i<« w -«Icher weit«; 4” 5t*SL3*«rg6 ""'ÄeüÄR? Lehrling f 6<6ul6iibuHg° !2EL^L^H_b_et_ lMauHot^uÄt. loißto J 7“nn .rnitlüteTGSüL "Ä^^kausmümiischeS Wltaj “ _H. SchaffMUeflt, beittrinnen W «titiUt bis M in abwärts finden noch 8«• XM erlchetorndea »—!■!< M »erm 10 Uhr ***<*«((■ ■ g e n fpatefiene ■MaM »srher WiUMm, Expedition und rch«»stratze 7. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Vezvysprei« »ierteljShtch. «k. 2.20, monetl. 75 W mit Bringerloha; durch w Abtzoleftellen vierkeljSchot. Mk. 1.90, monatl. 65 Ptzg. 8ei Postbezug vierteljttzol. Mk. 2.00 ohne Bestell^» ea< Bn|»lflen Bcrwitttuaa» #«■«* M In- und Wn8ie*w nttrmen «njtlat« für du» flHencr Mnjrifltr cutgijm. 8«ile*t>rc R». •ueaärt« to Adresse für Depescho«l Anzeiger Siehe». Fernsprechanschluß Nr. M. Der deutsche Krouprivz in Wien, n. Mit jubelnder Freude ist der Kronprinz des Deutschen Reiches in der ftaiferffabt an der Donau empfangen worden, von dem greisen Monarchen inmitten der Erzherzöge und Generale begrüßt, und unter begeistertem Zuruf der Volksmenge in das Kaiserschloß geleitet. Wie das ja bei Reisen hochgestellter Personen niemals ausbleibt, hat man auch in diesem Falle es angemessen gefunden, ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß die Kronprinzenfahrt lediglich eine familiäre und keine politische Bedeutung habe. Wenn französische Blätter in einer solchen Feststellung eine gewisse Beruhigung finden, so kann man ihnen das wohl gönnen. Im übrigen ist es freilich klar, daß man den jugendlichen Thronfolger des Deutschen Reiches nicht mit einer wichtigen diplomatischen Mission betraut haben wird. Tie persönlichen Beziehungen zwischen dem Berliner und dem Wiener Kaiserhaus«, und speziell zwischen dem deutschen Kronprinzen und dem Kaiser Franz Josef find zudem so eng und herzlich, daß sie als eine ausreichende Erklärung dafür werden anerkannt werden müssen, daß der Kronprinz für seine erste selbständige Reise an einen fremden Hof just Wien sich als Ziel erkoren hat. Handelt es sich doch eigentlich nur um die Erwiderung des Besuches, den Kaiser Franz Josef vor Jahresfrist zur Großjährigkeits-Erklärung seines Pathenkindes in Berlin abftattete. Andererseits liegt gerade darin, daß sich in dem Besuche und in den begleitenden Umständen so unverkennbar die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Kaiserhäuser nicht nur, sondern auch der stammverwandten Völker dokumentieren, auch dessen politische Bedeutung. Es mag schon richtig sein, daß die auswärtige Politik und die Diplomatie sich von jeder Sentimentalität frei zu halten haben und nur mit realen Größen rechnen dürfen, daß weder die Freundschaften der Herrscher noch die Sympathien der Völker einen Einfluß auf die Konstellationen haben. Aber ebensowenig wird man bestreiten wollen, daß die auf Grund kluger Berechnung.und Abwägung der Interessen abgeschlossenen Allianzen eine wesentliche Festigung dadurch erfahren, wenn sie mit den persönlichen Sympathien zu- fammentresfen. Freilich iuirb in Wien während dieser Tage vielleicht weniger Politik und namentlich weniger auswärtige Politik getrieben werden als sonst. Aber die einmütige Begrüßung, die das Volk der .Hauptstadt nicht nur, sondern zum wenigsten der deutschen Landesteile Oesterreickzs und ganz Ungarns dem Repräsentanten des deutschen Brudervolkes entgegenbringt, wird darum gewiß nicht unterschätzt und auch politisch gewürdigt werden. Insofern ist die Wiener Reise mit ihren Begleiterscheinungen zwar keine politische That, aber sie ist ein Symptom der politischen Lage und entbehrt darum der Bedeutung umsoweniger, als ja bekanntlich gerade in letzter Zeit über die Stellung Italiens zum Dreibunde mancherlei Bemerkungen die Runde machten. Ta mag cs wohl angezeigt erschienen sein, durch das Wiener Verbrüderungsfest vor aller Welt klar zu stellen, daß in den Beziehungen Deutschlands zu Oesterreich-Ungarn eine Erkaltung nicht eingetreten ist. Aus Wien wird weiter gemeldet: Der deutsche Kronprinz besichtigte die Hof-Reitschule und die Kuppel der Hofburg und begab sich zu Fuß über den inneren Burgplatz nach dem Heldenplatz, wo er den Wagen bestieg, um mit dem ihm zugeteilten Korps-Kommandanten Fabini eine Fahrt nach dem Prater zu machen, die sich bis zum Lusthause ausdehnte. Von dort kehrte der Kronprinz nach der Hofburg zurück und begab sich in das Palais des sächsischen Gesandten Grafen v. Rex. An dem Frühstück in der Gesandtschaft nahmen der deutsche Botschafter Fürst zu Eulenburg, der bayerische Gesandte v. Podewils, die Herren der deutschen Botschaft sowie der Bundespräsident der Vereine vom „Roten Kreuz" Fürst Schönberg und Gemahlin teil. Um 1 Uhr 45 Min. verließ der Kronprinz die Gesandtschaft und machte einen Spaziergang in Die innere Stadt. Ueberall, wo der Kronprinz sich öffentlich zeigte, war er der Gegenstand herzlicher Kundgebungen seitens des Publikums. Um 6 Uhr fand in der Hofburg ein Familiendiner statt, an dem der Kaiser, der kkronprinz Wilhelm und nahezu sämtliche Mitglieder des Kaiserhauses teilnahmen. Gleichzeitig fand Marschalltafel für das Gefolge, den Ehrendienst und die .Hofchargen statt. Ter Kronprinz stattete auch dem Erzherzog Franz Ferdinand und dessen Gemahlin, der Fürstin Hohent erg, im Schloß Belvedere einen längeren Besuch ab. Dem am Montagabend beim deutschen Vot'chafter zu Ehren des Kronprinzen statt findenden Ballfest wohnte der Kaiser und sämtliche hier weilende Mitglieder des kaiserlichen Hauses bei. Ter Trinkspruch des Kaisers Franz Josef beim Galadiner lautet: Es gereicht mir zur besonderen Freude, S. K. und K. Hoheit den Kronprinzen Wilhelm bei uns begrüßen zu ' tonnen. Ich rufe ihm herzlichstes Willkommen zu; als mein Pathenkind und Sohn meines bewährten Freundes, Kaiser Wilhelms II., ist mir seine Anwesenheit doppelt lieb. Sein Besuch wird die herzlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Häusern wie unsere politische Intimität neuerlich veranschaulichen. Ich spreche den aufrichtigen Wunsch aus, der Kronprinz möge sich bei uns wohl fühlen und hoffe, er wird die Empfindung mit sich nehmen, bei Freunden gewesen zu sein. Indem ich S. M. Kaiser Wilhelm II., der an unserer Zusammenkunft sicher im Geiste teilnimmt, und sie miterlebt, in herzlicher