Nr. 266 Zweites Blatt. 151* Jahrgang. Dienstag 12. November 15)01 5 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gieheuer Zamilien- olätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" Viermal wöchentlich beigelegt. tfcebotiion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr.51. GietzenerAMgerx- General-Anzeiger mäk v *< Universitats - Druckerei Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM ______ U zeigenteil: Hans Beck. Politische Tagesschau. Eine Kriegsrede des euglischeu Premierministers. Lord Salisbury hat auf dem Lordmayors-Bankett in London eine sehr bemerkenswerte Rede gehalten, die in ihren Hauptstellen lautet wie folgt: In Anbetracht der Verwickelungen und Schwierigkeiten, in denen sich England befindet, können wir uns Glück dazu wünschen, daß der Welt- friede im ganzen so wenig gestört worden ist, und daß wir bei den Großmächten so freundliche Gesinnung und so korrekte Haltung gefunden haben. Ich möchte behaupten, daß das vor 50 Jahren nicht der Fall gewesen sein würde. Es ist der großen Besserung in unserem öffentlichen Denken zuMschrerben, daß wir uns durch alle diese Schwierigkeiten hindurch einer so günstigen und sicherlich so neutralen Position erfreuten, als die europäischen Mächte uns gewähren konnten, und das ist kein kleiner Vorteil gewesen. Es giebt wirklich keine Frage beunruhigenden oder ernsten Charakters, die ich besprechen könnte, mit Ausnahme einer, und dies ist eine große Ausnahme: der traurige, bedauernswerte Krieg in Südafrika. Es ist ja richtig, daß die Dinge zuweilen nicht ganz fo„ gehen, wie man wünscht. Ich sehe aber Feinen1 Grund für Pessimismus, und glaube auch nicht, daß bei der Art des Krieges, den England führt, die Engländer jemals von gewissen Wechselfällen verschont geblieben wären. Er sei überzeugt, daß sich die Engländer ein stetiges, unfehlbares Vorwärtsschreiten bis zum erfolgreichen Ausgang durchaus gesichert hätten. Alles, was bisher geschehen sei, zeige, daß in den Ereignissen der Vergangenheit nichts liege, was dazu beitragen könnte, in irgend einem Grade oie zuverlässige Hoffnung auf ein erfolgreiches baldiges Ende des Krieges zu modifizieren. Allerdings sei dieser Abschluß nicht so schnell erreicht worden, wie man erwartet habe, aber jenes Gefühl der Nervosität und enttäuschter Vorstellungen sei der That- sache zuzuschreiben, daß die Art der Kriegführung, wie sie England jetzt durchmache, nicht gehörig in Betracht gezogen sei. Man dürfe aber nicht glauben, daß, weil dieser Guerillakrieg nicht mit der Schnelligkeit zu Ende geführt worden sei, wie das bei den Operationen großer im Felde stehender Heere der Fall gewesen wäre, irgendwelche Gefahren .bestäuben oder ein Mißbehagen am Platze sei. Es sei ehern nicht.. zu vermeiden, daß ein Guerillakrieg nach seinen eigenen Gesetzen geführt und beendigt werden müsse. Es sei verkehrt, zu glauben, daß England auf ganz unerwartete Schwierigkeiten gestoßen sei, weil der ftrieg nicht unmittelbar nach den Siegen des Lord Roberts beendet worden fei. Er könne sagen, daß nach dem Urteil einer der Attttmer, welche die beste Gelegenhett hätten, das zu beurteilen, was geschehe, ein sicherer wesentlicher Fortschritt Monat für Monat und Woche für Woche gemacht werde. Die Anschauung, als ob die lange Dauer oes Kriegs eine Folge von Gleichgiltigkeit, Indifferenz oder Nachlässigkeit der Negierung sei, müsse er entschieden zurückweisen. Es bestehe fein Zweifel, daß auch der Guerillakrieg schon wesentlich an Bedeutung verloren habe. Es bestehe auch Fern Grund, zu sagen, daß die Regierung in irgend einer Weise ihre Pflicht vernachlässige bei Erfüllung der Forderungen der Generale und bei der Wahrnehmung aller der Nirkehrungen, die zur Führung des Dtteges nötig feien. Es sei ja viel kritisiert worden, aber es seien keinerlei bündige Anllagen gegen die Regierung erhoben worden. Der allgemein gehaltene Tadel habe Fernen Zweck, er ersuche daher diejenigen, welche etwa Gründe zu Beschwerden hätten, ihre Klagen vorzubringen, damit sie geprüft werden könnten. Ohne solche posittve Darlegung dieser Klagen sei es der Regierung unmöglich, sich gegen leere Anschuldigungen zu verteidigen. Redner ging dann auf die gegenwärtige Sage des Krieges über und führte aus, daß er von den angeblichen Verhandlungen, welche die Oeffentlich- keit beschäftigt hätten, nichts wisse. Die Lage sei unverändert. England wünsche nichts sehnlicher, als diesen Gebieten die Segn un gen zurückbringen zu können, welche das britische Reüh, wie es seit Generationen gezeigt habe, den Kolonien, die zu ihm gehörten, zu geben im stände sei. England wünsche, daß .die Gebiete, in denen jetzt der Krieg wüte, wenn der Friede