Nr. 65 Viertes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 17. März 1901 Redaktion, Expedition und Druckerei- kchulftrahe 7. Adresse für Depesche«: Anzeiger Giessen. FernsprechanschlußNr.^1. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis vierteljährr. Mk. 2.20, monatl. 75 Pf^ iiut Bringcrlohn: durch du Abholestellen viertrljährl Mk. 1.90, monatl. 65 Ptg Bei Postbezug vterteljähri. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. Alle »Inzeiaen vkrmililunßT. pellen dro An- und -IuSland«O nehmen Llnzeipen für de» Qhcticncr Anzeige» enigeae». Zrilrnpreid lokal ir vf*., ouswürlS 80 'Pffl. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Me Gießmer $amilien- »latter werden dem An- Cger im Wechsel mit „Hess. nbroirt" und „Blätter Rr heff Volkskunde" vier« «»al wöchentlich beigelegt, «»nähme von «nitlatn 8*. krr nachmittags für den fjHpfr.be» Tag erscheinenden Wummer bi« norm 10 Uhr «ddeßeilungen fpäteflen« abfnM vorher. Das geistige Eigentum. Der Begriff des geistigen Eigentums gehört der modernen Zeit und ihrer Rechtsentwickelung an. Als man schon lange dcks Eigentuni an körperlichen Dingen unter Rechts- und Strafschuß gestellt hatte, blieben die geistigen Produkte noch ungeschützt, und evst ganz allmählich wurde ihnen der erforderliche Schuß gewährt. Heute freilich ist man so weit gekommen, daß das Recht des Urhebers nicht nur von größeren Werken der Kunst und Wissenschaft, sondern auch von bloßen Ideen und praktischen Neuerungen allgemein anerkannt und nach und nach auch in die angemessene gesetzliche Form gebracht wird. Die Gesetze übex den Patent, Muster- und Warenzeichenschutz, sowie das Gesetz wider den unlauteren Wettbewerb bedeuten wichtige Etappen auf dieser neuen Bahn. Zum Abschluß gelangt ist die Gesetzgebung aber noch lange nicht, und sie wird auch mit der Verabschiedung der gegenwärtig dem Reichstage vorliegenden Gesetzentwürfe über das Urheberand das Verlagsrecht nicht zum Abschluß gebracht sein. Schon in der Kommission wurde der Wunsch ausgesprochen, daß ergänzende Gesetze über den Schutz von Werken der Photographie und der bildenden Künste, sowie von Mustern and Modellen mit thunlichster Beschleunigung eingebrachl werden möchten, und der Staatssekretär des Reichs-Justizamts hat das zugesagt. Die jetzt zur Erörterung stehenden Gesetze über das Urheber- und Verlagsrecht - die Reichstagskommission hat soeben deren Beratung beendet — werden zum Teil recht lebhaft bekämpft. Die Opposition stammt zumeist aus den Kreisen der Schriftsteller und Künstler, die den Vorwurf erheben, daß ihre Vorschläge und Forderungen nicht genügend beachtet worden seien, ihnen zum Teil nicht einmal Gelegenheit gegeben worden sei, solche zu äußern. Andererseits bezeichnet man gewisse Bestimmungen in dem Verlagsrecht als für den Buchhandel nicht gerade erfreulich. Das Prinzip, daß der Autor während einer bestimmten Schutzfrist die Früchte seiner geistigen Arbeit in der Form von Honoraren oder Tantiemen genießen soll, ist an sich durchaus berechtigt und wird nirgends Widerspruch finden. Vielmehr besteht Neigung, diesen Schutz wirksamer zu gehalten, ja ihn sogar, wenigstens bei Bühnenwerken und Werken der Tonkunst, auf längere Tauer fortbestehen zu lassen, mit der Maßgabe jedoch, daß nach Ablauf der geltenden Schutzfrist die Tantiemen nicht mehr den Erben und Rechtsnachfolgern der Dichter und Komponisten zufallen sollen, sondern daß daraus ein von einer besonderen Kommission zu verwaltender Fonds zur Gewährung von Unterstützungen an bedürftige Witwen und Angehörige von Schriftstellern und Komponisten gebildet werden soll. Die Bestimmung mag ganz gut gemeint, aber sie wird schwer durchzusühren sein und daher schwerlich im Reichstagsplenum zur Annahme gelangen. Auch über einige andere Punkte, so insbesondere die wichtige Frage der Uebertrag- barkeit des Verlagsrechts, sind noch Meinungsverschiedenheiten vorhanden. Im ganzen aber kann es wohl keinem Zweifel unterliegen, daß die beiden Gesetzentwürfe zu stände kommen, und daß sie dem bisherigen Rechte gegenüber eine Besserung bringen werden. Aus Stadt und Gießen dm 16 Mäci 1901 v. Vortrag i m „Kaufmännischen Verein". Donnerstag abend hielt Herr Fürstenberg, Dozent der 'Humboldtakademie in Berlin in Steins Saalbau einen Vortrag über „die Photographie im Dienste der Rechtspflege". Bei dem Interesse, den dieses Thema nicht nur für den Juristen, sondern für jeden, der Anspruch