Nr. 65 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 17. März 1901 Sefcheinr täglich mit Bxtnebme drS Montags. Du Gikßknrr Lamilien- Mitter werden dem tim Cer im Wechsel mn„Heff. b»irt" und „Bläuet Mr desi Volkskunde" vier« e*k wichentllch beigelegt. flwn a|me oen Unietgew M »er nachmittag» fit den yelc'nben Zag trldjtlnenbtn Ihmner bi» oorm 10 Uhr vbdrftrttungrn fpäieftcn« ebtob» vorher. Redaktion, Expedition und Druckerei- Lchulprahe 7. kK J 1.1 II...... H—HMm GietzenerAnzeiger ” General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Be$ug$ptei$ öiectdfN* Ml. 2.20, nionatl. 75 nut Brmgerlohn; durch * Abholestcllen oierlrliäNrt Mk. 1.90, monatl. 65 PM. Bei Postbezug vierteljätzet. Mk. 2.00 ohne Bestell^». »lle Anzeiaen BermittiunOl» stellen des In- und ilufllmwel ■ebmen An-eigen für b«* Siebener Anzrlorr tntgtem. gtiltnprti» lokal 11 Vtzst» auvwärt» SO Adreste für Depesche»; Anzeiger Siehe». Fernsprechanschluß Nr. H. kein anderes Land blei welche den Polen früher Die heutige Rede bei das Polentum.. (Zurnf He neue Chiuavorlage im Reichstag. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm drängen lassen wird. Nach einer kurzen Bemerkung des Reichsparteilers von Tiedemann wurde der Antrag Bachem auf Verweisung des Ergänzungsetats an die Budgetkommission abgelehnt. Die zweite Lesung findet also gleich im Plenum statt, sodaß der neue Chinakredit der Regierung noch vor den Osterferien bewilligt sein wird. — Nach Diskussion der Chinavorlage trat der Reichstag in die fortgesetzte Beratung des Etats des Reichsamts des Innern ein D«s Mächten gegenüber nachgekommen sei. „China dürfe nicht zur ausgequetschten Zitrone werden". Mit Rußland be- tehen in China ebensowenig Differenzen wie anderswo. Auch von Reibungsflächen mit Frankreich, Amerika, Japan könne keine Rede sein, ganz zu schweigen von Oesterreich und Italien, die auf der unerschütterten Grundlage des Dreibundes zu uns stehen. Alles in Allem: Deutschland thut, was in seinen Kräften liegr, die Harmonie im Konzert Parquet, die Bundesratsestrade und die Tribünen wiesen bald stark gelichtete Reihen auf. r rechls: Nein!) Finanzminister Dr. v. Miquel erklärt, gleiche Rechte könne man nur verlangen, wenn man auch gleiche Anhänglichkeit an den Staat zeige; es könne garnicht im Interests der Polen liegen, nur polnisch zu sprechen. Solange sich die Polen nicht daran gewöhnen, deutsche Unterthauen zu sein, werden sich diese Verhältnisse nicht ändern; die Polen möchten offen sagen, was die Klagen bezweckten; er würde chnen raten, der Regierung die Hand zu bieten, ehrlich, dauernd und offen. Hierauf wird der Dispositionsfonds des Oberpräfidenten der Provinz Posen für die östlichen Provinzen genehmigt. AuS der Zweiten Kammer. -ck- Darmstadt, 15. Mä z 1901. In der gestrigen Nachmittagssitzung vertidigte Präsident Haas als Mitglied des LandwntschrslSraies diese stark- ang.griffene Körperschaft und sprach sein Bedauern dahin aus, daß zwischen den in diesem Haase landwirtschaftlich Interessierten eine so erregte Debatte über kleine MemungS- verschtcdenh iten nicht hätte entsteh n dürfen, denn „Eintracht macht stark!" und nur ein geschlossenes Ganzes könnte .egnerischkn Anstürmea wirksam begegnen. Damit wurde die Generaldebatte über die Landwirtschaft geschlossen. Nach cuescn gewaltigen Redeschlachten der drei letzten Tage sehnte man sied nach Waffennillstand. Jetzt fragt man sich, was war der Zweck und öet Erfolg dieser Wortfehden. Glaubt auch nur einer, den andern überzeugt zu haben? Nur das beruhigende Gefühl kann jeder mit nach Hause nehmen: „Ich habe mich endlich einmal wieder ausgesprochen!" Ob die langen Reden und Gegenreden der Landwirtschaft besonders zu gute kommen werden? Wir glauben, es hätte allen, die es mit der Landwirtschaft wirklich gut meinen, bester ge- standen, sich über kleine Differenzpunkte außer dem Hause Beim Titel Finanzministerium bringt Jazdzewsk: die bekannt«« Klagen der Polen vor. Finanzminister Dr. v. Miquel erwidert, der preußische Staat habe seit Jahrzehnten versucbt, ohne Rücksicht aus Die Nationalität zu verfahren, so auch gegen die Polen, aber ihre Haltung gegen Preußen und das Deutschtum habe eine Aenderung bedingt; jebe Aenderung unserer Politik gegenüber den Polen wäre ein schwerer Fehler. Den Polonisi rungebestrebungen gegenüber wüsten wir das Deutzchium stä.ken, hierzu gehöre auch der Fonds zur Unterdrückung des deutsche» Theaters. Herr o. Jazdzewski klage über Boykottierung des polnische« Elements; diese Boykottierung gehe von den Polen aus; unsererseits fet derselbe nur eme Abwehr. Jetz-, wo die Polen zugeben müßten, daß sie ihren Wohlstand dem preußischen Staat allein verdanken, jetzt lohnten sie mit Undankbarkeit, strebten nach Losreißung von Preußen. Das werde ihnen zwar nie gelingen, aber auch wir muffen das Streben darnach bekämpfen. (Sehr richtig.) Nötig fet es aber auch daß die Deutschen sich ihrer Haut wehrten Wir verlangen ntcht, daß die Polen Deutsche werden, w'r wollen nur, daß sie treue deutsche Unter, thanen seien. Sowie wir diese Ueberzeugung hätten, würden sie mit solcher Milde von uns behandelt werden, wie "-1“ — o“*'* "" thun würde. (Beifall.) Jazdzewski meint, die Versprechungen, gegeben worden, seien nicht gehalten worden. Finanzministers sei eine Agitationsrede gegen Bekanntmachung. In der Zeit vom 9. bis 16. März lfd. Jrs. wurden in hiesiger Stadt gefunden: 2 goldene Ringe und 1 Portemonnaie mit Inhalt. verloren: 1 goldene Herrenuhrkette und 1 weiße- Taschentuch mit Monogramm C. M. zugelaufen ist: ein kleiner schwarzer Hund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände und des Hundes belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 16. März 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Engländer und Buren. Der „Times" wird aus Pretoria vom 14 ds. gemeldet- De Met hat mit einem kleinen Burengefolge Sen et ar erveidit. ®t nähert sich aber einer Gegend, wo chrw zu erhalten. , Graf Bülow hatte auch diesmal in seiner gewohnten Wärme, in seiner ruhig heiteren und beruhigend wirkenden Weise gesprochen. Trotzdem konnte man, trotz der Eleganz und Leichtigkeit der Ausführungen, heraus hören, daß jedes Wort sorglich abgewogen und von dem Be- treben diktiert war, nichts zu sagen, was in irgend einem Kabinett unliebsam ausgenommen werden würde. Durch Beifall gab die Mehrheit des Hauses ihre Zu- timmung zu dem entrollten Programm zu erkennen, und der Reichskanzler konnte mit Zufriedenheit in den Mienen seinen Platz wieder einnehmen. Immerhin hatte der nächste Redner, Abg. Richter (frs. Volksp.), im einzelnen mancherlei auszusetzen, so betreffs des