ein, ■Juli Höhe AfSVM. IllfiSt 1 Hießen. Ntt jtej *5. i 73 240)2 ly 400] 92 605 74 71 532 [500] 82 W 26067 (500] 741 834 3b 907 63 69 81 85 8o2 54 239 68 77 86 ,6 904 14 [100.0} SS«»® , 49 90 457 [M Ste- ,koOi 43(2000'/ 11 HSi 1582 )°o]% T (4oo] 400] 55 64 14 J tflOl 808 47 [ ., itegy Sis (4001 9? (4qo] 56' t 81b 72 22 000] 5y% Mr. 162 Zweites Blatt. LSI. Jahrgang« Samsittg 13. Juli WlHt tti-llch wM Äs8mN* w Montage. fk* luettten» vnvWh km An. Pqvrs?N«chKlmit„Heff. Ed«*ire* «tz „Blätter 68s M- BeCWwebe" vier- awl »tchEch bweekflt. *< *»* enteilen pär ken i Li erscheinenden W Mm. ie Mr. 5«»M<* fWÜeft«”* -chMDttche 7. GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Vezugspreir öitrtefüH Mk. 2.20, monatl. 76 Pßg mit Bringerlohn; durch kfc Abholestellen Vierteljahr. Mk. 1.90, menatl. 65 Pj» Bei Postbezug vierteljÄß4, Mk. 2.00 ohne Bestell^» Alle Anzetaen-verrnltrlnnHG, stellen dee> In- und Ausland nehmen Anzeigen für M •kfeener Anzeiger entgewn. Zeilenpreis. total 11 «u8»ärt6 10 Pfg. Adreffe für Depefchrn, Anzeiger Gieße«. Fernsprechanschluß Rr.M. KmÜicher Fell. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Erdarbeiten wird der von der Hammstraße nach der Neumühle führende Weg am 12., 13., 14, und 15. Juli 1901 für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, 12. Juli 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechter. Die Krisehms br» Mstw Hohenlohe. Schlicht und einfach, wie er immer im Leben war, fo ist Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst, der dritte Kanzler des Deutschen Reiches, seinem letzten Wunsch^ nach, zu Grabe getragen worden. An der Seite seiner Gattin, mit der er über 50 Jahre verbunden war, hat er die letzte Ruhestätte gefunden. Dem Sarge folgte in Vertretung des Kaisers der Kronprinz. Eine große Zahl Würdenträger aus dem Reiche, und der engeren bayerischen Heimat, gab dem Sarge das Geleit. lieber die Beisetzungsfeierlichkeit liegt folgender Bericht [aus Schillingsfürst vor: Der Kronprinz traf um 10 Uhr auf dem Bahnhofe Dombühl ein und fuhr mit dem Fürsten Philipp Ernst zu Hohenlohe, der zum Empfange am Bahnhofe erschienen war, zu Wagen nach! dem Schlosse. Der Kronprinz begab sich alsbald nach der Schloßkapelle und legte am Sarge des Altreichskanzlers einen Kranz nieder. Die Feier der Beisetzung nahm mittags 12 einhalb (Uhr mit der ersten feierlichen Einsegnung der Leiche in der Schloßkapelle ihren Anfang. Die zahlreich erschienenen Herrschaften nahmen in unmittelbarer Nähe des Sarges [Aufstellung. Der Kronprinz als Vertreter des Kaisers stand zwischen dem Fürsten Philipp Ernst und dessen Brüdern. Domkapitular Schädler-Bamberg hielt die Trauerrede, in der er zunächst des vor drei Jahren erfolgten Hinscheidens der Gattin des Verblichenen gedachte, und dann das politische Wirken des Fürsten schilderte; im dankbaren Gedenken an dieses habe der Kaiser heute seinen Sohn gesandt. Der Verstorbene, ein religiöser Mann, sei ein Arbeiter in der Stille, seine Lebensrdee die Politik des Friedens und der Versöhnung gewesen, das Schiff des Reiches habe er als verdienstvoller Steuermann nach des Kaisers großen Plänen gelenkt. Nachi dieser Rede wurde die Leiche eingesegnet, und [alsdann auf den vierspännigen Leichenwagen gehoben. Unter dem Geläute der Glocken bewegte sich] der Trauerzug zur Gruft nach dem Friedhof. Zunächst hinter dem Sarge schritt der Kronprinz zur Rechten des Fürsten Philipp Ernst, [alsdann folgten die übrigen Mitglieder des Fürstlichen Hauses, und die Vertreter höchster Persönlichkeiten, und zahlreicher Körperschaften aus ganz Deutschland, der Statt- [Halter der Reichslande Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, der Regent von Sachsen-Koburg-Gotha, Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg, Ministerpräsident Graf Crailsheim als Vertreter voü Bayern, Freiherr von Friesen als Vertreter des Königs von Sachsen, Oberkammerherr von Nemak als Vertreter des Königs von Württemberg, Graf von Bergheim [als Abgesandter des Großherzogs von Baden. Ferner nahmen Staatsminister Staatssekretär Graf von Posa- dowsky für den Bundesrat, Minister von Thielen für das preußische Staatsministerium, sowie Staatssekretär des [Aeußeren Freiherr von Richthofen am Zuge teil; in diesem Hchritten auch aus Straßburg Staatssekretär von Putt- tamer, die Unterstaatssekretäre v. Schraut und Freiherr Zorn v. Bulach und Bürgermeister Back, ferner der Regierungspräsident von Mittelfranken Schelling und Bürgermeister Mann von Rothenburg an der Tauber. Die Schulkinder, die Feuerwehr, sowie die Vereine von Schillingsfürst und Umgebung schlossen sich an. In der Gruft auf dem Friedhöfe fand die zweite Einsegnung der Leiche und die Beisetzung statt. Der Kronprinz und nach ihm die übrigen Teilnehmer der Trauer- seier warfen dem Hingeschiedenen drei Schaufeln Erde hr das Grab. Engländer und Brrreu. Im englischen Unterhause verlas der Staatssekretär des Krieges Brodrick ein Telegramm des Generals Kit- chener, in dem mitgeteilt wird, Leutnant Hearn von der Imperial Mornanry und sieben Soldaten hätten zeugeneidlich bekundet, daß sie gesehen hatten, wie Buren bei Vlakfontein auf verwundet am Boden liegende englische Mannschaften schassen. — Wir nehmen an, daß die Buren, wenn wir diesem Kitchenerschen Telegramm wirklich Glau- Len schenken dürften, „nach berühmten Mustern" sich hier tzerichiet haben — was allerdings immerhin scharf miffc billigt werden müßte. Aus Prätoria, 10. Juli, wird der „Welt-Korr." geschrieben : Mir haben dieser Tage Briefe von der Hauptmacht der Buren her, d. h. von Bothas Truppen, zur Einsicht vorgelegen. Am meisten dürfte der Inhalt eines Schreibens eines hochangesehenen deutschen Arztes interessieren, der sich bemüht, die Verhältnisse ganz objektiv zu schildern, und zu einem unbefangenen Schluffe über die weitere Tauer des Krieges zu gelangen. Zunächst ist narf)’ dem Bericht von einem Mangel an Munition, wenigstens für Gewehre, noch auf lange Zeit