«r. 217 Erstes Matt. 151. Jv»hrg«,ng. Sonntag 15. September 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Oie Eichener Familien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit oem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gietzeu. FernsprechanschsuhNr.51. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger 67 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Annahme von Anzeiger -u der für den folgens en Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Aineigen-Vermitt- lungsslellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf* auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Amtlicher Teil. Gießen, 13. September 1901. Betr.: Das Hochbauwesen der Kirchen, Stiftungen und Gemeinden; hier: Ergänzung der Vorschriften für das Verfahren der Verwaltungsbehörden und Lokalvorstände, sowie des Regulativs über die Mitwirkung der Großh. Baubehörden, beide vom 20. November 1875. Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises, sowie die Borstände der Kirchen, Stiftungen und israelitischen Religionsgemeinden. Wir bringen hiermit zu Ihrer Kenntnis, daß seitens der Ministerialabteilung für Bauwesen — auch abgesehen von den in § 2 des Regulativs betr. die Mitwirkung der Großh. Baubehörden bei dem Hochbauwesen der Kirchen, Stiftungen und Gemeinden vom 20. November 1875 vorgesehenen Fällen — in wichtigeren Fällen auf Antrag der oberen Verwaltungsbehörden, der Lokalkirchenvorstände oder der oberen Kirchenbehörden eine Begutachtung von Entwürfen stattsinden kann. Bezüglich des hierbei einzuhaltenden Verfahrens ist bestimmt, daß die Lokalkirchenvorstände oder oberen Kirchenbehörden in solchen Fällen ihre Wünsche uns (als der oberen Verwaltungs- 1 behörde) mitzuteilen haben. Auch bleibt es Großh. Ministerium des Innern jederzeit vorbehalten, von Amtswegen eine Begutachtung durch die Bau-Abteilung herbeizuführen. I. V.: Dr. Wagner. Sekanntmachung. Bei der heutigen Ortsschau für Simmenthaler Bieh des Zuchtvereins Sich-Oberhörgern zu Oberhörgeru, die mit ausgezeichnetem weiblichem Vieh beschickt war, wurden folgende Preise im Gesamtbeträge von 435 Mk verteilt; zwei Preise kamen entsprechend den Bestimmungen nicht zur Auszahlung. I. Bullen. 1) Balthaser Wetz, Holzheim, 2. Preis — 25 Mk., 2) Daniel Zimmer, Oberhörgern, 3. Preis — 15 Mk., 3. 7) Heinrich Bender II.. Eberstadt, 3 3 4) Jakob Görlach IV., Eberstadt, 2. 5) Wilhelm Holler, Oberhörgern, 2. 1. 2. v n n ff i/ o n n ii ff ii n — 30 = 20 = 20 = 20 == 10 ---- 10 = 10 II. ältere Kühe. 1) Wilhelm Holler, Oberhörgern, 1. Preis — 30 Mk., 8) Derselbe, 2) Konrad Düringer IIL ■„ 3) Philipp Müller IIL, „ 6) Wilhelm Düringer I. „ 9) Heinr. Konr. Görlach, Oberhörgern, 3. Preis —10 Mk. III. jüngere Kühe. 1) 2) 3) 4) Wilhelm Fenchel, Oberhörgern, 1. Preis — 30 Joh. Heinr. Müller, a 2. „ — 20 Moritz Müller, „ 2. , =20 Wilhelm Holler, u 3. „ = 10 Mk., e n n 5) Heinr. Konr. Düringer, „ 6) Konr. Jak. Düringer, „ (nicht ausgezahlt), 3. , =10 Mk., 3* ff =10 , 7) Hch. Kd. Görlach, Ober-Hörgern Anerkennung und 5 Mk., 8) Joh. Heinr. Müller, „ , , 5 „ 9) Jakob Görlach IV., Eberstadt, , „ 5 , 10) Heinrich Bender II., „ , r 5 n IV. Rinder. 1) Joh. Heinr. Müller, Oberhörgern, 1. Preis = 25 Mk., 2) Wilhelm Fenchel, , 2. , = 15 „ 3) Jakob Görlach IV., Eberstadt, 2. „ =15 „ 4) Wilh. Müller HI., Oberhörgern, 3. „ =10 „ 5) Wilhelm Holler, , 3. ,, = 10 „ (nicht ausgezahlt), 6) Joh. Gg. Seipp, 7) Heinr. Konr. Görlach, 3. Preis = 10 Mk., Anerkennung u. 5 Mk. 8) Jakob Müller II., „ „ „ 5 , Ferner erhielt der Bullenhalter der Gemeinde Ober- hörgem für gute Pflege des Stationsbullens und sorgfältige Führung des Sprungsbuches eine Prämie von 20 Mk. Gießen, 12. September 1901. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Kckanntmachung. Betr.: Die Abhaltung der Viehmärkte. Der Auftrieb zu dem am Dienstag dem 17. L Mts. stattfindenden Viehmarkte beginnt vormittags um 7 Uhr. Gießen, den 12. September 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Nochmals General v. Spitz unb die deutschen ßriegervereine Unter dieser Ueberschrift erhalten wir von dem Borstand des Kyfshäuserbundes der deutschen Landes-Krieger- verbände mit der Bitte um Veröffentlichung eine Zuschrift, die wir im folgenden wiedergeben: Ta wir seinerzeit uns mit bem Protest der Vorstände von 10 Bremer Kriegervereinen, gerichtet gegen eine das Verhalten der Presse anläßlich des Bremer Zwischenfalls behandelnde Rede des Generals von Spitz beschäftigten, haben wir die Pflicht, auch zu melden, daß der zweite Vertretertag des „Kyff- Häuser-Vnndes", also die Gesamtvertretung von über zwei Millionen ehemaliger Soldaten, nunmehr zu dieser Affaire Stellung genommen hat. Ta General von Spitz bei der Beisetzung des verewigten Prinzen Hermann von Sachsen- Weimar leider erkrankt ist und verhindert war, an den Verhandlungen teilzunehmen, so wurde in der unter Leitung des K. Bahr. Generalleutnants Ritter v. Waagen auf dem Kyffhäuser abgehaltenen Sitzung, die von den Delegierten aller deutschen Kriegerlandesverbände besucht war, durch den Vertreter des Preußischen Landesverbandes die Angelegenheit der Versammlung unterbreitet. Ter Vertreter des Württemb er gischen Kriegerbundes brachte darauf eine „Resolution" zur Vorlage, die nach einer Diskussion, in der die Vertreter Bayerns, Sachsens, Braunschweigs, Badens, Hessens, Mecklenburgs, Hamburgs usw. das Wort ergriffen, einstimmig angenommen wurde. Der Wortlaut dieser Resolution folgt am Schluß. Hervorzuheben ist nur noch, daß aus allen Aeußerungen das Einverslänonis der berufenen Vertreter des deutschen Kriegervereinswesens mit den angegriffenen Reden ihres Vorsitzenden, das vollste Vertrauen zu dessen Einsicht, Takt und Erfahrung, die rückhaltlose Verurteilung der Hand- lungsweise und Aeußerungen der Bremer Vereine hervorging. Der Wortlaut der Resolution ist folgender: „Der 2. Vertretertag des MMäuser - Bundes der Deutschen Landes-Kriegerverbände hat Kenntnis genommen von den Aeußerungen des Vorsitzenden des Kyfshäuser- Bundes, Se. Exzellenz des Generals der Infanterie z. D. von Spitz zu Osnabrück und Düsseldorf über den beklagenswerten Angriff auf das Leben Seiner Majestät des Kaisers in Bremen und über das Verhalten eines Teils der Presse zu diesem Ereignis. Zugleich ist dem Vertretertag über die mit Bezugnahme auf jene Aeußerungen von den Vorständen von zehn militärischen Vereinen ber Stadt Bremen im Juli d. I. in der Presse veröffentlichte Resolution und über die hierüber mit dem Vorstand des Bremischen Landeskriegerverbandes gepflogenen Verhandlungen Mitteilung gemacht worden. Nach Prüfung des gesamten Sachverhalts ist der Vertreter einmütig zu der Ueberzeugung gelangt, daß die erwähnte Erklärung, zu der die Bremischen Vereinsvorstände sich hinreißen ließen, eine sachlich in feiner Weise gerechtfertigte, nach. Form und Inhalt gänzlich unangemessene Kritik enthält und daß ganz besonders die Veröffentlichung dieser Erklärung durch die Presse mit dem kameradschaftlichen Geist, auf welchen das deutsche Kriegervereinswesen beruht, durchaus unvereinbar ist, und dieses letztere schwer geschädigt hat. Der Vertretertag des Kyffhäufer-Burides fühlt sich gedrungen, wegen