wiedergekehrt sei, sofort die Freiheit und die bürgerlichen Rechte haben sollten und, sobald es nach Zeit und Umständen irgendwie thunlich erscheine, auch die anderen Segnungen der Selbstregierung genießen sollten, wie so viele der britischen Kolonien. Es würde sich aber mit der Sicherheit Englands nicht vereinbaren lassen, den Nachbarn, welche die Engländer nach nur zwei Tage vorher erfolgter Ankündigung angegriffen hätten, und die augenscheinlich viele Jahre darauf verwendet hätten, Vorräte für diesen kolossalen Krieg auf- zuhäufen, Un a 6 h än g ig Fe it zu gewähren. Salisbury spielte dann auf die Rede Morleys an, in wacher dieser eine Lösung der Schwierigkeiten duvchj eine Kabinettsänderung und Ersetzung des Kabinetts durch Minister nahegelegt hatte, welche die Tugend der Nachgiebigkeit besäßen, und sagte, er glaube nicht, daß es für Morley eine so leichte Aufgabe fein würde, die zur Zeit vorhandenen großen Schwierigkeiten nach dem Grundsatz der Nachgiebigkeit zu überwinden. Das Volk scheine fest entschlossen zu fein, zu verhindern, daß diese Wirren in Afrika wiederkehren, und. auf dem Standpunkt zu stehen, daß, so groß auch Opfer und Austtengungen fein mögen, England doch die Sache durchführen müsse, um diese gewaltige stets drohende . Gefahr von den Grenzen des Reiches zu ent- ferneu. Er wisse, daß. der Krieg nicht mehr dieselben Ausbrüche der Begeisterung eriuede, wie im vergangenen Jahre, das scheine aber nur wenig Einfluß auf das gesamte Verhaften des. Volles auszuüben. Er sei überzeugt davon, daß was auch geschehen möge, das Volk sich niemals durchs irgendwelche zeitwelligen Schwierigketten oder durch eine in der Einbildung bestehende Entmutigung von der Absicht, den Krieg bis zum erfolgreichen Ende zu führen, abbringen lassen werde. Die Macht eines Landes, der Einfluß, den es auf die Geschicke der Welt ausübt, die Stellung, welche es innerhalb der Nationen einnimmt, werden nicht lediglich durch Leidenschaft der Begeisterung bestimmt. Eine weit wertvollere und wirksamere Eigenschaft ist die felsenfeste Entschlossenheit, daß, wenn einmal ein Volk von Dem Gedanken durchdrungen istz daß die Beobachtung eines gewissen Verhaftens feine Pflicht ist und in seinem Interesse liegt, bann keine Entmutigung und keine vorübergehende Unbequemlichkeit, welche die Durchführung dieser Pflicht mit sich bringt, es auch nur einen Augenblick davor zurückschrecken lassen Fann, stetig und, wenn nötig, auch mit großem Zett auf wand die Politik durchzuführen, welche nach seiner Ansicht die Polittk des Reiches ist. Deutsches Reich. Berlin, 9. yiob. Der Kaiser horte gestern den Vortrag des Stellvertreters des Chefs des Marine-Kabi- netts. Um 115 Uhr sand beim Kaiserpaar zu Ehren des Geburtstages des Königs von England eine Tafel statt, an der u. a. teilnahmen Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold, Prinz Eitel Friedrich, der Herzog von Sachsen- Coburg-Gvtha, der englische Botschafter und das Botschafts-Personal sowie Reichskanzler Graf Bülow. — Die gestrige Frühstückstafel, die zu Ehren des Geburtstages König Eduards von England vom Kaiser im Neuen Palais veranstaltet war, ist in der üblichen Form verlausen. Während des Mahles erhob sich Kaiser Wilhelm zu folgendem Trinkspruch: „Ich leere dies Glas aus das Wohl Sr. Majestät des Königs von England." Im toeiteren Verlaus des Mahles zog der Kaiser besonders den hiesigen englischen Botschafter und den Reichskanzler Grafen Bülow ins Gespräch. — Für die deutsche Kaiserin, die Ende Januar zu zweimonatlichem Aufenthalt inAbbazia eintrifft, wurden bereits Appartements bestellt. Wie das „Tagebl. für Fiume und Abbazia" erfährt wird Kaiser Wilhelm, wenn er zu Ostern seine Gemahlin von dort abholl, in Abbazia eine Begegnung mit Kaiser Franz Jose.f haben. Möglicherweise werde auch der deutsche Kronprinz feinen Vater begleiten. — Der „Reichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung des Reichskanzlers, nach der die silbernen Zwanzig- psennigstücke vom 1. Januar 1902 ab nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel gellen, aber bis zum 31. Dezember 1902 bei den Reichskassen und Landeskaffen in Zahlung und zur Umwechselung angenommen werden. — Bei den gestrigen Stadtverordnete nm ah len in der ersten Abteilung wurden ausschließlich Kandidaten der Liberalen gewählt. — Die Tagesordnung für die 97. Plenarsitzung des Reichstages ist von dem Präsidenten des Reichstages Grasen v. Balleftrem wie folgt festgesetzt: 1. Zweite Beratung der Novelle zur Strandungs-Ordnung; 2. Zwette Beratung der Seemannsordnung mit ihren Nebengesetzen. Dazu liegt eine Reihe von Anträgen der Sozialdemokraten vor. — Stettin, 9. Nov- Bei dem heutigen Stapellaus