Nr. 2«7 Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Mittwoch 13. November 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme bed Montags. >i« Glehener FamMe«. lätter werden dem Aasiger im Wechsel mit em »Hess. Landwirt" -nd den .Blättern für hessische Volkskunde" rermal wöchentlich bei* gelegt. ’eboftion, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. ldresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. HernsprechanschlußNr.bl. GietzenerAnzeiger ’ur General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen B Annahme von Auzeiae» zu der für den folgende» Tag erscheinenden 9hcJ bis vormMagS 10 Uhr. Alle Anzeigen-Dermitt* lungsslellen deSJn-und Auslandes nehmen An* zeigen entgegen. ZeuenpreiS: lokal ILP^, auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unwersitäts - Druckerei (Pietsch Erbens Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witt ko; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Bekanntmachung. Es N7ird hiermit zur Kenntnis gebracht, daß für Bezirk lir. 29 (Provinz Oberhessen und Kreis Wetzlar) der Sektion VI er Spedittons-, Speicheret- und Kellerei-Berufsgenossenschast '-»err L. Schüßler, in Firma Emil Pistor Nachfolger, zu Hießen zum Vertrauensmann, und Herr Richard Wallen- els, in Firma Wallenfels u. Sauer, zu Gießen zu dessen Stellvertreter, mit Wirkung vom L Oktober 1901 an, bestellt vorden sind. Gießen, 9. November 1901. Giwßherzogliches Kreis amt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. Krlranntmachung. ßetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Garbenteich; hier die Arbeiten deS III. Abschnittes. Mittwoch, 27. November l. I. findet die Ueberweisung >er neuen Grundstücke und die Versteigerung der Mafsegrund- tücke an Ort und Stelle statt. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Gemeindehause zu Narbenteich, woselbst auch die Verfteigerungsbedingungen be- 'annt gegeben werden. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationsarbeiten können auf den überwiesenen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden. 2. Eigentumsveränderungen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen und Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Artsführung dieser Arbeiten notwendig werden, nlüssen die neuen Eigentümer dulden. Em hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird dem neuen Eigentümer nach dem Bonitätswert vergütet bezw. zugeschrieben. Friedberg, 8. November 1901. Der Großh. Feldberemigungskommissär. Spamer, Kreisamtmann. Das „Gemeiugrrt Aller". In unserer auf das Praktische gerichteten Zeit ist es für eine einzelne Lehre schwer, sich duvchgurtngen, zu allgemeiner öffentlicher Beachtung. Der Bodenreformtheorie ist diese schwere Arbeit gelungen. Der erste Vorkämpfer ber Bvdenrefornrideen ist der Amerikaner Henry George. George ist einer der interessantesten CharaktLrköpfe der neueren Zeit. Als Ameri- kaner natürlich self made man, ist er ans einem Setzer- (ebrling durch privates Studium und scharfes Erfassen wirtschaftlicher Vorgänge einer der hervorragendsten volkswirtschaftlichen Schriftsteller der Welt geworben. In New-Aork selbst errang er sich ein solches Ansehen, daß er von einer großen Partei als Kandidat für die Bürgermeisterwahl aufgestellt wurde. Aber sein durch Entbehrungen schwächlich, gewordener Körper erlag den Strapazen des amerikanischen Wahlfeldzuges vorzeitig. George's ltt- terarisches Hauptwerk, das beute in alle zivilisierten Sprachen übersetzt ist, trägt den scharf pointierten Titel „Fortschritt und Armut". Man mag sich zu den darin niedergelegten Gedanken stellen, wie man will: das Eine müssen auch seine Gegner zugeben, daß man in der ganzen volkswirtschaftlichen Litteratur kein Buch findet, das mit einer solchen packenden Gemütskraft, einer solchen Anschaulichkeit und Fülle der Gedank«r und Sprachgewcckt geschrieben ist. Bon den Amerikanern kommt dem Verfasser Carvy, von den Deutschen Friedrich List am nächsten. „Fortschritt und Armut" betitelte er dieses Buch, weil ihm das nrerkwürdigste Problem der Zeit die Thatsache zu sein schien, daß mit dem Fortschritt auch die Armut wachse, daß in den größten Städten neben dem höchsten Luxus auch die schrecklichste Armut vorkomme. Die'letzte Ursache dieser Erscheinung, wie überhaupt des ganzen sozialen Elends scheint ihm die Steigerung des Booenwertes und die Erhöhung der Grundrente. Alle Errungenschaften des Fortschritts kommen nach chm nur dem Grund- und Bodenbesitz zu Gute, während Kapttal und Arbett leer ausgehen. Dieses Uebel könne mit der Wurzel nur dann ausgerodet werden, wenn der Urzustand wieder hergestellt, wenn das Land, der Grund und Boden wieder zum Gemeingut Atter, des Staates, gemacht werde. Aber George denkt dabei nicht an eine Konfiskation oder Beraubung der jetzigen Eigentümer; denn er ist ja weder Sozialist noch Kommunist. Wer jetzt das Land besitzt, sott im Besitz der freien Verfügung bleiben. Die Allgemeinheit soll sich damit begnügen, die Rente durch eine Steuer auf den Grund und Boden sich anzueignen. Dann würden alle übrigen Steuern Wegfällen; auch der Grundbesitzer brauchte sonst keine Steuern mehr zu zahlen. George weiß uns die Vorzüge seines Vorschlages mit so glühenden Farben zu schildern, daß man gleich zugreifen möchte. Wer „Leicht bei einander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen". Und noch niemals ist eine große Theorie In ihrer vollen Reinheit in die Praxis übertragen worden. Dies gilt ganz besonders von Georges Theorien. Sie kollidieren mit so vielen überkommenen Anschauungen und Einrichtungen (man denke nur an die Hypothekenbanken mit ihren 6 Milliarden Mark Pfandbriefen), daß sie auf den ersten Blick als Utopie erscheinen mußten. Wer die Ideen Georges haben sich schon zu Lebzeiten desselben, noch mehr aber seit seinem Tode (1897) unaufhaltsam ausgebreitet, so in Amerika, in Austtalien, in England, der Schweiz und besonders auch in Deutschland. In Deutschland steht an der Spitze der Agitation der „Bund der Polnische Tagesschau. Eierverkaufsgenosienschaften. Die Deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftskorrespondenz des Herrn Geheimrat Haas schreibt: Ausscheidung entbehrlicher Glieder des verteuernden Zwischenhandels, das ist eine wirtschaftliche Entwicklungstendenz, die sich in der Gegenwart auf vielen Gebieten offenbart. Selten