Ulf •ilei) 'S le Nr. 165 Zweites Blatt. Mittwoch 17. Juli 1801 151. Jahrgang. mtb teuqnwft vttrtdw* »12.20, moMtl. 75»? mitBrmgettviu'; du-chU Adresse für Depesche«; Anzeiger Sietze«. Fernsprechanschluß Nr.GU. Bei PsÄxjUtz viertelMM Mk. 2.00 otynt BrsteS^K 1to< a«t«tgen:BenRttttae*fc »es In- und »H«ee6f ndnnen Anzeigen für ba» •tefcentr Anzeiger tntfwe. 8etlent>re48 .• lokal li ych. tu8»ärt8 SO P4>. GietzenerAnzeiaer w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen g£«4*w f ewtfu*. ®Wk wwbe* bew An. SÄawtar" w* „Witter S»^K. VEO.de- Mer. Of WNchsWMch dechöegt. »■■iUi Ma e * e< n • tei^ton*ege Mk x« SR»*. «44 tchhetneaXn MP—m » nwi. ie Mr fHtefttn« «06 4955 rtzt. Hkl Lßchl chrkad'Nt-arswr Stelle sucht, tittlanat ^ncSatanjen-fiifle'. 10 K1W7«.- ", S-ub-^ "SW- !rm8«'$!l,S<»6= SSä ZW WZ- im Laden. wKÄ f' ober A,deich, »er angesehenen Der« tsellschaft als ^Vertreter m, 30 big 40 Orte Bezirk). Die nötigen st find leicht zu er> 116 Gehalt u. 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Der Fremde wurde an Vielen Schaufenstern überrascht mit folgender Bekanntmach^ ung in großen Lettern: „Die heute von der Rhein- und Ruhrzeitung gebrachte sensationelle Nachricht von der Er- imordung des deutschen Kaisers ist in allen Teilen erfunden!" Wenn doch überall die Enten so schnell «b-geschlachtet würden, wie hier in Duisburg! Dasselbe Gerücht war auch in Essen verbreitet. Es vnrd behauptet, von Belgien aus sei die Nachricht verbreitet worden, der Kaiser sei auf seiner Nordlandfahrt Von einem Matrosen ermordet worden. Welchen Untergrund diese Gerüchte haben, ob sie auf Geschwätzigkeit beruhen, ob sie vielleicht politische oder finanzielle Motive haben, ist unbekannt. Von der Parade auf dem großen Sande bei Mainz, die am 14. August stattfinden soll, wurde neuerdings wieder gemeldet, daß der deutsche Kaiser, der Kaiser von Rußland und der Groß her zog von Hessen daran teilnehmen werden. In der letzten Nachricht schreibt der „M. 93.": Daß der deutsche Kaiser am 14. August auf dem großen Sand bei Mainz eine Truppenschau abhalten und hieran, der König von England teil- nehmen wird, Haben wir bereits vor Monaten mitteilen können, denn es wurde offiziell bekannt gegeben. Neuerdings hat nunmehr aber in den Zeitungen das voriges Jahr in Paris so beliebt gewordene Spiel begonnen: „Der 'Zar kommt, der Zar kommt nicht." Unmöglich ist es ja nicht, daß der Zar ebenfalls an der Parade teilnimmt, aber an keiner offiziellen Stelle ist bis jetzt etwas darüber be- -kannt, und so lange dies nicht der Fall ist, beruhen sämtliche hierüber gebrachten Mitteilungen auf reiner Phantasie. — Andererseits wird auf Grund zuverlässiger Informationen mitgeteilt, daß König Eduard erst gegen Ende August nach Deutschland kommen wird, und die Reise-Dis- positioneu des Zaren überhaupt noch nicht endgiltig feststehen. Keinesfalls aber wird Kaiser Nikolaus vor Anfang September zum Besuch seiner hessischen Verwandten auf Schloß Wolfsgarten eintreffen. — Andere Blätter melden, König Eduard werde bereits am 30. Juli in Hornburg eintreffen, und in Ritters Parkhotel Wohnung nehmen. — ferner berichtet „Standard" aus Berlin: Es sei nicht sicher, aber wahrscheinlich, daß die drei Souveräne von ihren leitenden Ministern begleitet werden. König Eduard wird wahrscheinlich seinen Aufenthalt in Deutschland zu einem kurzen Besuch bei Kaiser Franz Josef benutzen, den er seit seiner Thronbesteigung nicht gesehen hat. Auf der Rückreise des Zaren nach Rußland werde eine Zusammenkunft zwischen ihm und Kaiser Franz Josef stattfinden. Tie ganze Ankündigung wird von Wiener Blättern als ein Ereignis von besonderer politischjer Tragweite, als eminentes Friedenssymptom aufgefaßt. Der Wetterwinkel der internationalen Politik sei dort, wo die Interessen Englands und Rußlands aneinander stoßen. Nun lasse sich aus der Begegnung der.Herrscher Rußlands und Englands bei der Mainzer Truppenschau allerdings nicht folgern, daß England und Rußland aufhören könnten, die großen Antagonisten zu sein, die sie seit einem Jahrhundert sind. Aber es sei allerdings daraus zu schließen, daß die Schärfe des russisch-englischen Gegensatzes im Begriffe ist, von einer Milderung abgelöst zu werden, bei welcher Deutschland nach dem Muster Bismarck's die Rolle des „ehrlichen Maklers" prästiert. Wenn akute Gegensätze zwischen zwei große Reichen bestehen, so ist eine persönliche Begegnung ihrer Herrscher ausgeschlossen, und wenn solche Gegensätze bestanden haben, so ist die Begegnung ein deutliches Zeichen, daß das akute Stadium überwunden ist. Die unglückselige Affaire Weiland kam am Samstag in Bremen in einer Versammlung der Vorstände sämtlicher hortigen Kriegervereine zur Sprache. Scharf kritisiert wurden die bekannten Aeußerungen des Vorsitzenden des deutschen Kriegerbundes Generals v. Spitz. Die Besprechung der unerquicklichen Angelegenheit fand in einer allseitig unterstützten Resolution Ausdruck, in der es, wie die „Wes. Ztg." mit- teilt, heißt: „Die Vorstände der sämtlichen Bremer Krtegervereme weisen mit Entrüstung die Auslegung des „sogen. Bremer Attentats" seitens des Herrn General v. Spitz zurück, wie auch die von dem genannten Herrn beliebte Beurteilung der Haltung unserer (gesinnungslosen") Presse zu diesem. Die Vorstände sind im Gegenteil der Presse lebhaften Dank schuldig für ihr Bemühen, der Aufbauschung des von allen Deutschen be- Llagten Vorfalls entgegenzutreten und stehen nicht an zu erklären, daß unsere Presse sich hierdurch mindestens verdienter gemacht hat, wie die des .Herrn v. Spitz im gegenteiligen Sinne. Die bremischen Kriegervereine und die Bremer Bürgerschaft wissen sich mit dem Kaiser eins in dem Gedanken, daß, nachdem das Reichsgericht und die berufensten ärztlichen Autoritäten ihr auf Unzurechnungsfähtakeit lautendes Urteil abgegeben, der Vorfall ein für manchen möglicherweise nicht willkommenes Ende gefunden hat und somit an Bremen kein Makel mehr haftet. Dieser Ansicht sollte sich doch auch Herr v. Spitz anschliehen, wenn er nicht will, daß die Verhetzung der Massen, deren er eine gewisse Presse zeiht, durch sein Auftreten in Kreise getragen wird, die, Vaterlands- und königstreu bis zum letzten Atemzuge, nur den Fehler haben, daß sie sich keine andere Meinung aufzwingen lassen." Sehr richtig bemerkt dazu die „Nat. Ztg.