Blätter leg« W< Mew trS4e Rhein . -üobltcheo 1 1 Mögen- und Derrn» katarrh Bauchfellentzündung Magengeschwür Gehtrnhauttuberkulose Gehirnhautentzündung Nierenentzündung Mord Äbteffe für Dcpkschs«, Anzeiger Sietzen. Fernsprrchanichluß Str.WU. b* bce Im 151. Jahrgang Ä* >an^ luiigenfang Dom Recken Siegfried und dem grimmen Hagen iw hinab zu den Rodenstein Liedern des fröhlichen Sängers, beim man jetzt in Reichelsheim ein Tenkmal errichten will' TaK heißt, uralt ist die diesen Liefern zugrund liegende ^9rc vom Rodensteiner, der als Wilder Jäger mit dem wüt enden Heere herbst-nächtlich von Burg Schnellens durch bi- Forsten braust. Kein anderer ist er als Wotan, der Wnervater, der so heute noch im Munde des Odenwald- volles fortlebt. Tiefen beiden ältesten Mythen schließt sich + 20.6t £ + 13.1» C. 1. Lebensjahr: 2.—16. Iah« 3 — Was s er di chterÄbschTus^X Luftund fester haltbarer . ’/erputzdurdiiBekltidunjmir3^". eine ganze lange Reihe an. Wer kennt nicht die Geschichte von der Kaisertochter Jmma und dem Geheimschreiber des großen Karl, Eginhard, den die Geliebte nächtlicherweile auf starten Schultern durch den frischen Schnee trug, um seine Spur nicht zum Verräter ihrer Liebe werden zu lassen? Aber ertappt wurden sie doch, und in Michelstadt und Seligenstadt verbrachten sie, fern vom Hofe, ihre Tage. Sie sollen die Stammeltern der Grafen von Erbach geworden sein. Gin Lorsch er Chronist hat uns diese Sage aufbewahrt, an deren historischen Kern die Einhard-Basiliken in Steinbach bei Michelstadt und in Seligenstadt noch heute erinnern. Mit der Lindwurmsage, deren Held Ritter Georg von Frankenstein ist, und mit dem hohen Lied von der Gattentreue der Ann-Els von Tannenberg bilden die erwähnten Mythen die Perlen der Odenwaldsagen *). Ebenso fest wurzeln im Odenwälder Volke seine uralten Sitten. An Geburt, Taufe. Trauung und Hochzeit, Begräbnis, wie an die Feste, die das Jahr mit sich bringt, knüpfen sich Gebräuche, von denen nicht abgegangen werden darf. Tagegen muß der Tanz, der Dreher und der Kissentanz, allmählich dem modernen Walzer und Hopser und dem Schottisch weichen. Tas mag durch die Musikanten kommen. Tenn der Odenwälder ist musikalisch und stellt ein bedeutendes Kontingent zu den wandernden Musikanten-Truppen, die weit über die Grenzen der Heimat hinaus zur Kirchweihzeit ihre Kunst bethätigen. Taß der Odenwälder Volksliederschatz überaus reich ist, ist bekannt. Ludwig Erk hat aus ihm geschöpft und Karl Maria von Webers „Wir *) Erzählt von Prof. Jakob Nover in 1. Anm. Die in Klemmern gesetzten Ziffern geben en, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krenkhett euf von euSwärtS nach Gietzen gebrecht« Ärenfe kommen. ejnstiveMe ’ richi ,ber d-J- aoes^f 2 (0 6 lvthrnm, M" 'M «ftv Wt® imttt erteilt ult LrhrtM. nen, dir iion en Kursus Mito lOttatwdfe tew ii S. cktobm ' Goethestrchbi, VWPNilMNtdiM «t 2.30, «inwtt. Tt tfc m* Bweyrt*«; burchU «bbeteüfOee Wer eine ■jfuM erhält fofor: uSwahl Don Partien a. Ab. Sr t»r. Mw'Attv 106 Kunben j. B Vermischtes. * Berlin, 15. Aug. Beim Kaiser Alexander-Regiment erschoß s i ch der Fähnrich von Franckenberg und Lud- 'wigsdorf, der seit dem 1. Februar ds. Js- dem Regiment aimehörte und bei der dritten Kompagnie stand. Der Fähnrich mußte nachmittags nach 5 llhr mit anderen Leuten nachexerzieren. Als er am Abend gegen 10 Uhr allein auf seinem Zimmer war, erschoß, er sich. Der Schwerverwundete starb schon nach fünf Minuten. Sein Vater, der Oberstleutnant ist, kam auf telegraphischen Ruf sofort hierher und begleitete am Dienstag vormittag die Leiche nach dem Gar- uisonlazarett I. — Beim 4. Garde-Regiment zu Fuß diente bei der ersten Kompagnie im zweiten Jahre der Kaufmann