Nr. 42 Erstes Blatt Jahrgang nur die aktion, Expedition imb uckerei: Sd)ulftrnfie 7. IG Nujl I« vttltihm. -öffnet bü 10 Uhr, auch Sonntags. JUmty Kaozleibttg 9,1, um Bmdplah. Adresse für Depeschen: Anzeiger «ictzen. FernsprechanschlußNr.bl. Politische Versammlung. P. Gießen, 18. Febr. Sonntagnachmittag gegen 4 Uhr fand in Steins Saalbau eine politische Versammlung statt, die vom „d e u t s ch e n Verein" einberufen worden war. Ter große Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Erschienen waren die Herren Reichstagsabg. Liebermann von Sonnenberg und Reichstagsabg. Köhler, und Herren vom „Deutschen Verein", „Alldeutschen Verband", „Deutschnationalen Handlungs- gehilfen-Verband", „Verein deutscher Studenten" und aus allen Ständen der Bürgerschaft. Auch zahlreiche Lekonomen Er schloß mit der Bemerkung, daß, wenn die Sozialdemokratie Idealisten wie Krumm etwa 30 an der Zahl aufwies, die Verhandlungen sicher öfter zum Einverständnis führen würden. Darauf erhielt Prof. Dr. Wimnienauer das Wort, der anfragte, wie es mit dem angekündigten Antrag über die Buren an die hessische Kammer stehe, warum Köhler nicht den Antrag direkt an den Reichstag in Berlin gesandt habe. Seines Erachtens habe der Antrag an die Kammer, keinen Wert, das sei ein Schlag ins Wasser. Köhler antwortete daraus etwas erregt, er könne nicht nach Berlin reisen, weil es keine ReichstagS-Diälen gäbe und seine Mittel eS ihm nicht erlaubten, zn reisen. Die Professoren verführten unser Volk, brächten eS zu falschen Anschauungen. Liebermann erwidert nochmals auf die Ausführungen KrummS, betr. Konitzer Mord, China Wirren rc. Köhler meint, die Gießener Geschäftsleute feien $u sehr von Juden abhängig, namentlich von Bankiers. Auch meint Köhler, daß die Professoren ein Unglück für den Bauernstand wären. GerichtSaccessist Pro sch meint, jeder ReichStagSabgeord- uete habe nach und von Berlin freie Fahrt. Prof. Wimmenauer: Cr habe sich sachlich gehalten, während Köhler persönlich geworden sei. Er verwahre sich gegen die Auschuldigungen des Vorsitzenden. Wer ein Amt annehme, übernehme damit auch Verpflichtungen. Köhler hätte vorher gewußt, daß eS keine ReichetagS-Diäten giebt. Wenn er nicht den Wahlkreis vertreten könne aus Mangel an Mitteln, so hätte er die Wahl nicht annehmen sollen. (Lebhaftes Bravo.) Köhler antwortet, wenn er nach Berlin auch wirklich gefahren wäre, auSgerichtet hütete er doch nichts. (Sehr richtig!) Er wolle durch seinen Antrag auf das Ministerium einen Druck ausüben, auch einmal zu reden. Das Volk ryolle nicht, daß Lord Roberts geehrt werde, e» wolle nicht, daß der Kaiser nach England reise. In Hessen fei Mann für Mann für die Buren. (Beifall.) Krumm: Die Geschäftsleute GießeuS sollten sich an die seit 50 Jahren bestehende Kaffe anschließeu. v. Liebermann erhält das Schlußwort: Die Bauer« haben viele Vorteile durch die Zölle. Jedoch Heer und Flotte muß das deutsche Reich besitzen. Die Mobilmachung unserer Flotte aus Anlaß der China Wirren, die Schnelligkeit und Exaktheit, mit der alles auSgeführt wurde, hat uns auf Jahre hinaus den Frieden gesichert. Wir haben gezeigt, oaß wir gerüstet find. Last uns unseres Vaterlandes gedenken und stimmen Sie mit mir ein: Deutschland Heil, Heil, Heil! Von „Deutschland, Deutschland über alles" wurden 3 Verse stehend gesungen, alsdann die Versammlung um 8'/, Uhr durch Köhler geschlossen. -o. Kursus für Obstweinproduzenten. Vom 15. bis 20 April. Er umfaßt die Breitung der Obstweine. Gärungdchemir etnschl. Retnbesen Odslwetnkrankbeaen. Utbutigen im L«do- ra ortum. VorttSge von 10—12 Hebungen von 2—5 Uhr. Honorar für Hessen 10 Mk, für Ntchthessen 15 Mk. * RepetitionSkursuS für Baum- und Straßenwärter. Dauer vom 22.-27. April. Für Baum und Straßenwätter, welche schon einen Kursus im Obftbau besucht oder längere P- oxlS hab n. 10 Tetlnehmo au» Oüerhess n erhalten vom Oberhess. Coftbauoerein eine Retsev-rgütung von 10 Mk. und können nach bestandenem Schluß- Vrüsung den Lite! „Vereinsbaumwart des Oderhefs. Obstbau^ veretnS" erhalten. Für berufSwäßiae Baum- und Strsßenwärter ist der Kursus honorarfrei. Für Private und Ntchthessen beträgt das Honorar *1. Obstbaukursus für Geistliche, Lehrer und sonstige Freunde des Obstbaues. Dauer 14 Tage. Erster Teil vom 22.-27. April. Zweiter Teil im Sommer nach lleber einkunft mir den Teilnehmern. Honorar für Hessen 10 Mk., für Ntchthessen 15 Mk.; hessisch Lehrer fi et ®. Kursus für die Kandidaten des Prediger-Seminars und Freunde des Obstbaues aus Friedberg und Umgebung Dauer vom 1. Mai bis Ende August. Vorträge Freitag von 5—7 abends; Hebungen im Obstbau SsmStag vormittag und Montag nachmittag. Honorar für H ff en 10 Mk., für Nichthtssm 15 Mk. f. ObstverwertungSkurse für Frauen. Erster Kursus vom 2.-4. September. Zweiter Kursus vom 9. bis H. September. Honorar 3 Mk. für Teilnehmerinnen aus Hissen, sonst 5 Mk. g. ObstoerwertungSkursuS für Männer vom 23. bis 28. September. Honorar 10 Mk. für Hessen, 15 Mk für Nichth-ssen. Der UnterrichtSplan und die näheren Bestimmungen sind durch unterfertigte Direktion zu erhalten. Großherzogliche Direktion der Obstbauschule und Landwirtschaftlichen Winterschule. Dr. v. Peter. Dienstag 19. Februar 1901 «laufen. Mw M, Sich«. Dion 78. GichenerAmeiger General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Amtlicher Heil. -ehrgüllg für Vbßbsu en der Großhrrzogl. Mbaulchule und MmirWlidjrn Mmterfchlüe |n jrirdberg 1901. * Ordentlicher Lehrgang. Dauer vom 18. März bis 28. September. Im Juni sind Ferien. Die auszunehmenden Schüler müssen ein Alter von mindestens Io Jahren Haden. Die Lehrfächer flnb: 1. Agrtkultur-Chnnie, Bodenkunde und Düngertthr«. 2. Botanik (Morpho ogie, Anatomie und Physiologie d 6 Obstbaumes). 3 Zoologie (die tierischen Schä l nae und Nützlinge deS OdstbaumeS). 4. Obstbau und Odst- uerwertung. 5 Wlrtschaitslehre. 