Nr. 245 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 18. Oktober ISO 1 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Siebener Familien- Dlutter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess, ßanbroirt* und den „Blättern für hessische Volkskrmde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. bl. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen Annahme von Anzeigen au der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt» lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf, auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der B rü h l'scheu UniversitätS - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Politische Tagesschau. Die Kaualvorlage. Ein gestern nachmittag bei uns eingetvoffen-es Telegramm meldete: Berlin, 16. Okt. Der „Lvkalanzeiger" nreldet, daß neuerdings in politischen Kreisen die Wiedereinbringung der Kanal-Vorlage in der nächsten Tagung des Abgsordnetenhauses als wahrscheinlich bezeichnet wird. Mau will wissen, daß die Besprechung des Ministers von Thielen mit dem Präsidenten des Staatsministeriums die weitere Behandlung der Kanalvorlage sowie die sonstigen schwebenden Angelegenheiten zum Gegenstände gehabt habe, bei denen der Eisenbahnminifter beteiligt ist. Die „Berl. N. Nachr." erklären heute diese Nachricht für unzutreffend. Nach Informationen sei bisher in dieser Beziehung keine Entschließung ergangen. Gestern aber stiegen infolge jener Meldung des Berliner Sensationsblattes, dessen wichtigste Nachrichten zu allermeist am Tage darauf widerrufen werden, an der Berliner Börse die Cernentaktten erheblich im Preise. Man führte auch flugs die „eingehende Rücksprache", die nach der „Nordd. Alla. Ztg." Minister v. Thielen kürzlich mit Graf Bülow pflog, aus diesen Gegenstand zurück. Es ist daran festzuhälten, daß die kommende Parlamentssaison außer mit dem Zolltarifentwurf mit keiner anderen großen Aufgabe befaßt werden soll. Zolltarif- und Kanal-Kämpfe, das wäre denn doch zu viel auf einmal auch für die thateneisrigslL Regierung. Graf Bülow wird es mit der Bemerkung des Fürsten Bismarck halten, daß es nicht praktisch ist, zwei Hasen gleich? zertig zu jagen. ' Komtz. Die Na^aücht, daß das Medizinalkollegium der Provinz Westipreußen über den viel erörterten Konitzer Mord ein Gutachter erstattet hcü, das jeden Zweifel an dem Erstickungstode beseitigt, mußte allenthalben Aufsehen erregen. Mit dem Gutachten ist der Mär vom Ritualmord in diesem Falle der Boden entzogen. Ter Gymnasial kann nicht von abergläubischen Juden geschilachtet sein, damit sie sein Blut erlangen, wenn er uadji der wissenschaftlichen Feststellung des Medizinalkollegiums erwürgt worden ist, was sich! insbesondere aus der Blutüberfüllung der Lungen ergiebt. Es hat immer unbefangene Beobachter gegeben, die aus dem Thatbestand den Schluß zogen, es sei höchst wahrscheinlich Winter, der notorisch ein wüstes Leben führte, bei einem Ehebruchs oder einer ähnlichen That überrascht und iu der Erregung des Augenblicks umgebrachit worden, so daß juristisch nicht Mord, sondern Totschlag vorläge. Zu den gestern mitgetellten Angaben über das Gutachten wird von der „Oscheutschen Tagesztg." in Könitz ge- schPieben: „3m Auftrage der „Staatsb. Ztg." hatte Rechtsanwalt Hahn in Charlottenburg eine Strafanzeige gegen Fleischermeister Adolf Levy, den Fleischergesellen Moritz Levy, den Schlächter Hamburger und oen Fleischermeister Josef Eisenstädt aus Prechlau als Leute, die des Mordes an Winter verdächtig seien, bei der Staatsanwaltschaft Fingereicht. Auf diese Ängabe ist ein Bescheid des Ersten Staatsanwalts Schjweigger in Könitz gxfolgt. Das Schriftstück prüft auf das sorgfältigste und eingehendste alle, auch die geringfügigsten Verdachtsmomente und gelangt dann zu dem Ergebnis, daß gegen keine der bisher beschuldigten Personen ein begründeter Verdacht vorliegt, was von Juden wie von Christen gelte, und daß in Bezug auf die Behauptung, es läge ein sogenannter Ritualmord vor, die Ergebnisse der medizinischen und chemischen Gutcchten über die Leichenteile und die gefundenen Kleidungsstücke, eine solche Vermutung direkt auszuschließen. Damit stürzt jenes ganze Gebäude von Verdächtigungen zusammen, das durch die antisemitische Presse im allgemeinen und durch! die „Staatsb. Ztg." im besonderen aufgebaut worden ist Die antisemitische Presse hat unter der Bevölkerung der Konitzer Gegend eine beispiellose Verhetzung betrieben. Diese nahm schließlich solchen Umfang an, daß selbst! blutige Exzesse und alsdann die die Verhängung schwerer Strafen gegen die verführten Personen die Folge waren. Aus den einzelnen Ausführungen des Staatsanwalts geht hervor, in welch« frivoler Weise harmlose Aeußcrungen mißbraucht worden ind, und wie außerdem bei weniger urteilsfähigen Per- onen sich wahre Wahnideen festgesetzt hatten, die nicht )ie geringste Stütze in den Thatsachen fanden. Nachdem mrch die ebenso eingehende, wie sorgsälttge Prüfung >er Staatsanwaltschaft der Schutt der antisemitischen Verdächtigungen, der Voreingenommenheit und des Aberglaubens hinweggeräumt worden ist, erscheint die Bahn endlich frei, um nach dem wirklichen Thäter zu forschen. Hierfür wird es von größter Bedeutung sein, daß durch! das Urteil des kgl. Medizinalkollegiums in Danzig, in Uebereinstimmung mit Berliner Autoritäten, über die. Art der That einige Klarheit geschaffen ist Tie Todesursache war Erstickung, und erst natty dem Tode fand die Zerstückelung des Leichnams zum Zweck der Beiseiteschasfung des Toten, auch die Abtrennung des Kopfes vom Rumpfe statt. Der bedauernswerte Winter ist anscheinend ein Opfer seines Lebenswandels geworden, und es wird sich, nunmehr daraum handeln, in einer Richstung weiter zu forschen, die Aufllärung über die Beziehungen Winters zu weiblichen Personen geben kann. Hoffentlich gelingt es der Staatsanwaltschaft, den loder die Thäter schließlich noch festzustellen, wie es gelungen ist, die Verdächtigungen gegen eine Anzahl unschuldiger Personen zu zerstteuen." Das Medizinalkollegium der Provinz Westpreußen ist, wie folgt, zusammengesetzt: Präsident Oberpräsident Staatsminister Dr. v. Goßter, Stellvertreter Obervräsidial- rat v. Barnekow, Mitglieder Regierungs- und Medizinalrat Dr. Bornträger, Medizinalrat Dr. Kroemer, Prozessor Dr. Barth, Oberarzt der chirurgischen Abteilung des Stadtlazaretts in Danzig, Professor Dr. Valentini, Chefarzt der inneren Abteilung des Diavornssen-Krankenhauses, Vete- vinärassessor Preuße, pharmazeutischer Assessor Helm. 