Nr. 61 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Mittwoch 13. März 1901 Erscheint täglich mit UuSnahmk deS MontagS. Dir Gießener Kointlien- Blätter werden dem An« yiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Blätter Mr Hess. BoltSkunde" vier» m«l wöchentlich betgrlegt. Annahme von ttnielgen ee »er nachmittags für »tn fatgenben Zag trfdjtinenben ■tummcr bt« oorm 10 Uhr ASbeftetlungen fpütesten» ebeaM »orher Redaktion, Expedition und Druckerei- Zchulftrahe 7. GietzenerAnrciaer General-Anzeiger v Amts- und Anzetzedlatt für den Kreis Gießen vrzugrprei« viertehährl. Ml. 2.-0, monatl. 75 Psa. nut Bringerlohn: durL bt« Äbholeftetlen vtertcfjährl. Ml. 1.90, monatl. 65 PM. Bei Postbezug vierteljöhrl. Mk. 2.00 ohne BestellgeR Bfie «njetaen Bermnilunas. stellen bt# §n< uitb WnflanbH nehmen Vlnitletn für »«■ Qficfetncr «nzeiaer cntgtaaa. 8tilenprei6 letal tu Atst., euewärt» 80 Wg. Adresse für Depesche«: Anzeiger Siehe«. Fernsprechanichluß Nr. H. Politische TagesschM. Wie die „Saarbr. Ztg." meldet, richtete der Kaiser an die Freifrau von Stumm Halberg folgendes Telegramm: Tchmer»lich bewegt durch bte Nachdicht vom Hinscheiden Ihres von ■tit so hochgeschätzten Gemahles sprechen die Kaiserin und ich Ihnen und Men Ihrigen unsere wärmste und aufrichtigste Teilnahme aus. Möge der gütige Gott Ihnen allen Trost verleihen, diesen so schweren Berlust zu tragen. Die unleugbare Entfremdung, die zwischen dem Kaiser und Frhrn. v. Stumm seit Jahren eingetreten war, hat also da- Grab geschlichtet. Der Kaiser wird sich zudem durch den Erbgroßherzog von Baden bei der Beerdigung vertreten laffen. Ueber den Grund jener Entfremdung bestehen verschiedene Annahmen. Am meisten innere Wahr scheinlichkeit dürfte vielleicht diejenige haben, daß die angebliche vielcitiecte Aeußerung des Verstorbenen, er werde dem nächst nach Berlin reisen, um den Kaiser scharf zu machen, zuerst Verstimmung erregt habe. Freiherr v. Stumm hat freilich oft und mit großer Lebhaftigkeit be» stritten, daß die Aeußerung gefallen sei. Trotzdem behauptete fie sich. Es scheint später zwar nochmals eine Annäherung erfolgt zu sein, ohne indessen den Einfluß des Freiherrn v. Stumm ganz wiederherzustellen. Man konnte das auch daraus entnehmen, daß Frhr. v. Stumm im Reichstag scharf mit Mitgliedern der Regierung aneinander geriet, so mit dem vorigen preußischen Handelsminister Frhrn. v. Berlepsch. Auch auf der Bundesratsestrade wurde Frhr. v. Stumm immer seltener gesehen. Vordem konnte man ihn dort häufig in eifrigem Gespräch mit leitenden Personen beobachten. Der 80. Geburtstag des Prinzregenteu von Bayern. TL Der „Reichsanzeiger" schreibt: Se. Kgl. Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser, vollendet am 12. d. Mts. sein 80. Lebensjahr. Wird dieses seltene Geburtstagsfest in bayerischen Landen mit Kundgebungen treuer Anhänglichkeit für oen geliebten Regenten begangen, fo richten sich auch, in allen anderen Bundesstaaten des Reiches die Blicke der Patrioten dankbar und verehrungsvoll auf den greisen hohen Herrn, der als Zeuge und Mitstreiter aus der großen Zeit des Einigungskrieges mit nur noch wenigen anderen Fürsten der Nation erhalten geblieben ist. Dem erlauchten Verbündeten des Kaisers, dem getreuen Verwalter des bayerischen Königtums, dem edelsinnigen Förderer der Kunst, Wissenschaften und Humanität widmen wir ehrerbietige, herzliche Wünsche für woch viele Jahre gesegneten Alters. |_J München, 11. März. Um fünf Uhr nachmittags fand in der Residenz große Prunktafel statt, an der das diplomatische Korps, die Standesherren, die Staatsminister, die Erzbischöfe sowie sämtliche Deputationen teilnahmen, die in diesen Tagen vom Regenten empfangen worden. Namens der Gäste brachte Prinz Ludwig in einem längeren Trinkspruch die Empfindungen und Glückwünsche zum Ausdruck, die heute das ganze bayerische Volk beseelen. Der Prinzregent erwiderte mit Worten herzlichsten Dankes. Am Abend wurde dem Jubilar eine militärische Serenade mit Zapfenstreich dargebracht. Die „Augsburger Abendzeitung" berichtet: Bei dem heutigen diplomatischen Empfang sprach der Prinzregent den sämtlichen Staatsministern sein unbegrenztes und unwandelbares Verttauen aus, und beschenkte zeden einzelnen Minister mit seinem Bildnis in silbernem Rahmen und mit der eigenhändigen Unterschrift: .Salus publica summa lex est«. (Das öffentliche Wohl ist das höchste Gesetz.) Engländer und Buren. Man schreibt aus London: Ueber Verhandlungen mit Botha laufen verschiedene Gerüchte um, die sich zum Teil widersprechen. Die Uebergabe soll nach Kücheners Forderung bedingungslos sein; dagegen sollen, wie eS heißt, den Buren gewisse Zusicherungen über die künftige Verwaltung des Landes, insbesondere über den verhältnismäßig raschen, wenn irgend möglich zonenweise durch zuführendeu Heber gang von der Militär- zur Civ ilv er- waltung gemacht werden. An Autonomie aber sei nicht zu denken, es handle sich nur um eine milde Handhabung der Herrschaft, und um materielle Erleichterungen beim Wiederaufbau der Wohnstätten und bei Ergänzung des Biehstandes. Die Schwierigkeit in den Verhandlungen liegt hauptsächlich darin, daß Bothas Unterführer Bedingungen machen möchten, ehe fie die Waffen strecken. Man wird abzuwarten haben, was hiervon ernsthaft zu nehmen ist. Nach den letzten Berichten marschiert Dewet fortgesetzt nordwärts, um die Eisenbahn in östlicher Richtung zu überschreiten; wahrscheinlich ist er jetzt irgendwo westlich von Sroonstad. Viele früheren Feinde Englands in Bloemfontein, Brandfort und Kroonstad haben sich jetzt, dem Reuter'schen Bureau zufolge, den Engländern angeschloffen. Die vorbereitenden Kommissionen des augenblicklich in Paris tagenden Kongresses für die Unabhängigkeit der Buren haben einen in Form einer Kundgebung gehaltenen Einspruch gegen die von den Engländern in Afrika begangenen Verletzungen des Völkerrechts, sowie einen Aufruf an die Regierungen zu gunsten einer FriedenSoermittlung ausgearbeitet. • e Telegramme des Gietzcrrer Anzeigers. Lourenzo Marques, 12. März. Reuter Meldung. Botha ist vollständig bereit, sich zn ergeben, und verlangt einen Waffenstillstand, um mit De Wet in Verbindung zu treten. ES wird geglaubt, Botha werde sich auch ergeben, wenn De Wet dies nicht thue. — Die Eisenbahn zwischen Lourenzo MarqueS und Pretoria ist frei von Buren. Da sie keine Munition für ihre Artillerie haben, vergraben fie nicht nur schwere Geschütze, sondern auch Pompom- und Maxim-Geschütze. Kapstadt, 12. März. Reuter Meldung. Die Pest dehnt sich gefährlich aus. Heute wurden 15 Neuerkrankungen gemeldet. 