Mittwoch 18. Dezember 1901 -?r. 297 Erstes Blatt 151. Jahrgang NismarL über das Aomöardemeut von Uaris. ur kcmzlers s 80 85 i, SvttaM Feuilleton vl Ware* rbcnfM 1826. rfli®' 0 n, M°«i Amoaivir Wegen Nachdrucks ihrer Familienavzeigen verspottet die „Kreuz-Ztg." ein Blatt des Bundes der Landwirte. Die Anzeigen sind mitsamt den Druckfehlern übernommen worden (Von ähnlichen Dingen könnten auch wir reu« t26. i- * ie Aus Stadt und Fand. (Der Abdruck der unter dieser Rrrbrit befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.l Gießen, den 17. Dezember 1901. **• Erweiterung des Fernsprechnetzes im Ober-Postdircktions- bezirk Darmstadt. Falls der Reichstag die Mittel bewilligt und die Interessenten die ihnen in einzelnen Fällen zu stellenden Bedingungen erfüllen, wird das Telegraphen- und Fernsprechnetz des Ober-Postdirektionsbezirks Darmstadt auch im kommenden Jahre eine erhebliche Erweiterung erfahren. Neue Telegraphenanstalten mit öffentlichen Sprech- stellen sollen zur Einrichtung kommen in Albig, Ebersberg, Eichen (Kr. Hanau), Eisenbach, Erbstadt, Gaubischofsheim, Herchcnhain, Horrweiler, Lauerbach, Leihgestern, Queck, Rebgeshain, Schönnen und Semd. Neue Stadt-Fern- sprecheinri ch t un g en sind vorgesehen für Beerfelden, Grünberg, Lauterbach, Niederolm, Rüsselsheim und Wörrstadt. Daneben soll eine Anzahl von Leitungen neu gebaut werden (u. a. zwischen Darmstadt und Gießen, Darmstadt und Worms, Mainz und Worms), die die vorhandenen Sprechoerbindungen vermehren und somit zur Beschleunigung des Fernsprechverkehrs beitragen werden. Der Steigerung des Verkehrs mit den angrenzenden Gebietsteilen D. Red.) Ein Stück möglichen Lebens und möglicher Verwicklungen mit ihrem Schatten und Licht zu geben war die einzige und als solche wohl künstlerische Absicht meines Dramas, das ich sine ira et studio entworfen habe und von beiden Parteien sine ira et studio ausgenommen haben möchte." (Dieser Wunsch des Herrn Autors wird nun- hoffentlich in Erfüllung gehen; das wäre wenigstens der wünschenswerte Erfolg seiner zweifellos Wesentliches klar- ftellenden Antikritik. D. Red.) Zu unserer Besp rechn na des Dramas streik" von Tr. Fritz Sommerlao in Nr. 295, 4. Bl., sendet uns der Herr Verfasser eine längere Entgegnung. Herr Dr. Sommerlad meint, daß einige Stellen unserer Besprechung „leicht für ihn höchst unliebsame Mißdeutungen veranlassen könnten", und wir geben zu, daß wir allerdings das Bedenken trugen, unsere Besprechung werde möglicherweise hier oder dort zu „unliebsamen" Deutungen sichren. Wir sehen aber als oberste Rezensentenpflicht Die ehrliche lleberzeugung an, die aus unvoreingenommener Lektüre erwächst, .und geben nun heute gern dem Autor selber das Wort zur Klarstellung seines Standpunktes, indem wir es irdem einzelnen Leser des Sommerlad'schen Dramas über- lwssen, zu beurteilen, inwieweit die folgenden Aussichr- mngen als auf sein Werk zutreffend sich erkennen lassen. Herr Dr. Sommerlad schreibt, nach ein paar höflichen Ein- l»citungsworten, folgendes: „Ich habe durchaus nicht die Absicht gehabt, die Arbeiter- bietoegmig irgendwie anzugreifen, sondern ich wollte einen um klug und frivol unternommenen Streik mit seinen für b«eide Parteien bitteren Folgen, wie sie chatsächlich Vorkommen, au einem typischen Falle darstellen. (Ter Herr Bierfässer sei darauf aufmerksam gemacht, daß heute die so Musterhaft organisierte Arbeiterschaft ohne vorherige ganz menaue Ermittelung der Lage der Industrie wie der eigenen Massen einen Streik nicht gar so leichtsinnig zu entfesseln poflegt. D. Red.) „Die Leute sind rohe Gesellen, die selbst voor einer Blutthat nicht zurückschrecken", heißt es weiter. Mtu sind aber die Arbeiter doch ganz verschiedene .ig ge- Aus dein soeben erschienenen Tagebuch des Feld- tnarschalls Graf Blumenthal haben die Aufzeichnungen über das Bombardement von Paris besondere Beachtung gefunden, well kaum von einer anderen berufenen Seid: die betreffenden Vorgänge im Hauptquartier so bis in die Einzelheit dargestellt worden sind. Graf Blumenthal spricht von dem „blutdürstigen Andrängen" der Befürworter des Bombardements. das der Feldmarschall für einen „8 roßen militärischen Fehler" hielt, und schildert ausführlich, wie namentlich Bismarck alle Hebel in Bewegung ge- sept habe. Da ist es von Interesse und der Billigkeit entsprechend, auch Bismarck selbst über die Gründe zu hrren, die ihn zur dringenden Empfehlung jener Maßregel veranlaßten. Graf Blumenthal erzählt, daß Bismarck ihn eines Mittags nach dem Diner „einschmeichelnd und ge- sck ickt" dem Bombardement geneigt zu stimmen suchte, und teilt in Umrissen mit, was Bismarck für seine Auffassung geltend machte. Mehr in Betracht kommen natürlich die ui mittelbaren Aeußerungen Bismarcks über die noch heute istrittene Frage. Aus den Denkwürdigkeiten des Altreichs- nzlers sino die