des so wenig kameradschaftlichen, höchst bedauerlichen Verhaltens der Bremischen Vereinsvorstände seiner entschiedenen Mißbilligung hierourch umsomehr Ausdruck zu geben, als der Vorstand des Bremischen Landes- Kriegerverbandes sich bis jetzt nicht veranlaßt gesehen hat, gegen die betreffenden Vereinsvorstände einzuschreiten. Zugleich spricht der Vertretertag die Erwartung aus, daß die Bremer Vereinsvorstände wegen ihres unangemessenen Verhaltens sich demnächst in befriedigender Weise entschuldigen. Sollten dieselben sich weigern, die nach Lage oer Umstände unerläßliche Genugthuung zu geben, so müßten die im Kyffhäuser-Bunde vereinten Deutschen Landeskriegerverbände bis auf Weiteres jeden kamerad- schaftlichen Verkehr mit ihnen ablehnen." Kolonialpost. Nachdem am 19. Mai v. I. das Abkommen über den Schutz der wilden Tiere in Afrika durch die Vertragsmächte in London unterzeichnet worden war, erließen zuerst Deutschland und England Verordnungen, welche die Durchführung dieses Abkommens für ihre vstafrikanischen Besitzungen verfügten. Nunmehr ist der K o n g □ ft a a t nachgefolgt; der König Leopold hat eine Verfügung erlassen, welche in eingehender Weise an- giebt, welche Tiere überhaupt nicht gejagt und getötet werden dürfen und von welchen wilden Tieren die jungen geschont werden sollen. Verboten wird darin die Ausfuhr, der Handel und selbst der Besitz von Elefantenzähnen, die weniger als zwei Kilogramm wiegen. Diese sollen in jedem Falle konfisziert werden. Das Becken des Aruwimi, die Landstriche zwischen dem 8. Grad südl. Br., dem 28. Grad östl. Länge und der Ostgrenze des Kongostaates, und die Gebiete südlich von 10 Grad 30' südl. Breite sollen ein vorbehaltenes Jagdgebiet bilden, in welchem fein in wildem Zustande lebendes Tier oder Vogel gejagt oder getötet werden darf. Vom 15. Df tob er bis zum 15. Mai ist überhaupt in jedem Jahre die Jagd verboten. Bei Er- Jeuilleton. (Nachdruck verboten.) Maudereien aus der Kaiserstadt. Prinz Tschun und die Berliner. — Hundc-Ansstellnug in Friedenau. — Ein teurer Braten. — Kein Mopperl. — Asyl-Abenteuer eines Stadtverordnete». Gott sei Dank, daß er fort ist, der kleine Tschun! Zwar wird nun Danzig anfangen zu „brennen", wie's in dem alten Kinderreim zum AbMsten heißt; aber ganz so plump neugierig und unvornehm werden die stolzer: Hansa- prüder oben an der Ostsee kaum fein, wie es ber auf feinen Ruf als Meltstädter so fräftig eingebildete Berliner gewesen ist. Denn überall, wo sich die in leuchtendem Gelb ausgeschlagene Equipage sehen ließ, stauten sich in wenigen Sekunden die Gaffer und bildeten richtige Mauern. Bei Wertheim, wo der junge Herr Ja Pan-Sachen kaufte, die er daheim eigentlich näher haben konnte, mußten schnell requirierte Schutzleute sogar Spalier bilden und die Eingänge zeitweise geschlossen werden, so mächtig war der plötzliche Andrang. Viel fehlte wahrlich nicht — und aus der bitteren Sühne wurde ein süßer Triumph. Die Berliner Langzöpse, durchtränkt von der Wichtigkeit heimischen Zeremoniells, verhehlen auch ihre Freude über die leichte Abwicklung der ganzen Mission keineswegs, und die vor Wochen noch gedrückt und beklommen waren, tragen heute das Haupt hoch. In China würde es einem Sühneprinzen des Westens wahrscheinlich anders gehn: ein populäres Schaustück, dem man zuwinkt und zulächelt, dürfte er keinesfalls werden. Und dabei giebt es so unendlich viel anderes zu sehn in dem rastlosen Spreebabel; jeder Tag bringt etwas Neues. So hatten sich am Samstag und Sonntag im Friedenauer Sportpark die treuesten Freunde des Menschen, die Hunde, vom größten Bernhardiner herab bis zum kleinsten Seidenpinscher ein Rendevouz gegeben. Es war internationale Hunde-Ausstellung und regnete nur so Preise. An manchem Stande hafteten die Prämiierungskarren zu halben Dutzenden, höchste lobende Änerkennunaqn gar nicht gerechnet. "Ein Hundert ohne Auszeichnung war eine ziemliche Seltenheit. Es war ein richtiges kleines Wien für den braven Köter, wo bekanntlich jedermann Baron ist! Amüsant in dieser etwas lauten Ausstellung, wo verschiedene „Karo's" und „Feldmarins" ausdauernd nach ihren fernen Herren bellten, war die Abteilung für Schoßhündchen, wo sich die gefühlvollen Herrinnen, die ähre Lieblinge gern prämiert sehn wollten, aber sich doch nicht von ihnen zu trennen vermocht hätten, zum Teil mit ausgestellt hatten. Plaudernd und kosend, den süßen kleinen „Kerl" wohl auch sanft frisierend, saßen sie vor den mit Gretonne oder Satin drapierten und mit schwellenden Kissen versehenen Abteilen, jeder ulkigen Bemerkung von boshaften Männerlippen resigniert Stand haltend, bei jedem Bewunderungsruf über ihren Abgott dankbar auflächelnd ! Man muß unwillkürlich lächeln über solche Affenliebe — und doch, wenn man ein paar Minuten später die unglaubliche Freude beobachtet, die so ein vierfüßiger Kamerad an den Tag legt, wenn er plötzlich feinen lang vermißten Herrn in der Thür erscheinen sieht, überschleicht es einen wie Rührung über so viel unverfälschte Anhänglichkeit! Nicht ganz so empfindsam waren die Gedanken von ein paar robusten Jünglingen, die den Hundebraten für eine Delikatesse zu halten schienen, und jedes der wertvollen Tiere nach dieser einseitigen Richtung taxierten. Verkaufspreise von 300 bis 1200 Mark, die zum Teil angeschrieben waren, verursachten ihr nachdrücklichstes Kopf- schütteln, und als sie gar vor das blaue Kabinett des schönen „Prinz", eines schottischen Seidenspitzes im Besitz des Grafen Bernstorff in Wilmersdorf, gelangten, den der koulante Eigentümer für die Kleinigkeit von 50 000 Mk. abgeben will, gab es augenscheinlich in ihren derben und dickwandigen Verstandskästen einen heftigen Ruck. „Ein teurer Braten!" sagte endlicy der eine. „Keene fufzig Fennje geb ick davor!" Und voll Verachtung schoben sie weiter. Im Vertrauen gesagt, hatte es bei mir auch ein bischer! geruckt, als ich die vier Nullen hinter der Fünf sah. Ick zählte deshalb noch einmal sorgfältig, denn man sieht ja manchmal was doppelt, aber die Sache hatte ihre Richtigkeit: Prinz war nicht billiger zu haben. Trotzdem war keine große Nachfrage nach ihm. Nicht einmal die Hälfte wollte jemand bieten! Dafür konstatierte ich ein paarmal sehnsüchtige Erkundigungen holder Weiblichkeit nach — Möpsen. Aber die Möpse glänzten auf dieser Ausstellung durch Abwesenheit, und enttäuscht hörte ich ein ältliches Tantchen zu ihrer Begleiterin sagen: „Nicht ein einziges Mopperl! Und das nennt sich nun eine Hunde- Ausstellung !" Es ist eben nicht allen Menschen recht zu machen. Die Verwaltung der Stadt Berlin hat das auch wieder erfahren müssen in diesen kühlen Septembertagen. Es handelt sich dabei um angebliche Ausschreitungen der Beamten in „städ t is ch e n Asyl für Obdachlose" an der Prenzlauer Allee. In dieses Asyl, das allabendich seine Pforten für die Armen und Elenden öffnet, um ihnen ein Bad, ein Abendbrot und ein Nachtlager zu gewähren, hat sich unlängst ein Berliner Stadtverordneter, der sozialdemokratische Buchhändler Hoffmann, mit einem befreundeten Genoffen aufnehmen lassen, um angeblichen llebel)tänben auf die Spur zu kommen. Bei den dort gewiß unerläßlichen Prozeduren der Reinigung nun soll es zu