Erftts Blatt Är. 188 181. Jahrgang Dienstag 13. August 1901 Jliolilihellvcrsilherllllgsilllstalt Hr. Heßen Amtlicher Feil. 1901. Land- Vor Gr. Bürgermeisterei erscheint ver- -L ) 4 5279 in bis ten 190 in verstcherungs pflichtiger Beschäftigung. Vorgelesen, genehmigt, unterschrieben 8> Zur Beglaubigung: K> zur , den—ten 180 Großh. Bürgermeisterei R> Ich habe zuletzt vom bis bei Zur Beglaubigung: zur Großh. Bürgermeisterei n Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. die en. , wohnhaft zu Straße Nr. ' D zum 15 Jahren. *♦•*) Verstorbene war zuletzt bei tzmW 5 75 L i I L Beschl. Dem Vorstand der Jnvalidenversicherungsanftalt ^Gr. Hessen" zu Darmstadt, Wilhelminenstr. 34, gemäß Ziffer 145 der Vollzug-anweisung ergebens! übersandt. Großh. KreiSamt .................................. *) Der Antrag muß bei Vermeidung des Ausschlusses vor Ablauf eines JahreS nach dem TodeStag gestellt sein. **) Sofern elternlose eheliche Kinder in Betracht kommen, sind als Anlagen außerdem beizufügen: 1) die Sterbeurkunde der Mutter und 2) die Heiratsurkunde der Eltern (beide in abgekürzter Form). ***) Die Formulare zu den abgekürzten Registerauszügen werden durch Vermittelung der Gr. Kreisämter kostenfrei an die Gr. Standesämter abgegeben. Die Standesbeamten haben sich zu diesem Zwecke mit ihren Bestellungen an die Gr. Kreisämter zu wenden. ****) Die unter poa. 4 und 6 bezeichneten Urkunden sind nur zu erbringen, wenn die Witwe nickt mehr lebt. Antrag auf Krstattuug von Beiträgen gemäß § 44 des Ges ») (Ziffer!37 bis 146 der Voll- mgsanweisung zum Jnva- ltdenversicherungsgesetz vom 3. 7 99 für die unteren Verwaltungsbehörden im Gr. Heffenvom7.Juni 1900). Adresse für Depeschen: Anzeiger Sichen. FernsprcchanschlußNr.51. Tie Gegenbewegung gegen den deutschen Zolltarif im Auslande nimmt an Stärke zu. Allen voran marschiert Rußland. Herr Witte war es, der schon vor Monaten, ehe überhaupt jemand etwas über die Gestaltung des Tarifentwurfs wußte, den Feldzug gegen Teutschlgnd publi- cistisch eröffnete. Die Petersburger Presse sekundiert ihm beständig und neuerdings kommen Nachrichten von ©d)rillen Rußlands, die btreffe diplomatische Unfreundlichkeiten involvieren, diese Nachrichten tauchen in Zeitungen auf, die man als ernste Blätter bezeichnen muß. Kaum hat man vernommen, daß die russische Regierung ihre Grenze für die sogen. Preußengänger sperren wolle, wodurch unseren Grundbesitzern im Osten die Einbringung der Ernte wesentlich erschwert würde, so kommt jetzt die Meldung, der russische Finanzminister habe seine Bevollmächtigten in Deutschland angewiesen, die Vorarbeiten für einen Handelsvertrag einzustellen. Diese Meldung ist nicht recht verständlich, und mit Vorarbeiten können natürlich irgend welche Verhandlungen zwischen russischen und deutschen Vertretern nicht gemeint sein, weil hierzu die Grundlage, nämlich ein feststehender Tarif, fehlt; liegt doch nur ein Entwurf vor, der noch nicht einmal einen der beiden gesetzgebenden Faktoren, den Bundesrat, passiert hat. Die Vorarbeiten der Bevollmächtigten des Herrn Witte könnten daher nur einseitige Arbeiten informatorischer Art sein, und da scheint es ausgeschlossen, daß der russische Finanzminister auf die Fortsetzung dieser Arbeiten aus Verdruß über die vorläufige deutsche Tarifgestalt verzichten sollte. Die ganze Nachricht ist alfo nur mit Vorsicht zu behandeln. Das Nächstliegende wäre, anzunehmen, daß die bezeich- Das von rau Anna Hein bnhtbatnme a.Mf; rlin veMrBuL nensMz Ein Asm. d-er- ns tzvg.2ed«rfsat< Frau Anna Hein Berlin S. Nr. 178, . Oranienstr.Sv. , den ten 190 Wchidk i trotten, hochglänstiü, Pfund 90 Ag. niMnfo|ort * WM hHglänM Pfund 75 Pfg. .Oelfarben, Pinsel u|n. av Walter, MW 13. IMW Beschl. Dem Vorstand der JnvslidenversicherungSanstalt „Gr. Hessin" zu Darmstadt, Wilhelminenstr. 34, gemäß Ziffer 145 der Vollzugsanweisung ergebens! übersandt. Großh. KreiSamt 190 an sei am ten Dem Grobherzoglichen Kreisamt................................... gefl. weiteren Amtshandlung (gern. Ziffer 143 der Vollzugsanweisung) ergebens! vorgelegt. « in in versicherungspflichtiger Beschäftigung gestanden, auch bin ich belehrt, daß durch die beantragte Erstattung die durch das bisherige Ver« sicherungsverhältnis erworbene Anwartschaft auf Rente verloren geht. Vorgelesen, genehmigt, unterschrieben H(f* u» dreas W storben, und beantrage — sie — er al« Vormund de hinterlassenen -^^n ) Äinbe unter 15 Jahren — vaterlosen Erstattung der Hälfte der für d Verstorbene zur Invalidenversicherung geleisteten Beiträge. Als Anlagen werden beigefügt: 1. die letzte Quittungskarte Nr. 2 standesamttiche Sterbeurkunde (in abgekürzter Form), •••) 8. Bescheinigung der Bürgermeisterei, daß der Tod de Versicherten nicht infolge eines Betriebsunfalles eingetreten ist und den Hinterbliebenen auf Grund der Unfall- verficherungsgefetze eine Rente nicht gewährt wird, oder Angabe, bet welcher Berufs- genossenfchaft Antrag auf Gewährung einer Ünfallrente gestellt worden ist, 4. amtsgerichtliche Vormunds-Bestellungs-Ur- künde, ***♦) 5. Geburtsurkunde de Kinde unter -»trag auf Krstattung von Beiträgen gemäß § 42 des Ges.*) (3iffer 187 bis 146 der Voll. zug-Sanweisung zum Invalide nverficherungsgesetz vom 18. 7. 99 für die unteren öerwaltungSbehörden im ®t- Hessen vom 7.Junil900). Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Zamllien- tlätter werden dem An- feiger im DKchsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter für Hess. Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Annahme von Anzeigen tu der nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Summer bi« vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten» abend« vorher. Politische Wochenschau. Alles politische Interesse ist in diesen Tagen zurück- getreten vor dem Trauerfall, von dem unser Kaiserhaus durch das Hinscheiden der Kaiserin Friedrich betroffen worden. Der Kaiser eilte, seine Nordlandreise abbrechend, nach Friedrichshof an das Sterbelager der Mutter, wo sich mit ihm die Anverwandten versammelten. Die Tugenden der Heimgegangenen als Fürstin und Mutter, als Gattin des unvergeßlichen Helden, des Lieblings der deutschen Nation, sind in den der hohen Frau gewidmeten Nachrufen hervorgehoben worden. Mit seinem! Kaiser trauert das deutsche Volk an der Bahre einer edlen Fürstin von freiheitlicherer Denkart als sie sonst an so hoher Stelle gefunden zu werden pflegt. Auffallend waren die umfassenden militärischen und polizeilichen Sch-utzmaßnahmen, die in der Umgebung von Cronberg getroffen wurden; man as viel von Anarchisten, denen man nachspüre, es hat ich aber gezeigt, daß die Gegend anarchistenrein war. Am letzten Tonnerstag vor einem Jahre wurde dem Feldmarschall Grafen W a l d e r s e e das Oberkommando in Tschili übertragen. Angeblich sollte dies vom russischen Zaren angeregt worden sein, aber später erfolgten von russischer Seite wiederholte Kundgebungen, die dem ent- gegentraten. Tie Aufgaben, die dem Grafen kurz vor seiner Abreise nach Ostasien öffentlich gestellt wurden, kamen nicht alle zur Lösung; denn kurz nach seiner Abfahrt war die dringendste Aufgabe, die Befreiung der so lange in Peking eingeschossenen Gesandtschaften, bereits gelöst; der Gedanke an seine Rückberufung lag damals nahe; auf alle Fälle Dem Großherzoglichen Kreisamt..................... ............ gefl. weiteren Amtshandlung (gem. Ziffer 143 der Vollzugsanweisung) ergebenst vorgelegt. Gießen, den 7. August Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der JPb........ .......................................................................... *) Der Antrag muß bei Vermeidung des Ausschlusses vor Ab- “uf Jahres nack dem Tage der Verheiratung gestellt sein. , . > Dre Formulare zu den abgekürzten Registerauszügen werden My Vermittelung der Gr. KrerSämter kostenfrei an die Gr. Standes- Mer abgegeben. Die Standesbeamten haben sich zu diesem Zwecke 011 chren Bestellungen an die Gr. KreiSämter zu wenden. SS • Urs- 2i;. ÄsVB-rs Bezugspreis vierteljährig Mk. 2.20, rnonatl. 75 Pfg. rnilBringcrlohn; durch die Abholestcllen vierteljährl. Mk. 1.90, rnonatl. 65 Pfg. ci Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. Alle Anzctaen-Dermirilung«, .«ell n dcö Jn< und Auslandes ^dhmen Anzetflen für den H'cbcncr Anzeiger entgegen. IjetlenprciS; lokal 12 auSwärt« 20 Pfg. GiehenerAnzeiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen zeigte aber die Einnahme Pekings durch die gemeinsamen Anstrengungen derKremden Mächte ohne Waldersees Oberleitung, daß die Notwendigkeit der letzteren nicht so be- deutend war, als man bis dahin angenommen hatte, freilich eine volle Einigkeit der verschiedenen Truppen- kommandov nach Gesinnung und Vorgehen war mit dem m Peking nicht hergestellt, so wenig wie der letztere das Ende der Wirren bedeutete. Es folgte noch eine ganze Reihe kriegerischer Ereignisse, teils vor Ankunft des Oberbefehlshabers, teils später während seiner Anwesenheit auf chinesischem Boden. Diese militärischen Operationen stunden keineswegs alle unter dem Einfluß oder der Kontrolle des Feldmarschalls, vielmehr hielt mancher fremde Kommandant an einer Selbständigkeit der Entschließungen und Operationen fest, die zu ernsten Konflikten hätte' führen können, wäre Graf Waldersee entschlossen gewesen, mit preußischer Schneidigkeit stets und überall den Oberbefehlshaber hervorzukehren. Man hat vielmehr den Grafen mehr als Diplomaten denn als Feldherrn gesehen, und das ist es gerade, was zum Beispiel der französische Gesandte ihm als großen Takt nachgerühml hat. Unter Ausschluß jeglicher diplomatischer Eigenschaft und Befugnis war Graf Waldersee nach China gegangen, mit einer rein militärischen Aufgabe, und doch sollte seine Hauptleistung int Tiplo- tnatifieren bestehen. Am meisten Fühlung mit ihm und Respekt vor feiner Stellung zeigten noch die Franzosen, so daß denn auch mancherlei Einzelheiten von dem guten Einvernehmen zwischen Deutschen und Franzosen während des chinesischen Unternehmens zu melden waren. Die andern gingen mehr oder weniger ihren eigenen Weg und bekundeten viel Lust, den Oberbefehlshaber als Luft zu behandeln; das trat besonders bei dem Verhalten der Russen und Amerikaner zu Tage, die mancher militärischen Operation widerstrebten, die Graf Waldersee vorschlug, nicht etwa anordnete. Das Ende der Thätigkeit des Grafen in Tschili glich mehr einem plötzlichen Abbruch als einem naturgemäßen Ablauf seiner Befugnisse; denn gerade hatte er noch umfassendere Operationen nach dem Süden über Tschili, also audf)_ über die Grenze seines Wirkungskreises ins Auge gefaßt, da war es mit dem Oberbefehl zu Ende. Ant letzten Donnerstag nun ist. Graf Waldersee in Hamburg, und am letzten Samstag in Homburg eingetroffen. Aus deni noch vor kurzem ins Auge gefaßten triumphartigen Einzug, wie ihn der lebhafte Sinn des Kaisers gegenüber einem erfolgreichen Feldherrn gewünscht hatte, ist eine bescheidenere Landung geworden, eine Thatsache, die dem Empfinden weiter deutscher Kreise mehr zusagt, da die persönlichen Erfolge des Grafen Waldersee und die allgemeinen Ergebnisse des Eingreifens in die chinesischen Wirren für das Deutsche Reich nicht danach geartet find, um einen Triumphzug zu veranstalten. Allerdings ist diese Erkenntnis nicht die Veranlassung zum Abgehen von denk ursprünglichen Ueberschwaug mit dreißigstündiger völliger Sperrung der Elbe gewesen, sondern der Tod der Kaiserin Friedrich; weder Kaiser noch Kronprinz erschienen zur Begrüßung, sondeni General v. Wittich, der im Auftrage des Kaisers Mitteilung machte von den dem Feldmarschall zu ged acht en Auszeichnungen. Tie Stadt Hamburg hat den Grafen zu ihrem Ehrenbürger ernannt, der Prinzregent von Bayern und der König von Sachsen haben ihm einen Orden verliehen. Mit der Rückkehr des Feldmarschalls hat der erste Schritt Deutschlands in die Weltpolitik hinein einen gewissen Abschluß erreicht. Es giebt Leute, die meinen, damit sei ein Gebiet betreten, auf dem man unaufhaltsam weiter müsse, und ein Blatt sagt: „Fürst Bismarck hat einst ausgesprochen, er habe die deutsche Einheit machen können, weil es ihm gelungen fei, den König und das Heer in den Dienst des nationalen Gedankens zu stellen. Heute haben König und Heer sich selbst in den Dienst jenes größeren Deutschland gestellt, das uns als die Frucht der unvergleichlichen Staatskunst und der großen Feldherrnkunst der Vergangenheit erwachsen und das zu hüten und aus- zubauen die Aufgabe kommender Geschlechter fein wird.^ Wir meinen, die chinesische Angelegenheit an sich bietet dazu nicht viel Anregung. , Kreis und erklärt, ihr Ehemann gemeirrdeu des KreiseS. Nach § 128 des JnvalidenversicherungS-GesetzeS vom l3. Juli 1899 und nach der Bollzugsanweisung Großh. Ministeriums des Innern zu genanntem Gesetz für die unteren Verwaltungsbehörden im Großherzogtum Hessen vom 7. Juni 1900 (Kapitel VTLI Ziffer 137 und folgende) geschieht die Anmeldung des Anspruchs auf Erstattung der Hälfte der geleisteten Beiträge (§§ 42/44 des Jnvaliden- verficherungs Gesetzes) nicht wie früher bei dem Vorstande der Versicherungsanstalt, sondern je nach Wahl des Antragstellers bei der unteren Verwaltungsbehörde oder bei der Bürgermeisterei des letzten BeschäftigungS- oder Wohnortes. Die Regel bildet die Antragstellung bei den Bürgermeistereien des Wohnortes. Um verschiedenen hierbei zutage getretene Uebelstände abzustellen und eine einheitliche Antragstellung zu ermöglichen, hat der Vorstand der JnvalidenrersicherungSanstalt Großh. Hessen für Anträge auf Erstattung gemäß § 42 und 44 des Gesetzes (solche auf Grund des § 43 kommen nur selten vor) die nachstehend abgedruckten Formulare herstellen lassen, die del der Buchdruckerei „PapierhauS Elbert", Ernst-Ludwig- QuVriiU