sser. tt sen? 0 0 Ketler Dreine 2 2 s § f rosser Auswahl M Preisen 16246 8140 . 1,706 69 76 - e •5 s o 8589 9 Marktplatz U zu beachten. S .81896 , 18810 . 182.76 . 148.50 152.50 14780 M Zusftg ■%5S8 W-S'rtw655^ tbert "T“ efel-Lager irchaus solid gearbeiteten iwaren, i- und Kinderstiefeln in allen Preislagen. lenuog. 8494 MW». iflugsort. isener Brauhaus. M -« 1888 Stidmik öisü >nMnbauM°beinNM M verlausckt _ iiiiswSfiS» Stenih- ftjj gonneHl^ K § $3 ; i 33 i 9K Staat* leeterr,^8 . totthsrdbah" ^urahütte lochtuD geMwoge" KiEs----^ Nr. 114 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Donnerstag 16. Mai 1901 tif 114 eit MaSaahMe M Montag». M> W**er foeMItH* 9WN» Ul rr(($etnenben (■■m H» »*nn ie Ubr *W«|< Nr^tr. •MNm, EffPrdition und INwfewi: tchNißrahe 7. GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Vezvgrprets viertetMM Mk. 2.20, menotl. 76 WA mit Bring,riohn; durch Ä Ät>t»ole4ikllen »ierteijWel Mk. 1.90, monall. Sb W» Bei Postbezug tnertelHNl Mk. 2.00 ohne ötfkOf* »Qt 8ki| erst für erledigt erklärt. Ebenso beschließt das Haus, über den Antrag des Abg. Ulrich auf Errichtung einer technischen Mittelschule in Offenbach, nachdem noch Ministerialrat Braun erklärt bat, daß sich bereits eine Kommission für die Umgestaltung der Offenbacher Gewerbeschule ausgesprochen hat. Die Schule soll aus drei Fachabteilungen bestehen. Die Errichtung einer technischen Mittelschule in Offenbach als selbständige Anstalt ist vorerst nicht geplant. Zu dem Antrag der Abgg. Dr. Frenah u. Gen. und Ulrich u. Gen., Gewerbeaufsicht und Gewerbe- aufsichtsbezirke, bringt Abg. Dr. David eine Reihe von Mißständen zur Sprache, die immer noch in den einzelnen Fabriken bestehen. Im letzten Jahre seien 334 Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen aum Schutz der jugendlichen Arbeiter festgestellt, und auch die Bestimmungen für die Arbeiterinnen würden vielfach durchlöchert. Tie Regierung habe die Pflicht, Abhilfe zu schassen, um alle Garantie zu bieten, daß das Sckstachtseld der Arbeit nach und nach weniger gefährlich werde. Es empfehle sich daher, Hilfsarbeiter aus den Arbeitern zu entnehmen, denn wer nicht im Betrieb gestanden habe, könne auch nicht darüber reden. Er hofft, daß die Regierung eine Vermehrung der Aufsichtsbeamten im nächsten Budget vorsehen werde. Ministerialrat Braun tritt dem Abg. Dr. David darin entgegen, als sei die Regierung sparsam in der Anstellung von Fabrik-Aufsichtsbeamten. Im diesjährigen Budget seien drei neue Stellen eingestellt und würden nach Bedürfnis vermehrt werden. Er stellt noch fest, daß der Verkehr der Regierung mit den organisierten Arbeitern ersprießlich und der Sache förderlich gewesen sei, während er dies von den nicht organisierten nicht bel-aupten könne. Abg. Schönberger stimmt dem Wunsche des Abg. Dr. David auf Zuziehung von Arbeitern zu den Gewerbeaussichtsarbeiten vollkommen bei, weil die Leute jahrerimgen Einblick in den Fabrikbetrieb haben. Abg. Euler steht ebenfalls auf dem Standpunkt Dr. Davids, glaubt aber, daß die Arbeiter sehr oft die Arbeitsgefahren unterschätzen. Abg. Reinhard ist der gleichen Ansicht. Er weift auf die Sorglosigkeit der Arbeiter und die dadurch bedingte Nichtbeachtung der Unsallverhütungsvorschristen und Zunahme der Unfälle hin. Je länger der Arbeiter sich in Nochmals Ludwig Wüllner. Wüllner verfolgt auf seiner wechselvollen Laufbahn ein eigentümliches Geschick. Als er die Gelehrtenkarriere aufgab, um Schauspieler zu werden, da sanden sich viele weise Leute, die dem mit bedenklichem Kopf schütteln zusahen und meinten, es sei jammerschade um ihn; dort wäre ihm eine segensreiche Thätigkeit beschieden gewesen, eine ehrenvolle Stellung habe in Aussicht gestanden, und nun ergreife er einen Beruf, zu dem er schon wegen seines Stotterns nicht geeignet sei. Ter Erfolg gab den weisen Leuten nicht recht; durch rastlose Energie gelang es Wüllner jenen Sprachfehler gänzlich zu beseitigen, und die 'glänzendsten schauspielerischen Erfolge zu erringen. Nun wandte er sich vom Theater zum Konzertsaal, und wieder sagten die neunmal Weisen, er hätte Schauspieler bleiben sollen, dazu ist er geboren, da war er groß, aber Sänger — nein — dazu fehlt ihm einfach das Nötigste, die Stimme. In dieser Schroffheit ausgedrückt war das meines Erachtens nie richtig. Aber es waren sicherlich, von rein musikalischem Standpunkt aus geurteilt, Mängel vorhanden, denen man, je nachdem man sich mehr oder weniger von Wüllners glänzender Kunst im Eharakterisieren hinreißen ließ, ein größeres ober geringeres Gewicht beilegen mochte; - immerhin, sie waren vorhanden. Wer schärfer hinhörte, der konnte sich allerdings schon damals sagen, daß es sich, soweit diese Mängel den musikalischen Genuß beeinträchtigten, um Fehler in der Tonbildung, im Stimmansatz u. dgl. handelte, die sich durch sorgfältige Studien beseitigen ließen. Ob der außerordentlich in Anspruch genommene Mnstler hierzu die Zeit finden, ob der gefeierte und verzogene Liebling des Publikums hierzu die Willenskraft oder überhaupt die Neigung haben werde, das waren allerdings Fragen, die man nicht so leicht bejahte. 