>V Wlttdi gesetzt. '”*ei"Nf«be Deien ‘ühjahrs- tia Wagner Giessen huhosstraheSr. ^v- v. Knab,«- kattllvASgksl-Ljt. ToppklteS ItlMltSlll eine Biegmsibme ui) hmaftine, wegen tob* SLmiedemeiKerS Philiyy tt tiu'fbarbiftlbtii iu Ott» Philipp Valin ®Wtv vurkhard-'k^en MW Fatz nod) neuer ig)ei=|ifirotOMt i tformat, tadellos fpielenb, I, Steife 81, Tiefe 44 en, ff et bet HJhifHffyibe 68 ca, mit 8 Tage grhen-en Uhrwerk, billig zu bett. u eitt. m Ov Ln^'bvvn. aWct tzm»W M»d meo.efrtW, M r 70 5Rt. iu oelaufen. Lellnöwea 77. HMD J'rr ucut ehführungs- Kursus „ jode» "..„ihr**. r-LA-- Danen uni hene» ha 1». N«»' SrM Men ELL erteilt »“«J fn» »MS- -s '‘‘"‘“’Är»«»'"" 3Brf4<61*^»aie* ^röftte* ^ltl u«terK t für sStzS 9tr. 1i Zweites Blatt. Sonntag den <3. Januar 131. Jahrgang ISO! Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Vermittlungsftellen des Zn- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pf. Bezugspreis Vierteljahr!. Mk. 2.20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen Vierteljahr!. Ml. 1.90 monarllch 65 Pfz. Bei Postbezug Mk. 2.— Vierteljahrs, ohne Bestellgeld. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Kamiltenölätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wöchtl. 4 mal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für 1>cn folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Anrts- und JlnjeigeWatt für den Tkveis Gieszen. Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schulstrahe Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hesßsche Landwirt, Matter für hesßsche Datlrsbunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprecher Nr. 51 Amtlicher Teil. Bekanntmachung. In der Zeit vom 2. bis 12. Januar l. Js. sind in hiesiger Stadt und deren Gemarkung gefunden worden: 1 Taschenuhr, 2 Zwicker, 1 Muff, 1 Regenschirm und 2 Pferdeteppiche; verloren worden: 1 goldener Trauring und 1 schwarzer Damenpelzkragen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 12. Januar 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Knauserei gegen die Kriegsiuvaliden. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 11. Januar: Der Reichstag arbeitete heute mit vertauschten Nollen: die gesetzgeberische Initiative war ihm zugefallen; die „hohe Reichsregierung" hatte seine Anträge entgegen zunehmen. Daß sie den Beschlüffen deS Reichstags keine Folge giebt, pflegt häufig der Fall zu sein, und dies ist auch 'für den konservativen Antrag zu erwarten, mit dem sich der Reichstag heute zunächst beschäftigte: Den Kriegsiuvaliden durch Milderung der Bedingungen die Inanspruchnahme von Beihilfen zu erleichtern. Die Haltung der Regierung in dieser Frage wurde von den Rednern aller Parteien scharf angegriffen, sodaß die Szene zum Tribunal — wie ein Abgeordneter bemerkte — sich wandelte. Doch nur ein einzelner Herr zierte die Estrade, und das war kein verantwortlicher Staatsmann, sondern der Chef des Invaliden Departements im preußischen Kriegsministerium, General v. Viebohn, der im Grunde seines Herzens den darbenden Kriegsveteranen die königlichen Bezüge sicherlich nicht weniger gönnt, als irgend ein Mitglied des Parlaments. Aber ausschlaggebend ist in diesem Punkte das Reichsschatzamt, unix dessen Leiter, Frhr. v. Thielmann, war nicht zur Stelle, was von ein- zelnen Rednern gerügt wurde. Es ist unstreitig an der Zeit, daß die Regierung dem einstimmigen Verlangen des Reichstags Rechnung trägt, — drohte doch ein so loyaler Politiker, wie der reichsparteckiche Abgeordnete Dr. Arndt, er werde dem Bau der ostafrikanischen Zentralbahn so lauge seine Zu stimmung versagen, bis das Reich die Ehrenschuld den KriegS- invaliden gegenüber eingelöst habe! Wenig Hoffnung er weckte die Aeußerung des Geheimrats Plath, er könne sich nicht der Auffassung anschließen, daß alle Kriegsteilnehmer in dürftigen Berhältniffen eine Rente erhalten. Warum nicht? Das große deutsche Reich muß können, waS andere Staaten zu leisten im stände find! Die Justizreformen. AuS Berlin, 11. Jan. wird uns geschrieben: Aus den Justizreformen, auf die man große Hoffnungen gesetzt hat, scheint nicht viel werden zu sollen. Die Juristen sind am schwersten unter einen Hut zu bringen. Gerade in den wichtigsten Punkten schließen die Beratungen der Justizkommission deS Reichstags ohne Ergebnis ab. Wir wollen unentschicden lassen, trotz oder, wegen der äußerst gründlichen nnd jegliche Möglichkeit berücksichtigenden Erörterungen. Heute sind Antiäge von freisinniger und sozialdemokratischer Seite zu Gunsten der Presse (lleberweisung von Preßver gehen an die Schwurgerichte) abgelehnt worden, und daß der sogenannte „fliegende Gerichtsstand" der Presse beseitigt wird — die Abstimmung über den entsprechenden Antrag steht noch aus — dürfte ebenfalls ein noch lange unerfüllter Wunsch sein. Hier hat insbesondere die Regierung Bedenken. Die Sache der Presse ist die Sache der Oeffentlichkeit, darüber kann kein Zweifel herrschen. Als Organ der öffent lichen Meinung wird die Presse umso bester und umso zufriedenstellender ihre Aufgaben erfüllen, je weniger sie be engenden Bestimmungen unterworfen, je wirksamer sie gegen Verfolgungen geschützt ist. Die Wiedereinführung der Berufung gegen Strafkammerurteile erscheint auch so gut wie aussichtslos, nach den bisherigen Resultaten der Beratung. Daß der Antrag gefallen ist, die Strafkammern statt, wie jetzt mit fünf, mit drei Richtern zu besetzen, wird allerdings weniger zu bedauern sein. Wenn die Wiedereinführung der Berufung endgiltig scheitert, so wird ein anderer Vorschlag zu erwähnen sein: der nämlich, das Unter« suchunaSverfahren von Grund aus zu Verbestern. Man macht geltend, daß es doch viel darauf ankomme, ob Jemand durch eine Reform des Untersuchungsverfahrens vielleicht ganz davor bewahrt werde, auf die Anklagebank tu müssen. Auch bei einem Freispruch werde in vielen Fällen seine Existenz und soziale Stellung schon durch die Thatsache des AngeklagtseinS und der öffentlichen Verhandlung empfindlich geschädigt. In der That hat es viel für sich, auf diesem Gebiete größere Garantien zu schaffen, die dann auch jedem Angeschuldigten, dem Unbemittelten wie dem Bemittelten, zu Gute kommen würden. China. Aus Peking w-ird telegraphiert: Prinz Tschun, der Bruder des chinesischen Kaisers, von dem es kürzlich hieß, daß er als kaiserlicher Abgesandter nach Berlin gehen wird, hat