Nr. 219 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Lietzener Familien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Mittwoch 18. September 1901 GietzenerAnzeiger w Eeneral-Anzriger v Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen Annahme von Anzeige« zu der für den folgenden! Tag erscheinenden 9k.1 bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungSstellcn des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokällZPf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - 2) ruderet (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die Parade des 17. Armeekorps. Die Kaiserin begab sich am Montag vormittag zu Wagen, geleitet von einer Husareneskorte, von der Werft auS nadj. dem Paradefeld bei Langfuhr, um der Parade des 17. Armeekorps beizuwohnen. Der Kaiser ritt um 9 Uhr 15 Min. an der Spitze der Fahnenkompagnie nach dem Paradefelde. Die Parade selbst sand bei Großstrieß statt unb war vom Wetter begünstigt. General Lentze kommandierte die Truppen, welche in zwei Treffen standen. Der Kaiser übergab zunächst oie neuen Fahnen vor der Front den Obersten der betreffenden Regimenter mit kurzen Ansprachen. Sodann ritt er die Front der Truppen ab, ge- von der Kaiserin, dein Prinzen Albrecht, dem Prinzen Tschun, der Tags zuvor in Begleitung der Generale von Hoepfner und Richter aus .Hamburg in Danzig eingetroffen war. Im ersten Treffen stand die Infanterie und das Landungskorps des Uebungsgeschwaders, letzteres unter dem Kommando des Prinzen Heinriche Prinz Friedrich Oeopold kommandierte die Kavallerie. Einige Offiziere und eine Abteilung von Mannschaften des russischen Panzerkreuzers Novak, dessen Kommandant das Hurra ausbrachte, wohnten der Parade bei. Es fand ein zweimaliger Vorbeimarsch statt: beide Male führte der Kaiser der Kaiserin das 1» Leibhusaren-Regiment, das zweite Mal im Galopp vor. Nach der Kritik verlieh der Kaiser nach zwei Uhr das Paradefeld an der Spitze der Fahnenkompagnie. Die Kaiserin kehrte um 2 cinhalb Uhr zu Wagen, wiederum von einer Husareneskorte geleitet, von der Parade zurück, und begab sich an Bord der „Hohenzollern". Der Kaiser traf unti 3 Uhr an der Spitze der Fahnen- und Standarienkompagnie ein, und begab sich ebenfalls an Bord der „Hohenzollern", wo das Kaiserpaar verblieb. T an zig, 16. Sevt. Die allgemeine Kriegslage für das Kjaisermanöver ist folgende: Die Rote Armee überschritt die Ostgrenzen von Ostpreußen, und marschiert gegen die Weichsel vor. Die blauen Streitkräfte sind zunächst außerhalb Osb- und Westpreußens in Anspruch genommen. 'Bei Neufahrwasser liegt das blaue .Geschjwader, das rote kreuzt Vor der Danziger Bucht. I-s Schicksal der pommlschkn Hypothekenbank. Wir haben bereits in unserer Nr. 216 vom 14. September einen Artikel über die Lage der Pommerschen Hypothekenbank veröffentlicht. Jetzt erhalten wir von geschätzter Seite eine andere Zuschrift, die wir im folgenden wieder- , gefiert: Neuerdings ist- wie es heißt, von einigen Aktionären die Anregung gegeben worden, die am 28. d. Mts- stätt- sindende Generalversammlung möge eine allmähliche Liquidation der Bank beschließen. Es scheint uns jetzt deshalb an der Zeit, einmal gegenüber dieser Vielheit von Vorschlägen die Möglichkeiten zu erwägen, welche für Aktionäre und Obligationäre übrig bleiben. Als Grundlage der Betrachtung muh man die Thatsache annehmen, die von verschiedenen Seiten übereinstimmend berichtet wird, daß die Untersuchungsresultate der Bankkommission ganz bedeutend schlechtere sind, als man sie nach den staatlichen Untersuchungen und nach den hochtönenden Phrasen der ehemaligen Direktion hätte erwarten dürfen. Wenn man alles, was darüber verlautet, zusammen hält, so gewinnt man das Bild, als ob thatsächlich besser, als bei der Preußischen Hypothekenbank, auch bei der Pommern- bank nicht gewirtschaftet worden ist Vor allem muh man fierten Preußischen Hypothekenbank erfolgen solle. Von der Presse ist damals dagegen eingewandt worden, dah eine solche Fusion auch nicht möglich sei ohne eine vorangegangene Liquidation, und daß für solchen Plan also die Schwierigkeiten beinahe noch größer als bei einer Liquidatimr seiest. Das Handelsgesetzbuch kennt aber eine besondere Form der Uebertragung von Aktien-Gc- sellschafts-Vermögen im Fall der Verstaatlichung. Ter Paragraph 304 bestimmt nämlich: Wird das Vermögen einer Aktiengesellschaft als ganzes von dem Reiche, einem Bundesstaate oder von einem inländischen Kommunalverband übernommen, so kann zugleich vereinbart werden, dah die Liquidation unterbleiben soll. Und die Paragraphen 305 und 306 lassen die Möglichkeit zu, dah auch in dem Fall, dah das Vermögen einer Aktiengesellschaft als ganzes an eine andere Gesellschaft, gegen Gewährung von Aktien des