I g t s II 39 6 X » t t ti |4 er it- ft. ve ro 28 4 %'^g^ i«MK*Ä1($öS Jnpn^'Se unter X 4042 -'n. feine I. Richtz der einem Mann, ansmz! da 30er Zähre (Invalid), in Md einem Gestäfl eine tteßttflfl ah e-reii-ehttfe veischA 4190 MbereS in btt fyitbition ö. 81. retten 7''«cht U?, allein flau?ÖIäb4?Vs’ tojren b??en°iniÄ’ **lt ^Queälb54n6Q-?Uni sZZ^Lüz MtzD- MrküL- WWDtz S’w'iin^Ä ft«' welches ble fi hJ??* fofort oder per iS JNm U j ** ÜSSJtaÄ W6, tu. rnrntz tnA äSfiStis Jwr ZOm ÄÄÄ^ ’n einem LetailM^ yrfi.L- unter Nr.02196 and. hp.d.U tar tzen mit scher, bandschnir wünscht AeschLstiM in schristl. Arbeiten, evtl, im M b^MN Gefl. Offerten untr. S 8 02266 an die Exped d. A W «Ä «ÄÄ ?o»‘ "'Dem »räulein münfit o)it etfltiftU. U Per-it. einige Man im Hotel vdn M. WWait, m VM in Tchrn, TE. anM.,«v ihr Telu. geb. w.,W kochen grdl.guerl. C|t u. VH 4189 an die SM b. 81. WML* ‘-c> ®wä«<" Blner ' iertiflt Wft» ttärungm, MÄ’n?e all« Art, auch M Mehme Vir. 139 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 16. Jnm 1901 tt,Iich mit <**«*■* id ^rntafl». ^Etztee wnrltn brrn Än. £ycfL werter esi „Slättcr Mk B*'«rs hat einen recht ominösen Grund: der Masse von Ver- imufsaufträgen fehlen die heißersehnten Abnehmer Weil 1 lisan den Kurs der betroffenen Papiere nicht ins Bodenlose j«llen lassen will, und weil keine Abschlüsse zu stände ioommen können, streicht man ihn. Am 1. Juli wird von !^len an der Börse gehandelten Aktien, besonders solchen te-c Eisenindustrie, der Dividendenschein abgetrennt. Jetzt lesen sich die Dividendenschätzungen wie Unglücksberichte. Rette sich, wer kann; verkaufe, wer kann, ist zur Parole geworden. Denn wer weiß, ob nicht diese Schätzungen noch zu optimistisch sind, ob nicht die Zukunft noch ärgere Ueberraschungen im Schoße birgt? Seit Ddonaten vernimmt man den Trost von der Börsenpresse: „Es scheint, daß nunmehr der Tiefpunkt erreicht ist." Fast jeder Börsentag inackst die krampfhafte Hoffnung zu Schanden; die Kurse gehen immer noch tiefer herab. Manches Papier wird geradezu verschleudert, nur, um es „loszuwerden", ohne alle Rücksicht darauf, daß es seinem Besitzer in anderen Jahren and} angenehme und freudig acceptierte Erträge präsentiert hat. Was brachte eigentlich den Stein ins Rollen? Es ist nicht uninteressant, das zu untersuchen. Ein politisches Ereignis: die Ablehnung der ersten .Kanalvorlage in Preußen. Auf die Annahme der Kanalvorlage hin war kolossal in Zement-Aktien spekuliert; waren Zementwerke gegründet und an der Börse eingeführt worden. Die Zement-Aktien erlebten eine Blüte, wie nie zuvor, denn die Ausführung der Wasserstraßen verhieß ja der Zement- Industrie auf lange Jahre hinaus die feinsten Aufträge. Als nun aus der Vorlage nichts wurde, griff die erste Ernüchterung Platz. Tie Zement-Aktien fielen ebenso rapid, wie sie zu stolzer Höhe gestiegen waren. Damals „regnete" es noch Aufträge für die Eisen-Industrie. Aber vorsichtige Leute ließen sich das Schicksal der Zementwerte zur Warnung dienen und fingen sachte an, ihren Besitz an Eisenwerten mit Gewinn zu verkaufen. Das große Publikum kaufte noch lustig weiter, bis dann im Beginn des vorigen Jahres mit einem Male bald hier bald dort Meldungen auftauchten, die Bestellungen flauten ab in der Eisen- Industrie. Zwar sei der Beschäftigungsgrad noch reichlich, aber usw. Dies „Aber" genügte. Die große Liquidation setzte im Frühjahr vorigen Jahres ein, und sie hat, mit etlichen Unterbrechungen, fortgedaucrt bis heute. Tas Unglück kam in Gesck)wadern. Politische Verwicklungen aller Art, Arbeiter-Entlassungen, Betriebs-Einschränkungen, die Vorgänge auf hem Hypothekenbankenmarkt, Zusammenbrüche von Banken und Aktien-Gesellschaften, die man für vertrauenswert gehalten hatte, peinliche Dividenden-Ent- täuschungen — alles vereinigte sich, um das Publikum, das durch Spekulationen Vermögen zu gewinnen geglaubt hatte, kopfscheu zu machen, ihm die äußerste Furcht vor der Börse einzuflößen. Los von der Börse! ruft man. Los um jeden Preis, mit jedem Verluste. Und diesem Drängen vermögen die immer wieder unternommenen Versuche des Großkapitals keinen Einhalt zu thun. Die Kohlen- Jnoustrie prosperiert, aber auch ihr gegenüber wird die mißtrauische -Frage aufgeworfen: Wie lange noch? Wie lange werden die hohen Kohlenpreise gehalten werden können, wenn der Hauptverbraucher, die Industrie, infolge von Betriebs-Einschränkungen den Kohlen-Bedarf au: oas erheblichste einschränkt? Auf den „Friedensschluß" in China hatte man große Hoffnungen gesetzt. Aber wo ist die Belebung des Geschäftes zu verspüren? So bald werden sich die Aussichten für die Industrie nicht eröffnen. Aber die „fetten" Jahre haben ja auch so reichlichen Gewinn gebracht, daß sich die mageren Jahre überstehen lassen. Es wird besser werden, wenn erst die großen, auf Vorrat produzierten Bestände der Industrie abgesetzt sind. Was faul und morsch ist, wird von dem Sturm vernichtet. Und das ist ein Vorgang, der auch zur Gesundung beiträgt, der neuen Raum schafft für die guten und soliden Betriebe. Engländer nnd Buren. Tie „Jndependance Belge" veröffentlicht folgende Meldung über die in den letzten Tagen in der englischen