“sehirme <146 ’IJWl Käbcht« o-rr Frau I tofliübet gefügt von _Sil6. «chmall, Männnl>a> Ho. d. Bl. 19» 87000 öe- v.M. ü V <095 - 7 i tt- vt, ßn )35 l- >n 59 itt, sür Me die ,on itr, )kl- iit 02211] raufmLdtzm Ob. jüng. DtwstmSdLep vom Lande fleucht etephattvtsße 42, III. fir aSts, ba! fibon in feinerem fyiuft befaäftiflt war, Mott gegen bßfen Lohn gesucht. W. in in -A fit' it* gt' lohn und ßor- ei" W, Fräulein n M TeMt. DaSielbe muh niz tonnen- Farnilienanlchlub iu;r Näheres Ebelfira»r 23,1, ^rdmUiches Dieastmäit» 7 sutl Frau S, Smhar^ Nkuenbäue 15. Peeh”J'^«r«'E garten, den 13, jnni; W->!« Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 ?er Mitwirkung Hem Fr. C, Kahl.E.f™ ^direktere Herrn C. Kranen. Eintritt 75 Pfg ‘Wahl.» gefiert bis io Ma . * eg 20. Rar ohne Abzug. 1^20000 UM i-'g::$o !•»"iI » 5000 i°"" » »4000 l«*.‘J’»4 0«0n H®* ü »ZOO# n. Baden- WO- B IJ Badener W| |^en520l f?r. 136 Zweites Blatt. 151. Jahrgang Donnerstag 13. Juni 1901 •**tae, WMetzttion und •***4: SMIraM 7. Adresse für Depesch<»i Avzeigcr Siefetii. Fernsprechanschluß Nr. M. •vl«4»4 täglich *it tt»*c**< H Montag- « M4atU(g< für Nrn *« »*l erscheinenden ■er M Mn. io Uhr fpatrflinl Bezugspreis niertefjäNtl Mk 2 20, monatl. 75 mitSriugcrlobn; durch m Adbolestcllen vierteljLtz«! Mk. 1.90, monatl. 65 Pßg Bei Postbezug vierleljähat. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld. tlClt Hnjetgen CerralttltuMfr stellen bt# Zn. und HueUnw nehmen Anzeigen für dE OUetzener 8liijcincr tutgtem SeUtnprtifl. lokal il auewdrt» SO Pf» WWer Büchse in der Hand persönlich für Macero nie n kämpfen. Eine Revolution in Macedonien sei uvermeidlich und es werde dadurch eine Intervention der Mächte und die Gewährung der Autonomie für Macedonien erzwungen werden. Macedonien müsse den Macedoniern, nicht aber Bulgarien gehören. Tanger, 11. Juni. Der Vertreter des Sultans gab dem französischen Gesunden Revoil im Namen seiner Regierung eine Entschuldigungs-Erklärung ab und zahlte die als Entschädigung für die Tödtung des französischen Bürgers Pouzet verlangte Summe. Aus Stadt und Land. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist unter genauer Quellenangabe: „@ie& Anz." gestattet.) • * Akademische Vorträge. Der 4. Vortrag von Prof. Dr. Dietrich über „Kunst und Leben in Pompeji" findet reute, Mittwoch abend, pünktlich 8 Uhr statt. - r. Ein Ständchen wurde heute mittag 12 Uhr dem Oberstleutnant Herr le in von der hiesigen Regimentskapelle aus Anlaß seines Geburtstages gebracht. * • Die Beisetzung des in China ermordeten Hauptmanns Zartsch hat am 11. d. M. in Striegau auf dem Nikolaikirch- wfe stattgefunden in der Familiengruft der Familie Bartsch. DaS Portal der Kapelle war prächtig mit Lorbeer geschmückt. Der Leichenfeier wohnten u. a. der Krieger- und Veteranen- verein sowie der Garde-Verein bei, ferner eine Abordnung des 10. Grenadier-Regiments aus Schweidnitz mit der Regimentskapelle. Oberleutnant Ziegler von unserem 116. Infanterie-Regiment, dem der Verstorbene bekanntlich angehört hatte, nahm an der Trauerfeierlichkeit teil und legte einen prachtvollen Kranz am Sarge nieder. C. Die zweite Schwurgerichtsperiode des Jahres 1901 ist beendet. Sieben Fälle kamen zur Verhandlung und zwar zwei wegen Brandstiftung, ein wegen Eisenbahntransport efährdung, ein wegen Notzucht, ein wegen Körperverletzung nit tödtlichem Erfolg, ein wegen Unterschlagung und Ur- undenfälschung im Amte und ein wegen Raubmords. In drei Fällen erfolgte Freisprechung, in den vier anderen wurden insgesamt an Freiheitsstrafen ausgesprochen 18*/, Jahre Zuchthaus und 6 Monate Gefängnis. Die höchste außer >er Todesstrafe war eine Zuchthausstrafe von 10*/2 Jahren, die niedrigste eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Angeklagt waren im ganzen acht Personen, von denen vier verurteilt und vier freigesprochen wurden. DaS schwerste unter An läge stehende Delikt war der Kloppenheimer Raubmord, das eichteste Begünstigung im Falle der Notzucht bezw. der Verführung eines Mädchens unter 16 Jahren. • • In die Klinik wurde gestern der Dachdeckergeselle Anschütz eingeliefert, der in Wetzlar von einem Hause kürzte und schwere Verletzungen davon getragen hatte. — Die wir hören, ist sein Zustand recht bedenklich. * ♦ Lahukanalisation. In der Sitzung der Limburger Handelskammer wurde über den Stand der Lahnkanalifierungs- Angelegenheit folgendermaßen berichtet: Seit der letzten Sitzung der Kammer hat noch eine Versammlung des Anschusses zur Förderung der Lahnkanalisation am 25. April c. in Limburg stattgefunden, in der nach Entgegennahme des Berichtes über die seitherige Thätigkeit beschlossen wurde, zunächst noch mit den Erhebungen für eine zuverlässige Ver« kkhrSstatiftik für das Gebiet des projektierten Lahnkanals als notwendigste Unterlage fortzufahren, und dann soll die von unserer Kammer vorgeschlagene größere Versammlung der Lahnkanalinteresienten anberaumt werden. * Vierwöchige Reserveubuug der Bottsschullehrer. Man schreibt uns aus Lehrerkreisen: Am 10. Juli treten die jungen Lehrer Oberhessens und der nächsten preußischen Umgebung unserer Stadt beim hiesigen Infanterie-Regiment ihre vierwöchige