-: Eine so scharfe Sprache dürfte in den Kriegervereinen gegen den Verbandsvorsitzenden noch nie geführt worden sein. Hoffentlich ziehen diejenigen, die sich in der politischen Ausbeutung des traurigen Vorkommnisses trotz aller ärztlichen Gutachten und trotz der Entscheidung des Reichsgerichts nicht genug thun können, aus diesem Protest die nötigen Lehren. _________ Die Blätter brachten dieser Tage in ihrem Handelsteil ein Telegramm, dessen Inhalt auch in den der Politik gewidmeten Spalten ein Wort verdient. Es war aus Frankfurt a. M. datiert und meldete, daß das Bankhaus« M. 2L v. Rothschild in Liquidat ion getreten sei, und daß als Liquidatoren Lord Rothschild in London und Baron Edmund Rothschild fungieren würden. Auf den ersten Blick will es scheinen, als ob über dieses Ereignis, das übrigens schon angekündigt war, sich nichts sagen ließe. Das Frankfurter Haus Rothschild ist im Mannesstamm ausgestorben, und man wird bei uns nicht die Romantik voraussetzen, die sich über das Verschwinden eines, immerhin älteren, deutschen Adelsgeschlechtes nicht zu trösten vermag. Aber das Aufhören des Frankfurter Bankhauses wird ein ungeheures Vermögen ins Ausland gehen lassen — der zuletzt verstorbene Freiherr v. Rothschild zahlte in Preußen die höchste Vermögenssteuer, wenn auch nicht, er war kein Geschäftsmann, Einkommensteuer. Daß dieser Verlust an deutschem Nationalvermögen eintreten wird, dafür bürgt die Eigenart der Frankfurter Familie Rothschild, deren Mitglieder niemals von starken nationalen Beklemmungen heimgesücht waren. Die Familie hat sogar noch bei Lebzeiten des letzten Rothschild, vor etwa sieben Jahren, feinen Anstand genommen, ihren wunderbaren Silberschatz nach Paris wandern zu lassen. Er umfaßte die herrlichsten Kleinodien alter deutscher Edelschmiedekunst, darunter den berühmten Jamnitzey-Pokal, den man für so köstlich hielt, daß man ihn, als er noch int Germanischen Museum in Nürnberg ausgestellt war, allabendlich zur volkommenen Sicherung in den Bärenzwinger des Museums versenkte. Rothschild kaufte das unschätzbare Kunstwerk, das im Privatbesitz gewesen, und alsbald war es mit den anderen Kostbarkeiten in der französischen Hauptstadt. Nun wird die Mehrheit der Millionen teils nachfolgen, teils nach London fließen, vielleicht auch nach 1 Wien. Niemand wird wünschen, daß Handhaben geschaffen würden, derartiges hintanzuhalten. Aber bedauern darf man den Entgang um so mehr, als die Frankfurter Familie eben nur im Mannesstamme ausgestorben ist. So viel steht fest: In Paris und London würde man gegebenenfalles triftige Ursache zu haben glauben, zu vermeiden, was jetzt in Frankfurt begonnen wird. E»glä«der ««d Bure«. e Ein gestriges Telegramm meldete, die Regierung des Freistaates sei gefangen genommen worden. Das ist wieder einmal, wenn überhaupt etwas an der ganzen Sache wahr ist, eine der bekannten großen englischen Uebertreibungen. Solange Stejin und Dewet nicht gefangen sind — und daran ist nicht zu denken —, kann von einer Gefangennahme der Regierung des Freistaates keine Rede sein. Aus Graafreinet meldet ein Telegramm vom 14. d. M.: Der Angriff von vier Kolonnen auf das Lager der Buren war schon seit 14 Tagen geplant, Die Kolonnen machten Scheinbewegungen nach verschiedenen Richtungen bis zum entscheidenden Augenblick, wo Oberst Scobell, der den Angriff leitete, berittene Kaptruppen entsandte und ihnen den Befehl erteilte, die feindliche Stellung von Osten her anzugreifen, während er selbst mit Lanzenreitern und Aeomanry die Stellung im Westen umzingelte. Scheepers entkam auf Eilmärschen mit dem Haupttruppenkörper; Scobell erbeutete das Lager der Buren mit 56 Pferden, 25 Gewehren, Munition und Vorräten und nahm 25 Mann gefangen; die Engländer hatten keine Verluste. Wie sich herausstellte, sind fast alle Gefangenen Kaprebellen. Scheepers Adjutant Lilienberg und Leutnant Lay befinden sich unter den Gefangenen. Für eine seit 14 Tagen geplante umfassende Operation, die sogar zur Umzingelung des Burenlagers führt, ist der Erfolg sehr mäßig. Die „Eilmärsche" Scheepers deuten auch an, daß die Einschließung nicht gelungen ist. General Kitchener telegraphiert aus Pretoria: Seit dem 8. d. Mts. sind von den verschiedenen englischen Truppenabteilungen 32 Buren getötet, 34 verwundet und 307 gefangen genommen worden; 140 Buren haben sich ergeben. Erbeutet wurden 218 Gewehre, 15 870 Patronen, 445 Wagen, 4825 Pferde und viel Vieh. e * Telegramme des Gießener Anzeigers. Loudon, 16. Juli. Nach einer Depesche der „Daily News" aus Bloemfontein vom 15. ds. Mts. ist eine Abteilung der südafrikanischen Polizeitruppe am 10. d. Mts. südlich von Bloemfontein vom Feinde beinahe umzingelt worden. Es fand ein heftiger Kampf statt, wobei beide Parteien mehrfache Verluste erlitten. Nur durch geschickte Bewegungen gelang es den Engländern, sich aus der schwierigen Stellung frei zu machen. Kapstadt, 16. Juli. Sir Gordon Sprigg, der Premierminister, hielt gestern hier eine Rede über die politische Lage, und wies darauf hin, daß die südafrikanische Föderation durch eine allmähliche Entwickelung erreicht werden müsse. Um diese zu beschleunigen, beabsichtige die verantwortliche Regierung, ein umfangreiches System der Einwanderung loyaler Staatsangehöriger aus England und dem übrigen britischen Reiche nach Transvaal und dem Oranjestaat zu fördern. Die gegenwärtige Lage in der Kapkolonie ist günstiger denn je seit Beginn des Krieges. Zwischen Kitchener und dem Kapmivisterium sind Verhandlungen im Gange, welche, wie man hoffe, dazu führen würden, die Beendigung des Krieges zu beschleunigen. Die Finanzlage der Kolonie sei befriedigend. Die Einnahmen gingen über den Budget- Voranschlag hinaus. Es fei beabsichtigt, gegen Ende des laufenden Jahres eine Zollkonferenz für ganz Südafrika ein- zuberufen, um die Aufstellung eines einheitlichen Tarifs für Südafrika zu erstreben. Deutsches Keich. Berlin, 15. Juli. Aus Bergen wird gemeldet: Ter Kaiser nahm heute vormittag, da auf der „Hohenzollcm" Kohlen genommen wurden, auf der „Niobe" Vorträge entgegen und begab sich mit einem Teil der Umgebung um 12 einhalb Uhr zum Frühstück nach der Villa des Konsuls Mohr. Rückkehr 