n werden die y,!- >om 16. Juli 1896, zo f) um die Maßnahme» wss handelt, auch hir it 27. Juli 1895 jit 1900. it -es Innern. ,. Weisst». , 20 Plg. bei EnisiiMz > 4 Stunden Z-itausiiM iRilomder und mehr, oba unbtn Bdtauhranb. eterinärärzte oder bei Wn Tierärzte üb» 1 können, da jie alle 3t werden W 13 un| In9 zur Zahlung uu| rt. Line schach iM- t demstolW Lehret tzeRealtzhmnasiu^ lendem llwsange flotittl m Schäden. Ganz cki stehen zurzeit sechs Bit. RralgyninastM an M beteiligt. Sie er* tn hemmen die Schul' ;aben unb »ergj* che Gefahren Schüscr 6 8 bis 10 Glas Ster Einer der siebenten i'pitze. Line Mß au Ein SchMr leeüt ä* * * rofefioreu 9*; * J ****?£ i” ®fbA $ “Ä'Ü *2.2. !«" ®Ä„ D«M ” Ä6»n«|t«o* 'aVw»*'14 £ a“ ■. MWH wan , i n« 6 'sogto“ «6 ->llchbie agrhs? SS »tetfr'J J5>Ä' gtan» i“ üfn »b,,. . Ä wfeSS "b'kLM “fefe* htty-ta. '^zember 1881, U ! betreffend, :l • »Qnbauöqabe vn» en'^ sür die hiK ier Tierkadaver fallen Nr. II ErRes Blatt. Sonntag den 13 Januar 151. Jahrgang 19V1 SiebenerAnzeiger Kenemt-Anzeiger Alle Anreigen-Bermittlmrgsstellen des In- und Sfafr landes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeig« entflcfl«L Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pi. Annahme von Anzeigen zu der nachmittag« ftit den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vor«. 10 Uhr. Abbestellungen spätestens abend- vorher. 2.tqngspr in hohem Grade interessiert und packt; allerdings ein mehr litterarisches als dramatisches. Denn von dramatischem Talent zeigen sich hier nur wenig Spuren; von deu Vor- stellungen, die wir von der dramatischen Kunst haben, sehen wir kaum etwas erfüllt. Es ist, wie jetzt sein «Michael Kramer-, das Werk eines echten Dichters, aber keines Dra matikerS. Denn der Organismus des Dramas ist das lebendige Werden und Wachsen, das Drama erfordert Werdendes, Ent- Wickelung. Den meisten Dichtungen Hauptmanns aber fehlt diese Entwickelung. Mit Trotz und starrer Ausdauer bringt Hauptmann dennoch unentwegt alle seine Dichtungen auf die Bühne, weil er weiß, daß nur auf diese Weise ein dichterisches Kunstwerk dem großen Publikum bekannt gemacht werden kann. Die auf schärfster Beobachtung beruhende, meisterhafte Charakter-Schilderung eines verlumpten und gänzlich verbummelten Malers bildet den Inhalt deS Stückes. Die Handlung ist ganz unbedeutend und dabei auch höchst un wahifcheinlich; ein dramatischer Konflikt ist überhaupt nicht vo« Händen — fünf Aufzüge hindurch nur Schilderung. Aber trotzdem wird bie Komödie nie langweilig, denns unzählige, lebenswahre Charakterzüge feffeht bis zum Schluß. Wie zn seinem neuesten Werke, „Michael Kramer-, so holte auch zum „Kollegen Crampton- Hauptmann seine Modelle aus Breslau. Als Schüler ber Btldhauerklaffe ber Breslauer Kunstakademie fand Hauptmann einst Gelegenheit, sich in den dortigen Künstlerkreifen umzusehen, und au« diesen Kreisen heraus ist Crampton geschaffen. Er ist Profeffor an der Kunstakademie, dem stillen „©uff" ergeben, zur Arbeit« scheu herabgesunken, hat im Aktsaal allen Respekt eingebüßt und wird nicht nur von den Kunstgenoffen, sondern selbst von ber niedern Dienerschaft der Akademie mit Nichtachtung behandelt. Wa« er war, ob ein wirkliche«, starkes Talent, eine echte geistige Potenz, ober tzon jeher nur der Prahlhans ohne Schöpferkraft und sittlichen Halt, als den wir ihn kennen lernen, das bleibt — zum großen Schaden ber tieferen Wirkung — im Dunkeln. Wir erfahren nur, daß er seil Jahren nichts geschaffen hat. Er ist mit seiner Familie gänzlich zerfallen, und nur seine jüngste Tochter hält zu chrn. Der einzige Anker, der ihn noch sozial hält, ist seine Lehrer- ftellung. Aber auch hier vernachlässigt er seine Pflicht auf das gröblichste und seine Entlassung erfolgt. Er ve knecht sich in eine Spelunke, deren Wirt ihn, den Professor Crampton, zur Unterhaltung für seine Gäste benutzt. Im höchsten Stadium der Berlumptheit sehen wir chn in dem ganz vortrefflichen 4. Akt, der in dieser Kneipe spielt. Mit einigen seiner stüheren Schüler spielt er Karten, fraternisiert mit Stubenmalern und läßt sich von der Kellnerin freihalten. Da kommt die Rettung: ein ehemaliger Schüler, der Cramptons Tochter liebt, findet ihn auf und bringt rhu fort. Dieser Retter, ein 19jähr. Kunstakademcker, verlobt fich mit Gertrud Crampton unb nimmt den Vater seiner Braut in seine eigene Wohnung, in der er ihm ein schönes Atelier ein« gerichtet hat. Crampton verspricht, fich zu beffern, und die Personen des Stücks gLuben e« ihm. Allerdings wohl nur diese, denn daß ein Bern Geiste im Spiritus so ergebener, ein an Leib und Seele zerrütteter, wenn auch geistig hoch- stehender und talentvoller Mensch die moralische Kraft zurückgewinnen kann, fich aufzuraffen, ist für andere kaum glaubhaft. Im „Kollegen Crampton- stellte Hauptmann zum ersten- male seine Kunst in den. Dienst des Humors, eines Humors, den ihn kein Zola, kein Ibsen, kein Tolstoi lehren konnte, ber deS Dichters ursprüngliches Eigentum ist, ber au« bem Schutt eine« zusammengestürzten Sittlichkeitstempels erblüht tn herber Spröde. Da« Stück erregte am Freitag bei unserem Publikum, wie e« schien, aufrichtiges Wohlgefallen, da« fich nach jebem Aktschluß in lebhaften Beifallspeudeu kuudgab. Dre «us- der Kunstausstellung im Turmhaus amBrautz. Das neue Jahr hat der Ausstellung noch nichts neues gebracht; es ist aber recht erfreulich, daß die vor Weihnachten eingetroffenen Bilder, die in der bewegten Festzeit doch zu wenige Besucher anlockten, noch eine Weile hier vcr- blieben sind. Besonders auf zwei Künstler lenken wir noch