Nr. 165 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Mittwoch 17. Juli 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Zamilien- blälter werden dem An- »tiger im Wechsel mit „Hess, pandwirt" und „Blätter für Hess. Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Annahme von Anzeigen ftu der nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Stummer biS vorm. 10 Uhr. «bbestellungen spätesten» abend» vorher. Rebaftion, Expedition und Druckerei: Zchulftratze 7. GietzenerAn;eiaer ** General-Anznger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis vierteljLhrK Mk. 2.20, monatt. 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Slbbolcftctlen vierreljährl. Ml. 1.90, monatl. 65 Pfg. Bei Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. Alle Anzciaen-Dermitilungl« stellen des In- und AuLlande» nrhinen Auzeioeu für den Gictzencr Anzeiger entgegen. Zeilenprei». lokal 12 Pfg., auöwärlö 20 Pfg. Adresse für Depeschen: Anzeiger Sichen. Fernsprechanschluß Nr.bl. AeKannimachung, betreffenb: Die Voranschläge der Landgemeinden deS Kreises Gießen pro 1901/02. Uebersicht der von Großherzogl. Ministerium deS Inner« für daS Etatsjahr 1901/02 genehmigten Umlagen der Kommnnalbedürfnifse in den Landgemeinden des KreifeS Gietzeu. | Ordnungs-Nummer. || Namen der Gemeinden. Summe der doppelten Grundzahlen und der ganzen Ein- kommen- steuer- betr äge. Umlagen auf die doppelt. Grundzahlen und die ganzen Eta- kommensteuerbeträge der OrtSetnwohner und Forensen. Sonstige AuSschläge. 5 Namen 5 E e Gemeinden. Q 5 Summe der doppelten Grundzahlen und )er ganzen Etn- kommm- steuer- betröge. Umlagen auf die doppelt. Grundzrblen und die ganzen Ein- kommensttuerbeträge der Ortseinwohner und Formsen. Sonstige Ausschläge. Ausschlag. Zuschlag in Prozenten der doppelten Grundzahlen und deS ganzen Einkommeu- steuerbettag«. Erheb.-Zrele.I Ausschlag. Zuschlag in Prozent. OQ 'S xr i-* Ö Bezeichnung der Art deS Ausschlags und der Repartitionsnorm. Ausschlag. Zuschlag in Prozenten der doppelten Grundzahlen und de» ganzen Einkommensteuerbettag«. lErheb.-Ztele.! Ausschlag. Zuschlag in Prozent. *3 5? s Bezeichnung der Art deS Ausschlags und der RepartitiouSnorm. JL V10 JL JL. V10 1 Albach .... _ _ —_ _ 15 Londorf 10298 -__ 12000 116528 4 2 Allendorf a. d. Lahn 5005 2 6400 127,868 4 16 Lumda .... 3354 2 3800 113,291 4 650 19,459 4 Wie 11. 3 Allendorf e. d. Lda. 11799 6 6700 48,307 4 17 Mainzlar . 4799 2 1900 39,590 4 4 Allertshausen . . 1395 6 2300 164,804 4 18 Münster 2765 4 3500 126,564 4 5 Alten-Buseck . . 11250 — 11000 97,778 4 650 7,312 4 Auf die doppelten Grund« zahlen und die ganzen Ein- 19 Muschenhetm mit Hof-Güll. . . 6264 6 5680 90,814 4 740 29,362 4 Wie 11. kommensteuerbetröge der 50 Nieder-Befstngen 3631 8 2000 55,070 4 Annerod Bellersheim ev. Ortseinwohner. 51 Nonnenr oth . . 2804 8 2500 89,133 4 530 52,192 4 Wie 20 der Grundbesitzer. 6 4660 6 3300 70,807 4 52 Obbornhofen 7263 4 10000 137,677 4 7 10485 6 11000 104,906 4 450 14,018 4 Wie 5 der Parochianen. 53 Ober-Bessingen. 3767 2 2950 78,308 4 8 Beltershain 2428 6 4100 168,822 4 54 Ober-Hörgern . 6114 — 3900 63,789 4 9 Bergheim . . — — — — — 55 Odenhausen mU 10 Bersrod Bettenhausen . . — — — — — Appenborn . 2255 8 2200 97,527 4 11 4881 — 5000 102,439 4 525 22,569 4 Wie 5 der immnsteuerbaren , 56 Ober-Steinberg Beuern Objekte. (Feldgem.) — — — — — 12 7688 — 4000 52,030 4 57 Oppenrod . . 2522 — 800 31,721 4 13 Birklar . . . 5505 4 6000 108,984 4 795 40,645 4 Wie 11. 58 Queckborn . 6186 4 6000 96,987 4 14 Burkhardsfelden 4294 8 6600 153,675 4 59 Rabertshausen mit 15 Elimbach 1089 2 2000 183,622 4 RtngelShausen 2184 — 2800 128,206 4 48 2,264 4 Wie 11. 16 Daubtingen 3238 — 2600 80,297 4 60 Retnhardshatn . 3100 4 6300 106,438 4 17 Dorf-G»ll . . . 3228 8 6000 185,822 4 61 Reiskirchen . . . 5419 — 3500 64,588 4 18 Eberstadt mit ArnS- 62 Rodheim mit Hof- bürg .... 6968 — 7300 104 765 4 Graß 3156 2 2400 76,041 4 19 Ettingshausen . 5432 2 1000 18,406 4 53 Rödgen . . 4724 4 7000 148,167 4 20 Feldhelm (Feldgem.) — — — — — 800 54,334 4 Auf die doppelten Grund- 64 RöthgeS . . . 2283 — 3000 131407 4 zahlen der Grundsteuer. 