desLinienschifses „Mecklenburg" hielt der Groß- Herzog von Mecklenburg-Schwerin eine Tausreoe in der er u. a. sagte: Du sollst jetzt hinabgleiten in die See, die Dein Element und Deine Heimat fein wird. Du sollst den Willen und Herrschergebot Sr. Majestät des Kaisers gehorsam vollsühren, wozu fein Befehl Dich berufen wird, zum Wohle des Vaterlands. Wir Meck len b ur g er wollen unserm Kaisertreu ergeben fein bis zum letzten Atemzug. Düsseldorf, 10. Nvv. In einer Festsitzung der hiesigen Handelskammer, in der das neue Geschäftsgebäude seiner Bestimmung übergeben wurde, hielt Handelsminister Moeller eine Ansprache, in der er zugeftand, daß wir nach piner Periode übergroßen Vertrauens uns jetzt in einer solche des Rückg an gs befinden, aber über oie Befürchtungen, die sich Daran knüpfen, möge uns der Gedanke hinwegbringen: es ist eben so in dem menschlichen Getriebe, daß auf Perioden großer Anspairnung der Kräfte Perioden der Erschlaffung folgen müssen. Ich gehöre nicht zu denjenigen, welche unsere jetzigen Zeitläufe pessimistisch betrachten. Wir haben einfach in unserem Wagemut zu viel unternommen während der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts. Wir haben so viel neue Werte geschaffen, daß die Ersparnisse, die wir in unserem Lande machten, nicht ausreichen, diese neuen Werte zu bezahlen. Naturgemäß bedürfen wir einer Zeit der Ruhe und Sammlung, um den Arcsgleich zu schaffen. Es giebt noch! viel zu schaffen, und da dies so ist, haben wir auch die Zuversicht, daß über kurz oder lang wieder bessere Zeiten kommen. Schaffen. wir aber Neues, und vor allem verlieren wir nicht den Mut. Greifbare Erfolge werden in der Folge nicht ausbleiben. Es ist vielfach gesagt worden, daß die Vertretung von Handel und Jndusttie im großen Staatsgetriebe nicht den nötigen Einfluß besitze. Das ist nicht richtig. Wer Interessen vertreten will, sei es eine einzelne Person, sei es eine Körperschaft, die muß sich über Souderinteressen im Interesse des allgemeinen Wohls hinwegsetzeu. Wer so Hand r, wird Einfluß haben. Man darf nur das vertreten, 1. sich der Allgemeinheit gegenüber vertreten läßt. Wer das thüt, hat auch bei der Staatsregierung Einfluß. Leipzig, 10. Nov. Eine unter dem Präsidium des Oberrei.-sanwalts Olshausen abgehaltene Protest'- rsamm- lung von Kombattanten des Krieges von 1870 beschütz, eine Resolution an den Reichskanzler zu übersenden, in der die bekannte Aeußerung Chamberlains als Verleumdung zurückgewiesen wird. Es sprachen u- a. Prof. Kirchner, Prof. Haße und Dr. v. Hase. Koburg, 10. 9kov. Gestern nachmittag reifte der Re- gierungsverwefer von Koburg-Gotha, Erbprinz von Hobenlohe-Langenburg nach Berlin. Am 6. d. M. ist Der Regent mit dem Gr oßh e r zo g von Hessen in einem Hotel in München zusammengetroffen. Die Großherzogin von Hessen weilt seit dem 16. v. M. in Koburg. Ausland. Paris, 10. Nov. Aus Nizza wird berichtet, der Zar werde diesen Winter in Cap Martin verbringen. Baron Urusow befinde sich beretts dott, mit den: Auftrage, die Vor- bereihmgen zur Zarenreife zu treffen. Nom, 9. Nov. Der Gesundheitszustand des Papstes hat sich zwar gebeffert, aber alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die Herzschwäche, an welcher der Papst leidet, seinem Leben bald ein Ziel setzen wttd. Diese Herzstockungen konnten bisher immer erfolgreich bekämpft werden, man sieht aber voraus, daß der Krankheit ein weiterer Einhalt nicht mehr geboten werden kann. Konstantinopel, 9. Rov. Der Großvezir ^alil Rifaat Pascha ist heute ftüh 6 Uhr gestorben. Aus Stadt und Sand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets roitgonÄen und werden angemessen honoriert. Gießen, 11. November 1901. '* LU. Eine Ehrenpromotion der theologischen Fakultät. Die theologische Fakultät der Landesuniversität hat unter dem gestrigen (10. 11.) Datum, Luthers Geburtstag, den Präsidenten des Oberkonsistoriums in Darmstadt, Herrn Adolf Buchner, zum D. theol. honoris causa ernannt. Das Elogium der Fakultät hat folgenden Wottlaut: Viro officia christiana cum pietate colenti ecclesiaeque evangelicao studiosissimo, qui juris peritia constitutionis prudentia multarum rerum experientia feliciter praeditus per longum vitae spatium misericordiae christianae et administrationi ecclesiae maximo semper studio consuluit, ädern Christian am etiam operibus confinnandam apud omnes ipse probavit. Zu deutsch: „Dem warmherzigen Christen und überzeugten Gliede der evangelischen Kirche, der seinen vorzüglichen rechtskundigen Rat, seine ausgezeichnete Organisationsgabe, seine reiche Erfahrung feit langen Jahren in den Dienst der christlichen Barmherzigkeit und der kirchlichen Regierung gestellt hat, der überall für