9hm geschieht das Merkwürdige: seine enormen Erfolge haben ben Sänger so wenig berauscht, daß er die wenigen freien Monate, die ihm bleiben, zur ernstesten Weiterbildung benutzt, baß er von neuem Singstunden nimmt, wie ein jugendlicher Ansänger. Und der Erfolg bleibt nicht aus. Es gelingt ihm in der That jene Mängel zu beseitigen, seine Stimme gewinnt überraschend an Wohlklang, Straft und Umfang. Am 2. Mai legte er hier Zeugnis davon ab. Aber die alte Erfahrung wiederholt sich: der Wüllner von gestern wird dem Wüllner von heute lobend gegenüber gestellt. Herr Tr. Spohr hat es in Nr. 107 und 108 dieses Blattes ge- than. Auch wenn eine derartige Beurteilung was sie sicher nicht ist, allgemeiner wäre, so könnte fia? Wüllner darüber trösten. Es ist schließlich das Schicksal aller bedeutenden Menschen, die nicht bei ihrem ersten Erfolg stehen bleiben, sondern sich weiter entwickeln, daß man ihre früheren Stadien gegen spätere ausspielt. Größeren als er, ist es auch nicht besser gegangen. Werfen wir einen Blick auf die beiden Porträts, die 5?err Dr. Spohr einander gegenüber stellt. Dem früheren Wüllner gesteht er vollendete Meisterschaft zu in der Kunst, „ben Text der Lieder mit musikalischer Sicherheit und Präzision zur Klavierbegleitung zu rezitiere n". Ter jetzige Wüllner dagegen versuche wirklich zu singen, aber seine Stimme sei ein „künstliches Gewächs", und bei dieser Pflege der Stimme habe er einen guten Teil seiner Eigenart auf- gegeben : was er jetzt leiste, „das könne jeder einigermaßen über dem Mittelmäßigen stehende Sänger auch." Daran schließt sich die Mahnung an den Künstler, er möge wieder „seinen alten gewachsenen Bahnen folgen." — So sehr ich im allgemeinen Abneigung davor hege über Tinge zu schreiben, in denen ich kein fachmännisches Urteil habe, so glaube ich doch es der Kunst und der Person Wüllners, die mir beide am Herzen liegen, schuldig zu sein, einer solchen Beurteilung gegenüber meine, und gewiß auch vieler andere^ abweichende Auffassung zum Ausdruck zu bringen, zumal Vuch jene nicht dem Kopfe eines Fachmannes entstammt. Ich muß nun sagen, nach meiner recht weit zurückreichenden und genauen Kenntnis des Künstlers, seiner Bestrebungen und Leistungen halte ich jene beiden Porträts ür völlig verzeichnet. Wenn W. früher weiter nichts verlanden hatte, als gut zur Klavierbegleitung zu rezitieren, >ann hatten alle diejenigen Recht, die seinen Uebergang zum Konzertsaal als eine Verirrung betrachteten. Lieder wollen nun einmal auf alle Fälle wirklich gesungen sein, mögen sie von Schubert, Schumann, Brahms oder Wolf herrühren, auf deren von Herrn Dr. Spohr versuchte Charakteristik ich hier wohl besser nicht eingehe. Wer sie nur rezitierte, oder halb remitierte, halb sänge, der würde nicht nur den Absichten der Komponisten nicht gerecht; seine Reproduktion wäre ein Zwitterwesenhybrides, nicht Fisch und nicht Fleisch, ein Unding, von dem sich jeder feinere Geschmack mit Entrüstung abwenden müßte. Tie innige Verbindung, die Musik, echte Musik, und das dichterische Wort in der Seele des Komponisten eingegangen sind, wäre durch einen geschmacklosen Stümper zerrissen. Nicht um eine, noch so treffliche Rezitation einesj Gedichtes ist es dem komponierenden Musiker zu thun; er will dessen seelischen Gehalt musikalisch zum Ausdruck bringen. Tas, was ein jeder gute Rezitator vermittels des gewöhnlichen Sprechton, der ja auch ein musikalisches Eie-, ment in sich schließt, zu erreichen sucht, das will er mit den viel umfassenderen, tiefer erregenden Mitteln seiner Ztunst bewirken: die musikalische Seele, die in den Worten jedes guten Liedes schlummert, will er wecken. Tie Tone sollen weder dem fadenscheinigen, durchlöcherten Anzug eines Bettlers gleichen, noch dem alle Formen verhüllenden, prächtigen Purpurmantel eines Königs; sie sollen wie ein sein gewebtes, nasses Gewand den schönen Körper der Dichtung zugleich bedecken und erkennen lassen. Tie Aufgabe des reproduzierenden Künstlers mujj es sein, dieser Toppelnatur des Liedes gerecht zu werden. Dazu bedarf er, ebenso wie der Komponist, gleich viel poetischen wie musikalischen Feingefühls. Die Konzertsänger gewöhnlichen Schlags sind zu ihrem Beruf vielfach nur durch eine ihnen von der Natur ver- liehene schone Stimme