Nr. 63 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 15. März 1901 ■kboftioa, Expedition and •ruderet: Zchulstratze 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Monta-S Die Gießener Familien- •l&tter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Remdwirt" und „vlätler Mr Hess. Volkskunde" viermal wSchentlich beigelegt. Nxnahme »»»Lnzetaen M der nachmittag« sjst »e* Nlflenben Tag erlchrinenden ■himmtr bi« uorw 10 Uhr «dbeftellunge» Ipittften« abknd« »erber. Adresse für Depeschen; Anzeiger Gießen, r^ernsprechanschlub iltr. 61. vezugrpreir vierteljähtt. Mk. 2 20, mvnatl. 76 Pf« mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierteljöhrl Mk. 1.90, monatl. 66 Pfg Be, Postbezug vierteltährl Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. Alle HnieiflemBermittlung«. stellen de- In- und Au«laxbr« im für bex General-Anzeiger 17 Amts- und Anzeigeblatt sür den Kreis Gießen nehmen Vinzeig. ®icf;cncr Slnzcigrr entgegen. BcUenprelc lokal in Vlftv auswärts 20 Pt«. Amtlicher Feil. Gießen, den 13. März 1901. «etr.: Die Voranschläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1901/1902. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen au die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden des KreiseS. Die rubrizierten von uns abgeschlossenen Voranschläge werden Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Wir empfehlen Ihnen, das in Ihren Händen befindliche Konzept alsbald mit den Ansätzen des Originalvoranschlags in Uebereinstimmung zu bringen, auch die Revisionsverhand- lungen zu Ihrem Konzeptexemplar abzuschreiben und den Originalvoranschlag möglichst bald dem Gemeinde-Einnehmer zuzustellen. v. Bechtold.______ Bekanntmachung. Betr.: Bezug von Saalkartoffeln. Wer sich noch an dem Kartoffelbezug beteiligen will, wolle seine Bestellung bis spätestens morgen, 15. d. Mls., nachmittags 5 Uhr, bei mir einreichen. Es sind bis jetzt 440 Zentner bestellt. Gießen, den 14. März 1901. Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksvereins, v. Bechtold. Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 13. März. Die Sitzung wird um 1/110 Uhr eröffnet. Am Minister- tische: Staatsminister Rothe, Finanzminister Gnauth, die Ministerialräte Braun und Emmerling, sowie Regierungs rat tlfinger. Zur Tagesordnung steht zunächst noch das Kap. 81, Gewerbeaufsicht. Abg. Reinhardt wünscht die Assistentinnen aus den Kreisen der Industrielehrerinn en herangezogen. Abg. Kramer widerspricht dieser Ansicht und wünscht, daß dieselben nach wie vor aus den Arbeiterkreisen ent Kommen werden. Bei der nun erfolgten Abstimmung wird der Antrag deS AuSschuffeS mit 52 625 Mk. angenommen. Der Antrag des Abg. Dr. Frenay und Genoffen auf Anstellung eines Fabrikoberinspektors wird mit 16 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Zu Kapitel 82, Dampfkessel-Revision, beantragt der Ausschuß, die gesamte Dampfkesselprüfung von StaatSwegen zu organisieren, und den Betrag von 26 ipo Mk. in Einnahme und Ausgabe zu bewilligen. Abg. Ulrich bringt eine Reihe von Klagen zur Kennt« nis des Hauses, wonach feststeht, daß eine große Anzahl von Kesselbesitzern nach den Revisionen des Dampfesselvereins gar nichts fragen, sondern nach ihrem eigenen Ermessen verfahren. AuS diesem Grunde muffe der Staat eintreten, um die Arbeiter vor Unfall zu schützen. Abg. Euler widerspricht den Ausführungen Ulrichs, und hebt hervor, daß die Dampfkesselrevisoren ihre volle Schuldigkeit thun, um die Dampfkessel auf ihre richtige Leistung zu prüfen. Abg: HaaS-Mainz stellt fest, daß die Dampfer auf dem Main zwischen den Schleusen mit Ueberdruck fahren. Seitens des RegierungSkommiffarS sei dies festgestellt worden. Auf dem Rhein werde unterhalb der preußischen Grenze auch gegen die Dampfkesselvorschriften verstoßen. Beschwere sich die Mannschaft gegen diese Verstöße, so werde dieser gekündigt und auS Land gesetzt. Die Revisionen der Regiernng müßten unverhofft und in einer unauffälligen Weise ge schehen, wie dies auf der Eisenbahn der Fall sei. Hier habe der Staat die Verpflichtung, helfend eivzugreisen und dafür zu sorgen, daß solche Verstöße gegen daS Leben von Tausenden von Menschen nicht mehr Vorkommen. Auch bei den Bagger Maschinen auf dem Rhein seien ähnliche Zustände wie bei den Schiffen. Auch hier sei es nötig, daß eine genaue Kontrolle stattfinde. Ministerialrat Emmerling dankt dem Abg. HaaS für die der Regierung gegebenen Anregungen, die alles thun werde, um den Verfehlungen entgegenzutreten. Abg. Reinhardt stellt fest, daß schon vor drei Jahren die Uebernahme der Dampfkessel-Revisionen auf den Staat beschlossen worden sei. Er hat das Gefühl, daß, wenn der Staat die Revision übernehme, ein großer Teil der Klagen -in Wegfall komme. Die staatliche Ueberwachung biete Garantie 1ür alle Fälle, und auch die Volksvertretung hätte Gelcgen- cheit, sich von der richtigen Durchführung der Staatsaufsicht zu überzeugen. Staatsminister Rothe glaubt, daß die Ueberwachung der Dampfkessel am besten durch die Gewerbeaufsichtsbeamten erledigt werden könnte. Das Kapitel wird hierauf genehmigt. Zu Kapitel 83 Aichwesen wünscht Abg. Schill die Anstellung eines zweiten Aichmeisters sür die einzelnen Archbezirke. Ministerialrat Emmerling sagt die Erfüllung dieses Wunsches zu, wenn es finanziell möglich sei. DaS Kapitel wird mit 43000 Mk. genehmigt. Die Kapitel 84, Zentralstelle für das Gewerbe, mit 142930 Mk., Kapitel 85, Chemische PrüfungS« und Auskunftsstation, mit 12570 Mk, Kapitel 86, Gewerbliche Unterrichtsanstalten, mit 189162 