hat sie indes zu so großem Nutzen für Produzenten und Konsumenten geführt, wie das durch die Aufnahme des genossenschaftlichen Eierverkaufs geschah. Dieser neue Zweig am starken Baume der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbewegung zeigt ein erfreuliches, kräftiges Wachstum, denn zahlreiche Molkereigenossenschaften, Ein- und Verkaussgenossenschasten, Geflugelzucht- ü er eine, dann aber spezielle Eierverkaufsgenossensck^rfteu haben sich ihm neuerdings gewidmet. Ein so lebhafter Aufschwung ist ftetlich sehr begreiflich, wenn man erwägt, wie schlecht und teuer auf diesem Gebiete bisher der Kleinhandel auf dem Lande funttioniert hat. Verfolgen wir einmal den Geschäftsgang, so sehen wir immer mit geringen Variationen dasselbe unerfreuliche Bild. Der Eiermifiäufer fährt von Ort zu Ort und kauft ohne Wahl alle Eier auf, die ihm augeboten werden. Für ihn ist Ei Ei. Unterschiede zwischen großen und kleinen, guten und schlechten, sauberen und beschmutzten Eiern kommen für ihn nicht in Betracht. In seinem Lager hebt der Händler dann die Eier, die schon bei den Landwirten vor tangerer Zett gesammelt wurden und daher ziemlich alt sind, so lange auf, bis er eine genügende Ladung absenden kann. Ohne genügend gereinigt und sorüert zu sein, gelangen alsdann die Eier häufig nur mangelhaft in Tonnen mit Häcksel verpackt zum Versande. So ist es kein Wunder, daß die Eier an Qualität sehr eingebüßt haben, wenn sie nach langer Zeit endlich an den Konsumenten gelangen, der für diese zweifellos minderwertige Ware noch recht hohe Preise zahlen muß. Bettachten wir dagegen die Preise, die von den Händlern an die Landleute gezahlt sind, so finden wir, daß dieselben in keinem Verhältnisse zu den Marktpreisen der Großstadt stehen und erheblich niedriger sind. Diese Uebelstande beseittgt der genossenschaftliche Eierverkauf, denn mit aller Energie drängen die Vereine dahin, daß nur frische, saubere, reine Eier in sorgfältiger Sortierung und guter Verpackung zum Verkauf gelangen. Stempelung der Eier, ihre Durchleuchtung mit der Eierlampe dienen in Verbindung mit empfindlichen Konventionalstrafen der Erreichung dieses Zweckes. Die so gesammelten und untersuchten Eier werden nun von der Geschäftsstelle der Genossenschaft, so rasch wie möglich in den Verkehr gebracht, und zwar finden sie bei Großhändlern, Hoteliers, Besitzern von Kuranstalten, aber auch bei Privatkunden guten Absatz. Ohne höhere Preise als bisher an den Händler zu zahlen, erlangen die Konsumenten so den überaus großen Vorteil, gute frische Eier zu erhalten. Die Produzenten ihrerseits sind gleichfalls zuftieden, denn durch Ausschaltung des Zwischenhandels verwerten sie jetzt ihre Eier um 20, 30, ja selbst 50 und 60 Prozent höher, denn früher. So liegt in den Eierver- kaufsgenossenschaften ein bedeutsames Mittel zur Hebung der Rentabilität der Hühnerhaltung, und damit der wirt- deutschen Bodenreformer", dessen Leiter A Damaschke ist Anhänger der Bodenreform sind auch die Nationalsozialen und die immer zahlreicher werdenden Mietervereine, denn an einem Aufhören der Bodenwertsteigerung sind in erster Linie ja die Mieter interessiert. In mannigfachen Formen sind nun die Ideen Georges und seiner Nachfolger in die Praxis umpesetzt worden. Zunächst ist, in Anlehnung an seinen Steuervorschlag, versucht worden, auf dem Gebiete des Steuerwesens die Steigerung des Dodenwertes für die Allgemeinheit in Besitz zu nehmen, da man sich sagt, daß die Steigerung des Bodenwertes das Mark nicht des einzelnen Besitzers, sondern der Gesamtheit sei. Das ist juerft namentlich in Amerika, aber auch in England geschehen, vermittels der sog. Betterments-Wgabe- In Deutschland hat diese bodenreformerische Steuerpolitik namenllich durch das Kommunalsteuergesetz Miquels in Preußen Eingang gefunden. Es hat aber heftiger Kämpfe und verschiedener Versuche bedurft, bis jetzt eine Stadt nach der anderen dazu übergeht, durch besondere Steuern diese spekulattve Steigerung des Bodenwerts zu treffen. Soeben erst haben sich die Berliner Stadtverordneten mit der Frage be- schäftigt, und den für die Entwickelung der Reichshauptstadt hochwichttgen Beschluß gefaßt, in Erwägung zu ziehen, wie die unbebauten Grundstücke in wirksamerer Weise als bisher, vielleicht im Wege der Besteuerung nach bem gemeinen Werte, zur Steuer heranzuziehen sind. Beiläufig ist eine solche kommunale Wertsteuer längst in kleinen Vororten Berlins eingeführt. Die fortgeschrittensten Gemeindewesen wagen sich .auch sonst, so durch Vermehrung ihres Grundbesitzes, an bodenreformerische' Ideen heran. Besonders die Linderung der Wohnungsnot ist es, was die Kommunen auf dieser Bahn weitertteiben wird; speziell das ttn Bürgerlichen Gesetzbuche vorgesehene Erbbaurecht gewinnt hier eine stets größer werdende Beachtung. Wer auch auf staatlichem Gebiete sind erste tastende Versuche mit bodenreformerischen Gedanken gemacht worden. Der preußische Fiskus hat bei Berlin und bei Hamburg Grundbesitz angekauft, um ihn nicht der Spekulation ausgeliefert M sehen. Freilich hätte er chn als echter Bodenreformer nicht verkaufen, sondern nur verpachten sollen. Daß man von Regierungswegen in unserer neuesten Kolonie Kiautschou Bodenreform praktisch treibt, dürfte nicht allgemein bekannt, jedenfalls aber interessant fein. samste Ansporn zur Ausdehnung unserer weit hinter dem Konsum zurückbleibenden Eierproduktion. Diese volkswirtschaftlich bedeutsame Entwickelung wird sich um so schneller vollziehen, wenn alle Wnehmer Großhändler, Hoteliers, Gastwirte, Konsumvereine, Offizierskafinos, Privatkunden usw., die Gewicht a|uf den Bezua guter, frischer Eier zu mäßigen Preisen legen, sich an oic Eierverkaufsgenossenschaften als die gegebene Bezugsquelle wenden. Ter Allgemeine Verband der deutschen landw. Genossenschaften in Tarmstadt ist gerne bereit, durch weitere Ausmnft die Anknüpfung von solchen Geschäftsverbindungen herbeizuführen. Aas Aenkmal für Christian de Met. Die Thättgkeit Christian de Mets, des wackeren Burenführers, ist zur Stunde in ein ungewisses Dunkel gehüllt. Seit längerer Zett ist keine Kunde mehr von ihm in die Außenwelt gedrungen. Während so der Telegraph aus Afrika über den hervorragendsten Streiter des Heinen Bureuvolkes schweigt, hat man im deutschen Rheingau eine Ehrung ins Werk gesetzt, die seinen Namen und die Erinnerung an ihn der Nachwelt überliefern soll. Wir haben berichtet, daß in Schierstein, an die „Christiane Deutschlands" ein Ausruf ergangen war, um für den heldenhaften Kämpfer Christian de Wet eine Ehren- und Sympathiebezeugung aus Deutschlands Gauen anzuregen. In dem Aufruf hieß es damals: Jeder Deutsche, der Christian heißt, wird gebeten, beizutragen. In dem Heinen hessischen Städtchen, wo der Gedanke entstanden ist, zeichneten als erste 18 Christiane mit zusammen 18 Mark. Die vielen Christiane des übrigen Deutschlands haben gezeigt, daß sie ihrer Schiersteiner Namensbrüder wert waren: Am nächsten Sonntag, den 17. d- M., wird in dem Heinen Ort das Denkmal Christian de Wets enthüllt werden. Auf einer Büste erhebt sich die markante Gestalt des Buren- generals, ihn begrüßt ein Deutscher, am Boden kauert ein mißgestaltetes Ungeheuer, das die Kriegswirren versinnbildlichen soll. Das Denkmal ist von dem Berliner Professor Pfretzschner ausgeführt worden. Aus allen Tellen Deutschlands, auch aus Italien und Belgien, waren Gelb- beträgc für dieses Monument eingelaufen. Ein Hauptmann aus viner Garnison in Ostpreußen begleitete seine Spende mit folgenden Worten: „Ich heiße zwar nicht Christian, möchte aber bei der Ehrung für den Blücher der Buren nicht fehlen. Möchte der tapfere de Wet das erreichen, was jeder, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, wünscht, ein freies Burenreich auf lange Zett." Schon im Anfang dieses Jahres ist dem Burenführer eine Ehrung zu teil geworden. Im alten Schifferhause zu Hamburg hatte sich eine Kommission gebildet, die dem Burengeneral aus Beiträgen deutscher Schiffer einen Ehrendegen widmete. Wir haben damals berichtet, wie diese Idee einen hellen Anklang in den beteiligten Kreisen gesunden hatte, und daß ansehnliche Betträge eingelaufen waren. Zu einer Verwirklichung dieser Idee ist es bisher nicht gekommen, da der, dem die Ehrung zugedacht war, zur Zeit unerreichbar ist. Christian de Wet war wie tausend andere als gewöhnlicher Soldat zu Beginn der Feindseligkeiten unter die Waffen getreten. Sein Name tauchte in Verbindung mit den Kriegsereignissen erst auf, als er bei Nicholson seck zum stellvertretenden Kommandanten ernannt wurde. Seine Beteiligung am öffentlichen Leben bestand vor dem Kriege darin, daß er 1890—1898 Volksraads-Mitglied des Oranje-Freistaates war. De Wet ist jetzt etwa 51 Jahre alt Von seinen zehn Kindern, sechs Söhnen und vier Töchtern, sind vier mit in den Krieg gezogen; einer seiner Söhne befindet sich *als Kriegsgefangener in Greenpoint. Soeben gelangt an uns folgende Nachricht: Von der Christian-Vereinigung Deutschlands zur Ehrung de Wets in Schierstein war aus Veranlassung der Nachrichten über den Tod des wackeren Burenführers, an den Transvaal- Gesandten Dr. Leyds in Brüssel eine Anfrage gerichtet worden, ob de Wet noch lebe, ober was mit ihm geschehen sei. Darauf ist nunmehr eine Antwort eingegangen, bereu auf diese Anfrage Bezug habende Stelle folgenden Wortlaut bat:. „Noch kann ich Ihnen mitteilen, baß General be Wet sich augenblicklich der besten Gesundheit erfreut. Er hat für einige Zeit den Befehl seines Kommandos an einen seiner Leutnants übertragen, und macht jetzt eine Rundreise, um die verschiedenen Kommandos zu besuchen." Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ift nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 12. November 1901. ** Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat den Finanzaspiranten Wilhelm Scharmann in Darmstadt mit Wirkung vom 1. November zum Kabinetskasie-Buchhalter ernannt. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Offenbach Franz Albert Trief enba ch. Der Großherzog hat bem Maurer Joh. Diehl aus Wies-Oppenheim, im Dienste der Firma Corneliäs Heyl zu Worms, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen. — Der Großherzog hat den Landgestütsdiener Johannes Krummeck auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 16. November, vorbehaltlich seiner Wiederanstellung, in den Ruhestand versetzt. •* Französische Vorträge nnd Rezitationen. In seinem ersten Rezitationsabend, der Mittwoch den 2 0. d. Mts., 6 Uhr, stattfinden wird, beabsichtigt Lektor Goetschy außer mehreren typischen Schriften Napoleons, wie Gedichten, Briefen Vermischtes. sprachen. t. Friedberg. 11. Nov. Am Samstagabend fand auf Anregung der evangelischen Vereinigung im Saalbau die Feier von Luthers Geburtstag statt. Hindernisse halber mußte man von einer Feier am 10. Nov. absehen. Jedoch die Friedberger ließen sich dadurch nicht abhalten, ebenso zahlreich zu erscheinen wie in den vergangenen Jahren. Der große Saal war schon um 1/i8 Uhr so stark besetzt, daß kaum noch ein Plätzchen zu finden war. Eingeleitet wurde die Feier durch einen (Gesang des Lehrerseminaristenchores unter der Leitung des Seminarlehrers Schmidt. Professor Dr. Weiffenbach, Direktor des Predigerseminares, begrüßte die Versammlung und forderte sie auf, das Lutherlied „eine feste Burg usw." zu singen. Oberkonsistorialrat Walz aus Darmstadt hielt einen Vortrag über „Luthers weltgeschichtliche Bedeutung". Selbst von katholischer Seite werde Luther als „der gewaltigste Volksmann, der populärste Charakter, den Deutschland je besessen," charakterisiert. (Döllinger). Prof. Weiffenbach dankte dem Redner, und von vielen Seiten wurde der Wunsch geäußert, den Vortrag drucken zu lassen. Oberlehrer Lampas forderte die Versammlung auf, die Unterstützung der evangelischen Bewegung in Oesterreich nicht zu vergessen durch Gpendung von Gaben und Veranstaltung von Sammlungen für unsere deutschen Volksgenossen. Eine große Zahl Kalender des Evangelischen Bundes fand Abnehmer. Der Seminaristenchor trug mehrere Gesänge vor, und Herr Wilhelm Trapp erfreute die Versammlung durch mehrere Sologesänge. Pfarrer Knaub von Bruchenbrücken und Pfarrer Wolf von Offenheim trugen auf Klavier und Violine einige recht wohlgelungene Stücke vor. — Kürzlich hielt der von Nieder-Roßbach nach Brauerschwend, Kreis Alsfeld, versetzte Pfarrverwalter Schlösser in Nieder-Roßbach seine Abschiedspredigt. Die Gemeinde hatte sich so zahlreich eingefunden, daß die Kirche dicht besetzt war. Wie ungern die Gemeinde chren Pfarrer scheiden sah, dürfte aus einer Aeußerung hervorgehen, die in Nieder-Roßbach zu hören ist: „Gern hätten wir es uns einige 100 Mk. kosten lassen, wenn wir es hätten erreichen können, daß wir unseren der Gemeinde so liebgewordenen Pfarrer hätten behalten können." Bad-Salzhaufeu, 10. Nov. Hier ist man noch immer an den Arbeiten bei der erbohrten Sool-qnelle beschäftigt. worden war. * Neustrelitz, 11. Nov. Wie die „L. Z." meldet, hat eine bei einem hiesigen Handelsmann sich aufhaltende Tienstmagd ihr neugeborenes Kind dadurch zu beseitigen gesucht, daß ise es in d en O fen steckte und dann Feuer anzündete. Nur durch Zufall wurde die Behörde auf die Berlin, 11. Nov. Den Abendblättern zufolge starb vergangene Nacht infolge Herzschlages zwei Monate vor der Entlassung aus der Strafanstalt zu Plötzensee der ehemalige Inhaber der Bankfirma Hirschfeld u. Wolff, Kommerzienrat Anton Wolf, der 1892 zu zehnjährigem Gefängnis wegen Unterschlagungen, Urkundenfälschungen und Betrugs verurteilt zu erwarten. A Aus dem Lumdathal, 10. Nov. Die Bahnlinie Londorf-LoUar schreitet nun allmählich ihrer Vollendung entgegen. Wenn auch der Unterbau nach anderthalbjährigen Arbeiten an der nur 14 Klm. langen Strecke immer noch keinen Abschluß gefunden bat, in der Gemarkung Lollar wegen der Schwierigkeiten im Geländeerwerb sogar erst kürzlich begonnen werden konnte, so werden dadurch die übrigen Arbeiten doch nicht mehr aufgehalten. Vor einigen Tagen wurde bei Londorf der Oberbau in Angriff genommen, und im Frühjahr hofft man bei Lollar mit dem Legen der Schienen fertig zu sein. § Butzbach, 10. Nov. Das 1636/37 aufgeführte ehemalige Postgebäude — jetzt Anwesen des Herrn v. Buchender — hier ist nun im deutschen Renaissancestil restauriert und bildet eine Sehenswürdigkeit unseres ehrwürdigen Marktplatzes. — Zu den großen Opfern, welche Butzbach in letzter Zeit für seine Garnison, Kanalisation, Wafferleitung und elektrische Beleuchtung gebracht hat, kommen u. a. jetzt auch noch die bedeutenden Kosten für den seiner Vollendung entgegengehenden großartigen Realschul-Neubau und ein neues Spritzenhaus. Unsere Gemeinde ist deshalb genötigt, die fehlenden Mittel bei Privatleuten durch Aufnahme einer 4prozentigen Anleihe zu beschaffen. W. Friedberg, 11. Nov. Gestern wurde hier im Saale des Gasthauses „Zu den drei Schwertern" die Hauptversammlung des Landwirtschaftlichen Bezirks- unsd des Viehzucht-Vereins abgehalten. Sie war sehr gut besucht und wurde von Altbürgermeister Reitz aus Södel eröffnet. Zum Vorsitzenden beider Vereine wurde für den verstorbenen Geh. Regierungsrat Dr. Braden Kreisrat Fey, und für den versetzten Kreisveterinärarzt der jetzige, Zin ß er, zum Vorstandsmitglied gewählt. Die anderen statutengemäß ausscheidenden Mitglieder wurden wiedergewählt. Die Viehausstellung in Mannheim soll von Oberhessen aus beschickt werden, und es wurde eine Kommission gewält, die unter dem zu dieser Ausstellung angemeldeten Vieh eine Auswahl trifft. Der von dem Ausschuß in einer vorher abgehaltenen Sitzung aufgestellte neue Voranschlag wurde genehmigt und zum Schluffe noch einige geschäftliche Angelegenheiten be- politischen und militärischen Anreden, folgende Stücke zur Rezitation zu bringen: a) Henri Taine: Napoleon Bonaparte. (Leipzig, P. Stolte's Verlagsbuchhandlung. Martin Hartmanns Schulausgaben, Nr. 161, Seiten 29—33, 54 ■big 58, 89—95.) b) Beranger: Les Souvenirs du peuple (Französische Rezitationstexte, 1. Heft. Leipzig, P. Stolte, Seite 12.) c) V. Hugo: Napoleon II. L’expiation. (Leipzig, P. Stolte. Mart. Hartmanns Schulausg. Nr. 23., S. 29 und 69. d. E. Nostand: L’Aiglou. (Verschiedenes.) e) Chateaubriand: Funerailles de Napoleon (Memoires d’Outre-Tombe. 4. Band. Näheres im Inseratenteil. — Vortragsabend. Wir wollen nicht verfehlen, unsere Leser nochmals auf den morgen (Mittwoch) abend 8l/2 Uhr im großen Saale von „Steins Garten" stattfindenden Vortrag des Pfarrers Kinzenbach aus Braunau (Böhmen) über die „Los von Rom"-Bewegung in Oesterreich aufmerksam zu machen. Der Eintritt ist frei. ** Der SeÜersberg Verein hat in seiner leisten General- versammlimg außer der Auflösung des Vereins auch beschlossen, daß das Verernsvermögen dem Alldeiitschen Verein zu Gunsten bedürftiger Burenfrauen und -Kinder überwiesen werden soll. + Ettingshausen, 10. Nov. Die Streitfrage, die sich aus Anlaß der letzten Bürgermeisterwahl entwickelte, und die schon über ein Jahr dauert und in unserem Dorf wie m der Umgegend viel Staub aufgewirbelt hat, ist nun als erledigt zu betrachten. Bekanntlich sollte die Angelegenheit am 9. d. Mts. vor dem Provinzial-Ailsschuß zur Verhandlung kommen. Es waren auch sämtliche Zeugen, 16 an der Zahl, geladen, doch reifte drei Tage vorher Johs. M XVI. nach Gießen und nahm die Sache zurück. Es bleibt also beim Urteil des Kreisausschusses vom Frühjahr, wonach Keil nicht als Großh. Bürgermeister bestätigt werden kann. Wir haben also wahrscheinlich in aller Kürze eine nochmalige Bürgermeisterwahl fc. Frankfurt a. M., 11. Nov. In der Nacht m Samstag auf Sonntag gerieten in einer Wirtschaft der Altstadt zwei Kartenspieler wegen einer Differenz von 5 Pfa. in Streit. Plötzlich zog der eine, gen.„Bayermax', ein Messer und stieß es dem andern, dem 3o ^»ahre alten Arbeiter Wilhelm Michel, gen. Schollenhüpfer, zweimal in die Brust. Bald nach seiner Verbringung ins Krankenhaus erlag der Gestochene seinen Verletzungen. Worms, 10. Nov. In dem städtischen Elektrizitätswerk, dessen Betrieb am 3. August, und zwar zunächst probeweise, begann, fanden in den letzten Tagen seitens des Sachverständigen Beraters der Stadt, Geheimrat Prof. Dr. Kittler aus Darmstadt, unter Assistenz eines großen Stabes von Ingenieuren, Technikern und Monteuren, eingehende Untersuchungen der Gesamtanlage, der Apparate und Maschinen statt. Gestern Vormittag erfolgte die feierliche Einweihung des Werkes. Bekanntlich wurde der elektrische Teil des Werkes von der Firma Elektrizitäts-Aktien-Gesellschaft vorm. Schuckert u. Co. ausgeführt. Der Kostenaufwand für die Erstellung des Werks wurde auf 1,100,000 Mk. berechnet. Die Zahl der Anschlüsse beträgt bereits 238 mit einem Aequivalent von 8284 Glühlampen und 134 Motorpferden, die täglich insgesamt über 1000 Kilowattstunden verbrauchen. Der Betriebsvoranschlag für das erste Halbjahr vom 1. Oktober 1901 bis 31. März 1902 rechnet mit einem Ueberschuß an Einnahmen über die gesamten Ausgaben von rund 20,000 Nik., ein Erträgnis, das wahrscheinlich noch überschritten werden wird. Wiesbaden, 11. Nov. Justizrat Wesener ist m einem Tobsuchtsanfall aus einem Fenster des Kranken- ~ i gebrochen. worden und kam in eine französische Irrenanstalt. Erst nach Verlauf .eines halben Jahres war er so weit geheilt, daß er seinen Namen und Stand angeben konnte. Darauf erfolgte seine Auslieferung au Deutschland. fe. Worms, 11. Nov. Der Gr o ßh erzo g und Prinz Heinrich von Preußen trafen heute vormittag 10 Uhr hier ein, und begaben sich mit dem Major Fehrn, v- Heyl zur Fasaneujagd im Nonnenbusch. Morgen folgen die Herrschaften einer Einladung des Frhra. p. Hehl zur Fasanen- jagd in Gunterbaufen bei Stvckstadt. Am Mittwoch findet Öofjagd statt. .Prinz Heinrich reist am Mittwoch abend ab- Appel von Alzey, an die deutsche Behörde ausgeliefert. Er wurde in das hiesige Untersuchungsgefängnis verbracht. Appel ist auf feiner Flucht nach Frankreich irrsinnig ge- Es gilt, die in einer Tiefe von über 400 Meter erbohrte warme Soolquelle von dem in geringerer Tiefe eindringenden kalten Quellwasser ßu befreien, eine langwierige, aber dem Vernehmen nach nicht hoffnungslose Arbeit. w.. Von der Nidda, 10. Nov. Ein Mitarbeiter schreibt uns unter Bezugnahme auf unsere Mitteilung aus dem Vogelsberg über das häufige Vorkommen der Puppe des Totenkopfes, daß der Windig, Windenschwar- mer (Sphinx convolvuli) in der Nidda-Gegend so häufig auf trat wie noch nie vorher. Seine Puppe wurde beim Ausmachen der Kartoffeln massenweise vorgefunoen. Da diese Puppe große Aehnlichkeit mit der des Totenkopfes hat, so dürfte nach der Meinung unseres Mitarbeiters der Einsender jener Notiz vielleicht beide Puppen verwechselt haben. Der Hanptunterschied liegt darin, daß bei der Puppe des Totenkopfes das rüsselartige Gebilde fehlt, das die Puppe des Windigs stets hat. Darmstadt, 11. Nov. Der „D. Z." geht „von berufener Seite" eine Notiz zu, die sich mit der K ältst le r- kolonie beschäftigt und sich über bie „Aussprengung von Kombinationen" beklagt. Was sie Positives bringt, Mainz, 11. Nov. Das finanzielle Ergebnis der All g. deutschen Gartenbau-Aus st ellung hat ich weit besser gestaltet, als anfänglich angenommen wurde. Sämtliche Kosten sind bis auf einen Betrag von 4000 Mk., ben bie Stadt Mainz zu fordern hat, ausgeglichen. Die Forderung der Stadt Mainz besteht in der Hauptsache für Elektrizität, Wasser, Saalmiete usw. Es sollen mit der Stadt Unterhandlungen wegen Herabsetzung der Forderung gepflogen werden. Nach einer anderen Mitteilung soll überhaupt kein Defizit bestehen. — Anläßlich des Sieges der Buren bei Brakenlaagte sandten verschiedene hiesige Herren ein Glückwunsch - Telegramm an den Präsidenten Krüger in Hilversum. Postwendend kam eine mit breitem,.—---- Trauerrand versehene Dankkarte von diesem zurück. Auf grausige That aufmerksam gemacht. Das Mabchra gräbt per Karte ist der Name Ohm Krügers: S. T- P. Kruger's die That unumwunden zu, behauptet aber, das Kino ser mit folgender Beifügung versehen: „Staats Präsident von bei der Geburt tot gewesen. _ .. be Zuib Afrikaansche Republick". — Die Mainzer Spar- * Staßfurt, 11. Nov. Wie das „Statz). Taaebl. kaffe verfügt bekanntlich über einen sehr bedeutenden meldet, sollen heute bei einem Ern stürz von 4 Sohlen Reservefonds. Um nun diesen Fonds auch fruchtbringend auf Schacht Ludwig II." siebzig Bergleute »er- zu verwenden, hat bie Deputation für bie Verwaltung der schüttet sein. Bis zum Abenb bnen brei Tote und 2v Sparkasse beschlossen, daß, sobald der Reservefonds 5 pCt- Verletzte geborgen, während 13 noch vermißt wurden, aac der Einlage erreicht hat, die Hälfte der Zinsen desselben übrigen seien unversehrt gerettet. für gemeinnützige Zwecke verwendet werden kann. * Die ö erraten) d)e Kiste. ^n ^pbtmo-od un — Das Alarmzeich en auf bem Quirinsturm bei aus- Schwarzwald hatte ein Gastwirt ein zweites Söhnchen be- brechendem Brand soll künftig auf m e ch a n i s che m Wege kommen uni) teilte das fernem stebepiahrrgen Aeltesten erfolgen, nachdem seit 412 Jahren ein Türmer die Obliegen- mit: „Josefle, Du hast ern neues Bruderle bekommen, bert hatte, bie Glocke auf bem Turm anzuschlagen. In — „O, das weiß rch schon ein paar ^age lana, und weiß auch der Schaab'schen „Geschichte der Stadt Mainz" lesen wir wie's angenommen ist!" antwortete der Kleine geheimnis- darüber daß der fturfürft Berthold von Henneberg rm voll und wichtig. — „Wer Buble, woher willst dav wi),en Jahr 1489 auf dem viereckigen hohen, nach den vier Winden frag der erstaunte Vater. — ,,^a, weißt, Vater m der gerichteten Turm eine Wohnung für einen Stadtwächter Kiste ist's angekommen, dre drunten rm Hof steht, sagte hatte einrichten lassen, der bei entstehendem Brand auf der Bub mit schlauer Miene. — „Aber woher willst toiifen, die Glocke schlagen und zugleich, um feiner steten Wachsam- daß da das Brüderle drin loar? — „Aber Vater meinst, feit versichert zu sein, jede Stunde durch Glockenschlag ich wär' noch so dumm und könnt nit le,en? Aust der Kist anzeigen mußte Am Samstag oormittag fand auf dem hat's drauf gestanden: Vorsicht! Sendung von ^ohnlern Quirinsturme ein „Probesturmläuten" mit dem neu be- (bekannte Champaanerfabrrk). Nicht stürzen! Vor Nasse zu schafften elektrischen Apparate statt. Bei dieser Gelegenheit bewahren! ^kunst gleich trocken zu legen! r eia le sich aber, daß bas elektrische Werk nichst biejenrge * M aa stricht, 11. Nov. Oberstleutnant v.Zie gler, Wirkung erreicht, wie sie burch bie menschliche Kraft — ber bekanntlich vor einiger Zett der einem Automobrl- Anschlagen mittels eines Hammers auf bie Glocke — er- Unfall schwer verletzt würbe, konnte gestern^eno* zielt werben kann. In ben bem Turm benachbarten lich bas Hospital verla, sen, in bem er sett4v Tagen Straßen kann man wohl das „Stürmen" gut vernehmen, verpflegt wurde, um nach Potsdam zuruckzukehren. Am sobald man sich aber weiter von dem Turme entfernt,. Bahnhöfe wurde ihm und seiner Gatttn von der Bolks- geht der schwache Ton der Glocke im Tagesgeräusch völlig menge eine Ovation dargebracht. Die holländischen Be- verloren. — Die französische Behörde hat einen wegen Un - Hörden waren am Bahnhofe vertreten. Als v. Ziegler mtt terschlagung steckbrieflich verfolgten Vollzugsbeamten, seiner Gattin in Begleitung des lMandi,chen Generals - 1 - 1 “ .e', 'Snyder, der von der Regierung beauftragt war, den Oberstleutnant bis zur deutschen Grenze zu begleiten, ben Zug bestiegen, intonierte eine Militärkapelle bie beutsche Nationalhymne, währenb bie Menge Hochrufe auf Deutsch- lanb ausbrachte. Ziegler war äußerst ergriffen und banne sichtlich gerührt für biefe Kunbgebung. * Charleroi, 11. Nov. Beim Böllerschießen wurde gestern ein Grubenarbeiter durch Explodieren eines Böllers getötet. . * Madrid, 11. Nov. Auf der Eisenbahn-Linie Madnd- Ovedo entgleiste infolge falscher Weichenstellung ein Per so neu zug. Die Lokomotive fiel eine 10 Meter hohe Böschung hinab. Der Lokomotivführer und Heizer sowie ein Passaaier wurden verwunde^ das ist das Folgende: . „Daß die Ausstellung mit einem Def izit abschließen wird, ist l e i d e r T h a t s a ch e. Die Höhe des Defizits aber heute schon ziffernmäßig sestzustellen, ist den dazu berufenen Herren nicht möglich. Wenn nun aber Leute, welche ber Sache ganz unb gar fern stehen, jetzt schon ganz genau über bie Höhe bes Fehlbetrages unterrichtet zu sein glauben, so muffen wir zwar ber Kombinationsgabe biefer Leute volle Anerkennung zollen, ihnen aber auf der anderen Seite die Verantwortlichkeit für bie aufgestellten Behauptungen überlassen. Der . , - . Fehlbetrag kann erst nach Abwickelung sämtlicher noch Hauses gesprungen und hat beide Beine , schwebenben Gesck-äfte unb nach enbgiltiger Abrechnung Er war ani vergangenen Samstag plötzlich gei)teskrank ge- festgeftellt werden, und baß bie Feststellung bann eine morden. Der Anwalt, der sich hier des besten Ansehens er- durchgreifenbe sein wird, bafür ist Sorge getragen." s^ut, kam am Samstag in eine Apotheke unb verlangte dort — Am Samstag nachmittag fand eine stark defuchtel Geqcnaift, da er in feiner Wohnung Gift genommen S.tudenten - Versarnrnlung statt, oer eme R e - Es wurde dem Herrn Milch eingegeben unb ein tele- s ssss di- Alt zustande gekommen, daß der Verein l-men Müglledem w g ift mit dem Abbau des den, Revier- SV&SS S « »Bäs wirte die Unterzeichner mit Boykottierung bedrohte, erklärten 2 goe^mm[6ung der Delegierten der V-rpflegungsstationen «fiatunp °bzug°b°n.^^ Dom ^. Arbeiter wurde dabei so schwer verwundet, daß er m das delsvertragsvcrein E.ide September veröffentlichten unb verbrei- Hospital verbracht werden mutzte und zur Zeit noch nicht teten Aufruf thatfächlich nicht unterschrieben haben, ihre Namen vernommen werden kann. Acht Italiener sind wegen dieses vielmehr gegen ihren Willen auf Grund einer unbeachtet gebliebenen zZorsalles in Halt genommen worden. Einladung vom Handelsvertragsoerein selbst unterschrieben worden sind, nach welcher Eilwerständnis und Unterzeichnung des Ausrufs als gegeben bezeichnet worden war, wenn bis zu einem angegebenen Termin keine gegenteilige Aeußerung eingelaufen wäre. * Wien, 11. Nov. Ter aus Nürnberg flüchtige Rechtsanwalt Robert Hahn, welcher dort einem Klienten Tetwts im Betrage von 3100 Mark unterschlagen und Schulden im Betrage von 10 000 Mark kontrahiert hat, wurde hier verhaftet und wird nächster Tage nach Nürnberg geliefert. Bei seiner Verhaftung wollte er sich aus dem Fenster des Hotels auf die Straße stürzen. * Konstantinopel, 11. Nov. Die Erdstöße in der Stadt Erzerum dauern fort. Sämtliche Einwohner, auch die Mitglieder der fremden Konsulate, lagern unter Zelten. Abgeeshen von bedeutenden materiellen Schäden, sind auch mehrere Opfer an Menschenleben zu beklagen. * Malta, 11. Nov. (Reuter.) Die Explosion an Bord des englischen Kriegsschiffes „Royal ©4o vereign" fand statt, als das Schiff auf der Reise von Platea nach Malta begriffen war. Durch die Explosion wurden ein Offizier und fünf Mann getötet. 19 Mann sind verwundet. Die Explosion wird der vorzeitigen Entzündung einer Kartusche in einem sechszölligen Geschütze zugeschrieben, welche erfolgte, bevor das Verschlußstück geschlossen war. Man glaubt, die Entzündung sei verursacht durch ein Stück glimmender Kartusche, welches nach- dem Abfeuern des letzten Schusses in der Kanone zurückgeblieben war. Universitäts Nachrichten. Berlin, 11. Nov. In der hier abgehaltenen Novembersitzung des Botanischen Vereins der Provinz Brandenburg machte Dr. Aloewes auf das Erscheinen der 2. Lieferung der voll Professor Adolf Hansen (Gießen) berausgegebenen „Pflanzengeographischen Tafeln" aufmerksam. Diese Lieferung bringt die hervorragendsten Vertreter der Mittelmeerflora zur Anschauung. Zwei der neuen Tafeln (Cypressen bei Eastel Arco und Oelbaumbam bei Arco am Gardasee) rvaren ausgehängt unn ließen sowohl die glückliche Auswahl der Objekte wie die vortreffliche Ausführung der 100 x 75 Ctm. großen photographischen Darstellungen erkenneir. — Der „Reichsanzeigea" veröffentlicht heute die Ernennung ves außerordentlichen Professors Martin Spahn-Bonn und des Privatdozenten Friedrich Meine cke-Berlin zu ordentlichen Pro- fefsoren in der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg. Heidelberg, 10. Nov. Zu der Meldung über die Dis- »iplinierung der Verbindung „Badenia" wird mitaeteilt, daß die Verbindung keine nationaljüdische ist, und daß das Verbot des Farbentragens lediglich für das laufende Semester verhängt wurde, und zwar wegen thällicher Erwiderung antisemitischer Beleidigungen, die von Mitgliedern anderer studentischer Korporationen ausgegangen waren. Auch diese wurden disziplinarisch gemaßregelt. Arbeiterbewegung. Arraö, 11. Nov. Die Bergarbeiter von Dourge nahmen die Arbeit wieder auf. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurt a. M., 11. Nov. In der Tampsmaschinen- fabrik von Pokorny u. W i t t e k i n d hier wurde wegen Mangels von genügenden Aufträgen von heute ab die Arbeitszeit von zehn auf 8 Stunden herabgesetzt. Frankfurt a. M., 11. Nov. An hiesiger Börse wurde,» 15 Millionen Mark 3'/,proz. Frankfurter Stadtanleihe von 1901 zugelassen. — Das Hofbräuhaus Hanau vorin. G. Ph. Nicolay A.-G. schlägt wieder eine Dividende von 6 Prozent vor. Kelsterbach, 11. Nov. In der S ü d d e u t s ch e n Eisenbahnwaggonfabrik dahier wurde über die Hälfte der Arbeiter entlassen. Auch in anderen Fabriken hier und in Nüsielsheinr kam es aus Mangel an Aufträgen zu zahlreichen Arbciterentlassungen. Die Metallbranche hat unter der allgemeinen Geschästsstockung am meisten zu leiden. Köln, 11.Nov. Nachdem die Fabrik feuerfesterPro- d u k t e in Vallendar seitens der Banken einen Zahlungsbefehl sowie eine Klaaezustellung des Fiskus auf Zahlung des Kaufvreis- restes für das Bergwerk Osterwald erhielt, meldete Direktor Arndt den Konkurs an, ohne den Aufsichtsrat, wie es scheint, zu fragen. Die Gruppe der Handelsgesellschaft schlägt als Konkursverwalter Justizrat Seyn-Neuwied und das seitherige Vorstandsmitglied Scheid in Wirges vor. Hannover, 11. Nov. Der Aussichtsrat des Nordwcst- Mitteldeutschen Portland - Zement - Syndikats beruft eine außerordentliche Generalversammlung auf oen 30. 9Io° vember nach Hannover ein mit dem Antrag, den Werkbesitzervertrag vom 26., 27. und 28. Oktober 1900 auf den 31. Dezember 1901 zu kündigen. Spirlplan der «reinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 13. November'): „Der Zigeunerbaron". — Donnerstag den 14. November, abends 6 Uhr: „Der Ring der Nibelungen". Dritter Tag: „Götterdämmerung". — Freitag den 15. November: Geschlossen. — Samstag den 16. November: „Ter polnische Jude". — Sonntag den 17. November, nachm. 31/, Uhr: „Der Zigeunerbaron". Abends 7 Uhr: „Das Glöckchen des Eremiten". — Montag den 18. 9tovember: Geschloßen. Schauspielhaus. Mittwoch den 13. November:') „vlacht und Morgen". — Donnerstag den 14. November: „Abu Seid". Hierauf: „Die Fee Eaprice". — Freitag den 15. November: „Nacht und Drorgeu^. Lamstag den 16. November: „Die Journalisten". — Sonntag den 17. 9Iooember: Vormittags 11'/, Uhr: „Wallensteins Lager". Nachmittags 3'/, Uhr: „Die Piccolomini". Abends 6 Uhr: „Wallensteins Tod". — Montag den 18. November: „Die Zwillings- schwester". •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Für ist HausensKasseler Hafer-Kakao das bewährteste Mittel, um Blutarmut, Bleichsucht oder schlechtem Aussehen entgegen zu wirken. Kaffee und Thee sind fast wertlose Getränke, während Hausens Kasseler Hafer-Kakao noch nach Stunden Im Magen anhält und kein norvöses Hungergefühl aufkommeo lässt. Nur echt in blauen Kartons ä Mk. L—, niemals lose. 6569 Schülerinnen höherer Lehranstalten Gymnasiasten Studenten Realschüler Lindes Essenz genügt, um jedem Kaffee einen delikaten Geschmack und eine schöne Farbe zu geben. Bekanntmachung. Montag den 18. November er., vormittags 11 Uhr, sollen im Büraermeistereigebäude — Zimmer Nr. 15 — 7 städtische Plätze zum Verkauf von Christbäumchen meistbietend verpachtet werben. Gießen, den LL November 1901. 7422 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum, Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Inheiden für das Jahr 1902/03 liegt vom 14. d. Mts. an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau zu jedermanns Einsicht offen. Inheiden, den 11. November 1901. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. 7425 Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der jungen Mädchen am Sonntag soll für das Winterhalbjahr am nächsten Sonntag den 17. November wieder ihren Anfang nehmen. Die Vereinigung sindet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleiukiuderschule; die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen. Von 4 bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute, mrterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Eröffnungsfeier am Sonntag dem 17. November er., nachmittags 4 Uhr. Wir laden bte Mädchen au zahlreicher Beteiligung ein. und bitten Eltern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen auf den Sonntagsverein Hinweisen und denselben die Teilnahme gestatten zu wollen. Gießen, den 12. November 1901. 7420 Für den Vorstand: Dr. Naumann, Pfarrer. WetigionsgeschichtttcheAortrage (Professor D. Holtzmann). Iom Kesten der deutschen Keilstötte snr Minderbemittelte in Davos. Im Konfirmaudensaal der Johanneskirche abends präzis 8 Uhr. I. Asraek und die Propheten. Areitag 15. Aovemver. II. Aas jüdische Hesetz. Areitag, 29. AovemVer. III. Aas Jahrhundert Jesu ßhristt. Areitag, 13. Fezemöer. IV. Aesu» HhriNus. Areitag, 10. Januar. V. Die tzroveruug der Zkrlt durch die Kirche. Areitag, 24. Jan. VL Aas Evangelium und die Konfessionen. Areitag 1. Aevruar. Aenderungen des Dalums der einzelnen Vorträge bleiben vorbehalten Karten für sämtliche sechs Vorträge ä 3 Marih Karten für einzelne Vorträge ä 75 Pfg., Studenten- und Schülerkarten L 50 Pfg. sind zu haben in der I. Ricker'schen Universitäts-Buch- hanblurrg und abends an der Kasse. 7326 Detaillistenverein Giessen Dienstag, 12. November, abends 9 Uhr im Kaufmännischen Vereinshause: Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Raab hier über das 7868 Mieterecht. Gäste willkommen. Der Vorstand. Mitbürger! In wenigen Tagen werden die Wahlen zur Stadtverordneten-Versammlung stattfinden. Geleitet von der Ueberzeugung, daß das Einzelinteresse zurückzustehen hat gegenüber den Interessen der Allgemeinheit, haben auch diesesmal die unterzeichneten Vereine sich auf eine gemeinsame Vorschlagsliste geeinigt, und schlagen hierdurch folgende Herren zur Wahl als Stadtverordnete vor: Brück, Carl, Stadtverordneter. Emmeiius, Louis, Stadtverordneter. Flett, Louis, Stadtverordneter. Gaffky, Professor Ur., Stadtverordneter. Helfrich, Friedrich, Stadtverordneter. Huhn, Ludwig, Stadtverordneter. Jann, Carl, Realgymnassallehrer. ■■ee.nuyi, jowumuivuu. Orbig, Carl, Stadtverordneter. Schaffstaedt, Heinrich, Fabrikant. Schmal!, Emil, Stadtverordneter. Bei der Aufstellung dieser Kandidaten waren beide Vereine nur geleitet von dem Wunsche, der gesamten Bürgerschaft zu dienen, und mancher andere Vorschlag mußte auf beiden Seiten zurückgestellt werden. Wir richten daher nun an alle Kreise unserer Mitbürger, welche ein Zusammengehen der liberalen bürgerlichen Parteien für nützlich und ersprießlich halten, das dringende Ersuchen, auch ihrerseits etwaige Einzelwünsche zurücktreten zu taffen und mit Entschiedenheit einzutreten für die Wahl genannter Herren. Gießen, den 6. November 190L Der Dochnd Der Dochnd dks stkißmgkil Dklkiiis. dks nnlionalüliniiltn Demi». Arbeiter! Bürger! Die Kandidaten der sozialdemokratischen Partei sind: x sozialdemokratischen Partei sind: Adam Volz, LchnÄer. Heinrich Baum, Wer. Zweck: >eitel mitbriugeu. Das sozialdemokratische Waykkomitee. 7407 7821 Eintritt frei. Alle Evangelischen werden hierzu herzlichst eingeladon. Der Hilfsausschuss für die evangelische Bewegung in Oesterreich. ausgeführt von der 7417 Eintritt 50 Pfg. Anfang 8 Uhr. Ende 10l/2 Uhr. Anfang 8 Uhr pünktlich. Tageskarten zu den bekannten Preisen bei Ernst Challler (am Neuenweg) und abends an der Kasse. 7806 Mehrere Bürger 7374 Hausverwalter Stork. 7416 Zum Ausschank kommt vorzügliches Export-Bier aus der Brauerei Goebel- weiterführen werde. ruRit Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Mittagstisch im Abonnement. 7365 Trageser & Mayer Telephon 316. Heppeler & Meyer. der in gegr: 1846 Emil Heinrich Müller, HrrimmHcr Carl Orbig, Mtmmdiktn. Ludwig Pirr, Mehgermißer. Emil Schmall, Slülittiriidtt. Georg Beckmann, Kontrolleur. Heinrich Fourier, Wüftssiihrer. Michael Kessler, Buchöruiker. Carl Orbig, Ltudtverordneter. Chr. Petersen, LHneider. Ferrier enthält unser Stimmzettel die Namen solgerrder Herren: Hermann Elle, WerWrer. Louis Flett, Stndtoerordueter. Professor Br.Gafiky, Ttoi>toerordueter. Karl lann, Reallehrer. 1. Gesellige Annäherung seiner Mitglieder und Wahrung deren Interessen; 2. Austausch gemachter Erfahrungen; 3. Belehrung der Verbaudsmitglieder durch Vorträge u. s. w.; 4. Stellenlos gewordenen Mitgliedern nach Kräften beizusteheu nud zur Erlangung neuer Stelle» behilflich zu fein; 5. Witwen- und Waisen-Unterstützuug; 6. Unterstützung der Mitglieder in außergewöhnlichen Fällen. Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Niedershausen, sowie das berühmte Märzen-Bier aus der Brauerei Hildebrandt-Pfungstadt. Aechtes Hraeher und Berliner Weißbier. — Hut gepflegte Weine. Vorstande vertreten sind, gestatten sich viele Wähler aus allen Teilen Stadt nach stattgefundenem Meinungsaustausch Euch nachstehende Herren Vorschlag zu Bringen. Es sind dies: Carl Brück, StaMmorburttt. Martin Dörr, Wchrnieijler. Louis Flett, Stotonwtaita. strofchr Dr. Gaffky, SloMDtrorhrttt. Friedrich Helfrich, Stolnrrmlnidtt. Louis Huhn, Mtrmldnktn. Carl Janu, Knlrhrn. Im Privatschlachten sowie zur Aushilfe empfiehlt sich Fr. Schächer, Grünbergerstraße 50. Vortrag des Herrn Pfarrers Kinzenbach aus Braunau (Böhmen) über: Französ. Vorträge und Rezitationen Mittwoch den 20., 27. November, 4. Dezember I90F, 15,22., 29. Januar 1902 nachmittags 6—7 Uhr, in der kleinen Aula der Universität. Thema der Vorträge: a) L’esprlt de Voltaire. b) Voltaire et Frederic II. o) Qu’est-ce que l’esprlt franpals? Thema der ersten Rezitation: Napoleon. Eintrittskarten für den Cyklus zu 5 Mk. in der Ricker’schen Buchhandlung, in der Frees’schen Buchhandlung und bei Herrn Tuben- Farben von Dr. Schönfeld, für Aquarell- und Oelmalerei Malpinsei empfiehlt: Victoria-Drogerie Adolf Bieler Marktstrasee 5. 6777 Gefällige Anmeldungen nimmt entgegen Der Iweigverein Gießen -es Deutschen tzenbeii- unh Fnbrikbeitmten-Verbandet IIII11 PF bei Husten, Uatarrh Ackermanns Fenchel- Honig, Fl. 60 u. 100 Pfg. Phil. Schwager Wwe^ Drog., Markt 8. I gstr. 30. Bilder aus der evangelischen Bewegung in Oesterreich mit besonderer Berücksichtigung Ostböhmens. Theater-Herein. 2. Vorstellung: Mittwoch den 13. d> Mts.: Der Biberpelz. Eine Diebeskomödie in 4 Akten von Gerhart Hauptmann. Gast: Carl William Büller. TmmrmGich« Samstag deu 16. November von abends 8 Uhr ab: Winterfest in der Turnhalle. Nur Mitglieder haben Zutritt. Der Borstand. Wir ersuchen alle unsere Freunde, unsere Stimmzettel nuvoräudert abzugeben. Wähler! Die Thätigkeit unserer bisher in der Gemeindevertretung thäligen Genossen, sowie der Charakter der von uns ausgestellten Kandidaten bietet uns Gewähr dafür, daß sie als Stadtverordnete stets die Interessen der Gesamtheit im Auge behalten werden. Niemals werden sie dulden, daß dem Kapitalismus und gewissen Cliquen Vorteile auf Kosten der Steuerzahler zugeführt werden. Minderbemittelte und Besitzlose haben Anspruch auf mehr Vertreter im Stadtparlament tIS bisher! 04607 Darum gehe jeder zur Wahl und gebe den Zettel der sozialdemokratischen Partei ab! Jeder Wahlberechtigte muß das 8. Ziel Gemeindesteuern — fällig im Auaust — bezahlt haben. Wer das 3. Ziel erst nach dem 10. November bezahlt hat, muß den quittierten Steuer- W» MWkMchmiiiW Mittwoch den 13. November, abends 8$ Uhr, im Saale des Lonys Bierkeüer, Schanzenftraße. Tagesordnung: Die bevorstehenden Stadlverordnetenwahken. Referenten: Stadtverordnete E. Krumm und C. Orbig. Los von Rom. Mittwoch den 13. November 1301, abends 8]/2 Uhr, im grossen Saale von Steins Garten: Steins Garten. Freitag den 15. November: Grosses Extra-Konzert (zum Besten verwaister Töchter verstorbener Offiziere) Jedes Verbandsmitglied wird Mitglied der Sterbekasse des Verbandes. Sterbegeld im Falle des Ablebens eines Kassenmitgliedes . . . Mk. 600.— und im Falle des Ablebens der Frau eines Kassenmitgliedes . . „ 250.— außerdem Zuschuß hierzu, welcher nach der Tauer der Mitgliedschaft bemessen rotrb. Eintrittsgeld Mk. 5.— für solche, welche im Laufe des MouatS November noch eintreten, nach diesem Zeitpunkte bis zum Alter von 30 Jahren Mk. 5.—, von 30 bis 40 „ „ 10.—, i/ 40 „ 45 „ „ 15.—, Aufnahmefähig ist jeder Gruben-, Fabrik-- oder Büreau-Veamte, welcher das 45. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte ist und keiner Umsturzpartei angehört. Freunden und Bekannten, sowie meiner werten Nachbarschaft die ergebene Mitteilung, daß ich die Restauration Hammel 9 ErvUrznßrch, übernommen habe und dieselbe unter dem Namen Restaurant zum Krokodil HZ Mahler! Die Wahlen zum Stadtvorstande stehen vor der Thüre. Es liegt nun in Eurer Hand zu entscheiden, wer in den nächsten Jahren Eure Interessen im Stadtvorstande vertreten soll. Da gilt es vor allem Männer zu wählen, die jederzeit für das Wohl aller schaffenden Stände eintreten und die nicht blos Vertreter einer einseitigen Parteipolitik sind. Von der Ansicht ausgehend, daß nur ein ersprießliches Wirken für das Gesamtwohl der Stadt erzielt werden kann, wenn sämtliche Berufsstände ohne Unterschied der Partei im Stadt- Alle Wähler, welche dem seitherigen Stadtverordneten Fabrikant Emil Schmall ihre Stimme geben wolley, werden gebeten, dies zu thun mit der genauen Bezeichnung Fabrikant Emii Schmall, sfdfwtirhtta, weil die nur auf „Emil Schmall" lautenden Stimmen zweifelhaft und ungiftig sind. Also bitte nur genau zu bezeichnen: 7419 Fabrikant Emil Schmall, SttifwrirtMta. KMMMWMWM Wein - Etiketten in grösster Auswahl zu billigen Preisen, 6230 sowie Drucksachen aller Art empfiehlt EA Ottmanns Druckerei Willi. Mayer. NB. Gleichzeitig empfehlen wir das mit übernommene 7377 Emil Fischbach Giessen. Choco ade Cacao, Thee, Vanille.