151. Jahrgang Freitag den 18 Imuar 1901 CrNes Blatt. Gießener Anzeig er Henerat-Anzeiger Zlutzts- ttnd Anzeigeblcrtt filv den Ttvers MefzeZr. stncw 668 Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer dis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Alle Anreigen-DermttNnngsstellcn des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den (Siebener Anzeiger »ntgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf„ auswärts 20 Pt. DZezn.'.spreis viertthährl. Mk. 2.20 Mtonatlid, 7b Psg. uiit Bringerlosin; durch btt Abholestellen vierteljährl. Mk. 1.90 monatlich 65 Psg. Bei Postbezug Mk. 2.— öiertcliä^rt ohne Bestellgeld. M »ortiert. ört [Isehnng , Vio Pfd. 25 Pfg. [ischung , l/io Pld. 35 Pfg, ißter Pecco-Blute !„ '/,»Pfl. 40 Pfg. e Pflückung y„ Pfd 50 Pfg. । Pflückung ), 116 Pfd. 65 Ptg. \ Nachnahme bei Ab- Gratisbeitagen: Gießener Famitienblätter, Der hessische Kanbwirt Dtätter für hessische Volkskunde. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstrahe Nr. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Siebe». Fernsprecher Nr. 61. eingehend die umfängliche Schrift Friedrich NaumannS „Demokratie und Kaiser tu m". Ludwig Iaco - bwwski, der leider so früh verstorbene talentvolle Poet, setzt sich mit Adolf Bartels, dem bekannten „Kunstwart"- Mitarbeiter, auseinander. Jo h all n es Schlaf, der feinsinnige Dichter, veröffentlicht eine Prosadichtung „Der Tod als Antichrist". Peter Baum und Mirian Eck spenden Gedichte. Das „Ehepaar Spenster" ist eine Novelle von dem galizischen Polen Karl I r z i k o w s k t lieber den Berliner Premierenmarkt" plaudert anregend John Schikow ski. ArthurSeidl veröffentlicht einen „Münchener Brief". Der kritische Teil ist, wie stets in diesem Blatte, außerordentlich reichhaltig. daß die Rücksicht auf die Ansteckungsgefahr infolge der am Weimarer Hose herrschenden Masern sotvohl den Kaiser als auch den Kronprinzen, letzteren besonders auch deswegen, weil er diese Krankheit als Kind noch nicht durchgemacht habe, von dem Besuche abgehalten haben. Läßt sich auch die Möglichkeit einer Uebertragung des Krankheitsstosses von dem Weimarer nach dem Berliner Schlosse nicht m Abrede stellen, so dürste es doch nicht an ärztlichen Anordnungen und praktischen Einrichtungen in der thüringischen Hauptstadt gefehlt haben, um die Gefahr einer Ansteckung hintenanzuhalten. Da andererseits auch bie Reiselust und die Neigung Kaiser Wilhelms, bei allen bedeutungsvollen Hoffestlichkeiten der deutschen Bundesfürsten persönlich anwesend zu sein, bekannt ist, so fehlt es nicht an Kommentaren, die das diesmalige Fernbleiben mit p o l i t i s ch e u Erwägungen in Beziehung bringen wollen. Als dw annehmbarste Lesart erscheint noch die, daß der Kaiser eine Begegnung mit dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien habe vermeiden wollen. Als Motiv für diese angedeutete Absicht wird angeführt, daß man an höchster Stelle darüber verstimmt sei, daß der Bulgarensürst in seinem Lande, insbesondere in seiner Hauptstadt, die maeedo- nischen Komitees mit ihren anarchistischen Mordanschlägen offen dulde, wodurch für den Balkan stets die Gefahr eines plötzlichen Friedensbruches bestehe. Andererseits sollendem Fürsten Ferdinand bei seiner letzten Anwesenheit in Berlin einige Versprechungen für die Unterstützung seines Lieblingswunsches, die Königskrone aus sein Haupt setzen zu dürfen, gemacht worden sein, an die der Kaiser jetzt nicht habe erinnert sein wollen. Ob dieser Grunds für den Kaiser ausschlaggebend gewesen ist, kann füglich bezweifelt werden. Daß er mit seiner Reise nach Weimar politische Zwecke verfolgt hat, zumal seine Verwandtschaft mit dem Hause Sachsen-Weimar weit, fast bis zum 14. Jahrhundert, zurückliegt, kann dagegen kaum in Abrede gestellt werden. Der Besuch in der Wiener Hofburg und der Empfang dur.ch den Kaiser Franz Joses spricht dafür, obwohl auch dieser sich durch die nahen verwandtschaftlichen Beziehungen als Halbschwager des österreichischen Kaisers sich genügend erklären ließe. Indessen ist über den Erfolg dieser Begegnung nichts bekannt geworden. Daß aber die Einkehr des Fürsten Ferdinand am serbischen Königshofe wenigstens für den Balkan und für die Stärkung der Position der kompromittierten Königin Draga Maschtn von größerer Bedeutung ist, läßt sich nach Lage der Dinge nicht im Geringsten verkennen. Es fehlt also dem Fürsten nicht an Trost in seinem Unglück, den deutschen Kaiser in Weimar nicht gesprochen zu haben. letzter Pelephon 65. Die jluterstiitzllus der Hoilribrnbtn in Transvaal durch den Alldeutschen Verband. Die Ortsgruppe Gießen des. Alldeutschen Verbandes bittet uns um Veröffentlichung des Nachstehenden, was schon um deswillen allgemeines Interesse haben dürfte, da auch hier in Gießen im vergangenen Jahre eine beträchtliche Summe zur Unterstützung für die Buren bei unserer Re- Unsere Leser seien auf eine kleine, in 2. Auflage vorliegende Schrift über den „P o l e n a u f st a n d von 1848" aufmerksam gemacht, durch deren Herausgabe bei; Chefredakteur des Graudenzer „Geselligen" Paul Fischer sich um die Sache des Deutschtums in Westpreußen und Posen aufs neue verdient gemacht hat. Im Jahre 1848 sprach Wilhelm Jordan im Frankfurter Parlament die entrüstete Frage aus: „Hat der Deutsche die Wälder gelichtet, die Sümpfe getrocknet, den Boden urbar gemacht, Straßen und Kanäle angelegt, Dörfer gebaut und Städte gegründet, um den Epigonen des exilierten hundertköpfigen Despotentums neue Schmarotzernester zu bereiten? Soll der Bürgerstand wieder untergehen — der nur dem deutschen Gewerbefleiße seinen Ursprung verdankt — um das Mark des Landes noch einmal vergeuden zu lassen uon etwelchen in höfischem Glanze schwelgenden Familien und liebenswürdigen Mazurkatänzern?" Diese Fragen will, ebenso wie Jordan, auch Fischer verneint wissen. Das wacker? Schriftchen, das im Verlage von Gu sta v R ö thes Bucy- druckerei in Graudenz erschienen ist, verdient Beachtung- Politische Tagesschau. Es ist in der Presse vielfach bemerkt worden, daß Kaiser Wilhelm, obwohl er nach dem Hofbericht sich von seiner Erkältung bereits ganz erholt hatte, dennoch nicht zu den Beisetzungsseierlichk eiten nach Weimar gefahren war. Es wurde die Meinung verbreitet. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Der für Nieder-Bessingen auf den 20. dS. MtS angefetzie Vortrag des LandwirtschastSlehrerSLintz wird wegen btfftn Erkrankung verschoben. Gießen, den 16. Ja»uar 1901. Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksvereins. v. Bechtold. Bheiniecbe* »N"£S. Programme fr**- 'rein. Mlung 1«iertejet •V 3. WM J; >‘hH «ef ß-. '«'S jnt(5 „ Mk 6. Sei Muh, Dtbniutj wäre ttajin, Der Borftaod. hee Qualitäten ge iow in China nhandel. * Seltersweg 10. a h«he . Mteratur. Gey. Med.-Rat Prof. Dr. Eulenburg über Hchulpausen und Schulferien. Bei Fragen der Erziehung stehen sich stets zwei Parteien gegenüber, von denen die eine den größeren Wert auf die geistige Durchbildung, die andere auf das körperliche Wohl der Schüler legt. Der Kaiser hat wohl die Bedeutung der gesundheitlichen Forderungen erkannt und ihr in seinem Erlaß im vorigen Monat Ausdruck gegeben. Im Anschluß daran bespricht der bekannte Forscher Eulenburg in der letzten Nummer der „Umschau" (Verlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M.), die wichtigste medizinisch-pädagogische Frage, in welcher Weise nämlich die Schulpausen und Schulferien angeordnet werden müssen, um für den Schüler im Gegensatz zu den heutigen Systemen einen wirklichen Nutzen zu haben. Die gleiche Nummer bringt ferner noch interessante Aufsätze von Dr. Bechhold über „Vorrichtungen zur Atmung in verdorbener Lust und unter Wasser"; B. Treichelmann giebt eine Höchsts interessante Schilderung des Tsunglt- ssamen, Paul Pollack bespricht den neuesten Roman von Fr. Spielhagen „Frei geboren" und der militärische Mitarbeiter der „Umschau" macht eine vergleichende Zusammenstellung der Bewaffnung der verschiedenen Nationen tm chinesischen Feldzug. — Dr. Dessau spricht über das Hagelschießen und beleuchtet den Gegensatz, welcher sich zur Zeit zwischen den wissenschaftlichen und den praktischen Kreisen herausgebildet hat. Während nämlich erstere auf Grund von Versuchen den Wert des Hagelschießens bestreiten, halten letztere unbedingt an demselben fest und wollen bie Regierungen zur Unterstützung im Großen veranlassen. Der Herausgeber der „Umschau" versteht es in ganz hervorragender Weise, aUes das in seiner Wochenschrift zur stiner Doimttstaz: MM. ,st einladet ■an BrunM* iea.S- Sprache zu bringen, was wirklich von Bedeutung ist, und es dürfte keine andere Zeitschrift geben, die sich so vorzüglich eignet, um sich über alle wichtigen Fortschritte und Bewegungen auf dem Gesamtgebiete der Wissenschaft, Technik, Litteratur und Kunst auf dem Laufenden zu halten, wie die „Umschau". In Heft 14 der „Zutuns t" (Berlin, Friedrichstr. 