dem deutschen Gesandten Dr. Mumm von Schwarzenstein einen Besuch abgestattet. Nach den hier herrschenden Begriffen ist daß ein ganz ungewöhnliches Ereignis. Zum erstenmale geschah es, daß ein so naher Verwandter des Kaisers den Vertreter einer europäischen Macht besucht hat. Prinz Tschun ähnelt seinem kaiserlichen Bruder sehr, nur ist er etwas stärker und sieht gesünder aus. Seine Züge haben etwas sehr Sympathisches und verraten eine gewisse Intelligenz. Der Besuch bei Dr. v. Mumm währte zwanzig Minuten, die Unterredung, bei der Legationsrat von der Goltz und Dr. Krebs als Dolmetscher fungierten, sand im Arbeitszimmer des' Gesandten statt. — Die von englischer Seite verbreitete Nachricht über die Entsendung des Prinzen Tschun nach Berlin ist, wie man in Berlin an unterrichteter Stelle erfährt, unzutreffend. Der deutsche Gesandte in Peking hat in der Sache keinen Schritt gethan und sie ist noch keineswegs entschieden. Es haben sich zwar mehrere Prinzen des kaiserlichen Hauses angeboten, die Sühnereise zu unternehmen, indessen ist von selten des Kaisers Kwangsu, in dessen Hand die Entscheidung liegt, eine solche noch nicht getroffen worden. Auch in diesem Falle würde immer erst in Berlin noch eine Anfrage stattfinden, ob die gewählte Persönlichkeit genehm sein würde. — Es ist anzunehmen, daß sich der Prinz jetzt durch seinen freiwilligen Besuch bei Dr. v. Mumm in Berlin genehm gemacht hat. „Morning Post" meldet aus Peking, daß folgende internationale Verfügung durch Maueranschlag verkündet wurde: 1) Die Thore der Stadt sind bei Eintritt der Nacht zu schließen. 2) Ansammlungen von mehr als drei Personen nach Eintritt der Dunkelheit auf den Straßen sind verboten. 3) Die Opium- und Spiel-Spelunken werden aufgehoben. 4) Das Tragen von Waffen ist verboten. 5) Maßregeln zur schnellen Beerdigung der Toten sind sofort zu treffen. — Der Korrespondent desselben Blattes versichert, daß in China die fremdenfeindliche Bewegung infolge der Haltung der Truppen der Verbündeten und infolge der Haltung der Diplomaten sich sehr bemerkbar mache. Ter „Daily Mail" wird aus Petersburg gemeldet, die englische Regierung habe an die russische Regierung eine energische Protestnote bezüglich der vorgeschlagenen neuen Abmachungen für die Uebergabe der Tientsin- Sch anhaikwan-Eisenbahn gerichtet. Nach einer Mitteilung des Feldmarschalls Grafen Wal- dersee nimmt die Heilung des Kapitäns zur See v. Usedom einen günstigen Fortgang. Er hat am 9. ds. zum ersten Mal das Bett verlassen. Die „North China Daily New^" bringt einen Auszug aus einem Artikel des in der Provinz Schantung wirkenden Missionars Whiteright, den dieser^n einer Monatsschrift veröffentlicht hat. Tarin kommen recht günstige Urteile über die Deutschen in Kiautschou vor. Whiteright führt zunächst den Ausspruch eines ihm gut bekannten christlichen Chinesen an, der den ganzen vorigen Winter in Kiautschou gearbeitet hat. Dieser Mann sagte: „Ich hatte gehört, daß die Deutschen die Chinesen schlecht behandeln. Jetzt kann ich aber aus eigener Erfahrung bezeugen, daß die Chinesen von den Deutschen eine Weit bessere Behandlung erfahren als von ihren eigenen L a n d s l e u t e n". Whiteright fährt dann fort: „Tie einheimischen Kontrahenten pflegten einen Teil des von Rechtswegen den Arbeitern zukommenden Lohnes für sich zu behalten, wie das unter Chinesen allgemein Sitte ist. Als die deutschen Beamten dies jedoch merkten, bezahlten sie selbst jeden einzelnen Arbeiter, obwohl ihnen das natürlich viel Mühe und Zeitverlust verursachte". Ein Mandarin gestand Herrn Whiteright, für die Schwierigkeiten beim Eisenbahnbau seien in erster Linie die unteren Mandarinen verantwortlich, denn diese zeigten meist große Widerspenstigkeit und unterließen es absichtlich, das Volk über die Ziele der Deutschen sowie über die Rechte, die sie vertragsmäßig erlangt hatten, aufzuklären. x * ♦ Telegramme deS Gießener Anzeiger-. London, 12. Jan. In Hongkong ist in der vergangenen Nacht ein chinesischer Lehrer, als er dort Zuflucht suchte, ermordet worden. Der Getötete war ein Reform-Chinese und erfreute sich eines großen Rufes. Eine Verhaftung fand aus diesem Anlaß nicht statt. Paris, 12. Jan. Die heutigen Morgenblätter berichten aus Petersburg: Das Ueberein kommen zwischen Rußland und China betreffs die Abtretung der Insel Laotingfu sowie das absolute Eigentum der Eisenbahn der Mandschurei, die der chinesischen Regierung nach 99 Jahren als Besitztum zufallen sollte. — Der Betrag der Entschädigung, die der Vatikan von der chinesischen Regierung verlangen wird, beträgt angeblich 20 Mill Francs. Rom, 12. Jan. Ein Brief vom Hilfsbischof im nördlichen Schensi enthält schreckliche Einzelheiten über die früheren Christenmorde in Tschili, wobei die Dekanate vollständig zerstört wurden. Dasselbe Schicksal haben drei Dekanate in der Mongolei erlitten. In einem derselben wurden alle Franziskaner-Schwestern getötet. Dem Monsignore Ferdinand Hamer wurde durch das rechte Schlüsselbein eine Kette gezogen. So wurde er von den Boxern umher geschleppt und endlich gekreuzigt. Ein Mandarin ließ zwei Bischöse und zwei Pater in Eisen legen, ebenso 7 Seminaristen, 20 Brüder, 7 Schwestern, 200 Katholiken und 50 Protestanten. Er ließ dann alle unter entsetzlichen Martern ermorden. Krieg oder Einmischung? Tie schon so vielfach besprochene Frage, ob wir uns mit China im Kriege befinden oder nicht, hat an aktuellem Interesse noch nicht verloren und wird es auch nicht verlieren, solange dieser zweifelhafte Zustand noch ändauert. So mag denn auch eine Erörterung dieser Streitfrage vom juristischen Standpunkte aus, wie sie kürzlich von einer Fachzeitschrift gebracht wurde, aufmerksame Leser finden, und zum Teil verdienen diese Ausführungen auch über den. Kreis der Juristen von Profession hinaus Beachtung. Daß es Zustände giebt, die mit dem Kriege eine fatale Aehnlichkeit haben und doch kein Krieg im eigentlichen Sinne sind, ist freilich nichts neues. Ob man diesen „uneigentlichen" Krieg durchweg als „Intervention" bezeichnen, oder ob man noch weiter zwischen Einmischung, Vergeltungsund sonstigen Maßregeln mit bewaffneter Hand genau unterscheiden will, macht wenig aus. Gemeinsam mit dem Kriege ist allen diesen kriegsähnlichen Zuständen die gewaltsame Selbsthilfe zum Schutze von wirklichen oder vermeintlichen Ansprüchen, die