'Daß das Medizinalkollegium jetzt endlich, gehört worden ist, wird nur bei allen unbefangenen Personen Beftiedigung erregen. Welche Aufregung, welche Verwirrung wurde nicht in Könitz und über seine Grenzen hinaüs durch die Annahme angerichtet, daß Winter von Juden, vielleicht gar unter Mitwirkung von Rabbinern mittels „Schächtschnitts" vom Leben zum Tode befördert worden sei! Durch! Zeitungen und Flugblätter, durch, Postkarten und Versammlungen wurde dieser Wahn genährt. Wenn aber jetzt verficht wird, die Lungen seien mit Blut überfüllt und diese Thatsachie beweise genugsam, daß nicht Verblutungs-, sondern .Erstickungstod vorliege, was soll man von Sacht- verständigen denken, die diese entscheidende Thatsache nicht beachtet oder nicht verstanden haben? Und weshalb ist das Obergutachten des Medizinalkollegiums nicht vor Jahr und Tag eingeholt worden? Die Konitzer Vorgänge haben die Aufmerksamkeit der ganzen zivilisierten Welt gefesselt. Die Bevölkerung stand unter der Wirkung einer unheimlichen Suggestion. Die Prozesse, die sich dort, oder im Anschluß an die Konitzer Ereignisse, anoerweit, abgespielt haben oder noch schweben, füllen ein dunlles Blatt in der Geschichte eines Rechtsund Kulturstaates. Hoffentlich wird das Gutachten des Medizinal Kollegiums ehestens im Wortlaut veröffentlicht. Chinesisches. China verlangt die Mandschurei von Rußland zurück! So meldete uns gestern ein Telegramm. Li-Hung- Tschang hat persönlich den russischen Gesandten in Peking zweimal deswegen aufgesucht, worauf dieser vorschlug, China soll einen besonderen Gesandter zur Verhandlung über die Bedingungen der Räumung nach, Petersburg entsenden. Daß der kluge Li-Hung-Tschang eine solche Mission ür ebenso unangenehm wie aussichtslos hält, geht aus olgendem hervor: Lü-Hung-Tschang plant. Tschaugtschitung, einen größten Feind, mit der Mission zu „betrauen". Die gemütvolle Absicht ist natürlich, den Sondergesandten mit einem eklatanten Mißerfolg beladen heimkehren zu sehen. Nach landesüblichem Brauch darf dann der arme Tschang- tschitung sich mit gnädigster Erlaubnis der Kaiserin-Witwe eigenhändig vom Leben zum Tode befördern — wenn er nicht vorzieht, dem Sonnenlande fernzubleiben. Rußland hat sich, in der Mandschurei bereits vollkommen häuslich eingerichtet, zu allernächst eine wirksame Steuerordnung ins Werk gesetzt, ja sogar Bestimmungen über die Kleidung chinesischer Handwerker erlassen. Es ist nicht daran zu denken, daß Rußland sich soviel Umstände und Kosten macht, ohne den festen Wlllen, das Errungene zu behalten. Umsomehr, da sich die anderen Großmächte allem Anschein nach mit der vollzogenen Thatsache abgefunden haben. Deutschland stellt sich gewiß nicht in den Weg, Frankreich wagt selbstverständlich keine Auflehnung gegen den Verbündeten, OesterreickMngarn und Italien spielen in Ostasien eine untergeordnete Rolle, England wird durch, seine südafrikanischen Sorgen im Zaum gehalten, und um das etwaige Mißvergnügen der Vereinigten Staaten, die trotz allem Entgegenkommen unbelohnt seitens Chinas geblieben sind, kümmert sich die russische Regierung keinen Deut. China wird die Mandschurei endgiltig aus das Verlustkonto zu schreiben habend Das ist noch viel schmerzlicher, als die Zahlung der Entschädigung an die Mächte, und aus diesem Gesichtspunkte betrachtet erscheint die Wegnahme der Mandschurei als eine Garantie für die Erhaltung friedlicher Zustände in China, das es wohl nicht lcrcht wieder darauf ankommen läßt, daß eine Provinz zum Zweck der „Beruhigung" von einer fremden Macht besetzt und — behalten wird. Erfreulich ist übrigens im Interesse der Besitzer chinesischer Schuldverschreibungen, die auch in Deutschland zahlreich, untergebracht sind, daß England sich um eine Revision der chinesischen Zölle und Abgaben bemühen will. Eine solche Revision wird natürlich, wenn sie in geschickter Weise erfolgt — und däs iist den „geborenen Kaufleuten", den Briten, schon zuzutrauen — wesentlich zur Kräftigung und Ordnung der chinesischen Finanzen beitragen. Erwähnt sei, daß die Nachricht von der Revision am 16. Oktober der Öffentlichkeit durch das Reutersche Bureau übermittelt worden ist. Tags zuvor bereits, am 15. Oktober, machte sich an der Börse große Nachfrage für chinesische Anleihen geltend, die daraufhin ziemlich beträchtlich im Kurse gewannen. Es sind also von der betreffenden Meldung bevorzugte Personen frühzeitig in Kenntnis gesetzt worden. Herrn Chamberlain hat man s. Z. nachgewiesen, daß er seine geschäftlichen und spekulativen Interessen sehr erfolgreich beim südafrikanischen Kriege wahrzunehmen verstand. Auch, bei diesem nunmehr bekanntgegevenen Beschluß des Londoner Auswärtigen Amts, eine Revision der chinesischen Zölle und Abgaben herbeizuführen, ist nicht ausgeschlossen, daß die „Wissenden" sich zum Trost in schweren Kciegs- zeiten einen kleinen spekulativen Fischzug gegönnt haben. Vom Burenkriege. Wo i st Bo t h a? Das scheinen die englischen Truppenführer wieder einmal nicht zu wissen. Gestern wurde uns aus Durban telegraphiert, General Botha soll nordwärts nach, Pietretief marschiert sein, und die britischen Kolonnen sind noch (!!) in Berührung mit den Buren und es finden täglich, kleine Kämpfe statt. Andererseits wurde von der „sehr kritischen" Lage des Oberbefehlshabers der Buren und von seiner „unmittelbar bevorstehenden Gefangennahme"' geschwefelt. Alle diese Nachrichten sind gänzlich wertlos. Auch die heutigen Meldungen sind unzuverlässig. Aus Dundee wird über London telegraphiert: Botyas Hauptarmee ist noch in der Gegend des Pongola-Bosch und der Slangapies, zweier Hügelreihen westlich von Paul Pietersdorp. Eine Anzahl Buren „entkam" west- und nordwärts über die Linie Wakkerstuoom-Pietretief mit einigen Kapkarren, aber ohne Geschütze. Man glaubte zuerst, Botha sei unter diesen; doch jetzt scheint es, daß er nur eine Strecke nach Norden ging und dann nach dem Pongola- Bosch, .zurückkehrte. In oen Slangapies-Hügeln sind viele Burenfamilien und Vorräte verborgen. Oberst Colvllle fand Pietretief leer, doch war es augenscheinlich von Buren besetzt gewesen. — Aus Durban wird telegraphiert: Die Rückkehr der Natal-Freiwilligen wird wahrscheinlich aufge- schoben werden, da die Buren erneute Aktivität an der Grenze zeigen. Aus alle dem geht hervor, daß Botha es vortrefflich versteht, die Engländer an der Nase herumzuführen, und sie über sich selber im Unklaren zu lassen. Das britische Kriegsministerium veröffentlichte am letzten Donnerstag ein Telegramm Lord Kitcheners, in