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Das so lange zerrissene deutsche Vaterland hat sich unter Preußens Führung zur Einigung durchgekämpft und nimmt eine vorleuchtende Stellung im Rate der Völker ein. s r Was den Nachfolger des großen Kurfürsten veranlaßte, sich in der Schloßkirche in Königsberg die Krone aufs Haupt zu setzen, war freilich nicht sowohl politischer Weitblick, nicht die Ahnung künftiger Größe, als vielmehr das Wohlgefallen an dem stolzer klingenden Titel. Die kaiserliche Zustimmung zur Annahme des Königstitels hatte Preußen durch die Stellung eines Hilfskorps erkaufen müssen, das bis zum Frieden von Utrecht (1713) für österreichische Interessen in Belgien, Italien und Süddeutschland kämpfte. Der prunkliebende erste König hinterließ somit seinem Sohne ein durch lange Kriege geschwächtes, und durch die hohen Kosten der glänzenden Hofhaltung nahezu ruiniertes Land. Es bedurfte der fast übertriebenen Sparsamkeit und ernsten Reformarbeit Friedrich Wilhelms L, die wankenden Grundmauern des Staates zu festiget! und ihm namentlich in der Errichtung eines kleinen, aber wohlgeübten Heeres eine Stütze zu schaffen, die es Friedrich dem Großen ermöglichte, sich seiner Feinde zu erwehren, und zu der ererbten Königskrone sich auch ein Königreich zu gewinnen, dessen innerem Ausbau er dann die zweite friedliche Periode seiner langen Negierung widmete. Den trüben Zeiten des Niederganges um die Wende des Jahrhunderts folgte die Erhebung des deutschen Volkes zu seiner Befreiung aus den Banden, in die es geschlagen war. Freilich blieben ihm die Früchte noch lange vorenthalten. Erst mehr als ein halbes Jahrhundert später wurde aus den Schlachtfeldern Frankreichs die deutsche Einheit mit Blut gekittet. An die Stelle des Kaisertums der Eroberung und der Gewalt trat ablösend das neue Kaisertum des Friedens und der Versöhnung. Seit der Gründung des Deutschen Reichs verschmilzt die preußische Geschichte immer mehr mit der deutschen. Tie allgemeinen Reichsangelegenheiten treten naturgemäß in den Vordergrund, so die Fürsorge für die Armee, die Beschaffung einer angemessenen Flotte, die Verhöhnung der durch scheinbare Verschiedenheit ihrer Interessen getrennten Stände im Vaterlande und die Abhilfe thatsächlich vorhandener Nöte durch kräftige soziale Fürsorge für die wirtschaftlich Schwachen und Notleidenden. Selbst ein eingefleischter Feind der Monarchie wird, wenn er sich noch eine Spur von Urteilsfähigkeit bewahrt, nicht bestreiten können, daß sich das Haus Hohenzollern, wie um die Festigung und Entwickelung des preußischen Staats, auch um die Einigkeit und Größe des Deutschen Reichs in Hohem Maße verdient gemacht hat. Taruni feiert das preußische Volk, darum feiert die Armee im ganzen deutschen Reiche den Jahrestag der preußischen Königskrönung, und das gesamte deutsche Volk erinnert sich des großen historischen Tages von Versailles, den preußische Führung uns gebracht hat. Vor 30 Jahren wurde in schlichtester Form einem neuen nationalen, auf erweiterte Macht begründeten Staatswesen eine äußerlich erkennbare Spitze gegeben. König Wilhelm, den cuhmgekrönten Kriegsherrn und Mehrer Preußens und Deutschlands, hatten Gründe, die er aus den preußischen Ueberlieferungen herleitete, lange der Annahme der höheren Würde widerstreben lassen. Doch er überwand zum Heile der deutschen Nation seine schwerwiegenden Bedenken, und seitdem haben Preußen und Deutschland gute und schlimme Tage erlebt, sich aufgerasst und Großes erreicht. Deutschland hat keine anderen Eroberungen mehr zu machen als friedliche. Es strebt nicht nach Ausdehnung und hat kein anderes Interesse, als in der Sicherung und Erhaltung des Friedens die Grundlage zu schaffen für das gleichmäßige Gedeihen von Handel und Industrie, der gewerblichen wie der landwirtschaftlichen Produktion. Immer mehr wird Deutschland — das sei unser Wunsch und unsere Hoffnung zu dieser Gedenkseier — ein Reich des Friedens werden, des Friedens nicht nur nach außen, sondern auch im Innern. * * An der Feier des 200 jährigen Gedenktages der Erhebung Preußens zum Königreich in Berlin werden teilnehmen: I. Fürstlichkeiten. Rußland: Großsürst Wladimir. Oe st erreich: Erzherzog Franz Ferdinand. Italien: Erzherzog von Aosta. Dänemark: Prinz Christian. England: Der Herzog von Connaught. Portugal: Der Herzog von Oporto. Rumänien: Prinz Ferdinand. Sachsen: Prinz Georg. Bayern: Prinz Rupprecht. Württemberg: Der Herzog Albrecht. Baden: Erbgraßherzog von Baden. Hessen: Der Großherzog. Mecklenburg-Schwerin: Der Herzog Adolf Friedrich. Anhalt: Der Erbprinz. Sachsen- Weimar: Der Prinz Ernst. Sachsen-Altenburg: Der Prinz Ernst. II. Sonstige Vertretungen. Belgien: Comte de Merode-Westerloo, Prince de Grimberghe et de Rubempre, früherer Minister des Aeußern. Niederlande: Marineminister, Vizeadmiral van Röell. Schweden: Graf Douglas, früherer schwedischer Minister des Aeußeren. Spanien: Generalleutnant Don Eulogio Despujols, Graf von Caspe. Türkei: Turkhan Pascha, früherer Minister des Aeußern. Oldenburgs Minister Willich. Meck- lenburg-Strelitz: Staatsminister von Dewitz. Lübeck: Senator Eschenburg. Bremen: Bürgermeister Pauli. Hamburg: Senator Burchard. Die Glückwünsche der Vereinigten Staaten von Amerika zu überbringen, ist Botschafter White beauftragt, ebenso die des Königs von Griechenland der Gesandte Rangabe und die der Schweiz der Gesandte Roth. Engländer und Buren. Ueber die Thätigkeit der Buren meldet Kitchener herzlich wenig, wie er überhaupt an Knappheit der Berichte Roberts noch übertrifft. (Srr meldet über die Vorgänge in Transvaal, daß Kommandant Beyers, der von andern Berichterstattern jetzt mit dem Rechtsanwalt Beyers in Johannesburg ideutifiziert wird, am 12., die Bahnlinie bei Kaalfontein überschritten und sich nach Osten gewandt hat. Vorhergegangen war ein kombinierter Angriff auf Zuur- fontein und Kaalfontein, der nach Herbeieilen von englischen Unterstützungen aus Elandfontein und Olisantsfon- tein, den beiden südlich und nördlich benachbarten Stationen, abgeschlagen wurde. Von der Verfolgung Beyers scheint Kitchener abgesehen zu haben, da er nichts davon meldet. Wahrscheinlich hat er sonst reichlich zu thun, denn aus Reutermeldungen ergiebt sich, daß die kleinen Garnisonen im Westen von Pretoria recht übel daran sind. So ist Zeerust seit dein 1. Januar wieder gänzlich eingeschlossen, am 8. wurde die Besatzung zur Uebergabe aufgeforoert, fühlte sich aber noch widerstandsfähig. Auch Rustenburg ist abermals isoliert. Seit Wegnahme des Transportzuges bei Buffelspoort waren die Lebensmittel knapp, und die Besatzung stand seit einem Monat auf beschränkten Rationen. Am 11. Januar wurde die Not durch Ankunft eines reichen Transportzuges endlich gemildert. Weiter wird der „Daily Mail" aus Pretoria vom 15. gemeldet, daß die Buren am Rh en ost er ko p einen englischen Transportzug, bestehend aus zwölf Wagen, erbeutet haben. Die Bedeckungsmannschaften, die aus 23 Mann bestanden, ergaben