in Güte nicht anerkannt worden sind Wo man im bürgerlichen Leben sich an den Richter wendet, da tritt im Verkehr der Staaten untereinander immer noch das Faust recht ein, wenn es neuerdings auch durch gewisse Normen geregelt ist, die man wohlklingender als „Völkerrecht" bezeichnet. Auch diesen Punkt erörtert der erwähnte Aufsatz, indem er uns belehrt, daß das Völkerrecht überhaupt kein an sich bindendes Gesetz sei, sondern nur soweit Geltung habe, als sich ein Staat ihm ausdrücklich unterworfen hat, und — so möchten wir hinzu- füqeu — soweit er es im einzelnen Falle für zweckmäßig hält, sich an das Völkerrecht zu binden. Tenn nut den Gesehen ist es im internationalen Verkehr wie mit den Verträgen: sie werden solange gehalten, als man wi l l, und gegen ihre Verletzung giebt es kein anderes Mittel, als den Appell an die Gewalt, an die Entscheidung der Kanonen und Bajonette. Tie daraus für den vorliegenden gezogene Folgerung, daß man den Pekinger Gesandten- mord nicht als einen Bruch des Völkerrechts bezeichnen könne, weil sich eben China den Bestimmungen desselben niemals unterworfen habe, kann umsomehr auf sich beruhen, als gleichzeitig konstatiert wird, daß durch besonderen Vertrag von Tientsin dem deutschen Gesandten die Unverletzlichkeit ausdrücklich gewährleistet istt Durch solche- Wortklaubereien hat sich unser Auswärtiges Amt nicht ab- halten lassen, eine der Frevelthat entsprechende Sühne zu Welcher Unterschied besteht nun zwischen dem Kriege und der Intervention im weiteren ©inne? Krug kann nur geführt werden gegen die offizielle Re gi er u n g eines Landes, und er schließt den weiteren diplomatischen Verkehr mit dieser Regierung aus; eine Einmischung dagegen Hübet statt, wenn die Interessen des einen Staates in einem anderen verletzt werden, ohne daß dessen Regierung sie in ausreichendem Maße schützt oder zu schützen, im stände ist. Dabei kann der diplomatische Verkehr, wenn auch mit gewissen Einschränkungen aufrecht 'erhalten ^Darnach ist es zweifellos, daß wir nach offizieller Auf- fasfung uns nichtirnKriege mit China befinden. Aber die tvesentliche Frage, ob denn unsere Gegner in Ostasien wirklich nur Aufständische und Rebellen sind, ist danut freilich nicht beantwortet. Ein anderer Unterschied besteht aber noch, der mehr praktischer Natur ist. .^m .Krieg muß ein formeller Friedensschluß folgen und dabei w, d jedermann kund, was des Krieges Preis 0 s§- Eine Intervention kann jederzeit abgebrochen w 1 l^Ulb b »rrpirßptl VnotttC ' Dwse/ 3ei?punkt kann erklärt, was er erreichen wollte. Dieser merksamkeit damit zu erweisen, daß er fich nach den persön v. WolzogenS. Die Verträge mit der Berliner SezessionS- und besichtigte das Tübinger Bataillon. Einem Hauptmanne, der ihm empfohlen war, gedachte der hohe Militär feine Auf- Kairo, 11. Jan. Die Militärbehörde erhielt Befehl, alle verfügbaren berittene Jnfanterietruppen zur Absendung nach Südafrika vorzubereiten. fich vorftellen, welche Wirkung dieses drastische Spiel des Zufalls hatte. Lachenmoyer ist jetzt, wie beiläufig erwähnt sei, württembergischer Geistlicher. • Das bunte Theater (Ueberbrett'l) Ernst < ~ A". den hiesigen Magistrat ist die Antwort oev K a,isers auf die Neujahrs ad resse der Stadt eingegangen. Die Antwort lautet: lichen Verhältnissen der Mannschaft seiner Kompagnie erkundigte. Graf Blumenthal trat vor das erste Glied und fragte den Flügelmanu: „Wie heißen Sie?" „Mayer." „Zweiter Mann, wie heißen Sie?" „Mayer." Der Inspekteur lächelt die Glück- und Segenswünsche, welche Mir der Magistrat zum Jahreswechsel dargebracht hat, gern entgegengenommen und bin mit Befriedigung in der Adrefie der Versicherung begegnet, daß die Bürgerschaft Berlins an der Schwelle des neuen Jahres mit besonderer Dankbarkeit auf die glückliche Entwickelung zurückblickt, welche die Stadt Berlin in den ersten zwei Jahrhunderten : unter dem Königsszepter erfahren hat. Gleich Meinen m Gott ruhenden Vorfahren an der Krone liegt auch Mir das Wohlergehen Meiner Haupt- und Residenzstadt und> ihrer Bürgerschaft besonders am Herzen. Dem Magistrat , danke ich herzlich für den erneuten Ausdruck treuer ®rJ-m -v - „ , - - -----7 —n --- gebenheit. Wilhelm. ™ „ReichSanz. betreffs der freiwilligen Gaben für das ost. - — Der Großherzog Wilhelm Ernst von " Sachsen, bisher Oberlt. a l. s. des 1. Garde-Regts. zu Buchung: Fußend.des 5. Thüring. Inf. Regts. Nr. 94 (Großherzog und schüttelt das Haupt. „Dritter Mann, wie heißen Sie?" „Mayer." „Das ist aber doch zum Lachen! Bierter Mann, wie heißen Sie?" „Lachenmayer!" Man kann als wie bei dem schön gelungenen vorjährigen'Winterfeste' - Atz b ach, 11. Jan. In diesen Tagen kaufte ein Händler aus Kirchhain, Josef Abt, hier und in den um- liegenden Dörfern die um diese Zeit verkäuflichen Jähr- lingvlammer auf. Da er ziemlich hohe Preise zahlte, so gingen sie flott ab. Ter Händler hat wohl 150 Stück auf- Zekauft. Gerade durch den Verkauf der Lämmer erzielen die Schafzuchter alljährlich eine schöne Einnahme und es ist, nur zu beklagen, daß in hiesiger Gegend die Schafzucht immer mehr zurückgeht. ko. Lich, 11. Jan. Eine Trauernachricht empfing die Familie des hiesigen Apothekers Weber. Der zweite Sohn, ein äußerst begabter junger Mann, zuletzt Schiffsarzt UuliiifdlP 8Trtfimlih™ 1^!?» Norddeutschen Lloyd, wurde auf dem Eisenbahngeleise zwischen Kiel und Hageburg zermalmt aufqefunden. Die Gra^ Friedrich zu Solms-Baruth veröffentlicht näheren Umstände des Unglücksfalles sind noch nicht bekannt. ** 1 vww vn.\ -v- Londorf, 11. Jan. In dem Kuhstall des Metzgers astatische Expeditionskorps und die Marine nachstehende Bekannt- und Wirts Lich hier fand man heute vormittag 7 Uhr ben Peter Erb III. von Geilshausen als Leiche. Erb hatte , r „ , o v -, - . Das Hauptmagazln für die Ausgabe der freiwilligen Gaben ist sich am Abend vorher stark bezecht und da er in diesem Zu- von wachsen), ist zum Obersten'a l. s. dies 1. Garde-Regts. zu §'^?