Nr. 295 Sonntag 15. Dezember 1901 Drittes Blatt tritt). fr (2) (2) 1 1 1 Ertrinken 1 1 2 L Bei Katarrh, lOjahr. überrasch.Erfolge d.Apotheker Albrechts >6« u. Auiversttätr Apotheke, Drog. Hust. Gerhard. *) Verlag von S. Fischer in Berlin- Preis Mark 2,50. 2 2 (1) (1) (1) (1) (1) (1) 1 1 1 1 1 (1) (1) 1 2 1 1 1 1 1 151. Jahrgang Tuberkulose Krebs Stinunritzenkrampf Krampfen Gehirnkrankheit Bauchfellentzündung Leberentzündung Nierenentzündung l wöchentlich bet- gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Dchnlstratze 7. Udresie für Depeschen: Anzeiger Gießen. ^rnsprrchanschlußRr.51. gSS» g Abend bei TasSommaud^ jahreszeiteD iw**.!1;.. Option. derlos. Ehepaars - gejunden, hüblie Annn: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Lrolonialpost. König Malietoa. Aus Melbourne, 4. November, meldet die „Köln. Ztg.": Der soeben hier eingetroffene „New Zea- land Herald" bringt die Meldung, daß ihm von dem auf Levuka (Fidschi-Inseln) lebenden „Könige" Malietoa — samoanischen Angedenkens — ein Brief folgenden Inhalts mit der Bitte um Veröffentlichung zugegangen sei. Durch einen großen Teil der australischen Presse gehe die Mitteilung, daß Malietoa sich auf Veranlassung der deutschen Regierung entschloffen habe, nach Samoa zurückzukehren; dort solle ihm eine ähnliche Stelle eingeräumt werden, wie sein früherer Gegner Mataafa sie jetzt einnehme. Diese Zeitungsmeldungen seien durchaus unwahr, da er, Malietoa, weder Deutschland den Treueid geleistet habe, noch jemals dazu aufgefordert worden sei. Dr. Solf habe ihn seinerzeit in Levuka besucht und freundlich auf ihn einzuwirken versucht, ebenso habe Mataafa einen Brief friedlichen Inhalts geschrieben, doch werde er sich so lange ablehnend verhalten, bis seine Ansprüche voll erfüllt würden. Im übrigen trage er Deutschland keine Feindschaft nach und wolle keine Störungen in Samoa verursachen. Wetter verlautet, daß sich Malietoa an den Premier von Neuseeland, Seddon, mit der Bitte um deffen Vermittelung gewandt habe, aber rund abgewiesen worden sei. Malietoa wird, fürchten wir, den Tag nicht erleben, wo die deutsche Regierung „seine Ansprüche voll erfüllt." vorerst aber muß es heißen: „Bahn frei für das Parlament!" Dieses Ziel zu erreichen, ist des Schweißes der Edlen wert, und es giebt keine politische Errungenschaft, die dieser gleichzustellen wäre. Herr v. Koerber würde sich mit unvergänglichen Lor- becrn bedecken, falls es seiner Energie und seiner Vorsicht gelänge, dieses Traumbild zur Wahrheit zu machen. Huste», rauhem Aepfelsäure-Pastilleu. In d Apotheken u. Halse, Heiserkeit, bess. Drog. ä 80 Pfg. Haupt-Depots: Kirsch- Berschleimuug. u. Zluiversttätr Apotheke, Drog. Hust. Gerhard. Summa: 14 (6) 10 (6) 2 Mchrntliche Uedklficht brr Todesfälle in der Stadt Gießen. 49. Woche. Vom 1. bis 7. Dezember 1901. (Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (infL 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffcr: 28,10, nach Abzug von 6 Ortsfremden 16,O6°/co. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom V. MiiS ■piis tritt $5 Pf, 'M-»" adttheaA .... *•** eisseoj? sSs Ä8 Tante, riey» «’ SW 1. Lebensjahr: 2«—15. Jahr — 1 tragsvpfer zur Pflege und Erziehung leisten müsse, es nicht unerkannt in eine Lade legen und für immer von sich schieben dürfe, wie das früher gewesen, und an einzelnen Orten noch jetzt sei. Aber wenn man die endlose Kettte der Kindes morde verfolgt, die zum Teil doch auch aus der Furcht vor der Schande erwachsen, wenn man die vielen Verkommenden und Verkommenen unter der Berliner Jugend sieht, die allen Lastern von früh an preisgegeben werden, ohne daß je eine rettende Hand sich nach ihnen ausstreckt — oder doch meist erst, wenn sie die innerliche Kraft nicht mehr haben, sich aus dem Schlamm herauszuarbetten, dann entscheidet man sich vielleicht doch für die Rettung um jeden Preis, ohne etwas von der Mutter zu erfahren, ohne ihr Beitragspflichten aufzuerlegen. Warum soll nicht auch eins neben dem anderen existieren dürfen? S) verwerflich es sein mag, wenn eine Mutter sich für immer von ihrem Kinde trennt: ist es nicht tausendmal schlimmer, wenn sie — begabt mit diesen verwerflichen Instinkten — aus Mangel oder Geiz nun doch zur Verbrecherin wird? Eine große Anzahl erfahrener Aerzte sind längst für die Errichtung sogen. „Findelhäuser" eingetreten; auch die Kaiserin Friedrich hatte sich nach ernsten Erwägungen für dieselben entschieden; natürlich fehlt es auch nicht an Gegnern, die besonders mit der hohen Sterblichkeitsziffer in diesen Anstalten ins Feld rücken. Aber an die geradezu wunderbaren Fortschritte auf sanitärem Gebiete seit jenen bösen Tagen, aus denen ihre Erfahrungen noch stammen, denken sie nicht; die Engelmacherinnen, diese Hyänen des Jugendgartens, erwähnen sie nicht, und vor dem Dilettantismus in den meisten Wohlthätigkettsvereinen, der ein so langes, böses Konto aufzuweisen hat, schließen sie gutmütig die Augen. So wogt der Kampf hin und her. Aber ich glaube, man wird endlich doch zu einem gedeihlichen Ende kommen, das dem Uebel bis auf die Wurzel geht. Zweifellos darf sich Gabriele Reuter dann des Erfolges am meisten freuen, da sie die Frage wieder in Fluß gebracht hat. Weniger hoffnungsvoll steht es mit der leidigen Duell-t Erscheint täglich «u Ausnahme des Montags. Eie Siebener Zaiuiliev. »laner werden dem An- Mger hn Wechsel mit dem „Hess. Landwirt* »ad den „Blättern für hessische Volkskunde* Plaudereien aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) ffmdelhäuser für Berlin. — Der Kaiser und die Duellftage.— Wolzogeos neues Theater. In den Zetten herauffteigender Not treten die Mängel M> Schwächen mancher Einrichtungen für das öffentliche v.ohl krasser wie sonst hervor; denn die Verbrechen auf alben Gebieten mehren sich wie die Verzweiflungsthaten, mtib der allwöchentliche Polizeibericht über dieses trübe Ka- jiM wird immer umfangreicher und unbehaglicher. Es ist daher nicht gerade verwunderlich, daß die Frage der Findelhäuser, die für Berlin längst beseitigt schien, wieder au.s der Versenkung auftaucht, und eingehende Erörter- Mgen in der Öffentlichkeit findet. Gabriele Reuter, ine; ernsteste und ehrlickffte unter dem üppigen Nachwuchs den weiblichen Schriftsteller, hat mit ruhiger Sachlichkett tin.e Lanze für die Errichtung dieser Institute in Berlin ackvvochen, obgleich das „Findelhaus" in der Roman- Lüieratur verflossener Jahrzehnte eine böse Rolle spielte M> in der Erinnerung dieselben düsteren Perspektiven treaft, wie sie Tickens von seinem David Copperfield her- auffbeschwören läßt, der seine Kindheit bekanntlich in der als: Gegensatz geltenden „Privatpflege" verbracht hat. Nun esMeren in Berlin selbstverständlich verschiedene Vereine, die sich zum Teil mit viel Eifer und Aufopferung der üu'fgabe widmen, notleidende Säuglinge in gewissenhafte Mde zu legen; arme, verzweifelnde Vttttter vor dem xMusigen „ein Ende machen" zu behüten, ja der Berliner „.