Presse aufgetauchten Friedensgerüchte: ich erfahre aus einer unbestreitbar sicheren Quelle mit Bestimmtheit, daß der Präsident Krüger seit mehreren Tagen unmittelbar mit den Mitgliedern der Transvaalregierung in Standerton verkehrt. Lord Kitchener hat die Uebermittelung der an Krüger gerichteten Tepeschen und der von Krüger an die Burenregierung gerichteten Telegramme gestattet. Diese Telegramme sind nach dem Schlüssel des niederländischen Generalkonsulats in Pretoria abgefaßt. Nach Empfang des ersten Telegramms am verflossenen Montag hatte Krüger mit seinen gegenwärtig in Hollaud anwesenden Beratern eine lange und sehr wichtige Unterredung, nach der man sich von einem Tag zum andern auf einen wahren Theatercoup in der Lage in Südafrika gefaßt halten kann. Einem anderen Brüsseler Blatt wird aus London telegraphiert, im Laufe der nächsten Woche werde Krüger nach seinen Besprechungen mit Frau Botha und seinen Räten einen Aufruf erlassen, der einen wichtigen Schritt zum Frieden bilden werde. Frau Botha ist, so wird aus London geschrieben, die Heldin des Tages. Wer sie kennt, weiß nicht genug ru ihrem Lobe zu erzählen. Sie ist eine sehr bedeutende Frau. Sie ist in Natal geboren und dort ebenso bekannt wie in Transvaal, wo sie mit ihrem Manne wohnte, und zwar in Vryheid an der Grenze des Zululandes. Tas Gut der Bothas war der Versammlungsort der intellektuellen Welt. Hier wurde die weitgehendste und vollständigste Gastfreundschaft geübt. Man diskutierte offen über alle Anschauungen; denn Louis Botha war. einer der liberalsten Geister in beiden Republiken. Tas Haus der Bothas war ein ruhiges und stilles Heim, das man überall als Beispiel anführte. Man hat erzählt, daß Frau Botha, die aus Irland stammt, von dem berühmten irischen Patrioten Robert Emmett abstamme. Thatsächlich ist sie nur sehr weitläufig mit ihm verwandt; ihr Großvater war Robert Emmetts Onkel. Ihre Brüder befinden sich noch unter den Kämpfern für die Unabhängigkeit und bilden eine Louis Botha ergebene Leibwache. Frau Botha spricht ebenso gut englisch wie die Sprache ihres Landes. Man erzählt, daß, als Lord Roberts das irische Krankenhaus in Prätoria einweidte, Frau Botha und ihre Freundin, Frau Lucas Meyer, oie Frau deö Burengenerals, von allen englischen Damen, die der sashionablen Welt angehörten, bewundert wurden. Sic waren entzückt über die Art, wie diese beiden Damen sich ausdrückten, und konnten nicht begreifen, daß die Frauen dieser kämpfenden Burghers, die sie für Bauern hielten, wirkliwe Tamcn sein konnten. Frau Bothas Mut ist nicht geringer wie der ihres Mannes. Sie ist kühn über die Schlachtfelder geschritten und hörte die Kugeln um sich pfeifen. China. Es ist durchaus begreiflich, daß das Publikum dev .Nachrichten aus China einigermaßen überdrüssig geworden ist. Immerhin unterscheidet sich eine jüngst aus Ostasien übermittelte Meldung so vorteilhaft von den vielen Hunderten der verflossenen Monate, daß sie eines besonderen Hinweises wert erscheint. Es handelt sich um ein Werk des Friedens, der Kultur: die erste Strecke der deutschen Schantung-Eisenbahn von Tsingtau nach der Stadt Ki- autschou ist dem Verkehr übergeben worden. Bei dem Ausbruch der Unruhen mußten bekanntlich auch die Arbeiten an dieser Bahn eingestellt werden. Jetzt dürfte die Fortführung der Strecke bis ins Hinterland, wo mächtige Kohlenlager des Abbaues harren, ungehindert bewerkstelligt werden können, da ja die deutsche Besatzungsbrigade in China zurückbleibt, und nötigenfalls eingreifen wird. Uebri- gens hat sich der Gouverneur von Schantung als eine ausnahmsweise vertrauenswürdige Persönlichkeit erwiesen. Tie Boxer haben jedenfalls von ihm keine Unterstützung zu erhoffen. Zurzeit finden zwischen den zuständigen Stellen Verhandlungen statt über die dauernde Gestaltung der Zollverhältnisse für die mit der Bahn nach« dem Inneren Chinas zu transportierenden Waren. Aus Wilhelmshaven wird gemeldet: Tie aus China zurückgekehrten Offiziere und Mannschaften des zweiten Seebataillons wurden im Exerzierhause vom Chef der Marinestation der Nordsee, Admiral Thomsen, begrüßt. An die Ansprache desselben schloß sich eine Verteilung von Ehrenzeichen. Die zum ersten Seebataillon gehörigen, aus Chin« zurückgekehrten Offiziere und Mannschaften, sind am Freitag in Kiel eingetroffen. Zum Empfange waren auf dem Bahn Hofe Prinz und Prinzessin Heinrich, sowie der Ad- miral von Köster, Abordnungen der Garnisonen, der Kriegervereine und der Bürgerschaft erschienen. Admiral von Köster hielt die Begrüßungsansprache. • « • Telegramm deS Oieheuer Anzeigers. San Francisco, 14. Juni. Nachrichten aus Honolulu vom 7. ds. zufolge, reiste der chinesische Reformator Snngatzen auf dem amerikanischen Tampfer „Macu" nach China. Es wird behauptet, er soll eine Revolution! herbeizuführen beabsichtigen, die den Sturz der Kaiserin-Witwe und der Mandarinen bezwecke. Sein Plan sei, in China ähnlich wie in Amerika eine Regierung durch einen Präsidenten einzuführen. Er sagt, er stütze sich auf zahlreiche Anhänger. Politische Tagesschau. Die Eisenbahngemeinschaftsfrage wird in einem Artikel des „Grenzboten" behandelt, der ja wohl manches Richtige