Reserveübung an. Während die Volksschullehrer bei der zehn- und sechswöchigen Uebung besondere sog. Lehrerkompagnien bilden, werden sie bei ihrer letzten (vierwöchigen) Reserveübung in die einzelnen Kompagnien verteilt und machen den Dienst mit den übrigen Mannschaften mit. Daß es ihnen nicht möglich ist, den Anforderungen ganz zu genügen, wegen der kurzen militärischen Ausbildung, die im ganzen nur 16 Wochen beträgt, dürfte begreiflich sein. Dieser Umstand hat seither dem Lehreransehen sehr geschadet, sowohl in den Augen der Vorgesetzten, als auch der dienenden Mannschaften. Es ist deshalb mit Freuden zu begrüßen^ daß diese Sonderstellung der Volksschullehrer durch die Be- rechtiguug derselben zum einjährig-freiwilligen Dienst auf» gehört hat. Die noch rückständigen sechs- und vierwöchigen Hebungen werden nach einigen Jahren beendet fein. V. Bangewerk Berufsgenoffenschast. Unsere Stadt ist in diesem Jahre ein Kongreßort par excellence. Nachdem erst vor Kurzem zwei Tagungen aus der wissenschaftlichen Welt in den Mauern^ Gießens stattgefunden haben, wird, wie wir erfahren, am 25. und 26. Juni die Delegierten-Versammlung der Hessen-Nassauischen BaugewerkS-Belufsgenosienschast in SteiuS Saalbau tagen. Diese Berufsgenossenschaft umfaßt das gesamte Baugewerk im Großherzogtum Hesien, der Provinz Hefsen-Nasiau und im Fürstentum Waldeck. Das am 1. Oktober 1900 in Kraft getretene Gewerbe-Unfall-Ver- sichernngsgesetz vom 30. Juni 1900 hat gegen das frühere Recht bedeutende Aenderungen gebracht und es ist nunmehr Aufgabe der BerufSgenofscnschaft, ihr Statut und inneren Ausbau mit dem neuen Recht in Einklang zu bringen. Diese Regelung erfordert bedeutenden Aufwand an Arbeitskraft und deshalb sind zwei Arbeitstage für den Delegiertentag vorgesehen. Diese Versammlungen haben aber nebenbei einen besonderen Wert deshalb, weil sie die Träger der Versicherung, hier die Baugewerktreibenden alljährlich einander näher bringt und den Austausch aller Erfahrungen im gemeinschaftlichen Interesse ermöglicht, — ein Umstand, der der Beachtung aller Mitglieder der Genossenschaft und in diesem Falle besonders der hiesigen Mitglieder wert ist. Gießen ist der Sitz der Sektion VI, der Genossenschaft. ES find, wie wir hören, schon Vorbereitungen im Gange, um den Delegierten und Gästen den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich zu machen, damit auch die Teilnehmer dieser Versammlung wie die der vorhergegangenen, den angenehmsten Eindruck von unserer Stadt mit nach Hause nehmen. v. Bad-Nauheim, 11. Juni. In Bad-Nauheim herrscht Freude; die Quelle XII sprudelt wieder mehrere Meter hoch und die weiße Schaumfontaine ist wieder von weitem, von den entfernten Parkanlagen, sichtbar und ragt, wie ehedem, hoch über die Brüstung des Bassins. Dieser hochspringende Sprudel ist das Wahrzeichen Nauheims; die mächtige Fontaine ist auch im Stadtwappen enthalten, das der letzte Kurfürst von Hessen, Friedrich Wilhelm, am 5. Oktober 1854 dem damaligen „Flecken Nauheim" er- laubte, zugleich mit der Erhebung des Ortes zur Stadt Bad-Nauheim. Nach den Störungen der Quellen am 2. April d. I. hatte sich das Haupt der stolzen Quelle be- renklich geneigt. Jetzt rufen sich die Nauheimer froh die Botschaft zu: Der Sprudel XII springt wieder so hoch wie rüher! Auch die Kurgäste freuen sich, denn nun sausen die lerlenben, schäumenden Wasser ganz anders, weit kräftiger als bisher in die Badewannen. Heute wurden z. B. 2691 Bäder gegeben, darunter 830 Sprudel- und Sprudel- trombäder. Allgemein ist man der Ansicht, daß sich die drei Sprudel noch mehr erholen werden. Die Ursachen der Störungen sind wohl darin zu suchen, daß im Frühjahr Aufräumungsarbeiten einer alten Quelle am GaShäuSchen vorgenommen, und daß beim Bau des Badehauses VII zuviel Grundwafser dem Erdreich entzogen wurde. Der normale Stand des GrundwafserS ist nun wieder erreicht und die Kohlensäure hat sich wieder gesammelt. H. Hartenrod, 10. Juni. Wie bereits gemeldet, soll die Eröffnung der Bahnstrecke von Weidenhausen bis hierher am 15. Juli stattfinden. Gegenwärtig werden jedoch noch Arbeiten an dem hiesigen Bahnhofe und dem nach End- ;ach zu gelegenen Bahndamm ausgeführt, die bis zu obigem Zeitpunkt vollendet sein sollen. Voraussichtlich wird die weitere Strecke von hier nach Herborn am 1. Oktober )em Verkehr übergeben. Doch dürfte diese Frist wesentlich lberschritten werden, da auch auf diesem Teil der Bahn be- leutenbe Geländeschwierigkeiten vorliegen. So wird zwischen )ier und Eisemroth ein großes Tunnel erbaut. -9. Weilburg, 11. Juni. Im August wird in unserem Städtchen, das wegen seiner romantischen Lage mit dem alten Recht auch heute noch die Perle des Lahnthals genannt wird, das 18 Verbandsfest der Feuerwehren »eS Regierungsbezirks Wiesbaden gefeiert werden. Alle Vor- tereitungen für dieses Fest, das erste seiner Art in Weilburg, ind im besten Gange, die Komitees find gebildet und eifrig thätig. Die obere Leitung liegt in den Händen des Fest- auSschusteS von bewährten Männern. Vermischtes. * Berlin, 11. Juni. Der Kaiser hat den Schuhmacher Karl Rusch, früher in Thorn, und den Mühlenbefitzer Christian Görke aus