Nr. 138 Erstes Blatt 151. Jahrgang Samstag 15. Juni 1901 GietzenerAnzeiger passend. General-Anzeiger ‘^tNtuUfc 1. ulhof. 2. r Rttsrubt wb auwLrü. 3. *w 4. 6. 7, 8. 1 zutreffender abschätzen können, als nach den Liebenswürdigkeiten des Zaren. Sind doch auch die großen russischen Zeitungen seit langem auf einen nichts weniger als freundlichen Ton gegen Deutschland gestimmt. Bei den bekannten Zensurverhältniffen erkennt man an den Auslastungen der russischen Presse immer am besten, wie der Wind weht in den oberen Regionen des Zarenreichs. 5. das Geldausgleichungsverzeichnis über zuviel oder zuwenig erhaltenes Gelände infolge Grenzregulteruug mit Rodheim; das Geldausgleichungsverzeichuis über zuviel oder zuwenig empfangenes Gelände; das Geldausgleichungsverzeichnis über zuviel oder Prima Rosshaare. Graf Walderfee in Tokio. Der Aufenthalt des Feldmarschalls Grafen Walderfee am japanischen Kaiserhofe scheint einen recht glücklichen Verlauf zu nehmen. Der japanische Kaiser empfing erst am 11. d. M. den Grafen, damit der Feldmarschall, wie der Kaiser eS persönlich gewünscht hatte, nach der anstrengenden Seereise einen Erholungstag für sich zur Verfügung hätte. Graf Walderfee wurde nebst dem deutschen Gesandten, Grafen Arco, und seiner Begleitung in Hofgalawagen vom Shiba- palais zum Kaiserschloß abgeholt. Dort stellte der Gesandte deu Feldmarschall dem Kaiser vor, der die japanische Generals uniform mit dem Schwarzen Adlerorden angelegt hatte. Der Kaiser unterhielt sich gnädig zehn Minuten lang mit Wal- dersee, wobei der Zeremonienmeister als Dolmetscher fungierte. Der Feldmarschall stellte darauf seine Begleitung vor. Durch prachtvolle Säle wurde Graf Walderfee sodann zur Kaiserin geführt, die europäische Tracht trug und deu Grafen mit derselben Zeremonie empfing. Bei dem nachfolgenden Galafrühstück saß die Kaiserin lins vom Kaiser, der Feldmarschall dem Kaiserpaar gegenüber. Die mit Hilfe des Dolmetschers geführte Unterhaltung war sehr lebhaft. Der Kaiser berührte in seinem Gespräch mehrfach militärische Fragen, die Kaiserin die Pflege der Verwundeten im Kriege und die Thätigkeit des Roten Kreuzes. Geladen waren noch die kaiserlichen Prinzen nebst Gemahlinnen, die Minister, Generale und die deutsche Gesandtschaft. Der Kaiser trank speziell dem Feldmarschall zu. Nach dem Frühstück hielt der Kaiser Cercle ab. Der Feldmarschall legte in Tokio auf dem Grabe des bei den Takuforts gefallenen japanischen Schiffskapitäns Hatore einen Lorberkranz nieder, was von der Flotte und Armee enthusiastisch ausgenommen wurde. Am vormittag besichtigte der Feldmarschall das Kadettenkorps und die Kriegsschule und hielt nicht mit seinem unbeschränkten Lob des Gesehenen zurück. DaS Frühstück und Garrensest in der deutschen Gesandtschaft verlief animiert. Graf Arco toastete auf den Landesherrn und die Souveräne sämtlicher Großstaaten. Prinz sKomazu dankte und brachte einen Trinkspruch auf Kaiser Wilhelm und den Grafen Walderfee aus. Graf Ito verdeutschte den Toast, worauf Graf Walderfee seinerseits dankend die japanische Armee feierte, deren Trefflichkeit er bereits in China kennen gelernt habe. Zum Gartenfest war ein reicher Damenflor erschienen. Don den Versammelten wurde ein Grupvenbild aufgenomm n auf dem Graf Wal- dersee deu kleinen Prinzen Komazu neben sich hat. Nachher fand eine Vorführung japanischer Schwert- und Lanzenkämpfe statt. Dor dem Abschied wurde Bier herumgereicht, wobei der Feldmarschall ein Hoch auf den Gastgeber Grafen Arco ausbrachte. Mute. 1 Ml hch-Wj. nen Wünschen entgegen yi nben Schülerinnen gratis am }£i mit Juli beginnt. 4109 nid TttMr. ne Gießen, den 14. Juni 1901. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Die vorstehende Bekanntmachung, betreffend die Der- legung unserer Amtszimmer, wollen Sie dreimal, und zwar in Zwischenräumen von je einer Woche, in Ihren Gemeinden ortsüblich veröffentlichen lassen. v. Bechtold. Die kürzlich erfolgten Stapellaufe in Danzig („Wettin") und Kiel („Zähringen"), denen sich in diesem Jahre noch weitere anschließen werden, lassen die fortschreitende Modernisierung der deutschen Lintengeschwader erkennen. Nach dieser Richtung hin die Kriegsflotte zu verjüngen, war der Hauptzweck der Flottengesetze von 1898 und 1900. Die entsprechende Vermehrung und Ergänzung der Auslands- schiffe bleibt einer späteren Zeit Vorbehalten. Die neuen Linienschiffe lassen sich in die der „Kaiserklasse" und die der „Wittelsbachklasse" scheiden. Als Typ für erstere gilt der im Oktober 1899 auf der Hamburger Werft von Blohm und Voß fertiggestellte „Kaiser Karl der Große". Was die Verteilung beider Kategorien auf die Marinestationen anbetrifft, so läßt die Zuweisung des „Zähringen" an die Nordseestation darauf schließen, daß die Schiffe der „Wittels- bachklaffe" als die stärkeren der strategisch wichtigeren Wilhelmshavener Station angegliedert werden sollen. Dort war ja auch das jetzt von China heimkehrende Panzergeschwader zuständig. Eine Verwendung der neuen Linienschiffe im Auslandsdienst scheint für absehbare Zeit nicht in Frage zu kommen. Die Besitzer argentinischer StaatSpapiere werden demnächst in die Lage kommen, ihre Titres gegen neue Schuldverschreibungen dieses Landes umzutauschen. Der Ministerrat in Buenos Ayres hat soeben die Zusammenlegung der gesamten auswärtigen Anleihen in eine unifizierte Schuld beschlossen, die mit 4 Prozent verzinst und mit Vi Prozent amortisiert werden soll. Die bisher an deutschen Börsen gehandelten argentinischen Fonds trugen — die 4prozenlige 1897er Anleihe ausgenommen — 5 und 4!/a Prozent Zinsen. Doch es ist zweifellos, daß durch die Vereinheitlichung der Anleihen und die Herabsetzung des Zinsfußes der innere Wert der Schuldverschreibungen erhöht wird. Der EmisfionSkurS der unifizierten Anleihe wird natürlich derart bemessen sein, daß der Sapitalwert der alten Fonds voll erhalten bleibt, Vermögensschädigungen beim Umtausch also ausgeschlossen sind. Die Staatsgläubiger Argentiniens, darunter zahlreiche Deutsche, haben bekanntlich nicht immer Freude an ihrem Besitz erlebt. Sie mußten Kursverluste und Ziusausfälle hinnehmen. Seit einigen Jahren ist aber eine unverkennbare Besserung in den Finanz- wie deu Wirtschaftsverhältnissen Argentiniens überhaupt eingetreten. Präsident Noca besonders hat sich als ein umsichtiger und thatkräftiger Staatsmann erwiesen. Die deutschen Interessen in jenem Lande find von Jahr zu Jahr gewachsen. Mit Ausnahme Großbritanniens sind alle an der Ausfuhr nach Argentinien beteiligten Staaten von Deutschland überflügelt. Nach der Handelsstatistik lieferte Deutschland im vorigen Jahre für ungefähr 70 Millionen Mark Waren an Argentinien. Uud durch konsularische Umfragen wurde vor einiger Zeit fest, gestellt, daß allein in Buenos Ayres gegen 500 deutsche Firmen existieren, deren Betriebskapital man auf 150 Millionen Mark schätzt. Den Geschäftsverkehr mit der Heimat vermittelte die Deutsche Ueberseebank, die wohl auch — im Verein mit dem Mutterinstitut, der Deutschen Bank in Berlin — jetzt die Unifizierung der auswärtigen Schuld Argentiniens, soweit deutsche Juteressenten in Betracht kommen, durchführen wird. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Ringelshausen. In der Zeit vom 18. Juni l. Js. bis einschließlich 24. Juni l. IS. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Rabertshausen folgende Akten zur Einsicht der Beteiligten offen: tt N* Mdschuhe 'w taugen, „ut guten C«W« Fuhi*) >aß ich an . /x. wdchHch « * das Geldausgleichungsverzeichnis über zuviel oder zuwenig erhaltenes Gelände infolge Grenzregulierung mit Langd; 1. das Geldausgleichungsverzeichnis über zuviel oder zuwenig erhaltenes Gelände infolge Grenzregulierung mit Rabertshausen;j das Geldausgleichungsverzeichnis über zuviel oder zuwenig erhaltenen Obstbaumwert infolge Grenzregulierung mit Rabertshausen; das hierzu gehörige Abschätzungsverzeichnis der Obstbäume; Uslitische Tagesschau. Ju einem eigenartigen Gegensatz zu oen com Zaren dm deutschen Kaiser gewidmeten persönlichen Aufmerksamkeiten — u. a. wird an der letzten Depesche Nikolaus II., bereu Inhalt der Kaiser im Offizierskafiuo des 2. Grenadierregiments inhaltlich wiedergab, die „besondere Herzlichkeit" gerühmt — stehen die Haudlnugeu der russischen Regierung Deutschland gegenüber. Mau hat davou ja wieder- holt in neuerer Zeit Proben erfahren, in frischer Erinnerung find noch die heftigen Angriffe aus dem russischen Finanzministerium auf den Grafen Bülow und die deutsche Handelspolitik, Angriffe, die vom Reichskanzler selbst in der vor- sichtigen Diplomatensprache als „ungewöhnlich" bezeichnet wurden. Jetzt wieder liegt die Meldung vor, daß alle Bemühungen der Regierung, um wenigstens eine Milderung der neuen scharfen russischen Paßvorschriften zu erreichen, erfolglos gewesen sind. Man wird nach diesen Akten der russischen Regierungspolitik die „Freundschaft mit Rußland" Bekanntmachung. Die Amtszimmer der unterfertigte« Behörde befinde» sich von heute ab Wallthorstraste Nr. 71 im Hause deS Herrn Bauunternehmers Scheppel- «au«. Die Registratur dagegen bleibt nach wie vor Braudplatz Nr. 9. Das Baubureau ist nach Wallthorstraste 48, gegenüber dem KreiSamt, verlegt worden. Gießen, den 14. Juni 1901. Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. Bechtold. itßM und Umgw: ibel-Lager Kaptarrsgch 18. * ittckMgü MAtrsMntz rd meine eigenen ßmle besorgt. Bezugspreis Mk. 2.20, monall. 76 mrt Vnngeriohn; durch & ÄbbokäiQtn oiertfitf** Ml. 1.90, men all. 65 «ch Bei Postbezug virrtkljttzoi. Mk. 2.00 »hnk Beftefle* ROt flintigen Btnntmun*». ftcRcn bei In. und HuManM nehmen Ktqtigen für bet •ttfccner Anzeiger entgeeee. Zcilrnprrta lokal ij auoeirts so Pjg. iswaage ***** 8 l« n »3 o * N- O ? *;5 - e l* 2 8 - 5 Engländer und Buren. Lord Kitchener meldet die Uebergabe von Pieters- b u r g (Endpunkt der von Pretoria nach Norden führenden Eisenbahn) mit dem Kommando van Rensburg. — Im Oranjestaat stehen im Osten in der Gegend von Harri-- smith die Kommandos von Prinslo, Rautenbach und andere. — Der Berichterstatter der Daily Mail in Johannesburg telegraphiert unter dem 9. Juni, daß die Zunahme der Uebergaben in allen Distrikten wahrscheinlich eine Folge der bittern Kälte sei. Sechzehn Grad R. Nachtkälte sei während der letzten Woche aus dem Hoch, selbe beobachtet worden, und am Tage erreicht die Hitze die Höhe von 25 Grad R. Die Dauer des Krieges werde in der Hauptsache davon abhängen, wie viele Buren noch der Strenge des Winters Widerstand leisten könnten. Es. werde berichtet, daß Delareys Buren sehr gut bekleidet seien, aber die Buren in dem O r a n j e st a a t litten Mangel an Kleidungsstücken. An der Grenze von Swasiland wurden 26 Buren gesungen, unter denen sich der Bruder von Schalk Burger befindet. Tie „Daily News" veröffentlicht ein paar Soldatenbriefe aus Südafrika, aus denen unzweifelhaft hervorgeht, daß noch bis Mitte Mai von den Engländern Farmen niedergebrannt worden sind. So schreibt ein Soldat in der Division des Generals Rundte auZ den Führern des „Bunds der Landwirte" ist es jüngst in der Kölner Versammlung nicht gelungen, die anwesenden Zentrumsmänner aus der Reserve herauszubekommen. Also, so prompt, wie die „Kreuz-Ztg." meint, wird der Reichstag nicht „quittieren" über den 5 Mark-Getreidezoll durch Verwerfung erhöhter Industrie-Schutzzölle. Und was soll auch solche Vergeltungspolitik, was wird damit erreicht? Nichts ats eine hefgeljenbe, schwer wieder zu beseitigende Feindschaft zwischen Industrie und Landwirtschaft, die aufeinander angewiesen sind. Es ist nicht das erste Mal, daß eine derartige Parole ausgegeben wird, aber doch wohl das erste Mal, daß sie von einem Preßorgan ausgeht, das sonst in gemäßigter Form den konservativen Standpunkt vertritt. Tie Industrie kann wahrlich nichts dafür, falls die Regierungen in ihrer Mehrheit, vielleicht einmütig, den Beschluß fassen sollten, es bei einem 5 Mark-Getreidezoll bewenden zu lassen. Tie Industrie gönnt der Landwirtschaft jeden Zollsatz gerne — sofern er nicht so exorbitant hoch ist, daß daß dadurch der Abschluß neuer Verträge überhaupt unmöglich gemacht würde. Tie Industrie strafen zu wollen für Entschließungen, die sie nicht zu verantworten hat: das werden sich hoffentlich die Vertreter der landwirtschaft- lichen Interessen — um mit der „Kreuz-Ztg." zu spachen — „noch gründlich überlegen." »»m f «■Ilten* MWh »erke« btm An« Wt mit w* „Blättrr »r K •♦WlMnbr' eift* «Md Wchchrnttüch bestiegt. zureichen. Friedberg, 10. Juni 1901. Der Großh. BereinigungSkommissär: Spamer, KreiSamtmann. Eine Kampfankündigung gegen die Industrie Aus Berlin, 13. Juni, wird uns geschrieben: Tie mit wachsender Bestimmtheit auftretende Meldung, daß die Bundesregierungen nicht über einen 5 Mark- A e t r e i d e z o l l bei den nächsten Handelsverträgen hinausgehen Zvollen, versetzt die agrarischen und konservativen Organe in lebhafte Beunruhigung. Welche Konsequenzen auf Seiten der Rechten aus dieser als unzulängliche betrachteten Erhöhung gezogen werden sollen, das eröffnet die konservative „Kreuz-Ztg.", indem sie ausführt, die Reichstagsmehrheit werde es sich gründlich überlegen müssen, ob dann irgend eine Erhöhung industrieller Schutzzölle zulässig sei. Es schlüge doch aller Billigkeit ins Gesicht, auch diesmal wieder nur der Industrie Vorteile zuzuwendeu, und zwar auf Kosten der Landwirtschaft, als ob es etwa dieser so gut ginge, daß ,ie der „notleidenden" Industrie Opfer bringen müsse. Unverkennbar spricht sich in diesen Bemerkungen Erbitterung aus; nicht ohne Besorgnis wird man daran denken, welchen Grad diese erreichen kann, wenn die parlamentarischen (^itscheidungen über die Handelsverträge nahe md. Tie Kümpfe und die Obstruktions-Szenen bei Gelegenheit der Lex Heintze werden weit überboten werden. Tie „Kreuz-Ztg." droht mit einem eventuellen Sckstag der Aeichstagsmehrheit gegen die Industrie-Schutzzölle. Man soll nichts ankündigen, was man auszuführen nicht sicher i m stunde ist. Tie Reichstagsmajorität macht das Zentrum. Wenn das Zentrum den 5 Mark-Getreidezoll für un- «enügend hielte, dann allerdings könnte eine Revanche am den Industrie-Schutzzöllen vielleicht befürchtet werden.. Mer die Mitglieder der