Zwistigkeiten wegen offener Fenster im Baderaum gekommen fein, die schließlich in Schimpfereien und Thätlichkeiten cws- arteten. Zweifellos ist die Aufgabe des auftichtnihrenden Personals in einer solchen Anstalt, wo neben dem Elend auch das Laster in allen Gestalten Einlaß heischt, überaus schwierig, und ein rauhes Wort darf dort nicht allzu charf beurteilt werden. Wenn aber der Bericht Hoffmanns, der von Mißhandlungen und wiederholten Schmähungen spricht, sich nicht als übertrieben erweist, so hat er ein gutes Werk gethan, sich zu opfern, mögen die Motive auch nicht ganz frei von Sucht nach Sensationen im Partei-Interesse gewesen sein. Uebrigens opfert sich von der rührigen Presse der Hauptstadt öfter jemand, um dies und ähnliches auf diesem Wege zu kontrollieren. Und da bis jetzt Enthüllungen, wie sie Hoffmann bringt, noch nicht da waren, braucht man nicht allzu pessimistisch auf diese Einrichtungen zu blicken, die die Barmherzigkeit geschaffen. Jedenfalls wird die sofort eingeleitete Untersuchung Licht in die Sach? bringet* A. R. Aus Stadt und Kand. (Ter Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrickten ift nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." geftonet) Auf der Tagesordnung des zweiten Tages stand als l erstes Thema „Die Arbeitsordnung und ihre Bedeutung im allgemeine n. Erster Referent ist Gewerbe-Inspektor Dr. Czimatis - Solingen: Die neue Ordnung hat den Frieden zwischen Arbeitern und Arbeitgebern erheblich gefördert; indessen giebt es auch jetzt noch Arbeiterordnungen, die den Unternehmerstandpunkt schroff genug hervorkehren, während es auch Arbeiter giebt, die der Institution mit Gleichgiltigkeit gegenüberstehen. Ueber die soziale Bedeutung der Arbeitsordnung herrscht kein Zweifel, wohl aber über die rechtliche. Die Arbeitsordnung ist Vertragsinhalt, beruht aber nicht notwendig auf Verabredung; der Arbeitgeber ist dabei an bestimmte gesetzliche Formen gebunden. Die Behändigung allein macht Die Arbeitsordnung nicht rechtsverbindlich, sie ist dies erst dann, wenn sie legal erlassen wird, also ausgehängt ist. Die Arbeitsordnung braucht nicht bei Ab-! schluß des Arbeitsvertrages überwiesen werden, sondern erst beim Eintritt der Beschäftigung. Sehr wichtig sei, daß für alle Fälle schriftliche Verabredungen durch Arbeitszettel eingeführt würden; auch für die Hausindustrie müsse dies geschehen, da sie meist sehr unter dem Mangel schriftlicher Vereinbarungen leide. Ta durch freiwilliges Vorgehen die Arbeitszettel wenig eingerichtet sind, wäre es zu wünschen, daß der Bundesrat möglichst bald von dem § 114 a der Gewerbeordnung in großem Umfange Gebrauch ! machte und die Einführung von Arbeitszetteln anordnete. Ter zweite Referent, Gewerberichter Dr. Trenner- München tritt im allgemeinen den Ausführungen des Vorredners bei, insbesondere verlangt er die obligatorische Einführung der Arbeitsordnung in Betrieben mit min- Verkäufern zum Nutzen gereichen." 2e”Ä zu Brigade Nr. II« und 1«8 sind um D°nu°rst°g v°m wünschen. Und wenn dieser Zweck erreicht wird, dann i Truppenübungsplatz b-, Darmstadt nut fünf Epmzugur werden wohl ähnliche Genossenschaften auch in anderen ms Manöver abgefahren, ebenso dasReg » Gegenden erstehen. und zwar in die Gegend von Michelstadt, Erbach und Hetz _ r.. T— . .vr . . r bach. Damit nahmen die Herbstübungen der Division chrew Ter srnlandische Senat richtete vor einigen ' Im Briaadeverband finden sie vom 13.-16.Sep- Wochen, als ihm das neue Weh rpflrchtge setz zuge- J9 y 9 Brigade im Odenwald, die 50. in Rheingangen war, an den Kaiser das Gesuch, er möge tue Ver- lemver stall (Die 4 9 , .. • ci iicderung ab geb en, daß die Einrichtungen des Großfürsten-! Hessen). Vom 17. 21. Septem . ' J. tums in ZuMnf.t unverändert weiterbestehen würden.^ An, Parteien. Am 23. ist großes Divisionsbiwack. Am2b.Sep krartkungen der Haustiere sind besondere Maßregeln dor- jgeschrieben, um nicht diese Krankheiten auf die Weiden und damit auf die wilden Tiere zu übertragen. Der Erlaß ist ein durchgearbeitetes Jagdgesetz. Hoffentlich werden die übrigen Staaten, welche in Afrika Besitzungen haben, mit ähnlichen Verfügungen bald nachfolgen. Tie Versammlung nahm hierauf das Referat des Bei- .stevrdneten Wtolff-Ossenbach a. M. über die Statuten •her deutschen Gew erbe ge richte entgegen. Redner stellt fest, daß eine Reihe von Ortsstatuten mit dem Reichs- Gesetz in Widerspruch stehen, und behandelt weiter die Verschiedenheit der Statuten bezüglich der Bestellung der Vorsitzenden, der Dienstaufficht über die Gewerbegerichte wie der Wahl der Beisitzer. Verbands-Bersammluug des Verbandes deutscher Gewerbegerichte. Am 10. und 11. September tagte in Lübeck die Ver- 'kändsversammlung des Verbandes deutscher Gewerbe-Ge- chichte. Ter Verband deutscher Gewerbegerichte, der im /Jahre 1893 begründet wurde, hat sich im vorigen Jahre /in Mainz konstituiert; es gehören ihm jetzt 163 deutsche .Gewerbegerichte an. Zweck der Vereinigung ist der Austausch gemachter Erfahrungen. Aus den Verhandlungen deA ersten Tages ist folgendes hervorzubeben: An Stelle des verhinderten Vorsitzenden, Oberbürgermeisters Tr. Ga ßner-Mainz, leitet die Verhandlungen .Rechtsrat Dr. Me'nzinger-München. Auf dem Verbandstage waren 178 Vorsitzende und Beisitzer vertreten. Staotrat Dr. Flesch-Frankfurt a. M. berichtete über bas Organ des Verbandes, das „Gewerbe g er ich t". 22 deutsche Staaten, darunter auch Preußen und Bayern, haben die Gerichte angewiesen, wichtige Urteile betreffend den gewerblichen Arbeitsvertrag dem Organ zur Veröffentlichung zu überweisen, und zwar nicht nur solche, die von Gewerbegerichten erfolgten, sondern auch von Amtsgerichten, Landgerichten und Ober-Landesgerichten. . Die nächste Konferenz soll erst in zwei Jahren statt- ssinden: als Ort der Tagung wird Würzburg vorgeschlagen, i Zum nächsten Gegenstand der Tagesordnung „Verführen in Einigungssachen bei Streiks.und Aussperrungen" berichtet Gewerberichter Tr. Grote- Bremen über Erfahrungen in Bremen und verbreitet sich besonders über die Schwierigkeit bei Maßregelungen. Der Arbeiter sehe in den Maßregelungen einen Eingriff in das 'ihm zustehende Recht der Koalitionsfreiheit — ein eigentliches Koalitionsrecht besteht leider nicht,, da jeder von einer Koalition zurücktreten könne, ohne angehalten werden zu können, seinen übernommenen Pflichten nachzukommen. frage sich nun, ob das Gewerbegericht, wenn eine Maßregelung vorliege, entscheiden könne, daß die Wiederanstellung eines Arbeiters zu erfolgen habe. Er bejahe dies und zwar auch für den Fall, daß durch Verabredung die Kündigungsfrist ausgeschlossen war. Gewiß stehe das formelle Recht dann auf feite des Arbeitgebers, das Gewerbegericht sei aber kein gewöhnliches Gericht, dessen Sprüchen durch Zwangsvollstreckung Geltung verschafft würden, sondern ein Gericht, dessen Urteilen die Parteien sich freiwillig unterwerfen müßten. Weiter vertrat er die .dkrckwendigkert, daß die Parteien sich vor dem Gewerbe- 'gericht nicht als politische Parteien gegenüberstehen. Leider -sähen die Verbände vielfach noch in jedem organisierten .AÄeiter einen politischen Feind. 