Piwnitz, Kreis Briefen, welche in den Jahren 1870, bezw. 1875 vom Thorner Schwurgericht wegen Mordes, bezw. Anstiftung zum Morde zum Tode verurteilt worden waren, deren Todesstrafe aber eine Umwandlung in lebenslängliche Zuchthausstrafe erfahren hatte, jetzt wegen guter, reuevoller Führung vollständig begnadigt, fodaß sie nach 30jähriger, bezw. 25jähriger Zuchthausstrafe aus der Strafanstalt entlasten werden. — Ein Opfer der freien Liebe ist die 22jährige Gouvernante C. A. geworden, die bis vor wenigen Wochen in der Familie eines Bankiers B. lebte. Dieselbe war seit dem Herbst vorigen Jahres in dieser Stellung und hatte gelegentlich einer Gesellschaft einen jungen österreichischen Offizier kennen gelernt. Die jungen Leute kamen auch außerhalb des B.'schen Hauses zusammen, und der feurige Liebhaber wußte schließlich Dafl bildschöne Mädchen zu überreden, ihn nach Triest zu begleiten, wo er die Filiale einer Berliner Fabrik leiten sollte. Seit Anfang Mai war die Gouvernante spurlos verschwunden. Alle Bemühungen der bejahrten Eltern, fie aufzufinden, blieben erfolglos. Bor einigen Tagen fragte die Polizei eines kleinen italienischen Städtchens in der Nähe des Como-See bei Herrn B. an, ob er über feine in den Gewässern des Sees gefundene weibliche Tote wohl Auskunft geben könne, da in der Tasche bet von ben Wellen an ben Strand gespülten Leiche ein unleserlicher Brief mit seiner Abreste gefunden worden fei. Da die Personalien der Ertrunkenen, die wohl einige Tage im “S*S (J'f«« ä*s 5-r !?"'»»»»»» Sei », * iS ÄLZ»! rsSs w.?h» 'hr Statut «mnano M L?”6 ”«"11 lagt für k.M & !'^°dt°ck"2«'«'°g sie die Xtäöpr k ® nntD >-« «njiA .L"?*' ÄzF* L'MÄ Jd? a* ““ dl- te t b e 71 I G"9e"4« * J d'i Stilut^et biejtt Set, 2T\btn a*Nn t nach Hause nehmen. 1 3» Bad-Nauheim henkt rubelt wieder mehren chauchutaine ist wieder von irlanlagfn, sichtbar und tagt, ustung des Bassins. Dicht Wahrzeichen NanhrmS; bii Ctadtwayptn enthalten, bc! Türdüch Wilhelm, u M «Tücken Nauheim" r bung des Ortes zur Ak Störungen der Quellen gg Haupt, der stolzen Quelle sich die Nauheimer stoh die 1 springt wieder so hoch wie neu sich, denn nun sausen die ' ganz anders, weit KMgrr neu. heute wurden z. 8. 830 Sprudel- und Sprudel der Ansicht, daß sich die drei :ben. Die Ursachen btt Störchen, daß im Frühjahr Aus« luelle am GaShäuSchen von des WW W Mrl tzvgen wurde. Der uvrwale nun wieder erreicht und die sammelt. Wie bereits gemeldet,foujie i von Weidenhauseu bis i. Gegenwärtig werdeni jeboJ Mnhofe und dem nach aiigefltt, di- dir i« ’ 'S® t. 9x°iMW»ch * “ Herborn m 1. Dt* J b,fee Seil der W ’Ä“Ä kj.* s*"' >^nNN^ — "**' lischt,,., hat de« M SÄ'-ffS SAgÄS te «• ’M?Ba"t'«rS ’ biefe: «01Ilten, ®°et Mal «1( 8 S'1* »%b«b"«e6rfA ifrff/itei । ffi.tr« w Daffer gelegen hat, identisch find mit denen der verschwundenen Gouvernante, so steht eS außer Zweifel, daß das junge Mädchen, von ihrem Verführer verlassen, den Tod in den Fluten des Como Sees gesucht hat. * Zur Charakteristik des ermordeten Ritt Meisters v. Srosigk teilt die „Itffiter All^rn. Ztg.", ber wir die Verantwortung für diese kaum glaubliche Mel düng überlassen, mit, daß Krosigk seine ®attin, wahrscheinlich, weil sie für den Reitsport nicht eingenommen war, eines Tages auf einem Pferde festgebunden hatte und dieses in der Reitbahn Herumlaufen ließ. Krosigk wurde dann dienstlich aus der Reitbahn abgerufen. Den Bitten der Frau folgend, befreite sie der Unteroffizier Marten an der unbequemen Lage, und was geschah? Marten mußte dafür, daß er der Bitte der Frau nachkam, 14 Tage Arrest Verbüßen, die ihm v. Krosigk zudiktiert haben soll. Wie außerdem berichtet wird, hat Frau v. Srosigk vor der Der nrteilung MartenS sich zu dessen schwergebeugter Mutter begeben, ihr ein Bouquet Überreicht und der fassungslosen Frau in warmen, herzlichen Worten Trost gespendet. * Oppeln, 11. Juni. In der Malapanestraße hier begingen nachts zwei Leutnants arge AuSschreit nngen, indem sie gegen das Publikum mit gezogenem Degen losgingen und die einschreitenden Nachtwächter verhafteten. Schließlich gelang es, einem der Leutnants den Degen zu entreißen. * Ratibor, 11. Juni. Auf der Fahrt von Schön« brunn nach Troppau wurde der deutsche Arbeiter Albert Lusar aus Ratibor von Tschechen auS Natioualitätenhaß aus dem Waggon geworfen, sodaß er vom Zuge zermalmt wurde. * München, 11. Juni. Der seit sieben Tagen abgängige Rechtsanwalt Justizrat Du'rlacher wurde erschaffen in dem benachbarten Walde aufgefunden. ES liegt Selbstmord vor, dessen Ursache, wie vermutet wird, eine Frau ist. Durlacher war unverheiratet und lebte in guten BermögenS- verhältniffen. * Kopenhagen, 11. Juni. Der heute hier eingetroffene englische Dampfer „Bala" stieß westlich von Got land mit dem schwedischen Barkschiff „Frithjof" zusammen. ®'i dem Zusammenstoß ertranken neun Mann der Besatzung der Bark, sämtlich Dänen, Schweden und Norweger. Zwei Mann wurden gerettet, darunter ein Deutscher namens Jungmaun, welcher von dem „Bala" hier gelandet wurde. * Portsmouth, 11. Juni. Infolge Berstens eines KeffelrohreS im Feuerraume des Torpedobootszerstörers „Dafing" wurden vergangene Nacht ein Mann getötet, vier schwer verletzt. • PittSburg, 11. Juni. Im Schacht 2 der Kohlen- und Koks - Compagnie zu Port Royal in Pennsylvanien ist Feuer ausgebrochen. Mehrere Explosionen haben statt gefunden. Zwölf Bergleute befanden sich in der Grube. ES wird befürchtet, daß die meisten, wenn nicht alle, um- gekommen sind. Ausströmende Stickgase erschweren die Rettungsarbeiten. * Caracas, 11. Juni. Heute früh 3 Uhr wurde in der hiesigen Gegend, namentlich bei La Gaira, ein starkes Erdbeben verspürt. 