praktisches Christentum opferwillig eingetreten ist." Herr D. Buchner ist ursprünglich Rechtsanwalt gewesen. Schon lange ehe er zum Mitgliede des Oberkonsistoriums als juristischer Rat ernannt wurde, hat er sich in der mannigsalligsten Weife Verdienste um die evangelische Sache erworben, besonders auf dem Gebiete der inneren Mission in Hessen. Seit vielen Jahren ist er Mitglied des Ausschusses der süddeutschen Konferenz für innere Mission, Mitglied des Vorstandes des Darmstttttter Diakonissenhauses (Ekisabethenstift), der Mathlldenstiftung, des Rettungshanses Hühnlein, er ist Mitbegründer und langjähriger Präses des evangelischen Arbeitervereins in Darmstadt gewesen, als warmherziger naHonalgefinnter Patriot war er langjähriger Schriftführer, jetzt Präsident des hessischen Landesvereins vom roten Kreuz re. Von der ersten Synode 1875 an war Buchner erster Sekretär aller Synoden bis zu seiner Berufung in die oberste Kirchenbehörde. Mit dem Eintritt in das Oberkonsistorium übernahm er besonders das Referat betr. Kirchenbau; die Schaffung des Amtes eines besonderen Kirchen- baumeisters für Hessen war fein Werk, und alle künstlerischen kirchlichen Jittereffen fanden bei ihm volles Verständnis und wärmste Förderung. Im Februar 1899 trat Buchner als Nachfolger von Exz. Goldmann an die Spitze der kirchlichen Behörde. In dieser seiner gegenwärtigen Stellung als Präsident des Oberkonsistoriums hat er sich vor allem hohe Verdienste erworben, als es galt, die Gehaltsverhältniffe der evangelischen Geistlichen in Hessen neu zu regeln; es ist ihm in erster Linie zu verdanken, daß diese Neuregelung zu allseitiger Befriedigung ausgefallen ist. So hat die theologische Fakultät sich gefreut, daß dem hochverdienten Manne an dem Tage, wo er vor 15 Jahren (10. November 1886) zum Mitgliede des Oberkonsistorimns ernannt wurde, zum Ausdruck ihres herzlichen Dankes für fein reichgesegnetes kirchliches Wirken die summi in theologia honores von ihr übertragen werden konnten. " Sitzung des Provinzialausschuffcs. In der am 9. ds. Mts. stattgehabten Sitzung des Provinzialausschusses standen vorzugsweise Enteignungsan träge auf der Tagesordnung. In der Enteignungssache wegen Erweiterung des Bahnhofs Gießen handelte es sich um den Ausspruch der Enteignung bezüglich des von, den Erben des Anton Rü- sin g abzuttetenden Geländes. Die Eisenbahndirektion Frankfurt hatte den Antrag verspätet eingebracht und um Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gebeten. Tie Anwälte der Erben des Anton Rüsing bemerkten, daß sie ohne Anhörung ihrer Klienten dem Antrag nicht zustimmen könnten. Demgegenüber bemerkte der Vertteter der Eisenbahn-Direktion, daß evenil. § 44,2 des Enteignungsgesetzes in Betracht komme, Pr°mnM°usschub MW Wt in Rob^ Sch^n°nn^H°u^ f)c von 6 Monaten gU treten 0 Marche heroique für Orchester von Sarnt-Saens dem Antrag der ücke' für Klavier von Hiller, Beethove werden konnte. ** Konzert-Verein. Mit dem gestrigen ersten Konzert dieser Saison eröffnete der hiesige Konzertverein in Glück verheißender Weise sein 110. Vereinsjahr. Schon ein flüchtiger Blick auf das Programm lehrte den Besucher, daß ihm ein hervorragender Genuß bevorstehen würde, waren doch. in. Mozart und Beethoven zwei Altmeister ®Cpl"e@ro6tt Unfug. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden mehrere Studenten in der Ludwigsttaße und in der Blcichstraßc dabei abgefaßt, wie sie Fenster- und Rollläden mit Stöcken bearbeiteten. Gleichzeitig veranstalteten sie ein höllisches Lärmkonzert. Sie wurden zur Anzei^ gebracht. Ebenso kamen eine größere Anzahl anderer Ruhestörer zur Anzeige. ** Revision. Gestern mittag fand bezüglich des .vcit- nehmens von Hunden in die Lokale eine polizeiliche Revision in hiesigen Wirtslokalen statt. ihres Könnens zeigten. Daß nach Schluß des Konzerte»! c jeder Besucher befriedigt heimgekehrt sein wird, bedarf nach I < dem Gesagten kaum der Erwähnung. Pr. 1 ** Lolkskonzert. Der Evangelische Arbeiterverein \\ hatte bereits im Frühjahr für seine Mitglieder durch bie ; freundliche Bereitwilligkeit des Herrn Umversttatsmuilk- direktors Trautmann, Professoren Dr. Krüger und I Dr. Walther ein Konzert arrangieren können, das nach Art der Volks ko nz erte gute klassische Munt darbot i und zwar gegen ein geringes Eintrittsgeld. Die Veranstaltung war damals von etwa 700 Personen besucht und fand I allseitigen Anklang. Darum wünschte man auch eine Wiederholung dieser Art Konzerte. Durch das fteundliche Entgegenkommen des Vorstandes des hiesi g eu K o n z e rt- v e r e i n s ist das nun möglich geworden. Derselbe hat sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, das am (Sonntag, den 10. gegebene Symphoniekonzert