gekommen; ihr Ziel ist, diese schone Stimme zur Geltung zu bringen; der Gegenstand, vermittels dessen dies geschieht, sind die Lieder unserer großen Komponisten. Wenn zu einer schonen, gut geschulten Stimme noch wirklich musikalische Begabung hinzu kam, >ann war meist der Gipfel dessen erreicht, was man von einem Liedersänger erwartete. Man horte reine, wohl- lingende Musik; die rhythmisch an einander gereihten Worte bildeten nur die zufällige Unterlage, an deren vollem Verständnis weder Sanger noch Hörer sonderlich gelegen war. h • Gefahr befinde, desto leichtsinniger sei er in der Nicht- be.Achtung der Schutzmittel; ja es sei vorgekommen, daß l Gallverhütungsvorrichtungen von den Arbeitern weg- genommen wurden, weil diese sie in der Arbeit hinderten. Auch er glaubt, daß man in den Arbeiterkreisen ganz hervorragend intelligente Leute finden werde, um sie in der Fabrikinspektion verwenden zu können. Ter Antrag wird vorerst für erledigt erklärt. Zur Beratung gelangt nunmehr der Gesetzentwurf, die Abänderung des Gesetzes vom 25. November 1871 die Versicherung von Mobilien in Feuerversicherungs-Anja lt en betreffend. Tie Abgg. Schubart, Brauer, Schönberger und E r f Heven hervor, daß die Brandversichernngsprämien f:'-r Mühlen und Papierfabriken usw. von den Gesellschaften Uin das Toppelte erhöht wurden und wünschen die Ueber- nahme derselben in staatliche Versicherung. Ter Gesetz- entwurf findet hierauf nach den Ausschußanträgen Annahme. Tie Vorstellungen des Gendarmen i. P. Rücket, des Gendarmeriewachtmeisters i. P. Bickel zu Nidda und des Gendarmen Kunze zu Tarmstadt um Pensionserhöhung tverden nach den Ausschußanträgen angenommen. Ter Vorstellung der angestellten Kreisamtsgehilfen, ihre AnstellungS- und Gehaltsverhältnisse betr., soll nach deni Ausschuß keine Folge gegeben werden. Tie Abgg. Schön feld und Noack treten in warmer Weise für Bewilligung des Ersuchens ein. Abg. Molthan plaidiert für eine Erhöhung der Stempelprovision. Abg. Weidner spricht sich mit Entschiedenheit gegen jede Durchlöcherung des kaum sanktionierten Besoldungsgesetzes aus. Abg. Wolff hebt hervor, daß gerade den Kreisamtsgehilfen ganz besondere Nebeneinnahmen zur Seite stehen. Abg. Jöckel meint, man solle dock) endlich einmal einsehen, daß vorerst nichts mehr bewilligt werde. Tas Gesuch wird hierauf mit großer Majorität abgelehnt. Tie Regierungsvorlage, die Besoldungsordnung (R e a l s ch u l d i r e k t o r e n) und Besetzung einer vroviso- rischen Lehrerstelle am Realgymnasium zu Darmstadt, wird nach dem Antrag des Ausschusses genehmigt. Zu der Vorstellung der seit dem 1. April 1899 pensionierten Volks schult eh rer um Ethöhung ihrer Pensionen beantragt Abg. Backes Absetzung von der Tages- Ordnung. Abg. Weidner widerspricht aus dem Grunde der Dringlichkeit. Hier liege ein anderer Fall vor wie bei den pensionierten Beamten. Geh. Ober-Regierungsrat Best stellt fest, daß für die Erhöhung der Pensionen 112 000 Mark nötig seien und daß man hier nicht stückweise verfahren könne. Die Regierung könne aus diesen Gründen dem Gesuche keine Folge geben und er ersucht, es abzulehnen. Die Ausschußminderheit wünscht Vorlage eines Gesetzentwurfs, der die Pensionen der Volksschullehrer regelt. Ter Antrag Backes auf Zurückstellung der Vorstellung wird hierauf einstimmig angenommen. Tie Vorstellung der Kreiskonferenz der Bürger- m eiste r des Kreises Gießen über die Unterrichtszeit in der Fortbildungsschule wird nach dem Ausschußantrag für erledigt erklärt, nachdem Abg. Weid- n e r in warmer Weise für eine Regelung der Frage im Sinne der Gewerbetreibenden eingetreten ist. Dem Gesuch des Sekretärs K o ch der techn. Hochschüle um Regulierung seiner Pension wird keine Folge gegeben. Dem Antrag Ulrich u. Gen., die Besoldung der Kreistier- ärzte betr., beantragt der Ausschuß Folge zu geben und die Kammer beschließt demgemäß. Danach wird die Sitzung um 1 Uhr geschlossen. Nächste Sitzung morgen früh 9 Uhr. Politische Tagesschau. Zu dem Gedanken einer Reichs-Eiseubahugemeinschaft lafseu sich die M®. P. N." wie folgt auS: »An Stelle des Reichsetsenbahugedsrikens h«t sich in der Preußisch Hessischen Betriebs- und Finanz-Gemeinschafi ein geeigneter W-g gefunden, den Gedanken der Reichsverfassung, daß die deulschm Eisenbahnen als ein einheitliches Bahnnetz betrieben und verwaltet wndrn sollen, zu verwirklichen. Die vertraglichen Bestimm ungen, auf denen jene Eisenbahnbetriebs- und Finanz Gemeinschaft beruht, sichern dem Bundesstaate, der seine Bahnen in seinem eigenen Jnteressi- mit dem preußischen Bahnsystem orretnigen will, die volle, wirtschaftlichen und finanziellen Vortelle der Zugehörigkeit zu diesem großen Verkehrsunternehmen, zugleich