ausschlaggebenden Partei haben ;nCh bisher, getreu der alten Gepflogenheit und Taktik, gehütet, bezüglich ter anzustrebenden Höhe der Getreide- z^lle sich in der Oeffentlichkeit präzise zu äußern. Auch zuwenig erhaltenen Obstbaumwert; das Abschätzungsverzeichnis der Obstbäume. Einwendungen hiergegen find bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Rabertshausen schriftlich ein- Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen 3127 NI n i»■■■« .q» fär ben X*1 er(*eintnbtn ■wr M hi» io Uhr Ipättfien* i4 Ausland nung des Friedensvertrages dürfte Ende Juni zu erwarten sein. zwei Jahren gesagt haben Wendung in den Mund Brüssel, 13. Juni. Ter Senat nahm dasSpiel- gesetz im ganzen an. — Bernaeert und die Mitunterzeichner seines Antrages haben den Vorsitzenden des Sonderausschusses für die Kongovorlage benachrichtigt, daß sie ihren Gegenantrag betreffend sofortige Uebernahme des Kongo zurück z i e h e n. Paris, 13. Juni. Senat. Tie Debatte über den Kommandos unter Grobler . . . Wir sind heute und gestern sehr fleißig im Niederbrennen von Farmen gewesen. Wir nehmen alles Geflügel usw. heraus und zünden dann die Häuser an. Cs ist ein etwas bestialischjes Werk, aber sehr notwendig, was auch unsere heirnisckse Kritiker dagegen sagen ryögen." Ein anderes englisches Blatt „The Buteman and Advertiser for the Western Jsles" veröffentlicht den Briefs eines Soldaten der Yeornanry Namens Tom Milloy . . , ,, , _z rr... Der Winter I offizier; Train 1 Mantz; int ganzen 155 Kopfe. Die meisten Kopenhagen, 13. Juni. Tas Zarenpaar wird im August hier eintreffen, drei Wochen auf Schloß Fre- densborg 'bleiben und dann nach Deutschland Weiterreisen. (Drr Abdni' ' gut unter China. ^^chire^n vorläufig die Wirren in China in Bezug auf Das militärische Eingreifen als beendet angesehen werden können, läßt sich ein Ueberblick der bis zum 19. Mai ccngetretenen P e r l u st e bei dem deutschen ostasiatischen Mpedrtionskorps auf Grund der ausgegebenen amtlichen vierzehn Verlustlisten gewinnen. Zunächst sind die infolge ^o^chien, Explosionen usw. eingetretenen Verluste zu berücksichtigen, an welche sich die Verluste an Gestorbenen, Verunglückten und Vermißten anschließen. Tie Gesamt- Verluste m Gefechten usw. betrogen 13 Offiziere, 20 Unter offrzrere, 122 Mann, davon tot 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 31 Mann, schwer verwundet 4 Offiziere, 6 Unteroffiziere 19 Mann, leicht verwundet 8 Offiziere, 13 Unteroffiziere' 72 Mann. Auf die verschiedenen Waffengattungen verteil! ergeben sich tot für die Infanterie 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 15 Mann, Kavallerie 7 Mann, Fußartillerie 5, Pioniere 3, Train 1 Mann; schwer verwundet für die In Serhat? §en>- salM.zU' vereine hriiderstch iTtöflC die land Mg Grundlage Fickburg vom 10. Mai: „Seit wir Harrismith verlassen haben, sind wir auf dem Marsche, Farmen und Häuser und alles, was uns vorkommt, verbrennend." Ein Scharfschütze der Yeornanry schreibt seiner Schwester: „Am 5. Mai verließen wir Standerton ... in Verfolgung eines Vereins-Gesetz-Entwurf wird heute wieder ausgenommen. . Maxime Lecomte tritt für den Entwurf ein und erhebt Um halb 8 Uhr begab Se. Majestät sich wieder! gegen die Mönche die Anklage, daß sie gegen die Republik an Bord der „Hohenzollern". Um 10 Uhr abends reiste den Kreuzzug predigen. Admiral Cuverville bekämpft den der Kaiser ab, um morgen früh auf dem Tempelhofer Felde! Entwurf, welcher die Kongregationen aller Frei-Heiten be- v . raube, und den Familienvätern das Recht nehme, ihre der heutigen Sitzung des Bu n d e s r at s wur- Kinder zu erziehen, wie es ihnen beliebe. m 1 1 T.= I Toulon, 13. Juni. Der französische Gesandte in vicht behandelt ausführlich Die Finanzlage" unter der gegen-1 Ausschusses zu den für Elsaß-Lothringen bestimmten Ent- Tanger Revoil und die m a r o k k a n i s ch e S p e z i a l - G e - ivürtigen und unter der vorigen Verwaltung und sagt Gesetzev betresfend die Kapitalsteuer, b) eines s a n dt scha st sind mit dem Kreuzer „Pothuau" heute In Transvaal sei t e i n e Au s sicht a u f En twickelun a Zitzes betrefsend die Lohn- und Besoldungssteuer, c)eines nachmittag hier eingetroffen, und feierlich empfangen der Landwirtschaft und der Viehzucht. Tie betreffend dre Verwendung der Erträge der Ka- worden, nanze Wohlfahrt des Landes [jängc von den Minen ab. Besoldungssteuer sowie bic1 ie ihrigen der *' Op erwähnt, g fünf auSer Die uns t »ifien nur Operette erf *nf dem C Meister Bl Vublikum bi ** Dar kapelle in Z kühlen Wet Saal war l diesen Konze der Besucher Die Damen buntbemützten im Garten he M Jugend ?b. Den & drs Mustkdire x°ßer Aufn Fr. C. Suh! wegunente und den umli verließen Dai surt, Vilbel,; hier aus Nieder,A loiifflen Lt 19 4 ” bfn botligt, «on Darmftabt Hm woeti(i . . , ... ------y-,-----I Prag, 13. Juni. Der Kaiser empfing Vormittags- Erhebung der Bezirkszuschläge, ferner die Vorlage be-1 zahlreiche Deputationen, darunter eine Deputation des treffend die Wünsche der Regierungen von Oesterreich und! Adels und der Geistlichlkeit, des Landesausschusses, der Italien in Bezug auf die Auszahlung von Unfallrenten Stadtvertretung Prags. Aus die Huldigungsansprache des *Jn ~y;?J?nber und deren Hinterbliebene den zuständigen Kardinals beim Empfange des Klerus erwiderte der Kaiser Ausschüssen überwiesen. Tie Gesetze über das Ve rlags-!in czechischer Sprache: „Ich nehme die von Ew. Eminenz recht und über das Urheberrecht an Werken der Litte-!namens des Klerus Böhmens abgegebene Versicherung der llllb der Tonkunst wurden in der Fassung der Be-I treuen Anhänglichkeit mit Tank und Befriedigung." (Deutsch L - Reichstags angenommen. Ten Ausschuß- fortfahrend.) „Ich biu von der Lauterkeit Ihrer dynastischen berichten über den Entwurf eines Gesetzes zum Schutze lind patriotischen Gefühle überzeugt. Seien Sie versichert, des Genfer Neutralitätszeichens sowie über die Vorlage daß die Interessen der katholischen Kirche von mir stets betreffend die Unfallversicherung der Seefischer wurde die einen warmen Förderer finden werden." — Auf die An- Zustimmung erteilt. (Tie Nachricht, der Bundesrat werde spräche des Kardinals beim Empfang des beutfdjen Adels oem neuen Gesetz über das Urheber- und Verlagsrecht die antwortete der Kaiser in deutscher Sprache: „Ich spreche Zustimmung nicht erteilen, ist also aufs bündigste wider- dem Mel Böhmens für diese loyale Bekundung meinen legt. Daß ein Gesetz alle befriedigt, ist unmöglich, und herzlichsten Tank aus". Hierauf fuyr er ezechisch fort: „Gern zumal in diesem Falle, wo es sich um eine außerordentlich halte ich mich überzeugt, daß der Adel eine feste Stütze große Anzahl widerstreitender Interessen handelte. Als! für den Thron und das Reich ist und bleiben wird." — Ganzes betrachtet, stellen aber doch die Bestimmungen I Nachmittags machte der Kaiser Franz Joseph eine Rund- ernen so erheblichen Fortschritt dar und so manche Ver- fahrt durch die Stadt. Bei dem Besuche der Strakaschen wrrklichung lang gehegter Wünsche, daß man ivohl das Ritterakademie erwiderte der Kaiser auf die Ansprache Vertrauen haben