nniitag 16. Juni 1901 Wr. 139 Viertes Blatt Wllh. Textor, Wallthorstraße 6. 8897 151. Jahrgang Ldreste für Depelch«, Lnzeiger «fetze» FernfprkchanfchlußNr.^ tTßlich *H I ***** M tooRtÄfll >"W!)4ee, Evöttion uni KcholIratz« 7. MWgWMWWWMWM im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags n it Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 b-e 5 Uhr nachmittags, au Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niebtmitglieder an Werktagen 50 Pfg« ■ H<« »mkn bcm Hm - -***<■ nM „Blätter ** Hl •etttfuabe* vier« <■*' *e*reUi4 beifdcft. reim Rauchen seiner Zigarre eine Neigung nach oben giebt. Ein beschaulicher, träumerischer Mann wird sie im Gegenteil nach dem Kinn zu senken, wohingegen gleichmäßig gestimmte Naturen ihre Zigarren gewöhnlich wagrecht halten. Leute vou mürrischer, nachdenklicher Gemütsart kauen da« Ende zu einer schrecklichen, breiigen Masie. Nicht« spricht deutlicher von filzigem Geize al« die Gewohnheit, einen Zigarrenstummel aus die schmale Klinge eines Taschenmessers zu stecken und weiter zu rauchen, bis die Glut fast die Lippen berührt. ... Noch ein Wort über die Zigarette. Man beobachte einen Mann, der gern sarkastisch ist. Die meisten Menschen halten die Zigarette zwischen dem ersten und zweiten Finger. Ec hält sie aber wie eine Stecknadel, das glühende Ende von der Hand entfernt, und während beißende Bemerkungen von seinen Lippen fallen, prüft er die Spitze seiner Zigarette, als wenn sie eine Merkwürdigkeit wäre; der überlegene Mann aber hält sie gern lose zwischen den Lippen und wirft den Kopf etwas zurück. ♦ Bombay, 13. Juni. Der Monsun hat begonnen. (Monsun oder MousionS sind im Gegensatz zu den stet« herrschenden Pasiaten, regelmäßig im Jahre auftreteude Winde. Am großartigsten treten die M. über dem indischen Ozean nördlich des AequatorS auf. Im Sommer wird das asiatische Festland stark erhitzt, sodaß sich hier ein barometrisches Minimum von 10—15 mm gegen das kältere Meer bildet. Vou diesem strömt also die Lust nach dem Lande und zwar infolge der Erdrotation in südwestlicher Richtung als regenbrtngeoder Sommermonsun. Veränderliche Winde, Windstillen, Böen und Wirbelstürme herrschen während dieser Zeit. Die Red.) br< »i »■UligS Hk Sen X«| er5*ttnewben -*** M» Mtn 10 Mt fHttfttnl Spazierstöcke stets Neuheiten. Casseler Schirmfabrik Gieße«, Selterßweg 9. Vermischtes. * Tie gesündeste Großstadt Preußens ist, nach der Statistik des Jahres 1900, Charlottenburg: auf 1000 Personen kamen hier nur 15,4 Todesfälle. Ihr folgt dann Frankfurt a. M. mit einer Sterbeziffer von 17,4. Aber auch Berlin darf sich mit 19,8 rühmen, eine verhältnismäßig sehr niedrige Zahl von Sterbefällen aufzuweisen, ein Vorzug, den die Reichshauptstadt unzweifelhaft seinen vorzüglichen hygienischen Einrichtungen verdankt. Tie ziveit und die drittgrößte Stadt Preußens, Breslau (27,0) und stöIii (24,2), stehen viel ungünstiger da, am ungünstigsten freilich Tanzig (28,9) und Königsberg, wo von 1000 Personen nicht weniger als 29,6 Personen starben. Geheiratet wird in den preußischen Großstädten auch sehr ungleichmäßig. Tie mindeste Bereitwilligkeit, das Ehejoch a ui sich zu nehmen, zeigte die Bevölkerung von Aachen 15,9 Eheschließende auf 1000 Personen) und Kiel (16,0), t ie meiste die Einwohner von Berlin (22,0), Frankfurt ungge)cl(entranf= l)«eit eine „vorzeitige Tyspepsie". Ter Grunb ihrer Ent- stehung ist nicht schwer einzusehen, er liegt, wie ganz biegreiflich unb allgemein anerkannt, in ber ungeeigneten iQct des Essens, zu ber ber Junggeselle verurteilt ist. Es niebt nur sehr wenige glücklich veranlagte Leute, die für ii.ih allein essen unb babei bas richtige Maß in Zeit unb Menge einhalten können. Gewöhnlich legt ber Junggeselle eärt Buch ober seine Zeitung neben sich auf ben Eßtisch unb öeenft, er wolle sich bas Mahl mit ein wenig Lektüre Mrkürzen unb sich badurch diejenige Anregung verschaffen, däe ber Glücklichere in ber Tischunterhaltung findet, xte nficht ist gut, bie Folge aber meist vom Hebet. Ter Em- । säume vertieft sich in seine Lektüre unb finbet bann plvtz- Btjugsprds eittuli**' 2.20, monatl. 