Erste- Blatt Mr. 191 Freitag 16. August 1901 1. k. M ßikßco- Nedaktion, Expedition und ■hrurferei: Zchulftrahe 7. 2. 3. 1R1. Fahrgang Deutschlands Außenhandel mit den einzelnen Ländern im Jahre 1900. Gesundheitszeugnisses in seinem Bestände nicht verändert ivorben ist. s<2. Ueberführnngnach deinObservationsvrte und Dauer der Beobachtungszeit. Nach seuchenfreiem Ergebnis der Untersuchung, über loellches der beamtete Tierarzt dem Führer eine kurze Be- «chMnigung auszustellen hat, bezw. nach Ausweis der! seilchen freie n Beschaffenheit des Transportes vor dem NrHnhofvorsteher durch die oben (§ 1 Absatz. 2) genannten «siundheitsscheine, dürfen die Tiere auf dem kürzesten »o-ge zu Fuß an den Bestimmungsort verbracht werden Ne — sofern sie nicht inzwischen unter Polizeiaussicht aogeschlachtet werden — einer wenigstens sechs volle Tage dauiernden Beobachtungszeit unterliegen. -K3. Anmeldung der Ankunft und Einstellung der Tiere im Ob ser v a tion s o r t e. Ueber die Zeit des Eintreffens des Viehtransportes ^'t der Führer oder Besitzer desselben der Ortspolizei- Nehörde des Bestimmungsortes wenigstens 6 Tagesstunden Hx'cher Mitteilung zu machen, und bleibt es letzterer über-l § 1. Erste Untersuchung des mit derEisenbahn eingebrachten Viehes. Das von Händlern, Unternehmern oder Privatpersonen puf der Eisenbahn in den Regierungsbezirk Wiesbaden eingeführte Klauenvieh (Rindvieh, Schafe, Ziegen, Schweine) darf nicht eher von der Bahnstation, auf welcher die Entladung stattsindet, entfernt werden, bevor es von dem zuständigen beamteten Tierarzte untersucht und für gesund UTii> unverdächtig befunden worden ist. Von dieser Untersuchung befreit sind diejenigen Klauenvieh-Transporte, über welche der Einführer dem Vorsteher dec Entladestation ein höchstens 48 Stunden altes, von einem i beamteten Tierärzte ausgestelltes Gesundheitszeugnis, ivelches bei Rindvieh eine genaue Beschreibung nach Alter, «Geschlecht, Farbe, Abzeichen und.Hornstellung, bei anderen Mederkäuern und Schweinen eine Angabe der Stückzahl' laffen, dem zugeführten Vieh für die Observationszeit einen gesonderten ObservationSraum anzuweiscn, oder dessen Einstellung in einem bereits von anderem Vieh benutzten Stalle zu gestatten. Im letzteren Falle unterliegen jedoch auch alle diejenigen Klauentiere, welche mit den zugeführten Tieren in einem gemeinschaftlichen Stalle oder unter derselben Wartung stehen, der sechstägigen Observation. §4. Vorschriften für die Observationszeit. Tie unter Beobachtung gestellten Tiere dürfen vor Ablauf der Beobachtungszeit (§ 2) und vor einer nochmaligen amtstierärztlichen Untersuchung ohne besondere schriftliche Erlaubnis des zuständigen Landrats aus dein Beobachtungsraume nicht entfernt werden. Adresse für Depeschenr Anzeiger Sichen. FcrnsprcchanschlnhAr.bl. LaudeSpolizeiliche Anordnung zwecks Herabminderung der Neueiuschleppungeu von Maul« und Klauenseuche in den RegierungS' Bezirk Wiesbaden. Zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche wird auf Grund der §§ 18—20 des Reichsgesetzes betr. Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 23. Juni 1880/1. Mai 1894 für den Umfang des Regierungs-Bezirks Wiesbaden bis auf weiteres das Folgende mit Genehmigung des Herrn Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten an- g^ordnet. 11 Mesmr üt on raorvstoffa. Iff. mit Netmi« i an die HMm amwenhängeniti.» der Nähe Sießin!-' 8 bi§ 19 d.U a d.M 300000» e in der »tterie \ vinnm will, verla'- Anftagm unm an --asevStiv l H, Maßvebml- Amtliche Wl. Bekanntmachung. Betr.: Schafräude in Barg-Gemündeu und Ober-Ohmen Nachdem die SchafrSude in Burg-Gemünden und Ober- Ohmen erloschen ist, sind die angeordneten Sperrmaßregelu aufgehoben wordeu. Gießen, den 12. August 1901. Großherzogliches Kreis amt Gießen. v. Bechtold. , d-n 1J. » U»r- lieber. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. ■Die Gießener Komilien- elätter werden dem An- Neiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter für Hess. Volkskunde" vier» mal wöchentlich beigelegt. kklnuahme von Bnietgen iu der nadnnittag» für hen olgenben Tag erlcheinenden lummer biS norm. 10 Uhr. Ibbeftetlungen spLresienS abendS vorher. des Verlassens des Biehhofes als Beginn der Beobach- tungszeit. § ^0. Strafbestiinmungen. Zuirn Verhandlungen gegen vorstehende Vorschriften unterliegen, sof^n nicht nach den bestehenden Gesetzen, cnsbeiondcre nach § 328 des Reichsstrafgesetzbuches eine verivirkl ist, den Strafvorschriften in den 06 und 67 des Recchs-Viehseuchengesetzes vom 23. Juni § 11- Diese Anordnung tritt mit Ausnahme der Bestimmungen über die Beibringung von Ursprungszeugnissen für den Marktauftrieb auf die Viehhöfe zu Frankfurt und Wiesbaden am Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft Tie vorgedachten Ursprungszeugnisse für Marktauftrieb auf die Viehhöfe zu Frankfurt und Wiesbaden sind vom 15. Juli er. ab vorzulegen Ter Königliche Regierungs-Präsident. I. B.: Bake. biüifl |u 29. U gebaute» Hau», 6i 3hmw, zu verkaufm. Sfpebition. tttl Rekanntmatbuna L F^Eden Personen ist während der Beobachtungszeit I der Zutritt zu den Tieren verboten. Betr.: Die Bildung einer öffentlichen Waffergenoffen. Von allen in der Beobachtungszeit auftretenden seuchen- schaft für die Flur XII der Gemarkung Queckborn. verdächtigen Erscheinungen hat der Besitzer der Obser- Den nachstehenden Auszug aus dem von Großherzogl. I vationstiere, oder dessen Stellvertreter, der Ortspolizei- Miuisterium deS Innern durch Verfügung vom 3. dS. MtS. Behörde sofort Anzeige zu machen, welche ihrerseits ge- S» Nr. M. d. I. III. 4171 genehmigten Statut der qc- ist, eine schleunige Ermittelung des Sachverhaltes maunteu Genoffenschaft bringen wir hiermit zur öffentlichen ^^.^rstierarzt zu veranlassen. Kenntnis. 8 5. Erste Untersuchung des auf Landwegen ■”a"e b-r G-n°fl-°schast: Waffergeuofienschast Tie Bestimmung»^ de'r" 88 "-4 "finden entsprechende «rucrenselv, Anwendung auch auf das auf Landwegen in den Re- Sttz der Genoffenschaft: Queckborn; | gierungsbezirk ein geführte Klauen Vieh mit der Maßgabe, Gegenstand des Unternehmens: Entwässerung von daß als Untersuchungsort — sofern nicht vom Kreislandrat Grundstücken in Flur XII der Gemarkung Queckborn; o.ls solcher ein anderer Ort bestimmt ist — derjenige Ort die von der Genoffenschaft ausgehenden Bekannt- gilt, welchen^ der «Transport im «Bezirk zuerst berührt, machungen werden unter der Bezeichnung „Waffer-> genoffenschaft Queckborn" im Sticwvuui iut utu i - ..... -. r/ -. " ,, , - --- —• Kreis Gießen bekannt gegeben und find von dem bcm Bürgermeister des Unter,uchnngsortcs vsrzu- Bcjugsprcis viertcliäfirL TH. 2.20, monatl. 75 Pfg. ti'.it Brkngcrlohn; durch die AbholcstcUcn vierteljährl. Ml. 1.90, monatl. 