4 einhalb Uhr. — Die „Germ." veröffentlicht die Einladung zur 48. General-Versammlung der Katholiken Deutschlands in Osnabrück. In dem Schriftstücke, das von dem. Osnabrücker Ortsausschüsse unterzeichnet worden ist, heißt es: — In den Tagen vom 25. bis 29. August d. I. hat Osnabrück, die älteste Bischofsstadt des Sachisenlandes, die Ehre, die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in ihren Mauern beherbergen zu dürfen. Mehr als ein halbes Jahrhundert ist verflossen, seitdem diese großartige Kundgebung katholischen Geistes und Wirkens im goldenen Mainz ins Leben trat . . . Wir sind uns dabei wohl bewußt, daß wir vor einer schweren, unsere Kraft fast übersteigenden Aufgabe stehen. Wir vertrauen aber dem echt katholischen Sinn der Einwohner unserer Diärese und der Nordischen Missionen. Wir hoffen auf den gut katholischen Geist unserer Landbevölkerung, welche ohne Zweifel in Scharen herbeieilen wird. Wir erwarten von den uns stammverwandten Söhnen der roten Erde, daß sie uns in altwestfälischer Treue durch ihr zahlreiches Erscheinen zu Hilfe kommen werden. Wir setzen endlich unsere Zuversicht auf das ganze katholische Deutschland, welches uns in diesen Tagen viele seiner besten Söhne senden wird. Sodann erinnert der Aufruf an die geschichtliche Bedeutung Osnabrücks: Zählt doch die alte Sachsenstadt der Jahre schon über elfhundert, und darf sie ihren Ursprung auf den großen Kaiser Karl zurückführen. Schwere Stürme, die im Laufe der Zeiten über unser Gemeinwesen hereinbrachen, sind siegreich überwunden, und hat Osnabrück namentlid)« in den letzten drei Jahrzehnten einen glänzenden Aufschwung genommen. Große Männer, deren Namen zu den ersten in Deutschland zählen, lebten und wirken am Strande der Hase. Vor allem aber dürfen wir jenes bedeutenden Mannes nicht vergessen, dessen Wiege in der Nähe Osnabrücks stand, und der seine Werdejahre in unserer Stadt verbrachte: Ludwig Windthorft. An dem Feste des hl. Ludwig beginnt die Generalversammlung. Möge dieser Umstand für den Verlauf des Ganzen von guter Vorbedeutung sein! Osnabrück ist durch den denkwürdigsten aller Friedensschlüsse als Stadt des Friedens vor der ganzen Welt gekennzeichnet. Tie Einladung versichert, daß im Geiste des Friedens die Versammlung in Osnabrück tagen werde. — Von einschneidender Wirkung dürfte eine Verordnung werden, die als sicher bevorstehend soeben in Anwalts- kreisen eifrig besprochen wird. Es handelt sich« darum, daß den Notaren fortan ein höheres Einkommen als 100 000 Mark nicht zugebilligt werden soll. Vielmehr sollen sie verpflichtet sein, die gesamte Einnahme über 100 000 Mark an den Staat abzuliefern und erhalten hiervon nur eine Tantieme. Das Recht zu einer so gewaltsamen Maßregel wird daraus hergeleitet, daß das Notariat ein vom Staat verliehenes Amt ist, dessen Einkünfte, wenn sie eine gewisse Höchstgrenze überschreiten, auch „staatsangehörig" sind. (Oder sollte das Ganze nur die Hundstagsblüte eines finbigen Kopfes sein? D. Red.) Bremerhaven, 15. Juli. Heute vormittag gingen mit dem Lloyddampfer „Wittekind" 600 Mann als Ablösung für das 1. Ostasiatische Regiment, sowie kleine Abteilungen Artillerie und Pioniere ab. Homburg, 15. Juli. Heute fand im hiesigen Schlosse die Taufe der Zwillings söhne des hessischen Prinzen Paares statt. Dieselbe ging wegen Krankheit der Kaiserin Friedrich im engsten Familienkreise vor such. Die Taufe wurde vom Pfarrer Eck aus Offenbach vollzogen. Anwesend waren nur die Landgräfin von Hessen und das griechische Kronprinzenpaar. Die jungen ?ßrtn$en erhielten die Namen Richard Wilhelm Leopold und Ohrfftof Lrnft August. — Der Kaiser wird kurz nach seiner Heimkehr von der Nordlandreise, die am 10. August beendet sein dürfte, hier erwartet. Ausland. Salzburg, 15. Juli. Vor der Feier der Enthüllung des Standbildes der Kaiserin Elisabeth fanden im Resideuzschloß Empfänge durch den Kaffer statt. Als der Kaiser Franz Josef mit dem Prinzen Leopold von Bauern auf dem Festplatz eintraf, richtete der Erzherzog; Ludwig Viktor eine Ansprache an den Kaiser, in der er des ersten Besuches der Kaiserin in Salzburg auf der Verlobungsfahrt und ihres letzten Aufenthaltes daselbst gedachte. Der Kaiser erwiderte, und gab seinem Tanke solvie der Ueberzeugung Ausdruck, daß das hehre Andenken der Verewigten in aller Zukunft fortleben werde, ebenso wie die Liebe, welche ihn, den Kaiser mit seinen treuen Völkern verbinde. Belgrad, 15. Juli. Die „Male Novrne" meldet aus Sofia von einem Attentat gegen den Fürsten Ferdinand in Varna. Als er zum Empfange des Großsttrsten Alexander Michailowitsch zum Hafen gefahren, sei dicht vor 18 408, 19 449, 43 899, 44 700. (Ohne Gewähr.) und ihrer Familien, von denen über 200 den Märtyrertod 24 192, 27 475, 37 096, 37 875, 42 289, 42 996, 1. Kranz mit Schlctfe und Ehrentafel: 1. Mtv. Wiesbaden 42,9 Punkte, 2. Ta. Offenbach 41,8, 3 To. Schwanheim 40,9, 4 Tv. Bruchköpel 40 5, 5. Tv. Nmwteb 40,4, 6. Tgs. Hanau 40,4, 7. Tv. Wiesbaden 40,2, 8. Tv. Wetzlar 30,1, 9. Tg. Hanau 40, 10. Tv. Erbenh,tm 39,9, 11. Tgs. Wiesbaden 39,8, 12. Tv. Mainz 39,4, 13. Tv. Homburg 39,3, 14. Tg. Koblenz 39,1, 15. Tg. Bornheim 39, 16. To. „Vorwärts" Bockenheim 38.9, 17. Tv. Bterstadt 38,8, 18. Mtv. Saarvrückcn-St. Johann 38,4, 19. To. Amöneburg 38 2, 20. Tv. Offenbach 38, 21. Tv. Worms 37,9, 22. Tg. Beffuvgm 37,T, 23. Tg Frankfurt 37,5, 24. Tv. Limburg 37,5, 25. Tv. Aschaffenburg 37,4, Der Gießener Pfunden haben, erregte Entsetzen und allgemeine Teilnahme. . . >Dte Schlußansprache hielt Pfarrer Stock aus Oberbreidev wiesen worden. S. D a r m st a d t, 15. Juli. Bei dem gestrigen Fahnen- weihsest des Kriegervereins Wembach i. £•, an dem gegen 32 Kriegervereine teilnahmen, hat sich ein peinlicher Zwischenfall ereignet, indem nach der Festrede des Bezrrrs- vorsitzenden, gerade bei dem feierlichen Akte der Ueber- reichung der neuen Fahne an den Fahnenträger, der Schaft der Fahne mitten entzwei brach, sodaß, die Fuhne zur Erde fiel. Es entstand große Aufregung, zumal sich herausstellte, daß, die gebrochene Stelle sehr schadhaft war. u- Offenbach, 15. Juli. Das Mittelrheinische Jubiläums-KreiSturnfest nahm am Samstagabend, legünstigt von dem herrlichsten Wetter, seinen Anfang. Das Fest wurde mit ernster