'Für die Gewerbegerichte sei es das Ideal, daß, wenn einem Arbeitgeber-Verband, der die berechtigten Bestrebungen der Arbeiter nach einer -Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage anerkennt, ein Mrbeiterverband gegenüber stände, dieser nicht unerreich?- hare Utopien erstrebe, sondern nach dem zunächst Erreichbaren stjrebe. In dieser Richtung müßten alle Freunde der der Gewerbegerichte wirken. der jetzt bekannt gewordenen Antwort des Zaren, die dem Senat in Helsingfors durch den hiesigen Minister Staatssekretär für Finland zuging, heißt es: „Seine Majestät hält es augenblicklich nicht für angebracht, dem Gesuche des Senats gemäß dem finnischen Vollke von neuem die Versicherung abzugeben, daß seine Landesein- richtungen auch in Zukunft erhalten bleiben sollen. An Sr. Majestät guten Absichten in dieser Beziehung zweifeln seine getreuen Unterthanen nicht. Die beunruhigenden Befürchtungen, die von übelgesinnten Leuten unter der Bevölkerung verbreitet werden, machen es notwendig, die Ordnung durch Verwaltungsmaßregeln völlig sicher; stellen." vom Feldart.-Regt. Nr. 25, sowie dem Magazinaufseher Berg! beim Proviantamt Darmstadt; das Allgemeine Ehrenzeichens mit der Inschrift „Für treue Arbeit": den Magazinsvorarbeitern Bender, Müller und Hoppe, den Magazinarbeitern Götz, Gehring, Hahn und Marx beim Proviantamt Darmstadt. ** Ausflug. Die Buchdrucker von Marburg unb: Gießen unternehmen am morgigen Sonntag einen gemeinsamen Ausflug. Während die Marburger Buchdrucker nach Niederweimar fahren und von da aus zur Nehbrücke marschieren, werden die Gießener von Niederwalgem auS -----ö----—D-Ä- ... . .. | hluicu uuu. cmc unr, nach der Nehbrücke wandern. Von hier geht dann der ge-! än! großen Städten solche Gerichte begründet werden wur- ^^^ für Eichenlobe zu gründen; demnächst wird eine meinsame Marsch nach dem Frauenberg und von da nach ^^»^^E^bter Tr. Kayser-Worms als KorreferentIVersammlung der Waldbesitzer und Interessenten statt- den Hansenhäusern. ^Äne^t nur der deutsch-nationale finben. Eine hohe Summe als Betriebsfonds ist in Aus- „ smMrWhta Die beiden Reaimenter der 49. Inf.- »«1» & sörossysi«*.*1* *-*•**» "m- -""iw?-" i ,,.r Sie Gewerbegerichte ausgesprochen. Die diesjährige Informationsreise der Ren* tralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen, die am 15. d. M. von Hamburg ihren Ausgang nimmt, wird dem Studium sozial bedeutsamer Bestrebungen, in Itzehoe, Kiel, Kopenhagen und Gothenburg gewidmet sein. In den nordischen Ländern wird sich das' Interesse! naturgemäß auf die diesen Ländern eigentümlichen Bestrebungen zur Förderung des Hausfleißes, zur Hebung der Volksbildung und zur Bekämpfung der Trunksucht (das Gothenburger System) richten. Besondere Berücksichtigung findet auch die Arbeiterwohnungsfrage namentlich in Kopenhagen, der Wiege der modernen Baugenossenschaften. Tie Teilnahme ist in diesem Jahre eine besonders lebhafte. Unter anderem haben Vertreter angemeldet: Das Reichsmarineamt, die königlich preußischen Ministerien für Handel und Gewerbe, für Landwirtschaft, der öffenllichen Arbeiten, das Kriegsministerium, das sächsische Ministerium bestens 20"Arbeitern lbeä Innern, das Großherzoglich mecklenburgische MiniM. ' Farmer K ö r st-n erklärt namens aller anwesenden -num des Innern baä Arbeitnehmer-Beisitzer, daß sie den Begriff der Behändig- Ministerium, das fürstlich- s^^zburgisch^ ung anders auffaßten. Ter Gesetzgeber habe berücksich- Per <5enat der freien und Hans s t H g. tigt, daß in den Fabriken die Arbeitsordnung häufiger Aus Paris wird gemeldet: Ende dieses Monats werden in einem Zustande sei, daß sie gar nicht zu lesen oder bafeLne Jesuiten, bis auf den letzten Mann Frankreich sie an Plätzen hänge, wo man sie nicht lesen könne. Erst verlassen haben. Ein Teil derselben begiebt sich nach, durch die Behändigung erhalte der Arbeiter Kenntnis Don £onant), England und Belgien, andere nach Madagaskar, den Arbeitsbedingungen. roo ein Jesuitenkoltegium gegründet wird. Die Unterrichts- Beigeordneter Heinrich-Duisburg berichtet über Anstalten der Jesuiten werden in Frankreich fortbesteben. Versuche mit Arbeitszetteln in Duisburg. Man habe bie a6er das Lehrpersonal durch weltliche Mrer ersetzt kleinen Unternehmer angehalten, Bücher anzulegen, in werben, denen nur die zwei Bestimmungen standen: Es giebt keine Kündigung und „bei Annahme einer Akkordarbeit, bei der der Arbeiter vorzeitig aufhört, hat er keinen Anspruch auf den Akkordlohn, sondern nur auf einen Stundenlohn von soundsoviel Pfennigen". Wenn die Arbeiter angehalten wür- bcn, diese Bedingungen zu unterschreiben. würden viele. Gießen, 14. September 1901. Tie Versammlung ging dann über zur Besprechung des! Der Grvßher zo g fiat am 11. September den Themas „Die Anwendung des § 616desBürger- Charakter als Professor erteilt: dem Oberlehrer an der kichen Gesetzbuchs". Hauptreferent ist Gewerberichter Real- und Landwirtschaftssckiule zu Groß-Umstadt Rudolf Sigel-Stuttgart. Redner hält eine Revision des Titels? Dp eh Wald, dem Oberlehrer an dem Realgymnasium zu der Gewerbeordnung für nötig, damit die Bestimmungen Darmstadt -udwig Aüt^endender, dem Oberlehrer an- mit bene ndes Bürgerlichen Gesetzbuchs in Einllang ge- der Realschule zu Butzbach Ludwig Storck (bereis gebracht oder ein Sonderrecht geschaffen wird. Die Gesetze! meldet), dem Oberlehrer an der ^.berrealschule zu D^w- müssen in diesem Abschnitt eine reinliche Scheidung finden!stabt Gustav Stammler, bem Oberlehrer an bem Reaß- zwischen Privätrecht unb öffentlichem Recht unb dann auch gymnafium und der Realschule zu Gießen Dr. August tiefer in die wirklichen Verhältnisse einbringen. Für Zeit- Sturmfels (bereits gemelbet) dem Oberlehrer an dem lohnvertrag und Stücklohnvertrag müßten besonoere Be- Realgymnasium und der Realschule zu Mainz Ernst Neeb, stimmungen getroffen werden. Notwendig sei auch eine dem Oberlehrer an der Realschule au Impfen Georg Regelung des Tarifvertrages. Redner regt an, bei sämt- Grünewald, dem Oberlehrer an der Realschule und lichen Gewerbegerichten nachzufragen, ob sie das Zurück- dein Progymnafium zu Wnaen Gottfried Erckmann, dem behaltungsrecht anerkennen gegenüber dem Kompensations-I Oberlehrer an der Realschule zu Butzbach Albert Wämser ! verbot, und wenn nicht, oB sie den § 394 des Bürgerlichen (bereits gemeldet, dem Oberlehrer an dem Gymnasium und ;.71 für hpr ru Offenback, Karl Altendorf, dem Ober- Privatdozent Stadtrat Dr. I a st r b w - Charlottenburg berichtet hierauf über die Einigungsämter im Auslande. unv wenn iuu/l, w jit. wn y w-x «« <-, ■ .. r In England haben sich die Einigungsämter von privaten Gesetzbuches für eine zwingende Vorschrift halten oder für der Realschule zu Offenbach Karl Alt e n d o r f dem Ober- Anfängen der englischen Industrie zu staatlichen Jnstitu- efne fakultative. Redner bespricht die Mängel genügender I lehrer an dem Realgymnasium und ^r Realschule zu. Dionen zur Schlichtung von Streitigkeiten entwickelt. Beide Direktiven in den §§ 616 und 629. Was ist „Verhältnis- Mamz Dr. Philipp Friedrich, dem Oberlehrer an der Formen bestehen nebeneinander. In Neuseeland, einemImäßig erhebliche Zeit", „angemessene Zeit"? Muß der Realschule zu Heppenheim Dr. Adolf Horn, dem Ober- 'durchaus