Oberbefehls des Grafen Waldersee, des „unverhältnismäßig großen" Truppenaufgebots Deutschlands, das fast den Anschein erwecke, als fühlten wir uns verpflichtet, den Platzhalter für England zu spielen. Auch daß das ostasiatische Expeditionskorps länger draußen bleiben werde, als man bisher annahm, mißfällt dem Oppositionsführer. Er meinte, die Thätigkeit der Marine werde durch die der Landtruppen neutralisiert. Das Wesentliche sei, daß die Friedensverhandlungen beschleunigt werden. Auf ein paar Mandarinenköpfe mehr komme es doch wahrlich nicht an : man solle durch Beharren auf solchen Forderungen nicht kostbare Zeit vertrödeln. Die Hauptsache sei, daß wir unser Geld wieder bekämen. „Wir wollen nicht nyr unsere Legionen, sondern auch unsere Millionen wieder haben!" (Der Nachtragsetat verlangt 123 322000 Mark für die China- Expedition.) Richter sck-loß mit einer satirischen Kritik der überseeischen „Plätze an der Sonne". Durchweg befriedigt von dem Expose des Reichskanzlers erklärte sich der konservative Redner, Mg. Graf Stolberg-Wernigerode. Er stellte anheim, den ganzen Ergänzungsetat mit Rückfrcht aus die Geschäftslage gleich im Plenuin zu beraten. Abg. Bebel (Soz.) fand einen Widerspruch darin, daß Friedensverhandlungen eingeleitet seien, und gleichzeitig den chi nesischen Truppen Gefechte geliefert werden. Auch er meinte, daß in China deutsche Soldaten und deutsches Geld für das durch den südafrikanischen Krieg bedrängte England in die Schanze geschlagen würden. Es werde der Tag kommen, wo im Westen ausgegessen werden muffe, was im Osten eingebrockt sei. Abg. Dr. Bachem (Ztr.^ plaidierte für eine ehrenvolle Beendigung des Chmaunttr- nehmens und — aus Gründen der Tradition <>c= ratung des Nachtragsetats in der Budgetkommission. Das letztere erachtete Abg. Bassermann (ul.) nicht für absolut notwendig, da neue Momente auch in der Kommission nicht zur Sprache gebracht werden könnten. Im übrigen hielt er es für inopportun, durch scharfe ftTitit an Einzel- 1 Heiken die diplomatische Stellung der Regierung noch schwieriger zu gestalten, oder das Oberkommando des Grafen Waldersee zu bekritteln. Den Darlegungen des i Reichskanzlers könnten die Nationalliberalen rm allge- i meinen zustimmen. In ähnlichem Sinne schien sich der schwer verständliche Abg. Schrader (frs. B.) zu äußern. Dann nahm nochmals Graf Bülow das Wort. Er sagte u. a.: „Wir legen zwar Wert auf gute Beziehungen zu England, vertreten in China aber nur deutsche Interessen, und überlassen es den Engländern, die ihrigen selbst zu vertreten". . . . „Der Abg. Richter hat gefragt, was denn eigentlich in dem Mandschurei-Abkommen steht. Ja, wenn ich das wüßte! (Heiterkeit.) Immerhin ist nicht ausgeschlossen, daß ick) es eines Tages erfahre und werde ich es sofort dem Abg. Richter mitteilen (Stürmische .-Heiterkeit/ . . ." „Die Schlachtfiotte können wir nrxy nicyt aus den chinesischen Gewässern zurückziehen, weil ihre Anwesenheit auf den Fortgang der Friedensverhandlungen fördernd einwirkt. Es giebt auch bei den Chinesen moralische Imponderabilien." . . . „Man hat mir den Vorwurf gemacht, daß ich mich zu allgemein gehaltener Redewendungen bediene. Nun, in keinem anderen Parlament hat der leitende Minister über die Chinafrage so detaillierte, Mitteilungen gemacht, als ich es heute that. Immerhin ist es mir lieber, es heißt, ich sage zu wenig, als umgekehrt. So diene ich den allgemeinen Interessen besser. Ich bin doch schließlich kein arabischer Märchenerzähler, sondern verantwortlicher Minister. . ." Graf Bülow hatte temperamentvoller, schneller gesprochen, als zuerst, und mittels eines großen, silberbeschlagenen Bleifttstes, den er in der Rechten schwang, die Pointen gewissermaßen unterstrichen. Seine zweite Rede klang in das „weltpolitische Programm" aus, daß Deutschland seinen Platz an der Sonne behalten und sich nicht in den Schatten 15. März: ... Die Beratung des zweiten Nachtragsetats für China hatte ein distinguiertes Auditorium in die Diplomaten- logen und ein ziemlich zahlreiches Publikum auf die ^rr- bünen geführt. Auch der öfterreichisch--ungarische Botschafter war erschienen. Reichskanzler Graf Bülow leitete die Diskussion ein mit einem längeren, sorgfältia ausgearbeiteten Vortrag über den gcgemoürtigen Stand der Dinge in China. Er konstatierte, daß die Verhandlungen zwar lang sam, aber stetig vorwärts gekommen seien. Die Einigkeit der Mächte habe sich stärker erwiesen als gewisse divergierende Besttebungen. Es sei zu hoffen, daß auch ^dre neuen Meinungsverschiedenheiten überwunden werden. #ur Deutschland komme hauptsächlich in Betracht die B e st r a f - nng der Schuldigen und die Entschädigungs- trage. Wie die Regierung sich zu letzterer stellt, legte Graf Bülow an der Hand aktenmäßiger Aufzeichnungen dar. Die deutschen Truppen ivürden solange in China bleiben, E>is hinreichende Garantien für die Zahlung der Entschädigung und die Tauer der gesicherten Zustände gegeben sei. Liegen diese Garantien vor, dann werden die Deutschen die Provinz Petschili verlassen mit dem leb- iKiften Wunsch, sie nicht wiederzusehen. (Heiterkeit und Ber- iatL) Die Mandschurei-Angelegenheit werde vom deutsch- englischen Abkommen nicht berührt. (Hört? Hört!) Was cms der Mandschurei werde, könne den Deutschen im (Irunde ziemlich gleichgilttg sein. (Sehr richtig!) Nicht aber könne Deutschland — gleich den anderen Beteiligten es gleichgilttg sein, daß China wertvolle Landesteile weggebe, ehe es seinen finanziellen Verpflichtungen den Amtlicher Feil. Gießen, den 15 März 1901. Das Grohherzogliche Kreisamt Metzen au die Grosih. Bürgermeistereien des Kreises. Wir beabsichtigen, demnächst wieder eine Bürgermeister Versammlung zur Beratung über wichtigere Gegenstände der Verwaltung zu berufen und sehen Ihren etwaigen Anträgen bezüglich auf die Tagesordnung zu setzender Gegenstände bis spätestens Ostern entgegen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Das Viehmarkt Lomitee zu Vilbel beabsichtigt, mit dem am 20. August ds. IS zu Vilbel statt findenden Biehmarkte eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden, um die Mittel zur Prämiierung zu gewinnen. Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Be bingung erteilt, daß nicht mehr als 6000 Lose, zu 1 Mk das Stück, ausgegeben werden dürfen, und mindestens 60 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Der Ver'rieb der Lose ist in der Provinz Oberhessen und dem Kreise Offenbach gestattet. Gießen, den 15. März 1901. Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 15. März 1901. Betr.: Die IahreSÜbersichten und RechnungSabschlÜffe der Krankenkassen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosih. Bürgermeistereien der Land- gemeinden deS Kreises, die Verwaltungen der Gemeindekrankenversicheruugen, die Vorstande der eingeschriebenen Hilsskassen des KreiseS und der Betriebs- (Fabrik-) Krankenkassen in den Land gemeinden des Kreises. Sie werden hiermit, soweit nötig, an die alsbaldige Erledigung unserer Verfügung vom 5. Januar 1901 (Gießener Anzeiger Nr. 1) erinnert. • v. Bechtold. auSeinanderzusetzen. Heute wurde die Abteilung „Justizministertum" begonnen und glücklich beendet; wenn nicht der Präsident nochmals mit einer Nachmittagssitzung gedtoht hätte, wäre wohl noch manches andere vom Stapel gelassen worden. Nachdem zunächst die Modalitäten, unter denen der Vorbereitungsdienst der Juristen und Verwaltungsbeamte,t praktischer Weise zu erfolgen habe, und die eventuelle Trennung des Vorbereitungsdienstes erörtert waren, war es die erschreck. nbe Zunahme der Milchfälschungen in den Städten, jie die Aufmerksamkeit des HatttM fesselten. Abg. Köhler (Darmstadt) schilderte Verhältnisse, die fast ans Unglaubliche grenzen. Daß Milch mit Wasser „verlängert" wird, tft be- kann! und geschieht nur allzu länglich. Aber der Wormser Oberbürgermeister wußte auch zu erzählen, daß ihm Fälle bekannt seien, in denen der Milch nicht nur das Wasser, mit denen die Milchkannen auSgeschwenkt wurden, sondern auch das Wasser, in denen Knechte und Mägde ihre von Stallinhalt gefärbten Greiforgane gereinigt hatten, zugesetzt worden sei. Prost Mahlzeit! (Da sichen allerdings selbst auf einem Kahlkopfe Haare z» Bege. Demgegenüber dürften trichinöse Schweinsohren mit Valmölsauce dieser Milch frommer ländlicher Denkungsart als Säuglingsnahrung vorzuziehen sein. D. Red.) Wozu habcn wir eigentlich ein Nahrungsmittelgesetz, wenn derartige Un* g heuerlichkeiten im Mtlchhandel vorkommen? Wie ist dies möglich bei allen den polizcil'ch'-n Kontrollmaßregeln? Der Grund ist wohl der: die Frevler werden bestraft mit 10 bis 20, höchstens einmal 50 Mk., der Nutzen, den sie durch ihre schauerlichen Panschereien erzielen, ist 10 mal, ja vielleicht 20 mal größer. Solange man nicht daran geht, die Strafen im rechten Verhältnis zu erhöhen, werden derartige grauen- hafte Volksgesundheitsschädigungen kein Ende nehmen.______ Preußisches Abgeordnetenhaus. der Kaiserin Friedrich einen Besuch ab etwas größere Entfernung von der Lahn erhält; 5. zwecks Verteilung der Kosten auf einen größeren Zeitraum die Reihenfolge für die Ausführung der Regenwafsersiele besonderer Beschlußfassung Vorbehalten bleiben; 6. die vorhandene« Regenwafferkanäle sollen, soweit thunlich, offen gelassen werden. Betreffs des Antrags: für das Gebiet der Schwarzlach und des Gartfeldes zur Entlastung des StadttinggrabenS ein bc* -o. Unsere Kunstausstellung am Brand bietet mehr Interesse, als vielleicht dieser oder jener Gießener Kunstfreund immer noch annimmt. Die figurenreichen Gemälde von Gentz entbehren freilich des individuellen Zuges. Nament. lich die „Dorxition" zeigt eigentlich nur mühsame An- ordnung. Weit bemerkenswerter sind die Vorstudien dazu und andere Handzeichnungen von Gentz. Beachtung aber verdient der Franzose LefSbre, verdienen ein paar Land- schäften, die anscheinend porträtierten Frauenköpfe von C. Horn. Ein naives Publikum gerade vor dieser kleinen und bescheidenen Bilderauswahl zum Verständnis des Problems des „Schönen und Häßlichen" in der Kunst zu führen, wäre eine lohnende Wir werden vielleicht in den nächsten Tagen aus- Gießen, den 17. März 1901. •• Das Großherzogliche Regierungsblatt, Beilage Rr. 3, ausgegebeu am 13. März 1901, enthält: 1. Bekanntmachung, Vorarbeiten für eine schmalspurige Eisenbahn von Budapest, 15. März. Heute nachmittag veranstalteten Studenten und Arbeiter eine Kundgebung vor dem Nationaltheater, weil dasselbe anläßlich der Märzfeier keine Nationalfahne gehißt hatte Die Polizei zerstreute die Unruhestifter uud nahm sechs Verhaftungen vor. Ms ein Trupp zum Abgeordnetenhaust ziehen wollte, zerstreute die Polizei auch diese. . Petersburg, 15. März. Der Unterrichts-Mi- nister Bogolepow ist heute Nachmittag an den Folgen des auf ihn verübten Attentats gestorben. c. I Stabtbaurat Schmandt hat es zu unserem Bedauern ab- ie bereits der dritte Sohn des Kaiserpaares, Prinz g^ehnt, uns Näheres darüber mitzuteilen. ffen^Adalbert, besucht gegenwärtig auch P^r^nz 2Uigu fL| Haudwerkerversammluug. Am nächsten Donnerstag ~bet Saale des Hotel „Einhorn- eine allgemeine Handwerkerversammlung statt, in der Direktor Paech aus Frankfurt a. M. über die Gründung von Genossenschaften im Handwerk sprechen wird. Der Vortrag wird auf Der- anlassung der hessischen Handwerkskammer gehalten, die in dem Genosienschaftswesen mit einen Hauptpunkt zur Hebung und Förderung deS Handwerkerstandes erblickt. (Vergleiche Inserat in heutiger Nummer.) •• Die Beratung über die Eutwäfferuug der Stabt Gießen iin der Sitzung der Stadtverordneten versammlung am ' 14. d. M. endigte mit Annahme der von der Bandeputation Gießen nach Beuern. Im Einvernehmen mit Großherzoglichem Ministerium des Jmimr haben wir der Lokalbahn Bau- und Betriebögesellschaft Hiedemann L Co. Berlin, Abteilung Köln, auf die Dauer eines Jahres die Erlaubnis erteilt, Vermessungen nnd Vorarbeiten für eine schmalspurige Eisenbahn von Gießen nach Beuern vorzunehmen. Darmstadt, den 23. Februar 1901. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. Gnauth. Wenchel. wahrscheinlich eine erhebliche Verstärkung seiner! Telegramme des Gießener Anzeiger-. | AuÄllNÄ Streitmacht zugehen wird. Dornberg und Kovannaberg London, 16. März. Die „Times" melden aus Kaal- nordwestlich von Yicksburg waren niemals ganz frei von f .. gestern: es verlaute, Botha,Delarey und London, 15. Marz, ^zm Un t e rh aus erklärte Hicks „räuberischen Banden" De Wets Absicht geht wahnchein- et würden am 18. ds. Mts. eine Zusammen- Beach, er könne keine genaue Einzelheiten über die »ich dahin, einige derselben in sein Kommando aufzunehmen. . .t haben um über die Lage zu beraten Kosten der wilitariichen und Flotten-Lpe- Aus Kapstadt meldet das „Reutersche Bureau": Da die P i a b t 15. März. Heute sind hier elf Personen, rativn en in E hi na geben, aber die Gesamtsumme Buren die Telegraphendrähte zerschnitten ^^^nter ein Europäer an der Pest erkrankt. — Nachdem werde etwa 3 einhalb M i l li o nen betragen William haben, ist die Verbindung mit dem Osten der Kolonie ^ Behörden als Vorsichtsmaßregeln gegen die Ausbreitung Redmond fragt an ob im Falle von Streitigkeiten und mit Natal unterbrochen. ber m/st die Ausweisung der Kasfern aus der Stadt und Mischen den Verbündeten in China englischen Osfu Eine Depesche des Generals Kitck>ener aus Pretoria vom Umaebuua und ihre Unterbringung in besondere zieren erlaubt sei, mit Wassengewalt zu drohen, ohne 14. März meldet: French berichtet in Ergänzung seiner Tätlichkeiten durä>geführt hat, veranstalteten die in Kap- die heimische Regierimg vorher zu befragen. Hnnnlton früheren Meldungen, daß noch 46 Buren, teils gelotet, teils rflbt ansässigen Malayen, welche eine ähnlickst Behänd- erwidert: Die englischen Offiziere bethatigteii bei den verwundet und 146 gefangen genommen wurden oder sich befürchten eine große Versammlung, und beschlossen, Operationen m China durchaus in allen ^chwiemgkeiten ergaben erbeutet »nirden von ihm noch 200 öerae&rc, S ni>? ■ g ber Mulweifung mit «ewatt zu wider- einen äußerst versöhnlichen Geist. Er glaube nicht, baß 8700 Patronen, 2400 Pserde, 120 Maulesel, 370 Zugochsen, der Stadt bejinden sich einige tausend ma° es nötig sei, ihnen Instruktionen zu senden. 