dem berichtet wurde, daß, das Geschütz, das vor einigen Tagen von den Buren der South African Constabulary in der Nähe von Houtkop abgenommen wurde, von der Constabu- lary unter dem Befehl von Oberst Hicks in der Nähe von Venterskroon wieder erobert wurde. Ein Reutertelegramm aus Johannesburg meldet nachträglich, daß das Geschütz wieder ausgegraben wurde. Deutsches Reich. Berlin, 16. Okt. Der Kaiser empfing heute den Chef des Civilkabmets v. Lucanus zum Vortrag und in dessen Gegenwatt den Staatssekretär des Auswättigen Amts Frhrn. v. Richthofen, Ministettaldirektor Dr. Althoff und Professor Dohrn aus Neapel. Zur Frühstückstafel war u. a. Reichskanzler Graf Bülow geladen. — Dem Reichstagsabgeordneten Dr. Lieber, der in Camberg an seinem alten Magenleiden erkrankt war, geht eS wieder etwas besser. — Der freikonseroative Landtagsabgeordnete, Fabrikbesitzer und Stadtrat Brauer in Forst i. L., Inhaber der in Zahlungsschwiettgkeiten geratenen Tuchfabrik G. Brauer, hat angeblich aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat niedergelegt. — Die Ausfertigung des Urteils im Gum- binner Mordprozesse ist (wie uns gestern nachm. drahtlich gemeldet wurde. D. R. d. G. A.) jetzt den Angeklagten und ihren Verteidigern zugestellt worden. Das Urteil umfaßt 47, das dazugehöttge Protokoll 156 Seiten. Seit der Verkündung des Urteil sind mehr als sieben Wochen vergangen. Wie die „Nat.-Ztg." erfähtt, ist an hiesiger amtlicher Stelle nichts davon bekannt, daß die kolum- bische Regierung vor kurzem ein einer deutschen Firma gehörendes Schiff wegnehmen und einen Inhaber der Firma, als er Widerspruch erhob, verhaften und nach Colon abführen ließ. Weder der deutsche Konsul, noch der Gesandte haben über einen solchen Vorgang berichtet. — In der heutigen Nummer des „Reichsanz." wird das am 7. Sept, in Peking von den Bevollmächtigten der Mächte und der chinesischen Regierung vollzogene Schlußprotokoll in deutscher und französischer Sprache im Wortlaut veröffentlicht. Kiel, 16. Okt. Auf Befehl des Kaisers ist für die Besatzung der blauen Rudergig der ^Hohenzollern" (Kaisergig) ein neues Abzeichen, bestehend in einer goldenen Kaiserkrone über den gekreuzten Großadmiralsstäben, von einem Laubkranz umgeben, eingeführt worden. Breslau, 16. Okt. Der Kaiser wird bestimmt nächsten Monat nach Breslau kommen und zwar im Anschluß an seinen Jagdbesuch beim Grafen Tiele-Winkler auf Schloß Moschen. Bei dieser Gelegenheit wird voraussichtlich auch das von Professor Schaper modellitte Denkmal des Großen Kurfürsten, das der Kaiser dem Regiment anläßlich der Enthüllung des Denkmals des Großen Kurfürsten in der Sigesallee in Berlin geschenkt hat, in Gegenwatt des Kaisers enthüllt werden. — Der aus Preußen ausgewiesene Chefredakteur der Posener „Praea," Dr. Rakowski, der sich zuletzt in Galizien aufhielt, wurde gestern hier verhaftet. Dem Biedermann, wurde ein Koffer mit Schriftstücken beschlagnahmt. Rakowski und Biedermann wollten die politische Wahlagitation für Oberschlesien organisiren. Maunhcim, 16. Okt. In der Landtagswahl erhielt Kramer (Soz.) 344, Kern (natlib.) 120 Stimmen. Karlsruhe, 16. Okt. Auf Grund der heutigen Land- tagswahl wird die nächste 2. Kammer in Baden zusammengesetzt sein aus: 24 Nationalliberalen, 23 Zentrum, 6 Sozialdemokraten, 5 Demokraten, 2 Freisinnigen, 1 Konservativer, 1 Antisemit, 1 Bund der Landwitte. — Der nationalliberale Kandidat in Engen (Ottendorfer) der bei der Urwahl die meisten Stimmen auf sich vereinigte, unterlag infolge von Zwistigkeiten im liberalen Lager dem Zentrumskandidaten Goldschmidt. — Das Ministerium des Innern hat, im Hinblick auf den in einzelnen industriellen Geschäftszweigen eintretenbcn Betriebsrückgang die Veranstaltung von Erhebungen über die industrielle Lage im Großherzogthurn an- Vermischtes. mit Wirkung vom 1. November ernannt. wurde auf Probe in Darmstadt zunr Garn.-Bauwatt er geordnet. Es soll hierbei insbesondere untersucht werden, ob und in welchem Umfange die Gefahr eintretender Arbeitslosigkeit in einzelnen Betriebszweigen zu befürchten sei. München, 16. Okt. Auf dem Plakat betr. eine volks- parteiliche Vereinsversammlung beanstaudete die Polizei in der Ankündigung des Referats über die Tages- fragen die Worte: „Regiment des Kaisers." namentlich mit den Mittagszügen eintrafen, zu befrred^en. Auf dem Juxplatze boten Karussel, Schieß- und Schaubuden mancherlei Art, Panorama usw. Unterhaltung in Fülle, während für die tanzlustige Jugend, im nahen Auflassungsstation war Regensburg, von wo aus im kom-l * Jnsbruck, 16. Okt. Auch die Leiche des Touristen menden Jahre das Training bis Wien ausgedehnt wird. »Melzer ist jetzt aufgefunden worden. 250 m über dem Von den Tauben, die in Regensburg morgens um 6 Uhr Zeigergrat im Kar entdeckte man die Leiche ganz vereist. 5 Min. aufflogen, trafen die ersten gegen mittag 11 Uhr! Der Verunglückte glich einem Schlafendem Sein Tod ist 15 Min. nach Zurücklegung von 301 Km. Luftlinie in Gießen I jedenfalls durch Erfrieren eingetreten. Das Herausschaffen ein. Es bedeutet dies eine Fluggeschwindigkeit von 1200 Meter! der Leiche ist gegenwärtig unmöglich, da die ganze Wand in der Minute, eine Leistung, die Anerkennung verdient. Es «vereist ist. waren am diesem Fluge 34 Tauben beteiligt, von denen 241 * Ein eigenartiger Fall von Studentenmaß- am ersten, der Rest am zweiten Tage nach ihrem Ablassen regelung in Ungarn. Der Senat der Budapester Uni» in Gießen wieder eintrafen. — Eine zweite Tour wurde vonl versität hat soeben eine Verfügung getroffen, die unseres jungen, 1901 geborenen Tauben unternommen. Auch hier! Wissens die erste ihrer Art ist. Der Senat der Universität begann der Flug in Etappen und fand sein Ende am I relegierte für ewig von sämtlichen ungarischen Hochschulen 19. September von Würzburg aus. Die Tiere waren am leinen Mediziner, der vor dem Doktorexamen stand, weil er 14. September der dortigen Militär-Brieftaubenstation über-feinem Mädchen gegenüber sein Eheversprechen brach sendet worden und mußten des schlechten Wetters wegen vor! und die Verlassene aus diesem Grunde einen Selbstmordversuch dem Auflassen fünf Tage gefangen gehalten werden. Der verübte. Der Kultusminister bestätigte diese Verfügung des immer weitere Strecken von der Heimat entfernt aufgelassen wurden, um von dort hierher zurückzukehren. Die letzte Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. .plan ssü'die'Preußische Hypothekenbank und das neue . Statut für die reorganisierte Bank seren nunmehr behördlich