aber auch dem letzteren die zu seiner finanziellen und wiitschaftlichen Leistungsfähigkeit notwendige Einheitlichkeit und Selbständigkeit. Die wesentlichen Grundlagen des Vreußisch-Hesfischev Vertrages würden daher, wenn auch von andere- Bundesstaaten ein Anschluß an die Preußisch Hcssische Betriebs- unv Finanz-Gemeinschaft gewünscht würde, der betreffenden vertraglicher Verständigung zu Grunde gelegt werden müssen. Preußen selbst hat nicht das mindeste Interesse daran, daß seine Etsenbahnverwaltunp, die ohnehin bereits einen riesenhaften Umfang besitzt, sich noch weitcr vergrößert, sein Staatsbahnnetz ist reichlich eroß genug, um die höchste wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit zu entwickeln. Nur der Wunsch beS einen ober des anderen Bundesstaates, an deu wirr schastlichen und finanziellen Vorteilen ein-.s so großen Verkehrs unternehmens teilzunehmen, könnte für Preußen auS bundesfreund lichm Rücksichten den Anlaß geben, die Hand zu einer Erweiterung seiner Eisenbahnoelwaltung zu bieteu. Das könnte aber selbstverständlich immer nur unter Bedingungen geschehen, bei denen die wesent- tichen Voraussetzungen für die gedeihliche Verwaltung und Ent Wickelung der Bahnen für dm Preußischen Staat voll gewahr« bleiben .* Man wird diese offiziösen Auslassungen mit großem Frag? zeichen zu versehen bab-.n. Aus Stadt und Land. Gießen, 15 Mai 1901, L. U. Von der Universität. Am letzten Samstag wurde die Zahl 900 immatrikulierter Studenten überschritten. Die höchste Ziffer war bisher die des Sommers 1900: 855. Die des letzten Semesters war 847. ** Verkehrsnotiz. Vielen Ausflüglern dürfte noch nicht bekannt sein, daß seit dem 1. Mai auf der Strecke Wetzlar-Gießen ein neuer Zug verkehrt. Er geht in Wetzlar um 9.04 Uhr abends ab, hält in Dutenhofen um 9.17 Uhr und trifft um 9.27 Uhr in Gießen ein. r. Reiskirchen, 14. Mai. Der seitherige Beigeordnete Ludwig Enders hier wurde mit 87 Stimmen wieder zum Beigeordneten gewählt. % Darmstadt, 14. Mai. Die 11. ordentliche General Versammlung derZentralgenossenschaft derhess. ’ an btt). Konsumvereine findet am 18. I. M. hier statt. Wir entnehmen dem Geschäftsbericht Über das Geschäftsjahr 1900, daß am Ende desselben 92 landw. Konsumvereine, 10 DarlehnSkassen, 1 Molkereigenossenschaft und 5 Einzelpersonen der Zentralgenoffenschaft als Mitglieder angehören. Sie besitzen ein Geschäftsgulhabrn von Mk. 15 339,05 und es entspricht den 163 Geschäftsanteilen eine Haftsumme von Mk. 81500. Der Reservefonds betrug Ende 1900 Mk. 19 000, die Betriebsrücklage Mk. 38 000. Die Gesamt summe des Warenbezugs, bestehend in der Hauptsache aus Hülfsdünger, Kraftfuttermittel, Sämereien, Kohlen und an deren Waren, betrug Mk. 1 080 873,84. Das Gewinn und Verlust-Konto zeigt einen Gewinn von Mk. 43 163,53. Der Aufsichtsrat beantragt bei der Generalversammlung nebe einer ausreichenden Dotierung des Reservefonds und de- Betriebsrücklage, sowie einer Verzinsung der Geschäft-gut haben mit 5 Prozent eine Warendividende von 3y2 Prozent. Darmstadt, 14. Mai. Der Großherzvg empfing am 12. Mai den Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, der alsdann zur Frühstückstafel der Herrschaften zugezogen wurde. Die Großherzogin empfing am 13. Mai den Generalmajor z. D. Enckevort und Frau Gemahlin. Marburg, 13. Mai. Die vierte Jahresversammlung der H i st o r i s ch e n Kommission für Hessen und Waldeck fand am 11. Mai im Senatssaale der Universität statt. Von auswärtigen Patronen und Mitgliedern waren u. a. erschienen Staatsarchivar Dr. Tieterrch, Tarmstadt, Professor Tr. Höhlbaum, Gießen. Die Versammlung wählte Exzellenz von Weyrauch, Unterstaatssekretär a. D., in Marburg, Archivar Dr. Kretzschmar in Hannover, Privatdozent Tr. Heldmann in Halle, Privatüozent Dr. Glagau in Marburg und Oberbürgermeister Müller in Dassel zu Mitgliedern der Kommission uno den zuletzt Genannten überdies zum Vorstandsmitglied. — An neuen Patronen hat die Kommission gewonnen: Tr. Lucius-Schönstadt, Heinrick) Heraeus, Rudolf Küstner, Fräulein M. Lindenbaucr und die Firma I. T. Weinig u. Co., alle vier in Hanau, die Freiherrlich Riedeselsche Gesamtfamilie, Lauterback), den Verein der Althessischen Rittersck)aft in Kassel und das Ritter- schaftlick^e Stift Kaufungen. Außerdem haben ihr Tr. A. Trapp in Friedberg 1000 Mk. und ein „Ungenannter" aus Friedberg 50 Mk. für das Friedberger Urkunden-Buch, Frau M. Knetsch geb. Grebe in Kassel 50 Mk., Prof. Dr. B. Schulze in Greifswald 100 Mk., die Kreise Fritzlar und Homberg je 20 Mk. und der Kreis Hünfeld 25 Mk. zugewandt. Als neue Unternehmung wurde im Hinblick auf die zum Jahre 1904 bevorstehende vierte Zentenarfeier der Geburt Philipps des Großmütigen