'*9 Nr. 297 Mittwoch 18. Dezember IS01 Zweites Blatt. Unterstütz^ 9en Zweigs E3 über Ferri die Zensur mer Sebenst eingel^ reing, n Vorsts täglicher H 23. M au klerikalen Elementen mit einem Aufstan 151. Jahrgang 46. Äarkttl, i. Restaaranh Vor- Prompter Yemni amwirfe. Paket 50 Pt empfiehl ,» A» m Roten Ätc ene>^ beliebtev besten Qualitäten • ßen Preisen empfohlen vonnuoi agerter Qualität vorrätig bei jh Wallenfels KeKmutmachung. Betr.: Rotlauf der Schweine. Unter dem Schweinebestand des Karl Valentin dahier ist die Rotlaufseuche auSgebrochen. Gehöftsperre ist verhängt. Gießen, den 16. Dezember 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. • Erscheint täglich TOt Ausnahme des Montags. «iehener Familien» blätter werden demAn- sciger im Wechsel mit bem .Hess. Landwirt* Hub den .Blättern sür hessische Volkskunde^ viermal wöchentlich bei« gelegt. Redaktion, Ervedittor und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. FernsprkchanschlilßNr.bl. WeihnLchismyUerium. Gießen, 17. Dezember 1901. Eine musikalische That von hervorragender Bedeutung icxar es, die Herr Universitätsmusikdtrektor Trautmann M! dem gestrigen dritten, in der Turnhalle abgehaltenen iwnzert des Konzert-Vereins mit der Aufführung von Wolfrums geistlichem Chorwerk „ein Weihnachtsmysterium" vollbracht hat. Handelte es sich dabei doch nicht allein um die Einführung irgend einer interessanten Novität, jo irdern um die überhaupt erste Aufführung einer herrlichen, im Oratorienstil gehaltenen und an den geeigneten Stellen mit stimmungsvollen lebenden Bildern aus- getstatteten Tondichtung in der vom Komponisten vor- O^jchriebenen Form, und unser Konzertverein sowie sein schaffensfreudiger Dirigent können mit Stolz auf den zchtrigen großen Erfolg zurückblicken. Philipp Wolfrum, seit 1884 Universitäts-Musikdirektor zu Heidelberg, der bisher als Kvnrponist noch kennen großen Namen hatte, hat mit seinem im Jahre 1&99 vollendeten Chorwerk „ein Weibnachtsmysterium" ein Mrk geschaffen, das eine wertvolle Bereicherung der 5natorienlitteratur bildet und seinem Schöpfer für immer eillnen ehrenvollen Platz unter den deutschen Komponisten jiäLern wird. Es ist vom Komponisten gedacht als Auf- iül.yrung mit lebenden Bildern und Pantomimen, kann aber, Mo die Umstände es verlangen, auch als bloßes Oratorium ^bracht werden. Die Musik ist usi^res Erachtens noch nid# die eines durch und durch selbständig schaffenden Wustlers, beim Anlehnungen an Wagner und Liszt sind Deutsches Keich. Berlin, 16. Dez. Ter gestern vormittag in Potsdam eimgetroffenc König von Württemberg stattete im Laiufe des Nachmittags dein Kaiser einen Besuch ab. — hente hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Civil- kalbinetts v. Lucanus und begab sich später mit dem Groß- fMst-TH von folger zur Hofjagd nach dem Grünewald. Zu btc heute im "Neuen Palais stattfindenden größeren Abend- ta'fel waren u. a. auch der Reichskanzler Graf Bülow und Ä! arquis Ito geladen. — Die „4ä>rdd. Allg. Ztg." dementiert die Blättermeld- oig von dem beabsichtigten gänzlichen Wschuß des Wild- biestandes im Grünewald. Richtig sei nur, daß bei der heutigen Hofjagd doppelt soviel Wild abgeschossen imvrde, etwa 500 Stück, als bei den früheren Hofjagden. Dxr größere Abschuß erfolgte nur, weil die Hvfjagd im vorigen Winter ausgefallen war. — Der KönigunddieKonigin von Württem- b $ r g fuhren heute mittag nach dem Neuen Palais, um der Kaiserin einen Besuch abzüstatten. — Wie der „Qok.-Anz." aus Königsberg i. Pr. meldet, hat nunmehr auch der Kommandeur der 1. Division, Generalleutnant Graf Eulenburg, sein Abschiedsgesuch ein gereicht. — Vizeadmiral Bendemann wurde von der Stellung des Chefs des Kreuzergeschwaders enthoben, Kontreadmiral Ahr. v. V o d e n h a n s e n und Kontreadmiral Hugo Schuck- inann wurden unter Verleihung des Charakters als Vizeadmiral mit Pension zur Disposition gestellt. enLeblÄ^ ;JÄ” «Ji* — Der „Reichsanzeiger" meldet: Zwischen den Regierungen Preußens, Badens und Hessens wurde über die Vereinfachung der Verwaltung der Mpin» Neckarbahn ein Staatsvertrag abgeschlossen; dieser wird den Landtagen der beteiligten Staaten zur Genehmigung vorgelegt. — Der „Nat.-Ztg." zufolge wird in hiesigen unterrichteten Kreisen angenommen, daß eine befriedigend^ Lösung der zwischen Deutschland und Venezuela schwebenden Differenzen umsomehr erwartet werden darf, da die venezolanische Regierung die in der Eisenbahnangelegenheit von deutscher Seite erhobenen Ansprüche zum Teil bereits anerkannt hat. In den venezolanischen Gewässern verfügt Deutschland über genügende Streitkräfte, um eventuell den berechtigten Anforderungen genügend Nachdruck geben zu können. Ganz ausgeschlossen sei, daß das Verhalten Deutschlands zu einem Zwiste mit den Vereinigten Staaten Anlaß bieten konnte. getrieben, ohne daß sich die 30 Millionen Katholiken er- l-oben hätten. Der Redner erinnert dann an die seit hundert Jahren wiederholten Versuche des Staates, sich von der Kirche zu emanzipieren und schließt, es sei fatsch, daß das Konkordat eine Tradition bilde. Die Republik habe die Pflicht, wenn sie sieb treu bleiben und ihre Grundsätze achten und schützen wolle, alle religiösen Vorrechte zu unterdrücken, insbesondere die Einmischung einer ausländischen Souveränität des Papstes, an die innere Politik der Republik. — Abbe Gayraud bekämpft die Ausführungen Pellctans. Er schildert die civilisaboriscye Thätigkeit der katholischen Kirche, der die Republik ihre wichtigste Freiheit, die Lehrfreiheit zu verdanken habe, und beansprucht für die Katholiken das Recht, die Angelegenheiten des Landes in ihrem Sinne verwaltet zu sehen. Nizza, 16. Dez. Der K o n i g v o n E n g l a n d, der im nächsten Monat in Cannes eintrifft, wird das ihm zur Verfügung gestellte Schloß Thoranc bewohnen. Madrid, 16. Dez. Ter Ministerrat beschloß, den Minister des Auswärtigen zu ermächtigen, Frankreich mitzuteilen, daß, wenn dort die Vorlage, betr. Zollerhöhungen ans Likör weine votiert werde, Spanien Repressalien ausüben werde. r Ferri die Zensur zu verhängen. Die Karw stimmt dem mit großer Majorität zu. (Beifall.) Der Präsident ersucht Ferri, da die Zensur über ihn verhängt sei, den Saal zu verlassen. (Rufe auf der äußersten Linkens Nein, nein! Die Zensur ist nicht beschlossen.) Die Deputierten der anderen Bänke erwidern: Ja, ja! Die Zensur ist Rom, 16. Dez. Deputiertenkammer. Der Präsident fordert den Deputierten Ferri auf, seine Musterung über die in Norditalien und bezw. Süditalien herrschende öffentliche Moral zurückzunehmen. (Rufe: Sehr gut! Beifall. Unruhe auf der äußersten Linken.- Ferri erklärt, es werde niemanden gelingen, ihn zur Zurücknahme seiner Worte zu bewegen. (Sehr großer Lärm. Rufe: Hin- 'ewegung.) Der Präsident schlägt der Kammer vor, Ein hübsches Weihnachtsgeschenk für Jäger und Jagdfreunde ist „Der letzte Sonntagsjäger". So betitelt sich eine bumoristische Studie von v. Miris, dein bekannten Mitarbeiter der Fliegenden Blätter, die bei Max Eichinger in Ansbach erschienen ist. Tas schön ausgestattete Werkcheu schildert die Freuden und Leiden der Sonntagsjägerei in költlicher Weise. Der Preis des gebundenen Buches ift 1,50 Mk. Schließlich seien noch die A b r e i ß k a l e n d e r in reizender Ausstattung von der bekannten Firina M c y u. E d li ch in Leipzia- Plagnntz empfohlen. Die Tagesblättchen enthalten auf der Vorderseite: Monatsnamen, Datum, protestantische und katholische Namensund Feiertage, Aus- imb Untergangszeiten der Sonne und des Mondes, Mondwechsel, Angabe von Ebbe und Mut, Gedenktage usw. und bieten aunerdcm genügend Raum für Notizen. Auf der Rücksene befinden sich Sinn- und Tichtersprüche. Ter Mey u. Edlich'sche Kalender dübel nicht nur euren Zimmerjchmuck, sondern erweist sich auch als praktisch für jedes Bureau und Kontor. gebildet wurde. Man drohe heute o von 30 Millionen Katholiken, wenn die Kammer das Kultusbudget unterdrücke. Diese Drohung brauche niemanden zu schrecken, denn die Monarchie habe nodj- öfter als die Republik die Orden aus- Ausland. Brüssel, 16. Dez. Tie internationaleZucker- konferenz hat heute