keine Rede. — Von Geschützen soll Bothas Armee allein noch .etwa 10 bis 12, mit vorläufig genügender Munition, besitzen. — Ter Mangel an Kleidungsstücken machte sich eine Zeit lang fühlbar, doch machten sich die Buren seither daran. Schaffelle zu gerben, aus denen sie Kleider fertigten, die gleichzeitig warm und dauerhaft sind. Zum Nähen dienen Schafdärme. Unt dem Mangel an Zelten abzuhelfen, verfertigten sich die meisten Buren aus gegerbten Schaffellen Schlafsäcke, die leichter mitzuführen sind und weit bessere Dienste leisten, als Zelte. An Pferden herrscht kein Mangel, im Gegenteil hat fast jeder Bur außer einem Reitpferd noch ein Hand- und ein Packpferd. Es ist daher begreiflich, daß die ungemeine Beweglichkeit der Buren immer wieder die schönsten Pläne der englischen Heerführer zu nichte macht. Von Kriegsmüdigkeit war bei Botha und seinen Leuten nichts zu merken; diese haben fast sämtlich einen feierlichen Eid geschworen, die Waffen nicht eher niederzulegen, als bis das Land wieder unabhängig ist, und eine große Anzahl hält schon aus Pflichtgefühl an diesem Eide fest. Ein großer Teil besteht aber auch aus Leuten, die aus reiner Verzweiflung weiter kämpfen, es sind dies Rebellen aus Natal und der Kap-Kolonie, die jahrelange Zuchthausstrafe oder noch schlimmeres zu erwarten haben, wenn sie in die Hände der Engländer fallen. Ein weiterer Teil besteht aus jungen Buren, die keine eigene Familie besitzen und auch sonst nichts zu verlieren haben; diese sind schon recht bedenklich verwildert, und das Jagen der Engländer, das Ueberfallen und Plündern von tleinep Stationen und Proviantzügen ist für sie ein Sport geworden, bei dem sie sich vorzüglich amüsieren. Ter Vize- Präsident der Transvaal-Republik, Schalk Burger, befindet sich bei General Botha. Beide erklären die Friedens-Bedingungen, die ihnen von England angeboten wurden, für ganz unannehmbar und versichern bestimmt, die Buren könnten und würden sich so lange halten, bis England der undankbaren Aufgabe überdrüssig geworden sei. Geradezu vorzüglich soll der Nachrichtendienst der Buren organisiert sein; sie sind genau unterrichtet über alle Bewegungen der englischen Truppen, über die Operationspläne, die Stärke der verschiedenen Besatzungen usw. — Fast durchweg stehen die verschiedenen Abteilungen der Buren miteinander in telegrapischer Verbindung; die Leitungen liegen meist parallel den englischen, und wo eine Kreuzung der letzteren unvermeidlich wäre, geschieht die Verbindung durch Te- peschenreiter. Ter Gesundheitszustand der Leute ist durchaus gut, und sie leiden dank ihrer warmen Kleidung und ihrer Schlafsäcke weit weniger vpn dem strengen Winter als die englischen Truppen. Ter Bericht bestätigt, was schon vorher hier vermutet wurde, nämlich daß die Engländer int ganzen östlichen Transvaal nur die Bahnlinien und einen ganz schmalen Streifen Landes auf beiden Seiten halten, landeinwärts können sie sich nur mit größerer Truppenmacht wagen, da kleinere Abteilungen von den wachsamen Buren sofort angegriffen werden. — So weit dieser Berichterstatter, der aus allem Gesagten den Schluß ziehen zu müssen glaubt, daß das Ende des Krieges noch in sehr weiter Ferne liege. -Wie sehr unter den hiesigen Buren und ihren Anhängern noch der Glaube an einen glücklichen Ausgang des Krieges festgehalten wird, beweisen die noch fast täglich vorkommenden Desertionen von Buren, die sich auf Parole in Prätoria aufhalten. Letzte Woche desertierten etwa 20 auf einmal, indem sie sich von den Engländern die nötigen Pferde, Sättel und Gewehre requirierten. Inzwischen wurden einige von den Leuten wieder gefangen genommen und einer derselben als abschreckendes Beispiel standrechtlich erschossen. Aber trotzdem kamen seither mehrere weitere Desertionen vor. Letzte Nacht entspann sich zwischen.solchen Flüchtlingen und einer Patrouille ein regelrechtes Gefecht in nächster Nähe der Stadt und verlautet, daß zwei Buren und ein englischer Soldat dabei fielen. Es ist interessant, die Ansichten Chamberlains, die er heute über die Friedensbedingungen und Einstellung der Feindseligkeiten in Südafrika hegt, mit einigen Aeußer- ungen, die derselbe Mann nach dem ersten Majubatage that, zu vergleichen. Am 7. Juni 1881 sprach! er sich in Birmingham folgendermaßen aus: „Wir instruierten Sir George Colley, er möge, wenn die Erfüllung gewisser Bedingungen zu erreichen wäre, auf dieser Basis eine Beilegung des Zwistes herbeiführen. Unter diesen Bedingungen war die erste und wichtigste, daß die Buren von einem bewaffneten Widerstande ab- stehen sollten. Während aber diese Korrespondenz noch fortdauerte, wurden die britischen Truppen, die in ungenügender Stärke die feindlichen Stellungen angriffen, an drei Stellen zurückgeschlagen. Wir bedauern diese Ereignisse natürlich wie jedermann, aber sie schienen uns keine neue Sachlage zu etablieren, daß wir unsere Friedensanerbietungen zurückziehen müßten. In diesen Gefechten waren wir die Angreifer, und unsere Verluste, so sehr wir sie beklagen, machen die Ursache des Mieges nicht gerechter, sie machen die Fortsetzung dieses unglückseligen und unrühmlichen Kampfes nicht wünschenswerter und förderlicher. Wir billigten daher das Vorgehen Sir Evelyn Woods, als er unter eigener Verantwortung einen Waffenstillstand eingeleitet hatte. Und als die Friedensbedingungen festgesetzt waren, als die Buren unser Anerbieten, wie wir es ursprünglich gemacht hatten, annahmen, waren wir zufrieden mit der Beilegung ohne weiteres Blutvergießen." Heute besteht derselbe Mann hartnäckig auf bedingungsloser Unterwerfung, und da diese immer und immer noch nicht erfolgt, vertröstet er seine Leute auf allerlei chimärische Hoffnungen. Jetzt soll sogar das „Klima" es schaffen, daß im September die Unterwerfung vor sich gehe. Er vergißt bloß, daß dasselbe Klima auch vor einem Jahre schon geherrscht hat, daß überhaupt bisher die Buren viel eher den Eindruck erweckt haben, vom Klima begünstigt zu