übernehmenden Instituts, übertragen wird, eine Vereinbarung auf Unterlassung der Liquidation stattsinden kann. Tie Notwendigekit einer Liquidationsbilanz, durch die event. der Konkurs veranlaßt werden könnte, würde also hier fort» fallen. Allerdings muh auch im Falle des Paragraphen 306 an die Gläubiger eine dreimalige Aufforderung zur Anmeldung ihrer Ansprüche erlassen werden; aber die dadurch entstehenden Schwierigkeiten würden im vorliegenden Falle natürlich nicht so groß sein, da die reorganisierte Preußische Hypothekenbank als fein gilt und die Modalitäten des Gesetzes die einzelnen Pfandfiriefbesitzer vor Benachteiligungen schützen. Tas Gesetz bestimmt, dah die Vermögen der beiden Gesellschaften zunächst getrennt zu verwalten sind und dah die Vereinigung der Vermögen erst nach Ablauf des ersten Jahres nach der dritten Aufforderung an die Gläubiger statthaft ist Für die getrennte Verwaltung der Vermögen haften die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates den Gläubigern als Gesamtschuldner, und bis zur Vereinigung der Vermögen gilt den Gläubigern der alten Gesellschaft gegenüber das übernommene Vermögen nach wie vor als das Vermögen der aufgelösten Gesellschaft. Es wäre also in der That ein Modus gegeben, die Fusion ohne Liquidation durchzuführen. Diese Fusion wäre für die Obligationäre in dem Moment annehmbar, wo die Banken darauf verzichteten, große Sonderverdienste zu machen. Für sie läge ein indirekter Verdienst so wie so ja schon darin, daß die Grundstücke, welche sie von der Pommerschen Hypothekenbank übernehmen, int Laufe der Zeit besser werden, und daß dieser Nutzen dann der neuen Preußischen Hypothekenbank zu gute kommen würde, an der sie außerordentlich Beteiligt sind. Tie Obligationäre würden sich dann allerdings damit befreunden müssen, einen kleinen Betrag auch den Aktionären zukommen zu lassen, da nach Paragraph 303 des Handelgesetzbuchs eine Verwaltung des Gesellschaftsvermögens int ganzen nur auf Grund eines Gläubiger-Versammlungs-Beschlusses zulässig ist der einer Mehrheit von Mindestens drei Vierteilen des vertretenen Aktienkapitals bedarf. Andererseits wäre für die Banken dieser Ausweg kein schlechter, weil sie ja doch nicht über genügend Kapital verfügen, um eine selbständige Rekonstruktion durchführen zu können. Freilich würden sie die Pfandbriefbesitzer für einen solchen Plan nur gewinnen können, wenn sie auf einen momentanen Nutzen verzichten wollen. Im anderen Fälle müßten, die ohnehin schon schwer geprüften Pfandbrief gläubiger doch wohl den allerdings unangenehmen Weg der Konkurs-Eröffnung vorziehen. zu der Ansicht gelangen, daß ein weiteres Gewährenlassen der alten Tirektion nicht etwa zu einer Gesundung der Verhältnisse, sondern wahrscheinlich zu einer verzwicöeren Ver- wurstelung der verschiedenen Institute geführt hätte. Tie natürliche Konsequenz solcher Wirtschaft wäre der Konkurs. Ter Konkurs hat zweierlei Gefahren: Entweder endet er mit dem Verkauf der gesamten Konkursmasse an irgend ein anderes Institut. Dann laufen die Interessenten Gefahr, ihren Besitz weit unter dem augenblicklichen Wert verschleudern zu müssen. Oder der Konkurs zieht sich Jahre lang hin; so können in jedem Jahre nur ganz minimale Konkursraten an die Pfandbriefbesitzer ausgezahlt werden, und da vom Tage, wo der Konmrs erklärt wird, die Verzinsung aufhört, so verlieren t>ie Pfandbriefbesitzer jeden Zinsanspruch, und sie bekommen in Raten von jährlich vielleicht 4—5 Prozent schließlich womöglich! noch nicht einmal das volle Kapital ihrer Pfandbriefe zurückbezahlt. Tas wäre volkswirtschaftlich und privatwirtschaftlich! ein großer Schaden. Tenn es ist sicherlich nutzbringender, ein Kapital von nur 500 Mark auf einmal zu erhalten, als ein Kapital von 1000 Mark in Jahresraten von 40 oder 50 Mark. Tas vorgeschlagene Liquidations-Verfahren stößt auf große Schwierigkeiten. Bekanntlich ist bei Beginn einer Liquidation eine Bilanz aufzustellen, eine Bilanz, für welche' viel schärfere Grundsätze gelten, als für die gewöhnlichen Bilanzen. In einer gewöhnlichen Jahresbilanz dürfen bekanntlich Anlagen und Gegenstände, die dauernd zum Geschäftsbetriebe bestimmt sino, zum Anschaffungspreis eingesetzt werden, auefy wenn dieser Preis den wahren Wert überschreitet, sobald ein der jährlichen Abnutzung gleich- kommender Betrag in Reserve gestellt wird. Bei einer Liquidation sind dagegen Waren, Wertpapiere und Vermögenstücke zu ihrem wahren Wert einzustellen. Tadurch könnte :ie Gesellschaft möglicherweis! gezwungen sein, eine ganz: Reihe ihrer Besitzstücke viel niedriger in die Bilanz zu stellen, als sie augenblickliche verbucht sind, so daß bei Aufstellung solcher Liqtdations-Bilanz die Liquidatoren gezwungen sein würden, den Konkurs