65 Pfg. ci Dostbczug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld, alle ölnzcifien DcrmiillungG» .cd n vrS In- unb AuölanveK -l»ncn Anzeigen für bea (Jhefjener Wnjctqer entgegen. ^eilenprciÄ. total 12 psg^. auvwärlS 20 Pfg. GieheimAnzeiaer General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Tas Kaiserliche Statistische Amt hat von dem Band 135 der Statistik des Deutschen Reichs „Auswärtiger Handel des deutschen Zollgebiets im Jahre 1900" nunmehr die Hefte VII (Bulgarien, Griechenland, Türkei), XV (Britisch-Jndien, Ehina, Japan), XVIII (Brasilien, Peru), XXI (Westindien) und XXII (Australien) herausgegeben. Der Verkehr mit den einzelnen Ländern ist für die vier letzten Jahre dar- u._. o gestellt. Dem umfangreichen Zahlenwerk geht für jedes cäciujuuhu znaurr, I Eventuell vorhandene Gesundheitsscheine, welche Nach ^rrtd eine kurze Besprechung der Handels en twickelung im Kreisblatt "für hen § 1 2 die Untersuchung erübrigen, sind in diesen: ätzten Jahrzehnt voraus.^ - . * "Ihpm Wirnp-rmpifror Koa Y\*«tc>-A-xt*u«v./iakwLoa I Es hat betragen im Spezialhandel mit Bulgarien m “ . .. । lVyt;n. ldie Einfuhr 1,6 Millionen Mark, die Ausfuhr 4,7 Millionen unterzetchnet. § 6. Vorankündigung der Fußtransporte im Mark. Die Einfuhr hat unt ein Drittel zu-, die Ausfuhr Meichzeltlg wird zur Wahl des GenoffenschastSvorstandeS u n t er such u n g s or t e. W um ein Sechstel abgenommen. M-etmin tu dem Gemeindehause zu Queckborn auf Freitag Bei Einführungen auf dem Landwege (§ 5) hat der Die Einfuhr aus Griechenland betrug 8,5 Mill. Bett 80. d. Mts., vormittags V3W Uhr, anberaumt Transportführer oder -besitzer auch der Ortspolizei-Behörde 1die Ausfuhr 6,5 Millionen Mark, jene hat wenig, und hierzu die Generalversammlung der GenoffenschaftS des Untersuchungsortes 6 Tagesstunden vor dem Eintreffen diese 30 v. Sp. zugenommeu. Haupteinfuhrwaren sind: rto Mitglieder hierdurch einberufen. der Tiere Mitteilung zu machen, und sich vor Einbringung rinthen, Wein, Blei, Waschschwämme, Rosinen, Rohtabak: Gießen, den 13. August 1901. I des Transportes iu die geschlossene Ortschaft von jener Hauptausfuhrwaren: Edelmetallwaren, unbedruüte Woll- Großherzoglichcs Kreisanit Gießen I den Platz, an welchem die Untersuchung stattfinden soll, bedruckte Baumwollwaren, feine Holzwaren. v. Bechtold. ü ! genau bezeichnen zu lassen. I Dre Einfuhr aus der Türkei beträgt 30,5, die Aus- -------------—-------------------------1 § 7. Benachrichtigung des beamteten Tie r-I'^ö'r dahin 34,4 Millionen Mark. Beide haben 5,5 v. H. AfflltttA arztes. äugenommen. Hau Plein fuhr Ivar en sind Rosinen, Rohtabak, l ^rucrzayt i Jedoch sind fortan für alte den Viehhöfen zu Frank- mft^Hmiqwng^und F«?be der Trere zu enthalten hat, vorgelegt, voraus- stlrt a. M. und Wiesbaden zugeführten Rindviehftücke (mit fuhr ift lonatun^ i^t ebi^r baS ^0^' ^arf an b?r der Transport seit der Ausfertigung des Ausnahme der unter Vorankündigung in die resp. Sani- Ausfuhr mi^^3^53m\ic^ ^undbert^reuaniües in femem tatÄmstalten ein geb rachen) entweder Ursprungszeugnisse derfnh/ mit 82000 Mark, an der Ausfuhr mit 5,7 Millionen OrtSpoftzei-Behorde des Herkunftsortes oder Gesundheits- Mark vertreten Zeugnisse des für den Herkunftsort zuständigen beamteten ' Die Einfuhr aus Japan beträgt 16,4, die Ausfuhr I Trerarztes beizubringen. I dahin 70,4 Millionen Mark. Die Einfuhr fiel 0,6 v. H., die I In demselben hat die Ortspolizei-Behörde oder der! Ausfuhr stieg 72,1 v. H. Haupteinfuhrwaren sind: Kupfer, beamtete Tierarzt zu bescheinigen: reinseidene taffetbindige Gewebe, Kampfer, Gold, Fischspeck. a) sofern die Tiere von einem anderweitigen Vieh- Hauptausfuhrwaren. Seeschiffe mit über 14 Millionen Mark, marfte nach Frankfurt bezw. Wiesbaden überführt! welche zu Der starken Zunahme der Ausfuhr ganz bewürben : I sonders beitragen, unbedruckte Wolltuche, bedruckte Baum- datz der gesamte Marktauftrieb Veterinärpolizei-1 wollgewebe, Zucker, Wollengarn, Farbstoffe. lich übenvacht und seuchenfrei befunden wurde, Tie Einfuhr aus Brasilien beträgt llö^.-Millionen, b) sofern die Tiere nicht direft von anderweitigen I die Ausfuhr dahin 45,7 Millionen Mark. Die Einfuhr stieg Biehmärkten herkamen, 126,9 v. H., die Ausfuhr fiel 1,7 v. H. Haupteinfuhrwaren daß die Tiere wenigstens 8 Tage lang an einem sind Kaffee (73,5 Millionen Mark», Roh'tabak, Rindshäute, Orte gestanden haben, welcher in den letzten Kakao, Kautschuk, Gold; Hauptausfuhrwaren: Baumwoll- Vier Wochen Maul- und Klauenseuchen frei ge-1 waren, grobe Eisenwaren, Reis, Edelmetallwaren, unbe-- wesen ist. I druckte Wolltuche, Baumwollstrumpfwaren. Die Zunahme Im übrigen gilt für das von den Schlachtviehmärkten der Einfuhr ist wesentlich bedingt durch die Preissteigerung zu Frankfurt und Wiesbaden zum Abtrieb kommende und von Kaffee, auf welchen 22 Millionen Mark mehr enk- im Regierungs-Bezirk Wiesbaden verbleibende Vieh der Tag, fallen als 1899 (73,5 gegen 51,5 Millionen Mark). 5588 Kapitalrenten st euer. Infolge der Umgestaltung der Progression in der Einkommensteuer wird nun allerdings dieses Weniger an Vermögenssteuer durch ein Mehr an Einkommensteuer teilweise wieder ausgeglichen. Ein richtiges Bild von der thatsächlich! eingetretenen steuerlichen Entlastung erhält man deshalb erst, wenn man die Gesamtergebnisse der diesjährigen Veranlagung den um nachzuweisen, daß das Heil der Herren im Frack gelegen sei. Ein Mann von Welt lege doch allabendlich den Frack an; dieser Toilettenwechsel sei für den Körper sehr zuträglich. Dann die Haltung: man giebt den Brustkorb frei und atmet in gesünderer Weise. Schließlich der moralische Einfluß, den das Anlegen der zivilen Parade-Uniform auf das Innere des Marines übe. Kurzum, wer allabendlich den Frack anlege, habe viel mehr Aussicht, alt zu werden und eine Menge Zbraakheiten zu vermeiden, bleibe schlank, aufrecht, bewegltchj, während der Smoking dazu verleite, sich gehen zu lassen. Damit sank die Schale zu Gunsten des Fracks, zu Gunsten der Eleganz, der Distinktion. Und als dann noch der angesehene Kritiker des Pariser „Figaro", Auguste Vacquerin, das geflügelte Wort sprach: „Die Demokratie bestehe nicht darin, daß man den Frack verkürzt, sondern daß man das Saeco verlängert" — war der Sieg des Fracks entschieden. Tie Neuerer mußten sich fügen. Die Pariser Schneider haben sich mit den Thatsachen cabgefunden^ Sie haben sich, da der Rock, sei es nun der? Frack oder der Smoking, ihrer Phantasie denn doch zu wenig Feld bot, auf das Gilet zurückgezogen. Tas Gilet soll alle Sorgfalt und Liebe finden. Weiße Piqueegilets find freilich noch immer das beste Tragen. Aber die Jugendl lidbt Farben. Män wird also in der nächsten Saison zurrt Frack oder Smoking geblümte Seidengilets tragen, erst dunye, dann später lichte. Tie geblümten Gilets unserer Großväter, nicht ganz so steif, werden also wieder auferstehen. .. Einfuhr aus Peru beträgt rund 7, die Ausfuhr oahrn rund 9,9 Millionen Mark, jene stieg 68,5 v. H., 2>rese 27,8 v. H. Haupteinfuhrwaren: Silbererze, Guano, Cocain; Hauptausfuhrwaren: Baumwollgewebe, bedruckte, unbedruckte Wolltuche, baumwollene Strumpswaren. Tie Einfuhr aus Britisch West in dien, Zentral- und Südamerika beträgt 9,5.Millionen, die Ausfuhr dahin 1,5 Millionen Mart. Tie Einfuhr stieg 21,8 v. H., die Ausfuhr fiel 28,6 v. H. Haupteinfuhrwaren: Rum, Kakao, Kaffee. Tie Rumeinfuhr in den freien Verkehr stieg vor Inkrafttreten der Zollerhöhung um 1,2 Millionen Mark.! Hauptausfuhrwaren: Reis, Baumwollstrumpswaren,Ee7nent, schwefelsaures Kali, Parfümerien. Gesamtergebnissen ! , . ~ solcher Vergleich ergiebt das Folgende: I Smissen-Steglitz. e. Hopfen und T a b a k- Referent: Prä- Jin Vorjahre wurden an direkten Staatssteuern aufge- sident Klein-Wertheim a. M. f. Sonst gewünschte Aender- bracht 11398 500 Mk., im laufenden Jahre kommen auf ungen von wesentlicher Bedeutung. 