^ober in Tientsin angelegt worden. Außerdem wurde in stand und bei dieser Kälte den Heimweg nicbt an treten konnte Fuß ernannt worden. , Tongku ein Zweigdepot errichtet, das einerseits als Abnahmestelle füllte man ibn tnnrm »;» nnh Z « x. “ L « — Die Reickstaaskommissian für hna s;» I !u,r auSgeschifften Güter, andererseits als VerbrauchsmagazM jü, tc ,mü” 'hu warm ein und gab ihm indem warmen Kuhprivaten V ersi rfi eru n a s a e s ellsck, ?lche ßicb‘§^n dient, welche btn Truppen in Taku und Umgegend ein Lager, auf dem er über Nacht gestorben ist. Die ihrer erstenSitzuna ^farnn»™UL5'äu L°®fs fln?? ^ffrAne ««WMett werben sollen. Auf Anordnung des Todesursache ist noch nicht festgestellt; jedenfalls ist ein Herz- E £g gsa I m ätvei Lesungen stattsmden. mäßigen Bekutdungk- und Verpfleumgsgegenständen, insbesondere L°: Nachdem vor kurzem der hiesige — In der Justizkommission des Reichstages warmen WiMe-sachen, aus den Depots der freiwilligen Krankenpflege ^saotrat über dle Eingemeindung Fauerbachs in ge- wurde heute die Beratung der Anträge Rintelen und Lenz- «orden. Im übrigen wurde insbesondere für die Wethn-chtsw.t Heimer Sitzung beraten und fich einstimmig dafür erklärt mann auf Abänderung der Gerichtsverfassung 2c. mürbem ^aTn30-DfL &Qlte' hat dieser Tage auch der Gemeinderat von Fauerbach T ~ fb“rübcrh Sitzung °bg°h-,KN, in her sieben Mitglieds Entwickelung des Kiautscbou-Gkbietes 1 n «--• <«. ZT. , ... . — 1 unierounoiiinaen oennnapn. nun mnn nnttf nnfe m Oktober 1899 bis Oktober 1900 zugegangen. - Nicht weniger als 10396 Orden und Ehrenzeichen, davon 211 an Ausländer, sind im Jahre 1900 vom König von Preußen verliehen worden. Der Schwarze Aolerorden ist 9, der Rote Adlerorden in seinen zahlreichen Abstufungen 3090 (die vierte Klasse allein 2368, der Königliche Kronenorden 2163 (die 4. Klasse 1307) und das Allgemeine Ehrenzeichen 3965 Personen verliehen worden. Der vor einigen Jahren gestiftete Wilhelmsorden für Verdienste auf sozialpolitischem Gebiete ist zwei Personen und der Orden pour le merite für Wissenschaft und Kunst gar nur einer Person verliehen worden. 'bei mehreren Staaten, die gemeinsam sich einmischen, na-! Wittich, Prinz Albrecht von Preußen, der Herzogregent vonlin Vorgärten Löten ufw befinden ........ ” Drutlliies Heidi. „ 1_21ltli",n' 1L S“». , Die „Morning Post- meldet aus rüstet zur Feier ihre/s/j äbri'g en S°tNtü n q s s e st^s " . ’ ' " 3 !Kovenbaaen. der Mnn dn» hnnit*»« und wird allem Anschein nach auch in diesem Jahre ihren zahlreichen Mitgliedern und Freunden etwas ganz be- ! lvnderes bieten. Tie Parole lautet diesesmal „W a l d s e \bcr Stem'sche Saalbau wird dementsprechend in einen Tannenwald mit Jägerhaus, Burgruine, Wasserfall usw. umgestaltet werden, und auf den Lichtungen und in lauschigen Waldesecken wird der Festbetrieb sich prächtig gestalten können. Wenn wir noch verraten, daß „Tiana" gefolgt von „Nimrod" und Genossen, in festlichem Aufzuge erscheinen wird, daß ferner, der Grundidee des Festes entsprechend, auch Gelegenheit zur Ausübung des Jagd- sportes geboten werden soll, und daß an sonstigen Unterhaltungen und dekorativen Ueberraschungen kein Mangel sein wird, dann dürfen wir dem Feste wohl einen gleich — Im preußischen Kultusetat befinden sich n. a. folgende Summen: 20 000 Mark für das hygienische Institut an der Universität Marburg zur Anstellung von Versuchen mit Tuberkulose-Giftavparaten; 10000 Mark zur Erweiterung k u n st g e w e r b l i ch e r A l t e r t ü m e r h e s s i- s ch e i Herkunft für ba§ Kasseler Museum ; zum Wiederaufbau der S a a l b u r g 97 000 Mark. — Den Handelskammern, die sich im Sinne der Aufrechterhaltung der bisherigen Handelsvertragspolitik ausgesprochen haben, hat sich auch die von Worms ange-I schlossen, deren Stellungnahme deshalb besonders bemerkenswert ist, weil ihr der Reichstagsubgeordnete Frhr. v. Hehl angehört, mit dessen widerholt kundgegebenen Anschauungen sich die Handelskammer in scharfen Widerspruch setzt. Sie tritt ein für langfristige Handelsverträge und W e i st b e g ü n st i g u n g und verurteilt die „maßlosen Forderungen von einseitigen agrarischen Interessenvertretungen". Wenn eine Getreidezollerhöhung nicht zu vermeiden sei, so sei eine Erhöhung des Zolles für Weizen und Roggen auf 5 Mark und für Gerste auf 3 Mark aus-! reichend. Die Kammer ist ferner in ihrer Mehrheit für den Einheitstarif. Kiel, 11. Jan. Zu der in Hamburg veraussichtlich am 15. d. Mts. stattfindenden Beerdigung des ersten Offiziers der „G n e i s e n a u", Kapitänleutnants Bern in ghaus,! wird auf Befehl des Kaisers eine aus den Offizieren, sechs Unteroffizieren und 40 Mann des vormaligen Schulschiffes „Gneisenau" bestehende Deputation entsandt werden. Dessau, 11. Jan. Prinzessin Eduard von Anhalt ^vurde heute von einem Sohn entbunden. Da die Ehe des Erbprinzen kinderlos geblieben, so herrscht im Lande über die Geburt des dereinstigen Thronerben große Freude. | Weimar, 11. Jan. Die Beisetzung des verstorbenen Großherzogs Karl Alexander hat heute mittag stattgefunden. Der ganze Weg, den der Leichenzug zurückzulegen hatte, war in eine Trauerstraße umgewandelt. Unter dem Geläute der Glocken setzte sich der Leichenzug in Bewegung. Als Vertreter des Kaisers wohnte der General der Infanterie v. Wittich den Beisetzungsfeierlichkeiten bei, als Vertreter des Großherzogs von Hessen Obersthof marschall v. Westerweller. Hinter dem Leichenwagen! schritt der junge Großherzog, dann folgten die zur Feier! eingetroffenen Fürstlichkeiten ui ■ die Abgesandten solcher. Krieger- und andere Vereine bildeten non der Hofkirche bis aut Fürstengruft Spalier. Oberhofprediger Spinner hielt die Gedächtnisrede. Hierauf sang der Kirchenchor „Eine feste Burg ist unser Gott", unter dessen Klängen der Sarg in die Gruft hinabgesenkt wurde, während die Leichenparade drei Salven abgab und alle Glocken läuteten. Zur Gruft, worin der Sarg des Großherz-ogs zur linken Seite des Sarkophags seiner Gemahlin Aufstellung gefunden hatte, stiegen nur der Großherzog Wilhelm Ernst, General van 'm« mit Wvorstell.' /neue Genre ei 61ob^hCbelt, M"ß °bb . wird W ft« ®.' bann'® Äj ,r l sürt ujrlite bir Wltk. » IW«“ 116 nrompte Untwort. trägt in N* S” tat Mr Mi 6« größt- »'*!!