Freundschaft gedenke, erchebe ich Mein Glas auf das Wohl seines Sohnes. Kronprinz Wilhelm lebe hoch! • • Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: 9)Ht herzlicher Freude und Dankbarkeit verzeichnen wir die Drahtberichte über den großartigen Empfang, den Kaiser und König Franz Josef unserm jungen Kronprinzen bereitet haben. Von der unwandelbaren Festigkeit und Innigkeit der Gesinnungen, durch welche die Kaiserhäuser Habsburg und Hohenzollern zum Heile ihrer Völker verbunden sind, ist in ben in der Wiener Hofburg gewechselten Trinksprüchen aufs neue in wafsenbrüderlicher Treue Zeugnis abgelegt worden. Kaiser und König Franz Josef hat durch seine väterliche Liebe und Güte, womit er seinen jungen Gast aufnahm, auch dem deutschen Volke, das sich in seinem Kronprinzen mitgeehrt fühlt, Anlaß zur erneuten Bekundung der warmen Verehrung gegeben, die überall im Deutschen Reiche dem ritterlichen Herrscher und der verbündeten österreich-ungarischen Monarchie entgegengebracht wird. — In ähnlicher Weise äußern sich die namhaften Wiener und Budapester Blätter. * * * Telegramm des Gießeuer Anzeigers. Wien, 16. April. Dem gestrigen B a l l f e st e bei dem deutschen Botschafter wohnten sämtliche in Wien anwesenden Erzherzöge und Erzherzoginnen, die obersten Hofwürdenträger, die Minister v. Goluchowski, v. Körber und Szell, die gemeinsamen und sämtliche österreichischen Minister, das diplomatische Korps, zahlreiche Mitglieder des Hochadels u. a. bei. Um 9 Uhr traf der deutsche Kronprinz, der die Uniform seines österreichisch-ungarischen Husaren-Regi- mentes angelegt hatte, mit seinem Gefolge ein und wurde vom Botschafter und der Fürstin Eulenburg empfangen. Bald darauf erschien auch der Kaiser in der Uniform seines preußischen Husaren-Regiments. Der Kaiser reichte der Fürstin Eulenburg den Arm und geleitete sie in den Ballsaal. Alsbald begann der Tanz, den der deutsche Kronprinz mit der Erzherzogin Maria Annunciata eröffnete. Um halb 11 Uhr verließ der Kaiser das Fest, während der Kronprinz noch bis zwei Uhr verweilte und sich lebhaft am Tanzen beteiligte.____________________________________________ * Polttische Tagesschau. Ter Berliner Hofbericht vom Sonntag wird den politischen Zeichendeutern viel zu denken geben. Zur Frühstücks täfel beim Kaiserpaar, zu der der König von Württemberg geladen war, hatte auch Tr. v. Siemens, der freisinnige Reichstagsabgeordnete, eine Einladung erhalten. In parlamentarischen Kreisen gilt dieser bekannte Finanzmann seit längerem als Ministerkandidat. Hielt er eine größere Rede, dann hieß es: „Der Direktor der deutschen Bank stellt seine Ministerkandidatur auf". Tiefe Vermutungen mehrten sich, als Dr. Siemens Ende vorigen Jahres aus dem Direktorium der deutschen Bank austrat. „Wie, der rastlos thätige Mann sollte sich im besten Alter, in voller Schaffenskraft, zur Ruhe setzen wollen?" „Wer weiß, was hinter den Coulissen vorgeht" — so raunten sich würdige Gesetzgeber mit bedeutungsvollen Blicken zu. Dr. v. Miquel sucht z. Zt. an den Heilquellen Wiesbadens seine durch Zugluft und Ueberarbeitung im Parlament (Kanalkommission) erschütterte Gesundheit wiederherzustellen. Und Dr. v. Siemens, diese Autorität in Finanzfragen, ist der Gast des Kaiserpaares — nun, wer nicht etwa annimmt, daß die Bereitwilligkeit der deutschen Bank, die ostafrikanische Bahn bauen zu helfen, oder die Verdienste des Dr. v. Siemens um die anatolische Eisenbahn diesem Finanzmann die ehrenvolle Einladung verschafft haben, der wird vielleicht folgern, daß Herrn Dr. v. Miquels letzter und Herrn Tr. v. Siemens erster Ministertag nicht allzuferne mehr ist. Am schlechtesten käme bei solchem Ministerwechsel die Kanalvorlage weg. Dr. v. Siemens zählt zu den intimsten Gegnern der Agrarier, die ihm am wenigsten entgegenkommen würden. Die preußischen Finanzen freilich wären bei ihm in guter Hut. Die zuweilen ganz gut orientierte „D. W." meldet: Finanzminister Dr. y. Miquel, der bekanntlich z. Z. in Wiesbaden weilt, hat nach den hier eingezogenen Erkundigungen neuerdings eine bestimmte Disposition über seine RückkehrnachBerlinnochnichtgetroffen. Ursprünglich war der Iß. d. M. als Tag des Wiedereintreffens in Aussicht genommen; aller Voraussicht nach dürfte er jedoch zu diesem Termine noch nicht in Berlin zu erwarten sein. Tagegen war gestern durch die Presse verbreitet worden, Miquel werde zu Beginn des preußischen Landtages in Berlin anwesend sein. Engländer und Buren. Die Londoner „Preß Affociation" verbreitet eine Mel bang, wonach die Baren, vom Nebel begünstigt, den General French uud 500 Manu gefangen genommen hätten. An amtlicher englischer Seite wird die Richtigkeit der Meldung natürlich bestritten und es bleibt abzuwarten, ob sie sich bewahrheitet. Jedenfalls aber scheint es uns keines wegs so ganz aus der Luft gegriffen, daß der englische General, der nun nachgerade ein Jahr etwa hinter den Buren losgetrekkt ist, ihnen nun in eine Falle gegangen ist. Schon lange stand eS mit den French'schen Mannschaften recht faul. Ihre Uniformen, die allerdings in der letzten Zeit durch neue ersetzt wurden, wofür aber den Leuten erhebliche Abzüge an der Löhnung gemacht wurden, waren nichts mehr als Lumpen und ihre Unzufriedenheit wuchs von Tage zu Tage. Wochenlang haben die Mannschaften keine Löhnung erhalten und ihre nach England gerichteten Klagen meldeten unerhörte Dinge, wie die Zahlmeister die Auszahlung des Soldes häufig verweigerten. Nun hat allem Anschein nach diese englische Elitetruppe, die bisher immer die größten Erfolge im Kriege gehabt hat, ihr Schicksal erreicht. Vorläufig ist die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, daß die elende Behandlung und die wunderliche Organisation des inneren Dienstes der Feldarmee den Buren diesen neuen Erfolg wesentlich erleichtert hat. ES geht die Rede, die Zusammenkunft KitchenerS mit Botha sei auf die Gefangennahme FrenchS zurückzuführen. Danach müßte also French bereits anfangs März in die Hände der Buren gefallen fein. Tatsächlich erwähnen die offiziellen englischen Nachrichten ben Namen dieses Generals bereits seit weit längerer Zeit nicht! Wenn also Kitchener aus diesem Grunde mit Botha Unterhandlungen angeknüpst hatte, dann hat daS fast den Anschein, als sei ihm French unentbehrlich zur weiteren Fortsetzung des Krieges. * Telegramme deS Gießener Anzeigers. London, 16. April. Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 15.: Wählend der Operationen BabingtonM überraschte die Kolonne des Obersten Rawlinson nordwestlich von Klerksdorp mit Tagesanbruch Smuls Lager. Sechs Buren wurden getötet, zehn verwundet, 23 gefangen genommen ; ein Zwölspsünder, ein vollständiges Pompomgeschütz, zwei Munitionswagen mit Munition, einige Pferde und einiges Vieh wurden weggenommen. Die Engländer! hatten drei Verwundete. Plumer nahm den Felokornet Briet und 16 Buren gefangen und erbeutete 10 Wagen, 18 Gewehre, Pferde und Rindvieh. Im Oranjefreistaat wurden während der Operationen Pitchers sieben Bure« getötet, einer ergab sich. Ferner wurden erhebliche Vorräte eingebracht. Barkly West, 15. April. Der Gerichtshof für Hochverrat verurteilte das Mitglied des Kap-Parlaments De Wet zu drei Jahren Gefängnis und 1000 Pfund Sterling Geldstrafe. China. General'Feldmarschall Graf. Walbersee melbet am 13. aus Peking: Zur Aufhebung ber unter dem 8. b. Mts. ge- melbeteu Räuber, bie sich im Gebirge nordöstlich Tschang- pingtschou (30 Km. nördlich Peking) festgesetzt haben, ist Major v. Schönberg mit einer Kompagnie und je einem Zuge berittener Infanterie, Kavallerie und Feldartillerie von hier abgeschickt,d während die Kompagnie aus Tschangpingtschou den Rückzug verlegen soll. Der „Standard- meldet ans Schanghai, eingeborene chinesische Beamte hätten aus Peking Briefe erhalten, in denen es heiße, der russische Gesandte v. Giers bringe immer noch in Tsching unb Li-Hung-Tschang, das Mandschurei- Abkommen zu unterzeichnen. Deutsches Keich. Berlin, 15. April. Die Kaiserin mit den Prinzen August Wilhelm und Oskar reifte heute Nachmittag nach Plön ab. Der Kaiser geleitete die Kaiserin zum Bahnhof, wo auch der Reichskanzler erschienen war. — Der Kaiser hörte heute den Vortrag des Reichskanzlers Grafen v. Bülow in deffen Wohnung und besuchte ben neuen Dom. — lieber ein angebliches Komplott gegen den Kais er bringt eine Berliner Lokalkorrespondenz eine sehr unwahrscheinliche Meldung. Darnach soll ber Anarchist Romagneli am 27. März im Auftrage einer anarchistischen Vereinigung BuenoS-AireS verlaffen haben, um nach Deutsch- lanb zu gehen. Dte Polizei fahnde auf ben Mann. — Mit ben Mosaikbilbern beS KaiserpaareS im Blindenheim zu KönigS-Wusterhausen verhält eS sich doch anders, als die „VolkSztg." berichtet hatte. Die Bilder, welche bie Kaiserin als „Heilige Elisabeth", ben Kaiser als Ritter barstellen, waren ber „Freis. Ztg." zufolge bei Einweihung ber Anstalt noch nicht vollenbet und durch Kartons, die als Vorlage gebient hatten, ersetzt worben. Diese Entwürfe würben bann allerdings bald nach der Feier entfernt, jetzt aber werden sie durch bie Originale, bie nunmehr fertig gestellt finb, ersetzt werben. — Der Kaiser wirb bet „Nationalztg." zufolge auch in biesem Jahre eine Norblanbreise antreten. Sie wird unmittelbar im Anschluß an bie Kieler Woche unternommen unb bie gewöhnliche Dauer haben. Die kaiserliche Dacht „Hohenzollern" wirb wahrscheinlich von einem schnellen Kreuzer unb mehreren Torpebobooten als Depeschenbooten begleitet werben. . . — Einer offiziellen Ansage zufolge kommt der Kaiser am 27. April nach der Wartburg. — Bezüglich des angeblichen Kaiserwortes von dem Kanalschlucken bemerkt die bündlerische „Dtsche. Tgsztg.": „Um eine offizielle Erklärung herbeizuführen, wollen wir eines Gerüchts Erwähnung thun, das mit großer Bestimmtheit auftritt. Es heißt nämlich, daß es fich nicht um eine Aeußerung, sondern um eine Randbemerkung zu einem Zeitungsausschnitt handle." — Zu einem Artikel des „Hamb. Korresp.", in dem erklärt wird, daß der Kaiser entgegen seiner Ueberzeugung jetzt der Ansicht sei, daß in Bremen ein förmliches, bewußtes und beabsichtigtes Attentat gegen ihn verübt worden sei, bemerkt die „Weserztg.", daß die Untersuchung bis jetzt keinerlei Momente ergeben habe, die die veränderte Auffassung der Sache rechtfertige. — Dem „ReichSanz." zufolge wurde dem Generaloberst Frechrn. von Los das Eerdienstkreuz der preußischen Krone verliehen. — Der Bundesrat überwies in seiner heutigen Sitzung den Entwurf von Bestimmungen über die Beschäftigung vonGehilfen und Lehrlingen inGast- undSchank- wirlschasten, sowie den Entwurf einer Verordnung wegen Vervollständigung der Militär-Transport-Ordnung für Eisenbahnen vom 18. Januar 1899 den zuständigen Ausschüssen. Die Vorlage betr. die Ausprägung von Reichs-Gold- und Silbermünzen im Jahre 1900 wurde zur Kenntnis genommen. Ferner überwies der Bundesrat die Resolutionen des Reichs tages zu den Gesetzentwürfen betr. die Feststellung des ReichS- haushaltSetatS und des HauShaltSetats für die Schutzgebiete auf 1901 teils dem Reichskanzler, teils den zuständigen AuS- schüffen und stimmte den mündlichen Ausschußberichten über die Entwürfe eines SüßftoffgesetzeS und eines Gesetzes betr. die Abänderung des Branntweinsteuergesetzes vom 24. Juni 1887/16. Juni 1895 zu. — In der „Hilfe" wird eine Berechnung darüber aufgemacht, wieviel die Familie v. Puttkamer auf Grund des GetreideertragS ihrer pommerschen Güter durch den jetzt bestehenden Getreidezoll alljährlich gewinnt. Das Blatt des Pfarrers Naumann kommt auf die Summe von 151030Mk., nachdem es den pommerschen Besitz dieser Familie an Getreideboden auf etwa 8000 Hektar fefigeftellt hat. — Wie jetzt bekannt wird, ist eS den Anarchisten Deutschlands gelungen, ohne von der Polizei gehindert zu werden, ihre schon längst geplante Konferenz zu Ostern in einer Stadt Süddeutschlands abzuhalten. Der Hauptpunkt der Tagesordnung war die Konstitution der „Deutschen Föderation revolutionärer Arbeiter" und die Organisation in den einzelnen Städten. 