die Aufmerksamkeit, einen extrem modernen und einen, der nicht mit einem so einfachen Schlagwort zu charakterisiere« ist. Jener ist W. Lefebre (Paris), der mit seinem große» Herbstbild sofort die Blicke fesselt und in allen seinen Gemälden und Zeichnungen, trotz mancher phantastischen Tollheiten in Erfindung und Gestaltung, doch immer bis em originell und bewußt schaffender Künstler erscheint. Neben diesem Wildfang ist der Frankfurter Scholderer freilich fast zahm zu nennen; aber es spricht ,äus seinen Bilder» deshalb nicht weniger, nur ein ganz anderes Temperament. Sck)lichteste Auffässung der Natur bei andächtiger VersenkunO in ihre Geheimnisse bekundet sich besonders in seinen Bildnissen, die etwas von der Art Herkomers an sich haben, andererseits, wie auch die „Landschaft in England" cm Tchomas spät gewürdigte Kunst erinnern, und man findet es begreiflich, daß Thoma selbst sich kürzlich bewogen fan>, den bescheidenen Künstler gegen voreiligen Tadel eiueB Frankfurter Kritikers öffentlich in Schutz zu nehmen. B. .©■ in den vielen, überall zu findenden Dheelädeu wieder em, um mit dem heißen braunen Getränk sich einigermaße» wieder zu erwärmen und das Gesehene und die damit zusammenhängenden Ereignisse zu besprechen. ES ist nicht uninteressant, diesen Gesprächen zu lauschen. Der englisch» Mob kann es nicht fassen, daß sein Jubel noch verfrüht sei» soll, während der Einsichtigere es sich nicht verhehlt, daß nicht nur der inzwischen abgesagte Dankgottesdienst vor der Zeit angesetzt war, sondern auch der heutige Jubel nicht im Verhältnis zur augenblicklichen Lage der Sache steht. Der Wunsch nach Beendigung des unseligen Kampfes wird nach Ernüchterung von dem Freudentaumel doppelt stark hervorbrechen. Endlich, zwei Stunden später als man erwartet hatte, uhr der Zug in die Bahnhofshalle ein, wo Lord Roberts unter den Klängen des von einer Musikkapelle gespielten Liedes: „Seht, der siegreiche Held kehrt zurück', dem Wagen entstieg und vom Prinzen von Wales, dessen Gemahlin und anderen Fürstlichkeiten begrüßt wurde, die dann vor ihm den Bahnhof verließen, um ihn nachher im Schlosse zu empfangen. Der Feldmarschall wurde auch hier wieder in einem mit vier Pferden bespannten königlichen Wagen durch die jubelnde und jodelnde Menge geführt. Der Zug konnte auch für einen Monarchen nicht glänzender arrangiert rverden. Voran ritt eine Eskorte von Husaren und hinter ihm kamen zu Pferde sechs seiner getreuen Inder in voller lniform, die ihn während des ganzen Feldzugs begleitet hatten. Dann folgten weitere Equipagen und ein anderes Husarendetachement beschloß den Zug. Während im Schlosse ein Frühstück stattfand, zu dem eine auserlesene Zahl von Gästen geladen war, zerstreute ich draußen die Menge und fand sich zum größten Teil Ramsey er zu erheiternderer Wirkung, als die Dichtung erwarten ließ. Er schuf einen trefflichen Gegensatz zu de» überschäumenden Jugevdmut seines Malerbruders. Vielleicht läßt Herr R. mit der Zeit doch noch das ostentative, fast aufdringliche Spiel in- Publikum. Frl. Schölerman» war eine angenehme Agnes, der nur eine bessere Kostümwahl zu wünschen war. Unter den kleinen Episodenrollen machte sich der geschickt charakterisierte „Polack" des Herrn Hel« vorteilhaft bemerkbar. Die beiden Profesiorenkollegeu blieben mir als gänzlich unangebrachte Karikaturen unverständlich. P. W. er ihn uns gesünder gibt als die Hauptmann'sche Schilderung e« erwarten läßt. Ich gestehe, die Blüte des Gemütes, die Herr Beck entfaltete, fand ich zuvor in der Hauptmann'schen Dichtung mehr in der Knospe. Herr Beck hat mich eines anderen belehrt, indem er mehr aus der Dichtung herausholte, al» sie mir zu geben schien. Daß dieses trübe Charakterbild in seiner naturalistischen Nacktheit von freundlich mildem Lichte erhellt wird, ist ein feiner dichterischer Zug. Hauptmann hat dem Kollegen Crampton eine Umgebung von Herzlichkeit, Reinheit, aufopfernder Kindesliebe gegeben, von Schlichtheit und sorgender Rechtschaffenheit, die einen schönen Ausblick gewährt auf sein später geborenes „Hannele". Das jugendliche Liebespaar, der 19 jährige Maler Strähler und Tramptons Tochter Gertrud bringen erfrischenden Luftzug in die schwüle Atmosphäre. Herr di Balthyni gab deu Max Strähler. Die ganze Rolle weist ihn, wenige kurze Momente ausgenommen, auf ein mehr passives Verhalten hin; im stummen, schüchternen Spiel muß er sich betätigen. Da- aber versteht Herr B. nicht. Das Bild eines mit naiver Jugendlichkeit gläubig vertrauenden Schülers zu geben, der ebenso ftisch und fröhlich um sich wie mit enthusiastischer Verehrung aus zu seinem Lehrer blickt, konnte Herr B. nicht geben. Frl. Äuglet dagegen verstand sich recht wohl auf die naive Wiedergabe von Schmerz und Freude. Wenn auch im 3. Akte, da, wo sie von ihrem Vater spricht, viel leicht noch mehr die liefe Innerlichkeit ihres Empfindens zum Ausdruck hätte kommen können, so war doch ihre schlichte Natürlichkeit von erfreulicher Liebenswürdigkeit. Herr Li e bscher war ein ganz köstliches Faktotum des Profesiors von unverfälschter Naturtreue. Er hatte so ganz und gar die richtige Physiognomie, jede Bewegung, jedes Wort war so echt, daß wir uns gar nicht genug an ihm freuen konnten. Aber danken können wir ihm, und da- wollen wir auch. Den gutmütig-barscheu Humor des alten Strähler brachte Herr Aus Stadt und Iand. Sießen, 12. Januar 1901. LU. Bon der Universität. Am 8. dsS. Mts. feierte bekanntlich der Präsident des BerwaltungSgerichtShofS Wirk!. Geh. Rat Dr. Heinrich Knorr von Rofenroth fein bOjährigeS Dienstjubiläum. Der Rektor der Lande»- Univerfität, sowie die Dekane der theologischen und juristischen Fakultät hatten sich zum genannten Tage nach Darmstadt begeben, dem Jubilar persönlich die Glückwünsche der Universität darzubringen, um die er sich als langjähriger Ministerial-Referent für das Hochschulwesen hohe Verdienste erworben hat. Gleichzeitig wurde ihm dabei das Ehrendiplom eines Dr. jur. überreicht, als dem wqui huiue academiae Ludovicianae laetius iam efflorescentis ealutem duo per decennia amplius eodem eemper studio felicissime curavit.