“ - & >DieThr°»s°l g-schlechter. Bondeti 20, also mhr als oi liche Nachkommen, sieben in einem Alter, ii macken oder wenigstens w schen Fürsten find n NichkoMen, nämlich d Lüittemderg, die Trotz! lLirckienburg-Schweün bürg und Sachsen-AMr bürg Rudolstadt und S haben je einen Sohn, 3 der fiöni'g von Griechei Lippe) je 5 und einer An den Fürsten ohne: augenblicklichen Stande Men aus den Bruder zwei Fällen auf den drei auf entferntere Ve Linien. Das Haus Ob seckea auSfletben. j 50 männli^e u, die 21 deutschen Fürsten 'Paris, 10. Jan. der mgestande des Präfideuten Carnst, w plsno versammelte R -südfraukeich durch tir. und Schrecken versetzt. xEung völlig ünbetei LA «»Mich e BIi-sch- ««6 6ab in A" te S«6! M«« Wicaäean Kurier i, §K?8s 5?,***«* r-Ks: die 4^25 MZK IW ^?ekÄ vom -L Hmb-r Ä und man hofft, daß im Saufe einem Telegramm vom 3. b. M. hat das Kommando de8 ExpedittonS- Sommers die Eingemeindung endgiltrg vollzogen wird. Depot in Tienlstn Dank und Anelkennung für feine fc. Stornfels (Kreis Schotten), 10. Jan. Gestern ver- Lhatiskeit ansgesprochen. Der bei der Hauptsammrlstklle B-emen unglückte beim Holzfällen im Walde ein junger Mann von l°gernde Bestand an fr einigen Gaben aller Art wird vorausstchlllch 19 ^bren namens Sckneider (Jr Lr Xh7 im m- Ende Januar zur Veefendung gelangen. La die alsdann zur Ver- >5uyren namens ^scyneroer. Vr war gerade im Be- schiffuna kommenden Gäter erst nach Beendigung der kalttn Jabrekz.it 9riH» das Ser! zum Umziehen einer Buche zu holen, als diese bei den Truppen- und Msrinetetlen eintriffen können, ist es erwünscht, von selbst umfiel und Schneider so unglücklich auf Kopf und KBumrung ateta^äfeiger »eneibung8e Saftet traf, daß er jetzt bewußtlos und schwer verletzt stäcke für die kalte Jahreszeit Abstand und in erster Linie — darniederlieot 8 au&er Verpfl gungsgegenständen, die nach wie vor in der bisherigen 11 m c t. •« , Weise erwünscht sind — besonders auf den Ersatz von Leibwäsche tc* Bad Salzhausen, 11. Jan. Die Bohrarbeiten nach u. dgl. Bedacht zu nehmen. dem Salzsprudel hier sind über 190 Meter weit oorge^ - — schritten. — Am Kurhause werden Um- und Anbauten vor- K»s "-Tk.,, n. 3„. «... „ dießen, 12. Januar 1901. seit gestern abend stark vermindert. Nur der Main bringt * * Ernennung. Dr. Heß, früher Großh. Hess. Amts- noch stärkeres Eis, das auf der rechten Stromseite des Rheines richter, ist zum Kriegsgerichtsrat ernannt worden. hinzieht. — Ein interessanter Münzfund wurde letzthin * * Parlamentarisches. Die Zweite Kammer der hier gemacht. Bei Erdarbeiten in einem oberen Stadtteil Stände wird frühestens Ende dieses Monats wieder zu- fand man nämlich 38 Denare (altrömische Silbermünzen), die sammentreten. aus der Zeit des Kaisers Tiberius Claudius (13 bis 37 n. Ehr.) • • Polizeiliches. In vergangener Nacht wurden mehrere stammen. Der Finder der Münzen hat sie dem städtischen Obdachlose und ein Betrunkener betroffen und zur Haft Museum überwiesen. gebracht. fc. Frankfurt a. M., 11. Jan. Oberförster a. D. -n Städtisches Gas- und Wasserwerk. Die Müller in Darmstadt, früher in Alsfeld, neben seinem gestern stattgehabte Reparatur eines infolge des anhalten- Bruder in den wissenschaftlichen Kreisen als hervorragender den starken Frostes entstandenen Bruchs eines Gas- Kenner der Tierwelt bekannt, hielt gestern Abend in einer rohres in der Frankfurterstraße bietet ein allgemeines öon bcn hiesigen Geflügelzuchtvereinen einberufenen Versamm- Interesse, sowie eine besondere Mahnung, - Seit »origem ( einen Vortrag über das „S--l-nl-b-n der Säugetiere Straßendecke gesucht, was bei dem bis zu 70 C e n ti-tzUst'g-n Greises teilen wir folgende Stelle mit: Em Hühner, meter vorgefundenen Frost besonders beschwerlich war. Hund des Vortragenden legte in 8 Stunden den Weg von Turch Abdeckungen von Fanalschächten und stets unter- Darmstadt nach Staden im Vogelsberg zurück, nachdem er haltens Entlüftungen wurde jedoch dem Gas alsbald un- in Darmstadt seinen Herrn vergeblich gesucht hatte. Dabei gefährlicher Abzug verschafft. Ter Fehler sand sich end- kamen ein anererbter Naturtrieb und eine Regung eignen lich etwa 600 Meter von dem Haus in der Hofmann- Nachdenkens zusammen, denn der Hund verfolgte bis Frank- str aße, wo man ihn zuerst wahrgenommen, entfernt, in ^rt die Eisenbahnlinie und ging von da in gerader Linie der Frankfurt erstraße vor. Tas entwichene Gas fand rojter bei der durch den Frost an der Oberfläche dicht abge- schlossenen Straßendecke durch den langen Kanal des Wetz-I . larerwegs in den der Hofmannstraße übergehend, dort seinen Abzug und kam deshalb erst hier zur Wahrnehmung. „ 5 ; Bei der größeren Ansammlung von Gas in dem Hohl- * Eine heitere Erinnerung an den verstorbenen raum des Kanals mußte selbstverständlich jedes Ab- Generalfeldmarschall Grafen von Blumenthal bringt leuchten unterbleiben, deshalb durfte auch das ge-ider „Schwäb. Mcrk.": Generalfeldmarschall Graf v. Blumen- i froren? Erdreich nur mittels Löschens von Kalk aufgetaut mar als Armee-Inspekteur nach Württemberg gekommen werden, um die weitere Arbeit überhaupt möglich zu ----- - ----- - machen. — Tiefer Fall giebt Veranlassung, daran zu erinnern, in allen Fällen, wo Gasgeruch in einem Hause w a h r g e u o m m e u , einerlei, ob eine Gasleitung an dem Hause vorüberzieht, oder nicht, sofort durch Oeffneu von Thüren und Fenstern eine Entlüftung herzustellen, und dem Gaswerk alsbald Mitteiluiig! zu machen, wie es ja auch hier geschehen; aber doch ja nicht mittels Ableuchtens eine schadhafte Stelle aufsuchen zu wollen. Bei Ansammlung von Gas in Hohlräumen (Kanälen usw.) z. B. könnte" eine solche Unvorsichtigkeit verhängnisvoll werden. Tas Ableuchten darf erst nach angemessener Freilegung einer schadhaften Stelle und nach vollständiger Entlüftung derselben und zwar nur durch berufene Hand erfolgen. Ferner empfiehlt es sich für Hausbesitzer, dafür Sorge zu tragen, daß alle Sckfachtabdeckungen von Entwässerungskanälen pp., die sich & . f J « r Kopenhagen, der Plan, die dänischen westindischen , $feFIlTV -1’ SQn- Zur vorgestrigen Frühstücks- Fnsein an die Vereinigten Staaten von Amerika SS'ÄSÄ.'W»»a» İL!'. Ft «™'ä«ä™ä: der Umgebung des Neuen Palais. 5 .1 g Amerika, demzufolge der amerikanische Zoll auf Zucker von — Der K a i s e r ist von ferner leichten ©rfättUrtg Einfuhrzoll auf »°hezu wiederhergestellt. Er hat die Reise nach Weimar Eerikunisches Mehl ermäßigt werden soll. r lt^ ^bshalb ausgegeben, weil im dortigen Schlosse , Kapstadt, 11. Jan. Das westliche Buren-Kommando die Masern herrschen und die Ansteckungsgefahr für die besetzte Calvinia. Es geht das Gerücht, daß die auf- Kinder des Kaisers somit groß war. ständischen Kapkoloniften sich mit dem Feinde im, käs „ . .................................... DaS Kommando Herzogs befindet sich in der Nähe von Sutherland. General Scirko trifft Vorkehrungen, um mit seiner Truppenabteilung den weiteren Vormarsch Herzogs zu verhindern. Einige der im Osten eingedrungene Buren haben sich in zwei Abteilungen getrennt. Eine geht nach dem Norden, die andere befindet sich in gebirgiger Gegend in nordwestlicher Richtung von Jamestown. ää«ä «Je. ®oherf„”rri,nei' ^hnaett 2?s* betrieb >;* in LÄdkLi' ,u^bung d° t|feä ! an sonst;» Ätzd- , E wohl ein,?"M ! in Auzsij, ,K>4 '?