97 Personen stehen unter Beobachtung. Die Krank heit ergreift auch die wohlhabenden Bevölkerungsschichten Ein Europäer und seine Familie wurden nach dem Hospital geschafft. Unter den Europäern find noch mehr Erkrankungen Dorgctommen. China. Es ist eine Art „Galaenhumo r", der neuerdings in der diplomatischen Behandlung der Chinafrage zum Ausdruck kommt. Heute liegen zwei hübsche Proben davon vor. Da hat erstens Rußlano die amerikanische Note, daff der Zeitpunkt für Abtretungen seitens Chinas und Verhandlungen über solche nicht geeignet sei, als „eine der ersten Mächte" gebilligt. Ein nicht übler Witz in Anbetracht des russisch-chinesischen Mandschurei-Abkommens, dessen Unterzeichnung von China nötigenfalls mit Zwangsmaßregeln herbeigeführt werden soll. Eine zweite Meldung, der „Times" aus Newyork, setzt die China-Politik der Vereinigten Staaten in Beleuchtung. Die Ver. Staaten-Re- gierung ist nämlich besorgt, es möchten etliche Handelskonzessionen von chinesischer Seite durch Rußlands Wettbewerb verloren gehen. Die amerikanische Regierung erwartet diese Zugeständnisse als Entschädigung für ihr selbstloses Eintreten für China gegenüber der gesamten Christenheit". „Selbstlos" ist sehr gut, bei der „Erwartung" einer Belohnung, deren Wert die Amerikaner als kluge Geschäftsleute gewiß am besten abzuschätzen wissen. Die „Times" meldet aus Shanghai: Aus glaubwürdiger Quelle wird gemeldet, Rußland habe der chinesischen Regierung bekannt gegeben, wenn das Mandschurei-Abkommen nicht zu einem nahen, von Rußland bezeichneten Datum unterzeichnet würde, dieses die Konvention zurückziehen und härtere Bedingungen aufstellen werde. Li-Hung-Tschang erkläre, er sei machtlos. Widerstand zu leisten. Der deutsche Kaiser hat den Kronenorden 1. Kl. an Sir Robert Hart verliehen. Hart steht seit langen Jahren an der Spitze des chinesischen Zollwesens. Wie ungerecht die chinesischen Christen beim Beginn der ostasiattschen Wirren vielfach beurteilt worden sino, ersieht man aus den Einzelheiten, die sich bei ihrem Märtyrertod zugetragen haben, und erst jetzt nach und nach bekannt werden. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man das in Peking, Paottngfu und anderwärts Geschehene als ein würdiges Gegenstück zu der Standhaftigkeit der Christen in der Neronischen Christen Verfolgung bezeichnet. In Peking waren 100 Schülerinnen der dortigen höheren Mädchenschule in einer Kirchse eingeschlossen. Als sie sahen, daß ihr Lehrer sich um sie ängstigte und auf ihre Befreiung bedacht war, kamen sie zu ihm und sagten, er möge sich keine Sorge um ihretwegen machen: wenn sie sterben müßten, so möchten sie am liebsten alle miteinander in den Himmel kommen. In derselben Stadt lebte ein gewisser Hsieh, der im Angesicht des ihm drohenden Todes seine besten Kleider anlegte, da er ja im Begriff war, wie er sagte, in den Palast seines Königs zu gehen. Seine Peiniger waren über seine Standhaftigkeit so erstaunt, daß sie dem zu Tode Gemarterten das Herzaus demLeiberissen, um hinter das Geheimnis seines Mutes zu kommen. Solche Beispiele christlichen Heldenmutes bei vielen eingeborenen Christen erklären es, daß aus manchem ihrer Tadler jetzt ein Lobredner geworden ist. Ein Europäer in Tschifu erklärte, früher habe er nie an die Aufrichtigkeit dieser orientalischen Christen geglaubt, jetzt bezweifle er sie aber nicht mehr, nachdem er gesehen, wie standhaft sie in der schrecklichen Verfolgung geblieben sind. Und ein deutscher Zollbeamter schreibt in seinem im Ostasiatischen Lloyd veröffentlichten Tagebuche: „Es ist geradezu erhebend zu sehen, wie manche schon dem Tode geweihte, alte, verwundete Männer den jüngeren Christen Trost zusprechen und sie in ihrem Glauben zu bestärken suchen. „Hsianz tten tschu" b. h. „denk an Gott!" hört man fast überall, und hier erst lernt man das Wort „Märtyrer" in seiner ganzen edlen Bedeutung kennen." Deutsches Reich. Berlin, 11. März. Der Kaiser ist infolge der erlittenen Verletzung genötigt, noch auf längere Zeit sich besondere Schonung aufzuerlegen. Aus diesem Grunde ist auch die für den 23. März in Aussicht genommene Enthüllung der drei Gruppen in der Siegesalles und des Denkmals Wilhelms I. in Potsdam bis aus weiteres verschoben worden. — Aus Wiesbaden wird gemeldet, daß PrinL Albrecht zu Solms-Braunfels, über dessen To« wir berichtet haben, durch Selbstmord seinem Leben ein Ende gemacht hat. Der Prinz weilte schon seit längerer Zeit in Wiesbaden, um Heilung von einem schweren Gickst- und inneren Leiden zu suchen, welche ihn zwangen, sich stet» in einem Rollstuhl fahren zu lassen. Von der Erkenntnis durchdrungen, daß er niemals mehr ganz gesund werden könne, faßte er den Entschluß, sich selbst von seinen Leiden zu befreien. — Der dem Bundesrat zugegangene Entwurf de» Süßstoffgesetzes besagt, es seien anzusehen alle auf künstlichem Wege gewonnene Stoffe, welche als Süßmittel dienen können und höhere Süßkraft als raffinierter Rohroder Rübenzucker, aber nicht entsprechenden Nährwert besitzen. Der Süßstoff darf, soweit nickst Ausnahmen zugelassen werden, Nahrungs- und Genußmitteln bei gewerbsmäßiger Herstellung nicht zugesetzt werden. Der Bundesrat wird ermächtigt, bestimmte Stoffe von der Vermischung mit Süßstoff auszuschließen. Gewerbsmäßige Herstellung von süßstosfhaltigen Nahrungs- und Genußmitteln ist gestattet in Kranken-, Kur- und Pflege-Anstalten und ähnlichen Anstalten. Die gewerbsmäßige Abgabe ist nur den Inhabern von Süßstofffabriken an solche Personen gestattet, die die Erlaubnis der Steuerbehörde erhielten. Auf die Abgabe in Apotheken gegen schriftliche ärztliche Anweisung findet diese Vorschrift keine Anwendung. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Zum Verbrauch im Jnlande bestimmter Süßstoffe unterliegt einer Verbrauchs, abgabe von 80 Mark pro Kilogramm chemisch reine» Süßstoff. Tas Gesetz soll am 1. April 1902 in Kraft treten. Dem Gesetzentwurf ist eine ausführliche Begründung beigegeben. — Um eine Herabminderung der Schullaste» herbeizuführen, hatte die Schuldeputation in Spandau beschlossen, eine Einschränkung des Unterrichts eintteten zu lassen. Es sollten danach an sämtlichen neuen Gemeindeschulen im ganzen 250 Lehrstunden wöchentlich gespart werden, wodurch etwa acht bis zehn Lehrkräfte überflüssig geworden wären. Die damit erzielte Geldersparnis hätte sich auf etwa 15000 Mark jährlich belaufen. Gegen diese Beeinträchtigung des Volksschulunterrichts erhob indes der amtliche Kreisschulinspektor Ander- sogleich Einspruch bei der Regierung in Potsdam, worauf diese den Beschlich der Schuldeputation aufhob und entschied, daß eine Kürzung des Lehrplans unter keinen Umständen Platz greifen dürfe. Der Beschluß der Spandauer Schuldeputation ließ freilich an Einfachheit nichts zu wünschen übrig. , . 1 — Nach jüdischen Blättern soll eine Ges amt-Or- ganisation der Juden Deutschlands vorbereitet, werden. Bremen, 11. März. Tie „Weserzeitung" erfahrt: Die Untersuchung wegen des Attentats ergab bisher nichts weiter, außer daß sich eine einwandfreie Zeugin gemeldet und erklärt hat, sie habe das bewußte Eisenstück am Ort des Attentats kurz vor dem Attentat liegen gesehen, Posen, 11. März. Bei der heutigen Reichstag- ersahwahl erhielten in der Stadt Posen, Oberbürgermeister Witting, (Deutsche Partei) 7276 St., Rechtsanwalt Chrzanowski (Pole) 8171 St., Kaßprsak (Sozialdemokrat:) 675 St. Der deutsche Kandidat erhielt somit in Posen ca. 2000 Stimmen mehr als beide deutsche Kandidaten bei der letzten Reichstagswahl. Soweit das Resultat im ganzen Wahlkreise bisher bekannt, wurden für Wttttng 8677, für Chrzanowski 11022, für Kaßprak 681 Stimmen abgegeben, sodaß die Wahl des polnischen Kandidaten als gesichert erscheint. Weimar, 11. März. Der Chef des Kultusdeparte- mints v. Pawel hat seine Entlassung eingerercht, die der Großherzog genehmigte. __ Ausland. London, 11. März. (Oberhaus.) Braye bringt einen Gesetzentwurf ein, wonach der von den Herrschern Englands bei der Thronbesteigung mit Bezug auf die katholische Religion zu leistende Eid abgeschasfr wird. Madrid, 11. März. Nach Meldungen aus Barcelona kam es in Manlleu zwischen ausständigenArbeitern und Arbeitgebern zu einem Zusammenstoß. Tie Arbeiter griffen das Klubhaus der Fabrikanten an und gaben Schüsse ab, durch die zahlreiche Personen, darunter der Alcalde und sein Sohn verwundet und zwei Personen getötet sein sollen. Die Ausständigen hätten zwei Fabrikgebäude in Brand gesteckt. Rom, 11. März. Das Kapitol war heute der Schauplatz stürmischer Szenen. Im Gemeinderat erklärte der Principe Colonna, er nehme die Entlassung des klerikalen Beigeordneten zu den Akten, worauf das Publikum innerhalb und außerhalb des Kapitolpalaftes lärmt e, schJ- und pfiff und Spottlieder gegen den Kterrra- 11 s —^Der^Agenzia Stesani" wird auS Aden den 10. dß. ^gemeldet: Nachrichten aus Berbera teilen mit, die Abes- Eingesandt. Bürgermeister R e u s ch bezweifelt, ob man der >vom- Zimmermann zu unterstützen verspricht, da im vorliegenden Falle selbst die Minimalstrafe von 6 Monaten Gefängnis in Anbetracht der Umstände als zu hart betrach'et werden muß. stände zugebilligt worden. Die Angeklagte Drescher erhält eine Gesamtstrafe von 3 Jahren Zuchthaus. Allen der Sack soll, wie die Geschworenen einstimmig beschlossen haben, ein Gesuch um Straferlaß an das Großh. Ministerium der Justiz eingereicht werden, das der Staatsanwalt Schmidt. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann; Verteidiger für Minna Bill ist Rechtsanwalt Dr. Spohr, für Elise Sack Rechtsanwalt Rosenberg und für Frau. Konrad Drescher Rechtsanwalt Dr. Jung. Nach Bildung der Geschworenenbank werden die Angeklagten, der Sachverständige und die Zeugen vernommen. Es tritt sodann eine Pause ein. Nach Wiederherstellung der Oeffent- lichkeit wird das Urteil verkündet. Die Angeklagte Sack erhält unter Zubilligung mildernder Umstände die zulässig niedrigste Strafe von sechs Monaten Gefängnis. Die Angeklagte Bill erhält 9 Monate Gefängnis, auch ihr find mildernde Um- Schwurgericht. P. Gießen, 12. März. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wird heute gegen Minna Bill und Elise Sack und Frau Konrad Drescher wegen Verbrechens gegen dos Leben verhandelt. Den Vorfitz führt Landgerichtsrat Dr. Schäfer, als Beisitzer fungieren die Herren Landgerichisrat Wehner und Amtsrichter Mission zur Förderung der Lahnkanalisierung ohne weiteres ihre Mandate nehmen könne, die sie in einer größeren Versammlung bekommen habe. Er tritt für eine nochmalige größere Versammlung ein, wo die Kommission zu veranlassen sei, auf Grund des Anschuldigungsmaterials ihr Mandat niederzulegen. statt. Die Benefiziantiu hat die vieraktige Posse „Der jüngste Leutnant- yusgewählt, bekanntlich früher eine Glanzrolle der Ernestine Wagener. ** Deutsche Lehrersahrt nach Italien. Auf Anregung der akademischen Lehrerkreise in den Reichslanden findet während der kommenden Osterferien 31. März bis 12. April eine gemeinschaftliche Reise deutscher Lehrer nach Rom und Neapel statt, die auch Capri, Sorrento, Pompeji und den Vesuv berühren und bis Paestum, dem alten Poseidonia, Ausdehnung finden wird. Die Kosten der ganzen Reise, die am Palm sonntag von Luzern via Gotthardtbahn angetreten wird, betragen 360 Mk. einschließlich Hotels, Verpflegung, Führung, Ausflüge rc. Nichtlehrer können unter gewissen Bedingungen zur Teilnahme an dieser Reise zugelassen werden. Alles Nähere teilt auf Anfrage das Akademische Sekretariat in Straßburg i. E., Braudgasse 21, mit. *• Grotzeu-Buseck, 11. März. Am Sonntag sand bei Gastwirt H. Größer eine Versammlung statt, in der die Gründung eines neuen Gesangvereins vorgenommen wurde. Nach Aufsetzen der Statuten, die von 36 Mitgliedern unterschrieben wurde, fand die Vorstandswahl statt. So dann wurde dem Verein rdeName „Gesangverein Sänger kranz- beigegeben. nn. Friedberg, 