turnerischer Arbeit eröffnet, nämlich )er ersten Kampsrichter-Sitzung, die um 5 Uhr nachmittags m der Turnhalle der Turngesellschaft fiattfand. Der KreiS- turnausschuß hatte die Vorbereitungen so gut getroffen, daß die Sitzung nicht allzuviel Zeit in Anspruch nahm und die Kampfcichterzvollzählich an der Eröffnungsfeier teilnehmen konnten. Nachdem Oberbürgermeister Brink den Turnern den Willkommengruß der Stadt und der Turnerschaft Offenbachs überbracht hatte, ergriff im Auftrag der hessischen Staatsregierung Kreisrat v. Hombergk zu Vach das Wort, um den Turnern des Willkommengruß des hessischen Ministeriums zu übermitteln. Die hessische Regierung bringe dem Turnen das wärmste Interesse entgegen, vor allem durch seine nachdrückliche Förderung in den Schulen. Er überreichte sodann dem Vorsitzenden des Offenbacher Turnvereins, Reallehrer Ludwig Stahl, als Anerkennung das Silberne Kreuz des Ordens Philipps des Großmütigen. Diese Auszeichnung gelte aber nicht nur dem Manne, sondern auch der Sache, und so glaube er allen Turnern aus der Seele zu sprechen, wenn er in ihrem Namen dem Großherzog das Gelübde der Ergebenheit und Treue erneuere durch den Ruf: Sr. König!. Hoheit dem Großherzog „Gut Heil!" Brausender Jubel folgte diesen Worten. Reallehrer Stahl dankte für die Auszeichnung mit warmen Worten. Den gesanglichen Teil bestritten die Offenbacher Turnersänger. Die sich anschließenden Aufführungen der Offenbacher Turner waren von großer Wirkung, hauptsächlich infolge der großen Teil- nehmerzahl, dann aber auch in Bezug auf exakte Ausführung. Zunächst stellten 96 Turner der Turugesellschaft Pyramiden gleichzeitig an Schaukelringen, Leitern und auf einer Dreh- cheibe. Durchaus vollendet war der Fahnenreigen, von 32 Turnern der Turugemeinde und prächtig die Marmor- gruppen des Turnvereins. Sonntagvormitlag 10J/2 Uhr begann die Ausstellung des Festzuges am Mainkai, kurz nach 11 Uhr setzte sich derselbe in Bewegung. Ec zählte 242 Nummern, darunter Festwagen und Gruppen der Radfahrer, Schützen, Ruderer, Oekonomen, Metzger, Bäcker rc., die teilweise wundervoll waren. Den Glanzpunkt aber bildeten die 150 reizvoll gekleideten Trommlerknaben von 6 Jahren an, die wacker in Schritt und Tritt mitmarschierten. Schon um 7 Uhr vormittags begann das VereiuS-Wettturuerr und dauerte bis 7 Uhr abends. Sämtliche beteiligte Riegen erhielten Auszeichnungen. Nachmittags um 4 Uhr begann der Aufmarsch der Turner in acht Säulen von Viererreihen, an dem sich 906 Mann beteiligten. Die Gesamtwirkung der darauf folgenden Stabübungeu unter Leitung des Kreis- turnwartS Fritz Heid ecke r-WieSbaden und deffen Stellvertreters A. Münch-Hachenburg war eine gute. Die bisherigen Crgebniffe bei den Wettspielen find folgende: Faustball: Turnverein Homburg siegte gegen Turngemeinde Hanau mit 33 zu 31 Punkten und gegen den Turnverein Mainz mit 30 zu 24 Punkten. In den Vorkämpfen: Turnverein Mainz gegen Turnverein Offenbach mit 33 zu 26 Punkten. Turngemeinde Worms gegen Turngemeinde Hanau II mit 26 zu 16 Punkten. Turugemeinde Frankfurt und Turnverein „VorwärtS"-Bockeuheim blieben sich gleich mit 24 zu 24 Punkten. Zur Entscheidung kommen noch Spiele zwischen a) Turnverein Offenbach II gegen Akademischer Turnverein Darmstadt, b) Turnverein Mainz II gegen Turnverein Homburg II, c) Turugemeinde Darmstadt gegen Turnverein Frankfurt. Engere Entscheidung: Turngemeinde WormS gegen Sieger unter a, Turugemeinde Frankfurt gegen Sieger unter b und Turnverein „Vorwärts-- Bockenheim gegen Sieger unter c. Diese Spiele nehmen am Montag, nachmittag- 4 Uhr, ihren Anfang, ferner noch Schleuderball, Fußball uud Schlagball. Im Tamburinballspiel siegten die Turnerinnen des Turnvereins Sachsenhausen gegen die Turoerinnen de- Turnvereins Biebrich mit 54 zu 53 Punkten. In den Vorkämpfen: Turnverein Biebrich gegen Turngesellschaft Darmstadt mit 175 zu 174 Punkten und Turnverein „Vorwärts- Bockenheim gegen Turnverein Biebrich mit 175 zu 132 Punkten. Die Crgebniffe des BereinS-WettturuenS find folgende: Leser, indem er uns einen umfangreichen Briefwechsel vorlegt, den hier wiederzugeben zu weit führen würde Wir, - - , - , geben aber der Hoffnung Ausdruck, daß die 6ered)tiatcnMu bcn grauenvollen Vorgängen daselbst gewesen fei. Seine Klagen an zuständiger Stelle ein offenes Ohr finden werden S^lderung der Gefahren und Leiden einzelner Mtsfionare und den Uebelständen abgeholfen wird. «nm«.» onn *»— fflMrttwwtnh (?) Großen-Linden, 14. Juli. 1 Zweigverein der Gustav Adolf-Stiftunq feierte heute hier sein Jahresfest. Nachmittags 3 Uhr wurde in der hiesigen Kirche ein Festgottesdienst abgehalten. Ter ♦* Ernennung. Der Großherzog hat den Hilfs- gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Michelstadt Wilhelm Krieb zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Bingen und den Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Darmstadt II Karl Reitz zum Gerichtsschreiber bei dem AmtsAus Stadt und Land. Nachrichten von allgemeinem Jntereffe sind uns stets w ommen uno werden ang,mesl«N honoriert. •• Hessische L-ndesloü-rie. In der heutigen Ziehung fiel 1 Gewinn 4 200 000 Mk. auf Nr. 26 646 (Mainz). -24 10000 Mk. aus Nr. 2613 cMamz), 28 690 (Go-ffen heim). - 1 4 5000 MI. aus Nr. 42 523. - 7 4 3000 SD?!, aus Nr. 9005, 13 792, 20 481, 24 330 31 723, 35 601, 36 713 __ 15 ä 2000 Mk. auf Nr. 1294, 2003, 50 <3, 587« 6173 6295 13 482, 13 928, 15 908, 23 019, 23 686 ^089 40 K 42 522. - 30 4 1000 Mk. aus Nc 149 1057 1162, 2550, 3649, 5482, 6043, 7694, 13 053 15 556 16 021, 18 577, 20127, 20155, 21 251, 25 164 25 436 28 740, 31 188, 32 672, 35 301, 37 835, 39 039 40 591' 41 197, 41 334, 44 434, 42 704, 43 503, 43 904 — 42 ä 500 Mk. auf Nr. 670, 1648, 2021, 6403, 6667 7648 7717, 8959, 10 156, 10 541, 13 324, 14 020, 14 167 14 663, 15 939, 16076, 17 244, 10 in/MO 19 606' 19 988, 20 442, 20 904, 21 344, 28 035, 31 107, 34 152, 34 211, 34 567, 38 220, 41 105, 41 545, 41 863, 42 152, c Butzbach, 15. Juli. Vom 18.