. B. ist ein einziges Blütenmeer — grüßen uns die lila Blütenbüschel; nein auch hunderte von Händlern und Händlerinnen »reisen uns Fliedersttäuße an, und verfolgen uns in den lebhafteren Straßen mit ihren schier unerschöpflich scheinen- ben Vorräten. Und die Geschäftswagen, die aus den Vororten kommen, wo bei so vielen Häusern noch ein Fleckchen Harten ist, haben sich alle ein Zweiglein erobert, das der Kutscher triumphierend an seinen Sitz gebunden hat; manchmal hat auch der Gaul seinen Schmuck abbekommen, und trottet nun gar festlich durch die schon recht hübsch heiß gewordenen Straßen des großen Spreebabels. Auch die Ausflügler kehren nicht anoers heim als mit großen Bouquets beladen — und nun gar erst die vielen tausend Radfahrer, die jetzt Tag für Tag die sandigen Chausseen der Mark abrollen! Kein Sport ist wohl so unheimlich schnell in alle Kreise und Stände gedrungen, als die liebe Radfahrerei. Es giebt Prinzen und Prinzessinnen, die ihre Pedale treten so gut wie Schusterjungen. Kein Wunder daher, daß das Interesse für Radwettfayrten allmählich lebhafter geworden ist wie das für Pferderennen. Da alle möglichen Leute ein Rad besitzen und die Freuden und Leiden dieses Sportes am eigenen Leibe erlebt haben, so sind sie für die Radwettfahrten als unzweifelhafte Sachverständige zehnmal mehr eingenommen, als für die Rennen auf dem grünen Rasen, bei denen sie doch mehr oder minder als Laien figurieren, selbst wenn sie durch Zufall wirttich mal einen Pferderücken haben besteigen können. Die Menschenmassen, die am letzten Sonntag dem Kampf um „das goldene Rad von Friedenau" als enthusiasmierte Zuschauer beiwohnten, waren ganz riesig, und der Eifer, der Beifall, die Enttäuschungen hatten etwas Gewitterstürmisches. Daß schließlich ein Franzose, Bouchours, ein alter Meisterschaftsfahrer, als Erster ans Ziel kam, that ein bischen weh? doch siegte als Zweiter wenigstens Robl, ein Münchener, über Tom Litton, der als Engländer momentan nicht die Berliner Sympathieen genießt, und so war man mit dem Ausgang doch noch leidlich zuftieden. -Nebenbei bemerkt, bildet der Radsport nur einen sehr spärlichen Nack)wuchs an neuen Größen. Die heute geltenden Namen sind fast sämtlich auch auf den Radrennen der früheren Jahre oertreten. Haben die nachrückenden Jahrgänge keine Wadenmuskeln mehr? Oder verliert sich die Neigung zur übermäßigen und gesundheitlich sicher nicht unbedenttichen Ausübung des Radfahrens? Es wäre das ein ganz zweifelloser Nachteil für die Rennbahnen, jedoch kaum ftir unsere Jugend. Denn die jungen Herren, die es als Lebensaufgabe betrachten, auf dem Rade zu sitzen, und schließlich 100 Kilometer um eine Minute schneller zu durchfahren, als irgend ein anderer, haben zum Teil etwas Komisches an sich, wenn man sie nicht gar bedauern soll. Die Pferderennen dieses Jahres in Carlshorft und Hoppegarten zeigten das alte gewohnte Bild; vielleicht etwas weniger Publikum als früher, wo noch kein „goldenes Rad" aesahren wurde, aber in diesem Publikum doch einheitlicher, vornehmer. Pferdesport hat eben etwas Aristokratisches, freilich fehlen dem bunten Bilde auch nicht die grellen Töne des Hochstapler- und Courtisanentums, und mancher „Baron" von Kellners- und Kuffchers-Gnaden, manche „Gnädige", die in ärmeren aber harmloseren Zeiten die Nadel geführt, mad>i sich im Dogkart oder Landauer breit. Dazu kommt das ruhelose, provithungrige Volk der Wettvermittler, die fortwährend Jagd auf Gimpel