folgenden Satze entnommen: manch erbaulich Liedlcin singen. So bemerkten wir erst in den letzten Tagen wieder einmal zufällig einen Originalartikel des „Gieß. Anz.", der bei uns durch den Druckfehlerkobold die Spitzmarke »Hessische Handelskammer* — also platter Unsinn! — statt „Hessische Handwerkskammer" erhalten hatte, in einem benachbarten Lokalblättchen, natürlich ohne Zitat, unter genau derselben falschen Ausichrift l Die Redaktion des „Gießener Anzeigers".), weßhalb die „Kreuz- Zeitung" graziös spottend sagt: »Füglich er Weise sollte jede Zeitung doch ihren eigenen Druckfehlerteufel haben." Der Abdruck von Inseraten verstößt übrigens gegen § 1 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb, wie durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 1. März 1901 anerkannt ist. Dr. Fuld berichtet darüber in der neuesten Nummer der vorttefflichen neuen Zeitschrift „Unlauterer Wettbewerb": Mit der Verwendung von Füllinseraten wird in einem großen Teile der Presse Mißbrauch getrieben, und es ist daher mit Freude zu begrüßen, daß durch Urteil des Reichsgerichts uont 1. März 1901 ausgesprochen wurde, in dem Abdruck von Inseraten einer anderen Zeitung könne eine Veranstallung im Sinne des §1 Abs/4 erblickt werden, die darauf berechnet und geeignet sei, die thatsäch- liche Angabe zu ersetzen, die Inserate seien der nachdruckenden Zeitung zur Veröffentlichung übergeben. Das Reichsgericht betont, daß hieran durch die Thatsache nichts geändert werde, daß in den Zeitungen häufig Inserate aus fremden Zeitungen abgedruckt und daß die aboedruckten von den gegen Entgelt aufgenommenen unter- scheidend kenntlich gemacht würden, da die hierzu verwendeten Merkmale dem großen Publikum, an das sich die Inserate richteten, keine Unterscheidrmgszeicheq seien. Schließlich wies das Reichsgericht in vollkommen zutreffender Weise darauf hin, daß der Abdruck solcher Inserate geeignet sei, den Anschein eines besonders günstigen Angebots Hervorzurusen, well darin die Behauptung liege, daß die Inserenten die Zeitung als Publikationsorgan ausgesucht hätten, eine Zeitung mit vielen Inseraten aber als Zeitung eil,es großen Leserkreises und daher als besonders geeignetes Vublikations- organ gegenüber anderen Zeitungen gelte, die weniger Inserenten, also nur einen kleinen Leserkreis besäßen. Durch dieses Erkenntnis des Reichsgerichts dürfte den in der Praxis der unteren Gerichte nicht unbekannten Versuchen, den Abdruck von Füllinseraten milder zu beurteilen und darin gewissermaßen eine Gewohnheit der Presse zu erblicken, ein für allemal ein Ende gemacht worden sein. Die ausführliche Begründung der Entscheidung wird ebenfalls in der nenesten Nummer des „Unl. Wettbew." abgedruckt. Politische Tagesschau. Der russische Thronfolger in Berlin. Die Berliner Telegraphenbureaus melden heute: Der Kaiser und der Großfürst- Thronfolger begaben sich am Montag vormittag zu der Hofjagd nach dein Grünewald, wozu zahlreiche Einladungen ergangen sind . Am Abend fand im Neuen Palais große Tafel zu Ehren des Großfürsten statt, an der u. a. der Reichskanzler, die Staatssekretäre v. Richthofen und v- Tirvitz sowie Marquis Iw teilnahmen. Heute abend wird der russische Thronfolger in der russischen Botschaft das Diner einnehmen, an dem auch der Kaiser teilnimmt. Der Kaiser vierlieh dem Grvßfürsten-Thronfolger sogleich bei seiner Ankunft auf dem Bahnhose den Schwarten Adlerorden und ernannte ihn zum Chef des Ulanenregiments KaiserAlexander 3. Westpr. Nr. 1. Die Verleihung des Schwarzen Adlerordens gleich beim Empfang des Thronfolgers auf dem Bahnhof ist eine ungewöhnliche und darum doppelt bedeutungsvolle Auszeichnung, ebenso die Ernennung zum Ulanenregimentschef Am Äiontag herrschte, wie uns aus Berlin von einem Privatkorrespondenten geschrieben wird, ein überaus reger Verkehr zwischen Berlin und der Nachbarresidenz Potsdam. Das Haufttkontingent der Bahnpassagiere stellten Offiziere aller Waffengattungen und jeden Ranges. Man spricht noch von einer Ernennung, an der unsere Marine Anteil haben werde. — Darüber herrscht in unterrichteten politischen Kreisen eine Meinung, daß der Besuch in hohem Grade unseren Beziehungen zu Rußland zu statten komme. Ter Thronfolger wird als eine liebenswürdige und sympathische Persönlichkeit geschildert, in seinem Wesen minder zurückhaltend als der Zar. Ueber das Maß seiner deutschfreundlichen Gesinnungen wird natürlich einstweilen kein Urteil möglich sein. Aber die Herzlichkeit, womit der Großfürst den Kaiser begrüßte, eine Herzlichkeit, die nach Schilderung von Ä'.lgenzeugen über den Rahmen des Konventionellen hinausging, läßt auf persönliche Sympathien schließen. Die Anwesenheit des Großfürsten gilt offiziell der Teilnahme an Jagden. Gleichwohl werden auch politische Fragen nicht unberührt bleiben. Rußlands Politik in Ostasien, seine Festsetzung