11. März. Bei der heute abgehaktenen Abgangsprüfung der hiesigen Realschule bestanden sämtliche 14 Prüflinge die Prüfung. tc. Bingerbrück, 10. März. Gestern mittag brachte der 0-Zug Holland-Basel eine Anzahl Burenfrauen mit Kindern, die teils über Mainz, teils über Münster a. St. die Reise nach Süddeutschland, resp. der Schweiz fortsetzten. Mit peinlichster Sorgfalt bewachten die reisenden Frauen ihr Gepäck und gaben nicht zu, daß dasselbe im Packwagen untergebracht wurde. Den Bitten der Frauen nachgebend, gestattete man ihnen, das ganze Gepäck zu sich in den Waggon zu nehmen. Kleine Mitteilungen au8 Hesse« und den Nachbarstaaten. In Friedberg ist einer der ältesten Bürger, Herr Huber, verschieden. Der Verstorbene hat lange Jahre als Gemeinderat, Kirchenvorsteher und Rechner des Gustav AdolfiFrauenvereins gewirkt, bis ihn die Hinfälligkeit des Alters zwang, sich von allen Geschäften zurückzuziehen. — Der Dialektdichter Tierarzt Peter Geibel ist in Höchst a. M. gestorben. Unsere Gegend verdankt dem Verstorbenen 2 Bändchen Gedichte in Wetterauer Mundart. Gcrichtssaal. P. Gießen, 11. Mürz. Gewerbegericht. In der heutigen Sitzung, die um 11 Uhr unter Vorsitz des Beigeordneten Wolff und Bei- sitzung des Bäckermeisters Hennings und des Weißbinders Schäfer beginnt, wird zum zweiten Mal die Klage des Cchloffers Weidenhaus gegen den Schloffermeister Wolf wegen einer Lohnforderung von 68 Mk. zur Verhandlung gebracht. Der Schlaffer Weidenhautz ist fett Montag den 28. Januar bei dem Schloffermeister Wolf thätig, bekam aber feiner Aussage nach keine Arbeit und auch kein Material zur Arbeit. Den Lohn erhielt er abschläglich, statt des vereinbarten Betrages von 18 Mk. wöchentlich nur 5 Mk. Diese Zustände haben den Kläger bewogen, zu kündigen, für die Kündigungsfrist von 2 Wochen verlangt er Lohn und noch den Rückstand des verdienten Lohnes. Der Vorsitzende strebt wiederholt einen Vergleich an, da der Kläger mit einer Summe von 15 Mk. als Entschädigung sich begnügen will. Der Beklagte will erst 10 Mk., dann 11 Mk. usw. bis 14 Mk., aber keinen Pfennig mehr zahlen. Da der Kläger auf seiner Forderung von 15 M. besteht, wurde wegen der Differenz von nur einer Mk. ein Vergleich nicht zu stände gebracht. Zur Feststellung weiterer Thatiachen wurde ein neuer Termin anberaumt. — Ebenfalls zum zweiten Mal kommt die Klage des Werkmeisters Sauer gegen die Firma Plank u. Schneider wegen Lohnforde ung von 38 Mk. zur Verhandlung. Es find diesmal fünf Zeugen geladen. Die Beweisaufnahme ergab verschiedene Widersprüche und sollen zur Klärung der Thatsachen neue Zeugen geladen werde«. kanalisatron Auskunft zu geben und Rendant Frohwein aus Diez hatte es übernommen, das Referat zu erstatten. Er erteilte Herrn F r o h w e i n das Wort. Dieser erklärte, daß er an der Hand des Materials wie aus dem Gang der Verhandlungen, die in der Kommission in den letzten Jahren gepflogen wurden, die jetzige Lage darthun wolle. Er führte aus, man wisse, daß die Lahn früher durch Wehre gestaut war und durch die darin gelassenen Lücken die Schiffe ihren Weg finden. In den Jahren 1840 oder 41 ist man allmählich zum Bau von Schleusen übergegangen. So kam am 14. Oktober 1844 zwischen den Staaten Preußen und Hessen-Nassau ein Vertrag zu stände, wonach Schleusen und Schleusen gebaut worden. ^Abe^r bilfe genügen nich^mehr I Proseff^r "ttteilt^ den heutigen Verhältnissen. Die Störungen, die durch zu droflsior erteilt. ot, m o * m , niedrigen oder zu hohen Wasserstand der Lahn entstehen Großh. Regierungsblatt Nr. 18 enthalt: Bekannt- sind sehr bedeutend. Nach Mitteilungen der Wasserbau- machung, die Einführung der Städteordnung in Inspektion Diez kann man nur mit 150 Schiffahrtstagen im der Kreisstadt Friedberg betreffend. Jahr rechnen. Referent giebt hier noch eine Uebersicht •* Die Prüfungs-Konzerte von Frl. Körner finden am über die auf der Lahn beförderten Erze rc., welche kaum Sonntag, den 17. und Montag, den 18. d. M. statt. K Proz^ des Versandes betragen. Dies wären die Verhält- f0. Todesfall. Der Großh. Hess. Geh. Oberbaurat und 70er'ober anflngs M^Jah^en wurdet auf Lot‘t.a9c"!)e Rat im kgl. preuß. Ministerium für ->ff-nlliche gearbeitet, der die Vervollständigung der Lahnkanalisation ^^en, Arthur Wetz, ist in Berlin plötzlich an Rippenfell- von Wetzlar bis zum Rhein nach den bestehenden Anlagen Entzündung gestorben. Wetz hat erst em Alter von ins Auge faßte, und zwar sollte der Fluß von Wetzlar bis Jahren erreicht. Er gehörte einer ans Griedel in Weilburg für kleinere oder andere Lahnfahrzeuge, von dort Oberheffen stammenden Familie an. bis zum Rhein für größere Schiffe fahrbar gemacht werden. I ** Aus dem Theaterburean. Morgen Mittwoch, wird als ?ilAAAAkten hierfür betrugen von Wetzlar bis Weilburg volkstümliche Vorstellung zu kleinen Preisen die noAA AAA m?-0u dort bis zuni Rhein 5800000, zusammen Treptow'sche Operettenposse „Unsere Don In ans ", Musik inn??00f0 dieser Entwurf zur Ausführung gelangt von Franz Roth aufgeführt. Am nächsten Freitag findet daö> Vergleich zum Verkehr nur eine Benes ij für bie erste Soubrette Frl Mari a Eicheuwalb Uermischtes. * München, 11. März. Nach der „Korrespondenz Hofmann" istDr. Sigl, der Herausgeber des „Baye- uziei-en. xue ner,ammiung sollte nun in Der Hauptsache I .....