machen, und fortwährend auf der Hut vor der jagenden Polizei sind. Am Totalisator, wo schon mancher, der auch „nicht ein bischen Pferdeverstand" hatte, durch einem glücklichen Impuls ein paar blaue Scheine für fein Zehnmarkstück erobert hat, drängt und schiebt sich's schlimmer als auf einem Jahrmarkt. Jeder will einmal sein Glück versuchen — und die 30 Prozent Steuer, die der Staat Heuer statt der ftüheren 10 Prozent einheimst, haben die Liebe feinen Abbruch gethan. Natürlich ist es betrübend, wenn man auf den falschen Gaul gesetzt hat und andere Leute den Gewinn einftreidjen sieht; fataler jedoch noch, wenn man glücklich den richtigen erwischt, — die ganze Aufregung bis zum Ausgang durchkostet und die rasende Freude empfindet, diesmal zu den Gewinnern zu zählen — und bekommt nachher an der Kasse- auf fein Ticket statt der geopferten zehn — ganze elf Mark herausbezahlt, wett die Schlauen in der Majorität waren k So geschah es z. B. am letzten Montag im 5-oppegarten, wo im „Saphir-Rennen" Herrn Neumanns „Namruna" als Erste durchs Ziel ging. Ein guter Freund „mit Pferdeverstand" hatte es mir als bombensicher verraten. Aber es muß wohl ein offenes Geheimnis gewesen sein! Wenw die Geschichte nicht mehr abwirst, werde ich den alten Beruf vorläufig doch noch nicht ganz aufgeben! ... A. R. ’M des Verbandes Deutscher Ncrdseebäder kostenfrei verabfolgen, und 'die auch vom Vorstände des Verbandes' in Norderney gratis versandt wird, allen denen, die ein Seebad' besuchen wollen oder die sonst Interesse an der Entwickelung der Deutschen Nordseebäder haben. Didaktik, Hodegetik, Pädagogische Pathologie, Psychologie des Kindes. 3. Theologische Kur je vom 12.—17. August. Religionsgeschichte, Kirchengeschichte, Geschichte der kirchlichen Kunst in Deutschland, Religionsphilosophie, Praktische Theologie, Alt-testamentliche Forschung, Religions-Unterricht. 4. Geschichtliche und philosophische Kurse vom ö.—17. August. Litteratur-Geschichte, Kulturgeschichte, Einleitung in die Philosophie. 5. Sprachkurse für Ausländer vom 5.-24. Aug. Elementar-Kursus, Kursus für Fortgeschrittenere in deutscher Sprache, Englischer Sprach-Kursus. Dazu kommen noch öffentliche pädagogische Vorträge mit Diskussionen, veranstaltet vom Diakonie-Verein vom 12.—17. August, ferner die Verhandlungen des Vereins für Kinderforschung, endlich die öffentlichen Vorträge des Prof. Zimmer über die Frauenfrage. Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an das Sekretariat, Frau Dr. Schnetger-Jena (Gartenstraße 2). Von hier aus werden ausführliche Programme auf Wunsch versendet. Theater, Kunst und Wissenschaft. Stadttheater in Fürth. Aus Fürth bei Nürnberg wird berichtet: Nachdem zwei Jahre lang um einen geeigneten Platz für ein neues Theater gestritten worden ist, hat man sich vor einigen Monaten für die Platzfrage geeinigt und auch bereits den Thoaterarchitekten Hellmer und Fellner in Wien den Bau übertragen. Das neue Theater, das im Herbst des kommenden Jahres seiner Bestimmung übergeben werden soll, wird im Renaissancestil erbaut, für die Jnnenräume wird das heitere Barock gewählt. Für den Gemeinsinn der Fürther Bevölkerung spricht die Thatsache, daß 300 000 Mark an freiwilligen Gaben für de/i Theaterneubau gezeichnet wurden Bäder. Von dem Vorstande des Verbandes Deutscher Nordseebäder wird uns der Leitfaden „D i e D e u t s ch e n Nord- seebäder" übermittelt. Das Merkchen übertrifft seine Vorgänger sowohl an Uebersichtlichkeit