6. Buchführung. 7. Deutsch' Sprache. 8. Rechnen. 9. Zeichnen. 10 Hebungen im chemt- jdjen und botanisch-physiologischen Laboratorium. 11. Hebungen im Obftoau. Honorar für Hessen 30 Mk., für Nichthesseu 50 Mk. 2. Außerordentlicher Lehrgang. a. Kursus für Baum- und Straßenwärter. Beginn am 18. März. Tauer 10 Wochen, und zwar 7 Wochen im Frühj.hre/ 2 Woch-n im öommer, 1 Woche oUant Xr. v, dü eloorlo._____________ tmatrol' Äta ibtn \u der H8I tüt, LckeüMtz 3i. io vchaas. ______ ^«.HantHÜr id Obr- nleiden tDr. Holte, t fl, M., Zeil 44a, , ler Hauptpost a verichled. Lrl pest S ooirötifl bei W üit, WrftW ii. Waren gr.Ln.trk 14. tiasttasse er«!chast-di°I-' >n oder zu vennitK" Markt 15. eew<* e. 181? habe, die ihn unterstützen. Alsdann kommt der Redner au die mit der Zeit errungenen Vorteile zu sprechen. Es seien keine größeren Freiheitsbestrebungen mehr nötig, die Versammlungsfreiheit ließ nichts zu wünschen übrig. Weiterhin kommt v. Liebermann auf sein Steckenpferd, die „Juden- frage" äu sprechen. Seine Auffassungen darüber sind bekannt uno seine Ausführungen spielen sich immer in demselben Rahmen ab. Wir müssen zum sozialen Frieden kommen, damit unser Vaterland nicht zu Grunde geht, damit keine Revolution ausbricht, damit die Sozialdemokratie nicht zum Siege gelange; der Bauernstand sei das Fundament des Staates, mit der Wurzel eines Baumes zu vergleichen, die Saft und Kraft in den Baum bringt. Wehe aber der Wurzel^ wenn sie vom Orkan ausgerissen wird, der ganze Baum geht zu Grunde, v. Liebermann zieht einen Vergleich zwischen Bauernstaat und Industriestaat. Deutschland könne niemals ein Industriestaat werden wie England, dieses habe den kräftigen Bauernstand verkümmern lassen, die Folgen zeigten sich jetzt im südafrikanischen Kriege, wo englische Söldner gegen ein kräftiges niederdeutsches Bauernvolk kämpften. Damit streifte der Redner die Burenfrage und gedachte unter lebhaftem Beifall des tapferen Volkes,. Deutschland müsse ein Ackerbaustaat bleiben. Die Industrie brächte viele Schäden mit sich: Poleneinwanderung u. s. w. Wenn es dem Bauernstände gut ginge, dann ginge es den anderen Ständen ebenfalls gut. Man solle den Bauernstand schützen durch Schutzzölle. Innerhalb des Landes läge Teutschlanos Zukunft, nicht auf dem Wasser. Dort würde sie sehr unsicher sein. Wie man den Bauer schützt, soll man auch den Handwerker schützen. Man solle dem Handwerker den Befähigungs-^ n a ch w e i s erbringen lassen. Der Befähigungsnachweis wäre für Offiziere, Richter, Aerzte, Beamte rc., warum nicht auch für den Handwerker, um unlautere Elemente aus den Nachbarorten waren zugegen. Den Vorsitz führte Reichs- und Landtagsabg. K ö h l e r. Er eröffnete die Versammlung gegen 4 Uhr und legte seinen bekannten politischen Standpunkt dar. Der „Deutsche Verein" stehe auf dem Boden des Antisemitismus. Er wäre oemokratischer Bauernbündler. Abg. Liebermann von Sonnenberg neige mehr rur Rechten, während er mehr links sich halte. Er erteilt dann dem Abg. v. Liebermann das Wort, und dieser führte in etnw zweieinhalbstündiger Rede folgendes aus: Das hiesige sozialdemokratische Blatt habe in seiner letzten Kummer sich über die antisemitische Versammlung ausgelassen und behaupte!, die Diskussionsfreiheit würde dem Wegner nicht gestattet. Eine sachliche Diskussion wäre nur , höchstens dann möglich, wenn die Gegner in der heit wären. Der Redner weist die Behauptung zurück, werden, und daß es auch dem größten Staatsmanne nimmer gelingen wird, an Stelle eines zu Grunde gerichteten Bauernstandes einen neuen Bauernstand wieder zu begründen. Dieweil nun aber diese große Gefahr für Volk und Vaterland droht, daß infolge Einwirkung des übermächtigen Großkapitals, insonderheit des Großhandels, die verbündeten Regierungen auch fürderhin auf Wege gedrängt werden, die nicht dem Wohle des Vaterlandes, sondern seinem Verderben zuführen, ist es Pflicht der Einzellandtage, dem Bundesrate und dem Reichstage, in welch letzterem infolge der Diätenlosiakeit neben dem Proletariat nur das Großkapital das große Wort führt, während das wirkliche Volk aber aus Mittellosigkeit nicht zur Geltung kommen kann, nachdrücklichst, durch Einwirkung auf die heimischen Birndesratsmitglieder, zur Erkenntnis zu bringen, daß so, wie seither der deutsche Bauernstand durch die Gesetzgebung mißhandelt wurde, im Interesse des Wohlergehens aller nimmer fortgefahren werden dürfe. Aus diesem Grunde beantrage ich: Hohe Zweite Kammer wolle beschließen: 1. die Großherzogliche Regierung zu ersuchen, ihre Bundesratsmitgli^der zu instruieren, bei den dem- nächstigen Handelsvertrags-Verhandlungen nur einem M i n i m a l - Z o l l von m i n d e st e n s 7 Mark auf 100 Kilogramm der vier Hauptgetreidearten zuzustimmen; 2. diesen Antrag als dringlich zu behandeln. Deutscher Reichstag. Berlin, 16. Februar. Präsident Graf B a l l e st r e m eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten in Gegenwart von sechs Mitgliedern, später erhöht sich die Zahl der Anwesenden auf 30 bis 40. — Die zweite Lesung des Postetats wird fortgesetzt. Abg. Graf Oriola (ntl.): Wenn Singer die Austragung der Renten an die Arbeiter und den Verkauf von Ver- ficherungsmarken durch die Post behufs Entlastung der Postbeamten wieder beseitigen will, so spricht er damit gegen die Interessen der Arbeiter. (Widerspruch.) Im weiteren ermahnt der Redner den Staatssekretär, den Polen in der Ad ressen frage kein Entgegenkommen zu zeigen, und verweist auf die polnischen Agitationen. Abg. Fürst Radziwill (Pole) faßt die Einrichtung der Uebersetzungsstellen in Posen und Bromberg nicht als Kapitulation des Staatssekretärs auf, sieht in ihr. vielmehr nichts als eine neue Reglementierung der Postchikane. Weit entfernt davon, sich die geringste Mühe für die Feststellung einer etwa nicht ganz klaren Adresse zu geben, lassen die Beamten