anzumelden. Außerdem erfordert aber gesetzlich die Liquidation eine ganze Reihe von Formalitäten. Sv find z. B. sämtliche Gläubiger dreimal aufzufordern, ihre Ansprüche anzumelden, und die Verteilung des Vermögens ist erst ein Jahr nach der dritten Aufforderung an die Gläubiger möglich. Das Gesetz bestimmt außerdem, daß bei ftreitigen Verbindlichkeiten den Gläubigern vorher Sicherheit zu leisten ist. Bei der Menge von schwebenden Prozessen ist es wahrscheinlich, daß sich daraus arge Schwierigkeiten ergeben werden.' Ferner erfordert eine Liquidation, wenn sie nicht auch schließlich! mit einer en bloc-Uebertragung des Gesellschaftsvermögens an eine dritte Person enden soll, umfangreiche Kapitalien zur Durchführung, und wir glauben nicht, daß heute irgend eine Bank in der Lage ist, diese Kapitalien zu gewähren. Die Verhältnisse liegen heute anders als bei der Rekonstruierung der Preußischen Hypothekenbank. Tie Banken müssen jetzt ihre Gelder Zusammenhalten. Sie können große Finanz-Transaktionen bei der augenblicklichen Lage des Geldmarktes nicht durchführen. Dieser Gesichtspunkt ist auch in Betracht zu ziehen, wenn man an die Möglichkeit einer Rekonstruierung denkt. Wer soll das neue Geld geben? Wer ist in der Lage, die großen Vorschüsse zu leisten, die neuen Aktien vorläufig zu übernehmen, große Garantien zu leisten? Niemand! — Nun zirkulierten bekanntlich vor einiger Zeit Gerüchte, welche davon wissen wollten, daß eine Fusion fier Pommerschen Hypothekenbank mit der reorgani- Ieuilkeion. (Nachdruck verboten.) Briefe aus der Kestdenz. Dr. M. Darmstadt, 16. Sept. Erquickliches und Unerquickliches von der Künstlerkolouie. — Die Wiedereröffnung des Hoftheaters. — Die Sicherheit resp. Unsicherheit unserer Wälder. Ter Besuch hält sich noch immer auf einer erfreulichen Höhe; die elektrischen Wagen sind überfüllt, und fiie Droschkenkutscher dürfen auch nicht klagen. Dazu kommt, daß nach und nach im Publikum, in der öffentlichen Meinung ein entschiedener Umschwung zu Gunsten der Kolonie eingetreten ist und man viel mehr als zu Anfang Worte der Anerkennung trifft. Namentlich sind es die Vertreter des Kunsthandwerks, die, von den Nachbarstädten kommend, überzeugt versichern, daß mau sehr viel lernen könne, jdaß die Ausstellung eine Fülle von Anregungen gewähre. Als überflüssig wird indes durchgängig das „Ueber- dokument" empfunden, das ja pekuniär nicht das gehalten hat, was man sich von ihm versprochen. Außerhalb Darmstadts hat.man es garnicht Begreifen können, daß die Künsd- ler zu dieser Grimasse Zeit und Arbeit aufgewendet fiaben. Ter Prozeß Deiters wirft zum Schluß noch einige finnkle Schotten auf den geschäftlichen Gang des Unternehmens — aber es ist kaum anzunehmen, daß nach den Völkerwanderungen, die während der schönen Jahreszeit nach der Mathildenhöhe stattgefunden, ein Defizit herauskommen sollte. Arge Fehler sind ja wohl Bei der Verwertung des „Spielhauses" gemacht worden.' Wir haben schon früher darauf hingewiesen.' Mit gemischten Gefühlen Begrüßen wir auch den Einzug des „Datierich", nicht etwa, weil wir den köstlichen Falstaffhumor dieses Dialektstücks irgendwie verkennen, sondern, weil wir der Ansicht sind, daß das Spielhaus nicht dazu erbaut wurde,, um läng ft eingebürgerte Stücke auf- Iznnehmen, sondern, weil in diesen Räumen dem Publikum etwas Eigenartiges, eine Kunst, die in innerem Zusammenhang mit dem Koloniegedanken steht, vorgeführt werden sollte. Die wackeren Melomaneii haben uns Nieber- galls prächtige Volksstücke so und so oft vorgeführt; auch auf der Saalbaubühne hat der „Datterich" seinen Einzug gehalten, so daß wirklich zu seiner Verpflanzung auf die Mathildenhöhe kein triftiger Grund vorlag. Immerhin waren die drei Vorstellungen gut besucht, und selbst am Sonntagabend, da der Himmel alle seine Schleusen auf- gethan, hatte sich eine Scbar Getreuer eingefunden, die dann thatsächlich auch auf die vollen Kosten ihrer Unterhaltung kam — denn, das muß man sagen: es ist ein ganz vorzügliches Ensemble, das sich unter Leitung des Herrn Gustav Klotz gebildet hat, das, wofern man außerhalb der rotweißen Pfähle^ auf Verständnis für das Darmstädter Volksstück rechnen könnte — fier Versuch, fien „Datterich" in München aufzuführen, ist, alauben wir, schon einmal gemacht worden —, ebenso wie die Schlierseer zu Gastspielen berechtigt wären. Das Hoftheater hat seine Arbeit mit schönem Erfolge wieder ausgenommen, und gleich an den ersten Abenden neu engagierte Kräfte ins Treffen geführt. Recht viel dürfen wir uns von der neuen jugendlichen, munteren Liiebhaberin Frl. Paula Müller, versprechen, welcher die Neueinstiidierung des Benedix'schen Lustspiels „Aschenbrödel" reichlich Gelegenheit bot, sich die Sympathie des Publikums zu