in der Mandschurei, die Maßregeln zur Bekämpfung der Anarchisten, Rußland und Frankreich — alles das sind Themen, die bei einer solchen Zusammenkunft sicherlich nicht geflissentlich übergangen werden. Und Graf Bülow wird auch wohl die Gelegenhell nützen, dem künftigen deutsch-russischen Handelsvertrag den Weg zu ebnen und Herrn v. Wittes grimmige Meinung, daß es auf „Herausforderung" abgesehen sei, zu berichtigen. Kunst und Wissenschaft. Berlin, 16. Dez. Wie wir erfahren, wird demnächst an einer größeren Berliner Bühne eine Ausstattungsburleske mit Musik und Ballet von dem Engländer W. 5t. E l i o t t unter dem Titel „D e r K u n st p a p a" ausgeführt. Der Text ist von A. Held, einem Sohne des bekannten Operetlen-Libretisten Ludwig Held. Tie Burleske soll alles bisher in Berlin Gesehene übertreffen. Der erste Akt spielt in einem Atelier, der zweite auf einer Eisbahn, der dritte in einer englischen Bar. Die Autoren stehen auch bereits mit einer Wiener Buhne wegen Aufführung des Werkes in Unterhandlung. Wie«, 16. Dez. Die Polizei-Tirektion beschied ein neuerliches Gesuch um Erteilung der Erlaubnis zur Aufführung des Gerhard Hauptmann'schen Schauspiels „Die Weber" abschlägig. Washington, 14. Dez. Präsident Roosevelt lehnte endgiltig das Anerbieten Carnegies, 1 0 Millionen Dollars zur Förderung des Unterrichtswesens auszusetzen, ab. Die Summe sollte in Obligationen des Stahltrust entrichtet werden und die Regierung sich verpflichten, diese Obligationen mährend einer bestimmten Zeit in ihrem Besitz xu behalten. Man glaubte, daß gerade diese Bedingung die Kritik hätte herausfordern können. zeichnet; neben rohen und thörichten stehen feinere, vernünftige und durch Erfahrung vernünftig gewordene (die aber doch den Mummel mitmachen. D. Red.); ausdrücklich wird auch in der dritten Scene des dritten Aufzuges hervorgehoben, daß die Arbeiter für den — übrigens ohne allen Zusammenhang mit ihrem Streik durch einen Rasenden geschehenen — Totschlag keine Verantwortung übernehmen. (Allerdings, es werden aber auf der Arbeiterseite nur ein paar recht laue Worte kühlsten Bedauerns über die Blutthat laut. D. Red.) Das „Licht" gegenüber dem Schatten erkenne ich durchaus nicht rn dem „Industriellen" — einen Mann, der schließlich mit Bestechung arbeitet, wie der Fabrikant Thöbel, werde ich schwerlich ins Licht stellen mögen (Die Bestechung von feiten des Fabrikanten Thöbel, der so überaus wohlwollend und entgegenkommend gegenüber der Arbeiterschaft sich verhält, kommt freilich überraschend; man traut eine solche Thctt diesem generösen Arbellgeber gar nicht zu. D. Red.) — sondern in den schönen, wenn auch nur allmählich zum Durchbruch kommenden Charaktereiaen- schaften gerade in der Arbeiterfamilie Münker. (Mit dem Worte „Durchbruch" ist die unerwartete Wandlung in den Charakteren der Familie Münker treffend gekennzeichnet. D. Red.) Daß ich endlich nach meinem Drama den Eindruck machte, als sei ich „ein Agitator für die Interessen der Industriellen und verfolge „eine krasse Tendenz, war mir bedauerlich zu erfahren. Ich stehe allem Parteiwesen, auch in sozialer Hinsicht, gänzlich fern, und was die Menschen in meinem Stücke, wie etwa der Ingenieur oder der Fa- bxikant, sagen, braucht darum nicht Ausdruck meiner persönlichen Auffassung der liiige zu fein. (Es ist aber merkwürdig, daß gerade diese Personen allein einen anständigen und verständigen Eindruck machen. ,So lange Paris sich hielt, war auch von den leitenden kreisen in Tours und Bordeaux und von den Provinzen nickst arzunehmen, daß sie die Hoffnung auf einen Umschwung auf* fliocn würden. . . Die Möglichkeit einer europäischen Fillervention war für mich eine Ursache der Beunruhigung uwd der Ungeduld angesichts der Stagnation der Belagerung. 8L»enn man sich fragt, was andere Generale bestimmt haben lann, die Ansicht Roons (für das Bombardement) zu bekämpfen, so wird es schwer, sachliche Gründe für die Verzögerung der gegen die Jahreswende ergriffenen Maßregeln or szusindeu. Von dem militärischen wie von dem politischen Standpunkte aus erscheint das zögernde Vorgehen widersinnig und gefährlich . . . Die Vorstellung, daß Paris, obwohl es befestigt, und das stärkste Bollwerk der Gegner wnr, nicht wie jede andere Festung angegriffen werden birfte, war aus England auf dem Umwege über Berlin in Inifer Lager gekommen. . . Von Loudon wurde bei unseren maßgebenden Greifen der Gedanke vertreten, daß die Ueber* ga.be von Paris nicht durch Geschütze, sondern mir durch humger herbeigeführt werden dürfe. Ob der letztere Weg dm. menschlichere mar, darüber kann man streiten, auch darüber, ob die Greuel der Kommune zum Ausbruch gekommen sein würden, wenn nicht die Hungerzeit das Freiwerden der anarchischen Wildhell vorbereitet hätte.... Jedenfalls vermehrte die Verschleppung der Uebermältigung t»«n Paris und des