-25. Juli findet zwischen der 21. und 25. Division eine größere Hebung in der Nmaeaend statt. An derselben nehmen sämtliche Re- oimenter der beiden Divisionen teil. Tas Oberkommando liegt in den Händen des Kommandeurs der 21. Divifwn, Generalleutnants v. Deines. Tie Truppen beziehen kerne Quartiere, sondern biwakieren. Am 18. und 19. befindet sich das Hauptquartier in Friedberg, voms20. ab iu Butzbach. e. Bad-Nauheim, 15. Juli. Der „Gieß. Anz.' brachte schpn im zweiten Blatt der Nr. 158 die Mitteilung, daß in Bad-Nauheim beim Gemeinderat ein Antrag aus Einführung der Städte-Ordnung gestellt worden sei. Wer den Werdegang Bad-Nauheims kennt, der wird sich sagen müssen, daß unsere Stadt unbedingt eine energische Verwaltungskraft an der Spitze haben muß. Tre jetzige Gemeindeverwaltung hat sich vielen Fragen nicht immer vollkommen gewachsen gezeigt. Gegen die Regierung, die jährlich 112 000 Mark aus den Einnahmen des Bades der Staatskasse zuführt, das meiste Geld davon aber — in Bad-Salzhausen verwendet, um dieses Bad hoch zu bringen, hätte sich die Nauheimer Gemeinde entschieden mehr wehren müssen. Nauheims Badeeinrichtungen sind noch! lange nicht genügend ausgebaut. Auch daß der Staat, trotz der hohen Einnahmen von hier, nichts zu den Kommunallasten bei* 128,50 Mk., welche der Rheinischen Missionsgesellschaft zu- Darms. rdt, 15. Juli. Der Groß Herzog besichtigt am Samstag nachmittag nach. Seenbtgung her Audienzen in Gemeinschaft mit seiner von Wolfvgarten gleichfalls hier eingetrofsenen Gemahlin die Umanderungs- bauten im neuen Palais und nahm dann, einer Einladung des Prinzen Franz Jose f v o n B a t t e n b er g folgend, in dessen Familie, die demnächst eine größere Reife unternehmen wird, den Thee ein. Am Abend.fuhr dann das Fürstenpaar in Begleitung des zu Besuch hier weilenden Prinzen Mirko von Montenegro im Salonwagen nach Wolfsgarten zurück. Am Bormittag hatte der Großherzog einer Truppenbesichtigung auf dem Uebungsplatz beigewohnt. — An Stelle des aus Wolzogens „Buntem! Theater" Differenzen halber ausgeschiedenen Kapellmeisters! Waldemar Wcndland ist der Musikschriftsteller E. O. Nod- nagel in das Ensemble eingetreten. Er wird bis zum Schluß der Touren mit Kapellmeister Oskar Straus den. musikalischen Teil übernehmen. Diese Woche soll das Ensemble wieder auf einige Tage hier eintreffen. — Die Anklage gegen die Bankiers Gebrüder M a r x von hier wegen Betrugs und betrügerischen Bankerotts ist nunmehr dem nächsten Schwurgericht im September zur Aburteilung uber- Festprediger, Pfarrer Schulte aus Beuern, sprach über die Ziele und das segenbringende Wirken des Gustav Adoft- vereins. Auch berührte er kurz die „Los von Rom -Bewegung. Professor Tr. Stamm aus Gießen verlas sodann den Reckenickaklsbericht. Zur Verschönerung des Gottesdienstes trugen nicht wenig der ^ein^inb£ner und der gemischte siirchenchor durch ehre B-rtrage bei. Abends sand eine Nachversammlung in tarn Memiinder- schulgarten statt. Ansprachen hielten hierbei außer dem Atsgeistlichcn Pfarrer Hepding Pfarrer Tr. Grem aus Gießen, der über den schönen Verlauf der tzavptver amm. luug des Gustav Adolf-Vererns in Pfungstadt berichtete. Ferner besprach er die immer mehr um .ich greifende Los von Rom-Bewegung und betonte dap sich derfelben mehr und mehr nicht nur Leute aus den unteren-chichten des Volkes, sondern auch aus den gebildeten Standen an- seinem Gefährt eine Petarde explodiert, ohlic indc. Schaden anzurichten. ____———l__ — geeicht Wöllstein ernannt. •* Botanische Exkursion. Herr Assistent^ Zang unternahm am vergangenen Sonntag mit einigen Studierenden eme botanische Exkursion nach dem Feldberg. ** Jubiläum. In unserer vorigen Nummer teilten wir bereits mit, daß am 15. Juli 25 Jahre verfloften waren, seit Herr Otto Roth die Verlags-Buchhandlung ...... - '. f, ... seines Vaters (Emil Roth) übernommen hat. Dem Jubilar trägt, Ware vielleicht durch! eine schneidigere Verwaltung gingen aus diesem Anlaß zahlreiche Glückwunschschreiben geändert worden. Der erste Punkt der heutigen apagesord- und Telegramme Blumenspenden usw. aus den Kreisen nung des Gemeinderats lautete: „An t r a g des Ge m ern- seiner Mitarbeiter und Geschäftsfteunde zu. Nächst dem deratsmitglieds Muth auf Einfuhr unjg der Geschäftspersonal, das ein prachtvolles Album mit den Städteordnung für Bad-Nauheim." A.er An- M.otoaraphien zahlreicher Freunde und Mitarbeiter des tragsteller begründete semen Antrag: Von der Regierung Verlags überreichte, waren es die Vorstände der verschiie- würden die wichtigsten Angelegenheiten Nauheims emmal denen Buchhändler-Vereinigungen, des Landes-Lehrer- nach der Landgemeindeordnung, ein anderesmal nach der Vereins der Sektion Oberhessen des Teutsch-Oesterr. Alpen- Städteordnung behandelt. Dem jetzigen Bürgermeister seien Vereins' u. a. die ihre Glückwünsche darbrachiten. Tie die Verhältnisse über den Kopf gewachsen, deshalb möchte Firma wurde' im Jahre 1822 durch B. C. Ferber als Sorti- der Antragsteller die Gemeinde in einer Hand wissen, die mentsbuchhandlung gegründet und ging im Jahre 1846 energisch und ohne Parteilichkeit vorgehe; ein Bürger- an Emil Roth aus Weißenburg a. S. über. Ter Uebergang meister, der nach seinen Wählern zu fragen habe, könne von Sortiment zum Verlag erfolgte im Jahre 1860; in das nicht. Die bisherige Verwaltung sei nichtweitblickend, den folgenden Jahren vollzog sich die Verbindung mit es geschehe zu wenig zur Hebung des Bades, dagegen wür- hervorragenden Gelehrten, u. a. Jac. Moleschott, Tr. von den die Steuern immer höher, z. B. seien jetzt 208 000 Mk. Schulte usw. Von neueren Mitarbeitern seien nur genannt: Gemeindesteuern zu zahlen. Tor Ausbau der Mühlstraße der frühere Gießener, jetzt Königsberger Univ.