kann, das neue Recht werde sich in des Präsidenten Alfred Windischgrätz, er sei überzeugt, daß der Praxis bewähren. T. Red.) unter den Zöglingen der Geist der Eintracht und Verträg- m "Rordd. Allgem. Ztg." schreibt: Wenn die „Berl.! lichkeit sowie monarchischer Treue und Patriotismus ge- . , och gegen einzelne Blätter wandten, die nachkpflegt werde. Am Abend fand in der Hofburg Tiner statt, einer langen Erzählung der Pariser „Patrie" Wiedergaben, I an dem die Minister und Spitzen der Behörden teilnahmen. inzwischen verstorbene Kommandant der Yacht des Sofia, 13. Juni. Ter Minister des Innern Sarafow 6 1 en von Monaco, Guissez, über die Aeußerungen des, ist nach Paris abgereist. Tie Reise hängt angeblich mit fanterie 3 Offiziere, 2 Unteroffiziere, 14 Mann, Kavallerie «Kaisers bei seinem Besuche an Bord des französischen 1 Offizier, 2 Unteroffiziere, 2 Mann, Feldartillerie 1 Mann, Schulschiffes in Bergen vor - - Pioniere 1 Unteroffizier, 2 Mann, Verkehrstruppen 1 Unter- sollte, wobei dem Kaiser die o ... o_ offizier; leicht verwundet frei Iber Infanterie 6 Offiziere, legt wurde, in einem deutscy-französischen Bünd-. 11 Unteroffiziere, 51 Mann, Kavallerie 1 Unteroffizier, 1 nis gegen England liege unsere Zukunft, und wonach Mann, Feldartillerie 1 Offizier, 4 Mann, Fußartillerie 6 der Kaiser gegenüber Guissez Elsaß-Lothringen als einen Mann, Pioniere 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 10 Mann. Ter Graben bezeichnet habe, der zu des Kaisers Bedaueim: Verlust beziffert sich danach bei der Infanterie auf lOlTeutschland und Frankreich von einander trenne, und wenn Offiziere, 14 Unteroffiziere, 80 Mann, zusammen 104 Köpfe; die „N. N." schreiben, daß selbstverständlich von der gauzen Kavallerie 1 Offizier, 3 Unteroffiziere, 10 Mann, gleich 14 Erzählung kein wahres Wort sei, so können wir das ledig- Köpfe: Feldartillerie 1 Offizier, 5 Mann, gleich 6 Köpfe; lich bestätigen. Wir bemerken noch, daß soviel wir wissen. Fußartillerie 11 Mann; Pioniere 1 Offizier, 2 Unteroffi-l Guissez überhaupt nicht Kommandant jener Yacht war, Zrere, lo Mann, gleich 18 Köpfe; Verkehrstruppen 1 Unter-!diese vielmehr von einem Engländer kommandiert wird, aus Senekal vom 5. Mai, und da heißt es: „Ter Winter osfizler; Train 1 Maniz; im ganzen 155 Köpfe. Tie meisten — Ter „Reichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung kommt und .es wird kalt. Das fürchten wir am meisten, Verluste entfallen daher im Verhältnis der Truppenstärke des Stellvertreters des Reichskanzlers vom 11. Juni, wo- da wir den letzten kalten Winter nicht vergessen können, auf die Pioniere. Außerdem sind an Krankheiten oder Hach der Buiidesrat auf Grund des Gesetzes vom 29. Juni der uns alle fast tötete. Wir sind wiederum in der Um- durch Verunglückung gestorben bei den Stäben 4 Offiziere, für die Zeit nach dem 30. Juni beschlossen hat, daß den gebung von Reitz und Bethlehem gewesen. In Reitz hatten 1 Unteroffizier, 1 Manu, Infanterie 8 Unteroffiziere, 80 Angehörigen und Erzeugnissen Gr o ß b r i t an n i en s wie wir einigen guten Spaß: wir brannten den Platz so Mann, Kavallerie 4 Mann, Feldartillerie 1 Unteroffizier, der britischen Kolonien und der auswärtigen Besitzungen, nreder, daß Sie ihn nicht wieder erkennen würden. Wir 1 < Manu, Fußartillerie 6 Mann, Pioniere 1 Offizier, 1 mit Ausnahme Kanadas, bis auf weiteres die Vorteile des zerbrachen alle Gitter, Fenster usw. und die Möbel. Unteroffizier, 6 Mann, Vertehrstruppen 3 Manu, Train meist begünstigten Landes gewährt werden. Ich tzlaube, die Pianos kamen am schlechtesten weg. 1,.Unteroffizier, 4 Mann, zusammen 5 Offiziere, 12Unter- — Am 1. Oktober werden eine G a r d e - M a s chin e n- Wir drehten sie um, zerrissen die Noten in Stücke und ossiziere, 121 Mann, gleich 138 Köpfe; dazu vermißt 5Mann g e w e hr -A b t e i lu n g und vier Linien-Maschinengewehr- warfen sie dann zu den Fenstern hinaus." der Infanterie, 2 der Feldartillerie, zusammen 7 Köpfe. — Abteilungen gebildet. Es wird ein in London veröffentlichter Bericht einer Mithin beziffert sich der Gesamtabgang des ostasiatischen Kiel, 14. Juni. Tie französische Yacht „Arca- en g lischen Regierungs-Kommisswn über Transvaal-Kon- Expeditionskorps bisher auf 18 Offiziere, 32 Unteroffiziere, chon" ist zur Teilnahme an den Regatten der "Kieler zessionen mitgeteilt, der sich in erster Reihe auf die 250 Manu, zusammen 300 Köpfe. Woche von Bordeaux kommend hier eingetroffen, niederländische südafrikanische Eisenbahn In Wilhelmshaven ist der Tampser „Andalusia" mit Hamburg, 13. Juni. Gegenwärtig wird hier der bezieht. Tie Ausführungen dieses Berichts, so schreibt die 500 aus China heimkehrenden Offizieren und Mannschaften erste Verbandstag des Verbandes deutscher Tabak - uud „Nat. Ztg.", widersprechen in so unbegreiflicher Weise der Seebataillone angekommen. Zigarrenladeninhaber abgehalten. Es wurde über allem Völkerrecht, daß wir unmöglich glauben können, „North China Daily News" wird von chinesischer Seite die ungesetzliche Konkurrenz debattiert, die den Ladeu- die englische Regierung werde sich sie aneignen. Aber berichtet, Prinz Tsching und Li-Hung-Tschang sei ein kaiser- inhabern dadurch gemacht wird, daß die Gasllvirte nach sckwu dem Kommissionsbericht gegenüber scheint es not- nches Edikt zugegangen, worin allen Fo r d er un gen dem Ladenschluß und während der Sonntagsruhe Zigarren ' k- Die Unterzeich^ verkaufen. Tie Hamburger Detaillisten der Branche haben demnach! darüber Beweismaterial gesammelt. Sie teilten ganz Ham- - „ - n ,, . . bürg in 26 Bezirke ein, wählten für jeden zwei Ver- Tem Bureau Lassan wird aus Peking vom 13. Juni! trauensmänner und ließen durch diese drei Tage lang gemeldet: Tie Engländer, Deutschen und ItalienerIbei Wirten Tabakfabrikate einkaufen. Tas Resultat war sollen je einen General in China behalten. Tie aus-1 überraschend. In drei Tagen — am Freitag- und Samstag- landischen truppen werden wahrscheinlich in Tientsin sta-! Abend und an dem folgenden Sonntag — wurden 196 ^ornert werden. Tie Italiener beabsichtigen, 1200 Mann in Gastwirte ermittelt, die flotten Zigarrenhandel trieben, in Tchsitt zu lassen — das ist eine verhältnismäßig größere manchen Fällen sogar ganze Kisten verkauften. Es wurde Truppenzahl als die der anderen Länder. Tie Engländer, I ein Antrag angenommen, an allen Ortsvereinen ähnliches o^uzosen und Teutschen wollen je 3000 Mann behalten, I Beweismaterial zu sammeln. Die Zentrale wird dann ge- die Amerikaner nur 150 Mann. Wenn die Chinesen diei richtlich vorgehen, um (eventuell durch das Reichsgerickst) Berwalttmg wieder übernommen haben werden, wird Li- genau fixieren zu lassen, in welchem Umfange es den Hung-Tschang als Vrzekonig seinen Wohnsitz in Tientsin Gastwirten gestattet sein soll, während des'gesetzlichen nehmen und Peking ganz verlassen. Ladenschlusses Zigarren zu verlaufen. englischen Unterhause teilte Staatssekretär Ha-, St. Wendel, 13. Juni. Bei der gestrigen Reichs- wendig, daß die deutsche Regierung die bedrohten Inter- der Mäch te^zu g e st im mt werde, essen deutscher Besitzer von Aktien der