ihre erste Sitzung abgehalten. Der Minister des Aeußern, de Favereau, begrüßte die Mitglieder der Konferenz und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Arbeiten der Konferenz zu einem gedeihlichen Ergebnis führen. Nachdem der österreichisch°-ungarische Delegierte dem Minister gedankt hatte, wurde Ministerpräsldent de Smet de Naeyer zum Präsidenten und der öfterreich-unigarischss Delegierte zum Vizepräsidenten der Konferenz gewählt. Paris, 16. Dez. In der Kammer hielt Pelletan eine Rede für die Unterdrückung des Kultusbudgets. Er schildert, wie die Kirche in das Privatleben eindringt durch die Erziehung der Kinder, die Verheiratung junger Leute, die Bekehrung der Armen zur Genügsamkeit. Im öffentlichen Leben sei es der Kirche gelungen, die Armes zu erobern; der Kriegsminister hatte sogar das Recht, die Offiziere zu ernennen, an eine Kommission abgetreten, die von namentlich in der äußeren Form und in der Behandlung des Textes nicht zu verkennen, aber die weihevolle Stimmung und die tiefe Religiösität, welche das ganze Werk durchwehen und in den Herzen der Zuhörer von Anfang bis zu Ende Platz greifen, sprechen dafür, daß wir es mit der Schöpfung eines hervorragenden Meisters zu thun haben, die sich im Saufe der Zeit viel aufrichtige Freunde und Verehrer erwerben luiro. Für die gestrige Aufführung waren allerseits die umfassendsten Vorbereitungen getroffen worden: Herr Musikdirektor Trautmann hatte Chor und Orchester mit bekannter liebevoller Sorgfalt geschult, und der Vorstand des Kouzertvereins hatte weder Mühen noch Opfer gescheut, die lebenden Bilder so wirkungsvoll wie möglich darzustellen. Die größeren Solo- parthieen hatten Frau Uzielli (Sopran), Her Noe (Tenor) und Herr Le im er (Baß), sämtlich aus Frankfurt, übernommen, und wir bekennen gern, daß alle drei ihre Aufgaben in sehr befriedigender Weise lösten. Freilich muß zugestanden werden, daß infolge des szenischen Arrangements, welches sämtliche am musikalischen Teile Mit- wirlenden den Blicken der Zuhörer entzog, nicht alles jo ,-ur Geltung kommen konnte, wie ber sonst üblichen Ora, orienaufführungen. Auf Chor und Orchester hatte die szenische Neuerung keinen wesentlichen Einfluß, und die guten akustischen Ver- bälknisse der Turnhalle ließen alle Schönheiten der Ensem».^:':i.nmern im vollen Glanze erscheinen. Wir be- ri/'.ru daß dcr akademische Gesangverein und die verstärkte hiesige Regimentsmusik unter Herrn Traulmanns Leitung wieder eine schöne einheitliche Leistung boten. verhängt. (Sehr lebhafte, langandauernde Unruhe.) Der Präsident fordert Ferri nochmals auf, sich den Beschlüssen der Kammer zu unterwerfen. (Zustimmung und Lärm.) Ferri weigert sich. (Rufe: hinaus!) Die Sitzung wird unter» brachen. Um 4 Uhr wird die Sitzung wieder aufgenommen. Der Präsident erklärt, da Ferri sich den Beschilüssen der Kammer nicht gefügt habe, hebe er die Sitzung auf. (Unterbrechungen seitens Ferris und auf der äußersten Linken.? Der Präsident beauftragt die Quästoren, dafür zu sorgen, daß die Befehle der Kammer ausgeführt werden. (Sehr lebhafte Zustimmung; Pvotestrufe Ferris.) Die Sitzung wird inmitten großer Erregung aufgehoben. — Der Papst hielt heute eine Ansprache an die Mitglieder des Konsistoriums, worin er bedauerte, daß er von traurigen Angelegenheiten spreck)en müsse, statt von freudigen. Die Vorlage über die Einführung der Ehe scheid- u n g, die Italien jetzt annehmen wolle, erfülle ihn mü großem Schmerz, die Ehescheidung stehe im Widerspruch mit der kathol. Lehre. Der Papst forderte schließlich die Kardinäle auf, Gott zu bitten, Italien in so schweren Zeiten zu schützen. Verona, 16. Dez. Das Blatt „Arena" will wissen, daß Italien, Deutschland und Oesterreich im Prinzip zur Erneuerung des Dreibundes entschlossen seien, daß aber die italienische Regierung Vorbehalte gemacht habe, über die Erneuerung der Militärkonvention mit Deutschland. Nach der Konvention soll Italien im Kriegsfälle zwei A rmee ko rps an den Rhein werfen. Das Blatt fügt hinzu, die auswärtige italienische Politik sei Frankreichs gegenüber geändert worden, und aus diesem Grunde könne der betreffende Artikel nicht beibehalten werden. Wien, 16. Dez. Abgeordneten ha u s. Bei Be- ginn der Sitzung ergreift Ministerpräsident v. Ko r b er das Wort zu folgender Jnterpellationsbeantwort- ung: Die Abgg. Bareuther, Schalk und Genossen richteten in der Sitzung vom 14. Dezember an mich Anfragen, erstens, ob eine von ihnen bezeichnete Aeußerung der Krone, sowie Gerüchte, daß alles schon zum Verfassungs- bruch vorbereitet sei, auf Wahrheit beruhen, zweitens, ob ich meine im Abgeordnetenhaus am 9. Dezember abgegebene Erklärung mit Zustimmung der Krone vorgebracht habe. Bezüglich beider Fragen bemerke ich, daß nach den tonftitutioneUen Grundsätzen, zu denen die Interpellanten sich nachdrücklich bekennen, ausgeschlossen ist, die Krone in die Diskussion zu ziehen. (Beifall.- Ich als Ministerpräsi- deut biete natürlich am allerwenigsten die Hand dazu. Betreffs des zweiten Teils der ersten Frage meine ich, so bedeutsame Angelegenheiten müßten eine zuverlässigere Basis haben, wenn sie im Abgeordnetenhause zur Sprache gebracht werden sollten. Wollte die Regierung alle Gerüchte Dementieren, was sie nicht kann, weil nicht alle, wie die in Rede stehende, zu ihr bringen, so hätte namentlich ich als Leiter ber Regierungspolink wenig Zeit, mich mit meinen vielen anderen doch einigermaßen wichtigeren Ausgaben zu befassen. (Heiterkeit und Beifall.) Die nach meinen einleitenden Worten eingeschränkte zweite Frage beantworte ich dahin, daß ich in meiner letzten Rede in dem hohen Hause, wie ich glaube, ein wahrheitsgetreues Bild der Situation entworfen und offen und rückhaltlos den ganzen Ernst derselben dargelegt habe. Das war meine Pflicht, ich rrehme daher jederzeit die volle Verantwortung dafür auf mich — Die Alldeutschen sind mit der Antwort unzufrieden und beabsichtigen, einen Antrag auf Eröffnung der Debatte zu stellen. Die überwiegende Mehrzahl der Parteien ift entschlossen, gegen den Antrag zu stimmen. Die Alldeutschen wollen dann einen Dringlichkeitsantrag einbringen. die allen Konzertbesuchern die gestrige Aufführung in an» genehmer Erinnerung erhalten wird. Mit den musikalischen Darbietungen harmonisierten die lebenden Bilder in schönster Weise, und wir zögern nicht, auch den hierbei thätia gewesenen Herrschaften volle Anerkennung auszusprechen. Es waren wirklich schöne, ergreifende Riomente, welche die Musik im Verein mit der darstellenden Kunst brachte, die eine weihevolle Weihnachtsstunrnung in dem sehr zahlreich erschienenen Publikum erweckten. Wie wir erfahren, war Herr Wolfrum persönlich erschienen, um sein Werk in der von ihm selbst gewünschten Ausführung rennen zu lernen; hoffen wir, daß feine Erwartungen voll und ganz erfüllt sind! Pr. Volilische Tagesschau. Polen als Geldnehmer. Die Polen erheben ihr Haupt trotziger als je zuvor, namentlich in Oesterreich und Rußland. Gegen Preußen, wie gegen Deutschland überhaupt ist von Warschau und Krakau aus der wirtschaftliche Boykott proklamiert worden. Die „Neue Freie Presse" meldet heute aus Krakau: Ene von mehr als 1000 Polinnen besuchte Versamm- lrng beschloß, die preußischen Geschäftssinnen zu boykottieren, polnische Kinder weder deutschen Erziehungs- (uiftaUen noch deutschen Erzieherinnen anzuverttauen, die ttichsdeutschen Blätter, insbesondere Witz- und Modeblätter, a»s dem lieblichen Galizien hinauszu drän gen, und in einem Aufruf an die Frauen Europas und Amerikas das Los der polnisck-en Kinder in Preußen zu schildern. Mer das deutsche Geld scheint noch Gnade vor den ibugen der edlen Polen zu finden. Es ist in der That tm eigenartiges Zusammentreffen, daß der landschaftliche lüebitoerbanb des ehemaligen Königreichs Polen gerade isitzt, durch Vermittelung eines Breslauer Bankhauses, auf ht m deutschen Geldmarkt 60 Millionen Rubel vierprozenti- gre Pfandbriefe unterLubringen sich beftrebt Diese Transaktion hat zwar an srch mit der polnischen „Kriegserklär- og" an Deutschland nichts zu thun. Löerden sich aber die tneditsuchenden östlichen Nachbarn wundern können, wenn ei aus dem Walde so unfreundlich zurückschallt, wie die pvlnischen Agitatoren hineinrusen? tvenn die Deutschen leiine Steigung zeigen, dem landschaftlichen Kreditverband, dem ohne Zweifel zahlreiche Polen angehören, unter die '.'lerne zu greifen? Die Polen haben wahrlich alle Ursache, bia: Waffe des Boykotts ruhen zu lassen; sie sind auf die Tcmtschen mehr angewiesen, als diefe auf sie. •iS* P A ZX yif Ä Annahme von Anzek«, Y M ▼ »u ber füt ben folgend» Ulis nr llr I ZI ||-%l Dasselbe (gew. Druck) — zur Rabenau, Fricdelhausen. rgen. regung. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Brauerschwend wurde am Sonntag der 63 Jahre alte Dienstknecht des Bürgermeisters Schuchardt, Christian Weitzel, m der Pfuhlgrube seines Dienstherrn tot aufgefunden. Nach der stattgehabten Untersuchung ist anzunehmen, daß W. Selbstmord begangen hat. — In Gries heim ist eine, Blatternerkrankung vorgekommen. Es sind alle Maßnahmen getroffen worden, um einer Weiterverbreitung der Krankheit vorzubeugen. Ueber den Ursprung der Krankheit ist nichts bekannt. — Am Samstag beging der in der chemischen Fabrik von E. Merck in Darmstadt thätige Fritz Weygandt das 50jährige Dienstjublläum. Der Großherzog ließ dem Jubilar, der schon vor mehreren Jahren die Medaille für treue Arbeit erhalten hatte, als weitere Anerkennung sein Bild mit eigenhändiger Namensunterschrift nebst Begleit-- schreiben unter geeigneter Ansprache durch Geh. Kabinetsrat Römheld überreichen. gegenüber dem „Gieß. Anz." erlaubt hat. •* Böser Köter. Wie uns mitgeteilt wird, ist der Be- itzer des bösen Köters, der, wie wir in Nr. 295 berichten, eine Dame auf dem Kreuzplatz verfolgte und angriff, ermittelt und zur Anzeige gebracht worden. Er wurde mit einem Polizeibefehl bedacht. ? Lang-Göns, 15. Dez. Gestern abend versammelte sich die hiesige freiwillige Feuerwehr im Saale des Gastwirts Brückel, um den 21. Stiftungstag unserer Wehr festlich zu begehen. Unter den zahlreich erschienenen Freunden und Gönnern bemerkten wir zu unserer Freude den Bürgermeister, den Ortsvorstand, die Lehrer und sämtliche noch lebenden rüheren vier Hauptleute. Nachdem der derziittge Hauptmann Nern, die Anwesenden begrüßt und auf den hohen Protektor der Hess. Feuerwehren, den Großherzog ein begeistert aufgenommenes dreifaches Hoch ausgebracht hatte, stellten unter der Leitung des Photographen W. Boller Mitglieder der Wehr, unterstützt von Mitgliedern des Turn- und Kriegervereins mehrere, zum Teil humoristisch gehaltene, Bilder, die Szenen aus dem Arbeitsfelde der Feuerwehren und der Weihnachtszeit Wiedergaben. Die Bilder gelangen unter angepaßter bengalischer Beleuchtung vorzüglich. Die schönen Zither- und Violinvorttäge während der kurzen Pausen, ausgeführt durch die Herren Weil und Karl Boller, und mehrere Toaste teils ernsten, teils heiteren Inhalts, aus denen das steigende Interesse für den edlen Beruf der Feuerwehr hervorleuchtete, trugen nicht wenig zur Verschönerung des abends bei. Unsere freiwillige Feuerwehr hat gezeigt, daß sie für den Ernstfall, aber auch für Scherz gewappnet ist, und sie wird sich gewiß immer neue Gönner und Freunde erwerben. e. Sellnrod (Kr. Schotten), 14. Dezember. Unsere beiden hiesigen Lehrerstellen, die seit einiger Zeit durch Versetzung bezw. Wegmeldung der seitherigen Inhaber erledigt sind, sind gegenivärtig gleichzeitig zur definitiven Besetzung ausgeschrieben. Mit einer der beiden Stellen ist Organistendienst verbunden. A. Darmstadt, 16. Dezember. Kommt da gestern abend em in flotter turnerischer Manier auftretender Herr an den Stammtisch der hiesigen Turngemeinde mit dec Erklärung, daß er Abgesandter des Stuttgarter Turnvereins sei, die in folge von Darmstadter Herren erlassenen Aufrufes in echt turnerffcher Freundschaft zu dem neuen Baufond des abgebrannten TurnhauseS der hiesigen Turngemeinde 1247 M. gesammelt habe; er sei beauftragt, die Summe zu überbringen. Doch sei sein Gepäck noch an der Bahn, da er an- Gew.: Prof. Tr. Noack hier. — Peter Halm, „Bieb vorübergehend Civilpersonen beschäftigt werden. Für viele stellen- und arbeitslose Personen wird diese Verfügung eine unverhoffte Weihnachtseinnahme ermöglichen. ** Vou der Eisenbahn. Den vielfach aus dem reisenden Publikum geäußerten Wünschen nach Einlegung eines Frühzuges von Büdingen in der Richtung Nidda-Gießen scheint die Eisenbahndirektion nunmehr stattgeben zu wollen. Dem „Büd. Allg. Anz." wird folgendes Schreiben der Direktion zur Verfügung gestellt: „Auf die von Ihnen und anderen Interessenten an die Bettiebsinspettion 2 in Gießen gerichtete Eingabe vom 9. Okt. d. Js. teilen wir ergebenst mit, daß wir die beantragte Durchführung des um 5 Uhr 45 früh von Stockheim nach Gießen fahrenden Zuges 5,01 von Büdingen nach Gießen für den nächsten Sommerfahrplan in nähere Erwägung ziehen werden. Weitere Mitteilungen hierüber behalten wir uns ergebenst vor." *• Ausstellung. Die Aliceschule eröffnete heute die Ausstellung der von Schülerinnen gefertigten Arbeiten. In den Parterreräumen sind die Erzeugnisse der Koch- und Backkunst, in den oberen Räumen die des Kleidermach- und Weißzeugkursus ausgestellt. Ferner kann man sich hier von der Fertigkeit überzeugen, die die Schülerinnen im Bügeln, in der Anfertigung mannigfacher Gebrauchs- und Luxusgegenstände, Stickerei, Brandmalerei, Schnitzerei rc. erworben haben. Von letzteren Gegenständen sind einige verkäuflich. ,Man ist überrascht, nicht allein von der Fülle der Arbeiten, .sondern auch von dem Geschick, mit dem sie angeordnet und Aus Stadt und Sand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 17. Dezember 1901. Gedenket der hungernden Vögel! ** Das Personeuverzeichnis unserer Landesuniversität ist soeben erschienen. Wir haben die Zahl der in den einzelnen Fakultäten für das Wintersemester 1901/02 Immatrikulierten bereits mitgeteilt. Wir fügen dem ergänzend noch hinzu, daß gegenwärtig 16 Damen Vorlesungen hören. Von den 565 in Gießen studierenden Hessen gehören 60 der theologischen, ,182 der juristischen, 87 der medizinischen und 236 der philosophischen Fakultät an. Aus Preußen stammen 254, Bayern 52, Sachsen 4, Württemberg 4, Baden 14, Mecklenburg- Schwerin 1, Oldenburg 1, Sachsen-Weimar 2, Sachsen- Koburg 3, Braunschweig 1, Mecklenburg-Strelitz 1, Elsaß- Lothringeri 5, Waldeck 2, Reuß j. L. 1, Hamburg 3, Lübeck .1, Oesterreich-Ungarn 9, Rußland 9, Großbritannien 2, Tückei 1, Schweden 1, Norwegen 1, Niederlande 2, Serbien 1, Nordamerika 4, Indien 1, Japan 2. — Medizin studieren im Wintersemester in Gießen im ganzen 171 (Hessen 68), Tierheilkunde 146 (13), Zahnheillunde 11 (6), Philosophie 16 (1), Mathematik 60 (54), Naturwissenschaften 45 (26), Chemie 58 (26), Pharmazie 19 (2), Kameralwissenschaft 4 (3), Forstwissenschaft 48 (37), Geschichte 12 (7), Klass. Philologie 36 (33), Neuere Philologie 61 (47). * • Arbeiterfürsorge unserer Stadtverwaltung. Wie isehr unsere Stadtverwaltung der Darbenden sich annimmt imd wie sehr ihr das Wohlergehen der Arbeiter am Herzen liegt, dafür liefert einen neuen Beweis die in dem amtlichen Teil unserer heutigen Nummer veröffentlichte Bekanntmachung der Bürgermeisterei, derzufolge hier ansässige Arbeitslose, die Beschäftigung erhalten wollen, sich am Mittwoch Vormittag 7Vi bei dem Straßenmeister Bommersheim, Oswald- garten, mtt Schippe und Hacke melden sollen. * * Das Regierungsblatt Nr. 73 enthält eine Bekanntmachung, die Errichtung von Prüfungskommissionen zur Abnahme der Meisterprüfungen betreffend. * * Die Reichspostverwaltnug hat eine sehr dankenswerte Verfügung erlaffen. Seither waren zu dem Exttadienst an Weihnachten und Neujahr stets Soldaten benutzt worden. Nunmehr soll dies mit Rücksicht auf die schlechten Zeiten nur noch so wenig wie möglich geschehen und es sollen statt dessen richer Allee", Radierungen — Gew.: Vergolder Karl Leib jun. hier; Geh. Hofrat Prof. Dr. Siebeck hier; Ingenieur Guthmann hier; Bürgermeister Mecum hier; Geh. Medizinal- rat Dr. Boslröm hier; Finanzminister Gnauth, Darmstadt; Bierhändler Schmall hier; Pros. Dr. Goeppert hier; Baurat