des Inhalts als auch in der äußerst geschmackvollen Ausstattung. In gedrungener Kürze, unter Vermeidung jedes Reklamehaften, schildert es die einzelnen Deutschen Nordseebäder und wird sicher dazu beitragen, dem immer noch starken Zug nach den belgischen und holländischen Nordseebädern zu Gunsten der Deutschen Nordseebäder mehr und mehr Einhalt zu thun. Wir empfehlen die Brochure, die die in fast allen größeren Städten Deutschlands errichteten Auskunftsstellen Universitäts-Nachrichten. Man schreibt uns aus Jena: Von Dozenten der hiesigen Universität werden auch in diesem Jahre Ferienkurse für Damen und Herren abgehalten werden, und zwar in folgenden Abteilungen: 1. Naturwissenschaftliche Kurse vom 5.—17. August Astronomie, Botanik, Geologie, Physik, Zoologie. 2. Pädagogische Kurse teils vom 5.—10, teils vom 5.—17. August. Allgemeine Didaktik, Spez. solang noch Tein Lämpchen glüht! Heil! Schreib mal Deinem. . . (folgt Biername)." Ein anderer Konkneipant schreibt: „Heil Dir Boxer!" und wieder einer meint: „Wirren in China, Witze bei uns!" Tie Karte ist am 16. Januar in Peking angekommen, und korrekt abgestempelt: „Peking, Deutsche Post". Mit Blaustift ist über die Karte geschrieben: „16. 1. zurück. Unbestellbar." Und mit Tinte ist von dem deutschen Postbeamten in Peking folgende köstliche Notiz zugefügt worden: „Unbestellbar. Adressa t verreist, ohne Adresse zu hinter- lassen. Feldpost Peking." Tie Karte ging demnach zurück und ist in Marburg am 26. Februar, wieder eiugetrofsen uud dementsprechend abgestempelt. •* Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Wie weit die Wirkungen des Griesheimer Unglücks reichen, erfährt man in Heilbronn. Das dortige Salzwerk, zu dessen größten Abnehmern das Griesheimer Werk gehört, hat wegen der Verminderung des Absatzes 60 Arbeiter entlassen. Noch während des Brandes in Griesheim lief die Abbestellung telephonisch und telegraphisch ein. Das schon in die Schiffe verladene Salz mußte wieder ausgeladen werden. — Rheinwein l beste Sorte, per Liter öO Pfg. Ph. Thomas, Offstein b. Worms. Gehr. Kaffee kräftig und rcinschmeckend per $M00,l20bi318(M empfiehlt 3476 Robert Stuhl, Neustadt 23. Für Husten- n. Katarrhleidende Kaiser’» Brnst-Caramellen die sichere ftnrA notariell I ist durch utsseaueru I Einzig dastehender Beweis für I sichere Hilfe bei Husten, Hei- I ferkelt, Katarrh und Ber- I schleimuug. Paket 26 Pfg. bei | A.» G.WallenfelS in Kietzen,! Markt 21. Telephon 46. Ehr. Wattenfels in Kietzen, Marktplatz 17. Telephon 2621 Hch. Wallach in Kietzen. Georg Lein in Knngen. 340. Um mit dem Lager zu räumen verkaufe von heute bis auf weiteres: Prima Kernseife bei Abnahme von 6 Pfund zu 24 Pfennig per Pfund. Gleichzeitig gebe bekannt, daß der prima rheinische Einmach-Weinessig wieder angekommen ist und mache noch besonders auf Stemler s Zwieback für Kinder aufmerksam. H. Geißler VI., Mar. Das von Frau Anna Hein früh. Oberhebamme a d. ge- burtSh Klinik d. Kgl. Charit« zu Berlin verfaßte Buch „Franenschatz“ send.f.50Pf.in Brfm.d Versandhaus hyg. ZSedarfsart. v. Frau Anna Hein k in Berlin S. Nr. 178, * Oranienstr 66. 386 □ 2970 81 3620 32 45 60 75 95 125 Maurer- „ Pflaster- Kies Lieferung Schnittholz), 21 bis 40 cm Durchm., 5 bis 12 m lang — 8,58 fm, rm Nadel-Knüpptt (hierunter 65 rm 3 und 4 m lang), Nadel-Wellen, rm Nadel-Stöcke, Weichholz-Wellen. Hohversteigerung DieuStag den 21. dfs. Mts. wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz ver- ieigert: 17 Kiefernstämme (6 Stück 72,72 1545,— 70.