ge- davon I nebmiat worden. mals unangenehm fühlbar machten. Unvermeidlich schien dem I kommen 29 auf Rheinhessen und je 10 auf Oberhessen Vorstand auch die Bitte an die Gesellschaft, Kinder nicht in und Starkenburg Die Notare sind lau allgememer Dor» die Versammlungen zu schicken. Man kann nichtwählen' sehen, ob sich der Gegenstand des Vortrages sur bteje immer | ^ötare waren fast ausnahmslos erschienen. Der Voreignet. Vielfach i|t auch der Raum in den vorderen Zuhörer-1 Notarskammer ist der gleiche geblieben, und reihen durch Kinder sehr beschränkt worden. Daß sich diese Bitte auf I aus Justizrat Wolf- Mainz, Justizrat Köhler- Schüler und Schülerinnen der höheren Klassen ^Mofen, Geh. Justizrat Weber-Offenbach, Justizrat nicht bezieht, mag besonders betont werden. — Die am Schüler-Darmstadt, Justizrat Jöckel-Friedberg und 15. d.M. stattgehabte Generalversammlung nahm den Justizrat Metz-Gießen. Nach), Schluß der Versammlung, Kassenbericht des verflossenen Vereinsjahres entgegen und »die einen vollständig internen Charakter^rtte, versam- konnte dem Rechner Ent-stung erteilen Der s«Wig° Vor-'beMstK ta?b ^CbCmUl^ -5uluf wiedergewahlt und eine Reihe un-1 durch, Selbstentzündung in Brand geratene Kohlen- wesentlicher Veremssragen erledigt. Die Gesellschast tritt v^on A. Thombe abzutragen, ist in dem Kohlenlager einem großen Bestand an Mitgliedern m das neue Jahr ein ^arIo|| in Gustavsburg durch Selbstent- und dürfte fernerhin wie seither zur Hebung des geiftigen I gürtbung ein neuer Brand ausgebrvchen. Trotz der Auf- Lebens unserer Stadt nicht unwesentlich beizutragen be-! räumungsarbeiten verbreitet sich das Feuer schnell. Die rufen sein. noch, nicht vorn Feuer ergriffenen Kohlen werden auf dem ** Brieftaubensport. Der im vergangenen Jahre ge-1 schnellsten Wege veräußert und zwar zu 60 Pfg. pro Zentner, gründete Brieftaubenklub Gießen, der im Bedarfsfälle Es stehen etwa 50 Wagen zum Verkauf. seine fliegenden Boten der Militärverwaltung zur Verfügung lc- Schlangenbad, 16. Okt. Minister v. PodbielSki gestellt hat, begann seine Thätigkeit in diesem Jahr- am hat sich bei ,-m-r neulichen Anwesenheit m unserem Bade 1. Mai mit einem Training in der Richtung auf Wen. Der sur Errichtung emeS neuen Kurhauses ausg-lproch-n, das Flug wurde etäppenart.g begonnen, und zwar so, daß die »ach semer Anstcht etwa 150 000 Mk. os en würde Der Tauben, nut der Eisenbahn versandt erst kürzere und dann I g-p'ant- Anbau an d°S alte Kurhaus unterbleibt sonnt. Ausland. Kopenhagen, 16. Oktober. Die neue dänische Staatsanleihe ist bereits plaziert, der größere Teil derselben entfällt auf Frankreich Die Anleihe steht laut heute eingelaufener Meldung für den 18. d. M. zur Verfügung des Finanzministers. London, 16. Okt. Ein Telegramm aus Aldershot meldet: Schon länger andauernde Streitigkeiten zwischen der leichten Durham-Infanterie und dem Woreestershire-Regiment führten in vergangener Nacht zu einem offenen Kampf, bei dem das Bajonnett gebraucht und ein Schuß abgefeuert wurde. Die Worcesters griffen mit aufgepflanzten Bajonnetten die Kaserne der Durhams an und zertrümmerten sämtliche Fenster derselben. Fünf Durhams wurden verletzt. Die Kämpfen- oen wurden schließlich von Patrouillen und der Militär- wlizei getrennt. Der Untersuchungsgerichtshof ist zu- ammengetreten, um sich mit der Angelegenheit zu be- crssen. — Die Meldung von der vollzogenen Okkupation .Kuweits durch England ist nicht nur unzutreffend, sondern es ist sogar Grund vorhanden, anzunehmen, daß eine derartige Okkupation von der britischen Regierung bfts jetzt überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden ist. Brüssel, 16. Okt. Wie aus London gemeldet wird, hat die angekündigte Reise des gräflichen Paares L o n y a y den Zweck, den König Eduard als Vermittler beim König Leopold anzurufen, damit letzterer der Gräfin Lonyay den Titel „Königliche Hoheit zu führen wieder gestatte. Paris, 16. Okt. Aus Soufte wird berichtet: Ein hier wegen Aufreizung zum Aufstande verhafteter an- geblich türkischer Offizier hat sich als belgischer Schwindler entpuppt, der von mehreren Personen wegen Betruges verfolgt wird. Er hatte den Titel eines türkischen Offiziers nur deswegen angenommen, um leichter Opfer für seine Betrügereien zu finden. Er kann kein Wort türkisch sprechen. £yuBet erhielt von den Bewohnern von Auflassungsort wurde um 9 Uhr 30 Mm. vormittags DerJSenate. Eompiegne einen prachtvollen Tafelschmuck aus ciseliertem lassen. Die ersten Tauben trafen nach 2«/2 Stunden m ' Paris, 16. Okt. Infolge einer heftigen Gas» Silber als Geschenk. Durch dieses Geschenk soll dem Staats- Gießen ein. Dieser Flug war durch starke Nebel beeinträch-IExplo sion stürzte in einem Cafö in der Rue de Maine vberhaupte der Dank dafür ausgedrückt werden, daß er tigt, sonst wäre die Zeit für die Reise kürzer gewesen. Dieider Fußboden ein. Mehrere Gäste fielen in den Keller in Begleitung des Zaren der Stadt Eompiegne einen län- Strecke Würzburg—Gießen wurde von 84 Tauben geflogen. I und konnten nur mit großer Mühe verletzt aus den Trüm- geren Besuch ab gestattet bat. . 65 davon trafen am ersten Tage in der Heimat ein, während I mern hervorgezogen werden. , , ®ttenne, 16. Okt- Der hiesige PolizeiPra - ^CE g^st am Tage darauf bis mittag folgte. I ' Rom, 16. Okt. Die Nachrichten aus Neapel lauten mit be “jobU ed?o beworben" weil er leine schroffe " Gcfliigkl-AuSsI--ung. Zu der am 1., 2. und 3. No-andauernd günstig. Alle isolirken unter ärztlicher Kontrolle Haltung gegen die Revolutionäre ' nicht einstellte. Ein üember Tm Phstosophenwald geplanten öierten Geflügel- und stehenden Personen werden morgen entlassen. Die m Nisida früherer Präfekt ist bereits unter ähnlichen Umständen Vogel-Ausstellung sind so viele Anmeldungen aus ganz befindlichen Pestkranken befinden sich auf dem Wege der den Revolutionären zum Opfer gefallen. Tas Blatt wird Deutschland eingegangen, wie noch zu keiner anderen hier Besserung. wegen dieser Drohung gerickstlich belangt werden. veranstalteten ähnlichen Ausstellung. Die in einer gesondertenI * Rom, 16. Okt. Aus Pesaro wird telegraphiert, daß Madrid, 15. Okt. Die Blätter veröffentlichen De- Abteilung damit verbundene zweite Verbandsausstell- in der Nähe von Urbino der berüchtigte Brigant Mu- peschen aus Ferrel, wonach Meldungen aus Rio Muni ng der Geflügelzüchter-Vereine unserer heimatlichen Provinz slino ver haftet worden sein soll, der feit jinet (Westafrika) zufolge dortige Eingeborene eenen roirb ein Geraus glänzendes