Nr. 29K Dienstag 17. Dezember 1901 Zweites Blatt 151. Jahrgang isen l M. 8.-. 1115 ä ein ti ithjitit Preußen wollen die Landwirte nun nichts mehr mit deutschen Käufern zu thun haben und geben die Maschinen zurück. Me L Stoffen (fein M - bis 11-. Aus Ktadt und Zand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß.Auz." gestattet.) Gießen, den 16. Dezember 1901. ** Weihnachtsschnee. Der Winter hat in der vergangenen Nacht seine Visitenkarte abgegeben und hat sofort mit erheblicher Bravour seine Ouvertüre zum besten gegeben. Wir hatten heute früh 10° Celsius, nachdem in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Erde ihr weißflockiges dickes Wintergewand angelegt hatte. Gießen liegt heute schon im Weihnachtsschnee. Wie schön ist eine Winterlandschaft, und doch kann man nicht mit ungemischten Gefühlen der Freude die weißen Boten des jungen Winters begrüßen. Gerade in dieser Zett, in der so viel über Arbeitslosigkeit geklagt wird, hat man der Angst zu gedenken, die jetzt die Seelen Tausender und Abertausender packt angesichts der Kälte und des kommenden Hungers. Möge jeder nach seinen Kräften dazu bei* steuern, daß diese beiden ärgsten Feinde der Unbemittelten unterdrückt werden. — UebrigenS scheint die plötzliche Kälte aus Nordamerika zu uns herübergekommen zu fein. AuS Newyork wird nämlich vom 15. ds. Mts. gemeldet: Eine sogenannte kalte Welle, die sett 48 Stunden sich über Nord- amerika ausdehnt, ist eine der kältesten, die seit Menschengedenken festgestellt worden ist. In verschiedenen Orten wurden 18 Grad unter Null verzeichnet. In Chicago herrscht eine Kälte, wie sie seit 200 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. — Aus Dänemark kommen Meldungen von erheblichen , Schneeverwehungen. ** Ein Samarittrdienst. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag fanden Passanten der Krofdorfer Straße an einem Abhänge einen Mann fast erstarrt liegen. Sie hoben ihn auf und trugen ihn in die nächste Wirtschaft. Da er hier nicht zum Bewußtsein zu bringen war, schafften sie ihn mit Hilfe der Nachtschutzleute in die Klinik, wo er bald nach seiner Ankunft starb. Der Fremde war ein Kolporteur aus Wolfenbüttel mit Namen Robert Dickhaut. ** Einen gemeinen Bubenstreich verübten Rowdies auf Oswalds Garten. Sie entwendeten nicht nur dem gegenwärtig dort Christbäume verkaufenden Manne verschiedene Bäume, sondern schnitten auch' anderen und gerade den chönsten die Krone ab. Tie Polizei wurde benachrichtigt. Es wäre zu wünschen, daß die Tbäter entdeckt und exemplarisch bestraft werden. usen Mk. 4.50. , 6.50. , 9.-. , 1>U. MEB erbeten. Erscheint tägNch mtt Ausnahme des Montags. Siebener Familien, blätter werden dem Anzeiger tm Wechsel mit dem „Hess. Landwirt* nnd den „Blättern für hessische Volkskunde* PKrmal wöchentlich bet- gelegt. Redaktion, Erpedttion und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. ssernsprechanschlußNr.51. Gotha, 15. Dez. Es wurde gemeldet, daß der Staatsminister Hentig den ihm verliehenen erblichen Adel abgelehnt habe. Diese Nachricht war nicht ganz korrekt- Der Minister hat das Gvoßkreuz des Sachsen-Ernestinischen Hausordens erhalten, dessen Inhaber zur Führung des Adelsprädikats berechtigt sind. Hentig hat das Großkreuz angenommen, macht aber von dem Rechte, den Adel für sich und seine Familie zu führen, keinen Gebrauch. Auch der weimarische Staatsminister Dr. Rothe, setzte nicht, als ihm vor länger als einem Jahre der gleiche Orden zu teil wurde, das Wörtchen „von" vor seinen Namen. Ebenso haben die früheren weimarischen Minister bezw. Departementschefs Stichling, Thon und Vollert — ersterer sogar mehrfach — den ihnen angebotenen Adelstitel ausgeschlagen, wohingegen der vormalige, jetzt verstorbene stellvertretende Bevollmächtigte der thüringischen Staaten zum Bundesrat, Wirll. Geh. Rat Dr. v. Herwart, mit dem Groß kreuz auch zugleich den erblichen Adel für sich und seine Familie annahm. (Bekannt ist ja auch, daß Geibel und Gustav Freytag das Adelsprädikat nicht führten, obwohl sie im Much,e von Ordensauszeichnungen sich befanden, die sie dazu 'berechtigten. D. Red. des „Gieß. Anz.") Wiesbaden, 15. Dez- Das amtlich ermittelte Ergebnis der Reichstags-Stichwahl vom 11. Dezember ist Folgendes: Wahlberechtigte 40 824, abgegebene Stimmen 26 415. Davon waren 167 ungiftig. Giftig waren 26 248. Von den giftigen Stimmen erhielten Dr- C r ü g e r (freis.) 14 902 und Dr. Quarck (Soz.) 11346. Ausland. London, 14. Dez. Heute nachmittag fand im Man- sion House ein Frühstück zu Ehren der Delegierten der russischen Gesellschaft für Landwirtschaft statt. Bei demselben trank der Lordmayor auf die Gesundheit des Kaisers von Rußland und auf den brüderlich en Verkehr zwischen England und Rußland. Der Vertreter des russischen Ministeriums der Landwirtschaft Krukoff erklärte in Beantwortung des Trinkspruches, die Herstellung eigener direkter Handelsbeziehungen werde beiden Ländern Nutzen bringen. Haag, 14. Dez. Königin Wilhelmina und Prinz Heinrich der Niederlande trafen heute nachmittag hier ein. Sie wurden am Bahn Hofe von den Spitzen der Behörden empfangen und fuhren, von einer großen Menschenmenge lebhaft begrüßt, durch die reichbeflaggten Straßen im offenen Wagen nach dem Palais der Königin- Mutter, von der sie aufs Herzlichste bewillkommt wurden. Dann begaben sich die Königin und Prinz Heinrich nach ihrem Palais. Paris, 15. Dez. Dem Blatte „Rappell" zufolge hat der Papst den männlick)en und weiblichen Kongregationen die Erlaubnis verweigert, ihre Zentralen nach Rom zu verlegen. Diesen Entschluß soll der Papst damit begründet haben, daß in Rom für wettere derartige Niederlassungen kein Platz sei. Besonders Kardinal Rospighi soll den Papst auf die Unzuträglichkeiten aufmerksam haben, welche dem heiligen Stuhl durch zu große Einwanderungen französischer Kongregationen in Rom erwachsen könnten. Rom, 15. Dez. In der Kammer kam es gestern während einer Rede des Sozialisten Ferri über die Anträge, betr. die Besserung der Zustände in Neapel und Süditalien zu LKrmscenen. Die Deputierten des Südens erhoben sich wütend gegen Ferri, als dieser ausführte: „Während im Norden die Korruptionszentren die Ausnahme sind, bilden im Süden die Zentren politischerund adminiftra- tiver Redlichkeit die Ausnahme." Nur mit Mühe wurde sie von ihren Freunden von Thätlichkeiten gegen Ferry abgehalten. Als dieser mit lauter Stimme rief: „Ihr seid nur gut zum Brüllen", wurden die berühmten Tischklappen in Bewegung gesetzt. Der Präsident fand schließlich leinen anderen Ausweg, als die Sitzung zu schließen. Wien, 15. Dez. Im deutschen Heere haben im ablaufenden Jahre überhaupt nur vier Duelle — in der öster - reichisch-ungarischen Armee ein hundertundzwanzig Duelle stattgefunden. — Die „N. Fr. Pr." meldet aus Semb e,lr g: Auf einer Entrüstungs-Versammlung in Jaroslau wurde gestern die Boykottierung derjenigen Kaufleute und Gewerbetreibenden beschlossen, welche Waren aus Preußen beziehen. Die Krakauer kaufmännische Kor- poratton beschloß gestern, behufs Abbruches der Handelsbeziehungen mit Deutschland Schritte zu thun. Krakauer Blätter berichten, daß die anläßlich des Weihnachtsfeftes von deutschen Geschäftsleuten hierher gesandten Preisverzeichnisse massenhaft zurückgeschickt würden mit dem Vermerk: „Nicht angenommen wegen Wreschen". — Bei der Audienz, welche der Statthalter von Galizien, Graf Pininski beim Kaiser hatte, sprach sich der Kaiser sehr abfällig über die antideutschen Demonstrationen aus und ordnete eine strenge Unterdrückung an. — Ter autonome österreichisch-ungarische Zolltarif soll gänzlich unabhängig von der Entscheidung in Deutschland über den dortigen Zolltarif schon zu 2:rginn des nächsten Jahres eingebracht werden und dürfte die denkbar höchsten Zollsätze aufweisen, um entsprechende Kom- pensationsvbjekte zu bieten. Athen, 14. Dez. Tie Kronprinzessin ist heute von einem Prinzen entbunden worden. Warschau, 14. Dez. Teutsche Milchhändler hatten einigen russischen Landwirten den Vorschlag gemacht, diese ollten Butter, Quark und Käse nach Deutschland'liefern, und hatten ihnen bereits Maschinen zur Herstellung dieser Produkte geliefert Infolge der jetzigen Agitatton geaen. VN K,cr * $9$ 81^ i. Banb.