Lehmann, der zum Gefreiten befördert und als Kompagnieschreiber beschäftigt war. Als Stubenältester hatte der Gefreite eine kleine Sammlung in Verwahrung, für die sich die Reservisten im Herbst Bilder und bunte Pfeifenköpfe wollten machen lassen. Tiefes Geld verbrauchte er für sich, und als die Unterschlagung entdeckt wurde, erschoß er sich mit seinem Tienstgewehr. * Neapel, 12. Aug. Auf dem deutschen Postdampfcr „Darmstadt- erstach gestern ein Neapolitaner den Matrosen Johann Ahlers. Während Ahlers an Bord des Dampfers feiner Arb/it nachging, kam ein neapolitanischer Trödler auf das Schiff, der den Passagieren aufdringlich seine Korallen und seine imitierten Schildpattsachen anbot. Einige Damen beschwerten sich bei Ahlers über die Aufdringlichkeit des Trödlers, und der Matrose wies den Nea politaner zurecht. Dieser aber wurde unverschämt. Da be» fahl ihm AhlerS, er solle das Schiff verlassen, und als der Trödler weiter schimpfte, gab ihm Ahlers eine Ohrfeige. Im Nu zog der Neapolitaner einen langen Dolch und versetzte dem Matrosen einen Stich in den Unterleib. Dann sprang er in ein Boot und entkam. Ahlers wurde ins Krankenhaus geschafft, wo er einige Standen später starb. • „Kaiserin FriedrichGebenkmünzen" sind soeben zur Ausgabe gebracht. Die Vorderseite der Münzen zeigt in vortrefflicher Ausführung das Brustbild der verewigten Kaiserin; das Haupt ist nach rechts gewandt, also tit Profil gehalten, und trägt ein Diadem mit Schleier, der die aller Wahrscheinlichkeit nach gestohlen sind. Wie von der Polizei weiter festgestellt wurde, war der Festgenommene vor etwa drei Wochen bereits hier und kaufte in einem hiesigen Juweliergeschäft einen goldenen Ring. Bei den Vorgefundenen Gegenständen befinden sich drei goldene Ringe, die damals aus dem betreffenden Geschäfte abhanden gekommen sind. — Ter Königlich Preußische Gesandte am Großherzoglichen Hofe, Prinz z u Hohenlohe- Oeh rin gen, ist von dem ihm bewilligten Urlaub auf seinen Posten zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Ge sandtfchaft wieder übernommen. Mainz, 14. Aug. Tas Römisch-Germanische Zentralmuseum hat wiederum, und zwar in seiner römischen Abteilung, eine Bereicherung durch Geschenk zu zeichnen. Tie Gebrüder Wenzky, Zimmermeister hier, die als Geschenkgeber schon öfters verzeichnet wurden, haben die auf ihrem Baugebiet bei Ausschachtungen vor einigen Tagen gefundenen Grabaltert ü.-n e r in dankenswerter Weise der Museumsleitung übermittelt. Besondere Erwähnung verdienen zwei sehr große Thonlampen, von denen die eine auf der Oberseite das Reliefbild eines Siegesadlers trägt; desgleichen ist eine schwarze Thonflasche wegen ihrer seltenen Form bemerkenswert. Im ganzen zählt das Geschenk 8 Lampen, 15 Thonkrüge und 9 andere Thon- gefäße, sowie Ziegelstücke, terra sigillata-Scherben und ein Grabsteinbruchstück. je. Homburg, 15. Aug. Ein englisches Komitee hat sich hier gebildet, das Beiträge zu dem von einem hiesigen Komitee geplanten Kaiserin Friedrich -Den km a l sammelt. Bankier Georg Speyer-Cllissen in Frankfurt a. M. zeichnete für das Tenkmal 5000 Mk. auf I SrbMrc, nid)t unter # . ÄDalma6fc W Aecht nur in versiegelten ^/grünen Racketen ä 30u.50PfgX^_^V Tötet sicher alle Jnsecten sammt Brüt. M (besondere auch in Stall- WCgVAA f ungen), Flöhe. Schnacken, Russen u. s. w. ist die Wirkung des Halma geradezu überraschend und wird von keinem anderen Mittel erreicht. In 10 Minuten lebt kein Stück mehr. Garantiert giftfrei. Fabrikant: Apotheker E. Lahr Wurzburg;. In €tieseen zu haben in d. Hirsch-Apotheke und bei Auer« Noll. Drogerie zum roten Kreuz. 