werden, als 'das Gegenteil. Dem „Morning Leader" wird vom 11. d. M. aus New- Nork gemeldet: Ter kriegsgefangene Buer Duplooy, der von Bermuda enttarn, erhielt gestern seine Freiheit. Ein reicher New-Yorker Namens Schramm versprach ihn zu beschäftigen. Ter englische Gouverneuer von Bermuda telegraphierte, Tuplooye solle festgehalten werden, allein das Einwau- rungs-Bureau entschied anders. Duplooy schwamm mit nur einem Messer im Munde unter den Kanonen von drei patrouillierenden Booten >rei englische Meilen weit durch das Wasser, in dem sich Haifische befanden. Um nicht bemerkt zu werden, bedeckte er seinen Kopf mit Seegras und als einmal ein Scheinwerfer auf ihn gerichtet wurde, tauchte er im richtigen Augenblick unter. Tuplooy war mit Cron je gefangen worden. In Simonstown versuchte er durch den Graben eines Tunnels zu entkommen und später gelang es ihm beinahe, in englischer Uniform zu entfliehen. An Bord des Schiffes „Armenian" faßte er dann den Plan, den Kapitän gefangen zu setzen und die Mannschaft zu zwingen, das Schiff nach den Vereinigten Staaten zu steuern. Dies mißlang ebenfalls. Duplooy ist ein junger Mann, der zwei Brüder im Felde hat. Seine Mutter und Schwestern sind im Frauenlager bei Pretoria, ihre Heimstätte ist verbrannt. Er wurde in New-York von bewundernden Mengen beinahe überwältigt. Als er photographiert wurde, verlangte er, daß man ihn so stelle, daß die Freiheitsstatue in den Hintergrund komme. Tuplooy sagte, er wolle die Photographie de Wet schicken. Er be- giebt sich auf Schramms Farm in Colorado. China. Die „K. Z." meldet aus Peking vom 10. Juli: Nach soeben aus Söul eingetroffenen, sicheren Nachrichten zogen sich die chinesischen Truppen zurück, sodaß zurzeit die Bedrohung der koreanischen Grenze aufgehoben ist. Der „Daily Mail" wird aus Peking gemeldet, Japan habe jetzt dem Vorschläge der Mächte, daß China die Entschädigung in Bonds zu 4 Prozent zahle, zugesiimmt. Aus Shanghai wird gemeldet: Ein Dekret der Kaiserin- Regentin bestimmt, daß die chinesischen Gesandten diejenigen im Auslande lebenden jungen Chinesen namhaft machen sollen, die in ihren Studien oder ihrer sonstigen Thätigkeit hervorragende Fähigkeiten zeigten. Diese sollen auf Kosten der chinesischen Regierung nach China zurück- gesanot werden, wo sie für geeignete Aemter gewählt werden können. MMsche Tagesschau. Das Zündhölzchenmonopol war in einer Zuschrift von „beachtenswerter Seite" an die „Münch. Allss. Ztg." empfohlen worden. Dieses „Monopol" gehört zu den Projekten, die immer wieder au stauchen, wenn sie artch dutzende Male in die Versenkung gestoßen worden sind. Bei jeder Militärvorlage seit 1890 ist daran gedacht worden, ob sich nicht aus dem Zündhölzchen, diesem so bequem zugänglichen Massenartikel, etwas „herausholen" ließe, entweder durch eine Fabrikatsteuer oder durch ein Monopol. Tie Idee ist immer wieder verworfen worden; selbst Herr v. Miquel, der doch gewiß auf dem Lugaus war nach Steuerobjekten, verschmäht es, die Zündhölzchen in seine Steuerbouquets aufzunehmen. Ein Zündhölzchen-Monopol ist schon ganz aussichtslos im Reichstag. Denn man sagt sich, das ist der erste Schritt. Tabakmonopol, Branntweinmonopol usw. sind daun nicht fern; der Appetit auf Monopole kommt beim Essen. Wir glauben nicht, daß die „beachtenswerte Seite" des Münchener Blattes innerhalb der Regierung zu suchen ist. Zur Zeit werden, so wird versichert, an amtlichen Stellen überhaupt feine Reichssteuerprojekte erwogen. Die konservative „Kreuzztg." teilt mit der Ueberschrift „Zur Anti-Duellbewegung" eine sehr beträchtliche Anzahl von adligen Namen mit, die sich der bekannten, auf Antrag des Fürsten zu Löwenstein entstandenen Erklärung über die grundsätzliche Verwerfung des Zweikampfs angeschbossen haben. Es befinden sich in der nicht weniger wie 104 Namen von bestem Klang umfassenden Liste zahlreiche Mitglieder des katholischen Adels, was nach« der Stellung, welche die katholische Kirche dem Duelle gegenüber einnimmt, von vornherein ru erwarten war. Doch hat auch! mancher nichtkatholische Adelige dem.Aufruf seine Zustimmung gegeben. In der Erklärung wird als ein „leeres, ungerechtes Vorurteil" bezeichnet, daß, wo? sich! im Zweikampf schlägt, darum den Vorwurf der Feigheit verdiene, und daß, wer ein Duell ans Ueberzeugung ausschläqt, als ein Ehrenmann unvermindert zu achten jei. Diese Auffassung steht in einem bewußt entschiedene» Widersprach mit den Ehrbegrifsen der exklusiven Kreise. Einstweilen fehlen in der Liste d,e Namen von Abgeord- netcn der konservativen Parteien, so liest man die Namen mehrerer Grasen Stolberg, dagegen hat sich der kon erva- tive Reichstagsabg. Gras Stolberg Nicht angeschlossen. Aus Berlin, 11. Juli, wird uus geschrieben: Ein hiesiges Blatt meldet, deramerikanischeBot- s ch a f t e r i n B e r l i n, Mr. W h i t e, beabsichtigte infolge des Selbstmordes seines Sohnes sich ins Privatleben rurückzuziehen. In den Kreisen der amerikanischen Kolonie, die um eine solche Absicht des Botschafters wissen könnten, ist davon nichts bekannt. Wie sich ermessen lasse, sei das tragische Ende seines Sohnes dem Vater schwer ans Herz gegangen, aber Mr. White werde gerade durch die Fortsetzung einer ihm lieb gewordenen Thätigkeit am ehesten Trost finden. Sicher ist, daß das Scheiden dieses Diplomaten, der allseitige Wertschätzung genießt, in Berlin als ein empfindlicher Verlust betrachtet werden würde. Der Botschafter hat sich im hohen Grade um die Pflege der deutsch - amerikanischen Beziehungen verdient gemacht, und es ist ihm mehrfach! gelungen - Derstunmungen zu b fettigen. Wenn seit längerem zwischen ^rlm herrscht ton ein durchaus befriedigendes Ernverneh so ist das nicht zulctzt Mr. Mtlte «ta» en^b für seine Ueberzeugung von der unbedmg deutsch- keit der deutschen Politik em getreten - - Presse" feindliche Gebühren der amerikanischen ,^g s^erbru^ em= wurde von dem Botschafter mit ^bhaf entschieden Pfunden. Noch vor kurzem äußerte er fich