sich, nachdem zwei getötet und elf verwundet worden waren, wurden nachher aber wieder freigelassen. Nach einem Telegramm des „Standard" aus Durban vom 15. hatten am Sonntag, den 13., drei Kompagnien berittener Infanterie aus Johannesburg ein Gefecht mit Buren bei Holfontein, nördlich von Springs (also östlich von Johannesburg). Fünf Buren wurden getötet, darunter Kommandant van den Heeren, mehrere verwundet. Die Engländer hatten keine Verluste. Nach der Orientierung kann es sich hier sehr wohl um Beyers' .Kommando handeln. Auch im südöstlichen Transvaal ist ein Transportzug, der nach Vrijheid bestimmt war, am 10. Januar beim Bloodflusse angegriffen worden. Aus Pretoria wird gemeldet, daß eine Anzahl den Buren gehöriger Fahrzeuge unweit Buffelspoort, östlich von Pretoria, gesehen worden sind. Man glaubt, daß die Buren sich nach Norden begeben, wo sie ein besseres Klima zu finden hoffen. Englische Truppen nahmen den Buren acht Meilen von Rustenburg sechzig Stück Rindvieh ab. 400 Frauen und Kinder, darunter solche aus Sterck- stroom und Rustenburg, wurden von den Engländern nach Pretoria gesandt und werden in das englische Lager ge- geschafft werden. Allgemeinen Aussagen von Offizieren und Soldaten zufolge kämpfen die Buren mit größerer Hart- näckigkeit und ergeben sich nicht mehr so leicht als früher. Die Lage in der Kap ko l o nie faßt Kitchener nicht eben pessimistisch auf. Er bezeichnet sie als nicht wesentlich verändert, glaubt, daß einige kleine Burenabteilungen auf dem Rückwege nach dem Oranje seien und berichtet, daß einige Kapburen, die sich den Eindringlingen angeschlossen, sich ergeben haben. Nach den Meldungen der Blätter und Agenturen sind thatsächlich Nachrichten über die verschiedenen Burenscharen nur schwer zu bekommen. Eine Abteilung von 200 Buren, mutmaßlich aus dem Prinz Albert-Bezirk,' griffen letzthin einen Transportzug bet Damslaagte, 55 Kilometer nördlich von Matjesfontein, also im Bezirk Sutherland an. Tie Behörden rüsten eifrig weiter. Brabant hat am Montag mit den Bürgermeistern am Kap die nötigen Maßregeln zur Verteidigung der Hauptstadt im Falle eines Angriffs besprochen. Die Garnison der Station Piquetberg Road ist durch zwei Abteilungen berittener Schützen aus den Westprovinzen verstärkt worden. In einem Kapstadter Brief heißt es: Bisher glaubte man, daß es überhaupt zwecklos für die Buren sei. Gefangene zu machen, und nur so eine Art Ehrensache oder moralischen Sieg bedeute. Auf dem Worcester Kongreß sind aber Tinge an den Tag gekommen, die geeignet wären, die Sache in ganz anderem Lichte erscheinen zu lassen. So z. B. trafen sich dort englische Soldaten desselben Regiments, und mit Erstaunen erkannten die einen, daß einzelne ihrer früheren Kameraden, die von der Gefechtslinie zurückgekehrt waren, die Uniform ausgezogen hatten. Auf Befragen streiften sie ihren linken Rockärmel in die Höhe und auf der nackten Haut zeigten sich in feuerroten Brandnarben die Buchstaben D. W. O. (De Wets Own), das heißt also T e W e t s L e i b e i g e n e. Als Erklärung erzählten sie, daß Te Wet sie bei Gelegenheit eines Gefechtes gefangen genommen, später wieder freigelassen habe, jedoch mit der bestimmten Zusicherung, daß sie standrechtlich er- s cy o s s e n werden würden, falls sie nochmals die Waffengegen dieBurenergreifen und von diesen abermals gefangen genommen werden würden. Damit wäre erwiesen, daß das Gefangenemachen doch keine zwecklose Sache für die Buren ist. Tie Gebrandmarkten werden sich jedenfalls hüten, denselben je wieder zu nahe zu kommen. Mit großer Hartnäckigkeit erhält sich das Gerücht, daß auch General Buller vor längerer Zeit den Buren in die Hände gefallen sei und.in der oben beschriebenen Weise gekennzeichnet worden, aber nicht am Oberarm, sondern an derjenigen Partie des Körpers, die beim Sitzen zu Pferde besonders in Betracht kommt. Tas soll auch der eigentliche Grund der Abberufung dieses Generals vom Kriegsschauplatz gewesen sein. Aus Kapstadt wird berichtet, daß die Afrikander- Delegierten Meriman und Bauer sich int Laufe der nächsten Woche nach London einschiffen werden, um bei der englischen Regierung nochmals dahin zu wirken, daß die Buren günstige Friedensbedingungen erhalten. Präsident Krüger erklärte, die E r s ch i e ß u n g e i n e s englischen Agenten auf Befehl Te Wets sei die Antwort auf die Erschießung des Buren-Offiziers Cordna auf Befehl des General Roberts. De Wet sei nunmehr entschlossen, keinerlei Schonung mehr auszuüben. * * ♦ TekegraWMe des tNieher-er Anzeigers. London, 17. Jan. „Daily Mail" meldet ans Pretoria : Der K o m m a n d a n t v o n P r e t o r i a ist von einer Mission, die Buren zur Uebergabe zu überreden zurückgekehrt. Er erklärte, sein Versuch sei vollständig gescheitert. — Die heutigen Morgenblätter veröffentlichen ein Telegramm aus Kapstadt, das berichtet, daß De Wet den Vaalsluß überschritten und sich mit den Kommandos' iw Transvaal vereinigt hat. Diese Bewegung De Wets wird von sämtlichen Blättern eingehend kommentiert. Man erblickt darin ein Anzeichen für einen bevorstehenden großen Schlag seitens der Buren. „Daily Telegraph" bemerk! hierzu, die Buren bewiesen hierdurch, daß sie sich unter! keiner Bedingung zu übergeben gedächten, und daß alle Vermittelungsversuche vergeblich sein würden. — Aus Pretoria wird berichtet: Die englischen Behörden haben durch Maueranschlag ein Verbot veröffentlicht, durch welches das Tragen der Khaki-Uniform seitens der Zivilbevölkerung streng untersagt wird. Diese Maßregel ist dadurch verursacht worden, daß die Bur en lieh in letzter Zett dieser! Kleidung zwecks Spionage bedienten. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt, daß die Buren vor Graaf Reineck erschienen sind und die Stadt Aberdeen besetzt haben. — Das Kriegsamt veröffentlicht eine Liste über die augenblicklich in Südafrika befindlichen Truppen, aus der hervorgeht, daß sich dort 8 Regimenter regulärer Kavallerie, 6 Bataillone der Garde und 108 Infanterie-Bataillone befinden. Tie yeontanrü sowie die verschiedenen dort angeworbenen regulären und irregulären Korps sind in dieser Liste nicht einbegriffen. — Ter Korrespondent der „Daily Mail" in Pretoria berichtet seinem Blatte: Tie Behörden hätten erfahren, daß zahlreiche Buren-Familien, die sich in Transvaal aushalten, im vergangenen Jahre von der Transvaal-Regierung Unterstützung erhalten haben. Die Summen sollen einem Spezialfonds entnommen sein, her vor ca. 15 Monaten zu diesem Zweck von der Buren-Regierung gebildet wurde. Die englischen Behörden sind der Ansicht, daß die Buren-Regierung über bedeutende Geldmittel verfügt Durban, 17. Jan. Das Uttlander Komitee bereitet die Veröffentlichung einer Liste vor, in der die Personen verzeichnet werden sollen, die in Transvaal öffentliche Stellen bekleiden und deren Beseitigung wünschenswert erscheint. Dasselbe Komitee hat den Antrag gestellt, daß den Vertretern der fremden Handelshäusern gestattet werde, nach Hause