Mk. und Kapitel 87, Kunstgewerbliche Zwecke, mit 26000 Mk. werden einstimmig angenommen. — Hierauf tritt die Kammer nach einer kurze Pause in die Generaldebatte über die Landwirtschaft. Abg. Erk wünscht eine intensivere Züchtung deS einheimischen Biehstandes und giebt verschiedene Maßregeln für diesen Zweck zur Kenntnis der Regierung. Abg. Weidner führt Klage gegen die Thätigkeit des Landwirtschaftsrates und insbesondere gegen die Prämiirung bei der Landesausstellung in Darmstadt. Der neuernannte Zuchtinspektor habe eS bis jetzt noch nicht für nötig gehalten, sich im Hergenhainer Zuchtbezirk zu zeigen, trotzdem die Zuchtbezirke nicht viele seien. Der Redner hält es für unrecht, daß er als Referent für die Landwirtschaft zu sehr wichtigen «Beschlüssen deS LandwirtschafisratcS nicht zugezogen worden sei. Bei der Errichtung der Jungviehweide zu Wer nigS sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Dort habe man 17 000 Mk. verausgabt, ohne daß die einheimischen Geschäftsleute berücksichtigt worden seien. Er fordert die Regierung auf, hier Wandel zu schaffen; so könne nicht weiter gewirtschaftet werden. Gut wäre eS auch, wenn man die Namen verschiedener Mitglieder deS Landwirtschaftsrates nicht so oft lesen würde. Hier wird die Verhandlung abgebrochen. Morgen früh 9 Uhr Fortsetzung. * * * —ck— D a r m st a d t, 13. März. Unsere hessische Regierung war die erste, die im Jahre 1898 es unternahm, den Gewerbeinspektoren weibliche Assistentinnen zur Seite zu stellen. Ueberhaupt bei jedem Kapitel, das mit dem Gewerbe in Zusammenhang stand, empfing die Regierung nur Lob und dankende Anerkennung von allen Seiten, selbst von unseren Sozialdemokraten. Sie ging von der richtigen Voraussetzung aus, daß Mädchen und Frauen viele ihrer Beschwerden und Schmerzen nicht Männern anvertrauen können und daß ihnen weibliche Beamte mit Rat und That helfend zur Seite stehen sollten. Daß bei der diesmaligen Budgetberatung die Regierung, als sie um Auskunft angegangen wurde, nur günstiges über die Thätigkeit der Assistentinnen berichtet wurde, ist im Interesse der arbeitenden Bevölkerung sowohl als auch der Regierung angenehm festzustellen. Wenn ja zwar berichtet werden mußte, daß eine der Assistentinnen sich jetzt zu verheiraten gedenke und deshalb von ihrem Posten zurücktreten müsse, so kann man derartige Klagen schon hören. Besonders empfehlenswert ist es, sowohl bei den Assistentinnen, als auch den Assistenten und Gewerbeinspektoren, einen Personenwechsel so viel als möglich zu vermeiden, da erst durch längeren Verkehr das richtige Zutrauen und Ber- trautsein zwischen Aufsichtsbehörde und Beaufsichtigten eintreten kann. Erst wenn ein derartiges Vertrauensverhältnis eingetreten ist, hört der Beamte erst Klagen und dann kann er erst daran denken, die Mängel zu rügen, die er zu rügen berufen ist. Daß durch sie schon viele Mißstände an den Tag gekommen sind und viel gutes durch deren Abhilfe bewirkt worden ist, ist dankbar anzuerkennen. Nur dürfte die verlangte Revision öfters eintreten, und vielleicht auch manchmal unvorbereitet, damit man nicht die Fabrik immer in ihrem Feiertagskleid antreffe. Bei der Frage der vom Abg. Dr. Frenay beantragten Errichtung einer Oberinspektion wurde eingehend das Für und Wider erörtert. Daß natürlich, ohne miteinander in Verbindung zu stehen, die Gewerbeinspektionen nicht immer nach denselben Grundsätzen verfahren, ist begreiflich. Und daß nichts mehr das Ansehen der Inspektionen schädigen kann, als wenn an einem Ort die gesetzlichen Bestimmungen anders ausgelegt werden, als an einem andern, ist auch verständlich. Von diesen Erwägungen ausgehend, glaubte Dr. Frenay seinen Antrag begründen zu können. Konnte man diesen Erwägungen von feiten der Regierung auch nichts Gegenteiliges ins Treffen führen, sondern nur anerkennend über dieses Projekt reden, so glaubte sie dennoch wegen der Schwierigkeit der Personalfrage diesmal hiervon abstehen zu müssen. Bei dem Kapitel „D a m p f k e s s e lr e v i s i o n" hat der Ausschuß entsprechend den übereinstimmenden Beschlüssen der Ersten und Zweiten Kammer vom Jahre 1898 wiederum beantragt, das gesamte Revisionswesen auf den Staat zu übernehmen. Ernst wurde die Debatte, als nach einigen ablehnenden Äußerungen des Regierungsvertreters Abg. Schmitt im Namen des Hauses die Erklärung abgab, daß das Haus auch seine Konsequenzen daraus ziehen müsse, falls die Regierung abermals nicht den Beschlüssen des Hauses beiträte. Wir wollen nicht hoffen, daß deswegen eine Dissonanz zwischen Kammer und Regierung eintritt Es ist ja an sich nicht zu verkennen, daß e5 als ein Mißstand angesehen werden muß, wenn von den Mitgliedern des Vereins angestellte Revisoren bei diesen auch die Revisionen vornehmen. Allein die Thatsache, daß äußerst selten etwas vorkommt, bürgt doch schon in gewisser Weise dafür, daß die Revisionen so vargenommen werden, wie man eS verlangen muß und wie es auch von staatlichen Beamten nid}t besser besorgt werden kann. Tie von 9(bg. Haas-Mainz bemängelte schlechte Revision der (Ähiffskessel mag ja wegen der Schwierigkeit der Prüfung zugegeben werden, immerhin darf aber der Abg. den Beamten so viel Verständnis zutrauen, daß der Regierungsdampfer, wenn er auf einem Dampfer revidieren will, nicht schon von weitem an dev Regierungsflagge als solcher kenntlich an das zu revidierende Schiff heranfahren wird. Immerhin geben aber Unglücksfälle wie der im Jahre 1896 bei Aßmannshausen des Schiffs A. H. Disch III der Regierung zu denken. prüttst'Nersmmlullg