2500 Stuck Vieh und 400 Wagen. Es herrscht noch regneri- °u-n. o oer e.raoi »qinotn tug timg Paris, 15. März. Tie Bureaus der Kammern haben sches Wetter, wodurch der Vormarsch der Truppenabteilungen o n n h n n ■ 15 Märr Tas Oberhaus lehnte nach einen Ausschuß eingesetzt, der den Antrag auf 11 r a f« verzögert wird. - Ten Zug des Generals French durchI"r Debatte in der LarMiwne und Wolseley ihren rechtliche Verfolgung des Deputierten Jaluzot das südöstliche Transvaal schildert der Berichterstatter des ^^9.^ ü()Cr bic 'mit bem Transvaalkrieg verbundene Ver- wegen wucherischen Aufkailfev von Zucker prüfen „Standard", der am 12. März vom rechten (südlichen) ,7».,„Örtlichkeit sortsetzteu mit 62 gegen 38 Stimmen die soll. Die Mehrheit des Ausschusses ist geneigt, dem An- Flügel von Frenchs kombinierter Kolonne nach Pretoria WolieleN acwunschte Veröffentlichung der von ihm trage zuzustimmen. . zurückgekehrt ist, folgendermaßen: Die kombinierte Kolonne ^on ^rotsttty gewunicyie ^erDTTtnnia) g Rom, 15. März. Die Kammer nahm dw Regierungsbestand aus eimgeirlöOOO Mann mobiler und vortrefflich | " ___________ - nnrfagp betr. Prämien für die H a n d el s m a rin e, an. ausgerüsteter Truppen. Der Weg war besät mit zerbrochenen ------------------------—— ~ — Crispi wurde heute während einer Audienz bei und verlassenen Wageii und ungezählten Vorräten. Massen ItrtHtiffhl MaaeSlulM. der Königin-Witwe von einem plötzlichen Unwohlsein von Burenfrauen, Kindern und Greisen wurden in Waaen! ' J y r J I betroffen Er stürzte zu Boden und verletzte sich in die Lager für Flüchtlinge gebracht. Beinahe drei Wochen Aus Berlin, 15. März, wird uns geschrieben: Ileicht am Kopf. Nach einiger Zeit erholte sich Crispi lang strömte ununterbrochen Regen aus den ganzen Wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, ist es sehr und konnte ins Hotel fahren. Landstrich, und die Operationen wurden in einem wahren wahrscheinlich, daß die Regierung den Doppel- Wien, 15. März. Das Abgeordnetenhaus oe- Sumps ausgeführt. Das südöstliche Transvaal- taris für die Lebeusmittelzölle zur Grund- endete die Jnvestitionsdebatte und wies die Vorlage dem drei eck i st aber nun buchstäblich ausgefegt. Die läge für die Handelsvertrags verhau dlun gen Eisenbahnausschusse zu. Baron Morsey (deutschklerikal) Gegend, die bis Ende Februar eine ziemlich» starke machen wird. Reichskanzler Graf Bülow soll dafür ge- sprach sich für ein möglichst inniges politisches Bureo^bevölkerungaufwies,mitVorrätenge- Wonnen sein, wenn auch die formelle Entscheidung noch zu Verhältnis zu Deutschland aus, berechnet auf die füllt^gesundundunzugänglich war, ist j e tz t e n t- erwarten ist. Dagegen sind, wie es l-eißt, die Bedenken innigen wirtschaftlichen Beziehungen und Verhältnisse, aber blößt von jeder Art toter und lebender Hilfs- des Reichsschatzsekretars Frhrn. v. Thielmänn sowohl wie er verlangt die loyale Ausführung eines solchen Verhaltmittel. Die stärkste Burenschar, die noch vorhanden ist, I diejenigen des Staatssekretärs des Auswärtigen Frhrn. I nisses. Durch eine nicht loyale Handhabung der Vertrags wird vor General Frenchs Truppen einhergetrieben, dieL? Richthofen gegen den Doppeltarif einstweilen nicht mäßigen Beziehungen beim Viehexport von Seite verschiedenen Kolonnen sind in Fühlung. General Smith- Gänzlich beseitigt. Von den Bundesregierungen dürfte die Deutschlands habe Oesterreich außerordentlich gelitten. Dorrien nimmt den linken (nördlichen), General DartnellIMehrheit sich für den Doppeltarif erklären, vorausgesetzt, ~ ' "" r-— den rechten (südlichen) Flügel ein, Generab French führt haß der M i n d e st - Getreidezollsatz den Satz von 5 Mark, im Zentrum den Oberbefehl. Die britische Linie hat eine der Höchst-Getreidezollsatz den Satz von 6 Mark nichtüber- Ausdehnung von beinahe 100 Kilometer. Der allgemeine schreitet. Wenn übrigens die „Deutsche Tagesztg.", das Vormarsch wurde durch fortgesetztes Einzelfeuer bei den Organ des „Bundes der Landwirte", von der E i n i g k e i t Vorposten und scharfe Nachhutgefechte des Feindes gekenn- der gesamten Landwirtschaft in der Forderung des Toppel- zeichnet. Zwischen Ermelo und Piet Retief machte der tarifs spricht, so ist daran zu erinnern, daß noch vor gar Feind verzweifelte Anstrengungen, die britischen Truppen nicht langer Zeit diese Uebereinstimmung nicht bestand, aufzuhalten, wurde aber in regelloser Flucht in das durchs Ein führender Mann der Rechten, der konservative Abg. schnittene Gelände südöstlich von Piet Retief geworfen. Dort Gras Kanitz, sagte in einer Versammlungsrede, er ver- erwarteten die Buren, nachdem sie sieben Geschütze ver- möge dem Doppeltarif keinen Geschmack abzugewinnen, er loren, Frenchs weiteres Vordringen. General Smith-Dox- halte ihn für unnötig. Die „Tagesztg." war damals von riens Wegstrecke zog sich über den Schauplatz früheren ent- diesem „rollenwidrigen Seitensprung" des Grafen natür- schlossenen Widerstandes hin. An der Spitze einer der fich wenig erbaut und äußerte die Hoffnung, daß sich Graf stärksten Kolonnen warf er eine Burenabteilung von 1000 Kanitz zu anderen Anschauungen bekehren werde. Das ist Mann zurück und trieb sie sowie ein weiteres, noch stärkeres inzwischen geschehen, auch mit Hilfe des Zuspruchs der poli- ihr zu Hilfe ziehendes Kommando vor sich her, bis er Both- tischen Freunde des Grafen Kanitz, die ihn dringend baten, well unfern des Chrissiesees erreichte. Hier hielt er dem die Geschlossenheit der Landwirtschaft gegenüber den Handelsberühmten nächtlichen Angriff Bothas stand, vertrügen nicht zu stören. Mit dem Doppeltarif erreicht Der Bärenführer verfügte über 2000 Mann. Tas Lager