die Herausgabe der urkundlichen Quellen zur Geschichte dieses Landgrafen beschlossen. — In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde dem Beschluß des Magistrats zugestimmt, den bisherigen Beigeordneten Siebert zum Ehrenbürger der Stadt zu ernennen. Uermischtes. * 6 50 Schoppengläser als „Andenken". Aus Bonn wird die seltsame Thatsache gemeldet, daß bei dem Kaiserkommers, der dort kürzlich von der gesamten Studentenschaft aus Anlaß der Immatrikulation des Kronprinzen und des Besuches des Kaisers stattfand, nicht weniger als 650 Bierkrüge abhanden gekommen sind, die sich die Teilnehmer offenbar als „Andenken" mitgenommen haben. Tas Korps Borussia, das die Veranstaltung des Kommerses in die Hand genommen hatte, ersucht nun öffentlich um Rückgabe der Bicrkrüge oder aber um Zahlung von 1.25 Mk. an den Wirt der Beethoven-Halle, als Kaufpreis für das mitgenommene „Andenken". Auszug aus de» Kirchenbüchern der Süldt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. JohenneSgemernde. _ , e Dm 4. Mai. Dr. Otto Emil Dieffenbach, Chemiker zu Griesheim a M., und Bertha Auguste Charlotte Textor, Tochter dev verdorbenen Pfarrer« Friedrich Texwr zu Ober-Beerbach. Dm 5. Mai. Christian Daniel Ludwig Weeg, Schuhmacher zu Gießm, und Johanna Luise Emilie Susanne Noll, Tochter deS Lokomotivführers Wilhelm Noll zu Gießen. Militärgemeinde. Den 4. Mai. Georg Gustav Oskar Robert Giese, Oberleutnant und Regimentsadjutant zu Gießen, und Ella SarioriuS, Tochter bei Apothekers Albert Sartorius zu Gießen. Getaufte. MatthäuSgemeinde. Den 5. Mai. Dem Taglöhner Christoph Henß ein Sohn, Friedrich Johann, geboren dm 12. April. M-rkutzgemeinde. Drn 5. Mai. Dem Spengler Paul Noack eine Tochter, Friederike Cha lotte, geboren den 6. März. , r Den 5. Mai. Dem Werkführer Johann Jakob Simon ein Sohn, Konrad, geboren den 5. April. Lnkatzgemeinde. Dm 5. Mai. Dem Steinmetzen Peter Will ein Sohn, Heinrich August Christian, geboren den 3. Februar Denselben. Ein unehelicher Sohn, Wilhelm, geborm dm 10. Dezember 1900. , Den 9. Mai. Dem Bergbeamten Heinrich Horst eine Tochter. Gertrude Anna Gisela, geboren den 10. März. JohanneSgemetnde. Den 5. Mai. Dem Weißbinder Heinrich Stühler ILgctae Tochter, Katharine, geboren dm 10. April. Beerdigte. MatthäuSgeMeinde. Den 10. Mai. Karl Gerbode, Oüerpostsekretär i. P.. verheiratet, 73 Jahre alt, starb den 8. Mai. LukaSgemeinde. Dm 7. Mai. Katharine Rühl, Tochter des vrrstorbmen Sp-ngler» meisterS Johannes Rühl, 32 Jahre alt, starb den 4. Mai. Denselben. Amöne Christiane Gail, geb. Banß, Ehefrau deS HutmacherS Friedrich Emil Gail, 73 Jahre alt, starb dm 5. Mai. prachen, ist es bei Vergleichung beider von neuern klar geworden, um wie vieles höher die Kunst Wüllners steht; aurf) das Verhalten des zuhörenden Publikums in beiden Füllen hat Zeugnis davon abgelegt. Hat nun wirklich durch diese Entwickelung Wüllners, wie Herr Tr. Spohr meint, die große Wahrhaftigkeit eines Gesanges Not gelitten? Wenn ein solcher Eindruck entstehen tonnte, so handelt es sich dabei, wie ich meine, um eine leicht erklärliche, und weit verbreitete Verwechslung von Naturwahrheit und künstlerischer Wahrheit. Das Kunstwerk verwandelt alle Natur in Kunst; wo die rohe Natur zum Durchbruch gelangt, ist ein künstlerischer Mangel vorhanden. Dasselbe gilt von dein reproduzierenden Künstler: auch seine Darstellung soll Kunst sein, befreit von jedem Erdenrest — eine zweite höhere Natur. Ich kann darauf hier nur kurz Hinweisen; jeder, der sich auch nur oberflächlich mit ästhetischen Fragen beschäftigt, und vor allem seinen Schiller gelesen hat, wird mich verstehen. Es kam nun bei Wüllner früher öfter als jetzt vor, daß ursprüngliche Natur die Formen der Kunst durchbrach. Tas wirkte rührend, ergreifend, ja oft erschütternd; die Tiefe der Empfindung, die die festen Bande der Kunst zerriß, griff ans Herz. Es war dies ein menschlicher, ein natürlicher Eindruck, aber kein kü n st l e r i s ch er. Leute, die auch in solchen Augenblicken fähig waren, künstlerisch zu empfinden, wurden dadurch verletzt; manchem Musiker ist es so gegangen. An solchen, ich möchte sagen, pathologischen Wirkungen war der letzte Liederabend Wüllners ärmer, aber gerade darin erblicke ich den größten Fortschritt. Es sind keine neuen Bahnen, die er heute wandelt, aber auf seiner alten Bahn ist er um ein tüchtiges Stück vorwärts gekommen. Möge er so weiter schreiten, und ihm auf dem steilen Wege zu den höchsten Höhen der Kunst die Kraft nie versagen! cm gegenüber wirkte das erste Auftreten Wüllners wie wunderung erfüllt; ich habe von jenem Abend den tiefsten c.ne Offenbarung; man hörte einen Künstler, der das Eindruck davon getragen. Taß jeder „einigermaßen über wirklich wollte, was das. Ziel jedes Liedersängers sein dem Mittelmäßigen stehende Sänger" so etwas auch könne, müßte, den Gehalt der Künstschöpfungen, die er wiedergab ist ein Urteil, das ich einfach nicht verstehe. Wir hatten vollständig zum Ausdruck zu bringen. Es war natürlich, im vorigen Winter hier in Gießen Gelegenheit einen recht daß einem Publikum, das gewohnt war, die Musik als eine hoch über dem Mittelmaß stehenden berühmten Sänger zwei die Schönheit der Poesie verbergende Hülle behandelt zu Lieder vortragen zn hören, die auch Wüllner kürzlich sang, sehn, vor allem die, ihm neue, starke Betonung gerade Nicht bloß mir, sondern auch anderen, die mir dies aus- des dichterischen Gehalts ins Ohr fallen mußte. Es war ebenso natürlich, daß ein Künstler, der sich die unendlich hohe Aufgabe stellte, die beiden Seiten des poetisch-musi- kaliischen Kunstwerks zur Anschauung zu bringen, nicht sofort all der großen im Wege stehenden Schwierigkeiten Herr werden konnte. Hatte seither die Musik direkt zur Verdunkelung der Poesie gedient, so mochte es der neuen Jnterpretationskunst manchmal wohl passieren, daß das poetische Element auf Kosten des musikalischen hervortrat; dem idealen Ziel, das es zu erreichen galt, war sie trotzdem um ein Bedeutendes näher, als die alte Sangeskunst. Nimmt man dazu, was bereits oben über gewisse gesanges- technische Mängel, die noch vorhanden waren, gesagt wurde, so ist es völlig erklärlich, wie in manchen Köpfen jenes Bild Wüllners als eines Sängers ohne Stimme, eines Rezitators von Melodramen entstehen konnte. Es war ein Zerrbild, das von manchen gewiß aus ehrlicher Ueber- zeugung, von vielen anderen auch aus Konkurrenzneid und völliger Unfähigkeit, die großen Intentionen des Künst- lers zu verstehen, gezeichnet wurde. Taß Wüllner auf dem rtümgen i-ege war, zeigten ihm nicht bloß die erschütternden Wirkungen, die er auf die Hörer hervorbrachte, mich dre begeisterte Zustinnnung wirklich Berufener fehlte ihm nicht. Um nur eines zu erwähnen: einer seiner Lieb- lingsineilter, v\ o hann es Bra hm , erkannte in ihm den hcrvorragenditen Interpreten vieler seiner Schöpfuiiaen und versäumte keine Gelegenheit, sich seine Lieder von ihm Vorsingen zu lassen. Für ihn aber erwuchs die Aufgabe auf dem Wege, den er eingeschlagen, weiter zu streben alle musikalisch-technischen Mängel zu beseitigen, bem musikalischen Element auch dort sein Recht werden zu lassen, wo ihm dies bis jetzt noch nicht gelungen mar. Bis zu welch hohem Grade ihm dies geglückt ist. konnte man neulich hören. M i ch hat dies? Leistung mit staunender Be Soviel zur Erwiderung auf Herrn Tr. Spohrs „Versuch", aus dem ich nur den mir am wichtigsten erscheinenden Kernpunkt herausgegriffen habe. In eine weitere Tis- kussion einzutreten, ist nicht meine Absicht, zumal ich glaube, daß eine öffentliche Erörterung musikalischer Fragen zwischen Tilettanten weder für die Sache besonders förderlich, noch für weitere Kreise interessant sein dürfte.*) A. Strack. *) N«ch dieser Replik, die eigentlich eine Duplik ist, meinen auch wir, daß nun der Worte um Wüllner genug gewechselt sind. D. Red Darmstädter Spiele. Man schreibt uns: Die Proben im kleinen Spielhaus der Darmstädter Ausstellung sind seit längerer Zeit in vollem Gange. Als Hauptmitwirkende an den Spielen sind vorläufig zu nennen: Fräulein Mardon, Herzogl. Anhalt. Hofschauspielerin; Fräulein Burger, Großherzogl. Badische Hofscbauspielerin; Frau Godeck; Hans Godeck, Großherzogl. Badischer Hofsck-au- spieler, u. a. In den Konzerten im Spielhause und den Kammermusikabenden wirken u. a. mit: Richard Strauß; Pros. Hugo Becker; Karl Friedberg; Fräulein Frieda Hodapp; Tr. Faisft Stuttgart: Oskar Noe; H- Haas; Fräulein Stapelfeld-Frankfurt; Fräulein Schweicker-Stuttgart; Miß Dorothy Lethbridge-Berlin; Therese Versel; Max Möller; Johannes Hegar. Die Kostüme und Dekorationen nach Zeichnungen Professors Olbrick> sind ausgeführt von Emmerich u. Fuchß in Frankfurt a. M. und Kaiser in Mainz. Orchesterdirigent ist Hans Stix mit dem Neuen Philharmonischen Orchester aus Wien. Tas Programm der ersten Aufführung ist folgendes: Weihespiel von Holzamer, Fräulein Mardon; Prometheus (Originalkomposition aus dem Nachlasse Hugo Wolfs), Erstaufführung mit Orchester, Herr Tr. Faißt; „Die Stille", Ein'Rondo, (Musik von Schuster), Frl. Mardon und Herr Godeck; Anakreons Grab (aus dem Nachlasse Hugo Wolfs) mit Orchester, Tr. Faißt; „In der Thür", Eine Szene, Frl. Burger: „Krone des Lebens", ein Spiel, Frl. Burger, Frl. Mardon, Frau Godeck. Zur Aufführung sind nod) in Aussicht genommen Stücke von Bethge, Holzamer, Friedrichs Werner van Oesteren, Heckel, L. Psayc, H. v. Hofmannsthat, R. Schautal. Alle 2381 Allen voraus! I 8665 F. Baumann empfiehlt 8121 3137 scdnellstens besorgt. überlangen Sie Preisliste meiner gatant echten Weise- und 7 Fh.Schlatter Rotweine. 