niederländischen südafrikanischen Eisenbahn diplomatisch in Schutz nehme. Diese Eisenbahn ist unter Beteiligung deutschen Kapitals zu einer Zeit erbaut worden, und in Betrieb gewesen, als an einen Krieg zwischen England und Transvaal nicht zu denken war. Als dieser ausgebrochen war, hat die Leitung der Eisenbahn aethan, was im entsprechenden Falle in jedem andern Lande, in England, in Deutschland und überall, jede Eisenbahn-Gesellschaft zu thun ebenso berechtigt wie verpflichtet wäre, und wozu sie von der Regierung des Landes gezwungen werden konnte: sie hat die militärischen Operationen der südafrikanischen 9ie- publik gefördert. Und deshalb soll nach dem Kommissions- ieridjit das Eigentumsrecht der Akttonäre hinfällig sein, sie sollen höchstens auf „Gnade" seitens der englischen „ . , , , , Regierung Anspruch haben! Das würde eine Verletzung milton mit, General Gaselee habe die Regierung benach- tags er satz wähl im Wahlkreise Ottweiler-St. Wendel- des Privateigentums bedeuten, wie sie im Kriege zivilisier- richttgt, daß die Meldung bezüglich einer zweiten Schlägerei Meisenheim erhielt Geh. Bergrat Prietze (n a t l.) 15 724 ter Volker schon längst nicht mehr statthaft ist. Ob die 'n Tientfin unbegründet sei. Unterstaatssekretär des Aus- Kaufmann Fuchs (Zentr.) 14 952 Stimmen. Es zersplitterten englische Regierung die Eisenbahn als Privatbahn fort- warttaen Cranborne erklärte, die Regierung habe von der sich 107 Stimmen. Prietze ist somit gewählt. bestehen lassen oder sie verstaatlichen will, das ist ihre deutschen Regierung keine Mitteilung erhalten, daß eine Stuttgart, 13. Juni. Tie Erste Kammer ist Sache; eine Verstaatlichung, bei der die Enteignung nach deutsche Garnison in Shanghai verbleiben solle. In Er- der Resolution der Abgeordnetenkammer bezüglich der Z u- Recht und besetz, unter voller Entschädigung erfolgt, müssen widerung einer Anfrage sagte Cranborne, die Regierung seilassung der fakultativen Feuerbestattung die Aktionäre sich, gefallen lassen. Aber sie sind keines- benachrichtigt worden, die militärischen Vertreter der ver- nicht beigetreten. Ter Referent führte aus, die Wegs verpflichtet, sich-, wie der Bericht andeutet, an die bündeten Mächte hielten es für nötig, daß außer den Kammer der Standesherren halte auch heute an ihrem Direktoren zu halten oder für einen Schäden aufzukommen, Wachen der Gesandtschaften in Peking für den Augenblick früheren Standpunkte fest, indem sie den hergebrachten der sur England aus der — wir wiederholen es — selbst- noch 6000 Mann Truppen in Nordchina bleiben, doch habe Begräbnismodus dem Drängen einer kleinen Zahl aus- verständlick)en Benutzung der Eisenbahn zu kriegerischen dre Regierung keine Mitteilung darüber erhalten, wieviel dringlicher Verbrennungsliebhaber nicht aufopfern wolle. Zwecken seitens Transvaals entstanden ist. Wäre die Eisen- Mann von jeder Macht zu stellen fei. I- ' --------- --------- ----- J' bahn während des Krieges von den Engländern zerffiör1.1 ■ ■ - ■ —— worden, so hätten die Aktionäre den Schaden tragen müssen; I s» M *ber die Eisenbahn ist vorhanden, sie ist das Privateigen-! glflUj« turn der Aktionäre — ein etwaiger Besitzanteil der früheren 1 o v transvaalischen Staatsgewalt ist eine Frage für sich, die! . t n, 13. Ium. Aus Kiel wird gemeldet: Ter uns nicht interessiert —, und das Privateigentum l>er Kalau vom Hofe Pascha. Zur Akttonäre kann nach Völkerrecht nicht anders, als unter Frühstücks täfel war der brasilianische Kapitän voller Entschädigung entzogen werden. Beiläufig bemerft: x T.tre° ?c ^-jbo geladen. Am späteren es handelt sich um einen verhältnismäßig geringfügigen Kaiser an Bord der „Hohenzollern" den Gegenstand, um ein im ganzen nur 14 Millionen Holland. \rlfl §el’1 ^^wie den Generalinspekteuer der Ma- Gulden betragendes Kapital. — Um fast 40 Prozent über, ber Oftfee, Admiral v. Köster Nacht fielen an der Berliner Börse die Zertifikate der !."? Staatssekretär de^ Rerchsmarineamts, Vize-Admi- Dransvaalbahnaktien. I^al bet sich. Heute morgen horte der Kaiser die Balfour erklärte im englischen Unterhause, auf eine de- Zivillnblnetts, wirklichen Geh. Rats Anfrage bezügl. der Sackstage in Südafrika, der Krieg und des Chefs des Militarkabmetts Gewerbe dort seitens der Briten nicht mehr gegen große ^ralmamrs Grafen Hulsen-Haseler. Heute mittag begab Truppenkörper geführt, denn die Buren seien größten-dort das teils in Heine Kommandos von 100 bis 200 Mann aufar .9llte Linienschiff ,,Kaiser Barbarossa" gelöst und die Zahl ihrer sämtlichen Truppen werde auf !lll^ darauf das Linienschiff „Kaiser Wilhelm II." und kehrte ! 7 000 Mann geschätzt. Tie in Umlauf befindlichen Gerüchte 5* bor „Hohenzollern" zurück. Abends halb! über Friedensverhandlungen seien nnbegrÜn- Miser sich mit dem Prinzen Heinrich bet und auf politische Kombination zurückzuführen. Man^rst uno besichtigte dav Linienschiff müsse den weiteren Fortgang der militärischen Operationen "^/r Wilhettn der Große uno spater^den.kleinen Kreuzer | abwarten. — Wir haben das Gerücht von neuen Friedens- "„5^ . Um halb 8 Uhr be- Verhandlungen gleich als unwahrscheinlich bezeichnet. Ln 5°^? der „Hohenzollern . Im englischen Parlament ist ferner der Bericht boid • • v ' v - . - - - Sir Tavid Barbour, der nach Südafrika zur Prüfung her b^besichtigungen vorzunehmen. Finanzlage Transvaals und des Or anje-Frei-ls. M ' -V*"“ö ,v**' staat es entsandt war, zur Verteilung gelangt. Ter Be- ^rlageii betresf^d die Beschlüße des Landes- •W? 4VLeint« 'Kvr? K°rd^ L^älers boni 11 n.tm*ng ? .^s Äesekx- h ' *, iu “ ! (5)r°Bbr fn„tbflB den " «Artigen fö6 '»" :i* Wr eingtttofltn1 &ler r ÄgehL 5 'Ci?» ”'rb/ d§ di° <Ä ZU- w)neu für leben Dei ier buttfy diese drei Tage [ani **• .^s Resultat J id«>n^^b^ag' and Samstag- ioen ^ponntag - wurden 1% tm Älgarrenhanöel trieben, in Stl en verkauften. Es ivurbe Een Lrtsoereinen ähnliches Lie Zentrale wird dann ge- Hielt durch das Rerchsgericd! n tvcläM ümsange es den 'N, während des gesetzlicher verransen. b- Bei der gestrigen Reiche Weise LttweileE Wende! ergrat Prietze (na tl.) 15 7% )52 Stimmen. Es zersplitteM ist somit gewählt. 1. Die Erste Rammet ist ictenkammer bezüglich derZu- iven Feuerbestattung er Referent führte aus, bit„ halte auch heute an ihrem indem sie den hergebrachten igen einer Heinen Zahl auf- T Dich $4 NÄ Straft 'ix' ‘IM“ .kd-r^kL--"Ä!«» Verhandlungen zusammen, die mit der Gruppe des Credit Lyonnais bezüglich einer größeren Anleihe auf die Tabaksteuer geführt werden sollen. New-York, 13. Juni. Der deutsche Kaiser sandle zum Jubiläum der christlichen Jünglings- mvJ ™ c ln Boston folgende telegraphische Begrüßung: Mut Befriedigung sehe ich, daß die deutschen Vereine brüderlich mit den amerikanischen Hand in Hand gehen, i 7 Jjif amerikanische Assoziation für ihr großes Vaterland Bürger heranbilden, welche auf der unerschütterlichen Grundlage stehen, welche Christi Name gewährt. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original Nachrichten ist »ttr unter genauer Quellenangabe: „«test. «»!