13 Städte waren durch 19 De- legierte vertreten. Bonn, 15. April. Nach jahrelanger, durch eine frühere Biemarckkundgebung verursachter Spaltung einigten sich heute die katholischen mit den übrigen Korporationen zur Veranstaltung eines gemeinsamen Kaiserkommerses in der Beethovenhalle, deren Ausschmückung die Stadt übernimmt. Als Gäste werden die Corpsbrüder des Kaisers aus dessen Bonner Studentenzeit eingeladen. Nur zwei offizielle Reden werden gehalten: auf den Kaiser und auf den Kronprinz. Man hofft, daß der Kaiser an der Feier teilnehmen wird, Vielleicht wird ihr auch der Kronprinz beiwohnen. AnsüllÄ. Loudon, 15. April. König Eduard empfing heute die von Generalmajor v. Moltke geführte deutsche Militärab- vrdnung, die von Kaiser Wilhelm abgesandt worden war, um dem König die neue deutsche Feldausrüstung für über« feeische Truppen zu zeigen. Lord Roberts und Generalmajor Sir Henry Trotteur, Kommandeur des Londoner Be- zirks, waren bei dem Empfang anwesend. Brussel, 15. April. Der „Etoile" erklärt sich ermäch tigt, die Gerüchte von der bevorstehenden Verlobung des Prinzen LouiS Napoleon mit einer russischen Prinzessin zu dementieren. Paris, 15. April. Am Samstag besuchte Loubet in dem Dorfe Marsanne seine 8 8jährige Mutter, die sich noch munter und gesund befindet. Der Präsident bedauert nur, daß die alte Frau sich so viele Sorgen um ihren Sohn mache. Rom, 15. April. In dem heute abgehaltenen geheimen Konsistorium hielt der Papst eine Ansprache, in der et auSführte, daß die gegen die Katholiken sich richtenden bedrohlichen Vorgänge eine immer ernstere Gestalt an« nähmen, und sich von einem Teile Europas zum andern fortpflanzten. An verschiedenen Stellen, die räumlich getrennt, aber durch gleichartige Gesinnung geeint seien, werde ein Feldzug geführt gegen die religiösen Kongregationen, um sie langsam zu vernichten. Sodann sprach der Papst von der Lage, in welcher er sich befinde. Er bezeichnete dieselbe als ebenso unwürdig wie verletzend. Mit Bezug auf den von einem sozialistischen Deputierten eingebrachlen Gesetzentwurf zugunsten der Ehescheidung äußerte der Papst, man wolle den bisherigen Kränkungen der Kirche eine neue hinzufügen, die die Heiligkeit der christlichen Ehe herabsetzen und die inneren Grundlagen der menschlichen Geschichte zerstörten. Der Papst sprach sodann mit Betrübnis davon, welche Gefahren die Gegenwart in sich berge, fügte hinzu, er sehe für die Zukunft noch größere Gefahren voraus und forderte die Men- T1' ö" Gott ihre Zuflucht zu nehmen. Zum Schluß verkündete der Papst die Ernennungen der neuen Kardinäle, von denen della Volpe und San Miniatelli in dem Konsi ftortmn vom 19. Juni 1899 in petto ernannt waren. Aden, 15. April. Der italienische General-Konsul in Sansibar ist aus dem unter italienischem Protektorat stehenden Midjertingebiete an der Somaliküste hierher zurückgekehrt. Er war dorthin mit dem Auftrage geschickt worden, die nötigen Maßregeln zur Unterdrückung des schmugglerischen Waffenhandels zu treffen und den Hauptbeteiligten an jenem Waffenschmuggel, nämlich den unter italienischem Schutze stehenden Sultan von Midjertin. zum Gehorsam zu zwingen. Da der Sultan eine feindselige Haltung einnahm, wurden seine Wohnstätten in Bereda und Bender-Kassau be choffen, sein Sohn gefangen genommen und eine große Menge von Munition und Waffen beschlagnahmt. Der Sultan selbst, der mit einigen seiner Leute in das Innere des Landes geflüchtet und ohne Munition war, mußte sich chließlich unterwerfen._________________________________________ Aas Stadt und Land. Gießen, den 16. April 1901. •• Einen Nachruf von inniger Wärm: widmet in unserem eutigen Anzeigenteil im Namen des OffizierkorPS des Inf,« Regiments Nr. 116 der Kommandeur Oberst v. Dewitz dem rei Peking erschossenen Hauptmann Bartsch. — In einem Frankfurter Blatte finden wir folgende Anzeige: Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, in der Nacht vom 9. zum 10. dS. Mts. in Peking meinen heißgeliebten Mann, unseren teueren Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Georg Bartsch, Hauptmann und Kompagntechef im 2. ostastattschrn Infanterie Regiment, zu ich zu nehmen. Dies zeigt im tiefsten Schmerze mit der Bitte um ttlleS Beileid an Agnes Bartsch, geb. Mende, zugleich im Namen der Familien Bartsch und Mende. Loschwitz bet Dresden, Striegau, Breslau, Charlottenburg, Jnowrazlaw, Schmiedeberg im Riefengeb., ZtegenhalS und Forst in Laus., 12. April 1901. Eine Pekinger Drahtung an „LaffanS Bureau" meldet, daß die Deutschen eine Züchtigung über die Bevölkerung von drei Dörfern verhängten, die in der Nähe der Stelle liegen, wo jüngst ein deutscher Offizier getötet wurde. Daraus geht mit Sicherheit hervor, daß nunmehr die begründete Annahme besteht, daß Hauptmann Bartsch von Chinesen ermordet worden ist. Damit fallen alle müssigen Kombinationen in nichts zu- ammen! Die Angehörigen des Ermordeten haben die leberführung der Leiche nach der schlesischen Heimat tele graphisch beim Auswärtigen Amte erbeten, und es ist an» unehmen, daß dieser Bitte entsprochen werden wird. — )ie amtlichen Nachrichten über den Tod von Bartsch sollen ch übrigens mit den von uns bisher veröffentlichten privaten Meldungen vollständig decken. Die Annahme, daß ein Un glücksfall vorliegt, ist auch amtlicherseits vollständig fallen i klaffen worden. • « Kurz vor Schluß der Redaktion geht uns folgende Nachricht zu: Man meldet aus Peking vom 15. ds. Mts.: Ein junger Ch'nese namens Howa» wurde als Mörder des Hauptmanns Bartsch heute ergriffen. Er gesteht die Thal ein, die er im Affekt wegen einer angeblichen Mißhandlung durchBartfch begangen habe, und rühmt fich sogar der That. Howau und ein anderer, gleichfalls Henle verhafteter Chinese wurden auf dem Pferde Bartsch's fitzend angetroffen. Außer diesen find noch zwei Chinesen, die zu der Mordthat n Beziehung stehen sollen, verhaftet worden. Die schnelle Ermittelung und Festnahme des Mörders und feiner Helfershelfer ist das Erfreuliche an der grausigen That, die nun völlig aufgeklärt scheint und ihre Sühne um vorzüglich finden wird. Das Nachspiel der Tragödie wird eie Hinrichtung des niederträchtigen Mordbuben bilden. Die deutsche Reichsregierung aber wird nicht zögern, die chinesische Regierung für diese neueste himmelschreiende Blutthat verantwortlich zu machen. Ihre Maßnahmen bleiben abzuwarten. Sie werden gewiß der Ruchlosigkeit der Thäter entsprechen. Auch werden die Entschädigungsansprüche -dem- gemäße Erweiterung erfahren. Wie wir noch erfahren, stand Frau Hauptmann Bartsch in diesen Tagen im Begriff, ihrem Manne nach China zu folgen, da er ihr sein Wohlbefinden und die dortigen 93er« hältnisse