gegen das wüste Treiben, das dann auch merklich nachge^ lassen hat. ________ Deutsches Reich. Berlin 11. Juli. Aus O d d e wird gemeldet ^Kaiser Wilhelm unternahm heute zu früher Stunde mit zahlreicher Begleitung eine Wagensahrt nach ^^efossen. Um einhalb 12 Uhr kehrte der Kaiser von dem Ausflug rurück beaab sich zunächü auf den „Sletpner" und nach ff eitchüudchen Aufenthalt daselbst an Bord der Soh!nzollern". E>ne große Menschenmenge begrüßte den Kaiser bei seiner Rückkehr von der Wagensahrt ' Kinder überreichten ,hm Blumen Das Mtter ist sehr warm — Ter Kaiser legte am Denkmal des am 11. -öult 1897 verunalückten Leutnants zur See v. Hahnke einen Kranz nieder Das Frühstück wurde im Freien eingenommen. Am Nachmittag nahm Se. Majestät Borträge entgegen. — Der „Reichsanz." veröffentlicht die Konzession zum Bergbau im Hinterlande des Hüongolfs im Kaiser Wil- Helmsland an ein unter Führung der Diskonto-Gesell- schaft zu Berlin gebildetes Syndikat. Königsberg i. Pr., 11. Juli. Zum Krosigk- Prozeß erfährt die „Hart. Ztg.", daß die Nachricht, die Verhandlungen würden am 18. Juli zu Gumbinnen beginnen, nickst zutreffend ift Am 18. Juli und den folgenden Tagen finden in Gumbinnen lediglich rommissarl- sche Vernehmungen statt. Der Tag der Hauptverhandlung ist noch nicht festgestellt Tilsit, 11. Juli. Der „T. A. Z." zufolge ist gestern da« Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, Vertreter des Wahlkreises Tilsit, Rittergutsbesitzer Kos sack, gestorben. Stu11gart, 11. Juli, lieber die gestrige Handels- Kammer-Sitzung, die sich mit der preußisch- hessisch en Eisenbahngemeinschaft beschäftigte, wird gemeldet: Zur Debatte stand der Antrag Franck, dahingehend, die Kammer wolle sich! aussprechen, daß eine Vereinheitlichung des deutschen Eisenbahnwesens' für das Reicks wie namentlich für Württemberg wirtschaftlich, finanziell und Politisch vorteilhaft und dringend wünschenswert ist, und sich' mit den anderen Kammern Württembergs und der Bundesstaaten ins Benehmen setzen, um ein" gemeinsames Vorgehen anzubahnen. Zunächst rekapitulierte Prof. Dr. Huber die Motivierungen dieses Antrags, der durch ein Aufgeben einer formalen Scheinselbftändig- keit Württemberg eine finanzielle Selbständigkeit und ein Mitbestimmungsrecht sichern wolle. Für den Antrag sprachen noch mehrere Redner, die darin übereinstimmten, daß unsere wirtschaftlichen Interessen eine Vereinheitlichung des deutschen Eisenbahnwesens erheischten, ob diese nun auf der Grundlage des Art. 42 der Bundesstaatenordnung oder auf einer anderen Basis erfolge. Mehrere der Herren Plädierten für die Schaffung einer 4. Wagenklasse. Gegen den Antrag wandte sich! Abg. Käs, der die Vorteile eines Zu- sammenschllusses zwar nicht verkannte, von der preußischen Leitung aber ein Ignorieren der lokalen Wünsche besorgte, dafür vielmehr eine wirkliche Tarifverbilligung und eine bayrischt-badisch-württembergi- sche Gemeinschaft nach dem Mittnacht'schen Projekt befürwortete. Gegen diese eine Stimme stmrde det Antrag Franck sodann angenommen. — Eine Organisation der Gesellen-Aus- schüsse sämtlicher Handwerkskammern Deutschlands ist im Entstehen begriffen. Sie wird sich! an die örtlichen Gewerkschaftskartelle, welche auch die entstehenden Kosten aufbringen sollen, anlehnen. Ein 11 Paragraphen umfassendes Organisationsstatut liegt bereits vor. Nach demselben ist darauf zu achten, daß zukünftig sowohl von den Zwangsinnungen als auch! von den freien Innungen nur solche Delegierte in die Gesellenausschüsse gewählt werden, welche eine Garantie bieten, daß sie die Interessen der Arbeitnehmer vor den Handwerkskammern und den Jnnungsausschüssen wahrnehmen können. Der Gesellenausschuß jeder Handwerkskammer hat dann aus seiner Mitte eine dreigliederige Kommission zu wählen, welcher die Leitung der Geschäfte obliegt. Diese Kommissionen korrespondieren auch' mit dem Ausschüsse der Handwerkskammer, leiten die Wahl* zu denselben, erteilen Auskünfte jeder Art, erstatten Gutachten usw. Alle Jahre soll später eine Konferenz der Gesellenausschüsse statt- finben. — Aus der Tischrede, die Graf von Schwerin-Löwitz jüngst in Königsberg auf der Konferenz der preußischen LandwirtschaftskamMern gehalten hat, hebt die „Kreuzzeitung" folgende Stelle hervor, welche mit besonders lebhaftem Beifall ausgenommen wurde: „Eine zweite Entmutigung wie diejenige, welchle die deutsche Landwirtschaft bei dem Abschluß der gegenwärtigen Handelsverträge erfahren hat, kann die deutsche Landwirtschaft nicht ertragen. Eine solche abermalige Enttäuschung würde nicht nur weit mehr als eine einmalige ungünstige Ernte, wie wir sie gegenwärtig für große Teile unserer Monarchie zu beklagen haben, einen ungeheuren Rückgang des ganzen Gewerbes und der Landeskultur zur Folge haben, sie würde nicht nur die drohende industrielle Krisis sofort zum Ausbruch bringen, und durch geringere Aufnahmefähigkeit der Landwirtschaft für industrielle Erzeugnisse wesentlich verschärfen; sie müßte auch ganz unabweisbar zu den allerbedenklichsten sozialen K n b politischen Verschiebungen führen". Die „Kreuzzeitung" bemerkt hierzu: „Wir meinen, daß diese von den gesetzlich berufenen Vertretern der preußisch^ Landwirtschaft mit fo lebhafter Zustimmung aufgenommene Ausführung des Grafen von Schwerin die Beachtung nicht ?ur ver königl. preußischen Staatsregierung, sondern auch der ReickHregierung im vollsten Maße verdienen dürfte." -Zre Freis. Ztg." schreibt: Als der vornehmste Rock ist der Rock des ersten Garderegiments au Fuß am Sonntag bezeichnet Verden. Tas erste Garde-Regiment zu Fuß zeichnet sich dadurch aus, daß es -msMietzttch adlige Offiziere ni einen Reihen zahlt, darunter 11 Prinzen und 17 Grasen. Zu den Eigentümlichkeiten dieses Ossizierkorps S^°rt es, daß es allem in der ganzen tanee nehm der Besoldung, WohnungszuMlk Servis usw. auch noch cmen Meidergeldzuschuß erhalt. Dieser Meiderqeldzch schuß betragt 15 Mark monatlich für den Offizier. Außerdem