Nr. 267 «rscheiul täglich mit Ausnahme des Montags. Die Siebener Familien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt* und den „Blättern für hessische Volkskunde" Lrermnl wöchentlich bei- gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7, Adresse für Depeschenr Anzeiger (Kietzen. FmlsprechanschlußNr.51. Zweites Blakt. 151. Jahrgang. Mittwoch 13. November 1901 SiehenerAnzeiger Kr General-Anzeiger v '** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen Annahme von Anzeia« m der für den folgende«! Tag erscheinenden Nr.^ bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt« lungsstellen des In-und Auslandes nehmen An-i zeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Ps^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Der» lag der BrÜhl'fcherr Unioersitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wntko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Politische Tagesschau. Hebet bett Jnsterbnrger Zweikampf liegt eine amtliche Erklärung noch immer nicht vor. Die Entrüstung, die über diese Vorgänge in bürgerlichen Kreisen herrscht, rvird vielfach auch von militärischen Kreisen geteilt. Wenn der Fall Blaskowitz, genau so wie er sich abgespielt hat, auf die Bühne gebracht würde, der Dichter wäre sicher, krasser Uebertreibung und tendenziöser Effekchascherei beschuldigt zu werden; vielleicht würde die Aufführung des Stückes hier und da, namentlich in Preußen, wegen gehässiger Beschimpfung des Ofsizierkorps sogar verboten. Und doch ist der Verlauf der Angelegenheit noch nicht einmal so ungeheuerlich, wie er hätte sein können. Es wäre auch möglich gewesen, daß Leutnant Blaskowitz den einen seiner beiden Gegner, der seine Abbitte annehmen wollte, erschoß und erst dann von dem zweiten Gegner erschaffen wurde. Auch diesen Ausgang hätte die Entscheidung deS Ehrenrats zugelafferu Die Darstellung, die bisher von Insterburg aus erfolgt ist, hat noch keinerlei Widerspruch erfahren. Dagegen wird der Münchener „Allg. Ztg." von „hochgeschätzter und sachkun- diger Seite" über die beiden Offiziere, die ihr Zusammentreffen mit dem sinnlos betrunkenen Leutnant Blaskowitz zur amtlichen Kenntnis ihrer Vorgesetzten brachten, geschrieben: Die Meldung der beiden Artillerieoffiziere war ja formell berechtigt, indesien wäre es im höchsten Grade traurig, wenn das kameradschaftliche Verhältnis überall und immer sich nur von diesem formellen Rechtsstcmdpmckt aus bestimmen ließe. Was hat beim Kameradschaft überhaupt für eine Bedeutung, wenn sie nur zwischen niemals fehlenden Menschen bestehen kann und wenn jede Verfehlung des einen dem andern das Recht giebt. die Pflicht der Korrektheit bis zur Unmenschlichkeit zu treiben? Gott bewahre uns vor solchen Freunden: dann lieber aar keine Kameradschaft l Ueberhaupt soll man den Fall doch nickt so pharisäisch behandeln. Wenn er mm Anlaß genommen wird, mahnend auf die Einschränkung des TrinkunfugS und die Wahrung guter Sitte hinzuweisen, so fft das durchaus zu unterschreiben. Aber einen jungen Menschen, der an einem außergewöhnlichen Freudentage einmal des Guten zu viel thut, so hart zu verdammen, wie das fegt von manchen Seiten geschieht, um den ganzen Vorgang zu rechtfertigen, ist geradezu eme Albernheit, mindestens aber eine Ungerechtigkeit die sich in Gedanken eine WÄt konstruiert, wie sie nicht existtert. Kommt eine solche Sache zur Sprache, so können die vorgesetzten Dienstbehörden natürlich nicht viel chun; sie müssen die Strenge des Gesetzes walten lassen. Das Interesse des Ganzen muß dann unerbittlich über das Schicksal des Einzelnen Hinwegschreiten. Aber der Mann, der einen solchen Fehltrüt eines Kameraden jo zur Sprache bringt, daß gewisse ihm genau bekcnmte Folgen eintreten, sollte genauer überlegen und über den Sinn des Wortes Kameradschaft besser nach allen Richtungen hin nachdenken. Diese Ausführungen über die Kameradschaft sind an sich zutreffend; es kann jedoch Fälle geben, in denen die Anzeige sich nicht umgehen läßt, beispielsweffe, wenn sich der Vorgang vor Zeugen abgespielt hat, die nicht Verschwiegenheit zu beobachten versprechen. Aber keineswegs durste dann „über das Schicksal des Einzelnen hinweggeschritten werden". Wenn in irgend einem Falle, so war es hier geboten, einen Ausgleich zu bewirken, mochte auch den Leutnant Blaskowitz ftir die Trunkenheit und die in ihr verübten Ausschreitungen eine angemessene Disziplinarstrafe treffen. Ein todcswürdiges Verbrechen hatte der Offizier wahrscheinlich nicht verübt, und deshalb mußte sein Tod verhindert werden. Die „Voss. Ztg." erinnert daran, daß die Enffcheidung des Ehrenrats nur den Anschauungen enffpricht, die ganz kürzlich bei einer ähnlichen Angelegenheit zur Herrschaft gelangten. In Metz hatte ebenfalls em fnmloS betrunkener Offizier sich im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit an einem Kameraden vom sächsischen Fußarttllerte-Regimettt No. 12 thätüch vergriffen. Vernünftigerweise erklärte sich der Ofsizier, der schuloig war, zur AbbÄe bereit, als er erfuhr, was er gethan hatte. Und der beleidigte Oberleutnant zeigte sich, ebenso vernünftigerweise, einer friedlichen Erledigung der Angelegenheit geneigt. Was war die Folge? Der Oberleutnant, der nicht auf dem Duell bestand, wurde, obwohl das Offizierkorps des Regiments sich mit dem Ausgleich einverstanden erklärt hatte, auf höhere Anordnung mit schlichtem Abschied aus der Armee entfernt. Ein ofsiziöses Blatt der sächsischen Regierung schrieb damals, es war im Juli 1901: „Aufrichtig beklagen wir den Ofsizier, der gewissermaßen ahnungslos und unter Verhältnissen, rote sie unerfreulicher kaum sein können, den Abschied erhalten hat. Ebenso aufrichtig aber ist auch der Beifall, den wir der entscheidenden Instanz zollen." Es wird also gelobt, daß ein Ofsizier für die friedliche