war die Landwirtschaft, daß die Regierung unter keinen Um- auf der Ostseite sowie nach Südwesten und Westen hin ver- ständen unter den vom Reichstage guzuheißenden Getreide- schanzt. Tas Bataillon Yorkshire hatte die nach Westen Mindestzollsatz bei den Handelsvertragsverhandlungen herabliegenden Schützengräben besHt. Der Hauptangriff erfolgte gehen kann. Die Regierung erhält also eine „Marschroute, gegen 2 Uhr "morgens bei sehr nebeligem Wetter. Der die Landwirtschaft eine vor Ueberraschungen schützende Feind trieb eine Anzahl Pferde in die Vorpostenlinie Sicherheit. Es wird sich bald zeigen, ob auf dieser Grund- und folgte mit scharfem Gewehrfeuer. Tie Kugeln hagelten tage Vertragsverhandlungen mit den Getreide-Einfuhr-, in das Lager hinein. Bei dieser plötzlichen Ueberraschung ländern möglich sind. Die Kanäle werden jedoch durch riß sich eine Anzahl unserer Pferde los und ging durch, das Zugeständnis an die Forderungen der Landwirtschaft Doch im Nu waren unsere Leute unter den Waffen und die „icht gerettet werden. Man bezeichnet in parlamentari- Ordnung war sehr bald hergestellt. Gleichzeitig eröfffneten schen Kreisen der Rechten die Bewilligung des Doppeltarifs die Unserigen auch aus den Schützengräben das Feuer. Ein als etwas selbstverständliches, das keiner beson- Haufe Buren stürzte im Pnlauf in den Zwischenraum zwischen deren Anerkennung bedürfe. den Schützengräben des Regiments Yorkshire, wo unsere M . .i .s» LeEe anfänglich kein wirksames Gegenfeuer abgeben konnten, nm einander nicht zu treffen. Doch die Unterstützungsabteil- jj£lu|nj£5 unaen nahmen den Anlauf auf und zwangen die Sturm- *.^4^ abteilunq der Buren, eiligen Laufes unter Hinterlassung Berlin, 15.. Marz. Unter den zahlreichen Fürstlich- von 20 Toten zurückzugehen. Dann gingen die Unterstütz- keilen, die dem Kaiseraus Anlaß des Bremer Atten- «ngstrupps in aufgelöster Ordnung vor, wobei Mackenzies t ats die Glückwünsche zu der Errettung aus schwerer (^sahr leichte Reiter und die 5. Ulanen die Flanken deckten. Mittler- aussprachen, befand sich als emer der nsten auch Komg v ..........—o- ----- weile war auch der Angriff auf die Ostecke mit schwerem Eduard VII. von England. Dieser richtete^unmittelbar Ällfgahe. Wir werden vielleicht in den nächsten Tagen auS- Verlust zurückgeschlagen worden. Der Feind setzte aber nach dem Zwischenfall ein eingehendes f^hrlicher darüber reden. immer noch auf verhältnismäßig kurze Entfernung das den Kaiser, das sofort von dem Monarchen ebenfalls mittelst Revifiou der Bauordnung. Die Vertreter der Städte Feuergefecht hartnäckig fort. Er war dabei im Urteil, da eigenhändigen Schreibens-^^rt rde. Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen waren er die Lagerverhaltnisse genau kannte; doch nach einer halben Herzog von Connaught yat anlagua) oe» oeoauer ' in Ma,nr in einer Beratuna über die Aen- Stunde lieft das Gefecht nach, die Buren traten den Rück- lichen Vorfalls eine besonders herzliche Teilnahme gezeigt, am lo. d. M. m Mainz zu einer ycraiung iwer oic nen «ng an. Bei Tagesanbruch begann die Verfolgung, die in-!Der Herzog steht übrigens schon seit längerer Zeit mit dernng der Lokalbauordnungen nn . deffen ergebnislos verlief. Das Regiment Yorkshire hatte Kaiser Wilhelm in einem regelmäßigen Brief- treffenden Polizeiverordnungen zusammengetreten. Herr den Hauptstoß des Angriffs abaehaMn und sich tresslichVher-*’ 1 —*...... — schlagen, allerdings auch ansehnliche Verluste aufzuweisen. | General French hatte ein ziemlich scharfes Tr e s f en i uu iu t *,i, vu|^Zll övöv..—v-yv» --o , bei Bushmans Kop zu bestehen. Der Feind ließ es der vierte Sohn, wenn auch nur als Prwatschuler, das Kgl. indessen hier nicht auf den Nahekampf ankommeu, und als Friedrich-WilhelmEymnasiUm in Berlin. Ter bei Ermelo die Kolonnen auf gleiche Höhe gelangten, traten Prinz nimmt dort Unterricht in Physik und Mathematik bei die Buren einen schleunigen Rückzug an und ließen zahl- Prof. Frank. . »eiche Wagen im Stich. General Dartnell erreichte Armers- — Gen.-Mafvr v. Lieb er t, Gouverneur von Deutjch^ foo/t diesmal ohne Widerstand. Eine kleine Anzahl Buren Ostafrika, a la suite der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, brach durch die britischen Linien. Diejenigen in der Nähe und beauftragt mit der Dieuftstellung als Kommandeur derbes Kommandos, das die Nataler Bahnlinie überschritt, selben, wurde, nach der neuesten Nummer des „Müttar- ichlichen lich hinter General French ein und griffen den Wochenbl.", unter Enthebung von diefen Stellungen, langen Piroviantzug des Obersten Colville auf der ganzen zunächst bei den Offizieren von der Armee, mit Anweisung Strecke bis 8 Zkilometer von Standerton an. Zwischen Er seines Wohnsitzes in Berlin, angestellt. . melo und Piet Retief machte der Feind ganz verzweifelte — der heutigen Sitzung des Bund es rat s wurde enülflU mn an,iUnmc VUu v»«, Anstrengungen, um den Vormarsch zum Stocken zu bringen, dem ^"^ch^^bricht über den^itwurf eines Gesetze» we^en - - Februar d. gestellten Anträge, dahingehend, •Hein vergebens, er mußte Hunderte von Wagen mit flüch- llebernahme einer Garantie des Reichs in Bezug auf eine I u a;, ^*muhtoäfier nom SclterSberg unmittelbar zur Ingen Angehörigen, mit Proviant und Schießvorrat preis- Eisenbahn von ^.a^^es-Salaam nach Mrogoro i>aß 1. di $ $ innn nnterbalb des Labnveael-l geben und seine Geschütze vergraben, die dann später von die Zustimmung erteilt ebenso dem Ausschußbericht über Kläranlage (etwa 1000 Mete^^unterhalb des^aynpeget») General French wieder zutage gefördert wurden. die Vorlage, betreffend die Einführung des 1 Pfennig- geleitet und hier in einem besonderen, hoch belegenen Becken lieber die V e r h an d lun g e n m i t Bo t h a liegen auch Tarifs auf Eisenbahnen für Militär- ^igt werden, so daß die Schmutzwaffer dieses Gebiets Jjeute nur Gerüchte vor. Wie es heißt, wären seit dem Urlauber. m auch bei den höchsten Lahnwafferständen ohne künstliche Hebung /. März von Kitchener nur zwei Depeschen eingegaugen, die — Nach neueren Dispositionen gedenkt der Reichs t a gI r(n fönnen, 2. für die Regenwafferfiele eine Regen- beide nur über frühere Operationen, über Vorgänge in der am nächsten Donnerstag in die Ferren zu gehen,I ' orn Liter für ein Hektar und eine Sekunde mit Kapkolonie und über De Wets neuerliches Entrinnen um am 17. April die Beratungen wieder aufzunehmen. menge oo i * bi a(tftabt unb 03 melden, und mittelbar die Annahme einer andauernden that- - Ter „Reichsanz." veröffentlicht ein Gesetz betreffenb einem ®on 1“ r ' sächlichen Waffenruhe anscheinend bestätigen. Nach einer Aend er ung des Gesetzes über das P 0 sttaxwesen im die übrigen Stadtteile der Berechnung zugrunde zu g fl, Meldung des „Daily Telegraph" aus Bloemfontein hätten Gebiete des Deutschen Reiches. 