37. Jahresversammlung der südweftdentscheu Konferenz für Innere Mission. (Eigener Bericht). I. -k. Friedberg, 12. Juni 1901. Friedberg übt auf die kirchlichen Kreise immer eine besondere An ziehungskraft aus. Die evangelischen Geistlichen Hessens haben alle nach Beendigung ihrer Studien in Gießen ein Jahr auf dem hiesigen Predigerseminar zugebracht und dadurch nicht allein Erinnerungen ernster und freudiger Art in ihr Pastorat mitgenommen, sie sind auch teUs mehr, teils weniger mit der Bürgerschaft Friedbergs durch die verschiedensten Bande verknüpft. Außerdem besitzt Friedberg die verschiedensten Werke, die aus der Inneren Mission hervorgegangen sind, oder doch dieselben Ziele wie diese verfolgen. Die Taubstummenanstalt und die im Jahre 1850 von dem reich gesegneten Arbeiter der Inneren Mission, dem jetzt 87jährigen Direktor i. P. P. Schäfer, der zurzeit leider schwer erkrankt ist, gegründete, jetzt staatlich gewordene Blindenanstalt, eine Herberge zur Heimat, ein alte Männer und Frauen, aber auch vor Verwahrlosung bedrohte Kinder ausnehmendes Versorgungshaus, ein von Diakoniffen bedientes Krankenhaus, ein Mädchenheim, einen Feierabend für Lehrlinge und nicht zuletzt ein Arbeiterwohnungen errichtender Bauverein: .Eigener Herd ist Goldes wert." Die günstigen Bahnverbindungen werden ihre Wirkungen nicht verfehlen, daS Jahresfest, das die südwestdeutsche Konferenz für Innere Mission heute und morgen hier begeht, zu einem herrlichen und gut besuchten auszugestalten. Die südwestdeutsche Konferenz, die die Missionsvereinigungen von Hessen (südlich des Main), Frankfurt, Pfalz, Baden und Elsaß zusammenfaßt und an die sich der Oberhessische Verein für Innere Mission in freier Weise anschließt, hat fett ihrem Bestehen zum erstenmal ihr Jahressest nach Oberhessen verlegt. Daß die Wahl Friedbergs glücklich ist, zeigen die Vorboten einer überaus starken Beteiligung aus dem ganzen Lande und von Seiten der Bürgerschaft. Auch zahlreiche außerhessische Besucher, besonders aus dem Konferenz, gebiete, sind bereits eingetroffen. Der Oberhessische Verein für Innere Mission, der dieses Jahr die Konferenz bei sich tagen sieht, will mit Rücksicht darauf von einem eigenen Fest, das er sonst in den November, tagen zu Gießen zu halten pflegt, absehen und betrachtet das gegenwärtige zugleich auch als sein Fest. . ____ Schon manches schöne Werk christlicher Liebe hat bte Innere Mission in Hessen vollendet. Zu oberst steht die epileptische Anstalt für Jugendliche in Niever-Ramstadt, die am l. Oktober 1900 eröffnet wurde und in den wenigen Monaten bereits 16 Kinder ausgenommen hat. Das Pflegegelb von 420 Mk. ist ja vorerst noch etwas hoch, aber trotzdem müff.-n au» hierzu noch viele mildthätige Hände sich öffnen, da die Anstalt noch bedeutend zulegen muß. Nach einigen Jahren wird hoffentlich der Betrag erniedrigt werden könne». Im Verein mit Hessen-Nassau wurde ein Rettunashausverband gegründet, der für verwahrloste Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren zwei Herme gegründet hat, das Lehrlingsheim in Dillenburg, in dem die Knaben einem ihren Gaben entsprechenden Handwerke zugeführt werden, und die Aumühle zu Wixhausen bei Darmstadt, dic zur Heranziehung von Kletnknechten dient. Diese hat gegenwärtig 16, jenes 17 Söglmge, bie in der größten Gefahr bet Verwahrlosung burch strenge Zucht für bie menschliche Gesellschaft gerettet werben können. Zur Aufnahme von gefallenen Mäbchen besteht bas Frauenheim zu Eckenheim bei Frankfurt gleichfalls für Hessen unb Hessen-Nassau, betn aber bas warme Interesse, bas ek verdient, nicht entgegengebracht wird. Im Jahre 1900 haben dort 58 Frauen unb Mäbchen Aufnahme gefunden. Von diesen waren 20 aus den Groß- berzogtum und nur für zwei wurde geringe Pension bezahlt. Kein Wunder, wenn die Anstaltsrechnung mit einem Defizit von 8273 Mk. abschließen mußte. Es sind ferner noch zu erwähnen die Herbergen rur Heimat zum testen der wandernden Handwerksburschen. Biele «euentstehende Kleinkinderschuleu erhalten einmalige Unterstützungen. Die Errichter und Freunde dieser LiebeSwerke kommen nun heute hier in Friedberg zusammen, um über hochwichtige Dinge zu beraten Die Verwahrlosung der Jugend ist eine große Sorge, die ernsten Männern schwer auf dem Herzen liegt. Was Volk, Familie und Schule bei der Erziehung thun können und sollen, steht heute im Mittelpunkt der Be- ttachtung, während morgen über das LehrbedürfniS deS Volkes referiert werden wird. Universitüts Nachrichten. — In Berlin ist der Chefarzt be6 LazaruS Krankenhauses, Professor Dr. Karl Langenbuch, im Alter von 55 Jahren gestorben. — Der Oberbibliothekar Prof. Zangemeister in Heidelberg wurde zum Direktor der Universitätsbibliothek in Bonn berufen. Theater, Kunst und Wissenschaft. 