gegen die Erhöhung der GrtreidlMe. Gießen, 14. März. Tie am Dienstag abend im Saale des Cafe Leib abgehaltene Volksversammlung, von der wir in letzter Nr. berichteten, leitete Justtzrat M e tz. Er eröffnete die Versammlung und sagte ungefähr folgendes: Wir stehen vor dev Erneuerung der Handelsverträge. Die Agrarier fetzten alle Mittel in Bewegung, eine Erhöhung der Getreidezölle zu erzielen, und dank ihrer Macht und Einigkeit (Bund der Landwirte) würde von maßgebender Stelle höchstwahrfchein- lich ihnen Unterstützung zu teil werden. Alle Stände, die durch eine Getreidezollerhöhung geschädigt würden, und dies seien hauptsächlich die Arbeiter und sonstigen Minderbemittelten, müßten Mann für Mann sich einer Brotverteuerung mit aller Entschiedenheit widersetzen. Die freisinnige Partei wäre gegen eine solche Erhöhung, durch die nur dem Sonderinteresse der Großgrundbesitzer gedient wäre. ES gälte aber, stets das Interesse der Allgemeinheit, deS Vaterlandes zu vertreten, das sei der Standpunkt dev freisinnigen Partei. Deshalb habe sie die Protestversamm- lung einberufen, Gießen sollte auch Gelegenheit haben, gegen diese beabsichtigte Zollerhöhung Stellung zu nehmen. Und daß der freisinnige Verein das richtige getroffen hätte, das zeige ja diese imposante Versammlung. Alsdann betonte Justizrat Metz, daß nach dem Referat allgemeine Diskussion stattsünde, zu der jedermann das Wort ergreifen könne, er richtete an eöent Redner die Bitte, nicht persönlich zu werden und die Angelegenheit stteng sachlich zu behandeln. Alsdann erteilt der Vorsitzende dem Referenten Rechtsanwalt Dr. Jung das Wort, der in etwa einstündiger Rede ungefähr folgendes ausführte: Im Jahre 1903 liefen unsere Handelsverträge mit dem Ausland ab und es würde dann zur Schließung von neuen Verträgen geschritten. Von Seiten der Agrarier würbe nun eine Erhöhung des Getreidezolles angesttebt, die geeignet wäre, weite Volksschichten zu schädigen. Nach einer Erklärung der Handelsverträge geht Redner zum Schutzzoll über und spricht sich äußerst lobend über die Thätigkeit des Reichskanzlers Caprivi aus und konstattert an Hand von Zahlen und Beispielen, daß dieses Lob vollauf begründet wäre. Tie Handelsverträge seien die Basis zur Aufbesserung der wirtschaftlichen Lage. Ter nationale Wohlstand würde durch die Erfüllung maßloser Wünsche der Agrarier rückschreiten. Es wäre gerade so, als wenn ein Beamter in guter, gesicherter Lebensstellung plötzlich ohne Grund diese fahren ließe und sich eine andere Stellung suchen würde, von der er nicht weiß, was er davon haben wird. Deutschland sei im Begriff, eine solche Thorheit *u begehen. Die deutsche Politik sei gefährdet durch die Sonderinteressen des Agrariertums. (Lebhaftes Bravo!) Deutschland wäre in großer Gefahr durch die Agitation dieser Partei, die dazu übergegangen sei, alle zu terrorisieren Ihr Terrorismus reiche bis in die höchsten Stellen, selbst Minister wären bedroht. Ja selbst die höchste Spitze des Staates. Sei doch der Grundsatz der Agrarier: „Der König absolut, solang er uns den Willen thut" Von.den Ministern sei es in erster Linie der Handelsminister Brefeld, der doch bekanntlich sich jüngst den vielversprechenden Satz geleistet hätte: Der Handel ist ein notwendiges liebel. (Gelächter.) Ja, meine Herren, so sagte der Redner, wenn der Handelsminister das behauptet, so hat er sich selbst gerichtet, denn wenn der Handel ein notwendiges liebel ist, so ist es der Handelsminister sicherlich. (Bravo!) Ter Reichskanzler stehe, so fuhr Dr. Jung fort, wie man tagtäglich bemerkt, mehr und mehr zu den Agrariern; seine Stellung sei schwer zu charakteri- fieren. Seine Worte wären noch zu diplomatisch, sie schmeichelten dem Ohr, während sie den Verstand nicht befriedigten. Bülow gleiche dem verschleierten Bild von Sais. Mit dem Talente seiner sonoren Redensarten wäre der Reichs kanzler im stände, allen Parteien etwas Angenehmes zu sagen. Aber je mehr der Schleier gelüftet würde, desto schlimmer wäre es für die Gegner der 'Getreidezollerhöhung, im Reichstage komme Graf Bülow immer mehr den Agrariern entgegen. Ten Agrariern wollte er die Getreidezölle erhöhen, um aber die Linke zu befriedigen, sagte er ihr, binzufügend: mit Rücksicht auf die Arbeiterschaft. auf den Herrn Tagelohn Zon » *^*t*LJÄ + 1 nPtnnhriP tmhhPTTI dhPT I i f ■ wivd^ sthvll sisi litt g 'S rr ' ewk^ommen" aus kl°einem Kapita!besitz (Spargelder-Zinsen u. s. f.) oder als traglich einen Nachlaß von 150 Mk. gewahrte, trotzdem aber I 6ereits allf Z Mark erhöht werden müssen. Aus Rentner irgend welcher Art haben. Dieses kleine Nebenernkommen noch viele Millionen m die eigene Tasche stecken einem höheren Zinsfuß hat nicht allein Rothschild Nutzen, hadert ja keineswegs, daß sie selbständige Landwirte sind, bie lernen Mit Hilfe des Zentralverbandes für Industrielle ist e§ fonbert/ ^ch der kleine Mann. Aber hier stehen wir vor Nebenberuf haben, so wenig solche Nebeneinkommen, die bei den mittleren tziner zahlreichen Gefolgschaft gelungen, sich verschiedene U em Schwerpunkt. Die Gegner der Getreidezölle fürchten und größeren Landwirten mit und ohne- N-benberuf im °llg-memen pro. Zolle zu sichern, die elbstverstandlich aber nur selbstsüchtigen b-- sondern sie werden über kurz oder lang ge- gressiv größer sein dürften, Wnbetn ba6 biefe leiteten 2»nbrotfrt.e Zwecken dienen. Jene Leute, die sich nicht schämen^wurden, ^gen weLen ih^ höhere Löhne zu be- sind, bie bei ber Frage der Getreidezölle als solche rn Ansatz die ganze Handelsvertraaspolitik zu mchte