Stahlhier. — Peter Halm, „Weg h ang", Radierung — Gew.: Realgymnasiallehrer Luley hier; Graf zu Psenburg-Meerholz; Hauptm. a. D. Kramer, hier; Kaufmann I. Bach, hier; Kommerzienrat Trapp, Friedberg; Schuldirektor Dr. Störiko, hier; Direktor Spamer, hier; Medizinalrat Stammler Wwe., hier; Medizinalrat Dr. Haberkorn, hier; Fabrikant H. Eichenauer, hier; Fabrikant E. R. Silbereisen, hier; Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Löh lein Wwe., hier; Güterexpeditionsvorsteher Menzel, hier. — P. Halm „Oberz ell" (Reichenau), Radierung, Gew: Rentner L. Flett, hier; Amtsrichter Wiener, hier; Theaterdircktor Kruse, hier; Verlagsbuchhändler Toepelmann, hier; Stadt Gießen; Kaufmann Fritz Nowack, hier; Kommerzienrat G. Wortmann, hier; I. Kgl. Hoheit die Großherzogin; Se. Kgl. Hoheit der Großherzog; Redakteur P. Wittko, hier. — Halm, „Von der Reichenau", Radierung, Gew.: Gras zu Erbach-Für'tenau; Prof. Dr. Winkler, hier; Stadt Gießen; Fabrikant G. E. Möhl, hier; Geh. Justizrat Dr. Reatz, hier; Brauereibesitzer G. Bichler, hier; Professor Dr. Leist, hier; Professor Dr. Dieterich, hier; Fabrikant W. Hornberger, hier; Hoflieferant I. Kirch, hier; Frau Geh. Hofrat Streng Wwe., hier; Kauf-^ mann H- E. Jughardt, hier. — Peter Halm, „Allee bei München", Radierung, Gew. Prof. Dr. Groß, hier; Kreisrat Dr. Wallau, Lauterbach; Prof. Dr. G. Krüger, hier; Zahnarzt G. W. Koch, hier; Kaufmann A. Montanus jun., hier; Forstmeister Müller, Büdingen; Kaufmann E. Balser, hier; Landgerichtsrat Seeger, hier; Eisenbahndirektor Schoberth, hier; Apothekenbesitzer M. Dornberger, hier; Rechtsanwalt E. Rosenberg, hier; Prinz Ludwig von Battenberg. ** Bauchtechniker. Einen recht boshaften Streich hat der böse Druckfehlerteufel einem Bürger unserer Stadt in dem neuen Adreßbuch der Stadt Gießen gespielt. Der Herr, der den schönen Beruf eines Bautechnikers ausübt, ist indem Adreßbuch zu einem „Bauchtechniker" umgemodelt worden. Es ist fürwahr ein tückischer Streich des Kobolds, der fast noch die mannigfachen Bosheiten übertrifft, die er sich dem Geschmack, mit dem sie hergestellt sind. Ter größte Teil der Arbeiten ist von Schülerinnen verfertigt, die erst seit Oktober die Aliceschule besuchen. Und man ist überrascht davon, daß in einer verhältnismäßig so kurzen Zeit so viel geleistet worden ist. ** Bei der Weihnachts-Verlosung des Kunstvereins in Darmstadt sind von 295 Gewinnen folgende auf oberhessische Mitglieder gefallen: P. Halm, „Weghang", Radierung (in Eichenholzrahmen) — Gew.: Fräulein E. Dingeldein hier; Kaufmann C. W. Nowack hier. — P. Halm, „Biebrich er Allee", Radierung (in Eichenholzrahmen) — Gew.: Th. Bücking-Keck, Alsfeld; Stadt Gießen; Justizrat Dr. Gutfleisch hier; P. Halm, „Allee bei München", Radierung (in Eichenholzrahmen) — Gew.: Rentner Bücking hier; S. K. H. der Großherzog; Kunsthändler Hochstätter hier; Großh. Ministerium des Innern. — P. Halm, „Oberzell auf der Reichenau", Radierung (in Eichenholzrahmen)— Gew.: Ingenieur P. Wilson hier. — P. Halm, „Von der Reichenau", Radierung (in Eichenholzrahmen) — Gew.: I. K. H. die Großherzogin; Ingenieur Schiele hier; Fabrikant H. Schirmer hier; Anton Petri Wwe. hier. — G. Eilers, „Heil. Cäcilie nach Rubens. Düsseldorfer Vereinsblatt" — Gew.: E. Silbereisen hier. — „Mappe des Vereins fürOriginal-Radicrung, Berlin" — Gew. Buchdruckereibesitzer Kindt hier.— „Mappe des Münchener Radiervereins" — Gew.: Hotelier K. Stein hier. — „Mappe der Freien Vereinigung Darmstädter Künstler" (Vorzugsdrucke) — Gew.: Freifrau v. Nordeck Lemberg, 16. Dez. Ein Hier abgehaltener Parteitag der ruthenischen Raoikalen beschloß mit Rücksicht auf die Ausweisung vvn Feldarbeitern durch die Gutsvesttzer tnt Frühjahr für die Veranstaltung eines Generalstreiks der landwirtschaftlichen Ak- beiter einzutreten. B u d a p e st, 16. Dez. In der gestrigen G e n e r a l v e r- sammlung ungarischer Landwirte erklärte Graf Alexander Karolyi, oie ungarischen Agrarier haben sich der liberalen Partei angeschl^ssen, weck sie dadurch am ehesten den Sieg der agrarischen Ideen erhoffen. Der Jahresbericht drückt besondere Sympathien für die reichsdeutschen Agrarier aus, welche gegen den kaiserlichen Willen die Kanalborlage zu Falle brachten und auch mit dem neuen Zolltarif einen großen Sieg errangen. Z Belgrad, 16. Dez. Der russische General Rudcr- towski, der einige Zeit in Sofia geweckt hat, hielt sich auch, hier mehrere Tage auf. Er hatte mit König Alexander, dem Kriegsminister und dem Ministerpräsidenten Wujitsch lange Konferenzen und wurde mit dem Großkreuz des Ta- kowv-Ordens mit Schwertern ausgezeichnet. Der General hatte die Aufgabe, der russischen Regierung eingehende Berichte über die Kr ie gs tüchtig feit der bulgarischen und serbischen Armee zu unterbreiten, da der seinerzeit vom russischen Militär-Attache Leontjew unterbreitete Bericht von hohen russischen Militärkreisen als zu optimistisch befunden wurde. Peking, 15. Dez. Nach Instruktionen, die dem -Prinzen Tsching zugegangen sind, verlangt dieser jetzt dringend von Rußland, daß es seine einzelnen Forderungen bezüglich der Mandschurei bestimmter fasse, i)a die von Rußland vorgeschlagenen Vertragsbeftimm- üngen in ihrer jetzigen Form so vage sind, daß sie Rußland so gut wie völlig freie Hand lassen. T-er ja- 'panische Gesandte teilte dem Prinzen Tsching mit, Japan werde für alle Rußland in der Mandschurei eingeräumten Vorteile gleichwertige Konzessionen verlangen. Washington, 17. Dez. Der Senat genehmigte mit 72 gegen 6 Stimmen den Hay-Paundfotevertrag. New-York, 16. Dez. Aus Buenos Aires wird gemeldet, daß dort alles ruhig ist. Der Ministerrat habe den ersten Teil der Note betreffend den Bau von Straßen in dem Gebiet, wegen dessen die schiedsrichterliche Entscheidung angerufen ist, angenommen, erklärte jedoch den .zwecken Abschnitt für unannehmbar, _ in dem es heißt, ^Argentinien hätte bei Ultima. Esperanza chilenisches lGebiet besetzt. Vom Burenkriege. Tie zweite Ausgabe der „Times" meldet aus Pretoria: Oberst Rimington, Major Damant und Oberst Wilson haben mit ihren Abteilungen nach scharfem Marsch über 35 englische Mecken westlich von Heilbron eine Burenabteilung niedergeritten, 22 Mann gefangen genommen und viel Pferde und Vieh erbeutet. Das Pariser Blatt „Francais" veröffentlicht eine Meld' ung, in der es heißt, daß es Louis Botha endlich gelungen sei an Krüger brieflich Nachrichten gelangen zu lassen. Er soll ihm mckgeteilt haben, daß die Zahl der im iOranjefreiftaat und in der Kapkolonie stehenden Burenstreitkräfte 24 000 Mann betrage, darunter 14000 Ausgebildete und 10000 Rekruten, welch letztere zum größten Teck aus der Kapkolonie stammen. Wecker heißt es in der Nachricht, die Buren hätten Lebensmittel in großer Fülle, die sie aus den von den Engländern nicht besetzten Provinzen bezogen, sowie aus den den Engländern abgenommenen Proviantzügen entnommen hätten. Der Entschluß, bis zum Tode zu kämpfen, werde von den Buren mehr denn je aufrecht erhalten. Wie es heißt, werden die Buren weder em Kompromiß, noch ein Protektorat oder trügerische Autonomievorschläge annehmen, sondern ihre volle Unabhängigkeit fordern oder im andern Falle den Tod vorziehen. Das sind ja allerdings wohl nur Redensarten eines müßigen gallischen Zeitungsschreibers. Der Vorstand des belgischen Hilfskomitees für die Buren teilt dem „Petck bleu" mit, daß er Schritte unternommen habe, um bei den Gemeindebehörden die Erlaubnis einzuholen, in sämckichen Schulen eine Kollekte für die in den Konzentrationslagern sich aufhaltcnden Buren abzuhalten. Der von den einzelnen Kindern zu. fänglich so spät keinen offiziellen Besuch mehr habe abstatten wollen; er werde Montag früh sich seines Auftrages entledigen Er bestellte sich inzwischen ein gutes Nachtessen. Einige Vorstandsmitglieder ließen es sich nicht nehmen, den willkommenen Abgesandten des opferfreudigen Brudervereins mit einigen Flaschen Wein zu bewirten. Einem abseits stehenden Turner fiel aber, während die Stimmung immer heiterer wurde und man die Brudervereine hochleben ließ, die eigen- tümliche Kleidung des Gastes