10310 000 Mk., sodaß thatsächlich eine Entlastung an- ■ Gelegenheiten, bei denen man int weichen Hut erscheinen kann. Aber diese Einigung fand nicht ohne Kämpfe statt. Hie Frack, hie Smoking, hieß es eine Zeit lang. Ist der Smoking der Paraderock der Zukunft? Tie Traditionellen, die Freunde inveterierter Gewohnheit sprachen sich für den Frack aus. Sie behandelten den Smoking mit Geringschätzung, weil er anspruchsvoll, ingraziös und unpersönlich sei. Tie Neuerer erwiderten, daß in dem Schnitt des Smoking ebenso viel Weisheit liege, wie in jenem des Fracks, daß der Smoking Wuchs und Taille ebenso deutlich und markant zur Geltung bringe. Dafür habe er vor dem Frack die Bequemlichkeit und die Freiheit von den „Schwalbenschwänzen" voraus, mit denen man gar nichts anfangen könne, und die einem beim Platznehmen nur stören. Der Smoking habe ferner Taschen, das sei bequem und praktisch. Tie Traditionellen machten geltend, daß dem Frack entschieden mehr Feierlichkeit innewohne. Daraus folge, daß ™an Frack eine bessere Haltung anzunehmen gezwungen sei. Ter Frack sei auch weniger demokratisch als der Smoking; nicht jedermann könne einen seinen Frack haben, und noch weniger versiehe jeder, den Frack mit Anstand zu tragendes präge sich demnach im Frack die persönliche Distinktion aus. Persönliche Tistinktion? rufen die Neuerer. Mit Nichten. Wir leben im Zeitalter der Demokratie, und der Smoking ist der Rock der Zukunft! Nun griff ein großer englischer Arzt in die hitzige Debatte ein. Er schlug sich, so lesen wir im „N. W- T.", zu den Traditionellen. Er nahm die Wissenschuft zu Hilfe, Zollsätze des Tarifentwurfs, a. Getreide- Referenten: Reichsrat Frhr. von Soden-Frauenhofen, Frhr. von Wangenheim-Kl. Spiegel, b- Pferde. Referent: Geh. Reg.-Rat Reich-Meyken. c. Rindvieh, andere nicht genannte Tiergattungen und tierische Erzeugnisse. Referent: Graf za Rantzau-Rastorf, d. Erzeugnisse des Obst-, Wein- und Gar- ... - tenbaues (einschl. des Gemüsebaues). Referent: Kammer, der voriahrtgen gegenuberstellt. Ein Herr Dr. Freiherr von Schorlemer-Lieser a. M., C van der SR fe- W'«» J2 Iah«»« e» w°°» «'* «M * @i®W Daraus M nutet* ' tha", d-r * gt«V 8lltrl * 1«“'® z, A. tintn »L-rMä fchwimmevo Die|t natür .r-d-l»' r. zo dem am steht nun J weihfest sta des Schulh übergeben n weißen Ler Stocke eint eine geraum d- Do, ein hiesiger warf, wobei unglückte m 5. fri unfere neu Gesangverein Me eingev Maiv), Programm t auch bit Ix Von fürM Helm, Saise Baden; fen die Stadt l der fürstlich lotttn, weid Einzelle/M^ wtftntlid} bti\ folgt durch bc mrb bit Zahl Mil, i JahrtbtiM hat der Are MinisteriM wcrbSmäßig über den 5 Mainz, als heim, Moo neue Polize herige. Si leihen von Fahrzeuge ni polizeüiche 8 verliehen »ei der OrtSpoli Eigentümer' mß htuM^ werden nnte in ein beso Wetter bei Befahren di anlagen zu Nachensthrr zulässig tlfi und bei leid befördert » ichriften me, nicht noch h bestraft. . brouder hmit Ktrazux Ldreußen. «ad von i Schanmburq, Prinz", ®Q9en hier «utomobils J ist bat ben Wald nat x bastel, u ßS* w°°o Ter Verkehr mit Dänisch-, Französisch- und Nie der ländisch-Amerika ist gering, erheblich dagegen mit Euba und Portorico, deren Handel noch zusammen nachgewiesen wird. Die Einfuhr aus diesen ehemals spanischen Besitzungen beträgt 11 842 000 Mark, die Ausfuhr dahin 11 783 000 Mark. Tie Einfuhr fiel 8 v. H., i>ic Ausfuhr wuchs 20 v. H. Haupteinfuhrwaren: Cigarren, Rohtabak, Kaffe; Hauptausfuhrwaren: Reis, Baumwollwaren, Edelmetallwaren. Der Rückgang der Einfuhr ist auf Ausfälle bei Kaffee (1,5 Millionen Mark), Zigarren usw. | zuruckzusuhren. Erheblich ist auch der Verkehr mit der Dom in ika- Republik (5,4 Millionen Mark Einfuhr, 1,2 7^ r- nen Mark Ausfuhr). Haupteinfuhrwaren: Rohtabak, Äassee, Kakao, Blauholz, Wachs; Hauptausfuhrlvaren: Reis, Lter. Etn- und Ausfuhr nahmen zu. Beinahe ebenso groß ist der Verkehr mit Haiti (4,7 Millionen Mark Einfuhr, 1,1 Millionen Mark'Ausfuhr). Haupteinfuhrwaren: Kaffee, Kakao, Blauholz, Wachs, wovon die drei ersten seit 20. April 1901 mit einem Kampfzoll belegt sind. Hauptausfuhrwaren: Reis, Baumwollwaren. aus Britisch Australien beträgt 122,2 Millionen Mark, die Ausfuhr dahin 47,9 Millionen Mark. Jene stieg 1 v. H., diese 26 v. H. Haupteinfuhrwaren: Schafwolle (88,1 Millionen Mark), Bleierze, Gold, Blei; Hanptanssuhrwaren: Klaviere, Eisenwaren, rohe Schmiedeeisenplatten, baumwollene Strumpfwaren, Draht. Ein- und Ausfuhr waren im letzten Jahrzehnt nie so hoch als 1900. 1 Smoking oder Arack? Man trägt jetzt in Paris keinen Smoking. Tests häufiger begegnet man ihm in den Seebädern und Kurorten, im Herbst wird er die Landsitze und Schlösser des französischen Adels beherrschen, und im Winter Nizza, Cannes und Monte Carlo. Woher der Name und das Kleidungsstück stammt? Aus England. Tas zeigt der Name: ein Rauch- Rock. In England hat irgend ein Schloßherr nach dem Tiner, als man ins Rauchzimmer trat, von den Herren sich die Erlaubnis erbeten, einen bequemen Rock anlegen zu dürfen. Er erschien in einem kurzen, leichten, enganliegenden, weit ausgeschnittenen Rock mit Seidenklappen und aus demselben Stoff wie sein Frack, und der Effekt war außerordentlich. Alles war entzückt von der Eleganz dieses Salon-Herren-Negligee. Aber die Billigung der Damen stand noch aus. Die Damen sagten nicht nein. Doch d^r Prinz von Wales hatte noch nicht gesprochen. Dep ?on ^ales sagte: Ja? Ter Smoking war geborgen. Er hielt triumphierenden Einzug in alle Schlösser, man trug ihn nach dem Diner, selbst zum Diner. Frankreich ahmte dies sofort nach Tas war vor mehr als fünfzehn Zähren. Aber in Frankreich nahm der Smoking überhand, ^n aPms trug man ihn auch im Theater, selbst im Ballst- Eme Tarne von Einftuß fällte auf Befragen eines der Smoking-Pioniere ein ziemlich abfälliges Urteil; es madyte die Runde in der eleganten Welt und kühlte den -Enthusiasmus für den Smoking etwas ab. Man einiqte fich, daß der Smoking auf den zweiten Platz gehöre zu Die neue Steuergesetzgebung im Grotz- herzogtum Hessen. In einer offiziösen Darlegung der „Darm st. Z t g." wird folgendes ausgeführt: Die Nr. 48 des Regierungsblattes vom laufenden Jahre enthält eine Bekanntmachung über die Veranlagung der direkten Staatssteuern für 1901/02, die das erste amtliche Material über die Ergebnisse der erstmaligen Veranlagung zur Einkommen- und Vermögenssteuer nach den einschlägigen Gesetzen vom 12. August 1899 zur öffentlichen Kenntnis bringt. Aus der Uebersicht, die der Bekanntmachung beigegeben ist, ergiebt sich, daß im ganzen Lande an Vermögenssteuer der Betrag von 2 207 500 Mark, an Einkommensteuer der Betrag bon 8 102 000 Mk. veranlagt worden ist, und daß somit im Großherzogtum an direkten Staatssteuern für'1901/02 nahezu 10 310 000 Mark aufkommen. Davon entfallen auf die Provinz Starkenburg 4 204 000 Mk. (824 000 Mk. V.