4548 Aos Stadl und Land. ^Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist litt» unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Htti." gestattet.) ** Der Tag von Gravelotte. Im ganzen Lande rüsten sich die Krieaervereine, um den glorreichen Tag von Gravelotte festlich zu begeehn. War es doch vor altem die hessische Tivision, die an dem heißen Schlachttage des 18. August 1870 unter ihrem Führer, dem damaligen Prinzen, späteren Großherzog Ludwig IV., der deutschen Armee die Palme des Sieges bringen half. Ter Tag von Gravelotte ist nicht nur ein Erinnerungstag von hoher patriotischer Bedeutung für alle deutschen Lande, sondern insonderheit ein Erinnerungstag für Hessen, von dem so mancher Sohn damals unter den Kngeln der Feinde sein junges Leben aushauchen mußte. Auch der Veteranenverein Gießen wird den Tag festjNch begehen. ** Einen auch für d i e hessischen Schulbehörden beachtenswerten Beschluß hat das I interrichts Ministerium in Sachsen-Weimar auf gründ ber Wünsche vieler Schulgemeinden gefaßt. Tanach soll den Volksschullebrern, denen bereits vor Ableistung ihrer einjährigen 'Militärdienshzeit eine Lehrerstelle übertragen luar, diese reserviert bleiben, so daß die betreffenden Lehrer, iuenn nj,cht anderweitige Gründe es als unthnnlich erscheinen lassen, nach ihrer Tiensttzeit wieder in ihre frühere Stelle, die inzwischen vertretungsweise versehen wuroe, eintreten können. ** T a s Klingeln derRadfahrer wird von einem + eil des Fußgängerpublikums immer noch falsch aufgefaßt, uni) viele Unfälle und Zusammen stoße sind diesem Um- f:-anbe zuzuschreiben. Tas Glockenzeichen des Radfahrers Ml dazu dienen, dem Fußgänger zu melden: „Born oder r inten kommt ein Rad, möglichst auf der rechten Seite bev Weges gradaus gehen !" Wie viele Fußgänger aber fpringen erschreckt zur Seite, natürlich dann meist nach orr verkehrten und dem Radfahrer grade vor das Rad. $Jie viel Aerger und Unglücks fälle sind dadurch schon entsenden ! Es wäre wünschenswert, wenn niemand bei Ertönen der Glocke nervös wird, sondern jedermann ruhig, ohne sich umzusehen, möglichst auf der rechten Seite des Weges gradaus weitergehe. § Butzbach, 14. Aug. Tas in der Roßborngasse gelegene Rnppel 'sehe Hofraite-Anwesen ist durch freiwilligen Ankauf an Albert Stern Zu Fauerbach für 9000 Mk. übergegangen. Ulrichstein, 15. Aug. Dieser Tage fand hier die Gemeinderatswahl statt. Es wurde Posthalter und (Gastwirt Ferd. Pfannstiel mit 78 Stimmen wiedergewählt, CHarkasserechner Georg Meiski wurde mit 83 und Bäckerin eister und Gastwirt Karl Geiß mit 57 Stimmen neu ge- Uiihlt. -Die seitherigen Mitglieder, Postverwalter Meiski und Landwirt Heinrich Schmitt hatten eine Wiederwahl ab- tzt-lehnt. Die Wahlbeteiligung war sehr rege, es wählten 1(15 Stimmberechtigte. Schotten, 15. Aug. Anfang dieser Woche wurden liier die Gemeinderatswahlen vorgenommen. Es wurden gewählt Karl Schlörb V. mit 169, Gg. Ad. Kißner mit 167, Gg. Kd. Hofmann II. mit 149 Stimmen. Darmstadt, 15. Aug. Einen guten Fang machte gestern die hiesige Polizei. Ein etwa 30jähriger Mann namens Schweizer aus Wyhl in Baden, der gestern von Mannheim hier zureiste, besuchte einen Juwelierladen, um einen goldenen Ring zu kaufen. Er kaufte jedoch nichts, slMhl'vielmehr in einem unbewachten Augenblick einen' solchen intib- entfernte sich. Ter Ladeninhaber bemerkte alsbald dem Diebstahl und machte der Polizei Anzeige. Eine sofort veranlaßte Umfrage führte dahin, daß der Mann, als er sich gestern wieder in einem Uhrwarengeschäft zu demselben Zwecke befand, auf Veranlassung des Ladeninhabers du rch die Polizei festgenommen wurde. In dem Besitze bet Gönners befand sich außer dem vorerwähnten gestohlenen Ringe noch eine größere Anzahl Schmuckgegenstände, wie goldene Ringe, Vorstecknadeln, Brochen u. s. w-. GießeimAnzeiaer w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen Zwei neue Kdenwaldöücher. 