auf Bildung macht, hat, hätten wir eigentlich einen lebhafteren Besuch erwartet; leider toar' der Saal nur schwach besetzt, aber die Anwesenden folgten aufmerksam den Ausführungen des Vortragenden. Dieser berührte zunächst kurz die geschichtliche Entwickelung, die die Photographie genommen hat, seitdem im Jahre 1839 zum ersten Male Taguerre mit seinem photographischen Verfahren an die Oeffentlichkeit getreten ist. Er berührte dabei auch die Mängel, die der Photographie noch anhaften, machte aber darauf aufmerksam, daß gerade aus diesen Mängeln Vorteile für die Rechtspflege gezogen würden, die er im letzten Teil seines Vortrags zu beweisen beabsichtigte. Er verbreitete sich dann des näheren über die Lichtempfindlichkeit der photographischen Platten und darüber, wie sich diese den verschiedenen Farben gegenüber verhalten. Er ging dann weiter auf die Entdeckung ein, daß man die photographischen Platten farbenempfänglicher machte dadurch, daß man ganz minimale Mengen Farbstoffe diesen beimengte. Er gab den Unterschied der Aufnahme des Farbenspektrums mittels der gewöhnlichen und der lichtempfindlichen Platte an Bildern zu erkennen, zeigte auch an Beispielen, wie die Belichtung von oben, neben, vorn und diesen drei Seiten ganz verschiedene Bilder hervorbringt und ging dann auf die drei Fälle über, in denen die Anwendung der Photographie von der größten Bedeutung ift Zunächst sprach er über die Aufnahme von Portraits, um dadurch Steckbriefe 2C. zu vervollkommnen ober event. die betr. Leute nach Jahren wieder zu erkennen, wenn sich ihr Gesicht vielleicht durch Haar- und Barttracht wesentlich derändert hat. Er führte aus, daß die Unebenheiten, die der Photograph gewöhnlich wegretouchiere, bei Aufnahmen im Dienste der Rechtspflege von der größten Bedeutung seien und deshalb bleiben müßten. Dem ersten Zwecke dienten hauptsächlich Bilder von vorn, dem letzteren solche von der Seite. Der Redner zeigte alsdann, wie man früher solche Aufnahme mit Hilfe eines Spiegels ausgenommen hat, daß man heute von diesem Verfahren abgekommen sei, und mit zwei Apparaten zugleich photographiere, da einmal durch dieses Verfahren der Betreffende nicht aufmerksam gemacht werde, daß was Besonderes mit ihm vor gehe, dann aber auch die richtigen Seiten des Gesichts wiedergegeben würden, was bei der Aufnahme mittels Spiegels nicht der Fall sei. Hierbei machte der Redner aus die Wichtigkeit der Bildung gewisser Körperteile, z. B. diejenige des Ohres aufmerksam, und erörterte den Zweck verschiedener Hilfseinrichtungen wie Anbringung von Maßstäben u. dgl. Ebenso erwähnt er eine Art, vermittels deren man Haupt- und Barthaar von dem Bild entfernen kann, sodaß die frühere und jetzige Photographie nur die Partien von Stirn, Augen, Nase und Mund zeigen. Darauf ging der Redner zu dem Bertillon'schen System-über, das darin besteht, daß bei der Photographie gleichzeitig Messung des Körpers und einzelne Teile desselben vorgenommen und die erhaltenen Maße auf der Rückseite der Photographie geschrieben werden. Dadurch aber, daß man die einzelnen Maße in drei Größen einteile, erhalte man ein dem Linne- schen ähnliches System, das der Portraitaufnahme erst die volle Bedeutung gebe. Darauf führte Herr Fürstenberg noch aus, baß man auch Thatbestänbe photographieren könne, z. B. Eisenbahnunfälle, Branbplätze u. a. m. Früher habe man sich alles nur ausgeschrieben, manches vergessen, jetzt könne man an Hand ber Photographie noch nach Jahren Feststellungen machen. Rebner besprach bann bie Anwenbung der mikroskopischen Photographie vor den Polizei- unb Gerichtsbehörden, bie mit dem besten Mikroskop nicht so weit kommen könnten, als dies mittels der sogenannnten Mikrophotographie möglich sei Man kann damit zeigen z. B., daß ein gewisses Stück Fleisch Trichinen oder Finnen enthält, daß in bestimmtem Wasser Bakterien enthalten sind, daß man Gewebe von Flachs, Hanf und Baumwolle unterscheiden kann usw. Besonders wichtig sei dieser Umstand bei Verbrechen, wo die Untersuchung der Haare und des Bluts- selbst wenn es eingetrocknet sei, mittels Mikrophotographie die größten Dienste leiste. Nach einer kurzen Pause kam Herr Fürstenberg auf die Fälle zu sprechen, in denen man vermittels der Photographie noch Unterschiede zu machen im stände sei, wo dies mit dem Mikroskop nicht mehr möglich wäre geschweige denn mit bem bloßen Auge Hierbei komme besonders ber Umstand zu statten, daß die photographische