-St. und 3 380 000 Mark E.-St.), Provinz O b e r h e s s e n 1 917 000 Mk- (548 500 Mark V.-St. und 1 269 000 Mk- E.-St.), Provinz Rheinhessen 4 188 000 Mk. (835 000 Mk. V.-St. und 3 353 000 Mk. E -St.). Ten vorstehend angegebenen Vermögenssteuerbeträgen entspricht ein Vermögen im Werte von: für das ganze Land 4014 Millionen Mark, für die Provinz Starkenburg 1498 Millionen Mark, für die Provinz Ob er Hessen 997 Mill. I Mark, für die Provinz Rheinhessen 1519 Millionen Mark.! Werfen die letztgenannten Zahlen ein erfreuliches Licht I auf .den Wohlstand des Landes, so dürfen die Ergebnisse! der Veranlagung im ganzen zunächstfinanziell als günstig! bezeichnet werden. Ta nämlich der Hauptvoranschlag für! das laufende Etatsjahr an direkten Staatssteuern ein Auf-I kommen von 9 950000 Mk. (2000 000 Mk. V.-St. und 7 950 000 M. E.-St.) vorsieht, bringt das laufende Jahr! — ganz abgesehen von den sich noch ergebenden Nach-I trägen— thatsächlich mehr aus, rund 360 000 Mk. (207 0001 Mark V.-St. und 152 000 M. E.-St.). Interessante Ergebnisse bietet ein Vergleich der Ver-I anlagungsabschlüsse für das laufende Jahr mit denen des Vorjahres, wie sie int Regierungsblatt Nr. 34 von 19001 veröffentlicht sind. Stellt man zunächst, die im Vorjahre zum letzten Male veranlagte Grund-, Gewerb- und Kapitalrentensteuer der int laufenden Jahre im großen und ganzen die gleichen Objekte belastenden Vermögenssteuer gegenüber,! so ergiebt sich das Folgende: Es werden an Vermögens-! steuer weniger aufgebracht als an Grund-, Gewerb- und Kapitalrentensteuer: im ganzen Land 2 756 000 Mk.,! in der Provinz Starkenburg 1000 000 Mk., in der Provinz Ober Hessen 651000 Mk., in der Provinz Rheinhessen 1104 500 Mk. Die Vermögenssteuer beträgt in einer Reihe! von — und zwar vornehmlich ländlichen — Bezirken nur ein Drittel, in einigen sogar weniger als ein Drittel dervorjährigen Grund-, Gewerb-und! «direkten Steuern eintritt von 1088000 Mk. oder säst! x v 10 Prozent der seitherigen Staatssteuern. Diese Entlastung! Alllöl UltO iGIlö. verteilt sich naturgemäß auf die einzelnen Landesteile sehr (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten tfi verschieden. Die starftte ziffernmäßige Entlastung hat der «m; unter genauer Quellenangabe: „Gieü. Am.-gestattet.) ä: ääiiL.m ba* die stärkste Entlastung dem Bezirk Homberg mit 32,48 Pro- F-s-lw-s-u betreffend Born 7 August 1901. Izent, also nahezu einem Drittel des seitherigen ©teuer= I at^ntKen* ®cr Großherzog hat den I auftommens zu teil geworden ist. Bon den 3 3 S t e u e r -! »vaugeufchen Pfarrer D. Wilhelm Wiener zu WormS, De- kommissariatsbezirken des Landes haben nichtIkannt WormS auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner weniger als 19 eine Entlastung von mehr als 201langjährigen, treuen und ersprießlichen Dienftführung, mit Prozent, weitere 7 eine solche von zwischen 10 und 20 Wirkung vom 1. September d. Js. an, in den Ruhestand Prozent. Weniger als 10 Prozent Entlastung ist außer versetzt und den von dem Stadtvorstande zu Alsfeld auf die einem einzigen ländlichen Bezirk, bei dem abnorme Ver- zweite evangelische Pfarrstelle zu Alsfeld, Dekanat Alsfeld haltniste vorliegen, nur ben ftäbtifd)eii (5t€uertontnli^)ariat5a^räfent^erten Pfarrverwalter Lio. theol. Fritz Herrmann bezirken Mainz I, Worms, Bingen und Gteßen zu teil daselbst sowie den von dem Drinzen Friedrick In Kalma geworden, ivahrend der ©teuerertrag t)er Bezirke Darm Braunsel« ni« sRnrmmih h«»a o-? k? stadt und Offenbach infolge des starken Wachsens der Ein- ^no-lUck. l 0 ?^C.nRau{ bie kommensteuer gegenüber dem Vorjahre etwas gestiegen ift hrxJLj^C P^n^lle zu Muscheuheim, Dekanat Hungen, Betrachtet man die erreichten Ergebnisse im ganzen, Ibräsentlerten Pfarrverwalter Wilhelm Köhler daselbst für sdl dar» s-o^ach wohl gesagt werden, daß düs Ziel bet ÖU'C_ ®leDen bestätigt. — In den Ruhestand wurde versetzt Steuerreform, eine Verminderung der Belastung mit bire&|am *• August der Gerichtsvollzieher Ehristian Gunschmann ten Steuern int allgemeinen, eine Entlastung, insbesondere I Langen auf sein Nuchsuchen unter Anerkennung seiner des flachen Landes, und eine Verschiebung der Steuerlast I langjährigen treuen Dienste. — Ernannt wurde am 7. August atif die leistungsfähigeren Steuerträger, die zum über- der AmtSgerichtSdiener bei dem Amtsgericht Langen Ludwig wiegenden Teck ihren Sitz in den größeren Städten haben, Dubberke zum AmtSgerichtSdiener bei dem Amtsgericht bringen, NN großen und ganzen erreicht ist. Groß-Umstadt mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts, |~ Mit Ermächtigung des Großherzogs wurde der Ober- (LnjfölUjnU. Ifinanzaffeffor Karl Gläsfing beauftragt, die Stelle eines Der allgemeine Genoffenschaftstag deS Verbandes deutscher vortragenden Rats bei dem Ministerium der Finanzen, Ab- Erwerbs, und WirtschaftSgenoffenschaften wird in diesem ^lung für Steuerwesen, zu versehen. Jahre in der ersten Septemberwoche in Baden-Baden ab- K - - Obstverwertung. Dre feit emrgen Jahren gehalten. Auch in diesem Jahre blickt der Verband auf ™S?C’?irtrcn Äurfc Jüt Obstverwertung an der Großh. eine ansehnliche Erweiterung seines Arbeitsfeldes zurück ^vstvauschule zu Friedberg haben sich sehr reger Be- Die führende Stelle unter den ihm angeschlossenen Genoffen- ^nigung zu erfreuen gehabt. Auch in diesem Herbst werden schäften nehmen die Kreditgenoffenschaften ein, deren Zabl . artige Kurse abgehalten und zwar vom 2. bis 4. Sep- bald das erste Tausend erreichen wird. Ihre Mitgliedeäabl und 9^ biö 11. September für Frauen und Mädchen übersteigt bereits weit eine halbe Million. Unter den Mit- 3 6om 231 6,8 28- September für männliche Igliedern sind vor allen Dingen Landwirte und Hand- - '"^hmer (Honorar 10 Mk). Anmeldungen werden von werter sehr zahlreich vertreten. Die Gesamtsumme der angenommen und find an die Direktion der Obstbau- von diesen Geuoffenschaften gewährten Kredite überstieg im $7-! iu n(9ten* die auch zu jeder weiteren Auskunft letzten Jahre zwei Milliarden. Das Gesamtbetriebskapital R1« » « r belief sich auf 788 Millionen. Nächst den Kreditgenoffen- Enteignender Grundstücke. Während man schäften find am zahlreichsten die Konsumvereine, von die Werte der zu enteignenden Grundstücke, die zu denen über 600 dem Verband angehörev. Ihre Mitglieder- Straßenzwecken erforderlich sind, mit dem Beginn des Ent- zahl ist sogar noch höher als die der ersten Gruppe. In elgnungsverfahrenS taxierte und festsetzte, ist, wie die ^Deutsche den Konsumvereinen, die zur Statistik des Verbandes be- Zmmobrlien-Zettung- schreibt, nach einer Entscheidung des richtet haben, betrug der Verkaufserlös über 100 Millionen, vom 1. März der Wert von der Zeit an der Reingewinn gegen 13 Mill. Mk. Endlich erwähnen wir ^treffende Fluchtlinie festgelegt die dem Verbände angegliederteu hundert Baugenoffen- ^^n ist. Wenn somit eine Parzelle gebraucht wird zur schäften mit nahezu 30000 Mitgliedern. Von