öuiuuu»«-»»««», uuu »uuv «nc|rif(|eit Vaterlands", wegen einer psychischen De- ■en Zweck verfolgen, über ben jetzigen Skanb bcr Lahn- sw" 4 bis 8 ftcrren ernannt werben, bie Mit Pression in bie Kuranstalt Thalkirchen gebracht worben, hause unsere Angelegenheit besprechen soll. p“ .S ; 8i Ä. ffC"’ k Der Sekretär derGießener Handelskammer fragt an, « 1 Astern und vorgestern ob es erlaubt sei, wenn es seiner Handelskammer angebracht I Wurden die südlichen und westlichen Staaten der Union von scheine, einen Vertreter in die Kommission zu ent» ctnci?1 schweren Sturme heimgesucht, der die Eisenbahnsenden. Dieses wird bejaht und mit Freuden b eVerbindungen, den telegraphischen und telephonischen Verkehr grüßt. I störte. In Willspoint (Texas) kamen acht Personen um, in ' anderen Teilen des Landes sollen gegen 100 Obdachlose Aus Stadt und Land. um9.ef°™ f“n- , c I , New-Jork, 11. März. Erne Explosion demo- Gießen, den 12. März 1901. liierte Doremus' Dampfwäscherei in Chicago. ES wurden r,? c-. • । ** Auszeichnung. Der Großherzog hat am 9. März 25 Pexsonen getötet und 50 verletzt. L 7nün7„ Sä'L 'N Frankfurt a°L. b°u Charakter" —----------------------------------- ^unvollständige gewesen und die angestrebten Erfolge wahr-j lcheinlich ausgeblieben. Die Kanalisierung mußte vielmehr so durchgesührt werden, daß nirgends eine Umladung statt- zufmden brauchte und die mittelgroßen Rheinkähne bis herauf zur hessischen Grenze geschleust werden konnten. Von diesem Gesichtspunkte aus muß an die Ausarbeitung des Projekts herangegangen und ausgemessen werden, ob eine derartige Kanalisierung bei der Lahn durchführbar ist. Nach diesem Plan würden die Kosten bis Weilburg 9 Millionen, von Weilburg bis zur Mündung 22 Millionen betragen. Die Kosten auf der oberen Strecke stellen sich trotz der günstigen Bodenverhältnisse für den Kilometer um 16 000 Mark höher als unterhalb Weilburg, dies wird durch die Eisenbahn bedingt, welche Brückenbauten rc. erforderlich macht. Die Kommission hat nun diesen von einer bedeutenden Firma ausgearbeiteten Plan nebst Zeichnungen und Kostenvoranschlägen an Baurat Röder in Diez zur Nachf- prüfung übersandt. Nach Eingang des Gutachtens sollte in einer allgemeinen Versammlung die Bildung eines Lahnkanalvereins herbeigeführt werden, dessen Mitglieder aus einzelnen Personen, sowie den Städten und Ortschaften, die an der Kanalisation interessiert sind, bestehen sollte und die zu leistenden Beiträge festsetzen sollte. Die Versammlung konnte nicht einberufen werden, da trotz öfteren Ersuchens noch kein Gutachten eingelaufen ist. Daß die Staatsregierung sich für das Projekt interessiert, geht daraus hervor, daß sie sich eine Abschrift hat unfertigen lassen, wenn auch nicht offiziell. Der Referent erwähnt noch, daß seinerzeit 4 Herren nach Berlin entsandt wurden, um bei dem Minister vorstellig zu werden. Ten vier Herren, die die verschiedenen Minister aufsuchten, wurde von diesen bedeutet, Kostenvoranschläge vorzulegen und Rentabilitätsberechnungen beizubringen. Tie Kostenvoranschläge liegen vor, aber die Kommission war durch die Verzögerung der Obergutachten bis jetzt noch nicht in der Lage, weitere .Schritte zu unternehmen. Bürgermeister R e u s ch - Oberlahnstein meint, früher Yabe man auf dem Provinziallandtag beschlossen, die Kanalisierung der Mosel, Saar und Lahn mit einander zu verbinden. Auf der Versammlung in -.'Netz habe man die Lahn vollständig beiseite gelassen, und die Vertreter der Lahn- gegend aar nicht zur Aussprache kommen lassen. -.^"otagsabgeordneter Cahensly sagte, ohne daß ein Drittel der Kosten gesichert sei, sei für den Kanal bei der Negierung gar keine Aussicht vorhanden. s. ^echtsanwalt Dr. Dahlcn erklärt, die Handelskammer, ?,l.e nCk ^Eroslentengriippen, sowie der Kanal-Verein \ '$cr0\ und Hüttenmännische Verein in Wetzlar mochten je zwei Herren delegieren, die die weiteren schritte zu beraten hatten. Tann sollten diese unsere Abgeordneten m Berlin veranlassen, in. Plenum des Abgeordnetenhauses die Erklärung abzugeben, „für Die Lahnkanali- fierung die nötigen Summen in die Vorlage ein zustellen oder sie würden gegen die ganze Vorlage stimmen." Kommerzienrat Koch-Wiesbaden teilt mit, daß von den Interessenten des Moselkanals schon jetzt Rücklagen ge ^nacht würden, um gegebenenfalls die nötigen Summen auf- weisen zu können. sinier hätten vor zehn Tagen den Scheikh Abdullah! in Harardighet vollständig geschlagen. Die Somalis hätten viele Tote geljabt, doch seien auch die Verluste der Abessinier beträchtlich gewesen; die Abessinier hätten eine große Anzahl Gefangener gemacht. Abdullahi soll in der Richtung auf Bohodle geflohen sein, verfolgt ton den Abessiniern. I (Für Form und Jnblllt aller unter dieser Rubrik stehenden I Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) In seinem gestrigen Eingesandt sagt Herr Oekonomierat S ch l e n l e, bie Eingabe der hiesigen Handelskammer bezeichn- auch die Besitzer kleinster landwirtschaftlicher Flächen als „Landwirte". Dies ist vollständig unrichtig. Die erwähnte Eingabe spricht nicht von „Landwirten", sondern von „landwirtschaftlichen Betrieben", d. h. von den landwirtschaftlichen Wirtschaftseinheiten und deren Inhabern, und sieht ganz davon ab, ob diese letzteren eigentliche „Landwirte", d. h. im Hauptberuf in der Landwirtschaft thätige Personen, sind oder nicht. Dies ist deshalb, weil das Jntereffe an den Brotgetreidezöllen sich keineswegs auf diejenigen Personen beschränkt, die hauptberufllich in der Landwirtschaft thätig sind, sich vielmehr auch auf solche Personen erstreckt, die im Hauptberuf etwas andere« als Land- wirte find. So sind z. B. von den Inhabern der Betriebe mit einer Fläche von 100 und mehr Hektaren nicht wmiger als rund 25 Prozent I tm Hauptberufe etwas anderes als Landwirte. Trotzdem haben diese Lrute, ; wie Herr Schlenke kaum bestreiten dürfte, ein großes Jntereffe an den Brotgetreidezdllen. Es kommt also augenscheinlich für daS Interesse an diesen Zöllen lediglich auf die Größe des betreffenden Betriebs und speziell die Größe der mit Brotgetreide bestellten Fläche im Verhältnis zum Eigenbedarf dieses Betriebs an Brotgetreide für menschliche Nahrung und Viehfütterung an, während gleichgiltig ist, was der Inhaber des Betriebs im Hauptberufe ist, ob Landwirt oder sonst etwas. Die Eingabe der Handelskammer konnte deshalb nicht von den „Land- wirten^ ausgehen, sondern ging mit vollem Recht von den „landwirtschaftlichen Betrieben" aus. Sie hat aber die Inhaber dieser Betriebe darum keineswegs als „Landwirte" angesehen oder bezeichnet I Will man aber durchaus die Frage stellen, inwieweit speziell diejenigen Inhaber der hessischen Landwirtschaftsbetriebe, die eigentliche Landwirte sind, Jntereffe an den Brotgetreidezöllen haben, fe gab es in Hessen 1895 genau 35 920 selbständige Landwirte im Hauptberuf, die weniger als 5 Hektar Gesamtfläche (b. h. mit Getreide, Hülsenfrüchten, Hackfrüchten, Handelsgewächsen und Futterpflanzen bebaute oder als Wiesen und