Platte gegen1 Farben und Helligkeitsverhältnisse eine ganz andere Empfindlichkeit besitze, als das Auge. Ueberhaupt würden Gegenstände, die dem Auge gleich hell erscheinen, häufig ganz verschieden abgebildet und umgekehrt. Für die gewöhnliche Photographie sei dies oft sehr störend, die wissenschaftliche und gerichtliche Photographie habe aber gerade hieraus manchen Vorteil gezogen, namentlich seitdem man die verschiedenen farbenempfindlichen Platten und Farbenfilter erfunden habe In erster Linie, so führte der Redner aus, fei hier die Entdeckung von Schrift- fälschung auf Wechseln und anderen Urkunden zu nennen, die man in den letzten Jahren mit Hilfe der Photographie zahlreich objektiv nachgewiesen habe Zunächst gab dann der Vortragende die Hauptunterfchiede zwischen den alten und den neuen Tinten an, die bei den Photographien besonders stark hervortreten würden, nämlich daß jene schon die schwarzen Niederschläge in der Flüssigkeit hätten, während dieselben bei diesen erst nach dem Niederschreiben an der Luft entstünden. Er zeigt dann an einem Beispiel, wie man durch die Photographie merken kann, mit welck-er Tinte, ob roter, schwarzer, blau- ober schwarzfarbigen geschrieben fei, wie bie Umänberung bes Wortes Mai in April deutlich erkennbar ist, wie überhaupt durch bie Mikrophotographie bie ursprünglichen Schriftzeichen, auch bie toegrnbierten, ftrieber sichtbar gemacht mürben, unb wie man durch Veränderung der Farbenempfänglichkeit der Platte oder Verschieben von Farbenfiltern. Helligkeit-^ unterschiede, die auf verschiedene Farbenbeimengung zurückzuführen sind, feststellen könnte. Er zeigte auch, wie man herausfinden kann, welche von zwei sich kreuzenden Schriften zuletzt geschrieben sei, da die neue Tinte immer „in die alte laufe" und dort Unregelmäßigkeiten, Ausbuchtungen 2C. der Schriftzüge bewirke. Auch Eindrücke von Poststempeln und Bleistiftschrift auf das darunter liegende Papier zeigt die Mikrophotographie und dient so der Rechtspflege. Zum Schluffe seiner Ausführung wies ber Redner auf die Bedeutung der Röntgenstrahlen hin und erinnerte daran, daß durch dieselben nicht nur Fremdkörper bei allen Geschöpfen festgestellt werden könnten, sondern daß man durch diese auch Fälschungen von Kaffee, Pfeffer, Mehl usw. nachweisen könne, wobei man zum Zwecke der Untersuchung nickst einmal die Umhüllungen zu lösen braucht. Mit dem Hinweis, daß die Photographie sich noch sehr viel verbessern könne unb bem Wunsck)e, daß sie bie Unschulb manches Unglücklichen zu Tage förbem Kunst und Wissenschaft. m. Aus Darmstabt schreibt man uns: Im Goethe-Bunb hielt Professor Dr. Neumann aus Heidelberg über die Entwickelung derLandschafts- m al er ei Vortrag. Der Redner ging davon aus, bie Lakldschaftsmalerei mit ber Musik zu vergleichen. Er sagte, baß sie allein unter allen Arten ber Malerei im stände sei, das im Menschen hervorz^irufen, was in gleicher Weise die Musik weckt: Stimmung. Es läßt sich vor einem Landschaftsbild wie unter Musik träumen, man kann sich abstrakten Vorstellungen hingeben; vor einem Figurenbild, dessen Inhalt und Bestandteile uns weitaus persönlicher entgegentreten, bleibt unsere Phantasie gezwungen, sie wird nicht frei wie vor der Landschaft. Der Redner fuchte die ersten Spuren der Landfchaftsmalerei im Altertum; dort sand er sie keineswegs in ganz alten frühen Zeiten, die fchon Statuen aus Holz, gebranntem Thon und Stein gekannt haben, sondern vielmehr erst in Zeiten hoher Kultur, als der Stadtbewohner so sehr Städter geworden war, daß er zur Erholung von Körper, Geist und Seele aus der Stadt hinaus mußte ins freie Land, in den Wald, ans Meer, in die Berge. Den älteren Zeiten war der Umgang mit ber Natur ein Geschäft gewesen, späteren kultivierteren Zeiten wurde er zum Luxus, zum bewußten Genuß, und diejenigen, die das am allerintensivsten empfanden und zugleich am intensivsten aussprechen konnten, also Künstler, gaben diesem Empfinden der feiertäglichen Wiedervereinigung mit der kostbar gewordenen Natur entsprechenden Ausdruck in — Landschaftsbildem Der Redner besprach eingehend die Stellung des christlichen Mittelalters zum Begriff Natur gegenüber derjenigen der antiken Menschheit, unb hatte dabei Gelegenheit in überaus köstlicher Weise -eine Besteigung des Mont Ventoux durch Petrarca zu schildern, worauf er die Schilderung des Abends durch Dante folgen ließ. Das gehörte insofern in den Zusammenhang des