beziehen die Offiziere dieses Regiments ein höheres Tischgeld; während sonst nur die Subalteru-Osfiziere Ti chgeld beziehen, und zwar für jedes Bataillon zusammen 90 Mk monatlich, erhält im ersten Garde-Regiment der Stabsoffizier monatlich 120 Mk. Tischgeld, der Hauptmann 60 Mk, der Leutnant 36 Mk., der Feldwebel 12,o0 Mark, der Fähnrich 18 Mk. Tie Unteroffiziere haben eine um 3 Mk. höhere Löhnung, die Gefreiten und Gemeinen eine um 1.50 Mk. höhere Löhnung. Noch eine andere Eigentümlichkeit des Regiments besteht dann, daß e« statt 12 13 Hauptleute zählt. Ter dreizehnte Hauptmann wird im Etat geführt, ist aber in Wirklichkeit nicht vorhanden und niemals vorhanden gewesen. Gleichwohl wird für diesen jahraus, jahrei n die Besoldung, Wohn- wird für diesen jahraus, jahrein die Besoldung, Wohn- ungsgeldzuschuß, Servis, Kleidergeldzuschuß und Tischgeld, verausgabt. Bei einer Etatsdebatte im Reichstage wurde dieser £>auptmann als der „ausgestopfte Hauptmann" bezeichnet. Dabei stellte sich heraus, daß die Einkünfte dieses papiernen Hauptmanns zu einem besonderen Dispositionsfonds fließen, der unter die Angehörige n dieses Regiments verteilt wird. ___________ Ausland. London, 11. Juli. Wie es heißt, soll sich Lord Rosebery mit der Herzogin von Albany verlobt haben. (Tie Herzogin von Älbany ist eine geborene Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont. Sie war mit dem jüngsten Bruder des Königs Eduard, dem Prinzen Leopold, vermählt, aus welcher Ehe der junge Herzog Leopold Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha entstammt.) ? Paris, 11. Juli. Entsprechend dem Voranschläge im Budget wird die 1898 ausgehobene Reservedivision des M i 11 e l m e e r g e s ch w a d e rs am 10. August wieder gebildet. Konstantinopel, 11. Juli. Kais er Wilhelm wendete dem deutschen Hospital in Konstantinopel eine außerordentliche Spende im Betrage von 33 000 Mk. zu. Aus Stadt und Land. Nacheichten von allgemeinem Jntereffe sind uns stets willkommen und werden arigtmeffen honoriert. Hessische Landeslotterie. In der heutigen Ziehung fielen 2 Gewinne ä 10 000 Mk. auf Nr. 3906 (Mainz), 22 735 (Darmstadt). — 4 L 5000 Mk. auf Nr. 12 474 (Mainz), 20 027 (Nauheim und Büdingen), 27 010 (Offenbach), 42 131 (Mainz). — 17 L 3000 Mk. auf Nr. 592, 2093, 2465, 3238, 4698, 8791, 13 036, 14 881, 15 012, 22 677, 24 958, 26 776, 29 484, 32 682, 34 335, 38 410, 40 300. — 14 ä 2000 Mk. auf Nr. 2531, 2929, 6780, 7688, 18 632, 23 453, 24 071, 24 760, 24 968, 29 233, 29 537, 33 909, 37 058, 41 087. — 30 L 1000 Mk. auf Nr. 157, 305, 1478, 2803, 3729, 4939, 6473, 6838, 7227, 8087, 12 782. 12 887, 19 827, 20 805, 21 206, 26 442, 26 526, 26 675, 29 707, 31 163, 31 782, 31 802, 35 150, 36 546, 38 023, $8 745, 39 018, 41 248, 42 458, 43 799. 58 ä 500 Mk. auf Nr. 663, 2136, 2324, 3573, 4717, 5352, 6327, 7680, 8005, 8094, 10 182, 11294, 12 591, 14 420, 15 531, 15 602, 15 901, 17 487, 18 064, 18 698, 18 748, 19 232, 19 628, 20 392, 20 457, 22 096, 23 271, 24 106, 24 325, 24 900, 27 163, 27 252, 28 629, 31 622, 33 267, 34 430, 34 950, 36 630, 36 679, 36 687, 37 140, 37 827, 37 918, 37 927, 38 318, 38 597, 39 289, 39 335, 39 478, 40 372, 40 387, 40 586, 40 627, 41 718, 41 783, 42 893, 43 567, 44 552. (Ohne Gewähr. ** Konferenz der Geistlichen Oberhessens. Die diesjährige Konferenz der Geistlichen Oberhessens wird am Donnerstag, dem 1. August, hier in Steins Garten abgehalten-werden. Hauptgegenstand der Verhandlungen wird sein: Ratschläge für den Bau, die Wiederherstellung und Erhaltung evangelischer Kirchen. Das Referat hat Architekt L. Hofmann in Herborn übernommen. * * Prüfung für Schulamtsaspirantinneu. Das Großh. Ministerium Abteilung für Schulangelegenheiten hat die diesjährige erste Prüfung der Schulamtsaspirantinnen auf die Tage des 16. bis 18. September festgesetzt. Die Prüfung selbst soll diesmal in dem Schullehrerseminar in Friedberg stattfinden. * • Verschüttet. Gestern vormittag wurde der 25 Jahre alte ledige Arbeiter Johannes Heyer von Leydenhofen, der auf dem Vraunsteinbergwerk in Großen-Linden beschäftigt war, von einer sich loSlöseuden Erbmasse verschüttet und sofort getötet. * * Das 6. und letzte Abonnementskonzert der Regiments kapelle in Steins Garten findet nicht am Donnerstag, sondern schon am Dienstag, den 16. Juli, statt. * * Uff! Nein, was zu viel ist, ist zu viel! Selbst der Langmütigste verliert in diesen Tagen der Aequatorial- Bärenhitze die Geduld. Es ist wirklich fast zum Toll werden. Wo nur zwei Personen zusammenkommen, hört man immer denselben Stoßseufzer: „WaS sagen Sie nur zu der Hitze!" Ströme Schweiß werden vergossen, Strohhüte, weiße Hosen und federleichte JakettS feiern Triumphe. Selbst ein Flußbad thut kaum seine Wirkung mehr. Das Wasser der Lahn hatte gestern nachmittag eine Temperatur von 20 Grad Reaumur. Das ift ungemütlich. Und nun unsere schöne Stadtluft! Anrüchig ist sie ja immer, aber jetzt ist sie schauderhaft. Entsetzlicher Gestank weht aus den Gossen. Die Sehnsucht nach der Kanalisation wird immer schmerzlicher. Bis ins innere der Wohnungen erstreckt sich die Hitze, auch hier ist die Luft häßlich, das Mauerwerk durchglüht. Nachts wälzt man sich schlaflos von einer Seite auf die andere. Und erst der Durst..... ** Auf der nenerbantm Eisenbahnstrecke Friedberg-Homburg soll, wie bereits gemeldet, am 15. Juli der regelmäßige Betrieb aufgenommen werden. Die neue Bahn stellt für uns Gießener eine wesentliche Verkürzung des Reisewegs her. Der Umweg über Frankfurt a. M. beträgt von Friedberg ab 53, der direkte Weg von Friedberg nach Homburg nur 22 Kilometer. Auch der Verkehr zwischen Homburg und Nauheim wird durch diese Verbindung sehr vereinfacht. — Zweckmäßiger wäre es u. E. gewesen, wenn man die Eröffnung der Bahnstrecke auf den nächsten Sonntag, und nicht auf einen Montag gelegt hätte. In diesem Falle wäre zweifellos am ersten Tage gleich der Verkehr außerordentlich lebhaft geworden, und die Eisenbahnverwaltung