auf das Angenehmste geschildert hatte. Drei Tage vor ihrer beabsichtigten Abreise aus Loschwitz ging ihr die er schütternde Nachricht von dem gewaltsamen Ende ihres Gatten zu. -i-l. Provinzial-Ausschuß. Außer der Frage der Polizeikosten für Bad-Nauheim, über die wir bereits gestern berichteten, kamen noch folgende Gegenstände zur Verhandlung: Zunächst wurde auf Antrag der Bürgermeisterei Bad-Nauheim die Enteignung mehrerer zur Anlegung eines neuen Friedhofs erforderlicher Grundstücke ausgesprochen und dann in die Verhandlung betreffend die Bureaukosten des Bürgermeisters Köhler zu Langsdorf eingetreten. Dieser hatte bei Aufstellung des Gemeinde-Voranschlags für 1900/1901 die Erhöhung der Bureaukokten von 450 Mark auf 600 Mark beantragt. Der Gemeinderat hatte diese Erhöhung abgelehnt. Später hatte Bürgermeister Köhler nochmals die Erhöhung und zwar auf 900 Mark beantragt. Wegen des beteiligten öffentlichen Interesses, da es nämlich im öffentlichen Interesse gelegen ist, daß ein öffentlicher Beamter, wie es der Bürgermeister ist, eine ausreick)ende Vergütung erhält, chatte das Großh. Kreisamt Gießen dem Gemeinderat die Erhöhung der Bureaukoften angesonnen und zwar auf 752 Mark jährlich. Demgegenüber hatte der Gemeinderat von Langsdorf vorgebracht, daß bei einer guten Verwaltung seitens des Bürgermeisters eine Erhöhung wohl angebracht sei, daß aber die V e r w a l t u n g des Bürge r m e i st e r s Köhler eine pflichtwidrige, leichtfertige und für bic Gemeinde schädliche fei; gleichzeitig hatte der Gemeinderat Thatsachen erwähnt, die dies beweisen sollten. Trotzdem war seinerzeit der Kreisausschuß zu der Entscheidung gelangt, daß dem Ansinnen des Kreisamts Gießen stattzugeben und die Gemeinde Langsdorf kostenfällig zu verurteilen fei, die Bureaukosten ihres Bürgermeisters mit Wirkung vom 1. April 1900 an auf 752 Mark jährlich zu erhöhen. Der Kreisausschu war hierbei von dem Standpunkt ausgegangen, daß di Bureaukosten in der Hauptsache darstellen die Entschädigung für Auslagen, zum kleineren Teil auch für Zeitverlust und Bemühung. Als maßgebend mußten in Betracht kommen die Bevölkerungszahl, die Größe der Gemarkung und die Höhe des Gemeindevermögens. Im Gesetze seien die per- sönliae Tüchtigkeit, der Eifer und die Gewissenhaftigkeit des Bürgermeisters als die Höhe der Vergütung bestimmende Momente nicht erwähnt; es verstehe sich jedoch von selbst, daß die Gemeinde die Vergütung hiernach bemessen werde und die Aufsichtsbehörde werde nicht ent gegentreten, sobald die durch den Charakter des Amts als Ehrenamt gesteckten Grenzen nicht überschritten würden. Gegen diese Entscheidung hatte die Gemeinde Langs dorf Rekurs eingelegt und zur Begründung angeführt, daß die Dienste des Bürgermeisters ü r d i e Gemeinde nicht derartige seien, daß man ihm mehr für Bureaukosten gewähren olle, als er in der kurzen Zeit, während der er sich einer Thätigkeit mit wenig Eifer undGeschick widme, hatfächlich verauslage. In der mündlichen Verhandlung kam der Vertreter der Gemeinde auch auf die Persön - lichkeit Köhlers zu sprechen, und betonte, daß er ein Mensch von individueller und origineller Ent - wicklitng sei, der nur seinem eigenen Kopf folge und durch seine Eigenart und seinen Eigensinn die Gemeinde schädige. Taber finde er auch ke i n e S t ü tz e i m G e m e i n d e r a t. Nach Ansicht der Gemeinde werde eine Prämie gesetzt auf die Untauglichkeit und Unzuverlässigkeit des Bürgermeisters, wenn die Bureaukosten erhöht würden. Tie Fülle seiner Aemter — er fei Vorsitzender einer großen Zahl von Vereinen, auch Reichstags- und Landtagsabgeordneter — seine Thätigkeit in der Presse, sowie seine agitatorische Wirksamkeit unter den Bürgermeistern und die Abfassung seiner konfusen Anträge für die Kammer verh in dereihn, sein Amt als Bürgermeister richtig zu führen. Gleichzeitig wurde die Zahl der Beschwerdepunkte über die Dienstführung des Bürgermeisters auf 13 erhöht und Beweis hierfür angeboten. Der VeV-- tretet des Kreisamts Gießen nahm den Bürgermeister Köhler in einzelnen Beziehungen in Schutz und betonte, daß Köhler doch für Langsdorf vieles gethan habe. Dafür, daß er mehr wie seither dem Publikum zur Verfügung stehe, werde gesorgt werden. Was die Höhe der Bureaukoften anlange, so sei hierfür nicht das Maß der Leistung, sondern hauptsächlich der Umfang der in der Gemeinde vorkommenden, dem Bürgermeister obliegenden Geschäfte maßgebend. Dementsprechend gelangte der Provinzialausschuß zu der Entscheidung, daß der Rekurs als unbegrün de tabzu weisenseiunter gleichzeitiger Ablehnung der gestellten Bern e i s a n t r ä g e und unter Verurteilung der Gemeinde in die Kosten des Verfahrens. Von der Ansetzung eines Aver- ionalbetrages wurde abgesehen. Nun wird Köhler, so meinte, wie man uns von anderer Seite mitteilt, der Rechtsvertreter der Gemeinde Langsdorf in der Sitzung, behaupten, ihm feien in Anerkennung feiner Verdienste um die Gemeinde Langsdorf feine Bureaukoften um zwei Jn- tanzen erhöht worden. — Hierauf kam die Klage der Brauerei- un b Mälzerei-Berussgenofsen- chaft zu Frankfurt a. M. gegen b i e Gemeinde Bellersheim zur Verhandlung. Die Klägerin hatte für einen Knecht der Gambrinus-Brauerei in Butzbach, welche in Bellersheim eine Niederlassung besitzt, die Heilunas-- kosten getragen und verlangte auf Grund des § 76 c des Krantenversicherungsgesetzes Zahlung von Krankengeld im Betrage von 26.92 Mk., welches ihr auch ^gesprochen wurde. — Ter letzte Punkt der Tagesordnung, die Klage desOrts - arrnenverbau des Lauter gegen den Ortsarmenverband Grünberg wegen Unterstützung be® hilfsbedürftigen Georg Biedenkopf mußte aus rechtlick>en Gründen vertagt werden. ** Eiseudahu Personalien. Ernannt wurden: Stations- Vorsteher K u t s ch e r in Lollar, unter Versetzung nach Gießen, zum StationS-Vorsteherl. Klaffe. Stations-Assistent Kölln er in Gießen, unter Versetzung nach Lollar, zum StationS- Vorsteher 2. Klaffe; Stations-Assistent Rode und Rusag zu königlichen Güter«Expedienten in Gießen. Versetzt wurde: Stations-Assistent Fischer von Gießen nach Bad-Nauheim. ko. Büdingen, 15. April. Eine sehr nützliche Anlage wird gegenwärtig für unsere Stadt errichtet. Am Nordende des fürstlichen Parkes wird nämlich