Nr. 243 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Mittwoch 16. Oktober 1 SOI Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Familien- vIStler werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr.51. GichenerAnzeiger General-Anzeiger ® Annahme von Anzeigen au der für den folgenden Tag effcheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzergen-Vermitt- lungsstellcn des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegerr. Zeilenpreis: lokal12Pst auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univerfttäts - Druckerei Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen zeigenteil: Hans Beck. zg- smMKHDnKBHmnnnnKDBHBi des der Minister v. Thielen. 14. das seinen diesen Ge- Baden,, und danken wird man sich gewöhnen müssen in vor allem danach, handeln. bündler", die „Deutsche Tagesztg.", warf dem Minister vor, er züchte die Reichsverdrossenheit, indem er die wirtschaftliche Ueberniacht der preußischen Staatsbahnverwalt- uug gegenüber den Eisenbahnen anderer Staaten, wie Die deutschen Panzerkreuzer. Aus Marinekreisen wird uns geschrieben: Die Ablösung des Flaggschiffs der ostasiatischen Station, Panzerkreuzers „Fürst Bismarck", der demnächst in waltung von den Pfalzbahnen nicht viel Freundschaft zu erwarten hat, weiß man seit langem, und wenn diese Verwaltung Differentialtarife für einzelne Großunternehmen schafft durch, geheime Rückvergütungen, dann wird sie auch einem Verkehrsträger, wie die prcußischchessische Betriebs- gemcinschaft es ist, vielleicht Konzessionen machen; in solchen Fragen entscheidet, weil jeder Staat Steuerzahlern schuldig ist, der Vorteil. An Bekanntmachung. Die am 26. Juni l. Js. angeordnete Sperre des unterhalb des Felsenkellers von der Bahnhofstraße nach der Wieseck führenden Weges wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Oktober 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.r Roth. Bekanntmachung. Betr.: Erbauung der Nebenbahn Lollar—Londorf; hier: Erweiterung des Bahnhofs Lollar (Enteignung). Im Anschluß an meine Bekanntmachung vom 3. d. M. (Kreisblatt Nr. 3 vom 6. d. Mts.) wird hiermit weiter zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß außer den dort genannten Iparzellen noch die jetzige Flur III Nr. 166 -1/10 der Gemarkung Lollar, den Eheleuten Heinrich Moos V. daselbst zugeschrieben, in Ansprrtch genommen wird. Die erste von den beiden in der genannten Bekanntmachung bezeichneten, dem Louis Seipp zu Lollar zuge- schriebenen Parzellen in Flur I trägt die Nr. 15 1/100 (nicht 151 1/100). Die den Eheleuten Heinrich Moos zugeschriebcne Nr. 167 7/10 liegt in Flur III (nicht II). Gießen, den 14. Oktober 1901. Der Vorsitzende der Lokallommission. Dr. Heinrichs. Entgegenkommen. Ueber die Virchow-Feier wird heute noch gemeldet: Berlin, 14. Okt. Zu Ehren des Professors Virchow fand heute beim Reichskanzler ein größeres Diner statt. Außer Virchow und Buccelli nahmen die Minister Posa-- dowsky, Studt und Möller, Generalarzt Leuthold, Universitäts-Rektor Harnack, Oberbürgermeister Kirschner, Rayt- schewsky - Petersburg, die Professoren Doldt-Wien und Terlik-Budapcst teil. Während des Mahles sprach,en Reichskanzler, Virchow und Baccelli. Sachsen, Braunschweig, Weimar, ausnütze. Man werde, so hieß es, dies und anderes in den Parlamenten zur Sprache bringen, vorausgesetzt, daß Herr v. Thielen dann noch in der Lage sei, sein Ressort zu vertreten. Was das letztere betrifft, so wird auf Grund zuverlässiger Informationen festgestellt, daß sich Herr v. Thielen zur Zeit nicht mit Rücktrittsgedanken trägt. Auch ist nichts bekannt geworden, was auf das Vorhandensein von Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und dem Ministerpräsidenten Grafen Bülow schließen lassen und so dem Ehef der preußischen Eisen- bahnverwaltung die Einreichung des Abschiedsgesuches nahe legen könnte. 'Daß eine von Herrn v. Thielen beim Kaiser kürzlich nachgesuchte Audienz, der „Voss. Ztg." zufolge, nicht bewilligt wurde, ist noch kein Beweis für eine Erschütterung der Stellung des Ministers, sondern eher auf die Reisedispositionen des Kaisers zurückzuführen. Uebrigens wäre Herr v. Thielen nicht der erste Minister, dem bezüglich der Audienz ein ablehnender Bescheid zu teil geworden ist. Hier sprechen vielfach äußere Umstände mit, die in persönlichem Sinne nicht gedeutet werden dürfen. Und was die von den Agrariern so heftig bekämpfte, vom preußischen Eisenbahnminister nicht minder lebhaft befürwortete Kanalvorlage betrifft, so steht diese bekanntlich für die nächste Parlamentstagung nicht zur Diskussion. Der Zolltarifentwurf beherrscht dann die Lage, und bei dessen Beratung wird Minister v. Thielen wohl nur selten das Wort nehmen. Den „schweren Stand", den ihm die Agrarier im Parlament bereiten wollen, wird er also vorwiegend in Vertretung seines Spezialressorts haben. Die Berliner Straßenbabn- frage dem Eisenbahnminister vorzuhalten, ist Sache der Berliner Abgeordneten. Und wenn man glaubt, daß eine frühere Erklärung des Ministers, die der schließlichen Stellungnahme des Kaisers in der Straßenbahnftage nicht entspricht, geeignet sei, Herrn v. Thielen „wackeln" zu machen, so überschätzt man denn doch die Bedeutung dieser Sache. Deutschland und die New-Yorker Börse. Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Seit einigen Tagen sind an der Newyorker Börse Gerüchte des Inhalts in Umlauf, daß das Deutsche Reich oder Preußen in naher Zukunft abepmals in den Vereinigter: Staaten von Amerika eine Anleihe unterbringen wolle. Wir sind demgegenüber in der-Lage, zuverlässig mitzuteilen, daß diese Gerüchte unbegründet sind. Man wird kaum fehlgehen, wenn man diesem Dementi eine gewisse grundsätzlich^ Bedeutung beimischt, in dem Sinne nämlich^ daß die deutsche Regierung zu erkennen geben will, sie befinde sich keineswegs in der Lage, ausländische Geldmärkte in Anspruch nehmen oder einen solchen Gedanken überhaupt in Betracht ziehen zu müssen, wenn die Entwicklung der Reichs- oder Staatsfinanzen eine ungünstige Richtung nimmt. Bestimmend für die Veröffentlichung des Dementis mag in erster Reihe die Erwägung gewesen sein, daß es dem politischen Kredit Deutschlands nicht förderlich ist, wenn nochmals an eine ausländische Börse