55 RüddtngLhausen 4350 6 9000 206,869 4 2 Garbenteich 4719 2 5700 120,784 4 .700 14,921 4 Wie 11. 56 Ruttershausen mit 22 Geilshausen . . Göbelnrod . . 4027 — 5300 131,612 4 Kirchberg 3493 6 1600 45,799 4 23 1939 4 2900 149,531 4 57 Saasen mit Bolln- 24 Großcn-Buseck . . 18640 2 4000 21,459 4 bach, VeitSberg u. 25 Großen-Ltnden . . 24438 — 17000 69,564 4 Wirberg . 3306 4 4800 145,173 4 170 5,218 4 Wie 11. 26 Grünberg . 34080 2 29500 86,561 4 1880 5,597 4 Wie 11. 2400 94,111 4 Wie 43. 27 Grüningen . 6870 — 7200 104,804 4 68 Stangenrod 2732 6 4000 146,381 4 28 Harbach . . . 3324 2 3700 111,305 4 59 Staufenberg mit 29 Hattenrod . . . — — — — — Frtedelhausen — — — — — 30 Hausen 3533 4 4000 113,206 4 70 Steinbach 8203 — 5000 60,954 4 31 Heuchelheim 17903 2 22000 122,884 4 71 Stetnheim . . . 4973 2 2400 48,259 4 950 38,437 4 Wie 11. 32 Holzheim . . . 9626 — 8400 87,264 4 400 10,244 4 Wie 11. 72 Stockhausen . . 1726 4 3150 182,461 4 33 Hungen . . . 24289 4 8000 32,937 4 73 TratS-Horloff . 6607 4 7900 119,563 4 34 Inheiden . . . 4277 2 6300 147,293 4 74 Treis a. d. Lumda. 9217 — 8200 88,967 4 705 10,588 4 Wie 5. 35 Kesselbach . Klein Linden . 3832 2 6100 159,178 4 75 Trohe .... 955 — 2300 240,838 4 36 8229 2 10800 131,240 4 75 0,926 4 Wie 11. 76 Utphe .... 5458 4 3500 64,122 4 1214 48,137 4 Wie 11. 37 Langd .... 6860 — 4400 69,183 4 246 8,420 4 DeSgl. 77 Vtllingen . . . 7106 2 4000 56,289 4 38 Lang-GönS. 19611 6 14500 73,936 4 2975 15,406 4 Desgl. 78 Watzenborn mit 39 Langsdorf . 13066 '8 5700 43 623 4 Steinberg 10899 6 13000 119,271 4 175 1,669 4 Wie 11. 40 Lauter .... 3549 — 4200 118,344 4 79 Weickartshain . 2160 — 4000 185,186 4 41 Leihgestern . 16111 6 10500 65,171 4 2383 16,141 4 Wie 11. 80 Wettershain 3665 8 4200 114,573 4 42 Lich mit Hof-Albach, 81 Wtesrck .... 20889 — 23000 110,106 4 Eolnhausen und Mühlsachsen . 42200 8 16000 37,914 4 1280 6,529 4 Wie 11. 82 Winnerod . . 1718 2 1150 66,931 4 43 Lindenstruth 1800 — 3900 216,667 4 110 9,567 4 Wie 20 der Parzellenbesttzer. 44 Lollar .... 25038 6 12500 49,923 4 100 42,159 4 Auf einen Teil der doppelten Grundzahlen der Grund steuer. Vorstehende Ueberficht wird hiermit als richtig bescheinigt und unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung der Umlagen in vier Zielen, und zwar in den Monaten bezw. für die Monate Juni, August, Oktober und Dezember 1901 erfolgen soll. Die Publikation vorstehender Ueberficht ist im Großh. Regierungsblatt Beilage Nr. 9 vom 6. Juli 1901 erfolgt, von welchem Tage ab auch die vierwöchige Frist zum Vorbringen von Reklamationen läuft, welche gegen die Erhebung von Umlagen überhaupt gerichtet find. Gießen, den 11. Juli 1901. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Niljll- der Strafen an den Hmptschaldizen China». Am 13. Februar war ein kaiserlicher Erlaß erschienen, worin nach dem Selbstmorde von Hsutung, Kangyi und Lipin ghöng für die übrigen Anstifter und Förderer der Boxerbewegung die von den Verbündeten ge- fordertenStrafen verkündet wurden. Unter der Aufsicht der Fremden ist davon nur die Hinrichtung vollzogen worden an dem früheren Gouverneur von Schansi Whsien und den beiden Staatsministern Tschihsin und Hsütschöngi rn Peking, worüber seinerzeit an dieser Stelle ausführlicher berichtet wurde. Ob die weiteren Todesurteile und schweren Strafen an den anderen Beamten außerhalb Pekings auch wirklich vollstreckt waren, konnte man hier bisher nicht mit völliger Sicherheit sagen, sondern mußte die Versicherung der chinesischen Regierung darüber auf Treu und Glauben annehmen. Jetzt erscheint aber in der einheimischen Zeitung „Pekinger Gesammelte Nachrichten" eine Darstellung des Strafvollzugs an den übrigen Mandarinen, die so viel Einzelheiten enthält, daß an ihrer Richtigkeit nicht gut gezweifelt werden kann. Nach einer auf der deutschen Gesandtschaft angesertigten Uebersetzung des am 16. Mai erschienenen Blattes haben die drei hohen Beamten Tschauschutsschiau, Aungnien und Prinz Tschwang in der That auf Befehl des Kaisers Selbstmord begangen und Prinz Tuan ist in die Verbannung nach der westlichen ReichDgrenze geschickt worden. Eine wörtliche Wiedergabe des chinesischen