eine B adeanftalt am Seemenbach erbaut. Bis zum Beginn der Badesaison wird das Werk fertiggestellt sein. i. Bad-Nauheim, 15. April. Im Auftrage der hessischen Regierung weilte heute der Geh. Ober-BergraH Professor Dr. L e p s i u s von Darmstadt hier und gab, im Einvernehmen mit der hiesigen Badedirektion, folgende amtliche Erklärung über die Störungen bei den alten Spruideln ab: „Beim Bau des neuen Badehauses in Bad-Nauheim, das in nächster Nähe der Sprudel in diesem Winter erbaut wurde, und beim Einbau der Rohrkammer für den neuen Sprudel im März dieses Jahres mußte das Grund- wasser bis in eine Tiefe von 5 Meter aus dem Untergrund bei den Sprudeln ausgepumpt werden, während es sonst nur 2—3 Meter unter der Erdoberfläche steht. Da nun die Verrohrung der beiden alten Sprudel, die zu verschiedenen Zeiten in den Jahren 1846 bis 1862 zum Teil hergestellt, zum anderen Teil erneuert wurde, im Laufe der letzten 40 Jahre teilweise gelitten hat, wie dieses bereits früher festgestellt ist, so konnte nach Absenkung des Grund- Wassers das Thermalwasser und die Kohlensäure im oberen Teile der Steigrohre in die Sand- und Kiesschichten austreten. Hierzu kam, daß die Kohlensäure das Thermal- wasser in den Steigerohren bei Absenkung des Grund- Wassers um ca. 3 Meter höher heben mußte, um die Sprudel frei aus der Nohröffnung in die Luft auszuwerfen. Einerseits war also durch seitlichen Austritt von Kohlensäure durch die schadhaften Steigerohre weniger auf* treibende Kraft vorhanden, andererseits war mehr Kraft zum Auswerfen des Thermalwasfers nötig als vor der Absenkung des, Grundwassers. Diese beiden Gründe bewirkten, daß die beiden alten Sprudel so geschwächt wurden, daß sie weniger stark ausflossen. Ter beste Beweis hierfür ist, daß der neue Sprudel XIV gar nicht gestört oder geschwächt wurde, obwohl die betreffenden Tiefbauten unmittelbar bei seinem Steigrohre stattfanden. Der neue Sprudel ist eben mit den vollkommenen Mitteln der modernen Technik durch Kupferrohre bis in große Tiefe gefaßt und vollständig gegen das Grundwasfer durch eine besondere Abdichtung abgeschlossen. Nachdem nunmehr bte Tiefbauten fertig gestellt sind, und das Grundwasfer feinen normalen Stand wieder erreicht hat, werden sich die falschen Wege im Untergründe bald völlig schließen und ein seitlicher Ausfluß der Kohlensäure aus den Steigerohren nicht mehr stattfinden. Hierdurch werden die alten Sprudel binnen kurzer Zeit ihre frühere Kraft wieder gewinnen. Jedenfalls geht aus diesem Ereignis hervor, -datz es notwendig ist, auch die Steigerohre der alten Quellen im nächsten Winter gegen den störenden Einfluß des Gruno- wasfers so vollkommen abzudichten, wie dies bei dem neuen ist gnrtib6* Tiefbanl Zpnid-l W. WfV ■,? der »oti? der -p,,»erstorbei i6' S G-Mdschu h,= uni Men ne Wer nO E .,,x [e ite (Wieit Zustand er Sh-M Sriebbob wo die Nmeiügung 1 stattet worden. ' fc. Grrnrhtnn, 1; awMch hat die Zackersabrit an i lMÜbergegeben. ES Sstrninännett" an t •• Meine Mei In einem Anfall voi ZWriger Ment, dem vierten Stock in fttte. - Anr fjngentr, der von de dem Haftlokal tranSpo Tage zu verbüßen h> Hb ttitbet von Zivi * Berlin, 15. hciinnisvo 11 e A Kriminalpolizei seh tLiirbe in dem.hau bürg geborene angt die unter der Kont aufgefunben. Das h Mieter und ist seh Privatbeamte F. der Rennbahn in zog am 1. b. Mari festen, anständigen Flur zugängliches fo Wchen Einrichtung Mieterin nicht auf, tu etwas zu viel im offei vnüch Wie W der Liadür uchbev: Moser, hatte schon \ such, die bei ihm ei Nb 11 Uhr hörten einen Wortwechsel ( in dem Zimmer bt "ne feste Wand in Mödlich einen Schi unterbrach. Sie PlI -*'Ä mKM 21 «egt lln c im e”,8,eii»g i ® 6m(e bei U« mb32fm $ Reiser, 7 rm ”on Binzenbach, 9 Uhr am» 6o|ili kng, 50 2 ?Mei kch«t 8llb\8!*i ’Me. .toflppel 5s; > i'tj08 Nh •Hm, z'°> Soll S Sei Bern en- Frankfurt, den 16. April. 220 00 fiandeS, öffentlich auSstcllen zu dürfen. Ein Mann Aguinaldos und will jede Sicherheit für die Zurücklieferung 10 72 96 1835 11700 75 2904 Krofdorf, den 15. April 1901. Der Bürgermeister. Lichtenthäler. OMÄAngkN 77 16 120 . 184 30 . 153 20 . 147 00 . 152 50 . 148 90 . 164.50 . 210 50 . 195.50 . 176.00 Kreditaktien . . . Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handobiges, Oeeterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte Bochum . . . . Harpener . . . lustlos. Bciohsanleibe . . do . . Konsols . . . . do . . . . Hessen . . . . Sohversteigerung Donnerstag, 18. April, vormittags von 9 Uhr an, soll tm Großen-Busecker Gtmcindewald, Distrikt Unter und Gellacker, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Holz - Versteigerungen. Am Freitag dem 19. April er., vormittags 8 Uhr, im Saale des Wirte» Weber zu Ahvach. 26 fm Eichen- und 71 fm Nadelholz-Stämme, 2 rm Eichen- und 53 rm Nadelh.-Nutzholz, 21 rm Eichen-, 141 rm Buchen- und 96 rm Nadelholz-Scheit und -Knüppel, 2828 rm Reiser, 67 rm Stöcke. Das Holz liegt im Gemeindewald Ahbach. Am Freitag dem 19. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, im Saale des Wirtes L. Peusch zu Kiuzevvach. 6 fm Eichen- und 32 fm Nadelholz-Siämme, 6 rm Nadelh.-Nutzholz, 3 rm Eichen- und 7 rm Nadelholz-Scheit und -Knüppel, 691 rm Reiser, 7 rm Stöcke. Das Holz liegt tm Gemeinde- wa d von Kinzenbach. Am Douuerstag dem 18. d. Mts., vormittag» 9 Uhr, im Saale des Wirtes Feiling zu gotfar. 3 fm Eichen und 15 fm Nadelholz-Stämme, 20 rm Eichen- und 8 rm Nadelholz Nutzhol», 18 rm E'chen-, 70 rm Buchen- und 52 rm Nadelholz-Scheit und -Knüppel, 1144 rm Reiser, 12 rm Stöcke. Das Holz liegt im Gememdewald von Dorlar. Am Samstag dem 20. d Mts , nachm ttags 2 Uhr, bei Wirt La uz zu Wißmar. 1 Fichtenstamm --- 0,8 fm, 13 Nadelholz-Stangen 2. Kl., 4 rm Fichten-Nutzholz, 4 m taug, 53 rm Buchen-, 54 rm Nadel- und 42 rm Weichhol;- Scheit und -Knüppel, 2516 rm Reiser, 28 rm Nadelholz- flöie. Das Holz liegt in den Distrikten Kreuzeck, Wäldchen und Asselbach. Gemeindewald von Wißmar. Am Montag dem 22. April er., nachmittags 1 Uhr, bei Wirtin Wetsbrod zu SatzSödeu. 