Nr. 217 Zweites Blatr. Sonntag 15. September 1901 eit im Un- aber nur schwach auf das An- 151. Jahrgang Buffalo, 13. Scpt. Verwandten Mac Kinleys, Persönlichen Freunde Haden deuten genommen, der gleich 7 Uhr 15 Min. abends. Die die Kabinetsmitglieder und die soeben Abschied von dem Präsi- darauf in Bewußtlosigkeit verfiel. 7 Uhr 50 Min. abends. Der von Belcbungsmittclu. Er verlangte nach seiner Gattin, die sich sofort an das Krankenlager begab. Der Präsident verfärbt sich allmählich. Der Körper wird kalt. Er kann jedoch noch bis 2 Uhr leben. Der Puls ist kaum zu fühlen. Buffalo, 13. Sept. 9 Uhr 53 Min. abends. Der Gebrauch von Oxygen wurde für einige Zeit eingestellt. Bevor der Präsident endgültig das Bewußtsein verlor, sagte er zu seiner Frau „Lebe wohl". Es wurden dann leise Worte gehört. Die Näherstehcnden verstanden „Mein Gott, Dir". Kurz vorher hatte er die Aerztc gebeten, ihn sterben zu 13 Sept. 10 Uhr 59 Min. nachts. Die Glieder Mac Kinleys sind bereits seit geraumer Zeit kalt. Der Präsident liegt seit mehr als 3 Stunden bewußtlos da. Buffalo, 13. Sept. 11 Uhr 7 Min. nachts. Tr. Buruey erklärte, der Patient könne noch mehrere Stunden leben, obwohl er kaum noch atme. Buffalo, 13. Sept. 11 Uhr 45 Min. abends. Bisher ist keine Verändcrnng in deut Zustande des Präsidenten eingetreten. New-York, 13. Sept. 7.80 Uhr abends. Abends um 7 Uhr lebte McKinley noch. Aber es ist keine Hoffnung auf Erhaltung vorhanden. * Tas erschütternde Ereignis, das nach den vorstehenden Telegrammen vorauszusehen war, ist eingctreten. Im Laufe des Vormittags haben wir bereits durch Extrablatt das Tele- Buffalo, 13. Sept. 5 Uhr 48 Min. nachmittags. Die Familie Mac Kinleys wurde ans Sterbebett gerufen. Die Aerzte geben keine Hoffnung mehr. Der Sekretär Mac Kinleys gab 5.37 Uhr folgendes bekannt: Nach dem Bericht der Aerzte ist der Zustand des Präsidenten ernst. Der Präsident leidet an äußerster Entkräftung. Er bekam Sancr- stoff einzuatmen, reagierte regungsmittel. , Erscheint täglich mit Ausnahme des MontaqS. Die Gießener Familien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den -©lottern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei» gelegt Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr.51. Buffalo, 13. Sept. Präsident erwachte soeben aus der Bewußtlosigkeit infolge AmUicher Feil. Gießen, den 12. September 1901. Eetr.: Die Bezahlung der Kreisumlagen pro 1901/02. Das Großherzogliche Kreisamt Giefin an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie hiermit, soweit dies noch nicht geschehen ist, den Gemeinde-Einnehmer zur alsbaldigen Abführung der ersten Rate der Kreisumlage pro 1901/02 an den Kreiskasserechner Kauß dahier anzuweisen. v. Bechtold. Die Kaiserzusammenkunft bei Hela. Auch das letzte Flottenmanöver am Donnerstag vor den beiden Kaisern verlief vortrefflich. Die beiden Kaiser besuchten zunächst den Kreuzer „Warjag", dann begab sich Kaiser Wilhelm in russischer Marineuniform zwischen 10 und 10 einhalb Uhr auf das Flaggschiff und empfing dort den russischen Kaiser, der deutsche Uniform trug. Kaiser Wilhelm erließ auf dem „Warjag" eine Kabinettsordre, worin er infolge der lebhaften Anerkennungen, welche der russische Kaiser den hervorragenden Leistungen der deutschen Flotte gezollt hat und zur Erinnerung, daß der Kaiser während des Zusammenseins bei den Flottenmanövern russische Ma- rineunrfvrm mit dem Dolch trug, bestimmt, daß die Seeoffiziere der deutschen Marine in gleicher Weise, rote die russischen Seeoffiziere den Dolch eines Fähnrichs zur See mit einer schwarzen Bandkovpel als Interimswaffe tragen. Tie Flotte begann sofort mit Evolutionen, worin das zweite Geschwader unter Admiral Arnim in der Kiellinie die Linie des ersten Geschwaders unter dem Prinzen Heinrich durchbrach. Um ein Uhr wurde das Gefecht abgebrochen, um zwei Uhr ankerte die Flotte bei Hela. Nach Beendigung der Gefechtsübung der Flotten fuhren die bet den Kaiser zur Segclhacht „Iduna", um diese zu befichttgen. Hierauf begaben sie sich an Bord der „Hohen zollern", woselbst Prinz Heinrich, Großfürst Alexis, die Gefolge und Admirale bereits versammelt waren. Tie Mittagstafel fand gegen zwei Uhr statt. Kaiser Wilhelm saß zwischen dem Zaren und dem Großfürsten Alexis, auf der anderen Seite des Kaiser Nikolaus Prinz Heinrich. Gegenüber den Kaisern Graf Bülow zwischen dem russischen Minister des Auswärtigen Grafen Lambsdorff und dem Minister des kaiserlichen Hofes Baron Fredericks. Nachdem die Tafel aufgehoben war, verweilten beiden Kaiser noch längere Zeit an Teck inangeregter Unterhaltung und Zeichneten viele Anwesende durch Ansprachen aus. Alsdann nahmen die Kaiser von dem Großfürsten Alexis und Prinzen Heinrich auf's Freundlichste Abschied. Diese verließen dte „Hohenzollern", ersterer um sich nach Tanztg zu begeben,, Prinz Heinrich, um zu seinem Geschwader zurückzukehren. Bevor die russischen Gäste von dem Grafen Lambsdorff ferne lebhafte Freude aus, ihn hier habe begrüßen zu können. Ter Zar reichte zum Abschied dem Retchstanzler und Herren des Gefolges des deutschen Kaisers und den Admiralen die Hand, und gab dabei in warmen Worten seiner Befriedigung über die mit Kaiser Wilhelm verlebten Tage Ausdruck. Beide Kaiser bestiegen das VerkehrsbootHulda", das sie zum „Standart" ftihrte. An Bord der rusfifchen Kayeryacht verabschiedete sich Katser Wilhelm in herzlichst,^ Weise vom Zaren. ' Nachdem der Kaiser auf die „Hohenzollern" zurück- geteyrt war, lichteten die beiden Kaiscryachten die Anker. £IC l!1 Lart" hon der „Hohenzollern" gefolgt, durch £5 t der in zwei Kiellinien ankernden Flotte. Die rvMise hatten über den Topven geflaggt. Tie Mannschaften