demokratischen Staatswesen, ist den Organisierten!c 539 beurlaubte Arbeiter Lohn erhalten? Darf derIlehrer an dem Herbstgymnasium zu Mainz Konrad Scholl- Arbeitern der Streik direkt verboten, an seine Stelle trittIArbeiter den ihm verweigerten Urlaub sich selbst nehmen may er, dem Oberlehrer an dem Gymnafium und der die zwanasweise Entscheidung der staatlichen Behörde übtzr10£cr muß er darum klagen? Redner meint zur letzten Realschule zu Worms Dr. Hermann Brregleb, dem ihre Forderungen. In Nordamerika bestehen nur ^ibate I ^rage der Arbeiter dürfe sich den Urlaub nehmen — das I Oberlehrer an dem Neuen Gymnafium zu ^armstadt Dr. Einrichtungen, ebenso in Belgien. Am weitesten vorge-I^^ berechtigte Selbsthilfe. Redner meint, daß die Be-l Karl Maurer, dem Oberlehrer an dem Realgymnasium schritten ist die Organisation der Arbeiter und Arbeitgeber I f^^^gEn der 122—124 der Gewerbeordnung betreffend Realschule zu Mainz Oavid Spr ertz er, dem in Tänemark, Schweden und Norwegen. In Frankreich tägige Kündigung durch das Mraerlicke Gesetzbuch Oberlehrer an dem Gymnafium und der Realschule zu UNÄ Deutschland ist im Woge der Gesetzgebung vorgcgangen, „icht aufgehoben seien. O,fenbach Friedrich Go tz, dem Oberlehrer an der Ober- lim ersteren Lande sind die Friedensrichter, bei uns sind Beigeordneter Wolff-Offenbach spricht sich! dagegen realschule zu Darmstadt. Hermann KliN gelh ioff die Gewerbegerichte mit dem Einigungsverfahren betraut I besondere Bestimmungen für Akkordvertrag und Tarif- Oberlehrer an dem ^hmnasium und worden. Tas beste Einigungsamt ist nach dem RednerIvertrag zu erstreben. Es würde dies die Rechtsprechung und Worms Dr. Hermann Schäf er, dem Oberlehrer an benr dasjenige, welches die Entscheidung giebt, die sonst ^m 1^,^ Rechtsverhältnisse außerordentlich erschweren. Schullehrersemmar zu Alzey Or. Otto Hern eck. Wege des Kampfes ertrotzt werden könnte. In der Haupt- Schlußwort hält Gewerberichter Sigel-Stuttgart *’ Ordensverleihungen. Der Großherzog hat verliehen: fache kommt es darauf an, daß das Gericht gegenüber dem Gewerberichter Mette es für höchst bedenk-«das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Groß- Geschäftskenntnis entwickelt, es muß genaue Kennt- ^ch, daß Gewerberichter Ratschläge an die Arbeitgeber er- wütigen: dem Oberstleutnant Herrlein vom Jnf.-Regt. nis der Marktlage habem Zweck der Eimgungsamter: ist Eilten, die zu Konfliktsvunken bei Lnbnstrteitigkeiten führen ll6 dem Oberstleutnant v. Voigts-Rhetz vom Jnf.-Regt. die Herbeiführung eines kollektiven Arbeitsvertrages. Der könnten. 117. snHfprFrpm 1 Klasse desselben OrdenS: dem Schiedsspruch müsse möglichst entbehrlW gemacht werden. Schließlich forderten die Arbeitnehmer-Beisitzer, die auf Rr- V ’ b Nranckiiiscki vom ^ns -Reat Nr 115 dem wichsigsie Punkt fei die Vollstreckbarkeit der Sprüche. ^E .ig/ne Organisation verzichten wollen, falls sie ald gmP mann Brauchüsch vom Jnf.-Regt. llr. 11b, dem In den meisten Ländern und im wesentlichen auch bei uns!vollberechtigte Teilnehmer zu den Gewerbegerichtstagen zu- Hauptmann v. Lepel vom Jnf.-Regt. Nr. 117, das Ritter^ fehben Bestimmungen über die Vollstreckbarkeit. Ein Mittel Klassen werden, eine Erllärung, daß ihre Abänderungs- lrcuz 2. Klasse desselben Ordens: dem Oberleutnant Wllhelmi haben wir, und zwar ein moralisches: die Gewerbegerichte I anträQe zu den Statuten auf dem nächsten Verbandslage vom Jnf.-Regt. Nr. 117, dem Zahlmeister Jung vom Ar- können Briefe veröffentlichen, durch die die Parteien den beraten werden würden. Die Zusicherung wurde ihnen er- tillerie-Regt. Nr. 61; die Krone zum Silbernen Kreuz mit Schiedsspruch! abgelehnt haben. Das'würde sicher manchem ^ilt. Der Vorsitzende schließ hierauf mit Dankesworten an Schwertern: dem Vizefeldwebel und Hoboisten Stephani vom wnangenehm jetn. Eine volle ^E^r eckbar reit des Urteils!^ Referenten den Verbandstag. Jnf.-Reqt. Nr. 115, dem Vizewachtmeister und Oberfahnen- sollten wir überhaupt nicht erstreben. Wenn bis fetzt --- Rr, ffjfrrf uom Feldart-Reat Nr 25; das Silberns Politische Tagesschau. ä”,al«Fr?mH" S«* iläSi; esAXsrw -MM.............. “ Een. ,, _ I jedoch der Zollsatz jedenfalls nicht so hoch ausfallen wird, Ter nächste Punkt der Tagesordnung Gew erbe-Ge- ^^ er die Konkurrenz des billigen Quebrackpholzes ganz richts-Reformen wurde eingeleitet durch ein Re- viettmachen kann, so muh es mit Beftiedigung erfüllen, ferat des Rechtsrats Dr M en zig er-Munchen. Redner ba^ ma)n ^ch in den Kreisen der Eichen schälw ald- erläuterte dw durch die Novel^ geschaffen Aenderungen. gesitzer nicht allein auf die Staatshilfe verläßt, son- 7- Der nächste Referent, Rechtsrat Bacher-Augsburg,L n 9 Selbsthilfe greift, wie folgende spraM. über die kaufmannischen Schiedssierr^te. unb au3 Bonn bezeugt: -,Um die Eichenlohpreise hoch. Es. sei zu fordern, daß diese überall d^t errichtet wür- ^er zu halten, geht man mit dem Gedanken um, in de», wo ein Bedürfnis vorh and en seu Die Forderung Gegend von Rheinbach, Euskirchen, Flamersheim, New- selbständiger Schiedsgerichte sei unhaltbar, da dann nur urto. eine Ein- und Verkaufsgenossein- tember werden die Manöver beendet, worauf die Jnf.- Regimenter per Bahn in ihre Garnisonen zurückbefördert werden. Die Entlassung der Reservisten erfolgt am nächsten Tage. ** Neuerung int FahrkurLenwesen. Bet den Fahrkarten vierter Klasse im Bereich der preußisch-hessischen Eisenbahn Verwaltung ist eine recht bequeme Neuerung etn- getreten. Wenn bei Lösung der Fahrkarte auch eine bestimmte Station gewünscht wird, so ist man doch berechtigt, die Fahrkarte zu anderen Stationen zu benutzen, wenn die betreffende Strecke dieselbe Kilometerlänge hat. Um tue Neuerung dem Publikum klar zu machen, sind die in Frage kommenden Stationen famtlich aus der Fahrkarte vermerkt. ** Ernennungen. Ernannt wurden der Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Lorsch Michael Röhrig zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Fürth mit Wirkung vom 16. September 1901 an und der Steueraufseher Wilhelm Dörner zu Darmstadt mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an zum Pfandmeister für den Bei- tretbungsbezirk Michelstadt. , c ** Versetzung. Versetzt wurde der Psandmeifter des Beitreibungs-Bezirks Wald-Michelbach Georg Willen- bücher zu Wald-Michelbach in gleicher Diensteigensck)aft mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an in den Beitreibungsbezirk Lampertheim. mi. Grotzeulinden, 12. Sept. Heute Vormittag begab sich ein Mädchen von 19 Jahren in das Feld, um einen Korb Kartoffeln zu ho.len. Als es nach längerer Zeit nicht zurückkehrte, wurden die Angehörigen unruhig und begaben sich auf den Acker. Aber welch ein Anblick erwartete sie. Auf dem Acker neben dem Korb, der schon mit Kartoffeln gefüllt war, lag das junge Mädchen tot da, ein Hirnschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Friedberg, 12. Sept. Gestern fand eine Sitzung der Stadtverordneten statt, die sich mit der Festsetzung des Gehaltes für den neu zu wählenden Bürgermeister beschäftigte. Nach längerer Beratung wurde beschlossen, den An- sangsgehalt auf 5000 Mk. nebst 500 Mk. Wohnungsgeldzuschuß festzusetzen, alle vier Jahre