8. rptelhaus der Darmstädter Küpstlerkolopte. Man schreibt unS aus Darmstadt vom 11. b. M-: Nachdem die durch bU Garantiezeichner für die Darmstädter Spiele zur Deriügung gestellten Beträge fett einiger Zett aufgebraucht sind (inkl. der Kosten für Sptel- hausdau sollen über 30 000 Mk. verbraucht sein) und die Fortsetzung der Spiele unter der seithersten Leitung keinerlei Aussicht auf E folg bhtet. hat man dieselben vorerst unterbrochen. Heule abend sand nun eine V'rsamwlunz der Künstler und Garanttezetchner statt, um weitere Maßnahmen in dieser Angelegenheit zu tnffen. Auf etngeh nden Vortrag deS Prof. Christiansen wurde die Fortsitzung der Spiele beschlossen und ein weiterer Fonds von 25000 Mk. zir Beifügung gestellt. Die Leitung werden abwechselnd die Professoren Christiansen und Behrens übernehmen. Bollirändtg abweichend von dem seitherigen Programm, ist die Schaffung ttneS exquisiten BalletS in Aussicht genommen, es sollt» die besten in- und ausländischen Sängerinnen und Tänzerinnen aller Art auftreten, ebenso sollen volkstümliche Vorstellungen neuester Form oorgeführt werden, sodaß man selbst den anspruchsvollsten und verwöhntesten Besuchern etwas neues zu bieten hofft. Die Vorstellungen sollen in Kürze beginnen und man darf auf die neuesten Darstellungen gespannt sein. Der Name Christiansen ist schon vorweg für eine Anzahl Überraschungen Bürge. Im Frankfurter Schauspielhaus wird bekanntlich am 15., 16. unt 17. Juni bas in Berlin zu rascher Popularität gelangte „Sunte Theater" (Ueberbrettl), eine lilterarische Vereinigung zum Vortrage von Dichtungen unb Musikstücken durch bte Autoren selbst ober durch künstlerische Kräfte, ein Gastspiel absolvieren mit der ganzen zu diesem Zweck engagierten Gesellschaft und unter persönlicher Leitung des Begründers dieses Theaters, deS Schriftstellers Ernst von Wolzogen. Platzbestellungen werden von jetzt ab täglich entgegengenommen. TexaSfitber. Die „SBerl Korresp" erklärt gegenüber den Mitteilungen in der Presse, daß durch Untersuchungen des Marinestabsarztes Dr. Ziemann ein seuchenhaftes Vorkommen des Texasfiebers in Deutsch land nachgewiesen sei, daß weder Ziemann noch Jackschath, bet vor Jahresfrist bas Vorhanbensein malariaähnlicher Blutparasiten bei Rindvieh beobachtet hat, den Nachweis führten, daß bie Blutparasiten thalsächlich mit benjenigen bes Texasfiebers ibentisch sinb. Wie bie „Berl. Korresp." hört, sinb seit mehreren Jahren staatliche Institute, namentlich bas Reichsgesundheitsamt und bie tierärztliche Hochschule, mit Untersuchungen über baS einheimische Blutharnen beschäftigt, bie batauf abzielen, zur Unterdrückung bet Krankheit geeignete Maßnahmen ausfinbig zu machen. Leipzig, 11. Juni. Der internationale Verlegerkongreß beschloß, bie urheberrechtlichen Vertragsverhältnisse zwischen ben Vereinigten Staaten von Norbamerika unb ben europäischen Staaten in einer Denkschrift auszuarbeiten unb ben Regierungen bieser Staaten zu unterbreiten. Der Kongreß sprach ferner bie feste Erwartung aus, baß die Vereinigten Staaten in nicht zu ferner Zeit der Berner Konvention beitreten würden. In London starben dieser Tage der Schriftsteller Sir Walter Besant und der Dichter Robert Buchanan. (Besants bekanntester Roman ist „The children of Gibeon“. — Buchanan war ein eifriger Freund Deutschlands. Der deutsch-französische Krieg begeisterte ibn zu dem lyrischen Drama „Napoleon fallen", dessen 3. Teil „The Teuton »guiast Paris“ Bismarck zum Helden hat. Als Dramatiker besaß er in England außerordentliche Popularität. D. Red.) Sanhtl md Verkehr. Volkswirtschaft. Dresden, 11. Juni. Bei der Kreditanstalt für Industrie und Handel wurden heute aus allen Kreisen eingezahlte Guthaben zurückgezogen. Der Andrang war sehr groß; es erfolgte prompte Regulierung. — Allgemeine Rentenanfialt, Stuttgart. Nach dem Rechenschaftsbericht für das Jahr 1900 wurde etn Reingewinn vor, Mk. 742 672 erzielt gegen Mk. 641 122 im Vorjahre. Die GcschästS- entwickclung war befriedigend. Der VeisichrrungSbestand hat sich auf 43 691 Policen über Mk. 80731385 Kapital und Mk. 2 320 426 Rente erhöbt. Die Gefamlaktiva der Anstalt sind auf Mk. 77 859 433 und die Resiroe- unb Sicherheitsfonds (Reinvermögen) auf Mk. 6 322 811 gestiegen. Die Piämienreferven incl. Prämienüberiräge berechnen sich auf Mk. 50032 878. Die VerwaltunqSkosten einschließlich der Agenten proo fionen und Steuern betrugen Mk 610789, d. h. nur 0,78 P o zent deS G.famtoermögenS. Der am 18 Juni stattstndenden General- oerfammlnng wird die Verteilung einer Dividende von 30Prozmt der dioidendenberkchttgten Prämie für die LebenSvelstcherungea un) 3 Proz. der Rmte für die Rentenversicherungen vorgefchlagen. Landwirtschaft. Washington, 11- Juni. Nach bem Ackerbaubericht ist ber Staub bes Winterweizens 87,8 (Vorjahr 82,7), Frühjahrsweizen 92 (87,3), Winterroggeen 93,9 (87,6), Gerste 91 (86,2), des Hafers 85,3 (91,7). Die Menge des Winterweizens wird auf 408.871.000, des Frühjahrs- wcizens auf 274.000.000, des Hafers auf 776.588.000 Bussels geschätzt. Die vorjährigen definitiven