appelliert werden sollte. Tie Beeinträchtigung des politischen Kredits wäre im vorliegenden Falle umsomehr zu besorgen, weil die Amerikaner bei ihrem Hang zu Ueber- treibungen alle Welt glauben machen wollen, Deutschland könne bei Begebung seiner Anleihen die Vermittelung der Newyorker Börse nicht mehr entbehren. Dieser Myten- bildung ist durch das Dementi der „Nordd. Allg. Ztg." ein Ende gemacht. Deutschs Reichs- und Staatspapiere werden in absehbarer Zeit jenseits des Ozeans nicht mehr begeben werden. Dagegen ist für der: politischen Kredit des Reiches ohne Belang und wohl, möglich, daß in Zukunft mehr als bisher deutsche Stadtanleihen zum Handel an der Newyorker Börse angemeldet werden. So geschah es jüngst mit den Schuldverschreibungen der Stadt Frankfurt a. Aä Uebrigens beruht das durchaus auf Gegenseitigkeit, da die Newyorker Stadt-Anleihe schon seit vielen Jahren an der Berliner Börse gehandelt wird, der verschiedenen amerikanischen Eisenbahn-Bonds gar nicht zu gedenken, an denen die deutschen Besitzer bekanntlich nicht immer Freude erlebten. Die Maiu-Neckar-Bahu. Politische Tagesschau. Die Virchow-Feier hat einen großartigen, überwältigenden Verlauf genommen. Die „Aengstlichen", die vorher die Mutmaßung aussprachen, daß die amtlichen Kreise wegen der politischen Stellung Virchows eine gewisse Zurückhaltung bekunden würden, haben erfteulicher Weise nicht Recht behalten. Das bedeutsame Handschreiben des Kaisers, die warmen Glückwünsche Oes Reichskanzlers, die Ansprache des preußischen Kultusministers Studt, endliche die Verleihung der großen goldenen Medaille für Wissenschaft: alles das sah wahrlich nicht nach Zurückhaltung aus, gab vielmehr den Wunsch AU erkennen, den Jubilar empftnden zu lassen, daß die Nation bis in die höchsten Spitzen einig in der stolzen Genugthuung ist, eine solche Leuchte der Wissenschaft ihr eigen zu nennen. Gesteri: abend aber enthielt die „Voss. Ztg." an leitender Stelle einen Artikel, der allenthalben Aufsehen erregen muß, weil sich darin ein lebhaftes Mißvergnügen ausspricht gerade über die Art der amtlichen Ehrungen. Besonders die Verleihung der goldenen Medaille findet ganz und gar nicht den Beifall des freisinnigen Blattes. Der Artikel ist überschrieben: „Die goldene Medaille". Nach der Darstellung der „Voss. Ztg." hat die Medaille „etwas wie Sensation" im Saale hervoraerufen. „Also kein Exzellenz- Diplom, kein Großkreuz, sondern die Medaille!" Was denn hätte Virchow gebührendermaßen verliehen werden sollen? Die „Boss. Ztg." deutet es an in folgendem: „Freilich, dort sitzt der lleine, große Menzel; er ist mit dem Schwarze:: Adlevorden geschmückt. Virä>ow.ist auf dem Gebiete der Wissenschaft nicht weniger als Menzel auf dem der Kunst. Aber welcher Minister hätte sich getraut, für Virchow die gleiche Auszeichnung zu erbitten?" Also das polttische Moment soll bei diesem Anlaß doch eine Rolle gespielt haben. Noch deutlicher läßt die „Voss. Ztg." dies durchblicken, indem sie schreibt: „Es gab Leute, die überlegen lächelten: Ter kennt die preußische Bureaukratie schlecht, der annimmt, daß sie einem Gelehrten, und sei er der größte, die politische Opposition vergessen werde!" An diesen Angriff dürfte sich noch manche Aeußerung knüpfen. Ob Virchow Anspruch auf den Schwarzen Adler- vrden hätte, ist eine Doktorfrage. Mit dem Schwarzen Adler- vrden, und. mll dem Mel wäre der Gelehrte audji nicht aus eine höhere Stufe emporgehoben worden. Ja, es fragt sich, ob Virchow, eben gemäß seiner politischen Ueber- zeugung, die Verleihung des Mels willkommen gewesen wäre. Die Regierung wird erstaunt sein, zu vernehmen, daß die Huldigung hier und da als unzureichend betrachtet wird. Wir meinen, diesmal ist wirklich die Politik außer Betracht geblieben. Hat doch erst gestern wiederum ein Mann der Opposition, der Justtzrat und Reichstagsabg. Albert Träger (Freis. Volksp.), den Roten Mlerorden vierter Klasse, aus Anlaß des 50. Gedenttages seines Einttitts in den Justizdienst empfangen. Man freue sich der Zeichen und Wunder und störe die Regierungen nickst im löblichen Unser Berliner Mitarbeiter schreibt unterm Oktober: Von agrarischer Seite ist dieser Tage ein heftiger Vorstoß gegen den preußischen Eisenbahnminister v. Thielen unternommen worden. Das leitende Preßorgan der „Land- Zur Frage des Eintritts der Main-Neckar-Bahn in die Preußisch-hessische Eis en bahn gemein schäft lesen wir im „Schwab. Merkur": „Die Main-Neckar-Bahn war Gemeinschaftssitz und Gemeinschaftsverwaltung zwischen Baden und Hess en. Solange Hessen eine eigene Verwaltung hatte, war o:c Main-Neckar-Bahn die Hauptdurchflußlinie des norddeutschen Güterverkehrs, und es bestanden keinerlei gegensätzliche Interessen. Seitdem aber die preußisch-hessische Betriebsgemeinschaft besteht, hat diese Jnteressensolidarität mit Baden aufgehört. Tie norddeutschen Güter werden auf solchen Linien befördert, die ihnen die längste Rollstrecke auf den eigenen Bahnen sichern, oder auf solchen nichtpreußischen bezw. nichthessischen Linien, die günstige Bedingungen bieten. Dafür, daß jetzt die meisten Güter des Seeverkehrs nicht mehr über Frankfurt-Karlsruhe nach der Schweiz und Italien gehen, sondern von Mainz l in ksr Heini sch nach Ludwigshafen und von dort durch die wieder unter preußischem Einfluß stehenden Reichslande, büßt Hessen nichts ein. Was es auf der Strecke OffenbachfWeinheim verliert, gewinnt es auf der Strecke zwischen Mainz bis zur hessisch-bayerischen Landesgrenze. Diese letztere Strecke ist etwas kürzer als die Strecke Offenbach-Meinheim. D Red. des „Gieß. Anz.) Früher war Frank urt der Zentralpunkt des Seeverkehrs, jetzt ist es Mainz geworden. Baden kann außerdem von Preußen noch durch die Linie Berlin-Ritschenhausen und Darmstadt, sowie Ludwigshafen umgangen werden. Es befindet sich also als Durchflußland für den Güterverkehr in einer drangvoll ürchterlichen Enge, über die alle Redensarten der Partiku- aristen nicht Hinweghelsen können. Daß die badische Ver- ; Japan gedockt wird, ist seitens der Marinevcrwaltung ins Auge gefaßt. An seine Stelle wird voraussichtlich ein Schiff desselben Typs, und zwar „Prinz Heinrich" treten, - an dessen Ausrüstung mit Beschleunigung gearbeitet wird, ; sodaß es in einigen