paradierten, der Kaisersalut wurde gefeuert. Als die Flotte passiert war, und oie Kaiseryachten die Höhe von Hela erreichten, schlug der „Standart" den Kurs nach Kiel ein, während die „Hohenzollern" sich nach Neufahrwasser wandte. Tas letzte Hurra auf den beiden Katserschiffen erschallte, die Monarchen winkten sich noch! einmal auf den Kommandobrücken stehend zu. Allmählich entschwand die russische Kaiseryacht am Horizont. Die „Hohenzollern", der die deutsche Flotte folgte, erreichte Neufahrwasfer gegen einhalb 7 Uhr abends. ♦ * • Tie österreichische Presse fährt fort, die Kaiserbegegnung freundlich zu besprechen, und als eine Besiegelung des Weltfriedens zu beurteilen. D-o schreibt das „Fremden- blatt": Die Welt erfahre nun, daß die Interessen Deutschlands . und Rußlands nirgends unvereinbar seien, und also ein Konflikt zwischen den beiden mächtigen Nachbarstaaten immer vermieden werden könne. Der persönlichen Freundschaft der Monarchen schließe sich, die politische Freundschaft der Staaten an, und gleichzeitig stehe Deutschland in den allerbesten Beziehungen zum britischen Reiche, der Traht nach London brauche also nicht zerschnitten zu werden, damit der Traht nach Petersburg wieder fester geknüpft werden könne. Deutschland habe gleichzeitig die vortrefflichsten Beziehungen zu allen Mächten. Es stehe im innigen Bundes-Verhältnis mit Oesterreich-Ungarn und Italien, selbst in Frankreich sei eine. Abschwächung der Revanche-Idee deutlich zu konstatieren. Die deutsche Politik möge auf diesen Erfolg mit Recht stolz fein. Die Danziger Flottenmanöver gäben der Welt zu wissen, daß Rußland entschlossen sei, auch mit der Weltmacht Deutschland Frieden und Freundschaft zu halten. Auch in Frankreich bespricht man die Entrerevue bei Danzig in sympathischer Weise. Das „Journal des Debats" meint, Kaiser Nikolaus habe die Einladung des Kaisers Wilhelm umso lieber angenommen, als er, sobald die Welt an die Existenz des französisch-russischen Bündnisses erinnert wurde, niemals ermangelte, kundzuthun, daß diese politische Kombination keinerlei Aenderuna in den Beziehungen Rußlands zu seinen westlichen Nachbarn zur Folge hätte. Frankreich habe keine Ursache, hieraus irgend welche Beunruhigung zu schöpfen; man könne sogar sagen, daß beim gegenwärtigen Stand der internationalen Politik Frankreich nichts zu gewinnen hätte, wenn der Zweibund eine unfreundliche und aggressive Haltung gegen Deutschland beobachten würde. Es könne gelegentlich gar nicht schlecht sein, wenn die Beziehungen des Zaren zu Kaiser Wilhelm die Beziehungen zwischen den drei Mächten erleichtern würden. Buffalo, 13. Sept. 1 Uhr nachm.: McKinley ist nicht int stände, die durch Injektion eingeführte Nahrung zu behalten, da die Schleimhaut sehr gereizt ist. GH besteht beständige Gefahr eines plötzlichen Nach- lassens der Kräfte und vollkommenen Coltavsis. Tie Aerzte sind , der Meinung, wenn der Präsident oie Nacht überlebe, bestehe weitere Hoffnung. Tie Aerzte find über die V e r ä n d e r u n g in der H er u 1 * ”11 u . 1: T.. klaren, sie vermögen die Ursache der plötzlichen! Herzschwäche nicht'festzustellen. Paris, 13. Sept. 10 Uhr nachts. Die bisher eingc* laufenen Telegramme lassen keinen Zweifel mehr zu, daß McKinley int Sterben liegt. Vor dem „New-York Herald" erwartet ein zahlreiches Publikum, meistens Ameri- kaner, in schmerzlicher Erregung den Anschlag der Depeschen, die immer trostloser lauten. Wien, 13. Sept. 12 Uhr nachts- Die hiesige amerikanische Gesandtschaft erhielt heute abend vom Staatssekretär Hay aus Washington folgende Depesche: Kritische r Rückfall, Verschlimmerung, wir hoffen noch immer. Buffalo, 13. Sept. 5 Uhr abends. (Reuter.) Präsident McKinley liegt int Sterben. Buffalo, 13. Sept. 6 Uhr abends- McKinley liegt in den letzten Zügen. Seine Familie wurde ans Bett gerufen. Eine gewalttge Aufiegung herrscht in der Stadt. Tie Zeitungsbulletins sind von aroßen Menschenmengen umlagert. Das Attentat auf Mae Kinley. Als die schweren Verwundungen des Präsidenten Mac Kinley bekannt wurden, konnte man aus dem Munde von Aerzten den Ausspruch hören, daß es geradezu ein Wunder sein werde, falls Mac Kinley gänzlich wieder hergestellt würde, und daß es selbst dann noch ein Wunder sei, wenn er leben bliebe und unter den Folgen des Attentats dauernd zu leiden hätte. Doch schien es, als ob die Aerzte zu schwarz gesehen und die kräftige Konstitution des Präsidenten unterschätzt hätten. Sie mußtett sich davon überzeugen, daß Mac Kinleys Zustand von Tag zu Tag besser wurde. Und schon glaubte man, daß jede Gefahr für oas Leben des Präsidenten gehoben sei. Lauteten doch die ausgegebenen Bulletins von Stunde zu Stunde günstiger. So begann das lebhafte Interesse an dem Zustand des Präsidenten allmählich schon zu erlahmen, und andere Begebenheiten traten in den Vordergrund. Da kam am Freitag plötzlich und ganz unerwartet die Nachricht von einer Verschlimmerung, die am Donnerstag eingetreten fei. Schon der am Morgen dieses Tages ausgegebene i Krankheitsbericht lautete nicht ganz zufriedenstellend. Doch legte man dieser Nachricht feinen großen Wert bei und glaubte, daß es sich nur um eine vorübergehende Er- cfjeinung handle. Aber int Laufe des Tages wurde der Zustand desPräsidentenimmerschlechte r, und nach den letzten Nachrichten ist keine Hoffnung auf Genesung mehr vorhanden, ist das Ableben des Leiters der Republik jede Stunde zu erwarten. In dem Augenblick, in dem diese Zeilen geschrieben werden, weilt er vielleicht schon nicht mehr unter den Lebenden. Wir haben bereits in unserer gestrigen Nummer unter )en letzten Nachrichten in mehreren Telegrammen von der Verschlimmerung im Befinden des Präsidenten