zurückzukehreN, um sich persönlich von dem Stande ihrer geschäftlichen Angeseoeuhpiten zn überzeugen. China, Daß in China durchaus noch nicht alles stimmt unter den Kommandierenden der Truppenkontingente, daß auch in ihren Anordnungen und Gegenordres sich o Rivalität und Eifersüchtelei der Mächte wiederspiegelt, beweist ein soeben bekannt gewordenes Rundschreiben des Grafen Waldersee mit Anweisungen an die internationalen Truppen kontingente. Die „kameradschaftlichen Liebenswürdigkeiten" einzelner Feldherren werden beleuchtet u. A. durch die- vom Grafen Waldersee hervorgehobene Thatsache, daß in einzelnen Fällen die Flagge einer Nation durch Truppen anderer Nationen nicht geachtet worden ist, ferner, daß mehrere Kontingente ein einseitiges Protektorat über Städte und Ortschaften beansprucht haben. Den Höhepunkt aber muß man darin erblicken, daß kleine Detachements und Postierungen kurzer Hand größeren Detachements die Einquartierung, ja den Durchmarsch durch die von den Ersteren besetzten Orte zu verbieten versuchten! Graf Waldersee drückt sich sihr milde und diplomatisch aus, wenn er bemerkt, ein derartiges Vorgehen trage dazu bei, im chinesischen Volke die Meinung von Uneinigkeit unter den Mächten zu erwecken. „Bestärken" wäre der zutreffendere Ausdruck gewesen. Der Oberftkommandierende wird wohl noch manches Rund schreiben zu erlassen haben, um das Einvernehmen unter den Kontingenten herzu stellen. Aus Paris wird telegraphiert: Nach einer Pekinger Privatmeldung sollten die Gesandten in den Besitz der beglaubigten Kopieeu der von China angenommenen Friedenspräliminarien am 16. d. M. ge. langen. Die erste gemeinsame Konferenz der chinesischen Delegierten, als deren „Interpret" im höheren Sinne Sir Robert Hart funktionieren will, mit den fremden Vertretern konnte noch nicht anberaumt werden, weil die schriftliche Be kanntgabe aller besonderen Wünsche und der den Gesandten notwendig erscheinende Austausch dieser für die Detailverhandlungen wichtigen Dokumente jeder mündlichen Beratung vorausgehen muß. Die chinesischen Delegierten sprachen den Wunsch aus, daß kein Waffenlärm im Gesamtumfange des Kaiserreichs diese Beratungen störe, daß somit die Mächte zunächst von jeder weiteren Expedition absehen möchten. — Eine in New-Dork eingetroffene Depesche aus Peking vom 15. Januar meldet: Prinz Tsching begab sich gestern in Begleitung des Obereunuchen nach der verbotenen Stadt und drückte den Aktenstücken, die morgen den Gesandten überreicht werden sollen, das kaiserliche Siegel auf. Aus Peking wird berichtet, der französische Gesandte ließ eine Rekognoszierung um die Stadtmauern von Peking unternehmen, um die Eisenbahn von Singanfu durchzulaffen. Die Eisenbahn von Tientsin wird durch die Tartarenstadt geführt werden. Eine Depesche des Bureau Laffan aus Peking meldet, daß die verbündeten Kommandeure am 15. ds. eine neue Rechtspflege in Peking eingeführt haben, die von chinesischen Richtern, welche von den kommandierenden Generalen in jedem Bezirk ernannt werden, gehandhabt werden soll. Todesstrafe sei gemäß dem internationalen Abkommen vorgeschrieben für Personen, die der Beteiligung an der Boxerbewegung überführt sind, für Schädigung des Lebens und Eigentums der Chinesen oder Ausländer während des Aufstandes, für Angriffe auf die fremde Polizei oder deren Vertreter, für Widerstand gegen Verhaftung, für Mord und Mordversuch, Raub, Plünderung, Flaschmünzerei, Einbruch und Notzucht. Die Todesurteile müssen vor der Vollstreckung von dem kommandierenden General des Bezirks, wo sie gefällt worden sind, bestätigt werden. Politische Tagesschau. Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 16. Januar: Der „Norddeutsche Lloyd" wird, wie bestimmt verlautet, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine höhere Dividende zu verteilen in der Lage sein als im Vorjahre (8% gegen 71/2 Prozent). Der Betriebsüberschuß ist so beträchtlich, daß daraus noch der durch oas Hobokener Brandunglück entstandene Verlust von 5 Millionen Mark gedeckt werden kann. Das ist ein Abschluß, wie er so günstig selten verzeichnet wurde. Wenn man den Ursachen dieser Entwickelung nachforscht, so findet man in zwei Begebenheiten des letzten Jahres die Erklärung: in dem durch die Weltausstellung hervorgerufenen starken Passageverkehr über See und durch die mietsweise Ueberlassung einer Anzahl Lloyddampfer an die Marineverwaltung zwecks Transportierung von Truppen und Kriegsmaterial nach China. Das letztere hat zweifellos die Mehreinnahmen hauptsächlich herbeigeführt, die übrigens auch im Geschäftsbericht der „Ham burger Packetfahrt", deren Dampfer ebenfalls von der Marineverwaltung gechartert waren, zum Ausdruck kommen werden. Es war ein goldenes Jahr für diese Groß rhedereien. Sie sind bisher die Einzigen, die von den Chinawirren positiven Vorteil haben, und werden es anscheinend noch für geraume Zeit bleiben. Doch es soll anerkannt werden, daß sie ihren Gewinnst redlich verdient haben. Wenn die deutsche Regierung diese großen Seedampfer nicht sofort und in vollständig gebrauchsfähigem Zustande zur Verfügung gehabt hätte, wäre die prompte Hinaussevdung solcher Streit kräfte einfach unmöglich gewesen. So brauchen wir auch in dieser Beziehung einen Vergleich mit England, dessen Truppentransporte nach Transvaal glatt bewerkstelligt werden konnten, nicht zu scheuen. Aus Berlin, 16. Januar wird uns geschrieben: Es ist bekannt, ein wie großes Interesse der Kaiser der Entwicklung der Technik widmet. Insbesondere hegt der Monarch den Wunsch, die technischen Errungenschaften mit möglicher Beschleunigung auf den Gebieten des Verkehrs angewandt zu sehen. Die von großen ElcktrizitätSgesell'chasten inS Werk gesetzten Versuche, mit Hilfe der Elektrizität Zug Verbindungen von bisher unerreichter, idealer Geschwindigkeit herzustellen, finden daS lebhafteste Interesse des Kaisers. Der Direktor-der Berliner „Allgemeinen ElektrizitätSge^ell schäft" hat wiederholt über den Gegenstand Vortrag gehalten. Auch auf dem gesterigen Herrenabend beim Staatssekretär deS ReichSpostamts v. PodbielSki wurden diese Pläne er örtert. Wenn, woran nicht zu zweifeln ist, die bis zum Sommer fertiggestellte elektrische Schnellbahnver bindung zwischen Berlin und Zossen sich bewährt, so sollen ungesäumt Projekte ausgearbeitet werden, um den Großstädten eine derartige Verbindung mit Berlin zu ver schaffen, welche die Fahrtdauer auf die Hälfte und mehr herabsetzt. Auch für die beiden Residenzen Berlin und Potsdam wird der Plan in naher Zeit in Frage kommen. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 16. Januar: Einen zeitgemäßen und dankenswerten „Wink", allerdings, wie man zu sagen pflegt, einen „Wink mit dem Zaunpfahl", hat heute in der Budgetkommission des Reichs tags der Zentrumsführer Dr. Lieber den Abgeordneten vor, Elsaß'Lothriugen gegeben: sie möchten nicht nur bei ihren spezlellen Landesangelegenheiten in der Kommission erscheinen, sondern als Vertreter des gesamten deutschen Volkes sich an den anderen Arbeiten beteiligen. Es ist erfreulich, daß diese Mahnung nicht nur keinen Widerspruch, sondern sogar, seitens des Abg. Riff-Straßburg, Zustimmung fand. That- sächlich haben sich bisher die parlamentarischen Vertreter der Reichslande äußerst wenig, fast garnicht, um di Geschäfte des Reichstags bekümmert. Nur wenn der alljährlich wiede^kehrende Antrag auf Aushebung des Diktaturiaragraphen auf der Tagesordnung steht, oder beim Etai der Reichseisenbahnen, und allenfalls noch, wenn es sich um ein Weingesetz handelt — eine Frage, die ja die Elsaß- Lothringer als Weinproduzenten und Weintrinker nahe angeht — treten diese Reichsboten aus ihrem „Schmollenwinkel" lervor. Die edlen Polen und selbst die welfiichen Abgeord neten beteiligen sich bei weitem mehr an den außerhalb ihres peziellen JnteressenkreiseS liegenden Debatten. Die „Elsaß- Lothringer" im Reichstag haben reichlich Zeit gehabt, sich auf ihre Pflicht deS MitratenS zu besinnen. Hoffentlich ha? )ie von Herrn Dr. Lieber ausgesprochene Erinnerung einen dauernden Erfolg. Am 12. und 13. d. MtS. fand im ReichStagSgebäude eine Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses des Alldeutschen Verbandes statt, an der sich die Hauptleitung vollzählig beteiligte und die von Mitgliedern deS Ausschusses aus allen Teilen des Reiches stark besucht war. Bei derselben wurden olgende Entschließungen angenommen: 1. Gestützt auf die Zust mmung der überwältigenden Mehrheit deS Alldeutschen Verbandes zu der Rede seines Vorsitzenden im Reichstage am 12. Dezember 1900 wird der Alldeutsche Verband die in dieser Rede eingenommene Stellung festhalten. 2. In Uebereinstimmung mit der unabhängigen Haltung, die der Alldeutsche Verband stets etn- g nommen hat, und die lediglich bestimmt war durch die Rücksicht auf das nationale Interesse, lehnt der Verband eine grundsätzliche Ovpo rtion gegen die Pol-ttk der Reichsregierung ab. 3. Der G^schäfis ührende Ausschuß lehnt es ab, stch gegenüber den wiederholt an ihn her angetretenen Anregungen für die Behandlung der Burenfrage an internationalen Organisationen und Verabredungen zu beteiligen. 4. Der geschäftsführende Ausschuß stellt gegenüber verschiedenen Anfragen fest, daß der Alldeutsche Verband eine Umwandelung des Ver bandes in eine politische Partei niemals erwogen hat. 5. Der Ausschuß stellt gegenüber Angriffen und Unterstellungen in der dem Alldeutschen Verbände feindlichen Presse fest: a. daß in keiner der Kundgebungen, für die der Verband verantwortlich ist, also weder in einer Rede seines Vor itzenden oder der Mitglieder der Hauptleitung, noch in einer Entschließung des Gesamtvorflandes oder des geschäftsführenden Ausschusses noch in einem Aitikel der „Alldeutschen Blätter" die Forderung nach einer Intervention des Deutschen Reiches im südafrikanischen Kriege erhoben werden soll, b. daß das einzige Organ, auf dessen Leitung der Alldeutsche Verband einen maßgebenden Einfluß hat, und für dessen Inhalt allein er verantwortlich ist, die „Alldeutschen Blätter" sind. AuS dem bei dem Verbände eingegangenen Buren- ammlungSergebniffe im Betrage von mehr als einer Viertel Million Mark wurden auch diesmal wieder Bewilligungen im Gesamtbeträge von 50000 Mk. gemacht'. Davon entfallen 20000 Mk. auf Johannesburg. Nach Mitteilungen, die der Verband von dort erhalten, hat sich die Not dort owohl bei den Deutschen, als bei den Buren geradezu urchtbar gestaltet. Weitere Mittel wurden bewilligt ür die Ausgewiesenen und für Ansiedelung eines Teile >erselben in den deutschen Ansiedelungen Südbrasiliens. Eine ernere wichtige Hülfeleistung für die Opfer des BurenkriegeS, die gleichfalls beschlossen wurde, entzieht sich vorläufig der Veröffentlichung. An die deutsche Volkspartei und die radikalnationale Partei in Oesterreich wurden aus Anlaß der Erfolge >ei den Wahlen Glückwunschtelegramme abgesandt. Deutsches Reich. Berlin, 16. Jan. Von den zur Feier des Krönungsjubiläums erwarteten Fürstlichkeiten trafen heute abend der Großherzog von 5) essen, derH erzog von Cvnnaught und Großfürst Wladimir ein. Der Kaiser mar auf dem Bahnhof erschienen, wo großer Empfang stattfand und eine Ehrenkompagnie die militärischen Honneurs erwies. — Bei dem gestrigen Empfange der Abordnung des Vorstandes des preußischen Landeskriegerverbandes Heim Kaiser, dem der Minister des Innern v. Rheinbaben und der Chef des Zivilkabinetts v. Lucanus beiwohnten, überreichte der Führer der Abordnung, General v. Spitz, dem Kaiser 120 000 M k., die von den Mitgliedern der preußischen Kriegervereine aus Anlaß der 200 Jahrfeier des Königreichs Preußen gesammelt worden sind zu einer Stiftung, die den Namen „Preußische Krieger st iftung Wilhelm II." führen wird und bezweckt, aus den Zinsen des Kapitals am 18. Januar jeden Jahres würdigen und bedürftigen Kriegsteilnehmern und deren Hinterbliebenen eine Unterstützung zu gewähren. Auf die Ansprache des Generals v. Spitz- an den Kaiser, erwiderte dieser: „Ich freue mich über die Ueberraschung, die mir heute namens meiner alten Soldaten bereitet worden ist. Die Idee einer Stiftung zur Erinnerung an den Tag der Begründung des Königreichs Preußen berührte mich sehr sympathisch: denn eine Stiftung, die bestimmt ist, Not zu lindern und Thränen zu trocknen, ist viel besser geeignet die Erinnerung an diesen Tag wachzuhalten als jede andere Widmung, welche mir dargebracht worden wäre. Ganz besonders überraschte mich die hohe Summe, welche die Kameraden zusammengebracht haben. Es ist ein hochachtbarer Betrag und beweist mir, in welcher einheitlicher, Weise die Kriegervereine zusammengefatzt sind. Ich freue mich ferner, daß die Absicht besteht, das Grundkapital fernerhin zu verstärken. Gern konstatiere ich bei dieser Gelegenheit, wie ich bei meinen Reisen überall beobachtet habe, welch' frischer patriotischer Geist unter den Kriegervereinen weht. Ich halte inich gern davon überzeugt, daß dieser Geist unter Ihrer Leitung noch fernerhin erhalten bleibt und beauftrage Sie, meinen Dank den Kameraden zu übermitteln. — Der rumänische Ministerpräsident Carp erhielt nach der gestrigen Audienz vom Kaiser dessen Bildnis in Marineuniform mit eigenhändiger Unterschrift übersandt. — Die königliche Akademie der Wissenschaften beabsichtigt, dem Kaiser am 18. ds. Mts. eine Adresse überreichen zu lassen. — In der 7. Kommission des Reichstages wurde heute die Beratung des Gesetzes über die privaten Versicherungs-Unternehmungen fortgesetzt. Zu dem sehr wichtigen § 7, der die Gründe der Versagung der Konzession enthält, ist eine große Anzahl von Anträgen gestellt, die außer deUvon den Algg. Dr. Müller Meiningen und Zehnter zurückgezogen wurden. Zu einer Abstimmung kam es noch nicht. — Die Bu d get-Kommissio n des Reichstages setzte heute die Beratungen über den Eisenbahn-Etat fort. Es entspann sich eine lange Diskussion auf Anregung des Abg. Dr. Müller- Sagan, der eine H e r a b s e tz u n g der Tarife nicht für kommandierte