“ Der Ehrendoktor der philosophischen und medizinischen Fakultät ist ihm schon früher verliehen worden. L.U. Bon der Universität. Der Kreistierarzt in Wittlich, königl preuß. Reg.-Bez. Trier, Dr. Franz Preuße, hat einen Ruf als außerordentlicher Professor der Veterinärmedizin nach hier erhalten und angenommen. Der neue Dozent wird seine Thätigkeit sofort beginnen. ** ProjektiouSvortrirge. Prof. Sauer wird seine Pr». jektionSvorträge für Damen Montag, 14. Jan., um 4 Uhr, bezw. Dienstag, 15. Jan., um 61/* Uhr wieder aufnehmen. Als Thema ist diesmal gewählt: Ghiberti'S Bronzethüren und Bifcher'S SebalduSgrab. ** Eine Obst-Engros-Handlung hatte bei bei Generalbirektion der Bahnen zu Straßburg den Antrag gestellt, die Einstellung von Privat-Eisenbahn- wagen mit Kühl- und Heizvorrichtungen zur Beförderung von frischem O b st und Gemüse in den Wagenpark der Generaldirektion zuzulassen. Tie Gewährung des Antrags läge im Interesse des deutschen Exportes und der deutschen Landwirtschaft, sie würde Anstoß zur weitere« Ausdehnung und Pflege eines rationellen und gewinnbringenden Obstbaues geben. Tie Generaldirektion Straße bürg hat den Antrag beim Verkehrs-Verbände eingebracht, dessen Ausschuß der Hauptversammlung die Ablehnung des Antrags empfiehlt, weil ein allgemeines wirtschaftliches Bedürfnis nicht vorliege. Auch sei es wünschenswert, zunächst das Ergebnis des z. Zt. der ständigen Tarifkommission vorliegenden Antrags auf Tetarifierung verschiedener Obsh- und Gemüsesorten abzuwarten. Maßgebend für den ablehnenden Beschluß waren namentlich die Gutachten ver- chiedener landwirtschaftlicher Korporationen, die ein wirtschaftliches Bedürfnis für die Zulassung privater Heiz- und Kühlwagen verneinten. Nur der hessische Landwirtschaftsrat hatte ein solches Bedürfnis anerkannt. Die Handelskammern in Frankfurt a. Pi. und Mainz hielten nur Kühlvorrichtungen für zweckmäßig. Auf Vorlage der Eisenbahndirektion Magdeburg ist die Frage auch im dortigen Bezirkseisenbahnrate zur Beschlußfassung gekommen. Eisenbahnseitig wurde hierbei sührung ist wohl für viele ein neuer schätzenswerter Beitrag Si.™ i,Ut ciner interessanten und tiefgründigen Dichlcrnaiur. Mil dieser Aufführung, die in fast allen Teilen wirklich recht gelungen, in Einzelheiten geradezu Muster, haft war, hat sowohl unser Theaterverein wie unser gesamtes Theater einen echten und rechten Erfolg davon- gesetzt" 3)18 $omöbie toat "Ni großem Geschick in Szene Di-Hauptrolle erfordert starke Schultern, fi- ist für es." m,nje Meisters geschaffen. Dieser Meister war °‘‘o ^eck au, Köln. ®r schuf, wie ein Plastiker, eine s ®Uix*uVxneiB ®UÜ' er vereinte die innere Verlumpung, Größenwahn, den barschen Pessimismus, di- eib'9telt’ Dar will etwa« heißen. Er gab das Ausdruck" de« bct Schattenseite. Er traf den künstlerischen S-Ibstbewußts-in», di- gelegent- »nd wi eine Phantasiemenschen, di- forlwäh w“ E‘n‘ ich"ne Flamme auflodert, um gleich darauf zu llark" R°ra^wi?de"/k" zusammenzusinken, mit gleich Nck selb» n ie endiA Ingrimm über andere und K t*. stand^Ä. b'-(.eten Galgenhumor. Und wie gut, ar K dann wieder Geberde und Ton der rechten versöhnenden Liebenswürdigkeit und Lerzens- wärme! Wenn in Cramptons halbirrem ^Hiru d.« heiliger künstlerischer Begeisterung ausflackert,ßdann erinnerte UNS der Darstillkv au -inen Lear. In £Zfkn Haaren und verwahrlosten Kleidern ist er ein Spott bet Schranzen, aber überirdischen Glanz verbreitet er um sich durch das flammende Wort ernes extatischen Priesters erhabenster Kunst Wie ein stü'Mischer Gebirgsbach reißt er alles um sich herum mit sich, schwemmt er erdrückende Schmach fort und scheint sich immer aufs neue die Bahn freizumachen für künftige Thatkraft. Fast könnte man in der Darstellung des Herrn Beck an Cramptons künstlerische Wiedergeburt glauben, da Lonbon, 4. Januar 1901. Nun haben die Londoner ihren großen Tag gehabt und war ihnen nach all dem Hangen und Bangen, das sie des unseligen Krieges wegen schon ausgestanden haben und noch ausstehen, wahrlich wohl zu gönnen. Einige Stunden Freudentaumel und hinterher tritt die rauhe Wirklichkeit um so krasser hervor. — ausgeführt, es habe sich namentlich ein Gegensatz in der Auffassung in der befragten Obst- und Gartenbauverein* einerseits und der landwirtschaftlichen Vereine anderer- eits gezeigt. Erstere befürworteten die Maßnahmen, letzternähmen in der Mehrheit einen ablehnenden Standpunkt ein. Der Bezirkseisenbahnrat war der Auffassung, baß zwar ein dringendes Bedürfnis zur Einstellung von besonders eingerichteten Privatwagen für Obst und frisches Gemüse nicht vorliege, baß aber die Beförderung in solchen Wagen nützlich sei und man deshalb den Bestrebungen auf Zu- Abg. Prinz v. Sch ö n a i ch-C a r o l a th (ntL): Der berücksichtigt nicht die Frage des Zivilversorgungs- schems, ferner bie Belassung der Pension neben dem Gehalt bei den Staatsbeamten. Was sollen die Vete- bü8£ ^gen wenn sie bie Etatauschläge von Preußen ansehen. Da werden zwei Millionen für eine Gemälde- gallerte verlangt, und für sie ist kein Geld da ,in^L^E r ne r (Anü): Heute hat uns.die Regierung E5 -WrQ ^schickt, dessen bureaukratische Aus- ^fungen un Lande fein Verständnis find,en werden. Die Invaliden müssen den Glauben an die Gerechtigkeit des Vaterlandes verlieren, wenn man sie wie Bettler der Armen- sürsorge preisgrebt. Freiherr v. Thielmanu hält sich der SSm/Ä“1"'1 ® M dl, » 3 östv Zustimmung? Bisher suchten die Krieaervereine ^'E°Un°hm von Petitionen zurückMhatt7n jetzt find sie dazu nicht mehr in der Lage, die Leute zum Still» lchw°M-n zu bewegen, weil die Erbitterung 8u groß i §dUI,aubc' k>aß mein Vorschlag berechtigt ist das, der elnÄL LSra9™ in benen er enVrgifd)6 nnb U”ä genommen hat, einmal in der Kom. .dann tm Plenum Ernst machen sott Tann bcgucmen.