10) spricht Prof. Dr. Karl Lamprecht in Leipzig über „Re- lativismus". Prof. Dr. Ernst Schweninger antwortet auf die Frage, wie er das medizinische Ergebnis des abgelaufenen Jahrhunderts beurteile und was er für seine Kunst von dem neuen Säculum hoffe. Dr. Alex Tsille, der bekannte frühere Glasgower Universitätsdozent, zeigt eine Schrift „aus Englands Flegeljahren", Dr. Julius Duboc, der bekannte Philosoph, eine solche über „die Lust als sozialistisches Entwickelungsprinzip". Prof. Dr. Seiling kündet „Pessimistische Weisheitkörner" an. Hofrat Dr. Pciper antwortet aus die Frage „Soll die Hoh- königsburg neu aufgebaut werden?" in einer neu erschienenen kleinen Schrift. — Prof. Dr. Breysig veröffentlicht in diesem Hefte eine umfängliche Abhandlung über „Sozialismus und Persönlichkeit". Weiter findet sich eine Skizze von Georg Brandes „Russischer Besuch" und eine kurze Erzählung von Rudyard Kipling. Dr. John Schikowski plaudert anregend über die Berliner „Sezessionsbühne" und deren Aufführungen. Den Schluß des Heftes macht eine Betrachtung über „1900" von Lyn- keus. Der Leitartikel betitelt sich „Epiphania". — Jedes Heft der „Zukunft" kostet 50 Pfg., ein Vierteljahresabonnement 5 Mark. In der „Gesellschaf t", der bekannten lyalbmonat- schrift, (Ed. Piersons Verlag in Dresden) Preis pro Heft 75 Pfg., bespricht im 1. Dezemberheft Robert Wilbrandt Abg. v. Kardorff (Rp.): Wir können in obligatorischen Gewerbegerichten keine segensreiche Einrichtung sehen. Daher können wir nicht für den Antrag Trimborn eintreten. .Im Betriebe meines Freundes Frhrn. v. Stumm ist noch nie ein Streik gewesen. Wenn die Arbeitgeber es so machen würden, wie er, so würden Streiks überhaupt nicht Vorkommen. (Lachen links.) Mein Freund v. Stumm erhöht stets rechtzeitig die Löhne, ist überhaupt täglich zwei Stunden für jeden seiner Arbeiter zu sprechen. Ein solches Vorgehen würde viel mehr zur Förderung des sozialen Friedens beitragen, als der Ausbau der Gewerbegerichte. Alle diese Gedanken, die in den vorliegenden Anträgen niedergelegt sind, gehen von der Sozialdemokratie aus. Es sieht wirklich so aus, als sei das Proletariat berufen, die Welt zu regieren. Es geht mit. unserer Sozialpolitik in so rasender Fahrt vorwärts, daß es ein Unglück giebt, wenn man nicht bremst. (Große Heiterkeit links.) Abg. Zub eil (Soz.): Wenn die rasende Fahrt der Sozialreform das Tempo einhielte, das eingeschlagen wird, damit die Agrarier höhere Getveidezölle erhalten, dann könnten wir zufrieden sein. Herr von Kardorff ist das Sprachrohr des Herrn v. Stumm, der jetzt krank ist, und den er jetzt hier im Saale vertritt. Wir verlangen die Ausdehnung der Kompetenz auf Land- und forstwirt- schafttiche Arbeiter, auf die Fischerei und auf das dienende Personal. Welche unglückliche Stellung nehmen heute die Gärtner ein! Wie schwierig es für die ländlichen Arbeiter ist, in Lohnstreitigkeiten u. dgl. das Amtsgericht in Anspruch zu nehmen, wird Herr Oertel zu begreifen vermögen. Recht geschmackvoll waren Dr. Oertels Aeußerungen über das dienende Personal, seine Witze von den Berliner Pflanzen und den dicken Köchinnen. Herr Dr. Oertel, was würden Sie und Ihre Gemahlin anfanaen, wenn das von ihnen so geschmackvoll bezeichnete Küchen- und Dienstpersonal einmal streiken würde? (Heiterkeit^) Es entspräche außerdem nur der Gerechtigkeit, wenn auch den Arbeiterinnen das Wahlrecht erteilt werde. Dies Wahlrecht sei durch die Petitionen von Arbeiterinnen und Frauenvereinen auch seit Jahren verlangt worden. Abg. Münch-Ferber (nl.) erklärt sich unter1 Zurückweisung früherer Angriffe des Zentralverbandes deutscher Industrieller für weitere Zuständigkeit der Gewerbegerichte im Sinne des Antrages Trimborn und Hitze. Abg. Rösicke (Dessau) wäre gern für obligatorische Gewerbegerichte, befürchtet dafür aber eine zu große Einengung der bürgerlichen Gerichte. Nach einem Schlußwort Rosenows (Soz.) werden die Anträge Albrecht und Trimborn einer Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen. Die Resolution Hitze wird angenommen. Morgen 2 Uhr Fortsetzung der Etatsberatung. , Ko Seltersweg iq Deutscher Reichstag. Berlin, 16. Januar. Das Haus setzt die Beratung der Anträge über die Ge- werbegerichte fort. Abg. Dr. Hitze (Zentr.) empfiehlt seine Resolution auf Beteiligung der Arbeiter an der Regelung gemeinsamer Angelegenheiten durch eine besondere Vertreterorganisation, und verweist auf das Vorbild der besonderen Land- Wirtschafts- und Handwerkerkammern. Der Gegensatz der Interessen führt zu getrennten Organisationen. Diejenigen der Arbeiter und der Arbeitgeber stehen sich schroff gegenüber; da ist es eine Aufgabe des Friedens, einen versöhnenden Mittelpunkt zu schaffen, der die Gegensätze überwindet ober bis zu einem gewissen Grade versöhnt. Andere Staaten, wie Belgien und Holland, sind uns aus diesem Wege vorausgegangen; es wäre ein schöner Beginn der Session, wenn sich alle Parteien aus diesen Antrag vereinigen, (veifall.) Abg. Beck (ntl.) spricht auch im Sinne der Resolution und des Antrages Trimborn, wobei dann das Gewerbegericht als Einigungsamt die Befugnis haben müsse, den Streik zu schlichten. Der Einwand, die Arbeitgeber müßten Herren im eigenen Hause sein und dürften durch das Gewerbegericht nicht gezwungen werden, sich gegen ihren Willen Vorschriften machen zu lassen, ist nicht stichhaltig. In seiner tußersten Konsequenz führe er zur Negation jeder Rechtsordnung überhaupt. (Sehr richtig!) Der Redner spricht sich nach eingehender Erörterung zahlreicher Details für Kommissionsberatung aus. Abg. Dr. O e r t e I (kons.): Bis zu einem gewissen Grade kann auch ich die Thätigkeit der Gewerbegerichte anerkennen. Von den vorliegenden Anträgen ist mir der Antrag Trimborn am sympathischsten, und wir werden für lieber» Weisung desselben an eine Kommission stimmen. Der Antrag Albrecht und Gen. aus obligatorische Einführung der Gewerbegerichte widerspricht dem Charakter dieser Gerichte als Sondergerichte. .Die Landarbeiter unter die Kompetenz der Lewerbegerichte *zu stellen, liegt absolut kein Anlaß vor; her Gedanke, das Gesinde ebenfalls vor das Gewerbegericht zu schicken, hat für mich etwas Schauerliches. (Lachen bet den Sozialdemokraten.) Für den Antrag Hitze können wir - im allgemeinen eintreten, jedenfalls erkennen wir an, daß er zur Förderung des sozialen Friedens beitragen kann. Nr. 'S Erscheint lägsich mit Ausnahme bcS MontagS. Die Gießener Aamili euv tätler totrbtn dem Anzeiger hn Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blatter fßr Hess. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Stellengesuche von Ausgewiesenen. Mk. ii Ausruf für die Opfer des AureuKrieges werden. arbeiten in demselben eifrigst beschäftigt. Bensheim, 17. Jan. Eine Blutthat spielte sich am 16 833,15 2 047,10 1 039,75 7 592,20 1 680,— 1 9^0,10 86 081,37 80 000,— 1 435,45 deutschen Freikorps. Unkosten der Sammlung Einnahme Ausgabe liebet eine Viertelmillion Mark sind dem Alldeutschen Verbände für die Opfer des Burenkrieges zugeflossen; ein Teil derselben wurde für eine Ambulanz, die den Buren ....... v w . wertvolle Hilfe leistete, und von der allein noch eine Pare Gewerbeaufsicht nicht mehr in der wünschenswerten Anzahl von Mitgliedern im Felde steht, verwendet, die Weise ausgeübt werden konnte, wird im neuen Etat eine Gefangenen in Kap land, St. Helena und Ceylon wurden Vermehrung des Aufsichtspersonals vorgesehen. Es wird mit dem Nötigsten versehen, die Angehörigen der kam- beabsichtigt, eine Gewerbeinspektion Worms neu zü. er* ifenden Buren und Deutschen, sowie ihre Hinterbliebenen richten und ihr die Kreise Worms, Alzey und Oppenheim, wurden unterstützt. Desgleichen haben wir den in so bru- tne bisher der Gewerbeinspektion Mainz unterstanden, zu- taler Weise, trotz der Versprechungen des Lord Roberts znweisen; der Mainzer Inspektion verbleiben die Greife und trotz Einhaltung des Neutralitätseides, ausgewiesenen Mainz und Bingen. Ferner wird beabsichtigt, der Gewerbe- Deutschen über die erste Zeit der Not hinweggeholfen. Inspektion Offenbach einen Assistenten zuzuteilen, und Aber der Krieg schafft täglich neue Opfer! Es ist uns " ......