Ergebnisse betrugen: 350.025.409 Bussels, 172.204 096 B. unb 809.125 989 B. Der Anbau bes Frühjahrsweizens ist um 6,4, der des Hafers um 3,8 unb bet des Roggens um 1,9 geringer als im Vorjahre. Statifttsches aus dem Grofiherzogtum Hessen. P. Gießen, 11. Juni 1901. Die Universitätsbibliothek zu Gießen verlieh außerhalb bes Hauses vom 1. April bis zum 31. März und zwar im Jahre 1895/96 17 949 Bände, 1896/97 18 831 Bünde, 1897 98 17 613 Bände, 1898 99 18 985 Bände, 1899/00 18 928 Bände unb 1900/01 22 480 Bäube unb zwar alle länger als 4 Tage. Auf 1—4 Tage (unb erneuerte) verlieh bie Bibliothek 1695/96 19 400 Bände, 1898/99 22 511 Bände und 190 /01 26 329 Bände. Sämtliche Bücher blieben zur Lektüre in Gießen. Hierzu kommen noch die nach außerhalb der Stadt verliehenen Bände und zwar 1895/96 1486 Bände, 1896/97 2071 Bände, 1897/98 1507 Bände, 1898/99 1524 Bände, 1899/00 1284 Bände unb 1900/01 1396 Bände. Die Anzahl der innerhalb der Bibliothek benutzten Werke läßt sich nicht fkststellen, da ein Teil der Benutzer Zutritt zu den Büchersälen hat. Flächeninhalt der Gemarkungen und Kreise des Großherzogtums nach dem Stand für das Jahr 1900/01. Der Gesamtflächeninhalt des Großherzogtums nach dem Stand des Haupt-Zentral- katasterS des JahreS 1900/01 betrug, einschließlich der den betreffenden Gemarkungen zuzuteilenden Sttomflächen 7' 8,< 76,87 Hektar. Davon fallen auf Provinz Starkenburg 301,910,99 Hektar, auf Provinz O berhefsen 328,663,14 Hektar unb auf Provinz Rheinhessen 37,502,74 Hektar. Von ben 828,663,14 Hektar ber Provinz Oberhessen fallen auf den Kreis Gießen 60,232.05 Hektar, Alsfeld 62,174,55 Hektar, Büdingen 49,121,88 Hektar, Friedberg 57.237,68 Hektar, Lauter- oach 53,843,— Hektar und Schotten 46,053,98 Hektar. Obstbau unb Obstnutzung im Großherzogtum im Jahre 1900. Währenb in ben vorhergehenben Jahren nur bie tragsähigen Obfibäume gezählt würben, war im Jahre 1900 bie Gesamtzahl ber Obstbäume, ohne Rücksicht auf bte Ertragfähigkeit zu ermitteln. Dabei waren nur bie auf dauerndem Standorte b-findlichen Bäume zu zähl.n, also nicht solche, die noch zum Verpflanzen bestimmt waren. Zwergobst- und Spalierobstbäume wurden auch ausgenommen. Gezählt wurb-n Aepfrl-, Birnen-, Zwetsche» , Pflaumen-, Kuschen-, Aprikosen-, Pfirsisch-, Kastanien- (eble), sowie Wallnuobäume. Die Gesamtzahl ber im Groß- berjogtum ermittelten Obstbäume betrug 4,308,418 und zwar gaben eS 1.614,066 Aepsklbäume, 515,438 B rndäume, 1.818,961 Zwetschen- unb Pflaumenbäume, 185,5.-5 Kirschrnbämne, 93 966 Aprikosen- unb Pfirsisch- bäume. 1256 Kastanienbäume unb 11,206 WallnuSbäume. Der Obstertrag bes JahreS 1900 wurde zu 489,911 Doppelzentner ermittelt; er übertrifft ben deS JahreS 1899 um 251,344 Doppel- zentner, betragt also mehr alS das zweifache deü Erttages des Vorjahres. Der Gesamtwert des ObstertrageS berechnet sich im Jahre 19(0 zu 3,354,182 Mk. gegen 2,729,206 Mk im Vorjahre. Ein- und Ausfuhr des Großherzogtums über Bremen allein. Nach bem Jahrbuch für Bremische Statistik führte bad Groß- Herzogtum über Bremen auS für 1,590,404 Mk. An erster Stelle steht bie Ausfuhr von Zigarren (6,516,9 Mille), Wert 204,094 Mk. Dann kommt fieber (gegerbtes-, Wert 198,131 Mk. Wein (deutscher, 176,923 Liter), Wett 140,902 Mk. Champagner (27.779 Flaschen), LRrt 71,210 Mk., Maschinen Wert 126,899 Mk., Metallwaren, Droguen, Papier rc rc. Aus Bremen allein wurden in das Großherzogtum eingesührt für 2,559,178 Mk. In allererster Linie steht die Einfuhr von Tabak mit 1 327,309 Mk. unb zwar Brasil mit 454,389 Mk., Sumatra mit 225,579 Mk. onberer osttnbischer Tabrk mit 185,244 MI, Domingo mit 74,4^4 Mk. u s. w.. Cuba, Havana, Kanaster, Columbio, Virgini rc. Jagd und Sport. — Ein grotzro Wettschietzen veranstaltet der „Schießverein deutscher Jäger" an Den Tagen oom 21. und 22. Juni zu 91 tu» mannS walde-Neudamm. U ter den Programmnummern btftnbai sich neun Thontaubenschießm Kugelschießen auf die stehende Rehbrck- unb die bewegliche Keilerscheibe, Schrotflintenschteßen aus die laufende Hafenscheibe u. a. in. Für Spons-rützen ist ein Pistolenschießen eingelegt. Die Mindesthöhe der Gesamtpreise ist mit 2500 Mk. garn. ttei t; davon sind zwei Thontaube,.schießen jedes mit mehr als 400 Mk. an Ehrenpreiien bedicht, vier Kugeifchteßen geben 400 Mk., 200 Mk., 180 Mk. und 100 Mk. und das Hasenschießen zirka 300 Mk. an Sbrenoreifen. Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) W. Tarin stabt, 12. Juni. Die Erste Kammer wird am 20. Juni zu einer Beratung zufammentreten. W. Kiel, 12. Juni, 2 Uhr. Auf der Ger man iawerf t stürzte ein krahnenartiger Mast um und fiel auf einen Schuppen, der zertrümmert wurde. Die in dem Schuppen arbeitenden Personen wurden verlebt. Ein Arbeiter ist getötet, vier schtwer verletzt. Berlin, 12. Juni. Der Kaiser besuchte abends im Hiotel den ehemaligen Botsa)üfter Grafen Schuwalow, der darauf beim Reichskanzler dinierte. Northeim, 12. Juni. Auf dem SelMtzenfeste in Südheim wurde ein 18 jähriger Bursche von einem Alters- geiwssen versehentlich erschossen. Brüssel, 12. Juni. In einem Briefe des Königs, über den in der Kongokommission Mitteilungen gemackjjt wurden, heißt