mit einigen kleinen Abänderungen im Programm vor dem Arbeiterverein und seine durch Mitglieder eiugeführten Gästen zu wiederholen. Das Kon/ert ist auf Montag, den 18. November, abends halb neun Uhr in der Turnhalle an Oswalds „Garten festgesetzt, es steht unter Leitung des Universitats-VlusikdirekwrSf Trautmann, Konzertmeister H e g a r aus Franksurt a. M. (Cello) hat seine Mitwirkung zugesagt; zur Aufführung werden hauptsächlich Orchesterwerke kommen. Wie wir horey sind bereits an 600 Karten vorgemerkt; der Eiiitrittspreis beträgt 20 Pfennig für Mitglieder des Arbeitervereins sowie für eingeführte Gäste. . ** Vortragsabend, lieber die m der Ostmark immer weiter um sich greifende konfessionelle Bewegung, die unter dem Namen „Los von Rom"-Bcwegung bekannt ist, hat bereit»! im Frühjahr Pfarrer Kappus aus Mürzzuschlag hier erneu '' Vortrag gehalten. Er hat uns von dem Verlauf der Bewegung in der Waldheimat Roseggers berichtet. Noch größere Ausdehnung vielleicht hat die Bewegung in Böhmen. Da darf gewiß der Vortrag, den am Mittwoch Pfarrer Kinzenbach über Bilder aus der evangelischen Bewegung in Oesterreich mit besonderer Berücksichtigung Oslböhmens" halten wird, auf ein reges Interesse rechnen. Pfarrer K. sicht in Braunau in der Arbeit und dürfte deshalb, wie wohl kein anderer, I I die Vorgänge lebendig und anschaulich schildern, -t-er Ein-1 tritt ist, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich ist, frei. ** Evangelischer Arbeiterverein Gießen Am gestrigen Sonntag feierte der hiesige Evangelische Arbeiterverein sein 9. Stistungs fest. Fs wurde durch einen Festgottesdienst in der dichtgefüllten Stadtkirchc I eistigeleitet, bei dem Prof. D. Drews über das Schnft- wort 1 Cor. 15, 58 predigte und dabei m warmen eindringlichen Worten Sie Ziele der ^enermelne tarne den Weg zu diesen Zielen den Hörern ans Herz legte. Der unter Leitung des S?errn Gr öninger stehende gemischte Chor des Arbeitervereins trug zwei stimmungsvolle Lieder vor — Die gesellige Feier am Abend in ©Uin§ ©arten I erfreute sich ebenfalls eines sehr zahlreichen Besuchs. Der Vorsitzende, Pfarrer Dr. Grein, gab einen Ueberblick über die Geschichte des Vereins im letzten Jahr unb ^gteftmer nachfolgenden Festrede das ^.hema zu Grunde. „Das echte Familienleben ist die Grundlage für da» Zusammenleben in unseren Arbeitervereinen". ©efange Chors, die Aufführung zweier humoristischer Theaterstücke und Deklamation und komisches Duett, svwie gemeinsam gesungene Lieder gaben dem Abend ein festlich fröhliches uhu Solostücke für Klavier von Hiller, Beethoven und . Strauß-Smütt. Als Solisten war Frau F l v r e n c e B a s - ferm an n aus Frankfurt, die schon vor mehreren Zähren , hier an gleicher Stelle mit bestem Erfolg auftrat, gewonnen morden, oie Direktion lag in den bewährten Händen unseres Sierra Universitülsmusikvireklors Trautmann, und das Orchester bestand ans der durch andere geehrte Künstler und einige hiesige Dilettanten verstärkten Kapelle unsere» Regiment». Der Verlauf des Konzertes war cm ausgezeichneter, und der reichliche und herzliche Applaus, der den einzelnen Nummern folgte, lieferte den Beweis; wie sehr das Publikum von den einzelneii Darbietungen be- ftiedigt war. Beethovens zweite Symphonie, die hier fett langer Zeit keine Aufführung erlebt hat, erfreute sich iSatz für Satz einer vorzüglichen Wiedergabe, die die gespendete Anerkennung vollauf verdiente. Herr Musikdirektor Trautmann führte den Taktstock mit sicherer Hand, und das Orchester bemühte sich mit bestem Erfolg, seinen Anordnungen gerecht zu werden. Wenn wir (nn§eU)eiten; hervorheben dürfen, so möchten wir besonders die Holzbläser erwähnen, welche die vielen und großen Schwierigkeiten, denen sie gegenüberstanden, glänzend überwanden und dadurch mancher Schönheit des Werkes zur vollen Wirkung verhalfen. Frau Florence Bassermami, die uns gestern mit Schumanns A-moll-Konzert und mit den bereits erwähnten Solostücken erfreute, ist eine Künstlerin bon be> deutenden Fähigkeiten, deren schönes Können namentlich in dem Klavierkonzert des großen Romantikers voll zur Geltung kam. Sie verfügt nicht allein über eine zuverlässige Technik und einen sehr modulationsfähigen Anschlag, sondern zeigte im Vortrag auch tiefes Verständnis für die Schönheiten des Werkes. Zu bewundern war auch die I Frische und Ausdauer, mit der sie nicht nur im Schurn ann- I scheu Konzert, sondern auch in den Solostücken bis zur letzten Note ausyielt. Daß sich die geschätzte Künstlerin nach der sehr wirkungsvoll gespielten „Flederrnausparaphrase von Schütt zu einer Zugabe nicht mehr verstand, wird mancher Konzertbesucher lebhaft bedauert haben. Bon den beiden noch übrigen