hätte eine nicht zu verachtende Mehreinnahme erzielt. ** Kriegerkameradfchast „Hasfia". Aus dem Protokoll über den Delegiertentag der Kriegerkameradschaft „Hasfia^ in Wimpfen am 9. Juni teilen wir folgendes mit: Der 1 Vorsitzende, Kam. Oberstleutnant Er am ol int, eröffnete die Sitzung, indem er die Anw. finden begrüßte und aufforderte, dem Kaiser und dem Großherzog ein dreifaches Hurra au«zubringm. Alsdann verlas er ein Telegramm, welches an den letzteren gerichtet wird. Man trat dann sofort in die Drrbi-ndlungm ein. Sämtliche 38 Be- zirke waren mit 45 700 akt vrn Mitgliedern uixb 1392 Stimmen vertreten. Im laufenden J«hre find bis heute 18 500 Mitgliedern der „H-tsia" N'U beigetreten. Der Schriftführer gi-bt den Delegierten Nachstehendes zur Vormerkung für die Zukunft bekannt: Kam. Major Beck habe das gesamte Unttrftützuntzswes.'n unter sich. Gesuche um Formulare find bei den Bezirksvorsteh^n anzu- bringen, welche stets Vorrat von Kam. Beck erhalten. Unte-.fiutzungs- gesuche sind ebenfalls nur durch Vermittelung des Bezittsvorst^er- an denselben zu richten. Der Termin für Fahnengesuche tü seit„vorigem Jahre der 1. Januar, Endtermin der 15. Januar. soll m den Bezirken keiri Vortrag gehalten werden ohne vorherige rechtzeitige ve- nachrtchtigung des Bezirksvorstehers. Buch Beschwerden aller Art dürfen nur durch Vermittelung der Bezirke an das Präsidium^euv gereicht werden. Zu Punkt 4 der Tagesordnung, „Providentiabericht, zugleich Pos. 13, Lebensversicherung, teilt Referent Kam. Lahr mit, daß der Mehrbetrag gegenüber 1899 3858 Mk. betrage und dadmch der seitherige Höchstbetrag mit 18 987,77 Mk. Bonifikation erreUst worden sei. Leider habe es sich ergeben, daß der vom Präsidium im vorigen Jahre angenommene Rcvisionsbeamte seinen Auftrag sehr lässig erfüllt habe. Eine Folg« davon seien die diese« Mal sehr stink beanstandeten Listen, die jetzt den Vereinen zur gründlichen Berichtigung empfohlen würden. Reklamationen find an den Kam. Lahr zu richten. Die Vereinsvorsteher sollen jetzt alle beanstandeten Verfichc. rungen auf ObigeS nachprüfen. Mitglieder, welche bei anderen Ge» sellschaften versichert sind, und bei der „Providentia" versichern wollm, sollen 3 Monate vor Ablauf mittelst eingeschriebenen Briefes an die Direktion der bilr. Versicherungsgesellschaft kündigens Eine Beschwerde des Bezirks Friedberg, well in Assenheim eine Versichert»« zmückgewiesen wurde, beantwortet Inspektor Schultheis dahin: m traulichem Komplex sei daS VrrsicherungSmaximum der Gtt-llfchaft schon bedeutend überschritten und deshalb prinzipiell weitere Versiche» rung ausgeschlossen, außerdem sei die Gesellschaft vertragsmäßig nicht gehalten, alle Anträge anzunehmen. Daß fie nicht ohne Not Anttage abweisen werde, sei doch sübstverstäudltch. Prästdialmitglied Kam. Lahr teilt ferner mit, daß das Präsidium den LebenSversicherungS- oertrag mit der „Providentia" am 1. Januar gekündigt bat, da dieser Vertrag sich als wenig beachtet erwiesen habe, offenbar weil den Kameraden nicht genug Vorteile geboten worden seien. Für einen neuen Vertrag wurde unter 8 Bewerbern der „Deutsche Anker in Berlin, eine reichlich fundierte Aktiengesellschaft, newäblt. Zu Punkts „Jahrbuch", berichtet Prästdialmitglied Kam. Minnich, daß pro 1900 35500 Exemplare abgesetzt wurden mit einem Reingewinn von etwa 6000 Mk. Mit den Verlegern, Gebr. Reichel in Augsburg, wurde ein neuer Vertrag abgeschlossen, nach welchem gegen seitherige 18 Pfg. pro Exemplar in Zukunft nur noch 13Vr Vfg. Tantiöme ausgezablt werden. Ein Versuch, daS Jahrbuch in Hessen drucken zu lassen, sei mißlungen. DaS Jahrbuch wird in Zukunft nicht mehr von Augsburg, sondern von Oppenheim auS versandt. Die Vereine müßtm punk'licher bezahlen wie seither, damit eine rechtzeitige Abrechnung mit der Verbandskasse stattfinden könne. Die seitherigen Prästdial-Mit» glieder Kam. Auler, Minnich und Korell werden wiedergewählt. Der nächste Delegiertentag wird 1902 in Grünberg obgehalten werden. An den Grafen Ortola wird ein Danktelegramm für seine Bemühungen um das Zustandekommen der Invaliden' und Veteranenversorgung abaesandt. Präsidialmitglied Kam. Mayrr berichtet über die Sterbekasse deS deutschen K.iegerburibes, und bittet um Beitritt der Kameraden und Vereine. DaS Institut nimmt einen sebr erfreulichen Aufschwung; die Sicherheit fei eine absolute. Zum Vortragswesen giebt Schriftführer Kam. Vogt seiner Freude darüber Ausdruck, daß dasselbe im letzten Jahre so schöne Fortschritte gemacht habe. Kam. Raust, Bez. Grünberg, bittet, daß die Bezirksoorsteher jedesmal benachrichtigt werben, wann Vorträge in den Vereinen abgebalten werden. Zum Voranschlag führt Kam. Vogt auS: Die „Hasst»" zahle von allen deutschen Verbänden die höchsten UnterstützungSbeträge durchschnittlich im Etnzelfalle. Wir seien aber fast gänzlich auf unsere VcrtragS- einnahmen hingewiesen und diese konnten einmal auSfallen oder niedriger werden, daher müßtm wir für größere gesicherte Reserven sorgen. In diesem Sinne wird beschlossm, d. h. 10,000 Mk. Kapitalanlagen eingestellt. Der Antrag Butzbach, betr. säumige BezirkstagSabhaltung, wird vom Schriftführer Kam. Dr. Vogt begründet. Kam. Minnich teilt mit, daß daS Piästdium den Antrag zu dem feintgen ge« macht habe. Der Antrag Butzbach wird angenommen. — Zu dem Antrag deS Mlitärverems Darmstadt, betreffend Gründung einer besonderen Zeitung für die Hasfia betont Schriftführer Kam. Dr. Vogt, daß das gesamte Präsidium nicht gegen dir Gründung einer eigenen Zeitung an sich sei, aber die Verhältnisse hierzu lägen zurzeit zu ungünstig. Im geeigneten Moment würde das Präsidium schon zu dieser Maßnahme schreiten. Er müsse aber sagen, daß daS Präsidium die Art der Agitation wie sie in der Zeitung des Kam. Köhler (Vertreter des MilitärvereinS Darmstadt) stattfinde und die auf eine Hetze sozialdemokratischer Art gegen die Regierung hinauslaufe, entschieden mißbillige. Dr. Vogt referiert alsdann über die gesetzlichen