Vortrags, als es zeigte, wie sehr im Gegensatz zur Antike das christliche Mittelalter alles Gewicht auf die Pflege ber Seele legte, währenb es ben Körper als Teil ber Natur unb diese selbst in strenger Zucht zu halten sich beeiferte; wie also die Natur verfehmt wie sie ennmal war, auch nicht bie künstlerische Schilderung finben konnte, bie sie einst in ber antiken Mturroett ge- funben hatte, wie also in specie von einem Erfassen und Wiedergeben ber ben Menschen umgebenben Landschaft so gut wie gar nicht bie Rebe fein konnte. Wie aber künst- lerische Fortschritte jeberzeit burch bie Litteratur vorbereitet werben, so fanb auch bie Kunst bes Lanbschaftsmalers ihren attererften Vorläufer in Dantes Schilberungen abenb- lich friebsamer Natur. Zwar sinb bann noch Jahrhunberte vergangen, unb bas Neue hat sich langsam vorbereitet, aber schließlich ist bei Bann des Mittelalters gebrochen worben unb aus ben ahnenben Vorläufen, bereu erster unb prägnantester jene Stelle bei Dante ist, ist voll unb ganz erwachsen, was nicht ausbleiben konnte, unb so tritt uns im siebzehnten Jahrhunbert eine Lanbschaftenkunst entgegen, gleichzeitig unb gleich wertvoll in Italien unb in Hollanb, bie zum Teil ihre Wirkung bis zur Mitte bes neunzehnten Jahrhunberts hinterlassen hat. Wieberum sehr eingehenb sprach Professor Neumann über bie italienische Gruppe ber Salvator Rosa, Nicolaus Poussin unb Claube Lovrain, ihren Einfluß unb ihre Nachfolge ganz besonders in Frankreich unb von dort aus auch in anberen Säubern; bis ihn sein Gedaukeugaug über bie Romantiker unb bie Schule von Fontaiubleau zu Moritz von Schwind und Boeckliu führte. Sehr interessant war die Vergleichung bieser beiben, die sich zu ergänzen scheinen, deren einer bem anberen burchaus folgen mußte. Mit diesem vortrefflichen Vortrag schloß die Reihe ber Vortragsabeube bieses Winters im Goethebuud, denen ein zahlreiches Publikum stets mit großem Juterefse gefolgt war. Die Kunst in der Schule. Die Bewegung für die Kunst in der Schule, bie zuerst im „Kun st wart" (Verlag vorn Georg D. W. Eallwey .in München) vor nahezu 15 Jahren angeregt, in Hamburg aber zuerst planmäßig in die That umgesetzt würbe, fängt nun auch in Dresbeu an, stärkere Teilnahme zu finben. Im Kupferstichkabinett ist dort jetzt eine Ausstellung veranstaltet, bie für bie Schule geeignete Silber unb Zeichnungen umfaßt. Es wird aber auch wirklich Zeit, daß enblich auch einmal bie Aesthetik als solche einen Platz im Schulgebäube in beu Unterrichtsräumen und Korriboren gewinnt. Denn „bie Kunst ist bie ebelste Blüte ber Natur; wer ihr anbauernb gleichgiltig gegenüb er steht, ist ein Barbar" Die Jugend aber ist bie geeignetste Zeit, um ben Kunstsinn zu wecken unb zu pflegen. Am glücklichsten ist ja gewiß baran, wem es vergönnt ist, in einem bie Kunst pflegenben Heim aufzuwachsen. Aber wie wenigen wird solches Glück zuteil. Deswegen sollte man an eine wirklich kÜnstlerische Ausschmückung der Schulräume denken, was eben am leichtesten vermittelst solcher, im allgemeinen recht billiger Bilder, wie der dort ausgestellten von Ludwig Richter, Hans Thoma, Alfred Rethel, Franz Stuck, B. Mannfeld, Hans v. Volkmann u. s. w. — um nur deutsche Namen zu nennen, — geschieht. Dadurch kann die Schule allmählich der Nährboden für eine höhere künstlerische Kultur werden. Die dauernde „stille Wirkung" auf die Kinder kann nicht ausbleiben; diese werden sich die in der Schule lieb- gewonnenen Bilder in ihr eigenes Heim wünschen unv der wertlosen Kunstkrämerware wird der Boden abgegrcwen. zugeht: im vota 1. 3 2 (1) 1 (1) 1 Öl 1 (1) 1 CD Lebensjahr: 2.—15. Jahrr 1 — 2 — den Parteien in gleicher Stärke vertreten sind. So gelangte man zu diesen Gerichten, die man als Laiengerichte vorn Standpunkte des Juristen, als Fachgerichte vom Stand- mnkte der Interessenten bezeichnen kann. Ueberall wird anerkannt, daß sie sich bestens bewähren, daß die Laienrichter mit Eifer und Unparteilichkeit bei der Arbeit sind. Zwar wird nicht ohne einen Schein von Berechtigung eingewendet, daß bei allen prinzipiellen Entscheidungen doch die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag gebe, weil die an Zahl gleichen Voten der beiden Beisitzer-Kategorien sich gegenseitig aufheben. Aber wenn das selbst weit häufiger vorkäme, als es thatsächlich vorkommt, wäre es schon ein Vorteil, daß der erkennende Richter über die in Betracht kommenden Verhältnisse und Auffassungen nicht nur durch