sichern. — Schöne, künstlerisch wertvolle Leistungen enthielten die Aufführung der „Euryanthe", die die Saison einleitete, und der „Jungftau von Orleans", mit der die Reminiszenz an die erste Aufführung des Dramas in Leipzig, vor hundert Jahren, verknüpft war. Ter Theaterbesuch wird begünstigt durch das anhaltende Regenwetter, das selbst den eifrigsten Naturfreund zum Ausgeben des gewohnten Gesundheitsganges veranlaßt. Ein wehmütiges Gefühl beschleicht uns, wenn wir an unsere herrlichen Waldspaziergänge denken, die bisher den eigentlichen Stolz der Residenz ausgemacht haben. Wie ist es in Zukunft damit bestellt? Werden wir hier ähn- ._.j man sie sonst Walfipolizei kann liche Zustände bekommen, wie sie im Frankfurter Stadtwalde an der Tagesorfinung sind?! Noch im vorigen Jahre konnte man von absoluter Sicherheit sprechen, was die Waldpartieen um Ludwigshöhe und Marienhöhe herum betrifft. Der Weg nach Traisa, Burgwald, nach dem Forsthause Einsiedel wurde von alten und jungen Damen ohne Bedenken angetreten. Nicht die schweren Sittlich- keitsverbrechen, die in den letzten Wochen vorgekommen sind, und die sich ja nicht zu wiederholen brauchen, stellen die unbekümmerten, sorglosen Waldspaziergänge für unsere Frauen und Töchter in. Frage,, sondern die Thatsache, daß in diesem Sommer in den Schneisen und Waldwegen (ich nenne hier Schnampelweg, Oppermannswiesen- schneise, alter Eberstädterweg, in- der Nähe des Hartwig- denkmals, nach Kranichstein zu, von der „Sünne",, die schon immer etwas unheimlich war', gattz zu schweigen), Stromer und Herumlungerer cutftäuchen, wie man sie sonst hier nie gesehen hat. Nur eine starke Waldpolizei kann da Abhilfe schaffen — und die muß mit ihrer Thätigkeit einsetzen, bevor das Unwesen überhand, genommen hat. Mit der nachträglichen Ermittelung und Bestrafung des Verbrechers, die leider nicht einmal in allem Fällen statt- finden konnte —, ist nur wenig geleistet. Um das Treffen energischer Vorbeugungsmaßregeln' handelt es sich in erster Linie. Es liegt das in entschiedenem^Jntereffe aller unserer Waldwirtschaften und Sonimerhenswuen, die sehr bald, namentlicb die Kaffeestationen, die Abnahme des Damenverkehrs schwer schädigen würde.. Doch, nicht der wirtschaftliche, auch nicht der Erholunasgesichtspunkt steht Bei unseren Vorschlägen obenan — sondern vor-allem der Gedanke, daß unsere arbeitenden Frauen aus dem Volk, die ihr Tagewerk oft genug durch Wald und Feld führt, und die nicht immer in Gesellschaft gehen können, geschützt werden müssen, indem man die Wälder von bett Unholden und dem arbeitsscheuen Gesindel säubert. Die pekuniären Lpfer, welche diese Säuberung erfordern dürfte, werden sich hundertfach einfiringen. im Werte von mehr als Stück: 300 Mk. das 15 Mk. 100 Kg. pro 100 n n 7,50 Mk. für 100 Kilo. 100 n n ii Kilo, Mk. für 100 Kilo, Mk. für 100 in 100 Mk. für . 160 100 -Für Weintrauben (Position 44, Weinbeeren), frisch Kilo, Mk. für 100 3 n u v v tt stolz sein. Gemüse (Position 33, Küchengcwächse frisch). n Frühjahr. 10 12 n n 100 100 100 46). 3 40 60 100 n u ii ii n n n ii n ii v 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 3 15 5 3 24 n v Kilo, in der n ii ii ii ii u n n n ii n ii n ii n n ii ii ii ii ii u // ii ti n ff ii ff ff ii ff ff ii ir H ff ff ff II H II II II ff ff ff II ff ff // ff ff ff ff ff ff 40 60 100 30 5 6 18 24 40 40 40 30 70 frei. 60 frei. 20 Erze geschieht durch Tagbau. Im südlichen ganz unverrizten Teil des Grubenfeldes, im Bergwerkswald, fanden wir Bohrlöcher, die von weiteren bedeutenden Aufschlüssen Zeugnis ablegten, und wie uns die Bohrkerne zeigten, eine wechselnde Mächtigkeit bester Manganerze bis zu 7 und mehr Meter bei nur einer durchschnittlichen Uebttlagerung von 5 m nach- zwungen, einen Teil ihres Viehes abzusetzen, da sich tm nächsten Frühjahre ein empfindlicher Futtermangel erstellen wird. "Tie Viehpreise sind gegenwärtig sehr gedrückt. Landes-Nkchumluug drs hMchra Kaumißandes. Die auf der Landesversammlung des hessischen Bauernstandes, von der wir gestern berichteten, einstimmig ange- «rrommene Resolution hat folgenden Wortlaut: Die heute versammelten hessischen Landwirte erklären: L Wir halten den vorliegenden Zolltarifentwurf! als nicht ausreichend für einen wirksamen Schutz der hessischen Landwirtschaft vor deren stetem Niedergange und stellen unsere Forderungen, wie folgt: 1. Wir erachten die Aufstellung eines Doppeltarifs mit festen Maximal- und Minimaltarifsätzen für alle landwirtschaftlichen Positionen für notwendig und wirtschaftspolitisch auch für die Allgemeinheit in jeder Beziehung vorteilhaft. 