Berichts würde keine angenehme Lektüre bilden, da darin mit echt chinesischer Grausamkeit und ungeschminkter Deutlichkeit die Einzelheiten des Todes der Verurteilten ausführlich erzählt werden. Im großen Ganzen sind die berichteten Thalsachfen folgende: Für keinen kam die Verkündung des Todesurteils überraschend. Niemand hatte auf mildere Strafe gehofft, im Gegenteil schienen alle im Grunde rechft erstaunt, wie glimpflich das Geschick mit ihnen verfahren. Am meisten Schwierigkeiten machte der Tod Tschauschutschiaus, des früheren Vorsitzenden des Justizamtes. Tie Bevölkerung von Hsin- ganfu nahm an seinem Geschick großen Anteil und wollte es aus keinen Fall zulassen, daß der Hof ihn den Forderungen der Fremden opfere. Als am 17. Februar in der Provinzialhauptstadt bekannt wurde, der Kopf von allen hohen Mandarinen werde gefordert, die an dem Boxeraufstand einen hervorragenden Anteil genommen hatten, überreichte die Bevölkerung eine Massenbittschrift, bat um das Leben des Bedrohten und gab durch Ansammlungen auf den öffentlichen Plätzen und drohende Haltung zu verstehen, daß sie eine Hinrichtung nichft dulden werde. In ihrer Verlegenheit berief die Kaiserin, die nach dem Bericht doch die alleinige treibende Kraft am Hofe zu sein scheint, eine Sitzung des Staatsrats für den 20. F^ruar zu 6 Uhr morgens, wie ja auch in Peking die Beratungen des Kaisers mit seinen Beamten immer in den- ersten Morgenstunden stattzufinden pflegten. Noch nach vier Stunden Sitzung konnte die Kaiserin zu keinem Entschluß kommen. Erst,als das Volk, das in dieser ganzen Angelegenheit einen ganz ungewöhnlichen Anteil an den Staatsgeschäften zu nehmen scheint, damit drohte, die Kaiserin zur Rückkehr nach Peking zu zwingen (was nach chinesischen Begriffen also eine Demütigung sein würde), entschloß sie sich, den Vorschlag des Staatsrats anzunehmen und das Todesurteil in den Befehl zum Selbstmord umzuwandeln. Um 8 Ubr Morgens am 21. Februar erging dazu der Befehl, den der Gouverneur der Provinz, Tsönn, sofort dem Verurteilten vorlas mit dem Zusatz, daß die Kaiserin für 6 Uhr nachmittags den Bericht über den Vollzug der Strafe eingefordert habe. Tschauschutschiau hoffte nock auf einen zweiten Erlaß, der das Urteil umstoßen und ihm das Leben schenken könne; er baute auf seine starte Stellung beim Volk. Aber die Kaiserin war durch die beunruhigenden Nachrichten von dem Vormarsch der Europäer — dem vom Grafen Waldersee damals geplanten Angriff auf Taiyuanfu — so eingeschüchtert, daß sie nichts mehr an ihrem Befehl zu ändern wagte. So aß denn Tschauschutschiau Blattgold, um sich aus diese pil, x„. Heute findet die Eröffnung der Teilstrecke Weidenhausen—Hartenrod der im Steuer-Kommissariats-Gebäude wird nächster Tage unter Tach kommen. — Unser Bahnhofsgebäude soll nächstes/ Jahr um des gesteigerten Verkehrs willen einen Anbau erhalten. Zwei neue Gebäude für Zentralweichenstellung', sind fertig gestellt. (v.) Schwarz, 14. Juli. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fand heute hier das Kriegerfest statt. Die Straßen unseres Dorfes waren schön geziert. Ehrenpforten . Die Feier wurde Chinese, für den ja der Selbstmord sonst nicht viel nachmittags 4 Uhr. 1. Baugesuch des Heinrich Noll VII. Schrecken hat, nur das Erhenken, Ertranken, Vergiften für die Krofdorferstraße: hier: Dispens. 2. Baugesuch des und Ersticken als Weg zum 'Tode. Prrnz schwang, dem Vorstandes der Großh. Eisenbahn-Betriebsivspektion für den das Urteil in Putjchoufu, einer größeren ^>tadt in her L« sn, ß. Südweststrecke Schansis, übermittelt wurde, nahm sich, in °J Hetzen, StellwerkSgebaude Nr. 6, hrer. Dispens. Gegenwart des Reichskommissars Kopauhwa, der ihm den P* deSgl. der Spar- und Lechkafse Greßen für die JohanneS- Lefehl des Hofes von Singanfu gebracht hatte, ohne ftraße; hier: DlspenS. 4. desgl. deS H. Wmn für die Hof- weitere Umstände sofort das Leben. Er erhenkte sich in mannstraße; hier: Dispens. 5. Gesuch des JohS. Bender einem. Tempel des Ortsmandarinen, bei dem er wohnte, um Anbringung eines Hofthores an seiner Hofraite Wolken- an der berüchtigten weißseidenen Schnur, die ihm der! gaffe; hier: DispenS von § 1 der Lokalpolizeiordnung vom Kaiser gesandt hatte als herkömmliches Zeichen des ge- 26. Februar 1897. 