auf. Das veranlaßte diesen, sich schleunigst zu drücken. Es war ein bekannter Darmstädter Schwindler. Die Herren vom Vorstand sollen bei der Entdeckung recht lange Gesichter gezogen haben. Tarmaadt, 16. Dez. Der Großherzog empfing am Sonntag den Herzog von Braganza, den Prinzen und die Prinzessin Wilhelm von Sachsen-Weimar-Eisenach, die Prinzessin Olga von Sachsen-Weimar-Eisenach und den Prinzen Leopold zu Isenburg - Birstein. Die Herrschaften wurden danach zur Großherzoglichen Frühstückstafel gezogen. — Der Gr oß h erz o g ist heute nach Birstein gereist und kehtt morgen Abend nach Darmstadt zurück. t. Darmstadt, 16. Dez. Gestern fand hier im Darmstädter Hof der 39. Verbandstag der hessisch en land- wirtschaftlichen Genossenschaften statt. Nachdem der Verbandsdirektor den Jahresbericht für 1900/01 erfiaüet hatte, legte der Verbandsrechner die Rechnung und Bilanz von 1900 vor. Es, wurde ihm Entlastung erteilt. Sodann hielt Prof. Dr. Albert-Gießen einen Vortrag über „ge- nossenschaftliche Milchverweriung im Licht der heutigen Molkereitechnik." Im Anschluß hieran referierte der Generalsekretär des Verbandes, Dr. Neumann-Darmstadt, über „Viehverwertung in Deutschland." An die Sitzung, die aus allen Teilen des Großherzogtums überaus zahlreich besucht war, schloß sich ein gemeinsames Mittagessen. Wir werden morgen ausführlicher auf den Verbandslag zurückkommen. Nieder-Zngelheim, 16. Dez. Vor einigen Tagen ließ sich ein feingekleideter Herr bei einer hiesigen Dame als Burenkommandant Joste, der, wie sich unsere Leser erinnern werden, auch in Gießen einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag hielt, melden. Die Dame empfing ihn, imterhielt sich mit ihm eine kurze Zeit, übergab ihm einen 100 Mk.- Schein und befahl dem Kutscher, daß er den Herrn zu einem hiesigen Arzt fahre. An dem Hause angenommen, lud der Herr den Kutscher ein, mit ihm ein Glas Wein zu trinken. Als das Glas Wein vorgesetzt war, legte der Herr einen 100 Mk.-Schein auf den Tisch. Der Gastwirt ließ diesen wechseln und gab das Geld dem Gast zurück. Dieser steckte es ein und verschwand. Zu spät erst sah man, daß man es mit einem raffinierten Schwindler zu thun hatte. ko. Frankfurt a. M., 16. Dez. Im Elisabethen- kranken Haus kam es gestern abend unter den Kranken zu einer Schlägerei, bei der Blut floß. Der Taglöhner August Ulbrich trug Verletzungen an der Schulter und am linken Schienbein davon, einer der „kranken" Raufbolde, der auch nach obendrein angetrunken war, mußte, da er sich absolut nicht fügen wollte, festgenommen werden. P. Limburg a. d. L., 16. Dez. In dem nahen Staffel kam es am Samstagabend zwischen mehreren Zigeuner- banben zu einer förmlichen Schlacht. In der Wirtschaft/ „Zur Eisenbahn" gings los, und als der Witt dort die Streitenden hinausgeworsen hatte, wurde auf der Straße unterhalb des Dorfes weiter gekämpft. Gewehre, Revolver, Säbel und Messer traten in Aktion. Das Blut floß in Strömen. Ein Zigeuner wurde so zugettchtet, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Das ganze Dorf war in Auf» fci« K mtner hi ff 6,1 d!I^ IN 'Mnj * lrNtn 4* O-6it fe fcS bfn $tin» h* 5 I Aogen. _ / rbt*^ L/tz l)nun9 und £ |2eilt 6^2 forttQ9 über FVer heutig Rtte der Genera I^arichM, f SiBung, die t- e zahlreich 6m Mcn- Wir wetba zurückkonnnen. Ien ^ugen lieg j Re al^ure, "cte Leser erinrs 9 ausgenomniar l9 ihn, unters n einen 100 SU en Herrn zu ein; kommen, lud v ’ Wein zu trink e der Herr ein «lwirt ließ hiej- ück. Dieser steck man, daß man i hatte. Elisabethen- x den Kranken zu Der Taglöhner Schulter und am i" Rausbolöe, der le, da er stch ab# )en. naben Staffel en Zlgsuner- n der 3Birt\4)O.\t Mü dvv. ö« an\ Arch »nvchu, Mvolvr' Las Aut floß L Das englische Kriegsministerium hat im Einverständnis nnit den Regierungen der Kap-Kolonie und von Natal die Bestimmung getroffen, daß vom 1. Januar 1902 ab in dm obengenannten Kolonien nur solche Personen zu- aelasien werden sollen, die mit einem vom britischen Konsulat des Einschiffungshafens ausgestellten Paß versehen sind, mid sich außerdem im Besitze einer Summe von mindestens ^>0'Pfund Sterling ca. 2000 Mark, befinden- Ein solcher H}6 gewährt lediglich die Erlaubnis zur Landung in Süd- 1 Slfrtfa, nicht aber zur Weiterreise in das Innere des Landes. Die Erlaubnis zur Reise ins Inland muß bei den zuständigen.Behörden im Ausschiffungshafen besonders nachHesucht werden, ist aber nur sclpver erlangen, weil bereits tausende von Personen an der Küste sich befinden, die nur auf eine Gelegenheit warten, um in ihre Heimat, d. h. ins Inland, zurückkehren zu dürfen, und deren Gesuch voraussichtlich in erster Linie Berücksichtigung finden wird. Diese Verfügung bezieht sich auf Reisende aller ^Lassen. Aus Afrika zurückkehrende Soldaten bringen folgende niedliche Geschichte mit: Ein Teil des Ost-Kent-Regimcnts lüiar bald nach der Konferenz zwischen Botha und Mtchener mit der Jagd auf Dewet beschäftigt. Tew et machte unerwartet vlötzlich gegen seine Verfolger Front, und machte mehrere derselben zu Gefangenen. Mehrere schwer verwundete Gefangene wurden nach einem Burenhospital ge- säurfft, wo sie zu Bett gebracht wurden, während die univerwundeten Gefangenen die Stelle von Lazarettpflegern vertreten mußten. Am zweiten Tage besuchten Dewet und Botha das Hospital. Botha rauchte eine Zigarette, während Dewet aus einer gewaltigen Pfeife qualmte. Einer der verwundeten Engländer sprang in seinem Bett auf, jciüttelte seine Faust gegen Dewet und sagte: „Tu vcr- iluchter Holländer bist die Schuld von alle dem." Dewet nahm die Pfeife aus dem Mund und sagte: „Du solltest sr-oh sein, daß Du hier in Frieden liegen kannst." Tewet wandte sich dann einem anderen Soldaten zu und fragte: ,/Lann ich etwas für Dich thun?" Tommy sah ihn erstaunt (ui, und erwiderte dann: ,^Ja, mein Herr, geben Sie mir eine Pfeife Tabak unb ein Streichholz." Der Burengeneral reichte daraus dem Verwundeten seinen Tabakbeutel und eine Dose Streichhölzer. Tann sagte er: ^Zch werde Euch in ein oder zwei Tagen freilassen!" 16. Tage später war derselbe Soldat wieder bei denen, ölc auf der ewigen Jagd nach Dewet sind, und er hatte das Mißgeschick, zum zweiten Male gefangen zu werden, nachdem ihn eine häßliche Wunde in der Stirn bewußtlos gemacht hatte. Als er zu sich kam, war Dewet damit beschäftigt, ihm mit seinem Taschentuche die Wunde zu verbinden. Als der Soldat aufblickte, rief Dewet: „Habe ich Dich nicht vorher schon gesehen? Richtig, Du bist ter Bursch, den ich vorletzte Woche gefangen habe; na, l»ß Dich nur nicht wieder fangen, denn es könnte sein, daß ich das nächste Mal keinen Tabak und auch kein Taschenbuch mehr habe!" Vermischtes.. • Bremen, 16. Dez. Im Bremischen Osterholz wurde d.e 50jährige Frau des Landmannes Schnakenberg von dem Mjährigen Maler Grimm aus Sachsen, der einzubrechen versuchte, mit dem Rasiermesser ermordet. Der Thäter ist verhaftet. * London, 16. Dez. Aus Kanton (China) wird gemeldet: Seit vergangener Nacht steht ein großer Teil der Siabt in Flammen. DaS Feuer hat eine Länge von einer Meile und eine Breite von einer halben Meile. Achthundert Häuser sollen bereits niedergebrannt und riele Menschenleben zu beklagen sein. )iet, daß an feinen Dorf war in Ay den Nachbarstaaten tag der 63 Jad? huchardt, LhrW Ul lot aufgefunbt zunehmen, daß t iesheim ist « i, alle Maßnahm' tung der Krach- Krankheit ist niä- m der chemisch' tigeFntzWeM ^Herzog ließbr B die Medaille s- Anerkennung st M nc6fi N® n Geh. Kabinett *«5S ommen und *W I* en - lebend'11" & deu 7refte r- • Paris, 16. Dez. In der Vorstadt Auteuil entgleiste gestern infolge Schienenbruches ein Personenzug. Mehrere Passagiere wurden leicht verletzt. * Tourcoing, 16. Dez. Im Dorfe Petit Paris sind beute sechs Häuser abgebrannt, wodurch viele Per- s^nen obdachlos geworden sind. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) I. A. in L. Daß „Die größte Sünde" von Otto Ernst nicht unbedingt als „neues" Drama zu bezeichnen ist, war auch uns bekannt. Denn wie Sic ganz richtig annehmen, ist dieses Stück vor der „Jugend von heute" geschrieben worden, und zwar imt Jahre 1895. In jenem Jahre erschien das Buch in zwei Auflagen. Aber keine Bühne wollte es damals annehmen, und erst -- Holz-Versteigerung im Kießener Stadlwald. Montag den 23. Dezember 1901, vormittags 91/2 Uhr beginnend, soll in den Waldungen der Stadt Gießen in den Distrikten Schall, Lumpenmannsbrunnen, Aue und Faulerboden versteigert werden: 108 rm Buchen-Scheitholz, 360 „ Eichen-Scheitholz, 29 „ Buchen - Knüppelholz, 1182 , Eichcn-Knüppelholz, 1 , Aspen-Knüppelholz, 11 „ Nadel-Knüppelholz, Die Zusammenkunft ist Licherstraße. 1660 Wellen Buchen-Reisig, 5200 , Eichen-Reisig, 1000 „ Nadel-Reisig, 31 rm Buchen-Stockholz, 175 „ Eichen-Stockholz, 44 „ Nadel-Stockholz. an der 8. Schneise auf der Gießen, den 17. Dezember 1901. 8234 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Kteinkinder-Aewatiranstalt. Am nächsten Sonntag, dem 22. Dezember, soll, wie seither angekündigt wurde, die Christbcscheruug unserer Anstalt gehalten werden. Nachmiltaas 34/i Uhr findet zunächst in der Johaunesttrche «ine kirchliche Feier statt, die zugleich als Gemeindeaottesdienst gehalten wird. Nachher werden in der Meiukinderschule den Bindern ihre Gaben beschert werden. Zu der kirchlichen Feier in der Johanneskirche laden wir die o-anze Gemeinde freundlichst ein. Zu der Bescherung in der Anstatt liebst können wir, außer den Anachörigen der Kinder, wegen des siirhr beschränkten Raumes leider Niemanden einladen. Alle, die uns zur Christbescherung für unsere 220 Kinder noch »gaben zuerkannt haben, bitten wir, dieselben baldigst an die Vorfilandsdamen gelangen zu Iaff en. Gießen, den 17. Dezember 1901. 8231 Der Vorstand der Älcinkinder-Bewahrarrstalt. Dr. Naumann. nach seiner in diesem Jahre erfolgten Umarbeitung hat e5 mehr Glück gehabt und ist bereits in einigen größeren Thealerslädten mü Eriolg zur Aufführung gekommen. — Sie irren sich aber, wenn Sie meinen, uns sei „ein kleiner Irrtum" uaffiert. Die 9lotiz in rmserer gestrigen Nummer trug die Vorschrlst „Aus dem Thcater- burcau", d. h.: derartige Hinweise auf bevorstehende Theatcr- Ereigmsse gehen uns von dem Theatersekretariat zu, — dem übriacnS das hier Gesagte wahrscheinlich auch bekannt ist, das aber feine Vorankündigungen in die knappste Form zu kleiden pflegt, um, was allenthalben anerkannt zu werden verdient, den Schein jeder aufdringlichen Reklame zu vermeiden. — Warum aber lassen Sie denn sonst seit einem Vierteljahre nichts von sich hören? Besten Gruß! Handel und Uerlrehr. Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 17. Dezember. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 1,20—1,30 Mk., Hühnereier pr. Stück 8—10 Pf., 2 Stück 00.00 Ps., Käse pr. Stück 5—7 Pf., Käsematte 2 Stück v—0 Pfg., Erbsen pr. Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. Stück 0,90—1,20 Mk., Hahnen pr. Stück 0,70—1,10 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,50 Alk., Gänse pr. Pfd. 50—65 Pfg., Ochfenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,20—3,50 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,00—5,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Pfd. 9—15 Pfg., in Korben 12—15 Pfg. Trauben 35—50 Pfg., Tomaten per Pfd. 18—20 Pfg. lleiu'ltc Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Brüssel, 17. Dez. Tie erste Sitzung der internationalen Zuckerkonferenz eröffnete gestern Vormittag der belgische Ministerpräfibent De Smet de Nayer mit einer Ansprache, in der er mit lebhafter Befriedigung die Thalfache feststellte, daß alle interessierten Lander Europas außer Rußland der Einladung nachgekommen seien. Er gab sodann einen Ueberblick über den Gang bet Dinge seit 1898 und über die Ergebniffe der Vor- Handlungen, die seitdem die belgische Reeierung mit den interessierten Mächten gepflogen hat. Die Ergebniffe gestatteten die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang der jetzigen Konferenz. — In der Nachmittagskonferenz begannen die eigentlichen Verhandlungen. Ein der belgischen Regierung gemäß dem Auftrag der Konferenz von 1898 und nach den Verhandlungen mit den Mächten ausgearbeiteter Entwurf dient als Unterlage. Ueber den Entwurf wird Stillschweigen beobachtet, desgl. über den Verlauf der Erörterung. Barcelona, 17. Dez. Der Ausstand dehnt sich weiter ans. Die Ausständigen hatten mehrere Zusammenstöße mit Gendarmen und Polizisten. Petersburg, 17. Dez. In Wladwostock trafen zahl- reiche amerikanische Sachverständige für Landwirtschaft und Industrie ein. Wie verlautet, find es Vertreter großer Firmen, die in Sibirien Niederlassungen gründen wollen zur Ausbeutung der Bodenschätze, Erbauung von Fabriken usw. ___ Berlin, 17. Dez. Auch die Bäcker-Innung Germania nahm gestern in einer Versammlung Stellung gegen den Zolltarif. Nach längerer Debatte beschloß die Versammlung mit allen gegen 2 Stimmen eine Resolution, in der die Mitglieder der Bäcker-Innung Germania energisch Protest gegen den Zolltarif erheben und den Reichstag ersuchen, den Entwurf abzulehnen, weil die Zollerhöhung eine bedeutende Verteuerung des Brotes bedeuten würde. Berlin, 17. Dez. Bei dem gestrigen Festmahl im Neuen Palais zu Ehren des russischen Thronfolgers trug dieser preußische Ulanen-Unisorm, der Kaiser die Uniform der Narva - Dragoner. Trinksprüche wurden nicht ausgebracht. Lio n dvn, 17. Dez. Lord Rv seb er y hielt in Chesterfield eine Rede, in der er cmsführte, es sei zwar möglich, daß in der nächsten Thronrede aufrichtig erklärt werde, daß die Beziehungen zu allen auswärtigen Regierungen freundschaftliche seien. Wie stehe es aber mit den fremden Vöb- kern? In der ganzen Geschichte Englands finde sich kein Beispiel zu dem Groll und Uebelwollen, mit dem England fast einmütig von den Völkern Europas betrachtet werde. Er sei nicht sicher, daß die Regierungen aller Länder bestrebt seien, mit England aus gutem Fuße zu bleiben. Solches Uebelwollen, wie es in ganz Arbeitslose, welche hier ansässig sind und Beschäftigung von der Stadt zu erhalten wünschen, wollen sich Mittwoch den 18. Dezember, vormittags 77. Uhr, bei dem Straßenmeister, Herrn Bommersheim, an dessen Wohnung im Osrvaldsgarten melden und Hacke und Schippe mübrmgen. Für die vorzunehmenden Erdarbeiten wird bei achtstündiger Arbeitszeit ein Stundenlohn von 25 Pfg. gezahlt. Gießen, den 17. Dezember 190L 8235 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Versteigerung. Donnerstag den 19. d. Mts., nach«, von 2 Uhr au versteigere ich nn Luft'schen Saale Neuenweg 28 dahier 1. 6 Gehrockanzüge. 2. 10 gew. Anzüge, 4 Teppiche und 10 filb. Taschenuhren. 3.' Mehrere Küchenschränke, Tische, Kommode (neu) zwangsweise gegen bar. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. 8238 Gießen, 17. Dezember 1901. Seipel, Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 18. Dezember L I., nachmitt. 2 Uhr präzis, werden tm Bieker'schen Saale — Neustadt 55 — zwangsweise folgende neue Sachen versteigert-. 3 Vertikows, 1 Trumeaux mit Spiegel, 1 Ausziehtisch, 1 Tisch mit Wachstuchdezug, 12 Bettstellen, darunter Muschel und franz., 13 Küchenschränke mit Glasaufsätzeu, 7 Spiegel, zwei Regulatcure, IKücheurahmeu, 3 altdeutsche Kücheustnhlc, vier Steppdecken, 6 Portieren, 14 Paar bessere Hosen, 19 Panr Arbeitshosen» 7Auabenauzüge «. a. m. 8197 Die Versteigerung findet bestimmt^ statt. Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 18. Dezember 1901, nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'jchen Saale Möbel aller Arten, 2 Faß Wein u. a. m. versteigert. 