diesen Ge- Eröffnung oder ^eilegung einer Straße, so gilt dafür der noffenschaften sind feit ihrer Errichtung, soweit sie die Er das Grundstück bei Festlegung der betreffenden gebniffe zu der nicht vollständigen Verbandsstatistik mitgeteilt hat, und Nicht, was das Grundstück heute haben, 1682 Häuser für 12 Millionen zum Erwerb durch Eröffnung des Enteignungsverfahrens wert ist. die Genoffen und 713 Häuser für 22 Millionen zum Ve? ? ®rfenntniS des Reichsgerichts ist von großer prinzipieller mieten an Genoffen erbaut worden. Die Baugenossenschaften Bedeutung namentlich bei Freilegung von Straßen in arbeiten mit einem Betriebskapital von 37 Millionen Da größeren Städten Die Gemeindebehörden haben oft mit weder alle Genossenschaften dem Verbände angeschloffen finb, cin3eI^n harte Kämpfe zu bestehen. I noch die zum Verbände gehörenden Genossenschaften voll- ' A Fabrikbeamten-Verband. Wir ständige Berichte liefern, so ist die genoffenschaftliche Thätia- ,bie. hlefigen Fabrik-, Betriebs- und Bureaubeamten feit in Deutschland überhaupt viel größer, als cs in obiger b!c Annonce des .Deutschen Gruben- und Fabrik- Statistik zum Ausdruck kommt. 9 beamten-Verbandes" aufmerksam. Der Verband bezweckt für Der Vorsitzende desT eutsch 4 nLan dwir tsch a fts- Mitglieder Wohlfahrtseinrichtungen zu schaffen, die rats Graf von Schwerin-Lowitz hat zu den Beratungen denselben in allen Fällen nur Vorteile bringen können, des Ständigen Ausschusses dieser Körperschaft über denl^vrch die Einrichtung einer Sterbekaffe, deren Satzungen Entwurf eines Zo l l t a r i f g e s etze s, die am 16. und! vom Ministerium genehmigt find, werdenden Hinterbliebenen 17. d. M. in Berlin stattfinden, die Vorsitzenden der preu-!beim Sterbefalle eines Mitgliedes 500 Mk. und bei Sterbe- ßischen Landwirtschaftskammern und der offiziellen land- fall der Frau eines Mitgliedes 250 Mk. ausgezahlt. Die wirtschaftlichen Vertretungen in den süddeutschen Bundes- Beiträge hierfür werden durch Umlage erhoben. Außerdem sm Qoni®!wachsen, ferner die Vorsitzenden wird für Mitglieder aus der Berbandskaffe ein Zuschuß zum des Bundes der Landwirte und der größeren Bauern - Ver- Sterbeaeld oerablt welcker nack hem vollendeten fünften eine, die landwirtschaftlichen Mitglieder des Wirtschaft-’S lichen Ausschusses und den Vorsitzenden des Verbandes und jährlich um 25 Mk., bis der Handelsgärtner Deutschlands eingeladen. Auf der Kon L" ^00 Mk. steigt. Unverschuldet in ferenz wird demnach die gesamte Landwirtschaft des Not geradene Mitglieder, Witwen und Waisen verstorbener Deutschen Reiches vertreten sein. Den Beratungen liegt Mitglieder werden finanziell unterstützt. Auch wird die Erfolgende Tagesordnung zu Grunde: 1) Tas Zolltarifgesetz. I richtung einer Witwen- und Waisenkaffe angestrebt. Mit Referent: Vorsitzender Graf von Schwerin-Löwitz. 2) Die größeren BerficherungSgesellschaften wurden Verträge ge* hauptsächlich erforderlichen Aenderungen d e r I schloffen, wonach den Mitgliedern Prämien und Ermäßig- h*mbeltönf SteChL JJtebert^' Ä. Stets ho* ir, 1 Mlgeu Iahst- ' °n der Ach ) sehr reger 8t em Herbst wtrbtE ° 2. big 4. Sy, >« unb SMxjn er für männlify |tn werben ton >n der Dbfftaui itttro Munji i. Während «n Mdstücke, die;g Beginn de- fcb wie die ^DrH Entscheidung M 'n der Zeit u nie ftftgthft rauch/ wirb zu i gilt bafilr -n >er bekchendk'. LrMbKck hm, tyctna wert iß. tvher prinzipikÜ-: von Sttahev ü n haben ost Bit e zu bestehen. M-Bnblllld. Lil d BureanbeM!' üben- und FM! eband bezweckt si: zu schaffen, dx bringen könnt'. beten Satzung i HinteMeben! ^b bei W Mgezchi/ ß* loben. Wfr ein 8#?’ ollendeten WJ । um 25 BU w Unverschuldein !aisen verfioM luch wirkte« augestrrbl. £ en Lertttgt - ;n und ^X-‘ '«Al2 m eri°O Kat k Sv Torni- v,'e,i au hi, , ft« «w», 1 A? 6»llWr >-- Ä "b ** Ifi Id,. Tbt Qm 7.8nA ’! Langen Ludm ^^"tSgerij >e» Dienstantrili.! »urde der Dbr die ,Stelle ein« et mnanzen, |j reu im g . allabendlich £ den MpttL bt den fieäiÄ der mor- Ss« tens Lr Siitoln.- , entschi^"' !it Ä F° ** «k Ä,. t: <8el)T irrens “AS| I- X ff T^er. ■ 3ierpr ÖQ1> dir ungen zugestanden sind. Mehrere Babeverwaltungen haben für Mitglieder und deren Familien Preisermäßigungen für Bäder, Kurtaxe, Arzthonorar rc. bewilligt. Insbesondere bezweckt noch der Verband gesellige Annäherung der Mit« glieder und Wahrung derer Interesse, stellenlos gewordenen Mitgliedern neue Stellen zu verschaffen rc Durch eine wöchentlich erscheinende Zeitung werden die Mitglieder von allen vorkommendeu VerbandSangelegenheiten in Kenntnis gesetzt. Aufnahmefähig sind alle Gruben-, Hütten- und Fabrikbeamte, die das 50. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Einige praktische Ratschlage gegen die Gefahr des Er- trinkens erteilt in der jetzigen Zeit des Badens und Boot fahrens die „Magdeb. Ztg." Sie lauten: 1. Verliere nicht den Mut! 2. Nimm die Arme unter Waffer! 3. Pudele! Ts ist Thatfache, daß unter gewöhnlichen Verhältniffen, d. h. wenn nicht ein Schlaganfall oder eine starke Behinderung eintritt, kein Mensch zu ertrinken braucht. Das spezifische Gewicht deS Wassers ist größer als das des Menschen. Daraus folgt, daß der Mensch ohne weiteres nicht im Waffer nntergeht. Hebt man aber, wie Ertrinkende das regelmäßig thun, die Arme hoch, dann drückt das wirkliche Gewicht der Arme den Körper unter Waffer. Darum Arme unter Waffer! Jeder Mensch kann schwimmen, wenn er eS auch nicht kunst gerecht gelernt hat. Wenn man ein vierfüßiges'Tier, das außer seinem Trinkwaffer nie eine Wasserfläche gesehen hat, z. B. einen Hund, inS Waffer wirft, so kommt er keinen Augenblick in Not. Er macht Laufbewegungen, die ihn schwimmend auf dem Waffer erhalten und ans Ufer bringen. Diese natürlichen Schwimmbewegungen, die mit dem Ausdruck „Pudeln" bezeichnet werden, kann auch jeder Mensch machen. r. Stangenrod, 14. Aug. Das neu erbaute SchulhauS, zu dem am 18. August v. I. der Grundstein gelegt wurde, steht nun fertig da. — Am 15. September findet hier Kirche weihfest statt unb damit sollen die Einweihungsfeierlichkeiten des Schulhauses verbunden unb baS HauS seiner Bestimmung übergeben werben. DaS stattliche Gebäube ist aus Gail'schen weißen Verblendern erbaut. ES enthält in seinem unteren Stocke einen schönen großen Schulsaal und in dem oberen eine geräumige Lehrerwohnung. d- Dorheim, 13. Aug. Heute vormittag verunglückte ein hiesiger Landwirt dadurch, baß ihn fein Pserb nieder- warf, wobei et am Kopfe schwer verletzt wurde. Der verunglückte mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. a. Petterweil, 14. Aug. Am vorigen Sonntag wurde unsere neue Orgel durch ein Kirchenkonzert des hiesigen Gesangvereins unter Mitwirkung verschiedener auswärtiger Kräfte eingeweiht. Mainz, 14. Aug. Das soeben erschienene Nachtragsprogramm der Gartenbau-Ausstellung enthält u. a. auch die Angabe der gestifteten zahlreichen Ehrenpreise. Von fürstlichen Personen haben solche gestiftet: Kaiser Wil Helm, Kaiserin Friedrich, die Großherzöge von Hessen unb Baden; ferner haben das Hess. Ministerium befl Innern und die Stadt Mainz Preise gestiftet, die im Verein