enthält. Das Bismarck'sche Reichseisenbahnprojekt ist, wie wir bereits an dieser Stelle ausführten, heute leider kaum noch diskutabel, denn der Uebergang der preußischen Bahnen auf bad Reich würde heute, wo sie dem preußischen Staate 186 Millionen Mark Ueberschüsse zur Bestreitung des allgemeinen StaatSauswandes liefern, Preußen ein bedeutendes finanzielles Opfer zumuten, außerdem aber von der Krone Preußen, die jetzt ausschließlich das Recht hat, die Tarife festzustellen, den Verzicht auf dieses Recht verlangen zu gunsten des Bundesrats, in dem der König von Preußen nur 17 Stimmen von 58 hat. Diese Lage erinnert an die, die der Stiftung des deutschen Zollvereins voranging. Da der deutsche Bund ein deutsches Zollwesen nicht zu schaffen vermochte, Preußen aber die dringend nötige Regelung seiner Finanzen auf Grund des Grenzzollsystems nicht auf den unabsehbar fernen Zeitpunkt verschieben konnte, bis die 39 soveränen deutschen Regierungen, Oesterreich einbegriffen, zur einstimmigen Annahme eines deutschen Zollgesetzes gelangen würden, so begann es die in sein Gebiet emgeschlossenen Staaten, die es bei den zerrissenen Linien der preußischen Grenzen nicht draußen laffen konnte, durch langwierige Verhandlungen an sein Zoll gebiet anzuschließen und gewann 1828 den ersten deutschen Mittelstaat, unser Großherzogtum Hessen. Die Bewachung der gemeinsamen Zollverwaltung und die Verteilung der gemeinsamen Einnahmen nach bestimmten gemeinschaft werden. Deutsches Reich gereift Auf dem Bahnhofe hatte der Kaiser noch eine Besprechung mit dem Reichskanzler. Hungen, 14. Juni. Die Tage deS Oberhessischt' den Bestrebungen der Tierscyutzvereine, eine Erklär- ung von Juden selbst gegen die übliche Schächtmethode herbeizuführen, entgegenzutreten und die Gemeindemitglieder durch Massenverbreitung des bezüglichen Rundschreibens des Berliner Rabbinats vor Abgabe einer solchen Erklärung weg ein Bierkonzert statt. (!) Die Flucht ergriffen zwei Pserde mit einem fertigt sind, gestattet, sich selbst zu beschäftigen. Betreffs der Kleidung der Gefangenen heißt eS: „In der Regel behalten die Gefangenen ihre eigene Kleidung. - • • Der Souderbuud, dem bekanntlich die meisten Mit« glieder des Universitäts-Lehrerkollegiums angehören, unter« nimmt heute einen Ausflug mit Damen nach der schönen Schaumburg bei Balduinstein im Lahnthal. * * „Vier Jahreszeiten". Wie wir erfahren, find» morgen in den „Bier Jahreszeiten- zwei große Spezia,li« täten-Borstellungen statt, wozu vollständig neues und gutes Personal engagiert ist. Ein Besuch des gen. Lokale wäre zu empfehlen. (Vergl. Inserat.) • • Konzert. Montagabend findet im „Perkeo- am Selters- von (Siegen jveile, so °r doch stets Obwohl bl 3°^ btr T-ilnkhmer seitens der auswäitik» mitation, der ganzen Staat seinen herzlichsten Tank aus I Wehren noch nicht vollständig eingelaufen ist, ist doch bew Berlin, 14. Juni. Ter Kaiser traf mit Sonder-!zu warnen. zug von Kiel aus am Tempelhofer Felde ein, stieg dort! Stuttgart, 14. Juni. Tie Kamm er der Stan- zu Pserde und begab sich, begleitet von dem Hauptquartier pes h e r r e n nahm einstimnrig einen Antrag an, welcher! und den Attaches, aus das Feld, um hier zunächst die sich für Au f r e cht e r ha l t u n g der Selbstänoigkeit Wärt-, Garde-Kürassiere und 2. Garde-Manen zu besichtigen. —Itembergs in der Verwaltung seiner Eisenbahne Hieran schloß sich ein Exerzieren der gesamten Garde-«gegen etwaiges Aufgeben dieser Selbständigkeit durch! Kavallerie-Tivision mit berittenen Abteilungen des ersten Beitritt zur preußisch-hessischen Gemein- Garde-Feld-Artillerie-Regiments unter dem Kommando des!schass erklärt, dagegen den Erlaß eines Reichseisen- Kaisers, welchem auch die Kaiserin zu Pferde, von ihrer bahn g es etzes und Verwirklichung des Artikels 42 der Leibwache begleitet, beiwohnte. Auch Graf Schuwaloff war Reichsverfassung fordert. erschienen. Ter Kaiser exerzierte die Tivision und ließ Cron berg, 14. Juni. TerKönigivonDän emark verschiedene Angriffe gegen einen Feind ausführen, der traf hier ein, nahm an der Mittagstafel bei der Kaiserin von den Fürstenwalder Ulanen, vier Bataillonen Jnfan-I Friedrich teil, und kehrte dann nach Wiesbaden zurück, terie und einigen Batterien gestellt wurde, und dem auchl— ■■■— ein kombiniertes Radfahrerdetachement beiaegeben war,! welches wiederholt Gelegenheit hatte, gegen Die anrückende I ^USlUlW» Kavallerie zu feuern. Nach der Kritik nahm der Kaiser! .,u ... einen Vorbeimarsch sämtlicher beteiligter Truppen ab, wo-I London, 14. Ium. Die „Daily Marl meldet aus bei die Kavallerie in Eskadronsfront im Galopp, die Jn-iBrüssel: Die holländische und die deutsche Regierung! —-- - f an terie in Kompagnie-Kolonnen vorbeiging und die Rad-!sandten eine gemeinschaftliche Protestnote an die englische!seine Rechte auf die Schulter ^"^s kleinen Baumeisters, sahrer den Schluß machten. Ter Kaiser ritt dann noch-! Regierung, betr. die Behandlung der Aktien der holländischen der sinnend das dargereichte Modell des Bolksbades be- rnals die Fronten der beiden besichtigten Regimenter und! afrikanischen Eisenbahngesellschaften. I trachtet, in der linken den Plan für-ben