Abschlusses der kriegerischen Vorgänge für uns die Gefahr, daß die Früchte unserer Siege uns bt rfümmert werden könnten. Vertrauliche Nachrichten ans L«rlin ließen erkennen, daß in den sachkundigen Kreisen brr Stillstand unserer Thätigkeit Besorgnis und Unzufrieden- hell erregte. . . ." Tatsächlich war damals, was Graf Blumenthal nicht bstreitet, die öffentliche Meinung in Deutschland durchaus stur das Bombardement von Paris. Graf Blumenthal erklärte sich weniger aus Humanitären, wie aus militärisch- lechnischen Gründen gegen eine „fähnrichsmäßige Beschießung" der Hauptstadt. „Wird einmal angefangen, zu schießen, fji darf auch nicht einen Augenblick pausiert werden". Auf Den Einwand des Mangels an Geschützen und Munition beziehen sich die folgenden Mllteilungen Bismarcks in seinen Gedanken und Erinnerungen": „Da die Beschießung nicht begonnen werden konnte, bevor das für wirtfcune Durchführung ohne Unterbred)iung erforderliche Quantum Atunition zur Hand war, so wurde iiii Ermangelung von Bahnmaterial nun eine erhebliche Anspannung von Pferden und für diese ein Aufwand von Millionen erforderlich. Mir sind die Zweifel nicht verständlich, die darüber obwalten konnten, ob diese Millionen oerfügbar mären, sobald das Bedürfnis für kriegerische Zwecke vorlag." Roon erhielt schließlich die Ausgabe, die Geschütze heranzuschaffen. „Ich bat ihn, die ihm gestellte Aufgabe sofort zu üoernehmen, und erklärte mich bereit, jede dazu erforderliche Summe auf die Bundeskasse anzuweisen ... Er gab die entsprechenden Aufträge, und die in unserem Lager lange mit schmerzlicher Ungeduld erwartete und mit Jubel begrüßte Beschießung des Mont Avron war das Ergebnis dieser wesentlich Roon zu dankenden Wendung." Roon schrieb am 23. Dezember 1870 (Denkwürdigkeiten): „Jetzt endlich ist der Widerstand gegen das Bombardement hier gebrochen. Hätten wir schon vor acht Wochen Ernst gezeigt, so wären wir zu Weihnachten aiufj, vielleicht zu Hause gewesen." jTOSy © A /V 'VlT O Annahme von Anzeige» \ ▼ zu der für den folgenden GietzenerAnzeiger ® w General-Anzeiger ° ESEffiS Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich Nltt Ausnahme de- Dlontags. Die «iehener ZamUien- dl»ner werden dem An- ss'ger im Wechsel mit üLN «Hess. Landwirt" urid den »Blättern für ysisische Volkskunde" dermal wöchentlich bet- gdegL Redaktion, Expedition und Druckerei: Schalstraße 7. Ldreffe für Depeschen: Anzeiger Gictzen. Frrnsprechanschluß Nr. bl. tissDaeeegeei ♦ Ein seltenes Jubiläum, die Feier ununter- deZ Königreichs Bayern wird durch Herstellung einer Leitung werden. Der im 79. Gerichtssaal Wetter .1 ragende Autoritäten der Veterinär«issenschifft zu. Bed. Himmel, großen Segen gereichen. (:) Dutenhofen (Kr. Wetzlar), 16. Dez. Am Samstag tvurde hier ein fremder Mann, Namens Hehl, der jedenfalls mit dem kürzlichen Schafdiebstahl in Verbindung steht, verhaftet. Es sind int ganzen 28 fremde Schafe bei der hiesigen Herde festgestellt worden; drei Personen, der Schäfer, dessen Bruder und der erwähnte Hehl sind wegen dieser Sache in Gewahrsam genommen worden. Die fremden Schafe sollen nach Niederwalgern und Umgegend, Kreis Marburg, gehören. Der Schäfer und ein Bruder sind erst vor einigen Jahren hierher gezogen. Mainz, 16. Dez. In der letzten geheimen Sitzung der Stadtverordneten wurde das Gesuch des Polizeirats Travers um Versetzung in den Ruhestand mit Rücksicht auf seinen angegriffenen Gesundheitszustand, mit Wirkung vom 1. Januar 1902 an genehmigt und zugleich bestimmt, daß die Stelle des Polizeirats mit einem Anfangsgehalt von 5000 Mark zur Ausschreibung gelangen solle. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 19. Dezember, abends 8 Uhr, im oberen Kon» ftrmandensaal Krrchstraße 9: Bibel st unbe. Psalm 39. Pfarrer Schlosser. | Schnee Bed. Himmel, | Schnee IBed. Himmel Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Monatliche stcberstcht brr Todesfälle in Kirßrn. Monat November 1901. (Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (inkl. 1600 Mann Militär), Kinder Höchste Temperatur am Niedrigste „ „ Höchste „ „ Niedrigste „ Vermischtes. * Koblenz, 16. Dez. Tas Erboeben in der Nacht zum 14 ds. Mts. wurde ryeinaufwärts bis Oberwesel wahr- aenommen; auch in einigen Orten des vorderen Hunsrucks (Rheinseite) hat man das Erdbeben gespurt. Einzelne Berichte nielöen zwei Stöße, übereinstimmend wird die Rtcht- ung von Osten nach Westen angegeben. Das Zentrunt der Naturerscheinung ist zwischen Koblenz und L>t. Goar anzunehmen. Im Lahnthale scheint die Grenze frei Ems Rat gezogen. Diese haben nach eingehenden Studien außer Zweifel sestqestelll, daß die herrschende Seuche die M a u l - u n o R lauen« i e u d) e ist — allerdings in der bösartigen Form, bei welcher das Seuchengist, das gewöhnlich an dem Flozmaul, den Klauen oder Euter der Tiere sichtbar wird, aus die inneren Organe