mit denen der fürstlichen Stifter an solche Aussteller vergeben werben sollen, welche burch besonders hervorragende Gesamt- oder Einzelleistungen zum Glanz und Gelingen der Ausstellung wesentlich beigetragen haben. Die Entscheidung hierüber er- lolgt durch das Gesamt-PreiSrichter-Kollegium. Im ganzen wird die Zahl der Ehrenpreise die Zahl 100 übersteigen. Mainz, 14. Aug. Wohl aus Anlaß des im vorigen Jahre bei Bingen stattgehabten furchtbaren Bootsunglückes hat der KreiSauSschuß Mainz mit Zustimmung des Großh. Ministeriums eine neue Polizeiverordnung über das ge »verbsmäßige Verleihen von Nachen und Gondeln, sowie Über den Dienst der NachensÜhrer, sowohl für die Stadt Mainz, als auch die Gemeinden Budenheim, Kastel, Laubenheim, Mombach, Kostheim und Weisenau erlassen. Diese neue Polizeioerordnung ist wesentlich strenger, als die bisherige. Sie regelt in erster Linie das gewerbsmäßige Verleihen von Fahrzeugen aller Art. Die Verleiher solcher Fahrzeuge und deren Bedienstete müssen hierzu eine besondere polizeiliche Erlaubnis haben. ES dürfen nur solche Nachen verliehen werden, die von Sachverständigen unter Zuziehung ber OrtSpolizeibehörbe geprüft sind. Die Fahrzeuge anderer Eigentümer dürfen nur mit ausdrücklicher besonderer (Erlaub« niß benutzt werden. Alle brauchbar befundenen Fahrzeuge werben unter Angabe des Eigentümers und der Tragfähigkeit in ein besonderes Register eingetragen. Bei stürmischem Wetter, bei dichtem Nebel und bei starkem Eisgänge ist das Befahren des Rheines unb des MaineS sowie der Hafenunlagen zu Vergnügungszwecken untersagt, auch dürfen die Nachenführer eine größere Anzahl Personen, als amtlich für zulässig erklärt worben ist, nicht befördern. Bei Nachtzeit und bei leichtem Nebel darf nur die Hälfte dieser Personen befördert werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden mit einer Geldstrafe von 1—30 Mk., soweit nicht noch härtere Strafen durch die Reichs-Gewerbeordnung oder schifffahrtspolizeiliche Vorschriften vorgesehen find, bestraft. Erouberg, 14, Aug. Heute vormittag 10 Uhr trafen mit Extrazug wieder hier ein: Prinz unb Prinzessin Heinrich von Preußen, der Kronprinz von Griechenland, Prinz Friedrich Karl von Hessen und Prinz und Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe. — Die Königin von England kam mit dem Prinzen Nikolaus von Griechenland um 1 Uhr zu Wagen hier an. Um 3 Uhr traf König Eduard mittelst Automobils auf Schloß FriedrichShof ein — Kurz nach 6 Uhr ist das englische Königspaar mittelst Automobils durch -en Wald nach Homburg zurückgekehrt. Kaffek, 14. Aug. Bei der heutigen fortgesetzten Ziehung der Hessischen Damenheim-Lotterie fiel der zweite Haupt- gewinn (10000 Mk.) auf Nr. 38421 und der achte Gewinn (500 Mk.) auf Nr. 96 582.__ Vermischtes. ♦ Frankfurt, 13. Aug. Von einem Bücherwurm wurde in einem alten Frankfurter Amtsblatt vom 6. August 1861 ein vom damaligen Untersuchungsrichter Tr. Glöckner erlassener Steckbrief gegen den Arthur Francois Heinrich Sternberg, Handlungsgehilfe aus Frankfurt a. M. auf- ipcftöbert. Der Stekbrief ist erlassen wegen Verführung und Mißbrauch eines neunjährigen Mädchens zur Unzucht. Ter steckbrieflich verfolgte Handlungsgehilfe ist der berüchtigte Bankier Sternberg, der aus Frankfurt a. M. stammt, wo sein Vater Lotterielollekteur war. Wahrscheinlich hot mau seinerzeit vergessen, den Steckbrief zu erneuern, weshalb die Verjährung ein trat. * Speyer, 14. Aug. Ter Modewarenhändler Eugen Hirschmann ist von hier verschwunden. Er hinterläßt große Schuldev und gefälschte Wechsel, tne er in Beträgen von 18 000 Mk. bei der Speyerer Filiale der Bäuerischen Notenbank und von 6000 Mk. bei der Pfälzischen Bank anzubringen vermocht hat. Auch Freunde und Verwandte soll er mit noch größeren Summen geschädigt haben. Ueber sein Geschäft wurde der Konkurs eröffnet. * Breslau, 13. Aug. Zu den Kraschnitzer Vor- gangen teilt der „Brest. Gen.-Anz." mit, daß die Angelegenheit bei der schlesischen Provinzsynode zur Verhandlung gebracht werden soll, und daß man in den Kreisen der Geistlichkeit große Bedenken trägt, die im September einzunehmende Kirchenkollekte für Krascknitz abzuhalten. Man spricht den Wunsch aus, diese Kollekte wenigstens zu verlegen, bis eine Klärung eingetreten ist» * Troyes, 13. Aug. Ter Spanier, der unter dem Verdachte verhaftet worden ist, der Urheber der Explosion in der Kirche von St. Tizier zu fein, heißt Villanueva Franquet. Bei einer Durchsuchung feinn- Wohnung wurden Sprengstoffe und revolutionäre Truckschriften gefunden. Ter Angeschuldigte ist gestern nachmittag in Gegenwart des Geistlichen und des Sakristans mehreren Schülern gegenübergestellt worden, die ihn wiederzuerkemten glaubten. * Der Kronprinz benutzte zur Rückfahrt von Cron- berg nach Potsdam den fahrplanmäßig 11.15 Uhr abends von Frankfurt a. M. abgehenden Berliner Schnellzug, in den ein kaiserlicher Salonwagen eingestellt war. Als der Zug Kassel passierte, fand der kontrollierende Baurat ein Telegramm der Station WilhelmShöhe vor, in dem das Auf« findeu eines Eisenstückes auf der Strecke Wilhelms« höhe—Kaffek gemeldet wurde. Da dieses Eisen nur von dem Zuge selbst herrühren konnte, wurden die Wagen einer eingehenden Revision unterzogen. ES fand sich jedoch nichts Verdächtiges und die Fahrt wurde nach kurzem Aufenthalte fortgesetzt. Bei Ankunft in der Station Leinefelde jedoch fiel den Beamten auf, daß ein direkter Schlafwagen Basel- Berlin, der dem Salonwagen des Kronprinzen voranfuhr, sich stark nach vorn neigte, und bei näherer Unter- suchung ergab sich ein Defekt der Bodenfederträger. Irgend eine Gefahr für den Kronprinzen und die anderen Reisenden des Zuges bestand nicht, doch wurde der schadhafte Wagen sofort ausrangiert. Der Zug konnte nach einstündigem Aufenthalte seine Fahrt fortsetzen. * Bayreuther Hotelpreise. Der Pächter des Hotels „Zur Senne" in Bayreuth, dessen fabelhaft hohe Preise der Bürgermeister Tr. Easselmann in der Magistrats- sistinig gebührend kennzeichnete, hat eine Gegenerklärung erlassen, die darin gipfelte, daß seine Preise normal feien und daß seine Konkurrenz teilweise noch höhere Preise habe. Darauf antwortete der Bürgermeister mit folgender Mitteilung: „Aus der Sprockschen Erwiderung geht hervor, daß Herr Sprock die ihm zum Vorwurf gemachten horrenden Restaurationspreise nicht in Abrede stellt, wie er denn auch die Höhe derselben von allem Anfang an nicht zu bestreiten vermochte. Seine Ausrede läuft nur darauf hinaus, daß seine hiesige Konkurrenz noch teilweise höhere Preise habe. Demgegenüber stelle ich fest, daß mir während meiner Amtsführung nicht eine einzige Klage über irgend ein anderes hiesiges Hotel oder eine andere Restauration zugekommen ist. Wenn übrigens Herr Sprock sich so sehr dagegen verwahrt, zu hohe Preise für seine Zimmer zu berechnen, so sehe ich mich nun dock) veranlaßt, einige Preise bekannt zu geben, die er für seine Zimmer verlangt. Nach der mir vorliegenden amtlichen Aufstellung verlangt Herr Sprock für seine Zimmer mit Einschluß von Bedienung und Licht u. a. folgende Preise: Für ein Zimmer Nr. 