^Zustimmung WtCn Abg. Pachnicke (Frs. Vag.): Es sind heute nenen hip ©eot€rU^fFe^r^rte- 2ß°rte gefallen, sogar von derOrechten Hoffentlich Nimmt die Regierung daraufhin eine ^schicht dies nicht, so sollten wir annkLlen vU 'ablchnlm""^ bif Alternative stellen: ntif^rnpULhJtrrb ^r'^ntra9 Nißler an die Budgefkom- bie Olchon beendigt, heuti 7^5 E nächsten Mon, fo gen wird. Zur Ä »y die teils aus j N derrungskommando 8 Mistens chon um 2 llf k" ««*11 M sK" ■ ÄWffe Kunden ff,^.bc Übersee" im Kaufes Ä"$i 'bgkbrannte^ ' - Ei« »euerwerk denden X! getroffen i frane&'n Sa '* tortbej, n,b"e« Ser inten bertnbeabe pM aus r.'i^ach yf). ß* flab ^Miid S-ÄZ UM iÄ'1 Abg. v. Volkmar (Soz.): Nach den Erörterungen mußte es für jeden offenbar sein, welche Summe von Not und Elend bei Tausenden von Kriegsteilnehmern vorhanden ist, und welche beschämende Nachlässigkeit das Reich diesen Veteranen gegenüber bekundet hat. Der einzig schuldige Teil ist hier die Regierung. Es ist eine Schande für das Reich, wenn man sagt, bicses große Reich, bas nun überall in bie Welt hinausgehen will, um seinen Senf dazu ru geben, hat nicht die Mittel zur Verfügung, um alte Schul- « clen’ wenn es sich um militärische Dinge !?a.r!u anderer Ton bei der Regierung zu n.L- laicht wan immer von der Würde der Nation, i 1 09uttg aller Mittel verlangt. Wenn vom Kriege 18/0/71 oder vorn chinesischen Abenteuer gesprochen wird, lind es immer die Heldensöhne des Vaterlandes, denen man ewig dankbar fein müsse. Wenn aber die Geschichte Vorbei ift, da ist es anders. Und nun gar, wenn es soweit zuruckliegt, wie der Krieg 1870/71; da kümmert man sich ni^t mehr um die Leute, ja man vertröstet sie sogar darauf, 2?» erst ihre Vormänner sterben müssen, bevor sie dieBei- hilse bekommen könnten. (Hört, hört!) Ich werde jede Verbesserung, die für die Teilnehmer am China-Feld- zuae verlangt werden wird, zurückgehend auch für die ?"?bru Invaliden und deren Hiuterbli ebenen fordern! (Beifall links.) Abg. Schrempf (kons.): Auch wir stimmen dem Anträge zu. Alle Jahre werden der Invaliden weniger; sollen mS alle gestorben sind, und ihnen dann schone Denkmäler setzen? Ter Antrag wird von allen $ar= feien unterstützt, es ist kein erbauliches Schauspiel, daß auf ber einen Seite der Reichstag einmütig die Forderung ber Einlösung dieser Ehrenschuld stellt, die Regierung sie avlehnt. ° ' Schwalbe macht noch keinen Sommer!" (Stürmische Heiterkeit.) Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Nächste Sitzung: Sgmstag 1 Uhr. (Etat.) Lord Roberts Einzug in London. Original-Bericht von Curt Senkrath. (Nachdruck verboten.) Tie wochenlangen Vorbereitungen ließen vermuten, daß die Stadt diesmal etwas ganz Hervorragendes bieten würde und man sah sich hierin nicht getäuscht. Gingen schon im Sommer die Wogen recht hoch, als Baden-Powell, der „Held von Mafeking", seinen Einzug hielt und im November, als die City-Freiwilligen heimkehrten — deren Einzug bekanntlich vollständig mißglückte, weil die allzu enthusiastische Menge die glorreichen Streiter voneinander trennte und diese sich einzeln durchkämpsen mußten — so übertraf doch ber heutige Tag jene Jubelzüge noch um ein Erhebliches. Diesmal waren auch umfoffenbe Vorsichtsmaßregeln getroffen, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Schon gestern war Lord Roberts auf seiner „Canada" in England gelandet und von der Königin auf der Jsle of Wight in Osborne House, wo sie alljährlich zur Weihnachtszeit weilt, empfangen. In Cowes schon harrte seiner ein großer Empfang durch den Herzog und die Herzogin von Connaught, die Prinzessin Beatrice und andere Glieder der königlichen Familie. In einem Vierspänner der Königin wurde er nach Osborne gefahren, wo ihn Ihre Majestät sehr huldvoll empfing und ihm den Hosenbandorden verlieh. Brachte also der erste Tag dem Lord nach seiner Rückkehr zahlreiche Lorbeeren seitens des königlichen Hauses, o war der zweite, der Einzug in London, ein Triumpfzug durch das Volk. Die ^Straßen, durch welche der Zug sich bewegen sollte, von der Paddington-Station bis zum Buckingham-Palast, waren reich geschmückt mit Blumengewinden, Fahnen, Festons, die rotumwundene Masten, die zu beiden Seiten der Straße aufgepflanzt waren, verbanden. Ueberall leuchteten Inschriften wie „Willkommen daheim" oder „Heil unferm geliebten Bobs", wie der Engländer nehr zärtlich als geschmackvoll feinen Namen abkürzt und dergleichen mehr. Ten ganzen Weg entlang bildete Militär Spalier und vor dem Palast leuchteten die Pallasche und roten Helmbüsche der Gardehusaren und belebten etwas bas ' arblose Bild, welches sonst der Buckingham-Palast darbietet. Trotz des rauhen, unfreundlichen Wetters wartete seit dem rüheu Morgen eine riesige Menschenmenge von der Ankunftsstelle bis zum Endziel des Zuges; Vornehm Und Gering, elegante