2. Die gemischten Getreide-Transitlager, welche die einheimische Getreideproduktion empfindlich schädigen und, auch bei Zollkreditgewährung unter 4proz. Verzinsung der Zollbeträge, noch nachteilig wirken, sind durchaus entbehrlich und demnach wie die Zollkredite im Sinne früherer Beschlüsse des Reichstages und verschiedener Landtage gänzlich abzuschaffen. 3. Als Zeitpunkt für das Inkrafttreten des Zolltarifgesetzes ist der 1. Januar 1904 gesetzlich festzusetzen. 4. Bezüglich der für unser Land hauptsächlich in Betracht kommenden Zolltarifpositionen halten wir folgende Beträge als Minimaltarifsätze für notwendig: a) Getreide. me. Großeu-Linden, 14. Sept. Bei der am gestrigen Tage stattgehabten Gemeinderatswahl wurden die seitherigen Mitglieder Joh. Volk mit 174 und Ludwig Hardt mit 170 Stimmen wiedergewählt, während Metzgermeister Verkehr gebracht werden dürfe. Obst (Position Aepfel, Birnen, Quitten unverpackt /Aepfel, Birnen, Quitten in Verpackung ,Aprikosen, Pfirsiche .... Pflaumen aller Art, Kirschen, Weichseln, Mispeln .... Hagebuttnn und Schlehen, sowie anderes vorstehend nicht genanntes Kern- und Steinobst . Erdbeeren ....... Himbeeren ....... ^Anderes Beerenobst . . . . . 'Obstwein Rindvieh (Pos. 102) Schafe (Pos. 103) . Schweine (Pos. 105) Ziegen (Pos. 104) . Federvieh (Pos. (106) Federvieh (Pos. 108): geschlachtet re. ♦ gespickt 2C. . . zum feineren Tafelgenuß Fleisch (Pos. 107): frisch ..... einfach zubereitet * . zum feineren Tafelgenuß Schmalz rc. (Pos. 124) . Talg (Pos. 127) . . . Milch, frisch (Pos. 131) . Milch, entkeimt, gefroren Rahm .... Butter (Pos. 132) . . . Margarine (Pos. 203) . Käse (Pos. 133) . . . Eier (Pos. 134) . ♦ ♦ Eigelb (Pos. 135) . . 4 denaturiert .... Honig (Pos. 137 und 138) e) Quebrachoholz (Position 92). 7 Mk. für 100 Kilo. f) Tiere und tierische Erzeugnisse. Pferde (Position 99) im Werte bis 300 Mk. das Stück: 45 Mk., im Werte von mehr als 300 bis längeren Rede noch eine Zeit lang ^..Hörerschaft. Der Gesang „Nun danket alle Gott" beendigte' die Feier, nach der die Schüler mit Bretzeln beschenkt wurden. Der äußeren gefälligen Erscheinung des Schulhauses entspricht auch die innere praktische Einrichtung. Stangenrod kann auf sein neues Schulhaus Zeit vom 1. September bis 31. Oktober 20 Mk. für 100 Kilo, in der Zeit vom 1. November bis 31. August 35 Mk. für 100 Kilo, jirür Weintrauben (Weinbeeren), gemostet, gegohren; Weinmaische 24 Mk. für 100 Kilo. Falls die Wiederherstellung der bisherigen Position „Verschnittweine" für Handelsvertragsabschlüsse beabsichtigt ist, sind für solche entsprechend den bereits gestellten Anträgen -es Hessischen Landwirtschaftsrats vom 25. März 1901 mindestens 15 Mk. per 100 Kilo Zoll einzusetzen und die Bedingung an die Einfuhr zum Verschnitt zu knüpfen, daß der 'Verschnitt von Rotwein unter vorgeschriebener Kontrolle nur mit Rotwein, nicht aber mit Weißwein erfolgen und Rot- weißweinyerschnitt als „Wein" in Deutschland nicht in den Desgleichen sind die im Zolltarifentwurf vorgesehenen 'Zollsätze für Mehl, Malz rc. entsprechend zu erhöhen. b) Wein, Obst und Gemüse. Für Wem und frischen Most von Trauben, auch entkeimt, an. Fässern oder Kesselwagen (Position 178): mit einem Weingeistgehalt von Für Roggen (Position 1) ,, Weizen (Position 2) „ Gerste (Position 3) „ Hafer (Position 4) ch Schotten, 15. Sept. Am 12. und 13. September veranstaltete die Vereinigung jünger Burschenschafter des Vogelsbergs ihren diesjährigen Herbstausflug auf den Hoherodskopf. Trotz des ungünstigen Wetters hatten sich auch sechs Gießener Alemannen, zwei Gießener Germanen eingefunden. Feuchtfröhlich war der Verlauf des Festes. Zahlreiche Begrüßungsdepeschen waren eingelaufen. Mit der Vereinigung junger Burschenschafter Magdeburgs wurden Drahtgrüße gewechselt. Man trennte sich mir. ungern und schied mit dem Wunsche eines ftohen Wiedersehens im nächsten „ 100 nicht mehr als 14 Gewichtsteilen in 100 .... 24 mit einem Weingeistgehalt von mehr als 14, aber nicht mehr als 20 Gewichtsteilen in 100 30 mit einem Weingeistgehalt von mehr als 20 Gewichtsteilen () Burkhards, 16. Sept. Vielfach hört man von Touristen die Ansicht, daß der auf der hiesigen Gemarkungsgrenze unweit der „Buchwaldsmühle" stehende „Lutherbaum" ein sehr alter, wohl aus der Zeit Luthers her- 0) Kartoffeln, frisch (Position 23). Dom 1. Februar bis 31. Jrlli 10 Mk. für 100 Kilo, ff 1» August „ 31. Januar 1 „ . d) Tabak und Hopfen. Tabakblätter (Position 29) 125 Mk. für 100 Kilo, Hopfen (Position 30) 100 Mk. für 100 Kilo. zy. • r fff Y z-\ r , - y - I _ Y CfX r Y f r I IQ 0 UH U u V S \2Z LU V vil V U 1 U u H V V 3 V V 4. X_/ V IV V 4. 