auszufuhren den: £ amm selbst trägt an ihrem Kvpfe die ^hrist: kasino des Regiments das Frühstück einzunehmen. Ä -nrücktreten -Tie Provinzialhauptstadt Gießen vollzieht kraft dieses die - Ter Kaiser ist heute abend nach Cron berg ab- der Liberalen. Das Ministerium muß' rurücktreten. Ernennung ihres seitherigen Bürgermeisters Fe^vv — - • 1 Paris, 14. Jam. Dem „Journal- zufolge findet Mitte Grmuth zum Ehrenbürger, Gießen, den 11. August 1900. v„..o o._. Juli die Verlobung des Fürsten Ferdinand von Samens der Stadtverordneten die Beigeordneten Georgi, — Tie bestimmt auftretkkiden Gerüchte von einer Zu-!Bulgarien mit der Prinzessin Xenia, der Schwester der!Grimberg, Wolff." ~ ' • ” ---- ~ - 15 Abbildungen städtischer Sehenswürdigkeiten, in vcrciobarlen Grundsätzen wurde zugestandeu. ® enau ben. I - T« 3 e n t r a (a u u 6 b e.ä $ an be r I Daraufhin lud er Vie Herren zu einem Früh- selben Weg hat Preußen jetzt wieder emgeschlagen, als ee R ibb ^aItenfc^ ^re^un9 beschlossen, der gegen Tie Deputation hatte als Tag der Ueberreichung d^r am 23. Juni 1896 mit Hessen den unkündbaren Vertrag über!^ Schächten gerichteten Agitation, die bereits in Geburtstag des Ehrenbürgers erwählt. An der Fruhstucks- die preußisch.hessische Eisenbahngemeinschaft ab- mehreren Städten Sck)ächtverbote zur Folge hatte, durch täfel brachte Juftizrat Tr. Gutfleisch einen Toast auf dak schloß. Wie der preußisch.hesfische Zollvertrag vvm 14. Feb Eingaben an den Minister des Innern und den „Geburtstagskind" aus. Präsident Gnauth antwortete. nut ruar 1828 den Grundstein für den deutschen Zollverein Kultusminister entgegen zu treten. Diese Ein- einem Hoch auf Gießen. Lange nach Mittag noch laßen gebildet hat, so könnte, so meinen die „G^enzb.", dieser gaben sollen den Ministern persönlich durch eine Ab- die Herren m lebhafter Unterhaltung beuammen, erst Elsenbahnvertraq die Grundlage für die deutsche Eisenbahn ordnung überreicht werden. Ferner beschloß der Ausfchuß, gegen 2 Uhr verabschiedeten fte sich aus dem gastlichen Tas Ehrenbürger-Diplom ist ein auf Pergament in Aquarellmalerei ausgeführtes Kunstblatt. Es ruht in einem mit außerordentlich fein bearbeitetem Lederiiberzug versehenen buchartigen Behälter, dessen Tackel durch finnige Mechanik sich so aufftellt, daß die auf seiner Innenseite befestigte Urkunde stafseleiartig dem Besck)auer sich zeigt. Malerei, Modellierarbeiten, sowie sämtliche Entwürfe rühren von Professor Schurig her, dem Ttrektor der Kunst- e n und I gewerbeschule zu Offenbach Tie Lederbearbeitung und Buch binderarbeiten gelangten in der Kunstwerkstätte des Lederschneiders W. Schlemmer zur Aiisführung und an der sonstigen Herstellung waren beteiligt der Hoftuwelier Kiiebitz in Mainz und die Firma Herm. Lohmann zu Offenbach Die Außenseite des Deckels zeigt als Krönung das Wappen der Stadt und die in goldenen Lettern ausgeführte Ueberschrift: „Ehrenbürgerbrief her Pwvinzialhaupt- stadt Gießen". Ein reiches Blumeii- und Fruchtgewinde, in dem Erzeugnisse aus Feld, Wald und Garten vertreten sind, bildet int Verein mit vergoldeten, reich ziselierten! Charnieren und einem aus goldenen Eicheln als Handgriff gebildeten Knopf die Umrahmung des silberoxydierten Mittelfeldes, das Herrn Gnauth zeigt im Kreis einer fröhlichen Kinderschar. Er selbst, in sitzender Stellung, legt sammenkunst Kaiser Wilhelms mit dem!Königin von Italien, am russischen Hofe statt. I 15 Abbildungen städtischer L>ehenswurdtgreiten, in Zaren, wie z. B. die Meldung eines hiesigen Blattes! — In der Deputiertenkammer, anläßlich der! deren Schaffung oder Förderung Herrn GnautHs besonoere über die bevorstehende Teilnahme des russischen Herrschers Arbeiter-Jnvaliditäts - Versicherung äußerte der Verdienste um die Stadt bestehen, in ihren.^"zelheiten an den Kaiserinanövern, sind in dieser Form als zum min- c-.^ndelsminifter Millerand die Lösuna der Arbeiter-Invaliden- ^ohl gelungen, zieren, anmutig umrantt, Dte urninoc. besten verfrüht zu erachten. Es ist keineswegs ausge. n h nerl!n^en ^Qn Ganzes wirkt diese Tafel mit allem dem, schlossen, daß beide Monarchen anläßlich der bisher beab- ^rficherungSsrage sei nur m Deutschland gelungen. ManI ^n Gießener Ehrenbürger wünschen kann, und am sichtigten Reise des Zarenpaares nach Schloß Wolfs-Habe m Frankreich in dieser Beziehung über ».deutsche ^m noch, dazu, etwas unruhig. Ter Blick des Beschauers garten bei Darmstadt Zusammentreffen, allein hier- Metaphysik- gespottet; diese „Metaphysik habe eS jedoch non diesem zu jenem, und findet keinen rechten über sind noch keinerlei Tispositionen getroffen worden, i ermöglicht, in 8 Jahren 385 Millionen an AlterS- und In-! Ruhepunkt unter all den vielfarbigen, bunten «stadtansichten Eine Reise Kaiser Wilhelms zu den russischen Manövern ist validenrenlen zu zahlen. Daraus ergebe sich, waS die gegen I und kleinen Intimitäten aus dem arbeitsreiQ)en Leben eines dagegen niemals erwogen w>rden, und alle hierüber kur-ihie Einrichtung gerichtete Kritik wert sei. — DaS Haus setzt! genau wägenden und viel erwägenden Stadtoberyauptes. fierenden Angaben sind unzutreffend. bann die Interpellation über Algier fort. Der Antisemit