8196 Geißler, Gerichtsvollzieher. Verding. Zur Herstellung des neuen Vorplatzes auf Bahnhof Gießen sollen im Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: die ■£> eilte (hing von ca. 800 qm Basaltrechenpflaster einschließlich Lieferung aller Materialien; die Herstellung von ca. 400 qm Basalchflaster aus vorhandenen Steinen; die Herstellung von ca. 500 qm Asphattbürgersteig; die Lieferung und das Versehen von ca. 130 Ifbtt. Metern Bordsteinen für Bürgersteige. Die Unterlagen können gegen gebührenfreie Einsendung von 50 Pfg. von der Unterzeichneten Europa herrsche, |et Besorgnis erweckend, wenn irrcyr unmittelbare Gefahr. Die englische Regierung sei in ausgedehntem Maße dafür verantwortlich und hätte die falschen Eindrücke, .die im Auslande bezüglich der Ursachen des Krieges vorherrschen, durch Uebersendung von dioten zerstreuen sollen, in denen alle Schritte nockMialS ausgeführt würden, die England unternommen hat, um Gerechtigkeit für feine Staatsangehörigen in Transvaal zu erlangen-. Eine solche 9ä)tc würde ein maßgebendes Schriftstück gewesen fein, auf das die verständigen Leute aller Länder, deren Meinung doch schließlich die Ansichten der Völker leite, hätten verwiesen werden können. Rosebery sprach dann abfällig über die Reden Chambers la ins, die er taktlos nannte. Roseberry verteidigt die rücksichtslose und nachdrückliche Fvrtsetz^ ung des Krieges zu einem natürlichen Ende, das, wie er glaube, ein regulärer Friede und ein regulärer Vertrag sei. Man würde deshalb nicht taub sein gegen die herant-, wörtliche Eröffnung von Friedensverhandlunge'm seitens der ausgewanderten Regierung, die sich augenblicklich irgendwo in den Niederlanden um die Person Mügers. geschart aufhielte, welck>e die einzige Regierung sei, die mit England in Kriegszustand gekommen wäre. Es sei unmöglich, mit den im Felde befindlichen Führern zu verhandeln, da sie keine Vollmacht hätten. Die liberale Partei sei frei von dem Bündnis mit den Iren, die sich in die Reihe der Landesfeinde stelllen. Redner ermahnte die Partei eine Absonderung von einem neuen Reichsgedanken, der die Nation erfüllte, zu vermeiden. Lord Roseberry schloß seine Rede, indem er auf Pitt, Abraham Lincoln und Bismarck verwies, die auch keinerlei Mittel verschmähten, sich mit ihrem Feinde in Verbindung zu setzen, um einen friedlichen Ausgleich zu erlangen. Bismarck drohte sogar mit der Wiedereinsetzung der in Mißkredit geratenen kaiserlichen Dynastie in Frankreich weil er eS. für notwendig hielt, eine die Autorität besitzende Stelle zu haben, womit er den Frieden abschließen könne. Wenn auch die Gewährung der Unabhängigkeit nicht in Frage komme und es auch unmöglich sei, Milner abzuberufen, glaube er doch, daß ein Ausgleich möglich sei durch die Gewährung der Dynastie. Roseberry bemerkte noch seine, Dienste ständen dem Lande zur Verfügung; er appelliere nicht an seine Partei, sondern an die öffentliche Meinung des ganzen Landes. — Nach Roseberry sprach <5ir Asquith, um Roseberry dafür zu danken, daß er seinen Entschluß, sich vom öffentlichen Leben zurückzuziehen, aufgegeben habe. Alsdann sprach noch Sir Kdward Grey, der die Ueberzeugung ausdrückte, daß die Einheit der liberalen Partei sich auf der Basis, die Roseberry aufgestelll hat, wiederherstellen^ lasse. — Man kann sich eine Idee von dem Eindruck der, Rede Roseberrys machen, wenn man die heutigen Aus-, lassungen der beiden extremsten Blätter der englischen Hauptstadt, Dally Mail und Morning Leader, zu der Rede vergleicht. Die beiden großen Parteiorgane ergehen sich in Ausdrücken des höchsten Lobes für Roseberry, den sie trotz ihrer verschiedenartigen Politik als Apostel begrüßen. London, 17. Dez- Die Blätter betrachten die Redy Rose berrys als Aufforderung zur Bildung einer neuen Partei. In politischen Kreisen wird seine Unterstützung der Homerüle- und der Jren-Partei als eine direkte Einladung an die liberalen Unionisten ausgelegt, in die Reihen der neuen Partei einzutreten. , London, 17. Dezember. Wie hier besümmt verlautet, hat Präsident Krüger der englischen Regierung die Abtretung von Watersrand mit allen Goldgruben angeboten, falls den Burenstaaten die Unabhängigkeit belaffen wird. (?) Wien, 17. Dezember. Die Sammlungen für die. „Opfer des Gnesener Prozeßes" haben in Galizien allein den Betrag von 7 0 000 Kronen erreicht. — Die Polizeiwache die gegenüber dem deutschen Konsulat in Lemberg eingerichtet wurde, besteht aus 14 Mann und mehreren Agenten. Sofia, 17.Dez. Da§ Kabinett Karawelow bemi*. fionierte, well das Anleihegesetz nicht zu Stande gekommen war. Die Kammer wurde bis zur Neubildung des Kabinetts vertagt. Newyork, 17. Dezbr. Eine wichtige Konferenz findet augenblicklich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern statt zum Abschluß eines UebereinkommenS, künftighin die Möglichkeit eines Konfliktes zwischen beiden Parteien abzuschwächen und ein Schieds - System zu finden, um in Zukunft jeden Ausstand zu verhindern. bezogen werden. Offerten müssen verschlossen unter der Aufschrift „Angebot auf die Herstellung des Vorplatzes, Bahnhof Gießen" bis zum 30. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, gebührenfrei bet der Unterzeichneten eingehen, zu welcher Zett die Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bieter stattfiitdet. 8232 Zuschlagssrist 4 Wochen. Großh. Hess. Eisenbahn- Betriebs-Inspektion 1 Gieße». (Smpffhliuiiieii Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heut-: uns morgen: ßuhSeisch 50 pfg. gebt euren Kindern WniTPr vei Husten, Katarrh Ackermanns Fenchel- Honig. Fl. 60 tu 100 Pfg. Philipp Schwager Wwe., Drog.^WarktS. Franzos. Marke p. x/t Flasche v. Mk 2.50 — Mk. 12 empfiehlt 8219 H. F. Nassauer, Als billiges u. prattisches Weihnachtsgeschenk besonders empfohtt. der Snppen, Saucen, Gemüse, Salate n. s. w., ebenso Maggie Gemüse- und Krastsuppen. Soeben wieder eingetroffen bd Keimich Hengnager Neuen-Bäue 10. 7816 elfen Miunerien Toiletlearlikei empfiehlt billigst Fr. Klenker Selterswcg 16. 05006 Feinste Toilettebvrstee Feinste Toilettekasten in Schildpatt re. empfiehlt billrgst 8122 H. Tichy, SrUenroq43» Todes-Anzeige Huhn. 52C5 Die tieftrauernden Kinterklieöenen Gießen, den 16. Dezember 1901. 8217 M M Winter-Kehrljkiiler für Damen, Herren und Kinder. Prof. Dr. Jäger’s Normal-Wölb Unterkleider ’Y.y 8047 gerstrasse. 8223 Große Auswahl in Geschenken. £ttdwig ISll Konduorei Zchlittkll Eietzeii — laiffMt 32 Kmkftrtttstrche 33 ver- CüpMalien WUWM Mr et ize! n ihr it verlrunfen Ämlf-Gelnche (Offene S'trllni .lernnefnmwn Stellen=(6efui1je 7430] Landgrafenstr. 5 sind pr. 1. April 1902 zu vermieten: Wärmflaschen Brotkapseln HX" Wer schnell u. vtutg Lrelluug find, will, verlange pr. Postkarte die „Ne«tschePaLa«reirpoK" EKlinqen Makronen Brenten Zimmtstcrne Banmkonfekt Kaufladen- und ,ub. »ub. Venvandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß heute mittag 1 Uhr unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwager, Schwiegervater, Großvater und Onkel t »teile tr.28,p. Waschmangeln Wringmaschinen Fleischhackmaschinen Messer- und Gabel- Putzmaschinen Reibmaschinen Buttermaschinen Haushaltungswaagen Pressen iflr larlolleln und Äeptel Kaffeemühlen 'Tie Beerdigung findet Mittwoch den 18. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Liebigstraße 58, aus statt. empfiehlt als für Wiederoerkäufer Wer Stelle sucht, verlange di» Allg. Vakanzen-Liste, Mannheim. A. &. 6. Wallenfels, Marktplatz. Vertreter: Chr. Ludwig Tfeomas Bahnhofstrasse 37. Christbaum- Konfekt Anis- nnd Buttergebäck Leb- und Honigkuchen Makronen- und Chokoladen- Konfekt 7678 Große Auswahl in Chokoladc und Bonbons. 8tt!gDgsergehM Kanarien-Ausstellung. Los-Nr.Gw.-Nr. Los-Nr.Gw.-Nr. Aichtigcs JievstmÄcheil auf Weihnachten gesucht. 7961 LouiS Lony, Bahnhofstraße 27. Puppenküchen-Artikel Bonbons, Bonbonnieres Kakao, Chokolade soso empfiehlt in altbekannter Güte Kiedrich Noll Hofbäcker, MäuSburg 12. Ein Laden | in dem Kaufhaus zur Sonne, Ecke Schul- u. Sonnenstr., per sofort zu verm. Näh. Löberstraße 8. der renommierten Firma Aig.KralllnM«. Hf. in Köln empfehle in allen Sorten bestens Carl Schwaab, Hoflieferant. 8230 in allen Räumen w. erzielt durch Anwendung von staubfreiem Futzbodenöl aus der Drogerie zum roten Kreuz, Bahnhofstraße 51. 7956 Präsentkörbchen in beliebiger Füllung, in allen Preislagen. 