es, der König wolle Belgien eine Kolonie vermachen, welck)e Belgien nichts gekostet habe. Der König -versichert weiter, daß die Kobonisierung Kongos nur zum Wohle Belgiens unternommen sei. Wenn bei der Finanz- Verwaltung des Kongostaates Ueberschiüsse erzielt werden sollten, so würden diese vor allem dazu bestimmt sein, die von Belgien dem unabhängigen Kongostaate geliehenen Summen zurückzuzahlen. Rom, 12. Juni. Ter Osservatore Romano veröffentlicht einen Berichst über einen gestern in Gegenwart von 20 Kardinälen, zahlreichen Bischöfen, Prälaten und sonstigen hervorragenden Persönlichkeiten gehaltenen Vortrag des Kardinals Parocchi über die Verteidigung des katholischen Glaubens gegenüberder protestan- ti scheu Propaganda. Tem Blatte zufolge schilderte Parocchi dic erbitterten Angriffe, welche der Protestantismus überall, besonders in Italien und Rom gegen den Katholizismus richie, wobei er sich, die gegenwärtige Erschütterung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu nütze mache. Jndeß werde, wie der Kardinal hinzufügte, dieses unsinnige gefährlich^ Werk niemals vermögen, das Werk Gottes zu vernichten. In der Versammlung gelangte auch ein Brief des Papstes zur Verlesung, worin derselbe seine Freude über das Wirken der Vereinigung zur Verteidigung des Glaubens in Rom aussprichjt. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Juni Barometer auf Co reduziert | | w ber Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Winbrichtung Winbstärke Wetter • 11. 9« 748,2 + 13,0 6,9 62 Sttll — Heller Himmel 19 7« 746,7 + 12,4 7,0 65 NW. 2 Sonnenschein 12. 2« Hd Nie 743,0 + 16,7 1 hfie Temper atu briaste 6,2 am 44 10.—1 W. 1. Juni 2 + 21. + 9. Beb. Himmel io C. 70 C. Telephonischer Kursbericht. 6,/e % Bötohwmleihe . . 99.50 3 o/g io . . 88.20 31/| P/o Konsole . ... 99 40 3 0/, do ... 88.25 8Ve% Hesses .... 95.90 5 '7o Ital en. Bent*- . . . 96.80 4% Griech. nop.-Anl. 44.20 3 o/o Portugiesen . . . 26.05 3 'j/o Mexikaae- . . . . 26 40 41/t % Chinesen . . .. 83.30 Frankfurt, den 12 Juni. Kreditaktien ... 21350 Diskonto-Kommandit . . 188.10 Darmstädter Bank . . . 181.40 Dresdener Bank . . . 144 30 Berliner HandelBge*. , . 147.10 Oosterr. ßtaatsbahu- . . 144.20 Gotthardbahn .... 156.30 Laurahütte . . , . 199 20 Bochum......181 50 Hnrpener ... 174.00 z ruhig. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftraße 2. Au-eOot der Ardettuehmer: i Glaser, 4 Schlosser, 2 Heizer, 3 Hausdiener, 2 Schreiner, 8 Taglöhnerinnen, 1 Waschfrau, 1 Schreib- stehilfe. Nachfrage der Ardeitgederr 1 Schneider, 1 Schreiner, 2 HarrS» burschen, 1 Arbeiter, 1 Waschfrau, 2 Lauffrauen, 1 Köchin, 1 Dienst« Mädchen, 1 Kindermädchen. kvzMsnl wegen KrzcltAtzübertrsMg Wir haben das Geschäft der Firma Giessen, Marktstrasse 17. Cassel. Giessen, Marktstrasse 17. • Vollständiger • Sämtliche Damen- und Kinder-Konfektion verkaufen wir, um sehr schnell damit zu räumen, W* zu und unter Selbstkostenpreis. -WE • Der Ausverkauf dauert nur kurze Zeit. • Da sich eine derartig günstige Kaufgelegenheit nie wieder bietet, liegt es in jedermanns Interesse, von diesem aussergewöhnlich günstigen Angebot weitgehendsten Gebrauch zu machen. 4155 F. Leltzow & Co., Giessen, Marktstrasse 17 käuflich übernommen. Um nun mit dem vorhandenen grossen Lager sehr schnell zu räumen und dann mit neuem, bedeutend vergrößertem Lager beginnen zu können, stellen wir das gesamte Warenlager zum vollständigen Ausverkauf. Auf sämtliche Waren ohne Ausnahme gewähren wir von heute ab (Kin noch neuer Pritschenwagen mit Federn billig zu verkaufen. GkdiGk 4151 abzugeben. Näheres Baugeschäft Abermaun, Löberftr.8 und Gießen, 12. Juni 1901. 4149 Der AuSschvh der Gießener Turnerschaft. findet im Hotel Schütz die 4148 Gießen. 4147 Eia Hausbmsche gesucht. 4157 Carl FrenSdorf. 4161 Ljautmaochen oder Frau gejucht. Q2240 Ludwigstraße :0, II. 3235 Die Fahrwarle. I- M. «chuldof. 4153 □oooooooooo Brraruwortlich für feen allgemeinen Teil: P. Biutoi für b«n »nzngeuteU: Haus Bcck. Druck und Vertag ver Brühl'jchcn Uulverfitats^vuch. und Eiemdruckcrei 4159] Kleines, emf. möbl. Zimmer zu verm. Arankfurterftr. 41. zu allen Gelegenheiten. Spezialit.: Aoch;eitofeitmlStti 02241] Junger Kaufmann sucht möbl. Zimmer mit Pension. Offerten mit Preis unter C. O. H. hauptpostlagernd Gießen. die freiwillige Feuerwehr Lollar. Einladung. Iieustiig -en 25. Juni -s. Zs., abends 8*|2 Uhr, O Für die vielen Beweise O O herzlicher Teilnahme anläß- D Q lick unserer silbernen Hoch- O O zeit sagen wir allen auf D O diesem Wege unfein 02243 ö u innigsten Dank. ö □ Comad Marx und Frau, g Danksagung. Den Frauen und Jungfrauen, die uns zu unserem 25 jährigen Jubiläum die schöne Standarte schenkten, sowie den Festdamen und allen Bewohnern Lollars, die sich um das Gelingen unserer Festfeier verdient gemacht haben, auch den erschienenen auswärtigen Feuerwehren sagt hiermit herzlichen Dank Samstag de« 15. i>. Mts., nachmittags 506 Uhr. Zu diesem und für den am Sonntagvormittag 815 Uhr abgehenden Zuge kann auf Fahrpreisermäßigung gerechnet werden, wenn diesbezügliche Anmeldungen bei den beiden Herren Vorsitzenden, L. Pirr und H. Völzel, bis zum Samstag, mittags 12 Uhr, eingegangen find. Nachweislich tücht. Kaufmann suckt sich thätig und mit Kapital an rentablem Geschäft zu beteiligen. Offerten unter P 4097 an die Expedition dieses Blattes erbeten. _______________ werden angefeit. Nah, in der Expedition. 