Toiletten und jämmerliche Lumpen dicht nebeneinander. Dazwischen Verkäufer von Fahnen, Medaillen mit dem Bilde vom Helden des Tages und Schleifen in den nationalen Farben blau, weiß, rot. Die Geduld der Wartenden wurde auf eine harte Probe gestellt, denn das Schiff und der Zug hatten sich durch den Nebel verspätet, und der Enthusiasmus wurde durch kalte Füße und Hände chon ziemlich abgekühlt. eiben Sache schon einmal geurteilt und gegen den Kläger entschieden haben. Sache des Reichsgerichts ist es nun, ein anderes deutsches Oberlandesgericht zur Verhandlung des Prozesses zu bestimmen. Es dürfte dieser Fall bisher Vermischtes. * Wien, 11. Ian. Auf der Station Marchegg stie; der Orient-Expreßzug auf einige Güterwagen. Ein Passagier wurde leicht verletzt. * Die Vermahlung der Infantin Mercedes von Asturien mit dem Prinzen Karl von Bourbon-Sizilien, wird sich nur auf den Familienkreis beschränken, immerhin aber doch ziemlich groß werden, da die Familie des Bräutigams zahlreich ist, und in Spanien selbst verschiedene fürstlich Verwandte wohnen. Die Königin- Regentin hat im Verein mit ihrer Schwägerin, Gräfin Girgenti, welche auch die Tante des Bräutigams ist, die Ausstattung für ihre Tochter bis in die kleinsten Einzelheiten selbst überwacht. Einzelnes ward in Wien, der Heimat der Regentin, bestellt, das meiste in Spanien selbst gefertigt, da die Infantin, — durch und durch Spanierin — -die Industrie ihres Landes bevorzugt. Da die Großmutter des Bräutigams, die verwitwete Gräfin Trapani, die Schwester des Großherzogs von Toskana, Erzherzogs von Oesterreich, ist, ist das Brautpaar bereits durch mannigfache Verwandtschaftsbande verknüpft. Krieskasten -er Redaktion. Abonnent. Es friert, wenn keine Wärme da ist, alfi bei 0 Grad. Steigt da« Thermometer von 0 Grad auf 1 Grad, so ist Wärme da U"d e8 16*uf. f Ucbor Sie ^drrn > SeKarf in Seifern- . ftöffcn Helfen,; per- ’ langen Sie' in • -^btrni Interesse I rrfl uniarbvub unfe . fränfp Muster von ndlung hatte bei bti Ltrahburg den Antraz rivat-EisenbaHn- rrichtungen zur Ve- emiisc in den Wagen- i. Tie Gewährung der eutschen Exportes uni cde Anstoß zur weitere, tionellen und gewinn Äeneraldireltion Sttch :s-Berbande eingebrach! lung die Ablehnung bei Dünj^enetoert, gunäty bigen Taristommissm ting verschiedener Dbfc ihgebend für den ab- ich die Machten vrn >t Korporationen, bii die Zulassung privat« Mr der hessisch! n solches Bedürfnis rn in Frankfurt a. K Vorrichtungen für zwe» rhndirektion Magdeburg Zezirkseisenbahnrate -m Inseitig wurde W i ein Gegensatz in bei und Gartenbauverern, irfien Vereine andere^ Maßnahmen, letzte« W*. «ää «S n Besttebungen aus ä § Butzbach, 11. Ian. Bei der heutigen Wahl eines Beigeordneten wurde Gerbereibesitzer Karl Flach III. mit großer Majorität gewählt. — Auf der hiesigen Verpflegungsstation wurden im vttfloffenev Monat 708 Personen verpflegt; diese Zahl ist bis jetzt in einem Monat noch nicht erreicht worden. -i- Aur dem Bieberthal, 11. Ian. In unserem sonst so stillen Bieberthal trifft man jetzt überall an den Wegen je zwei Soldaten Posten stehen. Die Leute find bei den einzelnen Wirten einquartiert und müssen vöv morgens 8 Uhr bis nachmittags y44 das Gelände absperren. Auch Hof Haina ist mit einem Kommando belegt, das die Straße Bieber—Waldgirmes besetzt hält. -e- Kinzenbach, 11. Jan. Das landwirtschaftliche Kasino hielt am Mittwoch abend in der Gastwirtschaft von L. Pensch seine Jahresversammlung ab. Die Mitgliederzahl ist im verflossenen Jahr auf 64- gestiegen. Auch im verflossenen Jahr wurden größere Bestellungen von Sämereien, Chilisalpeter und Thomasmehl gemacht, woran sich alle Mitglieder beteiligten. Ter Vorstand wurde wiedergewählt. Zum Schlüsse wurden einige Schriften über „Düngung der Obstbäume", „Unfug im Düngerhandel", „die Bedeutung des Chilisalpeters", „der Schniftenberger- hof, ein Beispiel aus der Praxis" u. s. f. verteilt. — Tas Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm wird hier fein in Aussicht genommenes Scharfschießen! vom 7.—14. Januar vornehmen. Tas Einzelgefechtschießen ist schon beendigt. Heute hat das Gruppenschießen begonnen, dem am nächsten Montag das Schießen in ganzen Zügen folgen wird. Zur Hälfte ist das Dorf mit Einquartierung bedacht, die teils auf dem Schießplätze und zum teil als Absperrungskommando Venvendung findet. Ta der Dienst meistens schon um 2 Uhr nachmittags beendigt ist, so ist den Mannschaften viel freie Zeit vergönnt. Sie besuchen an den Abenden recht fleißig die Spinnstuben. -a- Rodheim a. d. Bieber, 11. Jan. Schon seit dem nassen Vorwinter ist die Diphtheritis in unserem Torfe verbreitet und hat sich auch trotz des Frostes noch nicht gelegt; sie versetzt tagtäglich weitere Familien in Schrecken. Manche Eltern bringen ihre Kinder in die Klinik nach Gießen. i. Laubach, 11. Jan,, Auf unserer prächtigen Eis- djahn konzertierte vorgestern nachmittag eine auswärtige Kapelle, was bei günstigem Wetter eine Masse von Freunden des Eislaufes herbeizog. Am Abend strahlte unser „Obersee" im Hellen Lichte vieler am Ufer angebrachter Lampions. Sehr schön war das von Kaufmann Klipstein abgebrannte Feuerwerk und das Buntfeuer im Eishause. — Ein Festkomitee hat in einer Versammlung die nötigen Anordnungen getroffen zu einer im Schützenhofe stattfindenden allgemeinen Kaiserfeier. Zu diesem Zwecke sollen alle besonderen Vereinsfeiern an diesem Abend unterlassen werden. (- ! k. Ruppertsburg, 11. Jan. Ter erste evangelische Gemeindeabend in diesem Winter war von feiten der Gemeinde überaus zahlreich besucht. Pfarrer Volp von Laubach sprach über die Angriffe eines Teiles der Presse auf die evangelische Mission in China. Der Ortsgeistliche gab dann noch einige Ergänzungen und mit geistlichen und vaterländischen Liedern, die von der sangessrohen Gemeinde kräftig gesungen wurden, schloß der schöne Abend. * Darmstadt, 8. Jan. Der Kammersänger Weber Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. «ufgedote. Januar. 