6. Gesuch des C. Dietz um Erlaubnis milderten Todesurteils. „Al,- nur Selbstmord?" hatte er 1^ gegung von Z-mentPlatt-n vor feinem Hause an der 7. Gesuches Mhnner.urnvLin-,um Er, bei wohlhabenden Chinesen besonders vornehme Art das! Daß den erwähnten Behauptungen erst jetzt entgegen- Leben zu nehmen: der Tod tritt dann nicht durch Der- getreten wird, könnte nur denjenigen befremden, der nicht giftung ein, wie gewöhnlich angenommen wird, sondern in Betracht zieht, daß vorstehende Berichtigungen auf einer durch Ersticken, da das dünne Gold die Luftwege ver- Grundlage beruhen, die erst durch Ermittelungen und Festsperrt. Aber in der noch immer nicht aufgegebenen.hoff-1 Heilung von Thatsachen gewonnen werden tonnte. nung, daß die Kaiserin sich doch noch seiner erbamnen | f nnte, hatte er zu wenig genommen; als zur vorge,chne-I Ing Hilft iLffllft l"-nen Zeit der Tod noch nicht eingetreten war, mußte er ull|tu5 noch mit Opium und anderen Mitteln nachhelsen. Die i.Der^Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Ongm^-Nachrichten ist h^Pen die fremden Gäste willkommen. Vorstellungen, die der Anhänger des Taoismus sich vom! unter genauer Quellenangabe: „GieK. «nz. g st ttet.) «durch einen Festgottesdienst eingeleitet. Um 1 Ühr mittags Jenseits gemacht hat, verbieten ihm, seinen Körper irgend- ** Tagesordnung für die Sitzvng der Stadtverordneten-1 bewegte sich ein stattlicher Festzug durchs die Hauptstraßen wie zu verletzen oder zu verstümmeln. Daher kennt der Versammlung am Donnerstag, dem 18. Juli 1901, unseres Torfes nach dem Festplatze. Dort angekommen Chinese, für den ja der Selbstmord sonst nicht viel!nachmittags 4 Uhr. 1. Baugesuch deS Heinrich Noll VII.Ibegrüßte der Präsident des Kriegervereins Dörr die erschienenen Festgäste. Sodann hielt Lehrer Walther die Festrede. Bald entwickelte sich auf dem Festplatze ein buntes Treiben. Hier saßen Festgäste und lauschten den Klängen der Lotzeschen Musikkapelle, dort ergötzte sich die Schuljugend durch von den Lehrern geleitete heitere Spiele, an dem Schießstande Uimpften die Schützen um die vom Kriegervereine gestifteten Preise, ja man konnte auch, trotz der tropischen Hitze, selbst alte Krieger sehen, die das Tanzbein nach allen Regeln der Kunst schwangen. So schwand der Nachmittag schnell hin. Unter den Klängen der Musik zog der Festzug abends wieder in düs Dorf ein. Deu Schluß der Feier bildete ein Ball im Saale des Gastwirts Jöckel, der die Festgäste noch lange in heiterer Stimmung auch nicht mehr lange am Leben bleiben." Seinen Sohnpaubms zur Benutzung des Platzes hinter der Turnhalle d-s ««. me tfe^gaj« auu, EU-- - v— ........... der die letzten Stunden mit ihm und einer der Neben- Realgymnasiums zu Sprungübungen. 8. D,e Verlegung der Suiammenhielt . beänaitiaend treten in trauen verbrachte, ermahnte er, dafür mit zu sorgen, unterirdischen Telegraphenleitung vom Postamt I bis zur uni”aPmimemtintat bie Svarael" Latz der Thron der Mandschu nicht von fremden Eroberern UntersühruugSsäule II bei Kl-inlind-n. 9. Di- Sanalifation Ä™ fiat bXb« Slu%*u&8 be® bestiegen werde. Am feigsten benahm sich Mngnien, der d-r Stadt Gießen; hier: Beschaffung eiu-S Raumes füt8 anbwit toatoi»en 6? Eenforenamtes. Man hatte ihn ins Ge- Baubureau. 10. Herstellung einls StichlanalS am Unter- ond^en Wuna^zuÄmenfral über WwehrmMel bera^ qeqentobeii°n$rimenn Tf6inar croina° berflOm"ntirt*”bäte mÜ^m& zur Spülung d-s Schlachlhausentwäfferungskanals. und sich einstiinmig für den Erlaß einer Polizeiverordnung fo^irn ©ti^ ^af?/nnix)?/cnln ^o^^^e^/^iVfai^erH^^€^ettälig^| der Gießener Glasermeister gegen die Art erklärt, um die Spargelzüchter zur Anwendung der näher nug seines Todesurteils da war erstickte er sieb in der l^^ Vergebung der Glaserarbeiten seitens des Stadtbauamts, anzugebenden Bekämpfungsmittel zu nötigen. Die Aus- Neujcchrsnacht zum 19 Februar mit Erde Sein Ld 12. Anlage eines neuen Friedhofs; hier: Vergebung von arbeitung einer solcher, Polizeiverordnung wurde von dem .....