3. die Kreuzung des Hauptsiels der Altstadt mit der Wiest« in den drei vorhergehenden Nächten kleine Burenttnp'ps Posen, 15. Akärz. Nach amtlicher Feststellung wurde durch einen doppelten Dücker erfolgt; 4. die Älaraniage eine von 150—200 Mann versucht, zwischen Bloemfontein undlbei der Neich s tagser satzwah l im hiesigen Wahlkreise °*t— —""" * xchabantschu die englische Linie nordwärts zu durchbrechen, am 11. ds. v. Chrzanowski (polnisch-radikal) mit 15412 ioaren aber mit Verlust zurückgewiesen worden. Täglich! von 25 621 Stimmen gewählt. Oberbürgermeister Witting taufen aus Brüsseler und Utrechter Burenkreisen ZeitungS-I (natl.) erhielt 9482 Stimmen, KaSprzak (Soz.) 720 (Stimmen, gerüchte ein mit sehr bestimmten und den Buren günstigen! Cronberg, 15. März. Der Großherzog und die Angaben über Bedingungen, die angeblich von den Eng-l Gr v ß h er zv g i n vv n H e f s en statteten heute nachmittag kSnderu zugestanden feien. der Kaiserin Friedrich einen Besuch ab u - Ope - nAuniine William Seiten Heu Ossj- en, ohne vamilton .bei den ^Meilen baß wtn haben S ?r°s- ^aluzot -er prüfen ' dem An- esserungs- cine, an. udienz bei WW\Xk ehtefich sich Crispi lhaus be- orlage dem ltschüerikal) litisches ineUuf die tnisse, aber en Serijäft« r vettrags- on Seite gelitten. ig veran- ic Kund- Mbe an- eW hatte, nahm sechs 'dnetenhause se. ichts-Mi- den Folgen ärz 1901. sage Nr. 3, Mtmachuvg, itbahn von mt bei Znmn ebemonn 4 6»- rlaubnii erteilt, $i[enba$n non *W ■ Kunstfreund Nevälde von e5. Nament' Mhsame An- [ftnbien W Achtung aber i paar Land- von § Hör«, d bescheidenen cs Fchiine- eine Wende n Tagen anL- tet der Städte ließen waren über die Aen- Sauwesen w treten. 4*^ Bedauern av- n Donnerstag aUqrwetue Wirb »I * £>»w “SÄ Hs Frankfurt) uen 16. Märe. bank Frankfurt a. M. 6 Prozent. Tendenz ruhig. •e- Wetter März i Z H 10.—11. März Röder Hierselbst. DRUCKEREI, GIESSEN. SCHULSTRASSE 7. Geborene. ffi. Steir.müller, Lang-GönS 22 , 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrod bet: . 44 84 87 52 + 6,9 + 5,0 + 10,5 6,3 5,7 4,9 Höchste Temperatur Niedrigste „ am n 9» 7« 225 742,2 744,0 743,4 bew. Hiurmel H W + 12 8° 0. + 0.0° 0. Theater, Kunst und Wissenschaft. - Sudermanns Drama „Johannes" ist in Rom auSgezischi vorden. blieb. (Die „Volksmacht" bette sich s. Z. für diesen Menschen in döchst auffälliger Weise ins Z-ug gelegt ui.d dabei in ih'er bekannten Art wetdltch aus die Juden und daS unglückliche Judenmadchen räsonniert. D Red.) Abgg. Iontz, Weidner und Jöckel in Diskussion. Das Haus beschließt die Streichung von 10000 Mk. für die Anlage eines Fahrweges. Dagegen wurden bewilligt 50000 Mark für das neue Jnhalationshaus und 255000 Mk. für andere Badezwecke, 40000 Mk. für ein neues Wasser- und 3 Kilogramm (6 Pfunds Schwarzbrod bei: 8ilb. Fabel von Wteseck . 66 H Ernst Christ von Wieseck . 69 C. Post von Wieseck . . 66 Großherzogliches Polizeiarnt Gießen. Hechler. i i 2 8Vg % Hensen . . 5n/c Italien. Rente . , 4 c/o GrieoL I5.onop.-Anl 3 n/0 Portugiesen , . 8 o/;, Mexikaner . . . ,i/e f7a Chinesen . . . Der Brodverkäufer. Bei den hiefigen Brodverkäufern bestehen dieselben Preise nm bei den hiefigen Bäckern. Gießen, bett 15. März 1901. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzerr. Zoh. Kd. 93eite v. Ktrchgöns 40 SB. Weitzel v. Lang-GönS 44 L Schmidt, Gr.-Linden . 44 , W.Steinmüllcr v.Lang-GönS 44 , 'anderes Regenwaffersiel mit AuSmündung unterhalb berl; Zahnbrücke auszuführen, wodurch die geplante Ausgleichung |‘ entbehrlich wird, wurde beschlossen, neue Pläne einzufordern L und später über die Art der Ausführung Beschluß zu fassen. . Ein Kiuematograph ist in diesen Tagen auf Oswalds Barten zu sehen, (vgl. Inserat.) •• Herr Fabrikant M. Levi schreibt uns unter Bezug auf unfern gestrigen Bericht über die Stadtverordnetensitzung betr. Abtretung eines in die Straßenflucht fallenden Geländes am Seltersweg, daß er in Wirklichkeit ca. 100 Mk. für den Quadratmeter unter Selbstkostenpreis gefordert habe, indem er hierbei andere Entschädigung als Maßstab dienen ließ. 1. Krofdorf, 15. März. Unser langjähriger Bürgermeistereisekretär Karl ist zum Gemeindeempfänger der Bürgermeisterei Groß Rechtenbach (Hüktenberg) gewählt worden. Die dortige Gemeindevertretung hatte vorerst den Rentmeister Wallbruch aus Ulm gewählt, der aber von der Uebernahme der Empfängerstelle Abstand genommen hat. -0- Laug Gous, 15. März. Auf dem Butzbacher Prä- miierungSmarkt erhielt der Landwirt PH. Spies hier den 2. Preis auf ein schönes Simmenthaler Rassenrind. B. Lauterbach, 15. März. Heute mittag wurde die Ge stügel- und BogelauSstevung nach einer Ansprache des Pfarrers List vom KreiSrat Wallau eröffnet. Darmstadt. 15. März. Der Großherzog und die Großherzogin geleiteten heute vormittag den Herzog Ernst Günther und die Herzogin Dorothee zu Schleswig Holstein, die hier zum Besuche geweckt hatten, zum Bahnhof und reisten hierauf zum Besuch der Kaiserin Friedrich nach Schloß FriedrichShof. — Ein seltenes Fest wird am bevorstehenden Sonntag Laetare in der hiefigen katholischen Gemeinde gefeiert. An diesem Tage sind es fünfzig Jahre, seitdem Dekan Herrn es zum ersten Male das heilige Meßopfer gefeiert. — Am Mitt-I «schabend erschoß sich ein Dragoner des 23. Dragoner- RegimentS. Furcht vor Strafe soll das Motiv des Selbstmordes sein. Maiaz, 15. März. DaS Bäuerlein, das, wie gestern gemeldet, von einem lüderlichen Frauenzimmer bestohlen wurde, darnach versuchte, gegen eine Frau em Sittlichkeitsattentat kl begehen und sich nach seiner Verhaftung erschießen wollte, erhängte sich in der verfloffenen Nacht in der Arrestzelle an seinem Halstuch. Es scheint, daß es bei dem Manne im Oberstübchen nicht ganz richtig war. Es ist ein 68jähriger Landwirt aus Westfalen, der vor acht Tagen mit reichlichen Geldmitteln versehen von zu Hause wegging, um eine Vergnügungstour zu machen. Hier wurde ihm die Gesellschaft von lüderlichen Weibspersonen verhängnisvoll. *• Kleine Mitteilungen au8 Hessen und den «achbrrsiaateu A. Seethaler, früher langjähriger Direktor des Hotels ^Rheinischer Hof" in München, zuletzt Inhaber des Eafs Luitpold in München, erwarb durch Kauf das Grand Hotel «Kaiserhof" in Bad-Nauheim für 1,520,000 Mk. — Ueber die>iffenschaftliche Tier und Menschenfolter als Folge dec Vivisektion hielt dieser Tage im Verein gegen Vivisektion zu München Oberst a. D. Spohr aus Gießen einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag. Gerichtssaal. Wrtzlar, 