zu machen for- -AffigeHeute zieht die Industrie Arbeiter aus allenI»" bringen sind. dem heute einen erheblichen Zoll auf Lebensrnittel und das L^fen heran. Wir wollen nicht wünschen, daß später mal -------------Z- Zu einer Zeit, die verhängnisvoll werden ka^ w l ^mrnt, wo diese abgestoßen und gezwungen wer- Stadt UN- Mlw. vor Ablauf der Handelsverträge stehen. Redner er- b wieder bei der Landwirtschaft ihren 14 Mür» 1901 lautert noch ausführlich die Zwecke und Ziele des Handeln- h e n sun t e r h alt zu suchen. Sorgen wir lieber «ietzeo, 14. Marz laui. Vertragsvereins und fordert schließlich zu einem Zusammen- b^r, daß letztere dann auch in der gesunden Lage ist, helfen •» Ablehnung. Wie wir hören, hat der ord. Professor scharen und zur Bildung einer Ortsgruppe'dieses Vereins ' tönnen 9 der Physik hier, Dr. Paul Drude, vor Kurzem einen Ruf "äsmsäs*" L ä *» w x «äs; aespinst irgend eines eertrotfneten Pro-!die iBeine aebolfen toerbenTlL nur babe ZIiu Puri», Tillmanns daselbst da« Ritterkreuz 1. Klass- fessors. Einen Freihandel giebt es nicht mehr beu^äubtoh-ten' ntemanVVverspür" °Ties de« Verdieustardens Philipp- des Großmütigen v-rli-h-n. und kann es nicht geben; Leute aus der^Praxis befolgen f()nimi mir genau so vor, als wenn man einem Bettler " SchuellzugVerbindungeu. In dem Entwurf des vom andere Grundsätze. Alle Parteien haben sich im Handels- ^^ch 20 Pfa gebe, und dieser behaupte, dadurch ärmer 1. Mai gültigen Fahrplans ist dem von Der hiesigen Handels. Vertragsverein zusammengefunden, gemeinsam zu wrnpsen ,/^^den Die Folge wird doch sein, daß man mit der kammer wiederholt im Bezirks-Eisenbahnbeirat in Frank- gegen die von einzelnen Huteresfentengruppen eiitrebte Zoll- ^^bsgabe aufhört, um den Manu nicht weiter unglücklich furt a. M. vertretenen Wunsche nach einer durchgehenden erhöhung. Darum vereinigen Sie uns, schassen I m(l(j)en ^ie Gelder, die bisher nach Afrika und SchnellzugSvcrbindung Gießen-Köln mit Gegen-Zug nun- Sie ^m gewerbereichen Hesstm eine Ortsgrup^ und f^h . 0 geschleppt werden, können für die Landwirt- b Rechnung getragen. Die Züge sind angesetzt: ab Gießen Sie uns bei, irn Kampfe ums Wohl und Wehe unseres!^ aft ^'rwandt werden, bann ist ihnen und uns M a„ 9b”n 1 ab Köln 5«, an Gießen 9.°-. In ^ L nfchsk LStadtverorbneter Srumtn, w.b-r- Aus^bi^Auzsuhru^n kä S°^n Erbmanns- glei^er ift ber Antrag der Hand-l-lamm-r auf Ein. spricht zunächst dem,,Eingesandt" des Oekonomierat Schlenke ^/-e heinerke^ ich daß, wenn ich einmal hessischer Land- richtung einer Schnellzugsverbindung mit b. Wagenklasfe m in unserer Zeitung und führt dann weiter aus, daß die taasabaeordneter und zu Hofe geladen bin, ich nicht der Richtung Fr ankfurt »Hannover mit Anschluß an Landwirtschaft seit 20 Jahren durch die Schutzzölle unterstützt 6 9 werde dem 5^rn Erdmannsdörffer einige Schnellzug 8 oder 10 der Main-Nrckar Bahn dadurch be» wird bis heute jedoch nennenswerte Vorteile nicht erzielt Süßigkeiten mitzubringen. ' rücksichligt Worten, daß in den erwähnten Entwurf ein worden sind. Gerne wurden wir uns auch weitere Er- Oekonomierat Schlenke sucht nochmals die statisti- Schnellzug von Frankfurt bi- nach Marburg ab Frank- hohungen gefallen lassen, wenn wir die Ueberzeugung hatten, .. Angaben des Dr. Kehrn zu widerlegen und führt weiter 4 20 an Gießen 5.35, an Marburg 6.06 eingestellt ist. SJ ,5 rÄÄ »«.»«..V» ■ -.«.i«. “iÄ i -» »...f,<>«|J“ “ grundbesitzern besteht, dieser ist aber nicht durch erhöhte i Erdmannsdörffer versuchte daraufhin Vorstand mit, daß sie Mittwoch, den 20. d. M. das ver- Getreidezölle zu helfen. Wenn heute durch die erhöhten ^^d die landwirtschaftlichen Interessen sprochene Gastspiel absolvieren will. Diese Borftellung wird Betreibe,solle ber Reinertrag eines zum Berkau, ausstehenben -rne Be h g g I allgemeinen jeb!ch wenig ber iet als Exkrav°r stellung behandelt werben, deren Reif-rlrag Gutes em höherer wird, steigt auch der Verkaufs- resp. 1 dem Theaterbaufonds zugute kommen soll. Den «bon- Pachtpreis desselben, und der nächste Besitzer wird natur J ■ gemeldet haben, erhält nenten der drei letzten Vorstellungen bleiben aber ihre Plätze gemäß nut denselben Schwierigkeiten zu kämpfen haben, Da ntoQe^ear^eI^ortf)(^XerfS I bis Montag abend zu ermäßigten Preisen reserviert. - Die mut der Staat^elfe^ besser/diese Kalamität der Landwirtschaft, ertennt eine eigentliche Not- 8. Vorstellung am Montag, in der FlachSmann als Er- ^rosien Güt^ werden aufaeteüt und Änem auf die kleinen I läge überhaupt nicht an. Infolge Wachsens des Verkehrs, ziehet, die an allen Orten volle Häuser machende Novität, Parzellen gesetzt nur so können gesunde Verhältnisse ge- sind die Mißstände in der Landwirtschaft gekommen, da- Aufführung kam, erfreute sich zahlreichen Besuches und schaffen werden ' Wrnn der Arbeiter sein Brot teurer ern- gegen kann niemand helfen, auch fern Staat Wenn der ^rdienten Beifalls. Namentlich Herr Liebscher als Flachs- kauft, wird er bei einem Einkommen von 600 bis 700 Mark Landwirtschaft allein durch den Staat geholfen werden und Herr Ramseyer als Prell boten Ausgezeichnetes, naturgemäß Butter, Eier, Fleisch rc. re. weniger konsumieren kann, dann ist diefe zu bedauern; l? weit sind wir aber 9 Vorstellung ist der vom vorigen Winter bekannte können, infolgedessen würde in diesen landwirtschaftlichen Gott sei ^ank noch nicht, Landwirtschaft muß sich den ^o^^r des Kaffeler Hoftheaters, Herr Edmund Schmasow, Produkten ein Rückschlag eintreten. Vor nicht allzu langer Koniunktureii anpassen, und