die polnischen Adressen nun einfach zur Uebersetzungsstelle in Quarantäne gehen. (Sehr richtig! bei den Polen.) (Diese Behauptung des Polenfürsten ist, wie wir an anderer Stelle heute beweisen, durchaus unzutreffend. D. Red.) Den Vorwurf bet Agitation weise ich zurück; die Herren, die diesen Vorwurf erheben, sehen den Splitter in unseren Augen, aber den Balken in dem ihrigen sticht. Ihr Patriotismus baut sich auf dem Hasse gegen eine fremde Nationalität aus. (Unruhe rechts.) Nach einer bald 20 jährigen Wirksamkeit der Potengesetze können Sie (rechts) nicht Feder und Tinte genug finden, um über die polnische Gefahr zu jammern. Wenn solche Gesetzgebung den polnischen Felsen nicht hat erschüttern können, die kleinlichen Postchikanen werden es auch nicht. Sie werden in weiteren 20 Jahren mit diesem Ihrem Latein auch zu Ende sein. Abg. sDr. O e r t e l (kons.): Das Gefühl der Muttersprache kann durch das Schreiben deutscher Mressen nicht verletzt werden. Schließlich würden wir soweit kommen, daß auch alle unsere deutschen Mitbürger — auch innerhalb dieses Hauses giebt es ja solche —, für welche die hebräische Sprache gewissermaßen Muttersprache ist, ihre Briefe hebräisch adressieren und Anstellungverlangen von Post- beamten, die hebräisch sprechen können. (Heiterkeit.) Der Biererlaß entspricht nur dem, was in allen Büreaus als selbstverständlich gilt. Wir selbst verbannen die Bierflaschen aus unserem Sitzungssaal trotz unserer ungeheuer schweren Arbeit. (Heiterkeit.) Der Redner bemängelt dann, daß die Post von den Zeitungen eine frühere Auflieferung als bisher verlange, und klagt weiter über Portoschwierigkeiten im Vorortsverkehr. Die in Vororten Berlins Wohnenden müssen sehr erheblich Strafporto zahlen, obwohl die Empfänger keine Schuld trifft und sie die Sendung garnicht haben wollen. Namentlich Abgeordnete werden davon betroffen, und es wird zu erwägen sein, ob nicht jedem Reichstagsabgeordneten ein Pauschquantum für Ergänzungsporto gewährt werden kann. (Heiterkeit.) Abg. Glebocki (Pole) verlangt Beweise dafür, daß der Post von den Polen Chikanen bereitet würden. Staatssekretär v. Podbielski: Die Angelegenheit mit den polnischen Adressen wird über Gebühr aufgebauscht. Thatsache ist, daß große Bankiers in Posen erklärt haben, wir würden gern deutsche Adressen schreiben, aber das Publikum droht uns, bann sofort jede geschäftliche Verbindung abzubrechen. (Hört! hört! rechts.) Unaufrichtigkeit darf man uns nicht vorwerfen, aber wenn die Uebersetzungs- büreaus nicht genügen, so müssen die Briefe mit polnischen Adressen als unanbringbar betrachtet werden. Ich möchte len Termin für die Auflieferung der Zeitungen weiter hinausschieben, aber es wird das kaum gehen. Tas Ziel 'der Zukunft ist für mich, das billige Porto für die Städte auszudehnen auf immer weiter werdende Ringe. Warten wir zunächst ab, bis der Nachbarortstarif sich mehr eingelebt haben wird. (Bravo! rechts.) Abg. Stöcker (wildk. > wünscht Erlveiterung der Sonntagsruhe und beschwert sich u. a. darüber, daß einmal in Frankfurt wegen des jüdischen Neujahrstages der Sonntagsdienst der Post etwas verlängert worden sei. Staatssekretär v. Podbielski bekennt sich als Anhänger ausgedehntester Sonntagsruhe, deren volle Durch- siihrung aber nicht möglich sei. Tie Sonderbestimmungen in Frankfurt habe er auch nicht für richtig gehalten und Remedur cintreten lassen. Tie Frage, ob wir bei der Neu Ordnung der höheren Karriere Postreferendare und Post assessoren bekommen, kann ich so kurzer Hand nicht erledigen Der Titel Postkassierer ist kein sehr schöner, ob ich aber Post fekretär oder Staatssekretär heiße (.Heiterkeit), ich meine, nicht der Titel macht den Mann, sondern der Mann macht die Stellung. Für unsere Unterbeamten bestehen recht jchwierige Verhältnisse, ihre heutige Bezahlung ist unbedingt leine ausreichende. Unterstaatssekretär Fritsch erklärt, die Losung der Frage der Rechtschreibung hänge nicht in erster Reihe von der Reichspostverivaltung ab. Tie Verhandlungen seien im Gange, jedoch noch nicht abgeschlossen. Äbg. v. Tiedemann (Reichsp.) kommt nochmals auf die polnischen Adressen zurück. Er habe als Regierungspräsident Briefe mit polnischen Aufschriften stets zurückgewiesen. Man müsse sich gegen die Polonisierung der oeutschen Städtenamen wenden. Es handelt sich hier um einen mutwilligen, um nicht zu sagen frivolen Vorstoß der Polen gegen die Post-Verwaltung. Abg. Tr. Müller-Sagan (freis. Volksp.) schildert eingehend die Nachteile, die durch die verlangte frühe Auflieferung der Berliner Blätter erwachsen. Abg. Ledebour (Soz.) bringt Mißstände im Berliner Vorortverkehr zur Sprache und protestiert gegen die chikanöse Behandlung der polnischen Adressen. Tas Vorgehen der Verwaltung gegen die polnische Bevölkerung sei unerhört. (Große Unruhe rechts.) Der Redner tadelt überhaupt die preußische Polenpolitik, indem er den Kampf der Polen für Erhaltung ihres Volkstums mit dem Festhalten der Deutschen in Ungarn an ihrem Deutschtum vergleicht. Nach unerheblicher weiterer Debatte werden eine Anzahl von Titeln angenommen und die weitere Beratung auf Dienstag 1 Uhr vertagt. Politische Tagesschau. Der Besuch des euglischeu Kö'uigspaareS ist nun offiziell angezeigt worden. Unser Kaiser ist bekanntlich am 7. Februar in Homburg eingetroffen; er wird dort noch längere Zeit verbleiben, er und seine Gemahlin werden also in Homburg das englische KönigSpaar erwarten. Unter diesen Umständen soll eS auch auS- geschloffen sein, daß König Eduard und seine Gemahlin nach Berlin kommen werden. Darüber darf man sich leider nicht mehr täuschen, daß die Kaiserin Friedrich mit einer entsetzlichen Krankheit ringt, welche die Kräfte der hohen Frau bald verzehren wird. Ueber den Ernst der Lage ist man sich auch wohl in der Umgegend der Kaiserin Fried rich vollkommen klar. König Eduard hat sich