______ Vom Burenkriege. In London ist am 14. Dezember ein Blaubuch vev, öffentlicht worden, das die Schr iftw echsel zwischen dem Oberkommissar M i l n e r und Chamberlain enthält und genau die Absichten der Regierung bezüglich der Herabsetzung der Zahl der Flüchtlinge in den großen Konzentrationslagern und der Errichtung kleinerer Lager darlegt. Mttner giebt der Hoffnung Ausdruck, daß diese Maßnahmen die jetzige beklagenswerte Sterblichkeit wesentlich herabmindern würden, wenngleich die Befürchtung weiter bestehe, daß, was auch immer gethan werden möge, die Zahl der Todesfälle immer hoch sein werde. Milner bemerkt gleichzeitig, es wäre nicht zu beftreiten, daß die Zahl der Toten weit größer gewesen sein würde, wenn die Flüchtlinge in dem verwüsteten Lande gelassen wären. (Ja war es denn durchaus nötig, das Land in van- dalischer Weise zu verwüsten?) Viele seien aus freien Stücken in die Lager gekommen, andere, die aus den Lagern entwichen seien, seien halbtot in dieselben zurück- gekehrt. Insgesamt habe die Sterblichkett unter den Weißen m den Konzentrationslagern in Transvaal und im Oranje- staat im Monat Oktober 3156 und im November 2807 betragen, davon seien 4904 Kinder gewesen. In der Zeit von Juni bis November einschließlich seien 12 441 gestorben, davon 10113 Kinder. Die Gesamtzahl der weißen Flüchtlinge in den Lagern betrage 117964. Eine Depesche Lord Kitcheners aus Pretoria meldet: Bruce Hamilton überfiel Piet Viljoens Lager bei Witkrauns; 16 Buren wurden getötet und 70 gefangen genommen, ein Geschütz, das die Buren feiner Zeit dem Oberst Bensvn abgenommen hatten, wurde erbeutet. Mackenzie, der mit Bruce Hamilton zusammen operierte, machte 6 Gefangene, darunter die Feldkomets Baoenhorst und Swainpoole. — Ferner wurden bei den Operationen der Abteilungen Colen- branders und Dawkin'tz im Norden Transvaals der Kommandant Badenhorst und zwei feiner Adjutanten, sowie der Laager-Kommandant Larose und zehn Mann gefangen genommen, unter denen sich auch der Adjutant Devos befindet, der von Botha mit Remonten aus Ermelo entsandt worden war. Das sind betrsübende Nachrichten. Wie das „Reutersche Bureau" meldet, habe das englische Kriegsamt das Anerbieten der kanadischen Regierung angenommen, wonach das neue für Südafrika bestimmte Kontingent auf 900 Mann erhöht werden soll. Cecil Rhodes schlägt, nack) einem Telegramm ans London, in einem von den Zeitungen veröffentlichten Brief an Milner vor, die in Südafrika dienenderiFrei- willigen nach dem Kriege unter Gewährung von Land und einem jährlichen Geldzuschuß in Rhodesia, Transvaal und dem Oranjefreistaate a n z u s i e d e l n, gegen die Verpflichtung des Militärdienstes daselbst. io. I). 'M M. 14.-. , 25.-. ;ke. 5.-. Deutsches Reich. Berlin, 15. Dez. Der Kaiser empfing gestern den ehemal. japanischen Ministerpräsidenten Marquis Ito und lernen Begleiter Davon Tsudzuki, sowie den japanischen Ge- laudten Jnvuye, der ein Dankschreiben seines Souveräns sür die chm verliehene Chinadenkmünze überreichte. Ferner bvlpfing der Kaiser den bisherigen chinesischen Gesandten LL-hai-bwan in Wschiedsaudienz und den Gesandten oer Re- Jjkblif Columbia, Pence, in Antrittsaudienz. Der Kaiser verlieh dem Marquis Ito das Großkreuz des Roten Adler- 0l.dens in Brillanten und dem bisherigen Vertreter Chinas, Lu, den Roten Adlervrden 1. Klasse. Die Unterredung, in Melcher der Kaiser dem scheidenden chinesischen Diplo- mccten eine glückliche Heimreise und alles Wohlergehen au seinem ferneren Lebenswege wünschte, dauerte eine halbe Scunde. Der Empfang des Marquis Ido dauerte auch etwa «ne halbe Stunde und trug den herzlichsten Charakter. Der Laiser gab seiner Genugthunng darüber Ausdruck, Ido wiederzuseheu. Im Laufe des Gesprächs wurden auch die lebten Ereignisse üi Oftasien, an denen bekanntlich Japan ar der Seite der übrigen europäischen Mächte steht, berührt. Baron Tzuckzuti erhielt den Roten Adler-Orden 2. Klasse. — Heute mittag empfing der Kaiser im Neuen Palais die Deputation des russischen 39. Narwaschen Dragoner-Regiments, dessen Chef der Kaiser ist. Darauf em- vjrng der Kaiser den Hof stallmeister Fürsten Galotzin und oevl Obersten ^bozloff, die das von ihnen verfaßte Werk iller die Feldzüge des Generals Suwavoff überreichten. — Der Großfürft-Thr onfvlger (vgl. auch P^ltt. Wochenschau- traf heute kurz nach 7 Uhr abends avs Bahnhof Friedrichstraße im Sonderzug des Kaisers ein, mitt- ihm als Ehrendienst Generaladjutant Generalleutnant v. Scholl und Oberst v. Schenk vom Alexander-Regiment, die dem Großfürsten entgegengefahren waren, und das Gefolge de^ Großfürsten. Auf dem Bahnhose stand eine Ehrenkom- Pftgnie mit Fahne und Musik vom Alexanderregiment, die dir eiten Vorgesetzten dieses Regiments, ferner die in Berlin und Potsdam anwesenden Prinzen, die Herren des kaiser- irfjen Hauptquartiers, die Generalität, der russische Bot- ch«fter, die Herren der russischen Botschaft, die Deputation >es Narwa'schen Dragoner-Regiments und die anderen, heute teim Kaiser empfangenen russtsschen Offiziere. Der Kaiser in russischer Dragoner-Uniform war um 7 Uhr er- schnenen. Beim Einlaufen des Zuges spielte die Musik die russische Hymne. Nach sehr herzlicher Begrüßung durch Küsse uno Händeschütteln und nach Vorstellung der Anwesenden schritten der Kaiser und der Großfürst die Front der Ehren- kollnpagnie ab und begaben sich kurze Zeit in das Fürften- jiinmer. Inzwischen fuhr ein zwetter Sonderzug mit dem Hei inen Salonwagen des Kaisers vor. Während die Ehren- toanbagnie nochmals präsentierte, bestiegen der Kaiser und der Großfürst den Zug, um nach Wildpark zu fahren. Dort nxir der Perron des Bahnhofs mit Wappenschildern und Mahnen in deutschen und russischen Farben geschmückt. Aus tei.ii Perron stand eine kombinierte Kompagnie des 1. Garde- Regiments mit Fahne und MusiKorps. An der Spitze der- sellven befanden sich die direkten Vorgesetzten des Regiments. Ferner waren anwesend: Prinz Eitel Friedrich und Lolizeidirektor Graf Bernstorff. Beim Eintreffen des Ür ges spielte das Musttkorps die russische Nationalhymne. Dec Kaiser und der Großfürst-Thronfolger schritten die Front terr Ehrenkompagnie ab. Sodann folgte Parademarsch. Alsdann bestiegen beide einen offenen Verspänner und fuhren jiirnt Neuen Palais. An der Allee von der Eisenbahn bis zum Palais bildeten Mannschaften des Lehrinfanterie-Ba- mttlons mit brennenden Fackeln Spalier. — Der Kaiser richtete gestern an den Vorsitzenden des Vorstandes der Schantung-Eisenbahn-Gesell- schaft Wirtl. Geh. Rat Fischer, folgendes Telegramm: Ich habe aus dem Bortrage des Staatssekretärs des Reichs-Mar in e-Amts anläßlich der Eröffnung des Eisenbahnbetriebes auf der Strecke Tsingtau—T s ch a Kg lin g am ersten dieses ALonats mit Interesse ersehen, daß die Schantung-Eisenbahn-Gesell- ffchaft, nicht beirrt durch die aufgetretenen Schwierigkeiten der letzten beiden Jahre, den Bau der Schantung- Bahn in energischer und umsichtiger Weise planmäßig gefördert hat. Ich spreche Ihnen als dem Vorsitzenden des Vorstandes der Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft hierzu Meinen Glückwunsch und Meine Anertennung aus. — Die in der ausländischen Presse verbreitete Angabe, bä.