2, „Salon" genannt, im ersten Stock täglich 40 Mk. Für zwei Zimmer mit je zwei Betten im ersten Stock täglich je 30 Mk. Für zwei Zimmer im zweiten Stock mit je zwei Betten täglich je 25 Mk. Für acht Zimmer, teils im ersten, teils im zweiten Stock, mit je zwei Betten, täglich je 20 Mark. Für vier Zimmer im ersten Stock mit je zwei Betten täglich je 18 Mk. Für zwei Zimmer im ersten Stock mit je einem Bett täglich je 12 Mk. Für drei Zimmer im ersten Stock mit je einem Bett täglich je 10 Mk. usw. Den sogen, kleinen Saal seines Hotels im ersten Stock hat Herr Sprock durch Ausrichten von Zwischenwänden zu Abteilungen provisorisch Herrichten lassen. Für jede dieser Abteilungen mit je einem Bett verlangt er täglich 8 Mk.; dazu hat er noch für alle Zimmer die Bestimmung getroffen, daß bei Nichteinhalten der Mahlzeit pro Bett 1 Mk. mehr zu bezahlen ist." Diese Zahlen sprechen so für fid)? daß jede weitere Bemerkung überflüffig erscheint. * Tie Eisenbahn im Volkshumor. Tie Eigenschaft der Eisenbahn als unmittelbare Trägerin des Massenverkehres stellte sie von vornherein in den Vordergrund des Volksinteresses. Jeder, der eine Eisenbahnreise „that", hielt sich zur Kritik berufen und machte hiervon ausgiebigen Gebrauch. Keine Einrichtung in der Welt ist daher abwechselnd so sehr besungen und bejubelt, so sehr herabgesetzt und in den Staub gezogen und schließlich so hoch wieder auf den Schild gehoben worden, wie die Eisenbahn. Eine Art grobkörnigen Niederschlages dieser wechselnden Empfindungen bildet der Volkswitz, der sich nach verschiedenen Richtungen hin äußert, vornehmlichst aber in der Namengebung. Einer Plauderei darüber, der wir in der „Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen" begegnen, entnehmen wir die nachstehenden amüsanten Ausführungen. Tas erwähnte Fachblatt schreibt: Besonders waren die Wagen die Zielscheibe des Volkswitzes. Benennungen übertteibender Art, wie „Viehstall", „Jammer"- oder „Marterkasten", „Schwitzkasten" für die Personenwagen waren etwas alltägliches. Mehr noch mußten die verschiedenen Wagenausschristen, die Eigentumsmerkmale in abgekürzter Form herhalten, um der Spottsucht zu fröhnen oder der gegen die eine oder andere Verwaltung herrschenden Mißstimmung Ausdruck zu verleihen, oder auf politische oder Tagesfragen anzuspielen. Folgende kleine Blumenlese mag hiervon ein Bild geben. Man las da die Aufschrift der Wagen der Böhmischen Westbahn (B. W. B.) mit „Bietet wenig Bequemlichkeit!" S. N. T. V. B. (Südnorddeutsche Verbindungsbahn) übersetzt man kurzerhand mit „Sieh' nach Deutschland, verflixter Böhm'!" K. R. B. (Kronprinz Rudolf-Bahn) hieß „Keine rentable Bahn!" K. M. E. (Köln-Mindener Eisenbahn) „Kenn' mich erst!" M. H. E. (Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn) „Mich hungert eklig!" R. E. G. (Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft) „Rechte Esel giebt'r!" R. O. U. E. (Rechte Ooer-Ufer-Eisenbahn) „Reichtum oben, unten Elend!" O. T. E. (Oppeln- Jn den Wagen der man früher die Oldenburger sagten. WlMjiLEIWtö Gr. Bockenheimer Str. 30. nah e der Oper. Wein Restaurant i. rc_s Berühmte Küche, hervorragende Weinkarte. Kleine u.grosse Menusju festen Preisen u. nach der Karte, w Salons für kleinere u. grossere Gesellschaften. < Bezeichnung: Hessische Lumpenbayu. Oidendurgischeu Bahnen Aufschrift: O. E. und das bedeute „Shue Eile". Tarnowitzer Eisenbahn) „£ traurige loser Hangen K. F. N. B. (Kaiser „Käsig für Nordpol Baren!" St. W. Staats-Eisenbahn) „Komin Weible, (Hessi s ch e Lu d wi gs-Ba hn- Ersindung!" — Harm Ferdi n a n ds-Nordba hu) St. E. (König!. Württ. steig' ein!" H. L. B. „Hotti lebe Bis ward !" (In Rheinhessen hört man auch öfter die In jeder beliebigen Schriftart und Kart»» Uinnunen forte, sowie mit 3ir!dn aller studentische« tp**>»**Vl» Vereinigungen, liefert zu mäßigen Preise« Srühl'sche Uuioerfitäts-Druckerei, Schulftratze 7 * Ein eigenartiges Spiel mit Zahlen treibt der „Figaro". Es wäre interessant, schreibt er, an ein merkwürdiges Zusammentreffen zu erinnern, das einem englischen Schriftsteller zuerst aufgefallen wäre. Napoleon I., der am 15. August 1769 geboren war, war am 30. März 1814 — dem letzten Tage des Kaiserreichs, da am folgenden Tage eine provisorische Regierung eingerichtet wurde — 44 Jahre und,227 Tage alt. Napoleon III. war gleichfalls 44 Jahre und 227 Tage alt, als er, der am 20. April 1808 geboren war, am 2. Dezember 1852 zum Kaiser proklamiert wurde. Wenn also das Schicksal dem gegenwärtig verbannten Prinzen Viktor Napoleon die Freuden der Macht zugedacht hat, und das verhängnisvolle Alter von 44 Jahren und 227 Tagen zugleich den Sturz und die Thronbesteigung der Bonapartes markiert, so würde genau im März 1907, 10 Monate nach dem Ende der nächsten parlamentarischen Legislaturperiode, der Erbe der beiden Napoleons den Thron besteigen. Tie Republik kann also noch ihre letzte Zeit genießen. Gerichtssaal. e« Gieße«, 13 Aug. Gewerbegericht. Den Dorfitz führt Beigeordneter Wolfs. Als Beisitzer fungieren Schreinermeister Emil yeinrich Müller und Glaser Heinrich Baum, der erstere an Stelle oeS verhinderten Schuhmachermeisters Karl Berg. — Die Erdarbeiter Eberhard MöbuS aus Garbenieich und Peter Knebel aus Ltnden- struth verlangen von dem Braunsteinbergw:rk Gießen rückständigen Lohn. Der Vertreter deS Bergwerks erklärt, daß die Kläger die Arbeit ohne Kündigung verlassen hätten und daß deshalb ihr Lohn für sechs ^beitStage zu kürzen fei. Der Restlohn werde den Klägern am nächsten Zahltage auSbrzahlt werden. Die Beklagten entgegnen, daß sie gegen Tagelohn beschäftigt gewesen seien und daß sie, da ihnen Akkordarbeit zugemutet worden sei, die Arbeit niedergelegt hätten, nachdem ihnen der Obersteiger Breker gesagt habe, T-gelohnarbeiten seien nicht vorhanden, den oerdienteu Lohn könnten fie auf dem Bureau erheben. Ein Vergleich ist nicht zu erzielen, deshalb erläßt d-S Gericht Beweis, befchluß. — Die Klage deS Erdarbeiters Kaspar Schmidt «uS Rödgen aegen den Uuternehmer Ludwig Weimer zu Waldgirmes fand durch Rücknahme der Klage ihre Erledigung. — Der Brauereibesitzer Denninghofs hier ist von den Fuhiknechten Heinrich Lich, Heinrich Opper, Christian Werner und Jost Neumann von hier auf Zahlung von Entschädigung verklagt. Die Kläger behaupten, ohne Grund und Kündigung entlasten worden zu sein, während der Be- klagte entgegnet, die Kläger nicht entlassen, sie vielmehr zur Arbeit ausgefordert zu haben, wa» diese jedoch verweigert hätten. Auf Grund der Arbeitsverweigerung sei er aber zur Entlassung berechtigt gewesen. Da «ine Einigung nicht zu erzielen ist, wird durch daS Bericht BeweiS- beschluß erlassen. — Der Weißbindermeister Konrad Keil zu Hattenrod hat gegen die auf Antrag der Weißbindergrsellen Wilhelm Bellofs auS Beuern und Wilhelm Hahn zu Hattenrod gegen ihn erlassene» VersäumnisurteUe Einspruch eingelegt. Heute haben sich die Partei«* durch Vergleich geeinigt. Mainz, 14. Aug. Der Faktor eioer hiesigen Buchdruckerei war kürzlich angeblich wegen Unwohlsein- vom Geschäft weggeblieben, hatte aber in dieser Zeit fich in Alzey «ine Druckerei mit