auf das genaueste von dem Kaiser über die Krankheit unterrichten lassen und der Draht nach England spielt ja wohl auch noch jeden Tag. König Eduard und Kaiserin Friedrich haben den sehnlichsten Wunsch, sich noch einmal ins Auge zu sehen, die Hand zu drücken. Mit geradezu heroischer Geduld erträgt die edle Frau ihr Leiden: selbst schwere Herzbeklemmung und Atemnot haben ihr daS lebendige Interesse für alle Vorzüge auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft nicht rauben können. Bei der verhältnismäßig sehr geringen Nahrungsaufnahme ist es natürlich auch sehr schwer, ein Zurückweichen der Körperkräfte zu verhindern. Wie lange daS englische KönigSpaar in Homburg weilen wird, darüber ist Bestimmtes noch nicht verlautbar geworden; aber das darf wohl als ganz sicher angenommen werden, daß der Aufenthalt nicht lange ausgedehnt werden wird. General von Werder ist nach Petersburg abgereist. Man weiß, daß der General sowohl am Zarenhofe, wie auch in der Petersburger Gesellschaft persona gratissima ist und daß deshalb ganz besondere Gründe vorliegen müffen, die den Kaiser zur Entsendung dieses seines Vertrauensmannes bestimmt haben. An amtlicher Stelle möchte man am liebsten jede politische Bedeutung der Mission in Abrede stellen, doch geht dies wohl kaum an, weshalb die offiziösen Blätter raten, abzuwarten, aber nicht ins Blaue hinein zu phantasieren. Jedenfalls betont man aber mit Nachdruck, daß die Reise deS Kaisers nach England keineswegs die Veranlassung zu einer Mission des Generals von Werder habe bieten können, denn in Petersburg wisse man, daß ihr keinerlei politische, sondern nur persönliche Motive zu Grunde gelegen hätten. Vermutlich handelt eS sich um die Wie derher - tellung des Einvernehmens zwischen der deut- chen und der russischen Diplomatie in Bezug auf ;ie Behandlung der chinesischen Frage. Denn eS ist ein Geheimnis, daß die Auffassung und Beurteilung der age in China seitens der Petersburger und der Berliner Diplomatie zurzeit durchaus verschieden ist, und dieser Zwie- palt muß sich naturgemäß täglich erweitern. Der Räumungsvorschlag bezeichnete den Anfangspunkt deS rufst- chen SonderwegeS, und seit der Zeit hat sich Rußland fast mm er im Lager jener Mächte befunden, die den deutschen Vorschlägen Widerspruch entgegengesetzt haben. Wahrscheinlich oll nun General Werder eine Aussprache herbeiführen, damit )er Ungewißheit der Lage ein Ende gemacht wird; denn nachgerade scheint selbst Graf Waldersee zu erkennen, wie unhaltbar seine Stellung und wie überflüssig eine weitere Ausdehnung Der Dauer seiner Mission ist. Verlautet doch jetzt schon mit Bestimmtheit, daß der General- seldmarschall im April die Heimreise antreten werde. Die soeben erlassenen Bestimmungen über die Uebungen der Reserve- und Landwehroffiziere bringen manche intereffante Einzelheiten. So ist der Chef des Generalstabes ermächtigt Morden, die Einberufung solcher Oifiziere, die als Adjutanten von Linien Kommandanturen bezeichnet sind — jedoch, soweit sie nicht Reserveoffiziere und als solche noch übungspflichtig ind, nur im Falle ihres EinverständniffeS — zu einer dreiwöchigen Uebung bei den betr. Linien-Kommissionen durch die Generalkommandos zu bewirken. Die Generalkommandos werden ermächtigt, inaktive oder dem Beurlaubtenstand angehörige Offiziere sowie Bezirksoffiziere, die für den Mobilmachungsfall als Adjutanten der stellvertretenden General- kommandoS, der Inspektion der inmobilen Garde-Infanterie oder der stellvertretenden Infanterie-Brigaden von Bezirks- Kommandos ausgebildet werden sollen, — jedoch, soweit sie nicht Reserveoffiziere und als solche noch übungspflichtig sind, nur im Falle ihres Emverständnisses — zu einer sechs- bis a ch t w ö ch i ge nDienstleistung heranzuziehen. Offiziere, die für den MobilmachungSfall als stellvertretende Bezirks-Kommandeure bezeichnet find, dürfen zu einer sechs- bis achtwöchigen Dienstleistung herangezogen werden, wenn sie noch nicht Gelegenheit hatten, den Dienst bei einem Bezirkskommando kennen zu lernen oder wenn seitdem 5 Jahre vergangen sind. Auch Kavallerie- und Feldartillerie-Offiziere des Beurlaubtenstandes, die im Mobilmachungsfall zu Reserve- und Landwehr- Jnfanterie-Bataillonen bestimmt find, kann bei der Infanterie und zwar während der Manöver herangezogen werden. Sie haben sich auf einem mitgebrachten Pferd beritten zu machen. Freiwillige Dienstleistungen bei Linien-Truppenteilen und der Fußartillerie-Schießschule bis zur Dauer von 8 Wochen von inaktiven Offizieren, sofern diese für den Mobilmachungsfall zu Kompagnie- usw. Führern in Aussicht genommen sind, sonnen unter Gewährung der bestimmungsmäßigen Gebührnisse von den Generalkommandos der obersten Waffenbehörde» genehmigt werden. Welche Stimmung durch die Roberts-Ehrung in weiten Kreisen des deutschen Volkes erzeugt ist, das kann selbst der Berliner Korrespondent der Londoner „TirneS" seinem Blatte nicht verhehlen; er schreibt: „Man darf vor der Thatsache gewiß nicht die Augen verschließen, daß der lange Aufenthalt des Kaisers in E gland und einige der komplimentierenden Handlungen, die er dort oorgenommen Hal, mit den Gefühlen der ungeheuren Mehrheit des deutschen Volkes nicht im Einklang stehen. . . . Insbesondere laufen daS Telegramm des Kaisers an Lord Roberts und seine liebenswürdigen Aufm-rkiamkeiten für den Helden von Kandahar und Pretoria den vorherrschendenEmpfindu' gen der deutscyen Nation zuwider, und dieS gilt von dem äußersten rechten Flügel der Konservativen im Reichstage wie im Lande bis zur äußersten radrkalen Linken und selbst bis in die Reihen der Sozialdemokraten. DieS ist die lautere Wahrheit, und es geziemt sich wohl, sie sreimütig zu äußern." Polnische Postadressen. Gießen, 15. Februar. •) Ein Einwohner Gießens erhielt dieser Tage folgende Karte aus dem Oberpostdirektionsbezirk Bromberg