® die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland iinb Venezuela abgebrochen seien, ist unbegründet. — Beim Landwirtschaftsminister von Pvdbielski finden gestern abend Vorträge und Darstellungen auf dem ßelbiete der Moor-Kultur und Torfverwertung ton einer geladenen Gesellschaft statt. — In den Mehrheitsparteien des Reichstages hält tnain es für ganz ausgeschlossen, daß es möglich sein wende, die Kommissionsberatungen über den o«Htarif vor Ende Mai zu beendigen, zumal zwei jef'ungen, wie bei allen wichtigen Vorlagen üblich, statt- iniöen werden. In diesen Kreisen hofft man, eine Bw- tämbigung mit den verbündeten Regierungen auf der tzmndlage zu stände zu bringen, daß für Roggen, haifer und Gerste 5 Mk., fü*r Weizen 6 Mk- als xttadestzoll festgesetzt werden. — Der „Reichs-Anz." veroffentticht eine königliche Ver- otbonung vom 12. H»s-, wonach die beiden Häuser des pr-eußischen Landtages auf den 8. Januar 1902 zusomimenberufen werden. Potsdam, 15. Dez- Ter König und die Königin. von Württemberg sind heute vormittag hier uni getroffen zur Taufe ihres Enkelkindes, des am 31. Oktober geborenen Sohnes des GrLprinzen zu Wied. 1 “*7 O W^1 ur Hilfen. O O Aimahme von Xinetytt GietzenerAMgers General-Anzeiger v EbSös Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MRZ V V Kr zeigenteil: Hans Beck. 50. 50. a& • * Aus dem Thealerbnreuu. Dienstag wird ,Fran- -cillo n" als volkstümliche Vorstellung zu kleinen Preisen ^Loge 1.20, Saal 50 Pfg., Gallerte 30 Pfg.) wiederholt. Die Titelrolle spielt Frl. Helene Hohenfels. Tas Schauspiel ^lieber unsere Kraft^ (Teil 1) von Bjornson geht Mittwoch den 18. ds. Mts. erstmalig und zwar im Abonnement bei gewöhnlichen Eintrittspreisen in Szene. Die „Tegern- seer" beginnen ihr Gastspiel am Donnerstag, 29. ds. Dasselbe findet außer Abonnement statt. * * Die Konarien-Ausstellung, öic nunmehr geschlossen wurde, war gestern von etwa 250 Personen besucht. Es wurden im Ganzen 37 Kanariensänger verlauft. Zur ^Prämiierung l)aben wir noch nachzutragen, daß P.Gerber II. zwei 3. und 4. Preise und Jean Erb einen 3. Preis auf Konkurrenzsänger erhielten. Heute nachn, tag findet die Verlosung statt. • * Einen prächtigen Hirsch, Achtender, erlegte man in der vergangenen Woche auf der dem Rechtsanwalt Grünewald und dem Bankier Zobel bei Kirchvers gelegenen Jagd. Bei .den verschiedenen dort abgehaltenen Treiben kamen u. a. noch 3 geweihte Hirsche und einiges Kahlmild vor. Rehe waren überaus zahlreich vorhanden. Vor einigen Jahren waren Rehe auf dieser Jagd eine Seltenheit. Ihr jetziges zahlreiches Vorhandensein ist auf die dort geübte Wildpflegc, besonders aber auf die von den Jagdpächtern unterhaltenen Futterplätze zurückzuführen. * * Kein Poststempel au Sylvester und Neujahr. Zur schnelleren Bewältigung des Neujahrsbriefverkehrs werden bei größeren Postämtern die am 31. Dezember und am 1. Januar- eingehenden gewöhnlichen Briefe und Postkarten mit dem Ankunftsstempel nicht bedruckt. ' • Grober Unfug. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurde in der Bergstraße eine Gaslaterne zertrümmert; der Thäter ist in der Person eines Studenten ermittelt, und zur Anzeige gebracht worden. * * Verhaftung. Ein seither hier in Stellung gewesener Metzgergeselle wurde am Samstag Abend wegen Zechprellerei verhaftet. * * Schlechte Zeilen. Am Samstag Abend wurden von der hiesigen Verpflegsstation über 50 zugereiste Handwerksburschen in die Herberge zur Heimat eingewiesen. * * Die Submissionsofferteu der Metzger zur Lieferung des Fleischbedarfes für unsere Garnison wurden nicht genehmigt. Die Militärbehörde- fand, daß die ihr abverlangten Preise zu hoch seien, und hat durch freihändiges nachträgliches Verhandeln tellweise etwas billigere Angebote erlangt, als die durch die Submission erzielten ausmachten; doch ist bisher der Zuschlag auch zu diesen billigeren Preisen noch nicht erfolgt. Wie man erzählt, soll die Garnison-Verwaltung versucht haben, den Fleischbedarf von außerhalb zu beziehen. — Von anderer Seite wird behauptet, die Militärverwaltung sei durch die Art der abgegebenen Submissionsofferten und deren Begleiterscheinungen zu der Meinung gekommen, die hiesigen Metzger hätten sich vor Abgabe ihrer Preisforder- ungen untereinander verständigt und besonders betreffs der Höhe der Preise einen lokalen Ring gebildet. Dieser Umstand sei es hauptsächlich, abgesehen von der hohen Forderung, weshalb der Zuschlag nicht erteilt worden sei. Nach unseren Informationen beruht dieses Gerücht völlig auf Erfindung. Die Metzger haben im Gegenteiltrotz der von der Menage- Verwaltung des Regiments verlangten Güte des Fleisches trotz der hohen Viehpreise und trotz der Lasten, die auf ihrem Gewerbe ruhen, ein wesentlich billigeres Angebot gemacht, als sie das Fleisch an die Privatkundschaft abgeben können. a. Reform des hessischen Polizeilvesens. Bestimmten Vernehmen nach wird durch die höchste Militärbehörde in Berlin eine das hessische Pvlizei- wesen betreffende, sshr einschneidende Maßregel einzu- führen beabsichtigt, die von weittragenden Folgen sein dürfte. Bekanntlich steht nach den s- Zt. getroffenen Vereinbarungen das Polizeiwesen in den größeren hessischen Städten (außer Mainz) unter staatlicher Leitung, während die übrigen Kosten für die Polizei, die einzelnen Städteverwaltungen zu tragen haben. — Im Zusammenhänge damit besteht die Bestimmung, daß den Militäranwärtern, die .im Polizeidienst stehen, bei Ausfertigung des Zivilversorgungsscheins die darin gedienten Jahre in Anrechnung gebracht werden, so daß beispielsweise ein Militäranwärter, der 6 oder 9 Jahre diente, nach weiteren drei resp. neun Jahren Schutzmannsdienst den Zivil-Ver- sorgungsschein erhielt. Nach den vom Kommando des 18. Armeekorps veranlaßten Bestimmungen sollen nun diese Vergünstigungen wegsallen. Ob sich die Gvoßh. Regierung sowie die Städte hierzu geneigt zeigen werden, ist zum mindesten sraglich, denn es dürfte dann noch viel schwerer wie jetzt fallen, wirklich geeignetes Personal für den nicht leichten verantwortungsvollen Polizeidienst zu erhalten. )( Lollar, 16. Dez. (Telephon-Meld, des „Gieß. Anz.") Heute Nacht wurde in dem Bureau der hiesigen Güterabfertigung die Kasse erbrochen und ihres Inhalts beraubt. Der Einbrecher zertrümmerte eine Fensterscheibe, öffnete das Fenster und gelangte durch dieses in das Bureau, wo sich die Kasse befand, lieber die Höhe der gestohlenen Summe konnte man noch nichts erfahren. Von den Thätern fehlt jede Spur. Q Steinbach. 15. Dez. Heute Vormittag wurde der Landwirt Johs. Keßler III. in seiner Scheuer erhängt aufgefunden. Das Motiv der unseligen That ist unbekannt. Der Verstorbene ist 69 Jahre alt. Er erfreute sich eines guten Rufes. * Ettingshausen, 14. Dez. Am verflossenen Freitag fand in unserem Orte zum zweiten Male die Wahl eines Bürg ermeister s . statt, nachdem die erste Wahl bereits am 20. April 1900 abgehalten worden war- Schon bei der ersten Wahl trug die sogenannte „Burenpartei^ mit Stimmenmehrheit den Sieg davon. Durch wiederholte Reklamation erreichte jedoch die andere Partei, daß diese Wahl für ungiltig erklärt wurde. Wie bet der ersten Wahl hatte auch diesmal jede der beiden Parteien alles aufaeboten, um ihren Kandidaten durchzubringen. Selbst zahlreiche Wähler, die auswärts beschäftigt waren, erschienen, um ihrem Kandidaten zum Sieg zu verhelfen. Von 126 Wahlfähigen machten 116 von ihrem Stimmrecht Gebrauch, also 91,3 Prozent. Der Kandidat der Burenpartei erhielt 63, der der Gegenpartei, Beigeordneter Georg Heinrich Keil nur 53 Stimmen. Die Erbitterung der beiden Parteien gegeneinander dauert nun schon zwei Jahre. Es wäre wünschenswert, daß endlich in unserm sonst! so friedlichen Dorfe Ruhe und Zufriedenheit.wieder einkehren