Soldaten, sondern auch für Soldaten auf Urlaub forderte. Viele Abgeordnete beteiligten sich daran. Der. Vorsitzende Graf Udo Stolberg stellte fest, daß sämtliche Redner sich dafür ausgesprochen hätten. Es wurde mit großer Majorität eine Resolution angenommen, den Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, den Gepäcktarif herabzusetzen, ohne die allgemeine Tarifreform abzuwarten. — Die Justiz-Kommission des Reichstages, die sich mit der Aenderring der Strafprozeßordnung beschäftigt, hat auf Antrag der Abg. Munckel und Lenzmann den §55a betreffend Berechtigung der Redakteure zur Zeugnisverweigerung unter folgenden Bestimmungen angenommen: Begründet der Inhalt einer periodischen Druckschrift den Thatbestand einer strafbaren Handlung, für die § 20 Abs. 2 des Preßgesetzes vom Mai 1874 für die verantwortlichen Redakteure maßgebend ist, so sind Verleger, Redakteure und das gesamte Hilfspersonal berechtigt, ihr Zeugnis über die Person des Verfassers und Einsenders zu verweigern. — Das preuß. Abgeordnetenhaus setzte heute die erste Lesung des Etats fort. An der Debatte beteiligten sich die Abgg. Schmieding (nl.), von Arnim (kons.), Dr. Mizerski (Pole), Dr. Sattler (nl.) und Schmidt-Warburg (Ztr.), die Minister Dr. v. Miquel, Dr. Studt und von Rheinbaben. Die üblichen Teile des Etats wurden der Budget-Kommission überwiesen. Morgen Interpellation Funck über den Offenbach erEisenbahnunfall und Antrag Wiemann auf anderweite Einteilung der Landtags- Wahlkreise. — Die Meldung von der Einführung neuer Uniformen in der Armee wird von unterrichteter Seite bestätigt. Bekleidungsstücke, die sowohl in der Form als auch in der Stofffarbe von den bisher gebräuchlichen wesentlich abweichen, werden seit einigen Wochen von einzelnen Truppenteilen probeweise zur Anwendung gebracht. Eine wichtige Neuerung besteht darin, daß die blanken Knöpfe an den Uniformröcken fortan ver- ch Win den sollen; vorn an der Brust sind'die Knöpfe von dunkler Farbe unter dem Tuch angebracht. Der Stoff des Rockes, der die bequeme Form der Litewka erhält, ist nicht mehr von blauer, sondern von graubrauner Farbe. — Nach einer authentischen Information der „Berl. N. N." handelt es sich bei der vorstehenden Meldung einer Korrespondenz zunächst ausschließlich um Versuche für die Bekleidung der 0 st asiatischen-Expeditionstruppen. — Die städtischen Verwaltungskörper von Eberswalde hatten vor einiger Zeit beschlossen, gegen den Reichstags- und Landtagsabgeordneten Gymnasialprofessor Pauli einen Zivilprozeß anzustrengen, damit die prinzipiell wichtige Frage, wer die Stellvertretungskosten mittelbarer ins Parlament gewählter Staatsbeamten zu tragen habe, rechtlich gelöst werde. Wie jetzt aus Eberswalde gemeldet wird, hat Professor Pauli dieser Tage an die dortige Stadtkkasse 2000 Mk. bezahlt, da verschiedene Juristen ihm erklärt hatten, daß die Stadt nicht verpflichtet werden könne, für die Stellvertretungskosten aufzukommen. Hamburg, 16. Jan. In der gestrigen Sitzung der hiesigen Abteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft erklärte sich Adolf Woermann gegen die von der Zenttalleitung der Gesellschaft beim Reichskanzler bean- ttagten Zollvergünstigungen aufProdukte der deutschen Kolonien. Solche Differenzialzölle würden eine bedenkliche Abweichung von der Politik der offene» Thür sein und überdies, wie die Erfahrungen anderer 'Länder zeigen, unseren Kolonien kaum nützen. Stuttgart, 16. Jan. In der heutigen Landtags- -s i tz u n g wurde Payermit 83 von 86 Stimmen als Präsident wiedergewählt. Ausland. Rom, 16. Jan. Der Papst überreichte beim Neujahrs- empfange der Kardinäle einem jeden derselben einen ge« schloffenen Brief, der, wie behauptet wird, daS Testament des Papstes enthält. Bukarest, 16. Jan. Die Regierung lehnte die Verlängerung des Handelsprovisoriums mit Bulgarien ab. Newyork, 16. Jan. Ein Telegramm aus Colon berichtet, in der Nähe der Stadt Panama zwischen Regierungstruppen und Revolutionären ein blutiger Kampf stattgefunden hat, wobei letztere mit großen Verlusten zurückqeworfen wurden und mehrere hundert Tote und Verwundete verloren. Die Verluste der Regierungstruppen sind unbedeutend. Aus Stadl und Kand. Gießen, den 17. Januar 1901. *♦ Konzert deS Kronbauer'fcheu Quartett-Vereius. Das fit daS WohllhätigkeUS Konzert zufammengestellle Programm zeigt einen reichen Wechsel von Chor- und Solo Vortiägeu. Da wir in der Lage waren, einen Teil desselben bei dem letzten Sriflungsfest deS Vereins kennen zu leinen,-so möge» 1‘fag üb V'^Ktiq rA»‘SW fcMtsje f Mnn» N da Ni ;? Jwb ^Qnh LC|tcr' "e Stillt Her Solist finden- ,gopran)flU m". £ «* * 8"" agi-ri ®ott /-lavier)/ g* h,e W » RlfUg und 1 eine , mpjtl hfUt^niften stimwung«' goviponchen I und intercfl Ich Hit °m i« K,; id) «4 [ai. en@l die, wie man erzählt, ® gegeben IM wenn M M Jtaitlieb W ® scheu Gedichtes „Der H Mannergesangverein w fangen wurde. »»Stadttheater. An Male „Muttersegen" Vorstellung. Der Saal Teil deS Publikums besta Stück sehr zu gefallen slt Tüchelchen an die schöne, in Thränen Men. D toic bei der Ausführung Loch, daß zn Boltsvorstel Mieten Wert gern? erdärmlichen NhrMe, gewisser Gesellschchrfchi m weiten Steifen etwed dramatischen im befoni gerade gut genug! Mai losen Oeldruck aus irgen ihm, das sei ein Kun Blatt von Dürer oder man im Theater Goethe ** Merein. De' mit, daß daS für Freit der am gleichen Tage st LuSsällt und oorau^t mittag ftaiifinbet. " Generalagent KrL der Hess. Landeslotte " Bnletzng. Seit platz die der Auischch gesprengt. Am Dien bekannte „Mordkelle^ nangSmäßiger Entladung jur Besichtigung des E erfolgte ein Knall, Stei einen Arbeiter im @efid «erta. $,Mt flr fi A-r°M,ch ift ii, Witt entftanben. e, SNiet L ein total m tim, s,m 0 kommende 1 ift?“ » 6tM Die «hu brialien und 1 MvttL? Nai s«/° o/o Reichsanleihe . . -Anl . 208.40 . 178.00 . 131.50 . 145 70 . 148 95 . 142 50 . 167.80 . 196 00 . 177 50 . 173 70 3«/v 3‘/l3/o ro/o 3‘/8% 5 n/o Italien. Rente 4 9/o Griech Monop 3 o/o Portugiesen 3 % Mexikaner , do Konsole . do Hessen 97.30 I 87 10 97 15 87.00 93.20 ; 95.40 : 00 00 24.30 25.70 | 93 70 । Kreditaktien . ■ . Diskonto-Kommandit Dannstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . • Bochum . . . - hier für Interessenten einige orientierende Hinweise Raum finden. Als Solisten sind gewonnen; Fri. Elisabeth 1 Schmidt (Sopran) aus Frankfurt a. M., die kürzlich unter ' sehr günstigen Bedingungen nach Lübeck, an das dortige Theater engagiert worden ist und Herr Julius Hahn (Klavier), ein Gießener, der nach absolvierten »Studien in Frankfurt a. M. sich hier als Musiklehrer niedergelassen hat. Eingeleitct wird das Konzert durch einen großen Chor mit Klavierbegleitung und Solostimmen: „Prinzessin Ilse", eine Märchendichtung, die in der Verherrlichung der deutschen Treue gipfelt. — Die Charakteristik ist vom Komponisten stimmungsvoll erfaßt und in einer edlen Melodik und interessanter Harmonik zu einem hübschen Tongemälde ausgestaltet. Die Schluß