durch die kaiserlich deutsche Post richtig zugestellt: 13 Deutsche Reichspost. <2. Karte poeztowa. ►ö Postkarta. o Wielmozuy Pan o ......sz (Name.) B www. pan dobrodiej S w Lac (Hasja wyzsza) . Ulica waltorja. Die Karte, auf der nicht ein verständliches deutsches Wort stand, (mit Ausnahme deS verbesserten KopfeS) ging zur Feststellung des Absenders durch die Hände von elf Postbeamten, die erklärten, den Absender aus der Handschrift (k!) nicht erkennen zu können. Darauf wanderte sie, tote der aufgedruckte Stempel beweist, in die Uebersetzungsstelle Bromberg und kam folgendermaßen wieder daraus hervor: "Wielmozuy Pan (Herr.) « (Titulatur.) m www. pan dobrodiej. | (Gießen) (I U) (Oberhessen) § w Lao (Hasja wyzsza) *5 Ulica waltorja o (Walterfiraße). Die eingeklammerten Worte sind auf dem Original in roter Tintenschrift zugesetzt. Trotzdem die Karte erst am 7. Februar abends aufgegeben, hat sie bloS 6*/a Tage gebraucht, um nacheinander die elf Postbeamten und die Uebersetzungsstelle zu passieren! Es scheint doch ziemlich „prompt" gearbeitet zu werden auf den neuerrichteten Hebet» setzunasstellen. Die Vermutung des Herrn Adressaten, daß ein Lexikon polnischer Ortsnamen hiernach existieren muß, ist zutreffend. Ein eifriger Pole hat thatsächlich ein solches herausgegeben, das den polnischen Briefschreibern als Führer bet der Chikanierung der Post dienen soll. Der „Snrtjer Poznans!", ein polnisches Blatt in der Stadt Posen, ist emsig bemüht, dieses Lexikon für immer weitere Teile des Reiches zu ergänzen. Wie weit diese Arbeit bereits geführt wird, ersehen wir aus der neuesten Nummer der „Ostmark"; danach hat der Shirt)er sich nicht mit der Ausdehnung der angeblich polnischen Namen über zweifellos deutsche Orte in Ost- und Westpreußen und Schlesien begnügt, sondern in seiner Nummer vom 29. Januar noch eine wettere Fortsetzung gebracht, die sich auf 60 deutsche Städte erstreckte und die Ueberschrift trug: „Frühere slawische Städtenamen im Westen des Slawenreiches." Zu diesem heute noch unsichtbaren, aber von den Polen erträumten Slawenreiche gehören Städte wie Lüneburg, Magdeburg, Merseburg, Neumünster, Oldenburg, Ratzeburg, Saalfeld, Salzwedel u. a. nt. Unser Gießen scheint auch bereits Aufnahme dann gefunden zu haben, wie au^dem Namen „Lae" zu schließen ist. „Lae" (sprich: Latsch) heißt zu deutsch: „gießen, strömen". Ta scheint denn doch die Behauptung, die neulich im Reichstag gefallen ist, daß Graf Bülow einen „neuen Polenkurs" einschlagen wolle, nicht so ganz unzutreffend zu sein, wie die offiziöse „Nordd. Allg. Ztg." es darzustellen unternimmt. Das genannte Blatt nennt diese Behauptung „völlig haltlos" und schreibt weiter: .. Als Reichskanzler wie als Ministerpräsident i|t sich Graf v. Bülow der Notwendigkeit bewußt, in unseren Ost- marken dem deutschen Volkstum in seiner berechtigten Abwehr gegen das Ueber wuchern eines politisch feindseligen P o l e n t u m s zu Hilf ezu kommen und namentlich dort einzuschreiten, wo staatliche Oran- nisationen zur Förderung n a ti o n al p o l u i sch e r Bestrebungen mißbraucht werden sollten. Deshalb wird auch der Reichskanzler Vorsorge treffen, daß in der Behandlung von Postsendungen mit polnischen Adressen eine feste und gleichmäßige Praxis beachtet wird. Unsere polnischen Mitbürger aber mögen sich in ihrem eigenen Interesse gesagt fein lassen, daß die Abneigung des leitenden Staatsmannes gegen die Anwendung kleinlicher Mittel sie nicht davor schützen wird, eine h a r t e H a n d zu fühlen, wenn sie in einer preuni - j ch e n Provinz etwas anderes sein wollen, als l o tz a l e preußische U n t e r t h a n e n !" Wir können nur wünschen und hoffen, das; die Aussuyr- nnqen des preußischen Regierungsblattes recht bald in der Praxis sich in unverkennbarer Weise bemerkbar machen. Fm Rhein. Cour." lasen wir übrigens kürzlich! folgendes: „Tas neueste Mittel der Polen, die Regierungsbehörden sich willfährig zu machen, ist bekanntlich das, daß sie sonst le« i« Htütn ®«Ick» b« Ktaem Blatte nb Sanbtoeb”; " 3nfanttrje ?** g enteilen „b ’”8 Wck'n """"ntutlgi, ,0®®en |inb *> ®ebühr. ‘“»»iliebn, W bei tom. 1 K mit den ,n Volkes nicht nLorbRobttts n Helden von ’nbnb/ufidjtn ^en M«»t btt Wtm Wtitn «ta. Die» ist l*e Irelmütig tu ibtuar. •) Tage jolgtnbt >erg durch die wym) :orja. .icheS deutsches i Kopses) ging Hände von elf iS der Hand- rauf wanderte i die Ueber« jolgeudermaßen rW zeza) Statte ech m ^-Tagr ge- amten und die it doch ziemlich dichteten Hebei' daß ein Lexikon ; ist zutteffend. , herausgeßeben, ührer bei der t emsig bemüht, deä A'icdes zu Mrt wird, cr. mark"'. dE» Öder an- e M « M sondern m : äbtenamen ’J' A'S i *TÄ* I' H (> tiCl* I 1 cinen ''„fiiend Äwufc sSst i9e^Lr *2 irqer a%L, daß Es- j<“Ja i"1 n gut deutschen Orten polnische Bezeichnungen geben und auf Briefen oder Postsendungen irgendwelcher Art diese pvlnisck)en Ortsbezeichnungen als Adressen angeben. Uns ist dieser Tage folgende merkwürdige Postkarte zugegangen i Ueber der Adresse stand: „Liebe deutsche Reichspost, quob licet bovi, licet Jovi Postkarte: An die Redaktion des Üuryer RhencrnSli, „Zde" Ulitzcr Moritz. Und der Inhalt der Karte lautet: Sehr geehrte Redaktion! Verzeihen Sie diesen kleinen Scherz, mit der Bitte, die Adresse abzudrucken, falls Sie diese Karte erhalten — um zu zeigen, was bei unserer neuen ..polnischen" Wirtschaft in Postsachen möglich ist. Meiner Ansicht nach sollte der Unfug derart überhand nehmen, daß durch das Uebermaß die Postverwaltung gezwungen würde, sich darauf zu besinnen, daß sie deutsch und nicht polnisch ist. Ergebenst Tr. — —Wir glauben, dass die hiesige Postbehörde, deren echt deutsche Tendenz über jeden Zweifel erhaben ist, nicht ganz ohne Absicht diese polnisch adressierte Postkarte an uns befördert hat, nm uns vielleicht Gelegenheit zu gcbeu, an diesem imitierten Beispiel die