‘‘ gelungen, Mittel und Wege zu finden, um denselben Hilfe zu bringen, aber wenn wir alle Bitten berücksichtigen würden, die an uns herantreten, so würden unsere Mittel bald erschöpft sein. Auch für die nicht geringe Zahl der Ausgewieseneu, die in Deutschland keine Arbeit finden kann, wollen wir sorgen und ihnen durch kleine Beihilfen die Ansiedelung in den Südstaaten Brasiliens ermöglichen,, wo sie zur Stärkung des dortigen Deutschtums beitragen um Stellung als Reisender oder einen anderen für ihn lassenden Posten in der Luxuspapierbranche, in welcher er vor seiner Auswanderung jahrelang thätig gewesen ist. dem hiesigen Kriegerverein eine Fahnenschleife verliehen hat. Dieselbe wird dem Verein bei der von ihm veranstalteten Feier von Kaisers Geburtstag am 19. d. M. durch einen Vertreter des Großherzogl. Kreisamts überreicht ich sein wird. Die Interessenten forderten für die Gruben 8—12 Mk. Wie wir hören, werden auch die Holzhauer der Gemeinden Kinzenbach, Atzbach und Dorlar, die während der Schießübung ihre Arbeit einstellen mußten, Schadenersatz icanspruchen. Bei 35 Arbeitern mit einem täglichen Anspruch von etwa 2 Mk. dürfte auch hier ein annehmbares Sümmchen herauskommen. Rechnet man ferner noch die Vergütung für die Einquartierung von 50 Mann pro Tag 85 Pfg. hinzu, so bekommt man einen Begriff, was eine einzige Schießübung troffenen Maßnahmen als nicht ganz genügend. Eine mächtige Steinmasie nahm ihren Weg durch Wand und Fenster eine- Teiles deS unteren Stockwerkes des genannten Hauses, alles durch planvolle Beschränkung in der Verwendung der Mittel zu erreichen war und haben uns dehalb mit den anderen, am Werk befindlichen Hilfskomitees ins Einvernehmen gesetzt. Ta letztere vorläufig über genügende Mittel.zur Unterstützung des größeren Teiles der Burenfamilien verfügten, so haben wir die Fürsorge für die Familien deutscher Kämpfer und für die Hinterbliebenen der Gefallenen hauptsächlich in Angriff genommen, daneben ober auch Burenfamilien unterstützt und letztere dann d'auernd in unsere Obhut genommen. Die zur Verteilung kommenden Rationen wurden bei gänzlicher Mittellosigkeit für je zwei erwachsene Personen für die Woche festgestellt auf 5 Pfd. Reis, 7 Pfd. Maismehl, 6 Pfd. Weizenmehl, einhalb Pfund Kaffee und Cichorien, 1 Pfd. Zucker, 1 Pfd. Speisefett, 3 Pfd. Bohnen, 3 Pfd. Fleisch und 1 Pfd. Dörrobst. Diese Rationen wurden durchschnittlich an 20 Familien bis auf diesen Tag auch wirklich voll verteilt. Nur eine kurze Zeit waren unsere Vorräte fast völlig erschöpft. Im ganzen wurden in der Zeit vom 11. Mai bis 1. Oktober in runden Summen verteilt 2200 Pfd. Weizenmehl, 1550 Pfd. Maismehl, 2000 Pfund Reis, 1000 Pfd. Bohnen, 210 Pfd. Dörrobst, 320 Pfd. Zucker, 260 Pfd. Kaffee, 330 Pfd. Fett, 80 Fl. Speiseöl, 2 Sack Salz, 600 Kerzen, 300 Pfd. Seife, 41 Paar Schuhe und 300 Ellen Kleiderstoff. Für das Fleisch wurden 680 Fleischkarten, jede auf einen Schilling lautend, ausgegeben. Als der Preis des Fleisches plötzlich auf 2 bis 2.50 Mk. pro Pfund stieg, mußte die Verteilung zeitweilig eingestellt werden. Zur Verpflegung von sonstigen armen deutschen Familien wurde durch die kirchliche Armenkasse etwa die Hälfte der oben erwähnten Beträge aus Eigenen Mitteln aufgebracht. Die Verteilung der Lebensmittel fand durch eine Frau statt, die ihre Ladenräume für die Vorräte und ihre Arbeitskraft für die Verteilung derselben höchst uneigennützig zur Verfügung stellte. Der Ankauf und die »ft recht schwierige Ergänzung der Vorräte lag in der Hand des Pastors Graßmaun, der auch die Bedürftigkeit und Würdigkeit der Empfänger dauernd überwachte und dafür volle Verantwortung trägt. Nach dem Grundsätze, möglichst nur Naturalien zu verabreichen, wurde bares Geld nur zur Anschaffung von Milch für Kinder unter einem Jahr gegeben. Außerdem wurden als Beihilfe zur Pflege Verwundeter, Unterstützung von Rekonvaleszenten und als Beihilfe für eine Witwe zur Heimreise 940 Mark verausgabt. Es erfüllt uns mit lebhaftem Tank, daß wieder eine Rate von 10 000 Mk. an uns gelangt ist, und eine weitere in Aussicht steht. (Diese Rate ist inzwischen abgegangen.) Die größeren Mittel stellen uns auch größere Aufgaben. Und da die anderen Hilfskomitees, die bisher sich hauptsächlich der Unterstützung der Burenfamilien gewidmet hatten, ihre Arbeit eingestellt haben, unterziehen wir uns mit Freude der Aufgabe, nun auch die Unterstützung dieser Familien werkthätig in die Hand zu nehmen. Wie wir Etwaige Angebote von Seiten der Arbeitgeber bitten wir, an die Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes zu richten. Verbleiben bar 149 u3',92 Mk. Diese Rechnung wurde in der Vorstandssitzung zu Düsseldorf am 8. und 9. Dezember 1900 abgelegt und es wurde beschlossen, mit Rücksicht auf die großen Anforderungen, die an den Verband herangetreten sind und das furchtbare Elend, das die Kriegführung heraufbeschworen hat, einen neuen Aufruf an die Burenfreunde zur Sammlung weiterer Gelder zu erlassen, wie dies ja auch jetzt wieder seitens der hessischen Frauen geschehen ist. Der BerichtderOrtsgruppeJohannesburg, der am 10. Oktober 1900 abgegangen ist, lautet: „Bei dem unabsehbaren Elend, das der Krieg in Südafrika über Tausende von unschuldigen Familien heraufbeschworen hat, sind die Gaben des Alldeutschen Verbandes gerade zur rechten Zeit in die Hände der hiesigen Verbandsgruppe gelangt. Bis Anfang Juni, solange Johannesburg und Pretoria in den Händen der Buren waren, wurde durch die Regierung der südafrikanischen Republik eine systematische Verpflegung der Familien, deren Ernährer im Felde standen, durchgeführt. Wenn etwa hier und da bei dem provisorischen Charakter dieser Organisation die Verpflegung durch die Regierung versagte, so waren die lokalen Hilfskomitees vollkommen im stände, der Not an Kleidern und Nahrungsmitteln abzuhelsen. Aber grenzenloses Elend war vorauszusehen, sobald mit dem Einrücken der Engländer die Regierungsverpslegung aushörte, zumal eine große Verteuerung der bis dahin billigen Lebensmittel eintreten mußte. Gerade in dieser kritischen Zeit traf die erste Sendung des Alldeutschen Verbandes von 10 000 Mk. ein, und ein Ausschuß schritt sofort zum Ankauf von Lebensmitteln. Zu diesem Zwecke übernahm und erweiterte er die Vorräte der kirchlichen Armenkasse und vereinbarte ein gemeinsames Vorgehen mit derselben. Diese Vorräte ermöglichten uns, unsere Arbeit fortzusetzen, selbst als die Lebensmittel den 6- bis lOfachen Preis der gewöhnlichen erreicht hatten. Wir waren überzeugt, daß eine wirksame Hilfe nur Zurückzahlung in Höhe von 34,50 Mk) Ausgaben: Ausrüstung der deutsch-vlämischen Ambulanz (mit Ausschluß der selbständigen Ausgaben des Vogllän« dischen Gauverbandes in Höhe von 3 142,90 Mk) Der Ortsgruppe Johannesburg zur Unterstützung notleidender Buren unh Deutschen überwiesen .... Für die deutsche Schule zu Johannesburg (besondere Stillung der Liedertafel zu Kempten)..... Zur Unterstützung der kriegsgefangenen Bure« und Deutschen in Kapstadt, St. Helena und Ceylon............... Zur Unt rstützung notleidender Burenfamilien in der Kapkolonie............... Zur Unterstützung nach Deutschland geflüchteter Burenfrauen............. Zur Unterstützung der ausgewiesenen Deutsche» . Zur Unterstützung der zurückgekehrten Angehörigen deS *♦ Die Zweite Kammer der Laudstände tritt, wie bereits gemeldet, am 22. Januar zusammen; auf der Tagesordnung sehen u. a. folgende Punkte ^zur Beratung: Antrag der Abg. Noack und Genosse», daS Gesetz die Besoldungen der Staatsbeamten vom 9. Juni 1898 betreffend; An trag der Abg. Leun und Genossen, die Ergänzung des Artikel 47 des Gesetzes vom 28. September 1890, die BrandversicherungS-Anstalt für Gebäude betreffend; Vorstellung der angestellten KreisamtSgehilfen, ihre GehaltS- und Anstellungsverhältnisse betreffend; Antrag des Abg. Leun, die Ausführung deS Gesetzes über den Urkundenstempel betreffend; Antrag der Abg. Ulrich und Genossen, die Arbeiterverhältnisse in den Staatsbetrieben betreffend (Berichterstatter: Abg. Dr. Frenay); Antrag der Abg. Dr. Schmitt und Genoffen, die Aufhebung des Brückengeldes im Großherzogtum betreffend; sowie Antrag der Abg. Ulrich und Genossen, die Aufhebung sämtlicher Rhein- und Mainbrücken gelber betreffend (Berichterstatter: Namens der Majorität Abg. Zinßer, namens der Minorität Abg. Dr. Frenay). *• Ernannt wurden am T werden. ** Zur Feier des 200jährigen Bestehe n« des Königreichs Preußen findet auch in der Syn a-- g v g e an der Südanlage morgen um halb 10 Uhr vorm. ein Militärgottesdienst statt. ** Gewerbeaufsicht. .Da sich herausgestellt hat, daß mit dem derzeitigen Personalbestand die unmittel- battion, wie der Ortsgruppe Gieße» eingegangen ist, und an die Hauptsammelstelle nach Berlin abgeführt wurde. Vorausgeschickt soll die Uebersicht über den Bestand der Sammlung werden, wie er sictz aus der Aufstellung vom 30. November ergiebt Bare Eingänge bis 30. Roo. 1900 ....... 