berichtet. Seitdem sind uns noch eine Reihe weiterer Telegramme zugegangen, in dem der Inhalt der ersteren bestätigt und ergänzt wird. Buffalo, 13. Sept. Ueber den Umschlag im Befinden des Präsidenten wird folgende Darlegung gegeben: Kurz nach 2 Uhr früh begannen die Kräfte zu sinken. D-er Umschlag im Befinden trat gestern nachmittag ein, als die Verdauungsorgane versagten, und Nahrungsaufnahme dringend notwendig wurde. Da die ihm einige Tage lang auf künstlichem Wege zugeführte Nahrung nur teilweise genügt, schritt man zur Ernährung auf natürlichem Wege, wahrscheinlich war aber der Magen noch nicht genügend zur Nahrungsaufnahme geeignet. Obwohl der Fleischsast, der dem Patienten durch den Mund zugeführt wurde, ihm das erste und zweite Mal gut bekam, stellte sich gestern vormittag heraus, daß ihm die Nahrung nicht werter bekam. Es entstand zum ersten Mal wirkliche Besorgnis. Der Puls war enorm hoch und hatte 126 Schläge. Die Temperatur betrug 100,2 Grad. Tie Herzschwäche nahm bedenklich zu, der Zustand des Präsidenten verschlimmerte sich ständig. Um Mitternacht war die Lage kritisch. Es wurde dem Kranken Calomelöl gegeben, um die Eingeweide geschmeidiger zu machen und Digitalis, um das Herz zu beruhigen. Kurz nach zwei Uhr wurde konstatiert, daß das Herz rmmer schwächer wurde. Ter Puls schlug fieberhaft. Der Präsident brach zusammen. Das Ende schien nahe. Es wurden nochmals Digitalis und Strychnin gegeben, und als letztes Mittel eine Salzlösung innert, ohne unmittelbaren Erfolg. Man machte sich mit dem Gedanken vertraut, daß der Zustand äußerst kritisch sei. Buffalo, 13. Sept., 10 Uhr vorm. Frau McKinley ist bisher noch nicht von der Verschlimmerung im Befinden des Präsidenten in Kenntnis gesetzt worden. Die Aerzte beschlossen, ihr den Zutritt zu ihrem Gemahl zu versagen. Ein Son der zu g ist von Albany angegangen, um den Vizepräsidenten hierher zu führen. Kurz nach neun Uhr erklärte einer der Aerzte, daß es dem Präsidenten besser gehe als früh morgens. Er und seine Kollegen seien zwar sehr besorgt, hätten aber nicht alle Hoffnung aufgegeben. Ein Spezialist für Herzkrankheiten ist hierher berufen worden. — Fünf Aerzte sind am Krankenlager versammelt. Buffalo, 13. Sept., 10.30 vormittags. Die im letzten Bulletin erwähnte Besserung im Befinden des Prä- identen ist ni ch t erheblich. Tie extremsten Hilfsmittel ind noch nickt angewendet worden. Die Aerzte erklären >en Zustand des Kranken nickt für absolut hoffnungslos, aber das sei alles, was sich sagen lasse. Buffalo, 13. Sept., 12.30 mittags. Die Krisis tm ZustandMcKinleysist auf Darmentzündung zu- rückzuführen, welche eine Fortsetzung der künstlichen Ernährung unmöglich macht. Demnach ist der Verfall der Krä fte nicht mehr aufzuhalten, und die Auklö sun g eine Frage kurzer Zeit. Bekanntmachung. Betr.: Pferdemarkt in Gießen. Am Mittwoch dem 18. l. Mts. findet auf demVieh- marktplatz hinter dem Schlachthause Pferdemarkt statt. Zur Verhütung von Unglücksfällen wird das Betreten des Viehmarktplatzes und seiner Zufuhrwege auf der Süd- und Westseite des Schlachthauses von der Rodheimerstraße aus durch Kinder unter 14 Jahren verboten. Gießen, 14. September 1901. I. V.: Roth. _______________ Bekanntmachung. In der Zeit vom 31. August bis 14. September 1901 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 gold. Damenuhr, 1 Stück Sammt, 1 Stroh- Hut, 1 Umhängetuch und 1 Waage mit zwei Geroichtsteinen; verloren: 1 gold. Damenuhr mit Kette, 1 gold. Ring, 1 Damen-Portemannaie mit Inhalt, 1 schwarzer Damengürtel und 1 grünes Plüschtäschchen mi Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 14. September 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. GießenerAnzeiger 3 W General-Anzeiger ** v v Unioersitäts - Druckerei Amis- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen _____ , ___________ lV' zeigenteil: Hans Beck. Die Aussichten der Buren. Aus Lourenco Marques im August ist ein in der „Süd- • • w. i i Mß /> • .V , .erunttUhT VW' oB und wie weit eine Wcr- I8 u"t,r btr amerikanischen Rcgicr- 3r und mebr ble Beziehungen zu Teutschlund unmöchich cht^cs?a das- «'^"b,"°ltaltete, -Eintritt. Nicht unmogucy i)t es ia, das; Roosevelt als Präsident so angenehm enttäuscht, wie dies bei “nä gramm bekannt gegeben, da§ uns den Tdd des Präsidenten meldete: Geschäfte gemacht. Erst haben sie ihnen Waffen gegeben und ie gegen die - Buren gehetzt. Sie haben damit wirklich die cheußliche Ermordung einer Anzahl von Frauen und Kindern und einiger im Schlaf überfallener Männer erreicht. Bei diesem der englischen Kriegsführung würdigen Erfolg blieb es. Viel zu sehr fürchten die Schwarzen den Buren, viel au sehr sehen sie in ihm ihren natürlichen Herrn, vor )em ihnen Demut und Ehrfurcht angeboren ist, als daß ie einen wirklichen Aufstano wagen sollten. Sobald die Buren erklärten, jeden bewaffneten Barbaren erschießen zu wollen — fingen die Kaffem an, die Waffen gegen die Engländer selbst, von denen sie dieselben empfangen hatten, zu kehren. Und vor dem Rotrock ist der Kaiser noch nie bang gewesen; den hat er zu oft geschlagen; uno abends, bei ihren Wachtfeuern, erzählen Die Zulukrieger noch oft wie ein kleiner Trupp von ihnen am Rande eines Maisfeldes ein Kommando Engländer überraschte, denen die Sorge ür ein Königskind, den Prinzen Lulu Napoleon, überlassen var, und wie die Feiglinge in glänzenden Uniformen davon lüchteten, ohne auch nur einen Schuß zu tyun und den Vrinzen unter den Assagays der Zulus abschlachten ließen. „Wenn wir gewußt hätten, daß es ein wirklicher „Koos", ein Königskind, war, hätten wir ihn nicht getötet, aber wer konnte denken, daß Männer einen Fürsten so im Stich