die Parteiverträge, sondern auch durch unbefangene Berufs- genossen informiert wird. Wer kennt uns' Frttziog Reuter nich? De schrieb in „Lärvchen" en Gedicht, Dor klingt dar Spatzwort her und hm: Hier geiht 'e hen — Dor geiht 'e hm. Dat lütt Gedicht, bat Helt: De Wedd'. WaS denn Fritz Reuter en Prophet? Wo ans? Woso? Hei m Prophet? I«, KinningS, kenne Ji nich De Wet? Von den Lord Kttschner ümmer seggt: Nu hemm' rol’m mang de TLHnen kreggt? Je ja, je ja, bat stimmt nicht all', Denn meist ist bat boch so be Fall: Hier geiht 'e hen — Dor geiht ’e hin. Bi Fontein so und Kopje so Dor wav be Jnglischmann heil frob, Bi Aar unb Furth unb Drift un Thal, Dor hadb'n so oft em in be Fall — Je ja, je ja, t' kann annerS stn: Hier geiht ’e hm — Dor geiht ’e hin. Wo oft se habd'n de Katt in’n Sack, So ost was't inglisch Lügensnack! Und wenn de Saak nu boch mal trurig anneri fölll. Heil un« Fritz Reuter doch kein' dummen Snack vertellt; De Weltherr stellt ok England sine Uhr, Un feggt denn wol: Giww' Acht Mi up dm Pmdel! Un lett'st du uter Acht Mi bat noch einmal nur, Denn nehm' Ick richtig bi bi’t Bändel. Denn ist't mit bin en Pendel uut! Denn epeak’et du never wohlgemut Hier geiht 'e hm — Dor geiht ’t hm. Laien- und Fachgerichte. Seit geraumer Zeit bereits steht die Errichtung besonderer kaufmännischer Fachgerichte zur Entscheidung von Streitigkeiten zwischen dem Prinzipal und seinen Angestellten aus dem Dienstverhältnisse auf der Tagesordnung. Roch streitet man darüber, ob es zweckmäßiger sei, selbstständige Gerichte im Anschluß an die ordentlichen Amtsgerichte zu formieren, oder die Zusammensetzung und Zuständigkeit der Gewerbegerichte entsprechend zu erweitern. Dagegen ist man einig, daß die Entscheidung solcher Streitigkeiten den ordentlichen Gerichten entzogen' und Sondergerichten überwiesen werden soll. Es ist dies nur ein weiterer Schritt aus einem Wege, den die Entwickelung unserer Rechtspflege schon lange eingeschlagen hat. Früher galt es gewissermaßen als ein Axiom, daß niemand seinem ordentlichen Richter entzogen werden dürfe, und nicht nur die für einen Spczialfall eingesetzten Ausnahmegerichte, sondern auch die Spezialgerichte mit dauernder Zuständigkeit für bestimmte Arten von Ansprüchen wurden fast ausnahmslos beseitigt. Dieser Grundsatz ist längst aufgegeben. Es erfolgte die Errichtung der Schiedsgerichte für Arbeiterver- stcherung, sowie der Gewerbegerickste, und jetzt verlangt man überall besondere Spezialgerichte für alle Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im weitesten Sinne des Wortes, die aus einem Arbeits- oder Dienstverhältnis hervörgehen. Zu dieser Entwickelung hat der Wunsch, an Stelle des schleppenden gerichtlichen Verfahrens eine prompte, sachgemäße Erledigung ohne überflüssige Formalitäten und lange FristeiN' zu setzen, beigetragen. Aber es wäre ein Irrtum, sie allein hierauf zurückzuführen. Abgesehen davon, daßj die auf eine Beschleunigung des Gerichtsverfahrens gerichteten Bestrebungen doch nicht ganz erfolglos geblieben find, würde es näher gelegen haben, wenn es sich nur um die Abstellung dieses Mißstandes handelte, die Abhilfe in einer Entlastung der ordentlichen Gerichte und einer Ver- reiehrimg der Richterstellen zu suchen. So sehr auch manche Urteilssprüche gelehrter Richter Befremden erregt und eine absprechende Kritik heraus gefordert haben — davon sind wir glücklicherweise noch weit entfernt, daß das Volk das Vertrauen zur Rechtspflege und Rechtsprechung verloren hätte. Man besorgt zwar keine ungerechten und parteiischen Urteile; aber man will nicht nach den strengen Vorschriften des forntalen Rechts, sondern nach Billigkeitsgrundsätzen abgeurteilt werden. Deshalb zieht man es vor, die Entscheidung einem Kollegium zu übertragen, in dem zwar ein Richter oder rechtsverständiger Verwaltungsbeamter den Borsitz führt, zugleich aber die Berufsgenossen der streiten- An m. Die in Klammern gesetzten Zistern geben an, rote »iete bet Todesfälle in der betreffenden Krankheit «f von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke lommen. Vermischtes. * Konitz, 14. März. Am Jahrestage der E r m o r d u n g Ernst Winters, den 11. März, hatte der antisemitische Volksbund im Saale des Hotel Kühn eine Trauerfeier veranstaltet. Der mit Trauerflor geschmückte Saal war bis aus den letzten Platz gefüllt. Viele Damen und auch die Familie des ermordeten Ernst Winter waren anwesend. Der Vorsitzende, Kunstgärtner Mayke, eröffnete die Ver- ämmlung und erteilte dem Verleger der „Staatsbürgerzeitung" Bruhn das Wort. Dieser gedachte in seiner An- prache des Toten und seiner scheußlichen Ermordung und hielt darauf einen Vortrag über das Thema „Deutsche und Juden". Mr schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. * Nürnberg, 13. März. Das weltbekannte Bratwurst-Glöckchen beging gestern die Jubelfeier seines 500jährigen Bestehens. • „De Wedd" ist das folgende hübsche Scherzgedicht genannt, das der „Deutschen Zeitung" zur Veröffentlichung Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gießen. 