Doch, hat der Künstler eine ge^sse HaEouie, emen ro- - Nach einer Meldung aus Petersburg begiebt sich ber k)runwnt geht auf die Zwischenfälle in Algier ein, an denen loristischen Zusammenklang in das charakterfiche Ganze zu Zar auf Einladung des Kaisers Wilhelm zu den Fl o tt en-I «nr dip R<»bördt>n scknld sind inSbe- bringen, eine innere Einheit zu schaffen versucht manövern nach Danzig, begleitet 00010^^,^ Set un5 in ber sjlno^nung 6enne)en. Hnz besonders Großadmiral Mexis. bcr Präfekt Lutand, den Drumout wieder sich einige Einzelheiten durch geschickte W - Wohl als Antwort auf die von uns wiedergegebenc .Mörder" nennt. Drumont greift weiterhin die Regierung Fassung und subtile Ausführung aus, so die Äesamtansicht Frage der „Voss. Ztg." nach dem Botschafter Fürsten Eulen-1 an und behauptet, daß in der Regierung „schmutzige! Stadt, die Kirche an der Goethestraße, die Fontane bürg meldet der „Reichs-Anz.": „Ter Kaiserliche Bot-!Kerle" fitzen. Wegen Beschimpfung beschließt die KammerIan der Nordanlage usw. Aiwh der Humor tritt ym uns schafter in Wien, Wirkliche Geheime Rat Fürst zu Eulen-idie Zensur über Drumout, der auSgewiesen wird. Da Dru- wieder angenehm auf, wie in„ber Vereimgung oes -vnr- burg und Hertefeld, ist auf seinen Posten zurückgekehrt mont die Rednertribüne nicht freiwillig verläßt, wird dielgertnms mit Regierung, Militär, Wissenschaft und mrcye. und hat die Geschäfte der Botschaft wieder übernommen." Sitzung suspendiert und werden die Gallerien geleert. Dru-! Im ganzen ein höchst respektables Werk einer vor- — Tie beim Reichsgericht geführte Untersuchung gegen $.nnn k..rA Qnmmanbnnten der Valaftwache l geschrittenen kunstgewerblichen Technil. ben Urheber des Bremer Anfalles aus ben Kaiser, „ ei» auf Me I Wie wir Horen, finb von bem Stabtvenorbneten-Kolle. lanb, ist nahezu abgeschlossen. Die Akten werben vor-11 ^SiLinnen auSaeiLlossen ISiunl seinerzeit 1200 Mark zur Herstellung bi«s«s Diploms aussichtlich bereits Ende dieses Monats der Oberreichs- auSbrachte. Er ist für Sltzunge: g sth . | ^bwilligt worden. ----— anwaltschaft zugeftellt werden. ^ach Wiederaufnahme der Sitzung ergreift JßalbeiMlouff I-------------—------ ■ ~ r - Tie Exzesse des Rittmeisters v. Krosigk das Wort. Der Aufruhr der Eingeborenen m Marguerite AyS DM UNd ItlUV. haben die Ansicht gezeitigt, er sei unzurechnungssäbig sei weder vorbereitet noch gegen dw europäischen Kolonisten ^Abdruck der unter diestr Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist gewesen. Natürlich, liegt dann der Gedanke nahe an die gerichtet gewesen. Algier stehe keineswegs am Vorabend genauer Quellenangabe: »Gietz. gestattet.) furchtbaren Konsequenzen, welche die Beibehaltung eines einer Revolution. Die Antisemiten beklagen sich über die $ bessücke Ministerium der Justiz hat eine neue solchen Mannes im Heere nach fich.Fehen kann. Ein war- Gewaltszenen, die sie selbst hervorgerufen haben. Sie habenl^.. » . ’Gefangenen - Anstalten dessen fortgesetzte Quälereien sich schließlich Mannschaften bt.e @eÖnct die nahmsweise Selbstbeköstigung gewährt werden, wenn nach der und Unteroffiziere einmütigerhoben. Tie Folge war, daß glerungacceptterte Tagesordnung Martin angenomm, e Lebensführung der Gefangenen die Verpflegung letztere wegen Komplottierens bis zu zwanzigjährigen Fest- jeden Akt des Fanat^mus, des ReltgionS- oder Rassenkrtegs! .^ Anstaltskost eine besondere Härte in fich schließen würde, uugs- und Zuchthausstrafen verurteilt wurden; ob später mißbilligt und das Vertrauen m die Regierung au0)prt(pt, l . fjjnneD> au; Anordnung des ArzteS, ben Gefangenen Begnadigung eintrat, ist uns nicht bekannt. Angesichts daß sie durch eine energische Aktion die Ruhe m Mer ^tränke verabreicht werden. Betreffs der BeschSs- der Gefahren, denen die Söhne des Volkes bei einem sichere, die für die Entwicklung der Kolonie und den Schutz » ber Gefangenen heißt es in der Dienstordnung, daß »S L BK 'S* ÄS®*1" Ä »--»">»«I.». “S“ Ä? - Sn ben w 'der T°baLt°r°ssenten wirb bi- m dm Vorort Sö-nglnh- W°mb°rg°, w° °r b‘m I meife witb auch den zu Gefängnisstrafe Verur.eiltm, nament. Frage erörtert, ob sich die Zollkonferenz auch mit einer meister und der Stadtvertretung empfangen wurde. , ^^. lich solchen, die in ihrem bürgerlichen Berufe geistig beschäfl Erhöhung des Ta b a kzo l ls beschäftigt habe. Tie „Dtsch. obmann Herold hielt eme Ansprache. Der Kasier besichtigte ^ pattet, sich selbst zu beschäftigen. Betreff* Tab. Ztg." schreibt hierzu: „In dem von der Regierung die Pläne zum Bezirkskrankenhause in Königliche Weinberge » - - ' m- *' vorgelegten Tarif wird, das scheint unzweifelhaft fesd- und fuhr sodann nach Zizkom zur Besichtigung der bärtigen zustehen, eine Erhöhung des Schutzzolles für Rohtabak Kirche, worauf er über Karolineuthal nach dem Hradschin! nirlft enthalten sein, in Bezug auf die Eingangszölle für zurückkehrte. Ueberall wurde der Monarch von der Menge Tabakfabrikate möchten wir das aber nicht behaupten." I lebbaflefte begrüßt. r- Einer Anordnung des Kaisers zufolge ift|1 H p — im Hinblick auf die Erntezeit und der statistisch festgestellten — — „2eute not" auf dem Lande in der Heranziehustgl