lassen" — so erzählte mir ein alter Zulu, der mit dabei war. Es ist denn nun auch richtig so weit gekommen, daß die Engländer ihre pazisizierenden Maßregeln den Kaffern gegenüber anwenden, d. h. das Niederbrennen von Wohn- tätten, Wegnehmen von Lebensmitteln u. f. w- Ein furchtbarer Kafsernaufthand wird eines Tages Die Folge davon ein. In lebhafteren Fluß werden die Bewegungen freilich erst zu Beginn des Sommers kommen. Wenn dort Drüben ms Laub herbstliche Färbung annimmt und raschelnd zu Boden fällt — dann beginnt hier ftisches Gras auszu- prießen; dann haben die Burenkommandos wieder Futter ür ihre Pferde, dann können sie sich freier bewegen. Und mnn, dann sollen Sie sehen, wie die englischen Zeitungen wieder einen „Unfall" nach dem anderen werden berichten müssen . .So hat denn der Mordbube die traurige Genugthuung, . sein „Werk" geglückt zu sehen. Ihn erwartet allerdings dings nach dem Verscheiden seines Opfers die Todesstrafe, und der Staatsanwalt kann sich die scharfsinnigen Bemühungen sparen, gegen den Verbrecher eine solche Reihe von Thaten geltend zu machen, daß dieser, statt mit zehn Jahren Gefängnis davonzukommen, der Ahndung für ein Attentat ohne tödlichen Ausgang, bis zu dreißig Jahren Gefängnis zu verbüßen gehabt hätte. Aber die Todessttafe übt längst keinen Schrecken mehr aus auf die Anhänger der „Propaganda der That"; sie rechnen kaltblütig mit dieser „Konsequenz". Welcher Gegensatz, wenn man die Schilderung von der humanen Behandlung des Mörders — wir haben davon berichtet — mit Den erschütternden letzten Berichten vom Sterbebett McKinleys vergleicht! Wie der Präsident, fahlgelben Antlitzes, erloschenen Blickes, vergeblich sich müht, die Hand zur Sttrne zu führen, die keine zusammenhängenden Gedanken mehr zu fassen vermag; wie die Aerzte dem unsäglich Leidenden die Schmerzensqualen zu lindern versuchen; wie die Gatttn des Sterbenden auf die Katastrophe vorbereitet wird. Dem feigen Mordbuben aber ergeht es gut; ihm fehlt es weder an Rücksichtnahme, noch an einem Komfort, den viele Hun- derttausende ehrlicher Leute nicht haben, noch an der allgemeinen Beachtung, die der Eitelkeit der Anarchisten am meisten schmeichelt und vielleicht, ja wahrscheinlich eine Triebfeder ihrer Verbrechen ist. McKinley ist 1844 zu Niles im Staate Ohio geboren, widmete sich nach Absolvierung der Schule dem Rechtsstudium, trat 1861 beim Ausbruch des Bürgerkrieges in die Armee ein, und brachte es bis zum Major. Nach Beendigung des Krieges ließ er sich 1866 in Albany als Advokat nieder, beteiligte sich indessen eifrig an der Politik. Von 1877—1890 war er ununterbrochen Mitglied des Kongresses in Washington. 1896 wurde er zum Präsidenten erwählt. Das Hauptereignis seiner Präsidentschaft war der Krieg gegen Spanien, der zur Eroberung Kubas und Porto- ricos und zur Abtretung der Philippinen und der Insel Guam (Marianeninseln) an Amerika führte. Der Krieg gab Anlaß zu einem starken Aufflammen des amerikanischen Patriotismus, so daß man bald von einem Imperialismus in der Union zu sprechen begann. Für McKinley selbst hatten die äußeren Erfolge der amerikanischen Politik den Erfolg, daß er im vorigen Jahre für eine neue vierjährige Amtsperiode wiedergewählt wurde. Ter Präsident McKinley war auf dem besten Wege, eine langersehnte Annäherung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa herbeizuführen, eine Annäherung auf wirtschaftlichem Gebiete. Seine letzte Programmrede, gehalten einen Tag vor dem Attentat, gewährte einen verheißungsvollen Ausblick, daß die Vereinigten Staaten das System einer übertriebenen Abschließung durch Schutzzölle, das den Namen McKinleys trägt, allmählich reformieren und dadurch die Union zu Handelsverträgen geeignet machen würden, wobei Amerika nicht nur der empfangende Teil war. Es ist bis auf weiteres zweifelhaft, ob ein Mann wie Roosevelt, der der 9!achfolger im Amt des Präsidenten ist, diese Hoffnungen erfüllen wird. Roosevelt ist der Typus zeichneter Brief datiert, der nach verschiedenen Richtungen hin Interesse bietet und namentlich auch über die Stimmung in Lourenco Marques aufklärt. Das Schreiben lautet: Wilde Gerüchte durchschwirren die Luft. Die einen erzählen von Burenkommandos, welche die Grenze der portugiesischen Kolonie überschritten haben und im Anmarsch auf Lourenco Marques begriffen sein sollen; die anderen melden gar von Kaperschiffen, welche draußen vor der Bai kreuzen. Leider sind all Diese Gerüchte verfrüht, wahr ist nur — und das ist belangreich genug — daß es der hiesigen portugiesischen Einwohnerschaft ganz gleichgiltig ist, ob die Buren Lourenco Marques von der See oder vom Lande aus wegnehmen, wenn sie es nur überhaupt nehmen und dem jetzigen, unerträglichen Zustand ein Ende bereiten. Denn so unwürdig ist die Lage der Kolonie, daß sie jedem Portugiesen die Schamröte ins Gesicht treiben muß. Ueberall, in der ganzen Verwaltung, tritt der Engländer als brutaler Regent auf — Eisenbahn und Zollwesen, Hafenpolizei und Gerichtsbarkeit sind nur den äußeren Formen nach portugiesisch; in Wirklichkeit geschieht allenthalben, was der Engländer will, und von neutralem Verhalten Transvaal gegenüber ist nirgends die Rede. Die Bevölkerung aber ist durch und durch transvaal- freundlich und empfindet das uns zugefügte Unrecht als eine ihr selbst angethane Schmach. Und so ist denn der unerhörte Zustand eingetreten, daß die Bevölkerung dieser Kolonie mit wahrer Sehnsucht den Moment herbeiwünscht, da die Buren als offene Feinde ins Land fallen und den geheimen Feind, den Engländer, mitsamt der feilen portugiesischen Regierung aus dem Lande jagen. . Vom Kriegsschauplatz erfahren wir aus den «offiziellen englischen