Bestimmungen für Ehrensalven in Hinblick auf die Alzeyer Vorkommnisse und teilt mit, daß das Präsidium sich durchaus auf keinen ablehnenden Standpunkt stelle, wenn Veteranen, welche keine Mitglieder der Hasfia sind, auf diele Weise beim Ableben geehrt würden. Das Präsidium wird in diesem Sinne eine Eingabe auf Abänderung deS Ministerial-Erlaffes vom Juni 1892 bei Großh. Ministerium einbringen. Die Versammlung bezeugt ihren Beifall zu diesem Vorgehen. Der Präsident schließt die Versammlung mit einem abermaligen Hoch auf den Kaiser und den Großherzog. ** Eine für Landwirte wichtige Entscheidung ist durch daS hiesige Landgericht gefällt worden und wenig bekannt geworden. Ein Landwirt hatte seine mit einem Teil an einen öffentlichen Weg stoßende Wiese vor der allgemeinen Heuernte zu Dörrfutter abgemäht, ohne dem Wiesenvorstand und den Nachbarn vorher von seiner Absicht Kenntnis zu geben. Er wurde deshalb zur Anzeige gebracht, und in Strafe genommen. Gegen den Strafbefehl erhob er Widerspruch. DaS zuständige Amtsgericht verurteilte den Angeklagten auf Grund des Art. 20 der Str.-P.-O. und des Art. 69 des F.-Str.-G.-B. Auch gegen dieses Urteil legte er Berufung ein, worauf ihn das Landgericht kostenlos freisprach. (:) Lichs, 11. Juli. Unsere städtische Badeanstalt ist nunmehr vollendet und heute dem Gebrauch übergeben worden. Langd, 11. Juli. Wie wir bereits kurz mitteilten, begeht am Sonntag dem 14. und Montag dem 15. Juli der hiesige Bauern-Verein sein lOjähriges Stiftungsfest, verbunden mit großem Volksfest. Sonntag Mittag 2 Uhr wird ein Festzug nach dem Festplatze veranstaltet. Hier wird Reichstagsabgeordneter Dr. Böckel die Festrede halten. Auch verschiedene Bundesredner werden sprechen. Volksbelustigung, Tanz rc. bilden den heiteren Teil des Festprogramms. K. Bad-Nauheim, 11. Juli. Am 21. Juli wir8 der Männergesangverein „Kölner Liederkranz" unter Mitwirkung der Kur-Kapelle auf per Terrasse des Kurgartens ein großes Doppel-Konzert veranstalten. DaS Konzert beginnt nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr. Ter Verein, ein in Bad-Nauheim gerne gesehener Gastp der zu den besten Männergesangvereineri Deutschlands zählt, wird in einer Stärke von über 100 Sängern seine Konzertreise nach Karlsruhe-Zürich'-Luzern ausdehnen. Er steht unter der Leitung seines Dirigenten Dr. Max Burkhardt. Darmstadt, 11. Juli. Der Großherzo g und die Großherzogin trafen heute um halb zwölf Uhr mit Gefolge in Auerbach ein und nahmen an der Feiep •Ää* rntltch Ä. :Kk » sf>”4 Ä’! 6™ -LL M S® •»SS *yte tzc. ■W« an dir -tot 8tiä)ttt$h f6 Mta: h if TMchskt etit” Veisichk, % E Nvl Mbat ^ttyttrd Km. ^Dttnäitrumg; 1 bitfa Dck bin Rinnt i*« einen neu® l»k"> In Ber- ■ Zu Punkt 5, faß pro 1900 Minn oon ttwt lugrbmZ, wurde ttheche 18 »eine avtzvM m W lafien, sei vch von SugS- Vereine müjtm läbreiirang mit n Mbiü'M. itrgeTÜblt. Der zehaltm öttbett ine Bemühung« ranwvirsvrMg über die Lierbv tollt der Kame- erireuiichm Ans» rtragswrsm giebt sbruck, baß bar- abt. Rim. Sanft, nal btttafirhW i werben. Zum zahle von all« e durchschrMtch iztfere LcrtrsgS- attra ob« nUV- \6X6OL L RapUalanlagm rkStagSsbhaltung, . Kam. MnnIL dm (einigen gr> angenommen. — ib Gründung einer er Kam. Di. Sogt, einer eigenen Lehrzeit zu ungünstig, i dieser Maßnahme Art der Agitation >es MMäroereins ntischer Art gegen Bogt teietieti al»- en in hinM <4 itutn stch builblws men, welche kehlen geehrt würben, is abänbemng deS iterium ein&tingen. eben. Der Prüsu jen Hoch den llg ist durch daS ig bekannt ge- , Teil an einen gemeinen Hell' Xßiefenüorftanb t Kenntnis zu ira», und m hob er Wer« tte den W O. und des es Urteil legte p» w* :aiuf> üb-rgebm nifteilf®. 5. Zoll der h>e S°-«L Mt ««E - rnittags wieder nach Jagdschloß Wolfsgarten zuruck. Auerbach, 11. Juli. Die in neue, Schöne erstandene Mische Kirche Auerbachs wurde in Gegenwarr II. KK. HH. des Großherzogs und der Großherzogin und des Grafen zu Erbach-Schönberg neu emgeweiht und ihrer Be- ftimmung ^b=t übngeben. Di- W-th-r-d- Mt Sup-rm- tenbent D. Flörlv«, die F-stPr-b>gt der Or!«g-,stlich- Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 12. Juli. Höchste Temperatur am 10.—11. Juli Niedrigste „ „ » " Dr. Eigenbrodt. . _ 1P- „ 1 1 — eine •“ gHaini 10 Juli. Für den in den Tagen des Id. und ^ordHausen. MN dieser Bewegung beschäftigte sich am Mittwoch 7ß c^.li ttattsin'denden Deutschen Glasertag ist folgende tn Berlin eine Versammlung von Gast- und Schankwirten, Zi- Lv. Juli flattst . ... Sanii um Genehmigung des Austritts °us der Kummer BelchetNizung über fetne Unzurechnungssahigkeit als Frei I enl6i6un„ ton t>cn sonstigen nun der Kummer abhängigen Aemtern brief benutzend, zigeunernd in der Welt umhergetrleben. I Präsident Kommerzienrat Zweiniger bedauerte lebhaft die Ver- * Vermählung zweier Doktoren. Eine inte- anlassung zum Austrttt und betonte, die Kammer werde den Genannten ressante Familiennachricht wird gemeldet: Es haben nämlich für ihre treue Mitarbeit ein gutes und dankbares Andenken bewahren, in München der Chemiker Dr. Phil. Emil Rosenthal aus - ««»«t bie Berlin und die prattische A-rzti» Fräulein Dr. med. Pauline Joffe aus München den Bund fürs Leben geschlossen. Du Heinrich Dodel, Mmmt aus einer alten, hoch angesehenen Leipziger Fll' junge Frau Doktor wird nach ihrer Rückkehr von der Hoch- mllie und ist gegenwärtig 47 Jahre alt. Er ist Inhaber verschiedener zeitsreise auf ärztlichem Gebiet weiter thä.ig fern._________’Ä Kavallerie. Vielfacher Millionär, beteiligte sich Dodel an zahlreichen ge, meinnützigen Bestrebungen und that sich besonders in der Leitung der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung im Jahre 1897 Der frühere erste Vorsitzende und jetzige Ehrenpräsident des Deutschen I hervor. Welchen Ansehens und welcher Achtung er sich erfreute, bezeuge» Schriftstellerverbands Robert Schmeichel in Berlin-Schönberg vollendet zahlreiche ihm verliehene Auszeichnungen. Seine Verhaftung erfolgte au