♦* gestattet.) •• Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat am 12. Juni dem Hauptsteueramts Rendanten bei dem Haupt steueramt Gießen Karl Weiß aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand daS Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen und dem «mtSgerichtSdiener bei dem Amtsgericht Groß Umstadt Adam Appel daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Langjährige treue Dienste" und denselben in den Ruhestand ** Hessische LaudeSlotterie. In der heute stattgehabten Ziehung fielen 1 Gewinn L 60 000 Mk. auf Nr. 42604 (Darmstadt). — 1 L 20 000 Mk. auf Nr. 8177 (Mainz). — 1 ö 10 000 Mk. auf Nr. 11 004 (Mainz). — 1 ä 5000 Mk. auf Nr. 5106 (Offenbach). — 2 ü 3000 Mk. auf Nr. 2686 (Darmstadt), 23 938 (Mainz). — 3 ä 2000 Mk. auf Nr. 10 237 (Mainz), 24 402 (Gießen), 29 494 (Darmstadt). - 5 i 1000 Mk. auf Nr. 1890 (Mainz), 4667 (Darmstadt), 11 505 (Mainz), 16 584 (Darmstadt), 42 600 (Groß Umstadt). — 10 ä 500 Mk. auf Nr. 5800. 13 866, 19 244, 22 589, 27 774, 28 617, 30 631, 33 098, 36 115, 42 204. — 15 ä 400 Mk. auf Nr. 4077, 6948, 8605, 13 757, 14 162, 18077, 20265, 26371, 27 116, 27 766, 29 246, 32 293, 41 897, 41 943, 42 263. (Ohne Gewähr). ** Postalisches. Fortan sind im Verkehre mit der Postagentur in Pouape (Karolinen) Postanweisungen bis zum Meistbetrage von 800 Mark zugelassen. Tie Taxen lind dieselben wie für Postanlveisungcn innerhalb Deutschlands. In Fes, Alkassar und Meines (Marokko) sind deutsche Postagenturen eingerichtet worden. Tie Bostagenturen in Alkassar und Meknes befassen sich lediglich mit der Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und ,ungeschriebenen Briefsendungen; die Thätigkeit der Postagentur in Fes erstreckt sich außerdem auf den Zeitunas- «nd Postanweisungsdienst sowie auf Nachnahmen bei ein- ,efchriebenen Briefsendungen. Für die neuen Postanstalten gelten dieselben Versendungsbedingungen wie für die Übrigen deutschen Postanstalten in Marokko. ** OperettenEosemble im Stadttheater. Wie bereits erwähnt, gastiert das Wiesbadener Operetten Ensemble in fünf auserlesenen Operetten in unserem „Musentempel". Die uns vorliegenden Referate der Wiesbadener Blätter wiffen nur Lobendes von den Gästen zu berichten. Als erste Operette erscheint der „Z i g e u n e r b aro n" von Joh. Strauß auf dem Spielplan. Man weiß, daß die Melodien von Meister Strauß volkstümlich sind. Wir können unserem Publikum den Besuch auf das angelegentlichste empfehlen. ** DaS erste Abonnements Konzert der hiesigen Regiments- lapelle in Steins Garten zog gestern abend trotz des etwas kühlen Wetters ein zahlreiches Publikum an. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Wie immer bei diesen Konzerten, nahm die Studentenschaft den größten Teil der Besucher ein. Der Saal bot ein farbenprächtiges Bild. Die Damen in Hellen Frühlingskeidern, ganze Reihen mit buntbemützten Studenten, viele Offiziere u. s. w. Draußen im Garten herrschte in den Pausen reges Treiben, namentlich die Jugend spazierte in lebhafter Unterhaltung auf und ob. Den Darbietungen der Regimentskapelle unter Leitung des Musikdirektors Krauße, folgten die Anwesenden mit großer Aufmerksamkeit. Die Piston-SoliS des Virtuosen Fr. C. Kuhl aus Erfurt fanden lebhaften Beifall. •• Einquartierung. Die hessischen Kavallerie« Regimenter Nr. 23 und 24 sind heute in unserer Stadt und den umliegenden Orten einquartiert. Beide Regimenter verließen Darmstadt am Montag, marschierten über Frankfurt, Vilbel, Friedberg, Butzbach und trafen heute hier ein. von hier aus werden die nächsten Quartiere in der Gegend von Nieder-Weimar und Marburg bezogen werden. Ziel des Marsches ist der große Kavallerieexerzierplatz Senne bei Paderborn, wo im ganzen sechs Kavallerie-Regimenter zusammen exerzieren und manöverieren werden. Die Hebung dauert 19 Tage, während welcher Zeit die beiden Regimenter in den dortigen Baracken untergebracht werden. Der Marsch von Darmstadt nach Paderborn beansprucht 14 Tage, sodaß dir hessischen Regimenter am 24. Juni am Ziele ankommen werden. Um den 12. Juli treten sie wieder den Rückmarsch an, um nach abermals 14tägigem Marsche gegen den 26. Juli wieder in ihrer Garnison Darmstadt einzutreffen. (!) Tätlicher Unfall. Gestern vormittag verunglückte ein Arbeiter aus Hachborn auf dem Gail'schen Thonwerk dadurch, daß beim AuSgraben von Thon ein Teil dieser Masse sich löste und den Unglücklichen verschüttete. Der Tod trat sofort ein. ** Der Wohlthatigkeitsvereia Conteutia veranstaltet nächsten Sonntag auf der „Schönen Aussicht" ein Sommer- fe ft. Da, wie immer, der Reinertrag wohlthätigen Zwecken dient und die Veranstaltungen dieses Vereins sich besonderer Beliebtheit erfreuen, wird eine rege Teilnahme nicht aus- bleiben. (Näheres Inserat in morgiger Nummer.) •• Zur Beachtung und Warnung! Der zweite Zivilsenat de« Reichsgerichts hat in einem Urteil den Grundsatz aus- gesprochen, daß der Nachdruck von Inseraten einer Zefitung durch ein anderes Blatt unlauterer Wettbewerb ist. ko. Friedberg, 13. Juni. Am 30. Juni findet hier ein eb-erbessischer Katholikentag statt. S. Bon der Rabenau, 13. Juni. Sicherem 93er» nrihmen nach hat die t^esamtfamilie der Freiherrn von Nor- bed zur Rabenau dem Forstvssessor Nicolaus zu Hausen bei Gießen die Verwaltung ihrer Oberförsterei übertragen. Oberförster Schwerer, der längere Jahre diesen Posten versehen hatte, tritt in den Staatsdienst ein und nimmt seinen Wohnsitz demnächst in Grünberg. (!) Grebenhain, 13. Juni. Der Eisenbahn-Bauunter nehmer Ernst Sohre hier mußte wiederholt eine Anzahl Arbeiter entlassen, da diese fremden ausländischen Arbeiter mit dem Brechen von Steinen, womit alle gegen wärtig in der Nähe von Vaitshain beschäftigt sind, nicht gut fertig werden können. T-a der Unternehmer jetzt nur noch ganz wenige Arbeiter hat und der Bahnbau doch recht zeitig fertig gestellt sein muß, so s u ch t e r e i n h e i m i s ch e Arbeiter in hiesiger Gegend. ? Gedern, 13. Juni. In der Konkurssache des früheren Konkursverwalters und Druckers August Bo n a l t hier sind schon einige Versteigerungen abgehalten worden. Es soll eine bedeutende Ueberschuldung vorliegen und, wie man hört, nur etwa 3 Prozent an die Gläubiger gezahlt werden können. — Hier kam wieder ein Waggon Bohrmaschinen u. s. w. von dem Tiefbauamt Frankfurt a. M. an, um Quellenbohrungen oberhalb des Ortes Sichenhausen, zur Anlage einer Thalsperre vorzunehmen. Die Stadt Frankfurt a. M. scheut keine Kosten und Mühe, um die guten Quellen des höchsten Vogelsberges käuflich zu erwerben. (?) G r e b e n h a i n , 13. Juni. Tie Gr. B e z i r k s k a s s e wird nun doch hier bleiben, da hier noch) Wohnungen für den Kassenverwalter gefunden worden sind. Andernfalls wäre die Kasse nach Herbstein verlegt worden. K. Bad Salzschlirf, 13. Juni. Der kommandierende General des 11. Armeekörps, l^zellenz v. Wittich ist, wie im Vorjahre, zu einer vierwöchigen Kur hier einge- troffen. Darmstadt, 13. Juni. Wie der „Gieß. Anz." vor einiger Zeit berichtete, fand man hier in einem Steinbrnc) eine eiserne Kasse. Man entdeckte im Innern, auf dem Sicherheitsdeckel, ein prachtvolles altes Jagdgemälde, das nach Ansicht eines sachverständigen