— ... , I 1 O CW—1 £ V. f. r» zn n ) z.irx ... r-_ . r -. I ntthlPlPTtriPtT 'Rrnhiti5 ml ro fi .Ar tintt fnfr en geringsten Luftdruck empfanden, wurden andere der Mission bei ihnen zu bemerken. , weiter entfernt von der Explosionsstelle und im Dorfe § Trais-Münzenberg, 15. Juli. Gestern undlbrin zu Boden geworfen. An den der Fabrik zu gekehrten heute fand unser diesjähriges Kirchweihfest, vom schönsten Häuserftonten blieben einzelne Fenster verschont, während Sommerwetter begünstigt, statt. Das Tanzvergnügen wurde andere dicht daneben völlig zerschmettert wurden. Dem diehmal im Seipp'schen Wirtschaftsanwesen arrangiert. Es Physiker sind diese Erscheinungen kaum erklärlich, und war auch von auswärts gut besucht. es ist sehr zu bedauern, daß nicht irgend ein Sachverstän- h. Von der mi ttleren Nidda, 14. Juli. Die all-1diger unmittelbar nach der Explosion eine genauere Unter- gemeine Roggenernte hat ihren Anfang genommen, suchung angestellt hat. Die schwersten Schäden sind offen- und die seit einiger Zeit herrschende ungeheure Hitze bringt bar nicht durch den Luftdruck entstanden, dem nur Schieiben auch die übrigen Getreidearten, die vor kurzem noch grün und Dachziegeln zum Opfer fielen, sondern durch die viel standen, rasch zur Reife. Die Landwirte sehen das nicht weniger merkliche Erschütterung des Bodens, welche die Vergern, denn bei so jäher Reife hat der Kern nicht genügend schiedenen Bestandteile der Häuser in ungleichmäßige Zeit auszuwachsen, und bleibt klein. Beim Roggen will Schwingungen versetzte. Infolgedessen entstanden überall, man das hier und da schon beobachtet haben. Aber trotz- wo Backsteine und Holz einander berühren, durchgehende dem ist die Roggenernte sehr gut, denn so voll besetzte Sprünge und Verputz fiel von Wänden und Decken. Die Aehren wie in diesem Jahre hat man selten gesehen. Auch Schäden werden übrigens von der Direktion der Chemi- haben die Roggenhalme eine respektable Höhe, und die schen Fabrik, allerdings unter ausdrücklicher Rechttsver- Redensart, die man tn anderen Landesteilen hört, um Währung, in entgegenkommender Weise reguliert. Weterau zu charakterisieren baff sich .. gleine Mitteilungen an« Hessen nnd den «aqi-rff-at«. nunmehr von der Mündung ans in Angriff genommen, Hain-Grün bau für diese Stelle bestätigt, worden. Die Arbeiten werden mehrere Monate bean-I— "r™- -1 sprachen, so daß viele Arbeiter dort lange lohnenden Ver- Lenkbare Luftschiffe, dienst sinden. Auch eine Anzahl italienischer Arbeiter sind! Man schreibt aus Paris, 14. Juli: eingetroffen, die in der verflossenen Woche sämtlich ge-i Hat Herr de Santos-Dumont das große Problem des impft wurden. Das neue Bett wird bedeutend breiter an- lenkbaren Luftschiffes gelöst? Das ist die Frage, die in Zls das alte. Paris seit dem am Samstagmorgen von ihm veranstalteten t 14- Juli. Wir werden in Bälde auch ein und streng kontrollierten Versuche, von Saint-Cloud nachj katholischesGotteshaus haben statt des seitherigen dem Eiffeltürme und zurück erörtert wird. Obgleich daG Betsaals im „Karlshoft^. Die Kirche kommt an die Kreis- Experiment nicht völlig gelungen ist, halten die in diesen straße Nidlm-Dauernheim zu stehen, nicht weit vom Bahn- Fragen zuständigen Personen alle dafür, daß die Lösung Hof. Die Arbeiten sind dem Vernehmen nach nur an von dem jungen Brasilianer im Prinzip gefunden zu sein Niddaer Geschäftsleute vergeben worden. — Das neue, scheint und daß jedenfalls die von ihm gewählten For- 1*5 st»"1 rLÄ-P1- Beschwerde der Gießener Glasermeister gegen die Art erklärt, um die Spargelzüchter zur Anwendung der naher nag feinet !? V°w°bung der Glas-rarbeiten seitens des StadtbauamiS. anzugebenden Bekämpfungsmittel zu nötigen. Die Aus- Neujahrsnacht zum 19. Februar mit Erde. Sein Tod Anlage eines neuen Friedhofs; hier: Vergebung von arbeituna einer solchen' .Polizei^r^^ w»n dem mußte aber noch ein paar Tage geheim gehalten werden, Arbeiten. 13. Ankauf der ehemals Güngerich'schen Hoftaite ^wesenden Provinzialdirektor von Gagern Sugesagt. bis der erwartete Befehl des Kaisers wirklich eintraf.lauf dem Seltersberg; hier: a. Mietverträge, b. DekreturIcBrrtPTTrnh hpr im 2:11(111 wußte, was ihm bevorstand. Er hatte von Kostenrechnungen. 