Darmstadt, zum Preise von 1 Mark für 25 Bogen erhältlich sind, und zwar ist das Formular Nr. 214 B bei Erstattungen gemäß § 42 und dasjenige Nr. 214 A bei Erstattungen gemäß § 44 zu verwenden. Die Kosten hierfür sind von den Bürgermeistereien nur zu^ers Un^ ÖOn &en ^utragftellern mit 4 Pfg. pro Bogen Wir empfehlen Ihnen, bei Aufnahme von Erstattungsanträgen gemäß § 42 und 44 des Gesetzes nur die vor- genannten Formulare zu verwenden, aus denen auch ersehen »erden kann, welche Anlagen bezw. welche Angaben erforderlich find. Es wird dies auch zur Folge haben, daß die aatragstellenden Personen zum großen Teil schneller in den Besitz des ihnen zukommenden Betrages gelangen. v. BeHtvld, JMlidellverfichrrullgsanM Gr. Mn. Vor Gr. Bürgermeisterei erscheint , jetzige Ehefrau des . ........................................, wohnhaft zu....................... Kreis , Straße Nr und erklärt, sie habe sich am ten 190 verheiratet und beantrage deshalb Erstattung der Hälfte der für sie zur Invalidenversicherung geleisteten Beiträge. Als Anlagen werden beigefügt: 1. die letzte Quittung»karte Nr. 2. standesamtliche Heiratsurkunde (in abgekürzter 3. Aufrechnungsbescheinigungen Nr. Meratur, MUenschaft und Kunst. L dürfen fortan nur noch zum einfachen Fahrpreise, Meßsonderzüge aber überhaupt nicht mehr gefahren werden. Ebenso werden die in den Bezirken Magdeburg, Berlin, Halle und Hannover bestehenden Kupeefahrkarten am 1. Ok° Es istItober abgeschafft. In den Sonntagskarten tritt eine gang, dem Zanardelli dadurch das Bedenklich^ zu nehmen suchte, daß er verbreiten ließ, er werde die Neubesetzung ausgeübt worden. Wir würden Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie diese Berichtigung im Interesse der Wahrheit verwerten wollten. zusehr geeignet, die Aussichtslosigkeit der jetzigen politischen Situation dem italienischen Volk vor Augen zu führen. Ta müht sich der greise Zanardelli ab, sein aus den verschiedenartigsten Elementen zusammengesetztes Kabinett lebensfähig zu erhalten. Tie Leiter des Finanzressorts und Ackerbauamts sind bereits ausgeschieden, ein Vor-! 'neten russischen, in Teutschland angestellten Vorarbeiten an sich beendet sind, bezw. daß der Minister weiterer Aufklärung nicht mehr zu bedürfen meint. Eventuell könnte es eine Nachricht sein, die lanciert ist, um im Anschluß an die Preußengängersperre als Schireckschuß zu wirken. Vielleicht — das ist aber nicht sehr wahrscheinlich — entbehrt sie ganz eines thatsäch-lichen .'Hintergrundes. Tie nächsten Tage werden voraussichtlich Klarheit darüber bringen. Tie Türkei liegt gegenwärtig mit zwei Mächten in Konflikt, mit England und Frankreich In Südarabien be- •• Ernennung. Wie uns aus Darmstadt telephonisch mitgeteilt wird, hat der Großherzog den Privatdozenten . ~ - , . , . . . ----------------- — v----------.au der hiesigen LandeSuniverfität Dr. jur. et phil. Erich dw Arbeiter., Wochen- und Rückfahrkarten, die Jung zum außerordentlichen Professor in der juristischen ina lieben. noben I von mindestens I Fakultät ernannt * Aos Stadt und Land. srnchrichle« von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemefferr honoriert. ebenso ausgebildete Hinterhauptswindungm. Die Symetrie an diesem Hirn ist überhaupt so vorzüglich, wie man sie nicht leicht zu sehen bekommt. So hat dieses Gehirn in keiner Weise und nach keiner Richtung hin etwas Auffälliges, im Gegenteil, man kann sagen, daß e« sich um ein durchaus normales Gehirn handelt. Natürlich kann dieser eine Schädel allein nichts beweisen, erst große und auSgiebtge Rethen können hier zu weiteren Schlüffen führen. In der Dttkussion weist Professor Klaatsch darauf hin, daß die von Waideyrr an den Knochen der Füße gefundenen Abnormitäten sich bet niederen Menschen- raffen finden, und daß cB wichtig sei, daß künftig auf Abweichungen der Füße bet Verbrechern geachtet wird. Kiel, 11. Aug. Das Schiff der vom Deutschen Reiche entsandten Südpolar-Expedition „Gauß" hat heute vormittag die Ausreise angetreten. Zur amtlichen Entlassung der Expedition begaben sich früh 7 Uhr als Vertreter des Reichs der Unterstaatssekrefär Rothe und Geh. Regierungsrat Lewald vom Reichsamt des Innern, sowie ein kleiner Kreis Geladener, darunter Geheimrat Prof. Dr. Freiherr v. Richthofen-Berlin, Wirkt. Geh. Ad^- miralitätsrat Prof. v. Neumayer-Hamburg, Prof. Chun- ^bipäig, Prof. Wagner-Göttingen, sowie der Rektor der Kieler Universität, Prof. Papenheim mit dem Dampfer „Hollmann" an Bord des „Gauß". Hier hielt Unterstaats- sekretar Rothe eine längere Ansprache, in der er betonte, ooß der Kaiser und das Reich den Gelehrten und der Be- tür ihr mutiges Unternehmen danken. Redner sch.ioß mit dem Wunsche glücklicher Fahrt und glücklichen Wiedersehens. Prof. v. Trygalski erwiderte: Die Expedition scheide in der sicheren Zuversicht auf einen wissenschaftlichen Erfolg und in der Hoffnung auf frohes Wieoer- sehen. Er brachte ein dreifaches Hurra auf den Kaiser aus. Dann kehrten die geladenen Herren auf dem Dampfer „Hollmann" an Land zurück. „Gauß" machte sich von der Boje los und fuhr langsam der Kanalmündung zu. Die im Hasen liegenden Schiffe setzten das Signal: „Glückliche Fahrt". Die Mannschaften paradierten und brachten drei Hurrahs aus, die von Bord des „Gauß" erwidert wurden. Als letzter Abschiedsgruß wurden dann in der Holtenauer Schleuse drei Hurras auf die Expedition ausgebracht. Untersitzen die Engländer den Hafen Aden und beanspruchten dazu noch ein schönes Stück Hinterland als Schutzgebiet. Tie türkischen Behörden erkennen dieses nicht in dem von England festgesetzten Umfange an; nachdem sie nun auf demselben ein Fort errichtet hatten, zogen die Engländer aus, um die Befestigung zu zerstören. Es kam zum regelrechten Kampf, wobei die Türken den Kürzeren zogen, die Engländer aber weiter vorrückten und Punkte auf türkischem Gebiete besetzten. Jetzt ist deshalb die Reihe des Beschwerdeführens an der Türkei. Mit Frankreich liegt die Türkei im Streite wegen der Hafen- und Uferbauten in Konstantinopel; es dreht sich im wesentlichen um eine Geldfrage. Vor fünfzehn Jahren erlangte eine französische Gesellschaft von der türkischen Regierung die Erlaubnis zum Bau von Quais. Tiefe kosteten etwa 40 Millionen Francs. In dem Vertrage zwischen der Gesellschaft und der ottomanischen Regierung soll nun bestimmt sein, daß es der Gesellschaft erlaubt sei, aus dein hinter dem Quais entlang laufenden Gelände Bauten aufzuführen. Seit mehreren Jahren versucht die Gesellschaft die Ausführung dieser Bestimmung. Die türkische Regierung weigert sich, .. —- vcm jiuvium öciyi, vup hat aber die Absicht kundgegeben, das fragliche Land zu «die Regierung entfernt davon ist, das Reformwerk einkaufen. Tie Sach^ zog sich in die Länge, bis der Bot-I mütig zu fördern und in die Thal umzusetzen. Das schafter Constans der türkischen Regierung ein Ultimatum I Scheinleben des Koalitionsministeriums dürfte unter diesen sandte, worin er sie aufforderte, entweder sofort das I Umständen nur noch von kurzer Tauer fein. 2and zu kaufen und zu bezahlen oder die Gesellschaft! Es herrscht also in der Politik Italiens neben der zum Bau zu ermächtigen. Zwar war der 25. Juli der «Stille die Schwüle des Hochsommers. Tas Elternglück des Endtermin, den Constans setzte, dieser hat aber bis heute Königspaares wirkt auf den so im apenninischen Reiche Um- noch nicht seinen Paß gefordert, obwohl die Türkei noch! schau Haltenden wie ein Idyll. immer Ausflüchte macht. 