heute, am 12. Juli sein 80. Lebensjahr. Schweichels Geburtsstadt ist! Grund des § 314 des Handelsgesetzbuchs. Königsberg i. Pr. Seine bekanntesten Romane sind „Der Bildschnitzer «nsbach, 11. Juli. Neber das Vermögen deS l a n d w i r t s ch. vom Achensee" und „Der Falkner von St. Vigil". Kredit Vereins für Mittels ranken ist gestern da8 Kon- -————gs= । > kursverfahren eröffnet wordm. Rew York, H. Juli. Der „New-York Herald" meldet: Die ArtollltvtfWlflintn« Stahlschienen-Fabrikanten, welche dabei find, einen S t a h l s ch i enen, r ,, ,n ring ins Leben zu rufen, beben sich dahin geeinigt, als Preis für das 12. Juli. Beinahe um ihr „all-1 «.a, <^aßr 28 Dollars für die Tonne festzusetzen. morgendliches" Frühstück wäre heute unsere Einwohnerschaft gekommen I nächste Iah --------tu--------------->------------------— — wenn nicht die Bäckermeister besondere Vorbereitungen getroffen I - ~"~L. 7 hätten und die Bäckergesellw, rechtzeitig zur Einsicht gekommen, an die Backtröge zurückgekehrt wären. Die Bäckergesellen beabfichtigen, B d,S bisherige patriarchalische Verhältnis des Wohnens und der Be- Ga«-Schütze«fefi in Marburg. Folgende Schützen aus Ober- köstigung bei den Meistern zu losen und dafür festm Wochenlohn ein !Hessen erhielten bei dem Gauschützenfest Preise:^ 300 Meter-F«fffchelbe Zutauschen. Wie man unS mitteilt, verlangen die Schießer25Mk. Weilburg:Wißler-Butzbach,Vogt.Butzbach,DickorL-Gleßen,17b Meter- dir Teigmacher 23 und die übrigen Gesell« 21 Mk. Wochenlohn. Sie I Festscheibe Heffen-Naffaä: Kilbrnger-Greßen, Vogt-Butzbach. .00 Juli Barometer auf Oo reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit 11. 12. 12. 9« 7 86 225 749,2 750,0 748,9 + 19,4 + 16,7 + 28,6 12,6 10,7 11,4 75 75 39 KffSi am 10. Juli, nachmittags 3!/4 Uhr, in Wimpfen sanft verschieden ist. Um stilles Beileid bitten 4899 Oberlehrer Dr. Moll und Frau Die Beerdigung findet in Giessen Samstag den 13. Juli, vormittags 11 Uhr. von der Friedhofshalle aus statt. 6. und letztes Abonnementskonzert Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. Krausse, Grossh. Musikdirektor. 4913 Heuchelheim, Giessen, den 12. Juli 1901. 4904 Eintritt 20 Pfennig. 4906 Statt jeder besonderen Anzeige Gießen, 12. Juli 1901. Der Borstand. (Achön möbl. Zimmer per 1. Aug. -u verm. Ludwigstr. 18, pari. Gros. 4723 PIANOS JL Harmoniums soeben eingetroffen. 4902 L. Kalkhof. t J. Wertheimer, i 21 4892 Berantoorttid, für dm -llg-m-inm Tril: für dm »Nj-igml-il: h ans Beck. llcc drühl schen UmversitätS-Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Du nerinreten itlictiU*rud|e MWDMLi ?■ V< MrWtdMs FtrUeu-Gelncht 99 99 LebensstellVg Handwerker- oder Arbeiter- 99 91 99 ZU 350 - 3000 Mk. 4.Zimmerwohnuag mit Küche und Zubehör per sofort oder per 1. Oktober zu mieten gesucht. Off. mit Preisangabe unter Nr. 02685 an die Expedition dieses Blattes. Die auf Montag den 15. JuR festgesetzte Hebung fällt aus. Friedberg, Hessen. Telepbon 62. 2 b Mk. erh. derj., w. ein.kauttons- äh., 82 I. alt. Mann mit vorz. Mi- litärzeugn. u. Prfg. 2. Kat. i. Finanz, ach beft, zu paff. Stelle verh. Aufs., kl. Verwalt, od. dergl. n. ausgeschl. Off, u. Nr. 4882 an die Exp. d. Bl. Donnerstag den 18. Auli 1901: Hanpt-Uebuug. Nack derselben: Da- Gese, Mb btr Kriegs! siih nur au! friegSinval Die Emp! Mrhöchstev G von Ve 22. M1895 Dir aal 1 Penfionszn^^ eines Intv haben die 8i Pässe an do Diejenige rinkommea auSb foü)it aus a. WohNllk berechne nicht den Betra Vezirksseldwebel bie Bewilligung daS 55. Lebei m diesem Zeitp Morden find. Anträge qi spätestens bi dezirkSfeldwebel Gießen, @u Die Beerdigung findet Sonntag den 14. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, in Heuchelheim statt. rennen, Zeugnissen rc. unter F R M 424 an Rudolf Masse, Frank furt a. M. 4895 ^eue Kartoffeln, p. M. 25 H, Stachelbeeren, p- Sch. 9 verkauft Gg Unverzagt, Vortrag des Herrn Branddircktor Traber bei Kamerad Albold. 4901 Das Kommando. Wimpfen, den 12. Juli 1901. Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Mitteilung. Tüchtige RestäMlltioiisköchill gesucht. 4885 Telephon 46. Näheres in der Expedition d. Bl. Willi. Rudolph, Giessen Seltersweg 91. Der nächste Zuschneide-Lehr-Kursus TM?lnnt .«fl Suli. — Anmeldungen erbitte L. Weinhardt, . ... * . ausgevtcdxl auf der Suschueide-Akademie. Emttttt am 1. und 15. ,eden Monats. 4573 IFriihkartoffeln empfiehlt Rebe, Rodhelmerftr. 6. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Grossmutter, Schwester, Tante, Schwägerin und Schwiegermutter Frau Elisabetha Schmidt, geb. Ruppert, heute morgen */,5 Uhr nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Polizeidiener Schmidt. Liederkranz. Gouutag bett 14. Juli, nachmittags: Waldparke an den judviigsbruvuea. Bei ungünstiger Witterung von 5 Uhr ab: Unterhaltung im Cafe Leib. 4908 Städtisches __________ Technikum Limbach i Maschinenbau. Elektrotechnik. 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August, vachmittaas 4 Uhr. sollen auf hiesigem Ortsgericht die die vor dem Namen des Wilhelm Steinbach und bezw. dessen Ehe> frau stehenden Grundstücke öffentlich meistbietend versteigert werden. I G.eßen, den 11. Juli 1901. Großh. OrtSgericht Gießen. Gros. 4903 Samnuhr toT L Wilhelm Lepper, Wieseck. Stabt Schlachthaus, r^ibauk. 4839 ^Seute und morgen: Achseugkisch 50 vfg Schmeiufieisch 40 Pfg. s Uem Grüstkelll Für Schwerhörige! Die Deutsche Ohrenklinik, 135 West 123. Str. New-York, Amerika, berichtet, dass im letzten Monat 43 Patienten, aus Deutschland, die sich schriftlich an dieses Institut wandten, von Taubheit und Ohrensausen geheilt wurden. Kosten- freie Untersuchung. 4896 2 solide Aibeuer können Kost und Loais erhalten. Mäusburg 8. 02695s Bereinsztmmer u. em Aamilienlogis zu vermieten. Gtadt München, Schloßaaffe. Technikum Lemgo in Lippe B au-,Landbau-, Zlegrler- und Heizerschule. Beginn ■24. Octobcr. Vorunterricht: 1 Octob. Satzungen kostenfrei. 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