-Professor bedeute einen großen Fehler. Die eingenommenen 250 000 Geh. Justizrat Tr. Gareis, die Brüder Julius und Alex. Mark seien verbraucht, aber durch die Straße sei eine Büchner, Prof. Ed. Ottmann-Gießen, Jurist FuchMerger, große Konkurrenz geschaffen zum Schaden für Nauheim. Künzel, Soldan, Greim, Oncken, Reatz, diover, Pitz, Eck- Man hätte lieber früher eine Anleihe aufnehmen sollen. Hard und viele andere. Den Anforderungen, die besonders! Auch der kostspielige Schulneubau wurde erwähnt. Auf seit Wiederausrichtung des Teutschen Reiches, die veränddrte Wunsch des Kaufmanns K n i e r i e m erfolgte n a m e n t - Stellung der Einzelstaaten zum Vaterlande, die einschnei- liche Abstimmung über den Antrag Muth. Es ergab denden Reformen in der Gesetzgebung, Kreis- und Ge- sich Stimmengleichheit, da einer der 15 Mitglieder des meindeverwaltung, der Umgestaltung des Unterrichtswesens Gemeinderats sich der Abstimmung enthielt. Bei Strm- an den Verlagsbuchhandel gestellt wurden, wußte der mengleichheit giebt der Bürgermeister den AusMag. Dieser rührige Verlag immer gerecht zu werden. Besonders als machte vo« seinem Rechte Gebrauch Mithin ist der Anim Jahre 1874 mit Einführung des neuen Schulgesetzes in trag mit 8 gegen 7 Mmmen abgelehnt. Hessen das Bedürfnis nach zeitgemäßen Unterrichtsmitteln § Fauerbach b. Nidda, 15. Juli. Die hiesige Lehrerstelle ftir die hessischen Volksschulen eintrat, war dies für Otto tourbe Lehrer Frey manu aus Ober-Schmitten definitiv Roth Veranlassung, sich mit geeigneten Kräften aus dem ... . hessischen Lehrerstande in Verbindung zu setzen; der Ver- uoer«.ugvn. ... . lag erfuhr nach der pädagogischen Seite hin eine beträcht-I -b. Eudorf b. Alsfeld, 15. Juli. Gestern feiert? der liche Erweiterung. Tie litterarischen Erscheinungen auf dem Dekanats-MissionSverein des evangelischen Dekanats Gebiete der Geschichte, Gesetzgebung, Heilkunde, Natur- Alsfeld in unserem Dorfe sein Jahresfest. DaS ganze Wissenschaft u. s. f. stellten dem Verlag ein glänzendes Zeug- Dorf hatte reichen Festschmuck angelegt. In der Nähe des nis aus, nickt minder der, womit der Verlag die Erschein- Dorfes war auf einer Anhöhe ein Festplatz hergerichtet, ungen auf dem Gebiete der Kunst und Kartogrichhie mit J unter.dem Geläute der Glocken um 2 Uhr nach Erfolg vermehrte. Es giebt fast fein Gebiet, auf dem die * in Beweauna sekte Voran zoaen die Firma Emil Roth sich nicht versuchte. Tem Verlag wurde I""UagS der oesMg 9 0 1 8 • 8 0.. - , denn auch die verdiente Anerkennung durch Erteilung von Schulkinder mit ihrem Lehrer, dann folgte die Geistlichkeit, Preisen und Diplomen zu teil. Der Groß Herzog hat am der Kirchenvorstand, der Gesangverein und die übrigen Fest- 25. November 1895 Herrn Otto Roth durch Verleihung des teilnehmer. Auf dem Festplatze begann bald der Gottesdienst. Ritterkreuzes 2. Kl., des Verdienstordens Philipps des Groß^ Nachdem der Ortsgeistliche, Pfarrer Diefenbach, den mütigen ausgezeichnet. Das Ansehen, das die Stadt Gießen Altardienst verrichtet, legte der Festprediger Pfarrer Paul- als Sitz ausgedehnten Berlagshandels genießt, wird ihr Liuqelbach auf Grund von Jesaias 42, VerS 5—8, der mehr gewiß durch die erfolgreiche Mitwirkung der Firma Roch als'1000köpfigen Festversammlung unsere MisfionSpflicht und "Akt ffiX mirb h.r M h J Wonmfgabe ans Herz. Der R-dn-r verstand ^es in Rangierdahnhofts. del nach Kl ° i u- An d - n zu liegt znm halbstündigem l-b-ndig°m Vortrage m Pack°nd-r, volksln^ ersten Male in Betrieb genommen. Ferner werden demnächst 8t.eb‘ b*c seine Zuhörer zu stss-lu und die Geleise verlegt werden, di- für den Personenverkehr ausßust und Liebe für bieJBi[fion6ei hn-nzu erw°ckkn.Nach der Main.Weser-Strecke bestimmt sind. Während diese VortrageheSG-sa^ ®£fan8 Züge bisher aus der Westseite der Maschinenhalle suhren, b°r„ Gemeinde begrüßte der Dekan des D-ka-at- Alsfeld, werden fie in Zukunft aus bet Osts-ite der Halle fahren - , di^F-stverst««nl«ng. H'°ra«f Noch im Lause diese. Jahres soll mit einem größerer. Anbau M.sswnar Nits ch k ° w -'h'd» lange Jahre m Auftrage an das Bahnhofsgebäude begonnen werden Der Anbaup-r Rhem schen Mi fionSgesellscha t m C na g°w-s°n war wird sich an die Westseite des BahnhosSgebüudes auschließen '" anschaulicher Weise Land und Lent-, Sitten und Gebrauche uud Warterüum- für die Oberhesfische Bahn, sowie sür die tz" Ehma, erzählt- von den L-id-n und Freuden der Mfifio- Strecken Gießen-Köl» und Gießen-Kobl-nz enthalten Das n««, aber auch von ihren Erfolgen. W.e ans f- n-m, V°r- Fehlen eines -ntspr-chend-n «ufenthal.-ort-s an dem Ober- ß-°g-h-w-rgma. üb°rst°.gt di- Zahl!^°r -v°ng-l'!Hm Ehr sten hessischen Bahnhosc ward- von den R-is-nd-n ft-tS Übel emi™ Gb,?a„.bc1re,t8 b*e l pjunben. Di- Str-ck-n Gi-ß-n Köln und Gieben-Koblenzd-rSchulkinderwurd-der Golt-Sdienst mit G°betundS,ngen sollen in Zukunst im Ob-rhesfisch-n Bahnhof einlaufen, nicht beschlossen. H-erauf trat eure halbstündige Pause -m, wäh. wie bisher an der Main-Weser-Seite. Es besteht ferner bie ”"b bet ”a” M» 6e,m erquicken kannte. Gegen Absicht, Unterführungen zwischen dem Mai«-We,er-Bahnh°s ß Uhr eröffnete Pfarrer Diesenbach di- Nachversammlung uud dem Obethe, fischen Bahnhof herznstellen, damit bie lnbet er humorvoller, herzlicherRede die »uroefenben Reisenden bequemer uud rascher von einer Bahnstrecke zur »nd seiner Freude darüber Ausdruck gab anderen gelangen können. - Die elektrische Beleuchtung be8 ba6 baS“fte MissionSsest das Eudorf ,e in seinen Mauern BahnhosS, die schon am l. Juli sertiggestellt sein foHte, toitb 9cf='ert W, so großen «nk ang bei der Gememd- Sndvrf aller Wahrscheiulichkeit nach erst im August dem Betrieb tz-lbst, wi- auch be, den MisswuSfreunden auS der näheieu übergeben werden können. Die Masten find bereits aufJunb weiteren Umgebung gefunden habe. Nach ihm schilderte gestellt. " ’ Iber Misfionar die letzijährigen Vorgänge in China, wobei er *■ Hebet Mißst-ud- det Bieberihalbahn berichtet uns ein Ibic unsinnigen Borwürfe, die in Bezug darauf gegen die Leset, indem et uns einen umfanareiäien Btieiw-cklel vor. IMfffian erhoben worden find, energisch ziirückwieS und be- tonte, daß allem der Fremdenhaß der Chinesen die Ursache bach, worauf mit dem Gesang: „Ach bleib mit deiner Gnade" das schöne Fest sein Ende fand. Die Festkollekte ergab ielN W ziei?!Sk«E h "Aw Z-L *s$ ,; «Wem ’Ä; =-«‘S JoIr das 'en: " T-ie 1 weaen jw Lui teiluWei> i?enNtten= L dem ei.n peinlicher des Bezirks- ; ber Ueber- ?Net, der » dre Fahne ■ änma! sich Habhaft E 'aniLiagadevd, ^savg. Das ^net, vamlich nachmittags in 1 Der 8reiz- getroffen, daß nahm uub die ier teilnehmen den Turnern ikrschast Osfm- der HGsche« |U Vach baß 3 des heWu 'gierung bringe or allem durch en. Er über« r Turnvereins, das Silberne r. Dich Aus« rndern auch der S der Seele zu Sroßherzog das durch den Rus: L,w Vrausender $1 banlte für i gcfanglifyu Die Hch oft* Turner waren er großen Teil« itle Ausführung, hast Pyramiden aus einer Dreh- jneureigen, von ig die M-umor« tiag 10'1, Uhr üntai, kurz nach zählte 242 der Radfahrer, !er u., die teil- der bildeten die )on 6 Jahren mtmarschierten. reiuS'Wetlturueu beteiligte Riegen । 