der von der Seuche befallenen Tiere übergeht und .so den raschen Tod derselben verursacht. Von selten der Behörden find alle Map- regeln zur Bekämpfung der Seuche, namentlich gegen deren Weiter- uerbrcitung, ergriffen. And) die Impfung mit ublimat wurde (wie an anderer Stelle gemeldet) mehrfad) versucht, sedoch kein sicherer Erfolg damit erzielt. Erivähnt sei hier die thatsache, daß im Stall des Gastwirts Buxmann in Reinheim, wo, wie bemerkt, von 28 Stüd 8 Stück krepierten, die daselbst stehenden 5 Milchkühe Hollä n d er Rasse aud) diese so bösartig auf- tretende Form der Maul- und Klauenseud)e gut überstanden haben. Diese Thatsache erscheint sehr bemerfensivert. Ob wohl die Seuche noch immer weiter geht, scheint die Bösartigkeit derselben doch abgenommen zu haben; es gehen aber immerhin noch Tiere ein, so neulich erst in Ueberau wieder 3 Stück aus einem Stall. Ter Schaden durch die Seuche ist schier nnbercchenbar für den Viehstand unserer Gegend. Sprechstellen bei den Telegraphenanstalten in Engelrod, Breslauer Oberbürgermeisters, Geh. Rea.-Rats Friedens- Großrohrheim, Hirzenhain, Kirtorf, Langgöns, Niedersaulheim, bürg, und der Vater des Stettiner Ärchivoirekdors und bis- Pftffligheim, Reiskirchen und Rimbach gesorgt werden. herigen Leiters des preußischen historischen Instituts in ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtver- gtom, Prof. Dr. Walter Friedensburg, hatte fid> nach> Be- ordneten-Versammlung, Donnerstag, den 19. Dezember endigung seiner staatswissenschaftlichen Studien an den Unr- 1901, nachmittags 4 Uhr. 1- Baugesuch des A Scheppel- versitäten Breslau und Halle einer freien litterarifchen mann für den Großen Steinweg; hier: Dispens. 2. Bau- Thätigkeit ergeben, die ihn im Revolutionsjahr mit der Bres- aesuch der Gebr. Zutt für den Asterweg; hier: Dispens, lauer Polizei in Konflikt gebracht hatte. Vorübergeh^id 3. Baugesuch derselben für den Asterweg; hier: Dispens, fand er bei der „Rostocker Ztg." Beschäftigung; er vermochte 4. Den Ausbau der Straße „Mittelweg"; hier: Gelände- sich jedoch in dieser Stellung nicht zu behaupten und austauscb betreffend. 5- Gartenanlage der psychiatrischen Fedelte nach Sgamburg über, wo er das Setretarmt des Klinik; hier: Geländeverpachtung. 6. Maßnahmen bei An- Freihandelsoereins übernahm und am 15. Dezember 18ol Näherung oder Ausbruch der Pest; hier: Gesuch des Gar- als Leiter des volkswirtschaftlichen Teiles in die Redaktion nisonlazaretts um Geländeverpachtung. 7. Herstellungs- der „Hamb. Nachr." eintrat. Die entschreden schutzzollnerische arbeiten im alten Regierungsgebäude: hier Dekretur von Schwenkung des Blattes vermochte ^rtedensburg aber nicht Kosten. 8- Ausbau des Großen Steinwegs; hier: Kosten- mitzumachen, und so mußte er allmählich der politischen dekretur. 9. Verputz des Polizeigebäudes; hier: Rechnung Leitung der Zeitung entsagen und sich aus TNle zuruck- über Weißbinderarbeit. 10. Erweiterung der Rodheimer- ziehen, auf welche die Abkehr des Blatres von den früheren straße; hier: Straßcnauffüllung. 11- Errichtung weiterer | Grundsätzen ohne Emfluß geblieben war. Notklassen für die Volksschulen; hier: Anschaffung bon Oefen. 12. Die Notstanüsarbeiten für den Winter 1901/02. 13. Die Margaretenhütte; hier: a. Gesuch des Fr. Dörr um Verpachwng eines Lagerplatzes, b. Instruktion für den Platzwärter. 14. Gesuch des Wilhelm Fischer um C. laubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Liebigstr. Nr. 5. a. Watzenborn, 15. Dez. Bei der am 11. Dez. hier erfolgten Wahl eines Kreistagsmitaliedes wurde Untererheber und Gemeinderechner Maio von hier wiederg;- öes nomgreims Bayern wlro ourcy SoaitThe-n zwischen Worms und Kirchheimbolanden Rechnung getragen -^r^Osahriger,?^E^^err^Wil^elm^F p Für die weitere Ausdehnung des Fernsprechnetzes blu 'üon9 ben ,Hamburger Nachrichten". Der im 79. aus das platte Land wird durch Einrichtung öffentlicher Lebensjahre stehende Jubilar, ein Bruder des verstorbenen Sprechstellen bei den Telegraphenanstalten m Engelrod, Breslauer Oberbürgermeisters, Geh. Rea.-Rats Friedens- Gronrobrbeim, Hirzenhain, Kirtorf, Langgöns, Niedersaulheim, buro. ,,,,b her Vater des Stettiner Ärchivoirekdors und bis- wahlt. , „ z. Launsbach, 16. Dez. Die hiesige 2. Lehrer-! stelle ist zur Neubesetzung ausgeschrieben. Das Diensteinkommen besteht neben freier Dienstwohnung im alten Schulhause in 1200 Mk. Grundgehalt und 140 Mk. Alterszulagen in jeder Stufe. Der jetzige Verwalter der Stelle wird demnächst aus dem Schuldienst entlassen, da er, obgleich schon 6 Jahre im Lehramt, trotz wiederholter Aufforderung sein Staatsexamen nicht gemacht hat. () Krofdorf, 16. Dez. Mehrere Gemeinden der hiesigen Bürgermeisterei haben für ihre Schulen Lesebiblio- t h e k e n begründet, die mit regem Interesse von Jung und Alt benutzt werden. Der Bestand der Bibliotheken