1--- ------ — Dorr der 88, Versammlung der Deutsche« Anthro pologtsche« Gesellschaft. Profeffor Vtrchow verbreitet sich über Schädelformattonen und Deformationen. Von den Unter- luchungen RetziuS ausgehend, der zuerst die Scheidung in dolichoce« phale und brachycephale durchführte, wie« er auf feine eigenen Beobachtung der Kretinen hin. Aus der Beschaffenheit der Knochennäht« rrgiebt sich nach ihm die physiologische oder pathologische Form des Schädels. In Deutschland giebt eS nicht selten große Schädel, bei denen leicht der Verdacht auf Hydrocephalie entstehen kann, ohne daß jedoch irgendwelche Wasseransammlungen vorhanden sind. Sind sie also auch unter gewissen Bedingungen durchaus normal, so kann man doch nicht anderseits aus ihrer Große auf eine höhere GeisteSbefchaffm- detl schließen, ebensowenig wie aus .der Kleinheit der Schädel ein sicherer Schluß auf die Niedrigkeit der Rasse gezogen werden kann. In Deutschland bietet sich diese große Form hauptsächlich im Nordwesten dar, in der Schweiz in Graubünden. Der Grund liegt zum TeU in künstltchm Veränderungen, in Deformationen, die je nach den «eogrophischen Bezirken verschieden auSfallen, zum Teil in krankhaften Prozessen, und ferner in typischen Verhältnissen, die darin bestehen, ??? ?cr elnt Teil bald mehr, bald weniger wächst. Im weiteren Anschluß an das Thema der Schädelblldung gab darauf Geheimrat Waldeyer aus Berlin eine sehr interessante Darstellung auS dem der Kriminal-Anthropologie. Daß der Mensch durch £5!?Il*Set?er5nIa0Un0' insbesondere durch Bau und Beschaffenheit seines Gehirn» zum Verbrecher werde, ist bekanntlich die Theorie LombrosoS, mit der auch die wissenschaftliche Anthropologie sich be- schäfttgen muß. Professor Waldeyer kam in den Besitz deS Schädels Gehirns von Bobbe, der durch feine Menschenfallen und den l . n Jut3 vor seinem Lebensende — er erschoß sich, alS er verhastet werden sollte — beging, wohl hinreichend als ^E^^itttfiert ist. Der Schädel dieses typischen Verbrechers ftg verhältnismäßig groß, die Schädelwandung ist dünn und zeigt Spurm von zwei Schüssen, die der Verbrecher im Augenblick seiner SBaÖafiunfl auf sich abgab; die Wirbelsäule zeigte einen kleinen Buckel, wettere kleinere Abweichungen zeigten beide Füße. Der Körner war zierlich, das Gewicht! ziemlich gering (110 Pfund), während da» Sei htr« 1510 Gramm wog, eine Zahl, die gegenüber dem geringen Körpergewicht sehr hoch ist. Die Hirnwindungen weisen mancherlei interessante Erscheinungen aus: sehr gut ausgeprägte Stirnfurchen und unferm Kloster einen ganz unerwarteten Besuch. Bon unserer,Seite tourbe vor ungefähr zwölf Tagen ein einzige« Gegenbesuch auf Schloß'Adolfseck gemacht, wie es ja der Anstand verlangte. Vorher war die Landgräfin unseren Patres und unserem Kloster eine unbekannte Persönlichkeit. Von unserer Seite ist somit auch nicht der geringste Ginfluß auf die angebliche Konversion der hohen Frau staatssekretär Rote begleitet die Expedition bis zur Unterelbe, wo die „Gauß" zur Instandsetzung des Schiffes einige Tage ankert. — Kommerzienrat Howaldt, der Direktor der Howaldtswerke, die das Schiff „Gauß" erbaut haben, erhielt den Roten Adlerorden vierter Klasse, der Schiffskonstrukteur Koch den Kronenorden vierter Klasse. — Staatssekretär Graf Posadowsky sandte an Prof. v. Drygalski folgende Depesche: „Bad Fusch, 10. Aug. Ihnen und den wissenschaftlichen Gefährten, Kapitänen, Offizieren und Mannschaften des „Gauß" sende ich zur Ausreise aus dem Heimatshafen die innigsten Glückwünsche. Möge Gottes Schutz das Schiff und die mutigen Insassen in allen Gefahren unerforschter Erdteile gnädig geleiten und mögen sich die Hoffnungen und Erwartungen erfüllen, welche die Wissenschaft an das große nationale Unternehmen der Südpolar-Expedition knüpft." — Zu Ehren der Mitglieder der Südpolar-Expedition und der Besatzung des „Gauß" hatte am Samstagabend in Kiel eine von der Universität veranstaltete zwanglose Abschiedsfeier stattgefunden. Vevey, 10. Aug. Der internationale Kongreß zum Schutze des li t t e r ar i sch en und künstlerischen Eigentums beschäftigte sich in seiner heutigen Morgen- sitzung mit den Forderungen und Interessen der Künstler und beauftragte eine Kommission mit der Ausarbeitung eines Verlagsvertragsentwurfs mit besonderer Berücksichtigung der Bilder und Skulpturen. Zum Schlüsse äußerte der Kongreß den Wunsch, es möchten Betrugsfälle, begangen durch Unterschiebung oder Abänderung von Namen oder Zeichen auf Kunstwerken, in allen Ländern durch Spezialgesetze bestraft werden. „Regis voluntas" heißt ein vieraktiges Drama, an dem Josef Laufs zur Zeit arbeitet. Auch dieses Drama soll einen Vorgang aus der Hohenzollern-Geschichte behandeln. — Hermann Sudermann, der feine Kissinger Kur mit ausgezeichnetem Erfolge beendet hat, hält sich zur Nachkur im Engadin auf. Er hat ein neues Bühnenwerk nahezu vollendet. beteiligten Kreise gelegen sei, in Verhandlungen eingetreten^ welche die Einigung der erwähnten großen Genossenschafts. gruppen bezwecken. Die Grundlagen für diese Einigung sind beiderseits festgestellt. Dieselben werden in Kürze den beiderseits zuständigen Körperschaften zur Beschlußfassung unterbreitet werden, sodaß die Erwartung berechtigt ist, daß in aller Bälde ein befriedigender Abschluß erfolgen und der । , „ „ , t - - ---v.--»|bie einheitliche organische Verfassung des deutschen landwirt- gewissermaßen "ai^ de? No?