245 008,99 Mk. Eingenommene Zinsen.......... 2 662,05 „ 247 671,04 Mk. (Nicht berücksichtigt ist hierbei die Sammlung des Vogtländtschen Sauverbandes mit 6 686,08 Mk., die direkt verausgabt wurde, sowie eine Aus Stadl und Land. Sieben, 17. Januar 1901. Gedenket der hungernden Vögel! Im Ganzen 98 639,12 Mk. 247 671,04 Mk. 98 639,12 „ außer dem Kreise Offenbach noch die seither zum Juspek- tionsbezirk Darmstadt gehörenden Kreise Dieburg und Erbach zuzuweisen. Weiter soll der Gewerbeinspektion Gießen vorerst ein Assistent beigegeben werden. Späterer Entschließung auf Grund der zu machenden praktischen Erfahrungen bleibt es Vorbehalten, ob sie nicht an Stelle dieses Assistenten die Errichtung einer weiteren Gewerbeinspektion für die Provinz Oberhessen, etwa mit dem Sitze in Friedberg, empfiehlt. Eine Vermehrung des weiblichen Aufsichtspersonäts erscheint vorerst- Für diese Zwecke treten wir nicht nur an unsere engeren erforderlich. Gesinnungsgenossen, sondern an die überwältigende Mehr- 16 ÄPUtc mDrnen wurde durch die beit des deutschen Volkes, mit dem nur uns in der Buren- Ambach, 16 Jan. e ache .eines Sinnes wissen, neuerlich mit der Bitte um OrtSschelle bekannt gemacht, daß alle dlejemg n die glauben Spenden heran. Es gilt die Linderung der durch den btt Schießübung habe ihnen Flurschaden verursacht, fich so- Krieg heraufbeschworenen Not, es gilt die Erhaltung der fort zu melden hätten. Im Beisein einer Kommission vom unftigen Burengeneration. Ten tapferen Männern, die Kaiser Wilhelm-Regiment und des Gemeindevorstehers sollte unstet ihre Heimat durchstreifen, entschlossen, bis zum er an Ort und Stelle in Augenschein genommen werden. Da äußersten ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu verteidigen, ^ad Gelände z. Z. Brachfeld ist, so konnten nur die mit können wir keine Hilfe bringen, aber die bange Sorge ;unflem ÄIcc bestellten Aecker in Betracht kommen. Für sie SS & 5Ä"» :-5Ä “ X diesen Tagen, als der greise Führer des Burenvolkes die Zahl, sollen vergütet werden. Da sie bei anhaltender Nasse Thüren des amtlichen Deutschland verschlossen fand, in aufgeworfen wurden, so ist der Boden oft im weiten Um tret# o überwältigender WeisqAnsdruck gab, nicht nur in Worten, festgetreten, was offenbar der Frühjahrsbestellung noch hinder- ondern auch in Thaten werkthätiger Liebe äußern. r:jL ' - Spenden nimmt die Geschäftsstelle des Alldeutschen Verbcmdes, Berlin W. 35, Lützowstraße 85 b, entgegen. »£,»$...■ „ wieg*1,» "S? - üiW et»a ta* J" , bi! Sache ■ . LeT Mchtei mb einer n W Sm»I-A°d»rch d- a den Kaiser Mite, «rbe die SbsendW.e'ki Refoluiion gefaßt, die b< .«gen die SriegSsührung S M auf baldige Beendig'- Jon der Wehte a* " Meine Mteilrmgn 4i Nieder« Weisel feit M Jakob W IV- — < W Goethe Bundes in Da, einen Vortrag .v ♦ DaS furchtbare S "ich immer wunderlicher. Siwmer-Utberzieher war nK dem Spind genom«, ec hat also erst ganz für, Der Winkel, wo der Ucbi □en Schulhof hin durch e tlielirade mit dem Iaun t Üitbeugen, abgesperrt; er «int mit der Oertlichkeit ßöulichltit fann bitftf L "vutbt ber falttot, btt oj 'N geworfen worden ijt Men den Brettern des. ift Mverftändlich »eiben Stimmen laut, die Eren; sowird der „Tügl. neuesten Funde ist das eine tl 'Buchungen meist die Sa raben. Wäre dem von verlangen der Kocher «uf Ang und St^d d ^achgegeben worden, st bä mtnigftenß auf bit »n ennen das Ungewöhnlich Jifawjin ei„er ffÄVSäS ri)lt” &feteW LieTSlinaiua-C^ät§l ^enet s'a- 'Wr A> M «m lÄ'S« St Byj«. ®«8die! S«t t» etljc -8* ie fil. Efto Seiot ^uUtnatit | miiiAltien ®«i JÄ ani- H,®0” $6 IS » «t V "°ch DM- Ä de 1 ih)eit bei manchem Deutschen, der schon daran war, im Buren- in der Über folgende Punkte beraten werden soll: Stelluug- tum aufzugehen, das Gefühl feiner deutschen Nationalität nähme der Hessischen Anwaltskammer 1. zu einer Aenderuug wieder geweckt haben, so sind wir auch überzeugt, daß Deg § 4 ber R. A. O. in dem Sinne, daß jeder zur Recht»- wir auch bei vielen Buren, die sich so treulich ihre nieder- Anwaltschaft Befähigte bei den Gerichten jedes deutschen deutsche Art bewahrt haben, das Bewußtsein der alten ZundeSstaates auf seinen Antrag zugelaffeu werden muß; "utTÄ ÄHwÄr 2. ob nich. eine «enbetung be* §25 bet R D. dahin an- twr durch untere tzNssryangreu erweaen weroen . zustreben (ei, daß Rechidkundige aU Stelloertteter von ruälten für alle Fälle der Verhinderung bestellt werden können; zur Zulaffung der oberhessischen Anwälte beim Ober- ür Kosten verursacht. Butzbach, 15. Jan. Aufregende Szenen spielten sich heute Mittag hier beim Abbruch eines Stückes Stadtmauer in der „Krachbaumgasse" ab. Die alte Mauer besteht aus mächtigen, 8—10 Meter hohen und 5 i 3 Meter dicken Pfeilern mit eingezogenen Wänden. Da die „Krachbaumgaffe" nur etwa 4—5 Meter Breite hat, so waren die gegenüberstehenden Gebäude durch die Abbrnchs- arbeiten recht sehr bedroht, von den niederstürzenden Stein- maffen erheblich beschädigt zu werden. Die angebrachten Stützen zum Schutz derselben erwiesen sich, als ein Teil de- MauerwerkS am Samstag Abend zum Stürzen kam, zu schwach. Ein Partie der Mauer durchschlug daS Thor einer nahestehenden Scheuer und lagert jetzt dort auf der Tenne derselben. Nun sollte heute Mittag ein weiterer Pfeiler niedergelegt werden. Da er bereits zu sehr unterhöhlt war, so konnte von einem Abbrechen „von oben" nicht die Rede sein. Bald sah man sich in die Zeit einer mittelalterlichen Belagerung versetzt. Mit mächtigem, von mehreren Arbeitern geführte» I2."Janua"r^d-^Hi(ssglrich?S- B-Ik-N begann man ben Angriff, «nblt^ gab ba« ffiauet. - - -1 -5 i werk nach. Wie sehr man aber auch glaubte, durch Ad- 5 ä“»*«« —Äi. Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Darmstadt I, der »ÄÄSStSÄj 8$ jtoffisr* •“ SSÄf»"“»Ä-‘f I**«™ Ufingcr zum Hilfsqerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Montag hier ab. Als am Abend gegen >/z 10 Uhr der ledige Friedberg, der @eri^^t^fc^rdberg9lfpirant •^o^ann Dix m 23 Jahre alte Taglöhner T^ sich nach Hause begeben wollte, Bingen zum Hilfsgerichtsschreiber bei btm Amtsgericht Mainz, gesellte sich in der LammertSgaffe der 37iährtge aus Bayern ber Gerichtsschreiber Aipirant Otto Christ in Darmstadt stammende und hier ansässige Sternschlerfer H. zu ihm, um \um zweiten StaatsanwaltSgehilfen bei der Staatsanwaltschaft den Heimweg nach der oberen Gnefelffraße gemernschastltch am Laudaericht der Provinz Starkenburg. zu nehmen. Beide kamen bald tn Wortwechsel, der zu •* Auwaltskammer. Auf Antrag deS Rechtsanwalts Thätlichkeiten ausartete. H. zog das Messer und versetzte Grünewa^d- Gießen und 24 Genoffen findet in Darm T. zwei Stiche, wovon der eine ben lauen Sungenflügel stadt am 16. Januar l. IS. eine außerordentliche Tagung durchbohrte. Der Verletzte schleppte sich noch nach Hanse, ber Hessischen Anwalts kammer im Iustizgebäude statt, Nach ärztlichem Befund wird sein Leben kaum zu retten feie. Verheirateter Mann, Familienvater, der bis zu seiner zur Zulassung oer overyessi^en «nroauc veun ^u^ Ausweisung 5 Jahre lang im Niederländisch-Südafrikani- landeSgencht; 4. zur Frage der Neuregelung der sunstlschen scheu Eisenbahndienst, Abteilung für Telegraphie und Staatsprüfung; 6. zu der Frage, ob die Rechtsanwälte, die Signalwesen, thätig gewesen ist, sucht Stellung irgend in der Provinz wohnen, aber am Landgericht zugelaffen sind, welcher für ihn passenden Art. Am liebsten würde er eine befugt erscheinen, auf die ges tzlichen Kompetenzen für Reisen Beschäftigung übernehmen, au welcher sich auch seine Frau nQ$ dem Landgerichtssitze ihrem Auftraggeber gegenüber zn eteiligeu könnte, z B als Oekouom Hausverwalter, ^zu- verzichten; 6. zu der Praxis der StrafverfolgungS- und prktor obet bergl. Er rst des Hollanbffchrn und Englischen I„°s°ollstr-cknngSb-hörb-n über b-n B-rk-hr b-r V-rletbig«, Ä m ne S I Vr< 9 -i- b-m v°rhas,°.