8354 441 Lieh 706 bei Apotheker w. 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Ein jeder hatte bereits eine Hautverletzung davongelragen, alS die Polizei dem Waffenspiri ein Ende machte. Die Angeklagten gaben den Thalbestand zu, woraus der Staatsanwalt je einen Tag Festungshaft beantragte Der Gerichtshof nahm aber an, daß geschliffene Schläger unter Anwendung oller Schutzvorrichtungen nicht zu den „rötlichen Waffen' im Sinne de» Gesetzes zu rechnen seien und erkannte d-rngemäß auf Freisprechung. NreSlau, 4 Mai. Die letzte Faschingsi ummer des „61 m p I i - cisstmus', deren Titelbild eine sehr bedenkliche Szene aus dem Münchener Karnevalsleben darstellte, war von der hiesigen Poliz i für anstößig erachtet, und an 24 Stellen beschlagnahmt worden Infolgedessen hatten sich heute zwölf Buchhändler und zwölf andere Personen, teile Restmr rateure, Cafätiers, t-ils Inhaber von Barbier- und Friseurläden und die Verkäuferin auS dem Zeitungskiosk an der Promenade wegen Derbreittmg unzüchtiger Abbildungen vor der ersten Kammer zu verantworten. Der Gerichtshof beschloß, in nicht öffentlicher Sitzung zu verhandeln. Das Urteil lautete gegen sämtliche erschienene Angeklagte auf Freisprechung. Der Gerichtshof erachtete das Bild zwar für objektiv unzüchtig, war aber der Meinung, daß zur Erkenntnis des unzüchtigen Charakters eine ge nouete Betrachtung des Bildes notwendig fei; und da er der Behauptung der Angeklagten, daß sie es nur ganz flüchtig gesehen, teils ohne weiteres Glauben schenkte, teils Glauben schenken mußte, weil daü Gegenteil nicht nachzuweiscn war, so konnte er eine die Schuld der Angeklagten begründende thatsächliche Feststellung nicht treffen. Die betreffende Nummer des „SimplicissimuS" wurde für eingezogen erklärt. In einem Falle mußte Vertagung eintreten, weil die Angeklagte wegen Krankheit nicht erschienen war. m Tilsit, 13. Mai. Wegen versuchten Gattenmordes, Betruges und Unterschlaguna verurteilte das Schwurgericht den Maurer Wilhelm Luckat auS Thomat.n zu z-.hn Jahren drei Monaten Zuchthaus. D,e Beweisaufnahme ergab, daß er feine Ehefrau mit Arfemk zu vergiften versuchte, wichrend diese wochenlang schwer krank lag, knüpfte er unter der Vorspiegelung, er fei unverheiratet, mit drei anderen Mädchen LrebeS- verhältniffe an, verlobte sich in einem Falle und schwindelte seiner Braut unter Vorlegung eine# gefälschten Wechsels ihre Ersparniffe ab. M. 2,00 M. 3,- M. 3,60 M. 4,- l pr. y» Literllasche käuflich m: 7/isitenAarten liefert rasch und billigst Brühi’sche Univ.-Druckerei, Sleparaturrn werden prompt besorgt. JohanreSgemeinde. Den 8. Mai Johannetle Sack, Tochter deS verstorbenen Gefell- schastsdienerS Konrad Sack, 61 Jaore alt, starb den 5. Mai. Giessen 7 Neuenweg Vertreter der Elektrizitäts- Heinrich AabrlcluS, WeingutS- besitzer, »Völlfiein, Rheinhessen. etnbe. far Robnt Olefe, Dbtrlttrtmnl ib Ella EartoriuS, Locht« btl Zimmer und Küche. Einzelne Möbel in großer Auswahl. Möbelmagaziu Ang. Otzmanu S9 Teltersweq 89. »tobt hlistoph hmß riuSoho, Frito- ttndc. 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Der An- fldlagte erkannte di« fofouigt Rechtskraft des Urteils an. — Die beiden hiesigen Schüler Eduard Herold und Gustav Schäfer, beide .jugendlichen Alters, werden gemäß SS 242 243 pos. 2 deS Str.-G. in di- geringste zulässige Strafe, nämlich einen Tag Gefängnis, verurteilt. — T>ie Anklageschrift legt dem im Jahre 1850 geborenen, seit März 1873 im Dienst befindlichen Lehrer Michael Hotz in Rimbach zur Last, tm 23. Februar d. I. in Ausübung seines Amtes den Schüler Heinrich Wtenold vorsätzlich mittels gefährlichen Werkzeugs 15 p dich verletzt zu haben, und zwar dadurch, daß er ihn mit einer Gießkanne auf den Kopf fchtug. Die erfolgte Beweisaufnahme läßt die zur Verhandlung steoende Sache in wesentlich milderem Lichte erscheinen, alS nach dem .Inhalt der Anklageschrift anzunehmen war, und die Staatsanwaltschaft selbst beantragt, dem Angeklagten mildernde Umstände zu bewilligen. daS U teil lautet demgemäß auch nur auf 30 Mnk Geldstrafe. — Der vor Gericht sich uagemciu schwerhörig gebärdende W.ißviuder- meister H inrich König von Homberg a. b. Ohm ist wegen Beleidigung tm Sinne der SS 185, 186, 196, 197, 200 des Str.