Orchesternummern machte die ^onschopsung von Saiiit-Saens den geringsten Eindruck. Das Werk ist hier unseres Wissens nach völlig unbekannt, und wenn wir uns nach dem einmaligen gestrigen Anhoren em definitives Urteil darüber nicht erlauben wollen, so scheint uns doch das eine festzustehen, daß sein Wert mehr in effektvollen Äußerlichkeiten der Instrumentation als im musikalischen ; behalt liegt. Einen würdigen Schluß des Konzertes bildete : Mozarts Ouvertüre zur Oper „Die Zauber flöte", und wir ;! konstatieren gern, daß auch mit der Wiedergabe dieses 'UCl" Vnteigtiunggtetfafiren. Das initZustimmung bet Stabt- verordneien-Versammlung gegen den Agenten Ha hn beantragte Enteignungsverfahren wegen eines Grundstückes m bei Stephansmart ist dadurch gegenstandslos geworden, das; die rirka 250 Quadratmeter große Parzelle durch Vergleichs für 900 Mk. an die Stadt überging. Bezüglich des Straßen- gelÜndes zur Verlängerung der Bismarckstraße, das dem Architekten Stein gehört, ist bisher zwischen dem Besitzer und der Stadt eine Einigung nicht zu erzielt worden, sodaß hier eine zwangsweise Enteignung des Geländes wird vorgenommen werden müssen. ** StratzeN'Verbreiterung. Vor ewigen Tagen hat man mit der Verbreiterung des Einganges der Klmiksttaße be- gönnen. Zu bem Zweck ist bas Spalier bes ftuheren Güngerichschen Grundstücks, das die Stadt vom Kaltwerkbesitzer Haas jr. erworben hat, längs der Klmikstraße ewl ansehnliches Stück zurück gerückt und dadurch Raum für eine Verbreiterung des Bürgersteiges gewonnen worden. ** Revision. Wie wir hören, hat Rechtsanwalt ~ c u n beim Reichsgericht gegen das vom letzten Schwurgericht gegen! den Schuhmacher Johann Debus von Gießen gefällte Erkenntnis Revision verfolgt. Debus wurde bekanntlich wegen Sranbftiftung zu 2*/, Jahren Zuchthaus verurteilt. X. Mit der Dauth'äliakeit für das kommende ^zahr, soweit dabei private Unternehmungen in Frage kommen, sieht es bisher in unserer Stadt, wie wir aus Architektenkreisen hören, recht trübe aus. Tie zahlreichen Aufträge, die m früheren fahren bei den Baumeistern um diese Zeit bereits vorlagen, _ sind bisher in diesem Jahre ausgeblieben. Die Gründe, Re st man hierfür angiebt, sind verschiedener Art. Jni Innern der Altstadt scheint vielfach die kommende Kanalisation die Besitzer erneuerungsbedürftiger Häuser zu veranlassen, mit Neubauten zu warten, aber auch in den äußeren Stadtteilen ist die Baulust erschlafft. Ein großes Bedürfnis nach Vermehrung der Wohnungen liegt-augenblicklich ja auch nicht vor. Trotzdem werden unsere Bauherrn auch für das kommende Jahr beschäftigt sein, da recht lohnende Aufträge zur Anfertigung von Bauplänen von außerhalb vorliegen sollen. *• Ein Riesen-Tampfkesfel. Der Transport ewes Riesen- Dampfkessels vom Bahnhof nach der Brauerei Friedel und Asprion am Seltersweg machte m den Straßen, durch Re er fuhr, heute vormittag großes Ausiehen. 12 Pl^de mußten vorgelegt werden, um das 600 Zentner wiegende Ungetüm von der Stelle zu schaffen. Die Leitung des Transporten wurde vom Fuhrunternehmer Albert Rubsamen besorgt. Lieferant des 100 Quadratmeter Heizfläche habenden, zir a 15 Meter langen doppelten Flammrohrkessels ist Weißbrenner- Neunkirchen. Große Schwierigkeit machte wegen der styr scharfen Kurve der Zufahrt und wegen der Enge des Dttters- weges die Verbringung des Kessels von der Straße nach dem Brauereigrundstück, wobei eine Sperrung der Straße für sonstiges Fuhrwerk auf zirka 3/4 Stunden nicht vermieden stört wurde. , ,, , w )( Alsfeld, 21. Nov. Zu dem folgenschweren Unfall de§ Konrad Ni art in in Ohmes, von. .dem wir " unserer vorigen Niunmer berichteten, erfahren wir weiter, daß nach dem Gutachten des Arztes der Tod infolge einer inneren Kopfverletzung, die nur von einem Fall Herrnhren kann, em* getreten ist. Merkwürdigerweise hat nämlich der Verstorbene äußerlich keine Verletzung davongetragen. Durch die Augenzeugen wird bekundet, daß der Verunglückte kurz nach dem Verlassen der Wirtschaft infolge der Dilnkelheit auf denHinter- kopf gefallen ist und besinnungslos liegen blieb. Der -3er* ! unglückte genoß bei seinen Mitbürgern den besten Rus. S. Darmstadt, 10. Nov. Der Grvßherzog wck Prinz Heinrich von Preußen folgten beute abE einer Einladung des Offizierkorps des Feld-Art. Reg^- Nr. 25, in dem bekanntlich der Prinz als ^neratfeutnant „a la suite" geführt wird, in dessen Kafmo. beide Fürstlichkeiten auf eine Einladung des Maftrs wm Heyl an den Jagden im Lampertheimer Wald terlnehmem — Entgegen anderen Blättermeldungen hat die Stcwd Darmstadt für die Künstler-Kolonie nur einen Ga* rantiefonds von Mk. 30 000 gezeichnet, für den sie nach Lage der Sache freilich auch wird aufkommen mus,en7 Vorerst