14. Bauliche Unterhaltung der höheren Öffnung der TeUstrecke Weldenh s H sich desha b schon nach Ninghsia geflüchtet, einer Stadt Mädchenschule; hier: Kostenrechnungen. 15. SDelrctir von Ä* Lansu" gröttem ^eiSl Wirtschaftsgesuch des W. Weisel im K WWÄKM Di? anfe Strecke ist nor- mut und 3e iS uSffnS I Hause Brandgasse Nr. 7. malspurig und bringt eine Anzahl von Berg- und Hütten- in der Befürchtuna die ^bündeten könnten doch nock ^ Stiftungsfest. Die Fest-Ordnung zum 50jähri- werken dem Verkehr näher. Die neue Teilstreeck erhält nachträglich auf seinem Tode bestehen. Sein Sohn, der Stiftungsfest der Burschenschaft „Germania" ist fol- als Stationen Wommelshausen Endbach und Hartenrod, kleine mutmaßliche Thronfolger, hatte sich wie toll üorI‘ C sagte über seinen Ballon u. a.: Ich hoffe, das nächste Mal allen Bedingungen entsprechen zu können, heute war mein Motor schlecht geregelt. Ich brachte im Augenblicke, als ich das Versagen des Motors bemerkte, den Apparat absichtlich dem Gezweige nahe, sonst wäre ich abgestürzt. Im übrigen bin ich mit der Konstruktion des Apparates zufrieden. Der kleine Ballon, der im Innern der großen Seidenhülle sich befindet, verlieh dieser die gewollte Starrheit ganz nach Erwartung. An der Zusammensetzung der Gondel ist nichts zu ändern. Eine Leistung! von mehr als zweihundert Touren in der Minute von meiner Schraube zu verlangen, ist möglich, wofern es gelingt, die Triebkraft vorteilhafter zu regeln, eventuell zu stärken. Eine andere Motorstellung als die jetzige inmitten der Gondel beabsichtige ich nicht. — Santos-Dumont will nach Instandsetzung seines Apparates Ende dieser Woche oberhalb des Opernhauses in Höhe von 100 bis 200 Metern manöverieren. Die Pariser Presse verlangt die Ehrenlegion für den bahnbrechenden Erftnder. Vermischtet. * Düren, 15. Juli. Der „D. Zig." zufolge vermehrte sich die Zahl der Typhuskranken in Hastenrath um zwei, einige der Erkrankten, deren Zahl 28 beträgt, befinden sich im kritischen Zustande, doch ist zu hoffen, daß sie die Krank- heit überwinden. * Flensburg, 15. Juli. Gestern abend wurde hier ein Fuhrwerk mit Ausflügler» von dem von Kiel nach Flensburg gehenden Eisenbahnzug auf dem Wege-llebergang bei der Station Maasbüll überfahren. Zwei Personen wurden getötet, mehrere verletzt. * Stuttgart, 15. Juli. Der Bezirk Herrenberg wurde gestern von einem schweren Hagelwetter mit Körnern bis zu Hühnereiergröße heimgesucht. Die Ernte ist bis zur Hälfte vernichtet. — Die Kammer wird am Freitag geschlossen. * New-York, 15 Juli. Im Süden hält die Hitze an, obwohl gestern im Norden und Zentrum, Missouri und Texas zahlreiche Regenschauer niedergegangen sind. * Funkentelegraphie. Bekanntlich finden, wie in anderen Marinen, auch in der deutschen umfangreiche Versuche mit der drahtlosen Telegraphie statt, und gerade in diesen Tagen werden solche Uebungen von dem Geschwader des Prinzen Heinrich zwischen Helgoland, Borkum und der Elbmündung ausgeführt, um sestzustellen, bis auf welche Entfernungen eine Uebermittelung von Nachrichten auf diese Weise mit Sicherheit bewerkstelligt werden kann, und welche Punkte unserer Nordsee küste zur Errichtung weiterer Stationen für drahtlose Telegraphie im Interesse der Schiffahrt besonders geeignet sind. Es wirdf daher unsere Leser gewiß interessieren, Näheres hierüber zu erfahren. An unserer deutschen Siordseeküste sind schon seit längerer Zeit in „Cuxhaven", „Helgoland" und „Borkum" Versuchsstationen für Funkentelegraphie eingerichtet, und auch die Feuerschiffe der Außenelbe und das Feuerschiff „Borkum Riff" sind mit entsprechenden Apparaten ausgerüstet. Zwischen diesen einzelnen Stationen haben nun zahlreiche Versuche stattgefunden, die allmählich! immer bessere Resultate ergeben haben, je mehr das Personal die Bedienung der sehr empfindlichen Instrumente erlernte. Auch find im Laufe der Zeit die Apparate selbst immer mehr und mehr vervollkommnet worden. So gelang zuerst die Verständigung zwischen Borkum und dem Feuerschiff Borkum Riff (35 Kilometer Entfernung), dann diejenige zwischen Cuxhaven und dem Feuerschiff der Außenelbe (36 Kilometer) und schließlich auch' die.zwischen