4, ] VM u | 4. I lllllVCllVvv *vUUIIl [Ulli HIVUU. U|4' *V I **'* Höfischen Landwittschaftsrat , derGietzenerBraunstein-Bergwerkevorm. Fernie erinnert vielmehr an die 300jährige Jubelfeier der Re- 00m 25. Marz d. I. beantragten Zollsätze unter Beschränkung Besichtigung ihrer Grube für den Tag des formation im Jahre 1817. Sie wurde im Jahre 1818 von auf die angegebenen Erhebungszeiten, nämlich: I Stiftungsfestes Wir wollen deshalb auch über diese jedem dem damaligen Pfarrer Kleeberger gepflanzt Im Jahre ^Iislungsseir^. - WU. iuu VI ) j * 1858 hielt der Geistliche wahrend der Reparatur der Kirche einzelnen Teilnehmer durch Anlage und Führung m bester 1.^ beiden Gemeinden Burkhards und Kaulstos an Erinnerung stehende, hochinteressante Grubenbesichtigung be-1 (gonntQgen Gottesdienst unter der „Lutherlinde" ab. richten: Am Festtage um 4 Uhr nachmittags erreichten die 8 Fambach, 16. Sept. Gestern und heute fand unser Teilnehmer unter Führung ees Grubenvorstandes die seit 1840 Kirchweihfest statt. Der Besuch von Fremden war durch in ununterbrochener guter Ausbeute stehenden Braunstein- die Ungunst des Wetters beeinträchtigt. — Der unlängst berawerke in der Lindener Mark bei Gießen. Bei eingehender beim Fruchtabladen vom Boden seiner Scheuer herabge- Besichtiaung der Gruben, der Anlagen und Hilfsbauten hielt!stürzte Jakob Schmidt ist seinen schweren Verletzungen ein Teilnehmer und Gast, Herr Dr. Esch-Berlin, einen ge- erlegen. Der Bedauernswerte war kaum drei Jahre ver- Vortraa über die Entstebiina des Strie-1 heiratet und hinterläßt eine junge Frau nebst Kind. nnS Spa 2 S die Bllduna Bei der Gemeinderatswahl in dem benachbarten Trais- gocephalen-Kalkes und, desDolomit^ sonne über die Bildung ^^nberg wurden Gilbert Gorr V., Jakob Heuser, Hein- der besichtigten Braunstemlager. Ww sahen hier, daß ine Schmidt I. und Georg Bender gewählt. !Lagerstätte des Braunsteins sich zwischen dem Do omst und ')( höheren V>ogelsberae, 16. Sept. Noch dem dieselben überlagernden Schichten von plastischem Thone Gemarkungen eine große Menge Sommeroder in den unteren Teilen der letzteren selbst befindet; ferner, ^ils schon geschnitten ist, teils noch auf dem daß der Dolomit eine sehr unregelmäßige Oberfläche hat. Er Halme steht, einzuheimsen. Durch, das mehrtägige Regentritt in Sätteln bald dicht an die Erdoberfläche, bald sinkt Wetter hat sie ungemein gelitten.. Auch das (brummet er wieder in Mulden, die von dem genannten Thone bis zu I befindet sich meist noch auf den Wiesen und ist zum Teil 25 Meter und mehr ausgefüllt sind, unter sie herab. Ganz schon verfault. Viele Landwirte sind sogar schon ge- I in derselben Weise folgen die Braunsteine dem Dolomite, fOs ha f« tm daß der Abbau der Erze bald näher am Tage geschieht, bald I vorher ein bedeutender Abraum von Thon stattzufinden hat. Die Mächtigkeit der Manganerzlager ist bedeutend und wechselt I von 1—5 Meter und mehr. Dieselben bestehen aus Wad I oder mulmigen Manganerzen mit 20—25 pCt. Mangan und 20—25pCt. Eisengehalt. Ferner kommen aber auch Nester von Pyrolusit und Psilomelan vor. Der Abbau der 2500 Mk. das Stück: 200 Mk., Der Gesangverein Heiterkeit feierte am Sonntag sein 2500 Mk. 23 Stiftungsfest. Der Feier ging ein gut besuchter, schön verlaufener Bierkommers voraus. Die Hauptseier am Sonntag zeigte ein voll besetztes Haus, dem ein gut gewähltes Programm geboten wurde. Der an befreundete Vereine ergangenen Einladung war allseitig entsprochen worden. Von den unter Leitung des Lehrers Becker vor- ff l getragenen Liedern gefiel das Mangold'sche Waldlied besonders, ebenso das Theaterstück „Schwarzer Peter". Philipp Pirr mit 163 Stimmen neu gewählt wurde. Das bisherige Mitglied Ludwig Keßler, Gastwitt zum Löwen, erhielt nur 111 Stimmen. Eine so rege Wahlbeteiligung wie in diesem Jahre hat hier noch nicht stattgefunden. Von 319 Stimmberechtigten machten 267 Gebrauch von dem Wahlrecht. e. Bad-Nauheim, 15. Sept. In den letzten Tagen wurden zwei bedeutsame Verpachtungen resp. Verkäufe hier abgeschlossen. Das staatliche Kurhaus, das 12 Jahre lang als Pächter Herrn Tielemann hatte, wurde ab 1. Januar 1902 an Herrn Ferdinand Moder hier für jährlich 18 000 Mk. verpachtet, einige Tausend Mark mehr wie seither. Herr Moder ist gegenwärtig Pächter des alten Kursaals und als tüchtiger Witt bekannt. Der alte Kursaal, dessen Pächter gegenwättig Herr Moder ist, soll abgettssen - - - £„ . m I werben nnd an seine Stelle die projekttette evangelische In der Erwägung, daß auch für eine Reihe industriellei. ^^skwche erttchtet werden. Der alte Kursaal war das Fabrikate, welche ™ ber Landwirtschaft gebraucht werden, Badehaus mit Wittschaftsbettteb Nauheims und ist im wresür landwirtschaftliche Maschinen und Gerate recht er= lg35 er6aut morden. Die Pläne für die zu errichtende hebliche Zollerhohungen vorgesehen sind, bitten wir die^^Großh. Dankcskirche hat Geh. Ober-Baurat Hofmann-Darmstadt Regierung mit allem Nachdruck für die Emsetzung vorstehender Verkauft wurde ferner das bekannte Restaurant