Monaten auf Seeklarheit wird besichtigt werden können. Im engeren Sinne bleibt „Fürst ; Bismarck"' der einzige Repräsentant seiner Klasse. Er hat die ; Größe eines Linienschiffes, was sich in gewisser Hinsicht als : für einen Kreuzer ungeeignet erwiesen hat. „Prinz Hein- । rich" und die beide:: anderen im Bau befindlichen Panzerkreuzer sind im Deplacement Heiner, doch mit größeren; ; Kohlenbunkern und stärkeren Maschinen konstruiert, sodaß • ihr Aktionsradius, d. h. die Anzahl von Seemeilen, die ■ ein Schiff zurücklegen kann, ohne neue Kohlen einzunehmen, • und ihre Fahrgeschwindigkeit die des „Fürste:: Bismarck" ; übertreffen werden. Nach; und nach dürften auch die anderen . ausländischen Flottenstationen einen Panzerkreuzer als - Flaggschiff zugewiesen erhalten, sodaß von einer Verwendung der Linienschiffe zu diesem Zweck grundsätzlich abgesehen werden kann. Unter den Großmächten besitzt übrigens Frankreich im Verhältnis die zahlreichsten Panzerkreuzer. Frankreich und die Pforte. Wie aus diplomatischen Kreisen berichtet wird, hält man eine friedliche Erledigung des Streitfalles der Lo- , rando-Angelegenheit zwischen Frankreich und der Türkei , für bevorstehend. Das schroffe Auftreten, das die französische Regierung bei dieser Angelegenheit von Anfang an an den Tag gelegt hat und das in keinem Verhältnis zu der Bedeutung des Falles steht, ist anscheinend nur deshalb erfolgt, um die Anerkennung einer anderen Forderung bei dieser Gelegenheit durchzusetzen. Diese bettifft Tunis, das bekanntlich unter französischem Protektorate steht und eigentlich gleich Algier als französische Kolonie betrachtet werden kann. (Die einzige selbständige Funktion, die man dem Bey von Tunis gelaßen hat, ist eigentlich nur das Recht der Ordensverleihungen.) Hier besteht eine Streitfrage zwischen der Pforte und Frautteich hinsichtlich der Ausstellung von Pässen. Die französische Regierung stellt den Tuncsen Pässe aus, wodurch diese bei der Bereisung der Türkei zu französischen Unterthanen gestempelt werden, und dies hat zu Streitgkeiten mit der ottomanischen Regierung geführt, die b:sher eine Berechtigung dieser von Frankreich beliebten Paßaussiellungen nie# hat anerkennen wollen. Voraussicht- l:ch wird auch diese Forderung Frankreichs anläßlich der Beendigung des Loranda-Streitfalles seitens der Türkei er- füllt werden._________________________ Deutsches Reich. Berlin, 14. Okt. Der Kaiser nahm im Jagdschlösse Hubertus steck den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts Grafen Hülsen-Häseker entgegen. — In Char lottendurg wurde heute mittag in Gegenwart des Kaisers das dem Königlichen Schlosse gegenüber errichtete Denkmal des Prinzen Albrecht, Vaters des Regenten von Braunschweig, ein Bronzestandbild vor Boermel und Freyberg, enthüllt. Unter einem Zelt fanden sich ein: Herzogin Alexandrine zu Mecklenburg, Prinz Albrecht von Preußen mit seinen drei Söhne::, Prinz Reuß 1. und Gemahlin, Graf Hohenau, Kommandeur des Regiments Garde du Corps und Familie. Es waren ferner anwesend die Mitglieder des Komites, an ihrer Spitze Generaloberst v. Loe, General der Kavallerie Edler v. d. Planitz, Generalleutnant v. Hagen (persönlicher Adjutant des versterbenen Prinzen) und Generalmajor v. Gersdorff, die Generalität, besonders diejenigen Offiziere, die mit dem verstorbenen Prinzen in dienstlichen Beziehungen gestanden hatten, das kaiserliche Hauptquartier, die Herren der Umgebung, die Chefs des Zivil- und Militärkabinetts, Generaloberst von Hahnke, Kriegsminister v. Goßler, kommandierender General v. Bock und Polach, der Oberbürgermeister von Charlottenburg, der Rektor der Technischen Hochschule, Deputationen des, 1. Garderegiments, des Regiments Garde du,Corps, des Tra- gonerregiments Prinz Albrecht, des 60. Regiments, sowie Mordnungen von Kuiegervereinen. Ter Kaiser, in Tra- gonerunifonn, erschien vom Bahnhof Westend her zu Wagen, und schritt die Fronten einer Schwadron der Garde du Corps und einer Kompagnie des Elisabeth-Regiments ab, die mit Musik und Feldzeichen dem Denkmal gegenüber Aufstellung genommen hatten. Nach der Begrüßung der anwesenden Fürstlichkeiten nahm der Kaiser unter dem Zell Aufstellung. Generaloberst v. Loe hielt eine längere Ansprache, in der er ein Bild des Prinzen zeichnete, an Düppel, Königgrätz, Sedan, Artebay, Loigny und Orleans erinnerte, die Dienste des Prinzen im russischen Heer bei dem Feldzuge gegen die kaukasischen Bergvölker erwähnte und seine unerschütterliche Pflichttteue im Dienst, eine Bescheidenheit und 'Selbstlosigkeit hervorhob. Der Redner schloß mit einem Hurra auf den Kaiser. .Herzogin Alexandrine legte den ersten Kranz am Denkmal' nieder. der Kaiser den zweiten. Dann trat Prinz Albrecht mit seinen drei Söhnen gleichzeitig zu demselben Zwecke vor, nach ihm Graf Hohenau. Es folgten die Deputationen der Regimenter und Vereine. Der Kaiser besichtigte das Standbild eingehend, plauderte längere Zeit mit den Fürstlichkeiten, den Mitgliedern des Komites und vielen alten Offizieren, und Üeß> dann die beiden Ehrenwachen vorbeimarschieren, worauf sich, der Monarch zu einem Frühstück beim Offizier ko rps des Elisabeth-Regiments begab. — Der Reichskanzler empfing gestern in längerer 'Unterredung den österreichischr-ungarischen Botschafter in Paris, Graf v. Wolkenstein, der darauf einer Einladung des Grafen Bülow zum Frühstück folgte. — Man nimmt an, daß, Graf Hatzseldt mit Rücksicht auf sein körperliches Leiden binnen kurzem von dem Bvtschafterposten in London zurücktreten werde. — Wie aus Neckarsulm gemeldet wird, ist die Abreise des Generalfeldmarschalls Grafen W a l d e r s e e aus Lautenbach, die für heute mittag geplant war, eingetretener Hindernisse wegen auf 24 Stunden verschoben worden. — Wie man aus Hannover meldet, glaubt man in dortigen unterrichteten Kreisen, daß der Marschall kaum vor Ende dieser Woche in Hannover eintreffen wird. Die Heilung des Beinleidens soll in der letzten Woche gute Fortschritte gemacht haben. — Die Enthüllung des Kaiser Friedrich-Denkmals vor dem Schlosse Friedrichs ho f bei Cronberg ist aus nächstes Frühjahr verschoben worden. — Kontreadmiral z. D>. Aschenborn ist unter Verleihung des Charakters als Vizeadmiral von seiner Stellung als