soll alljährlich in den einzelnen Ortschaften gewechselt werden. Bei dem großen Lesebedürfnis, das sich in den letzten Jahren auch auf dem Lande zusehends gesteigert hat, — liest man doch hier fast in jedem Hause eine Zeitung — werden diese Wanderbibliotheken unserer Bevölkerung zum D'6"er-ÄHngtn‘ gingen "von" 11 Hück 'kurz hinter-! - „DaS neue System" Schauspiel. Einzig berechtigte lieber- 8 Tiere zu gründe. Manche Tiere fielen plötzlich um und setzung von C. Auerbach. (193 gebracht hätten, chren Mann tn der Jrrenanfialt zu Andernach , — „Studentische Intoleranz in Darmstadt." unterzubringen. Die Behörden hätten zu einem solchen Schritte Wir lesen in der „Köln. Dolksztg.": Am 11. Dezember fand im keinen Anlaß gefunden, und nun sei die Frau, ein früheres Dienst- 1 Ovpheum in Darmstadt eine allgemeine Versammlung der Studenten Mädchen des Fuhrmann, zum eigenen Handeln übergegangen, eie an der hiesigen technischen Hochschule statt. Auf dieser Versammlung habe ihren Mann in letzter Zeit verdächtigt, er leide an eaufer- lehnte die Studentenschaft als solche es ab, die Feier Wahnsinn, und dann durch drei Leute ihren Mann gewaltsam in des Geburtstages des Kaisers und des G r o ß h e r z o g s Irrenanstalt zu Andernach bringen lassen. Ganz Aeueiiahr sei burd) einen allgemeinen Kommers zu begehen. Zum 23er- üßer diesen Vorfall in Aufregung- Vereine beraumten Jbeilamm- ständnis dieses Beschlustes ist zu bemerlen, daß hier das Institut langen an, um gegen ein solches Vorgehen einer Frau Stellung zu der sog. „Vereinigten Korporationen und Fachabteilungen" besteht, nehmen. In einer späteren Nummer des genannten Blattes wurde in das jedoch die katholische Verbindung Nassovia, der Darmstädter dann im Anschluß an ein Schreiben des Bürgermeisters ^aulhaber Wingolf und der katholische Studentenverein Moenama nicht auf- ÜOU Neuenahr, der feststellte, daß Fuhrmann auf Grund eines angenommen sind, weil dieselben sich nicht schlagen und vor allem, neben Ältestes wegen chronischen Alloholismus mit Zustimmung weil die katholischen Korporationen politische Richtungen begünstigten, der Polizeibehörde in die Provinzialirrenheil- und Pflegeanstalt ae- Für letztere Behauptung wurden folgende Beweise erbracht: Erne bracht worden sei, der „Fall Fuhrmann" weiter behandelt. Es katholische Korporation in Marburg habe ihr Stiftungsfest mtt ^rde u. a. behauptet, daß die „liebende Gattin", als ihr Mann einer kirchlichen Feier eröffnet; es bestehe an vielen Hochschulen au§ dem Hause gebracht worden sei, sich im Kurgarten aufgehalten Deutschlands ein akademischer Bonifatiusverein;. katholische Kor- ^d bei ihrer Rückkehr in naivster Weise gefragt habe, was pasnett porationen erhielten Freieremplare einiaer deutscher Zentrums- weiteren Nummern wurde der Fall Fuhrmann vom Köln, blätter; die Katholiken hätten einen Nichtdeutschen, den Papst in £agebL wieder abfällig kritisiert. Frau Fuhrmann erhob Privat- Nom, zu ihrem kirchlicheii Oberhaupt unö seien deshalb nicht als f(agc gegen den Chefredakteur Jean Dietz, den verantwortlichen Deutsche zu betrachten. Nun haben auf den allgemeinen Studenten- Redakteur Gustav Delph und gegen die angeblichen Gewährsleute Versammlungen diese „Vereinigten Korporationen und Fachabteil- derselben, die Kaufleute Moritz und Emil Borg, den Kontrolleur ungen" stets das Uebergewich't, und so konnten sie es durchsetzen, ycan Steffens und die Eheleute Gastwirt Anton Jos. Jrmgartz zu daß keine allgemeinen Kommerse gefeiert werden, um dann unter Neuenahr, lieber diese Privatklage verhandelte das hiesige Schöffen- । Ausschluß der katholischen Korperationen und des Wingolf für sich gericf)t am Samstag in einer 13,tünbigen Sitzung. Die Beklaglen allein patriotische Feste zu feiern. hatten gegen 30 Schutzzeugen laden lassen, während die Privat» — Der Generalstabsarzt der Armee und Direktor der Kaiser Jägerin glaubte, mit wenigen Zeugen sich begnügen zu fonnen. Wilhelms-Akademie für das militLrärztliche Bildungswesen, Prof. | Das UrteU gelangte am Abend gegen 10 Uhr zu Verkündigung, Dr. v. L e u t b o l d ist zum ordenllichen Honorar-Professor in der das sämtliche Angeklagten f r e i s p r i ch t. medizinischen Fakultät der Friedrich Wilhelms-Universität zu Berlin I-------------— 1 1 ■■ ■ - ——~ ernannt worden. — Dem ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät zu Bonn Dr. D. Friedrich v. Bezold ist der Eharakter als Geheimer Regierungsrat verliehen worden. — Dem Major a. D. Dr. phil. Lucas v. H e y d e n in Frankfurt a. M. ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden._______________________ ö --- Typhus. Wie aus Petersburg telegraphiert wrrd, sind in ZarskojeSelo durch eine Typhus-Epidemie etwa hundert Personen ertrantt. Als Ursache wird eine Ver- aiftung des Wassers in den Leitungsrohren angesehen, elttstanden durch die große Dürre während des letzten Sommers, worauf im Herbst eine Verbindung mit einer 'andern Wasserader notwendig wurde. Nack) einer andern Version munlelt man noch von Schlimmerem und bringt die dieser Tage stattgehabte Uebersiedelung des Hoflagers von Zarskoje Selo nach Gatschina hiermit in Verbindung. .. ... . * Winterstürme. Seit zwei Tagen sind nt der s stützung zu. Gegend von Tilsit große Schneemassen niedergegangen,--. t , {f . g. .... . welche Verlehrsstö!rungen verursachen. — An der^ Lüest- Spielplan der vereinigten Frankfurter Staottheater. küste von Jütland wütet ein Orkan, der zahlreiche Schiffs-1 Opernhaus. Unfälle verursachte. Fünf Fischer haben den Tod in den Mittwoch, 18. Dez., abends halb acht Uhr. „Der Freischütz/ Xn Kl»' KO 'S Mittelsmann überflutet das WÄs-r di« Ä?? viele Leute aus ihren Wohnungen vertagt wurden, Elfen-1" Wildschütz " Montag, 23. Dez. „Aschenbrödel" oder „Ter bahnlinien sind meilenweit zerstört. Im ^uden herrscht "Lne Pantoffel." 'große Kälte. Aus dem Nordwesten werden heftige Schnee- b Schauspielhaus. stürme gemeldet. Ein Telegramm aus Kalispelle (Montane) Mittwoch, 18. Dez. „Die rote Robe". Donnerstag, 19. Dez. meldet, daß bei Essex ein Zug der Great Northe- Bahn Geschloffen. Freitag, 19. Dez. „Heber unsere Kraft". Samstag, infolge des Einflusses der Witterung auf die .men 21. Dez. „Der böse Geist Lumpazivagabundus .^Sonntag, 22. Dez., verunglückt ist. 11 Personen wurden getötet, nachmittags 37, Uhr. „Hofgunst . Abends 7 Uhr. Der böse Geist 14 verletzt. — Auch in Madrid herrscht ungewöhittiche Lumpazivagabundus. Kalte; am Solrntag nachmittag zeigte das ^ennunteter fünf | •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Grad unter Null. Ein Mann ist erfroren- Der Guadarrama - — 111 1 ...... tft Man Weiht der „Franks. ; LaNdwiltschast. mta spittrt nnm 13 dg - Grvfiber^oain Vik-I — Ans dem vorderen Odenwald, 12. Dez. Raum durste Pia°MP t° d°n Hessen we^nun einigen Gegend Tagen mit Mutter und Schwester auf dem bei Nizza ge-1 töUtj.e{n und Zuckerrüben erfreuen, als uns das widrige Geschick, . legenen Schlosse Fabron. Die Damen sind passionierte Rosse- Erwarten mit einer verhängnisvollen Viehseuche Literarische NeuerschelNUNgeU. lenkerinnen und sind mit ihren Gespannen viel auf der! heimsudste. Diese trat, wie man der „Darmst. Ztg." schreibt, Ende iBeivreckuna oorbebaüen). Promenade des Anglais zu sehen. DaGroßfur st Cyrill Oktober und Anfang November an verschiedenen Orten mit einer t 9 q Sckauwiel in Wladimirowitsch häufig auf dem Schlosse Besuche macht, bisher in hiesiger Gegend noch nAt vorgekommenen Httttgkett auf. Dlornf on, .dw^stfeme, „L^na . Claire Atjöen. mirh non einer bevorstebenden Verlobung des Printe n Sind doch einem Vichbesttzer tn Reinheim von 28 Stuck wert- 4 Akten. Einzig verecytigte ueoeiiegung oon LWvMch mit ber 17j"hrig-n" PrinFssin »»Um Mchkiih°n in w-nL-n Tagen 8 Stück krepiert., einem Be-1.124 ®.) München, Mert,Langen-UebeP Beatrice von Sachsen-Kvburg gemunkelt. Der sttzer m . Bruder des Großfürsten Cyrill Boris wird Heuer an।eumnC)er der Ribiera sehr vermißt: er unternahm eine Reise uni die ^wenigen oer oeiamucn u^laui- unu jviuuunieuujc iuu«ti, ivuiuc Erde. Auch das rumänische Klüonprinzenpaar, das sonst angesichts des raschen Absterbens so vieler erkrankter Tiere .auf Fabron wohnte und unsere Feste mitmachle, kommt bSCb daß hier eine andere Seuche Vorlage. nicht; cs muß aus Staatsrücksichten ' heim bleiben. desh^w ? —s,r Zitteratur, Wissenschaft und Kunst. Hannover, 16. Dez. Abt Dr. Gerhard Uhlhorn der höchste I LNefKaKeN NedüKtjaN. protestantische Geistliche der Provinz Hannover, bekannt durch ö* * J \ seine theologischen Schriften, ist im Alter von 75 Jahren g eftorben. (Anonyme Elufrageu bletben "^b^rückfichtmt.s Uhlhom wurde vom Kaiser wiederholt ausgezeichnet und besonders I. S. m W. Wenden Sie sich an die Musikalienhandlung hoch geschätzt. Er war Abt des Klosters Loceum. des Herrn Ernst Ehallier in Gießen. Das Zentral-Kiomitee für das ärztliche S. 100. Wenn Ihnen dadurch em Vermogensnachtell cnt. ^^-nt-bildima^wesen in VrcUKen das Vor un- standen ist und den Rechtsanwalt, der nicht erfchienen ift, emVer- Gefahr ^Jahresfrist von Lm Kltttusministeiium ins Leben schulden trifft, so köiiiien Sie klagbar gegen ihn Vorgehen. gerufen wurde, um die Weiterbildung der praktischen Aerzte durch die Veranstaltung unentgeltlicher Kurse und Vorträge zu fördern, trat am 7. Dezember, wie man uns| mitteilt, zu einer Sitzung zusammen. Zu Beginn der i Sitzung, der Ministerialdirektor Dr. Althoff beiwohnte, teilte der stellvertretende Vorsitzende Geh. Ober-Med.