Auswüchse des polnischen Größenwahns, der hier im Westen noch nicht genügend bekannt und gewürdigt ist, in gehöriger Weise festzunagcln." Wir meinen, daß die Postanstalten in Gießen und Wiesbaden lediglich nach ihren oberbehördlichen Vorschriften gehandelt haben. Irgend eine Gesinnungsäußerung von feiten der Postbeamten ist u. E. darin keineswegs zu erblicken. Tintig das System, das vom Reichspostamt aus beliebt wird, scheint uns bedenklich. *) Wegen Raummangels verspätet. Aus Stadt und Land. Sieben, 18. Februar 1901. >Gedenket der hungernden Vögel! •• Auszeichnungen. Dem Major Freiherrn Roeder o. Diersburg und dem Rittmeister Kraemer, Flügel- Adjutant des GcohherzogS von Hessen, wurde die K. Krone zum Roten Adlerorden 4. Klasse, dem Postsekrektär a. D. Gill er zu Mainz dec K. Kronenorden 4. Kl. vcrliehen. *• Vorlagen der Zweiten Kammer der Laudstände. Die Gemeinde Dauernheim wünscht die Errichtung einer Be- schälstation. Der 3. Ausschuß beantragt, die Wahl des Oberbürgermeisters Morne weg in Darmstadt für gilttg z» erklären. •• Pakete nach China. Amtlich wird bekannt gegeben, daß sich Gelegenheit bietet, auf dem vom Reichs Marineamt gecharterten Dampfer Andalusia den Angehörigen der Marine, d. S Armee-Ober Kommandos und des Expeditionskorps in Oftafien Pakete auszuführen, die das Gewircht von 2,5 Kilogramm überschreiten und demnach von der Beförderung durch die Feldpost ausgeschlossen sind. Die Pakete müssen bis spätestens 3. März seetüchtig verpackt, fracht- bezw. portofrei unter der Adresie des Dampfers Andalusia in Wilhelms Haven eintreffen; später eintreffende Sendungen werden den Aufgebern kostenpflichtig zurückgeschickt. Die Sendungen müssen mit deutlicher Aufschuft nach folgendem Muster versehen werden: An Dampfer Andalusia in Wilhelmshavon für Gefreiten Eduard Müller 1. ostatistisches Infanterie-Regiment 6. Kompagnie. Die Pofipaketadressen bezw. Frachtbriefe sind mit gleicher Adresse und einer Angabe des Inhalts der Sendung aus zustatten. Die Beförderung der Pakete von Wilhelmshaven aus erfolgt gebührenfrei. Es dürfen gesandt werden: an jeden Offizier und oberen Beamten Pakete im Gesamtgewichte bis zu 50 Kilogramm, an jeden Unteroffizier, Gemeinen und Unterbeamten Pakete im Gesamtgewichte bis zu 30 Kilogramm. Bor Uebersendung überflüssiger Sachen wird ausdrücklich gewarnt, sie sind dem Empfänger nur zur Last. Leicht dem Verderben ausgesetzte Gegenstände werden nicht angenommen. Eine Verantwortung für richtige Beförderung der Pakete kann nicht übernommen werden, wenngleich von den Behörden im Interesse der Empfänger alles geschehen wird, um dieselben in den Besitz ihres Eigentums zu setzen. ES empstchlt sich, die Pakete frühzeitig einzusenden, da der Laderaum auf der Andalusia ein beschränkter und darum die Ablehnung eincS Teiles der zuletzt eintreffenden Pakete wegen Raummangels nicht ausgeschlossen ist. fc. Aus dem südwestlichen Vogelsberg, 15. Febr. Hoher Schnee deckt die Fluren. An manchen Stellen des Waldes liegt derselbe 1 Meter hoch. Infolgedessen zieht sich das Wild nach den Thalgründen. In den weit ausgedehnten Gräflich Laubach'schen Waldungen mag es noch etwa 50 Stück Edelwild geben. Das prächtige Winterwetter lockt daher die Jäger vielfach zur Hirschjagd. Oberförster Andree in Laubach erlegte gestern eine Stunde von Laubach entfernt, in der Nähe des „Jägerhauses", einen stattlichen Achtender. X Ortenberg, 16. Febr. Heute legte Herr Roth an seinem 84. Geburtstage fein Amt als Sparkasserechner, das er fast 50 Jahre treu verwaltet hat, nieder. Die gleich zeitig tagende Generalversammlung genehmigte das berechtigte Gesuch um Pensionierung und gewährte Herrn Roth sein volles Gehalt als Ruhegehalt. Sein Nachfolger ist der lang- jährige Gehilfe der Sparkasse, Gg. Pfeiffer. AIS fünf* tige Lokalität der Sparkasse wurde das seitherige Schulhaus um 500 Mk. gemietet, bis sich die Kasse ein eigenes Haus erbaut. Die Kaffe ist gut situiert und entspricht jetzt schon vollständig den Anforderungen, die an sie gestellt werden. Der Stand des Reservefonds weift bei Aktiv- und Passiv bestand von einer Million reichlich 100,000 Mk. auf. fc. Mainz, 15. Febr. Einem Bauspekulanten, der unsere Neustadt mit sechsstöckigen Häusern, sog. „Himmels kratzern" verschandeln wollte, wurde vom Stadtbauamt das Handwerk gründlich gelegt. Eben läßt der Spekulant an einem Neubau auf das energische Halt des Sradtbauamts daS bereits aufgeschlagene Dach und einen Teil des Mauer« werks wieder adbrechen. rhs. Frankfurt a. M., 17. Februar. Dieser Tage hielt der Frauenbund zum Wohl alleinstehender Frauen und Mädchen in seinem Heim, Langestraße 36, seine 5 Mitgliederversammlung ab. ES ist sehr erfreulich, daß sich diese gemeinnützige Einrichtung so gut weiterentwickelt hat, nachdem die Schwierigkeiten der ersten Jahre überwunden sind. In einer Großstadt, wo junge, alleinstehende Mädchen von außerhalb, die einem Berus nachgehen müssen oder sich in irgend einem Fach ausbilden wollen, vielen Gefahren ausgesetzt sind, ist ein solches Heim von nicht zu unter- ichätzendem Wert. Aber nicht nur Schutz bietet das Heim feinen Bewohnerinnen, sondern auch Unterhaltung und Abwechslung, und die „Heimchen", wie sie sich selbst nennen, lnd ein gar fröhliches und vergnügtes Völkchen, das nicht nur die hohen Festtage feiert, sondern auch sonst noch allerlei Kurzweil treibt im Laufe des Jahres. Die in letzter Zeit neu eingerichteten Sing- und Flickabende, die wöchentlich einmal stattfinden, erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit uno gewähren den jungen Mädchen nach verschiedenen Richtungen hin Vergnügen und Belehrung. Nach dem Jahresbericht waren sämtliche Zimmer des recht geräumigen Hauffs fast tändig besetzt. Auch die Mitglieder'zahl hat langsam abr stetig zugenommen, so daß der l'tzte Kaffenabschluß sich etwas günstiger gestaltete als