Beilegung eines Konflikts bestraft wird. Sind das die Anschauungen, von denen die Militärverwaltung ausgeht, so hat der Jnsterburger Ehrenrat nur korrekt. gehandelt. Um so nachdrücklicher aber muß dann der Kampf gegen die Ansichten der leckenden Stellen aufgenommen werden, in der Presse, im Reichstag, in allen Kreisen, die gegen unheckvolle Vorurteile Front zu machen berufen sind. Unmöglich dürfen an der Staatsgewalt Dinge für zulässig oder notwendig erklärt werden, wie sie sich in Insterburg zugettagen und um einer Jämmerlichkeit willen einen würdigen, ehrbaren Pfarrer seines hoffnungsvollen Sohnes, eine Braut am Tage vor ihrer Hochzeck ihres Verlobten beraubt haben. Vom Zolltarifentwurf. Die uns heute vorliegende „Nordd. Allg. Ztg." meldet vom 11. d- 3JL: Der Reichskanzler hatte sich heute mittag nach Potsdam begeben, um dem Kaiser VorDeutsches Reich. Berlin, 11. Nov. Der Kaiser hörte die Vorträge des Chefs des Zivil-Kabinetts v. Lucanus. Zum Frühstück beim Katserpaar war der Reichskanzler Graf Bülow gefabelt. — Der Kaiser ließ gestern der ihren 100. Geburtstag feiernden Schuhmacherswitwe Emilie Casper durch ein Schreiben Glück und Gottes Segen wünschen, und ihr eine mit seinem Bilde geschmückte Tasse sowie ein Grtadengeschenk von 300 Mark zugehen. — Wie den „Berl. N. Nachr." zufolge in unterrichteten Kreisen verlautet, wird das Schulschiff „Charlotte" mtt dem Prinzen Ad-albert von Preußett an Bord im Januar nächsten Jahres zeitweise im Golf von Quaenero vor Abbazia gelegentlich des Aufenthaltes der Kaiserin daselbst ankern. Die „Charlotte" soll zunächst den Dezember Wer die Gewässer von Corfu besuchen und Anfang Januar die Adria nordwärts steuern. — Das .heutige „R e i ch s g e s e tz b l a t t" enthält das Abkommen zur friedlichen Regelung internationaler Streitfälle. das Abkommen betr. Gesetze und Gebräuche des Land- krieLes. und das Abkommen betr. die Anwendung der Grun-ätze der Genfer Konvention vom 22. August 1864 auf den Seekrieg, alle drei Abkommen sind Vom 29. Juli 1899; die Erklärung, betr. das Verbot des Werfens von Geschossen und Sprengstoffen aus Luftschiffen oder auf anderen ähnlichen neuen Wagen, die Erklärung betr. das Verbot her Verwendung von Geschossen mit ersttckenden oder giftigen Gasen, und die Erklärung betr. das Verbot der Verwendung von Geschossen, die sich leicht im menschlichen Körper ausdehnen oder platt drücken; alle drei Erklärungen sind vom 29. Juli 1899; die Bekanntmachung betr. die Ratifikation der auf der Haager Friedenskonferenz vom 29. Juli 1899 unterzeichneten Abkommen und Erklärungen und betr. die Hinterlegung der Ratifikationsurkunden, sowie der von den Vereinigten Staaten von Amerika, von Rumänien und Serbien bet der Unterzeichnung und Ratistkation des Mkommens zur friedlichen Erledigung internationaler Streitfälle gemachten Vorbehalte vom 10. September 1901. — Die „Rat. Ztg." vernimmt, der Unterstaatssekretär im Reichsamt des Innern, Rothe, werde demnächst in den Ruhestand treten. Die „Kreuzztg." hört, Konsistorial- rat Re icke, der seit einiger Zeit kommissarisch im Reichsversicherungsamt thätig war, wurde nunmehr zu dessen ständigen Mitgliede ernannt. — Den „Berl. Pol. Nachr." zufolge ist der E n t w u r f eines Bürsengeseyes fertiggestellt, und unterliegt der Beratung der einzelnen preußischen Ressorts. Derselbe soll nach endgiltiger Feststellung den Bundesregierungen unterbreitet werden. — Eine antisemitische Versammlung, in der Graf Pückler-Tjchirne über seine Verurteilungen in Dresden und Berlin sprach, wurde von dem überwachenden Polizeioffizier, der den Redner mehrmals zur Besonnenheit ermahnte, aufgelöst. — Die Einberufung des Kolonialrates, der nun bestimmt vom 21. bis 23. d. M. tagen wird, erfolgt in den nächsten Tagen, zugleich wird auch die Liste der Mitglieder für die neue dreijährige Sitzungsperiode veröffentlicht werden. Dem Vernehmen der „Berl. N. N." nach, wird sich daraus ergeben, daß die Namen der neu ernannten Mittrag zu halten. Heute nachmittag tritt unter dem Vorsitze des Grafen Bulow das Staatsministerium zusammen, um über die von den Bundesratsausschüssen vor- geschlagenen Abänderungen zum Zolltarifenti Wurf und über die in dieser Sache für das Plenum des Bundesrates gestellten Anträge sich schlüssig zu machen. An der Sitzung wird auch Staatssekretär b. Thielmann teilnehmen. Das offiziöse Regierungsblatt macht keinerlei Andeutung darüber, ob die Abänderungen erheblicher Art sind. Aus dem Vortrag des Reichskanzlers beim Kaiser wird der Schluß, daß dies der Fall sei, nicht gezogen werden können. Für weite Kreise der Oeffentlichkeit ist nur die eine Frage von Interesse: Bleibt der Doppeltarif für Getreide bestehen? lind diese Frage durfte, nach allem, was verlautet, zu blähen sein. Ein Fachblatt erfährt, außer der Abänderung der Zölle auf Bleche sei äuch einigen Wünschen der Tex tilindu seriellen auf Abänderung von Zollsätzen ihrer Branche stattgegeben Worden. Es ist anzunehmen, daß nach erfolgter Beschlußsassuna des Bundesrats-Plenums die Abänderungen zur öffentlichen Kenntnis gebracht werden. Warum aber umgiebt man amtlicherseits die Begründung zum Zolltarifentwurf mit dem Schleier des Geheimnisses? Die Begründung umfaßt angeblich nicht weniger wie 6 00 enggedruckte Quartseiten. Immerhin würde schon ein Auszug daraus zur Klärung der Meinungen über den Zolltarif beitragen. Bei jedem anderen wichttgen Gesetzentwurf ist es stets Gepflogenhett gewesen, dem Inhalt der Vorschläge unmittelbar die Begründung beizufügen. Hier soll aber sogar der Reichstag die Tarifvorfage zwar sogleick) nach seinem Wiederzusammentritt, die Begründung jedoch erst später erhalten. Die Begründung ist fertig gefteftt; zweifellos liegt sie dem Bundesrat vor, denn die Beschlußfassung über den Zolltarifentwurf im Ganzen