-n B°schulb.g.°n. 6 ®n Wann 32 Jahre alt, Familienvater, bittet ÄiUt um SteUnua als Reifender oder einen anderen für ibn ^lc Nachricht eingetroffen, daß Se. Majestät der Ka s ö. wurde »och t* * der Nacht verhaftet und «ach Zwingenberg eskortiert. Die Gerichtsbehörde nahm heute den Thatbeftand auf, wobei H. zugegen war. Der Thäter, wie auch der Verletzte sollen bei der That in angetrunkenem Zustand sich befunden haben. H. ist verheiratet und Vater 4 kleiner Kinder. Main-, 16. Jan. Unter dem Vorsitz des Stadtoerord ulten St. Karl Michel wurde heute abend der Verwaltungs- rechenschaftsberickt des Bürgermeisters über daS abgelaufene Rechnungsjahr besprochen. Von den einzelnen Abteilungen gab nur das Elektrizitätswerk zu einer Besprechung Veranlassung; eS wurden kürzlich den Abnehmern von Elektrizität die Rechnungen über die Hausanschlüffe übersandt; rS stellte sich dabei heraus, daß diese Anforderungen fast den doppelten Preis überschritten, der.ursprünglich dafür in Ansatz gebracht werden sollte. Baurat Kuhn teilt mit, daß die Anforderungen nicht zu hoch seien und den mit der Firma Schuckert abgeschlossenen Vertragsbedingungen ent sprächen. ES wird beschlossen, daß die Elektrizitäiskommission die ganze Angelegenheit noch einmal eingehend prüfen und darüber Bericht erstatten soll. Beim Stadttheater wurde sestgestellt, daß in dem abgelaufenen Jahre das Theater einen Reinübersi'chuß von Mk. 18536 gegen Mk. 11487 im Vorjahr ergeben habe. WormS, 15. Jan. Gestern tagte im „ColoffeumSsaal" eine von etwa tausend Personen besuchte, von Angehörigen allerParteien einberufene DernonftrationSversammlung für die Sache der Buren. Nach verschiedenen Ansprachen und einer in ihrer Nüchternheit ergreifenden Schilderung der Nurenleiden durch den jungen Dewet, die in einem Appell an den Kaiser gipfelte, den Greueln Einhalt zu gebieten, wurde die Absendung eines Telegramms an Krüger und eine Resolution gefaßt, die den Buren Bewunderung ausdrückt, gegen die Kriegsführung Endlands protestiert und die Hoff Rung auf balbtqe Beendigung des Krieges durch eine Intervention der Mächte ausspricht. •• Kleine Mitteilungen auS Hessen und de» Nachbarstaaten. In Nieder-Weisel feierte die goldene Hochzeit daS Ehepaar Jakob Bill IV. — In einer öffentlichen Versammlung des Goethe Bundes in Darmstadt hielt der Hofschauspieler Hicker einen Vortrag »Neber die Schauspielkunst". Vermischtes. * DaS furchtbare Vexierspiel iu Könitz gestaltet sich immer wunderlicher. Der jetzt gefundene dunkelblaue Snmmer-Ueberzieher war frei von Blutflecken, sauber, wie au- dem Spind genommen, und weder feucht noch bereift; : « hat also erst ganz kurze Zeit an Ort und Stelle gelegen. Der Winkel, wo der Ueberzieher gefunden wurde, ist gegen de» Schulhof hin durch einen Verschlag, der die Front der Ketirade mit dem Zaun verbindet, um Verunreinigungen vorzubeugen, abgesperrt; er ist also völlig unzugänglich, und nur ; eine mit der Oertlichkeit des Schulhofs genau vertraute Persönlichkeit kann dieses Versteck gewählt haben. Gefunden wurde der Paletot, der offenbar über den Zaun ober Ver schlag geworfen worben ist, burch Kinber, bie durch Spalten zwischen den Brettern des Zauns hindurch sahen. Die Stadt Könitz ist selbstverständlich in furchtbarer Aufregung. Vielfach weiden Stimmen laut, die sich für eine Maffen-HauSsuchung erklären; so wird der „Ogi. Rundschau" geschrieben: „Durch die neuesten Funde ist bad eine klar bewiesen, baß alle bisherigen Haus suchungeu meist bie Sache nicht im Geringsten gesörbert haben. Wäre dem von Anbeginn an geäußerten lebhaften Verlangen der Konitzer Bürger nach einer ohne Rücksicht auf Rang und Stand durchgeführten Maffen-Haussuchung nachgegeben worbe», so hätte bas doch mit einiger Wahrscheinlichkeit wenigstens auf die richtige Spur führen können. Wir verkennen das Ungewöhnliche dieses Verlangens keinen Augenblick; wir wissen sehr wohl, daß die einschlägigen gesetzlichen Lestlmmungen einer solchen ganz allgemein durchgeführten Haussuchung entgegen stehen. Aber wir glauben, daß sich angesichts der Verhältnisse kein Konitzer Bürger gefunden hätte, der unter Berufung auf die Gesetzesvorschriften die Lugehinderte Durchsuchung seiner Räumlichkeiten verweigert Universitäts-Nachrichten. Aus Mainz wird geschrieben: Pcoftssor Schumacher-Karls- ruhe und Konservator Lindenschmit von Mainz haben ihr neues Amt als Direktoren des Rörrtsch Germanischen Central-Museums an- adreten. — Wie aus Heidelberg gemeldet wird, hat Professor Dr. Henry Thode den Titel eines Geheimen Hofrats erhalten. — Aus Marburg schreibt man: Die wissenschaftlichen Vorlesungen für Lehre, und Lehrerinnen haben hier begonnen. Die Tetlnehmerltste wies 230 Namen auf. Es spiachen hintereinander die Profrsioren v. Below, Schröder und Natorv. — Aus Würzburg wird berichtet: Der a. o. Professor an der hiesigen Universität Dr. Friedrich Schenck hat den Nvf als Professor der Physiologie an die Universität Marburg angenommen. ~ — Die Zahl der Universitätslehrer betrug im Sommer temester 1900 auf 21 reichsdeutschen Universitäten mit insgesamt 34 389 Studierenden 2777, b. s. 8,08 pCt. der Studierenden, und zwar in Berlin (5105) 414, Bonn (2162) 160, Breslau (1636) 168, Erlangen (974) 67, Freiburg (1766) 118, Gießen (855) 77, Göttingen (1344) 127, Greifswald (808) 98, Halle (1620) 155, Heidelberg (1553) 148, Jena (758) 96, Kiel (1056) 103, Königsberg (881) 120, Leipzig (3269) 215, Marburg (1184) 101, München (4391) 202, Münster (691) 51, Rostock (495) 56, Straßburg (1145) 115, Tübingen (1544) 103 und Würzburg (1126)91. Den absolut größten Bestand an Universitätslehrern hat demnach Berlin aufzuweisen; hierauf folgen Leipzig, München, Bonn, Breslau, Halle, Heidelberg, Göttingen, Königsberg, Freiburg, Straßburg, Kiel, Tübingen, Marburg, Greifswald, Jena, Würzburg, Gießen, Erlangen, Rostock und Münster. Im Verhältnis zu der Zahl der Studierenden hat dagegen Königsberg mit 13,62 pCt. die relativ größte Zahl Universitätslehrer auf zuweisin; hieran reihen sich Jena (>2,66 pCt.), Greifswald (12,13 pCt ), Rostock (11,31 pCt.), Breslau (10,15 pCt.), Straßburg (10,04 pCt.), Kiel (9,75 pCt.), Halle (9,63 pCt.), Heidelberg (9,53 pCt.,) Göttingen (9,45 pCt.), Gießen (9,01 pCt), Marburg (8,53pCt.), Berlin (8,11 pCt.), Würzburg (8,08 pCt.), Bonn (7,40 pCt.), Münster ('.38 pCt.), Erlangen (6,88 pCt.), Freiburg (6,68 pCt.), Tübingen (6,67 pCt.), Leipzig (6,58 pCt.) und München (4,60 pCt.) Hiermit kommen nur an einer Universität mehr als 20 Studierende auf einen Dozenten, während auf der Mehrzahl (14) der Universitäten 10—20 Studierende auf einen Dozenten entfallen. Bemerkenswert ist außerdem die überaus geringe relative Zahl der Universitüts lehrer auf den drei größten Universitäten (Berlin, Leipzig und München) einerseits, sowie auf den drei bayerischen Landesuniversitäten (Erlangen, München und Würzburg) andererseits. Eine Frauen-Univers ität in Japan. Die reiche japanische Familie Mitsui hat« zur Begründung einer Frauen-Universität ein ungeheures, bet Tokio gelegenes Terrain geschenkt. Drei andere Japaner haben zusammen die Summe von 480 000 Mark zur Errichtung der Universitätsgebäude aufgebracht. Die Arbeiten haben schon ihren Anfang genommen; man hofft, die neue Universität im Frühling des Jahres 1901 eröffnen zu können. Man zählt aus sehr viele Studentinnen; viele junge Japanerinnen aus guten Familien haben auch schon in den letzten Jahren an den medizinischen und polytechnischen Kursen der Universität teilgenommen. Gisenlttchn Zeitung. — Bieberthalbahn. Die Betriebsleitung befindet