früher. Trotzdem aber ist es wünschen'> wert, daß sich immer weitere Kreise für daS Heim interessierte!', damit eS seine ersprießliche Thätigkeit zukünftig noch fraf'* voller entfalten kann. Die Räumlichkeiten des Heimes können jederzeit besichtigt werden, und die Vorsteherin, Frl. Wild, ist zu jeglicher Auskunft bereit. Vermischtes. * Der aus dem Sternbergprozeß bekannte Privatsekretär Ehlert, Vater der dort ausgetretenen Zeugin Ehleit, der schon einmal vorübergehend in Haft saß, ist kürzlich abermals wegen Nötigung in Untersuchungshaft genommen worden. Es handelt sich um die in dem Prozeß zur Sprache gekommene Art, in der er die Untugend feiner Tochter zu eigenem Vorteil auSgebcutet haben soll. * Bern, 16. Febr. An der Berner Universität studieren sehr viele Russen und Russinnen. Zwei russische Studenten liebten eine und dieselbe Russin. Gestern gab der eine Russe auf feinen Rivalen im Laboratorium des Pro fessorS Friedheim zwei Revolverschüsse ab, die in Arm und Bein trafen. Der Thäter wurde verhaftet. Die in großer Zahl anwesenden Studenten flohen sofort, da sie im ersten Moment an eine Explosion glaubten. Spirlpliw der nerdnigtrn jrflikfnrttr SIMHealn. vpernhau». Dienstag, den 19. Febr., abend« 6','r Uhr. Loh eng rin. Lohengrin Hr. Wilhelm Elsner vom König!. Deutschen Landestheater in Prag, al» Gast Mittwoch, den 20. Februar. Zar und Zimmerman, Donnerstag, den 21. Febr. Zum erstenmale wiederholt: Der Wahr« heitsmund. Samstag, den 23. Febr. Margarethe. Faust: Hr. Wilhelm Elsner vom König!. Deutschen Landestheatrr in Prag, al« Gast. Sonntag, den 24. Febr. Dte Geisha. Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. Dienstag, den 19. Febr. Zum erstenmale: Die Ltebesprobe. Schwank tn 3 Aufzügen von Thilo von Trotha und Julius Freund. Mittwoch, den 20. Februar. Fromont jr. und Risk er sen. Donnerstag den 21. Febr. 1 ,'28 Uhr : Flachsmann alSErzteher. Freitag, den 22. Febr. Johannisfeuer. Samstag, den 23. Febr. Reu emstudiert: D i e Schmetterlingsschlacht, Komödie in vier Allen von Hermann Sudermann. Rosa: Frl. Saldi Sang 0 ra vom Thaliatheater in Hamburg a. G. Sonntag, den 24. Febr. 3>/r Uhr. Fromont jr. undRisler sen. LysanderL Mädchen hierauf zumerstenmale wiederholt: DieLiebesprobe. Montag,den25.Febr D i e Liebesprobe. ♦) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr. Schisssnachrichten. Der Postdampfer „Noordland" der „Red Star Linie", in Antwerpen, ist laut Telegramm am 15. Februar wohlbehalten in New-Iork angekommen. Brodpreise 00m 17. Februar bis 3. März 1901. Der hiesigen Bäcker. I gg. (2 Psd.) Tsfelbrov 28 i «g. !2Pfd.) Schwarzbrot» 24 Pfg. z tka. ?4 Pfd.) Tafelbrod b6 , 2 Kg. (4Pfd.) Schwarzbrot» 48 , l Ra. (2 Pfd.) Weißbrot» 26 „ 3 kg. (6Pfd.)Schwarzdrod 72 , 2 gg. (4 Psd.) Weißbrot) 62 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pmnb) Werhdrod bet: W. Kabel von Wtefeck . . 24 H W. Stetnmüller, Lang-GönS 24 8. Schmidt, Gr.-Ltndcn . 24 „ W. Weitzel von Lang-Göns 24 „ E. Post von Wtefeck . . 26 „ 2 Kilogramm (4 Mund) Weißbrot» bei: Joh. Kd.Velte v. Kirch-GönS 44 W. Stetnmüller, Lang-Göns 48 Wilh. Fabel von Wtefeck 48 , W. Weitzel von Lang-GönS 48 „ 8. Schmidt, Großen-Lindrn 48 , C. Post von Wtefeck . . 62 , k Stetnmüller, Gr Linden 48 . 1 Kilogramm (2 Ptund) Schwarzbrot) bei: L. Schmidt, Großen-Lindm 22 SB. Weitzel von Lang-Göns 22 $ W Stetnmüller, Lang-GönS 22 , 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot) bet: Joh. Kd. Belte 0. KtrchgönS 40 H W. Weitzel v. Lang-Göns 44 S. Schmidt, Gr. Linden . 44 , G. Jacoby v. Alten-Buscck 44 „ Ü. Stetnmüller, Gr -Linden 44 „ Karl Post von Wtefeck . 44 „ 3 Kilogramm (6 Mund) Schwarzbrot) bei: Wilh. Fabel von Wieseck . 66 H E. Post von Wtefeck . . 66 0. Jacoby v. Attm-Bufcck 66 „ Ernst Christ von Wtefeck . 69 „ Der Brodverkäufer. Bei bei hiesigen «rodvertäufern bestehen dtefelben Preise w», bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 16. Februar 1901. Grvßherzvgliches Pvlizrtamt Gießen. __Hechler._______________________ Bekanntmachung. In dem hiesigen Handelsregister wu de heute eingetragen: Die Firma „Peter Leppla" zu Gießen ist erloschen. Gießen, den 16. Februar 1901. 1430 _______________Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Konfirmanden auf Ostern 1901 (Knaben - Anzüge von buntem Stoff, schwarzer Cachemir zu Mädchenkleidern und farbiger Flanell) soll im Submissionswege vergeben werden und find dessallsige Offerten unter Betschluß von Mustern bis spätestens zum 25. b. Mts. bei Herrn Hospitalverwalter Dörr ver- schloffen abzugeben. Gießen, am 18. Februar 1901. Die Annen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. 1440 Holzversteigerrmg. Donnerstag den 21. Februar 1901, von vormittags 9Vs Uhr, soll im Oppenröder Gemeindewald nach- rerzeichnetes Holz versteigert werden: ». Ban- und Werkholz. 3 Eichenstämme mit 1,33 fm, 7 bis 18 m Länge — 1 Birtnstamm mit 0,28 km, 77,64 fm, 219 Nadelstämme von 13 bis 206 Nadel - Derbstangen mit 35 cm Durchmesser und 14,87 fm. 8 4 260 4 rm // b Brennholz. rm ßich wKnüppel, Wellen Eichen-Reisig, BucheN'Scheitholz, Buchen-Knüppel, 5 200 Wellen Buchen-Reestg, rm Buchcn-Stock, 76 rm Nadel Knüppel, 4700 Wellen Nadel-Neistg, 25 rm Nadel-Stock. Bemerkt wird, daß 47 Haufen Fichtenstangen, welche sich zu Spalier und Bohnenstangen eignen, zur Versteigerung kommen. Der Anfang ist bei der Seifwi-fe, an der Kreisstraße von Oppenrod nach Albach. Oppenrod, den 14. Febcuar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 1385 Kleinkinder-Bewahr anstatt. Von nächster Woche an sollen die Beiträge für unsere Anstalt in 1901 erhobm werden. Die Erhebung geschieht durch unsere Anstaltsdienerin Käthchen Hofmann, die außer der neuen G:berliste auch die vorjährige nut sich trägt. Nie« mand sonst ist zur Erhebung der Be-träge berechtigt. Wrr bitten zunächst um die Beiträge für das 1. Vierteljahr 1901; mit denselben kann nach Belieb n der freundlichen Geber zugleich der Oesamt-Jahresbeitrag gespendet werdrn. Indem wir dies den Wohlthätern und Freunden unserer Anstalt Mitteilen, bitten wir freundlichst, uns auch in diesem Jahre güti,e Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben für 240 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen. Gießen, am 16. Februar 1901. 