Weide oder Wemb.rge benutzte Fläche) besaßen. Es sind dies 60 Prozent aller selbständigen Landwirte Hessens. Nun hatte die Eingabe der hiesigen Handelskammer ausgeführt, daß die landwirtschaftlichen Betriebe mit weniger als 5 Hektar Gesamtfläche im allgemeinen durch die Zollerhöhung geschädigt werden würden. (Selbst Herr Schlenke wird von seinem Standpunkt aus zugeben müffen, daß diese Betriebe — von denen selbst die größten mit 4 618 unter 5 Hektar Gesamtfläche im allgemeinen allerhöchstens 1 Hektar mit Brotgetreide bestellt haben dürften — von der Erhöhung der Zölle auf Brotgetreide im allgemeinen wenigstens keinen Borteil, allermindestens keinen nennenswerten Vorteil haben würden). Da nun diese Betriebe 80 Vrozent aller hessischen Landwirtschaftsbetriebe darstellen, so wird also durch die von Herrn Schl geforderte Einschränkung der Untersuchung auf diejenigen Betriebe, deren Inhaber eigenUiche Landwirte find, die Sachlage für die „heimische" Landwirtschaft zwar um 2u Prozent bester, als wenn mau — wie dies von der hiesigen Handelskammer korrekterweise geschehen ist — die Frage für alle hessischen landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt stellt, es sind aber auch so doch 60 Prozent der hessischen „Landwirte", die von der Erhöhung der Brtzt- kornzölle keinen Nutzen und zum weitaus größten TrU direkten Schaden haben. — Ich schließe hiermit memerseits die Diskussion. Dr. K. Abg. Cahensly meint, daß es nicht gut sei, die Annahme der ganzen Kanaloorlage von dem Bau des Lahn- , kanals abhängig zu machen, glaubt auch nicht, daß das Lahnkanalisierung. geschehen wird. Bevor nicht ein Drittel der verlangten Am Samstagnachmitlag tagte in Wetzlar eine Ver- Millionen als IMrantie varhanben sei, werbe sich bie fammlung bet Interessenten bet Lahn-Kanalisietung, bicPlC!?IgIu’’0„a1!1 .... „ k von ca. 30 Setten (teils Betitelet von tzanbelslammern) .. M Cahensly fragt, wie snk» det Berg, unb Hntien. besucht war rnannrsche Verein xu der Frage der Lahnkanansierung stelle. Generaldirektor Kaiser eröffnete die Versammlung . Bergassessor Bellinger glaubt, daß der Verein bie^ Ein ladun / an ^die" Handel Kammer n^ G?c"ß e?n ^Wiesbaden d?ach einigen Bemerkungen verschiedener Herren stellt I £rci ^ngdlagten Wirb "^Rücksicht darauf, bag sie geständig Limburg,^Dillenburg, sowie an das Komitee für die Kanali' ^"eraldirektor Kaiser den Antrag, die aus 9 ^itg^ie^>ern|pott aufgerechnet. Bezüglich sierung der Lahn in Diez und ferner an den Berg- und bestehende Kommrsston aus der Versammlung auf 15 zu Hüttenmännischen Verein für die Lahn-, Dill- und benach- ^boyen. barten Reviere in Wetzlar gerichtet habe. Dieser Ein- NachdemHerr Rechtsanwalt Dahlenl seinen Antrag ladung ist, laut „Wetzl. Nachr.", von allen Seiten entsprochen pu Insten dieses zuruckgezogen, wird derselbe etnfhmmtg worden, mit Ausnahme der Handelskammer Dillenburg. angenommen. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß es im gegen- L folgende Herren werden aus der heutigen Versamm- roärtigen Augenblicke besonders angebracht sei, die Frage gewählt: Dahlen - Niederlahnstein, S ch m idt - bcr Lahnkanalisierung wieder in Fluß zu bringen, weil von Nwderlahnstein, K a i s er - Wetzlar, Neumann-Wetzlar, interessierter Seite Anstrengungen gemacht würden, die a he ns l y - Limburg, St a d e l m an n-Oberlahnstein. , Mosel- und Saar-Kanalisation, ohne Berücksichtigung der L $le'.e ^^"öte Kommission wird eine Denkschrift nebst Lahn, noch in die erwähnte große Kanalvorlage hinein- ^£6™ statistischen Unterlagen ausarbeiten und in 8 zuziehen. Die Versammlung sollte nun in der Hauptsache! bis 10 Tagen in Lim bur g zusammentreten; dort wird eine! ben Zweck verfolgen, über den ietnaen Stand her Lalm b« Mmta) ,8^ psychischen De. ch"l gebracht warben *. m unb vorgestm Qten der Union von der bit Siftnba^n» Woniffyn Verkehr [f Personen um, in 100 Obdachlose Explosion dmo. Mgo. ES wurden t. ist Wt jfeM Wall Di :r>K! ""•*«»£ s-». FÄT ZK UZ Jfr Staat-anwaii ha '«»otiienenb, werden 'ser Rubnk stehenden Publikum gegenüber ig.) ibnomitraf Schiente, auch die Besitzer kleinster Diei ist vollständig um iou Landwirten', -trieben", b. V vcn ) deren Inhabern, und iiche .Landwirie', -irtschast thlltige , weil das Zntereffe ai igen Personen beschränk!, finb, sich vielmehr auch /was anderes all Lander Setricte mit einer als rund 25 frojent tzdem haben diese Kute, vtzeö Interesse an den ; sLrintt'hsLrda' ch aus die Srdß >e»tell die Sr°^! Lche im Berhältaii an Brotgetreid« ütterung an, mäh' ber bei »ettiüe oder sonst ttw°^ lb nicht von den echt von den ,Wr‘ Inhaber dieser Betnebe r bezeichnet I , inwieweit speziell bu- tibetriebe, rkibeibllen M. l» nbiat Landwrrte M ,Z rt“ Ä, Ä«„s -inen »°rwl, w eil h°L^Ae b«' lörZs Dr. K. L „ htr heutige" ?Ä GN ßsW iS es' j)a »« .coo kde -F 3« SKns^ >7-1--«»» Berlin, 10. März. Die Gräfin Marie Schkie-! den ist von der Anklage der Brandstiftung von den | Geschworenen freigesprochen worden. Wegen der sozialen Stellung der Angeklagten hat der Prozeß eine gewisse Sensation erregt. Ihr Gatte ist der Sohn des Majoratsherrn Grasen von Schlieben-Sorditten. Sie ist die Tochter eines Gutsbesitzers und in dem Hause des Geh. Regierungsrats Reich in Wehlau erzogen, der der Vormund ihres späteren, um 12 Jahre jüngeren Ehemannes war. Im Frühjahr 1899 kaufte Graf v. Schlieben eine Villa in Steglitz für 23 000 Mark und noch in demselben Jahre eine zweite für 53 000 Mark ebendort in der Albrechtstraße Rr. 109. Hier schlug das Ehepaar, das ein glückliches Zusammenleben geführt haben soll, sein Heim auf. Tie Villa, ein Eckgrundstück, hatte zwei Eingänge. In diesem Gebäude ist nun mit einem kurzen Zwischenraum zwei- m a 1 Feuer ausgebrochen, das zweifellos von böswilliger Hand angelegt ist. Die Gräfin v. Schlieben sollte die Thäterin sein. Im Monat Mai erwartete sie eines Tags ihre Schwiegermutter aus München zu Besuch. Die Angeklagte fuhr zum Bahnhof, die Erwartete kam aber nicht. Da die Gräfin erfuhr, daß ein anderer, schneller fahrender Zug um 7 Uhr eintreffen würde, fuhr sie zunächst nach der Redaktion, in der sie thätig war, zurück, weckte das schlafende