sich bekanntlich in Fraokfurt a. M. Alle Angelegenheiten, betreffend den Betriebsdienst 2C., als: Beschwerden, Reklamationen, Gesuche, Einlegung von Soudnzügen, Fahrplanangelegenhetten, Herst-llung von Anschlüsse u s. w, werden durch die zuständ ge BctrtebSinspektton der Allgemeinen deutschen Kleinbahn-Gesellschaft Frankfurt a. M., Mainluststrahe 13 (Vorstand und verantwo 1l cher Betriebsleiter Herr Eisenbahn-BetriebStnspektor Stütze), erledigt. Sämtliche bezüglichen Anträge sind dahtn zu richten. Es ist diese« im Publ'kum noch nicht genügend bekannt, und wir verfehlen nicht, um Verzögerungen zu vermeiden, hierauf aufmerksam zu machen. Die lokalen Angelegen« hüten betreffs Personen- und Güterverkehr u. 1. w. werden rach wie vor durch die der BetrtebStnspekt'on unterstellte Bahnoerwaltuog hier (K'einbshn-Station Gießen) Hammstraße, besorgt. Familien Nachrichten. Gestorben r Frau Elisabeths Seibel geb. Kleppner in Darmstadt. — Frau Helene Haspel geb. Reichert in Mainz. — Helwig Wiegand in Hersseld. — Frau Dorothea Bol, geb. Glebe in Hersfeld. Ungeachtet gewaltigen Wettbewerbs behauptet die 'ßlickensderfer ihren wohlbegründeten Ruf als einfachste, darum zuverlässigste, dabei dauerhafteste und handlichste zfchreibmaschine. Preis der No. 5: Mk. 160-, der No. 7: Mk. 22S,-. Ausführliche illustrierte Kataloge und Anerkennungsschreiben durch die Brühl’sehe Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7. ltR soll- «... ° i'btt fr« »ttb, * ‘“‘Nu ü„b, T', S'Mbet Sreiäamt it °m- ta SA „'"Weife der. btl d-r °m ™>9 a« 19. d M ««•MU ibenetty gen. Seftetje n« W> 10 lüjt ! hmmSgiM |tanb bie unmitteV- wünschenswerten m neuen Etat eine M'ehen. Es wird Worms neu zsi er- und Oppenheim, unterstanden, zu- rbleiben die kreise chtigt, der Gewerbe- n -uzuteilen, und seither zum Jnspek- reise Dieburg und r tzsewerbeinspektion beigegeben werden. : zu machenden prallten, ob sie nicht an ng einer weiteren vinz Oberhessen, etwa apfiehlt. Eine Ler- mals erscheint vorerfi Kunst-Ausstellung. ausstellang im Turmhaus am Brand ist täglich tob 11 biß 1 Uhr mittags Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch tob 3 b» 5 Uhr nachmittags, an Bonn- und Feiertagen von 11 b« s u ununterbrochen. Eintritt für Niobtmitglieder an Werktagen w ri»' an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg. die erste Forderung habe zu einem strafgerichtlichen Berühren gegen ihn wegen Herausforderung zum Zweikampf geführt, die letztere schwebe noch beim Ehrengericht der Stabsoffiziere, das den Ausgang des gegenwärtigen Strafverfahrens abwarten wolle. Zu dieser Erklärung bemerkte der Vorsitzende, daß er, obwohl selbst Reserveoffizier, eK unverständlich finde, eine Forderung aufrecht zu erhalten, wenn der Geforderte eine Ehrenerklärung abgebe, also eine Beleidigung gar nicht vorliege. Man trat danach in die Verhandlung ein, die sechs Stunden in Anspruch nahm. Die Beleidigung wurde in einem vertraulichen Zirkular gefunden, das der Angeklagte als Mitglied der Vermögens- Verwaltungsstelle für Offiziere und Beamte an die Kommanditisten dieser Vereinigung gesandt hatte und in dem behauptet wurde, daß der Direktor dev Vermögens- Verwaltungsstelle, Scheidet, ein Verwandter und früherer Prokurist des Bankiers August Sternberg, allerhand zweifelhafte Gründungen in Szene gefetzt und die Offiziere und Beamten, deren „finanzielle Förderung" der Verein gerade bezwecke, unter Mißbrauch der Firma des letzteren zur Beteiligung an diesen unwürdigen Geschäften aufgefordert habe. Tie einzelnen Gründungen, die der Vorsitzende bald als „blutig" bezeichnete, wurden sodann, in ein recht grelles Licht gerückt, nachdem der Direktor Scheide! darauf aufmerksam gemacht worden war, daß er seine Aussage über Fragen verweigern könne, deren Beantwortung ihn einer strafgerichtlichen Verfolgung aussetzen würde. Der Zeuge mußte zugeben, daß seine Gründungen sämtlich nicht prosperierten; er erhoffe jedoch von der Kalibohrgesellschaft Teutonia, die vorläufig nur „an schiefen Bohrungen kranke", namhaften Gewinn. Daß er die Offiziere zur Beteiligung an derart zweifelhaften Gründungen aufgefordert habe, räumte er ein; diejenigen unter ihnen, die, wie festgestellt, große Summen dabei eingebüßt haben, könnten solche Verluste vertragen, weil sie reich seien. Rechtsanwalt Dr. Hoffmann legte eingehend die Gründungsgeschichte einer Serumgesellschaft dar; danach hat die Landwirtschaftskammer der Provinz Brandenburg für das Patent Rotlaufserum die Summe von 150 000 Mk. gefordert, und dies Patent ist der dann gegründeten Gesellschaft m. b. H. für 500 000 Mk. inseriert worden, wobei den Gründern ein Profit von 250 000 Mk. in den Schoß fiel. Der Staatsanwalt hielt eine Beleidigung des Rechtsanwalts Dr. Hoffmann, der zwar bei einer der von Scheidet gegründeten Gesellschaften als „Gründer" fungiert habe, für erwiesen und beantragte eine Geldstrafe von 75 Mark. Ter Vertreter des Angeklagten, Justizrat Dr. v. Gordon, plaidierte auf Freisprechung mit dem Hinweise, daß sein Klient sich um' feine Kameraden ein Verdienst erworben habe. Der (Gerichtshof nahm an, daß Rechtsanwalt Dr. Hoffmann bet den eigentlichen Gründungen nicht beteiligt gewesen sei; in dem durch ihn erfolgten Verkauf des Serumpatents könne selbst bei einem persönlichen Gewinne von über Hunderttausend Mark eine unehrenhafte Handlung nicht erblickt werden. Es sei aber nicht erwiesen, daß die Angriffe des Frhrn. von der Bottlenberg auch auf ihn gemünzt gewesen feien, und diesem müsse vor allem der Schutz des § 193 Str.-G.-B. (Wahrung berechtigter Interessen) zugebilligt werden. . Daher sei auf Freisprechung erkannt worden. rgtn wurde durch die irsruigrn, die glauben, m verursacht, sich so« mer Kommission vom MkindtvorstkherS sollte tnommen werden. Da tonnten nur bie mit st kommen. Filr it, eine die zur Deäuug du ocher, tootfl 15 ander bet anhaltender Nässt oft im weiten ümkreit -öbeftcllung noch hinder« Mn tfc di-S" " n bie W «« id Dorlar, die während odlMeSerjtm^ SM 85 W W' Gerichtssaal. Eine interessante Gründungsgeschichte sowie bemerkenswerte Auslassungen über Offiziers Kunst und Wissenschaft. Arnold Böcklin, b.er berühmte Maler, ist am 16. d. M. in seiner Villa unterhalb Fiesole bei Florenz ge - storben. Böcklin war seit 14 Tagen infolge einer akuten Herzerkrankung leidend. Ter Tod erfolgte in Anwesenheit feiner nächsten Verwandten. Die Beerdigung soll Freitag Mittag stattfinden. — Arnold Böcklin war am 16. Oktober 1827 in Basel geboren und hat in seinem langen Leben eine Reihe von Werken geschaffen, die stets zu den bedeutendsten gehören werden, die die Kunstgeschichte kennt. Sein phänomenaler Farbensinn und seine gewaltige Phantasie wirkten stets in wunderbarem Einklang zusammen. Böcklin war's in erster Reihe, der unsere modernen Künstler sowohl wie ein kunstfühlendes Publikum Farben in der Natur sehen lehrte, die vordem alle Welt nicht empfunden hatte. Er sättigte uns nie, er machte uns stets aufs neue hungrig. Seit man den genialen Schöpfungen Böcklins, die fast alle aus einem ganz eigenartigen lyrisch-musikalischen Naturgefühl heraus erwachsen sind und dieses Gefühl auf den Beschauer in unvergleichlichem Maße übertragen, in werteren Kreisen vorurteilsfrei gegenübersteht, ist man zu einem bewußten Ergreifen der künstlerischen Eindrücke gelangt, die im täglichen Leben unaufhaltsam an uns voruberzrehen. Unsere Augen halten, „wie zwei gute Vorstehhunde", Wache und schauen umher, um alles Schöne in Natur und Kunst festzuhalten. ehrenhändek gelangten vor dem Charlottenburger! Schöffengericht zur Erörterung. Es handelte sich, wie die „Post" berichtet, um eine Anklage, welche die Staatsanwalt- chaft wegen öffentlicher Beleidigung des Rechtsanwalts und Notars Dr. Max Hoffmann gegen den Oberleutnant a. D. Fr hr n. von der Bottlenberg erhoben hatte. Ter Vorsitzende richtete zu Beginn der Verhandlung an den Rechtsanwalt und Reserveoffizier Dr. Hoffmann die \ Frage, ob er sich eventuell mit einer Ehrenerklärung zu rieben geben würde. Tiefer erwiderte, daß ihm persönlich an der Bestrafung des Angeklagten nichts liege, daß aber das Ehrengericht der Stabsoffiziere des Gardekorps keinen Wert auf eine Ehreuer klärun g lege, selbst wenn diese vor Gericht erfolge. Er, Hoffmann, habe sowohl von der Bottlenberg, wie