das kann nur allmählich 9^ en ber die Titelrolle in L'Arronge'S lustiger Posse Zeit sind die Milchpreise hier in Gießen erheblichIschehen. Die Landwirte müssen kaufmännisch Sew°nnen ” ; in die Höhe gegangen unb nirgends ist darüber geklagt werden und vor allem besser rechnen lernen, dann werden « 13 Mär, Drr beffifdbe Ausschuß worden. Es zeugt die^- doch davon, daß der Land- sie auch nicht übermäßige Preise zahlen. Hilf dir selber, -0- Darmstadt, 13 wirtschaft jede ^berechtigte Mehreinnahme gegönnt so hilft dir Gott, dies Wort muß beherzigt werden. Wer der südwestdeutschen Konferenz für Innere wird. Im hessischen Landtag werden demnächst eine lsinindsatz „Hät der Bauer Geld re." gilt für alle Berufe, Mission hielt Mit seinen Agenten und Synodalvertretern Million Mark für die Landwirtschaft hergegeben unb gerne unb nur ber Staat kann gebeihen, in bem jeder em gleich- n. März hier seine regelmäßige FrühlahrSverfammlung gegeben, weil wir eben die Ueberzeugung haben, daß damit mäßiges Auskommen hat. Die Großgrundbesitzer m Ost- ^ie mit Schriftverlesung und Gebet, gesprochen von auch den Kleinsten geholfen wird und'nicht alles in bieI elbien lassen wir in Ruhe, sie verlangen aber von qi/arrer Dingcldey-Darmftadt eröffnet wurde. Nach Be» ?Ä?bn ohne Boden der Großgrundbesitzer fließt. Wenn daß wir Opfer bringen sollen Jedesmal wenn es auf Vorsitzenden, Pfarrer Widmann-Dormstadt, llroßen, über und über verschuldeten Güter verkrachen, andere Berufe losgeht, haben die,e Herren die Hand im S B 9 5? . b Jahresbericht über das abgelaufene wenn das Junkertum Bankerott macht, bann können wir Spiel, alles wissen sie auszunutzen, um bem Volke neue wurde von diesem ^ ^ayresoer cyi uoer oas aogeiaui uns getrost drei Feiertage leisten. (Stürmisch^ Heiterkeit.) Lasten aufzulegen. Sie verlangen von uns, nicht urnge- Jahr vorßetragen, aufl bem mü öreuöcn ju er^en roat, Burgertum unb Arbeiterschaft sollten hier einig sein unb kehrt, unb haben also gar nicht bas Recht, uns Vorwürfe daß es überall vorwärts geht. So besonders bei der Anstalt euergstch Front gegen diese Brotverteuerung machen. (Leb- zu machen. Redner giebt gerne zu, daß die Handelsverträge für jugendliche Epileptiker m Niederramstadt bei Darmstadt, Hafter Beifall.) ... nicht allein das Unglück sind, es haben hier zahlreiche sm der in der kurzen Zeit des Bestehens — es sind fünf Redakteur r d m a n n sb 0 rffer -- Marburg schließt! Faktoren zusammen gewirkt und so den wirtschaftlichen s Monate bereits 16 Kranke Aufnahme, sachgemäße Be» sich dem Redner der freisinnigen und der sozialbemvkrati-l Niebergang verschuldet. So bedauerlich und so groß der b b» nQ un*. richtige Verpflegung gefunden haben und viel« schen Partei an unb fuhrt aus, bap auch bte nationalsoziale!Nachteil ist, fein Mensch kann ihn verhinbern. Tie Agrariers^ ., csHfuna nnben werben Die Anstalten Lehrlings- Partei insisige^der Verhaltnisie^gezwungeu^ist, ^inl^ diesius sollen nichts gewaltsa'm' provozi'eren, denn ni dem Augen.L«°hl- zu Wsihausin. in welch 1>ie eüent m erzielenden lleberschüsse würden durch andere! mehr Schwierigkeiten bereitet, wie den beiden Parteien, die Ausaaben ^Flotte 2c. verschluckt. Tas Anerbieten sei un- längst auf diesem Standpunkt standen, ^n dem Handels nrfnhi- in ' nf^ meim iemaud einem Manne das Mittagessen karnrnerbezirk Calsel, der doch typisch ist für mittlere lsiud- entzöge "und^ chn n!°7attich einmal zum Muer einllldo. wirtschastliche Betreibe, sei von einem Notstand absolut nichts ('zpfvr rirfifia 1 Die Gefahr kann event noch abgewendet zu bemerken, -rer Redner kommt dann auf die ruh g , Nen und^zwar^durch ^Volksbewegu^ all- sachlichen Ausführungen Krumms zu sprechen und bane^t, gemeine Volksbewegung oft günstige Resultate erzielt habe, daß ihn dieser ,r,on nicht wundere, da die Sozi ld 1 f , beweise der Turchfall der Lex Heinze, der Umsturzvorlage rc in Hessen ja letzt hoffähig geworden sei. Redn Alsdann schildert der' Redner, wie vielfach die dannweiter^aus diewirtschaft zu ^chen, 1 1 chi in der hiesigen Protestversammlung gegen die Erhöhung Großgrundbesitzer in Schulden gerieten, dadurch, daß sie häufig aus der Versammlung heraus unterbräche L Getreidezölle wiederholt erörterte Frage xn welchem Umfang die ihre Söbne in die feinsten Regimenter des Heeres eintreten geulkt. ... . ^eigentlichen „Landwirte", d. h. die in der Landwirtschaft liessen wo sie Schulden über Schulden machten Wäre bann Als einziger Rebner für eine Erhöhung ber Zolle sprach (Landwirtschaft, Zucht landwirtschaftlicher Nutztiere, Milchwirtschaft, Mol» ber ^Alte" iftcht^mebr^ in bberLaae" seinen "skftius" aus Oekonomierat Schlenke: Ich zweifle nicht, 1»Ju^te erhetei @emüfe, XQbaI: afn,. Sau) int $aapt6etuf Wftnbig wiird? ' d-r St-Eang» MaZLM^rN L?"w0^s^n °°'n -Ä 1897 We ,l9entli^’,el6Wi9e *■—------------- Si'oX,en5tiI?j9 ,-eHo-1 QUf if’re” ieti9e" eta"b Mr Vuto ^riönlich'genannt w°^d°n §in und g°g-n m°in^ puntt gestiegen sind, si' so AussÜhrungen, die im „Gieß. Anz." erschienen sind, Stellung We! viel hat bm toirbSüie?'qcae6en genommen ist. Es ist mir nicht möglich, meinen brer Vor- j£ .ml t... ,u.u. /»....!> va.