Die Ueberreichung des Ehrenbürgerdipioms von Landwehrleuten und Reservisten zu Hebungen große Präsident Gnauth. Rücksicht beobachtet worden. In der Hauptsache sind alle cv • in Landwirtschaftsbetrieben beschäftigten Personen, für die " ' ’ itrn.r in diesem Jahre eine Militärübung fällig war, bereits Freitag vormittag gegen 8 Uhr fuhren der. Burger- eingezoaen gewesen, um sie für die Zeit der Ernte den meister Mecum, der Beigeordnete Wolff und die beiden Landwirten frei zu halten. Was jetzt noch einge- ältesten Stadtverordneten Justizrat Dr. Gutfleisch und Petri, zogen wird, ist in den Fabriken und sonstigen industriellen und der Ratsdiener Moll, dem der Diplom-Transport oblag, Betrieben beschäftigt wenngleich auch nicht alle Land nach Darmstadt, um dem ehemaligen Oberbürgermeister ber I vy u . • f arbeitet während der Erntezeit übungsfrei sein können. Stadt Gießen, dem Präsidenten des Finanzministeriums wagen in der Frankfurterstraße vor einer schnaufenden Lvko- Es ist in diesem Jahre das erste Mal, daß die Militär- Gnauth, dem die Stadtverordnetenversammlung ftinerzeft Motive und rannten in das Feld hinein, ohne jedoch Schade» behörde in dieser Weise schonend vorgeht, und zwar in- einstimmig die höchste Ehre, die sie zu vergeben ImL | genommen und den „Stoff- vergeudet zu haben. folge der zahlreichen Bittschriften an den Kaiser, in denen zuteil werden ließ, und ihn zum Ehrenbürger ernannte, i g Rodbeim, 14. Juni. Der Männer-Turnverein in den früheren Jahren übungspflichtige Landarbeiter um das Tokument dieser Ernennung feierlich zu überreichen. 23 ^uni in der Gartenwirtschaft des Herrn Stoil Befreiung von Hebungen während der Erntezeit baten. Gegen halb 11 Uhr traf die Deputation m der Wohnung -rt am ^^uniin oer^a ylrspricht, »- - Mit Genehmigung des Kriegsministeriums werden des Präsidenten ein und wurde alsbald von Herrn Gnauth sein Sommerfest, da-1 aufs vepezu gelingen oeriprich , auch in ber kommenden Erntesaison wiederum Sol- empfangen. Bürgermeister Mecum hielt die Ueberreichungs- der Verein unter zirka 80 Mitg edern ftyrgute Kräfte v baten zu Erntezwecken an die Landleute abkomman- ansprache, in der er darlegte, rn wie hohem Maste sich sitzt. DaS Fest bringt drerSturne», Pyramiden, lever. b i e r t werden. Schon im Laufe der letzten Wochen trafen I ber neue Ehrenbürger um die Verwaltung der Stadt ver-I Bsider und gute Musik. Obwohl ber Verein noch zahlreiche diesbezügliche Gesuche bei den Truppen-Kom-! dient gemacht hat, sodaß die Stadt Gießen, um ihre Daiu-! gehört, wird doch gehofft, daß fich Turner und Tur'' manbeuren ein, welche fast durchweg auf Genehmigung barfeit auch äußerlich zu erkennen zu geben, ihm dasI ft^nde recht zahlreich beteiligen. hoffen dürfen. Einige uns zur Einsicht vorgelegene Ge- Ehrenbürgerrecht verlieh. Präsident Gnauth dankte herz- Hunaen 14. Juni. Die Tage deS Oberhessisch ft suche hatten als Anlage eine Bescheinigung des zuständigen lichst für die hohe Ehre. Wenn er auch, so sagte er, fern vrwebrfefteS (22.-24. Juni) rücken immer näher Landratsamts, nach der der betreffende Landwirt in der von Gießen weile, so denke er doch Uets an die lieb-!o. “ 1 L . That feine Landarbeiter bekommen und daher nur mit gewonnene Stadt und ihre Bewohner. 1 militärischer Hilfe einernten könne. putaticm, der ganzen ’T „ ' Tag .. -AW ?e uach M^ortete |,e HVa t*"; S *W« j» -.Men $« y«N dq °° die JSM finnij, » dem Seite? i* fa &i9L her, dem A„,,^>tiviiii, Mtyrw Ä A be!ficbet vir;.1. / u"y UNb flti kpr • ^9'*™56i! in Menen o^nun9 das toäSst ÄÄ« *n9b41b4Än S \ llnlte mer L 1 'r " ^der Stellung, le« kleinen Baumeistei? Bolksbades be- Plan fur-ben auszuführenden ■ Jn ihrem Köpft die Schrie * vollzieht kraft dieses die lgen Bürgermeisters sftodvr Gießen, den 11. August 1900. ten die Beigeordneten Georgi, chec Sehensivitrdigkeiten, in ung Herrn Gnauths beftnderk -stehen, in ihren Einzelheit nutig umrankt, die Urkund ; el mit altem dem, was ft I :ger wünschen kann, unb c. | uftitz. Ter Blick des Beschau, em, und findet keinen red'- lsarbigen, bunten Stadtansichc ; dem arbeitsreichen Leben ein erwägenden Stadtoberhaupn > gewisse Harmonie, einen fein das charakterische Ganze zu Einheit zu schissen versucki ftmack bewiesen. Ganz besondeis der Goethestraße, die Sutane '/uch der Humor tntt hm unt. in der Bereinigung des Bm- SÄÄ ^^Ltadtverordueten-Koll'" MtherMMg W W rM unb Fand. 1'*^' 2 d.e'zBl “Ssss® ««bm W! i«8 de« btt sEs-Z ri‘ Ä mW«» rK«-' W-s^ -lb!°d p°' , g, $« < Är ft ih«"!*!1' Leti ver!p^' > hrt0arien atw6 .. rf' ;'»«-> &•£* eine Beteiligung von 800 Feuerwehrleuten gesichert, darunter 4—5 Wehren mit eigenen Musikkapellen. Rechnet man noch zum Festzug die eingeladenen, zum Löschverband Hungen ge hörigen Pflichtfeuerwehren, die behördlichen Teilnehmer, den reichen Flor von 62 Festdamen, sowie die teilnehmenden Hungener Gesang-, Turn« und Lriegervereine, so ist ein Zug zu erwarten, wie ihn Hungen wohl selten großartiger ge sehen hat. Ganz besonders günstig ist, daß der festgebende Verein keinerlei Eintrittsgeld erhebt, wodurch die Teilnahme des Publikums in erhöhtem Maße gefördert wird. In der Richtung Hungen—Friedberg wird am Sonntagabend nach 10 Uhr ein Extrazug abgelasfeu werden. Der Juxplatz wird eine Fülle von Amüsements bieten. 