5. Philipp Becker, Schubmacbermeifter in Gießen, rott Margarethe Seultng von Alten-Bufeck. 8. Philipp Lüff-nberger, Fabrikarbeiter in Eberstadt, mit Karoline Magdalene Göller daleibst. 10. Arnold Hollermann, Bergmann in Mciderich, mit Friederike Stängel daselbst. «heschltetzUngen. Januar. 5. Heinrich Karl Wenzel, Kutscher dahier, mit Wilhelmine B'ck hierselbst. 5. Karl Heinrich Dietz, Postbote zu Darmstadt, mit Wilhelmine Elisabeth Katharine Henriette Weber hierselbst. 5. Christoph Rudolf LooS, Bierbrauer dahier, mit Katharine Wetnrich hierselbst. d. Heinrich WUhelm Krämer, Schloffer dahier, mit Eteonore Römer vonWtmbach. 3*®* Geburten. Dezember 31. Dem Schlosser August Mahr eine Tochter, Elise Helene Minna Auouste. Januar. 3. Dem Gastwirt Philipp Hofmann II. eine Tochter, Marte Elifabeth 4. Dem Bäcker LoutS Engelhardt eine Tochter. 4. Dem Buchhändler Karl KrebS eine Tochter. 5. Dem Tapezier Karl Walter eine Tochter, Marte Emma Luise. 5. Dem Tagi öhner Wilhelm Karasch eine Tochter, Elise Helene Pauline. 6 Dem Kutscher Wilhelm Heinrich Rieb eine Tochter, Lina Anna. 6. Dem p:akt. Arzt Dr. Hermann Alker eine Tochter, Karoline Luise Johanna. 6 Dem We>ßbtndermeister Heinrich Konrad eine Tochter, Emilie Mmie Wilhelmine. 7. Dem Schloss r WUhelm Klöß et* Dohn, Jean. 8. Dem Fuhrmann Konrad MauS ein Sohn, Karl. 8. Dem Güterexpedtent Johann Georg Gtrgling ein Sohn, Heinrich Franz Rudolf. 10. Dem Kaufmann Adolf Griffe ZwilltngSsöhne, ein totgeboren und ein Sohn Albert. Gestnkbene. Januar. 5. Wilhelm L mp 8 Monate alt, Sohu vpv Schloffer Wilhelm Lemp dahier. 5. Ernst Schomber, 8 Monate alt, Sohn von Schmied Philipp Schomber dahier. 6 Wilhelm Opificius, 58 Jahre alt, Königl. Stationsvorsteher 1. Kl. dahler. 6 Alfred Wilhelm Sch fferS, 1 Jahr alt, Sohn von Werkfahrer Hubert Schiffers hier» eldst. 7 Katharine Schmidt, geb. Balfer, 38 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Heinrich Schmidt dahier. 8 Marie Will, 1 Jahr alt, To>bt^ von J^bonn ftpnrah Will dahier. Oerichtsfaal. Dar rn stadt, 10. Jan. Der vielerörterte Fall Eckte in ist in ein interessantes Stadium getreten. Wie erinnerlich, war Amtsrichter Dr. Eckstein, nachdem die i Plenarversammlung des Oberlandesgerichts gemäß dem hessischen Richtergesetze seine Versetzung auf eine nichtrichterliche Stelle für zulässig erklärt hatte, als Gerichtschreiber nach Mainz versetzt worden. Tr. Eckstein ocht diesen Beschluß an, da er der reichsgesetzlich garantierten Unversetzbarkeit der Richter widerspräche und verklagte den hessischen Fiskus auf Zahlung des vollen Richtergehaltes. Gegen das abweisende Urteil des Landgerichts, legte er Berufung an das hiesige Oberlandesgericht ein. Namens des Klägers hat nunmehr Rechtsanwalt Dr. Hoffmann das gesamte Oberlandesgericht abgelehnt, da sämtliche Mitglieder des Gerichtes in der- Ungeachtet gewaltigen Wettbewerbs behauptet die fflichensderfer ihren wohlbegründeten Ruf als einfachste,.darum zuverlässigste, dabei dauerhafteste und handlichste Schreibmaschine. Preis der No. 5: Mk. 160,-, der No. 7: Mk. 22S,—. Ausführliche illustrierte Kataloge und Anerkennung.5- schreiben durch die BrühVsche Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7. luurbe während der Probe zum Trompeter von Säkkingen von leiinem schweren Unfall betroffen. Ter Künstler hat, wie es die Rolle mit sich bringt, einen Stuhl zu besteigen. Der letztere stand nicht ganz fest Und fiel um, wobei Weber mitstürzte. Glücklicherweise stand ein anderer Mitwirkender in der Nähe, an dem sich der Fallende halten konnte, sonst wären jedenfalls die Folgen des Sturzes weit Wimmer gewesen. Trotzdem zog sich Weber eine starke Muskelzerrung am Fuße zu. Infolge nachfolgenden Blutergusses trat eine starke Schwellung des Fußes ein. — Nachdem am verflossenen Samstag das Reichsgericht die Beschwerde des Grafen von Wächtersbach gegen »en Zuschlag der 58ir ft einer Waldungen in bet Provinz Starkenburg an den hessischen Fiskus verworfen hatte, kam gestern zwischen der Bergisch-Märkisch e n B a n k einerseits und dem Grafen von W ä ch t e r s ___0___...... unb dem Grafen von Philippseich andererseitsIkaum vorgekommen sein. 1 ’ 12. 3anaat IM. »Äl «ä'ÄS. Sää btt M. Mm* »«V dabei da- Ehre», dm „qaihuim n efflorescentiB ealutea ™Per ®tadio ieliciBtimi "Mhischen unb meb> r verliehe« worden. !rei-tierarzt in MM Franz Preuße, Hai btt &ttM genommen. Der ne« legümen. auer wird seine tyi, 14. Jan., um 4 Uhr, Ihr wieder aufnehmei Ahiberli'S Bronzethllrei Kandel und Uerlrehr. Volkswirtschaft. Das Bankhaus E. Calmann in Hamburg bringt einen Kalender für Besitzer von Wertpapieren für 1901 zur Ausgabe, woraus wir unsere Leser Hinweisen. Dieses praktische Handbuch enthält die Verlosungspläne unb Zehungsdaten aller Prämienanleihen, die in Deutschland gehandelt werden, ferner genaue Angaben der Auslosungen Oon Renten, Pfandbriefen, Eisenbahn-Prioritäten :c. re. Eine besondere Annehmlichkeit des Kalenders ist die mit großer Sorgfalt ausgearbeitete Uebersicht über die Papiere, die gegen Kursverlust versichert merben müssen. Auch sonst enthält das Buch viele wissenswerte Notizen, Kursangaben re. für Besitzer von