Bild derjenigen Nutzrassen des S°h«n die Umgegend von R-ggro d. Calabrra imstcher Unteroffizier und sechs Soldaten der spanischen machte, wo er ungestraft aus Rache eine große Anzahl Marine-Infanterie gefangen genommen und a u f g e- Federviehs aufweisen, in Oberhel begangen hatte. Trotzdem eine große Trup- fressen haben 1,n^ gezüchtet werden. In den meisten Fallen sind die Eigen-1 p^n-Macht gegen ihn aufgeböten wurde, entging er alle« — Truppenverstärkungen wurden nach Sevilla be- tümer der auszustellenden Tiere gewillt, diese zu verkaufen. Verfolgunaen. Wahrscheinlich wollte er via Ancona ing ordert, wo die Aufregung noch) fortdauert. Bei dem An- Es bietet sich daher auch für , Liebhaber uud Reflektanten Ausland fliehen. Auf die Gefangennahme ist ein Preis griffe' auf die Prozession in Oviedo verteidigten sich die Gelegenheit, vorzügliches Material für Zuchtzwecke in Hüh-1 von 40 000 Lire gesetzt. Ueberfallenen, meist Seminaristen, mit Knütteln und Re- nem, Wasser- und Ziergeflügel, wie auch in Tauben erwerben I volvern. Die Gendarmerie mußte mehrfach mit blanker $u fönnen. Waffe ein hauen, ehe die Kämpfenden voneinander ab- ** Rekruteueinstelluna. Heute erfolgt die Einstellung der ließen. Gestern wurden Bäckerläden. geplündert und an Rekruten in unier Reaiment ^ede Kornvaanie erhält etwa 7 Gedern, 15. Okt. Der letzte diesjährige Vrehmarkt Klöstern Feuer angelegt. In Oviedo wurde ein Kind er- ^^enm unser megrmem. ^eoe ««Wcgne erpair Broai nic^t befahren, mit Schweinen dagegen sehr schossen. Die Regierung behauptet, a narchistische ^0 Mann. Die Mannschaften aus der ProvlNg Oberhessen Die Preise waren besser als auf dem letzten DiehniMckt. ES Elemente hätten bei den Vorgängen ihre Hände im st»d den emzelnen Kompagnien bereits emgereiht worden. I waren nach dem eingenommenen Standgeld 744 Stück Schwein Spiel. ° S. Darmstadt, 16. Okt- Im Hotel Baur in her ™ift ^^76«, bie du 50^ greifen gefugt P Petersburg, 16. Okt. Im Innern des Reich,es haben Bleichft-raße hier hat sich heute nachmittag eine ftemd Paar b^s 7@^eei^n^t'ä(Et°Jrtetie^ fogar mitlo-60 an den verschiedenen Stellen blutige Zusammen-, hier zugereiste Dame im Mer von:3o Jahren:v e rg t e t, I Ferkel wurden verkauft? Nur wenig« stöße zwischen hungernden Volksmassen und nachdem sie zahlreiche Briefe geschrieben hatte. Nach den IEinlegeschweine (Frühjahrsferkel) waren vorhanden, die auch sofort Militär stattgefunden. Besonders ernst sind die Vor- vorhandenen Papieren heißt sie Marie Eppstein und Zerkaust waren. Die Preise für das Paar waren 80 bis 90 Mk^ fälle im Gouvernement Saratow. 'Der Minister des Innern ist aus Rußland. Sie hatte viel Gepäck und etwa 80 Mk. I bessere Sotten 100—120 Dck. Nur wenige Zuchtschweine waren hat sich, nach Spala begeben, um dem Zaren persönlich Bargeld bei sich,. — Einem Gerücht zufolge hat ein hiesiges lauf dem Markt, die auch z. T. für 55—60 Mk. verkauft wurden. Bericht zu erstatten. bedeutendes Bankhaus seine hauptsächlich an Bauspekulan- Im ganzen waren sie wenig begehrt. Anders war es mit fetten — In Kischenew fand zwischen Studenten, die einen ten in liberaler Weise gewahrten Kredite zurückgezogen Schweinen, die trotz der immer noch hohen Prepe flotten Absatz nach Irkutsk verbannten Studenten befreien wollten, und und die Verlängerung der Wechsel verweigert, sodaß kürz- Ä^m Tas Pfund Lebendgewicht kostet 4. W' ( deüPolizei ein blutiger Zusammen stoß statt. Auf lich. an einem Tage 62 berartige Accepte zum Protest I N^ewicht 58-60 Pfg. Im Allgemeinen war der pandel beiden Seiten sind viele Verwundete zu verzeichnen, gingen. Sollte das Gerücht sich bestätigen, so durften ' )(Grünbera 16 Okt In dieser Woche steht unsere Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. zahlreiche Existenzen gefährdet, und eine Katastrophe un- ^tadt unter dem Zeichen des Gjallus mar ktes, der " ausbleiblich, fein. heute und morgen hier stattfindet. Wenn auch im allge- (AUy UlllvI UUV KUNV. Darmstadt, 16. Okt. In der neuen Turnhalle der meinen die Märkte viel von ihrer einstigen Bedeutung Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen Turnaemeinde fand am Sonntag das neunte Turnen des verloren haben, so übt doch der „Gallusmarkt", der mehr und werden augcmeffeu honoriert. Verbandes mrttelrheinischer Vorturner-> Charakter eines Volksfestes trägt, immer noch feine Gießen den 17 Oktober schäften statt, zu dem von den 27 Verbandsvereinen Anziehungskraft auf die Bewohner der näheren und toei* „ - 13 Riegen angemeldet hatten. Kurz nach 10 Uhr nahm das teren Umgegend aus. Nachdem schon gestern und vorgestern * * Ekncnnuug. Der Großh e l. z o g hat den Amtsrichter Turnen mit dem gemeinsamen Aufmarsch und allgemeinen I c{ne Menge auswärtiger Händler, die Karoussel-, Schaubei dem Amtsgericht Darmstadt I Dr. Ferdinand Stein Stabübungen seinen Anfang. Es folgte das Turnen der Schießbudenbesitzer ein getroffen und auf dem Markt- zum Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg einzelnen Vorturnerschaften, an dem nachstehende Vereine ^^tz mit dem Aufschlagen beschäftigt waren, brachte das mit Wirkung vom 1. November ernannt. teilnahmen: 1) Turn- und Fechtklnb Frankfurt, Schaukel-! ^r^htvolle Herbstwetter heute unserem Städtchen einen * * Militärdienstnachrichteu. Garn. - Bamvart Pfeiffer ringe, 2) Turngesellschaft Wiesbaden, Pferd, 3)! Turnge-l Verkehr, wie es ihn feit Jahren nicht gesehen hat Schon wurde auf Probe in Darmstadt zum Garn.-Bauwatt er- meinde Worms, Schaukelringe, 4) Turnverein Offenbach, ^m Vormittag ging es auf dem Viehmarkt, der mit Rind- nannt Leutnant Frbr v. Hirschbera vom Feld-Att.- ^fcrb< 5) ^urngemeinde Hanau, Stützreck, 6) Turnverein vieh und Schweinen stark befahren war, recht lebhaft zu. «1 iff inSübroeft.Ä D«. Jrankfurt, Schaukelvinze. 7) turngemembe B°ck-nl)-un, Es mögen an 2000 Schwein-, größtenteils Ferkel, und Regiment Nr. 61 ist zur Schutztruppe m ^»uowesi -uftua oer Darren, 8) Turnverein Wiesbaden, Hhaukelringe, 9) Turn- mehrere hundert Stück Rindvieh aufgettieben gewesen fein, setzt worden. - . gemeinde Darmstzadt, Dvppelpferd, 10) dieselbe Stab- ^er Handel mit Schweinen ging außerordentlich flott. In- • * Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde beginnt be- sechsten, 11) Turngesellschaft Offenbach, Pferd, 12) Manner-! ^lge der mlsgezeichneten Kartoffelernte fehlt es nicht an reite am 24. Oktober ihre diesjährige Wintetthattgkeit nut turntierein Wiesbaden, Barren. Die einzelnen Vorführ- Futter, und me fetten «Schweine werden gut bezahlt. In- einem Vottrag von Dr. K. Sapper-Leipzig über die ungen ließen erkennen, daß der Zweck der Vorturner-Der-! solgedessen herrscht nach Ferkeln viel Nachfrage, und es Vulkane Zentralamerikas (mit Ausstellung). Ferner einigung, möglichst viel neuen Turnstvff zur Vorfiihrung wurden sehr schöne Preise erzielt. Das Paar, 6 bis 10 werden sprechen: Am 19. November Frau Leopoldine zu bringen, in vollem Maße erreicht wurde. W erfolgte alt, kostete je nach der Qualität 50 bis 70 Mark, v. Morawetz-Dirkes-Wien über Kreta (mitLichtbildern); wdann ein allgemeines Riegenturnen unter Leitung von Springer wurden zu 80 bis 120 M^k das Paar verkauft. 