^e Tugend^ TeÄ? neu? l^tlichen Genossenschaftswesens wie in der Gesamtheit, so Minister, zumal geeignete Kandidaten ‘ für das Finanz herbeiführende Zu- ! Portefeuille, lassen sich eben nicht aus der Erde stampfen I l^^^^nschluß demnächst sich vollziehen wird. Zu dieser Kund- Tas Volk verlangt seit Jahr und Tag eine Reform des 9'bnng sind wir nicht nur auS allgemeinen Gründen sowie l Steuerwesens, eine gerechtere Verteilung der Lasten. Bis-Ii"^ Verständigung der beteiligten Kreise, sondern namentlich her sind ihm lediglich Versprechungen geboten worden, auch im Hinblick auf verschiedene, in der letzten Zeit in der Auch Zanardelli auf den die ärmeren Schlichten der Be- Rheinprovinz erfolgte Veröffentlichungen veranlaßt. Mögen Dotierung - er ift äu crftenmate ScbinettSdjef- große S?5f f. biefe auch, wie wir gern annebmen, von bester Absicht ae. nungen setzten, ist die That noch schuldig. Wohl legte die | leitet und rein sacklicben fDlntihp« Regierung im März einen diesbezüglichen Gesetzentwurf fieboAbn^na’S S entsprungen fern so find vor, doch die Parlamentskommission begrub ihn^ fan^ uni Öa ? ' auf bi« erahnten, m der Schwebe klanglos aus einem für die parteipolitischen Zustände Jta- I Verhandlungen störend und schädigend eiuzu- | liens sehr bezeichnenden Gründ. Täe Regierung wollte rotrten’ nämlich den bei Annahme des Gesetzes zu erwartenden Q„m , o . Ausfall in den Staatseinnahmen durch Erhebung einer I q r ä f i n n n a^n d u sie f f e n erarcifM^? * progressiven Erbschaftssteuer decken. Doch diese ist ßtg" in aan/ähnHdier erscheint uns auch die Frage, welche Einflüsse bei diesem vorgeblichen Religionswechsel mitgewirkt hätten. Ganz aus sich selbst heraus entscheiden sick> wenige Personen für einen Glaubenswechsel; wenn es sich nun wirklich Herausstellen sollte, daß katholische Geistliche dabei ihre Hand im Spiele gehabt hätten, so würde es sich um eine Prv- Die englische Kriegführung in Südafrika wird! HflfiffGfrp Ss^pLlstriNr I Ä^a handeln, die vom katholischen Standpunkte aus immer brutaler. Die neueste That der englischen Kriegs-! I erscheint. stch°nG"bVMMlk'S^-mbe?"rg°b?Nü?' uTbän’nt fart w'rd die «ushtbuug aller S Lsch Ä» ÄÄf L und i^er &ütniür berS 7u erflärcrr z Anschluß-Rückfahrkarten und festen Rund- Frauenberge bei Fulda murde behauptet, die „Patres seien dieser Anweisung hat^Lord D übener eineProklamat^n Ä r^sekarten innerhalb der preußtscheu Bahnen vom l.Ok- auf Schloß Adolfseck ein- und ausgeaangen". Auch diese lassen. Man fragt sich vergeblich, na^ toeWm W Imit beso n d ers l Behauptung ist erfunden, wie nachstehendes Schreiben an eine solche Maßregel zu begründen wäre. E-naland inaßthjmägigten Fahrpreisen kommen mit Schluß derstie „Germania" vom Frauenbcrge beweist: sich damit ein Strasrccht an über die Männer die ans Sommersahrplanzeit IN Fortfall. Derartige Regiesonderzüge , ^hre kgl Hoheit machte vor ungefähr drei Wochen Seiten des anderen krieg,ührenden Staates kämpfen, die " ------------* -----* ' ' ---- ™ “ 1 ,n,fpTTn @,nrh*r l"np" iHpt““ nichts als ihre Pflicht thun, die das leisten, was England von feinen Bürgern in gleichem Falle nur wünschen könnte. Es ist ein unverkennbares Zeichen der Schwäche, welches (Snglani> mit diesen Problemen giebt. Cs Ift I tvvcr augeicnanr. 'tn oen ^oonntagSkarten tritt eine I mehr durchzu'kommen \o\Vt?1 An^irfeVt” dieser Einschränkung insofern ein, als alle Karten dieser Art, von Maßregel im Sinne der Engländer ist sehr zu zweifeln ^""Erhalb eines Jahres nicht mindestens 300 Stück! im Gegenteil wird voraussichtlich die Folge die sein, daß verkauft sind, aufgehoben werden. Neue SonntagSkarten die Buren ihrerseits zu Repressalien greifen werden.' Wo werden nicht mehr eingeführt. SonntagSkarten mit nied-I soll das aber endlich hinaus? Soll Südafrika der Welt tigeren Preisen werden auf den einfachen Fahrpreis erhöht.! schließlich noch das Schausviel eines völlig entmenschten! Als Ersatz für die mit einer Fußtour verbunden gewesenen! Kampfes zwischen zwei zivilisierten Völkern bieten? | Sommerkarten können nach dem Ermessen der Eisenbahn- । . . direktion Rückfahrkarten mit Giltigkeit nach mehreren Stationen «FLoMrftyer -Otte,♦ !zum Preise der Durchschnittseutfernung ausgegeben werden.! Aus Rom wird uns geschrieben: I Nicht berührt hiervon werden die Einrichtung der zusammen-11 Die Siebenhügelstadt schläft den politisch>en Sommer-!stellbaren Fahrscheinhefte, die Monatskarten, die Zeitkarten!« schlaf. Die vom Sckftcksal Begünstigten, denen Zeit und für Schüler, die Arbeiter-, Wochen- und Rü«---- ti« Wgutio haben Fahrpreisermäßigungen für Gesellschaftsreisen von mmo°n-n-ii geschüttelt, und°pflegcn^ iuEst"in "den" Seebäd"rn ^rst0 ^kÄ-llko'loch^, ^^llüge, sür Schulsahrten " Von Selten des kkausmännischen Vereins wird uns Muße. Sonst geht das Leben seinen müden Gang. Doch die I d, derfen[olonien, sowie für Milde Zwecke. Endlich können I unter Bezugnahme aus einen Artikel die Krankenkaffenpflicht Politik ist nicht ganz vergessen. Bilder aus vergangenen |au7 A'^onderzüge nach Süddeutschland, Hamburg! der Handlungsgehilfen betreffend, mitgeteilt, daß der Vorstand Tagen politischen Glanzes ziehen an dem geistigen Ange!>' to- tolc bisher gefahren werden. Ides Kaufm. Vereins sich feit einiger Zeit schon mit der Au- vorüber, Erinnerungen an Zeiten, da Italien eine höhere ------- ! gelegenheit beschäftigt und in aller Kürze eine allgemeine .^?uahm im Rate der Volker, da ein Staatsmann Von dem Anwalt des Allgemeinen Verbandes der Versammlung mit entsprechender Tagesordnung einberufen will. l^tese/ ÄS” Italienern das deutschen Landwirtschaftsgenosseuschaften, Haas. Darmstadt,! •• Ins Manöver! AuS Anlaß der bevorstehenden mitt- gewesen ist, w<^ Bi^arck den Deutschen war —: mit und dem Generaldirektor des Neuwieder Verbandes wird Itärischeu Herbstübungen machen wir auf die Wichtigkeit der blensten" um^dch^natimmle^Sach""^beschäft"igen^sich^^b^o^!Erklärung veröffcntlicht: Seit längerer Zeit sind Anwmduug richtiger und deutlicher «usschriften Lanken der Italiener ohne Unterschied dess Standes oder Mgememe Verband der deutschen landwirtschaftlichen Ge- bei den Manöver-Postsendungen aufmerksam. Zur Berufes. Man darf sagen, daß das natronake Empfinden "°sieufchaften und der Generalverbaud der ländlichen Genossen- genauen Aufschrift gehören: Familienname (möglichst auch hierzulande selten so allgemein und stark gewesen ist !^tea für Deutschland, beide geleitet von der Ueberzeugung, Vorname), Dienstgrad und Truppenteil (Regiment, Bataillon, wie gegenwärtig, wo der Mitbegründer und begeisterte baß eine einheitliche organische Gestaltung des deutschen Kompagnie, Eskadron, Batterie, Kolonne u. f. w.) und für Verteidiger des Dreibundes mit dem Tode ringt. Sein landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens sowohl für die gewöhnlich der ständige Garvisonort, eintretendenfalls mit toir? , Schimerz Italiens vor der Welt weitere Ausbreitung und das Gedechen dieses wichtigen dem Zusatz ^oder nachsenden". Die Angabe etnefl marf(6» ^offenkundig werden lasten, uni) es rst ja auch nur all->Zweiges der Volkswirtschaft geboten, wie im Wunsch der > quartierS als Bestimmungsort empfiehlt sich in der Regel nicht. f M Edmmm mb tt vaxW UU$otl|$ bin ^xtoatbojenta jm. et phil. Sri^ c in der jnristischu i Bneks wird uns e KraukrnkassenM ilt, daß der Lorsiaid it schon mit btt 8b- irze eine allgtwmr mungeinbtrnftniM btvorstchtndw mili> if bk WW btt ftr «n aufmerksam. Z»at inte (mögW Rtgxmtnl, 8*. i u. s. w.) unb st emttettnbtnfallS Dflabe eines 3w sich m bet Regel »ist ition bis zur Untci* 7 des Schiffes eiW Jt der Direktor s >rbaut haben, erW r . __ Stcwtssest^ Dtygalski foige^ ib ner lteTSr iL»S ??