Berichten nichts anderes, als daß das Pazifi- kationswerk rüstig fortschreitet, d. h. sinngemäß übersetzt, daß Frauen und Kinder der kämpfenden Buren in den sogenannten Conzentrationslagern weiter ermordet werden (teils mittels Hungers und Entbehrungen, teils vermittels eingeschleppter Krankheiten, teils auf andere Weise); wir hören ferner aus der gleichen Quelle, daß jetzt nicht nur die Frauen der Buren, sondern auch die Kraals der Käftern vernichtet und verbrannt werden, so daß zuletzt niemand in dem noch vor zwei Jahren so gesegneten Lande wird Hausen können, als der englische Lohnsoldat, der von über See aus verpflegt wird; und man berichtet uns endlich, daß all diese englischen Maßregeln von einem geradezu großartigen Erfolge begleitet seien, daß die Buren haufenweise sich ergäben und daß De Wet, Telaray, Steijn und >ie anderen Generale eigentlich ganz ohne Truppen da- händen. Hm, uns hier will bedünken, als ob an diesen englischen Berichten eigentlich nur die Grausamkeiten wahr seien. Im übrigen stellt sich' das Bild der Lage, wie wir es uns nach mündlichen Erzählungen über die Grenze gelaufener Kaffern und versprengter Buren bilden, ganz anders dar. Danach tief)en die Burengenerale nicht allein da, sondern erhalten täglich neuen Zuwachs, und selbst diejenigen Buren, welche zu Beginn des Krieges und während der ersten Periode der Feindseligkeiten noch einige Sympathie für England und Friedensliebe zeigten, sind jetzt für den Krieg bis aufs Messer, nachdem sie an den Schändlichkeiten des „Pazifizierungssystems", der Frauenlager, der Rebellenexekutionen u. s. w- die wahre Natur John Bulls erkannt haben. Den in der Kolonne operierenden Burenkommandos schließen ich täglich gut ausgerüstete Reiter an und lachen der englischen Drohungen mit Zuchthaus und Galgen; und bei Licht besehen, sind die Engländer heut schon ebensowenig mehr Herren ihrer Kolonie, wie sie es je in den Republiken waren. — Mit den Kaffern aber haben sie ganz schlechte marschall Grasen Wald e r se"e das Großlreuz des Stefans- ordens in Brillanten überreicht, das ihm von Kaiser Franz Jpsef verliehen worden ist. — Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge wurde dem deutschen Konsul in Prag, Frhrn. v. Seckendorfs, der Kronen- orben 2. Klasse verliehen. — Der König von Württemberg verlieh einer Reihe ; Marineoffiziere Auszeichnungen, so den Admiralen Köster und Thomsen das Großkreuz des Kronenordens, dem Vize- Admiral v. Senden-Bibran das Großkreuz des Friedrichs- ordens. — Dem Staatssekretär des Innern ging vom Leiter der deutschen Südpolarexpedition v. Drygalski eine Depesche aus St. Vincent (Kapverdischen Inseln) 11. Sept., 7 Uhr 5 Min. abends zu, besagend: „Expedition planmäßig Vincent angekommen. Alle wohl. Abreise Montag. Drygalski." — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Die hiesige amerikanische Botschäft teilte dem Auswärttgen Amt als Erwiderung auf das Beileidstelegramm des Kaisers an McKinley eine Depesche mit, welche lautet: „Die rührende Sympathiekundgebung Seiner Majestät, die am 6. Sept, an den Präsidenten nach Buffalo gerichtet war, ist eingetroffen. Ich bin beauftragt, Sie zu ersuchen, Namens oes'Präsidenten Seiner Majestät den gebührenden Ausdruck tiefer Erkenntlichkeit für diese freundliche Kundgebung zu übermitteln, welche durch die Art, wie sie dem Gefühl Seiner Majestät und des ganzen deutschen Volkes Ausdruck giebt, den Präsidenten und seine Landsleute zu besonderem Dank verpflichtet. Tas Befinden des Präsidenten macht günstige Fortschritte. Ake, geschäftsführender Staatssekretär." In einer anderen Depesche spricht Ake warmen Dank für die Sympathiekundgebung des Reichskanzlers Bülow aus. Botschafter White richtete an den Präsidenten des Reichstages folgendes Antworttelegramm: „Ich hatte die Ehre, Ihr Sympathietelegramm be* treffend das Mordattentat auf den Präsidenten McKinley zu erhalten und sage dafür Exzellenz Namens der Regierung und des Volkes Der Vereinigten Staaten sowie auch für mich persönlich herzlichsten Dank." — Graf Clemens Westphalen in Laer bei Meschede wurde auf Grund erblichen Rechts als legitimierter Besitzer des Westphalen'schen Fideikommisses durch Erlaß vom 6. August in's preußische Herrenhaus berufen. Das Recht ruhte feit 1867. — Die für kranke Chinakrieger bestimmten Lazarettbaracken auf dem Exerzierplatz des Garde-Füsilier- regiments zwischen der Chaussee- und Scharnhorststraße sind jetzt vollständig besetzt. Die mit Heizvorrichtung versehenen acht Baracken, welche mit dem großen Garnisonlazarett in der Scharnhorststraße in Verbindung stehen, erheben sich auf dem nördlichen Teile des Exerzierplatzes und werden durch einen Bretterzaun eingehegt. Viele der erkrankten Soldaten, welche ihrer Genesung entgegengehen, kann man täglich in den Anlagen des Lazaretts promenieren sehen. — Auf dem Truppenübungsplatz Elsenborn bei Aachen wurde eine große Anzahl Soldaten von den Regimentern 68 und 28 von der roten Ruhr befallen. Das Ausrücken ins Manöver unterbleibt. Bremerhaven, 12. Sept. Der Lloyddampfer „Dresden" landete heute den Stab, das erste und zweite Bataillon des 1. Infanterie-Regiments und die 5. Batterie, zusammen 18 Offiziere, 955 Mann. Rudolstadt, 12. Sept. Die Fürstl. Regierung hat die Abhaltung des Parteitags der Sozialdemokraten des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt verboten. Karlsruhe, 12. Sept. Die Verhandlungen der hiesigen Nationalliberalen mit dem Zentrums-Ortsausschuß zur gemeinsamen Aufstellung von Landtagskandidaten in Karlsruhe sind abgebrochen worden. Wie verlautet, hat die nationalliberale Pattei zugestanden, daß einer der drei Kandidaten ein vom Zentrum selbstständig