setzt die Kenntnis der Motive und Prinzipien voraus, von denen sich die mit der Vorbereitung der Handelsverträge betrauten amtlichen Stellen haben leiten fassen. Der französisch-türkische Konflikt. ramm h Me Die Beziehungen zwischen Frankreich und der Türkei sind wieder ausgenommen. Der französische Doffchaftsrat Bapst stattete am Montag nachmrttcm dem türkischen Minister des Aenßeren amttich einen Besuch ab. Der Botschafter Constans kehrt einstwelleu nach Konstantinopel zurück, weil es dem diplomatischen Brauche entsprich, den errungenen Sieg äußerlich Lmrch die Mckkehr des abberufenen Botschafters zu markieren. Doch ist es be* schloffene Sache, ihn schon in nächster Zukunft durch einen anderen Diplomaten zu ersetzen. Das französische Geschwader hat Mhtilene verlassen. Ein Teil ist nach Syra gegangen, „Ganlois", „Pothuau" und „Chartern agne" werden in Phochia bei Smyrna Kohlen einnehmen und dann ebenfalls nach Syra weitergehen. Nach einem der „Frkf. Ztg." aus Konstantinopel hat Frank auf die französische Botschaft ausgestellten, beim Credtt Lyonnais deponierten Zolltratten gutgeheißen; falls die Türkei in der Zwischenzett eine größere Finanzoperation ausführt, müssen die noch nicht eingelösten Zolltratten vollständig bezahlt werden. Alle diese Nachrichten zeigen, daß Frankreich den Konflikt als vollkommen beendet ansieht. Ganz besonders be- Deutet die bevorstehende Abberufung des sehr schnerdiaen Botschafters Constans ein großes Entgegenkommen der französischen Regierung. Dagegen ist von türkischer Sette aus etwas geschehen, was die soeben erft, beendeten Zwistigkeiten leicht aufs neue entfachen könnte. Der dieser Tage verstorbene Großvezier Halil Rifaat Pascha ist soeben durch den Justtzminifter Äbdur R.ahman Pascha ersetzt worden. Der Sultan hat Abdur Rahman bereits als Großvezier empfangen. Diese Ernennung hat nicht geringe Ueberraschung verursacht. Abdur Rahman ist, wie es hecht, ein Fanatiker und schwer zu behandeln. Keine einzige fremde Macht kann dem Sultan eine solche, allen Interessen zuwiderlaufende Wahl angeraten haben. Seine Ernennung ist ein sehr starkes Stück gegenüber Frankreich, da Abdur Rahman der einzige Minister war, der sich im Ministerrate weigerte, das Mazbata, das die französischen Bedingungen annahm, zu unterzeichnen. Tas sieht also beinahe so aus wie eine ostentative Herausforderung von Seiten der Pforte. Freilich lväre es ja im höchsten Grade unllug von dem neuen türkischen Premierminister, die soeben verscharrte Sttettaxt wieder hervorzuholen. 'Die französischen Schiffe sind immer noch in türkischen Gewässern, und ein Wink von Paris aus läßt sie dort ihre Operationen aufs neue in verstärktem Maße wieder aufnehmen. Abdur Rahman Pascha wird aber wohl den immer noch recht akuten Ernst der Lage verstehen und sich vor jeder Provokation mit Vorsicht weislich hüten. vor Erregung unbegründeter Hoffnungen bei den Buren. Von Hoffnungen auf deutschen Beistand kann wohl keine Rede sein. Vom Burenkriege. Aus dem Haag meldet W. T. B.: „Der Verwaltungsrat des Haager Schiedsgerichts ist für bett 20. d. M. einberufen, um über den Antrag der Buren auf Entscheidung der südafrikanischen Fragen Beschluß zu fassen." Das Ergebnis werden Phrasen fein, die die Transvaalfrage nicht um einen Deut verändern werden. John Bull wird, das lehrt die von uns gestern wieder- gegebene Rede deö leitenden englischen Ministers Lord Salisbury zur Evidenz, den Krieg in der alten Weise fortführen und sich um fein Schiedsgericht der Welt auch, nur im mindesten kümmern. Englische Blätter teilen heute einen Entwurf eines Abkommens mit England mit, her in der Umgebung Krügers in Holland zirkulieren und von Wolmarans versaßt sein soll. Die erste Bedingung des Entwurfes ist Unabhängigkeit der beiden Republiken. Daneben werden aber eine Allianz mit England und Handelsvorteile für Großbritannien zugestanden. Sobald Krüger dem Entwürfe seine Zustimmung gegeben habe, werde derselbe sowohl den Mächten vorgelegt, als auch den kämpfenden Bürgern rnttgeteilt werden. Die „Birmingham Post" bemerkt, Wolmarans toollo mit dem Entwürfe der Welt beweisen, daß die in Europa lebenden Buren-Flüchtlinge nicht unversöhnlich seien. Auch diesen Friedensvorschlag wird England unbeachtet lassen. Salisbury hat zwar die unglückliche und miswerftandene Aeußerung einer vorjährigen Rede, daß die Buren „keinen Fetzen Unabhängigkeit" behalten würden, dadurch eingeschräntt, daß er von der kolonialen Autonomie sprach, welche die Burenstaaten erhalten sollten, und über Jahr und Tag wird er oder sein Nachfolger sich zu noch mehr Einschränkuugen der Forderungen bekennen; vor der Hand aber haben die Buren nichts zu hoffen — von keiner Seite. Vom Kriegsschauplätze liegen keine Nachrichten, vor. Es heißt nur, Dr. Leyds habe geäußert, er zweffle nicht, daß th.atsächlich ein großes und zur Ausrüstung der von England nach Südafrika unterwegs befindlichen Reiter bestimmtes Remontenlager von den Buren bei Kapstadt aufgehoben worden ist. Dr. Leyds in Berlin. D. B. Hd. meldet uns heute aus Berlin: „Der zur Zeit hier weilende Gesandte der südafrikanischen Republik, Leyds, ist nicht in politischen An gelegen heft en nach. Berlin gereift, und beabsichtigt auch demgemäß während seines auf mehrere Tage vorgesehenen Aufenthalts sich über politische Angelegenheiten nicht zu äußern." Auch nach der „Doss. Ztg." ist Dr. Leyds zu Berliner amtlichen Stellen nicht in Beziehung getreten. Das läßt sich denken; ein solcher Versuch schon erscheint aussichtslos. Die „Nat. Ztg." ist geneigt, die Anwesenheit des Transvaal-Gesandten in Zusammenhang zu bringen mit den Protestkundgebungen gegen Chamberlain. Es sei gewiß kein Zufall, daß Herr Leyds gerade jetzt in Berlin eingetroffen ist und verkünden lasse, er und die anderen Leiter des Buren-Widerstandes außerhalb des Burenlandes seien voll Zuversicht und entschlossen, den Kampf fortzusetzen. Die „Nat.