4 Uhr begann )On Viererreihen, ifamtwirkuug bet lang des d dessen Stell' gute. Die bls- find folgende: A Turngemeinoe den Turnverein gortMVn: iadi mit 33 zu i Turngmewde «inbe SE ieben M 9lt^ II 8*.®n metnbe SD«*1 srL 1 „7 ferner noch ' s« r»«b* 1. In' 10.0; M*Wto‘J 39, «Albt 33,°' oö, Tv> 26. To. Frücht 37,4, 27. Tv. Amingen 37,3, 28. Mtv. Geisenheim 37,2, 29 To. Wetidurg 37 2, 30. To. Etto'lle 37,1, 31. Tv. Frankfurt 37,1, 32. Ta. Grtrsh.im 37 1, 33. Mto Oberrad 36,9, 34. Tv. Ntederrad 36,7, 35. T°. Höchst 36,6 36. To. Gießen 36,6 37 To. Oberstrtn 36 6, 38. To. Fer.'- Leim 35,2, 56. To. von 1846 B-ebrich 34 9, 57. Tv. Kastel 34,9, 58. To. Mühlheim 31,8, 59. Tgs. Biebrich 34.7, 60. To Weber 34 2, 61. Tv. Btschoffsde^m 34 2, 62 ^ u. F.Kl. Frarksmt 34 6^ T.« h ec ,e>( Mall,» 33 9, 64 Tg. Soden 33 5, 65. T.« u. F.'Kl. Ober- rad 33 5 66. To. Herborn 33 4, 67. Tgs. Oier-Jngelheim 33,3, 68. Tg. Oberrav 33 69 To. Gießen 33, 70. To. Undenheim 32,6, 71. Tv. O erlahnstetn 32 6, 72 To Ucberach 32,5. 73 To. Idstein 32,2, 74 Mto Mair, 31,7, 75. To. Ode.urstl 31,6, 76. Tg. Rödelheim q» 5 77 Ta. Vierstäd ei 31,5. — Ehrentafel: 78. Tgs. Rödelheim ong 79 * £flf. Main» 30,8, 80. Tgs. Darmstadt 306, 81. Tv. FeLen- h tat 30,5, 82. T,s. Bü gel 30,5, 83. Tv. Isenburg 30,1, 84 Tv. Aßmannshauser, 28,7 Punkte. -dl- Heppenheim a. d. B., 15. Juli, Am Sonntag den 14. Juli 0. I. fand im Hotel „zum halben Mond" der 22. Verbands tag der Gabelsberger Stenographen deS Main-RheingaueS und von Hessen-Nassau statt, zu dem sich die Kunstgenoffen und Kunstgeuoffiunen aus allen Teilen des großen VerbandSgebietS überaus zahlreich eingefunden hatten. Der Berbindstag wie auch die am Abend vorher stattgehabte Vertreter. Versammlung erhielt durch die Anwesenheit deS BundeSvorsitzendeu, Oberlehrer Dr. Gaster- Stralsund, ganz besondere Bedeutung und Förderung. Am Samstagabend gegen 10 Ubr eröffnete der Verbandsvorfitzende, Prof. Dr. Pitz-Gießen, die Vertreter«Versammlung, die bis lange nach Mitternacht währte und in der Frühe des nächsten Tages fortgesetzt wurde. Aeußerft wichtige Fragen standen zur Beratung und fanden befriedigende Erledigung. Die Verkündigung des letzten Preis Schön- und Richtigschreibens ergab in Debattenschrift: 1. Preis Karl Kräckmann-Darmstadt, 2. Preis I. R. Reitz Frankfurt a. M., 3. Preis Karl Raspe- Frankfurt a. M.; in Korrespondenzschrift: 1. Preis Franz Hanstein Gießen, 2. Preis Bernhard Flüchter-Frankfurt a. M., 3. Preis Gustav Engel-Sachsenhausen. Als Ort für den nächsten Stenographentag wurde Wetzlar gewählt. Zu Ehren der auswärtigen Gäste hatte auch daS liebliche Städtchen Festschmuck angelegt. Sonntagvormittag V211 Uhr fand das Wettschreiben statt, an dem fich 70 Personen beteiligten. Um */,12 Uhr hielt, begrüßt von dem Vorsitzenden des Heppenheimer Vereins, Oberlehrer Dr. Horn, und dem Bürgermeister Höhn, der Bundesvorsitzende im Saale des „Halden Mond", der bis auf den letzten Platz gefüllt war, einen mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vortrag über da« deutsche Einheitssystem, eine Zukunftsidee. Nach dem Vortrag fand ein Festessen statt, an dem 130 Personen teil» nahmen. Während des Essens konzertierte ein Teil der Kapelle des Leib-Garde-RegtS. Nr. 115. Das Hoch auf Kaiser und Großherzog brachte Prof. Dr. Pitz aus. Dann folgten Trinksprüche. Schmidt-Heppenheim toastete auf die Gäste, in deren Namen RegierungS-Affessor Löhlein Heppenheim dankte, Albrecht-Darmstadt auf den Bundesvorsitzenden, Dr. Gaster auf den Verband, Direktor Scheffel-Mannheim auf Gabelsberger, Mandler-Gießen auf Heppenheim, dem Bürgermeister Höhn dankte, und in recht humoristischer Weise Blum-Worms auf die Kuustgenossinuen. Von einer großen Anzahl Verbände, Vereine und einzelstehender Kunstgenoffen waren Telegramme eingelaufen. Vom königl. stenographischen Institut hatte außerdem Prof. Dr. Clemens brieflich Glückwünsche gesandt. Nach dem Festmahl unternahm man einen Gang nach der altehrwürdigen Starkenburg. Später fanden sich die Teilnehmer im Garten des „halben Mond" bei Konzert zusammen. Frankfurt, 15. Juli. Der (auch in Gießen wohlbekannte) Schauspieler Arthur Bauer vom hiesigen Stadttheater erlitt am Samstag abend in der letzten Szene des „Abschied vom Regiment" von Hartleben einen Unfall, der leicht hätte verhängnisvoll werden können. Er rannte in den Degen des Darstellers Meyer und zog sich eine stjark blutende Wunde an der Brust zu, die im Theater verbunden werden mußte. Zwischen den beiden Künstlern kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung. Doch konnte nicht festgestellt werden, wer die Schuld an dem Unglück trägt. — In dem Biegioald fanden gestern früh Spaziergänger einen jungen Menschen von etwa 20 Jahren, welcher sich in selbstmörderischer Absicht sechS Scküsse, drei in die rechte Kopfseite, zwei in die Brust und einen in den Oberarm beigebracht hatte. Nach einem Brief, den er bei sich führte, war er seit einigen Tagen arbeitslos und darüber mit seinem Bruder in Streitigkeiten geraten. Er wurde seit Freitag vermißt und dürfte schon in der gleichen Nacht die unglückselige That begangen haben. — Am Sonntag nachmittag wurde an der Gerbermühle ein etwa 30 Jahre alter unbekannter Mann als Leiche aus dem Main geländet und dem Oberräder Friedhof überwiesen. — Beim Baden an den Gutleuthöfen ertrank am Samstag ein junger Mann, der nach der am Ufer zurückgebliebenen Kleidung ein Schlosser gewesen zu sein scheint. — Kleine Mitteilungen au? Hessen und den Rachbarstasten In dem Hotel „Zum Riesen" in Hanau erschoß sich ein Liebespaar, das vor einigen Tagen angeblich aus Köln zugereist war. Die Leichen wurden noch am gleichen Abend nach der Friedhofshalle gebracht. Der junge Mann hatte an den Hotelier ein Schreiben mit der Bitte um Verzeihung für die' durch die That entstehenden Unannehmlichkeiten hinterlassen. __________ vermischtes. * Von der Ballonfahrt Berlin — Zweibrücken. Die zweite Fahrt des Zekelischen Ballons, der in Charlottenburg ausgestiegen und, wie,wir gestern meldeten, zwischen Zweibrücken und Pirmasens gelandet ist, erweist sich jetzt, nachdem die