10. Woche vom 3. März bis 9. März 1901. (Einwohnerzahl: angenommen zu 25 560, irckl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 21,98«/«, nach Abzug der DrtSftemben 14,240/on. Kinder Gerichtssaal. ko. Aschaffenburg, 18. März. Dor einigen Wochen wu-de, wie mitgetetlt, eine Nummer des „Beobachter? am Main" konfisziert, weil in derselben ein Vergleich zwischen dem neuesten Ritter vom preußischen Schwarzen Adlerorden Lord Roberts unb dem Räuber Kneißl gezogen war. Heute nun hatte sich der verantworte licke Redakteur des Blatte« Ernst Kley vor dem Schwurgericht in Würzburg wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten. Die hinter geschlossenen ThÜren geführte Verhandlung endete mit der Freisprechung deS Angeklagten. Lungenkatarrh 3 Brustfellentzündung 2 (1) Darmeinklemmung 1 (H Lddison'scher Krankheit 1 (!) Nierenentzündung 1 (1) Wochenbett 1 (1) ES starben an: Zusammen: Erwachsene: Acuter Tuberkulose 1 — Handel waren sehr rege, die erzielten Preise für Verkäufer und Händler befriedigend, auch schon am Tage vorher wurden viele Verkäufe abgeschlossen. Der kommende Markt, mit dem eine Prämiierung des besten Pferdematerials verbunden ist, und auf dem die Pferde für die zwei Tage später stattfindende Verlosung angekauft werden, findet Dienstag, den 16. April l. I. statt. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß dieser stark befahren werden wird. Zur Verlosung gelangen 7 Pferde und Fohlen, 8 Kühe und Rinder, ein Break, Pferde-, Acker- und Fahrgeschirre und sonstige der Landwirtschaft dienenden Gegenstände. Weiter finden in diesem Jahre Pferdemärkte hier an folgenden Tagen statt: 4. Juni, 16. Juli, 13. August und 22. Oktober. Leipzig, 14. März. Gegenüber Gerüchten, nach denen von der Staatsanwaltschaft, wegen der, aus dem letzten Geschäftsberichte der „Leipziger Wollkämmerei- Aktiengesellschaft" sich ergebenden Unterbilanz von zwei Millionen Mark, gegen Mitglieder des Vorstandes und des Auffichtsrates eine Untersuchung eingeleitet und sogar Verhaftungen vorgenommen seien, steNt die „Leipziger Zeitung" folgendes fest: Die Gerüchte beruhen auf irrigen Grundlagen, Verhaftungen erfolgten überhaupt nicht, allerdings ist die Voruntersuchung hier anhängig, dieselbe hat jedoch mit den erheblichen.Konjunkturverlusten, die in den beiden letzten Jahren den Niedergang der Gesellschaft verursachten, nichts zu thun. Dieselbe bezieht sich auf Vorgänge aus den Jahren 1895 bis 1898, die nicht auf Grund einer Strafanzeige, sondern bei Gelegenheit der im vorigen Jahre stattgehabten turnul- tuarischen Generalversammlung, hauptsächlich durch Zeitungsberichte zur Kenntnis der Staatsanwaltschaft gekommen sind, und von dieser, daß es sich um Verschleierungen nach § 314 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches handeln würde, pflichtgemäß zu erörtern sind. - Allgemeiner Deutscher Virficherungs'Berein in Stutt- gart. Im Monat Januar 1901 würben 1358 Schabenfälle r.«u- Hat. Davon entfielen auf bie Haftpflichtversicherung 596 Fälle, unb zwar 315 wegen Körperverletzung unb 281 wegen Sachbesckäbigur q; auf bie Unfallversicherung 704 Fälle, von denen 5 ben sofortigen Tob unb 4 eine teilweise Jnvalibität ber Verletzten zur Folge hatten. Von ben Mitgliebern ber Kapitalversicherung für ben T'obcS- fall stnb 58 in diesim Monat gestorben. Neu abgeschlosten wurden im Monat Januar 8079 Versicherungen. Von den vor dem 1. N", vemberH1900 angemeldeten Schäden der Unfall Deisich rung (ine. btv TodeS- unb Jnvaliditätsfälle) sind nur 220 noch in Behandlung. Summa: 11 (5) 8 (6) Möge, schließt der Redner seinen interessanten, lehrreichen Vortrag. P.