1. Der Odenwald und seine Nachbargebiete. Eine bau des- und Volkskunde. Unter Mitwirkung vieler Landes- lmner herausgegebeü von Georg Volk. Mit 100 Bildern iirtb Skizzen. (Deutsches Land und Leben in Einzelschilder- inflcn.) Stuttgart, Hobbing und Büchle. 1900. Oktav. 12Mk. 2. T h. L o r entzen. Ter Odenwald in Wort und Bild, t 30 Matt licht drucken und 140 Abbildungen im Text. Stuttgart, Julius Weise. (1900.) Groß Quart- 25 Mk Ungefähr zwischen den Linien Wiesloch—Tarmstadt— ..schaffenbürg, dann am Main und Neckar entlang mit lern Westab hange in die Rheinebener schauend, breitet sich ter Odenwald aus, vielleicht das lieblichste Gebirge Mitte l- ^utschlands. Sein mildes Klima, seine herrlichen Wälder feine lauschigen Thäler mit ihren rauschenden Bächen haben 0 feit tausend Jahren zu einem Liebling des deutschen kol kes gemacht, so daß — was ssachlich festzustehen scheint 1 r die Erklärung seines Namens als düsterer Einödwald ton Laien kaum glaubhaft ist. Poesie und Sage haben bitr ihre trauliche Heimstätte gefunden, von dem Nibe- vtt PoSdej-g »wrkiühM Ml. 1.00 »Ne a Wahl steigende oder annähernd gleichbleibende Dividende nack 3 Jahren. 1289 Unfall-Versicherung mit und ohne Prämien-Rückgewähr. Seereise-Unfall-Versicherung auch mit Hiuschfuß d außereuropäischen^andausenthafts (Wevpvlice) Lebenslängliche Eisenbahnunfall-Versicherung Kürzeste liberale DerficherungSbe-ing««g,n. Billigste feste Prämien ohne Nachschussverbindlichkeit. Denkbar grösste Sicherheit bei einem Vermögen von 54 MUI. Mk, Prospekte und Auskunft gratis öei sämtlichen Vertreter«. süchtige Agenten und Acquistteure finden lohnende Beschäftigung. 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Höchstens kann es sich hier um einige Ableger dieses germanischen Stammes handeln, her ja, wie die Friesen, niemals die zuerst eingenommenen Sitze verlieh, und nur von Zeit zu Zeit Schwärme nach dem Rhein und über ihn hinaus gesandt hat. Ta auch ehemals die Gallier nicht vollständig aus 3>em Odenwald geroidjen waren, so haben wir dementsprechend in der Bevölkerung ein Mischvolk von Kelten, Germanen und Römern vor uns. Die einzelnen Typen lassen sich noch heute vorzüglich feststellen. Auf die politische Geschichte des Gebirges können wir uns hier nicht einlassen, sie ist zu verwickelt und das Gebiet politisch zu sehr gespalten gewesen, als daß man im engen Rahmen eines Feuilletons auch nur einen einigermaßen befriedigenden Ueberblick bieten könnte. Einen Be- Jßriff von der Zerrissenheit des Gebietes erhält man schon vei der Betrachtung der heutigen Besitzverhältnisse. Die ehemalige souveräne Graftchaft Erbach liegt im Odentoald, ein Teil des Gebirges gehört dem Großherzogtum Hessen, ein anderer Baden, ein dritter Bayern. Ehemals waren es die geistlichen Herren von Fulda, Lorsch und Mainz, die Grafen von Katzenelnbogen, die schon genannten Erbacher, die Pfalz und viele andere kleinere .Herrengeschlechter, die sich in den Besitz des Landes teilten. Tie heutigen kon- i'Hessionellen Verhältnisse weisen teilweise noch auf die frühere Hoheit hin. Fener-Versichernngs-Gesellschaft zu versichern Die Bedingungen sind liberal und frei Drahtgeflecht, viereckiges Maschinengefiecht zu Einzäunungen u.,s. w., von 20—60 mm Maschenweile, 1—4 mm Drahtstärke, in jeder Höhe und Breite liefert billigst 4424 Louis Haubach, Löberftrnße 2. MEY’s Sloffwäsche aus der Fabrik von &1EY&EDLICH, LEIPZIG-PLAGWITZ Kgl. Sachs, u. Kgl. Rumän. Hoflieferanten. Billig, praktisch, elegant, von Leinenwäsche kaum zu unterscheiden. Heinrich Lanz, Mannheim. 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