75 mitBrtngrrlohn; durch i Adholestcllen viertkljtt Mk. 1.90, monatl. 6ö I». Bei Postbezug vierteljLtz« Mk. 2.00 ohne Bestell^ «üc Nnzriarn-Vermnil' ftcQtn tc4 In- und tlufler.b nebtnen Jlnjctqcn füi i - •itfccncr Wnjciqer cMgrer» Rctlcnprde. total if VH «uowürts 80 Vilich sein Fleisch kalt, bas er nun in wenigen großen Bissen hinunterschlingt, ein andermal spürt er vielleicht großen Hunger, achtet überhaupt nicht auf Buch ober Zeitung unb ißt seine Mahlzeit so schnell als möglich hinunter, um ich bann in einem bequemen Stuhl der geistigen Anregung zu widmen. In beiden Fällen fehlen die zu einer zweckmäßigen Nahrungsaufnahme nötigen Bedingungen. Es ist das oberste Gesetz für eine geeignete unb Icidite An- nährung, baß bie Speise langsam genommen unb daß der Geist während des Essens nicht zu stark beschäftigt wird. Jeder weiß, daß eine starte körperliche Anstrengung gleich nach dem Essen schädlich wirkt, und mit ber geistigen Anstrengung ist es genau so. Kluge Leute disputieren überhaupt nicht währenb bes Essens ober gleich barnach- und bic Beobachtung lehrt, baß in ben meisten Fällen, wenn es fich nicht gerabc um sehr geisteskräftige Leute hcinbelt, bei solchen Gesprächen nicht viel herauskommt. Tie leichte Unterhaltung ist bie natürliche Begleitung von Essen unb Trinken, bie keinen Schaben thun kann, weil man gewöhnlich babei nicht viel bentt. Bei ber alleinlebeubeu Frau finb bie Folgen häufig ähnlich, wie beim Manne, aber aus anderen Grünben. Wenn ein Mann essen muß, so ißt er beshalb immer P *- Ä 90 3 2004 19 59 72 96 IO ■■■■ B3B «2 3D Mk. f>000 Mk. 5000 N Porto und Liste je 25 Pfg. extra empfiehlt J StÜfDier, I General-Debit Strassburg I.E. M Wiederverkäufer gesucht. II t» Pfg- an 2507 c g Z Lose jed r F.olf«? ie I 11 Lose 10 Mk □ 0 Gummi-Waren jeder Art, Freie!, grat. u. frk. Ad. Arras, Mannheim, Rosengartenntr. 4. tatn M ntk 2000Mk.Belohnung demjenigen, der beim Gebrauch Ausführung von Bau-Schreinerei-Arbeiten nach gegebenen und eigenen Entwürfen. 539 42 65 622 25 2 0042 171 90 '.000 4000 4000 2000 50001 5000 .7300 . 8700 ? 1 Mk 524 48 84 608 19 49 51 94.341 59 621 [3001 44 45 460 65 71 [300] 76 60 908 10 57 94 3 5025 127 30 56 Emil Horst, Giessen Cementwaren- und Kunststein-Fabrik Liebigstrasse 43/45 und An den Bahnhöfen. 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[400] 89 150 53 54 56 212 32 39 43 46 76 92 318 432 [300] 509 32 63 70 610 12 20 40 68 744 61 83 801 34 75 [300] 900 cn c° "" 90 200 [300] 44 [500] 332 61 73 87 96 97 [3OOJ 424 51 [300] 93 700 2 47 70 806 41 59 62 85 89 9:30 (Wohlthätigkeitsverein). Sonntag den 16 Juni: 1 grosses Soiiiirtsi auf der Schönen Aussicht. Alles Nähere die Plakate. Da, wie bekannt, der Ueberschuß stets zu wohlthä'igen Zwecken verwendet wird, bittet um recht zahlreichen Besuch 15000 [300] 27 121 81 82 244 66 307 40 56 61 64 437 39 93 589 625 3a 48 87 89 732 35 42 77 860 996 16002 40 61 68 82 99 102 47 56 9o 270 89 306 54 446 80 91 542 51 84 [1000] 604 36 97 714 73 856 70 93 975 17095 186 224 55 370 422 44 56 578 85 88 682 723 38 53 821 51 85 939 61 18022 77 ------ 90 210 72 92 94 323 409 72 518 61 633 43 701 32 47 848 941 93 22004 50 [300] 55 89 101 289 325 56 413 [30 0 1 90 543 89 [500] 606 87 805 22 35 42 47 91 939 62 [300] 64 23209 29 39 47 324 33 61 86 470 72 90 520 80 81 626 27 [300] 52 708 21 65 837 91 912 19 20 38 [3000] 55 80 98 24062 107 16 250 308 26 402 [2000] 46 72 500 37 58 66 614 50 89 716 35 [300] 47 829 40 977 I. Strassburger Kote Kreuz Ziehung Garant. 22. n 24. Juni. II. Baden- llM- Badener M Lotterie Ziehung sicher 19.—20. Juli zu- Oetd- 8amni( n vuv I gewinne Ernst Bloedner, 3528 Seltersweg 3 Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. 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