Marinekommisfar für den Kaiser Wilhelm-Kanal enthoben worden. — Dem Regierungspräsidenten a. D. v- Pilgrim in Minden ist der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz verliehen worden. (Herr von Pilgrim feierte dieser Tage seinen 80. Geburtstag. Er ist ein Ehrenmitglied des Korps Borussia in Bonn, in dem bekanntlich z. Z. der Kronprinz aktiv ist- D. Red. d. „GieA Anz.") — Der Vortragende Rat im preußischen Finanz- Ministerium, Geh. Oberfinanzrat Rod atz, und der Geh. Legationsrat Dir. Johannes im Auswärtigen Amt, sind zu stellvertretenden Bevollmächtigten des Bundesrats wäh- ttind der Beratungen des deutschen Zolltarifs im Bundesrat und Reichstage ernannt worden. — Aus Anlaß des 50 jährigen Jubiläums des Justiz- tatä' Albert Träger erschien heute vormittag in der Wohnung des Jubilars der Landgerichtspräsident Geh. Oberjustizrat Braun und überreichte namens des Justizministers den roten Adlerorden 4. Klasse mit der Zahl 50. .Sodann erschienen Abgesandte der Anwaltskammcr, um eine in sehr ehrenden Worten gehaltene Adresse zu überreichen. Zahlreich^ Blumenspenden und Telegramme aus allen Teilen Deutschlands wurden im Laufe des Tages in der Wohnung des Jubilars abgegeben. Anstand. Christiania, 14. Okt. Das Storthing nahm ein sofort in Kraft tretendes Gesetz an, betreffend die Zollerhöhung auf Rohtabak von 175 auf 225, Rauchtabak von 21ö auf 270, Zigarren von 500 auf 600 Oere, alles pro Kilogramm. London, 14. Okt. Aus Sim la wird berichtet: Um Kabul ist jetzt eine große afghanische Armee konzentriert, um Ruhe und Ordnung sicherzustellen. Der neue Emir stellte für jeden Europäer eine Spezialwache an, die mit ihrem Leben für die Sicherheit ihres Schützlings bürgt. Die indische Regierung hat ihre sonst um diese Zeit übliche Uebersiedelung von Simla nach Kalkutta verschoben und der Vizekönig vertagte seine Erholungsreise. Brüffel, 14. Okt. Die Regierung des Kongostaates erhielt die amtliche Meldung, worin die Nachricht über den Zusammenstoß des Majors Malfeyt mit den ausständischen Batateles am Kisatosee bestätigt wird. Die Batateles wurden geschlagen und flohen in der Richtung nach dem Lomani- fluß, wohin sie die Truppen des Kongostaates verfolgten. Die Stärke der Aufständischen ist übertrieben. Dieselben verfügen höchstens über 150 Gewehre und sind wenig diszipliniert. Madrid, 14. Okt. Gestern fand in Gijon eine Jubiläumsprozession statt, an der zahlreiche, mit Knütteln bewaffnete Car list en Anteil nahmen. Sie wurden von einem Volkshaufen angegriffen und es entstand eine heftige Schlägerei. Steine, Knüttel, Dolche und Revolver dienten als Waffen. Viele wnrden verwundet. Die Gendarmerie zersprengte schließlich die Streitenden. Rom, 14. Okt. Wie es heißt, beläuft sich das Defizit im nächstjährigen Budget des Vatikans auf 11000 0 0 Lire. Der Ausschuß erklärt, dieses Desizit werde durch außerordent- liche Einkünfte gedeckt werden, ohne jedoch anzugeben, um welche Einkünfte es sich hierbei handle. Wien, 14. Okt. Dem heutigen Hofdiner anläßlich der Verlobung der Erzherzogin Elisabeth Marie wohnten auch Graf und Gräfin Lonyay bei. Der Kaiser hatte vorher der Gräfin Lonyay einen längeren Besuch ab» gestattet. (Die Gerüchte von der bevorstehenden Scheidung der ehemaligen Erzherzogin Stefanie und Witwe des Kronprinzen Rudolf werden dadurch widerlegt, ebenso die von dem, gespannten Verhältnisse zwischen dem Kaiser und der Gräfin Lonyay. D. Red.) — Den Blättern zufolge erklärte der Ministerpräsident von Körber dem Handelskammerpräsidenten Mauthner, der möglichst bald Bestellungen auf Grund der großen Jnvestitions- kredite erbat, damit der mißlichen Lage der Industrie abgeholfen werde: der Regierung seien die in den einzelnen 'Industriezweigen herrschenden ungünstigen Verhältnisse wohl bekannt; soweit es an ihr liege, sei sie zu dem möglichsten Entgegenkommen für die Industrie bereit. Es sei in Aussicht^ genommen, im Rahmen der bewilligten Kredite und nach Maßgabe der zur Zeit zur Verfügung stehenden Mittel, sowie entsprechend dem Stadium der Vorarbeiten für die großen Neuanlagcn Bestellungen an die Industrie zu vergeben. Belgrad, 14. Okt. Mit der kurz vor der geplanten Reise !>es Königspaares erfolgten Pulver- und Dynamit- Explosion in Krusevac scheint es eine eigene Bewandtnis zu haben. Gestern wurde der Eigentümer des Ladens, in dem die Explosion stattfand, verhaftet und unter strafrechtliche Untersuchung gestellt, die vom Minister des Innern, der sich in Krusevac befindet, beaufsichtigt und geheim geführt wird. Merkwürdiger Weise blieb dieser Eigentümer unversehrt, trotzdem er sich die ersten Tage nach der Explosion totkrank stellte. Er hatte auch Zeit gefunden, sein ganzes Baargeld aus dem Laden rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Tunis, 14. Okt. Infolge Meinungsverschiedenheiten über eine Grundverteilung kam es zwischen zwei feindlichen Araberstämmen zu einem blutigen Zusammenstoß, wobei 5 Araber getötet und 10 schwer verwundet wurden. Rewyork, 14. Okt. Johann Most ist wegen des aufrührerischen Artikels, den er am Tage nach der Ermordung Mac Kinleys in seinem Blatte „Die Freiheit" veröffentlicht hatte, zu einem Jahre Gefängnis verurteilt worden. Born Burenkriege. Nachrichten von einer neuen schweren Schlappe der Engländer liegen heute vor: Aus Lissabon wird telegraphiert: Die britischen Truppen wurden zwischen Bo- zano Garcia und Komatiport überrascht. Es fand ein schwerer Kampf statt. Die Verluste sind unbekannt; es heißt, die der Engländer seien schwer gewesen. Mehrere britische Soldaten entfiohen während des Kampfes über die portugiesische Grenze. Zwei wurden von den portugiesischen Behörden gefangen genommen und nach Lorenzo Mar- quez gebracht. Die Portugiesen verstärken alle ihre Grenzposten. Kläglich ist die Engländerfurcht der portugiesischen Regierung. Aus Lissabon wird gemeldet, die dortigen Behörden hätten aus Besorgnis, es möchten bei den Stierkämpfen, die zum Besten der ausgewanderten Buren veranstaltet werden sollten, antienglische Kundgebungen stattsinden, die Kämpfe verboten. Diese Motivierung des Verbotes der gewiß verabscheuenswerten und zu verhindernden rohen Stiertämpfe ist ein Geständnis jämmerlicher Schwäche. Nach einer Meldung der „Central News" aus Kapstadt haben die „South Aftican News" ihr Erscheinen eingestellt. Der Verlag erklärt, daß es unter den gegenwärtigen Beschränkungen unmöglich sei, das Blatt weiter erscheinen zu lassen. — So etwas nennt man in England Preßfreiheit! Aus Stadt uud Saud. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemeffen honoriert. Gießen, den 15. Oktober. Rekruteneinstelluug. In der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober und im Laufe des Vormittags des 16. werden in Mainz in den Rheinthorbaracken diejenigen diesjährigen Rekruten gesammelt, die aus dem Bereich des 18. Armeekorps stammen und anderen Armee-Korps, besonders denen in den Reichslanden, zugeteilt sind. Es werden ca. 2000 Mann in Mainz vereinigt und im Laufe des Nachmittags des 16. Oktober in ihre Garnisonorte befördert werden. — Die Einstellung der Rekruten für unser Regiment erfolgt am Donnerstag, dem 17. Oktober. * * Die Statistik der deutschen Turnerschaft vom 1. Januar stellt sich folgendermaßen: In 5722 Orten bestanden 6753 Turnvereine mit 670 484 Mitgliedern, die der deutschen Turnerschaft angehören. Davon waren 320 727 aktive Turner und 98 792 Zöglinge. Geturnt wurde an 615’968 Abenden mit insgesamt 13 888 253 Teilnehmern. Zur Vereinskasse steuern 564 438 Mitglieder. Die Zahl der Vorturner ist schon eine ganz ansehnliche, nämlich 33 615. Die Zahl der turnenden Frauen beträgt 26 983. * * Durch bas Ministerium ist der Stadt Darmstadt eine sogen. Schloßfreiheit-Lotterie mit 25000 Losen zu je 30 Mark, spielbar in zwei Klassen, am 21. Februar und vom 21. bis 26. Viärz 1902 genehmigt worden. Zur Freilegung der südöstlichen Ecke des Schlosses war bekanntlich seinerzeit van dem Finanzministcr Kückfler der Stadt ein Zusschuß von 150000 Mark zugesagt worden; der jetzige Finanzminister Gnauth hegt aber anscheinend Bedenken, bei der jetzigen Finanzlage Hessens eine so hohe Summe zu diesem Zwecke aufzuwenden, hilft sich' lieber mit dem erwähnten Ausweg. Es sind 5000 Gewinne und zwei Prämien von 60000 und 150 000 Mk. vorgesehen. Es werden ganze, kalbe. Fünftel- und Zehntellose ausgegeben, die ganze Lotterie wird von der Großh. Hessischen Lotterie^Direktion in Darmstadt ausgeführt. Die Zahlung der Gewinne erfolgt ohne jeden Abzug. * * Fleis ch ertäg. Am Sonntag, den 3. November, findet in Mainz ein außer ordentlicher Bezirkstag des Fleischerverbandes beider Hessen und Nassau statt. Es soll zum Zolltarifentwurf Stellung genommen werden. Außerdem steht ein dringlicher Punkt auf der Tagesordnung, der sich mit den durch Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches hervorgerufenen Schädigungen der Metzaer befaßt. Vornehmlich verlangen diese die Ausdehnung der Währschaft auch, auf die Finne, welche bei Rindern nicht in die Hauptmängelliste ausgenommen ist. ch. Bleichenbach, 14. Okt. Bei der am 11. Okt. stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde Heinrich Adam Hau- mann (nicht Naumann, wie es infolge eines Druckfehlers in unserer Nr. 241 heißt), gewählt. Der 34 Jahre in unserer Gemeinde segensreich thättg gewesene Bürgermeister Birkel (nicht Bickel) verdient, daß unsere Bürger seiner Treue, mit der er nach Kräften während dieser Zeit fein Amt verwaltet, ehrend gedenken, und wir werden auch diesem greifen Mann bis an fein Lebensende in der gedachten Weife zu begegnen suchen. — Bürgermeister Birkel fühlte sich veranlaßt, wegen feines hohen Alters von einer nochmaligen Kandidatur Abstand zu nehmen. Als Nachfolger waren Heinrich Karl Birkel, Sohn des Bürgermeisters Birkel und Heinrich Adam Haumann, Sohn des Kaffenrechners Heinrich Haumann I, aufgestellt. Der Verlauf der Wahl war dem Frieden in unserem Ort durchaus entsprechend, durchaus ruhig. Möge die Amtsthätigkeit unseres neuen Oberhauptes reiche Früchte tragen. w. Altenstadt, 14. Okt. Bei der heutigen Bürgermeisterstichwahl siegte Landwirt Kröll nach heißem Wahlkampf unter sehr lebhafter Beteiligung der Wahlberechtigten, die fast sämtlich an die Wahlurne traten, mit knapper Mehrheit über den seitherigen Bürgermeister Wagner, der schon 18 Jahre das Bürgermeisteramt bekleidete. r. Schotten, 14. Okt. Am Freitag, 11. Okt., eröffnete Geh. Regierungsrat Schönfeld mit einer, die hohe Bedeutung des Obstbaues hervorhebenden Rede mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog die erste hiesige Obstausstellung. Sodann ergriff Kreisamtmann Bohn zu einer Ansprache das Wort, in der er die Erschienenen willkommen hich und den Zweck der Obstausstellungen auseinander setzte. Danach unternahmen die Herren einen Rundgang durch die Ausstellung. Während der Mittagstafel, an der etwa 40 Festgenosien teilnahmen, brachte den ersten Toast Geh. Regierungsrat Schön- feld auf den Kaiser und den Großherzog aus; ihm folgte der Vizepräsident des oberhessischen Obstbauvereins Graf Oriola, der des kürzlich aus dem Leben geschiedenen Begründers und Präsidenten des oberh. Obstbau-Vereins, Geh. Regierungsrats Dr. Braden gedachte. Sein Hoch galt dem Gedeihen des Obstbanes in den Kreisen Schotten und Bue dingen. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Schotten, Kreisamtmann Bohn toastete auf die Preisrichter. Direktor Dr. v. Peter lobte die Thättgkeit der Ortsgruppe und ihres Vorsitzenden, sowie des Lokal-Komitees in Schotten und schloß mit einem Hoch auf diese. Obstbautechniker Metz gedachte der Gründung des oberhessischen Obstbauvereins in Butzbach vor nunmehr 14 Jahren und der Thättgkeit, die feit dieser Zeit schon Graf Oriola, der Vizepräsident, dem Verein gewidmet hat. Sein Hoch galt dem Grafen Oriola. Forstmeister Müller- Büdingen gedachte in seinem Trinkspruch der Stadt Schotten und der Züchter des Obstes. Gelegentlich der Obstausstellung erhielten für ausgestellte schöne Früchte Anerkennungs-Diplome: Uhl, Wilhelm, Ver- einsbaumwart in Unter-Schmitten; Peppel, Johannes, Kreis- baumwart in Nieder-Seemen; Roth, Heinrich, Ulfa; Bast, Heinrich II., Unter-Seibertenrod; Fischer, Karl, Hof Zwiefalten; Fritzges, Johannes V., Betzenrod; Klein, Heinrich III., Eschenrod; Schreiner, Jakob, Baumwart, Eschenrod; Cella- rius, Theodor, Beigeordneter, Schotten; Schmidt, H. W., Bobenhausen II; Oswald, Heinrich, Laubach; Straub, Georg