Zeitungs« gekauft. Ohne seine Kündigungsfrist etnzuhalten, blieb er auch für die Folgezeit seiner Stellung fern, er zeichnete dagegen in der ta Alzey erscheinenden Zeitung alS Redakteur und Verleger. Der hiesige Buchdruckereibesitzer verklagte nun am Gewerbegericht den n-ueo Kollegen auf 500 Mk Entschädigung, weil dieser ohne Kündigung die Faktorst«lle verlassen hatte Am letzten Montag kam die Sache am Gewerbegericht zur mündlichen Verhandlung. ES kam ein Vergleich zwischen den Parteim zu Stande. Der frühere Faktor und jetzige Buchauckereibesitzer zahlt an den Kläger eine Entschädigung von Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. l- Ariadverg, 14. Aug. Auf dem heutigen Schweinemarkt herrschte ein außerordentlich reger und flotter Geschäftsgang. Der An» trieb der Tiere war ein sehr großer, wozu das günstige Wetter beitrug, das Angebot überstieg infolgedessen etwas die Nachfrage. Während die Zahl der Springer gering war, hatten die Händler hauptsächlich Ferkel angettieben. Das Paar kostete im Durchschnitt 85 bis 40 Mk., war also 4—6 Mk. billiger als auf dem letzten Schweinemartt. Die Kauflust war ziemlich groß. Auch auf dem Krämermarkt herrschte reger Verkehr. fand die . .. , Das kam dem Eisenbahn- Diretiions Präsidenten v. Mühlenfels au Ohren, und flugs lieft er, „um Mißverständnissen vorzubeugen", ein G. öor* fcbcn: „Großh. Oldenb. Eisenbahnen." Aber der Vvlks- Witz war nicht totzumachen, beim nun sagte alle Welt, ?^her reifte man nur „ohne Eile" in Clben bürg, jetzt aber logar „ganz ohne Eile". Tie Lokomotiven der Ober hessi- I ch e n Eisenbahnen trugen früher an der Stirnseite die Bezeichnung L. H. E. Ter Volkswitz übersetzte dies mit: „O hcil'ge Einfalt". D. Red. d. „Gieß. Anz.") * E in thätiger Geys er in Europa. In allen Buchern der Geologie ist zu lesen, daß es sogenannte Geyser, jene wunderbaren natürlichen Springbrunnen heißen Wassers, nur auf Island, Neuseeland und in Nordamerika giebt. Es wird daher allgemein überraschen, daß ein Mit- gheb der Pariser Akademie der Wissenschaften neulich das Vorhandensein eines solchen Naturwunders auch innerhalb Frankreichs bekannt gemacht hat. Der Schauplatz liegt bei dem ~orfe Besse, unweit des bekannten Badeortes! Vichy, in der alten Herrschaft von Bourbon. Tie Quelle besitzt alle Eigenschaften eines echten GeyserS, zu denen auch die Beschränttmg des Sprudels zu gewissen Tageszeiten gehört. Der Geyser von Vesse springt gewöhnlich' dreimal am Tage, er erreicht eine Höhe von über sechs Metern unb giebt einen festen Rückstand von bohlensaurem Mali bis über 5 Gramm pro Liter nebst einer Entwickelung großer Mengen von Kohlensäure. Tie Temperatur des Wassers beträat 31 Grad. b »•••©eeeeeoeeeeMeee Deutscher Gruben- uni Fabrikbeamten-Verband $8 ös »>. • m VmaU ÖrntfrtM fiAvntlX Aa ÄÄM**^**e- W . k I Der in weiteren Kreisen bereits bekannte Deutsche Grube«. W Famttienwohnungen 144 N Vffl- von 9 Uhr ab. 4731 n Friedrich Noll, Hofbäcker. empfiehlt 4 »,5b Gießener Anzeigers. 4944 vou Arische 6478 Frische Fluß- und Seefische 678 J. M. Schulhof. ! 'Mi Telephon 119. Prompter Versandt nach ouSWstrtS. 5596 5647 friiljhnrtofffl 6486 6 Sch lotzgqsse Ne« 6. kauft. Näheres bei 6566 empfiehlt 4868 nehmbaren Preis. 6638 oder Mestaukage 44. 6540 5207 »qhnhofstraste 27. schöner Aüllofen zu verkaufen. Goethestraße 38. lUraveS Dienstmädchen gesucht -0 Aticestraße 23, pari. A leine» Logis zu vermieten. rliii1|i' Offene Stellen llevfriji ebene*) 10 10 35 10 25 12., 26. November, 10., 24. Dezember. n n h ft n Morgenkaffee Frühstück Mittagessen Vesper Abendessen Tüchtige Verkäuferin sucht Stellung. Offerten unter 03103 an die Exped. d. Bl. b) <9 d) e) f) g) Täglich morgens 9 Uhr anr Mk. n tt Frischer Zmebelkucheil Montag, Mittwoch u. Freitag 50 Kilo Mk. 2.75 frei inS HauS empfiehlt J. Hankel. Das der Frau I. 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Alle bezüglichen Herren Gruben-, Fabrik- und Betriebs-Beamten, di- Interesse an genannter Sache haben, werden gebeten, ihre werte Adreffe an den Unterzeichneten einzusenden, und werden denselben sodann bezüglich deS Zweckes und der Vorteile des VerbandeS die Satzungen desselben sowie diejenigen der damit verbundenen Sterbe- kaffe und speziell auch Einladung zu einer demnächstigen Besprechung bezüglich der eventuellen Gründung eines Zweigvereins dahier er- gebenst zugehen. 6595 Karl Ockel, RcchmgWm, Riegelpfad 40. volle Kost zusammen 9u Pfg. oder jährlich rund 320 h) für Heizung jährlich.....15 i) „ Beleuchtung jährlich .... 5 Da die rubr. Personen al« ständige Arbeiterinnen betrachtet werden, so hat die auf Grund des § 179 des In- Für 50 Pfg. ein Schwein gesund zu halten mit Ackermanns Arcßpulver. Z. h. in der Drogerie Philipp Schwager WW.,Markl 8 Wegen vorgerückter Saison Sportwagen zn Einkaufspreise«. cyn unserem Neubau, Krank« Xj fnrterstraße 27, ist das I. u. III. 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Im Auftrage deS Herrn Rechtsanwalts Rohde zu Marburg sollen die nachstehend aufgeführten, zu einer Konkursmasse gehörenden Gegenstände: 1 neue, vollständige Laden-Einrichtung, bestehend aus: 2 Theken mit weißen Marmorplatten und Schiebladen, 1 eleganten GlaSschrank, 1 Schreibpult, 1 Tafelwaage mit Gewichten, 1 Kronleuchter, Regulator, 1 Schaufenster-Nickelgestell; 1 Backstuben - Einrichtung, bestehend aus: 1 neuen großen Backtisch mit Schiebladen, 1 neuen kleinen Backtisch, 1 Konditor-Backofen, 2 kupfernen Kesseln, Zinnschüffeln, 1 Metall«Schmalzpfanne, Pudding-, Eis-, Kuchen-, Kranz-, Torten-, Herz- und sonstige Formen, 1 kleinen Eismaschine (Handbetrieb), 1 Reibmaschine mit Walzen, 1 großen hölzernen EiSkonserPator mit 4 Büchsen, 2 kleinen metallenen EiSkonserPatoren; ferner: 8 Piereckige Tische mit weißen Marmorvlatten, 1 RipS- sopha, 4 große Spiegel, oPale, runde und Piereckige Tische, 30 Wiener Stühle, 2 Salonstühle, gewöhnliche Stühle, Fensterbehänge, Kronleuchter, GaSlüfter, 3 Ofenschirme, 2 Schirmständer, 1 Büffet, 2 eiserne Betten mit Matratzen, 1 großer Küchentisch, 1 Kückenschrank, Glas- und Porzellansachen und dwerse sonstige Gegenstände Moukag ben 19. August, Dienstag den 20. August, Mittwoch den 21. August d I., jedeSmal Pon nachmittags 2 Uhr ab, in dem Saale deS (Safe Royal, Reitgaffe 4 zu Marburg, gegen sofortige Barzahlung Persteigert werden. Die Versteigerung findet bestimmt statt. — Die Sachen find durchweg in gutem Zustande. Warvnrg a. den 14. August 1901. 5593 ______________________Röhr, Königlicher Gerichtsvollzieher. 4. Großh. Hess. Kodes-Mene. Lose Wie mn wird Zeder mit Bechtels Salmiak-Gallseife gewaschene Stoff jed. Gewebes. Vorrätig in Pack, zu 40 Pfg. bei Gullav Walter. Ratten, sttteg. Versetz, d. jetz. Mieters ist d. -^^Mansardenwohn. 4-6 Z. m. Zu- behp.l.Okt.z.vrm.Stern,Steinstr.l9 5467J 2-Zimrnerwohnung mit Zubehör an ruhige Leute zu Perm. «ebr. Zutt, Steinstraße. 5466] Eleg. 5-Zirnmerwohn. mit Zubeh. im Parterrestock Schottstr. 10 zu Perm. Näh. Gebr. Zutt, S'einstr 5174] Gr. Zimmer mit Küche, Wassert., abgeschl. Vorplatz u. sep. Ging, zu Perm. 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