8237 Louis Lind Kirchenplatz 10. —----vM ’sPatentirt. Benger’s Pallas-Tricot-Üaterkleider sowie alle anderen wollenen, halbwollenen und baumwollenen Hemden, Unterjacken und -Hosen kräftig, 1,75 gix, 11'/, I., gesund u. fehlerfrei, lammfromm, geritten, ein- und zweispänn. gef., billig zu verk. Sudanlage 16, l. 18203 Rohrsessel in großer Auswahl, empfiehlt billigst 8240 Ph. Schlatter. OOOOOCQOOCTOWOQag Gieszener ^tadttheatev. Mittwoch deu 18. Dezember: Zum ersten Male! Im Abonnement! Gewöhnliche Preise! Uclier unfere Kraft. Teil I. Schauspiel in 2 Akten von Björnstjcrue-Björufou. Anfang 8 Uhr. — Ende 10'/, Uhr. Donnerstag den 19. Dezember 1. Gastspiel der Hegernseer. Sie schöne Wibnnem von Tegernsee. (Außer Abonnement). sowie sämtliche Haos- und Küchengeräte empfiehltzu billigsten Preisen Met» Örtig Schulstrasse 10. Kerr Peter Gernand ^LoLomotivsüörer nach kurzem Krankenlager sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten der Nähe^ des Bahnhofs, ist der mittlere Stock, bestehend aus fünf 3immem mit Gartenanteil und allem Zubehör, per sofort an ruhige Familie zu rermietem Bei dem jetzigen hohen Stande der Salnrbiitlerpreise empfehlen sparsamen Hausfrauen als besten Ersatz IQr Katnrbnlter Vilello- Margarine hergestellt aus ff.Rinderfett frischem Eigelb und pasteurisierter Sahne Gebr. Adami, Mäaaburg. Gehr. Berdux, Bahnhofstrasse. Frau Kath. Elle, Steinstrasse. Adolf Geisse, Seltersweg. Wilh. Haas, Bleichstrasse. Robert Hecker, Brandgasse. Emil Kalbfleisch, Marburgerstr. Friedr. Kopp, Bismarckstrasse. Adolf Lenhard, Frankfurterstr. Gonr. Roth II. Nachfl., Wall- thorstrasse. Adolf Rörig, Krofdorferstrasse. Joseph Seelen, Ludwigstrasse. Job. Seibel, Ludwigsplatz. Carl Seibel. Frankfurterstrasse. Trageser L Maier, Grünber- Ein pünktlicher Ziuszahler sucht ®5000 9ÄL Offerten unter W 8066 an die Expedition d. Bl. erbeten. 05017s Frl. empf. sich im Fris. in u. auß. dem Hause. Lchloßg. 12. ühtliintBiritiffli!! Im Stricken u.Anstricken von Strümpfen empfehle ich mich angelegentlich StrickgarnelbeflkGuslWea- habe ich stets vorrätig. 864 8175] 2 aebrauchte Nährnasch., aut nähend, billig abzugeben. Reparaturwerkstätte. H. Kitzler Bahnhofstraße 56, Hinterhaus. 05013] Photogr. Apparat bill. zu verk. H. Förster, Seltersweg 62. 8170] Gute Harzer Kanarien- sänger verkauft Frau Ernst «och Wwe., Tiezstraße 7, IL 05048] Harzer Kanarienvögel z. verk. Gerber, Schützenstraße. unw. des Bahnhofs u. der Kliniken, schöne 6-Zimmerwohnung im L od. 2. Stock nebst 2 Bodenkammern u. Zubehör p. 1. April 1902 Mietern > Näheres im 1. < (Tsie seit Jahren von Herrn Regierungsrat Boeckmann bewohnten 2 sehr schöueu, möblierten, großen Zimmer sind sofort anderweit zu vermieten. 7768 Ludwigstratze 30, Part. 8167] Freundl. mübl. Zimmer an nur anständigen Herrn zu t>er-= mieten. Bahnhofstraße 45, pari. 816Ö] Gut möbliertes Zimmer, mit separatem Eingänge, zu ver- mieten.NLh.Weidcugässel, III, l. 8221) Kleine Mansardenwohnung zu vermieten. A. Dietz, Schützenstraße 14. 4454] Parterre-Wohnung, sechs Zimmer, neu hergerichtet, sofort zu verm. Ludwigstr. 40, I. 5181] Im Hause Wallthor- straße 44 ist die 2. Etage, 7 bis 8 Zimmer mit allen Bequemlichkeiten, großem Gartenanteil usw. per sofort, eoeritl. später, preiswert zu vermieten. Näheres daselbst im 1. Stock. 5567] Klein-Linden Frankfurter- straße 76 find 8 4-Ztmmerwohn« ungen mit allem Zubehör, elegant eingerichtet, alsbald zu vermieten Näheres bei Frau Haeufer. 3 Wohnungen mit je 5 Z. u.Zi 1 Mansardenw. mit 3 Z. u. Z> Näheres bei Stein & Meyer. 6765] Hofmanustraße 7, in Keine ^eiiKcherLeiitmark!i wie: W Portemonnaies i tzigarren-Gtuis Z3itdcr-Al6ums | Z'ossKartcu- AkVums, bis zu 1000 Postkarten fastend, empfichlt billigst 8125 HL Ticfn^j Sktterswkg 43. in den besten und solidesten Qualitäten empfiehlt 8205 Kreuzplatz. Julius Schulz©. Kreuzplatz. 5W" Mtetgesuch. Eine stille Beamtenfamilie von auswärts sucht für 1. April eine Wohnung mit ca. 5 Zimmern re. in airgenehmer Lage. Gefl. Anerbietungen nimmt unt. Nr. 8154 die Expedition dss. Bl. entgegen. 05034] Leere Wohnung von 2—3 Zimm, Küche u. Zub., straßenw., pari. od. 1. Etage, tn der Nähe der alt. Klinik geb, wird z. 1. Januar gesucht. Gefl. Off. mit Preisang. hauptpostl. Cöln a. Rh. u. 0. F. Junger Kaufmann sucht per 1. Januar Kost und Logis in gut. Hause in Nähe Markt-Platz od. Straße u. Mäusburg re. Gefl. Off, unt. 05014 a. d. E^p. d. Bl. Alleinstehende Dame jucht drei unmöblierte Zimmer in schöner Lage. Offerten mit Preisangabe unter 05047 an die Exp. d. Bl. Cigarre» Präseutkiftcheu k 25, 50 wrd 100 Stück, in eleganter Packung, — feinste Qualitäten. — Wein. M Lebkuchen von H. Häberlein, Honigkuchen, eig. Gebäck Weisses Anis Gewürz-Anis Buttergebackenes Die großen billigen Vvc!» Zrckice eompll 5-teil. Mk. 2,50 find wieder eingetroffen. Die neuesten belehmckii CeseWG- iinh LelbstbcsAstWWS- Spiele, Salta, »altaa etc. etc. empfiehlt in größter Auswahl J. jl. pnhr. B9** Werten Vereinen große Vergünstigung. 8293 Wagner & Haase Bahnhofstraße OdL Echter Emmenthaler Schweizerkäse, sowie feinster Edamer Käse, beide frisch A n eingetroffen. g U. UU4 L Ernestine Höpfner Grüubergerstraße 17. Visitenkarten liefert rasch und billigst Brühl’sche Univ.-DruckercL 7890] Nordanlage (Ed erstraße 7) ist die 1. Etage, 4 schöne Zimmer mit Zubehör, Gartenanteil und Bleichplatz, per l.Jan. evtl, früher verjetzungshalber zu vermieten. Näheres ____Marburgerstraße 83. _ Liebigstrasse 37, in schöner Lage Gießens, find 3 Siebenzimmer-Wohnungen mit Bad, Balkon und allen Bequemlichkeiten der Neuzeit ausgestattet, nebst großem Garten per 1. April 1902 oder früher zu vermieten. Näh. Bleichstraße 11, p. 8056 8222) Schön möbll Zimmer zu verm. Wallthorstraße 18. Chriftbäume.ß Mein großes Lager in pracht-M vollen Ehristbäumen befindet sich im Hofe des Herrn Schellcuberg, Seltersweg. Frau Hammel. WUimc Au^sw. im Wiener Hof, Johannesstraße. 05043 Kapitalien. 25000 Mark sucht pünkllicher Zinszahler auf ein prima Object als erste Hypothek. Offerten unt. A. B. 8065 an die Exped. d. Bl. 5<5 000 Mark 3it 4% als erste Hypochek auf Besitzung in Gießen im Werte von ca. 110000 Mark gesucht. Offerten, nur von Selbstreflek- tauten^ unter M 04990 an dir Expedition d. Bl. erbeten. empfehlen 8210 L M Sih. Töchtige ReWe gesucht zum Vertriebe des Organs des „Deutschen Bureuhllfö- bundcs" und der „Bereinigt. Bureukomttees" 7945 „Der Burenfreund". Henry Seifert, General-Vertrieb für das Deutsche Reich, Hamburg, Thalstraße 69. Gewerbebank Giessen eingetr. Gen, m unb. H. Für das Bureau der hiesigen Gewerbebank wird ein zuverläss., tüchtiger junger Mann gesucht; derselbe muss im Bankgeschäft thätig gewesen sein und gründliche Kenntnis der Bankbranohe besitzen, auch wird gewünscht, dass Betreffender mit den hiesigen Platzverhältnissen vertraut ist. 8236 Offerten sind an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gewerbebank, Herrn Carl Loos, am Kirchenplatz hier, zu richten. 05045) Ordentlicher Junge als Hausbursche gesucht. Gebr. Stamm. Hasenselle, Edel- und Steinmarder-, JltiS- und Fuchsfelle kauft zu hohen Preisen die Kürschnerei 7738 A. Kretzschmar, zwischen Markt- und Kirchenplatz. Kaufe stets 8142 MerMblWseu FA unbrauchbar gewordene Gummifauger nicht rnder 50 Gramm, nicht unter 5 Stück. Otto Schaaf, Seltersweg 39. (3)örbe u. Stühle w. dauerhaft und billig geflochten. 04980 Aerd.^artvicr Wwe,Seltersw.81 Handarbeit in Serviette, E. 8. gezeichnet, ein geschlagen, verloren. Abzug, gea. Belohnung Ludtvigstratze 56, Ü PÄraTEeT ä Patentanwalt 7412] Bismarckstraße 22 ist die 1. Etage, 5 Zintmer mit allem Zubehör, Gartenantcil, perl.Jan. anderweit zu vermieten. Näheres in der Wohnung selbst.__ 7522] Ter nrittll Stock meines Hauses ist pr. 1. Januar oder 1. April 1902 zu vermieten. H. Schmidt, Bahnhofstr. 37. *> Zimtner mit Zubehör zu vermieten. ^pit»fltL°^uswahl zum [7548 S'tlllUS Wethnachlsfcft kolossal! XMKT 600 reiche Parteien a. Bild erhalten Sie sof. z.Ausw. Senden Sie nur Adr. ,Re form*, ZZerli« 14 HoinllO Heirat vermittelt llvlvllv Frau Krämer, Leipzig, Brüderstr. 6. Auskunft gegen 3o Pf. Das anerkannt Feinste in Punsch- Essenzen 8 4 35 513 39 55 3 515 30 83 15 516 22 85 37 554 43 129 16 594 17 136 12 613 13 195 4 620 47 200 32 647 24 203 49 648 48 260 26 659 8 283 19 680 28 311 14 Ö90 23 313 50 693 25 335 10 702 36 378 40 737 33 399 11 757 41 404 45 779 29 407 44 807 27 418 31 854 6 425 20 874 18 435 7 889 5 458 42 915 1 459 21 935 38 474 9 964 34 476 2 983 46