^; y Fleisch, Eier rc. könne sie kaufen, reicher: aber eine I (£ ^nntnisse bezüglich ber Landwirtschaft verfügt, sollte Familie, je weniger Brot wurde gekauft werden (^hr l. sprechen, er setzt sich nur dem Gelächter derer aus, richtig.) Aber nicht allein der Schaden nach dieser Seite b JP r gad)e ^her stehen; ich nehme ihn auch nicht ernst. Ware beträchtlich. Rußland habe jetzt schon seme Meinung Redner erläuterte dann sein kürzlich in unserem Blatte ^gen eine Erhöhung der Zölle „Eingesandt" und kommt zu dem Schlüsse, daß Ein Zollkrieg Ware event. die Folge der Erfüllung der b ^ Landwirt, der 6 Morgen Land bebaut, sämtliche Wünsch^ der Agrarier. (Sehr richtig.) Machen wir energisch Ausgaben aus seinen Einnahmen für landwirtschaftliche K^eneinefÄWr^eüSi mubeftreite’n muß; wenn demnach durch durch Steiger- Stimmen gegen diese Brotverteurer und diese Reaktionäre. ber sowie aller Bedarfsartikel auf der einen (Srhnrp-n mir IINÄ rnwmmen rum Kampfe gegen diesen ge-!^..st. ____y' nnSp-ripiia (1) I überhaupt (2) darunter ohne Nebenberuf (3) mit einer landwirtschaftl. benutzten Gesamtfläche von (4) _ _ mit einer durchschnittlichen Brotgetreidefläche von ha _ unter 0,1 Ar _ — 0,1 Ar bis „ 2 „ 10 8 2 1r n n 3 „ 335 287 5 „ „ „ 20 , 1726 1427 20 „ „ „ SO „ 0,07 4059 3242 50 „ „ „ 1 ha. 0,14 8565 6511 1 ha. uo 2 „ 0,28 8156 6097 2 „ II n 3 „ 0,50 7159 5359 3 „ 11 11 4 „ 0,68 5960 4604 4 h n n „ 0,88 * rtU - inlQ. rr g?s jihilch 42U„ x-i M«™’ rtü*“ “ niotbttib mß. “ notroenbig P 700 Mk. I« nngef5»r.; IN N? Ci« gnforbenmgen AW wegen (ein unb bis P Die die W >)fakh Eutlaftu UlschlagS hiel' übet daS THei im Großhe reicher Erfahr Arbeit steht. I vereinen, ünt Mge gege^ oon btt Berfa btt Mag de zu richten, bii Dekanatsloch schehen, es r wählen, daS Stimmung n fort ans filu über daS gc ziehen. Mil And bem gest ihr Ende. Sch. De Jäger aus 4000 Mk. ei Vbl." fchreibi haftet wordei „angenehmer wieder fteigi Ende d. Ml $et( Die zurE eiserneu ü Wetter tm K aeubanes -TraiS-z nötigen Astü «"gen Men i kichen Angebots Die Agedo i ’• 3, vorwi W Md s offen [| « eie fo(8t ^iRaueratbe yMenb-.j «nbcemm, Wl unb .Neu, 9 * Nm teils ' W TZ «Nt; A °uf ’WttauQtr § Wöchentliche Ueberstcht her Todessälle in Gießer 1 1 (1) 54 26 cm Durchm-sser, 8bis mit 15 7 48 109 E-chen-Scheitholz, n I. Preis. 26 Meyer. tickiiinitiiiadjiiinieii Empfehlungen llerllkigernilgen 60 45 25 25 Sitten« Aspen- Nadel. 2 36 und mit 1 160 612 424 195 34 297 112 782 367 n ii ii ii rm » n 15 24 3 1,6 13 225 50 n H // Birken-Knüppel, Aspen- „ 16 m lang — 12,68 fm, Eichen-Derbstangen (Wagnerholz), Dachsbau. Gießen, 12. März 1901. Eichen-StLmme mit 20,29 fm, Fichten-Stärnrne mit 39,42 fm, Fick^en.Derbstangen mit 28,81 fm, Nr. 166V10 — 139 qm Grabqarten an derFrank« furterstraße links, Nr. 168 Vio — 899 qm Eichen-Knüppelholz, Die auf Montag den 11 Mürz meist Stammtnüppel, I anberaumte Holzversteigerung leM Erhöhung Umfang die Ortschaft ZV, Mol, ^Wnbig n- ’m V $ 0,01 0,14 0,28 0,50 0,68 0,88 >l°!W hnüber« >ß 20 Prozent irdenen Größm- Dirser Prozmt- >!e durchschnitt- iebe jufammen bekannte Ibab jt nur absM, die Parzellen» um allen Ae- gnmgm Pro« hnten Persamm» könne, die nur uhzugehm. Es >0 Quadratmeter rvemgfiens turn» bei nut um ganj amt 47 481 selb- ben). Neberdies in kleines Neben- ii. s. f.) oder als ebeneinkornmen find, die keinen beiden mittleren allgemeinen pto» acht Landwirte olche in Snsah findet hier am 21« d. Mts., vor-1 mittags 11 Uhr, in Gegenwart I Flur etwa erschienener Bewerber statt. I Zuscklagsfrist: 14 Tage. [20271 Flur Gießen, den 18. März 1901. I Ausschreibung der Bewegung von rund 5000 cbm teils Erd-, teils milder FelSmafsen auf Bahnhof Gießen. der Spitzmühl tonnte wegen ungünstiger Witterung nicht als zum hohen Adel gehörig das Recht der Ebenbürtigkeit mit den souveränen Herrscherfamilien genießen. Graf C «stell- Castell ist der Sohn einer Gräfin SolrnS-Rödclhetm und verheiratet mit einer Gräfin Stolberg-Wernigerode. Graf Castell-Rüdenhausen ist der Sohn einer Gräfin Hofraite daselbst, Nr. 167a9/10 — 2683 qm (0 '«durchschnitt, Brotgetreide- he von ha einer Gräfin Schönburg-Glauchau und vermählt mit einer - • - ----- - - Die beiden filmen der ihr Ende. , , Sch. Darmstadt, 11. März. Auch der Wirt Michael Jäger aus Weiher i. O., der unter Mitnahme von ca. 4000 Mk. eigner, nicht unterschlagener wie die „N. H. Vbl." schreiben, Spargelder verschwunden, in Mannheim ver- haftet worden war, als er den größten Teil des Betrags „angenehmer" Gesellschaft verjubelt hatte, wurde alsbald wieder freigelassen. — Die hessische Landessynode wird Ende d. MtS. auf einige Tage zur Erledigung einer Anzahl im vom .LebmSjahr: 2.-15.9«^ Samstag den 16. März 1901. nachmittags 37a Uhr, kineh solche .Resolution Mtät an. hr. Frauenheim zu Eckenheim bei Frankfurt, das gefallene Mädchen 1 aufnimmt und ihnen zu einem ehrlichen Erwerb weiter Helsen i will, erfreut sich nicht so sehr der Teilnahme der Freunde i der Inneren Mission und mußte darum mit einem größeren Defizit abschließen. Diese so notwendige Arbeit sei darum allen zur Unterstützung sehr ans Herz gelegt. In der D1S- kussion, die sich an den Jahresbericht anschloß, wurde von einer Seite die Frage aufgeworfen, ob eS nicht möglich fei, die Verpflegungskosten in der epileptischen Anstalt, die aus jährlich 420 Mk. festgesetzt sind, zu ermäßigen, da viele Familien einen so hohen Preis nicht erschwingen konnten. Dcr Anstaltsleiter, Pfarrer Weimar, erklärte die absolute Unmöglichkeit einer Verminderung, da bei dem verhältnismäßig sehr großen Pflegepersonal, daS die epileptischen ftranien erfordern, bei der guten Nahrung, die ihnen gereicht werden mun, und bei vielen anderen Einrichtungen, die für Epileptiker notwendig sind, ein krankes Sind die Anstalt au cuca 700 Mk. zu stehen kommt, also zu jebem Pflegegeld noch ungefähr 300 Mk. mikssen aufgelegt werden, sodaß trotz der vermeintlichen Höhe deS Pensionspreises