Wertpapieren. Der Kalender wird jedem von obigem Bankhause auf Wunsch gratis und kostenfrei übersandt. H. »pielüaseu.Banke*. Da über da« Vermögen deS Direktors Sanden der Konkurs eiklärt worden tst, gegen welche Beifügung allerdings fettens deS Gerannten selbst appelliert wird, so kommt dte Fiage Immer mehr in Betracht, in wie weit durch einen solchen Konkurs sehr groß- Transaktionen betroffen werden könnten. Sicher tst, daß der genannte Dtrcktor höchst umfangreiche Geschäfte gemacht hat, bet denen Mn Privatoermögen ausdrücklich in dtr Wagschale fiel, so daß eS dte Frage bleibt, ob nicht hier durch wiederum sehr große Verluste entstehen, die vielleicht in den Bilanzen so mancher Akttenges«llschasten ausgeglichen werden. Bei denjenigen Aktiengesellschaften, deren Beziehungen zu den Syielhagen-Bankm bekannt ist, wäre e» doch gut, wenn in den Generalversammlungen hierüber hinreichende AufkSrungen gegebm würden. Kahlen. Durch SchiffahrtSfchluß ist di- Zufuhr nach Mannheim unter» ^rochen und müssen die Expeditionen ab Zeche erfolgen, der« Leistungfähigkeit auch schon bmdj Einfrieren der Wäschen unb Wagm- mangel zu erlahmen beginnt. Vptrttu». Spiritus hat noch zu Eade der letzten und im Laufe dieser Woche infolge der kalten Witterung um 40 Pfg. anztehm können und schließt heute Mk. 44 90. DaS Geschäft ist recht ruhig und bewegt sich in den engstm Grenzen, die Zufuhren bleiben anhaltend groß und dürfte dte Dezember-Statistik ein wetteresAnwachsen des schon bedeutenden Lager« bringen. Tabak. Im Laufe der Berichtswoche wurden in Seckenheim einige hundert Zentner Tabak in der Preislage von 28 Mk. verkauft. In der Pfalz ist es noch ruhig. Die Händler find zur Zeit mit dem Einwiegen der Neckar- thäler und Oberländer Tabake vollauf beschäftigt. Die bis jetzt um» geschlagenen Neckartabake entwickeln sich, soweit sie in trockenem Zustand eingewogen wurden, sehr gut und werden für die Fabrikanten ein vor« züglicheS Umblatt und Einlegematerial liefern. Wenn diese Tabake auch gegen das Vorjahr etwas teurer sind, so werden sie durch die Leichtigkeit doch mehr Zigarren vom Zentner liefern als der Tabak deS Vorjahres, und dadurch dürsten sich die Preisdifferenzen sthr gut ausgleichen. Ob die Händler bei den hohen Preisen, dte sie angelegt haben, etwas verdienen, bezweifeln wir, denn die Tabake, die für Umblatt verkauft wurden, liefern zu viel Umblatt und Einlage, und auch das in letzter Zeit vorherrschende schlechte Wetter war denselben nicht günstig. In alten Tabaken ist eS in Mannheim sowohl wie außerhalb ruhig, die Händler klagen über lehr schlechten Geschäftsgang. Wir sind nicht in der Lage, über Umsätze von Belang zu berichten. In losen pfälzer Rippen geschäftSlos. lose feine 9—R,50 Mk. gebündelte u —12 Mk trockene Waare. N firb er» frechen ÄSa unselige?» Meratur, Wissenschaft und Kunst. Der Verkehr mit dem Planeten Mars. In England unb Amerika kann man sich über die Möglichkeit, mit dem Planeten Mars in einen direkten Verkehr zu treten, noch immer nicht beruhigen. Ein ausgezeichneter englischer Gelehrter, Sir Robert Ball, hielt über bieses Thema einen Vortrag, in bem er sich jedoch außerorbentlich pessimistisch äußerte. Er wies barauf hin, baß ber Mars auch in seiner geringsten Entfernung 150mal so weit entfernt bleibt von ber Erbe als ber Monb. Ein Gebäube, bas so groß wäre wie ber Eiffelturm, würbe auf der Oberfläche des Mars iunsichtbar sein, selbst n>enn man dass schärfste Teleskop, das es auf der Erde giebt, barauf richten würbe. Ein Turm, ber etwa öOmal so groß ist als ber Eiffelturm, würde nur mit Mühe als ein ganz kleiner Fleck auf dem Planeten zu unterscheiden fein. Humoristen haben sich den Spaß gemacht, anzunehmen, daß die Bewohner des Mars sich daran machten, Fahnen zu schwenken, um die Aufmerksamkeit ber Erde auf sich zu lenken. Sie haben sich nicht klar gemacht, daß sie in diesem Falle eine Fahne von 400 Kilometer Länge unb 500 Kilometer Breite — also etwa so groß wie bas Gebiet Jrlanbs — mit einer Fahnenstange von 800 Kilometer Höhe schwenken müßten, was ihnen wahrscheinlich doch etwas schwer werden würbe. Der Gelehrte glaubt auch nicht daran, baß man mit Hilfe ber brahtlofen Telegraphie zu einem Verkehr mit bem Mars gelangen könnte; es sei eine starke Aufschneiberei, wenn man diese, Möglichkeit in nahe Aussicht stellte. . . Nichtsbestoweniger läßt sich Nicolas Tesla durch die skeptischen Aeußerungen nicht im geringsten einschüchtern; er bleibt dabei, daß es ihm mit feiner Prophezeiung, die Verbindung mit dem Mars würde bald herzustellen sein, durchaus ernst sei. „Ich habe nicht den geringsten Zweifel", erklärt er, „daß ich, nach meinen Experimenten und Berechnungen, mit einem gut gebauten elektrischen Apparat eine genügende Energiemenge zum Mars hinübersenden kann. Man glaubt, daß dazu ein gigantischer Akkumulator nötig märe; das ist ein Irrtum. Es ist nur nötig, einen energischen Stoß zu bem anderen Planeten zu schicken; aber dieser braucht nicht längere Zeit zu dauern, sondern eine Sekunde genügt. Ich glaube, daß ich diesen Stoß hervorbringen werde: mein Oscillator, der eine Kraft von fünf Millionen Vferdekräften hat, wird dazu genügen. In kurzem werden wir mit dem Mars verkehren. Bevor wir jedoch mit den Bewohnern des Mars telephonieren, werben wir erst wissen müssen, ob sie sprechen unb welche Sprache sie sprechen; sonst würbe uns ja das Tele- )hon nichts nützen." Aber auch über diese Schwierigkeit wird a Tesla — so meinen bie auf diesen phantasievollen Er- inber Eingeschworenen — mit gewohnter Leichtigkeit hinweghelfen. — Otto Erich