Mimmalsatze für sämtliche landwittschaftlichen Produkte, ms-^ Thüringer Hof" in der Reinhardtsttaße, Herrn Hugo besondere die vorstehenden, m den zukünftigen Zolltanfentwurf o^braiever aeh^ig, an Herrn E. Kiechle-Worms für die eintreten zu wollen, und verharren im Verttauen auf die von 190000 Mk. Die Uebernahme findet am kräftige Unterstützung unserer Forderungen, ^ober statt. die bevorstehende Entscheidung über den Zolltarif als die < r^a roidjtigfte Frage, die ^^^^^^ f)esfische Landwittschaft be- Sird'^eiI)e b^dtte^diesnial gleichzeittg^den Festtag der Eintroffen hat, und sind der Ueberzeugung, daß nur em seh toe|ßung des neuerbauten Schulha,uses, das als eine kräftiger Zollschutz die Landwirtschaft von den unheilvollsten Zierde des Dorfes bezeichnet werden muß. Wenw Folgen für unseren Berufsstand und die gesamte hessische der Himmel seine Schleusen allzu reichlich geöffnet, Staatswohlfahrt bewahren kann. so hatte doch eine große Anzahl auswärtiger Gäste es sich > nicht nehmen lassen, unter dem Schutze des „Regendaches" cx der Feier beizuwohnen. Von dem geplanten Festzug mußte (AUS gtluvl UUv Auuu. freilich Abstand genommen werden. Nach einer Abschieds- !Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen rede seitens des Herrn Lehrers Bender uud dem Ge- und werden angemessen honoriert. sänge des Liedes. „Unsern Ausgang segne Gott wurde Gießen, 17. September 1901. alte ^lh-ui wieseii. So war unser aller Ueberzeugung, daß der betrieb des Braunsteinbergwerkes, in dem bereits über 60 Jahre Abbau getrieben wird, auch fernerhin und auf unabsehbare Zeit gesichett erscheint. Der Gewerkschaft hierzu Glückauf! Dem Grubenvorstand unseren Dank für Gestattung der Besichtigung und für die freundliche Aufnahme und gastliche Bewittung, ebenso Herrn 1000 Mk. das Stück: 150 Mk., ! Direktor Lemmö Tank für das von der Gießener Aktten- im Wette von mehr als 1000 bis brauerei gestiftete köstliche Bier! Schulhaus verlassen und am neuen Gebäude Aus- , stellung genommen. Hier hielt Pfarrer R ö m h e l d von **ZurBurensache. Das Bureau Berlin der „Inter- Grünberg nach dem Gesänge des Liedes: „Ein feste Burg nationalen Burenliga" veranstaltet Bortragsreisen inner- unser Gott" die Weiherede. Der Gesangverein fang: halb Deutschlands, in denen Mitkämpfer aus dem Süd-1 freudig fromme wieder schallen", woraus Kreisschulafrikanischen Kriege über ihre Erlebnisse und Erfahrungen Inspektor Prof. Dr. Lucius in seiner Ansprackiss aus- berichten. Diese Vorttäge haben den Zweck, das wohl über- führte, daß die Gemeinde ein größeres und schöneres all in unserem Vaterlande bestehende Interesse für das Sch ul Haus, als es sonst die Schulbehörde fordere, erbaut von England schmachvoll unterdrückte Burenvolk zu wecken habe. Er ermahnte die Schüler durchs Fleiß, gutes Be- und zu stärken. AnfangNovember wird ein von der Siga tragen und wirklich tüchtige Leistungen sich für dieses Opfer entsendeter Redner, der an einer Reihe von Schlachten in ker Gemeinde dankbar zu zeigen, damit sie später tüchjtige Südafrika aktiv teilgenommen hat, auch in unserer Stadt Glieder ihrer Gemeinde und ihres Vaterlandes würden, uns einen oder mehrere Vorttäge halten. Nach dem abermaligen Gesänge der Schüler überreichte ** Stiftungsfest des Bergmännischen Vereins zu Gießen. Provinzialdirektor Geheimrat von Bechthold dem Bür- Zum diesjähttgen Stiftungsfeste des im Jahre 1871 gegrün- germeifter Bock den Schlüssel zum SchMause. Gemeinderat beten Bergmännischen Vereins zu Gießen wirb uns von Seiten Echler fesselte in einer längeren Rede noch des Vorstandes des Bergmännischen Vereins berichtet: Unter die Zuhörerschaft. Der Gesang „Nun danke! selten zahlreicher Beteiligung unserer auswärtigen und hie- sigen Mitglieder, sowie einer Reihe werter Gäste fand am 31. August die Feier des 30jährigen Bestehens des Bergmännischen Vereins im Vereinslokal „Hotel Viktoria" statt. Diese unerwattete rege Beteiligung namentlich auswärtiger Mitglieder an der sonst bescheiden angelegten Feier verdankt der Verein, was hier ausdrücklich festgestellt sein soll, einer iauf seine vorherige Anfrage hin an ihn ergangenen Ein- , ..... ..... ... v laduna des Grub envorstandes der Gewerkschaft rührender Baum sein möge. Dem ist nicht so. Die Linde Benennung der Gemüse Zeit, in welcher der Zoll erhoben werden soll Lröhe d. Zolls p. 100 Klio vom bis Mttischocken Blumenkohl Rosenkohl .Speisebohnen A t grüne, « « Erbsen J in Hülsen ♦ <■ j Endivie Karotten «»)•»**» Tomaten ' Kopfsalat .Schwarzwurzel Spargel Spinat Gurken ....... , . Rotkohl Meißkohl . Wirsingkohl ..... 4 . Winterrohl kKohlrabi ....... 4 »Knollenfellerie ...... iPorröe ......... «Möhren ........ iRotttiben ........ Zwiebeln . . . . . . . . 1. Dezember 1. Septemb. 1. Septemb. 