*W? L.'rL “B etfolo,9/ ‘h- bQi 'Äi Ä!?i ■K$i: “«anlajt “m?" jS«S ^ä\o»b "Ea/n. * °hr°S^. «sÄjeä^ W W ? lhre öbu ’ W um eine «fo, 611 Standpunkte au- :WW d. Bothmn ng verwahrt, sch, n der Fürstin nfe Intern auf'L t' die „Patres feien langen" Auch dich endes SchrelSm an ?i)t: I* drei Wochen seien Besuch. l Tagen em einziger acht, wie es ja der ÄmdgMn unseren bekannte Persönlich ch nicht der geringsu ion der hohen Frau i sehr dankbar sein, teresse der Wahrheit ** Eisen bah nsrachtverkehr. Wie uns die hiesige Handelskammer mitteilt, tritt mit dem 10. Oktober das am 16. Juli 1898 in Paris abgeschlossene Zusatzübereiri- kommen zum internationalen Uebereinkommen über den Eisen bahn srachtverkehr in Kraft. Von diesem Zeitpunkte ab gelangen neue internationale Frachtbriefe zur Einführung. Tie bisherigen, dem Uebereinkommen über den internationalen Frachtverkehr vom Jahre 1890 entsprechenden Formulare, werden jedoch noch bis zum 9. Oktober 1902 zugelassen ; der letztgenannte Zeitpunkt ist unabänderlich. ** D i e Plättfomen der Eisenbahnwagen werden immer häufiger vom Publikum bei starkem Andrang als Stehplätze benutzt. Jetzt hat das preußische Eisenbahnministerium verfügt, das Verbot des Betretens der Plattformen während der Fahrt auf das strengste in Erinnerung zu bringen. Bei Verstößen gegen die Bestimmung ifr thatkräftig einzuschreiten. Es isr dankenswert, dap das Verbot „in Erinnerung gebracht" wird. Wir hoffen aber, daß es nun auch „sinngemäß" auf Besetzung der Plattformen vor der Fahrt angewendet wird. Tie Bahnbeamten müssen unbedingt dafür sorgen, daß jeder im Wagen untergebracht und niemand auf einer Plattform eines abgehenden Zuges geduldet wird. Das hessische Ministerium des Innern hat 2 goldene, 4 silberne und 6 bronzene Medaillen als Staatspreise für die Prämiierung bei der Unfallschutzausstellung in Frankfurt zu Verfügung stellt und den Gewerbeinspektor Löffer in Offenbach als Kommissar des Ministeriums für die Ausstellung und das Preisgericht in Aussicht genommen hat. ** Die BerdinguugSmuster für Bauarbeiteu wie auch für sonstige Leistungen und Lieferungen im Bereiche derpreußisch- hes fisch en Eisenbahnverwaltung enthalten nach allgemeiner Hebung in der Regel einen Hinweis auf amtliche Kundgebungen im „Deutschen Reichs- und königlich preußischen Staatsanzeiger-. Insbesondere wird verwiesen auf die „Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen- und, je nach dem Gegenstände, ferner auf die „allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Staatsbautenoder die „allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen oder Lieferungen-, unter Benennung der Ausgabe des genannten amtlichen Blattes, worin sie zuletzt abgedruckt wurden. Leider werden dadurch die hessischen Bewerber, so bemerkt eine hessische Korrespondenz der „Frkf. Ztg." ganz richtig, insofern benachteiligt, als der „Reichsanzeiger" ihnen schwerer zugängig ist als preußischen Bewerbern. Ja man kann entschieden noch weiter als der Korrespondent des genannten Blattes gehen und gewiß mit vollem Rechte behaupten, daß der Reichsanzeiger kaum von einem hessischen Privatmanne aufzutreiben ist, wenn er ihn, wa« unmöglich von ihm verlangt werden kann, nicht abonniert. LS dürfte darum das Verlangen billig erscheinen, daß die Bedingungen künftig auch in den hessischen Amtsblättern publiziert würden. Bad-Nauheim, 10. Aug. Unterhaltungen. Früh» konzert der Kurkapelle täglich von 7—8 Uhr vormittags am Kurbrunnen. Dienstag, 13. August, nachmittags von 41/, bis 6Vz und Abends von 8—10 auf der Terrasse Konzert ioer Kurkapelle. Abends Sinfonie-Konzert. — Mittwoch, 14. August, nachmittags von 4ya—61/, uud abends von 8—10 auf der Terasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: ,.Die Geisha-. Donnerstag, 15. August, nachmittags von 41/,—6i/3 und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: Einmaliges Gastspiel von Madame Rsjane und den ersten Künstlern des Th^ätre du Vaudeville in Paris: „La Pari- lienne". Hierauf „Lolotte". Freitag, 16. August, nachmittags von 4i/a—6i/8 und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: Letzte Operetten- Ausführung der Saison: „Die Fledermaus". Samstag, 17. August, nachmittags von 4i/3—6^ und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Doppelkonzert der Tyroler- .'Quartettsänger, Jodler- und Jnstrurnental-Konzettgesellschaft Alpenblume und der Kurkapelle. Eintritt wie Sonntag. Abend- von 8 — 10 im Saale Tanz. — Der Betrieb in in sämtlichen Badehäusern beginnt von Montag den 12. August ab, vormittags 6 Uhr. — In der verflossenen Nacht hat man hier abermals einen bedeutenden Diebstahl verübt und dabei für über 1000 Mk. Schmucksachen entwendet. Rimbach, 10. Aug. Vor "mehreren Jahren fand man den allgemein geachteten und schon ziemlich! bejahrten Mehrer Heben streit hier eines Morgens t-o t in der Weschnitz. Man glaubte damals allgemein, daß er in der Dunkelheit der Nacht in die Weschnitz geraten und ertrunken sei. Tie Wunde, die sich an dem Kopfe des verunglückten Lehrers vorfand, fiel durchaus nicht auf, da man annahm, dieselbe jici möglicherweise durch das Ausfallen auf einen Stein im Bette des Flusses entstanden. Jetzt geht aber das Gerücht, daß ein Verbrechen vorliege, und daß zwei Brüder aus Rimbach sich selbst verraten hätten. Infolgedessen hat dann auch wirklich eine Untersuchung durch den Staatsanwalt stattgefunden. T r e i e i ch en h ain , 9. Aug. Hier besiegte die Bürgerpartei bei der Gemeinderatswahl die Sozialdemokraten. Gewählt wurden Landwirt Philipp Buxmeier, Landwirt Wilhelm Andreas Stroh und Schlossermeister Christoph Jakob Wenzel mit bezw. 117, 116, 113 Stimmen. Tie Gegner erhielten 112, 111 und 85 Stimmen. Monsheim, 9. Aug. Bei den Erdarbeiten der Bahn- hofserweiterung Ifanben sich eine Anzahl fränkischer Gräber. Gestern wurde ein solches aufgedeckt, dessen Skelett 12 Zentimeter lange Nägel durch die Füße geschlagen hatte, während ein langes eisernes Messer im Herzen stak. Am Becken lag eine Pinzette und eine Schnalle aus Bronze. Auch eine Anzahl Plattengräber wurden aufgedeckt und s mb am Sonntag mittag an Ort unb Stelle noch zu sehen. Mainz, 10. Aug. Gestern würbe das Kaufmannsehepaar Fleitzer, das in Nieder-Olm sich einer Testamentsfälschung schuldig gemacht hatte unb von der Strafkammer zu 9 unb 6 Atonalen Gefängnis verurteilt worden war, von Bremerhaven hierher ins Gefängnis gebracht. Tie Justtz hatte in diesem Falle außerordentlich schnell gearbeitet. Am 10. Mai wurden die beiden Angeklagten von der Strafkammer verurteilt, sie flüchteten hierauf nach Amerika. Auf den erlassenen.Steckbrief wurden sie in Boston verhaftet. Nun mußten wegen der Auslieferung lange Verhandlungen, die vom Auswärtigen Amte geführt wurden, eingeleitet werden. Jeder einzelne Richter, der damals dem verhandelnden Kollegium an gehört hatte, mußte das Urteil Arnterschreiben, dann ging die Sache nach Tarmstadt, und v«n dort aus an das auswärtige Amt. Trotz den langwierigen Formalitäten war die Angelegenheit schnell erledigt und heute schon sitzen die beiden Verurteilten in Teutschlcmd im Gefängnis. — Im „Central-.Hotel" ist Prinz Friedrich Karl von Hessen, Hauptmann und Compagnie-Chef beim 1. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 81, abgestiegen. Er wird für die Tauer der Anwesenheit des Regiments (bis 13. ds. Mts.) hier Aufenthalt neunen. Mainz, 11. Äug. Auf dem der Militärbehörde in Eigentum gehörigen Terrain, direkt neben dem Rheinthore, auf welchem sich die beseitigte Stadtumwallung befand, wird ein vollständig neues Offizierskasino für die Offiziere des 1. Hess. Husarenregiments Nr. 13 erbaut. Die Pläne für dies Kasino sind bereit- vollständig fertig und die Arbeiten sollen in den nächsten Tagen zur Ausschreibung gelangen. Gleichzeitig werden auch noch eine Reihe anderer Bauten, welche zu der neuen Husarenkaserne am Rheinthor gehören, ausgeschrieben werden. Bingen, 11. Aug. Der Heizer des Proviantbootes Nr. 3 fiel, als er an Bord des Schiffes seinen Mittagsschlaf hielt, ins Wasser und ertrank. Jedenfalls fuhr in der Nähe des kleinen Bootes ein größerer Dampfer vorbei, so daß der Mann durch das Schaukeln de- Schiffes von dem flachen Deck ins Wasser geschleudert wurde. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. •• Kleine Mitteilungen an« tzesien und den Nachbarstaaten. Der 15» und der 13jährige Sohn des Landwirts Weyrauch in Aschbach waren beim Futtermachen beschäftigt. Dabei hantierte der jüngere Bruder so unglücklich mit der Sense, daß dem älteren Bruder buchstäblich der Unterleib aufgeschlitzt wurde, so daß die Eingeweide heranStraten. Man hofft den Schwerverletzten am Leben zu erhalten. — Am Sonntag begingen der Gemeindewegewärter Friedrich Neidhardt I. und seine Ehefrau Wilhelmina geb. Schultheis in Langenselbold das Fest ihrer goldenen Hochzeit. — In Rheinzabern (Bezirk Germersheim) wurden durch eine Feuers- brunst zwei Wohnhäuser, 14 Scheunen und 15 Ställe zerstört; 8 Wohnhäuser wurden stark beschädigt. — In der Station Pfeddersheim bei Worms maßte eine Anzahl beladener Eisenbahngüterwagen, die bei Monsheim führerlos in'S Rollen gekommen waren, zur Verhütung größeren Unglücks zum Entgleisen gebracht werden. Sechs Wagen wurden gänzlich zertrümmert; der Materialschaden ist bedeutend. Menschenleben kamen nicht in Gefahr. — In großer Lebens- gefahr befanden sich vier in Bingen studierende junge Leute, die in der vergangenen Woche mit einem kleinen Segelboote auf dem hochangewachsenen Rheine eine Fahrt unternahmen. Inmitten des Stromes geriet infolge eines falschen Segel- manöoerS das Boot auf die Gabelkette eines Moselbootes, das Segelschiff füllte sich mit Wasser, und nur der schleunigen Hilfe der Schiffsmannschaft vom „Prinz Heinrich- haben die jungen Leute ihre Rettung zu danken. — Bei Bingen wurde im Rhein die Leiche eine- etwa 34- bis 35jährigen Mannes gelänbet. Die Leiche ist ungefähr 1,60 Meter groß, trägt einen graugrünen feinen Anzug, weißes Vorhemd und Hemd, weiße kurze Socken und Lackschuhe halb zum Schnüren und halb mit Agraffen. In den Westentaschen fand man zwei Zylinder-Uhren, eine Damen- und eine Herrenuhr, welche durch eine zweiteilige lange dünne Kette miteinander verbunden waren. Weiter fand sich noch eine Geldbörse vor, mit einer Karte für ein Varietetheater als Inhalt. Man vermutet, daß die Karte aus Mannheim stammt. Die Leiche scheint noch nicht sehr lange im Wasser gelegen zu haben. Vermischtes. * Eine grauenvolle Ehestands-Tragödie, die mit Mord und Selbstmord endete, wird aus dem bei Potsdam belegen Torfe Michelsdorf gemeldet. Ter in guten Verhältnissen lebende Kaufmann und Tischlermeister Rudolf Kegel hatte vor kurzer Zeit eine Wittve geheiratet, die einen neunjährigen Sohn in die Ehe brachte. Tie Gatten lebten in bestem Einvernehmen, bis vor kurzem bei dem e trott 37 jähriger: Manne sich eine Art Geistesschwäche zeigte. Die Frau veranlaßte nun den Gatten, doch ein Testament zu machen, und am Montag vormittag begab sich das K.'sche Ehepaar zu dem Lehrer des Ortes, um sich von demselben einen Testaments-Entwurf aufsetzen zu lassen. Am Abend desselben Tages begab sich K. zu dem Bruder seiner Frau, der gleichfalls in Michelsdorf wohnte, und ihm folgte seine Frau gegen 8 Uhr nach. Sie suchte den auf einer Bank im Hose sitzenden Mann auf und die Gatten plauderten anscheinend friedlich miteinander. Plötzliche gegen halb 9 Uhr kam Frau K. blutüberströmt auf die Straße gestürzt und brach mit den Worten: „Mein Mann" . . . zusammen. Ter Unglücklichen roar das linke Auge ausgestochen, außerdem hatte sie einen Messerstich in das Herz und einen solchen in den Magen erhalten. Ter Tod trat innerhalb weniger Minuten ein. Man suchte nun den Thüter und fand Kegel, der seine eigene Frau ermordet, auf dem oberen Bodenraum, wo er sich eingeriegelt hatte. Tie Thür wurde erbrochen und man erblickte den Mörder ruhig dasitzend, während das Blut aus einer tiefen Halswunde hervorquoll. Ter Thüter hatte sich den Hals durchgeschnitten. Mittels Zeichen erbat sich der schwerverletzte Mörder Schreibzeug und schrieb folgendes nieder: „Meine Frau hält mich für verrückt, steckt mit meinen Feinden unter der Decke. Habe Heute Testament wider meinen Willen machen müssen. Stoße dasselbe hiermit um. Meine Anverwandten erben die Hälfte des Anwesens, das übrige Fritz." Fritz ist der Sohn der ermordeten Gattin, welchen sie dem K. in die Ehe gebracht hatte. Tann legte sich der Mörder, nachdem er die Vollstreckung des Testaments dem Ortsvorsteher dringend anempfohlen, auf eine Schütte Sttrohl und verstarb bald darauf. Tie sofort benachrichttgte Staatsanwaltschaft verfügte die Beschlagnehmung beider Leichen. *Euxhaven,9. Aug. 6 Uhr 58 Min. Vom Leuchtschiff „Elbe I" wird durch die drahtlose Telegraphie von Professor Braun und Siemens u. Halske gemeldet: Ter Schnelldampfer „Fürst Bismarck" ist soeben, 6 Uhr 30 Min., hier in Sicht gekommen. • Die Polizeibehörde in Hamburg verhaftete den aus Budapest nach Unterschlagung von 200,000 Kronen entflohenen Bankbeamten Salomon Lewy. Nachdem er glücklich nach Amerika entkommen war, kehrte L. nach Hamburg zurück und fiel hier der Polizei in die Hände. * Sehr leseeifrig sind die B^ovhner von Jena, das beweist die Benutzung der dortigen öffentlichen Lesehalle. Wie der „Soz. Prax." aus Jena geschrieben wird, stehen dort zur Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften dem Publikum sieben Leseräume, außerdem ein Jugendzimmer den ganzen Tag frei zur Verfügung. Mit der Literarische Neuerscheinungen. Bossert, A., Inspecteur gtneral de FInstruction publique, Hietoire de la Litb&rature allem an de. (1120 p ) Paris, Boulevard St. Germain, Hachette & Cie. ~ , Deutscher Armee-Kalender für 1902. 