zu bezeichnender Zentrumsmann sein soll, daß auch die anderen Kandidaten für unbedingtes direktes Wahlrecht eintreten sollten; dagegen haben die Nationalliberalen die Forderung abgelehnt, daß beide von ihnen aufgestellte Kandidaten nicht gegen die kirchenpolitischen Forderungen des Zentrums stimmen düftten. Ausland. Paris, 12. Sept. Dem „Matin" zufolge hat sich die türkische Regierung endgiltig bereit erklärt, dem Unternehmer Tubini das Kapital mitsamt den Zinsen innerhalb vier Jahren zurückzuzahlen. Man glaubt, daß eine ähnliche Vereinbarung zwischenher Pforte und den Erben des Loraudv zu stände kommt. Sobald die Streitrage geregelt ist, wird die Pforte die französische Regierung amtlich davon verständigen. — Privatnachrichten zufolge _ erklärte Ministerpräsident Waldeck-Rousseau )em Bischof von Grenoble bei Besprechung der Angelegenheit der Kart Häuser, der genannte Oroen sei eine nicht ordnungsmäßig organisierte Kongregation und es sei nicht Sache der Regierung, diese Gesetzwidrigkeit stillschweigend zu dulden. Die Karthäuser müßten vielmehr die durch das Gesetz! von 1901 vorgeschriebene Ermächtigung nach suchen. Tie Regierung habe zu wiederholten Malen zu erkennen gegeben, in wie wohlwollender Weise sie die Anttäge um Zulassung prüfe, welche von solchen Kongregationen an sie gerichtet wurden, die wohlthätige Zwecke verfolgen, und ie werde sich auch fernerhin ausschließlich von dem Gesichts- mnkt der. Würdigung der Leistungen derselben leiten lassen. Paris, 12. Sept. Entgegen den Angaben der reaktionären Presse über Auswanderung der Kongregationen darf man vielmehr annehmen, da ßfast sämtliche Kongregationen, vielleicht nur mit Ausnahme der Jesuiten und Assumptionisten, die Autorisation im letzten Moment vor dem 1. Oktober nachsuchen, wenn auch nur, um neue Frist zu gewinnen, da die Parlamentsdebatten über die Autorisationsgesuche Wochen und Monate ausfüllen werden. Angesichts dieser Ueberlastung der Wintersessivn werden die Kammern bereits für den 22. Oktober einberufen. Barcelona, 12., tSept. Eine größere Anzahl junger Katalonier veranstaltete heute vormittag spanienfeindliche Kundgebungen unter dem Vorwande, das Denkmal Casanovas, welcher am 11. September 1414 bei der Verteidigung Barcelonas sich hervorgethan hatte, zu bekränzen. Einige Dreißig wurden verhaftet, welche Hochrufe auf Frei- katalonien ausgebracht hatten. Die Verhafteten, meistens vornehmen Familien Barcelonas ansehörend, wurden ins Gefängnis gebracht. Belgrad, 12. Sept. Aus Altserbien werden wieder dreiMorde gemeldet. In Plewlje (Sandschak Novibazar) ermordeten Türken den Sohn des dortigen Serben geistlichen Taue Schiljak. In Mschewo erschoß der Arnautenführer w 22.A5 an Kst von dv nahen Zigeun in das £ mein« meiudi machst weinpr stritten hielt d 14.60 : Obst e jtrdhm kommt. fc willigt städtist sind, j< sind, je el öle 900, ni benlc setzt vor vx titelt ist für e und \q\ JnstA ort bei wehte F- am 12, Loge Feu erber Ütf auch 5: im Zu sich an, lityn ( des Wo, die lau letztere verlasse Tiefes sührun Äertöi geftelü wieder iverben und de gelöscht in der Publcku indessen Mer i gekonm Wenig ( , Gr stück ist angebra ubt wor feit eil wurden > teifch! 8000 ■ sucht« der Ger M Nw verdanke JUil Jtlenb T-rOhn Mer zu Mrfopf rlsbaldei o. T. w N ta M «eil ■äs SÄ 4” Zlevew ME tiere. übe* GeM fichbc icfiche /Saidullah den Dortigen Serbentcrufmann Nastas Dungu- ritsch. In Gostivcrr tötete der Albanese Male Bcrrmajowskr eine Frau des Serbenspasen Bozsinowitsch. Tientsin, 13. Sept. (Meldung des „Reuter,chen Bureaus".) Die französischen Kolonialtruppen gehen heute nach Tonkin ab. x San Juan (Portorioo), 14. Sept. (Reuter) Em von Venezuela gekommener Dampfer bringt die Nachricht, alle venezolanischen Arbeiter im Alter von 14 bis 60 Jahren wurden gezwungenen das Heereinzutret en. Auch eine Anzahl Dampfer der Handelsmarine wurden für den Staatsdienst! beschlagnahmt, ebenso alle Pferde und Maultiere. Die Gefängnisse sind voll. Selbst ein Gei p rach über den Krieg gelte als ein Vergehen, das mit Gefängnis bestraft werde. Einer Anzahl Venezolaner, die sich bereits Plätze auf nach Norden fahrenden Dampfern ^efi^r^^attcn^^rde^die^Abfahr^nich^ge^ttct^^^ Aus Stadt und Land. (DerAbdructderunter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist mir unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, 14. September 1901. - Die Gießener freiwillige Feuerwehr hält am Sonntag, 22. .September zur Feier ihres 46. Stiftungsfestes eine Uebung mit darauf folgenden Brandangriff. Am Nachmittag findet dn Festzug nach dem Cafö Leib statt, wo der Wehr eine von der Bürgerschaft gestiftete Standarte überreicht wird. Nach dieser Feierlichkeit findet Kommers statt. - Verhaftung. Zwei liederliche Frauenzimmer, die sich seit einiger Zeit mit ihren Zuhältern hier umhertrieben, wurden gestern Abend verhaftet. x Rieder-Moos, 12. Sept. Hier wurde der große Fisch- keisch der Frhrn. Niedeseln in Eistnbach ausgefischt. Gegen 8000 Kärpfen wurden gefangen. Diese Fische sind sehr gesucht und wurden durch Käufer nach Frankfurt a. M., Hanau, Fulda, Seligenstadt und Marburg gesandt. Der Centner kostete 52 Mk. § Volkartshaiu (Kreis Schotten), 13. Sept. In dem nahen Lichenroth wurde durch die Gendarmerie Birstein ein Zigeuner, der unberechtigterweise gefischt hatte, verhaftet und in das Gefängnis nach Birstein abgeführt. A Bleicheubach, 13. Sept. Heute wurde das Gemeinde-Obst versteigert. Wohl hatten angrenzende Gemeinden auch hohe Preise erzielt, aber die hiesige Gemeinde machte ein außerordentlich gutes Geschäft. Mehrere Aepfel- weinproduzenten aus Frankfirrt, Sachsenhausen, Bergen usw. stritten sich um das schöne