15 März. Wegen SittlichkeitSverbrechen ist der l5jShrig»- VolkSfchullehrer Heinrich H. von Vetzberg, verbei- rattt und Vater dreier Kinder, durch die Strafkammer zu 3 Jabren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. H. hat mit einer lWhrigeu Schülerin einen Verkehr gepflogen, der nicht ohne Folgen Vermischtes. • Mannheim, 15. März. Der sozialdemokra- tische Landtagsabgeordnete Opificius wurde heute hier verhaftet, weil er beschuldigt wird, als Geschäfts, führe« des Lebensmittelbedarfsvereins Unterschlagungen begangen zu haben. I • München, 18. März. Gestern fand ein Säbel- tzuell zwischen zwei Studierenden statt, wobei der caud. aed. Langhauser, der Sohn eines Majors in Metz, beim ersten Gang einen Hieb quer über das Gesicht erhielt, wo- durch beide Augen schwer verletzt, und das Nasenbein teilweise durchschnitten wurden. • Das Ende des Duells Dsr»ulöde-Buffet ist eingetreten, ehe die Mordwaffen aus dem eleganten Kästen genommen wurden. Es steht zu hoffen, daß diese Art Schule machen wird, sie ist noch bedeutend sicherer als die bisher itt Praxis geübte. Denn wenn sich auch beide Duellanten noch so eifrig bemühen, lediglich leicht heilende Löcher in die Atmosphäre zu schießen, so lag immer noch die Gefahr vor, daß ein ganz ungeschickter Tölpel von Duellant trotz aller Vorsicht doch einmal treffen konnte, sei es den Gegensekun bauten oder den Momentphotographen, sei eS den Arzt oder auch sich selber. Diesen scheußlichen Möglichkeiten vorgebeugt zu haben, ist daS unsterbliche Verdienst der Herrn DSroulöde und Buffet, die von nun an in der Galerie berühmter Duellanten eine unsterbliche Stelle einnehmen werden. Die schweizer Behörden waren ganz genau über den Aufenthalt attb sämtliche Schritte der beiden Wüteriche unterrichtet. Die Geschichte erinnert an das unsterbliche Duell der Herren Schulze und Müller in Berlin. Schulze ging in der Nacht vor dem Duell zur Polizei und machte darauf aufmerksam, daß am nächsten Morgen bei Hundekehle, links um die Ecke,1 ein Duell stattfinden würde, er gebe anheim . . . „Beruhigen Sie sich, Herr Schulze," sagte der Polizeileutnant. „Ihr Herr Gegner war auch schon hier!" Die Schweizer Polizei hat D^roulöde und Buffet den Gefallen gelhan, beide find als „lästige Ausländer" aus dem Schweizerlande ausge- wiesen worden. Sie haben das so Übel genommen, daß sie sofort abgereift sindJhe Zeugen aber haben sich friedlich dahin geinigt, daß durch die „Absicht", sich zu schlagen, der Ehre Genüge gethan ist. Döroulöde ist nach Italien abgereist, Buffet nach Belgien. Da werden sie sich ja so bald nicht Wiedersehen, und das ist ein Glück, sonst könnte die Welt noch e«waS erleben. N. ss.w. w. Familien Nachrichten. Gestorbenr Oberlehrer Wllbelm PeterS in Darmstadt L. Stetnmüller, Gr - Linden 44 „ Karl Post von Wieseck Arbeiterbewegung. Mainz, 15. Mä z. G-st-rn abend fand eine von über breihtwdrrl Schneider-Gehilfen besuchte V-'sammlung statt. Eine größere Xmabl Arbeitgeber ist bereit, auf Grund der Forderungen zu verhandeln, aber mit den Arbeitern selbst und nicht mit der Lohnkom Mission. Die Versammlung faßte aber den B-schluß, daß nur DU Lohnkommtffion berechtigt s in soll, mit den Arbeitgebern zu oerhandckn, doch dürfen zu diesen Verhandlungen Arbeiter au» den lirgtlnen t;leben zugezogen werden. BiS Samstagabend soll darüber entfchicd'N sein, andernfalls die Arbeit am Montag eingestellt wird. Nachträglich Haden sich einzelne giößere Firmen bereit erklärt, mit der Lohnkom- missten in Unterhandlung zu treten. Marseille, 15. März. Die ausständigen Arbeiter hielten heute oormittag eine Versammlung ad, in welcher die Fortsetzung de. Ausstand eö beschlost.'n wurde, und zogen dann in Stärke von etwa 2000 Mann nach de-, QuatS und vor daS Rathaus, in welchem eure Abordnung eine Unterredung mit dem Bürgermeister batte. — ■& Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. so. 8«a»rfu«t a. M.. IS. M--,. D.oid-Nd-N. V°-,Lub 8 v/c so Eiswerk in Bad Nauheim werden gestrichen. Ber dem ftft* pitcl Erweiterungsbau des Kreisamts und Provnizialge- bäudes in Gießen rverden 77 000 Mk. bewilligt. Die Forderungen der Universität in Gießen und der Technischen Hochschule in Darmstadt werden bis Dienstag vertagt. Schluß 2 Uhr nachmittags. Räckffte Sitzung Dienstag, vormittags 10 Uhr. Berlin, 16. März. Die „Berl. Pol. Rachr." erklären es für richtig, daß im Reichssck)atzamte Verhandlungen tattfinden zwischen Kommissaren des Reichsressorts und des Finanzministeriums wegen Feststellung des neuen Zolltarifs, hingegen seien die Mitteilungen der Frei« sinnigen Zeitung über die Stellung des Ressorts zu der Frage des Doppeltarifs unrichtig. — Der Artikel fährt fort, die Landwirtschaft könne erst eine voUe Beruhigung durch die Sicherheit gewinnen, daß die landwirtsck)aftlick)en Zölle nicht abermals ein Kompensationsobjekt bei dem Abschlüsse der Handelsverträge bilden. Auf welchem Wege die Frage gesetzgeberisch zu lösen sei, darüber dürften die Meinungen der maßgebenden Stellen kaum auseinander neben - Der „Vorwärts" meldet: Die Schuhfabri- kanten beschlossen, am 16. März sämtliche Schuhmacher auszusperren, welche nicht einen bestimmten Revers unterschreiben. — ko. Frankfurt a. M., 15. Mälz. Dividenden. Vorschuß-. Keiohe&nloihü . unb Krcditoerein 6 Prozent (wie im Vorjahre), Mitteldeutsche Kredit I ß o/6 do 3i/t a/g Konsole . . . Märkte. Gießen, 16. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten- Butter per Pfd. JC 0.90-1.00, Hühnereier per St. 6—0 d), 2 St. 00—00 Enteneier 2 St. 00—16 Ganse eter per St. 00—00 d>, Käse 1 St. 5—8 d>, Käsematte 2 St. 5—8 . Erbsen per L'ter 22 Linsen per Liter 34 <5, Tauben per Paar JC 1.00-1.20, Hühner per St. Jlt 1.50-2 20, Hahnen per Stück Jt; 1.80-2.00, Enten per St. JC 2.00-2.30, Gänse P« Wb. JC 0.00 brr o.OO, Ochsenfleisch per Pfd. 68-74 4, Kuh. und Rindfleisch per Pfund 60-64 4 Schweinefleisch per Pfd. 64-74 4, Schweinefleisch gesalzen, per Pfd. 78 <3, Kalbfleisch per Pfd, 60-66 <2, Hamm.Ifleisch per Pfd 50-66 Kartoffeln per 100 Kilo 6.50-7.50 JC, Weißkraut per St. 00—00 L, Zwiebeln per Ctr. 6.50—7.50, Milch per Liter 18 fc. Frankfurt a. M., 15 März. (Heu- und Strohmarkt.) Angesabren: 24 Wagm mit Heu, 4 mit Str oh. Heu Mk. 4.30 bis Mk. 4.70, Stroh' (Roggenstroh) Mk. 2.80 bis Mk. 3.30. AlleS per 50 Kilo. Biehmarkt. An fast allen Märkten war der GefchästSgang in der verfloffenen Woche ein ziemlich ruhiger, die Umfätze waren allenthalben nicht'ehr nelangreich. Prima Großvieh war wenig gefraat, eS blieb an einigen 15. Märktm sogar ziemlicher U-berstand. Mittlere Qualitäten fanden da- 16. ^egen an anderen Plätzen etwas bessere Beachtung, was wobl auf die. 16. ->-mnächstigen FrübjahrSarbeiten der Landwirtschaft zurückzuführen ein dürfte. Kälber waren nicht besonders reichhaltig angeboten, datz Geschäft hierin verlief aber auch fehr schleppend, es blieb Ueberstand. Fette Schweine waren weniger gesucht, dagegen Läufer zu anziehenden Preisen out gebandelt I — F sl r_ Ein Kräftigungsmittel p ar excellence, da» in jeder Familie als Hausmittel bekannt und auch in der Kinderstube unentbehrlich geworden, ist die Somatose. Dieselbe wirkt oft nahezu Wunder bei schwächlichien Kindern, .