III., Schotten; Arcularius, Georg, Schotten; Grandhomme, H. Wwe., Schotten; Schlörb, Konrad II., Schotten; Kalten- häufer, C., Schotten; Keutzer, Bezirkskassier, Schotten; Schlörb, Konrad VIII., Schotten; Meiski, K. F. Schotten; Süßel, Louis, Schotten; Schlörb, Konrad V., Schotten; Ortsgruppe Rainrod; Schudt, Georg, Grund-Schwalheim; Ullenberger, Ad., Ortenberg; Weitzel Ludwig, Büdingen; Nies, Reinhard, Lißbcrg; Karpf, Otto, Vereinsbaumwart, Einartshausen; Kißner Georg I., Schotten; Bast, Heinrich II., Unter-Seibertenrod ; Eberling, Ernst, Büdingen; Weber, Großh. Oberförster, Konradsdorf; Ortsgruppe Wetterfeld; Spamer, Georg XiL, Schotten; Schütz, Friedrich II., Schotten; Rahn, Karl II., Altenhain; Burk, Georg, Laubach; Glock, Heinrich, Stadttcchner, Schotten; Döll, Bürgermeister, Ulfa; Vonalt, Karoline, Gedern; Ortsgruppe Gonterskirchen; Zimmer, Johs.Ludw.,Ulfa; Westerweller, Otto II., Wallernhausen; Gräf, Ludw., Baum- und Straßenwärter, Einartshausen; Noll, Christian II., Unter-Lais; Cloos, H. W., Nidda; Fischer, Heinrich, Selters; Ortsgruppe Unter-Seibertenrod; Jochim, Bürgermeister, Einartshausen; Göbel, Georg IV., Laubach; Hansel, Vereinsbaumwart, Glashütten; Pfeiffer, W. I., Vereinsbaumwart, Ortenberg; Ortsgruppe Ober-Schmitten; Ortsgruppe Bobenhausen II.; Oechler, L., Schotten; Ortsgruppe Eichelsachsen; Schmidt, Heinrich I., Schotten; Ortsgruppe Eschenrod; Hofmann, Gg. Konrad II., Schotten; Ortsgruppe Glauberg; Kreissttaßcnverwaltung Schotten; Kreisverband Büdingen; Jakob, Ludwig, Ulfa; Feick, Karl, Vereinsbaumwart, Rainrod; Wagner, Karl, Schotten; ferner für: schöne Formbäume und Hochstämme: Zinßer, Baumschulenbesitzer in Uelzen, Prov. Hannover; für schöne Obsthochstämme: Wolz, Baumschulenbesitzer in Estenfeld b. Würzburg; für Obst- und Gemüsekonserven: Frau Th. Cellarius in Schotten; für Geräte zur Obstbaumpflege: Theodor Hofmann, Messerschmied in Schotten; für Obst- und Gemüsekonserven: Frau Metternich in Büdingen; für Geräte zur Obstbaumpflege: Baumeister, Kaufmann in Friedberg; für Aepfelwein: Bast, Gastwirt in Wallernhausen; für Beerenweine und Konserven: Jakob, Lehrer in Wetterfeld. — Die Anerkennungs-Diplome können von einem später zu bestimmenden Termin an auf dem Großh. Kreisamt Schotten resp. Büdingen abgeholt werden. Mainz, 14. Okt. Bei der demnächst stattfindenden Stadtverordneten - Ergänzungswahl sind 16 neue Mitglieder zu wählen. Aus dem Kollegium scheiden aus: 4 Mitglieder der demokratischen Partei, 5 Deutschfteisinnige, 2 Nationalliberale, 2 Mitglieder des Centrums und 3 Sozialdemokraten. b. Mainz, 13. Okt. Das sehr umfangreiche, unterhalb der Einfahrt in den hiesigen Zollhafen befindliche Kohlen» lager der Kohlengroßhandlung Adolf Th omae ist am verflossenen Donnerstag infolge von Selbstentzündung in Brand geraten. Alle bis jetzt angewcndeten Mittel, dem Brand Einhalt zu thun, sind erfolglos geblieben, sodaß man sich jetzt! entschlossen hat, das gesamte Lager abzutragen. Mainz, 14. Okt. In her in der vergangenen Woche stattgehabten Sitzung des Mittelrheinischen Fabrikantenvereins hielt Rechtsanwalt Dr. Fuld-Mainz^ einen Vortrag über die deutsche Aktie n ges etz ge b un g. Ter Redner führte aus, daß die bekannten Uebelstände, welche bei den zahlreichen Zusammenbrüchen von finan- ziellen und industriellen Aktiengesellschaften in der letzten Zeit hervorgetreten find, nicht auf die Gesetzgebung, sondern daraus zurückzufuhren sind, daß der Aussichtsrat vielfach nid;it auf der Höhe seiner Aufgabe stehe. Dies komme aber tmher, daß bei der Wahl der Aufsichtsräte das Vettern- und Sippenwesen einen großen Einfluß ausübe. Tie Vereinigung vieler Aufsichtsratsstellen in denselben Personen sei außerordentlich nachteilig, nicht minder aber Die Wahl von Personen in hervorragender Stellung, die aber keine Fach- und Geschäftsleute seien, und daher nur als Dekorationsstück dienten. Redner bezeichnete weiter als einen Ucbelstand, daß die Großbanken auf die Zusammensetzung der Aufsichtsräte vielfach! einen maßgebenden Einfluß ausübten und erwähnte, daß eine Großbank in annähernd einhundert Aufsichtsräten vertreten sein sollte. All diesen Mißständen könne aber ohne Inanspruchnahme der Gesetzgebung lvirksam begegnet werden, sofern nur die Aktionäre Jnteressenlosigkeit und Unthätigkeiten aufgaben. Gegen die Vorschläge, den Aufsichtsrat durch Stacttskom- missare zu ersetzen, oder für die Errichtung von Aktiengesellschaften wieder die Genehmigungspflicht einzuführen, wandte sich der Redner in scharfen Worten. Nicht Staatshilfe sei notwendig, sondern Selbsthilfe; die Aktionäre müßten selbst nach dem Rechten sehen, und ftch nicht auf die Staatsregierung verlassen. Das deutsche Aktienrecht stehe durchaus auf der Höhe der Zeit, und ein Bedürfnis zu seiner Abänderung sei nicht anzuerkennen. — Hiernach begaben sich die Mitglieder, sowie ein großer Teil der zufällig im Kasinohof ,^um Gutenbera" anwesenden Mite befördert werden. Die Maschinenschreiberei von gangen, Schreiben von Adressen etc. 553,60 101,84 4305,47 Sa. 8635,06 1899 70 Gesamtwarenbezug in Mitgliederstand Ende 2911,46 1544,36, 1317,86' 2796,81 9,59 Der Direktor: Heinrich Schomber. Der Rendant: Philipp Spaar HL, 100,— 90,— 2727,20 fährlich krank und sehr niedergedrückt. Dundee, 15. Okt. (Nenter.) Eine englische Abteilung ab geregt, Ein berüchtigter Räuber Namens Azir hat in Gostinvw ein siebenjähriges Kind entführt undf Passiva. Reservefonds Betriebsrücklage Geschästsguthaben der Genossen Schulden bei Banken einschl. Darlehns-- kassen) Guthaben derjWaren- Lieferanten die sich in einem 4. . des englischen Schooners „Elisabeth' Aktiva. Kassenbestand Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Immobilien Warenbestand Ausstände bei Genossen Sonstige Aktiv-Posten Sa. 7823,13 Reingewinn 81^F'4 1900 Mk. 9940,96. Vermögens-Bilanz pro 31. Dezember 1900. am 11. und 13. November über Handel und seine volkswirtschaftliche Bedeutung. Für die Vorträge sind die Abendstunden von 71/t—9 Uhr in Aussicht genommen. Ter Preis für eine Teilnehmerkarte ist auf 6 Mk. festgesetzt., Diese Karten sind bei dem Sekretariat der Handelskammer Mainz erhältlich. Odessa- 15. Okt. Der Kreuzer „Tambloff" der freU. willigen Flotte ist nach Kwantung abgegangen. An Bords; befinden sich 300 