1417 Der Borstand der Kleinkinder-Bewahraustalt. Dr. Naumann. Louvertr mit Zirma billigst vrühl'sche UniverfitätL-vruckerel. ^*.^.H*****vv*vv'HmH-* IDie glückliche Geburt eines gesunden Jangen tgj zeigen hocherfreut an Karl Lenz und Frau, M 1485 Marie, geb. Lyncker. Giessen, den 17. Februar 1901. Steinkohlen - Bezugs - Gesellschaft Gießen. Wir ersuchen unsere Mitglieder, die Bestellscheine 1248 bis MM 20, l. Mts. ausgcfüllt an unseren 1. Vorsitzenden, Herrn A. Dtckorö, Schaazenstraße 8, zurückzugeben, andernfalls auf rechtzeitige Ltcferung des bestcllten Kohlerquantums nicht gerechnet werdtN kann. Der Vorstand. zum Würzen vefle Würze aller Suppen und Speisen. In Onginal-Fläschcken von25Pfa an. Fläfckcken zu 35 Pfg. werden für 25 Pfg., bte zu 65 Pfg. für 45 Pfg und die zu Mk. 1.10 für 70 Pfg. mit Maggi-Würze nackgefüllt. — Dagegen verwende man Maggi'S voutllon'Kapseln zur Herstellung vorzüglicher Fleischbrühe. 1026 Eberhard Metzger, Selterrweg 70. E Gegen Verlust und Beschädigung durch inbruchs- Diebstalil versichert gegen feste und niedrige Prämie: Aerstcherungs-Kefessschaft in Erfurt, SJV begründet 185.3. 1*1 Geeamt-Vermögen »bestand: 53 Millionen. Zum Abschluß von Veisicherungen empfiehlk sich 1426 Gkneral-Agmt Otto Pickert Gi^en, Bahnholstr. 22. Pf. 4 Grche WMWtz s Taillen- und Jacken-Kleider turtbtn ;u jedm avllkhmbareu Preis abgrgrdnt. Extra-Angebot da ich dieses Artikel gilvchlh aafgebe. 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Nach Eröffnung der ein gelaufenen Angebote findet die öffentliche Versteigerung der Schulscheuer auf den Abbruch an den Meistbietenden statt. Gießen, 14. Februar 19)1. Der Großh. Kreisbauinspektor Kerrenkarten L 1 Mk. und AamenÜarten ä 50 Pfg. find im Vorverkauf bei Herrn yi). Stier, Neuenbüue, und abend« an der Kasse zu haben. Geheimkarten ä 30 Pfg. und Galleriekarten ä 20 Pfg. abendS an der Kaffe. Geheimkarten für Mitglieder sind bei Herrn Unser SchmMlagkr möchten wir bis zum Eintreffen der Frühjahrs - Neuheiten nach Möglichkeit räumen und haben daher den größten Teil der vorrätigen Schürzen ganz bedeutend im Preise herabgesetzt. ES b finden sich unter den zu- 690 Stück Fichten-Stangen mit 22,30 fm. Inhalt, 6230 Fichten-Bohnenstangen. Zusammenkunft vormittag« 10 Uhr am Jgelsteich auf der Str. Winnerod'Neinhardshain Winnerod, 15. Februar 1901. Same«. Träger-SchmM SllusMülskll Zltt-Flhm)kv Flhmarst Slhüykll Die ermäßigten Preise sind deutlich an jeder Schürze ersichtlich. C. Röhr & Co. Vergebung von Bauarbeiten und z Abbruchsarbeiten. Nachstehende bei Erbauung eiues Schnlsaals in Hattenrod erforderlichen Ar- britenundLteferungen und zwar: veranschlagt zu Erd- u. Maurerarbeiten «X fst. Speiseöl bin. Sorten seines Mehl von 16 Pfennig an per Pfund Streuzucker re. Job. Seibel LodWigSplatz 13. 0473 Prima Schtoeineschmah per Pfund 59 Pfg, bei 5 Pfund 48 Pfg., empfiehlt 0542 A. Ullrich, Sckloßgaffe 7. für immer von Stall und Hof. „Waul- unb Kkauenyeit" wird nicht innerlich angewendet, auch nicht nutz'os aufs Vieh, sondern aus einer 1 Kilo enthaltenden Blechbüchse mit praktischem Streusieb unter das Vieh gestreut. „Maul- und Alanenheik" desinfiziert den Stall gründlich und kostet auf die Stückzahl Vieh nur wenige Pfennige pro Jahr. Jeder Dose, die nur 3 Mk. kostet, ist genaue Gebrauchsanweisung und alles Wissenswerte beigcdruckt. Einfachst. Handhabung! Kein Gehelmmittel. Zeugniffe! ist erreicht! C. Roth II. Nachfl., ______Wallthorfiratze 5. 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Und den beiden bedenklich, in Englair sind, weiß davon kein unwahrfche konkrete Fl förmliches vorderhand einen Gntri der interne Tragweite genau kenn> in der Lag erscheint e> der Kritik Haltung zu billigen- m und cerurte ftutfdflanb staudiM kör kommen b Umständen ’ Jedenfalls unser Volk hinein zu h sollten sich von unklar sondern leb ton den A bestimmen l Nach la, ■ »p» jan nwim :u[ M Sie Linke W Sinti Ml sie für Tonnen jein mon von bei 'Elne loyale Mächten mit L bur ' L d«ste j,| Kaufmann, und Farbenbranche, bisher in größeren Geschäften des Saar- gebietS thätig gewesen, sucht, gestützt auf la. Zeugniffe und Referenda, Stellung für Kontor, Lager oder Reise per 1. April, evtl, auch früher, gleicht) welch. Branche. Off- unter G H 1355 an die Expedition d. Bl. Hochfeinen Delikateß- Rahmkäse der Großh. Luxemburgischen Gutsverwaltung in Hohenburg verantwortlich für tze« allgemeinen Teil: P. Witiko, für tzen Anzeigenteil: HanS Beck. - Druck und «erlag der Brühl'schen UntverfitLtS-vuch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are Heutige Yummer umfaßt 10 Seiten Bekanntmachung. Die in dem Gießener Anzeiger vom 17. Fe bruar d. Js., Nr. 41, erstes Blatt, anfgeuom mene Holzverstetgeruug in de« Oppenröder Gemeindewold soll nicht den 22. Februar, sondern brn 21. ftbruar 1901, um die bestimmte Zeit ftattfindeu. Oppenrod, 17. Febr. Grotzh. Bürgermeisterei Ovpeurod. Balser. 1432 Ohne Koulrarrea;! Seip’s Universum- Patent- Instrumental- Pianos (ca. 2,75 m hoch) mit selbstthätig zurückrollenden Notenrollen; letztere per Mttrr nur 80 Pfge. Apoarat patentiert,Retourrollung und Notenblock zum Schutze an- gemelvet. — 1404 Alleinvertrieb nur durch Alrma (gegr. 1889) Fr.Seip,f(fln6fnttfl Nl. 77 »atserstratze 77, direkt am Hanptbahnhof. Kleineres Instrument billig. Kea! Neu! Plano- Orehestrlons mit Gewichtsaufzug für Gastzimmer und Säle in Stadt und Land. 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