-Mderschutzverein", von Lina Morgenstern, der lap »seren Unermüdlichen begründet, hat seit dreißig Jahren Mos daran gearbeitet, dieser dunklen Seite des groß- Mischen Elends mehr und mehr Terrain abzugewinnen, inboem er gegen verhältnismäßig kleine Abgaben der »ter viele, viele Kinder in Obhut und Fürsorge genommen hat. Er steht auf dem Standpunkt, daß jede »ter iicb mit ihrem Kinde melden, ein kleines Beü- zuvor wissen, mit welchen Fragen sich die Ausgleichs-Beratungen befassen und was für ein Entgegenkommen unsere Gegner äußern werden. Die Verantwortung für ein eventuelles Mißlingen der Aktion hätten dann diejenigen zu tragen, die eine Herstellung der parlamentarischen Ordnung verlangen, ohne «hre intransigente Haltung gegenüber gerechten Forderungen des tschechischen Volkes aufgeben zu wollen." Und dann wird auch von vornherein den Tschechen die Widersinnigkett des erst jüngst wieder von einem Abgeordneten vertretenen Standpunktes: „Wir Tschechen können nichts opfern, wir haben nur zu verlangen" — demonstriert werden müssen. Es gehört ein übermenschliches Maß von Geschick und Geduld dazu, um die widerhaarigen Elemente, nachdem die Versuche zweimal fehlgeschlagen, wieder zusammen zu bringen. Für ein gutes Resultat der Verhandlungen, die jeder von Herzen wünschen muß, der es mit Oesterreich gut meint, erscheint jedoch die Teilnahme der Alldeutschen als eine ganz unerläßliche Vorbedingung, denn es steht zu besorgen, daß, sofern die deutsche Volkspartei, sotvie der verfassungstreue Grundbesitz sich zu irgend welchen Konzessionen herbeilassen, die nicht nach dem Geschmacke der Alldeutschen in Böhmen sind, die letzteren ihre Brüder im Stiche lassen und, wie dies schon so oft der Fall war, ihre Politik auf eigene Faust machen. Für Herrn v. Koerber ist viel erreicht, wenn er vorerst nur einen Waffenstillstand erlangt, sodaß das Parlament, freilich ohne viel Positives zu leisten — wie das Graf Taaffe zu bezeichnen pflegte — „fortzuwursteln" vermag. Welchen Zweck allerdings ein langsam dahinsiechendes, jeoer Initiative bares, den großen Fragen der Gegenwart nüchtern und blutleer gegenüberstehendes Parlament besitzt, kann sich ja jeder politische A-B-E-Schühe ausrechnen. Es ist auch fraglich, ob das schwere Geschütz der Parlamentsauflösung, das in der Reserve steht, im stände sein würde, die tschechische Festung zu nehmen, d. h. die Hindernisse hinweazuräumen, di e der Gesundung des Parlamentes entgegenstehen. Darum ist es sehr klug und folgerichttg, daß der Versuch eineri Ausgleichung der nationalen Streitfragen aufs neue unternommen wird. Herr v. Koerber scheint unseres Dafürhaltens recht gut zu thun, wenn er die ihm angesonnene Köderung der Tschechen durch die Gewährung der Eisenbahnverftaat- Uchung unterläßt. Denn es wäre dies einerseits ein Zeichen der Schwäche, und andererseits wäre die Regierung des Herrn v. Koerber oder irgend eine zukünftige in Fällen, wo das parlamentarische Räderwerk zu versagen droht, immer wieder gezwungen, die Obsttuktionsluft der Tschechen oder eventuell auch einer anderen Partei durch derartige gewaltige, den Staatsschatz schwer belastende Aktionen zu beschwichtigen. Diese Verstaatlichungsfrage ist doch wahrlich kein Kompensationsobjekt; der Finanzminister, Dr. v. Böhm, der vorsichttg in der Präliminierung ist und in nicht mißzuverstehender Weise erst jüngst in seinem Exposee auf die Notwendigkett der Zurückstellung vieler wichtiger Wünsche hingewiesen hat, würde, ohne die staatsfinanzielle Lage zu trüben, nie und nimmer unter den