to'ürbe. Das ist der Wunsch aller besonnenen, ruhigen Bürger. Dies kann nur dadurch geschehen, daß die Behörde die Wahlkampagne durch Bestätigung des „Vurenführers" beendet. r. B «oben Hausen b. Ortenberg, 14. Dez. Gestern besuchte der Oberförster Weber von Konradsdorf in Begleitung eines Forstassessors mit seinem Fuhrwerk die Holzhauer im Walde. Kaum waren sie äbgestiegen, als eine Buche im Walde fiel. Durch das Krachen wurden die jungen 'eurigen Pferde so erschreckt, daß sie mit dem Kutscher, der sie hin- und herführte, davonrasten. Der Kutscher wurde eine Strecke geschleift und verletzt. Die Pferde rannten einen Abhang hinunter. Schließlich fiel ber Wagen um unb auch die Pferde stürzten. Tas eine, ein sehr wertvolles Tier, hat ein Vein gebrochen, das andere ist ebenfalls verletzt. ü. Büdingen, 15. Dez. Gestern tagte hier der Kreisausschuß gemeinsam mit den Kreistagsmitgliedern, und es wurde die Errichtung einer gemeinsamen Wasen- nt elfter ei, ähnlich wie im Kreise Friedberg, beschlossen. Als Ort für sie wurde Stockheim, das so ziemlich in der Mitte des Kreises liegt, bestimmt. Im Frühjahr wird mit dem Bau begonnen werden. Der Kreis nimmt dazu eine Anleihe von 100 000 Alk. zu 4 Prozent verzinslich, auf. Im Kreise Friedberg ist die Wasenmeisterei an einen Unternehmer für 1500 Mk. verpachtet. Hier wird sie zunächst der Kreis selbst verwalten. a. Darmstadt, 15. Dez. Die weltbekannte chemische Fabrik von Merck, die über 1000 Arbeiter beschäftigt, läßt z. Zt. zwecks Verlegung ihrer Fabrik aus der Innenstadt nach einem größeren Terrain zwischen Arheiligen und Darmstadt auf der sog. Hammelstrist eine Anzahl größerer und kleinerer Fabrikgebäude errichten. Zwar zeigten sich bald infolge des hohen Tagwassers und des starten Vorhandenseins von sog. Flug- und Triebsand große Schwierigkeiten. Es wurden deshalb die größten Vorsichtsmaßregeln beim Bauen gebraucht. Trotzdem ist bekanntlich vor einigen Tagen ein mächtiger dreistöckiger Bau plötzlich in der Nacht eingestürzt. Aus diesem Grund fanden am Freitag nachmittag in Anwesenheit zahlreicher hiesiger und auswärtiger Sachverständiger eingehende Untersuchungen und Probeentnahmen statt, nach deren Ergebnis festgestellt werden soll, ob und unter welchen Umständen die Errichtung des ausgedehnten Anwesens an dieser Stelle möglich ist. k. Offenbach a. 9JL, 15. Dez. Bei der gestern vorgenommenen Ergänzungswahl zum Kreistage wurden die sozialdemokratischen Stadtverordneten Ulrich, Eißnert und Stadtmüller II. im ersten Wahlgange mit je 16 Stimmen, Oberbürgermeister Brink, für den im ersten Wahlgange 11 Stimmen abgegeben wurden, im zweiten Wahlgange mit 18 Stimmen gewählt. Ulrich, Eißnert und Stadtnmller II. sind die drei ersten sozialdemokratischen Kreistagsmitglieder in Hessen. Sie sind auf 6 Jahre gewählt. Frankfurt a. M., 14. Dez. Zwei Amerik aner, die seit einiger Zeit als Rentner hier lebten, Nathan und Albert Eisemann, sind nebst Familien von der Polizei ausgewiesen worden. Vermutlich handelt es sich um militärische Dinge. Vermischtes. • Berlin, 14. Dez. In den Elekrizitäts-Anlagen in der Brunnenstraße brach heute vormittag Feuer aus, welches ein großes Aufgebot der Feuerwehr beschäftigte. In den Lager- und Trockenräumen waren eine Anzahl Fässer mit Jsoliermaffe und Oel in Brand geraten. Nach längerer Arbeit der Feuerwehr gelang es, des Feuers Herr zu werden. Eine Betriebsstörung ist nicht eingetreten, jedoch ist der Materialschaden bedeutend. * Gelsenkirchen, 14. Dez. In der Zeit vom 7. bis 14. Dezember sind im Stadt- und Landkreis Gelsenkirchen 2 Typhuskranke gestorben und 126 als genesen entlassen. Der gegenwärtige Stand der Typhuskranken ist 353. * Helgoland, 14. Dez. Der zu der - Wafferbau- inspektion Toenning gehörende Dampfer „Triton" ist auf die Klippen geraten. Die Mannschaft ist durch das Rettungsboot gerettet worden; das Schiff ist anscheinend völlig verloren. . . ' Kopenhagen, 15. Dez. In Harbroere wird seit Donnerstag ein Fischerboot mit 5 Fischern vermißt. Dieselben sind wahrscheinlich ertrunken. * Ein blutiges Rekontre zweier Göttinger Studenten. Auf der Straße gab ein Student auf einen ihm begegnenden Kommilitonen einen Revolverschuß ab. Der Ueberfallene rief: „Ich bin geschossen, und stürzte mit diesem Ausruf in den Laden eines Bäckers und durch den Laden in den Hof. Der Angreifer eilte ihm in das Ge- schästslokal nach, in dem sich außer bei Frau des Besitzers noch eine Dame befand, und gab einen zweiten Schuß ab und lief dann fort. Er wurde aber bald eingeholt und nach der Wache im Rathause geführt. Dort nahm man ihm den Revolver ab, in dem noch vier Kugelpatronen steckten. Die Ursache des Streites ist Eifersucht. Der Verletzte lebte mit dem Angreifer schon längere Zeit auf gespanntem Fuß, es kam zu Beleidigungen und zu einer schweren Forderung. Als nun beide sich auf der Straße begegneten, versetzte der Verletzte feinem Gegner einige Ohrfeigen, auf welche dieser mit den Schüssen antwortete. * Eine Säbelmensur sine sine. Wie die „Münch. Ztg." meldet, fand vor kurzem in München zwischen einem Burschenschafter und einem slavischen Studenten .eine Säoel- menfur eine eine (ohne Binden und Bandagen) statt. Beim ersten Gang blieben beide Gegner unverletzt. Der zweite Gang wurde durch das Kommando „Halt!" des Unparteiischen plötzlich unterbrochen. Da ereignete sich etwas, das in den Annalen des Münchener Studentenlebens einzig dastehen dürfte. Von Wut erfaßt, erhob der Slave plötzlich seinen Säbel und führte nach seinem Gegner einen furchtbaren Hieb, der demselben die Brust bis auf die Rippen durchtrennte. Das war auch für den deutschen Studenten zu viel. Auch er erhob nunmehr seinen Säbel, und rhe es die Sekundanten verhindern konnten, sauste derselbe auf das Haupt des Gegners nieder, ihm die Kopfschwarte vollständig durchschlagend. Das Duell mußte natürlich sofort unterbrochen werden. Die Verwundungen der beiden Duellanten sind nicht unbedeutend. UniveilMs-Uachikchteu. Frankfurt a. M., 14. Dez. Die „Franks. Zdg." meldet ans Helsingfors: Der sinnländische Senat entsetzte den Freiherrn v. BonSdorff, der seit 1892 den Posten bc5 RcktorZ beS hiesigen städtischen Real-Lyceums bekleidete, seines Amtes, weil er sich weigerte, die kürzlich erlassenen Bestimmungen über die Permehrung ber Stunden für die russische Sprache im Lycenm zu erfüllen. Der Abgang dieses tüchtigen Lehrers wird allgemein bedauert. — Aus Jena schreibi man: Die Nachricht, es werde verbucht, Pfarrer Naumann für eine Professur an der hiesigen Urri« versiläl zu gewinnen, ist unbegründet. — Der 100. Geburtstag des Königs Johann von Sachsen wurde kürzlich im Sachsenlande begangen. Ein Berliner Blatt veröffentlichte einige Erinnerungen an den gelehrten Monarchen und erzählte dabei auch solgendes: „König Johann hatte einen gtücklicheu Witz. Einen solchen zeigte er einmal, als er «Die Universität Leipzig besuchte. Bei derVorstellung der Professoren sagte er zu dem berühmten Hebraisten Fürst, der außerordentlicher Professor war: „Wir beide, lieber Professor, sind Leidensgenoffen; denn wir können in Leipzig nie ordentliche Professoren werden". Dieser vielbelachte Witz beruhte darauf, daß der König Katholik und Professor Fürst Israelit war. Tie Bekenner dieser Konfessionen dürfen aber nach dem Statut der Universität Leipzig nicht ordentliche Professoren werden." (Es ist uns nicht bekannt, daß dieses Statur auch jetzt noch besteht. Jedenfalls ist der vortreffliche Leipziger ord. Professor des Kirchen- urd Handelsrechtes Fried-- b er g, ein Neffe des ehemaligen preußischen Justizminislers, Jude g e w e s e n. Auch der Litreratur-Hisloriker Karl Biedermann, der alte Achtundvierziger, war, obwohl Israelit, ord. Professor an der