Matrosen, welche das Ge schw ad e r in. Ostas-ien verstärken sollen. Außerdem bringt der. Dampfer Proviant für die Garnison in Kwantung. New-Orleans, 15. Okt. Hier eingetrosfene Dampseü bringen die Nachricht, daß die Regierung von Columbien und die Aufständigen sich zu einem letzten ent scheide ndenSchlage rüsten. Die eolumbische Regierung hat, vor kurzem ein der deutschen Firma Krosmann, Braden-, u. Eo. gehöriges Schissweggenommen und als Bradew hiergegen Widerspruch erhob, denselben verhaftet und nach! Eolon abführen lassen. Der deutsche Konsul hat interveniert. Man glaubt, daß Kolumbien eher nachgeben alä. fiel)! der Gefahr diplomatischer Verwickelungen mit Deutsch-« , . „ .land aussetzen werde. Nach tschechischen Blättermeldungen soll T a r k a sta d, 14. Okt. Der Burenvommandant Schve- Methal zum zu- man wurde heute erschossen. befehle Pietretief. Bothas Abteilungen sind auseinandergesprengt. Die Hauptmacht steht bei dem Pongolawalde. Schwere Regen- güffe machen die Straßen größtenteils unpassierbar. Die Flüffe haben Hochwaffer. General Bruce Hamilton verfolgt die Wagen der Buren, die bei Tage verborgen gehalten und des Nachts weitergebracht werden. Gefangene Buren sagen, der Feind hatte am 6. Oktober bei Gentihoek schwere Verluste. Cradock, 15. Okt. Bei 10 Angehörigen der Truppen Lotters wurde das gegen sie gefällte Todesurteil in lebenslängliche Gefängnisstrafe umgewandelt; 2 wurden zu Ge- fängnis für die Dauer des Krieges und zu 20 Stockhieben verurteilt. Middelburg, 13. Okt. Das gegen Woolfaardt, einen Offizier Lotters, gefällte Todesurteil wurde bestätigt. _________ Berlin, 15. Okt. In einer gestern abend stattgehäbtcn Versammlung, in der Stadtv. I aeo b y vor seinen Wählern Bericht erstattete, wurde beantragt, daß er bis nach Klarstellung der gegen ihn erhobenen Angriffe auf sein Stadt- verordneten-Mandat verzichtet. Der Stadtverordneten-Bor- steher.Dr. Langerhans nahm zu Gunsten Jacobys das Wort, indem er ausführte: Wenn man von den Angriffen der „Welt am Montaa" die Wahl abhängig mach^, so öffne man Zugang in 1900 . . . l . . — Abgang in 1900 . . t i . * 1 Mitgliederstand Ende 1900 . ... 69 Reiskirch en, den 14. Oktober 1901. 6861 Landwirtschaftlicher Konsumverein eingeir. Gen. m. unbeschr. Haftpflicht. Landwirtschaft. o Windhausen, 14. Okt. In der Wirtschaft Steuernagel hier fand gestern eine tandwirtsch. Versammlung statt, in der Oekonomie- rat L e i t h i g e r ans Alsfeld einen Vortrag über Schweine- 'zücht hielt. Er betonte insbesondere, daß auch auf diesem Gebiet, wenn züchterische Erfolge erzielt werden sollen, gemeinschaftlich vorgegangen werden müsse, und empfahl die Gründung eines Schweinczuchtvereines. Der Vorschlag fand allgemeine Zustimmung. Es traten sofort 10 Landwirte dem Verein bei. Es ist dies der zweite derartige Verein in der Provinz. Der erste wurde in diesem Frühjahr in Lang-Göns gegründet. Zum Vorsteher des Vereins in Windhausen wurde Heinrich Geiß II. gewählt. Universitäts-Nachrichten. — Aus Marburg wird geschrieben: Der Professor der romanischen Philologie an der hiesigen Universität Dr. Koschwitz wird seinem Antrag gemäß Marburg verlaßen und noch vor Beginn des Wintersemesters nach Königsberg übersiedeln. An seine Stelle tritt der Königsberger Nomanift Profcpor Dr. A. -K ißn er. Ter für das hiesige ftanzösische Lektorat eme Zeit lang in Aussicht genommene Herr Larlo tt e wird Anstcllulrg an der /Universitär in Berlin finden. und Otto Henkell begrüßt, und dann unter Borantrrtt OBptidTtSlnflL Stimmen Wiede rgewäh lü , einer kleinen Musikkapelle zunächst durch die wert aus- 77 o,! iq^hria«. Arbeiter Wilhelm Kiel, 15. Okt. Wegen ck)atlrchen Angriffs aus vi«, gedehnten unterirdischen Räume des weltbekannten .Ge- Braunschweig, 14 Okt .^^Mp,?ÄsÄnra d?e Schaffners- «militärische Wache der Festung Frredrrck)sort v^, fchäftes geführt wurden. In diesen ist teils m Flaschen Ruehmann, der am 13 -August 1Ba^chaf? von 70 AL be- urteilte das Oberkriegsgericht der Osrsee-Statton den Maq, von unendlich scheinender Zahl, teils in Fässernvon allen damitseine Zechschulden zu bezahlen, wurde Heutetrosen-Artilleristen Pawlowskr zu 3wer Jahren Größen das in allen Stadien der Eutwickelmig befindliche raubt hatte,um-d 'zum To d e v e rurt eilt. Woche Gefängnis bei Annahme emes minder schwerer^ Getränk aufbewahrt. Besonderes Interesse und Staunen vom yerzogr. ) g --Hnffp8 erregte das große, außen aus Zement und innen aus Glas I illlllfl London, 15. Okt. -,Arornmg ^Er meldet auÄ bestehende Lagerfaß, das die stattliche Menge von 237000 ... Antwerpen: König Leiopold habe bei semem letzte« Flaschen faßt In den oberirdischen Räumen wurden die Paris, 14. Okt. Das Referendum der Bergarbeiter ürAntwerpen den Wunsch ausgedruckt, New-York maschinellen Einrichtungen in Augenschein genommen. In Frankreichs ist numnehr abgeschlossen. Von 12 allae- LU. besuchen, und soll den Bürgermeister emgewden haben, dn Pack Halle fand sine Kostprobe statt' Dr. Beck-Biebrich, rechtigten haben- E für-und sich der ihn zu begleiten.' - Wie die heutigen Blatter berichten, der Vorsitzende des Mittelrheinischen Fabrikantenvereins, m ein e n Aus stand gefhm , - - ______ hielt Eharnberlain gestern in Birmingham eme längere., dankte für die gastfreundliche Aufnahme und schloß mit Abumnnung. „ 1""" J1 rtr über die Mäßigkeits-Bewegung und die Ge^ einem Hoch auf das Haus Henkell u. Cie. und dessen 1 „v Wrfrphr AülKSwlrtsÜlast. sellschafteu, welche zur Bekämpfung des Alkohols gegEldet Cbefs Namens der Rheinschiffahrts-Kommissivn dankte UMöLl UNv h^den sind. — Aus Kapstadt wird gemeldet: Kem Passas m?.tMh’h(>riarraf von Bieaeleben für die Aufnahme und! Märkte. r . , aier darf die Schiffe, ohne einen Paß vorgezeigt zu haben, brach!e einen Trinkspruch auf die Stadt Mainz aus. Gießen, 15. Oktober. Marktbericht.der von der Milltärbahörde ausgestellt wird verlassen^ tderborn 12 Okt An der gestrigen Stadtverordneten- Wochenmarkt kosteten: BMtcr pr. Psum 1, , V h Andererseits haben Beamte, welche nut der Ueberwachungsi die BettebM-chw» ’Ä Wii-M»s° beauftragt sind die Frankfurt eine Verlegung des Bahnhofes für notwendigLX 30 tauben pr. Paar 0,70—1,00 Mk., Hühner pr. Spick ersucht, die Einschiffung von solchen Passagieren> dre^ W hab7 Es sei geplant die Station Herborn mit einem nacf) Südafrika zu gehen beabsMigen, aber mittellos, sruch Kostenaufwand von 850 ovo Mk zu einem großen Güter- 0^-0,00 OTt^anf^ m- 60-64 ®fg„ Schwein-. &u °Lv n dv n, 15.' Olt. Aus Kapstadt wird berichtet: Utttet, bahnhos auszubauen, um die Bahnhöfe von Gießen, BZetzlar pr. Pfund 64-80 Pfg., Schweinefleisch, geialzen, pr. Pfund Leuten, welche in letzter Zeit aus Johannesburg hier^ und Dillenburg zu entlasten. Rach Begutachtung der bereits I ti4 Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., J,. eintreiien, und nunmehr der Regierung zur Last fallen, fertig gestellten Pläne durch die Landespolizei soll sofort nut 50T70Jßfg,pr.100 «ar. ;er zahlreiche russische Juden. - Die tägliche dem Grunderwerb vorgegangen werden. Stück M-00Pfg^ Verlustliste der englischen Truppen in Sitatata.bp - «leine ®iitteilunfccn aus tzeffen und de» R,ch»ar«a - bracht werden.