Obst. Ein Wirt aus Bergen erhielt den Zuschlag. Für das Malter Kelterobst wurden 14.60 Mk. erlöst. Die Gemeinde hat ungefähr 150 Malter Obst, erzielt demnach eine schöne Einnahme, die chr zur Bestreitung ihrer Wasierleitungskosten recht wohl zu statten kommt. fc. Darmstadt, 13. Sept. Die Stadtverordneten bewilligten einstimmig den Antrag der Bürgermeisterei, allen städtischen Arbeitern, die über 3 Jahre bei der Stadt thätig sind, jährlich 3 Tage, und denen, die über 6 Jahre thätig sind, jährlich 4 Tage Urlaub zu gewähren. e Bingen, 13. Sept. Dank Der Fürsorge des Kreis- amtes in Bingen ist ein altes Rhetnhessisches Wahrzeichen, die 900 jährige Korkulme in Schimsheim, Kreis Alzey, die in tuen lebten Jahren dem Untergang geweiht zu sein schien, jetzt vor der Zerstörung geschützt worden, und sproßt heute in alter Kraft und Fülle. Diese Ulme — auch Ess genannt — ist für einen weiten Umkreis eine große Sehenswürdigkeit und soll zur Zeit der dickste Baum in Deutschland sein. In früheren Zeiten war d-er Baum zugleich Versammlungsort der Gemeinderatsmitglieder und in französischer Zeit wehte auf seiner Krone eine Trikolore. Frankfurt a. M., 12. Sept. Im Opernhaus erlitt xrm 12. September die Vorstellung von Wagners „Rhein- gold", worin Dr. Raoul Welter von München als Gast den Loge darstellte, eine Unterbrechung durch einen kleinen Feuer-Alarm. Während der zweiten Stzene sah man oben an der vordersten Sosfite eine Flamme aufzucken, bald danach auch Funken fallen. Im Nu entstand eine starke Bewegung im Zuschauerraum; einzelne eilten hinaus, viele schickten sich an, ihnen zu folgen. Indessen kam es zu keinem eigentlichen Schrecken. Von der Bühne her gab der Darsteller, des Wotan, aus seiner Loge Intendant Jensen dem, Publikum die laute Versicherung, daß keine Gefahr vorliege; der letztere bemerkte noch, er werde das Theater nicht eher verlassen, als bis aud), der letzte Zuschauer hinaus sei. Dieses Zureden schuf bald wieder Beruhigung. Die Aufführung, die durch das Abbrechen der vom Publikum ich ertönten Musik und das Schließen der Gardine jäh eingestellt worden war, konnte nach Verlauf einiger Minuten wieder ausgenommen und ohne fernere Störung durchgeführt: werden, nachdem sich der Intendant vor der Rampe gezeigt und dem Publikum sichtbar gemacht hatte, daß die Flamme gelöscht war und nichts als einen unbedeutenden Brandriß in oer Sosfite hinterlassen hatte. Der größere Teil des Publikums, auch das weibliche Geschlecht, bewahrte Fassung, indessen wäre es ohne das kaltblütige Benehmen der Darsteller und des Intendanten doch leicht zu einer Art Panik gekommen, da die Beunruhigung in solchen Fällen in wenig Sekunden Fortschritte macht. Groß-Gerau, 12. Sept. Ein unerhörtes Bubenstück ist in der Nacht auf Dienstag an dem am Neubau Väth angebrachten, dem Malermeister Volk gehörigen Gerüst verübt worden. Als heute früh die Leute des Meisters das Gerüst betreten wollten, fanden sich vier zum Befestigen der Gerüsthebel verwendete Stricke durchschnitten vor. Nur der Vorsicht der dort arbeitenden Leute ist es zu verdanken, daß ein Unglück verhütet wurde. ):( Vilbel, 13. Sept. In dem benachbarten Nieder- amvsbire): verließ und erklärte, daß er den fleisch pr. Pfund 64—80 Psg., Schwemefletsch, ge,alzen, pr. Pfund ^ertin„-7. „ p- ft ei-morden < wollte wurde ner- 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 60-66 Pfg., Hammelfleisch pr. P und Vtzeprastdenten Roosevelt ermorden wome, wurde 4>er« 50—70 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,00—8,00 Mk., Weißkraut per haftet und nach demiKrankenhaufe gebracht, da er irr- Stück —,— Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—8,00 Mk., Milch per finnia ist. Er ist ein Deutscher und heißt Karl Miller. Liter 18 Pfg. ------ ----------------------- Dauer der' Marktzeit von morgens 8 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, wahrend der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nicht im Umherziehen fellgeboten werden. Getreide. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 13. September. 100.101 Kreditaktien ... 1 , 00.00, ,.90.20 i Diakonto-Kommandit . ,172.30 100.201 Darmstädter Bank , , . 118.50 Dresdener Bank . . . § 127.70 Berliner Handelsgee. < 133.50 Oesterr. Staatebahn , . 133.501 Gottbardbahn ..... 154.00 Laurahütte . , . ..... 181.00 Bochum . . . . . z. -. 162.80; >84.50 | Harpener ■*- ^150,75 v Tendenz; still« durch die da? Haus stark beschädigt wurde. Es wurden 4 Tote und Verwundete aus dem Hause befördert. Eiu Vorüber- gehender wurde durch die gewaltige Explosion über die Straße geschleudert und getötet- In dem gegenüberliegenden Geschäfts, hause vou Schmoller u. Co. wurden die Schaufenster zertrümmert. Die Feuerwehren und die Rettungsmaunschaften waren sofort zur Stelle, Vermischtes. * Bonn, 13. Sept. Tie Polizei ist einem scheußlichen Verbrechen auf die Spur gekommen. Dem Polizeiinspektor Witkud ist es gelungen, den Urheber des Verbrechens in dem 48jährigen Heizer Freiwald aus Ohligs und dessen beide Schwestern zu verhaften. Der Heizer, deffen Frau hier lebt, hat mit den Schwestern in unerlaubtem Verkehr gestanden, soll der Vater ihrer zwölf unehelichen Kinder sein, von welch letzteren nur eines lebt. Die übrigen sind kurz nach der Geburt gestorben. J^tzt geht das Gerücht um, daß diese elf Kinder einen gewaltsamen Tod gefunden haben. Die bisher nach dieser Richtung angestellten Untersuchungen haben noch kein Resultat ergeben. Es sind bereits in dieser Sache viele Zeugen vernommen worden. Die Verhafteten sind in Amerika geboren. Ihr Vater ist ein ausgewanderter Deutscher, die Mutter eine Negerin. * Frankenthal, 13. Sept. Der im April d. I. aus