um 500 Mk. steigend bis zu einem Maximalgehalt von 7000 Mk. bezw. 7500 Mk. Bewerbungen sollen bis längstens zum 10. Oktober einge- ^ordert werden. Bad-Nauheim, 12. Sept. Die Zahl ddr Badegäste be- rimg bis zum 12. September 19 241. — An Bädern wurden bis zu diesem Tage 275 345 verabreicht. Butzbach, 13. Sept. Die Herzogin von Anhalt besuchte gestern Nachmittag in Begleitung der Hofdame Baronin v. Ende und des Hofmarschalls v. Loße das hiesige Altertums-- museum und sprach sich sehr anerkennend über das Gesehene aus. Mainz, 13. Sept. Im Großherzogli chen Palais herrscht rege THätigkeit, um alles für den Empfang bezw. oen Aufenthalt des Großherzvglichen Paares vorzubereiten. Der Oberhofmarschall Exz. v. Westerweller weilte hier und traf im Schlosse die notwendigen Anordnungen, die jetzt durch Palais-Jnspektor Dochnahl mit einer großen Anzahl von Hilfskräften ausgeführt werden. — Für die Unterbringung des Tiesbauamtes, des Gewerbe- und Ortsgerichts soll in der Stiftstraße ein städtisches Verwaltungsgebäude errichtet werden. Der Finanzausschuß hat hierzu 110 000 Mk. bewilligt. — Auf dem städtischen Elektrizitätswerk wird eine sogen. Zählerkontrolle eingerichtet. Für die Anschaffung der Apparate wurden vom Finanzausschuß 4500 Mk. bewilligt. Maiuz, 13. Sept. Der Erweiterungsbau des Fürstenbergerhofschulhauses ist nun durch alle städtischen Instanzen hindurch genehmigt worden. Gestern wurde vom Finanzausschuß die Bausumme in Höhe von 102 000 Mk. bewilligt. — Oberleutnant Richter, der bekanntlich im Duell von dem Husarenleutnant Vogt verwundet und zu 3 Monaten Festung verurteilt war, hatte diese Strafe in Wesel angetreten. Am Montag wurde Richter, nachdem er 3 Wochen von der Strafe verbüßt hat, vom Kaiser begnadigt. Vogt erhielt 2 Jahre Gefängnis, die er in Darmstadt verbüßt, und wurde suS dem Heere gestoßen. Wetzlar, 11. Sept. Eine erfreuliche Mitteilung finden wir in Nr. 70 der „Deutschen Bauzeitung" vom 3. August 1901. Darin heißt es: „Eine Wiederherstellung des Domes in Wetzlar ist mit einem ungefähren Kostenaufwande von 1 Million Mark durch Einleitung der Vorarbeiten angebahnt." der Wein-. Obst- und Gemüsezölle fein; auch die Tabak- und Hopfenzollsätze sollen besondere Besprechung erfahren. fc. Aus dem Kreise Büdiugcu, 13. Sept. In den meisten Gemeinden unseres Kreises steht eine günstige Obsternte zu erwarten. Besonders gilt dies von den Gemarkungen Aulendieback, Bleichenbach, Büdingen, Ealbach, Diebach a. Haag, Düdelsheim, ^erren- haag, Korbach, Rohrbach, Vonbausen und Wolf. Die soeben beginnende Kartoffelernte ist trotz des naffen Wetters der letzten Tage, wodurch sich hier und da in schwerem Ackerboden die Fäule bo merbar macht, eine gute. — Tie für den 15. September l. Js. anberaumte General- Versammlung des Wetterauer Geflügelzuchwereins ist wegen Ablebens des Präsidenten bis auf Weiteres verschoben worden. □ Grüubcrg, 13. Sept. Hier und in den angrenzenden Gemarkungen herrscht bereits lebhafte Nachfrage nach Obst, besonders nach Aepfeln. Tie Händler überbieten sich gegenseitig und zahlen jetzt schon recht ansehnliche Preise. Für Auflesäpfel werden 8 Mk. pro Malter bezahlt, Lchüttelobst wird zu 11 bis 12 Mk. der Doppel zentner ansqekaust, und für Tafelobst bieten auswärtige Händler sogar 18 Mk. — Sehr reichen Ertrag liefern dieses Jahr die Zwct- schen, und auch die Nußbäume sind über und über mit Fruchten behangen. — Die Grummeternte, die im vollen Gange war, hat durch das anhaltende Negenwetter eine unliebsame Unterbrechung erfahren. Tas wenige Futter liegt zum großen Teil auf den Wiesen, kann nicht eingebracht iverden und verdirbt oder wird minderwertig. Es ist dies umsomehr zii beklageii, als auch der Heuertrag nur mäßig war uiid es den ganzen Sommer hindurch an Grunsutter mangelte. — Erfreulicherweise haben wir eine „ausgezeichnete Kartoffelernte zu erwarten, und es wäre nur zu wünschen, daß bald gutes Wetter eintritt, damü die Herbslarbeiten gut und rasch von statten gehen. ___ Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Remscheid, 11. Sept. Der allgemeine wirtschaftliche Niedergang im bergischen Jndustriebezirk läßt sich in fortgesetzt steigendem Grade wahrnehmen. In den letzten Tagen sind mehrere bisher als solvent geltende Firmen, darunter ein Großbetrieb, in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Tie Zahl, der Fabriken, die Arbeiterentlassungen vornehmen müssen, mehrt sich fortgesetzt. Einzelne Werke ließen eine zehnprozenkige Lohnreduktton eintreten. Landstnhl, 11. Sept. Der kürzlich verhaftete Buchhalter der Spritfabrik Bumb & Herrle Namens Heyl wurde wiederum aus der Hast entlasten. lieber den flüchtigen Inhaber der Firma Herrle hat man bis jetzt noch keine Nachricht. fo. Vallendar a. Rh., 13. Sept. Die nächste außerordentliche Generalversammlung der Fabrik feuerfester und säurefester Produkte findet dahier am 4. und 5. Oktober statt. — Von der Bergstraße, 10. Sept. Zwei Falliment e und zwar der Firmeii Bentheim in Bickenbach und Z. Hahn in Auerbach werden zurzeit in unserer Gegend viel besprochen. Die Inhaber der beiden Firmen waren stets als solide Kaufleute bekannt und standen infolge dessen in bestem Ansehen. Man war daher nicht wenig erstaunt, als man vor einiger Zeit vernahm, dieselben seien infolge übernommener großer Bürgschaft gegenüber einem nahen Verwandten, der in Frankfurt ein Oel- und Fett- warenaeschäft betrieb, aber insolvent wurde, in eine mißliche Geschäftslage geraten und würden wahrscheinlich ihre Zahlungen ein- stellen müssen. Leider betätigte sich das Gerückt und heute stehen beide Männer, ihrer Gutherzigkeit einem Bruder und Schwager gegenüber vor ihrem Ruin. Arbeiterbewegung. — Die Lederarbeiter Berlins (Weißgerber, Färber u. s. w.) verhandeln gegenwärtig mit den Fabrikanten wegen Verlängerung des vor zwei "y obren vor dem Gewerbegericht abgeschlossenen Vertrages. Während die Fabrikanten die bedingungslose Verlängerung des Vertrages verlangen, wollen die Arbeiter nur in eine solche willigen, wenn zuvor "verschiedene Wünsche in Bezug auf Arbeitslohn und Arbeitszeit Berücksichtigmig finden. Zu oiesem Zwecke haben die Arbeiter den Vertrag, der am 1. Oktober abläuft, am 1. September gekündigt. Obwohl die Verhandlungen noch schweben, scheinen sich die Fabrikanten auf alle Eventualitäten vorbereiten zu wollen. Eine Versammlung von Glacölederfabrikanten und Färbereibesitzern in Leipzig beschäftigte sich kürzlich mit der Berliner Angelegenheit. Es wurden mehrere Schreiben verlesen, worin eine eventuelle allgemeine Schließung ober Reduktion der Betriebe an den Provinzplätzen im Falle eines Berliner Streiks befürwortet wurde. Nachdem auch mehrere Redner eine ähnliche Stellung eingenommen hatten, gelangte eine Resolution zur Annahme, die eine energische Unterstützung der Berliner GlaeSlederfabrikanten seitens ifjrer auswärtigen Kollegen im Streikfalle vorsieht. Lüttich, 12. Sept. Heute Vormittag wurde in den Kohlengruben Vieille und Marihaye in Seraing der Aus st and erklärt. 