-A. Offenbach, 14. März. Bei Gelegenheit des letzten Kreisturnfestes in Wiesbaden im August 1899 wurde das 2 5. Jubiläums-Kreisturnfest der Stadt Offenbach übertragen, weil diese als Geburts- und Feststätte des 1. Festes im Jahre 1860 gewiß das meiste Anrecht dazu hat. Jetzt schon sind die Einzel-Ausschüsse sehr rührig und tapfer bei der Arbeit. Nach, den Vorbereitungen zu schließen, dürfte das Fest einen großartigen Verlauf nehmen und sei hierüber einiges über den Festplatz u. s. w. erwähnt. Ten Festplatz bilden die sog. Löwenwiesen. Der Haupteingang hierzu ist an der Frankfurter Straße, den städtischen An lagen gegenüber. Ein zweiter Eingang wird am Kreuzungspunkt der Löwen- und Lessingstraße errichtet. Der ganze Festplatz ist ea. 77 600 Quadratmeter groß und in seiner Längsrichtung von Ost nach West 500 Quadratmeter lang. Durch eine von Süd nach Nord führende Allee wird derselbe in zwei ziemlich gleiche Hälften geteilt. Auf den östlichen Teil rechts der Allee befindet sich der eigentliche Turnplatz und die Festhalle. Links der Allee — der westlichen Hälfte — werden die Wirtschaftshallen errichtet, dahinter befindet sich der Jnxplatz. Ter Turnplatz hat bei dem diesjährigen Fest eine Länge von 130 Meter und einel Breite von 95 Meter. Die Festhalle soll Raum für mindestens 6000 Personen bieten. Es ist weiter geplant, auf dem westlichen Platze fünf Bierhallen aufzustellen, worunter eine bayrische mit Bedienung von echten Münchener Madeln, ferner eine Aepfelwein-, eine Schoppenwein- und eine Liqueurhalle. Diese Hallen und der zu ihnen gehörige Raum bieten Platz für ea. 18—20 000 Besucher. Inmitten dieser Hallen, die in Gemeinschaft mit zwei großen Verkaufsstellen für Wurst und BaKvaren wohl ausreichen werden, die leiblichen Bedürfnisse der Festteilnehmer zu befriedigen, ist ein mächtiges Tanzpodium aufgeschlagen, das wiederum in zwei Teile zerfällt, 35 Meter lang und 20 Meter breit, sodaß auch die t-anllusttge Jugend zu ihrem Recht gelangen dürfte. Hinter diesen Etablissements breitet sich dann der Juxplatz ans, der in seiner Größe Raum bietet für alle nur erdenklichen Buden, Sehenswürdigkeiten, KaroUfsels re. Ter ganze Festvlatz sowohl wie die Festhalle wird in elektrischer Beleuchtung strahlen, wozu ea. 40 Bogenlampen und etwa 150 Glühlampen notwendig sind. Eisenbahn Zeitung. ** Verbilligung der Militärfahrkarte». Die voraussichtlich am 1. April in Kraft tretende Verbilligung der Militärfährkarten auf den Eisenbahnen toirbi sich namentlich für weite Strecken fühlbar machen. So kostet z. B. ein Militärbillet Frankfurt-Berlin 8.10 Mk„ ab 1. April nur noch 5.40 Mk.; nach Kiel seither 9.60 Mk., ab 1. ApriH 6.40 Mk. *♦ Kirchhain-Schweinsberg. Vom 1. Mai dieses Jahres ab scheidet die Strecke Kirchhain-Schweinsberg aus dem Bezirk der Königl. Eisenbahndirektio« Kassel aus und geht in die Verwaltung der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. über. Für diese Sttecke, sowie für die Strecke Burg- und Niedergemünden-SchweinsberK wird ein neuer Fahrplan eingeführt. (Vgl. die Bekanntmachung im Inseratenteil.) ♦ Die Korsetts der Königin. Dieser Tage hat England wieder einmal die Freude gehabt, einen Walfisch an seiner Mste sttanden zu sehen. Dies Ereignis wäre an unb für sich nichts so gar Absonderliches, wenn Englands neue KönigiN'Alexandra nicht dabei in Mitfreude gezogen würde; während nämlich sonsttg'e Strandgüter, die an Albions Gestade anschwemmen, in bestimmter, durch das Gesetz geregelter Weise dem englischen Unterthan zu Gute kommen, gehört ein Walfisch, Der als „Royal Fisch'" angesehen wird, dem brittschen Königspaare zu. Es ist das eine uralte Bestimmung, die noch immer zu Recht besteht. Sie schreibt vor, daß solch Riesentier zu ungleichen Teilen zwischen dem Herrscher und seiner Gemahlin geteilt werden sollte: und zwar so, daß der König den Kopf, die Königin aber den Leib erhalte. Den Grund für diese seltsame Teilung giebt das alte Statut gewissenhaft an. Es soll auf diese Weise die Garderobe der Monarchin mit dem für ihre Korsetts nötigen Fischbein versorgt werden. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. *♦ Bingen, 13. März. Der gestrige Pferdemarkt war mit etwa 120 Stück Pferden befahren. Verkauf und Ausschreibung der Bewegung von rund 5000 obm teil- Erd«, teils milder FelSmaffen auf Bahnhof Gießen. Zeichnungen unb Bedingungen Dnnen hier eingesehen, letztere auch gegen gebührenfreie Einsendung von 0,50 Mk. von hier bezogen werden. Die Eröffnung der Angebote mit der Aufschrift: .Angebot auf Erd« arbeiten auf Bahnhof Gießen', findet hier am 81, d. MtS., vor« mittags ti Uhr, in Gegenwart etwa erschienener Bewerber statt ZuscklagSsrist: 14 Tage. [2027 Gießen, den 18. März 1901. Großh. Hessische Msenbahn - Betriebs. Inspektion I. Verdingung. Die Lieferung von 20 000 cbm Packlagesteinen auS Basalt oder sonstigem Hartgestein soll vergeben werden. Angebotformulare und .Besondere Bedingungen" sind von der Unterzeichneten gegen gebühren- freie Einsendung von 6ü Pfg. zu beziehen. Angebote find verschloßen unter der Aufschrift .Lieferung von i jacklagesteinenfürBahnbofGießen" gebührenfrei b>s zum 22. März 1901, vormittag- 11 Uhr, an die Unterzeichnete einzusenden, zu welcher Zeit die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. 2040 Zuschlagsfrist 14 Tage. Gr. Betriebs-Inspektion I, Gießen. DieAussubrung von Maurer», Steinhauer-,Dachdecker, Schrei- ner-, Schlosser», Glaser- und Anstreicherarbeiten in ber Kirche »u Dorlar, veranschlagt zu 8150 Mk.. soll vergeben wer- den. Angebote ersuche ich mir üs zum 15. April er., nachm. 6 Uhr einzur ichen. Der Kosten- anscklag liegt Hierselbst zur Einsicht offen. Krofdorf, 15. März. 1901. Der Bürgermeister. Lichtenthaeler. hob llfflltioriiiiiiuii Nutzholz- Versteigerung im Gmtindkmld Mkrsgöus, Freitag ben 22. b. Mts., Beginn vormittags IO Uhr, Distrikt 1b Rllckertsberg. Eichen: 2 Stämme 1. Kl. — 5,26 km, 3 Stämme 2. Kl. == 4,55 km, 32 Stämme 3. Kl. — 14,99 km, 31 Stämme 4. Kl. — 6,45 km und 3 rm Nutzholz. Nadelholz: 159 Stämme 3. und 4. Kl. — 54,10 km, 7 Stämme 4. Kl. — 0,97 km, 16 Stangen 1. und 2. Kl und 52 rm Nutzholz. 2025 Gr. Rechtenbach, 12.März 1901. Das Bürgermeisteramt. Hohversteigenmg Montag de« 18. und Freitag den 22. März d. I., jedeömal vor mittags von 9 Uhr an, kommt im Beuerner Gemeinde- wald, im Distrikt Mark und Heegstrauch, nachoerzeichnetes Holz zur Versteigerung: 160 rm Buchen-Scheitholz, 16 N Eichen- „ 140 , Buchen-Knüppel, 4 „ Eichen- 7300 Buchen-Wellen, 900 E'chen- „ 1500 Nadel. , 61 rm Buchen Stock, 40 „ Eichen- „ 20 , Nadel- „ 84 Stück E chenstämme von 15—56 m Durchm. und 44,78 tm Inhalt, 26 Stück Deibstangen von 3,83 km Inhalt, 158 Stück Reisstangen von 2,02 km Inhalt. Bemerkt wird, daß das Brenn- Holz am ersten und das Bau- und Werkholz am zweiten Tag zum Ausgebot kommt. Beuern, den 15. März 1901. Großh. Bürgermeisterei Beuern. 2'04 Otto. Zu vermieten V-Zimmerwohnung mit Zubehör per 1. April oder früher »u verrn 882__AaSnyoffiraße 57. 601J Schutstratze U M bie seil her von Herrn B. Kann mne- gehabte Wohnung, bestehend auö 5 schönen, geräumigen Z'mmern mit Zubehör, burch besten Ueberzug iu sein eigene- HauS per 1. April zu v-rm. Näb. Lokmaanllr. 14. 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Auskunft aber sonstige Marktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler August Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung verbunden, für welche 1O1O Mk. zur Verfügung stehen. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Oekonomierat Schleuste- Hardthof bei Gießen zu erbitten. Gleichzeitig findet eine Verlosung statt von Pferden, landwirtschaftlichen Geräten, Haushaltungsgegenständen rc. Der Generalvertrieb der Lose st 1 Mk. ist dem Herrn Richard ^uchacker dahier übertragen. Die Ver- losung beginnt am 20. März er., nachmittags 3 Uhr, in der schöne 7 Zimmerwohuuug W in der Westanlage oder Nordanlage per 1. April, Mai, Juni oder Juli zu mieten gesucht. Angebote unter 2024 an die Expedition dieses Blattes. 1266] Schön möbliertes Zimmer per sofort zu vermieten. Neustadt 1, II, Ecke Babnbofftr., . , . . W- Sür Einjährige! KchoUttKadeUreicher Lage, in Mehrere möblierte Zimmer zu welchem schon lange Jahre eine vermieten. Christ. 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Wir bringen hierdurch wiederholt in Erinnerung, daß die Ufer und Böschungen des WiesecklaufeS Eigentum der Stadt find, und daß daher das Betreten dieser Ufer und Böschungen (namentlich auch im Stadtdereich) Dritten und insbesondere den Eigentümern der aufstoßenden Grundstücke nur insoweit zusteht, als dieselben dieses Gelände ein für allemal von der Stadt gepachtet haben oder als zur Einbringung der j-weils ersteigerten Heu- ober Grummetgras-Ernten innerhalb der dasür bestimmten Frist erfordert ist. Das Auffichtsperfonal ist angewiesen, Zuwiderhandlungen unnachfichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 13. März 1901. 2095 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. ». 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