2621 Erbe«) tn starke KemijseHauM sind zu haben bei 4154 Konrad ^lösWwe.,Schiffenbgw.52 Billig zu verkaufen: 2 große Mehlkasten, für Bäcker ge. eignet, 2 Pulte, 1 Waschkeffelchcn, neue Koffer und bunte Laden. Veterallea-Vercill Gießen. Sonntag den 16. Juni: Ausflug uach Greisenflein. Der Vorstand. Geueralvkrsammluug m Äerschutzvereius statt, zu welcher die Mitglieder ergebenst eingeladen werden. Gießen, den 11. Juni 1901. Der Vorsitzende: Hahn, Oberlehrer. f&iu junges, braves, ordemtlckes Mädchen zu Kindern tagsüber los, ges. Näh, in der Exo. 02244 Glkßklikl TurmM Zum Gauturusest nach Nidda fahren Kampfrichter Wettturner Lehrling. Suche für mein Herren-Kleider- Maßgeschäft alsbald einen Lehrling 4166 Earl Frensdorf. Aclteres?icn|tinäi)djcn g ober Haushälterin geg. hohen Lohn auf sofort gesuckt. Arau Fr. Lckrmitt, Wetzlar < Carol,nenhütte). 02237t Gesucht zur Aushilfe für 4 Wocken ein Mädchen zu Kindern und Hausarbeit. idrankfnrtervra^e 10, Part. Mslick Riegelpfad 21. tf Möbliertes zimmer zu vermieten. Selterswkg 81, Nebenh Couverts mit Firma liefert billigst Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 Heugras- Versteigerung. Das Heugras von den Do- manialwiesen der Oberförstereien Wieseck und Gießen wird ver- steigert: 1. in der Gemarkung Atterr- ItuseL Donnerstag den 20.Juni vormittags 9 Uhr in der Wirtschaft des Herrn Wilhelm Rabenau zu Alten-Bufeck; 2. in derGemarkungWieseck Freitag den 21. Juni, vormittags 9 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Dorfeld zu Wilseck; 3. in der Gemarkung Hieße» an demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, in der Leib'fchen Wirtschaft im Philosophenwald bei (Eine kleine Wohnung zu ver- mieten. Brandplatz 12. MZohnung, 3 Zimmer mit jju= behör, an ruhige Leute zu ver- mieten. Gonnensiratze 11. 200 Mark sofort auf monatl. Abzahlung zu leihen gesucht. Gest. Offerten stadt- postlagernd unter 2 100 erbeten. Unterzeichnete nimmt hiermit die gegen Margarethe Kuhl dahier ausgesprochene Beleidigung als unwahr zurück. Luise Geitzler,Staufenbg. S'|2 Morgen MegrilS in der Lichtenau zu verpachten. A. Braun, Marburger straße 66. Eine gute Derttriimg können Herren, welche Wirte be* sucken, bekommen durch den Absatz uns. allerbesten Bierpresfions-Rei- nigungSmittels ».Lamorlni4*. Groß. Consum, hoher Verdienst. Bei der warmen Witterung besond. gut einzuführen, da Reinigung auf kalt. Wege geschieht. Bei größ. eig. Bezügen geben auch Alleinverkauf. EbkrtNjüWllttFrankfiirta.M □OOOOOOOOQD Wanderer, G.K.G. Ais auf weiteres wird jeden 'Sonntag, morgend 7 Uhr, und jed.n Dienstag, abends 8V4 Uhr, Dom Vereinslokale (Cafs Royal) auS gefahren. Um zahlreiche Beteiligung bitten Bekanntmachung D-r städltsche Sleinbruch im Walddistrikt Hangelstetn soll R°--°n.Bäu-21. Dieustag de» 18. d. MtS., vormittag» 10 Uhr, auf 40931 ®‘”e *«*!!< dem Bureau der Bürgermeisterei, vom 1. Juli ab anderweit (Ute TNUreU verpachtet werden. 7 Gießen, den 11. Juni 1901. 41501 UN0 FeNftev Großherzogliche Mrgermeisterei Gießen. 1 Mecum. Gießen, den 12. Juni 1901. Großh. Oberförsterei Gießen. Joseph. Großh. Oderförsterei Wieseck. _________Weigandt._________ Versteigerung. Donnerstag den 13. d. M., nachmittags von 3 Uhr an, versteigere ich dahier im Bieker'schen Saale Neustadt 55; 1. Mehrere Kleiderschränke und Sofas, 1 Tisch, 1 Waschkommode, 1 Standuhr. 1 Spiegel, 17 Bände BrockhauS Lexikon, eine Ladeneinrichtung, 1 Kiste Tafelglas, 1 Fahrrad u- v a 2. eine größere klnzakl Bilder rahmen, Fächer, Broschen, Manschetten« und Hemden- knöpfe, Uhrketten, Cigarren- spitzen und vieles andere; 3. 1 Schreibsekretär gegen Barzahlung. Die Versteigerung der unter ad 2 unb 3 aufgeführten Sachen findet bestimmt statt. 4158 Seipel, G'rick'svolliieber. 4026] Jg. Mädchen tagsüber so- sort geluckt. »ergsiratze 17. Arbeiterin nnh LkhrmäLcheu sofort gesucht. Frau Dönges, Sckneiderin. Ludwiastraße 22. I Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Musketier Paul Beyer der 3. Komp.Jnfanterie'Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Verdachts der Fahnenflucht verhängt. Es wird ersucht, ihn zu verhaften und an die nächste Mili« tärbehörde zum Weitertransport hierher abzuliefern. gez. v. Dewitz, Oberst u- Regiments-Kommandeur. Beschreibung: Alter: 22Jghre, Größe: Im75cm, Statur: kräftig, Haare: dunkelblond, Mund: breit, Nase: gewöhnlich, Gesicht: voll, Bart: keinen, Sprache: deutsch. Besondere Mnnzeiche«: Tätowierung am rechten Unterarm P. B. 1879. Meldung: Uniform: Tuchanzug IV. Garnitur, Schirmmütze, Glanzte der - Koppel mit Seitengewehr Nr. 4, Zugstiefel. Die Richtigkeit der Abschrift bescheinigt Menges, 4162 Leutnant und Gerichtsosfizier. Gießen, den 11. Juni 1901. Schellfische Kabeljau in la. feinster, blutfrischer Ware soeben eingetroffen bei 296 A. Ä G« Wallenfels. Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. Uermietnnaen ■ . itlietiUludje llerschiedent/