Anlaß seiner gegen Frauen und Mädchen in Ludwigshafen begangenen Unthaten verhaftete Ludwig Graf ist wegen schwerer Körperverletzung in 10 Fällen zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt worden. • Dortmund, 13. Sept. Auf der Zeche Grimberg bei Garnen sind durch schlagende Wetter neun Bergleute getötet worden. ♦ Die Instrumente her Pekinger Sternwarte, die mit dem Dampfer „Palatia" nach Deutschland gebracht worden sind, werden auf Anordnung des Kaisers ihren Platz in dem Park von Sanssouci vor dem Orangeriegebäude erhalten; auch die berühmte Weltkugel mit dem Sternenhimmel befindet sich dabei. Die Instrumente sollen auf dem großen Rondell vor dem Haupteingang zur Orangerie aufgestellt werden. Sie besitzen mit der Weltkugel zusammen das ansehnliche Gewicht von 520 Zentnern. Die Kugel wird den Mittelpunkt der Gruppe bilden. Bekanntlich ist eine Berechtigung, diese Instrumente in Besitz zu nehmen, vielfach in Abrede gestellt worden, und auch jetzt wissen wir nicht, auf welche völkerrechtlichen Gründe sie sich stützt, es sei denn, daß die chinesische Regierung sich mit der Abtretung der Instrumente einverstanden er- klärt hat. Hierüber ist bisher aber nichts bekairnt geworden. b. Gießen, 43. Sept. (Strafkammer.) Die Stammet beschäftigte heute die ^Berufung des Rechtsanwalts Wagner dabier gegen ein Urteil des hiesigen Schöffengerichts, durch das der Angeklagte bekanntlich vor einigen Monaten zu 100 Mk. Geldstrafe weaen Betrugs verurteilt worden war. T>er Anklage liegt im wesentlichen folgender Thatbestand zu Grunde: Rechtscmwalt Wagner hatte zu Beginn lfd. Jahres ein 15jähriges Dienstmädchen auf ein Vierteljahr gemietet. Demselben gab er einen Lohn von ea. ll Mk. pro Monat. Von dem Lohn des ersten Monats trug das Mädchen auf Veranlassung des Angeklagten ca. 7 All. zu einem hiesigen Bankier. Den darüber ausgestellten Schein gab es dem Angeklagten in Verwahrung. Nach kurzer Zett glaubte der Angeklagte bei dem Mädchen allerlei Verdächtiges zu bemerken und mtterzog die an dasselbe gerichteten Briefe einer Durchsicht. Dabei fand er einige nach seiner Ansicht für ihn beleidigende Stellen, worin er einen Grund zu erblicken glaubte, das Mädchen zu entlassen, was er denn auch that. An demselben Tag aber, an dem das Mädchen den Dienst verließ, begab sich der Angeklagte zu dem Bankier, zeigte demselben den von ihm aufbewahrten Depositenschein seines Dienstmädchens und erklärte, das Mädchen wolle Anschaffungen machen und brauche Geld, er solle dasselbe holen. Obwohl der Bankier erstaunt war, daß das Mädchen das erst vor kurzem eingelegte Geld schon wieder holen ließ, zahlte er im Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben Wagners diesem das Geld aus. Wie er heute erklärte, hätte er das nicht gethan, wenn er gewußt hatte, daß Wagner das Geld ohne Wissen des Mädchens hob. Das Schöffengericht erblickte in dieser Handlungsweise den Thatbestand des Betrugs und oerurteiUe den Airgeklagten zu 100 Mk. Geldstrafe. Gegen dieses Urteil hat der Angeklagte Berufung verfolgt mit dem Antrag auf Freisprechung. — Er behauptet heute, -er habe das Mädchen auf ein Jahr gemietet, ihm das Geld nur schenkungsweise gegeben und sei deshalb, da das Mädchen sich undankbar -erwiesen habe, berechtigt gewesen, das Geschenk zu widerrufen, was er durch Erheben des Geldes gechan habe. Er habe sich auch noch dazu für berechtigt gehalten, da er gewissermaßen noch im Besitz des Geldes gewesen sei. Einer ftrafbaren Handlung habe er sich bewußtermaßen nicht schuldig gemacht. Er müffe aus diesen Gründen fieigesprochen werben. Die Staatsanwclltschaft war jedoch anderer Ansicht. Sie führte aus, der Thatbestand des Betrugs fei, wie das erstinstanzliche Urteil ausführe, gegeben, da der Angeklagte, widerrechtlich durch Vorspiegelung falscher Thatsachen, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen des Bankiers geschädigt habe. Jedoch habe das Unter-Gericht die Strafe zu nredrig bemeffen. Der Antrag der Anklagebehörde ging deshalb auf 4 Wo chen Gefängnis. Das Gericht ev- karmte auf eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen, indem es sich den Ausführungen des Staatsanwalts anschloß. Sttaf- erschwerend falle insbesondere noch der Umstand in Bettacht, daß Wagner als Anwalt des Rechts, sich einer solchen That schuldig gemacht habe, daß er aus diese Weise em junges Mädchen um feine geringen Ersparnisse gebracht und es mittellos auf die Sttaße gesetzt habe. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. 31/,0/q Konsole • . 3O/o do. . , 372% Hessen .uiu — 5% Halfen. Bento anhaltend fest und gefragt. Gerste: 470 Gneoh. Monopol-AnL. , 43,o0 gerlte ruhia: Preise nachgiebiger. 37<,.kortogiesen .. . , >2o.80 30/0 Mexikaner , . . ° 26.40 4%%. Chinesen 128 126 124—133 123—133 123—126 122—125 128—137 125—135 137—145 135—143 ■ ■ — - . 124—130 124-130 ■ ■ ■ ■ ■ - ■ . 101 101 97 96 112—125 115—125 . ■ — ....... 107 112 103 103 96 86 arke Schutz Macht die Haut schön u.zart MU W tm Storinschrift Z hallen Prüf, Ting-T an de Wieder hindert auft r Wa der Fri Aelthar »er „D| über dc sich in zu erw Arttkel Takubef Kauften sucht, i Schleift Schiffst A'ch^ec Arth« schwer; Tugendk k«n ihr heben kc Mnder Mte j schätze ( Frü Wien. Hügel», werde icj am beste Die; A als ; ^geln" Sj® na' Nmten TM «trofsM /ltsisW tiraiue enthaW NachnM gilnfl um flM die tri| fchädl immM Bund ■ sprengl schloss« hui eV wird ■ des M entöl namen die Hs tingfu, ihren! zur L zusann der Be es übt fein. 2 großes ruf, mi und in fordert, steuert zufned wenn Wi Ammn Di> anscheit ruhig Hlotjb" I aißbtüd, tyälimini iicheu stellt erhellt /Schön möbl. 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