auch den Zeugen Major a. D. Scheck)e auf Pistolen gefordert; hätte." • Ein trauriger Vorfall wird aus Straßburg gemeldet. Während des Vortrag« des Unterstaatssekretärs Petri in der Konferenz praktischer Juristen wurde ein Amtsrichter plötzlich tobsüchtig und unterbrach den Redner mit den Worten: „Zum Kuckuck bad verdammte Gesetzbuch!" Der Kranke wurde in die Heilanstalt Stephansfeld überführt. * Eine Majestätsbeleidigungs- und Osfi- ilerSaffaire eigener Art hat sich dieser Tage vor dem Diener Kassationshofe abgespielt. Am 22 April |ant> int Reichenberger Stadttheater eine Festvorstellung latt. Am Schluß erschien int Hintergründe der Bühne eine Küste des Kaisers, und die Theaterkapelle spielte die Volks- bymne. Das Publikum erhob sich von den Plätzen. Oberleutnant v. Laube bemerkte, daß in einer Loge ein junger Rann Namens Otto Feigl, der Sohn einer Reichenberger Familie, sitzen geblieben war. Als die Vorstellung zu Ende dar, traten auf dem Rathausplatze Oberleutnant v. Laube nnb Oberleutnant Karl Göbel auf Feigl zu. Es entspann sich eine Kontroverse, wobei die Offiziere den jungen Mann mit Ausdrücken: „Lümmel!" „Lausbub!" belegten, und v. Laube \ ibnt einen Stoß vn die Seite versetzte. Erregt rief Feigl: !! «Solche Flegeleien von Maulaffen von Offizieren gehen mich nichts an!", worauf die Offiziere Feigls Arretierung -7 Veranlaßten. Bei der Polizei erklärte Feigl neuerlich: „Das Benehmen der Offiziere ist eine Flegelhaftigkeit'." Am 20. August war Feigl der Majestätsbeleidigung und der Vh'renbeleidigung angeklagt- Feigl erklärte, daß er, im Hintergründe der Loge sitzend, die Kaiserbüste gar nicht gesehen habe. Durch die beschimpfenden Aeußerungen der tffiziere gereizt, habe er deren Benehmen kritisiert. Tas lrkenntnisgericht sprach ihn von der Majestätsbeleidigung frei, da weder objektiv, noch subjektiv der Thatbeftand gelben fei. In der Begründung hieß es: Das Gesetz kennt leinen Bilderkultus und stempelt nicht jeden zum Verbrecher, der sich bei einer, vor einem Kaiserbilde gelegentlich abspielenden Huldigung Passiv verhält." Dagegen wurde peigl wegen Beleidigung der Offiziere schuldig gesprochen Inb zu 14 Tagen mit zweimaliger Einzelhaft unb Fasten "ch "nes ä: ibt duH ° . ien. WffSw u sülzen kau',, i« einer ch^.s der Tenne der' (»tonn« HI d'° * ' jelaj«««» tren M» )erstehe"d^sch bie i, e« riW genügend- fttt ein6 Mnd unb Lfti,cflei •SSÄ*'* tie *5*» 7. tote» l# verschärften strengen Arrestes verurteilt. Gegen diese Verurteilung ergriff Feigl die Nichtigkeitsbeschwerde. Der Kassationshof hob das Urteil und die Strafe auf, und verurteilte Otto Feigl unter Anwendung des außerordentlichen Strafmilderungsrechtes nur wegen Uebertretung der Ehrenbeleidigung, begangen durch Beschimpfung, zu 100 Kronen Geldstrafe. Aus dem notwendigen Zusammenhalte der Vorgänge der Beleidigung ergebe sich, daß der Angeklagte durchaus nicht die Offiziere in ihrer Allgemeinheit beschimpfen wollte, sondern daß er Schmähungen beging,- indem er in Zurückweisung ihrer Aeußerungen zu weit ging. • In Arad wurde am Donnerstag die Gerichtsverhandlung wegen der Revolte von Szt.-Tamas aus einem Grunde unterbrochen, wie er in den forensischen Annalen bisher vereinzelt dasteht. Nach den Einleitungsformalirären geschah nämlich folgendes: Der Vorsitzende rief den ersten Angeklagten auf: Angeklagter. . . Hpziahh . . . HPziahh! . . . Der erste Angeklagte, der offenbar eine dunkle Ahnung hatte, daß die Sache ihn angehe, erhob sich und erwiderte prompt: Hier, Herr . . . Hpziahh . . . Einer der Richter, etwas ärgerlich und verwundert über diese sonderbare Art der Verhandlung, rief unwirsch: Ja, was soll denn ... das ... Hpziahh . . . Ein anderer Richter, auch nervös geworden über die ungewöhn liche Einleitung der Verhandlung, setzt eine hochernste Miene auf und bemerkt: Ja, meine Herren, das wird nicht.. Hpziahh ... Hpziahh . . . Und auch er nieste so mächtig, daß die Saal^ fenster erbebten. In einigen Augenblicken widerhallte der ganze Verhandlungsraum von einem spontanen Niesen, Richter, Zeugen, Geschworene, alles nieste um die Wette, kein Wort arnr zu verstehen, aber auch keinS hervorzubringen. Es erwies sich, daß der Saal des neuen Justizpalastes so zugig sei, wie etwa die Kühlkammer einer Chokoladenfabrik, und es blieb nichts anderes übrig, als die Verhandlung zu vertagen. Bekanntmachung, den Antrag auf vorzeitige Schließung der Ber kaufsstellea für deu geschäftlichen Verkehr betr. Nach § 139 de» Reichsgesetze« vom 30. Juni 1900, bu- Nbänderung der Gewerbeordnung betnffenb, kann auf Antrag von minb stens zwei Dritteln der beteiligten G^schäf'Sinhaber für eine Gemeinde burch A orbr-ung ber höheren Verwaltung« behö be nach Anhörung ber Gemerndebchörde für alle od«r einzelne Geschäftszweige an eordnet werden, bah bie offenen Verkaufsstellen während bestrmm'er Zeiträume ober während de« ganzen Jahre« auch in ber Zeit zwischen 8 unb 9 Ubr abends und zwrsch n 5 und 7 Uor morgen« für bex geschüfl ltchen Veik hr geschloffen sein müssen. Auf Grund dieser Bestimmung ist von einer Anzahl von Geschäftsinhabern ber Antrag gestellt worden, für die Stadt Gießen anzuordnen, baß die Offeidaltung aller Verkaufsstellen mit Ausnahme de'jenigen der Bäcker und Metz t^x 1. in bei Z^t Dom I. Avr l bh Ende September auf die Zeit von morgen« 7 Utt bie abends 8 Uhr 2. tn ber $dt vom 1. Oktober bl« Eide März auf bie Zeit von morgen« 8 Uhr bt« abends 9 Uhr zu beschränken sei. Von einer Anzahl von Geschäftsinhabern der Uhren-, Gold- unb Silberwarenbranche ist der meitergehende Antraa gestellt worben, anatorbnen, baß bie Offenhaltung ber Ber- kaufsstellen für diese Branche auch in ber Zeit vom 1. Oktober bi« Ende März auf die Zeit von morgen« 8 Uhr bi« abends 8 Uhr zu beschränken sei. Um beurteilen zu können, ob für die vorliegenden An träge die gesetzlich vorgeschriebene M hrbeit vorliegt, ober ob solche b i einer etwaigen bemnächstigen Abstimmung sich ergiebt, war bie Aufstellung von Listen all-r beteiligten Geschäft«mhaber erforderlich. Diese Listen, und zwar : 1. ber Geschäftsinhaber ber Uhren-, Gold- mb Sllberwaren brauch-, 2. ber Geschäftsinhaber aller übrigen Branchen mit Aus« nähme bet Bäcker unb Metzger, liegen in ber Zeit vom 15. bis 29. Januar 1901 ans dem Sekretariate ber unterzerchr-eten Behüt de zur Ei, ficht ber Beteiligten offen u d stnb etwaige E nwenbungen gegen bü Richtigkeit und Vollständigkeit biefer List.n in ber genannten Zeit bei Meibung be« Ausschluss.« bet uns vorzubringen. Gießen, ben 12. Janurr 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________I. V.: Wolfs.________________6in Bekanntmachung. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus-Wasserleitungen. Unter Hinweis aus die »B-stimmungen über Anlage der HauS- wafferlettunnen zu Gftßen" machen wir daraus aufmerksam, daß, um dem Einfrieren de« Wager« in den HauSwafferleitungen bei Sinlreiender Kälte vorzuvenge« es ersoldertich ist, die Haug- Wasserleitungen detz Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, baft zuerst der vor dem Wassermeffer befindliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann das fetiltd) desselben befindliche EntleerungshShnchm, nachdem ein paffendes Gefäß unter- f estellt, geöffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das n ber Hausleitung stehenbe Wasser vollstänbig abgelaufen ist, worauf bezeichnetes Hähnchen roieber geschloffen wird. Um eine vollständige Eatlee ung zu erwirken, ist es geboten, während derselben as in dem oberste« Stockwerk de« Hanse« befindliche Aapsventil der oauslettung offen zu halten, damit die Lust Zutritt tn die Leitung erhalte. — Em größerer Teil des Wassers kann auch schon durch das Zapsyentil der untersten Kücke entleert werden, wodurch die En leeruna im Keller vereinfacht wird- — Nach stattgebabter Entleerung sind die beiden Zapfornlile, welche dem Eintritt der Luft und der Entleerung des Wasser« dienten, wieder zu schließen. Das Schließ«« de« Ha«piabsperrhah«S erfolgt durch Aufsetzen des betgegebenen Schlüssels auf den vier kantigen Hahnzapfen und Drehung in der Richtung von links n ch rechts — im Sinne eines Ubrz igcrS — bis Widerstand erfolgt- — DaS Veffne« de« Hauplabfperr- vohne« geschieht durch Drehung tn entgegenge ejtem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahn wieder vollständig geöffnet werd-n. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, Hofräumen, Gärte« u. s. w. sind während d-s Winter« mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und ertheilt hierüber im Beso> deren am besten derjenige Installateur Au« lunft, welcher die betreffende Leitung gefertigt hat. Bei anhaltender außerordentlicher Kälte empfiehlt eS sich, die Wofferem. ahme auch während de« Tage« auf kürzere fest gesetzte Zeit z« beschränke« und während der Übrigen Tageszeit die Hauswafferlettungen gleichfalls tn oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Kü ch n «Nbenutzter Wohnuvgen geführt find, kann man durch Unterhalten ein..6 kleinen Heerdfeuers om beugen. Auch empfiehlt es sich, in kalte« Stoset- oder sonstigen ««gebeizten Räume«, durch welche die Wafferleitung führt, sofern baielbft die Leitung nicht schon durch eine Umhüllung gegen Kälte geschützt ist, die Temperatur durch ein Oefchen ober geeigneten Falls etwa burch eine Gasflamme auf ge nüflenber Höhe zu erhalten. Sehr kalt stehende, insb-sonbere auch abgestellte und vorübergehend ntchtin Gebrauch befindliche Eloset« (wie in VereinShäusern «J. w) werden durch Einstreuen von etwas Salz (Viehsalt) tn das de« SyphonS (WafferabschluffeS) gegen Auffrieren der Schüsseln geschützt Die Waffermeffer «ebst dem nächstanschließenden Teil ber Rohrleitung find währer d des Winters mit Stroh, Säcken oder ähnlichen Schutzmitt-ln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellersenster geschloffen zu halten. — Die Herstellung aller Waffermeffer. die in Holge ungenügenden Schutze« gegen Kälte Schade« erleide«,erfolgt auf Rechnung der Haudbefitzer Durch die empfohlenen Vork brungen wird dem Wafferabnehmer bie Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gt» halten. Wir empfehlen daher vorstehende BorficvtSmaßregel« allen Beteiligte« zur ganz besonderen Beachtung. Reparaturen und «ufthauuug von Hauswasserleitungen werden am schnellsten von denjenigen Installation«Geschäften besorgt, welche die betr. Haubwafferleitungen s. Z. au«- geführt haben. Gießen, den S. Dezember 1900. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 8761 Otto Bergen. Holz-Versteigerungen in Gräflicher Kverförsterei Lauöach: I. Areltag den 25. Januar I. I, nach Zusammenkunft t>or= mit agS 10 Ubr in ben Hirsckiöther Wiesen, 1. im Kirschroth (Striion 23iQinaen): rm Buche: «00 Sckeiter, llo Prügel, 75 Stöcke, 400 Reiser; — baS wenige alseils in Abteilung 1 fitzende H h wird bei ber Versteigerung nicht vorgezeigt; 2. aus Sllöach (nachmittags im Hrfckroth beim Feuer ausgeboten): rm buchet 10 Schetter 2 fti, 35 Stöcke, 50 Retserprügel; II. Montag den 28. Januar l. I, noch Zusammenkunft vormittags 9*/i Ubr beim Alienbainer Teiche, i. im ^eterswakd: rm Buche: R90 Scheiter, 190 Prügel (meist Stammvrügel), 67 Stöcke, 116 Reiferpiügel; 2 im AaumKircherwakd (teilweise tzorgezeigt): rm Buche: 140 Scheiter, 100 Slam».prügel, 46 Stöcke und R.iseiprügel; 3 aus Keodekraln: rm Buche: 43 ©(beiter, 7 Hn« unb Steifer prügel; 4. aud PiLevusch: rm Bucke: 37 Schetter 2. Kl, 83 Stöcke, 2 rm Aborn - Sch-ater (teilweise W(tkholz), 1 Ahora'Absckr.iit von 4« cm Durchmesser unb 52 m Länge; 6. au» ydetswafb unb AiLeönschr Kohiretser flächenwetse. Das Hol, unter Nr 3 ds 6 tommt nachmittags im Baumktrcherwald beim Feuer zum AuSgebot. Laubach, ben 14. Januar 190- 682 Hrässiche Höersörsterei. Ortskrankenkasse Gießen. Vom L Januar 1901 ob können die in Gießen wohnen, ben Mitglieder unserer Kasse nebft bete« Familienau^ehöügen folgende Aerzte zu Rate ziehen: 1. für Gießen: a) Herrn Dr Zinßer, Westanlage 35. Sprechstunden: vormittags von 8 b« 9 Uhr, nachmittags von 2 bis 3 Uhr. Sonntags nur von 8 bis 9 Uhr vormittags. b) Herrn Dr. Ploch, Asterweg 9. Sprechstunden wie Herr Dr. Zu, feer. •) Herrn Dr Hama«, Nordanlage 21. Sprechllunden: vormittags von 9 bi» 10 Uhr, nachmittags von 2 bis 3 Uhr. Sonntao« nur von 8 bis 9 Uhr vormittag». Der Arzt darf während einer Krankheit nicht gewechselt werden. Der Asrstavd der HrtsLrankeukasse Hießen 435 Dahmer, Vorsitzender. Frische Flutz und Seefische. 678 Telephon 119. Prompt'» Versandt «ach auSwärt«. A. & G. Wallenfels Telephon 46 Marktplatz 21 empfehlen als Ersatz für frisches Obst unb Gemüse smtliche Gmiise- unb Odst-Kollsttvtu u. q. : Hehnittboiinen, bie k-Psd -Dose JÄ 0.90, 2 Pfd Dose JL 0.40 Erl»*en ans B« annn< hweig, bie 2 Pfb.-Dose von JL 0.50 an do. grüne französische, „ „ „ „ 0 60 „ Bruch-Spargel, „ , „ „ 0 95 „ Ntangen-Spargel, „ „ „ , 1 25 , Metzer Mirabellen, „ „ ä , 0.90 Reineclauden, , , a „ 1 — Alle anderen Gemüse-, Obst-, Fleisch- und Fisch- Konserven nach Spezial Preisliste, die wir auf Vettangen gerne gratis o rablol -en. 482 Geschäfts - Eröffnung. Den verehrlichen Arckiteften, Bauunternehmern und Hausbesitzern teile ick hie durch ergebenst nut, baft ick meine Bau- und Kunst- Schlosserei von Tiefenbgch noch hier^ Frankfurterstrasse 7Ä, verlegt habe. Gestützt auf langjährige Erfahrung in der Bau- und Kunst- chlofferei empfehle ich mick bestens unb werbe jeden Auftrag prompt und reell aus,Uhren. Wilhelm Wolf, Schtoffemeistkr, 0'82 72 Krankfurterstratz- 72. 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Januar, abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Wohlthäti^dts Konzert des 626 Kronbauer’schen Quartett-Vereins (Dirigent: Herr Leopold Geller) unter gütiger Mitwirkung des Frl. Elisabeth Schmidt, Konzertsängerin aus Frankfurt a.M. and des Henn Julius Hahn, Pianist ans Giessen zum Besten bedürftiger hies. Schulkinder Program ni. 1. Prinzessin Ilse, Männerchor mit Klavierbegleitung, Tenor- und Bariton-Solo . . . . A. Sohnlz. 2. Lieder für Bariton (Herr Theodor Haubael^ Mitglied des Vereine): a) Am wilden Klippenstrande..... b) Nun schreit ich aus dem Thore' .... 8. Chöre a capella: a) Abschied, Volkslied aus d. 16. Jahrhundert b) Braun Mägdelein, Volkslied aus dorn 16. Jahrhundert......... a) Nur noch eine kleine Strecke, Lied im Volkston...........Fr. Sä eher. 4 Klavier-Solo (Herr Julias Hahn): a) Nocturne No. 3 (Liebesträurne) .... Fr. Liexk b) III Sa z (Rondo) a. d. G moU-Koniert voe F. Meadeleeohn-B. 5. Lieder für Sopran (Frl. Elisabeth Sehmidt): a) Schneeglöckchen.........ll. Schamane. b) Er ist’s............B. Schumann. o) Komm wir wandeln........P. Cornelius. 6. Chöre a capella: a) Der Hut im Meer........1. 8. Ingele berg. b) Am Traunsee..........C. Isenmann. T. Schön Ellen, Männerchor mit Klavierbegleitung, Sopran- und Bariton-Solo.......M. Brueh. geeetxt von 6. Weber. Eintrittskarten un Mk. l.SO, Sperrsitz Mk. 2—, Stadentenkarten - ML I —, Schülerkarten 50 Pfg. sind in der Musikalienhandlung Ernst Challler (Rudolphs Nachf.). sowie abends an der Kasse zu haben. Für Srudierende auch beim Hangverw. StorL »llerfeinste« 519 Speise - Oliveiiöl grotze Flasche Mk. 2,30, kleine Flasche Mk. 1,20 emvs. Htto Schaaf, Selterswea 39 Ällhlflklhllllhl empfiehlt billigst 679 Loiii8 Lony, Sshnhofkr. 27. Kreppeln täglich frisch bei Friedr. Holl _________Qosbätker._______38^ Pa. L'peiseKlirtoffkill (magnum bonum) empfiehlt 46 I. 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Aus dem k I ein maßgebender euro| lange zerrissene deutsche Führung zur Einigung I I leuchtende Stellung m Was den Äachsotgei sich in der SchMrche i zu setzen, war sreitich n' die Ahnung lünsüger E an bem stolzer klingen! zur Annahme des Kck Stellung eines Hilsski Frieden von Utrecht (1 Belgien, Italien und1 liebende erste König I durch lange Kriege g Kosten der glänzenden Es bedurste der säst üb Resormarbeit Friedrich mauern des Staates ■ der Errichtung einet fit Atze zu schaffen, bie lichte, sich feiner Feinde ikonigskrone sich auch e innerem Ausbau er dann ilangen Regierung ttibmi «aiiges um die Wende Eg des deutschen Bol Wen, in die es qei !'e Früchte noch lang halbes Jahrhundert sv Frankreichs die deutsch des Kaisertums ttal abtosend bas neue wMiming. ' Seit ber Gründung $l*P* ®Wd)te Z k 9c?einen Reichsa bie Ä^Mnd, sc einer Q. lJiJ 9 bct durch |d »An getrennten^ UU [oäfb>. «archie mith Ib,t e' SÄ'“ ft tvickeluna A^oltern,' und (ijröVht ^eußi^e päö?« »SJS* m schlü rfi"te »töten ft? 6»'l tobet] i UD s*LZ.Lr - aWt. lUichEwigrxj ^'ien ^tt *l=n. b-M ^lnliägü-h I «nzt'gtt \ yS ßolUtunbe* r-L- 2ln