> ®ntCr fj t feuft£ £ AH -SS N' y«« di- eber- Der Mt- «», zns'tzl Echißz^, b«l Stfenba^ngeleife ‘ Mqeflinden. Die nicht besagt. "lhstall des Metzans vormittag 7 Uhr ben ^iche. Erb hatte da er in diesem Zu- wcht antreten konnte, m dem warmen Kuh. i)t gestorben ist. Die jedenfalls ist ein Herzmd im 58. Jahre, vor kurzem der Hiesige Fauerbachs in ge- iimlch dafür erklärt nberot von Fauerbach er sieben Mitglieder stimmten, sodaß ihr Wege steht. Gegen- ndrvorfiänden weitere hofft, daß im Laufe iltip vollzogen wird. ' ^an. Gestern ver- 7z jungtr Wann von war gerade im Sehe zu holen, als diele iMüd) aus «vys und i und schwer verletzt ie Bohrarbeiten nach 90 Meter weit vorge- A- und Anbauten vor- ing im Rhein ist hier 7ur der Mio bringt Atromfeite deS Rheines fand wurde letzthin em oberen Stadtteil be Silbemünzen), die us (l3biS^n.Chr.) lt sie dem stLdtlfchen Oberförster a.D- llsfeld, neben fernem A-sSr „hen ben W* 9S W”9S I-’-.jrt* tWan®fcL «t»®®1’ P* J sich nach ^Vetfnfl-1 einer st-«'- , erste Suev a°nn,®'- 8 BW* i»« 2“f. Preußs. Hyp-A.-Bank 8. 8-12 1 1 1 l 3Wo 4% 4 ö/o 4<7q 31/, «/, 8Vb% wSrtig wieder von den Verwaltungen wärmende Getränke (Warm d'rr und Soffer) ve'adretckt. 8. 15-18 unk. b. 1900 8. 19-20, unk. b. 1905 8. 13, 14 8. 21, 22, unk. b. 1905 OberheWr kikbesgabeu für die jrauru Tigvsvsals. Weiirc gingen ein: Von F au P'-rrer A. in M. Mk. 3.00, Missionskranz in Lollar Mk. 10, K tn Backnar-y Mk. 5, F-amn v, 2 St. 00-00 S), Enteneier 2 St. 00—16 , Gänse» eier per St. 00—00 L, Käse 1 St. 5—8 , Käsemalte 2 St. 5—8 -z, Erbsen per Lter 22 Linsen per Liter 34 $>, Tauben per Paar X 0.60-0.90, Hühner per St. X 0.90-1 .10, Hahnen per Stück X 0.65 — 1.00, Enten per St. X 2.00—2.20, Gänse per Psd. X 0.54 bis 0.65, Ochsenfleisch per Pfd. 68-74 <$>, Kuh- und Rindfleisch per Pfund 60—64 Schweinefleisch per Psd. eO—70 Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 <$, Kalbfleisch per Pfd, 60—64 Hammelfleisch per Pfd. 50-60 Kartoffeln per 100 Kilo 5.00-5.50 X, Weißkraut per St. 90—00 , Zwiebeln per Ctr. X 5.50—0.00, Milch per Liter 18 $. Familien - Nachrichten. Derlopter Marie Biiner mit Nikolaus Hofmann. München- Frankfurt a. M. Gewordenr Karl 9Bd >5. September vor Js. kleine steine auf die Schienen der Bieberthalbahn gelegt halten. Der Sta.«.ls- anwalt beantragte selbst Freisprechung. ko. Ulfa, 10. Jan. Der Armenhäusler Christian Möll von hier wurde wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an Mädchen von 10 und 13 Jahren, zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Möll ist bereits 60 Jahre alt. -k- Mainz, 11. Jan. Die Strafkammer hat letzter Tage in einem Weinprozeß eine beachtenswerte Entscheidung getroffen. Ein Weinhändler aus einem Nachbarorte war beschuldigt, wlffentlich Wein, der einen Zusatz von Wasser und Zucker enthielt, unter einer Bezeichnung verkauft zu haben, die geeignet war, die Annahme hervorzurufen, daß ein derartiger Zusatz nicht gemacht wurde. Der Wein war unter der Garantie verkauft worden, daß er „rein und flaschenreff" sei, während er thatsächlich zu 1 3 aus Zuckerwaffer und zu 2/g aus Traubensaft bestand. Unter der Begründung, daß man besonders bei geringen Weinen, unter „reinem Wein" nicht nur denjenigen verstehe, der aus Traub-nsaft hergestellt, sondern auch solchen, dem wegen zu großen Säuregehaltes Zuckerwasser habe beigesetzt werden müssen, sprach das Schöffengericht, wo der Prozeß zuerst zur Verhandlung kam, den Angeklagten frei. Die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung wies das Landgericht ab, und zwar insbesondere deshalb, weil man thatsächlich bei geringen Weinsorten unter der Bezeichnung „reinen Wein" auch solche mit gesetzlich erlaubtem Zusatz versiehe und mit der Möglichkeit gerechnet werden müsse, daß der an sich geringe und aus einem schlechten Jahrgange stammende Wein die beim Verkaufe vorhandenen Extraktstoffe im Laufe der Z-it infolge von Lagerung, Umfüllung ober schlechter Behandlung zum Teile eingebüßt hat Neueste Meldungen. Wien, 12. Jan. Das dritte Opfer des Raubmord er« Wanjek, der Tischlergehilfe Fischer, ist gestern seiner Ver- etzung erlegen. Vorgestern wurde er im Hospital auf seine instänoige Bitte mit seiner Geliebten getraut. Heute schreitet die Neuvermählte als Witwe hinter dem Sarge ihres Gatten her. Paris, 12. Jan. Die angeblichen Enthüllungen ans der diplomatischen Geheimgeschichte der letzten Jahre dauern fort. So erzählt Jules Cochery, daß am 12. Juni 1898 Hanotaux im Besitz der Zusage Deutschlands gewesen ei, einer Art festländischem Bündnis beizutreten, das lezweckte, die wichtigsten Afrika-Fragen, namentlich die egyptische sowie die Transvaal-Frage vor ein europäisches Tribunal zu bringen. Hanotaux sollte mit dem Botschafter Münster nur noch einige Details vereinbaren. Drei Tage später war das Kabinett Moline, gestürzt und französischer Minister des Aeußern war Delcasso. Die Verhandlungen blieben resultatlos. Als Gewährsmann für bvfc Angaben wird der Ministerialbeamtsr Bolin bezeichnet, der anwesend gewesen sein soll, als Hanotaux die betreffenden Akten Delcassä übergab. Lo n d o n, 12. Januar. Trotz des O p timis mus der Telegramme Lord Kitcheners sind die heutigen Morgenblätter über die augenblickliche Lage in der Kavkolonie sehr beunruhigt und erklären nochmals trotzdem ihre Ge- nugthuung darüber, daß bisher eine allgemeine Erhebung der Kap-Holländer nicht stattgefunden hat. — Aus Piquets- berg wird gemeldet: Die Buren-Vorposten sind gegenüber den englischen Stellungen angelangt. Die Verteidigungsarbeiten für Kapstadt sind beendet. Die Befestigungswerke sind mit den von den Kriegsschiffen gelandeten schw^en Geschützen in Verteidigungszustand versetzt. Man befurchtet keinen Aufstand außer für den Fall, daß es den Buren gelingen sollte, die englischen Stellungen zu umgehen. — Telegramm aus englischer Quelle teilt aus Kapstadt mit, daß die Gesamtzahl der bisher gefangenen Buren sich auf 