-Ztg." warnt glieder, wie sie dieser Tage verbreitet worden sind, nur zum Teil zutreffen. An Stelle des Geh. Hvfrats Dr. Mehnert aus 'Dresden, der auf die Wiedereinberusung verzichtet hat, besteht die Absicht, einen anderen sächsischen Gelehrten zu berufen. Damit würde die Zahl von 40 Mit- -gliedern wieder voll sein. Weimar, 11. Nov. Sämtliche thüringische Staats- Regierungen haben amtliche Erhebungen über die industrielle Lage Thüringens und die Arbeitslosigkeit an geordnet. Metz, 11. Nov. Ter Reichstagsabg. 2r. Lieber, der hier im katholischen Volksverein sprechen wollte, ist wieder erkrankt. Ausland. London, 11. Nov. Harris, ein genauer Kenner der Lage im Sudan, berichtet in einem Blatte, daß die Mu- hamedanerim Innern von Afrika sich zu einer großen Gesellschaft zusammcngethan haben, um ein größeres Mahdireich zu gründen. Die Muhamedaner machen große Ankäufe von Waffen und wiegeln die Soldaten auf, um sich der Besitzergreifung des Tschadsee-Gebietes durch Frankreich, Deutschland und England zu widersetzen. Amsterdam, 11. %oö. Wie das „Allg. Handelsbl." meldet, ist die Kö n i g i n seit einiger Zeit unpäßlich und hütet das Zimmer. Am Sonntag wurde eine Kranken-, Wärterin nach dem Schlosse Loo berufen. Die Königin- Mutter traf aus Arolsen heute abend in Loo ein. Brüssel, 11. Nov- Die hiesige Polizei wies den französischen sozialistischen Journalisten Leclergu, der in Frankreich wegen eines beleidigenden Artikels zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und nach Belgien geflüchtet war, aus. Paris, 11. Nov. Die Kammer nahm die Beratung über die Vorlage betreffend die Handelsmarine wieder auf. Der Deputierte Dernahy brachte folgenden Antrag ein: Jede Prämie auf Schiffe, welche im Auslande gebaut sind, ist aufgehoben. Für Schiffe, welche im Auslande gebaut sind, wird keinerlei Vergütung oder Vergünstigung gewährt. Der Handelsminister lehnte den Antrag ab; er wurde jedoch mit 256 gegen 235 Stimmen angenommen. Cogoklos, Provinz Granada, 11. Nov- Aus Anlaß der Wahlen kam es hier ^u heftigen Ruhestörungen. Eine Person wurde getötet ein Gendarm schwer verwundet. W i e n, 11. 9iot). Wie verlautet, wird sich die Ähwägerin des Erzherzogs Franz Ferdinand, Komtesse Henriette Chotek, mit dem Prinzen Stanislaus Rad zi will, Leutnant bei den Königshusaren in Hannover, verloben. — Die morgen hier beginnende Bischofskonserenz, der auch der Breslauer Fürstbischof Dr. Kopp beiwohnt, wird sich außer rein kirchlichen Fragen auch mit der Los von Rom-Bewegung befassen und „Mittel und Wege beschließen, um ihr Einhalt zu thun". Es sollen für den gesamten Klerus diesbezügliche strenge Instruktionen ausgearbeitet werden. Budapest, 11. Nov- Im Abgeordnetenhause wurde heut eder Adreßentwurf vorgelegt. Hinsichtlich der mit den auswärtigen Staaten abzuschließenden Handelsverträge weist die Adresse auf die bedauerliche Aehn- lichkeit mit der vor 14 Jahren an den König gerichteten Adresse hin, in der festgestellt wurde, wie nachteilig für Ungarn jene Handelspolitik sei, die gerade von jenen auswärtigen Staaten befolgt werde, mit denen Ungarn in lebhaftester kommerzieller Verbindung stehe, und mit denen Ungarn zugleich Bande innigster politischer Freundschaft verknüpfen. Ungarn hoffe jedoch, daß das Bundesverhältnis einigermaßen mildernd auf diese Gegensätze einwirken werde. Sollte sich diese Hoffnung nicht erfüllen, so müsse Ungarn Fürsorge treffen, damit die das Land treffenden Schäden auf das geringste Maß beschränkt würden, event. man aber auch zu solchen Waffen greifen, welche die Ungarn vom theoretischen Standpunkte aus wohl nicht bllligten, die dem Lande aber durch die Politik der Selbsterhaltung aufgenötigt würden. Athen, 11. Nov- Die Kronprinzessin sieht demnächst wieder einem Familienereignis entgegen. Aus■ diesem Grunde hat König Georg seinen Aufenthalt in Wien abgekürzt und sich nach Athen zurückbegeben. Auch die Königin hat ihre Rückkehr von Rußland so eingerichtet, daß sie zur Zeit der Entbindung der Kronprinzessin hier anwesend sein wird. Petersburg, 11. Nov- In hiesigen Finanzkreisen verlautet, die Regierung werde zum Bau der beiden großen Eisenbahnlinien Petersburg-Wjatka und Moskau- Siedl e e für nächstes Jahr 160 Millionen Rubel bewilligen. Die Linie Moskan-Siedlce, die in erster Linie strategische Bedeutung hat, wird von der Regierung auf Drängen Frankreichs gebaut. New-Iork, 11. Nov. Nicaragua kauft das deutsche Kriegsschiff „Arminius", welches nunmehr als Kreuzer verwendet wird. („Arminius" ist das älteste der deutschen Hafenschiffe, das am 20. August 1864 von Stapel gelaufen und 1865 fertiggestellt war. Es hat eine Wasserverdrängung von 1650 Tonnen und eine Schnelligkeit von 9 Seemeilen; seine Länge ist 60, seine Breite 11, sein Tiefgang 4,2 Meter. Seine Artillerie besteht aus 4 gewöhnlichen Geschützen von 21 Zentimeter und 19 Kaliber langen Rohren und 4 Revolverkanonen von 3.7 Zentimeter Kaliber. Die bisherige Gesamtkopfstärke der Besatzung betrug 130 Mann.) Aus Stadt und Kand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Rachrichten ift'mtr unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) Gießen, den 12. November 1901. LU. Der Privatdozent Dr. Leuteri in Königsberg hat nunmehr den Ruf als außerord. Professor der Ohrenheilkunde endgiltig angenommen. * * Der Bezirksverein „Nord-Ost" hatte für gestern Abend eine außerordentliche Genralversammlung in das Lokal Bourgeois (Brandgasse) einberufen. Der Zweck der Versammlung war die Stellungnahme des Vereins zu den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen und die Aufstellung der Kandidaten dafür. Der Vorsitzende des Vereins Friedberger legte nach einigen einleitenden Worten, in