sind allerdings erst Mk. 15000 angefordert unb gedeckt worden. - Schärfer als man erwartet hatte, fiel die Protest- und P ro g r a mm-Kun d g e b un g der vereinigten Bezirksvereine gelegentlich der m Aussicht stehenden Stadtverordnetenwahlen gegen unseren Oberbürgermeister Morneweg aus. Man warf ihm direkt Verletzung der Bestimmungen der Stad teo r d n un g vor, da er bezügl. der Führung i)er Johanneöviertel einen einstimmig gefaßten Beschluß nicht ausgeführt habe. Auch ferne Behandlung der früheren ersten Beigeordneten Köhler (jetzt in Worms) und Schllep- hake (jetzt in Erbach), die alsbald ihre Posten verließen so daß es schwer gehalten habe, geeignete Persönlichkeiten ; zu finden, ferner dazu im Gegensatz stehende llnterwurftg feit gegen den Ehrenbeigeordneten Riedlmger wurden: ihm wiederliolt zum Vorwurf gemacht Man ist auf die Wetter entwickelung sehr gespannt, unb jalt einen ernsttich^i Konflikt nicht für ausgeschlossen. — >L-er Zweig verein Darm habt bes Evangelischen Bundes hielt heute abend iw Otabt Saalbau eine außerordentliche gut besuchte „Luther-Feier" ab, in der Prof. Albr. Sch ö l er -Friedberg einen schönen, zu Herzen gehenden Vortrag über „Luthers Andenken, ein Weckruf an das deutsche Volk" hielt, der mit außerordentlichem Beifall ausgenommen nrnrbe. . . S. Der Landesrechnerverbanb im Groß- Herzogtum Hessen hielt am Sonntag un Kaisersaat in Darmstadt seine Generalversammlung ab, die aus allen Landesteilen gut besucht war und ^nen georbn^nr Verlauf nahm. Auch die Großh. Regierung hatte zwei Ver- i treter, ben Großh. Ministerialrat Brei dort und M Oberfinanzrat Becker zu ben Beratungen entsandt. Der Vorsitzende des Ausschusses, Rendant WsOtN^imibt- Schotten begrüßte bie Versammlung unb dankte ber Re gicrung dafür, daß sie Vertreter gciandt habe. Er machte hierauf Mitteilung über den Stand der „Fursorgefrage und betonte, daß auf Die verschiedenen an die Regierung gerichteten Vorstellungen betr. die Regelung der Gehaltsverhalt- nisse, der Invaliden-und H>interbliebenen-Versicherung nunmehr von berselben Ermittelungen angestellt worden seien. I besonders über Alter und Einkommen der Erheber, ob Re Stelle als Haupt- ober Nebenberuf gelte re. rc. ^.as außerordentlich umfangreiche Material fei ?tterdmgs noch nicht gesichtet, man hoffe aber, auf ein befriedigendes Resultat. Ministerialrat Dr. Breidert bankte für bie Begrüßung und erklärte daß die Regierung gerade bet Fürsorge frage außerordentliches Interesse widme, ^as eiNgegaEne Material werde soeben bearbeitet, infolge der Ber.chieden artigfeit der Stellungen sei es ichwer, die; ^-rage gu aller Zufriedenheit zu lösen. Er hält die Schaffung eures Ge meindebeanitengesetzes für den besten Ausweg, bittet afet alle Verbandskollegen um wettere geeignete Borschlage. All e b e l-Dieburg ersuchte die Regierung, vor den Schwie rigleiten nicht zurückzuschrecken unb schlug die Einteilung in^ Klassen vor. Es beteiligten sich, lrn der Debatte noch die Rechner von Laubach, tzeppenhenn, Biblis, der Vorsitzende, sowie Ministerialrat Dr. Breidert. Schließ- ttch einigte man sich dahin, daß Uebel-Dieburg eine Denkschrift ausarbeiten solle, die alle Wünsche, Vorschläge usw. u in fasse. Diese Denkschrift soll der Regierung als weiteres Material überreicht werden. Jedermann wird aber ersucht, seine Ideen mitzuteilen. Der Kreis verband ® t e fc e n hat bU Schaffung eines Verbanbsorgans bean- j tragt unb sich zur Uebemahme ber Vorarbeiten bereit erklärt. Die Angelegenheit wirb einer Kommis>wn, bestehend aus bem Ausschuß resp. Vertretern aus leder Provinz überwiesen. — Der weitere Antrag Gießens aus Ueber nähme folaenber Kosten seitens ber verwalttten Fonds. 1 ber Hälfte ber Beiträge zur Alters- unb Jnvalidttats- versicherung ber fteiwillig solchen Versicherungen betretenden Rechner; 2. für Formulare, Drucksachen, Kreis- und Amtsblätter, Rechnungseinbände; 3. feuer- und I hiebssichere Kassenschränke, wurde nach dem Anttage des Ausschusses teilweise für erledigt erklärt, teilweise ben Kreis^ verbänden zu entsprechendem Vorgehen überwiesen, nach« dem Geh Oberfin7nzrat Becker erklärt hatte Riß die Regierung^ in ähnlicher Lage für ihre Untereryeber, ba tw> es notwendig erscheine, geeignete Ka,fetten auichafsen wol Ein anderer Antrag Gießens auf Aenderuna des Mvbu» bei Erläuterung ber Rechnungs-Revisions-Bemerkungen mürbe abgelehnt und beschlossen, die in stehenden gesetzlichen Vorschläge abzuwarten -- Die Rechnungsablage ergab eine Einnahme von 745,63unb ein Ausgabe von 738,86 Mk., fobaß ent Vorrat von M5 6^77 ; verbleibt. Die Mahl ber AuschußmttgliC^ ergab da» herige Resultat, neu wurde; Mu l l Gau-Obernh«» - Ein Ungehorsamer. Ein hiesiger Witt, der trotz pott* -eilicher Verwarnung gestern abend nach ber Musik emes Orchestrions in seinem Lokale wiederum tanzen ließ, wurde zur Anzeige gebracht. , < • - u. Watzenborn. 