15,152 beläuft. London, 12. Januar. Ein Telegramm aus Matjes- fontein berichtet, daß die Buren, die in die Kolonie ern- gedrungen sind, bisher dort nur wenig Anhänger gewonnen haben. Aus Dordrecht wird gemeldet, daß-das Korps der royalistischen Farmer, das dorr ausgehoben wird, mit der Buren in der Gegend von Woodhouse ein Gefecht hatten. do. do. do. do. bühne find nun perfekt geworden. Ernst v. Wolzogen wird > mit seiner Künstlerschar am 18. ds. Mts. in das HauS am , At^xanderplatz einziehen und bis Ende des Monats einen Cyclus von Gastvorstellungen veranstalten, um das von ihm geschaffene neue Genre einzuführen. DaS Programm wird aus einer litterarischen Parodie und einer Pantomime, untermischt > mit Liedern und Kouplets, die in einem modernen Sezesfions kostüme vorgetragen werden, bestehen. Die Aufführung der beabsichtigten Schlußnummer einer Revue, die aktuelle Tages fragen behandelt, muß vorläufig aufgeschoben werden, da es fraglich erscheint, ob diese bis zum festgesetzten Termin vollendet sein wird. Vom 1. Februar bis Anfang August wird Herr v. Wolzogen mit seinem Ensemble eine Gastspielreise durch Deutschland und Oesterreich-Ungarn unternehmen, um dann im Herbst „das bunte Theater" in einem eigenen Heim als ständige Berliner Bühne zu eröffnen. * Folgendes Gejchichtchen soll sich unlängst in Baden bei einer Schulvisitation auf dem Lande ereignet haben. Der Herr Schulinspektor prüft in der Naturgeschichte. „We-ßt Du, was ein Giraffe ist ?" frägt er einen intelligent aussehenden Burschen. „Jawohl, Herr Schulinspektor, ein Tier in Afrika." „Gut, und wie groß ist ein Giraffe?" „So groß, daß sie in den zweiten Stock 'reingucken kann." Nach einem Kompliment an Den Lehrer für seine anschauliche Unterrichtsmethode frägt der Gestrenge weiter: „Kennst Du noch ein Tier, welches in Afrika lebt?" „Das Kameel", antwortete der Schüler. „Nun gut, wie groß ist ein Kameel?" „Etwas kleiner als der Herr Schulinspektor", lautet die prompte Antwort. „Warum denn etwas kleiner als ich?" frägt in ziemlicher Verblüffung der Inspektor. „Weil der Herr Lehrer gesagt hat, der Herr Schulinspektor sei das größte Kameel!" — Tableau. • Die Thronfolger der europäischen Fürstengeschlechter. Von den 39 regierenden Fürsten in Europa sind 20, also mehr als die Hälfte ohne direkte männliche Nachkommen. Von ihnen befinden sich allerdings sieben in einem Alter, in dem Nachkommenschaft noch zu erwarten oder wenigstens wahrscheinlich ist. Unter den 21 deutschen Fürsten sind nicht weniger als elf ohne männliche Nachkommen, nämlich die Könige von Baiern, Sachsen und Württemberg, die Großherzoge von Hessen, Sachsen Weimar, Mecklenburg-Schwerin und die Herzoge von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Koburg und die Fürsten von Lippe, Schwarzburg Rudolstadt und Sehwarzburg-Sondershausen, 7 Fürsten haben je einen Sohn, 3 je 2, 4 je 3, einer 4, 3 (der Sultan, der König von Griechenland und der Fürst von Schaumburg- Lippe) je 5 und einer (der Kaiser von Deutschland) 6 Söhne. Bei den Fürsten ohne männliche Nachkommen geht nach dem augenblicklichen Stande der Erbfolge der Thron in sechs Fällen auf den Bruder über, in drei Fällen auf den Onkel, in zwei Fällen auf den Neffen, in einem auf den Vetter, in drei auf entferntere Verwandte und in vier Fällen auf andere Linien. Das Haus Obrenowitsch würde mit dem König von Serbien aussterben. Im ganzen haben die 39 europäischen Regenten 50 männliche und 37 weibliche Nachkommen, darunter die 21 deutschen Fürsten 24 männliche und 14 weibliche. e Paris, 10.Jan. Ein 30jähriger Anarchist namens Geyße, der eingestandenermaßen mit Caserio, dem Mörder des Präsidenten Carnot, in Verbindung gestanden, hat das in pleno versammelte Richterkollegium von BezierS in Südfrankreich durch ein fünffaches Attentat in Angst und Schrecken versetzt. Geyße, der sich als ein an der Verhandlung völlig Unbeteiligter im Gerichkssaale eingefunden hatte, riß urplötzlich einen sechsläufigen Revolver aus der Brusttasche und gab in schneller Folge fünf Schüsse aus die Richter ab. Vier Kugeln schlugen unmittelbar neben dem Präsidenten Ricadeau und den Tribunalräten Bandelet, Conderi und Fourier rn die Wand, während die fünfte die ÄmtSrobe beS Sachverwalters M. Estrade durchlöcherte. An der Abgabe des sechsten Schusses wurde der freche Attentäter durch einer- hinzuspriugenden Nuntius verhindert. Geyße legte einen ostentativen Cynismus an den Tag. Neber das Motiv seiner That befragt, äußerte er hohnlächelnd, er habe nichts als ftine Verachtung gegen die Gesetze und ihre Inter Preten zum Ausdruck bringen wollen. Der Bursche wird wegen seiner ungeheuerlichen Handlungsweise nunmehr au seinen Geisteszustand untersucht werden. * Aem VorLeben des BarrengcneraB b e Wet, dessen geschickte .Schachzüge gegen die englische Ur vermacht im Oranjesreistaat viel von sich reden machen, weiß die „Allg. Meischer-Ztg." die interessante Mitteilung zu machen, t>nß -fce Wet früher als Fleischermeister eine der bedeutendsten Fleischereien in Pretoria inne hatte und später nach s?üifgabe dieses Geschäftes bis zum Ausbruch des Krieges auf seiner Farm, die inzwischen von den Engländern ausgeplündsrt und eingeäschert ist, einen umfangreichen Viehhanb eck getrieben hat. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstraße 2. Angebot dtt »tbiitncgroc«: - gepr Heizer, 2 Bausch: einer, - Hausbursche, I Taglöhner, 2 Flickerinnen, 1 Strickerin und i Sckreibgehilse. Nachfrage de» Arbeitgeberr l Holzdreher, 1 Bauschreiner, Haus wsche, 1 DtevÜmLöchen, 1 Laufmädchen, i Flickfrau. Lehrlinget I B^»ter, 1 Drechsler, 1 Kupferschmied, 1 Schreiner Wage er. Gisenötkhn-ZeiLung. fc. SDte «ußrrhalb der Schuppen befchäfttgten Güterboden- ardetter der preußisch:he fischen Staatsbahnen erhalten zum Schutz' .Unbilden .der W tlerung von der VerwaUung geeignet» WtntrrfchvtzUekder. — Dem Persmral der Effs.ibahnzüge werdm gegen« > Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 12. Januar MwersMs Nachrichten. — Aus Berlin wirb berichtet: Minffterialdirektor Dr. Althof ist, als Nachfolger des früheren Untersiaatssekcetärs v. Bartsch, zum ^Direktor L>er wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalweseu ernannt -worden. — Aus Straßburg wird geschrieben: Der bisherige Prioat- dozent für Nationalökonomie uab Statistik an der hiesigen Unioersitüt, 'Dr. Witt-ich, ist z.'