Leipziger Universität. Und der Archäologe O v e r b e ck war wohl Katholik. D. Red, des Gieß. Anz.) Meratur, Wissenschaft und Kunst. — lieber den Vortrag des Professors Behring, der gemäß den Bestimmungen der Nobel-Stiftung in der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm gehalten wurde, liegt jetzt nachstehender Bericht vor: Behring wies nach, daß die Serumtherapie ein sttovum in der Heilkunde und ein Fortschritt ist. Besonders betont er, daß die Serumbehandlung der Diphtherie nicht cellulare, sondern hmno- (are Theapie ist. Man könne überzeugter Eellularpathologe sein und muffe jetzt doch zugeben, daß die besten Heilmittel dadurch wirken, daß sie die im Blut befindlichen Schädlichkeiten unschädlich machen. Auf die Zellen des kranken unb, krankheitbedrohten Menschen übt das Heilserum gar keinen Einfluß aus, weder einen nützlichen, noch einen schädlichen. Während die Tiphtberieserum- therapie durch Anti-Körper Nutzen schafft, sehen wir, daß die Jenner- sche Pockenimpfung und die Pasteur'schen Schutzimpfungen durch Iso-Körper wirksam ftnö. Man kann hier von einer Iso-Therapie reden. Auch bei der Serumtherapie spielt die Iso-Therapie eine wichtige Rolle, insofern als sie unumgängliche Voraussetzung iftfüt die Gewinnung der Anti-Körper. Statt das Wesen der Iso« Therapie an der Diphrheriegiftbehandlung von Pferden auseinander- zujetzen, wo heutzutage kaum noch etwas neues zu sagen i|t, zieht Redner vor, von der isotherapeutischen Behandlung zum Zweck der Rindertuberkulose-Bekämpsung zu sprechen. An vielen Beispielen wird zunächst gezeigt, daß der landläufige Dirulenzbegriff bei ber Tuberkulose einer Korrektur bebarf. Beim Milzbrand konnte Pasteur von virulent und abgeschwächt sprechen, ohne Rücksicht zu nehme» auf die Frage, für welche Tierart die Virulenz und die Schwächung behauptet fiiib. Bei der Tuberkulose dagegen kann es Vorkommen, daß beispielsweise ein für Meerschweine vollständig abgeschwächter Tuberkelbazillenstamm noch ziemlich mrnlent ist für Kaninchen unb noch stark virulent für Pferde; ferner, daß ein für Meerschweine stack virulenter Stamm für Rinder sehr viel weniger virulent ist als ein für Meerschweine weniger gefährlicher Stamm usw. Das wichtigste ist nun, daß im Rinderversuch die immunisierende Wirksamkeit der für Rinder schwachvirulenten Tubeckelbacillenstämme festgestellt werden konnte. Die Rinder - Immunisierung wird am besten durch direkte Einspritzung des relativ unschädlichen Stammes in die Blutbahn, tm übrigen aber nach denselben Prinzipien ausgeführt, welche Pasteur für die Milzbrand-Immunisierung von Schafen aufgestellt hat. Die von Menschen stammenden Tubeckelbacillen, rnenn sie lange Zeit im Laboratorium auf künstlichem Nährboden fortgezüchtet sind, verhalten sich für Rinder wie ein Vaccin zum verderblichenVirus. Frisch auf dem Menschen herausgezüchtet, besonders aber auch, wenn man sie durch Ziegenkörper hinburchgefchickt hat, besitzen sie für Rinber eine hohe Virulenz. Nachbem die Möglichkeit Der Tu--' )erkulose-Jmmunisierung von Rinbern burch meine Marburger Versuche bewiesen ist, tritt jetzt bie Aufgabe an uns heran, burch besonbere Versuche zu erforschen, in welcher kürzesten Zeit, mit welchem Mindestmaß von Schädigung für das zu immunisierende Tier und mit welchem Mindestmaß an finanziellen Opfern der Tuberkulose-Schutz von Rindern in der Praxis zu erreichen ist. Ich habe zur Erforschung dieser Verhältnisse Unteckunftsräume und Weideplätze für eine große Rinderzahl mir verschafft und ich gedenke den mir durch die Nobelstiftung zugeflossenen großen Geldpreis dazu zu verwenden, um in umfangreicherer Weise als bls jetzt den Beweis für die Möglichkeit und praktische Durchführbar- kett einer Bekämpfung der Rindertuberkulose auf dem Wege der Pasteur'schen Schutzimpfung zu führen. Es wird mir zu besonderer Ehre unb Freube gereichen, wenn einer ober der andere unter Ihnen meine Marburger Arbeiten unb Einrichtungen an Ort und Stelle persönlich kennen lernen wollte, um bann gleichzeitig zu sehen, wie ich nach meinen Kräften bemüht sein will, entsprechend ber Absicht bes eblen Stifters Alfreb Nobel bas allgemeine Wohl zu förbern. Ich brauche wohl nicht erst noch besonbers hinzuzu« fügen, daß bie Bekämpfung ber Rinbertuberculose nur eine Etappe bedeutet auf dem Wege, welcher schließlich zur wicksamen Dec- Hütung der Menschentubeckulose führen soll. Ich wollte aber hier nicht ©Öffnungen aussprechen, sondern Thcttfächliches berichten. Illid als Thatsache glaube ich Ihnen die Rinbertubeckulose-Jmmumsie- rung berichten zu dürfen. — Sully Prudhomme. Dem französischen schriftsteller Sully Prudhonmie ist, wie wir meldeten, der lttterarische Nobel-Preis m Höhe von 208 000 Francs zuerkamit worden. Da man biefenSiebter in Deutschlanb wenig kennt, so bürsten folgenbe Mitteilungen über ihn von Interesse sein: Sully Prubhomme wurde 1839 in Pans geboren unb, früh verwaist, von seinem Onkel, bem Notar Sully, adoptiert. Er widmete sich dem Studium der Rechtswissenschaften, lebte aber bann boch ganz seinen litterarischen Neigungen unb veröffentlichte 1865 seine ersten Gebuchte, benen bald barauf eine aanze Reihe anberer Dichtungen folgte. Seit 1881 ist er Mitglied ber französischen Akabemie. — Wie verlautet, beabsichtigt Sully Prnd- hvmme ben Nobelpreis in eine Stiftung für unbemittelte Poeten zu verwanbeln, denen für ihre der Akabemie vorher einzureichenben Werke die Druckkoslen gewährt werben sotten. Er handelt also ganz im Sinne des edlen Preisstifters Alfred Nobel, von dem man übrigens in den Lieferungen 65 und 66 des großen Prachtwecke „Tas 19. Jahrhundert m Bildnissen" (Photogr. Gesellschaft in Berlin, pro Lfg. M. 1.50) Biographie und Portratt findet. Aum der durch den Nobelpreis ausgezeichnete Physiker Röntgen rotrb in denselben Lieferungen behandelt. — Die „Berliner Illustrierte Zeitung" beging in diesen Tagen das Fest ihres 10jährigen Bestens. Ihre Festnummer gab dem Leser einen interessanten Einblick in die Rebaktionsgeheimmfse einer illustrierten Zeitschrift. , Gerichtssaal. n. Gießen, 14. Dez. Tas Schöffengericht batte sich m seiner letzten Sitzung u. a. mit einer Strafsache zu beschäftigen, die Delikte Körperverletzung, Sa ch b es ch ä b i g u n a, Uns u g unb Werfen mit Steinen umfaßte. Wegen dieser ©trat* thaten waren 15 junge Leute aus Gießen und Wies eck angeklagt, van denen zwei, darunter der eine ohne Entschuldigung, vom Termin fern blieben. Tie Angeklagten waren bei einer Tanz* beluftigung in einer hiesigen Wirtschaft in Streit geraten, der sich, nachdem ber Wirt Feierabeyb geboten hatte, auf ber ©trafje jori* setzte. Hierbei begingen sie bie erwähnten Ausschreitungen. Wegen groben Unfugs unb Weckens mit Sternen würbe gegen samtluye Angeklagte auf eine Gelbstrafe von 10—15 Mk. erkannt; bes wetteren gegen die Gießener, die gestänbig fiiib, von einem ötacfet Zotten abgerissen unb zu ihrer Verteidigung benutzt zu haben, aus eine Geldstrafe von 15 Mk. Ter am schwersten Belastete, em vor- bestrafter Arbeiter aus Wieseck, erhält auch noch wegen Körper- mildernder Umstand« eine Gefängnis- abznfahreu. 8209 W 8204 sowie u. a. m. versteigert. 8196 Geißler, Gerichtsvollzieher. Frische LeMlMrPimme eingetroffe« bei 05035 empfiehlt 05038 8197 u* a. m. möglichst frühzeitig. 05039 Hainer, Tiejeuweg 4» Geißler, Gettchtsvolhieher. Wildleder-, Krimmer- n. Tricot-Handschuhen Slilipse, Herrenwäsche, Tricotagen. Eiletzung unter teufe von 6 Wo« Graudeuz. 