11 CTS» s Lo,. „ Apff p »SRarteaa* Backer-Franksurt (Sprungttsch), Listmann-Worms (Barren), sür schönes Rindvieh, namentlich gute Milchkühe, wur> am 11 Dezember ©^^«0^ u n. ^c^^e - Braun-Frankfurt (Pferd), Müller-Offenbach! (^ferb), erhielt, wahrend minderwertige Tiere ^ern über Samoa (mit Ausstellung), | Frey-Mainz (Doppelbock), Sauer-Wiesbaden (Stützreck) und allerdings zu verhältnismäßig geringen Preisen abgesetzt Prof. Dr. Klemm-Darmstadt. „Die ^andschaftsformen des Gerhardt-Hanau (Reck). Auch hierbei kam das Bestreben zu wurden — Der Kramermarkt war mit zahlreichen Verkaufs- Odenwaldes m ihrer Beziehung zu seinem geologischen Bau neuen, gefälligen Uebungösormep voll zur Geltung. Frei- senden' hiesiger und auswärtiger Geschäftsleute besetzt, und (mit Ausstellung); am 6. Februar 1902 Hofrat Dr. B. Hagen- hochspringen machte den Beschluß des praktischen Telles. Verkäufer hatten vollauf zu thun, die Kauflusttgen, die Frankfutt a. M.: „Die Bevölkerung des deutschen Schutz- Ter geturnte Uebungsstpff wurde eingehend dupchgesprochen' -- - - ---- - " ' **• gebiete in Melanesien" (Südfee) (mit Lichtbildern), lieber und beschlossen, die nächstjährige Zusammenkunft in Wies- einen 6. Vottrag im Februar sind die Verhandllmgen noch baden in der Halle des Männerturnvereins abzuhalten. SÄ'iSSÄ'.'ifSJS cs “äs*“ • -- «*• *- bieten kann. Die Gesellschaft gedenkt, die schon festgesetzten ^Mainz, 16. Okt. Versammlung der hessischsn Notare- ^^BerNn^te^Okt Dü ^BörftnM/^ähtt, der Sanü^s- vermine einhalten zu können; eS ist zu hoffen, daß sich Don 11 einhalb bis gegen 2 Uhr nachmittags waren im für die'Preußische Hypothekenbank und das neue Kollisionen mit größeren Veranstaltungen anderer Vereine Justizgebäuoe die hessischen Notare ö erf «mmelt L . CQ'“’ “ vermeiden lassen, die sich in früheren Jahren leider mehr» 3m Großherzogtum gilbt es insgesamt 49 Notare; davon I nebmiat worden. 3 Uhr. fundenen Verhandlungen. Theater, Kunst und Wissenschaft. Wetter eingehender Begründung dieses Rechtsstandpunktcs den gleichen Nebel Okt. 16. Telephonäscher Kursbericht Harpener ; tendenz: schwach. lassen müssen. Literarische Neuerscheinungen London, 17. Okt. Reuter meldet aus Fraukfort: Major bauten Roos und Meyer hatten kurz vorher Frankfort mit ie oinem Rind. Ram s chb r andwurde festgestellt Anzahl Pferde wurden erbeutet. Auf englischer Seite waren Der Kammer teilte der Kriegsminister hergestellt worden. Dann verlas der Kriegsminister eine Kreises Gießen: Großen-Buseck, Utphe, Hattenrod je bei + 15,l6 C. 4- 2,5° C. Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatebahn * Gotthar-lbahn . i . Lanrahütto . . . » Bochum . ... , Zessionen sind wegen der Haltung der Bevölkerung eingestellt worden. New-Zork, 17. Okt. Ein Telegramm aus Wilhelmstadt berichtet von der Halbinsel Naracaibo, daß unter den Venezulanern der Halbinsel Gonjiros große Unruhe herrsche. Die gesamte indianische Bevölkerung ist gegen die Venezulaner im Aufstande. Die Truppen wagen nicht, ihre Lager zu verlasien aus Furcht, die Indianer würden sie in einen Hinterhalt locken. Das Militär ist demoralisirt durch zubringen, in der der Magistrat aufgefordert wird, auf dem ~ ‘ *’ ' " . Die neue Linke faßte unter Kirchliche Uachrichten. Gottesdienst in der Synagoge, Züdanlage. AsraeUtifche Ketigionsgemeinde. SamStag, deu 19. Oktober 1901. Vorabend: 511 Uhr. Morgens 9 Uhr. Nachmittag?: 1" “ , Görlitz, 17. Okt. Der Kämmerer Schneider-Ruh» Der Verein '„Berliner Presse" land ist wegen vielfacher Amtsunterschlagungen zu einer Beschluß. Berlin, 17. Okt. Die „Berl. Polit. Nachr." schreiben: Die Reichsausgaben für die Arbeiterversicherung im Reichsetat 1902 dürften etwa 43 Mill. Mk. betragen. Berlin, 17. Okt. Am 24. Oktober wird bei dem biA Frankfurt a. M., 17. Oktober. Kapstadt, 17. Okt. Meuter > Mehrer-Burenk-mwand-nten Gesetzesvorlage, wonach der Heeresersatz für 1902 auf 40 000 Mann herabgesetzt wird. Oviedo, 17. Okt. Hier ruht alle Arbeit. Die Pro- . 100.40 . 89.60 . 100.30 . 89.70 . 98.10 . 99.50 42.40 . 25.70 . 25.40 . 84.80 .....— ~ -— . - — ' einigen hundert Mann verlassen und sich nach Süden zurück- gezogen. Tamant verfolgte sie und erbeutete sieben Wagen und — Gersteuauöstellung. Auf der 7. Deutschen Gersten- und Karren. Gestern hatte eine englische AbtcUung ein Gefecht mit Hopfenausstellung, die vom 9. bis 12. Oktober in Berlin statt- Meyers Kommando, worin ungefähr 20 Leute Meyers verwundet tebUer^Qtetx 18 Mftjdjen ©crften bcr oom oder gefangen genommen wurden. Die Bagage des Kommandos hesNschen LandrmrtschaftSrat veranstalteten Sammelbeschickung 12 =6X nx Fayence-Fabvr^ Auszeichnungen. ’ Viehseuchen int Großh er ~ während des Monats September 1901. s Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Entbehrungen aller Art. Rewyork, 17. Oktbr. Die Aktionäre der Jllinois- Centralbahn genehmigten die Erhöhung des Kapitals von 66 auf 79,2 Millionen Dollars zur Verbesserung der Bahnanlage, zum Ankauf neuer Lokomotiven und Wagen und zum Erwerb dreier kleinerer Verkehrswege. Höchste Temperatur am 16. Niedrigste „ „ t # ßUVlH l VV4 VVv 4 stemh. Himmel Rechtsstandpunkt zu beharren. vorbebalten.) gestern auf 5 Tote, 12 Verwundete, 3 Vermißte 'und 5 an .. FDre Au gäbe der theo og Fakultäten und Krankheit Verstorbene. die allg. Rettgwnsgeschrchte. 3. Aufl. (22 S.) Gießen, I. Rickersche r - — - - - - - — - Verlaashdlg. 