.un a.-o. Prsfeffor ernannt worden. — Der o. Pro- "feffor der Geburtstzilft und GyLdkolcgie der gleichen Universität, Dr. W. A. Freund, ist auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt wordeu; er gehörte der Straßberger Universität seit dem Jahrs 1878 an. — Die Aakademie der Wissenschaften in Turin gibt bekannt, daß auS dem Vermär^nis des Dr. Breffa ein.Preis von 9600 Frs. für wissen- Ichaflliche Leistungen und Erfindungen zum ersten Mal zur VerteUung -kommt. Beiverbungen find bis 31. Dezember 1902 an die genannte Akademie einzureichen. — Der bisherigeL«iter der Handeis« und nautischen Akademie in Triest, Rcgierungsrat Eugen Gelctch, wurde zum Direktor dieser Anstalt ernannt. — .Aus Helsingfors wird gemeldet: In Ulea- ®ot9 ist der durch seine astronomischen Studien bekannt gewordene Lektor ""Mathematik und Physik Dr. R. F. Rancken gestorben. Anfang der ^htKger Jahre war er Aisistent der Sternwarte in Stockholm 4 % do. 8. 5/6 unk. b. 1904 31/8% do. 8. 7/8, unk. b. 1906 4 -/o U. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 ank. 1908 do. unk. 1905 und erst hierdurch unter die gesetzliche Grenze herabgesunken sei. Wetzlar, 10. Jan. Eine appetitlich e Geschichte ist gestern hier vor der Strafkammer verhandelt worden. Tie Niederschelder Viehversicherungskasse hatte für 15 (nach anderer Angabe für 20) Mark eine alte trächtige Kuh an den Händler Süßkind verkauft. Tas krankhaft abgemagerte Tier, das sich ohne fremde Hilfe schon nicht mehr erheben konnte, hatte vorher dem Ortsnachtwächter gehört und war von diesem der Versicherung überlassen worven, da es durch den Bezirkstierarzt für unheilbar tuberkulös erklärt war. Trotzdem erlaubte der S ch l a ch t v i e h b e s ch a u e r Fr. Schäfer die Schlachtung und versah das Fleisch mit Gesundheitsstempel. Süfi- kind verkaufte das Fleisch um „weniger als 30 Pfennig" für das Pfund an die Metzger W. Kuetsch und W. Metzler II zu Herborn, H. Henn und E. Schorn zu Dillenburg, und die Eingeweide, was allerdings bestritten wurde, an den Wirt Hilt zu Ballersbach. Auf Veranlassung Kuetschs wurde das Fleisch von dem Herborner Fleischbeschauer beanstandet und in Herborn und Dillenburg polizeilich beschlagnahmt. Ein Teil des Fleisches war aber bereits zu Wurst verarbeitet. Der vom Gericht kommissarisch vernommene Tierarzt in Herborn erklärt, das Fleisch sei hochgradig verdorben und ekelerregend gewesen, Sanitätsrat Dr. Speck in Dillenburg hält es wohl für minderwertig, nicht aber für direkt gesundheitsschädlich. Süßkind, der bei der Schlachtung verschiedene als krank erkennbare Teile beseitigt haben soll, wurde wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz, versuchten Betrugs und Beamten-Be- leidigung (bei der Beschlagnahme in Herborn) zu 9 Monaten Ge s ä n gm i s verurteilt, der mitangenagte Fleischbeschauer Schäfer wegen Urkundenfälschung zu 1 Monat Gefängnis. Raffel, 11. Jan. Ein viel besprochener, Aussehen erregender Strafprozeß wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an einem 12jährigen Mädchen — ein „kleiner Fall ä la Sternberg", — gelangte vor der hiesigen Strafkammer zur Verhandlung und Aburteilung. Der Gutsbesitzer Adam Heinrich H. aus Besse, einer der reichsten und begütersten Bauern des Kreises, 30 Jahre alt, war wegen Verbrechens aus $ 176 Absatz 3 unter Anklage gestellt. Wegen Begünstigung war der Handelsmann Levi H. nütangeklagt. Der Angeklagte ist ein stattlicher Mann, der vor wenigen Ja^en in Metz bei der Artillerie stand, und ist mit der Tochter des Bürgermeisters, einer jungen Dorfschönen, glücklich verheiratet. Diesen Sommer hat er sich in stark erregtem Zustande soweit vergaffen, sich an einem zwölfjährigen Schulmädchen, das bei ihm als Kindermädchen beschäftigt ist, in schwerer Weise zu vergreife«. H. versuchte aus Anraten oder doch mit Zustimmung Les AngeNagten Den Fall dadurch auö der Welt zu schaffen, daß er der Mutter des Schulmädchens 450 0 Mk. als Abfindung für Len Fall anvot, daß eine Anzeige nicht erfolge. Die Abfindungssumme wäre wahrscheinlich auch angenommen wsrden, wenn durch daS viele Gerede im Dorfe die Geschichte nicht auch an Piarrer und Lehrer gekommen wäre rc., sodaß denn doch schließlich der Fall zur Anzeige gelangte. Der Angeklagte war reumütig geständig, er h-ulte fortwährend wie ein Kind. Unter Annahme mlldernder Umstände wurde er zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. Eingesandt. (Für Form und Jnbalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Nach dem Ber cht über die Gi ße^er Sladtv^ro'dnetfn Sitzung 10m 10. Januar 1901 heme fle He>r Beigeor'neier Wolff, daß ohne Zwesiel auch die wahrscheinlich bet Klkir linden >u erritbi-nbe br-tte LandeStrrenanstalt an das Elckt, z tätswerk Gißen ange'chwssen werden mürbe. Da man über bte Platz rage noch mcktS gelesen hat, wird um gefL M"t ilung gebeten aus welchen Lorkommnisfen Herr öt-iieorbnrter Wo ff dt.se Ne-motuna b-* «ecket. M. 81/| 0/, Reichßanleihe . 3 o/ö do . 96.55 . 86 75 Kreditaktien .... Diskonto-Konimundit . 208 01? . 176.20 31/3 % Konsole . . . . 96.60 Darmstädter Bank . . 131.00 8 Vo do ... . 86.60 Dresdener Bank . . 144 60 SVg^/o Hessen . . . . 93.10 Berliner Handelsges. , . 147.90 5 % Italien. Rente . . . 95.30 Oesterr. titaatebahn . 143.30 4 o/Q -Griech. Mouop.-Anl. 43 30 Gotthardbahn . . , . 156.10 3 0/0 Portugiesen . . . 24.25 Laurahütte . . . . 193.60 3 o/G .Mexikaner . . . . 25.75 Bochum .... . 175.50 4‘/i % Chinesen . . . . 80.6O Tendenz Hfirpener .... fest. . 171.50 Gute gesunde Küche Wenige Tropfen von »Maggi zum Würzen" genügen, um jeder schwachen Suppe oder F eischbrühe, Saucen, Ragouts und Gemüsen einen üverraschenden, kräftig«» Geschmack zu geben und die Wt-r auun > w 'bltbuend anzureaen In Orlginal-Fläschcken von 25 Pfg an. — Zur augenblicklichen Herstellung von Aletschdrüye — ohne weitere Kutfialen als kochendes Wasier — nehme man dageaeu MAGGI*» Bouillon-Kapseln, welche, mit allerbestem Fleischextrakt herqestellt, fetnfte Gelatine, sowie Gemüseauszüge und das nötige Kocksalz beieilS enthalten. Eine Einzelportion vorzüglicker Fl-isckbru f' Hi'vf damit aus R Pfg. un^ ertra ft rf»r auf R 'Bf i tu "»h-n (T"» f^a 10 - ^ro«an ff" finh in ofl-n ftr'Inninlm'inrpn-tSe rf'ä’t'’n känsl ck.) 2 5 M Ferdinand Schott Weinstuben. 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