15.Dez. Reichsbankrendant Hübig ist nach M-itägiger Verhandlung gestern vom hiesigen Schwurgericht in Eben Fällen für schuldig befunden morden, als Beamter Gelder unterschlagen zu haben. Dem Angeklagten wurden jedoch mil- dernde Umstande zugebilliat. vübig "wurde zu drei Jahren Ge- ärgnis verurteilt und aus 5 Jähre für unfähig erklärt, öffentliche lemter zu bekleiden. Pfandhalter der Partial-Obligationen). Vorsitzender de§ Grubenvorstandes ist Herr Rechtsanwalt . Grünewald in Gießen, Stellvertreter des Vorsitzenden KriesKasten der Redaktion. (Anonyme Anfrage« bleiben unberücksichtigt.) M. M., Huuge«. Wir wollen Ihre Wünsche gern berück- fichttgen. Mittwoch den 18. Dezember 1901, nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale Möbel aller Atten, 2 Faß Wein Mittwoch de« 18. Dezember L I., uachmitt. 2 Uhr präzis, werden im Bieker'schen Saale — Neustadt 55 — zwangsweise folgende neue Lache« versteigert: 3 Bcrtikows, 1 Trumeaux mit Spiegel, 1 Ausziehtisch, 1 Tisch mit Wachstuchbezug, 12 Bettstellen, darunter Muschel und franz., 13 Kücheuschräuke mit Glasaufsätzeu, 7 Spiegel, zwei Rcgulateurc, iKüchenrahmeu, 3 altdeutsche Kücheustühle, vier Steppdecken, 6 Portieren, 14 Paar bessere Hosen, 19 Paar Arbcttshoseu, 7Auabcuanzüge Herr A. Zobel tn Gießen. Zum Zustellungsbevollmächtigten ist der Vorsitzende bestellt; derselbe führt auch das Gewerkenbuch. Technischer und geschäftlicher Leiter der Gewerkschaft ist Herr Direktor Dr. Ernst Esch in Gießen. Derselbe ist mit der Vollmacht versehen, innerhalb des Geschäftsbetriebs Verträge für die Gewerkschaft abzuschließen, sowie rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben und entgegen zu nehmen. Gießen, den 3. Dezember 1901. 8207 Der Grubenvorstand. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Paris, 16. Dez. Aus Leus wird gemeldet: Der Arbeiter- ßrhrer Jules Guesde hatte für gestern abend eine Versammlung non Bergleute^ eiuberufeu. Du Anhänger des sozialistischen Deputierten Basly nahmen jedoch eine so feindselige Haltung gegen Guesde au, daß der Polizeikommifiar die Versammlung aaflösen mußte. Bastide bei Bordeaux, 16. Dez. Gestern stieg der Luft- sthiffer Moufiet in seinem Ballon auf. Der Ballon platzte in einer Höhe von etwa 200 Metern und fiel mit rapider Schnelligkeit. Moufiet wurde aus dem Korbe geschleudert und furzte in die Ga rönne. Mehrere Matrosen eilten zu feiner Hilfe herbei und zogen ihn unversehrt aus dem Wasser. St. Julien (Dep. Ardennes), 16. Dez. Gestern wurden hier durch die Explosion einer Dynamitmine 2bei dem Äau einer Eisenbahnlinie beschäftigte Arbeiter getötet und # verletzt. Basel, 16. Dez. In dem Kafiuospielsaal des Badeortes Siughieu brach gestern Feuer aus. Die Spieler konnten fich retten. Der Saal brannte jedoch vollständig nieder. Rew-Nork, 16. Dez. Dem „New-York Herald" zufolge beantwortete Argentinien am Samstag den Vorschlag Chiles bett. die Regelung des zwischen beiden Staaten schwebenden Paris" veröffentlicht ein Manifest, das von sämtlichen repwi blikanischen Abgeordneten unterzeichnet ist und worin eät heißt, da alle republikanischen Führer gestorben seien, stehe- einem Zusammenschmelzen der verschiedenen! republikanischen Gruppen nichts mehr tnt Wege^ Ter Aufruf ersucht die Republikaner, ihre Meinungsverschiedenheiten zu vergessen und sich unter einer Fahne zu sammeln. , ... Barcelona, 16. Dez- Die Ersenarverter jrnd in den Aus st and getreten. Die Lage wird als ernsh angesehen, da die Zahl der Ausständigen bereits 16 000 beträgt. Der Ausstand soll die Folge anapchrstrscher. Umtriebe sein. ~ Ä P rag, 16. Dez. Der tschechische Bürgerllub des Vor- pries Weinberge beschloß, eine Aufforderung an dw Aiawern anzuschlagen, in welcher die tschechischen Bewohner aufgefordert werden, n i ch t m e h r b ei Den । chen. einzukaufen. Die Plakate wurden jedoch von der Pollzei verboten. Aussig, 16. Dez. Der Verbandstag der Industriellen Oesterreichs beschloß in seiner gestrigen Konferenz, die Regierung aufzufordern, daß bei Abschluß eines Handelsvertrages mit Deutschland den Produktionsbedingungen und dem Exportbedürfnis der österreichischen Industrie Rechnung getragen werden müsse. Ferner erklärte man sich für den Abschluß langfristiger Verträge und plädierte dahin, daß Meistbegünstigungsoerträge möglichst vermieden und durch feste Handelsverträge ersetzt werden sollen. St. Johns (Neufundland), 16. Dez. Mar cvni, der hier gegenwärtig Versuche veranstallet, teilt mit, ihm seien am Donnerstag und Freitag verabredete Zeichen mittels drahtloser Telegraphie direkt über den Atlantischen Ozean von Poldhu bei Pengaux in Cornwall zugegangen. Die fortgesetzten Versuche mache die Witterung sehr schwierig. Von dem Londoner Bureau der Marooni-Gesellschaft wird dazu bemerkt, daß Marconi in St. Johns über einen Ballon mit einem sehr empfindlichen Empfangsapparat verfügt. New-York, 16. Dez. Gestern früh stießen auf der Illinois Zentralbahn ein Schnell zu g und ein Güterzug zusammen, dabei wurden 10 Personen getötet. Ein dem Güterzug anhängender Zisternenwagen mit Petroleum verbrannte. In dem brennenden Oel verbrannten die Trümmer und die Leichen der Verunglückten. — Den Blättern wird aus St. Johns gemeldet, daß MarcvnL seine Versuche mit einem Empfänger veranstaltete, dessen Drahtende der Drache 400 Fuß hoch emporgehoben hat. Manila, 15. Dez. Die Stadt wurde durch ein starkes Erdbeben in Schrecken versetzt. Der Erdstoß dauerte 65 Sekunden. Ein großer Teil der Bevölkerung befand sich grade in den Kirchen. In panikartiger Flucht stürzten die Besucher aus den Gotteshäusern auf die Straße. Viele Personen sind verunglückt, doch läßt sich der Umfang der Katastrophe noch nicht übersehen. Peking, 16. Dez. Die Kaiserin-Witwe und der Hof haben auf ihrer Rückreise nach Peking den gelben Fluß überschritten. Der Regierungsschatz von einer Million Sllber- taels ist gestern aus dem Süden hier eingetroffen, um dü Mittel zur Bestreitung und Deckung der Reisekosten und anderer Ausgaben zu liefern. in Vorsteckern, Schleifen, Chiffon- u. Federboas Spitzenkragen, Mieder-Gürteln, Schleiern Korsetten, Schürzen, Taschentüchern, Kopfshawls, Schulterkragen, voll. Westen Pelz-Muffen und Kolliers Prima Ziegenleder - Glace - Handschuhen Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vormals Aenne in Hieße». Wir geben hierdurch bekannt, daß unser Vorstand aus folgenden Personen besteht: Rechtsanwalt W. Grünewald, in Gießen, Heinrich Res, in Frankfurts a. M., Landesrat Schmidt, in Düsseldorf, Albert Zobel, in Gießen, S. Pascoe daselbst (gewähll als Delegierter des Hauses Sal. Oppenheim jr. & Co. tn Cöln a. Rh. als Julius Schulze Kreuzplatz empfiehlt in reicher Auswahl! WchnuchtskWen -»prachtvolle lebende Spiegelkarpfen, sowie alle übriger. Fluß-- und Seefische äöC.G.Klemhenn Delikatessen-, Fisch- und Geflügelhandlung. Bahnhofstr. 59. Telephon 66. Gütige Bestellungen sür den heiligen Abend und bevorstehende Festtage erbitte Weihnacht. Ein Original-Flacon Odol wird als originelles und dabei nützliches Fest- geschenk Vielen willkommen sein. Preis: */t Flasche Mk. 1.50 V, „ „ 0 85 Odol ist nach dem heutigen Stande der Wissenschaft nachweislich das beste Mittel zur Pflege der Zähne und des Mundes. 