600 Arbeiter weigerten sich, eine Lchnverkürzung anzunehmen. Der Ausstand ist ein allgemeiner. London, 12. Sept. Wie die „Times" aus Newnork melden, ist kein Versuch gemacht worden, die National-Stahlrohrenwerke in Mc. Keesport, die infolge von Drohungen Ausständiger am Montag geschlossen wurden, roteoer zu eröffnen. Theater, Kunst und Wissenschaft. Wilhelm Pauly HI. mit 49 Stimmen gewählt. Hoffentlich folgt den Vorarbeiten die Ausführung bald nach. Marburg, 12. Sept. Das große Los der Marburger den Chausseegraben, wobei sie ein Bein brach. Das Kind, Darstellung ^de?Ti das mit im Wagen war, wurde nur gering verletzt. — In Leistung. V. " " Bettenhausen wurden bei der Gemeinderatswahl Wllh. onlagten wissenschaftlichen Htlsslel Köhler IV. mit 61, Johann Georg Steul II. mit 58 und uttb die bis ins Kleinste u. Alsfeld, 12. Sept. Gestern abend ging hier ^Der Probe- .....von Max Dreyer in Szene. Tie Stacke dieses interessanten Pscrdemarkt-'Lotterie, bestehend 'aus einer eleganten zwei- spanmgen Equipage Mit zwei Pferden, hat der Gastwirt Existenz preisgibt, als daß er gegen seine Ueberzeugung handelt. Keim in Grebenhagen bei Homberg a. Efze gewonnen. Der Probekcmoidat vertcktt einen eckramtenLehrer an einem Real- Cassel, 13. Sept. Am 19. und 20. September findet qymnasium. Er gibt den naturwissenschaftlichen " hier die Verbandsversammlung der deutschen Schutzvereine ^rima nnb trägt hier an Stelle der göttlichen S für entlassene Gefangene statt. Referate haben übernommen Professor Dr. Spieß aus Wiesbaden, Ministerialrat St ad- l e r aus Straßburg, Gefängnisgeistlicher Pastor v. R o h d e n sich. k Unterricht in der Schöpfungsgeschichte ipfungsgeschichte in Anlehnung an die Dar- .. Dies wird dem Direktor der Schule mit- geteilt, und dieser' stellt nun den Probekandidaten, der bereits seine ;',pul4*£ V1,U?V l/vcn sichere Anstellung erwartete, vor die Allernative, entweder die von aus Düsseldorf, Geh. Oberregrerungsrat v. Mas so w aus ihm gelehrte Weltanschauung in einer im Beisein des Lehren Potsdam, Landesrat Zuschlag aus Cassel, Stadtpsarrer kollegmms vorzunehmenden Probelektion als Irrlehre zu wider- van der Flo e au9 Pforzheim, Pfarrer Kraus aus rufen oder entlassen zu werden. In dem nun begiimenden seelischen Scherzingen,' Pfarrer Schwöbel aus Mannheim, Kauf- Konflikt zwischen Sohnespflicht und der Pflicht, seiner Ueberzeugung mann Bischoff aus Berlin, Assessor Tr. Rosen feldaus «u bleiben, tragt die erstere zunächst den Sieg davom Um Berlin. Regierungsrat ®r. v, Engelberg .ans Mann- yeun. ihre Augen begeistert leuchten sieht, kann er nicht „lügen" und mit ftleinc Mitteilungen au 8 Hessen und den Nachbarstaaten, dem Rufe:, .Wer die Wahrheit kennt und sagt sie nicht, ist fürwahr In Vilbel geriet eine Dame, die den steilen Vilbeler Berg ein erbärmlicher Wicht", siegt fein besseres Ich. Er nimmt lieber mit einem Automobil herabfuhr, samt ihrem Fahrzeug in auf sich, als daß er feine Ueberzeugung verleugnet. dm Wegroben, wobei sie em Bein brach. Das Ld. tng. Vorzüglich war auch Sie Wiedergabe des sarkastisch ver- |ten wissenschaftlichen Hilfslehrers Benefeld durch Hernr Gott- h'c bis in's Kleinste wohlgelungene Darstellung des (-v ängstlichen, leicht erregten Oberlehrers Stürmer durch Herrn Stoff- am o cm l < regen. Unter Sen Damen verdient neben Frl. Buchner als die Worms ist am Montag der Domkapitular Fehr, der ehe- Bolksschullehrerin Marie v. Geißler hauptsächlich Frl. Hofer als malige und langjährige Propst von St, Peter gestorben. Der Gertruo Brockelmann, des Probckandidaten Verlobte, aneriennenbe Verstorben- erfreut- sich allgemeiner Beliebtheit bei allen Wnvähmmg. Sie hat mit ihrer gestrigen Leistung wohl das Beste in ntXo*. cx «n • »t. k wahrend ihres hiesigen Auftretens geboten. Das Haus war bis Standen und m allen Konfessionen. — In Wiesbaden den letzten Platz gefüllt. Die Zuschauer spendeten wiederholt starb der Landgerlchtsprasident a. D. Geh. Oberiustizrat Frhr. lebhaften Beisalü Hugo v. Plotho im Alter von 79.Jahren. Der Ver- ko. Frankfurt a. M., 12. Sept. Agnes Sorma wird an S“”'" den 80er Jahren' Landgericht-Präsident in jyramiun a. jjg wird die königl. Sängerin Fräulein Emmy Destinn von Opern- ~ ~ ——-------------------- Hause in Berlin als „Carmen" gastieren. 1 QlWinirfrrfrirff Berlin, 12. Sept. Mit Unterstützung des Kaisers wird im ® Auftrag der Akademie der Wisienschaften der Bibliothekar Dr. Oskar * Lavdesvcrsammluug des hessischen Bauernstandes. Mann von der königl. Bibliothek eine wissenschaftliche Reise nach Auf der morgen in Darmstadt stattfindenden Landesversammlung Vorderasien, besonders nach Persien und den kurdischen Teilen der soll auch die Frage der für unsere Waldgebiete wichtigen O u e- asiatischen Türkei, untermehmen. Der Zweck der Reise ist das brackoholzzollsätze eingehende Behandlung finden. Von Studium der persisch-kurdischen Dialekte, um dadurch einen genauen besonderem Interesse durfte jeSenfalls neben den Zollanträgen für Einblick in die Genesis iranischer Sprachen zu gewinnen. Mann s Getreide, Vieh und tierische Produkte das Ergebnis der Behandlung Reise ist auf drei Jahre berechnet. — Als neue Preisaufgabe der Rudolf Schleiden- Stiftung hat die rechts- unb staatswiffenfchastlicke Fakultät an der Universität Freiburg i. B., die Verwalterin des Vermächtnisses, folgenden Gegenstand alisgeseht: „Die Kriegskontrebande in der Völkerrechtswifsenfchaft und der neueren Staatenpraris. Die Bewerbungsarbeiten sind bis zum 1. März 1903 einzureichen. Der Preis betragt 1000 Mk. — Josef Lauff hat einen neuen Roman vollendet, der den Titel „Karrekiek" führt. Ter seltsame Tüel des Ron^mrs, der am. Niederrhein spielt, ist von dem Ruf der Rohrdroffel hergeleitet. VnivcrMs-Uachrichtcn. Ter PrivatdozeM Prof. Dr. Peters in Bonn hat einen Rus als ordentlicher Professor und Direktor der Augenklmck an die Universität R o st o ck erhaltem — An der Universität Bonn haberr im Sttidienjahr 1900,01 insgesarnint 77 Promotionen stattgesimden. Tie evang.-theoloq. Falllltät erteilte in zwei Fällen die Lieeneiaten-- würde. Ten juristischen Tr. erlangten 3, den medizinischen 47/ den philosophischen 25 Herrem — Äus Jena schreibt man: Die. diesjährigen Ferienkurse an hiesiger Universität sind von 247' Teilnehmern, Mnmtcr 107 aus dem Ausland besucht. Von den Arlsländean sind die meisten — 24 — aus Großbritannien. Japan hat 5 Teilnehmer gesandt. — Prof. Dr. Regelsberger, der trefflicke Pandektist und Zivilrechtslehrer in Göttingen, uoilenScte am 10. ds. das 70. Lebensjahr. Er wirkt seit 43 Jahren als Universitätslehrer, seit 1863 als Ordinarius. Literarische Neuerscheinungen. Die Zukunft, 9. Jahrg., Nr. 50 (Inhalt: Der Sieg des. Drachen, Die Hohkönigsburg, Das Leben ein Traum, Wittes Goldwährung, Sommeropern), Berlin, Verlag der Zukunft, Friedrichstraße 10. AllSM eis -kN Siflebtsamtgrtgifttru btt Stabt Bit^ta. Aufgebote. Am 5. Sept. Wilhelm Karl Benner, Schuhmacher dahier mit Anna Maria Elisabethe Hahn in Gundersheim. 6. Wllhelm Götzen, . Kaufmann in Wickrath mit Emma Wilhelmine Schmidt in Butzbach. 8. Julius Rosenbaum, Kaufmann dahier mit 9iosa Löwenstein in Wieseck. 9. Otto Julius Siepmann, Eisenbahnbau-Unternel)mer. dahier mit Hermine Karoline Luise Eberhardt in Hannover. Konrad Peter Karl Bellersheim, Kailsmann in Siesten mit Antonie Marie Schad dahier. 