-Rat Prof. Dr. Kirchner mit, daß der Kaiser von der Thättgkeit des Zentralkomites mit Befriedigung Kenntnis genommen habe. Der Bericht über den gegenwärtigen Stand der Angelegen- I heit erwies die beinerkenswerte Thatsache, daß schon in dem einen Jahre, in welchem das Zentralkomitee zu wirken Gelegenheit hatte, die Organisation des ärztlichen Fort- bildungswesens sich fast über ganz Preußen ausgebreitet hat. Der Sckfristführer des Zentralkomitees, Dr. R. Kutner referierte über die Notwendigkeit der Begründung einer ärztlichen Lehrmittelsammlung, welche insbesondere den Kurslehrern der lokalen Vereinigungen in der Provinz zu gute kommen solle, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, noch mehr als bisher ihre Vorträge durch Demonstrationen an Tafeln, Lichtbildern, Präparaten, und Phantomen zu unterstützen.. Das Zentralkomitee beschloß die Begründung einer solchen Sammlung, welche zunächst in der Königl. ............ . . Eharitee in Berlin ihren Platz finden wird, und Ministerial- Anrn.: Die in Klammem gesetzten Ziffern geben an, wie mti direktor Dr. Althoff sagte für ihren Ausbau seine Unter- der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts naq Gießen gebradjte Kranke kommen. ! Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensiahr: 2.—15. Jahr Tiphtheritis 3 (3) — 1 (1) 2 (2) I Keuchhusten 1 — — 1 | Rosc 1 — 1 — 1 Strahlenpilz I im Wochenbett 1 (1) 1 1 (1) 1 — — I Tuberkulose d. Lungen 7 (5) 7 (5) —— — Lnngenkatarrh 2 (1) 1 (1) — 1 Schlagfluß d. Gehirns 3 3 — — I Herzleiden 2 (2) 2 (2) — — Darmtatarrh 3 1 2 — 1 Krebs 3 (2) 3 (2) — —— anderen Krankheiten 11 (5) 9 (4) —— 2 (1) Verunglückung 3 (1) 3 (1) — — Selbstmord 1 1 — — I Hinrichtung 1 (1) 1 (1) — ■— Summa: 43 (21) 33 (17) 4 (1) 6 (3) Dezember Baronieter aus 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 14. 2" 730,3 + 1,8 4,7 90 b. 1 14. 925 730,6 + 0,9 4,8 98 8. 1 15. 726 732,4 + 0,3 4,6 98 N. 2 15. 2« 737,3 — 1,0 3,6 84 N. 2 15. 9“ | 740,8 — 2,2 3,6 90 W. 2 16. <^25 742,4 — 9,7 2,0 93 N. 2 13. bis 14. Dez. + 3,0° C. 13. 14. 1,7" c. 14. 15. n + 2,7° c. 14. II 15. 2,3° c. 19 G "5- e jo es CD 42 3 S X'* 3 fl$r T" 2 2 ® 19 3 o - CD Z> i-> 2 3 2 L 2 — ar, <*5 3 -8 ° £> *> CD 3=d v , OR ä* „_ 2 AS« V —- p Ä W 2 c u-H 42 ~ 3Z 2 S7> 5 2 ex ’ 4> • l~- — <>S> 3 p — d e g 3 » d 'S ”s 2 1 >£2' CD 3 . 3£ =-, 22 'S& t?« <*r — 32 ■C- — jQ :C C jO , <*R 42 CD oM o L D - ±1 *-» — o c s "R ‘2 S 5 2 d io cd-— d w «X» 42 CO “ i> » p i.'S 2 » 5? ® e -- 5? 3 o$t-" - CD 2 5 ® c — C 2 -Q^ tt jO - <-> S*e 2 Q*. Z o 1, 3> • C'J'T rO 2 — -o 2 _ jQ 2 >2 ZF ZT 2 ar» jO — 11 e <*r =' c 42 d C ’ « S ’ 1 *» v 5 2 p'O — 2 « id- - 3 ~ - ~ c £)« -»-, d “ v- -«-> L _r,g r9 L £ xt< <- o S7 gxo-e = 5 ^=° 3 £ 3 3^— o ±* ~ xs « w Ei 5p «r — ( C 2 « 44 pg=5' M- <3- riötp" CD 2 3 2 -Z ZZ 2 cd— _ d = O- 2«.* ti C p 'S p x o XX vQ ° 2 C CD— CD ■" vy2 2 _ v_> ♦to-^ 3 - <*D»C' 2 2 »S Zs — CJ & :d P r-> CD — o O •-» jQ u d L3d E«X ’S E • ©£-° § = 5” 2 >2- ..ZZ - .£ «*■* 2 3 jQ " S OB 5-> $-» ö 5? d'p'ife 3 = 5 "R — 2 2*° Ä «T LZ 'e «> o O jQ -** * U «Ö W d d vP- — o c 2'S g °» « a 5 d‘ c^-SA S’ü S^Oaa^1? Sr O S*s ÄÄ3 NI d w . s 5 * «Cr, ZK^ S co 8 p 5 v «r^Z d § IiS ♦— *0 ± o C- d d v ZH e N aj tffi C o "D q> »xa o h jQ 'G' d 72 ’tf?g k" ej <22. T - vO S *'' CD*, « B «ä o JO 'S 5<^ «Jl*4 O <— c- CJ «R o a — N ^3 . c cd — 44 ««• v2 23 «R O — Uffi* g f® 5 JO S S ® iS Ä s S rr « c = >*• 3 ß rr 2 o io p 'S' _4 O -3 P o § "p § »-» .2 t:e Zs V» « <53 'S rr £ rr 5 *- <0- « d £ CD.^ Z SZ- ° 44 04 5* p 'S' 9o ■ 3 2- £=_ 04 *4 *4 ' O*3 -tzi g? = i£> ■„ rp_>bT gfl CD .3 p.1^--- (9 ii* CO CO J3' »Ä 2 -* 00 V Ä 3 2 HQ ^2 CD. CD - C 3 X> 2 >2 5 06 «R CD C CD CD ri 44 1» T V re: c ■£ L 8 e K S 3 & 3 o» Ä 40 « 3 « o» " b CO CO 00 3 2 *4 44 CD 40 04 HR CD C C ■S 2 > 04 s=>£_ M 'S 3 3 C .%>« L ö >2 * «I 4#5 d §A- 42 _ *-— 44 04 'S" 5$ * rO Ss. V V -E 3 S «R CD 3 3Ä § Z- Z4 ■ S3'S'<^- 04 2 2 CD 44 p 42 ; d 'C'jQ = d :c 2i^O ^Z.E ZIs- 2 C iio -2 CD 2 'S ’“' 'S *Oy S OD 44 44 3 jO «j C 3 Z?-». 3 "R 3 or « d • *•* ^ *»-> o ZZ" X v s «'S ä«»8«Vö >®ogs^* .42 " 04 S 2 . 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Hauptversammlung ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Zweigvereins. 2. Rechnungsablage. 3. Beschlußfassung über Anträge von Seiten des Vorstandes oder einzelner Vereinsmttglieder. 4. Vorstandswahl. 'Gießen, den 16. Dezember 1901. 8220 Der Vorstand des Zweigvereins vom Roten Kreuz in Gießen. Jöckel, Großh. Landgerichtsdirektor. Carl Retter Schulstr., Ecke Sormenstr. Präsent- Cigarren in Kistel zu 25, 50 und 100 Stück Cigaretten große Auswahl in jeder Preislage Präsent- Körbchen beliebig gefüllt Sect Samos, Bordeaux Cognac Rum, Arao Carl Retter Zm Kaufhaus zur Sonne. Cervelatwurst fste. Gothaer, soeben fttsch in bekannter Güte wieder emgetr. 8187 L. KaSkütof- Parfümerien ’ Das feinste Parfüm ist das 8123 ÜMer-Wltleii von Mouson & Co. Alle anderen deutschen sowie französischen Parfümerien billigst bei H. Tichy, Seltersweg 48. Vorzüglicher deutscher u. franz. 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