noch eine reiche Unterstützung eintreten muß, soll ollen Anforderungen genügt werden. Jedoch soll kein Kind deS Geldes wegen von den Wohlthaten der Anstalt ausgeschlossen sein und bis jetzt haben sich immer Mittel und Wege gezeigt, wie die BerpflegungSkosten zusammengebracht werden können. Nach Entlastung des Rechners und Genehmigung des Vor- anschlags hielt Pfarrer RöSchen-Freienseen bad Hauptreferat Über das Thema: Die Arbeit der Erziehungsvereine im Großherzogtum Hessen, in dem an der Hand reicher Erfahrungen eines Mannes, der mitten in dieser Arbeit steht, praktische Winke zur Gründung von Erziehungs vereinen, Unterbringung der Kinder und Ueberwachnng der Pflege gegeben wurden. Die vorgelegten Thesen wurden von der Versammlung einstimmig angenommen, desgleichen der Antrag des Vorsitzenden, an sämtliche Dekane die Bitte zu richten, die Einrichtung von ErziehungSvereiuen in den Dekanatskonferenzen zu behandeln und, wo eS bereits geschehen, es erneut zu thun, und ein Agitationskomitee zu wählen, das für die so wichtige Sache der Erziehungsvereine Stimmung machen soll. Ein solches Komitee bildete sich sofort aus fünf Herren. Das Ziel, baß vorschwrbt, ist baß, über baß ganze fianb ein Netz von ErziehnngSvereinen zu ziehen. Mit bem Gesang: „Ach, bleib mit Deinem Segen" unb bem gesprochenen Segen fand bie Versammlung um 6 Uhr Wellen Buchen-Reisig, lu«»—— Durchforstung und Vor- abgehalten werden. Grabgarten am Seliers- Großb. Lesfische" I berg links der Chaussee Eisenbahn - Betriebs - Inspektion 1.1 erbverteilungöhalber meistbietend, Fichten Derbstangen, 8 bis 12 cm Durchmesser, 8 bi« 14 m lang =3,89fm, Fichten-ReiSstangen, rm Eichen-Scheit (davon 4 rm Nutzholz), „ Eichen-Knüppel (davon 6 rm 2 ^/,m lang), „ Eichrn-Stöcke, Eichm-Wellen, rm Nadel-Knüppel (hiervon 3 rm 3 m lang) „ Nadel Stöcke, Nadel-Wellen. Simbutü d. Latz«, 13. März. Frucht markt. Durchschnittspreis pr9o Malter Roter Weizen 13.55 Mk., Werßer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.75 Mk., Gerste 8.82 Mk, Hafer, 6.65 Mk., Erbs« 00 00 Mk., Katroffeln 00 00 Mk. Sdw« und BedingungenI 1780 Wellen Eich-».R-ififl, können hier emgesehen, letztere auch I nachmittag* * ’ .. | Qft9n gegen gebührenfreie Einsendung I sollen auf hiesigem Ortsgencht Die I von 0,50 Mk. von hier bezogen I jum Nachlaß des Johann valt- werden. haser «ann von Gießen gehörigen Die Eröffnung der Angebote mit I Immobilien, als: der Aufschrift: „Angebot auf Erd-1 Flur " arbeiten auf Bahnhof Gießen", I Feld, 9 Uhr, werden auf der Bahnstrecke Wald ! Gießen— Großenlinden, bei Bahn- q. '1 Wärter Gärtner anfangend, eine Stä. Partie gefällte Tannenbäume, zu Wald Nutz- und Brennholz geeignet, Lamstaa den öffentlich meistbietend versteigert. - - n| Großh. Bahnmeisterei 16. empfiehlt 1878 Christian Wallenfels, 17 Marktplatz 17. tzelepy. 262. Am Kriegerdenkmal. bereits eröffnet habe, werden noch weitere Anmeldungen bis Montag, den 18. März in LovyS Bierkeller ent- Es wurde von den Herren Preis-1 gegerg« nomnun. [CS 76 - — . r s . I richtern als ein vorzügliches Futier- l Ich mache besonder» daraus Gr. Ortrgericht Großen-Buseck. I mittel bei mäßigem Preise begut» Qufntetfl'am, daß der Unterricht Meyer. 2030 achtet. Yirttenpedts Bogel- , Geschäftsschluß bis abends futter in Kartons ä 20 u. 40 Pfg. Ubr besucht werden krnn. Großh. Bürgermeisterei Gießen, »tz.yv mit Wage» zu verkaufen. e' hältlich bei: . Kalligr. Lehrer. Mecum. 19t5l|IJuO [0855] Linrenplatz 4.> Aug. Roll, Drog. z. roten Kreuz. H«go V tz, 35 cm Durchmesser 4 bis 23 m Länge 73,90 fm, Nadel/Derbstangen 1,30 fm, rm Buchen-Scheit, „ Nadel- „ „ Buchen-Knüppel, Eichen- „ „ Nadel- „ Buchen-Wellen, Eichen- n NadU- rm Eichen-Stock, n .Füllhornmarke" rOPII* als bester Dung I vl U für Hafer, Gerste, Kartoffeln, Run- (■iiAMA kelrüben, Buder» illiullU rübenund Gemüse rst stets vorrätig bei Bär & Wetterhahn, Sieben. Wohlbekömmt.,garant unverfälschte Rotweine Kt’Ä 80 Ltr. an, 60 und 80 Pfg. p. Fl. in Kisten von 12 Fl. an, 2 Fl. 8,16 Mk. franko. Preisliste durch Sammeln von «uf- trägen. Carl Th. Oehmen, Cohlenz cu Rhein 5. chrötzter , Aotweiuversaud in Coblenz. m [Summt: 16 (5) 11 (4) 3 2 (1) malß reichsstündischen Gescylecytern, weicye im vt». anm- Die in Klinnern gesetzten Ziffern geben en, wte vre» 19. Jahrhunderts mediatisiert wurden and daher heute noch bet Todesfälle in der betreffenden Krtnkhett aus von euswäris ntd ‘ M - - —■ - * - L “ i Gietze.i gebrachte Krank» kommen. Pa. SpeiseKartoffein (magnum bonum) empfiehlt 46 I. Weisel, SsmmlvllLe ß. W 1901. rd. Professor N i’.ntn M I l n unb Schalen kreuz 1. Sich tn verliehen, tivurf des Dom iefigen^nbtl' tat in Fravl- durchgehenden •gen« n“n* äf.abW en 9.". 3« tuet cutf «MM • m baburch w Entivurs ein ■q °b $IQ" ' - einflff*'“' * i-l-h 6. SUt. d-"!' jotftettnng W* rss l«’"**' u iv «Lft» VÄs. >* SSL S-S ja^8V£l *#n ü0) ! »rde. ■ 1)116 (In - bet«b 4 i« 4 L-«ar Selb N Versteigerung. Wald, I < Hohversteigerung I Hohversteigerung I ’M”'SSet'1 Z L l =1 Montag den 18. d. M. m bekannter Güte bei 1947 Dienstag, ® ***' wirb im hiesigen Gemeindewald D. Kalkhof. werden'" her Solä »etMgert: Gemeinde Allendorf a. d. Lda., 7 Nenstämme, 17 b « b kräftig, stets frisch auS eigener Distvkt Lehmgrube, Nabenauer- 36 cm Durchmeffer, 3brs I «innere,, AmHärz, vormittags Istraße unb Langebruch „„ J,i3 kMaffee roh von 80 Pfg. an, U"'- w-''b-n auf'ber Bnhnstr.cke | 2 »•2' J‘ 39 cm Dmchm.sier, 4 bi. von 9H. L40 an, SSZL'u«;] ‘m- «bnfnlnbo.T-.. Kchnittbolrl und allen sonstigen, fernen und festen Qualitäten Fichtenstämme, ~ 13^ bifl | in verschiedenen Misch- ungen und Preislagen „ Nadel" „ versteigert. LQnn -Zusamminkanst an der Lehm- grübe. I Allendorf an der Lumda, ben 13. März 1901. 