Cuxhaven und.Helgoland (65 Kilometer). Jetzt handelt es sich darum, mit Hilfe unserer Linienschiffe, die mit Apparaten zur Telegraphie ohne Draht ausgerüstet sind, festzustellen, ob auch auf größere Entfernungen, und zwar genau bis auf welche Distanz, mit den vorhandenen Instrumenten Nachrichten übermittelt werden können. Von den hierbei gewonnenen Resultaten wird es dann abhängen, welche weiteren Küstenpunkte noch mit drahtlosen Telegraphenstationen versehen werden müssen, denn es wird beabsichtigt, unsere ganze Küste mit einem Netz derartiger Stationen zu Überspannen, um den, an irgend einem Punkte derselben gestrandeten, mit den entsprechenden Apparaten versehenen Schiffen, die Möglichkeit zu geben, Kunde von ihrem Unfall an Land gelangen zu lassen. Welchen hohen Wert eine solche Einrichtung für die Schiffahrt gerade an unserer an Untiefen so reichen Nordseeküste hat, bedarf keines besonderen Beweises. Strandungen sind hier trotz, der zahlreichen Bojen und Feuerschiffe bei unsichtigem, nebligem oder stürmischen Wetter schon in großer Entfernung von der Küste keine Seltenheit. Es liegt auch klar auf der Hand, daß im Kriegsfälle diese Stationen von sehr großer Bedeutung sind, da sie unsere Aufklärungsschiffe in den Stand setzen, schon fern von der Küste wichtige Meldungen zu übermitteln, die dann in kürzester Zeit, von einer zur anderen Station weiter gegeben, sehr viel schneUer an die richtige Adresse (Geschwader- oder Flottenkommando) gelangen, als dies sonst der Fall wäre. Das Geschwader des Prinzen Heinrich wird nun zur Erprobung seiner „Funkspruch-Apparate" bei gleichzeitiger Ausführung taktischer Uebungen von Helgoland aus mit westlichem Kurse bis zum Borkum Riff, Feuerschiff vor der Emsmündung gehen, und dann, mit östlichem Kurse zurückkehrend, in die Elbe einlaufen, um in Cuxhaven seine Kohlenvorräte zu ergänzen. An diesen hochinteressanten Manövern vom 16. bis 18. Juli sind folgende Schiffe beteiligt: die Linienschiffe Kaiser Wilhelm der Große (Flaggschiff), Kaiser Wilhelm II., Baden, Württemberg und Sachsen, der große Kreuzer Viktoria Luise, die kleinen Kreuzer Gazelle und Jagd und die Fahrzeuge der 1. Torpedobootsflotille. Hoffen wir, daß diese Uebungen einen guten Erfolg haben, und zur Bereicherung unserer Kenntnisse auf dem noch neuen Gebiete beitragen werden. Gerade jetzt werden auch von der englischen Marine sehr großartig angelegte Uebungen der gleichen Art im Kanal vorgenommen, ein Beweis, daß auch in England die Bedeutung der Funkentelegraphie für das Seewesen klar erkannt ist. UnivrrMts Nachrichten. — In Wien hat sich am SamStag der Geologe Eduard Sueß, der mit Rücksicht auf die erreichte gesetzliche Altersgrenze aus dem Lehramt scheidet, von seinen Hörern verabschiedet. Er sprach über die Entwickelung der Naturwissenschaften, die er selbst miterlebt, und über den Einfluß, den Darwin darauf ausgeübt. — Man schreibt aus Leipzig: Der Dozent für Volkswirtschaft und Sozialwissenfchaft Dr. Ludwig Pohle wird dem Rufe an die Handelshochschule Frankfurt a. M. Folge leisten. — Weiter wird auS Leipzig berichtet: SamStag hielt der außerordenlliche Professor Dr. med. Karl Meng« seine Antrittsrede, di- über das Thema handelte: „Aseptck und Antisepitk bei der Geburt." — AuS Heidelberg wird berichtet: AlS Nachfolger des nach Chrlstiania übergesiedelten H. Goldschmidt ist der Dozent der Cbemie und Assistent am physikalisch-chemi'chen Institut der Universität Leipzig Dr. Georg Bredig, ein Schüler Wilhelm Ostwalds, als außerordentl. Profeffor der physikalischen Chemie an die hiesige Universität berufen worden. — AuS Würzburg, 14. Juli, wird geschrieben: Für die durch den Tod H-inecke'S erledigt gewesene Chirurgie-Professur in Erlangen waren außer Graser-Rostock auch die außerordentlichen Professoren Riedtnger von der hiesigen Universität und Klaußner-München vorgeschlagen worden. — Aus Straßburg schreibt man: In der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität hat sich der Assistent deS anatomischen Instituts Dr. Franz Weidenreich als Privatdozent für Anatomie habilitiert. — Der bisherige außerordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der Universität zu GreifSwald, Dr.Walter König, ist zum ordentlichen Proirsso- in d-rselben Fakultät ernannt worden. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. Zürich- 13. Juli. Die Versammlung der internationalen Gesellschaft zur Förderung deS kaufmännischen UnterrichtS- wesens beschloß die Herausgabe eines statistischen JabrbucheS und einer Zeitschrift „Archiv füc kaufmännisches UnterrichtSwesen". Ferner setzte sie Kommissionen für kommerzielle Unten ichtiistatistik und Litteratur ein und bestellte einen Zentralausschuß, in dem Deutschland vertretm ist durch Kommerzienrat Habenicht - Leipzig, Handelsschuldirektor Dr. Voigt-F-ankfurt a. M, Regterungsrat Stegemann Braunschweig. Letzterer repräsentiert auch Deutschland im Zentralvorstand. Nachdem noch als nächster Versammlungsort für 1903 Budapest, eventuell für 1904 Frankfurt o. M. bestimmt worden war, wurden die Verhandlungen unter lebhaftem Beifall durch den Vorsitzenden, Regierungsrat Stegemann, geschlossen. — Fernzeichner ohne Draht. Nachdem nst vor Kurzem eine recht bedeutende Vervollkommnung in der telegraphischen Uebermittelung von Bildern statlgesunden hat, insofern, als durch Der- größeruna deS telegraphierten BildeS bei der Übermittelung und späteren Verkleinerung desselben eine größere Deutlichkeit erzielt worden ist, kommt jetzt die Kunde auS Newyork, daß es einem Mr. W. I. Clarke gelungen ist, Bilder mittelst der Telegraphie ohne Draht zu übersenden. Wenn dies bei den jetzigen ersten Versuche« auch nur auf ganz kurzeLEntfermmg gelungen ist, so bedeutet doch dieser Erfolg einen ganz gewaltigen Fortschritt, und es ist nickt z« bezweifeln, daß die Vermittelung von BUdern mittelst drahtloser Telegraphie auch auf größere Entfernungen hin erreicht werden wird, wenn man erst mehr Eriabrunaen auf diesem Gebiete gesammelt hat. Meratur. Krrnstwart (Verlag von Georg D. W. Callwey in München). Inhalt des zweiten Julihestes: Farbige Architektur. Von Fritz Schuhmacher. — Aefihetik und Kunstwerk. Von Egon Distl. — Die musikalische „Moderne". (Schluß.) Von Richard Batka. — Lose Blätter: Vergessene Dichter. 1. — Rundschau: Der „Wilhelm Raabe-Ausschuß". „Schriftsteller in Kompagnie". Dresdner Theater. Hans Pfitzner. Aus dem Münchner Musikleben. „Das neue Lied" von W. Mauke. Die Darmstädter Ausstellung. Die Automobilitis. Reue „Meisterbilder". — Rotenbeilagen: Hans Pfitzner, Lockung; Violinstimme zu Carellis Sonatensätzen. — Bilderbetlagen: Constantin Meunier, „Tränke"; Eugöne Laer- mans, „Das Geleise". Spirtzlm der Btrtinigtrn Frankfurter Sftittgtdtr. Schauspiele. Dienstag, 16. Juli: „Johannisfeuer". — Mittwoch, 17.: „Der Biberpelz". — Donnerstag, 18., Uhr: „Macht der Finsternis". — Freitag, 19.: „Nora". — Samstag, 20.: Letzte Vorstellung vor den Ferien: „Clavigo". *) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr. Spott. W. Nrarrkfurt a. ®L, 16. Juli. Am 25. August wird ein Ruderwettkampf in Achtern zwischen Pattser und Frankfutter Mannschaft stattfinden. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehende« Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) -" ' Gießen, den 16. Juli. Mit dem Beginne der heißen Jahreszeit sollten auch die städttschen Sprengwagen ihren Dienst beginnen und einem den Zweck ihres Daseins begründen. Allein die Bewohner der — allerdings etwas abseits Serien — Grabenstraße harrten bisher (seit Monaten) ver- ch auf das Erscheinen eines solchen Trösters. ES wäre doch zu wünschen, daß die Einwohner der genannten Straße, die noch dazu jetzt von den gesundheitswidrigen Ausdünstungen des stillstehenden Stadtgrabens erfüllt ist, nicht auch noch durch Vernachlässigung von Seiten des Tiefbauamtes hintenangesetzt werden. Ein Anwohner der Grabenstraße. Die Blickenrderfer Schreibmaschine J? Nr. 5 m. 175.-, Nr. 7 m. 225.- ist die einzige Schreibmaschine mtt auswechselbarem Typenrab (Alphabete für (2 Sprachen) und Zarbroll-Einrichtung. Katalog bezw. Vorführung durch die Vrühl'sche Druckerei, Gießen, Schulstraße M. T. ti Ftttpif^-Schrcibittaschitte Beste und Billigste. Sichtbare Schrift. Referenzen am Platze. 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