-G. unter Anklage gestellt worden, weil er am 20. Januar d. I. den Gemeinderat von Homberg, sowie bin Bürgermeister Repp dort öffentlich dadurch be> leidigte, daß er behauptete, sie seien nichts nutz. Der Angeklagte bestreitet die fragt Aeußerung gethan zu haben, die erfolgte Zeugenvernehmung aber erbringt den klaren Beweis seiner Schuld. Dle Staatsanwaltschaft beantragt demgemäß Verurteilung des Angeklagten in eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen; die Strafkammer erkennt mf eine solche von vier Wochen, in Anbetracht besten, baß ber Be- schulbigte ein Radaumacher ber schlimmsten Sorte ist, unb es angezeigt erscheint, ihn burch Verhängung einer empfindlichen Strafe für bte Zukunft von seiner Leidenschaft, zu verdächtigen und zu verleumden, zu hrilrn. — Ein gewerbsmäßiger Dieb — er ist achtmal wegen Diebstahls vorbestraft — steht der Arbeiter Christian Troller von Weickartshain unter der Anklage vor den Schranken des Grrichis, am 2. April b. I. seinem Mitarbeiter Andreas Streitenberger eine Pfeife im Werte von 1,50 Mark unb ein Portemonnaie mit 2 Mark Inhalt entwendet zu haben. In Anbetracht feiner Vorstrafen erhält UMiueüßlickerei!! 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Das Urteil, bei dem er sich beruhigt, lautet gegen ihn auf eme Gefängnisstrafe von 4 Monaten. — Geständigt, dem Verwalter der hiesigen Herberge zur Heimat Sachen im ungefähren Werte von 30 Mk. entwendet zu haben, ist der Angeklagte Georg PcterS von Alzey. Unter Anrechnung eine6 Monats der erlittenen Untersuchungshaft wird gegen ihn unter Zubilligung mildernder Umstände auf 3 Monate Gefängnis von der Kammer erkannt. — Ludwig Wettläufer von Kirtorf ist beschuldigt, sich deS V-r- brcchens der Bigamie dadurch schuldig gemacht zu haben, daß er, ohne von seiner, allerdings von ihm getrennt lebenden, Ehefrau Katharine Becker von Ochshausen, geschieden worden zu fein, mit der Marie Lanz von Kirtorf am 25. Dez. mb.r v. Js. eine neue Ehe einging. Der Angeklagte will in btm gut n Glauben, daß feine erste Ehe getrennt gewesen sei, sich zum zweiten Male verheiratet haben. Dav Gericht kann sich z ar dieser seiner Ansicht nicht anschließen, billigt ihm aber in weitgebendem Maße mildernde Umstände zu und verhängt gegen ihn eine Gefängnisstrafe von einem Jahr unter Anrechnung eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft. — Unter Ausschluß ber Oeffentl'.chkeit wird gegen den Schreiber Biermann von hier verhandet, der unter der Anklage des Verbrechens wider S 176 pos. 3 des Str.-G.-B. steht. Er wird von ber Strafkammer für schuldig erkannt unb unter Berücksichtigung seines jugendlichen Alters in eine G-.sängniSstrafe von 4 Monaten unter Anrechnung bet seit bem 8. März d. I. verbüßten Untersuchungshaft verurteilt. Gietzep, 14. Mat. Schöffengericht. Ein Student fand b.im »ächt.tchen Nachhausikomme.: den Schlüssel in brr G-'as'hür von innen stecken. Da ihm sein Hausherr trotz Schellmö nicht öffnete, drückte er bte Scheibe ein und schloß von innen auf. Wenige Tage darauf entfernte er ein Schild, auf das fein früherer Hausherr geschrieben hatte: »Za vermieten (Nicht an Studenten)." Das Gericht 'prach den Angeklagten frei, da ihm das Bewußtsein ber Rechtswidrigkeit gefehlt habe. Berlin, 14. Mai. Die Redakteure ber „Soziale Praxis", Professor Franke unb Dr. Heiß, warm wegen Beleibigung ber Meintngenschen Regierung angeklagt, ber sie Forstwucher vorgeworfen hatten. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung, ba die Angeklagten in Wahrnehmung berechtigter Jnteressm gehandelt unb weder die Absicht noch baS Bewußtsein ber Beleibigung auS dem Artkel hervorgehe. Berlin, 14. Mai. Infolge einer Schlägermensur hatten sich gestern „wegen Zweikampfes mit tätlichen Waffen" zwei Studenten der technischen Hochschule, Max Dehne aus Charlottenburg unb Georg Windeck aus Berlin, vor ber zweiten Strastammer am Landgericht II zu verantworten. Die beiden gehörten je einem Korps an und waren von ihren Korps dazu bestimmt worden, eine Befiimmungsmensur auszufechten. Am Verheyen Fahrräder etc. franzVerheyen.MeistersdiMahrer v. Europa Frankfurt a/M, Neue Mainzerstr. Ng77. - Corrn Spohrs H §etrnifteii erMmen- *\ant-Ä »eitere habe- x^ -i t ich S«er FE-I be ouders sor- : bie <2 s jn dürfte.*) interessant >e 5tra(f. em®«* •Äi :tcn giich-^Lq»! । -riel, ,JV f nad) XP' «D ii PljllhLhrun r ersten N M OMz! ! ein 5Piel']V j - [öwen^arfer& CU r^zUommandit-Gesellsch.zu CÖlll J. M. Schulhof gegründet 1836 Marktstraße 4. Telephon 119. Prompter Versandt nach auswärts. kann jetzt echon täglich abgeholt und auch angeliefert werden von 2931 Emil Schmall Hessischer Hof. Prima seldstgekelterten Aepfekwein empfiehlt 3887 FtlM M. Schäfer, Grünbergerftraße 6. E d°z z,j„-' ) ein k? chr Tr oi W. Prof. Khlar unVÄ ' ^äugeivandt m ic auf die ?’ neue d-r 19« urkundlichen -rde bem SU ernennen, J ndenken" qi. - gemeldet, daß ^i tajlid) dm ber g,. 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