10. Albrecht Georg Christian SchaN/ Kaufmann, in Genua mit Wilhelmine Austuste Karoline Emllie Windhaus bä-, hier. Heinrich Löchel, Briefträger dahier mit Lina Rohn in Rup-' pertenrod. 11. August Fourier, Bahnarbeiter dahier mit Marie Göbel Hierselbst. 12. Christian Franz, Schutzmann in Darmstadt mit Elisabeth Katharine Belloff dahier. Heinrich Albach/ StationZ» assistent dahier mit Eva Maria Schmidt hierselbst. Ehcschlicßungcu. Am 7. Sept. Franz Josef Seidel, Sattler dahier mit Chri-: firne Noll hierselbst. August Theodor Rühl, Bureauvorstcher dahier mit Margarethe Arnold hierselbst. Jakov Dany, Friseur dahier^ mit Ottilie Wilhelmine Friederike Katharine LindenstrMH hierselbst^^ Geboreue. Am 3. Sept. Dem Universitätsprofeffor Dr. Paul Gottfried Drews ein Sohn. 4. Dem Geschäftsführer Peter Kronenberg eine' Tochter. 5. Dem Dachdecker Friedrich Jörg ein Sohn, Peter Friedrich. 6. Tenr Fuhrmann Karl August Wolf eine Tochter, Margarethe. 7. Dem Kaufmann Albert Scheel em Sohn, Willy. 8. Dem Feldwebel Christoph Banse eine Tochter. 9. Dem Dachdeckermeister Heinrich Schmall IV. eine Tochter, Johanna Helene Frieda. 12, Dem Schlosser Heinrich Müller II. eine Tochter. Gestorbene. Am 6. Sept. Stephanie Katharine Heintze, geb. Paff, 83, Jahre alt, Witwe dahier. 7. Kaspar Karl Hoßfeld, 3 Monate alt, Sohn des Taglöhners Johannes Hoßfeld dahier. Rosa Langzettel/ 11 Monate alt, Tochter des Taglöhners Max Langzettel oahier.! Marie Kraft, geb. Schrimpf, 27 Jahre alt, Ehefrau von Metzger- meister Georg Kraft dahier. 8. Christian Grünewald, 35 Jahre alt/ Arbeiter dahier. 9. Dorothea Körbächer, geb. Nuhn, 52 Jayre alt, , Ehesrari des WeichenstellersLudwigKörbächer dahier. 10.WUHelrn^ Karl 2(bolf Graf, 52 Jahre alt, Mechaniker dahier. 12. Ludwig Mandler, 46 Jahre alt, Taglöhner dahier. Sophie Balser geb/ Geismar, 46 Jahre altz Ehefiau des Buch- und Papierhärrdlers' Ernst Balser dahier. Wilhelm Hofmann, 72 Jahre alt, Geh. Ju-i fturat Sahier. 13. Sept. Joseph Kohlmannsperger, 23 Jahre alt, Backer dahier. Für die Redaktion verantwortlich u V.r R. Drittln ann. V/asserdiehter Abschluss Luftund fester haltbarer A Jrospecte,Muster, Beweise UberBewihning‘ \l sendetporlofrei der Fabrikant \ A .W. Andernach x/a Jewe/a/w Rhain - PdtentJj/ztjfe/n 7e u chte Wände Zu haben in Gießen auf der Fabrik - Niederlage bei Herm Wilh. Textor, Wallthorstraße 6. 8897 Kräftigend für Blutarme Bleichsöchtige Schwache Kinder und Kranke. ^Hdematogeri- NÄHR-KAKAO In Giessen vorrätig in der Pelican • Apotheke, Kredzplatz 2; Adler - Drogerie, Otto Schaaf, Selters weg 39; 1,0 wen-Drogerie, W.KUbinger, Seltersweg; A. & G. Wallenfels. Marktplatz 21; Eberhard Metzeer, am Seltersthor; Ph. Herrmann, Selters weg 33, Walter, Mäusburg 13; Philipp Schwager Wwelf GU8 Mm^t 8; Clwletian WallenfEl*, Marktplatz 17. O Unerreichter Insectentödter! o Kaufe aber nur in Flaschen?wo Plakate aushängw. a. • Aie Leutrae Aummer mnfußf U StiitaL Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftrake 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Schuhmacher, 1 Tapezier, B Hausburschen, 1 Fuhrknecht, 1 Lauffrau. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Glaser, 1 Schreiner, 3 Haus- burschen, 1 Fuhrknecht, 3 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Köchin. Lehrlinge: 1 Buchbinder, 1 Glaser, 1 Lithograph, 2 Schlosser, S Schneider, 2 Schreiner. ' Bekanntmachung. Wir bringen hiermit aut öffentlichen Kenntnis, daß auf Grund Beschlusses der Städtvcroroneten-Versammlung die Dienftstunden der beiden Wicger für die städtischen Lastwagen auf der Westanlage und auf dem SelterSberg wie folgt festgesetzt worden sind und Arnar: s. für die Sommermonate von Morgens 7—121/, Uhr und Nachmittags von IV,—71/, Unr b. für die Wintermonate von Morgens 8—12V, Uhr und Nachmittags von IV,—6^/, Uhr Gießen, den 14. September 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 6178 Bekanntmachung. Am Samstag den 14. September l. I. wird das Kabel- netz des städtischen Elektrizitätswerkes — soweit die Arbeiten für die Hausanschlüsse es gestatten — unter Strom gesetzt. Im iSaufe dieses Tages wird der Stand der Zähler festgestellt und von ,ba ab elektrische Energie nur noch gegen Entrichtung des tarif- .mäßigen Preises abgegeben. Die vorläufig noch stromlosen Kabelstrecken werden thunlichst bald ebenfalls angeschlossen werden. Gießen, den 13. September 1901. 6168 4 A Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Pflichtfeuerwehr. Donnerstag den 19. Sept. d. IS., abends S«/2 Uhr, im Turmhause am Brand: Uebrmg der !♦, 2., 3. u. 4. Motte. Gießen, am 13. September 1901. 6159 ______________Der Branddirektor: Traber. Aufruf! Am 1. Dezember d. I. sind e§ 25 Jahre, daß die GrH. Kmdeg-KmWeckschxle gegründet wurde. Dieser Tag soll in einfacher und würdiger Weise gefeiert werden (Festaktus, Schülerarbeiten- 'Ausstellung und Festesten). In der Annahme, daß gewiß viele frühere Schüler der Anstalt diesen Festtag gerne mit ihren Lehrern und Mitschülern an dem Orte, an dem sie dereinst ihre Ausbildung erhalten haben, verbringen wollen, fordern wir dieselben hierdurch auf, ihre genaue Adreffe baldgefälligst an die unterzeichnete Direktion, Neckarftraße 3, einzusenden, damit «hnen demnächst ^Näheres mitgeteilt werden kann. Darmstadt, 28. August 1901. Tie Mim Ser tofilj. LMes-BangMrWle. Hermann Müller. 6156 eiSFj- Nur 11k. 35 Pfg. vierteljährlich-«! anftalten und Landbriefträgern die täglich in acht Seiten großen Formats erscheinende reichhalttge liberale Berliner • • • • irgen-Zeitung mit den beiden Beiblättern o Tägliches Familienblatt u. illustriert. Volksfreund Feffelnde Erzählungen. Belehrende Artikel aus allen Gebieten, namentlich aus der Haus-, Hof- und Gartenwirtschaft. Sprechsaal. Briefkasten. Ihre große Abonnentenzahl (ca. 150,000 im Winter — ca. 130,000 im Sommer) beweist am besten, daß die Politische Haltung und das Vielerlei, welches sie für Haus und Familie an Unterhaltung und Belehrnng bringt, allgemeinen Beifall findet. Im nächsten Quartal erscheint der hochintereffante Roman: „Der arme Kerl" Ulrich Frank. Probenummern gratis durch die Expeditton der „Berliner Morgen-Zeitung", Berlin SW. 6155 Awittll SBUWÄZÄWckMeii Mg! Emil Plstor Nachfolger MarKtstraße 10. Giesseiu Leltphos 61. Alleinverkauf des „Deutschen Aörster-Kfen" Größtes Lager in Oese« u«d Kochherde«. Waubeschläge, Werkzeuge. Haushaltungs- und Küchengeräte 1333 Ofenschirme. Kohlenkasten. Bügeleisen. Wagen und Gewichte. Kupferkefsel. Waschmaschinen. Wangen. Wringmaschine». Skifchhackrnaschinerr. Laternen. Wurst-Füttmaschinen. Arbeiisvergebung Dienstag den 17. b. MtS. nachmittags 2 Uhr, soll auf unterzeichneter Bürgermeisterei öffentlich in Accord vergeben werden 6163 Tachdeckerarbeit veranschlagt zu Mk. 120.—. Daubringcn, 13. Sept. 1901. Gr. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. Lbftechchming. Donnerstag den 19. September sollen auf dem Lofgut Winnerod auf dem Stanö versteigert werden: 6130 Ein größeres Quantum Tafelobst (Rauau, Goldparmäne 2C.), ferner ein größeres Quant. Kelterobst und Birnen. Zusammenkunft vormitt. l/A0 Uhr an der Ziegelei auf öer Straße Winnerod—Reiskirchen. Hofgut Winnerod, 12. Sept. 1901 Hofgut Winnerod. 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