Frl. Metzker und beauftragte sie, nacfy Steglitz zu fahren. Sie ließ sich dann nach Hause fahren, angeblich, um ihren Regenmantel zu holen. Sie hat sich nur kurze Zeit in der Villa aufgehalten, ist nach Berlin zurückgelehrt, und hat ihre um 7 Uhr eintresfende Schwiegermutter empfangen. Inzwischen war Fräulein Metzker nach Steglitz gefahren. Sie fand die Gartenthür offen, die Hausthür verschlossen. Als sie und der Hausdiener Krause, der sich auch eingestellt hatte, den Flur betraten, sahen sie sofort, daß inzwischen ein Brand stattgefunden. Wände und Thüren waren geschwärzt und zu m Teil verkohlt, die Vorhänge zwischen den Verbindungsthüren verbrannt. Es waren sichere Anzeichen dafür vorhanden, daß Brandstiftung vor lag. Als bald darauf die Gräfin v. Schlieben mit ihrem Besuche erschien, wurde zur Polizei geschickt und der Thal bestand ausgenommen. Die Gräfin hat sodann angegeben, daß ein kleines Ledertäsck)chen mit 7200 Mk. Inhalt mit verbrannt sei. In der Nacht zum 6. Juni brach in der v. Schliebenschen Villa wieder ein Brand aus, der leichft gelöscht wurde. Auch dieser sollte, wie die Anklage behauptete, von der Gräfin angelegt fein. Als Beweggrund wurde ausgeführt, daß das Ehepaar durch verfehlte Unternehmungen in seinen Vermögensverhältnissen zurückgekommen sei und die Angeklagte auf die übermäßig hohe Versicherungssumme spekuliert habe. Die Angeklagte bestritt entschieden ihre Schuld. Universttäts Nachrichten. — Der Direktor der medizinischen Klinik der Universität Greifswald. Prof. Dr. Fr. MoSler, feierte am 10. d. M. den 70. Geburts tag. Prof. Mosler ist in Ortenberg in Hessen geboren. — Ernst Wichert wurde tu seinem 70 Geburtstag von der philosophischen Fakultät der Universität Königsberg zum Ehrendoktor ernannt. — Nach einer Mitteilung des preußischen Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten wird der Direktor deö Hygienischen Instituts der Universität Halle, o. Profeflor Dr. Fränkel, vom 17. bis 30. März in Halle a. S. einen hygienischen Kursus für Verwaltungsbeamte abhalten. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. BreSlau, 11. März. Das Bankhaus Albert Hol, hat falliert. Die Passiven betragen 1 Million Mark, wovon 800000 Mk. auf Depots entfallen. Letztere fehlen fast sämllich. Arbeiterbewegung. ko. Mainz, 11. Mainz. Die hiesigen Schneider haben ei> eu neuen Lohntarif ausgearbeitet und den Meistern mit dem Ersuchen unterbreitet, sich bis zum 14. März über denselben schlüssig zu machen. Montceau leS MineS, 11. März. Heute früh wurden vor der Thür eines Syndikatsarbeiters ein Behälter gefunden, der Pulver und Eisenstücke enthielt. Der Behälter war gestern abend explodiert, ohne Schaden anzurichten. Neueste Meldungen. (Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".) G. Darmstadt, 12. März, 1 Uhr 20 Min. Die Zweite Kammer der Stände setzte heute morgen die Beratung fort. Vor Beginn derselben bringt der Präsident Haas ein Antwort-Telegramm des Kaisers zur Verlesung, in dem Se. Majestät seiner Freude Ausdruck giebt über die Teilnahme der Zweiten Kammer bei seiner -Errettung aus ernster Gefahr, und ersuchte den Präsidenten, der Kammer den wärmsten Dank auszusprecheu. Auf Antrag der Abgg. Brauer und Heidenreich wirb die Beratung der Kapitel 66—76, Landwirtschaft, ausgesetzt. Zu Kapitel 77, Kunststraßenbau, werden 1 119 750 Mark bewilligt, ebenso Kapitel 78, Handelskammer, mit 18 800 Mark, Kapitel 79, kaufmännische Fortbildungsschulen, ebenfalls 12 000 Mark bewilligt. Hierzu stellt der Abg. Reinhard den Antrag auf Erhöhung der Position. Bei Kapitel 80, Handwerkskammer, werden 4750 Mark bewilligt, und bei Kapitel 81, Gewerbeaufsicht, beantragen die Abgg. Frenay u. Gen. Anstellung von Gewerbeoberaufsichtsinspektoren mit Sitz und Stimme im Ministerium und fordert hierzu 4750 Mark, die ebenfalls bewilligt werden. Ministerialrat Braun stellt fest, daß nach Ansicht der Großh. Regierung für Hessen augenblicklich kein Bedürfnis vorliege, dagegen sei eine Vergrößerung des Aufsichtspersonals viel notwendiger. Hierauf wird die Kammer aus Mittwoch 9 Uhr vertagt. G. D a r m st a d t, 12. März. 1 Uhr 45 Min. Landesökonomierat Stimme! ist heute morgen gestorben. W. München, 12. März. 12.15 Uhr. Der Kaiser von Oesterreich ist heute morgen hier eingetroffen, und am Bahnhofe vom Prinzregenten, dem Prinzen und der Prinzessin Leopold begrüßt worden. Einen offiziellen Empfang hatte sich der Kaiser vetbeten. Das zahlreiche Publikum begrüßte den Kaiser und den Prinzregeuten mit Hochrufen. München, 12. März. 2 Uhr 10 Min. Der deutsche Kronprinz ist soeben hier eingetroffen. W. Haßfurt, 12. März. 12.25 Uhr. Gestern abend stieß eine rangierende Maschine mit einem Personen-Zuge zusammen. Zugführer, Heizer und 6 Reisende sind leicht verletzt. M ünchen, 12. März. In' der Nähe des nieberbayerr- schen Torfes Gionn bei Deggendorf stieß man bei G b - ungen auf Gold. Bromberg, 12. März. Aus dem Kassenlokal des Amtsgerichts in Labischin entwendeten Einbrecher Geldbeträge, deponierte Testamente und Gelddepots. Kenzingen, 12. März. Hier wurde Hauptlehrer Leith von Weisweil wegen Vergehens gegen § 176, 3 Str.-G.-B verhaftet und ins hiesige Amtsgefängnis eingeliefert. Leith ist verheiratet unb Vater mehrerer Kinder. London, 12. März. Das Reuter'sche Bureau erfährt.' Zufolge der Annahme, die Regierung werbe auf Zucker einen Zoll von 5 Pfund auf die Tonne erheben, seien von Deutschland, Frankreich, Oesterreich, Belgien und Rußland tausende Tonnen Rübenzucker, roh und krystallisiert, eingeführt. B u d a p e st, 12. März. Anläßlich eines telepetischen Vortrages des Professors Willman n im Urania-Theater kam es zu einem großen Skandal. Da mehrere Produktionen mißlangen, lärmte das Publikum. Man schrie: „Schwindel, Willmann bezahlt die Medien." Das Publikum stürzte sich auf den Professor, welcher flüchtete. Es entstand eine Prügelei zwischen dem Publikum und beit Mebien. Die Polizei stellte bie Ruhe wieber her. Kopenhagen, 12. März. Wie „Ritzaus Bureau" aus Helsingfors meldet, ist der Antrag des finländischen Senates, wonach gewisse Dokumente, F i n l a n d betr., auch künftig dort aufbewahrt werden dürfen und nicht nach Petersburg geführt werden sollen, vom Kaiser abge- wiesen. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 12. März 81/» % Beiohsanieihe . . 97.85 go/o do . . 88.65 8*/t % Konsole .... 98.05 8 7C do .... 88.46 8Ve Heesen .... 94.75 6*7'« Italien. Rente . . . 96.10 40/0 Grieoh. Monop.-Anl. 44.50 8 % Portugiesen . . . 25.60 8°/o Mexikaner . . . . 26.05 41/10/0 Chinesen .... 82.20 Kreditaktien . . ■ . 221 20 Diskonto-Kommandit . . 185 70 Darmstädter Bank . . . 134.80 Dresdener Bank . . . . 151 20 Berliner Handelsges. . . 152 30 Oeeterr. Staatshalt . . 147 90 Gotthard bahn . . . . 167 50 LaurahQtte..... 204 0 Bochum...... 190 5'1 Harpener......169 00 ; ruhig. 11. 12. 12. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. März Barometer auf 00 reduziert = "c | W der Luft Absolute Feuchtigkeit 9« 7« 225 Hö 738,6 740,2 742,8 chste T + 0,8 + i.o 2,8 rmperatu 4,5 4,3 4,3 r am Niedrigste Relative Feuchtigkeit r 1 E l ! r 92 s.w. 87 8.W. 75 N.N.E. 10.—1 1. März n if Wetter 2 beb. Himmel + 2.8» C. + 0.7° C. Bekanntmachung. Samstag den 16. März 1901, nachmittags 3*/i Uhr beg nnend, soll da» Abfallholz in den städtischen Anlagen in der Ostanlage, bei der Skadtmädchenschule, in der Verlängerung der Alicestraße, in der Stephanstraße, in den Anlagen vor dem Friedhof, auf dem Lutherberg und im Lerchcnwäldchen, darunter 3 Lindenstämmchen und zu Erbsenreisig geeignetes Reisig, an Ort un) Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in der Ostanlage, am Liebig- Denkmal. Gießen, den 12. März 1901. 1986 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. lirl! innitiiiniljunßen |[ IT r ctg erüniun Verdingung. Die Arbeiten zur Instand, setzung der von der Stadt Gießen erworbenen Hauses, Frankfurterstraße 63 (früher Güngerich'sche Hofrait ), wie Schreiuerarbeit (Unfertig- unq eines Glasadschlustes) und Weißbiuderarbeit (in drei Stockwerken) sollen Montag, 18. März d. I., vormittags 11 Vz Uhr, öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegm während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 9. März 1901. Das Stadlbauamt. Schmandt. 1988 Zwiebeln, prima frostfreie Ware, 50 Kilo mit Sack nur 1959 Vier Mark versendet gegen Nachnahme Jacob Stern-Simon, Friedberg, Hessen. . Versteigerung. Montag den 26, l. DttS., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlokal, SelterSweg 11, gegen Barzahlung: Eine Partie Buchen < Bohlen, Eichen • Stämme und Bahn« Schwellen, 1 Kuh, 1 Wagen, 1 Pianino, 1 Spiegelschrank, mehrere Sofa?, Kommoden und Kleioerschränke, 2 Regulateure, 1 Spiegel u. a. m. Gießen, den 12. März 1901. 1979 Mulch, Pfandmeister. Samstag den 16. Mörj IM, nachmittags 27t Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die zum Nachlaß des Johann Balt- Hafer Kann von Gießen gehörigen Immobilien, elS: Flur 25 Nr. 166‘/io — 189 qm Grabgarten an derFrank. furterstraße links, Flur 25 Nr. 168 Vit — 899 qm Hofraite daselbst, Flur 25 Nr. 167a8/n — 2663 qm Grabgarten am Seltersberg links der Chaussee erbverteilungshalber meistbietend, zum dritten- und letztenmale, versteigert werden. Herr WilhelmPlank IL, Bahnhofstraße hier, ist bereit, daS Anwesen auf Wunsch vorzuzeigen. Gießen, den 12. März 1901. Die Geben. 1978 Am SamSlagadend bei derKmder- vorstellung wurden in der Garderobe 6 Sdjirmt vertauscht. Austausch: Lauystratze 4. [0893 Hohversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 18. März 1901, vormittags 91/2 Uhr beginnend, sollen i« Ferue- wald, in den Abteilungen Bannwald, Saatfeld, Steiuertswald, Wacht und Dachsbau, versteigert werden: 35 Eichen-Stämme mit 20,29 km, 156 FichtewStämme mit 39,42 km, 278 Fich:en-Derbstangen mit 28,81 km, 78 rm Etchen-Scheitholz, 4 „ Birken- „ 2 , Aspen- 28 „ Nadel- „ 120 „ EichemKnüppelholz, meist Stammknüppel, 5 „ Birken-Knüppel, 5 „ Aspen- „ 2650 WellenHeinbuchen-Reisig, Durchforstung und Vorwuchs, 1780 Wellen Eichen-Reisig, 3820 „ Nadel- „ 32 rm Eichcn-Stockholz, 79 „ Nadel- Die Zusammenkunft ist auf der Hauptschneise am Oppen röder Weg in der Abteilung Dachsbau. Gießen, 12. März 1901. Großh. Bürgermeisterei Güßen. Mecum. 19*5 Hohversteigerung Freitag den 15. d. M., vormittags 97, Uhr an- fangend, kommen in den Waldungen der Gemeinde Albach im Distrikt Dachsberg nachstehende HolzsorlimcntezurVecsteigerung: 168 Nadel-Derb- und Reisigstangen von 7 bis 10 cm Durchm'ffer und 6 bis 12 m Länge, 160 rm Buchen-Knüppelholz, 4 „ Eichen- 12 „ Nadel- 6000 Wellen Buchen - Reisig Durchforstung, 500 Wellen Nadel-Reistg, 10 rm Nadel-Stockholz. Die Zusammenkunft ist aus der Kreisstraße Albach-Oppenrod am Eingang des Waldes. Albach, 11. März 1901. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. 198<- EmpfMMM Stöbt. Schlachthaus. Freibank. i9$3 Heute und morgen: Schsen-eisch 56 pfg. Vorzüglicher deutscher n. franz. Kognak ärztlich empfohlen die Flasche von Mk. 1.50 an in gut gelagerter Qualität stets vorrätig bei 413 A. & G. Wallenfels, Weinbandlang Telephon46. Harkt21. Für Hotels u. Restaurants Vorzugspreise. — Prompter Versand nach auswärts. Emma Tenling, 45 Wetzstetnstraße 45. 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Mit Rücksicht darauf werden sämtliche Artikel zn jedem annehmbaren Gebot abgegeben und sollte sich Niemand diese außergewöhnliche günstige Gelegenheit zur Deckung seines Frühjahrtbedarss entgehen lasten. Das Lager ist sowohl in Zerren-, ar«™ Damen-, Mädchen- und Kinder-Fchuhmarea Hochachtungsvoll Kaiser’s Kaffeegeschäft H. Kaiser & Co. Todes-Anzeige. Gestern nachmittag V/2 Uhr verschied sanft nach kurzem, aber schwerem Leiden unsere gute und unvergessliche Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter und Tante Witwe Marie Muskulus im 69. Lebensjahre Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Unseren geehrten Kunden in Giessen und Umgegend zeigen wir hierdurch ergebenst an, dass unsere Filiale „Kaiser's Kaffeegeschäft“ am hiesigen Platze, Kreusplatz No. 5 und UndeuplMz No. 5, in unveränderter Weise fortbesteht und durch die Löschung der Zweigniederlassung einer Konkurrenz-Firma im Handelsregister in keiner Weise berührt wird. 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