4- Vom höheren Vogelsberg, 14. Juni. Endlich nach langer Zeit und vielem Schreiben ist die Frage gelöst bezüg lich des Bahnbaues Grebenhain — Gedern, denn es ist nunmehr bestimmt, daß das Projekt BermuthS- Hain —Völzberg—BoltartShain u. f. w. Genrh nehmigung gefunden hat. Der Bau der Bahn soll dem Ver- nehmen nach schon im Herbst in Angriff genommen und mit allem Eifer beschleunigt werden, damit die am 1. Oktober Betriebe zu übergebende Teilstrecke Lauterbach—Grebenhain bis Gedern führt, wodurch erst die eigentliche Der« binduog für unseren Vogelsberg mit der Ferne herge- fiellt wird. Sch. Darmstadt, 14. Juni. Der Elektrotechnische Verein der hiesigen Technischen Hochschule feierte heute im „Kaisersaal" in Anwesenheit von Profefforen und zahlreichen Gästtv sein 1. Stiftungsfest, das einen wohlgelungeuen Verlauf nahm. ** Kleine Mitteilungen an» Hessen und den Nachbarstaaten. Heute feiern Forstwart Johann Eberhard Klein und Frau in Gambach das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Herr Klein, der bereits 78 Jahre alt ist, feierte schon vor zirka zwei Jahren sein 50jähriges Jubiläum als Forstwart. Vom Großherzog wurde ihm der Verdienstorden Philipps des Groß« mütiaen verliehen._____________________________________________ Die 15. Wanderausstellung der Deutschen Land- Wirtschaftsgesellschaft zu Halle a. S. Halle a. S., 14. Juni. Bei Beginn des auf die Eröffnung folgenden Rund- ganges durch die Ausstellung, nachdem zunächst im großen Ringe einige Vorführungen v-n Tieren statgefunden hatten, hellte sich das Wetter auf. Ter große Ring mit den Tribünen, die eine gewaltige Menschenzahl zu fassen im stände ist, ist durch eine breite Allee mit dem 5M.upteingange verbunden. Zu beiden Seiten dehnt sich die Maschinen Ausstellung in angemessene Entfernungen aus. Ten Schluß der Allee bildet der Gaben- tempel mit den, größtenteils überaus geschmackvollen Ehrenpreisen, denen sich die Geldpreise würdig an die Seite stellen, da sie in offenen Goldrollen bestehen, in geöffnetem Etui ausgestellt. Beim Betreten des Gaben- tempels von dem Haupteingange her steht im Vordergründe die herrliche Vase, die oer Kaiser als Ehrenpreis für die technische Verwertung von Spiritus gestiftet hat. Tie Vase trägt in der Mitte das Bildnis des Kaisers. Der Fürst zu Stolberg-Wernigerode hat ein silbernes Besteck gestiftet, das bayerische Staatsministerium des Innern eine geschnitzte Truhe mit Tierbildcrn und eine kranzspendende Viktoria aus Bronze. Von dem Oberpräsidenten von Westfalen, Freiherrn von der Recke von der Horst stammt eine geschmackvolle Salonuhr, von der Landwirtschaftskammer für Westfalen ein Silberkasten mit Besteck, ein Etui mit einem Fischvorlegebesteck und 12 Fischeßbestecken, außerdem eine Jardiniere mit 2 Basen. An der Spitze der Stifter von Geldsummen zu Preisen steht die Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen mit 12000 Mk., dann folgen die Provinz Sachsen und die Stadt Halle mit je 10 000 Mark. Aucy für Schäferhunde sind solche ausgesetzt, sowohl für Schönheit und Zuchtwert, als für ihre Leistungen, die durch ein Preishüten geprüft werden ollen. Rings um den Gadentempel herum ist jetzt Leben und Bewegung. Im großen Ringe werden Militärpferde vor- geritten, in Heinen Ringen hart um den Tempel laufen muntere Saugfüllcn neben ihren Riesenmüttern belgischen Schlages, rechts und links summen und klappern ^unzählige Maschinen. Aufsehen erregt eine achtpferdige Spiritus-Lokomotive, die mit einem Anhängewagen auf einer chmalspuriaen Bahn hin und herfährt. Dicht neben dieser Bahn erhebt sich ein Zelt von gewaltigen Dimensionen, das lauter Maschinen und Geräte enthält, die durch Spiritus in Bewegung gesetzt werckdn. Auch ein Spiritusmotor- Boot ist vorhanden, dessen Motor in der Mitte montiert von Zierlichsten Dimensionen ist. Großartig ist die Masse der Beleuchtungskörper mit Spiritus und der .stoch-, Heiz-, Plätt- und Löt-Apparate von der Zentrale für Spiritusverwertung in Berlin. Tie Fülle des Gebotenen auf dem ganzen Ausstellungs-Platze ist so groß, daß mehrere Tage dazu gehören, auch nur oberflächlich sich mit allem Sehenswerten vertraut zu machen. Ein Telegramm aus Halle meldet: Es erhielten von ober- heffifchen Ausstellern bis jetzt auf 20 Tiere Iben Sieges- Ehrenpreis, 1 den ersten, 3 zweite, 2 dritte, 2 vierte Preise, 3 Anerkennungen. Die Provinz Oberhessen konnte die angemeldeten Tiere nicht alle ausstellen, da besonders im Kreise Lauterbach die Maul- und Klauenseuche große Verbreitung gewonnen hat und deshalb alle aus dem Kreise Lauterbach angemeldeten Tiere zurückgehalten werden mußten. Tie angemeldete große Gruppe Simmenthaler Tiere aus der Provinz Oberhessen kam daher nicht zusammen und mußte bei der deutschen LandwirtschastSgesellschaft wieder abgemeldet werden. — Um so erfreulicher ist es, daß die verhältnismäßig geringe Zahl der Tiere so viele Preise schon bis zum Llbgang des Telegramms erhielt. Stetze«, 16. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmartt kosteten: Butter per Pfd. JC 1.15—1.20, Hühnereier per St. 0—0 2 et. 12—13 «j, Enteneier 1 St. 7—8 Gänse« eicr per St. 11—12 , Kasematte 2 St. 5—8 , Erbsen per Liter 22 <$, Linsen per Liter 84 $>, Tauben per Paar JC 0.80—1.00, Hühner per St. JC 1.20—1.70, Hahnen per Stück JL 1.80—2,00, Enten per St. M 2.00—2.30, Gänse per Pfd. 0.00 btt 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 <£, Kuh« und Rindfleisch per Pfund 60—64 4 Schweinefleisch per Pfd. 64—74 <£, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 , Kalbfleisch per Pfd, 60—66 «J, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 5.50—6.00 JC, Weißkraut per St 00—00 4, Zwiebeln per Ctr. JC 8.00—8.50, Milch per Liter 18 4. Kirschen per Pfd. 25—30 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags. ko. Frankfurt, 14. Juni. Heu- und Strohmarkt. gefahren: 11 Wagen mit Heu, 3 mit Stroh. Heu Mk. 4.50—4.70. Stroh (Roagenttrnb) Mk. 3.70-3.80. Alles ver 50 Kilo. Neueste Meldungen. W. Homburg, 15. Juni. 1.45 Uhr. (Telephonmeldung des „Gieß. Anz.") Der Kaiser besichtigte die baulichen Veränderungen der Saalburg unb stiftete anläßlich des Todestages des Kaisers Friedrich 10,000 Mark. Gegen mittag fuhr der Kaiser nach Schloß FriedrichShof. Berlin, 15. Juni. Der „Lokal-Anz." will wissen, dem Reichstage werde in der nächsten Session ein Börsen- reformgesetz vorgelegt. — Gestern ging bei dem Zollamt in Josnowice eine Verfügung aus Petersburg ein, wonach das Verbot der Grenzüberschreitung durch jüdische Grenzbewohner auf Halbpäffe rückgängig gemacht wird. — Es verlautet, daß der Kaiser, gelegentlich seiner Anwesenheit bei den Kaisermanövern im Herbst, in Marienburg einen Weiheakt vollziehen wird, um das Wiedererstehen der vorn Brande schwer heimgesuchten Stadt zu feiern. Stuttgart, 15. Juni. In der Kammer derStmds h rreu erklärte der Flnanzminister Zeyer, auf der jüngsten Konferenz her Minister in Berlin feien sämtliche Mmistcr bezüglich der Notwendigkeit der Schonung der Einzelftaaten durch ins einverstanden gewesen. Da die Beratungen noch nicht abgeschloffen seien, könne nur nocv mitgeteilt werden, daß der Ausstellung deS Etats für 1902 Die von der Konferenz beabsichtigten Grundsätze geltend gemacht werben, insbesondere bec Gesichtspunkt, daß in allen Reichsressorts auf möglichste Sparsamkeit gedrängt werde. Laut „Schwäb. Merkur" wurde dem SDii msterpräfibenten Breitling her Rote Ablerorden 3. Klasse verliehen. Prag, 15. Juni. Auf bie tschechischen Ansprachen, welche heute die Bürgermeister der Bezirke Königliche Weinberge, Zizkow und Karolinenthal an den Kaiser gelegentlich seines heutigen Besuches der betreffenden Vororte richteten, antwortete der Kaiser in tschechischer Sprache mit Ausdrücken des Dankes für den ihm bereiteten Empfang. Nachmittag- fand ein Hofdiner statt, woran u. a. Ministerpräses Körber, der Hochadel, deutsche und böhmische Abgeordnete, die Landes- ausschußbeifitzer, die Spitzen der Behörden und die Generalität tetlnahmen. Abends besuchte der Kaiser, nachdem das Pub« lilum ihn auf dem Wege dorthin lebhaft begrüßt hatte, da- Deutsche Theater, wo er vom Statthalter und dem Oberst« landmarschall empfangen und in bie Hofloge geleitet wurde. Nach Beendigung der Vorstellung begab sich der Kaiser durch die festlich illuminierten Straßen, vom Publikum abermals begeistert begrüßt, zurück nach der Hofburg. London, 15. Juni. „Standard" glaubt zu wissen, der Schatzkanzler habe erklärt, er könne dem Plane eines Wert« zoll es auf Kohle wegen des Einsprvchs des Landes Wales nicht zu stimm en; er fei bereit, bie Frage der Ausfuhr des SteinkohleukleinS zu prüfen, welche durch den Zoll von einem Schilling ganz zum Stillstand gebracht werde. Wie der „Daily Telegraph" berichtet, habe der Schatzkanzler, die Herabsetzung des Zolles für diese Kohlen« forte auf die Hälfte, bas ist sechs Pence im Prinzip, zu- geftimmt. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Juni Barometer auf 00 reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung 14. 15. 15. 9« 740,8 7M 742,6 2« [ 743,3 Hdchste T Niedrigste 4- 15,0 + 10,3 + 16,3 nnperatu H 8,9 6,8 6,8 r am w 70 73 50 18.—1 ■ Still NW. N. 4. Juni n Wetter Bew. Himmcl Bed. Himmel bew. , 4- 21.70 C. 4- 4.10 C. Telephonischer Kursbericht Frankfurt, den 15. Juni, 8'/t % Beioheanleihe . do 8% 81/i l/n Konsole . do B°/t Tendenz ruhig. . 99.85 . 88 25 . 99 60 . 88.25 . 95.60 . 96.70 45.70 . 25.95 . 26 60 . 83 70 Kreditaktien . . . Diakonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oeeterr. Staate bahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . Bochum . . . • Harpener . . . 8Va % Heesen . . . 5 °/o Italien. Bente . . 40/0 Grieoh. Monop.-Anl, 8 o/o Portugiesen . . 8 o/f, Mexikaner , . . 4 Oj Meine- Logis frei. ______S. Ctsoffer._ 4osi^Stepyanfir. 15, mittl. <5t., sch an. 6 ßitn -Wc>hn., nebst ^ubeb v 1. CFt. 1 verm. 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Gott dem Herrn hat ^es gefallen, unseren lieben Gatten, Vater, Grossvater und Schwiegervater den Grossherzoglichen Bürgermeister Georg Bopp V. zu Bellersheim heute morgen 1/11 Uhr nach schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abznrufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen.