Nr. 341 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Familie«' blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fern sprechanschlußNr.51. viertes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 13. Oktober 1901 GietzenerAnzeigek General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den weis Gießen Annahme von Anzeigen au der für den folgenden Tag erscheinenden Nr, bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokall2Ps^ auswärts 20 Psg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witiko; für den Anzeigenteil: Hans Beck. darauf, und versprach im Voraus, darüber nur zu lachen. Endlich gab die Zarin nach, und sagte: „Du wirst! aber sehen, daß Du nicht zufrieden bist!" Und mit ein paar flüchtigen Bleistiftstrichen zeichnete sie ein gekröntes Baby, — das ihrem kaiserlichen Gemahl so ähnlich sah wie ein Ei dem andern, — wie es ganz artig auf eiitcm kleinen Stuhl mit einem Tischchen davor aß, und dem seine Mutter eine Brotsuppe zu essen gab. Der Zar lachte darüber, aber der Kaiserin-Witwe wird man niemals die unehrerbietige. Bleistiftskizze zeigen. * Unglücklich e Stilisierung. „Die Wiese hinter dem Schützenhause wird von morgen an der höheren Töchterschule als Spielplatz zugewiesen, der weitere Austrieb von Gänsen ist also dortselbst unstatthaft. — Vermischtes. • H.-Site-reS von den Philologen. Das von der reichsländischen Regierung den in Straßburg versammelten deutschen Schulmännern und Philologen gegebene Fest in der Orangerie verlief allerseits befriedigend. Schauspieler Borree vom Straßburger Stadttheater gab eine von ihm gedichtete „Festcantcrte" §um Besten, bet der auch die ältesten und würdigsten gelehrten Herren in geradezu unbändige Heiterkeit verfielen. Der „Cantus" enthält trotz mancher Schnodderigkeit doch viele Stellen, die immerhin gewisse pädagogische und Philologische Probleme mit gutem Humor beleuchten. Cnnge Proben mögen hier Platz finden: „Wenn wir mal unser Denken scharfen. So finden wir, daß Jud und Christ Mit Seele, Herzen, Geist und Nerven Bewehrt und ausgestattet ist. Der Seele steht der Herr Pastor Mit Predigten und Salbung vor, DP Herz ist für die . kleinen Mädchen Und für die Frau willkommner Tand, Die daran nut der Liebe Fädchen Stets manches auszubessern fand. Die Nerven zieht der Symbolist Uns kurz und lang, wie's eben ist Und — honni foit gui mal y pense — Spinnt sie uns aus mit vielen Reden Zu unbrauchbaren Stimmungsfaden Am Webestuhl der Dekadence. Wer aber bildet uns den Getst?! Da seh' ich, wie ein stolzes Lächeln Gleich eines Frühlingswindes Fächeln Verständnisvoll den Saal durchreist. Und Jeder denkt bei sich: „Aha! Der edlen Bildung hohe Sphären, wären sie, wenn wir nicht wären? Doch Gott sei Dank, wir sin d ja da!" So biete denn die Fesb- kantate Euch und den Gangen eures Ohrs Jetzt in der Poesie Oblate Die Schweizerpillen des Humors! Wir müssen zunächst das Wesen einmal Der Philologie er- örtern: Sie handelt von der Sprache zumeist. Die Sprache besteht aus Wörtern. Wo aber kamen die Wörter her. Des Denkens rastlos Getriebe? Adam und Eva kannten nur Die wortlose Sprache der Liebe! Da brachte die Schlange das Tafelobst, Damit das Verhängnis wandre, Und über dem Apfel kam es zum Streit: Und da gab ein Wort das andre!! So war denn die Sprache auf der Welt, Sie sahen sich an und lachten. Als man sie hinauswarf, geschah es dann, Daß sie sich Gedanken machten! Und als erst das Denken sie erfaßt. Da waren sie heiter wie nie Und Adam rief: „Hipp hipp hurrah! Wir haben die Philologie!!" — Nicht mehr beginnet beä' Schulers Haupt Vor Wissenswust anzuschwellen. Die „Konzentration des Unterrichts" Schlägt ganz bedeutende Wellen. Die Anschauung statt der Theorie Treibt ihr erläuterndes Wesen, Und die Grammatik von ehedem Verwandelt sich heute ins Lesen! Der kleine Plötz ist jetzt nicht mehr Das wichtigste Bilch, im Leben, Und hat doch uns, dem altern Geschlecht, So viel seiner Weisheit gegeben: La plume de mon oncle est Plus grande, Que la maison de ton pere. — Woher denn wüßten wir Französisch Wenn der kleine Plötz nicht wäre... So machte er uns, wie man hier sieht, Ganz „plötzlich" zu großen Weisen, Und wußte doch nichts von des Unterrichts Modernen konzentrischen Kreisen! Wir mußten die Regeln des Partizips Noch un Französischen lernen, Jetzt, wo wir sie können — will man sie Aus der Grammatik entfernen! Wir kriegten früher vom Lehrer noch Den Buckel vollgehauen, Ach, so ’ne Tracht Prügel konnte doch! Das Herze wirklich erbauen. Heute plätschert man in Humanität Wie in dem Bach der Forelle — Wozu hat der Schüler die von der Natur Zur Sühne bestimmte SteUe? In lächelnder Unantastbarkeit Genießen die fröhlichen Knaben, Beklemmerten Auges der Menschlichkeit Loyale Gesetze und Gaben. Sie wissen genau, es geschieht ihnen nix. Und bringt sie ein Unfug zu Schaden, Dann wird der Magister freundlichen Blicks Zur Haftpflicht eingeladen!! . . . So wickelt das Garii sich! behende ab Von der pädagogischen Spule, Der Wissensfaden nimmt fein End' — Jetzt kommt noch die Kunst in die Schule Heil, daß zu der Musen Zauberei Man weise die Zuflucht nimmt. Das ist auf des Lernens Hirsebrei Der süßere Zucker und Zimmt! Es dreht das Gehirn sich in wirbelndem Tanz, Der Eifer ist nicht zu ermessen, Wie viel muß man lernen und wie viel muß Man später wieder vergessen! Indes, auch dieser Uebelstand Ist nimmer der Zukunft vergebens. Denn auf das Leben der Schule folgt Tie härtere Schule des Lebens! . . . . usw. * Hebet die Kaiserin Friedrich schreibt Hans Delbrück im Oktoberheft der „Preußischen Jahrbücher" u. a. Folgendes: „Wie sehr fürstliche Persönlichkeiten unter anderen Bedingungen leben als andere, Sterbliche, läßt sich besonders an Thatsachen erkennen, wo man es am wenigsten erwartet, und um so mehr möchte ich! auch Folgendes erwähnen: Man hat in Deutschland niemals gewußt, wie schön die Kaiserin Friedrich! war. Das scheint bei einer Dame, die fortwährend den Blicken der Öffentlichkeit ausgesetzt ist, so unbegreiflich, daß man es auf eine vereinzelte Aussage hin vielleicht noch bezweifeln möchte. Wer e's ist nicht nur wahr, daß sie viel schöner war, als man im Volke wußte, sondern auch ganz gut erklärlich. Als sie in Deutschland ankam, war sie noch ganz unentwickelt; in den Bildern jener Zeit vermag man kaum eine Ähnlichkeit mit ihrer späteren Erscheinung zu entdecken. Frauen, deren Schönheit wesentlich mit auf der Intelligenz des Ausdrucks beruht, erreichen den Höhepunkt naturgemäß erst später als andere, bei denen der regelmäßige Schnitt der Züge den schönen Eindruck macht. Nun war die Prinzessin Viktoria nicht nur noch unreif, sondern erschien an der Seite eines Mannes, der das Bild regelmäßiger Schönheit und von ungewöhnlich stattlicher Gestalt war. Sie selbst war keineswegs klein, aber neben ihrem Manne erschien sie doch so. So war der erste Eindruck der äußeren Erscheinung nicht zu ihren Gunsten, und dieser .erste Eindruck ist nie überwunden worden — aus politischen Gründen: weil sehr bald die Zeit eintrat, wo sie in hohem Grade unpopulär wurde und eine derartige, nicht schematische, sondern ganz in- dividuelle Schönheit auch! etwas mit den Augen der Liebe und Verehrung angesehen werden will, um entdeckt zu werden. Es kommt noch dazu, daß die große Staats- tvilette ihr am wenigsten stand, bei weitem nicht so gut wie das Hauskleid. Ich glaube, dieses Urteil wird man ich von jedem, der der hohen Frau einmal näher getreten X bestätigen lassen können. Als ich mit meinem damaligen Reichstagskollegen, dem verstorbenen Herrn v. Wedell-Mal- chow, einem, wie ich glaube, sehr nüchtern denkenden Manne, einmal darüber sprach, stimmte er mir nicht nur zu, sondern sagte: „Wenn sie einen mit ihren braunen Augen so freundlich ansah, man hätte für sie durchs Feuer gehen können." Ms der zu früh verstorbene Maler Christian Wilberg, der im Neuen Palais eingeladen war und im Sanssoucipark Studien machte, 'dort einmal mit mir von der Schönheit der Kronprinzessin sprach!, sagte ich zu ihm: „Lachen Sie mich nicht aus, aber wissen Sie, in welchem Augenblick sie mir einmal besonders schön erschienen ist? — als sie gähnte. Können Sie mir das als Künstler erklären?" Wilberg aber lachte mich gar nicht aus, sondern sagte, das sei ganz richtig beobachtet: sie habe einen so schönen Mund, daß. selbst jene an sick- unschöne Bewegung ihr vorteilhaft sei." * Eine heitere Viertelstunde wurde dieser Tage den Münchener Stadtvätern durch ein seltsames Schreiben bereitet. Sieben Damen traten nämlich als Schutzen gel eines Schwimmmeisters im Müller- schen Volksbad auf, dem der Dienst gekündigt ist! In zwei höchst säuberlich! geschriebenen, an Bürgermeister v. Borscht und an Verwaltungsrat Simmerlein gerichteten Briefen, verlangen sie die Beibehaltung des betreffenden Schwimmmeisters. Der Brief, der in einer Magistratssitzung verlesen wurde, besagt u. a., die sieben Unterfertigten haben unter der umsichtigen und „ungemein praktischen" Leitung des Schwimmmeisters L. R. Schwimmen „teils schon erlernt, teils sind sie im Begriffe, dasselbe „unter großen Fortschritten" zu lernen". Nachdem nun dieses „schöne Vergnügen" mit „Lebensgefahr" verbunden ist und Schwimmmeister L. R. gerechtfertigtes „unbeschränktes Vertrauen sämtlicher Damen" im hohen Maße genießt, werden sieh die sieben Unterfertigten nicht mehr entschließen können, das Schwimmbad nach! Austritt des R. zu besuchen! Nun bitten die sieben Damen im Interesse des „allgemeinen Wohles" (!) und des Bades um Beibehaltung des Schwimmmeisters R., damit sie das Bad weiter „ohne Bedenken" besuchen können. Der Senat nahm von dem Briefe mit vieler Heiterkeit Kenntnis und lehnte das Ansinnen ab. In höflicher Bitterkeit gab der Vorlesende die Unterschriften ter sieben „Schutzengel" nicht bekannt. * Die Hirsche'sche Erbschaftssteuer. Aus London wird berichtet: Tie Erbschaftssteuer für den Nachlaß des Baron Hirsch hat in dieser Woche in der Geldbewegung auf dem Londoner Platze eine Rolle gespielt. Sie beträgt nicht weniger als 1200 000 Pfd. St., welche von dem Testamentsvollstrecker an den Staat zu entrichten sind. Davon entfallen etwa 700 000 Pfd. St. auf die Grundstücke und 500 000 Pfd. St. auf die Legate. Der Betrag ist dem Markte entnommen und bei einer großen Bank hinterlegt worden, die ihn in die Bank von England abgeführt hat. * Zu viel Frau. Aus London schreibt man: Der verstorbene Bischof von Minnesota, Henry William Benjamin Whipple, war in der anglikanischen Kirche wohlbekannt. Er hielt die Eröffnungspredigt bei dem Kirchenkongreß in Wesftninster im Jahre 1888 und war von den Universitäten Cambridge und Durham zum Ehren-Doktor ernannt worden. Er, wußte von den Indianern seiner Gemeinde sehr lustige Geschichten zu erzählen. An einem kalten Wintertage begegnete er einem Indianer, der nur Gamaschen anhatte und in eine dünne Decke eingehüllt war. Er sagte zu ihm: „Du mußt frieren." Die Rothaut wies mit dem Finger nach dem Bischof und sagte ohne Umschweife: „Gesicht nicht frieren und Indianer alles Gesicht". Noch! weniger gesprächig war ein verheirateter Tapferer, der, als ihn der Bischof teilnahmsvoll fragte, warum er so betrübt aussehe, antwortete: „Zu viel Frau." * Eine köstliche Anekdote erzählt Tr. Luff in einer Ansprache bei einer Versammlung der pharmazeutischen Gesellschaft von Großbritannien. An Bord eines gewissen Schiffes befand sich! ein wohlversehener Medizinkasten nebst ausführlichen Gebrauchsanweisungen, aber kein Doktor. Ein Matrose wurde krank, und nach den Symptomen, die sich zeigten, würde eine Dosis aus Flasche Nr. 9 die richtige Medizin für ihn gewesen sein. Unglücklicherweise war Flasche Nr. 9 leer. Wer der Kapitän war der Schwierigkeit gewachsen. „Tas macht nichts", erklärte er, „gebt ihm eine Dosis aus Flasche Nr. 4 und Flasche Nr. 5 zu gleichen Teilen!" Der Matrose war am nächsten Tage wieder gesund, und der Kapitän glaubt bis auf den heutigen Tag, an ihm sei ein bedeutender Arzt verloren gegangen. *DieZarin als Karikaturenzeichnerin. Ter Gesandte einer Großmacht erzählt, wie der „Gaulois" berichtet, folgende authentische hübsche Anekdote, die zugleich ein Licht auf die „Psychologie" der kaiserlichen Familie wirft und die in familiärer Form bestätigt, was man über die Autorität weiß, die Alexanders III. Witwe auf den Geist ihres Sohnes ausübt. Tie junge Kaiserin zeichnet wunderbar, und besitzt besonders die Gabe, Karikaturen zu entwerfen. Ohne Böswilligkeit erfaßt sie die lächerlichen Seiten und macht von den Personen ihrer Umgebung zahlreiche karikierende Porträts, die Nikolaus II. sehr belustigen. Oft bat sie der Kaiser: „Versuche doch einmal von mir eine Karikatur zu zeichnen!" — „Nein", antwortete die junge Kaiserin, „Tu würdest böse sein! . . ." Ter Zar bestand Gerichtssaal. Paris, 10. Okt. Bei dem vor dem Zuchtpolizeigericht in Poitiers verhandelten Prozeß gegen den Advokaten Marcel Monnier, den Bruder der unglücklichen, jahrelang „aus Familienrücksichten" im Hause der Mutter ge-> äugen gehaltenen Blanche Monnier, wurden als Beweistücke vorgezeigt: Der durch eine Matratze gepolsterte! Fensterladen, der verfaulte Strohsack, eine Kette mit Vorlegeschloß, die d'ajs- Oeffnen des Fensters unmöglich! machte, und Gläser mit berschiedenen Arten von Wür- uuern, von denen das Lager der Unglücklichen wimmelte. Es sollen Mehlwürmer und eine besondere Art von Speck Würmern gewesen sein. Tas Publikum lachte und stampfte und schrie dann: „Luft! Luft! sonst kriegen wir die Pest!" Die Anklage lautet auf „Mißhandlung aus Mangel an Pflege". Aber es ist wahrscheinlich, daß dem Angeklagten diese nicht nachgewiesen werden können, weil seine Mutter allein regierte, hartnäckig auf ihrem Willen bestand, die Tochter nicht einer. Anstalt zu üb ergeben, „was eine Schande für die Familie gewesen wäre", und dem Sohne mit Enterbung drohte, wenn er noch weiter davon spreche, deshalb auch einen längeren Bruch, in den Beziehungen mit ihm eintreten ließ. Aus dem Testamente, das nach ihrem plötzlichen Tode im Gefängnis eröffnet wurde, ergiebt sich deutlicher denn ans allen Mit-- teilungen von Bekannten über das Verhältnis von Vtutter und Sohn, daß die Mutter es mit ihrer armen Tochter gut meinte, besser als mit dem Sohne, den sie sowohl von einem Teil des Erbes als von der Beisetzung in der Familiengruft ausschloß, wo sie mit Blanche ruhen wollte. Tas große Publikum versteht jedoch! von dem allen nichts; da die Mutter der Strafe durch den Tod entging, sammelt es seinen ganzen Zorn auf dem Haupte des Sohnes an, dessen Erscheinung und Auftreten vor Gericht den Eindruck geistiger Richtigkeit Hervorrufen. Als er nach dem Gefängnis zurückgebracht wurde, tönte es auf dem ganzen Wege: Mörder! tötet ihn ! insÄasser mit ihm! Mehr noch als in der ersten Zeit hat er jetzt die gute Gesellschaft für sich, die in ihm einen unschuldig verfolgten Standesgenossen erblickt und ihm vor Gericht durch ihre Vertreter Beweise der Sympathie und Achtung geben läßt. Auch die Gerichtsärzte, welche die Geistesverfassung seiner Schwester zu prüfen hatten, scheinen darauf bedacht zu sein, seine Verantwortung zu verringern, indem sie Blanche Monnier als ein Wesen hinstellen, dessen Absperrung seit seinen Jugendjahren notwendig geworden war, weil es durch fein Benehmen öffentliches Aergernis hätte verursachen können. Sie stimmen darin überein, die aus dem Kerker im Elternhause Gerettete sei blödsinnig, und es! haften ihr noch Spuren ihrer einstigen Unzüchtigkeit und Schmutzsucht an. Diesen Behauptungen trat aber der Kavlan des Hospitals, Abbe de Mondion, der Blanche Monnier seit ihrer Befreiung täglich besuchte, mit Entschiedenheit entgegen, und auch eine der pflegenden Schwestern sagte aus, sie habe sich von Anfang an mit kindlicher Freude über die sie umgebende Reinlichkeit geäußert und halte sehr darauf. Von Blödsinn wollen beide nichts bemerkt haben; sie geben nur zu, daß Blanche dunch die lange Einsamkeit geschwächt sei und vor Fremden scheu und wirr werde, weshalb sie auch nicht vor Gericht erscheinen kann. Der Verteidiger von Marcel Monnier wollte zu Gunsten seines Klienten geltend machen, daß Blanche, wenn die Sprache auf ihren Bruder komme, nie anders sage, als: mon tres cher frere. Wie die Pflegerin versicherte, sagte Blanche aber auch: ma tres chere fleur und mon tres cher bifteck. Daß sie sich stets entschieden gegen einen Besuch von Familienangehörigen verwahrt, i|t ebenfalls Thatsache. <-nt umarfoenb ünh fianfo IHiiftrr < an tit _____ >- - vÄ*y-t *.;• Holienst?in6rSeHienweberei.,I,otze"ZHö)iensteih'Ernstthal, "Könighdyr, ^rogbcrjogM'cr uni» 6fT30gli.fr er £SofIirfcr.mt Seuor Sic 3l’,cn Srbdrf in Selben- llofrcnbctfey/DCr. langen Sie in Ibi ent Interesse Sie ictt Ianrzevulen bekannten, von zahlreichen wissenschaftlichen Autoritäten und praktischen Aerzteu angewandten: “Sclweizer-Pillen imb Heine noch in allen Kreisen da« beliebteste Hausmittel. Man achte darauf, daß jede Schachtel als ö-tiquetle das Weiße Kreuz in rothem Felde, wienebeustehend.trägt. Wc^iickt In den Apotheken erhältini, wende man sich mit l0Pfg.,Post.'arte an ApoW. Rich. Brandt’s Nacht, Schaffhausen (Schweiz). 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