8191 10 Pfennige Originalpacket Mersalpiitzillver das peste der.Welt empfiehlt Adfier- Drogerie 7EL7 SelterZweg 39. Bekanntmachung. Die bei der öffentl. Versteigerung am 11. Dez. auf Bahnhof Weiskirchen und Großeu-Buseck mnb am 12. Dez. in Gießen am Schiffend eraerw ege an der Bahn- litredc Gießen-Fulda gemachten Angebote ans Schwellen werden hiermit genehmigt. Hiernach ist das Kaufgeld binnen •8 Tagen an die Stationskassen tu Gießen, Großen-Buseck und Reiskirchen einzuzablen und die Schwellen innerhalb 3 Tagen IbeV95 r Sn»»*;' r "Ronia Streites und erklärte fich im Allgemeine» damit einverstanden, die Augelegenhett freundschaftlich beizulegeu. St. Paul (Minuesot), 16. Dez. Zn den letzen 48 Stunden herrschte in den Nordweststaaten die strengste Kälte, die je im Dezember beobachtet wurde. Zn einigen Plätzen fiel die Temperatur auf 59 Grad unter Null (nach Fahrenheit) gleich 39,4 Celfius. Mehrere Hirten sind erfroren. — In Wyoming sind 10 Hirten im Sturm ums Leben gekommen. Viel Vieh ging zu Grunde. Darmstadt, 16. Dez. Zwischen den Großherzogtümern Hessen und Oldenburg kam im Entwurf ein Vertrag zu stände, der dem ersteren Staate mit Wirkung vom 1. August 1902 das ausschließliche Recht giebt, die Lose der Landeslotteric im Bereich des eigentlichen Oldenburg und der Fürstentümer Lübeck und Birkenfeld zu vertreiben. "Während der Tauer des Vertrags darf im Großherzogtum Oldenburg keine andere Staatslotterie ins Leben gerufen werden, während für das Spielen in auswärtigen Lotterien ähnliche Vorschriften wie in Hessen gelten. Auch soll die Veranstaltung von Geldlotterien sowie die Zulassung auswärtiger Lotterien in Oldenburg und mit Zustimmung der hessischen Regierung stattfinden. Vs G e g e n l e i st u n g zahlt Hessen an Oldenburg nach der 6. Lotterie 30000 Mk., nach der 7. 40 000 Mk., nach der 8. 45 000 Mk., nach der 9. und jeder folgenden 51000 Mk., wovon für Tantiemen und Gratifikationen 1,75 Prozent zu zahlen sind. Halle a. S., 16. Dez. Die Arbeitslosen-Zählung in Halle und Umgegend ergab insgesamt 2588 Arbeitslose, darunter 1628 Verheiratete mit 3270 Kindern. Wilhelmshaven, 16. Dez. Der Kontre-Admiral Geißler ist unter Beförderung zum Vice-Admiral zum Ehef des Kreuzer-Geschwaders ernannt worden. Oppeln, 16. Dez. Sämtliche Stadträte legten gestern ihre Mandate gemeinschaftlich nieder. Hamburg, 16. Dez. Die englische Regierung kaufte in Deutschland große Quantitäten Dynamit. Ein Teil hiervon, 1850 Kisten enthaltend 52,750 Ko. Dynamit ist am Samstag auf der Unterelbe an Bord des Dampfers Jessika verladen worden zur Verschiffung via London nach dem südafrikanischen Kriegsschauplatz. Lübeck, 16. Dez. Bei lebhaftemSchneetreiben zeigten mehrere Kanonenschüsse den Bewohnern des südlichen Stadtteils eine zunehmende Hochwassergefahr an. Der Travefluß ist aus den Ufern getreten. London, 16. Dez. „Daily Mail" meldet aus Amsterdam, daß der Enkel Krügers, Eloff, sich am vergangenen Donnerstag nach Lorenzo Marquez eingeschifft hat. — Dasselbe Blatt meldet, daß Gkrobelaar nach Rußland gereift ist. London, 16. Dez. Einer durch die Zensur verzögerten Meldung aus Ukandhla (England) vom 5. ds- Mts. zufolge, soll in einem vor kurzem bei Luneberg stattgehabten Gefecht Louis Botha durch einen Schuß in das linke Bein unterhalb des Knies ernstlich verwundet worden sein. Er sei der Gefangenschaft nur dadurch entgangen, daß er sich in einen Busch verkroch. Sein gegenwärtiger Aufenthall ist selbst seinen Anhängern unbekannt. In dem Gefecht sind von den Engländern 80 Buren zu Gefangenen gemacht worden. London, 16. Dez. Die englische Regierung hat sehr beunruhigende Nachrichten aus Indien erhalten. Dieselben melden, daß der Aufstand des Wasiri - Stammes an der nordwestlichen Grenze eine ernste Ausdehnung annimmt und große Schwierigkeiten zu erwarten seien. Lord Kitchener ist telegraphisch benachrichtigt worden, daß er unter diesen Umständen selbstverständlich nicht auf die Zusendung von indischen Verstärkungstruppen rechnen könne. — Aus Peking wird gemeldet: Die Missionare von Singanfu versichern, daß die Zahl der Opfer der in der Provinz Schansi ausgebrochenen Hungersnot 1 71 Millionen beträgt. Madrid, 16. Dez. Das republikanische Blatt „El @®®®®®®®®®®®©®®®®®®® Besonders den Damen macht es große Freude, wenn sie bä den Festgescbenken auch 1 Earton & 3 Stück (Mk. 1.50) „Patent«. Myrrholm-Seise" finden. Hergestellt aus den allerfeinsten Roh-! Materialien von denkbar größter Milde, herrlichstem Wohlgeruch/ ist diesäbe unerreicht zur Haut- und Schönheitspflege das praktischste Weihnachtsgeschenk. In raufenden Familien im täglichen Gebrauch. Ueberall, auch in, den Apotheken, erhältlich. Nach Orten ohne Niederlage versendet: die Myrrholin-Gesellschaft in Frankfurt a. M. 2 Cattons franko gegen Nachnahme von Mk. 3.—. Tiensttuaun Ferber im Scbloßhofe ait der alten Kaserne. 8155] Wegen Raummangel zwei Bettstellen mir Mattatze billig abzugeben. Motttesttatze 28. Sdjlittrn Schlittschuhe empfehlen 8210 hafte ; e* $$$?* KL garantiert reine Flaschenweine weiß und rot Arrak Kognak Rum Punsch - Essenzen entpfiehlt 8208 Vietmu-Zrogerie Adolf Bieler, Matttsttaße 5. W“ Wlie GWume Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märttc. Grüuberg, 14. Tezember. Frachtmarkt. (Durchschnitts- -reis pro 100 Kilo.) Wetzen 16.16 bis 00.00 Mk., Korn 00.00 bis C-J.00 Mk., Gerste 13.24 brs 00.00 Mk., Hafer 13.80 bis 00,00 Mk., Lrhsen 15.66 bis 00.00 Mk., Linsen 00.00 All., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 0.00 bis 0.00 Mk. fc. Frankfurt a. M., 16. Tezember. (Telegr.Oria.-Bettcht des .Gieß. Anz."). Anrtlichc Notierungen der heutigen Liehmarkt- preise. Zum Vettarije standen 511 Ochsen, darunter 0 aus Oesterreich, 36 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 99 Kühe, Fersen, Briete und Rinder, 710 Kälber, 00 Schafe und Hammel, 00 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schajlämmer. Bezahlt wurde sür 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 68—70 Mk., 2. Qual. 61—63 Mk., 3. Qual. 54—58 Mk.; Bullen l.Qual. 55 bis 67 NU., 2. Qual. 52—54 Mk.; Kühe 1. Qual. 60—62 Mk., 2. Qual. 67 —59 Tlt, 3. Qual. 42—45 Mk, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. 80—31 Mk. Kälber: 1. Qualität 78—80 Pfg., Lebendgewicht 46 — 48 Pf., 2. Qual. 67—71 Pfg., Lebendgewicht 40—42 Pfg., 3. Qual. Schlacht- » 55—57 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 56—58 Pfg., L 46—48 Pfg., 3. Qual. 40—44 Pfg.; Schweine 1. Qual. 68* Pfg., Lebendgewicht 54 Pfg., 2. Qual. 67 Pfg., Lebendgewicht ök Pfg., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — lÄeschaft bei Hornvieh ziemlich gut, bei Kleinvieh gut. lieber» stand unbedeutend. Markt geräumt. fc. Frautfurt a. 3)1., 16. Dez. (Orig.-Tclegr. des „Gießen. Süita.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarklpretse. Bietzen DU. 16.50—00.00, Kurhessischer DU. 16.75—00.00, La Plata Mk. 16.50—17.75, Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) M. 14.00—00.00, Gerste (Wetterauer) DU. 15.50—16.25, Kleie Mk. 16.50—16.75, Hafer DU. 17.00—17.25, Mais Mk. 00.00 bis Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.00—25.50, 2. Qualität Mk. 23.00 brs Mk. 23.50, 3. Qualität DU. 22.00—21.50, Roggenmehl 0 Ak. 22.00—22,50, 1. Qualität DU. 20.25—21.00, Weizenklere DU. 8.50 brs DU. 00.00, Roggenkleie DU. 9.60—0.00, Diaiskeime DU. 9.50 Mk. 10.00, Frankenpsälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. Alle? per 100 Kg. ab hrer. 1 ^chriua, . UM nächst^ MraoieeinL ■Jets betont er, fe fc1?' 