denen er seine Freude über das zahlreiche Erscheinen der Vereinsmitglieder aussprach, den gegenwärtigen Stand der Wahlfrage dar. Es entspann sich sodann eine lebhafte Debatte. Die am Schluß der Versammlung vorgenommene Abstimmung hatte das Ergebnis, daß folgende Herren als Kandidaten nominiert wurden: Stadtv. Emll Schmoll mit 91, Stadtv. Louis Huhn mit 90, Stadtv. Prof. Dr. Gaffly mit 80, Stadtv. Karl Brück mit 76, Metzgermeister Ludwig Pirr mit 75, Schreinermeister Emil Heinrich Müller mit 71, Stadtv. Carl -Orbrg mit 70, Stadtv. Louis Flett mit 67, Schlossermeister Martin Dörr mit 63, Reallehrer Karl Jann mit 61 und Stadtv. Friedrich Helfrich mit 58 Stimmen. • * Ruhestörer Zwei bei einem hiesigen Oekonomen bediensteten Arbeiter, die wegen verschiedener Ungehörigkeiten entlassen worden waren, torkelten in angetrunkenem Zustande in der Marburger- und Steinstraße umher und verursachten einen Menschenauflauf, sodaß ihre Verhaftung erfolgen mußte. Einer von ihnen wird sich auch wegen Diebstahls zu verantworten haben, da er einem seiner Mitarbeiter eine Peitsche entwendet hat, die er verkaufte. Er wurde wegen Diebstahls zur Anzeige gebracht. * * Radaubrüder. Ein renitenter Gast, der mit Gewalt von dem Wirte aus dem Lokale entfernt werden mußte, verübte auf der Straße einen derartig ruhestörenden Lärm, und verursachte dadurch einen Auflauf von Menschen, daß er in dasrPolizeigefängnis gebracht werden mußte. — Ein vielfach vorbestrafter Mensch, der gestern abend in angetrunkenem Zustande in der Schloßgasse lag, mußte in das Haftlokal gebracht werden. Bei dem Transport leistete er den Schutzleuten den heftigsten Widerstand, indem er um sich schlug und sich auf die Erde legte. Auch an groben Beleidigungen gegen die Beamten ließ er es nicht fehlen. Er wurde wegen Widerstands und Beleidigung angezeigt. n Leihgestern, 11. Nov. Ein schneller Tod vereinte gestern das Ehepaar Adam und Katharina Jäger, nachdem es lange Jahre im festen Einvernehmen mit einander gelebt hatte. Beide waren seit längerer Zeit leidend. Gestern nun sind sie hinter einander in einem Zwischenraum von nur wenigen Minuten von ihrem Leiden erlöst worden. d Lang-Göns, 11. Nov. Ein Käsefabrikant, der eine Geschäftsreise in der Umgegend gemacht hatte, befand sich am Samstag Abend mit seinem Fuhrwerk auf dem Heimwege. In Großen-Linden machte er einen kurzen Aufenthalt, da er noch Durst verspürte. Ein Fremder benutzte die Augenblicke, in denen das Fuhrwerk unbewacht war, setzte sich darauf und fuhr los. Vor dem Hause des Betreffenden in Lang-Göns aber blieben die Pferde stehen. Erst nach vielem Anspornen gingen sie langsam weiter. Inzwischen aber war das Fuhrwerk von der Familie des Fabrikanten gesehen worden und man eilte ihm nach. Da zog es der Unbekannte vor, zu verduften. Er sprang ab und ließ den Wagen im Stich. Die Angehörigen aber glaubten nicht anders, als daß ein Unglück geschehen sei, und gingen mit Laternen bewaffnet und von 2 Doggen begleitet auf die Suche nach dem Verunglückten. Die Freude war groß, als sie diesen, der inzwischen den Verlust seines Fuhrwerks bemerkt hatte, in schnellstem Laufe wohlbehalten die Landstraße entlang kommen sahen. Freienseen, 11. Nov. Der Bau der Eisen bahnst recke Laubach-Mücke hat der „Darmst. Zig." zufolge in letzter Zeit besonders in der Nähe von Freienseen, wo bedeutende Schwierigkeiten vorhanden sind, große Fortschritte gemacht. So ist vor allem an dem gewaltigen Damm durch die Tränkbach (im Winkel der Staatsstraße Laubach-Freienseen und des Vizinalweges Gonterskirchen-Freienseen) eifrig gearbeitet worden. In den nächsten Tagen wird auch mit Bohrung des Tunnels durch das Kaff (der Wasserscheide von Main und Lahn, bezw. Wetter und Ohm) begonnen werden. Die Erhöhung des Geländes für die Station Freienseen (zwischen Seenbach, Friedhof und Staatsstraße) ist nahezu vollendet. So hat man wohl Hoffnung, daß die Bahn in etwa anderthalb Jahren fertig ist. Büdingen, 11. November. Wie in der letzten Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses mitgeteilt wurde, wird sich bei dem bevorstehenden Rechnungsabschluß der Jubelfeier des Gymnasiums ein Ueberschuß von etwas über 500 Mk. ergeben. Dieses erfreuliche Ergebnis wird sich auch nicht mehr viel ändern, trotzdem noch fortgesetzt Anforderungen an die Kasse gestellt werden. Im Laufe des Januar wird der große Ausschuß nochmals zusammentreten, um die Rechnung abzunehmen und endgiltigen Beschluß zu fassen über die Verwendung des Ueberschusies, der jedenfalls in irgend einer Form dem Gymnasium zu Gute kommen dürfte. — Anscheinend machen sich die Folgen der Arbeitslosigkeit auch in hiesiger Gegend unangenehm bemerkbar. Schon vor dem Einbruch im Pfarrhause zu Glauberg versuchte ein Dieb sein Glück beim Gemeinderechner in dem nahen Orleshausen. Ein Knarren der Diele ließ den Rechner um Mitternacht erwachen. Er begab sich in das Nebenzimmer, wo er einen Mann antraf, der, vor einem Schrank stehend, ein Licht in der Hand hielt. Sofort ergriff der Einbrecher auf den Zuruf des erschrockenen Rechners die Flucht durchs Fenster und entkam unerkannt. — Des Einbrechers im Pfarrhause zu Glauberg ist man bis jetzt noch nicht habhaft geworden; man nimmt an, daß er einen Genossen gehabt habe. Darmstadt, 11. Nov. Zwischen der Stadt Offenbach und dem Eisenbahnkonsortium Darmstädter Bank-Hermann Bachstein-Berlin ist unter Mitwirkung des Großh. Hessischen Finanzministeriums eine Verständigung dahin erzielt worden, daß die Stadt Offenbach die projektierten elektrischen Straßenbahnlinien innerhalb des Stadtgebietes und das Konsortium die Vorortbahn Offenbach-Jsenburg-Sprendlingen-Langen mit Anschluß an den Bahnhof Isenburg der Main-Neckarbahn herstellt, wobei die Züge der Vorortbahnen die städtffchen Gleise mit benutzen und durch die