50 Pfg. ... /.v««. UMy o*««*iv**- Schmidt, Prof. Dr. Arthur B., Das bürgerliche Gesetzbuch Damants Kolonne traf am 13. Okt. hier ein. Die Komman- als Erzieher unseres Volles. (25 S.) Edda. 50 Pfg. J ‘ ** " " ' weseuen auarchistischeu Rädelsführer wmden verhaftet. DtJ gestrige Tag verlief ohne Ruhestörung. Madrid, 17. Okt. Der Senat eröffnete die Sessto« mit der Beratung der Frage der religiösen Genoss fenfpriafteiL Ministerpräsident Sagasta erklärte, die Regierung werde das Gesetz gewissenhaft achten. Dieftj Antwort befriedigte mehrere Senatoren nicht, und es wurde beschlossen, die Regierung wegen dieser Frage zu rnter> pellieren. Alsdann wurden die Unruhen in Sevilla besprochen. Die Regierung gab eine umfassende Erklärung ab und ließ ein Telegramm des General kapitäns von Sevilla verlesen, worin dieser berichtet, die Ruhe sei wieder- hergestellt. Tanger, 17. Okt. Der Sultan hat den Vertretern der Mächte mitgeteilt, daß er Truppen abgesandt habe zur Bestrafung der Kabylen, die die beiden spanischen Staatsangehörigen in Gefangenschaft halten. Die Fremden seien ersucht worden, das Operationsgebiet innerhalb 30 Tage zu verlassen. Berlin, 17. Okt. Zur Angelegenheit des Märchen- brunnens beschloß gestern abend die alte Linke, in der . heutigen Stadtverordneten-Versammlung eine Resolution einfarbig für Blusen und Roben von 95 Pfg. bis Mk. 18.65 p. Mtr. ' Wot*t Keinen Zoll zu zahle»! da die portofreie Ausendnng der c. _ Stoffe durch meine Seidenfabrik auf deutschem Grerizaebiet crsolgr. «evrlta, 17. Okt. Die Behörden ordneten btt Schließung — Nur echt, wenn direkt von mir bezogen! Muster umgeherrd. (6890 der Klubs an. Dir an den Unruhen am meisten beteiligt ge» G» Heeettrerg, SndenMrckmtt größerv, jedoch ist dies mit großer Gefahr verbunden. Heute wütet, daß die Lage sehr ernst und daß der Aufstand der Nacht haben Bergarbeiter mit der Grabung eines dritten Aftikander nun endlich doch Thatsache geworden ist. In , Für heute besteht noch wenig Aussicht, liberalen Kreisen erklärt man, die Verhängung des Belage- Thiele zu retten. rungszustandes und die Erschießung der gefangenen Briren London, 17. Okt. Die! tägliche Verlustliste der sei eine Herausforderung und eine Thorheit, die sich über englischen Truppen in Südafrika beziffert sich für kurz oder lang schwer rächen würde. Kreyeö ^ssenv^: mein^teinyerm Mühll-eim Lämmer- Loudon, 17. Okt. Reuter meldet aus Bloemfontein vom sprel je bei einem, und Bieber 6et drei, in den Orten des ia rftnhrr • Di,» Akttcisnim hirfchi» in hnr Kreises Gießen: Großen-Buseck, Utphe, Hattenrod je bei _ b ß °°ch Sud- einem, Lich, Ober-Bessingen, Gießen je bei zwei und Müschen ^ttc t.n ^len ^.agen 70 GefMgene. Oberst heim bei drei, in den Orten des Kreises Alsfeld: Zeilbach, WUHams machte einen Angriff auf Nreuwhoudt in der Ruhlkirchen, Schwarz und Leusel je bei einem, in den Orten ^ahe von Zagersfontein. Er nahm 10 Mann gefangen und des Kreises Büdingen: Berstadt, Heuchelheim, Unter- erbeutete 100 Sättel. Schmitten und Usenborn je bei einem, in den Orten des Paris, 17. Okt. Der Generalsekretär des Bergarbeiter- Kreises Friedberg: Nieder-Erleubach, Bad-Nauheim je bei vcrbandcs von Frankreich richtete an den Ministerpräsidenten ein einem, und Hof Ockstadt bei 17, in den Orten des Kreises Schreiben, in dem er ihn auffordert, bis spätestens Sonntag dem in^^den^^ten^des^^eises" SckutttenRa^rod^ulfa ^BuZ- Verbandsansschuß bekannt zu geben, welche Absichten die Re- Hards, Ober-Seibertenrod je bei einem, Volkartshain bei ?lctU^S. inöelr!e? Bergarbeiter (Achtstundem zwei, und Laubach bei drei, in den Orten des Kreises Mainz: ^ss^imallohn und Ruhegehalt) habe. Der Verbandsausschuß Laubenheim und Kostheim je bei einem, in den Orten des ***** am Sonntag in St. Etienne zusammen. Kreises Alzey: Fürfeld und Siefersheim je bei einem, in Paris, 17. Okt. Der Finanzminister erklärte, er stehe Gensingen, Kreis Bingen, bei einem Schwein, zusammen üem Plan betr. Einführung eines Staats Monopols auf bei 69 Schweinen. — Die M^ul- und Klauenseuche Petroleumraffinerien keineswegs günstig gegenüber. kam im Vronat September nicht zur Beobachtung. Antwerpen, 17. Okt. 200 Diamantschleifer sind in = ben Ausstand getreten. Sie hielten eine tumultuöse Ver- vKk $i£unHlUnL sammlung ab, die von der Polizei aufgelöst^ werden mußte. (vnonyme ««frage« bleibe« uvberückstchttgt.) Der Ausstand, der wesentlich eine Lohnaufbesserung bezweckt, Si iftbbraitnä®i'^®UntoC dm Ausstand sämtlicher Diamantschleifr- nach sich zu 5ri. Die von Hessen in Amerika am meisten gelesene amerikanische Zeitung ist die ^Hessen-Darmstädter Zeituno". I dessen Nachfolger bekanntlich bereits hier anwesend istz. i 196.30 ein großes Abschieds-Diner statffinden, zu dem an . 170.70 die Hoschargen, den Reichskanzler, die Minister, einige . 11.5.80 Vertreter des diplomatischen Korps usw^ Einladungen er- . 118.00 gangen sind. . 129.90 Berlin, 17. Okt. Dio Regierung beabsichtigt denj ' i^'^o Kolonialrat zur neuen Herdstztagung Mitte Novem- ' 17950 ber einzuberufen. Sobald die Vorarbeiten zu dem Etat' ' 160 50 sür die Schutzgebiete beendet sein werden, wird der Termin 154'50 zu dem Zusammentritt des Kolonialrates fest bestimmt werden. Die Etats werden alsdann den 5Aauptbestandteil vor mehreren Wochen bei seinen Untersuchungen des Schlangengifts von einer Eobra gebissen. Tank der Einspritzungen des von ihm erfundenen Serums entging er dem sonst sicheren Tode. Nachträglich haben sich aber doch noch einige Nachwirkungen ^verg eingestellt, so daß er sich den rechten Ringfinger hat abnehmeu Schachtes begonnen. fc. Frankfurt a. M., 15. Okt. Unser Heldentenor Aloys B u r g st a l l e r bat die Intendanz des Opernhauses um Lösung seines Kontrakts. — Von der Deutschen Südpolarexpeditiou. Ter „Reichs- anz." veröffentlicht den ersten Bericht des Leiters der Deutschen Südpolar-Expedition, v. Drygalski, datiert Porto Grairde aus Sao Vicente, Eap Vermische Inseln, 15. September 1901. Danach ist der bisherige äußere Verlauf der Fahrt der günstigste gewesen. Alle Insassen des „Gauß" sind bei bestem Wohlbefinden in flettger, erfrischender Thatigkeit geblieben. Ties ist in erster Lmie den airs- aezeichneten Eigenschaften des „Gauß" zu verdanken. Professor v. Drygalskt giebt in seinem Bericht dann eine ausführliche Befchrei- bung der Reise und den bis jetzt anaestellten Forschungen. Am 20.'Oktober gebeult die Expedition in Kapstadt einzutreffen. — Das ucue Oratorium „Judith" von August Klughardt wird, wie man uns schreibt, in der jetzt kommenden Saison in nachstehenden Städten zur Aufführung gelangen: Halle, Magdeburg, Münster, Dessau, Innsbruck, Branden- ■— bürg re. Von besonderem Jiüeresse wird die Ä u f f ü h r u n g im kgl. Theater in Wiesbaden fein. Ter Theater-Ehor soll durch die Gesangvereine von Mainz und Wiesbaden verstäckt werden, und die imposante Zahl von 400 Mitwickenden erreichen. ftl/ 0/ Gootcborg, 15. Ott. Das Schiff „Antarctie» mit Norden- «owhsai-Ie-hs fkj ölds Südpolarexpeditron ist Heute Vormittag von gi/o/n Konsols Hier in See gegangen. Eine nach Tausenden zählende Menschen- g07 10 do menge bereitete den Abreisenden lebhafte Huldigungen. 