23. Jahrgang. Lesehalle ist eine ebenfalls unentgeltlich zu benutzende Bibliothek verbunden, deren Besuch stetig wächst. Es rour den im letzten Betriebsjahre, bei täglich 3 einhalb Stunden Ausleihezeit, an 4570 eingetragene Leser 72 426 Bände ausgeliehen. Für Jena und seinen Vorort Wenigenjena! kommen auf den Kopf 2.7 Bände; jeder fünfte bis sechste Einwohner entleiht Bücher aus der Bibliothek. Tas ganze Institut ist Eigentum des Jenaer Lesehallevereins und wird von dessen Vorsitzenden, Professor Rosenthal, mit großem Eifer und Sachkenntnis geleitet. Tie Mittel werden zum Teil durch Mitgliederbeiträge, zum größeren Teil aber durch die Carl Zeitz-Stiftung aufgebracht. Tiefe Stiftung hat auch seinerzeit die ganzen Kosten der Einrichtung getragen und baut gegenwärtig aus ihren Mitteln für die Lesehalle ein von Künstlerhand entworfenes, eigenes Gebäude. Neuerdings hat auch der Gemeinderat der Stadt Jena der Lesehalle einen Zuschuß zu den Unterhaltungskosten bewilligt. * M ä d ch e n m o r d. Eine schreckliche Mordthat ereignete sich in dem Städtchen Peitz. Nachts wurde die noch nicht 16jährige Fabrikarbeiterin Emma Herzog, Stief- tochter der Ackerbürger Schuppeschen Eheleute, von dem 18jährigen Fabrikarbeiter Martin Guttke, ciiftm schon mehrfach vttt den Gerichten in Konflikt gekommenen Menschen, auf dem Felde vergewaltigt und 'dann ermordet. Tie Leiche warf der Mörder in den fast ausgetrockneten Goliz- graben, um den Anschein zu erwecken, als ob ein Selbstmord oorliege. Kratzwunden in Gesicht des Burschen weisen auf einen ftattgefunbenen heftigen Kampf hin. OhittFe wurde gestern mittag von der Arbeit weg verhaftet. — Wie uns hierzu noch gemeldet, leugnet der Mörder auch weiter noch, die That begangen zu haben. Ter Verdacht der Thäterschaft hatte sich aber sofort auf den Guttke gelenkt, als der Bursche mit dem Mädchen seit einiger Zeit ein Liebesverhältnis unterhielt und auch mit ihm in der gleichen Fabrik beschäftigt war, am Morgen nach der That mit seinem völlig zerkratzten Gesicht nach der Arbeitsstelle gekommen war. Bei seiner polizeilichen Vernehmung räumte er ein, daß er am Abend zuvor mit dem Mädchen einen Spaziergang unternommen und an seiner Gesiebten unsittliche Handlungen vorgenommen habe. Wahrscheinlich habe sie sich dann aus Furcht vor der Schande durch Ertränken das Leben genommen. Diese Behauptung hat aber wenig Wahrscheinlichkeit für sich!, da der Wiesengraben, wo die Leiche gesunden wurde, zur Zeit fast vollständig ausgetrocknet ist. * Rotenburg, 11. August. Tie Hochzeit der Prinzessin Bertha von Hesse n mit dem Erbgrafen Leopold von Lippe-Tetmold-Biesterfeld findet, wie wir bereits meldeten, am 16. d. Mts. statt. Infolge der durch das Ableben der Kaiserin Friedrich eingetretenen Trauer werden voraussichtlich mancherlei Verschiebungen in dem Fest-Programm eintreten. Auch wird ein Teil der eingeladenen Festgäste denr Vernehmen nach nicht erscheinen. Die hiesige Bürgerschaft hat der Braut für den Vorabend eine größere Ovation zugedacht, und es hat sich ein Festausschuß gebildet, der die geplanten Veranstaltungen in die Wege leiten will. Ter kirchliche Trauungsakt wird in der Alt- städtischen Kirche seitens des Metropolitan Nothnagel vollzogen. Tie Ziviltrauung wird vom Minister des Gräflich Lippe'schen .Hauses vorgenommen werden. • München, 11. Aug. Der Prinz »Regent hat 15,000 Mk. zur Unterstützung der Bedürftigsten unter den Opfern der Ueberschwemmungen angewiesen. * Straßburg, 9. Aug. Wie die „Reichs!. Korresp.- meldet, ereignete sich bei einer Schießübung mit scharfen Patronen in der Nähe von Reiningen ein schweres Unglück. Als die 5. Kompagnie des Juf.-RegtS. Nr. 112 avancierte, fiel ein Soldat. Dabei ging sein Gewehr los und der Schuß traf den Reservisten Strauß, der zu einer achtwöchigen Uebnng einbernfen war. Der tötlich Verletzte wurde in das Lazarett nach Mühlhausen verbracht. * Brüssel, 9. Aug. Dem Blatte „Le Soir- zufolge stürzte Prinz Albert bei der Abfahrt von dem Schlosse AmeroiS mit seinem Automobil in einen Graben. Der Prinz blieb unverletzt. * Verloren gegangene Prüfungsarbeiten. Eine unangenehme Geschichte ist dem französischen Land- wirtschaftsministerium passiert. Am 14. Juli wurde auf dem Postamt der Rue Claude-Bernard ein umfangreiches Paket aufgegeben, das die Prüfungsarbeiten der Abiturienten des Agronomischen Instituts, die das Jngenieurdiplom erlangen wollen, enthielt. Dieses Paket nun ist nicht an seine Adresse gelangt und ist spurlos verschwunden. Ob es verloren gegangen oder ob es gestohlen worden ist — niemand weiß es. Man fragt sich nun, wie das Landwirt-, schaftsministerium, falls das Paket nicht wiedergefunden werden sollte, sich gegenüber den Abiturienten verhalten werde. Man kann doch unmöglich verlangen, daß diese die Arbeiten noch einmal machten. * Innsbruck, 10. Äug. In Floitengrund (Zillcr- thal-Alpen) ist der Senner der dortigen Alp, Johann Hunds- bichler, beim Edelweißsuchen abgestürzt. Et: war sofort tot. * Budapest, 9. Aug. Der Artillerieoberst Dillmann, der auf dem Exerzierfelde mit einem Einjährig»Freiwilligen, welcher auf einen Befehl eine widerwillige Antwort gab, in Wortwechsel geriet und diesem eine Ohrfeige verabreichte, duellierte sich heute in Preßburg mit dem Freiwilligen. Letzterer wurde schwer verwundet. * Eine annehmbare Mitgift. Der ungarische Kadetwachtmeister im 16. Husarenregiment, Markgraf Hippolyt Pallavieini, Sohn des Kämmerers Markgrafen Sigmund Pallavieini, hat sich mit der Tochter des Philadelphiaer Multimillionärs Berttam Richards verlobt. Miß Meta Richards tritt mit nicht weniger als 3 0 Millionen Dollars, die sie ihrem zukünftigen Gatten zubringt, in die Ehe. Markgraf Hippolyt Pallavieini steht in Unterhandlungen, um die verkauften Esaky-Pallavietmschen Familiengüter im Borsoder und Abauj-Tornaer Komitat wieder an sich zu bringen. * Tunneleinsturz. Wie aus Alvaneu (Graubünden) bei Filisur gemeldet wird, stürzte der Eingang eines Tunnels der Albulabahn ein, wobei 14 Arbeiter im Tunnel eingeschossen wurden. Bis jetzt sind vier Tote! und ein Verwundeter ausgegraben worden; 60 Mann arbeiten an der Rettung. Tie Ursache des Einsturzes ist in zu frühzeitiger Entfernung der Gerüststützen für das Mauerwerk zu suchen. von 4266 D Ernst Bloedner Seltersweg 6460 Gioth’S gemahlene Kernseife mit Salmiak J tember zu vermieten. I Emil Kalbfleisch, Grünbergerstr. 16. Hautausschläge Gioth’s gemihim KcrnseifcTLÄ^ 448 JC. VorftaibabmUJilcn wirdgwtarnt.'_ 342 // 5. friilikartoffrli ®4»te ____LI feuer» und sturzsicher. 6. feuer» und sturzsicher, H 60 Kilo Mk. 2.75 266 n 9. 120 n 90 n empfiehlt 4970 Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. SEöittf ZU vermieten UMWWWM Zu urrliaufcit 3. 4 // // 48 460 42 594 Teint klare Haut Kanalisation der Grünbergerftraße 2. Jnstallattons- thermit- und diebessicher. J. C. Petzold, Geldschrankfabrik, Magdeburg. 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