23 Eichenstäwme = 22 fm, 106 Fichtenstangen, 7—10 cm Durchm., 34 rm Sichen-, 178 rm Buchen- uno 16 rm Nadelholz-Scheit und -Knüppel, 1320 rm Reiser (Durchsorfiung), 12 rm Stöcke. Das Holz liegt in den Distrikten Rcknbach, Greußen, Hardt und Faberstück, Gemelndewald von Salzböden. Aguinaldos übernehmen. Ein anderer Schaubudenbesitzer will den Aguinaldo ein Jahr lang für sich „arbeiten“ lasten, und bietet dafür sogar 250,000 Dollars. Sprudel der Fall ist. Tann werden in Zukunft bei etwa notwendigen Tiefbauten und Rohrlegungen die alten Sprudel dieselbe unveränderte Festigkeit zeigen wie der Ernst Ludwig-Sprudel." Mainz, 15. April. Der Anlaß zum Selbstmorddes Referendars Dr. jur. Hans Eltze aus Potsdam, der sich in der vorigen Wocl)e in Mainz, wo er als Leutnant im Großh. hessischen Leib-Jnfanterie-Regiment Nr. 117 eine Reserveübung absolvieren sollte, erschossen hat, wird zetzt bekannt. Er ist ein Opfer des Zusammenbruchs der Spiclhagen Banken geworden. Eltze ist der Sohn eines verstorbenen Fabrikdirektors, dessen in Potsdam wohnende Witwe ihr ganzes Vermögen in Papieren der Deutschen Grundschuldbank angelegt hatte. Nachdem Hans Eltze durch das juristische Studium in Berlin und Greifswald viele mosten verursacht hatte und er erst seit einem Jahre Referendar war, stand ihm noch eine lange Zett bevor, die er ohne Einkommen in seinem juristischen Beruf dahin bringen mußte. Dazu reichten nun die Mittel seiner Mutter nicht aus. Ter junge Mann, der durch den Bankenkrach seine (Sortiere vernichtet sah, verfiel in Schwermut, in welchem Zustand er Hand an sich selber legte. Tie Leiche Eltzes wurde von Mainz nach Potsdam überführt, und ist dort heute Montag vormittag auf dem alten städtischen Friedhof, wo die Familie ein Erbbegräbnis besitzt, unter großer Beteiligung seiner Freunde und Angehörigen bestattet worden. fc Gernrheim, 15. Avril. Die großherzogliche Slaa:ü- anwalstchaft hat die Akten in Sachen der GernSheimer Zuckerfabrik an den Untersuchungsrichter in Darmstadl h,nübergegeben. Es scheint also doch verschiedenen „dunklen Ehrenmännern" an den Kragen zu gehen. *• Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In einem Anfall von Geistesstörung sprang in Kassel ein 26jähriger Student, der Sohn eines höheren Beamten, aus dem vierten Stock in den Hof, was seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. — Am Sonntag vormittag machte ein Gefangener, der von dem Zelleugefängnis in Butzbach nach dem Haftlokal transportiert werden sollte, wo er noch einige Tage zu verbüßen hatte, einen Fluchtversuch, wurde aber bald wieder von Zivilisten eingefangen. plötzlich einen Schuß fallen, der ihre Unterhaltung jäh unterbrach. Sie eilten hinaus, und fanden die Stuben- 8Ve% 8°/o 8Vb% 8O/o 8«;,o/5 5 7c Italien. Rente . . 4t>/c Griech. Monop.-Äul, 3 7o Portugiesen . . 8 o/a Mexikaner . . . 4uß in der linken Brust, in der Nähe der .Herzgegend, und unterbrach das Wimmern ab und zu durch den Ruf: „Mörder! Mörder? Ein Mann hat mich gemordet!" Die Schwerverwundete war im Unterrock und hohen Kttöpfsdiefeln, eine Taille hatte sie nur übergeworfen und halb zugeknöpft. Tie jungen Leute nahmen sich ihrer an und gingen auch zur Polizei und zum Arzt. Polizci- bcamte begegneten ihnen bereits, da man den Schuß auch draußen auf der Straße gehört und sck>on von hier aus die Polizei darauf aufmerksam gemacht l^atte. Auch dem Arzt und den Beamten konnte die. Verwundete nur sagen, daß sie geschossen worden sei, den Thäter schien sie nicht zu kennen. Ter Arzt, der ihr einen Notverband anlegte, mahnte sie zur Ruhe. Sie gab jedoch zu verstehen, daß ihr am Leben nichts mehr liege und bat, sie doch nur sterben zu lassen, da es einmal s o weit gekommen sei. Nach Anlegung des Verbandes wollte man die Verwundete in ein Krankenhaus bringen, sie starb aber bereits auf dem Wege dorthin in dem Rettungswagen. Tie Leiche wurde nun beschlagnahmt und sofort nach dem Sck)auhause übergeführt Bei der ersten Türchsuchung der Wohnung fanden die Revierbeamten auch die Mordwaffe, einen nagelneuen Revolver, dessen Trommel noch fünf fcharfe Patronen enthielt Die Ermittelungen über das Vorleben der Ermordeten ergaben u. a. folgendes: Ihr Vater war Gastwirt in Augsburg beide Eltern sind tot. Marie Stadler war seit lo Jahren in Berlin. Sechs Jahre lang war sie Kellnerin. Vor 9 Jahren kam sie dann unter die Kontrolle der Sittenpolizei und blieb darunter bis zu ihrem Tode. Ihre Beziehungen im Einzelnen können nicht so leicht festgestellt werden. Am 1. Januar d. I. zog sie bei einer Witwe Meske in der Gitschinerstraße Nr. 81 ein. Als der Hausverwalter merkte, mit wem er zu thun hatte, mußte Marw Stadler am 1. Februar ziehen. Sie ließ aber ihre Habseligkeiten bei Frau Meske und hielt sich fast immer heimlich doch noch bei ihr auf. Anfang März wurde sie bei Frau Meske von der Revierpolizei bei bitter Revision überrascht. Ta sie nicht mehr gemeldet war, so mußte sie zur Revierwache, mit ihr ein Kunsthistoriker, der sie begleitet hatte. Nun verließ sie die Gitschinerstraße, aus der auch Frau Meske am 1. April verzog, und hielt sich abwechselnd einige Tage bei Freundinnen auf, bis sie unter dem Aushängeschild einer Schneiderin am 1. d. M. in der Sebastianstr. 33 eine neu eWohnung fand und mit einer neuen Einrichtung bezog. Freundinnen der Ermordeten, die in ihren Kreisen unter dem Namen „Lotte" bekannt war, behaupten, daß diese in der letzten Zeit bestänvig in Geldverlegenheit und sehr sckstvermütig und nervös gewesen sei. Der junge Mann, der aus dem Zimmer und die Treppe hinab eilte, ist bereits gestern abend in der Person des Tischlers Oelze ermittelt und festgenommen worden. Er bestreitet jedoch, die Stadler getötet zu haben, behauptet vielmehr, daß sie sich selbst den Schuß beigebracht hat. * Rudolstadt, 15. April. Ueber Nacht trat in Neu- hauS am Rennweg bei einer Temperatur von Null Grad starker Schneefall ein, der noch jetzt anhält, sodaß die umliegenden Höhen des Thüringer Waldes wieder mit dichter Schneedecke überzogen sind. • Großartige Ideen entwickeln wieder einma amerikanische Unternehmer. Präsident Mac Kinley soll jetzt täglich Briefe erhalten, in denen wagemutige Leute große Summen bieten für die Erlaubnis, Aguinaldo, den ar 9 Kiefern — 4,89 fm, 45 Fichten — 24,30 fm, Nrermhotz, Scheiter rm: 6 Nadel, Knüppel rm: 7 Nadel, 6 Eichen, Reiser rm: 12 Nadel, 60 Eichen, Stöcke rm: 8 Nadel. . Die Versteigerung beginnt nachmittags 3 Uhr im Distrikt