'andern Mularpathologe fe dadllr, Bleuen unjtbüs M üanf^eitbebroht» M weder eir£ fr ^vhtheriesenr> fr'r- Moiejennfr ®u9imp]ungen - ölo-Lherapie Eachetzung P- E Wesen der L i'ei'ben ausemanib Zu sagen ist, ?Iun9 iumWk 'n vielen Leisxiel.' ^begriff bei i- ötand konnte Pnsi- ^ücksich^zu nehm und die Ähwälhm kann es vorkommc rndig abgeschwach:- H siir Kaninchen ur: n sür Meerschwein el weniger viruler licher clamm usm rsuch die imnumi- schwachviruioitei: i koniue. Ar örntfi direkte Sw i die Aulbahtt mt ihtt, welche IWur aiii^M boi ?ie emi fit lay N fortgtiütel W lerderdiichmVin^. mbtts adn a\i&, WtzMvi vn Ä- meme Marbnrgc: m uns heran, bur: kürzesten Zeil, nr: zu imnumilicrtti: rnziellen Opfern bc ms zu erreichen r. lnlerkunsisräumeucP -erschafft und ich«- offenen großen cherer Weise als Mche Turchsührw . aus dem Wege le uii mir zu bejonbur ier der andere ur-'- chtungen ait Ort £ dann gleichem^ * »in will, enffpreche ias allgemeine W t besonders HM ulose nur emeEtt zur wirkiamen wollte aber ^ Aes berichten. W LeÄlose-Imnm^ enE,E irische Nobel-Pw- ?a man dieienT'«- ,d-d- 1839 m £ J d-m “SÄ Vroßh. Eifc«bah« - Bclriebs- iuspettio« 1, Gießen. Kohlenverkauf. Dienstag den 17. Dezember, vormittags 11 Uhr, werden auf dem hiesigen Bahnhofe 150ÜU kg üichk-hlen II. bestbietend, gegen Baarzahlung, öffentlich verkauft. (8201 Gießen, den 14. Dez. 1901. Gr. GülerabfertignugSsteüc. Versteigerung. Dienstag den 17. Dezember d., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier, die zur Konkursmasse des Redakteurs I. B. Lehner dahier gehöttgen Gegenstände im Älufttag der Kon- kursoerwaltungr 1 hochfeines noch ganz neues Buffet, 16 Blatt sehr feine Vorhänge mtt Zugvorrich- luug, mehrere Kandelaber und Tischlampen für Heb ttische Beleuchtung von Firma Schuckert & Co., erst kürzlich neu geliefert, 1 Klei- derschrank,l großen Spiegel, 1 Bettlade mit Mattatze, 1 Kleiderständer u. s. w. Die Versteigerung findet be- srünmt statt. . 8182 Bor«, Gerichtssoll-icher. 10 Proz. Rabatt Die Verkaufspreise sind au- jedem Etikett deutlich vorgemerkt. gewähre ich von heute aß öis 1. Januar auf alle Artikel. Carl Frensdorf. Herreu- uud Knaben -Konfektion, Bahnhofstrasse. Ecke der Neustadt. Waschmangeln Wringmaschinen Fleischhackmaschinen Messer- und (hbel- Putzmaschinen Reibmaschinen Buttermaschinen Haushaltungswaagen Pressen far Karlollein und Aepiel Kaffeemühlen Wärmflaschen 8047 Brotkapseln sowie sämtliche Haue- und Küchengeräte empfiebltzu billigsten Preisen Wilhelm Orbig Schulstrasse 10. fhUlf-OHlltdlc Kaufe stets 8142 Kinhemtblbüchfen K, unbrauchbar gewordene Gummisauger nicht unter 50 Gramm, nicht unter 5 Stück. Otto Schaaf, Seltersweg 39. Zu kaufe» gesucht: tifieyer’s Konversations-Lexikon, 5. Auf). I. Ricker'sche Univers.-Buchh. Sudanlage 5. 8200 Bn u er m i eten ■ \-zr- . Vi•'< .;•<;; ' 8194] Ludwigstraße 10 eine schöne geräumige 6 - Zimmer- wohnung mit allem Zubehör zu vermieten. Näh. Ludwigslr. 8, I. 05037) Bismarckstr atze 32, Eckhaus, Beletage, 6 Zimmer mit Zubehör, Gas, Bleichplatz und Gartenanteil, zum 1. 2lpril 1902 zu verm. Näh. daselbst u. Stiegel» pfad 41 (Oberh. Werkstatt). cyn den Neubauten am Brand- -V Platz Nr. 14 und 15 sind mehrere 4- und 5-Zimmer- Wohnungen und Bad perl.April event. auch früher zu vermieten. Näh. Airaukfurterstraße 29. [7478 7874) Landgrafenstraße 3 drei 5 - Zimmerwohnungen, 1. u. 3. Stock, und Mansarde sofort oder per 1. April zu vermieten. H. W. Rinn, Heuchelheim. KrankfurterstraßcS (Neubau) 5-Zimmer-Wohnuug mit Zubehör per sofort oder später zu vermieten._________________6585 7875) Die seit Jahren von Herrn Direktor Hinz bewohnte Wohnung, Gartenstraße Nr. 30, 9 Zimmer, Veranda und sonst. Zubehör, per 1. April 1902 zu vermieten. Näheres auch bei Herrn Klees, Südanlage. '^chön möbü Zinuner, a. Wunsch ^init Klavier. Bismarckstr. 17,pt. Minna Sttidkrath 8215 Die Beerdigung findet Mittwoch den 18. Dezember, nachmittags l/z2 Uhr, vom Sterbehause, Löberstraße 14, aus statt. 8214 tiefgefühlten Dank 8206 liefern billigst 7842 (D'Cravatten ochöfen Füllöfen Herde für Landwirte Paul Stückrath. Otto Binzer. Wilhelm Binzer. Louis Roth. Emy Gistmann, geb. Hechler. Paul Hechler. Ludwig Stückrath. Marie Wislicenus, geb. Stückrath. Friedenau bei Berlin, den 11. Dezember 190L Heute entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere innig geliebte Gattin, Schwester, Nichte, Tante und Schwägerin Frau geb. Binzer im fast vollendeten 60. Lebensjahre. Ph. Scheid. Familie Erckmann. Gießen, den 20. Dezember 1901. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Peter Bingei. Gießen, Bockenheim, Idstein, 16. Dezbr. 1901. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Krankheit und dem Hinscheiden unserer innigst geliebten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, insbesondere auch Herrn Pfarrer Dr. Naumann für die trostreichen Worte am Grabe sagt innigsten, ftrtltiM* bewährt sich nun« ZUljkk mehr Retter* Haarwasser (München) slaatl. geprüft u. begutachte?. Z. h. um 40 H und 1,10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstr. 26. Todes-Anzerge. Statt b esouderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute Tante und Großtante Jshannette Schelt» geb. Ockel gestern abend 9 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden im 82. Lebensjahre zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 8^ Rappe-dE kräftia, 1,75 gr., 117, I., gesund u. fehlerfrei, lammfromm, geritten, ein- und zweispän. gef., billig zu verk. Südanlage 16, I. s8203 Mandeln große, ganz und gerieben SüselWkcrile, Srangtaf, Kitronat, zeiiistcs Kollftktmchl in 5 und 2 Pfd.-Paketen, sowie alle übrigen BackartikeB nur prima und biQigft Ferner empfehle meine bekannten Rhein- und Moselweine zu billigsten Preisen. Prompte Zusendung ins Haus. Johann Seibel, Ludwigsplatz. 7940 Arm- 8,21 Wä$clic empfiehlt billigst H. Tichy, Seltersweg 43. Moltkestratze 8 8212 sofort oder 1. April preiswert unter güust. Bedingungen zu verk. 05033] Sch. Foxterrier, 3>/2Mon. att, zu verlaufen. Goethesri. 33. 05013] Photogr. Apparat bill. zu verk. H. Förster, Seltersweg 62. 2 gespielte Violinen billig zu verkaufen. Goethestr. 46, H. 8170] Gute Harzer Kauarieu- säuger verkauft Frau Ernst Koch Wwe., Diezstraße 7, 11. Christbäume ■ht großer Auswahl. Tägl. frische Sendung am Seltersthor und im Kaisergartem [05031] Böckuer. Aechten Bikbeter Getreidr-KWMkl ^empfiehlt 8027 Ludw. Loth, Wallthorstr. 23. Lang & Wiederstein / Marktstrasse r In to- o. Porzellan A Die Ntzlichßko Mchilchts Geslhenlik. Singer Nähmaschinen Singer Nähmaschinen Singer Nähmaschinen Singer Nähmaschinen Singer Nähmaschinen von Stickseide in großer Farbenauswahl. sind mustergültig in Konstricktton und Ausführung, sind unentbehrlich für Hausgebrauch und Gewerbe, sind die meistverbretteten in Fabrikbetri eben. sind unübertroffen in Leistungsfähigkeit und Dauer. sind vorzüglich geeignet für die moderne Kunststickerei. Unentgeltliche Unterrichtskurse in allen häuslichen Näharbeiten, wie in moderner Kunststickerei. Lager Elektromotoren für einzelne Maschinen zum Hausgebrauch. * Wett-Ausstellung Paris 1900 „Grand Prix66 Höchste Auszeichnung! Oie Singer* Mähmaschinen find nmstergittig in Konstruktion, Leichter Handhabung, Schönheit des Stiches, sowie größter Dauer, wie unsere Konkurrenz dadurch anerkennt, daß fie dieselben bis aus den heutigen Tag nachbaut. An dieser Thatsache können auch die eifrigsten Bemühungen, die Singer Maschinen herabzusetzen, nichts ändern. Nur das Gute wird nachgemacht! Singer (So. Mähmaschinen Mt. (M., Rathausmarkt 36 Frühere Firma: G. Neidlinger. 8202 —........... na ..................... 8132] Kl., eins. möbl. Zimmer zu vermieten. Frankfurterstr. 41. 76071 Unmöbl. Parterrezimnrer, in nächster Nähe der Bahn, zu vermieten. Frankfurterstr. 86. MietgelnUs *05034] Leere Wohnmrg von 2—S Zimm, Küche u. Zub., straßenw^ pari. ob. 1. Etage, in der Nahe bei alt. Klinik geL, wird z. 1. Januar gesucht. Gest. Off. mit Preisana hauptpostl. Cöln a. Rh. u. C. B 8213) Aelteres, besseres Mad> cheu, welches auch etwas kochen kann, sofort zu einer älteren Dame gesucht. lÄute Behandlung. Näheres Wallthorstraße 71, III. 05040) Wegen Erkrankung meiner Köchin suche auf 1. Jan. tücht. gut empfahl. Mädchen, das felb- ständ. kochen kann. Frau Marie Schivan, Seltersweg 64, I. 05010] Ein reinliches Mädchen, w. zu Hause schlaf, k., w. tagsüb. gehicht. Großer Steinweg 13. .-»Llioiort in jeder Höhe auf 1241111 Schuldsch.Mechs., Polic. MWWWV E. Marlier, Nürnberg 53. 8000 Mark gegen 5 Prozent Zinsen zur zweiten Stelle hinter 39 000 Mark ans gutes Objett, daS mit 65 000 Mark ortsgerichtlich taxiert ist nnd 4000 Ml. Micthe bringt, gesucht. Offert, unter