Nummer ist „Schön Ellen", Bruch's wunderschönes Chorwerk, das dem musikalischen Publikum aus verschiedenen Konzerten genügend bekannt ist. Hier wird eS zum ersten Mal in einer Bearbeitung für Männerchor gebracht. Man wird erstaunt sein, wie diese Fassung dem Original nicht nur ebenbürtig zur Seite steht, sondern durch das dem Männerchor eigentümliche Klangkolorit seine Sprache zu einer Eindringlichkeit steigert, die — wie man zu sagen pflegt — packt. Unter den Chören ist zunächst das Volkslied mit drei Nummern aus alter und neuer Zeit vertreten, darunter das berühmte „Ach Lieb', ich muß dich lassen" mit seiner herrlichen Melodie, für die, wie man erzählt, Seb. Bach gern sein bestes Werk hingegeben hätte, wenn eS ihm vergönnt gewesen, sie zu erfinden. Das Kunstlied bringt als Novität die Vertonung des Scheffel schen Gedichtes „Der Hut im Meer", die von dem Kölner Männergesangverein wiederholt mit großem Beifall ge. jungen wurde. Stadttheater. Am Mittwoch Abend wurde zum dritten Male „Muttersegen" gegeben und zwar als 10. Volks Vorstellung. Der Saal war sehr gut gefüllt. Der größte Teil des Publikums bestand aus jungen Damen, denen das Stück sehr zu gefallen schien. Häufig wurden kleine weiße Tüchelchen an die schönen Augen geführt, die vor Rührung in Thränen glänzten. Die Besetzung der Rollen war dieselbe wie bei der Aufführung vor 14 Tagen. Wir meinen aber doch, daß zu Volksvorstellungen nur Dichtungen von echtem künstlerischen Wert gewählt werden sollten und nicht solche erbärmlichen Rührstücke, die nur zur weiteren Verbildung gewisser Gesellschaftsschichten führen und falsche Vorstellungen in weiten Kreisen erwecken von der Kunst überhaupt und der dramatischen im besonderen. Für das Volk ist das Beste gerade gut genug! Man giebt einem Kinde keinen geschmacklosen Oeldruck aus irgend einem Kalender in die Hand und sagt ihm, das sei ein Kunstwerk; man zeigt ihm vielmehr ein Blatt von Dürer oder von Holbein. Dem Volk aber gebe man im Theater Goethe oder Schiller oder Lessing. ♦♦ Eisverein. Der Vorstand des Eisvereins teilt uns mit, daß das für Freitag in Aussicht genommene Eiskonzert der am gleichen Tage stattfindenden militärischen Feier wegen ausfällt und voraussichtlich am kommenden Sonntag nach mittag stattfindet. *• Generalagent Fröhlich hier wurde zum Kollekteur der Hess. Landeslotterie ernannt. Verletzung. Seit einiger Zeit werden am Brand - platz die der Ausschachtung hinderlichen Kellergewölbe gesprengt. Am Dienstag sollte durch Sprengpulver der bekannte „Mordkeller" zertrümmert werden. Nach ordnungsmäßiger Entladung des Schusses kamen die Arbeiter zur Besichtigung des Erfolges herbei, im selben Augenblick erfolgte ein Knall, Steinmassen flogen umher und verletzten einen Arbeiter im Gesicht. Er mußte der Klinik überführt werden. Gefahr für sein Augenlicht soll nicht vorhanden sein. Vermutlich ist die Entzündung durch zurückgebliebenes Pulver entstanden. ** Glück im Unglück hatte am Mittwoch Nachmittag au der Bahnhofstraße ein sechsjähriger Knabe, der sich nach Kinderart hinten an einen Wagen hängte. Plötzlich fiel der Knirps und kam in die Nähe der Räder. Der Kutscher hörte den Angstruf, hielt seinen Wagen und zog den Knaben hervor. Einige Hautabschürfungen lehren den Wagehals, in Zukunft dergleichen „Spielerei" zu unterlassen. •• Der kommende 1. April wird auch in Gießen unter dem Zeichen des Möbelwagens stehen. Zahlreiche Familien sind zur Jahreswende nicht nur mit den „herzlichsten Glückwünschen zum neuen Jahre", sondern auch mit Mietssteigerungen bedacht worden, als deren Ursache die Hausbesitzer die Steigerung der Hypothekzinsen, die Preise der Baumaterialien und Bauarbeiten u. s. w. bezeichnen. Die Antwort der Mieter war gewöhnlich die Kündigung. Börsennachrichten- Berlin, 16. Januar. Vermischtes. ♦ Berlin, 16. Jan. Em Dachstuhlbrand, der heute morgen das alte pathologische Institut der Charitee heimsuchte, hat insofern großen Schaden ange- richtet, als ein Teil des prasselnden Gebälkes in eine in der oberen Etage untergebrachte Schädelsammlung hineinfiel. Eine große Anzahl Exemplare wurde hierdurch zerstört. Professor Virchow, der die Sammlung dem Staate ge chenkt hat, wurde sofort benachrichtigt und erschien an der Brandstätte. * Gleiwitz, 16. Jan. Oberschlefische Blätter melden aus Lipine: Auf der Schlackenhalde der Mathilde-Grube wurden drei Männer tobt aufgefunden.. Die Leichen waren so verkohlt, daß man die Identität der Personen nicht mehr feststellen konnte. Aehnliche Unfälle ereigneten sich vor Kurzem auf den Schlackenhalden der Ferdinand- und der Hohenlohe-Grube. * Tarnopol, 16. Jan. Der achtjährige Kaufmanns ohn Koppel befindet sich seit 15 Tagen im tiefsten Schlaf. Seine Herzthätigkeit ist dabei normal, die Ernährung erfolgt künstlich. * Chemnitz, 16. Jan. Heute früh hat der Volks schullehrer Apel seinen einzigen 9 Jahre alten Sohn durch einen Schuß in den Kopf und darauf sich selbst getötet. Apel führte die That in einem Anfall von Geistesstörung aus. * Genua, 16. Jan. Der als „Fürst Lahoracz" reisende Hochstapler, frühere rumänische Offizier Georg Massolesco, der jahrelang in den ersten Gesellschaftskreisen aller Hauptstädte des Kontinents mit beispiellosem Prunk auf getreten und an allen Renn- und Spielplätzen der Welt eine wohlbekannte Figur war, ist hier auf Requisition der Berliner Kriminalpolizei verhaftet worden. Er hatte in Beilin cm russische Dame um eine Perlenkette im Wert von 40000 Frs bestohlen und in Karlsruhe weitere Schwindeleien verübt. gegeben. Diese Vorstellung beginnt bereits um 7 Uhr, da das darstellende Personal den letzten Abendzug nach Gießen zur Heimreise benutzen mutz. —r. Steinheinr, bei Hungen, 16. Jan. Ein hie- iger 28 jähriger Bursche, an dem man bereits Spuren des Irrsinns bemerkte, hatte sich im Oktober vergangenen Jahres heimlich von hier entfernt unter Mitnahme der Barschaft seines Vaters (etwa 300 Mark), sowie eines Taufscheins, den er sich beim Pfarramt hatte aus- ertigen lassen. In diesen Tagen kam nun hierher die Nachricht, daß sich der junge Mann in der Schweiz be- indet, von wo er hierhergebracht wird. Ter Bedauernswerte leidet an Verfolgungswahn und seine Angehörigen wollen ihn nunmehr in. eine Anstalt unterbringen. -k- Mainz, 16. Jan. In einem hiesigen Hotel hat heute vormittag ein gestern abend angekommener Fremder durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Die Identität der Leiche konnte noch nicht festgestellt werden, doch hat man ermittelt, daß der etwa 55 jährige Fremde aus Anspach in Bayern stammt und man vermutet, daß der «Älbstmörder entweder der Direktor Schneider oder der Aufsichtsrat Dorn des dortigen Landwirtschaftlichen Kreditvereins ist, die beide wegen großer Unterschlagungen flüchtig sind. — Morgen feiert in voller Rüstigkeit der Landtagsabg. und Stadtr. Prof. Dr. Schlenger einen 70. Geburtstag. "* Kleine MitteUnugeu au8 Hessen und den Nachbarstaaten Für die im September in Mainz stattfindende allgemeine Gartenbauausstellung hat der Gartenbauverein 6000 Mk. bewilligt. Die Ausstellung wird in einem eigens dazu errichteten znkusähnlichen Holchau stattfinden. 