3i'°0/ Hessen * ' 6°/q Italien. Rente . 40/ö öcksch.. Monopol-Anl, Frankfurt a. d. O., 16. Okt. Wie die ^Fr. Oderztg." meldet, JKj McSner“ * * ' ist der Häusler Ernst Budach ans Niemaschkleba, der int Januar 41/, / Chinesen . ’ * 1897 wegen Teilnahme an der Ermordung des Forstausfebers Griircke zu 15 Jahren.Zuchthaus veruckeill w»wde,heute,nachdem ........ ~ , _______ , Tagesordnung bilden. Die für die Erneuerung beg das Kammergericht die Wiederatlfnahme de^ Verfahrens beschloßen Kvlonialrat^ notwendig aewordatten Ern^nnunaen werden! Neueste Meldungen. bem« »a^gen iSn? teilt worden. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Unioerftläts-Uachrichten. Sroetäivetfammlüng" beu" bisherigen ZuchchauSstrase von 5 Jahren verurteilt worden — Ter „Schwäb. Tgwt." zufolge werden jetzt auch die w ü rt^ Vorstand wieder. Zum Vorsitzenden wurde Zustizrat Ernst Wien, 17. Okt. Dre Obmänner-Konferenz der deutschen tembergischen Gymnasien den Mädchen eröffnet, qrx^ _merün gewählt Parteien beschloß, nachdem, der Abg. Prade die Wieder- ®S’“nS Sn—°w°rd°n° «öln, 17. Okt Ein blutiges 8h°dr°m° spielte sich wähl zum Vizepräsidenten °bg°l°hnt, der. deutschen Volts- — Der Bildhauer Erich Hösel ist zum o. Lehrer an der Kgl. in der vergangenen Nacht am Wuppermarkte ab. Eine von parier dre Nomrmerung eines Kandidaten für drese Stelle zu Kunst-Akademie in Kassel ernannt worden. — Für den neuen ihrem Manne, einem Dachdecker, geschiedene Frau überfiel diesen überlassen, und genehmigte ernsttmmrg dre von der Partei o. Lehrstuhl-der neueren Kunstgeschichte an der Würzburger . . • Dolckmeffer einen Stick in die linke aufgestellte Kandidatur des Abg. Kaiser. — Der Tschechen- ’sdnniT SÄ-ta Seite b-i. D-r E-stochene brach I°s°rt mit einem toten Ans. klub beschloß, der Regierung sein Mißtrauen auszu. bisher Vorsteher der milchwirtschaftlichen Abteilung der agrikultur- schrei heftig blutend zusammen. Die Thäterin warf das Messer sprechen, wett er die Ueberzeugung gewonnen habe, daß chemischen Versuchsstation an der H a l l e n s c r Universität, wurde fotf unt) versuchte zu entfliehen, wurde aber aufgehalten und Regierung zwar politisch die nationale Neutralität vor- crls ordentlicher Professor nach Gießen berufen und tritt b moIübergeben. Die Verletzung des Dachdeckers ist lebens- schätze, thatsächlich aber überall gegen eine solche handele, fern hiesiges Lehramt mit dem Begum des Winsemesters an. — ,„7,; ® * r.- Ter Direktor der Sammlunaen auf der Veste Eobura. Dv. gefährlich. Der Klub werde danach sem taktisches Vorgehen gegenüber Limburg a. b. Lahn» 16. Oktober. Fruchtmarkt. (Durchschnittspreis pro Malter.) Rother Weizeii 13,70 Mk., weißer Weizen —,— Mk., Korn 10,30 Mk., Gerste 9,20 Mk., Hafer 6,78 Mk., Erbsen —Mk. fo. Kassel, 16. Okt. Bei der Konkursverwaltung der Treber- trocknung traf ein 33 Setten langer Brief des flüchttgen Generaldirektors Adolph Schmidt ein. XWLUUCIIU. u uui. v vu Köln, 16. Okt. Nach einem vom Deckaufssyndikat der Kali- Tchrifterkläruug. Sabbathausgang: 610 Uhr. wecke ausgehenden Rundschreiben sind die Preise für Ehor- ------- kaNum und K-init d-z,° Harlsal,- sehr erh-büch h-r°b. HottttUrnst tret israelitischen Keligion-grsrllschast. gesetzt worden. Die Veranlassung hierzu liegt, herpt es m dem r* ' y 3 3 Rundschreiben, in dem Scheitern der in der letzten Zeil mit der Sabbalhferer am 19. Oktober 1901. Geweckschaft Kaiserroda wegen Emtrttts in das Syndikat stattge- Freitag abend 500. Samstag vormittag 8 . Nachmtttag 3 . - ' ~ ' ■' Sabbathausgang 610. Wochengottesdienst: morgens 706 Uhr, abends 500 Uhr. „Henneberg-Seide“ ZU London, 17. Okt. Nacb! einer Meldung ans Harry-, smitb Men Delureys und Kemps vereinigte Kommandos über den Vaalfluß in den Oranje-Freistaat gegangen sein, und auf Lindley zu marschieren. Zerstreute Buren-Abteilungen haben sichj kürzlich an den Drakensbergen konzentriert. General Elli-ot hatte an der Westseite häufig Zusammenstöße mit den Buren. Mad rid, 17. Okt. 'Tie Nachrichten aus Sevilla lauten andauernd ernst. Am Dienstag konnten die Unruhen noch durch! das Vemprechen der vollen Arbeitsaufnahme in der - , ~ r.. 7 . .. . . - - ., _, .. , „ Fayence-Fabrik von Cartuja eingedämmt werden. Gestern fiel den Englanderu m dre Haube. Heute wandte sich dieselbe aber hatten die Ausgleich! befürwortenden Elemente nicht czogtum Hessen Abteilung südöstlich von Frankfort und vertrieb Roos und Meyer mehr ausreichenden Einfluß. Zwei Märkte wurden Milzbrand wurde aus der Stellung, die sie emgenommen hatten. Die Buren plündert. Tie besseren Geschäftsläden sind gesperrt. Das festgestellt in Inheiden, Kreis Gießen, bei einem Schaf, in hatten 3 Tote und 1 Verwundeten, Roos Adjutant und ein au- sonfts so belebte Universitätsviertel ist wie ausgestorben. Gettenau, Kreis Büdingen, und in Gambach, Kreis Friedberg, derer Bur wurde gefangen genommen. Vier Wagen und eine General-Kapitän traf Anstalten, um den Zuzug der je bei einem Rind. — Ra-uschbrand wurde festgestellt Anzahl Pferde wurden erbeutet. Auf englischer Seite waren aufaewiegelten Landbevölkerung nach^ Sevilla möglichst zu rn Rodherm, Krers Gießen, Bet einem Schaf, in den Orten keine Verluste in veruicknen verhindern. Die Märkte sollen außerhalb der Stadt ab- ----- ÄaUSw L°utn°»t Brid° °us Be.huU- «eMttn we-d«,. wurde zum Tode durch den Strang verurteilt wegen der Madrid, 17. Okt. Oktober Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Ferrchtigkeit Windrichtung Windstärke 16. 16. 17. 2” 9?5 715 741,8 742,0 742,6 + 13,3 + 5,9 4- 2,8 8,1 6,6 5,5 72 96 89 8. 8. NE. 2 1 1 Gießen, den 17. Oktober 1901. 6891 Todes-Arrzerge Frau 6909 eine 6905 Kynologischer Verein Marburg, Lahn E. V 6902 04184 atze 27. ®ut möbliertes Zimmer zu ver-- mieten. Bahnhofstr. 27, III r. billigst 6820 6903 ?>n vermieten ?.n ucrltnufeii WpWluU fhutf-COcrndn* Die Beerdigung findet statt: Freüag den 18. d. M., vorm. 10 Uhr, vom Trauerhause, Hammstr. 14, aus. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß am 16. d. Mts. unsere innigst geliebte Ein noch gut erhaltener, gebrauchter Comptoirpult zu kaufen gesucht. Offerten unter Nr. 04194 cm die Exped. d. Bl. WilhÄ Lrdiz Haus- und Küchengeräte Handlung. 10 Schulstraße 10. Iw Namen der Hinterbliebenen: D. Wiechard. AHdeuischer Verbann Ortsgruppe Giessen. Am Sonntag dem 20. d. 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