Hartleben, der im Sanatorium Loew in Wien tarke ErregungSanfälle hatte, mußte in eine private Wiener Irrens anstatt übergeführt werden. rafsiMF solcher Wagen namentlich bann nicht entgegentreten Jolle, wenn die Möglichkeit vorhanden fei, daß derartige Spezialwagen für die Obst- unb Gemüseeinfuhr vom Aus- fanbe benutzt werben bürsten. Mit 13 gegen 7 Stimmen wurde beschlossen, „baß bie Zulassung von Privat-Eisen- bahnwagen mit Hesonberen Heiz- unb Kühlvorrichtungen für die Beförderung von Obst und frischem Gemüse beim längeren Bahntransport wünschenswert unb aus allgemein wirtschaftlichen Gründen unbebenklich sei". Als „genügenb" würbe es bezeichnet, „bie Maßnahmen auf bie dem Spezialtarif für bestimmte Eilgüter bereits angehörenden Obst- unb Gemüsesorten, welchen allenfalls noch Spargel unb Blumenkohl zuzuweisen sein möchten, auszubehnen. ** Aus bem Theater bureau. Die beliebte Ge- fangsposse „Schützenlisl" geht heute Sonntag, mit Frl. Eichenwald in ber Titelrolle, in Szene. Die charakter- komische Rolle bes „Stöpsel" spielt Direktor Helm. — Willy L o e h r, ber jugenbliche Helb unb Liebhaber bes Larmstäbter Hoflheaters, gastiert hier zunächst am D^nstag, den 15. bs., als Reif-Reiflingen in Mosers Schwank gleichen Namens. ** Fasching. Nur noch wenige Wochen trennen uns von Fastnacht, bas biesmal auk den 19. Februar fällt Die Vereine suchen Maskenbälle ober Kappensitzungen zu verunstalten. Tie Reihe ber Maskenbälle eröffnet ber Fecht- verband Gießen-Lahr, ber bereits am 20. Januar im Festsaal Cafe Leib (siehe Annonce) ein großes Maskenfest veranstaltet. Wer bie Maskenbälle dieses Vereins früher besucht hat, wirb sich gern ihrer erinnern unb auch biesmal nicht säumen, bem Balle beizuwohnen, umsomehr, als der Reinertrag vorzugsweise Gießener Wohlthätigkeitsinstituten zufließen soll. ** Schriftliche Entschulbigungen für Schulversäumnisse in Krankheitsfällen können nach einer enb- fliltigen Entscheibung des Kammergerichts als letzter Re- visionsinstanz nicht erzwungen werben. Es genügt vielmehr, wenn bie Entschulbigung beim Lehrer münblich ausgesprochen wirb. Viele Rektoren unb auch höhere Schul- behörben waren bisher anberer Meinung unb hielten streng auf schriftliche Entschulbigungen. f von i>cr > HoheiisfeinerSeidenweberei „Lutze' JIohejistein Einsttbal. > . . Koinyhd'cr. Größtmöglich, c unb ßfrjoqlidjc«1 Hoflieferant ein Vergleich zu stände. Die letztere» ragen ihren Widerspruch gegen die Hypothek ber Bank und gegen die von der Bank betriebene Zwangsvollstreckung zurück, wogegen die Bank einen Teil jener Kosten übernimmt und sich zur Auszahlung eines gewissen Betrages an die Agnaten des Grafen von Wächtersbach verpflichtete, hiermit ist dieser unglückselige Rechtsstreit aus ber Welt geschafft unb finb bie Birsteiner Besitzungen in ber Provinz Starkenburg end- giltig an den hessischen Staat gefallen. < •* Meine Mitteilungen aus Hessen and den Rachbarstaaten In Bickenbach feierte man die diamantene Hochzeit Der Peter Linder II Eheleute am 7. d. Mts. Der Großherzog hatte ein Glückwunschschreiben und ein Gnadengeschenk übermitteln laffen. In derselben Woche, zwei Tage später, feierten die Joh. Christian Hechler Eheleute hier in ähnlicher Weise ihre goldene" Hochzeit, umgeben von Kindern und KivdeSkindern, bei noch rüstiger Gesundheit. Auch diesem Paare wurden Gnadengeschenke im Namen des Großherzogs, des Kreisrats, des Kirchenvorstandes und deS Gemeinderats überreicht. lolad" drs H blitbri '»%**(* daß die1,0 >ch ‘rfe «“»’m nobernW aivort ^Vujneni 9r0^, phmitasn ^z ei» n®e Jd) iinin.er v 'm”- ” Heu eröffnet 2 I Christian Wagner Bahnhofstrasse 22 zu fliessen im Hause des Lederfabrikanten Herrn Louis Lotz empfiehlt als Specialität: Feinere, erstklassige fertige Garderoben für Herren, Knaben und Jünglinge 354 und zwar: Herren- A nzüge von 16 bis 55 Mk., Herren-Paletots von 15 bis 60 Mk., Herren- Hosen von 2 bis 19 Mk., Herr en-Joppen von 5 bis 25 Mk., Havelocks, Mäntel wasserdichte Paletots u. Mäntel Schlafröcke u. s. w.; Alles auch elegantes! nach Maass. 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Nr. 60, 71, 113, 147, 164, 339, 396, 417, 421, 457, 491, 494 507, 510 L 500 Mk. Lit T. Nr. 5, 26, 31, 209 240, 254, 284, 29», 318, 317, 338, 336, 880, 449, 501 L >000 Mk. Lit. U. Nr. 62, 105, 172, 174, 230, 268 V2000 Mk. Es wird dies mit dem AniLgen zur Kenntnis der Besitzer dieser Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben bei der Stadtkaffe G"ßen _ 7” bei der Mitteldeutschen Crevitbank stellt, n 564 neuen Frühjahrs- Sachen. Christian Wagner Giessen Bahnhofstraße 22. «Herren- «. Knaven- AusüattungsgefchLft. Doppeltes Schmiedehandwerkszeug darunter eine Biegmaschine unb eine Bohrmaschine, wegen Todesfall deS Schm'edemeisterS Philipp Balser in Bu kbardskelden »u ver« kaufen. Philipp Balser Wwe«, <• rantte für Auk.; provifionsfreier Hrsatz Set etwa frävzeitig. Kvgaug; zahlreicheZ)ankschrelv,n;K»»k«»fl kogenfrei. Aufträge rechtzeit. erS. 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Daß sie i Folge gilbt, pflegt häuf lür den konservativen l Reichstag heute zunächst durch Äerung btr 3 Witylftn ja trichtern. dieser frage mürbe Don mgegriffen, sodaß die S geordneter bemerkte — jid Herr zierte die Wade, Staatsmann, sondern dt im preußischen AiegSmin im Grunde seines herz die königlichen Bezüge Md ein Mlglied des A « diesem Puutte hat Ä ö. r-ielwann, Rednern gerügt M die Regierung dem e A Rechnung trägt, - reichspaneiliche l ÄÄt i’Mlbe« gegtufc „ Die I n - nefegt jg, u.Ä'Mwi dm WtS,"” um« *‘W'he» und jeoiu. y. trotz fr?1? »