4% l 4% S'/s°/o 4'Vo D 8»/,°/o 4 o/o 4 % 4% 31,°/, 8V, % Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 17. Januar. ______ Hurpener und am Schlüsse schwächer. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Notiz Ihres werten Blattes in Nr. 12, 1. Blatt, betr. Gründung eines Bezirks-Lehrer-Turnvereins Gießen, bedarf der Ergänzung. Die Lehrer Gießens, sowie der umliegenden Dörfer waren eingeladen; es waren jedoch nur 8 Landlehrer und 15 weitere Lehrer anwesend infolge des Zufalls, daß der Konferenzbezirk Gießen-Land seine erste 41/, 0/0 Chinesen . - • Tendenz: fest nführung neuer md von unterrichteter ie sowohl in der Form t ö/Her gebräuchlichen einigen ^odjen bon zur Anwendung 'teht darin, dch dir möäen fortan ver M find'die SW angebracht. Der Stoff der Litewka erhält, ist graubrauner Fmbe.- M der „Bert. O ’u Meldung einer Kov in Versuche für die.-öe- 'editionstruppeu iskörper von Eber. iHcn qegen ben 9t* rniasko ten nntttl' latsbeamten zu tragen SS» K°l°"7ie M bfr MN 8E -er beam -im nun "üh^andtap r heutigen U gß Ainunen Gerichtssaal. -i-I Gieße«, 16. Jan. Strafkammer. Der Viehschweizer Ernst Paul B och mann aus Dresden ist geständig, seinem damaligen Dienstherrn, GutspLchter Andrea zu Rockenberg, 4 Flaschen Schnaps weggenommen zu haben. Er erhält 5 Monat Gefängnis abzüglich eines Monate der" erlittenen Untersuchungshaft. — Der Fuhrknecht PH. Kimpel aus Assenheim erhält wegen groben Unfugs und Widerstands gegen die S'aats. qewalt eine Gesamtgefängniestrafe von 3 Tagen. Der Mitangeklagte Wilh. Gutermuth, ebenfalls aus Affenheim, wird von der Beschuldigung der Gefangnenbefreiung freigesprochen. — Der vorbestrafte Kesselschmied Louis Haupt aus Hannover und der gleichfalls, insbesondere wegen Diesstahls, mehrfach vorbestrafte Schlaffer Nikolaus Kutzinski aus Straßburg sind des Diebstahls beschuldigt. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisstrafe von 9 Monaten bezw. 1 Jahr abzüglich zweier Monate der erlittenen Untersuchungshaft. — Wegen Uebertretung des Spielkartenstempelgesetzes sind 17 Personen aus Butzbach und Umgegend angeklagt Der Kaufmann Karl Andreas Berg hatte am 16. Febr. v. I. u. a zum Nachlaß seines Vaters gehörenden Gegenständen 60 Spiele Karten versteigern lassen, die noch mit dem alten Großh. Hessischen Stempel versehen waren. Die Käufer, insbesondere die Mitangeklagten PH. Fr. Wilh. Müller, Gg. Wilh. Schneider zu Butzbach undOttoRoth zu Muschenheim, hatten die Karten billig erworben, nicht aber, wie gesetzlich vorgeschrieben, der Steuerbehörde überliefert. Diese erhielt Kenntnis und stellte Strafantrag. Das Urteil lautete auf 30 Mk. Geldstrafe pro Spiel, das macht für den Haupt angeklagten für 60 Spiele 1800 Mk., für die Mitangeklagten für 4 bezw. 3 und 2 Spiele 120 bezw. 90 und 60 Mk. Die übrigen Angeklagten wurden sreigesprochen. fo. Marburg, 15 Jan. Die Strafkammer verurteilte heute den Dienstknecht Ludwig Hof aus Roßdorf zu 1 Jahr 10 Monaten Gefängnis, well er im Oktober vor. Js. den Juden in Roßdorf die Fenster etngeschlagen und den Handelsmann Evrlich mit einer Mist gabel schwer mißhandelt hatte, Hof hat das Gymnasium in Fulda absolviert, die Universität besucht und als Einjährig-Freiwilliger gedient. AlS Einjähriger wurde er fahnenflüchtig, erhielt ein halbes Jahr Gefängnis und wurde gemeiner Soldat. Schließ! ck ^rächte es der einst hoffnungsvolle, aber später leider dem Tiur.ke ergebene junge Mann bis zum Dtenstknecht in feinem Heimalsorte. Frankfurt, 16. Jan. Das Schwurgericht verurietlte den Ge fängnts-Jnfpeklor Habermann, d,r vor Jahresfrist mit der Ge- iängntskosfe geflüchtet war und später in Berlin ergriffen wurde, wegen Unterfchleife in Höhe von 3000 Mk. zu drei Jahren Ge- fän anis________________________ ______________ H. Bochum, 17. Jan. (Tel. Meld. d. „Gieß. Anz.") Wie die „Herner Ztg." meldet, fand auf der Zeche „König Ludwig" eine Explosion schlagender Wetter statt. 10 Bergleute wurden getötet. — Dem „Bochumer Anz." zufolge ereignete sich das Unglück auf der ersten Bausohle. Die Leichen sind sämtlich geborgen. Der Betrieb ist mcht gestört. ________ Mainz, 17. Jan. Der Selbstmörder, der sich in einem hiesigen Hotel erhängt hat, ist als der Direktor Georg Schneider von dem landwirtschaftlichen Kreditverem für Mittelfranken in Ansbach ermittelt worden. Berlin, 17. Jan. Gestern abend fand im großen Saale der Brauerei Friedrichshain ein Thron-Jubiläums- Kommers der Berliner Studenten statt. Prof. Dr. Lenz hielt die Festrede, in der er den Zusammenhang der Krönung in Königsberg mit der Kaiser-Krönung in Versailles heroorhob. Kopenhagen, 17. Jan. Der norwegische Dampfer Fegerhetm ist mit btr 20 Mann zählenden Besatzung an der englischen Küste untergegangen. London, 17. Jan. „Daily Expreß" meldet aus Lissabon, daß die diplomatischen Schwierigkeiten zwischen Portugal und Holland behoben find. Die Vertreter beider Mächte werden demnächst auf ihre Posten zurückkehren. Paris, 17. Jan. Der Schriftsteller Urbain Go hier wurde in einem Degenduell von dem Redakteur Latapie lebensgefährlich verletzt. Paris, 17. Jan. In der Nähe des Kap Laheve am Ausgange des Hafens von Havre stieß in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch der Schleppdampfer „Bougainville" aus Fecamp so heftig an das den Hafen verlassende Dampf boot „Sadj Carnot", daß dieses nach wenigen Minuten sank. Drei Matrosen fanden ihren Tod. Zürich, 17. Jan. Laut Brief eines Zürichers aus Mysore in Englisch Indien wütet in der Provinz Mysore die Pest in furchtbarer Weise. In einer Reihe von Städte» sind fast alle Häuser geschlossen. In den Straßen sieht mott nur halb verhungerte Bettler. Die andere Bevölkerung ist auf das Land geflüchtet und kampiert im Freien. Wien, 17. Jan. Die Abfall - Bewegung von der römisch-katholischen Kirche beginnt auch im nördlichen Mähren ihre Kreise zu ziehen. Der Mittelpunkt dieser Bewegung ist Mährisch Schönberg, wo im vorigen Jahre 1014 Uebertritte vom alt-kckbolckchen Glauben erfolaten. :e inid) Gunter Mt Leff?»babon ■ fottew. L bet‘ S6£Lbet 11 eincr ÄteÄ sondern Wch Udo Stoiber, Wt ausgesprochen titat eme Resolution suchen, datun zu )Us e hen, ohne die des Reichstages, die ießordnung beschäftigt, ^emmann den §55a nedakteure zur folgenden Wmm- vMhalt einer periodi- ner strafbaren Hand- Ws vom Mai 1874 maßgebend ist, so gesamte hilsspersonat >n des Verfassers und !Haus setzte heute die er Debatte beteiligten n Arnim (kons.), Tr. und Schmidt-Warburg , 2r. Studt und von !s Etats wurden der tagen Interpellation enbahnunsallund iteilung der Landtags- "Handwerkskammer. Die am 22. Januar, nachmittags 2 Uhr im Rathause zu Darmstadt stattsindende 3. Vollversammlung der Handwerkskammer weist in der Tagesordnung folgende Punkte auf: 1. Mitteilungen; 2. Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes; 3. Beschlußfassung über die Geschäftsordnung der Kammer; 4. Vorarbeiten zur Regelung des Aehrlingswesens; 5. Tie Unterrichtszeit in den gewerblichen Schulen; 6. Ergänzung der Kammer durch Zuwahl; 7. Bildung von Ausschüssen ; a) Ausschuß für das Lehrlingswesen, b) Ausschuß für das Genossenschaftswesen und c) Berufungsausschutz; 8. Beschlußfassung über vorliegende Anträge; 9. Verschiedenes. Auf die Aufforderung zur Anmeldung der Lehrlinge bei dem Sekretariate in Darmstadt sei hier nochmals aufmerksam gemacht. Tie etwa noch Rückständigen werden in ihrem Interesse handeln, wenn sie die Anmeldungen sofort bewerkstelligen, da sie sich sonst der Gefahr ausfetzen, in Strafe genommen zu werden. Anmeldungspflichtig sind alle Lehrlinge im Handwerk tote auch in Fabrikbetrieben, wenn sie dort eine Ausbildung in einem Handwerksztoeige erhalten. Von feiten der Innungen haben diese Anmeldungen durck^ die Jnnungsvorstände zu geschehen. v :!: Lieh, 16. Jan. Am nächsten Sonntag giebt das Personal des Gieße nerStadtt Heaters im Saale des Herrn I. Heiland hier wieder eine Theatervorstellung. Für Nachmittag ist eine Kindervorstellung vorgesehen. Dieselbe beginnt um 4 Uhr und bringt das Märchen „W la h r- heitsmündchen und L ü g e n m ä u l ch e n". Am Abend rvird das dreiaktige Kostüm-Lustspiel „D i e g 0 l d e n e E v a" le6»l< di- *** 'Ä” j’u’l»»6eri^ «**? diesjährige Versammlung in demselben Lokal abhielt. Die Lehrer Gießens hatten den Ruf gänzlich unbeachtet gelassen und nicht einer war erschienen. Dies hatte wohl einen Grund darin, daß die Gießener Lehrer^ Erfahrungen gesammelt haben. Bestand doch in Gießen vor Jahren auch ein solcher, der jedoch ein kümmerliches Dasein führte und chließlich einschlief. — Die Diskussion zeigte, daß die Versammlung der Sache kühl gegenüberstand. Die sich breit machende V e r e i n s w u t wurde getadelt. Durch solche Vereinsgründereien würde dem Interesse des Landeslehrer- Vereins geschadet. Ferner wurde der Wunsch ausgesprochen, maiy möge auf dem Seminar praktischen Turnunterricht lehren, und der Landesturninspektor möge einen Leitfaden herausgeben, dann seien weder ein Lehrer-Turnverein, noch jährliche Turnkurse nötig, die — nebenbei bemerkt — viel Geld kosten (rund 5000 Mk.) Z. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Limburg CU d. Lahn, 16. Januar. Fruchtmark!. Durchschnittspreis pro Malter Roter Weizen 13.15 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk-, Korn 10.60 Mk, Geiste 8.60 Mk., Hafer, 6.12 Mk., Erbsen on 00 Mk., Kartoffeln 00.00 Mk. OberhMcht kikbesgadea für die Frauen Ttausoaals. Weiter gingen ein: Frl. L. Mk. 1.50, Frau Prof. W. Mk. 4. C. und I. R. Mk. 5 H. D. in P'ozheim Mk. 4, Weitere Gaben auS Leihgestern Mk. 5 50. A. W Mk. 2, F'«u A. H. Mk. 20, Frau S. Mk. 1, Frl. M 50 Ma — Zusammen Mk. 662 72. Die Expedition -eS Gießener Anzeigers. Wir bitten dringend, Geldspenden persönlich abzugeben und nicht in unseren Briefka^en zu wecken. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Hlekigionsgemeiude. Freitag den 18. Januar 1901. » Morgens SV, Uhrr AestgotteSdienst anläßlich 200jährigen Bestehens d'S Königreichs Preußen. SamStag den 19. Januar 1901. - Vorabend 4« Uhr, morgens 9 Uhr, nachmrttagS 3 Uhr Echrift« erklärung, Sabbathausgang 5*o Ubr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgeseüschaft. Sabbathfeier am 19 Januar 1901. Freitag abend 4so Uhr, SamStag vormittag 8»° Uhr Predigt nachmittags S Uhr, Sabbathausgang Uhr. Wockengottesdienst: morgens 7>° Uhr, abends 4*o Uhr. Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 49.00 M. do. 8. 5/8 unk. b. 1904 49 00 „ , do. 8. 7/8, unk. b. 1906 47.50 „ ). Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk, 1908 97 30 „ do. unk. 1905 89.50 „ Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 80 80 e do. 8. 15-18 unk. b. 1900 80 80 M. do 8. 19-20, unk. b. 1905 00.00 „ , do. 8. 13, 14 76.50 „ , do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 95.50 „ Ernst Sch. leben (Folgt Bestellung.) Br. Zeugnis. 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Rübenmühlen 389 0 67 Plockttratze 6, I. üea Hasel auf den Kopj 550 EelterSweg 77. unwahr hiermit zurück. 68» 91 d) unos-oll Wilh. «eller. «erantwortllch für den allgememen teil: P. Sömto; für den Anzngentetl: HanS Beck. — Druck und Berlag der Brühl scheu UmversitätS-Buch- und Stemdruckeret (Pietsch Erben) in Gießen. Der Sekretär: Dr. Kebm. Bob. Schumann. Joh. Brahms. im rm Gießen, den 17. Januar 1901. Die Grotzherzogliche Handelskammer Ein schwin;ks Asrrd nebst Wagen und Geschirr, zus. oder einzeln, billig zu verkaufen- Ku erfraaen in der Grned. b. Bl Der Vorsitzende: I. V: S. Heichelheim. Holz-Versteigerung in der Iürfllichen Köersörsterei Lich Es sollen versteigert werden: Dienstag den 22. Januar« abends 8 Uhr, Mitwirkende: Herr Dr. J. Weilhammer (Bass-Bariton), Herr Karl Preusse (Horn), Herr Adolf Rebner (Violine), Herr Johannes Hegar (Cello), aus Frankfurt a. M.; Grossh. Univ.-Musikdirektor Herr G. Trautmann (Klavier). 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Lieder: a) Der Doppelgänger, No. 13 \ aus dem b) Die Stadt, No. 11 . . / Schwanengesang o) Der Mueensohn, op. 92, No. 1..... 8. Sonate für Violoncell und Klavier, op. 69. in A-dur 4. Lieder: a) Frühlingefahrt, op. 45 No. 2..... b- Da unten im Thale. op. 97, No. 6 \ Volks- c) Die Sonne scheint nicht mehr . f lieder 5. Trio für Klavier, Voliüe und Waldhorn, op. 40 in Es-dur........... frünktn WtrtSlochter, sucht IllltMlU, Stellung als Stütze der Frau in Hotel-Restaurant. Ru erfragen Bab"hofftroße 28. Vorteilhaft für Wirte Fast noch neuer Polyphon-Ruflkautoniat größeres Format, tadellos spielend, Höhe 151, Breite 81, Tiefe 44 cm, Durchmesser der Musikfcheibe 68 cm, oerlehen mit 8 Tage gehendem, bess rem Uhrwerk, billig zu verk Wo? zu erft. in der Evedition. Bekanntmachung. Nachdem durch Verfügung Großherzogl. Mmtsteriums des Innern Abtetlung für Landwirtschaft, Handel u b Gewerbe vom 10. Januar 1901, da« durch Großh. Steuer-Kommissariat Gießen aufgestkllte Hebregister für die B ittäge zu den Kosten der Handelskammer für exekutorisch ei klärt wo -den ist, wird dasselbe d r best. he-chen^Vorschrift gemäß 8 Tage lang vom 18. bU 25c- Jänüar 1901, vormittags von 9 bis 12 und naHMitags von 3 bis 6 Uhr, auf dem Bureau de» Herrn ^immerzienrat Heichelheim, hier, mit dem Anfügen offen ge» - kegt, daß etwaige Einwendungen gegen dasselbe binnen dieser Frist vorzubrinaen sind, und daß später vorgebrachte Beschwer den keine Berücksichtigung finden werden. Technikum Strelitz (Mecklenburg) Ingenieur-,Technik.-u. Meisterkurse Maschinenbau und Elektrotechnik Gesammt. Hoch- und Tiefbau, Tischlerei. --Täglicher Eintritt. ----- 800 Marks gegen Sicherheit von Studierendem hiesiger Hochschule, gut verzinslich, bis nach bestandenem Examen zu l.ihen gesuckt. Offerten von Selbst« yerleibern unter P P an Haafen- ftein & Voaler. A G., Gießen, erb. Modes. 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