- Die Zusammenkunft ist nachmittags 3 Uhr beim Pflanz- garttn. Großen Linden, 13.Mai 1901 Großherzoglichs Bürgermeisterei Großen-Lmden. Leun. Carl Retter 0 Lindenplatz Ecke Wallthorstr. Q Vergebung. Nachstehende Arbeiten und Li ferungen sollen Montag den 2V. Mai IV0I, nachmittags 2 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier, woselbst Bedingung und Voranschläge zur Einficht offen liegen, an den Wenigstnehmenden vergeben werden: veranschlagt zu Chausfier-Arbeiten 132.— JL do. 8472 do. do. do. do. do. do. do. Tinoxa bestes Schutzmittel gegen Motten. Pack't 20 Pfg. en-pfiehlt bie Adter-Arogerie, Settcrsweg 39 sei« Otto Schaaf. per Flasche 23 Pfg. exkl Glas frei ins Kans geliefert empfiehlt 3121 C. Roth II., Nachfl., Wallthorstraße 5. Vergebung nun Kauarbeiten. Nachstehende, zur Erweiterung des Kreisamtsgebäudes zu Gießen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen des Rohbaues werden hierdurch unter Hin- weis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben: 1. Maurerarbeit. 2. Steiuhauer- arbeit. 3. Zimmerarbeit (c^'82 cbm Eichenholz, 90 cbm Tannenholz). 4. Dachdeckerarbeit. 5Schlofferarbeit. 6. Speuglerarbeit. 7. Schreiuerarbeit. 8.,Weitz- binderarbeit. D e Zeichnungen u. sonstigen Unterlagen können in unserem Dtenstgebäude (Stephanftraße) eingesehen werden. Arbeitsbeschreibungen werden zum Selbstkostenpreis abgegeben. Angebote find bis zum 29. Mai, vormittags 10 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns abzugeben. Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, am 14. Mai 1901. Großh. Hochbauamt. Neuling. 8601 Hochfeinen ftepfelwein empfiehlt 2507 Brechbohnen Junge Erbsen Karotten Brechspargel bo. mit Köpfen Staagenspargel Kirschen oder Birnen Mirabellen rc. :c. Weißwein^ÄL 8 Rotwein § Hohversteigerung Es werden versteigert: Mittwoch, den 22. Mai . Js. n dem Franzenwald aus den Abteilungen Hexen- )usch, Fuchsbau, Tannacker, Rehloch, Stempelschlog und Günth-rsgrab: 6 Klcherrstärnure von 21—40 cm Durchmesser, 6—9 m Länge mit 3,68 fm, 42Ilchtert-« Kiefernstämme von 13—35 cm Durchmesser, 5—12 m Länge mit 9 14 fm, !9 Fichten-Derbstangen von 8 )is 12 cm Durchmesser, 8 bis 12 m Länge mit 6,06 fm, OAichten-Reisstangen.ßichen: 200 Wollen, 4 rm S öcke; Aabekhotz: 4 rm Scheiter. 247 rm Knüppel, hiervon 48 rm n Schichten von 3 m Län e, 3990 Wellen, 78 rm Stöcke W'ichholz: 9210 Wellen, 23 rm Stöcke. Das im GüncherSgrab und Hexenbusch sitzende Wind- allholz wird bei der Versteiger- mg nicht vorgezeigt, Steiglieb- laber wollen dasselbe vorher einsehen. Nähere Auskunft erteilt Förster Menges in Großen- Linden.Zusammenkunft morgens 9 Uhr auf der Torfschneise an Abteilung Fuchsbau. Gießen, den 13. Mai 1901. Gr. Oberförst- rei Schiffenberg. Heyer. 3652 Täglich von morgens 7 Uhr anr Warme fltifdinuitfl ä Pfd. 40 Pfg. 317« N uenweg 33. Viele Kranke- leiden anr Blutarmut. Bleichsucht Nerven-, Magon- u. Verdauungs schwäche, Mattigkeit, Abmagerung Angst- und Schwindelgefühl, Ge dächtniSschwäche, Kurzatmigkeit Herzklopfen, Kopfweh, Migräne Rückenschmerzen, Appetitmangel Blähungen. Sodbrennen, Erbreche: rc und steche« oft langsam dahin ohne den wahren Hrund ihre Heiden zu ahne« und das richtig Heilmittel zu finden. Ein b( lehrendes Buch mit Krankheit! befchreibungen versendet an zedei mann gratis und franko Die Berwaltung der 6mm< Heilquelle, Boppard. Pa. 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