____________________________________________ dankten in kurzer Rede dem Reichs^nzler und semet'huung zu^s^ eitt allgemeiner Aus^ — 'M Gegen 10 Uhr erschien noch der GeneraladMtantdes Kaisers . Mehrere Fabriken find geschlossen/! Dermlschtes. Generaloberst von Loe. Dem Festmahl beim Reichskanzler war sta n^^^g^^^^Eugen. Die Ausständigen schleuder- * Innsbruck, 14. Okt. Die Leiche des verunglückten>Diner bei dem jungen Profeffor Haus Vrrchow zu Ehrenr Steine gegen die Arbeiter, die sich nicht am Aus^ hiesigen Douristen Melzer ist gestern in einer Spalte Vaters vorangegangen, an dem die besonderen Freunde s^nde beteiligten. Am Vormittag durchzogen Scharen die der Prarmarerwand vom gegenüberliegenden Zeigergrat Zirchows sowie einige auswärtige Vertreter teckgenommen hatten. Straßen und veranlaßten, daß dre Laden und Eafes go- aus von drei Herren mit dem Fernrohr entdeckt worden. I Berlin 15. Okt. Am 6. und 7. November soll in Berlin I schhassen wurden. Die Behörden treffen Sicheryerh-ma^- Sie ist mit einem Seil angebunden und ruht aus hem Musiker-Kongreß stattfinden. Sein Zweck ist die Grün- regeln. Unter der Bevölkerung $ erricht eine wahre PanE Rucksack; sie kann, da die Wand ganz vereist ist, setzt em-MusrreKong reg MNsr «ivil-Berufsmusiker Deutsch- Lissabon, 15. Okt. Po^ugal^sendet eme dchlornatisch^- nicht herabgebracht werden. Pun9 c,neS Zentralverbanves oer ^inu^cr i i ISpezialmission nach, China. Die Mflsivn ist beverts gestern * Neapel, 14. Okt. Ein n euer Sk an dal rst hier lands Köln Volkszta." zufolge erfolgte ' »säätt*ä*as-ÄSs&&ek.________________________________ .. . cmftwgt war,^st nunmehr selbst wegen Unterschlag, katholrschvn Krrchc E M Fulda- einem Lösegeld von bö türkischen Pfundherau^ ung und lieb ertretun g seiner AmtSgcwalt Är.m,m°> IS Okt- T« °erschuUete^gegeben. Dann versuchte der Räuber auch die Schwesdw verhaftet worderi- Die Angelegercheit ruft hier große Thiele lebt. noch. fM war man I - fteL Knaben zu entführen. Derselbe Azrr soll IS Chrrsten, SensatMU hervor. . ~ von dem Verunglückten ^S°bru"K'- Daily im Dorfe Den angegrtssen und vollstandrg ansgeplnn- is-m ber ces engiifcyen ^chooners „Elisabeth", welcher mit einer Rom, 15. Okt. fern Tunner Blatt erhalt aus Peters- Stvohlabung von Hamburg nach London unterwegs, ge- bürg die Nachricht, daß der Besuch des rtalrenifchen Ko- funken ist, Der Kapitän der „Augusta" landete die Schiff- nigSpaares beim Czaren befchlofsene Sache sei. Der brüchigen in Ostende, von wo sie nach England zurück- Besuch soll in Spala stattfinden. In der Begleitung des Ko- befördert werden. ! nigspaares werden sich die Minister Zanardelli und Prinetti be- * Rom, 14. Okt. Der bekannte Schviftstecker Gabriele =nben g.erner ^ird aus Petersburger polittschen Kreisen ge- 8tani 3ofEH bit 3u|ammcn »XÄ r S'X wer den «deutschen werden auch die! der Madonna del Rosario anfertigte, wurde durch ein-e Fortschrittspartei und die Volksparter m einer ber ersten furchtbare Explosion und den darauf entstandenen Sitzungen des Abgeordnetenhauses die Regierung aufsorderu, sich Brand völlig zerstört. Zwei Arbeiter, welche im Freien wegen der Einwanderung auswärtiger geistlicher beschäftigt waren, wurden von den herauszüngelnden Flam- ^rdeuskougregationen zu rechtfertigen. men schwer verletzt. Die Feuerwehr holte aus den Wien, 15. Okt. Nach tschechischen Blättermeldungen soll Trümmern 5 Tote, darunter dre Frau des Besitzeriund tschechische Großgrundbesitzer Dr. v. Me . die^feit kurzem verlobt^ Tochte? des ^Besitzers. Der llu- künftigen !Ackerb aumhtiPer °^fd?r Staü°n Garster» ent- an! gleiste infolge 'falscher Weichenstellung ein Lastzug, wobei die “cauen Maschine und mehrere Wagen »om Bahndamm stürzten. Zwel W0M EMIL SENG, Grosser Steinweg 21, a Beamte wurden schwer verletzt. empfiehlt sich zur Anfertigung aller Theater, Kunst und Wissenschaft. Prag, 15. Okt. Wegen Mangels an Arbeit wurden in aSf^er^ch^eibmaschine wie P«/is, 14. Okt Wie verlautet, s^ll hier im kommenden den hiesigen Maschinenfabriken diele Arbeiter entlassen und Lrdeirell üeL äer SeLrerdmeee , e ^rübiabr ein englisches Theater errichtet werden, in dem entsprechende Lohnherabfetzungen vorgeuommen. >Absonriften (deutsch u. zranzesiscn), Stücke englischer und amerikanischer Awaren zur Aufführung ge- Charkow, 15. Ott Das hiesige Kreisgericht verurteiltejOirculaire, Offerten, Vervielfalti- langen sollen. 3 von einer aus 20 Personen bestehenden Räuberbande 9 zum Tode — Handelövorträge. Sellens des Mnnftermms des Innern ünrfpr Qmpi murben freiaesvrocken ist ün Interesse des hessischen Handelsstandes für die nächste Zeit und 9 zu schwerem Kerker. Zwei wurden '^rgeiproch n. die Abhaltung Handels, visscnschastlicher Vorträge eingerichtet worden. Prrnce Albert, 15. Okt. (Reuter.) Scheepers (deffeu Die Vorträge, für welche anerkannte Fachvertreter gewonnen worden Gefangennahme gemeldet wurde), fiel bei Kopjeskraal am sind, werden in Mainz in einem noch zu bestimmenden Audi- n. Stober in die Hände der Ellgländer. Am 12. wurde er e -»°» Einer Ambulauz nach Bl°°tri°ttstaüa- gebracht u>ch v°u 6. November über Handclsgeographie und Prof. Biermer dort mit der Bahn nach Madfesfontem befördert. Er ift ge« Dank. Gießen- den 15. Oktober 1901. ff ff mit rme. 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