Kunstmalers 250 bis 300 Jahre alt sein dürfte. Sch. Darmstadt, 13. Juni. In der heutigen Stadt« verordneten-Sltzung wurden nach eingehenden Erörterungen und nach ausführlicher Klarlegung durch Oberbürgermeister Morneweg für den beabsichtigten Erweiterungsbau der Technischen Hochschule als Beitrag seitens der Stadt Darmstadt 355,000 Mark in Bar, sowie anstoßendes Terrain tm Werte von zirka 1200 Mk. bewilligt. Ausschlaggebend war die seitens der Stadt Gießen für die LandeS- universität genehmigte Summe von 200,000 Mk. — Seit Freitagnachmittag wird der 17jährige Sohn des Gastwirts G. Gunkel in Roßdorf bei Darmstadt vermißt. G. ist von schlanker Statur, 1,64 Meter groß und bekleidet mit grau und schwarz gestreifter Hose, grünlicher Weste und Jaquett, weißem Hemd, Stehkragen und schwarzer Binde. Darmstadt, 13. Juni. In der Strafsache gegen die am 1. Januar d. I. verhafteten beiden Inhaber der hiesigen Bankfirma Gebrüder Marx wegen großer Unterschlagungen anvertrauter Gelder und Depots sind die Ermittelungen soweit gediehen, daß die Voruntersuchung ge« schloffen wurde. Die Verhandlung wird deshalb voraussichtlich im Laufe des nächsten Monats vor der Strafkammer tattfinden. Mainz, 13. Juni. Laut offizieller Mitteilung wird, wie wir bereits meldeten, der Kaiser am 14. August unserer Stadt einen Besuch abstatten bezw. einer großen Truppen- chau auf dem großen Sande beiwohnen. Da zu derselben Zeit König Eduard von England in Homburg v. d. H. weilt, hat ihn der Kaiser eingeladen, der Truppenschau bei zuwohnen. Der König hat die Einladung angenommen und wird mit dem Kaiser am 14. August hier eintreffen. Unser Landesfürst, Großherzog Ernst Ludwig, wird ebenfalls für diesen Tag in der Stadt weilen und auch den Kaiser und den König als Gäste bei sich im Schlosse begrüßen. An der Truppenschau werden außer der hiesigen Garnison noch die von Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Homburg v. d. H., Worms, Hanau, Hofgeismar und die Unteroffizier- chul- Biebrich beteiligt sein. Worms, 13. Juni. Zwischen dem Hauptmann Laden und dem Leutnant Toussin vom Infanterie-Regiment Nr. 118 fand Montag früh, wie wir gestern schon berichtet, ein i sto l e n du e ll statt, bei dem Toussin getötet wurde, lieber die Ursache des tragischen Zweikampfes gehen die verschiedensten Gerüchte um, doch scheint es, als ob dieselben Gründe die Forderung herbeiführten, die and) das Mainzer Duell veranlaßt hatten. Ter verheiratete Hauptmann Laden blieb unverletzt. — Nach einer anderen Version soll der Unterleutnant nur verwundet worden fein. Turch das Garnisonkommando wurde mitgeteilt, daß kein Tuell stattgefunden habe. Alzey, 13. Juni. Heute nacht ist Karl Julius P r e e - torius, der Herausgeber des Alzeyer „Beobachters", durch einen fünften Tod abberufen worden. Ter Veteran bcr Demokratie war ein charakteristischer Typus des „alten Achtundvierzigers". Preetorius zählte noch nicht achtzehn Jahre, als ihn die Ereignisse von 1848 erariffen. Ter Jüngling schloß sich dem „Lawinenzug" an, der aus Franfurt, Mainz, Tarmstadt und dem ganzen Landgebiet nach Worms zur demokratischen Parlamentswahl ging, wurde Mitglied >es Mainzer und Sekretär des Alzeyer demokratischen Vereins und focht 1849 in den Reihen der Reichsverfassungskämpfer in der Pfalz uno in Baden. Tann kamen Die Jahre des Exils, die ihn nack) der Schweiz, nach Oesterreich-Ungarn, nach Paris und London führten. Preetorius machte die Bekanntschaft vieler Träger berühmter Namen; wir erwähnen Garibaldi, Mazzini, Bakunin, Castelar Kofsuth, Viktor Hugo, Heinrich Heine, Fritz Reuter. In Wien wurde er verhaftet, in Budapest als ein lhätiges Mitglied der Umstnrzpartei unter polizeiliche Aussicht gestellt, in Rastatt gab man ihm Herberge in den Kasematten. Später stellte er fick als Freiwilliger für Schleswig-Hol-, stein, kam aber nicht zum Ausmarsch. Daneben trat er in vielen Volksversammlungen auf, und bald vollzog sich ein Uebergang vom Nationalverein zur Deutschen Bottspartei. Seine Mitbürger in Alzey wählten ihn zum Ehrenmitglied des Turnvereins usw. ** Kleine Mitteilungen au8 Hessen und den Nachbar-aate». !lns Frankfurt a. M. ist ein Trupp von 18 arbeitslosen $ taliencm durch den Gotthard nach ihrer Heimat abgeschoben worden. Universitäts-Nachrichten. — Unter dem Namm „Moenania* hat fickr en der Technischen Hochschule in Darmstadt eine katholische nicht sarberitragende Kor» por allen grbtldrt, die am Ma'uritälSprinzip festhält und sich dem g'oßen K«rtelloerbande bcr katholischen Studentenvereine an den deuischen UnioeisitLten urb ttchrischm Hochschulen anschlikm wird. Außerdem besteht in Darmktedt f«tt einigen Jahren eine sarbentragende falbolHcb* ffhrNpbuno „Nossk'v'a". Theater, Kunst und Wissenschaft. . ZZ Don der Darmstädter KünfUerkolorrie. Man schreibt unS: Wie wir hören, wird beabsichtigt, In nächster Zeit bet günstiger Witterung ein ca. a ch t Tage dauerndes großes originelles Volksfest nach Art der Dresdener und Münchener Feste zu veranstaltet, damit man auch den volktziümlichen Wünschen Rechnung trage. Im Uebrixen dürfte es sich empfehlen, ebenso wie man sogen. Eliteetage mit erhöhten Eintrittspreisen vorgesehen hat, euch dem Vorgehen anderer öffentlicher bcbeu enbcr Institute entsprechend, sogin. 20 Pfenntgtage etnzurichten; denn dem geringen Mann und den meisten Landleulen ist es unmöglich, mit 4 bi« 5 Personen seiner Familie ebensooiele Mark auSzugeben. Wenn man daher auch diese gewiß schätzenswerten Kreise für die modernen Ideen begeistern und diese in die breiten Massm getragen wissen will, muß man derartige Einrichtungen treffen; auch der finanzielle Erfolg wird nicht auSbleiben. — Wie unS noch mitgetetlt wird, werden zwischen den einzelnen Baum« reihen, zum Schutz gegen Sonne und Re^en, Zeltdächer errichtet, die, einem allgemeinen Bedürfnis entfprechend, gewiß mit Freuden begrüßt werden. Leipzig, 13. Juni. Der internationale Verleger-Kongreß beschloß, den nächsten Kongreß im Jehre 1904 in Mailand ab» zubalten. Heiteres. LehramtSafsefsor, LehramtSaccesflst, Doch wohl noch nicht daS schönste ist. Klingt richr noch schneidiger wie, „Leutnant der Phllolooie"?-tt- Arbeiterbewegung. örenoble, 13 Juni. Infolge der Weigerung der Grubenverwaltung, italienische Arbeiter zu entlassen, sind in Lamotte» bavelllsanS bedeutende Ruhestörungen vorgekommen. ES sollen Häuser geplündert und 7 Personen verletzt worden sein. Kirchliche Nachrichten. «Vangelische Gemeinde. Sonntag bat 16. Juni. 2. nach Trinitatis. Gottesdienst. In bet Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der MarkuSgemeind«. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittag» 11 Uhr: Kinderkirche für die MattbäuSgemeinde. Psaerer Schlosser. I« bet JoharmetMtche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmiertm der Lukasgemeinde. Vormittags 97» Uhr: Pfarraisistmt KrauS. Vormittag» 11 Uhr: Kinderkirche für die JohanneSgemeinde. Pfarrer Dr Naumann. Katholische Gemeinde. Samstag ben 15. Juni. Nachmittags um 47» Uhr und abmds um 8 Uhr: 'Gelegwheit zur hell. Beicht. Sonntag den 16 Juni. S. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 67» Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Meße; vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. „ um 8 Uhr: Die zweite hell. Meffe. MtlitärgotteSdienst mit Predigt. „ um 97» Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27» Uhr: Sakramentalische Bruderschafts-Andacht. Gottesdienst in der Synagoge, Südantage. Israelitische Keligionsgemeinde. Samstag den 15. Juni 1901. Vorabend 7“ Uhr, morgens 8” Uhr, nachmittag» 4 Uhr Schtift- etklärnng, Sabbathausgang d85 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschafi. Sabbathseiet am 15. Juni 1901. Freitag abends 7" Uhr, Samstag vormittag» 8 Uhr, nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9" Uhr. Wochenaottetzdienst: morae' S 680 Ubr, abends 78J Uhr. Kandel und Verkehr. Valkswirtschaft. fc. Setnsheim, 13. Juni. Die Untersuchung betr. den Krach der Rheinischen Zuckerfabrik hat sowohl die ThatbestandS- merkmale des betrügerischen wie einfachm Bankerotts ergeben. E« fehlt 1. ein Geschäftsbuch, 2. fehlen über größere Posten Belege, 3. fehlt vor allem die EröffnungSbitanz und eine Zwischenbilanz. Die Punkte 1 und 3 qualifizieren den betrügerischen Bankerott (Zucht» Hausstrafe). In wie unverantwortlicher Weise daS Geld verschleudert worden ist, gebt daraus hervor, daß schon, ehe die Fabrck gebaut wurde, 36000 Mk. für Diäten ausgegeben wurden. Man hat auf Kosten der Fabrik in Saus und Braus gelebt. Ein Diner kostete 520 Mk. Uebermäßiger Aufwand qualifiziert bekannllich u. a. den einfachen Bankerott. Hoffentlich werden dte.'Schuldigen vom rächenden Arm deS Gesetzes erreicht. — DiSkontermätzigung bet Bank von Englanb. Die Bank von England hat ihrer vorwöchentlichen Diskontherabsetzung heute eine weitere Ermäßigung des Diskonts um 7» Prozent auf 3 Prozent olgen laffen. Damit ist das Institut wieder auf dem für diese Jahreszeit sonst normalen Satze angelangt, und der Einfluß, den der TrauS- vaalkrieg so lange Zeit hindurch auf die englischen Geldverhältniffe aus- geübt hat, kann j.tzt endlich als beseitigt angesehen werden. Gerichtssaat. WieKhaben, 13. Juni. Em Stuhlmachergehilfe mußte vom 10. bis 23. Mai zu einer militärischen Uebung einrücken. Weder vor noch nach derselben erfolgte von Seiten des Arbeitgebers oder von Seiten des Arbeitnehmers eine Kündigung und der Gehllfe trat nach beendigter Uebung sofort wieder in das Arbeitsverhältnis. Der Meister verweigerte aber die Zahlung von 36 Mk. für die Zeit der mllttärischen Uebung. Das Gewerbegericht ging jedoch von der Ansicht aus, daß nach S 616 des B. G.-B. der Arbeitgeber verpflichtet sei, dem Arbeitnehmer während einer militärischen Uebungszeit den Lohn weiterzuzahlen, wenn vorher von keiner Seite eine Kündigung erfolgte. Der Beklagte wurde verurteilt, den Lohn von 36 Mk. auszuzahlen. Davon gehen die Beträge für Verpflegung und Sold im Betrage von 17Mk. ab. Amdwirtschaft. S Dom ohtten Vogelsberg, 13. Juni. Heute früh ist endlich bet langersehnte, sehr nötige Regen eingetreten, der hauptsächlich der Sommerfrncht und dem GraSwuchs sehr zu HUfe kommt. Die Winter- ftucht, Roggen und Weizen, ist so ziemlich ausgewachsen und infolge der seitherigm seht trockenen Witterung ziemlich kurz geblieben. Der erste Schnitt Klee ist ebenfalls sehr kurz geblieben nnd muß jetzt Ä7-. k und Möbel und vollends beeobrl weiden, damit der -weite Schnitt fich desto Kiffer ect- der Grossherzogliche Bürgermeister Wilhelm Wagner Die trauernden Hinterbliebenen 4198 Die Beerdigung findet Sonntag den 16. Juni, nachmittags, statt, Reinhardshain, den 13. Juni 1901 heute vormittag 10*/a Uhr nach langem, schwerem Leiden im 43. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Freunden, Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, dass unser innigst geliebter Gatte, Vater, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Bew. Himmel Bew. Himmel W. 8. SW. + 15.70 c. + 7.40 c. am 12 —13. Juni Städtische» Technikum Limbach i Maschinenbau. Elektrotechnik. Hoch- und Tiefbau. Staatliche Aufsicht. Progr. kostenlos. zaghaft und er der Dtatiou Gieße». 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Kartoffeln Prima Matjesheringe find wieder frisch eingetroffen bei Adolf Lenhard, Frankfurterstraße. 4205 Hofe an, weil ihre Forderung, die Jahresprüfungen hiuaus- znschieben, abgewiesen wurde. io titln kann. V^ele Landwirte waren ft innnten fid) an Oflfl NotftandSjabr 1893. Prima mut Matjes-Häringe Maltakartoffeln Möhl's Tanzschule. Sonntag den 16. d. Mts. Ausflug nach -em Windhof (nicht nach Gleiberg). Abfahrt 3 Uhr, Bieberthalbahn. Aikkstag de» 18. I»ai, nachmittags 2«/, Uhr sollen auf dem Bureau des Großh. Ortsgerichts Gießen die vor dem Namen der Friedrich Wilhelm Emil Carl Schmidt Wwe. stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen Flur 1 Nr. 46 — 12 qm Hofraum, Miftstätte in „ber Mühlgaffe, Flur 1 Nr. 71 — 106 qm Hof- raite in dem Mühlgäßchen erbverteilungshalber einer einmaligen öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen, den 13. Juni 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. „ halb , „ viertel „ , monatlicher „ täglicher Ii/g Hessen . . . 5% Italien. Rente . . 4G/o kriech. Monop.-Anl, 8 01(, Portugiesen . . 8 o/) Mexikaner . . . 4Vi °/o Chinesen . . . Kräftige MmrzOnzen m verkaufen. Marburgerstr. 66. Neueste Meldungen. Berlin, 14. Juui. Die Besprechungen der preußischen Minister über den infolge des Mißwachses im landwirtschaftlichen Gewerbe herrschenden Notstand wurden, wie die „Berl. Polit. Nachr." melden, gestern be endet. Sie führten zu einem vorläufigen Einverständnis über die zu ergreifenden Maßnahmen. Dem Vernehmen nach reisen die Minister am 20. Juui nach den Notstandsgebieten ab. Rom, 14. Juni. Mehrere hundert Studenten begingen Ausschreitungen. Sie zertrümmerten Fenster,' — -e £ 5 der einem Mann, anfangs der 30er Jahre (Invalid), in irgend einem Geschäft eine Stellung als Gchreibgehilfe verschafft. 4190 NäbereS in der Expedition d. Bl. Gelbrr RasteupiMerß aus den Namen .Ammi" hörend, entlaufen. Vor Ankauf wird gewarnt. Wiederbringcr gute Be« lohnuna- I. M. Schulhof« MMen-Verm Gießen, Sonntag de« 16. Auni er.: Ausflug «ach Greifeasteia.^^ Abfahrt morgens 6 Uhr 52 Min. 4204 Der Borstand. ßankcommandite Plaut, H©ss & €?o. FRANKFURT a. M. Zeil 76 part., am Schillerplatz, Fernsprecher 1355. An- u, Verkauf von Wertpapieren 13-biNbMM.LkL prima Objekt zu leihen gesucht. Offerten unter Nr. 02246 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Darlfihn kicheren Personen Udllüllii gegen Bürgschaft u. Lebensverfiche g. coulant u. schnell. Offerten an Rudolf Moste, Kastel, unter F. C. 1018. 1845 Liederkranx. Heute, SamStagabevd ZMchphtMld. »erontwortn» für bre eflte®dn«: TtU: P. Slttf.f bm $exS We* — unb Brrfe| der Brühl'fcken unb Stdnbna4ftd (Pl-tfch trten) in 5>ie heutige Plummer nnrfatzt 10 Seiten Zigeunerbaron, Bettel Student, Fledermaus, Gasparone, Geisha. üpiJciA dßP Plähü* Im Vorverkauf bei Ernst Challier Loge 3 Mk., lltlov Uvl I lUlZiv • Sperrsitz 2,50 Mk., 1. Parkett 2 Mk., 2. Parkett 1,20 Mk, Studentenkarten 1 Mk. 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