______________ bei in der Ernährung zurückgebliebenen Personen, Bleich- Auszug aus dei« Stattdesamtsregistern | Ziekorival'eszenten Da die Somatose von den Zt'örpersäften der Stadt Gießen. »Ä Aufgebote. I nach kurzem Gebrauche erheblichen Fleischansatz und Ge- Am 8. März. August Karl Hermann Hartmann, Kaufmann in wichtszunahme. Daffel mit Amalie Luise Georgine Gertrud Keerl in Hildesheim. Jakob I-------——”— Schmidt, Krankenpfleger hier mit Mina Deucker in Flensungen. Karl T A CETI IZ A DTE" M a or « Berthold Hartwig in Bürgel mit Marie Rühl in Bürgel. 9. Peter Stoll, I tffc © ® ® | Ar tLIxAii I t IM ® ® ® Taglöhner hier mit Marie Herrmann Hierselbst. Ludwig Balser, Taglöhner " ■ ...R tiOAUI/ADTtAI in Rödgen mit Henriette Herr hier. 11. Adolph Bender, Telegraphen-1 BALL- UND I loUnKAK i tlN arbeitet hier mit Barbara Friederike Erb hterselbst. 12. Karl Friedrich I ■# . Wilhelm Koop, Schlosser in Darmstadt mit Thekla Maria Magdalena! HOCHZESTSTAFELK ARTEN Elisabeth Lenges daselbst. 13. Karl Emil Josef Le Clair, Kaufmann da- FlkJX-rriZ-11 l O ni o hier mit Wilhelmine Karoline Regine Lehr Hierselbst. Johann Peter Fa-1 RFI7FKinF MFliF MUSTER ckiner, Bremser dahier mit Anna Katharine Hebig Hierselbst. 15. Heinrich HtlZ-tlMUE. iMtur. iviuo 1 Balßer, Fuhrmann dahier mit Auguste Uehrenheim Hierselbst. I IN EINFACHER UND GLÄNZENDER Eheschltetzmrgeir. 00000 AUSFÜHRUNG 00000 Am 9. März. Ludwig Judt, Wagner dahier mit Luise Elise Ka- M-Ir. .... tharine Schmidt Hierselbst. 14. Heinrich Wurm, Sergeant hier mit Marie BRÜHL SCHE UNIV.-BUCH- UND STEIN- Am 3. März. Dem Spenglermrister Rudolf Rödiger eine Tochter. I----------------------------------—-------------- —~ 5. Dem prattischen Arzt Dr. Alfred Ostermann ein Sohn, Gustav Walter «4:- A Caf.^l IlIPP* Die Uemäide- Dem Fuhrmann Heinrich Bernhardt eine Tochter. Dem Mechaniker Auqust ** V **"»■ ausnteUung Bauer ein Sohn, Karl August Ferdinand. Dem Fuhrmann Philipp im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags nut Böcher eine Tochter. 6. Dem Wagenmeister Ludwig Wolf ein ©o^n. Ausnahme des ßumstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 5 bm Dem Spengler und Installateur Paul Roack eine Tochter. 7. Dem Fri- 5 Uhr nachmittags, an Bonn- und Feiertagen von 11 bis 3 um seur WUhelm Balser IL ein Sohn. Karl. Dem Fuhrknecht Jakob Zimmer- ununterbrochen. Eintritt für Niohtnntgheder an Werktagen 50 rtg. mann ein Sohn, Otto. 8. Dem Wirt Joseph Zeller eine Tochter. 9 I en Bonn- und Feiertagen 20 Pfg. Dem Professor Dr. Paul Drude eine Tochter. Dem Eisendreher Wilhelm I Müller eine Tochter Marie Juli. Dem Bäckermeister Carlo Brühk ein I Sohn, Karl. Dem Schlosser August Appel ein Sohn. Dem Schlosser-1 cmx« iftm > meister Hermann Leyerzapf eine Tochter. 10. Dem Bergbeamten Heinrich I vvw !<• ots ol. JJiarj iwvi. Horst eine Tochter. Dem Landwirt Friedrich Lyncker in Schiffenberg I Der hiesigen Bäcker. ein Sohn. 1 #c Pfb.) Tafelbrod 28 Pfg 1 Kg. (2Pfb.)Lchwsrzbrod 24 Pfg. «estorbene. 2 S 4 Pfd ) Tafelbrod 56 , 2 Kg. l4Pfd.)Schwarzbrod 48 , Am 8. März. Marie Johannette Philippine Rumpf, 62 Jahre alt, f (2 Pfd.) Weißbrob 26 , 8 Kg. (6Pfb.)Schwarzbrod 72 , Privatin dahier. 11. Anna Roll, 17 Jahre alt, Dienstmagd dahier. Marie! i (4 Pfd.) Weißbrod 52 „ Löber, geb. Busch, 9 ) Jahre alt, Privatin dahier. Maria Muskulus, geb. " ' »,er aUöwLrttgen Bäcker. Zindel, 68 Jahre alt, Privatin dahier. Karl Brühl, 3 Tage alt, Sohn j Kilogramm (2 Vfund) Wettzbrod bet: von Bäckermeister Carlo Brühl dahier. 14. Otto Zimmermann, 6 Tage ~ mzies-ck . . 24 W. Steinmüller, Lang-GönS 24 alt, Sohn von Fuhrknecht Jakob Zimmermann dahier. Johannette Eck- -Linden . 24 , SEB. Weitzel von Lang-GSns 24 , storm, geb. Meyer, 80 Jahre alt, Privatin dahier. Mathilde Elisabeth $ von Wieseck . . 26 , Roth, geb. Bär, 38 Jahre alt, Eheftau von Polizeisekretär Franz Roch 1 45 2 Kilogramm (4 Vfund) Weißbrod bei: dahier. Kd.Velte v. Kttch-Göns 44 W. Steinmüller, Lang-GönS 48 . .. . -------- Ntlb F«bel von Wieseck 48 , W. Weitzel von Lang-GönS 48 , Neueste Meldungen. S: s-$oft äB,tM • •62 • 1 Kilogramm (2 Mund) Schwarzbrod bei: Darmstadt, 16. März. 1.45 Uhr. (Tel.-Meld. des 2. Schmidt, Großen-Lindm 22 W. Weitzel von Lang-GönS 22 H l„Gieß. Anz.") Die Zweite Kammer der Landsrände setzte^ " ‘ I heute die Beratung des Budgets bei Kap. 98, Ministerium I des Innern, fort. Genehmigt wurden die Kapitel 99 bis' 1103. Bei Kap. 104, Brückengelder, beantragt Abg. M 0 l t h a n die Aufhebung der Brückengelder. Finanzminister Gnauth i stimmt der Erhebung der Brückengelder durch die Ge- I meiuden zu, sofern jene einen TeU der Gelder der Staatskasse zuführten. Bei der Beratung der Forderungen für I die Badeanlagen und Saline zu Bad-Nauheim treten die . 97.90 Kreditaktien . • . . . 224 70 . 88 50 Diskonto-Kommandit . . 187.00 . 97 65 Darmstädter Bank . . . 187.10 . 88.20 Dresdener Bank . . . . 152.30 . 94.60 Berliner Handelsgos. . . 154 30 . 96.00 Oesterr. titoatebahn . . 148.40 41.00 Gotthardbahn . . . . 166.90 . 25.55 Laurahütie . . . . . 205.70 . 25.65 Bochum e . . • . . 193 50 . 93,90 Harpener . . . . . . 169 50 Engelbach, Sekretär. Jean Falk, Vorsitzender. KuWerDnm ,ureicken. 2081 für 2120 mit Stück Nadel'Derbstangen 242 146 w rm vermieten. Kart Schwall. DaS Kommando. 2099 Montagabend bei Kamerad Euler. Der Vorstand. 397 Die Zusammenkunft ist zur Frankfurt a. W. 2087 :7 WMnWnWu ' WWMWW llcrcinc lHietiU*rud|c . — * WKWWW MnpttWsWW (Offene Stellen 12 14 26 7 12 52 1150 550 1870 U 24 6 30 n n H n n W Xroleitefl in Kinderkonfektion wie Knaben , Mädchen- und Aaby-Kleidchen, Jäckchen, Mäntel, «Hüte u« d Mützen, Knadeoüllstgk n. 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März, nachmittags 1/24 Uhr, von den Neuen Kliniken aus statt. 2128 /Lin Witwer, nahe der 50er Jahre, VS/ sucht ein älteres, tüchtiges Fräulein oder auch eine allein- stehende Witwe mit etwaö Vermögen als 2106 Kdeis-eMrim auf eine Oekonomie aufs Land. Reflektierende wollen sich wenden unter A. P. 179 an Haase«» stein & Vogler, «.•©., Frankfurt ie heutige Mmnitt umfaßt 18 Seite«.