drei Teilnehmer, Berrson vom Meteorologischen Institut, Dr. Süring und v. Schrötter aus Wien, nach Berlin wohlbehalten zurückgekehrt sind, als ein Erfolg ersten Ranges. Die Fahrt war als Höhenfahrt unternommen. Gleichzeitig bildet sie aber auch den deutschen Rekord in der Dauerfahrt. Erst gegen das Ende der Fahrt vom 11. Juli unternahm der Ballon den Flug in die Höhe und erreichte 9200 Meter. Schon bei 5000 Meter Höhe waren die Luftschiffer genötigt, künstlich Sauerstoff einzuatmen. Tie Ausrüstung des Ballons entsprach der Ab- icht einer Höhenfahrt: warme Kleidung, Pelze usw., aber wenig Proviant. Der ungewöhnliche Erfolg dieses zweiten Aufstiegs des Zekelischen Ballons ist in erster Linie der Leistungsfähigkeit des Materials zu danken. Der Ballon soll auch zunächst für Höhensahrten vom aeronautischen Institut benutzt werden, in dessen Besitz er übergegangen ist. Das Verdienst, einen derartigen Ballon der deutschen Forschung zugänglich gemacht zu haben, kommt zwei Potsdamer Bürgern zu. I. R. Zekeli ist es nach jahrelangen Bemühungen gelungen, ein derartiges Unternehmen zu stände zu bringen, während Baumeister C. Enders durch erhebliche materielle Opfer die Beschaffung des große Kosten erfordernden Ballons und seiner Ausrüstung ermöglicht hat. Ueber dem V 0 g e l s b e r g e ist, wie man uns aus K a u l st 0 s schreibt, der Ballon beobachtet worden. Während der Fahrt durch die Provinz R h e in h e s s en hatten die Insassen eine Post- karte ausgeworfen, die an das meteorologische Observatorium Uslar gerichtet war. Diese Karte ist auf einem Feldwege unweit des Dorfes Mettenheim aufgefunden und sofort an ihre Adresse weiter befördert worden. Sie hatte olgenden Inhalt: „Gruß aus den Wolken, ab Berlin 8 einviertel, bei Hanau 2 einviertel, Temperatur — 22 Grad in 7000 Meter Höhe; schöne Ballonfahrt, ganz blauer Hinimel über uns. Besten Gruß: Berson, Süring, v. Schrötter. Außerhalb stand unterhalb der Postkarte in Druckschrift: „Finder dieses wird höflichst ersucht, diese Karte dem nächsten Briefkasten zu übergeben, und das Geldstück herauszunehmen." Tas letztere war in einem Kreuzschnitt auf der Karte festgemacht. . c * Leipzig, 15. Juli. Ter Vorsitzende des Aufsichtsrats der Leipziger Bank, Heinrich Dodel, der jüngst aus der Handelskammer ausschied, ist nun auch aus dem Ratskollegium ausgetreten. Er wurde heute aus der Untersuchungshaft entlassen. * Zwickau, 15. Juli. Die Verhaftung des Direktors Bennig der falliten Akt.-Ges. Spinnerei-Masch i n e n f a b r i k P 0 p p i n W e r da u erfolgte auf Anzeige des Aufsichtsrats bei der hiesigen Staatsanwaltschaft wegen bedeutender Unterschleife Bennigs und des flüchtigen Direktors Teichmann. Beide gaben für Privatschulden Wechselaccepte der Gesellschaft und verpfändete Aktien aus dem Gesellschaftsdepot. Täe Bücher sind zum Teil falsch geführt. Die Aktionäre wurden durch falsche Berichterstattung getäuscht. Trotz der Unterbilanz wurden 4 Prozent Dividende vorgeschlagen. Das Gerücht, daß der flüchtige Direktor Teichmann aus dem Bahnhof Triptis sich erschossen habe, hat sich noch ttich^t bestätigt. • Metz, 15. Juli. Oberleutnant Rüger wird jetzt zur Verbüßung der 6jährigen Zuchthausstrafe, nachdem das Gnadengesuch seiner Verwandten abschlägig beschiedeu worden ist, nach EufiSheim übergeführt. Jt 0.80—1.50, Enten per St. 2.00—2.20, Gänse per Pfd. 0.00 biS 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 66—76 , Kuh- und Rindfleisch per Pfund 60—64 Schweinefleisch per Pfd. 64—74 «5, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 <$, Kalbfleisch per Pfd, 60 -66 <§, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 «), Kartoffeln per 100 Kilo 7.00—11.00 Weißkraut per St. 00—00 «z, Zwiebeln per Ctr. JC 8.00—8.50, Mich per Liter 18 4. Kirschen per Pfd. 15— 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Ubr norm,«aas bis 1 Ubr mittaas. Keuche Meldungen. Berlin, 16. Juli. Zur methodischen Bekämpfung der Malaria in Deutsch Ostafrika ging eine neue wissenschaftliche Expedition unter Leitung des Stabsarztes Ollmig ab. — Die „Berl. Pol. Nachr.i wenden sich gegen die Behauptung in der Presse, daß das Zivilkabinett die Ueberquer- ung der Straße „Unter den Linden" in Berlin durch die städtische Straßenbahn abgelehnt habe. Das Kabinett hat bei solchen Sachen lediglich die Reffoctberichte vorzulegen und nach der allerhöchsten Entschließung diese dem betreffenden Ressortchef weiterzustellen. Was somit vom Kabinett an den Ressortminister zurückgelangt, ist nichts als eine Willensäußerung des Kaisers. Madrid, 16. Juli. Die Kammer wählte den bisherigen Minister des Innern, Moret, zum Präsidenten. Pih Margall verlangt Trennung der Kirche vom Staat und die Streichung des Budgets vom Kultusministerium. Bukarest, 16. Juli. Kconprinz Ferdinand stattete dem Großfürsten Alexander Michaelowitsch an Bord des Linienschiffes „Rostislaw" einen Besuch ab, den der Großfürst auf dem rumänischen Kreuzer „König Karl" erwiderte. Der Kronprinz Überbrachte dem Großfürsten den Großcordon des SternordenS. Die rumänischen Blätter beurteilen den Besuch günstig. Der Besuch des rumänischen Seehafens solle beweisen, daß die Kundgebungen des Großfürsten für das bulgarische Volk keine Feindseligkeit für Rumänien bebauten. Tendenz fest. . 172 40 . 124 00 . 126 80 . 132 50 . 187 00 . 152 00 . 179 00 . 163.00 . 147 00 . 100.90 . 90.35 . 10100 . 99 45 . 97 60 . 96.80 43.00 . 2600 . 2630 . 80.50 Kerwin do Hessen Kreditaktien Diskonto-Ko m mandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oestorr. StaacsbaJm Gotthardbahn . . Laurahütto . . . Bochum . . . . Harpener . . . . 8’/8% 8% ^'»Vq Wh 5 % Italien. Rente . . 4 ö/o Griech. Monop.-Anl, ti o/o Portugiesen . . 3 0/0 Mexikaner . . . 4> verm. Große Mühlgasse 37. Kreuz 2. 4987 ö 3\Htmmerto. un 3. Stock, 15. Aug beziehbar, zu verm- Neustadt 14. 02746] Handlanger gesucht. Heinrich Konrad, Sckühenstraße 14 ZU verkaufen W i et ve luchr lerlnietnugen Offene Stellen herHiedents n n n 9f )» schott. „ Matjesheringe Florentiner Kartoffeln Ein zuverlässiges Fräulein wird zur Stütze im Haushalt von einer Oberförstersfamilie in der Nähe Marburgs gesucht. Offerten u. Nr. 02761 an die Exped. d. Bl. 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