Juden- eiche, bei Stamm Nr. 1. Der Großh. Forstwart Wingeseld in Wetter- eld erteilt auf Verlangen nähere Auskunft._ _ IL~ Dienstag den 23. April d. J. aus sämtlichen Distrikten der Forstwartei Weickartshain, Stämme: 14 Buchen — 11 fm, 20 Eicken = 7 fm, 28 Eschen — 2 fm, 450 Nadelholz — 158 fm, Dervstangen: 15 Bucken — 0,53 fm, 8 Eichen — 0,34 km, 142 Eschen = 5,61 fm, 396 Nadel — 28,29 fm, Scheiter rm: 92 Buchen, 4 Eichrn, 29 Nadel Mundscheit), 4 Erle, Knüppet rm: 18 Bucken, 14 Eicken, 98 Nadel (darunter 38 rm in 3 Meter Längen), 21 Erle und Aspe, Zteiser rm: 44 Bucken, 260 Eichen, 304 Nadel (darunter 130 rm in Schichthausen), 22 Erle und Aspe, Stöcke rm: 16 Buche, 2 Elche. Das zum Verkauf kommende Brennholz ist blau unterstrichen. Nur das Bucken-, Eichen-, Kiefern- und Fickten-Stammholz in den Distrikten Molkenborn und Neuwiesenkopf wird vorgezeigt. Zusammenkunft vormittags 8*/a Uhr an der KaSperswiese, oberhalb der TrSllersmühle, am Distrikt Kasoerswald. Die Versteigerung beginnt mit dem Fichlen-Bauhott im Distrikt Moikenborn — Der Großh. Forstwart istendal in Weickartshain erteilt auf Verlangen nähere Auskunft. Lau back, den 15. April 1901. Srohhtrzogliche Oberförster«! Laubach. AndrS. 2903 Arbeiterbewegung. Darmstadt, 15. April. Di« HUsigrn Schretnergesellen sind in eine Lohnbewegung «tngelrtt.n, irbtrn sie ein« allgtmrin« tobn« erhöhung von etwa 15 Proz. (50 Psg. Stundrnlobn) beampiucken und für junge Ges-llen einen Taglohn von 3.50 Mk. Da die Mchr- zahl der Meister nicht gewillt ist, aus diese Fortcrung einjugehen, mtrb wahrscheinlich ein Streik au«br«chen. _ fc. Frankfurt, 15. Aptti. Nachdem b, Enteneier 2 St. 12—13 Gäus" eier per St. '10-11 Käse 1 St. 5-8 4, Käsematte 2 St. 5-8 »3, Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 84 L, Tauben per Paar v 1 00—1 20 Hühner per St. JC 1.50—2 20, Hahnen per Stt>ck 1 1 80-2 00, S St. Jft 2.00-2 30, Gänse per Psd ^ 0.00 no-) Ochlenfleisch per Tfb. 6R-7t »), ft-'h. und Rmdflertch per P und 60-64 4 Schweinefleisch per Psd. 64-74 4, Schwe.ttefiegch^ gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd, 60-66 , Hammttfle,sch per Psd. 50-66 Kmtoffeln pir 100 Kilo 6.50-7.50 A Welökraut per St. 00—00 »), Zwiebeln per Ctr. JC 8 50—7.50, Milch per Lürr 18 Dauer der Marktzeit von 7 Uhr vormülags bis 1 Uhr mittags. Nachruf. Gentern abend entschlief unerwartet nach kurzem Leiden unser verehrtes Ehrenmitglied Herr Heinrich Feusser. Er ruhe in Frieden! Giessen, den 16. April 1901. Georg Weber, OD 2923 früher auf dem Wiudhof. die Bahnhof ab. 01450 2918 nach ©ine Kaute «ist abzugeben. 2924 vurggrabe« 9. wird angenommen. 2916 fKine Schneidxr-Werkstatteinricht. 'S* billig abzua. Lindenplatz 7. Brr antwortlich für den allgemeinen TeU: P. WiNko; für den Anzeigenteil: Han» Beck. — Druck und Bering ver Brühl scheu Umoersirät»-Buch« und Ereiudruckern (Pietsch Erben) in «Sießm. It!ictiu1iid)c MMt-WW Offene Stellen lifrfdjirbrnce Zu vermieten Ac«t,ke« » Apparate - AaVrik Hielte«, Alicestraße 25. 2905) «lldaulage 16 Man- sardenwohnung mit allem Zubehör an kleine Familie jum 1. Juli oder früher zu verm. Näh, daseibfl. Lützellinden, den 15. April 1901. W Die Beerdigung findet Mittwoch den 17. April, nachmittags t/22 Uhr, vom^Sterbehause in Lützellinden aus statt. , Am 10. April wurde bei Peking der Hauptmann im 2. Ost- asiatischen Infanterie-Regiment Derselbe bekleidete seit Gründung der Fleischer-Innung das Schriftführeramt, war Kassenführer der Innungs-Krankenkasse und GesolräfteftLhrer des Vereins für Schlachtviehversicherung. 2926 In ihm betrauern wir einen Mann von lauterem Charakter, grösster Pflichttreue und Arbeitsfreudigkeit, welcher sich stets junseresj besten "Wohlwollens erfreute. In der Chronik der Innung und der ihm sonst übertragenen Aemter ist seine Thätigkeit unauslöschlich nieder geschrieben. Die Vorstände der Fleischer-Innung Giessen, der Innungs-Krankenkasse und des Vereins für Schlachtviehversicherung. Sine Parltzie KiMcke u. 1 Rollstil sind bin. zu verkaufen. Näheres in der Gxp. d. Bl. ‘^25 Geschäfts- Verlegung. Meiner werten Kundschaft zur Mitteilung, daß ich mein Geschäft 500 feiner feme Speise- und Setzknrtnffeln gebe Freitag und Samstag zu Mk. 8,20 pro Gentner ab Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 16. April 1901. 2915 Die Beerdigung findet Mittwoch den 17. d. Mts., nachmittags 4*/, Uhr, vom Sterbehaufe, Rodheimerstraße 23, aus statt. 2901] Junge» MLdcheu tags» Ä!Ä Sonnrnflr. 31. AranKfurter Kof. Lindenplatz. Mittagstisch von 60 Fsg. vis 1 Mk. Aöcnd-Stammessen von 60 Afg. an. Ausschisk ff. Dilltntt ans btr ®ambri8M-|lr«utrti Sutzbsch. Echt bat)er. Bier und la. Aepfelweiu. Exqnifite Küche. Weine erster Firmen. Aufmerksame Bedienung. 2 Kegelbahnen. Iran;. Aillard. Wereinszimmer. I 2914] Schön mobl. Zimmer zu vermieten. »leichftr. 14, HL Cigarren. Für meine alteingeführte Tour in Oft- und Weypreußen, Pofen, Pommern, Brandenburg und Mecklenburg suche ich einen tüchtigen und gewandten — wenn Ladenlokal. Für ein besseres Geschäft wird ein großer Laden, eventl. 1. und 2. Stock, auch ganzes Haus, zu mieten oder zu kaufen gesucht. Marklstraße, Markt, Mäusburg, Kreuzplatz bevorzugt. 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Offerten unter Nr. 2902 an die Expedition dieses BlatteS. Georg Bartsch auf einem nächtlichen Ritt von hinten erschossen. Derselbe gehörte dem Regiment nach seinem Ausscheiden aus der Schutztruppe für Kamerun vom 27. Januar 1897 bis zu seinem Ueber- tritt zum Ostasiatischen Expeditionskorps an. In Kamerun in den Gefechten gegen Voge Bettschie und die Jaundes, in denen er zweimal verwundet wurde, wie in China im Gefecht bei Tsekingkwan an der grossen Mauer war es Hauptmann Bartsch vergönnt, seine hervorragende Tapferkeit und seinen frischen Unternehmungsgeist, von dem er stets beseelt war, zu beweisen. Das Offizierkorps betrauert tief das Schicksal des im Kriege wie im Frieden gleich bewährten Offiziers und treuen, allgemein beliebten Kameraden. Sein Andenken wird im Offizierkorps für alle Zeiten fortleben. 2893 Im Namen des Offizier-Korps des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 VO11 Dewitz, Oberst und Kommandeur. 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