27 Großh. Bürgermeisterei All-ndars an der Lumda. Die Zusammenkunst ist °°r. Rein. 2017 mittags 9 »/a Uhr auf der Thal- -sr-7------TT-*----------- schneise am Pflanzgarten. Honverstergerung 0:0^^,11.^1901. | Die auf Montag den 11 März Großh. Bürgermeisterei j| Großenlinden. Iber Anton Reusch Witwe bei Leun. 1994 «enenllänbe hier zusammentreten- ba bie Kammer-1Rantzau unb verheiratet mit einer Prinzessin Isenburg. AuS Fürth i. O wird unferm Berichterstatter mitgeteilt, > Grafen Castell sind protestann^ch, die Grafen Quabt katholisch. ,aß gegen ben dortigen Amtsrichter Stammler z. Z. Er- — - Mittelungen über verschiedene Unregelmäßigkeiten 'M Q5^nd)t5|n(lL Gange sind. — Als der prakt. Arzt Lorentz aus Seligen- Frankfurt a. M., ri'.MSrz. Auf'^hm „regt, es bekanntlich, tabt dieser Tage seinen in bem Orte Hainhausenl^^ August r. I. ew.e größere Smdunz F'etsch mit B-schlag »ur Aufnahme von Bestellungen zu Krankenbesuchen be- belegt wurde, die auö Fulda unter Umgehung der städtischen F'ci aj= ftimmten u daher auf der Sttaße allgemein einoe Briefkasten öffnete, durchzuckte ihn em freudiger Schre t, Inicht gerade von eister Güt« war und deß der Wirt meb'sach als ihm eine ganze Handvoll Postkarten in die Hande flel,I^ che Sendu gen aus Fulda bezogen hatte. Der Borf«ll wäre tvdlssen die er im ersten Augenblick für Bestellungen hielt, aber balb [ön0ft P«rgkssenheli geraten, wenn nicht N« Fuldaer M.tzger wtkd.r- aid LiebeSgrÜße einer «bt.Uung M.ii.ar erkennen mnhtt, di- statt i°r ^‘b"n, bie hübsche Gelegenheit benutzt hatten, ihren Geliebten Grüße und seinerzeit auch eine cnlrüsttte Ettlärung dieser zu senden. Als guter Mensch, wie Herr L. ist, /.r Innung untertorieben bette. W bkfer einen SuatAeittl rofgtn U bet. die Karten in ben nächsten Reichsbriefkasten. — Ueber bie tretun0 der Polizriverordnung über bie ^UWubr erbUlt dd ■ fabrik kommen immer interessantere Einzelhetten zu Tage, ^ frankfurter Zeitung" damals berichtet, datz Frisch fei von dem So ist z. B. festgestellt worden, daß auf dem Büreau regel'-1 obeimeifier der Innung g.lieferi w^den, der edensalls Schwarz h-ißt, mäßig bei Besuch von Reisenden und Geschäftsfreunden, (5^ aber den Vornamen Georg Obwohl Z^ Erleichterung der Verhandlungen) größere Portionen Seiclbtgung6na0c an, und eis er da- pagner vertilgt wurden unb sollen bie vorhanbenen Belege I vom Schöffengericht adgewiesen wurde, legte er Se.u ung rjn. verschiedener Art ganz beträchtliche Summen ausmachen. eo kam her Fuldaer „Fleischschwupg'l" vor d.m Landger'cht noch 'in- -- ---—-------- l . r Beidandluoa, unb dt.se tntete »beinute mit »rettprkwuug. Die Begründung M Urteils ist für di- ganze P^sse von D^eutung, N^MlslhieS. hbem bx8 Ger.cht erklärte, dem Ang.k'agten könne der Schvtz deS * &in Duell soll am Sonntag morgen im Grüne- s "3 des Str. G.-B. nicht versagt werden, denn^r baoe tme botr wald bei Berlin stattgefunden haben. Nach einer Korrespon^ | 3rottttsis g:«?"* wtt hier denz sollen sich gegenüber gestanden haben em F"b!k- “j. “ Direktor Dr. v- aus einem westlichen Vororte Berlins I und dcr frühere Oberleutnant eines Garde°Reg>. WSldtlltULe Ueberstcht der Todesfälle in Gießer ments v. Sch, der am Tage zuvor zur Austragung des nüa)tUU'U)' „ 9 1901 Ehrenhandels von Köln a. Rh. nach Berlin gekommen war 9 Woche. Bom 24. S-dm.r bis 2^ M-r, ü und bei dem Duell durch einen Schutz in die rechte smwohmriechl: .ngeeomme i »u 25 560 (lncl. 1600 Tinniuiucn) Schulter schwer verletzt wurde. Ter Grund zudem s„rbUchI«tt«,isser: S2H8, nach «bmg der Oit-sremd-n 21,98/«. Duell soll eine Ehebruchsangelcgenheit sein, bei der dieI “ln" 1 Frau des Fabrikbesitzers und der Ossizier eine Rolle i spielen Ter verletzte Oberleutnant soll in ein unweit : per Kampfstelle gelegenes Sanatorium gebracht worden ' sein Den Behörden in Berlin und den Vororten ist über die Angelegenheit bisher nichts bekannt. » Die drei neuen Fürsten in Bayern. Prinz- regent Luitpold von Bayern hat drei bayerische Grafengeschlechter zu Fürstengeschlechtern erhoben. Es sind bie Grafen von Castell-Castell, von Castell Rübenhausen unb von Quabt Wykrabt-JSny. Alle brei gehören zu ben ehe mal« reichsstünbischen Geschlechtern, welche im Anfang beß . Hum dritten, und letztenrnale, ver« Iagdverpachinng. fm $Unt IL Die Feld- und Wald-Jagden Bahnhofstraße hier ist bereit, daS Vergebung IX“ben ' von KrückcnbaMtdtittn. Die zur Erbauung einer eisernen Brücke über die Mudersbach Wetter im Zug des Straßen Neubaues Muscheuheim Erda —TraiS-Müuzeuberg nötigen Arbeiten unb Liefer- sollen am ungen sollen im Wege schrift« yz h Mts., nachmittags lichmAngebotS vergeben werden. 21/, Uhr, in der Sänger'scheni A Die Angebote sind bis zum I Gastwirtschaft Hierselbst QUf I VU-ll-lj Dienstag den 19. März 9 Jahre öffentlich verpachtet Sfndfmalh l. I., vormittags 10 Uhr, I werden. IW Hlttzkllkk SlÜvlllllUll. im Amtszimmer des Unterzeichn Die Gemarkung Altenkirchen Montag den 18. März mten, woselbst Pläne, Voran- beginnt etwa 1 Kilometer von yA01, vormittags »VsUhr schlüge und Bedingungen zur dem Bahnhof Bischoffen der sollen i» Kerne- Einsicht offen liegen, abzugeben, im Bau begriffenen Bahnstrecke C ßrftil- lind Westellschskider 0894] Auf sofort! Zugeherin gesucht. Hosmannstr. 10. sucht 1838 des vmnw.rtlich f*r le* «liemrinm teil: y. 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