ganze Stadt Offenbach geführt werden sollen. b. Bingen, 11. Nov. Auf einer am Samstag hier abgehaltenen Bezirks-Lehrerkonferenz wurde die Frage erörtert, welche Bedeutung die ansteckenden Kinderkrankheiten für die Schule haben. Als grundlegende Forderungen für die Bekämpfung der verschiedenen ansteckenden Kinderkrankheiten erachtete es der in der Konferenz anwesende Kreisarzt von Bingen, daß bei jeder derartigen Kinderkrankheit innerhalb drei Tage ein ärztliches Zeugnis über den Krankheitsfall beigebracht werde. Die Konferenz einigte sich dahin, die Regierung zu bitten, bezüglich der rechtzeitigen Ausstellung ärztlicher Zeugnisse auf dem Verordnungswege einzuschreiten. Hanau, 11. Nov. Auf der Tagesordnung für die nächste Stadtverordnetenversammlung ist auch die Bewilligung von 20 000 Mk. zur Inangriffnahme für S t r a ß e n- b aut en zwecks Beschäftigung von Arbeitslosen vorgesehen.— Sozialdemokraten haben für die demnächstige Stadtoerordneten- wahl vier eigne Kandidaten aufgestellt, darunter auch den Reichstagsabgeordneten Hoch und den Dr. med. Wagner. Vermischtes. * Halle a. d. S., 11. Noo. Der Brauer Henze er- schoß aus Eifersucht die Arbeiterin Gottbehüt und darauf sich selbst. * Görlitz, 11. Nov. Der 70jährige Ausgedinger Schulze in Rothenburg durchschnitt seiner Ehefrau die Kehle und tötete sich dann selbst. • Greiz, 11. Nov. Großfeuer äscherte einen Teil des Ortes Wildetaube ein. Es wird Brandstiftung vermutet. * Dresden, 11. Nov. Im Hause Gärtnergasse 8 wurden der 28jährige Schlossergehilfe Leinert und seine Geliebte, die 21jährige Schneiderin Mark, erschossen aufgefunden. Die That dürfte bereits in der Nacht zum Freitag geschehen sein. Das Liebespaar ist anscheinend mit beiderseitigem Einverständnis aus dem Leben geschieden, weil von den Eltern des Mädchens einer ehelichen Verbindung mit ihrem Geliebten Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Universitäts-Nachrichten. Darmstadt, 10. Nov. Am 7. 9loüembcr beging Geh. Oberbergrat Prof. Dr. Lepsius, Dozent für Geologie an der Technischen Hochschule und der Erhöhter des neuen Nauheimer Sprudels sein 25jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß beabsichtigte die Darmstädter Studentenschaft, dem Jubilar einen Fackelzug darzubringen, was von demselben aber dankend abgelehnt wurde. Eine Deputation des Studenten-9lusschusses wird Prof. Lepsius die Glückwünsche der Studierenden der Darmstädter Hochschule übermitteln. Theater, Kunst und Wissenschaft. — Bom Schillcrpreis. Ter „Reichsanzeigcr" veröffentlicht ein königl. Patent bctr. A b ä n d e r u n g der Bestimmungen des von Wilhelm J. am 9. Februar 1859 gestifteten Schiller- vreis es „zur besseren Verwirklichung der von dem Stifter gehegten Absicht." Danach besteht der Preis in einer Geldsumme von 6800 Mk. nebst einer goldenen Denkmünze im Wert von 340 Mk. Derselbe gelangt alle 6 Jahre zur Verteilung. Für den Preis kommen die dramatischen Werke lebender deutscher Dichter in Betracht, die in den letzten 12 Jahren bis zu der Beschlußfassung der Kommission hcrausgegeben oder in dieser Zeit zum erstenmal auf der Bühne aufgeführt worden sind, desgleichen solche Werke, die in diesem Zeitraum versaßt' sind und der Kommission besonders ein- gereicht werden. Wenn die Kommission mehrere Werke des Preises würdig erachtet, hat sie dieselben in ihrem Bericht unter Angabe der Reihenfolge namhaft zu machen. Die Aus wähl unter diesen Werken behält sich der Kaiser vor. Sollte der Preis nicht zur Verteilung gelangen, so kann nach Verlauf der nächsten fechs- lahrigen Periode der Geldpreis für das alsdann gekrönte Werk verdoppelt werden, oder es sind geeigneten Falls zwei Preise zu erteilen. Bei Mangel an preiswürdigen Werken wird eine dem Geldpreis gleichkommende Summe nach Einziehung von Vorschlägen der Kommission auf eine oder die andere Weise zur Anerkennung und Förderung deutscher Dichtkunst verwendet werden. Diese Bestimmungen kommen das erstemal für den am 10. November 1902 zu erteilenden Preis zur Anwendung. . Kandel und Derlühr. Volkswirtschaft. Gießen, 12. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 1,10—1,30 Mk., Hühnereier pr. Stück 7—8 Pf., 2 Stück 00—00 Pf., Käse pr. Stück 5—8 Pf,. Käsematte 2 Stück 0—0 Pfg., Erbsen pr. Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfg., Tauben pr. Paar 0,70—1,20 Mk., Hühner pr. Stück 1,00—1,20 Mk., Hahnen pr. Stück 0,70—1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,20—2,50 Mk., Gänse pr. Pfd. 54—62 Pfg., Ochsensteisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 64—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,00—3,30 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Äepfel per Pfd. 8—14 Pfg., in Körben 12—15 Pfg. Trauben 35—50 Pfg., Tomaten per Pfd. 18—20 Pfg. — Eine neue Krupp-Anleihe. Die Verwaltung oet Schiffs- und Maschinenbau-Aktiengesellschaft „Germania" in Kiel wird in einer außerordentlichen Generalversammlung am 3. Dezember die Ausnahme einer Anleihe von 20 Millionen Mark beantragen. Bekanntlich ift die Germania- Gesellschaft seit 1895 von der Firma Krupp auf 25 Jahre gepachtet und sie erhall für diese Zeit eine von der Firma Krupp garantierte Dividende von 4l/e pEt. In Wirklichkeit ist die projektierte Germania-Anleihe also eine Krupp-Anleihe, für die auch die Firma Krupp garantiert. In dem Pachtvertrag ist übrigens vorgesehen, daß innerhalb der Vertragsjabre die Firma Fnedr. Krupp das Recht hat, die Gesellschaft mit sämtlichen Aktiven und Passiven für den Preis von 6325000 Mk. zu übernehmen. Sie muß jedoch den Aktionären das Angebot machen, die Aktien innerhalb 3 Monate mit 115 pEt. zuzüglich Stuckzinsen einzulösen, sowie sämtliche dabei entstehende Unkosten zu tragen. Zwei Jahre vor Ablaus des Vertrages haben die Aktionäre darüber zu entscheiden, ob Friedr. Krupp die Werke übernehmen soll oder ob dieselben für eigene Rechnung weitergeführt roeroen. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) n. Gießen. Ihre Vermutung, daß die am Schluß des Aufsatzes des Herrn F. über „Krankenkassen und Aerzte" angegebene Steigerung des Honorars der Aerzte von 3,9 pEt. irrtümlich ist, ist begründet. Sie beträgt nicht 3,9 pEt., wie es da infolge eines Druckfehlers heißt, sondern 39pEt. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 12. Nov. Nach deu „B. P. N." Es darf angenommen werden, daß der im preußischen Handelsministerium aufgestellte Entwurf eines Börsengesetzes die Zustimmung des Staatsministeriums finden wird. Man soll beabfichtigen, den Entwurf, sobald et endgiltig sestgeftellt ist, den Bundesregierungen zur Kenntnisnahme und Begutachtung zu unterbreiten. Kassel, 12. Nov. Die Maschinenfabrik Henschel u. Sohn überwies heute anläßlich des Geburtstages der Frau Geheimrat Henschel den Beamten und Arbeitern 300 000 Mk Tilsit, 12. Nov. Für die Landtagsersatzwahl im Kreise Tilsit stellen die Lithauer zum erstenmal einen nationalen Kandidaten ans itnb zwar den Reichstagsabg. Gutsbesitzer Matschull. Die Agrarier nominierten den Landwirt Sanlus Roheisen. Lemberg, 12. Nov. Der vor einigen Tagen angekün- digte Empfang von 30 Notabilitäten der Kongreßpvleu beim Zaren fand in Cziernewice statt und hatte keinen poli- titischeu Charakter. In der Abordnung befanden fich auch einige Russen. Namens derselben hielt Fürst Radziwill eine Huldigungsansprache. Die Abordnung wurde zu einer Galavorstellung im Hoftheater zugezogen. _______ Kassel, 12. Nov. Eine von ca. 1900 Niännern und Frauen besuchte Protest-Versammlung des Alldeutschen Ver- ’S € November Wetter Z bi 6=0 1 lin9 Geh. Telephonischer Kursbericht- vormals F. Leitzow & Co Cassel Cassel. Ausstellung in der ersten Etage. Ausstellung in der ersten Etage. Ganz besonders empfehlen wir: 7429 Die durch das Auslegen im Schaufenster etwas entwerteten Waren verkaufen wir spottbillig! 04617 Wähler, die nur das städtische Interesse im Auge haben. Mehrere Bürger. 04618 Der Vorstand 7428 2» 926 7“ 4 2 2 743,3 742,9 741,6 72 83 83. 11. 11. 12. Großen Posten Kleiderftoff-Refte — Gardinen-Reste — Schürzenstoff-Reste. Großen Posten Leinen-Reste — Bettsatin-Reste — Jaquesftoff-Reste. Großen Posten Hemdentnch-Reste — Piquö-Stoffe — Damentuch-Reste. Großen Posten Blusenstoff-Reste — Handtuch-Reste. Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütto . . . Bochum .... Harpener . . . , Gießen Marktstraßc 17 4- 8,9 64 — 6,7 6,1 — 6,6 6,0 9,3° C. 6,5° C. beb. Himmel Stnh. Himmel bero. Himmel Balser, Ernst, Papierhändler. Brück, Karl, Stadtverordneter. Emmelius, Louis, Stadtverordneter, tlaffky, Professor Dr., Stadtverordneter. Helfrich, Friedrich, Stadtverordneter Flett, Louis, Stadtverordneter. Huhn, Ludwig, Stadtverordneter. Jann, Karl, Reallehrer. Orblg, Karl, Stadtverordneter. Pirr, Ludwig, Metzgermeister. Schmall, Emil, Stadtverordneter. «zeiget. $ harf llliaisterb-a taW* Geheiß et* ^rauj w Meftau p Äii Pln9 vex- f.Cr9QÜe 8 Ihne ■ des $ teils ter Angat, unter buft: i Preis ni: chften sch fronte L iei Preise d eine b Porsche ilnerfeir.', . Dieses oembtr M ■inen W sBE iirt n re6Po1 einen W aucht-E vldiM teüuvs15 Höchste Temperatur am 10. bis Nieorigste „ , 10. „ Gießen, den 12. November 190L 7431 Todes-Anzeige. Gestern abend verschied unser liebes Töchterchen Lina im Alter von 3*/a Jahren. Familie Christoph Steih. am Jäger, Schmied, Die Beerdigung findet Donnerstag den 14, d. Mts., nachmittags P/a Uhr, in Leihgestern statt. I 11 T odes-Anzeige Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unsere innigst geliebten Eltern, Schwiegereltern und Grosseltern Familie Faber. Leihgestern, den 11. November 1901. Z424 und Katharine Jäger heute nachmittag 21/* Uhr im Alter von 61 und 60 Jahren nach schwerem Leiden sanft im Herrn entschlafen sind. Kaiserseet Flasche vrr. 3.-. Adler-Drogerie, Seltersweg 89. Bienenhonig ß zu haben Seltersweg 57. Duftträger Zimmer- und Kleider-, Parfüm in Pastillenform end verschiedenen Gerüchen, empfiehlt 6933 Victoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktstraeso b. ‘ty ■ M Näheres bei Stein & empfiehlt 7408 Blattes abgeben zu wollen. mieten. LafeMavier billig abzuaebe». Naiveres Siodheimerpraße 56. Gestern abend 8% Uhr verschied sanft nach 14tägigem Kranksein unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel 7480] Landgraferrstr. 5 sind pr. 1. April 1902 zu vermieten: 3 Wohnungen mit je 5 " 1 Mansardenw. mit 8 Die Beerdigung findet Donnerstag den 14. d. Mts., nachmittags 8 Uhr, vom Trauerhause, Grünbergerstr ässe 4, aus statt. 7418 prim Wachau Kaviar empfiehlt innurfeinstenQualitäten khrrstillll Wallensels. 17 Marktplatz 17. Am Kriegerdenkmal. Telephon 862. — Gegründet 1826. Pit sparsame Lausfra» verwendet Der Trauergottesdienst findet statt: Mittwoch den 13. November, nachmittags um 21/, Uhr, in der Stadtkirohe zu Grünberg. Ffte. Gothaer Eervelatwurst Echte Frauksurter Würstcheu Kieler Büikliuge u.Lprotte» Fciuße Brabautcr Sardellen la. holl. Lollhcringc marinierte Heringe Rollinögse Sardinen Kerthlt Koch, geb. Brennemann, Mathilde Collin, geb. Koch. Theodor Koch. Wilhelm Koch. Kina Lampas, geb. Koch. Johanna Koch. Margarethe Schultz, geb. Koch. l>r. J. Collin. 7411 Hans Collin» Grünberg, Giessen, Berlin, Cincinnati, Parchim, den 11. November 1901. F» Schott, Bahnhofstrasse. Telephon 330. Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 12, November 1901. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute morgen um 4 Uhr entschlief Banfe im 66. Lebensjahre unser guter Gatte, Vater, Bruder, Schwiegervater und Grossvater der evangelische Pfarrer in Grtinberg Karl Koch. ►er Suppen, Saucen, Gemüse, Salate u. s. w. Wenige Tropfen genüge«. Stets frisch zu haben bei 7214 Ludwig Koth, Wallthorstraße. sichte« - BauMzer erste Qualität bis 30 Meter Länge it oder ohne Rinde, werben der der Hand preisw. abgegeben. K. ZSeymenvurg Lang-GönS 7800 Gasthaus zum Schwanen. Sofort uche gut möbl. Wohn- u. Schlafzimmer oder 1 großes Zimmer ev. mit ganzer oder teilweiser Pension. Bedingung: rubige, luftiae Lage, reinliche, freunoncye. Bedienung. Klinikennähe bevorzugt. Off. mit Preis sofort erbeten an die Exped. ds. Bl. unteres. H. 7429. Mm-Maa der Firma Carl Sohröter Sühne, Hanau a. M., eohmeoki und bekommt vorzüglich, Arrak-Punschessenz Rum-Punschessenz Arrak de Batavia tum de Jamaica Deutsche u. franz. Kognaks verschiedene ff. Liköre Tabak, Cigarren u. Cigaretten Zimmerwohnungen mit Zubehör fit der Crednerstraße; daselbst per 1. ^ebntar bezw. 1. April 1903 drer schöne 5-Zimmerivohnrntgeit mit Zubehör. Näh. Baugeschäft Wtnn. ^aselochs, 18 Mon. alt, sprung- y fähig, Vogelsberger Rasse, i verkaufen. 04599 Georg Lenz IV., Lützellinden. Friedrich Weeg Grossh. Kreisamtsgehilfe im Alter von 52 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Bernhardiner, § Jahr alt, treu, wachsam, sehr nes Tier, billig zu verkaufen, gl. eine Eollierüde, IS Woch. Großer Steinweg 21. Laden Ltudenplatz, Ecke Wallthorstr. sofort bis 1. Januar als AuS-> stellungs. oder Verkaufsraum (nicht Ausverkauf) zu vermieten. Näheres bei 7410 Carl Retter Schulstraße, Ecke Sonneustr. 5907s Am Brandplatz neben der Ka crne sind zwei kleine tc ^et bis fünf Zmtmern alsbald zu verm. Näh7 Frankfurterstr. 29. Arbeiter können Kost u. Logis y erhalten.__ Mäuöburg 3. Gut möbl. Zimmer zu verm. 04560 Stephanstraße 32, I I I. Einfach mobl. Zimmer zu vermieten.__________Asterweg V. 04575) Äöbl. Zimmer zu vermieten.Neuenweg 30. Für Studeilteil oder Muer. I 1 Frack mit Weste für schmale ges. Bevorz.w. solche, wo ein8'/,i. Figtlr, bitt. z. verk. Ludwigstr. 35. ges. Knabe tagsüber Aufs. u.Beköst, 79| -1 f1 ,3m . H°u'° «“%: ,u.sch« fträne 44 ift bie 2. Etage, 7 bis —' i------4---- 8 Zimmer mit allen Beguemlich- öÄlL8uIIl'86ü6 “ ketten, großem Gartenanteil usw.I . £ per sofort, eventl. später, preis' ^f'lcht.^ Steins Garteu. wert zu vermieten. 04615] Kräst. Hausbursche ges. Näheres daselbst im 1. Stock. Hermann Euler, Mäusburg. 5 Zimmer mit Zubehör zu vermieten. braves, christliches Mädchen, das ÜSc>8 s. Huhu, etwas kochen kann und alle HauS° ungen mit allem Zubehör, elegant . braves Drcustmadchcn per eingerichtet, alsbald zu vermieten ^ort gesucht. 07426 Nähere- bei ^rau Ha-user. Louls Sony, Bahnhofstrape 27. ass »• I iw» Saias Bad und Zubehör per 1/Januar 1902 zu vermieten. Näheres Bau- geschäft Winn.______________ wegzugsha^ber ISS KlViSMMzl —' -----------—----1 Aus de,n Universitäts-Fonds 6765] Hofmannstraue 7, in können Ende ds. Alts. 14- bis der Nähe des BahnhosS, ist der 15000 Mk. gegen 41/, 7« auf mittlere Stock, bestehend aus fünf gute, erste Hypothek ausgeliehen Zimmern mit Gartenanteil und werden. allem Zubehör, per sofort cm Gießen, den 4. November 1901. ruhige Familie zu vermieten. Großh. Universitäts-Rentamt Kn ftinlieroarten Ludwigstraße 4 sinden Kinder von 3 bis 6 Jähren jederzeit liebevolle Ausnahme. Meldung von 9 bis 12 Uhr. Glise Scharge, 04500 gepr. Kindergärtnerin. Heirat vermittelt llvlvllv Frau Krämer, Leipzig, Brüdoretr, 6. Auwknnft gegen 80Pf. 7205] Student erteilt gründlichen Nachhilfeunterricht in Mathematik an Schüler des Gymnasiums oder Realgymna- siums. Näh. Südanlage 8. Student, Realgymn.-Abit., aiebt w Nachhilfe in allen Fächern, auch Klavierunterr., Konoers, für Ausländer rc. Offerten u. 04582 an die Expedition dieses Dlisttes. 04600] Ludwigsplatz 4, 3. St., W eime r.________ 1—3 gut möbl. Zimmer zu venn. ] ftiifhprMUfpilt 'nderGe- 04603] 1—8 Zimmer an Stud. „ markung billig zu vermieten. Neustadt 79.1 ^aun»l»ach°Wrßmar surd vom MöbllZimmerm.Schlafkabinett tl rttftlilt h dtt sos.zu verm., auch getrennt. [04618 PNVlll ltiUVUl Mheres Weserstraße 4, parterre, erteilt: Näheres in der 7414] Frdl. möbl. Zimmer mit Exped. d. Blattes. 7185 Kab. zu verm. Frankchrterstr. 40, 3. or — *---r~i -. ' —yr;?,,-! '»u,—Ti------ch-- 7393] Am Samstag, dem 9. ds. l Zimmc- -m rouvben auf b-m Sffiege i b‘ der Tumhallo zum B°hnh°s ___—^."llÄorstrnßk 46, 1. St. (olgenbc Erden verloren. Ellern. , 7409] 2 unrnobl. Zimmer, in-1 Kreuz 2. Kl., Kriegsdenkmünze von einandergehend, sof. an rilh. Herrn 1866 und von 1870/71. sowre die oder Dame zu vermreten. Carl Eentenarmedaille. Fmder wird Retter, Schuljtr., Ecke Sonnenstr, gebeten, dieselben gegen Belohn- 7173] AtöblierteS Zimmer zu rmg in der Expedition dieses vermieten. Dammstr. 42, II. Blattes abgeben zu wollen. 14./11.1901, abdS. S Vrtthr: Dersammtung ______tm Caf4 Ebel. 7415 Ä £Va Sektion Giessen D. & Oe. A. V. DouuerStag, November, abends 8'/, Uhr: SektionS- v abend im BeremÄlokel, Werdig. (Offcnr Strih MKWWW Du vrvlmufeii WWMMM DdW 9«•* sf; Ca ■sj viermal^ NedattvM' und D- Schale Adresse für Anzeiger ssernsptt^ M < -.'Ubaverbe des 20- die gegen' Kommende wird sich iininde ,r nanut, d< seiner hc Archenbn o>ericht U siirchtet^ Choren sicher ma Den Berf März d. 'Lauernge und in sc Meißle unb Räul Lteindlba ivie Äiattl gesetzen ü KuberhL Lpitze ein Die man zeichnet, ' mit And Hohenried Mall (er ist c Dachau, wegen z schaftlich llnte ist Moni folgte 6rj maier iin. die Werfol. genommen. Mimmtz Anühat \\ vom 2. $ Lrädtchen ochreinn an und geben. ' entfernt« Räuber Am beraubte Weise, 1 an den wenn m in Der H folMg ein Kreis in gewiss sagte ma Zuletzt \ Ta cichtigt, Geifenho Seiten Q von 25 möglich das Geb« Kneißl h Erst als Itündiger einer Eff die einb- °hne zu Schi schmetteri luike HU man ein haben s. £ in der $ l'chm Su: Handlung tt - d-l ?efien ih> M verst äu erivar Fecklbul rrordez Mtsanv Ewiger 3