1. April 1. April 1. Januar 1. Mai 1. Juni 1. Januar 1. November 1. März 1. Februar 1. Marz 1. Juli 1. „ 1. „ 1. „ // 1. „ 1. ff U « 1. „ L ff 1. Juli 1. April 1. April 1. August 1. August 1. Mai 1. August 1. November 1. Juli 1. April 1. Juli 1. Mai 1. August 1. April 1. „ 1- „ 1. ff 1. « 1. « 1. ff 1- ff 1. 1. JC 40 40 40 40 40 40 20 40 40 20 50 20 10 8 8 8 8 8 10 10 8 8 8 ^währen und seien noch in um Es starben an: Zusammen 1 Für die Redaktion verantwortlich i B.r R. Dittmans SiGi ilOg VC'lSji/cIbet 1 1 1 1 2 (1) 1 1 (1) 1 2 (2) 1 (1) Lungenschwindsucht Brechdurchfall Soor Gehirnentzündung Rückenmarks entzünd. Lunaenerweiterung Herzfehler Eingeklemmten Bruch Innere Einklemmung Rhachitis Krämpfen Altersschwäche 2 (0) 1 1 2 (1) 2 (2) 1 2 (2) 2 (1) 1 1 1 rumMen die durch eins ______________ ________ ... _ ihm zur Verfügung gestellt seien, gegen eine annehmbare doppelte Sicherheit zu Tageskursen ausleihen. Summa: 15 (5) 11 (5) 4 (2) — Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, rote viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von ausroärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. : Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 2 (0) - - gesetzt. Newhork, 14. Sept. Der Vorsitzende des Clearinghouse- Ausschusses erklärte, die am vergangenen Samstag getroffenen Maßnahmen seien dazu bestimmt gewesen, für den Fall des Todes des Präsidenten einen Rückhalt zu gervcch Kraft. Der Ausschuß werde die großen <5: kombinierte Aktion der Bankiers V , ... . v wuw Stufen, $cjat) liefernicirStreik au - ' Man verl. Muster unserer großen Auswahl. Eiten & Keussen^fÄLg Krefeld, Kandwittschast. (!) Friedberg, 16. Sept. Am 13. September! fand in Len drei Schwertern eine Hauptversammlung des Landw. Bezirksvereins Friedberg statt, in bet nach Eröffnung durch den stellvertretenden Direktor, Altbürgermeister Reitz"von Södel, Graf Oriola das Wort ergriff, um herzlichen Dank und volle Anerkennung dem segensreichen Wirken des dahingegangenen Geheimrats Tr. Braden, der beinahe 25 Jahre dem Verein mit seinem ganzen Interesse und liebevoller Fürsorge vorgestanden habe, auszusprechen. Der Verein würde seines Waltens stets mit Dankbarkeit und Liebe gedenken. Sämtliche Anwesenden hatten sich während der Ansprache von den Sitzen zur Ehrung des so plötzlich aus dem Leben Llbgerufenen erhoben. Hierauf teilte Direktor Dr. v. Peter noch mit, daß er, wohl im Sinne der Versammlung handelnd, am Grabe einen Kranz im Namen des Vereins niedergelegt habe zuni Ausdruck der auch heute von"dem Grafen Oriola geäußerten Gefühle des Dankes und der Anerkennung für den Dahin- aeschiedenen, der es verstanden habe, die Zuneigung und Liebe der landwirtschaftlichen Bevölkerung in hohem Maße zu erwerben. ‘-= Zum geschäftlichen Teil übergehend wurde die Rechnung pro 1900/01, die mit einer Einnahme und Ausgabe von 4006.45 Mt. balancierte, vorgetragen, worauf die Versammlung dem Rechner Aecharge erteilte. — Tas Wort ach -wischen ihm und Dem Mitdirector Breslauer' in Bezug mrt gegenseitige "Ausstellung der Ramensunterschristen herausgeblldet hatte "Dieselbe erstreckte sich nicht nur auf Eonnosjemente, sondern'auf alle Schriftstücke und Papiere, welche zu ihrer Gittia> feit der Unterschrift beider Direktoren bedurften. Inwieweit TirS- tor Breslauer Mitwisser oder Beihelser gewesen ist, lagt sich auf Grund des vorliegenden Materials einstweilen nur annähernd ver- muten. Vorläufig bestreitet er zwar, irgend welche Liennttns von den Manipulationen seines Kollegen gehabt zu haben. Die Hast- pflid)t der Gesellschaft gegenüber den Glaubigerii stelle fest in Bezug auf alle diejenigen Eonnossemente, welche ordnungsgemäß aus- gefertigt sind; dagegen erscheine es, wie nach dem genannten Blatt von juristischer Seite behauptet wird, ausgeschlossen, daß aus diesen Verpflichtungen auch der Aufsichtsrat haftbar gemacht werden kann; eine Verletzung der Pstichten des ordentlichen Kaufmanns oder seiner sonstigen Obliegenheiten seitens des AufstchtSrats uege nicht vor. Wie das Blatt ferner hört, hat am Samstag die Hamburger Filiale der Dresdener Bank eilten formalen 2lrrclt aus- gebracht, auf Grund deffen Gerichtsvollzieher sowohl an die Prahme als auch an die Schiffe der Rhederei die bekannten blauen Siegel, anlegten. Ter Schtsssbetrieb bleibt einstweilen im Gange. Breslau, 16. Sept. Der 'Aussichtsrat der Rhedern ver^ einiater Schiffer sog zur Ausstellung des Status einen vereidigten Bücherrevisor uno kaufmännischen Berater hinzu. Ferner wurde beschlossen. Diejenigen, welche Ansprüche an die (Gesellschaft zu haben; glauben, öffentlich zuftAnmeldung aufzufordern. Bisher sind äußerl den in den Büchern aufgeführten, aus dem normalen Geschäfts- betriebe herrühreuden Kreditoren etwa 4