gegenwärtigen Verhältnissen zu der kostspieligen Ber- staatlichungsaktion seine Zustimmung geben — es wäre denn, daß sich das Parlament zu einer durchgreifenden Erhöhung der Tarife verstände, und daran ist natürlich nicht zu denken. Nein! Davon, daß die Eisenbahnen als Vorspann für die Verständigungskonfercnzcn der Tschechen und Deutschen benutzt würden, kann keine Rede sein! Die Tschechen sollen ja ihre zum Teil wegen der erhofften Tschechisierung der Beamten so sehnlichst erwünschte Verstaatlichung der Staatsbahn und Nordwestbahn bekommen, Harnblasenentzündung 1 Wochenbettfieber 1 unbekannten Ursachen 1 bet: - rotrb |oj. retoum.- J Mosse, Frattfr A. B. 6726. 8]; ÄlmW Letten zu pachten > t Offerten unter (tii Petition, d. Bl, ak Ütswabl zum SdenaitsfeflloMi reiche Parteien a. ie soj. zAusw. Senk >r.,Nefontt,Bnliv । Heirat vermitte: * Frag Krämer, Leip 8. Auskunft gegen!. Tschechisch-deutsche Ausgteichspräludien. Die Lösung des Nativnalitätenkonfliktes in Oesterreich P das unverrückbare Ziel, dem jede Wiener Regierung mstreben muß, und wenn der Ministerpräsident Dr. von Merber neuerdings den Faden der Verständigung zwischen den Tschechen und den Deutschen aufzunehmen bemüht ist, al»o gewissermaßen den Ariadnefaden, der ans dem natio- va len Labyrinth herausfübrt, so darf dieses Beginnen sicherlich der Zustimmung Der weitesten Kreise von vornherein gewiß fein. Man muß die Geduld und den Mut deS Kabinetts Koerber bewundern. Nach den traurigen Erfahrungen, die bald nach seiner Konstttuierung und dann in diesem Jahre in Mähren bei den von Dr. von Kmerber in die Wege geleiteten Ausgleichskonferenzen znischen Tschechen und Deutschen gemacht worden sind, ist erL gewisser Skeptizismus hinsichtlich des Gelingens des neueften Versöhnungsversuches wohl am Platze. Und doch Wirte mit ein klein wenig Nachgiebigkeit das Problem des dattsch-ffchechischen Ausgleiches zu lösen. Freilich dürfen nicht gleich von vornherein die Quellen der Versöhnung verschüttet werden, indem die Tschechen auf dem dick- sckädeligen Standpunkt verharren, es habe, bevor sie in irgend welche Diskussion über die Abgrenzung der deutschen Ll»rachgebiete, über die Besetzung Der Gerichtsbarkeit in ben tschechischen und deutschen Bezirken, kurz über den gmnzen Rattenkönig von Fragen, die mit dem tschechisch- dattschen Nationalltätenstteit verbunden sind, eintreten, nichts Geringeres als die bedingungslose Einführung der inneren tschechischen Aussprache und noch so eine Kleinig- kett, nämlich die Errichtung einer tschechischen Universität in Brünn, zu erfolgen! Geben die Tschechen diesen Standpunkt nicht auf, so würde die Beschickung der Konferenz ihrerseits lediglich einer Farce gleichkommen. Stan darf wohl annehmen, daß der Kabinettschef, der ja bei aller ^rrückhaltung und bei aller Leidenschafts- lofflgt'eit niemals ein Blatt vor den Mund nimmt, den Tschechen, die in den letzten Tagen mit ihm eben wegen de-. Verständigungsproxektes konferierten, nahegelegt hat, daff ein derartiges Verhalten unan gängig sei. Der eine TÄrnsch durchzieht alte Gaue Böhmens vom alldeutschesten bis zum alltschechischesten Bezirke: Heraus aus der nationalen Sackgasse! Die großen wirffchafttichen Fragen des Tages greifen zu tief ein in das Leben der Hewölkerung, als daß sie durch die Bockbeinigkeit, mtt der- die Tschechen die Lösung der Nationalitätenft:age nach iihrer Faeon erzielen wollen, in den Hintergrund gedrängt werden Dürften. Dessen scheinen nun auch langsam die Führer des tschechisck>en Volkes inne zu werden, und darum ist man geneigt, dem bevorstehenden, voraussichtlich während oder nach der Budgetdebatte gegen Ende Januar oder Anfangs Februar in Aussicht genommenen Gedankenaustausch zwischen den Tschechen und Deutschen eine etwas günstigere Prognose zu stellen. Wir möchten allerdings vor nr^enDwelchen übertriebenen Erwartungen warnen, denn wach den Erfahrungen, die man bei ähnlichen Versuchen im Jahre 1890, dann wieder bei den zwei letzten in der Aeica Koerber gemacht hat, scheint uns ein Ausgleich der Gegensätze mtt unendlichen Schwierigkeiten verbunden zu fein, obivohl sich die Gegensätze ein klein wenig gemildert halben. Auch die Deutschen müssen sich der Mäßigung be- fleiißigen, wie sie ja immer trotz der tschechischen Winkelige sich $n einer Verständigung ohne Nervosität und chme Ungeduld bereit zeigten. Das freilich kann man von Len Deutschen nicht verlangen, was Prinz Schwarzenberg «mb fast mit denselben Worten eine Kundgebimg des feu- Men Großgrundbesitzes als Postttlat aufstellt: „Wir wollen frage. Man wartet auf allerlei schroffe Kundgebungen.- Aber außer etlichen kräftigen Zeitungsartikeln regt sich vorläufig noch nichts; denn die geschäftsmäßigen Eouplet- Anspielnngen sogen. Berliner Humoristen sind ebenso fade wie wertlos. Keine große Bühne tritt mit einem klärenden Stück auf den Plan, fein moderner Dichter findet die Flammenworte, die unhaltbaren Zustände zu brandmarken — und die Rede des Kaisers vor dem Offizierkorps des 1. Garde-Regiments in Potsdam wird in einer Art dementiert, die jeden Zweifel ausschließt. Auf dem Gebiete des Theaterwesens hat sich Weltbewegendes nicht zugetragen. Otto Ernst, der Flachs- mann-Dichter hat mit feiner „größten Sünd e", einer revidierten Jugendarbeit, keinen Erfolg erringen können; auch Hauptmanns „r o t h e r H a h n"*) wird nicht lange krähen. Wolzvgen hat sein neues „Buntes Theater" endlich eröffnet. Es liegt hinter der Jannowitz- Brücke, in der Köpnicker Straße, etwas weit nach Osten, ist aber wegen seiner originellen Ausstattung, in der das Praktische mit der Farbenfreude zu wetteifern scheint, wohl eines Besuches wert. Wenn man sich an die anfänglich grellen Effekte gewöhnt hat, fühlt man sich recht behaglich in dem hübschen Hause, das auch die nachahmenswerte Einrichtung einer Luft-Erneuerung durch einen Ozon-Motor aufweist. Im übrigen ist die lieber» brettl-Kunst ziemlich dieselbe geblieben, trotz aller Reden und Kritiken. Ja, manche haben es am Alexanderplatz int Vorjahre amüsanter gefunden. Daß Sada Yacco, die japanische Düse, und Loie F u l l e r, die Flammentänzerin> jetzt bei ihm gastieren, zeigt ziemlich deutlich, wie sehr der neue Kurs dem alten ähnelt, wenn nicht die Linie gar im Absteigen begriffen ist. Das ist eben nicht Höhenkunst, sondern Sehnsucht nach den ausverkauften Häusern von ehemals. U. R, GletzenerAnzeiger W General-Aineiaer v Unwersttäts - Druckerei Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen __" ** ' V9 zeigenteil: Hans Beck. in Zirkeln erteilt r. Fron, LrM to. bautet Üig aeffochlm. .hikißm.,Selters lerbeittagev, vütze kvuell, Buchsührr: «richten wirb bch: i, unt 04972 anb.r il^Hühuerhmi |uu weiß und b: imt braunen Plns,^Äausen, ^touveaut^ in Gürteln, Vorsteckern und Bändchen. 784r Ball-Chales, Gapes, Ballblumen, Bändern und Spitzen Aeuyeiten in Hteaenschirmen iür tn'^ctonnter^oUöcr^SucüTto^irTuligsten Preisen. Bahnhosftr. 2« Fangmann. 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