10. Nov. Watzenborn hak nn Wahl kämpf' gesiegt, es hat den Bürgermeister nunmehr wied«. in seiner Mitte. Bei der gestern stattgehabten Stichwahl siegte Landwirt Balth. Hirz 6. dahier mit 191 gegen 160 Stimmen, die auf den Gegenkandidaten Joh. -Ytrz 9. (Neumühle) fielen. Großer Jubel herrschte in unserem Ott, als das Wahlergebnis bekannt wurde. Diod) am Ab^d wurde dem Neugewählten ein Ehrenbaum gefetzt und chm vor seinem Hause unter Absingen schöner Lieder eine Ovawu dargebracht. Hoffentlich gelingt es Herrn Hirz, das w^r zu machen, was er in seiner Ansprache vor versammeü^ Gememde feierlich gelobte. Rühmlich hervorzuheben bet dem gestrigen heißen Kampf' ist, daß die Ordnung nirgends ge* und daher an Stelle der vom Frist von 4 Wochen eine solche von 6 Monaten habe. Der Provinzialansschuß 'timmte d Eisenbahndireltion auf Wiedereinsetzung in den vorigen : .Stand zu. Hierauf verkündete der Vorsitzende ein Erkenntnis bett, die Besitzeinweisung von Ludwig Hofmann 1>. und st Ludwig Becker, beide aus Lollar, gehörigen und zum st Bahnbau Lollar—Londorf benötigten Grundstücksteilen in ; das Eigentum der Eisenbahn-Direktion Frankfurl a M. Der Dritte Gegenstand betraf bie Festsetzung der Entschädigung in dem Enteignungsverfahren zum Bahnbau I Lollar—Londons. Es waren etwa 25 beteiligte Grundbesitzer geloben, außerdem war die Eifenbahndirektion Frankfurt am Main, die Geländeerwerbs- sowie die Lokal-Kommiision vertreten. Die meisten Betettigten belfarrten bet ihren früheren Forderungen, nur fünf gaben sich mit ben Angeboten ber Gelande-Erwerbskommisfion zufrieden, durchweg wurde geltend gemacht, daß die zur Enteignung stehenden Parzellentette der Bobenbefchafsenheit wegen einen höheren Wert hätten, unb es wurde z. B. bei dem Gelände des Ludwig Becker durch einen Zeugen dargethan, daß in ber gleichen Lage wie bei Becker für Grundstücke 1 50 Mk unb 1,70 Mk. für ben Quabratmeter schon bezahlt worben fei, währenb bie Lokalkommifs'ion nur 5o Pfg. angenommen hatte. Rechtsanwalt Menbelsohn, als Beckers Vertreter, erklärte an der Hand von Kaufbriefen ebenfalls, baß Grundstücke in Flur II. mit l,o0 bis 2 Mark bezahlt worden seien, wogegen Baurat Stahl daraus ym- wies, daß es sich im vorliegenden Fall um Grundstücke im Flur XII. handele. Johannes Muth verlangte eine,Entschädigung von 4000 Mk., um die der Wert feiner Hosratte sich verringert habe, weil bie Bahn zu nahe an bieier vorbeiführe. Da aber biefe Forderung in dem Termin vor der Lokalkommiffion nicht erhoben wurde, fo ging der Provinzialausschuß darauf nicht weiter ein Ansdem nunmehr festgestellten und verkündeten Erkenntnis des Pro- vinzialausschufses entnehmen wir, daß in den meisten Fällen die" von der Lokalkommiffioii angenommenen Eiit- schädigungssätze zu vergüten sind. posten sind den gesetzlichen Bestimmuilgen nach den Gelände stellenden Gemeinden auferlegt worden.— Als letzter Gegenstand kam die Beschwerde der nhaus mit Nebengebäude und Bauplatz, in bester Lage der Bahnhofstraße, zu verkaufen. Tie Besitzung eignet sich vor- nehmlich für Fabrik- und Groß- aeschäste, sowie für Hotel- und Wirtschafts-Betriebe. Selbstreflcktauten belieben ihre Adressen behufs weiterer Auskunft-Erteilura unter 7307 in der Exped. d. Bl. niederlegen zu wollen.______________________ 7345] Gin schöner Heinrich Carle, DOeikermster. HmdwerK hat gotd'aea Kode«! Es muß zum Wohle der Stadt erhalten werden und daher auch seine vollständige Vertretung im Stadtvorstande haben. Als geeignete Kandidaten empfehlen wir Euch zur Wahl: Georg Appel, S-englemchtt. Martin Dörr, WHmeister. Seinrich Carle, IchSeckmeißer. mit Heinrich Müller, SchnillMchtt. Carl Orbig, Wirt. Aa die HWiriitt te AlMimm Stimmt heute abend für die bei der letzten Wahl bereits von Euch aufgestellten Kandidaten: Ernst Valser Ludwig Pirr Karl Jann. 04694 Biele Mitglieder te NM, ®ee»eeeeeeeeee@®©®@e Als Zlahtaemiiiete roeröen scheide Herreil mgeMgea: Ernst Aatser. Karl ZLrück, Ltudtlimrdllckr. Louis Kmmetius, Stadtoerordiieltt. Prof. K Haffky, Akdtverordllettt. Iriedrich Kelfrich, Ltadtverorketer. Iriedrich Kelm. Ludwig Kuhn, LMtverordnetu. Karl Kann. Karl Hrbig, Ltlidtumrdneter. Ludwig Wrr. Kmit Schwall, Ltadtvmrdlleter. Theater-Verein. 2. Vorstellung: Mittwoch den 13. d. Mts.: Oer BiherpeSz. Eino Diebeskomödie in 4 Akten von Gerhart Hauptmann. Gast: Carl William Büller. Anfang 8 Uhr pib * 11 ich. Ende 10’*/a Uhr. Tageskarten zu den bekannten Preisen bei Ernst Challier (am Neuenweg) und ab* nds an der Kasse. 7W6 7394] Kl. Wohnung, 1 Zimmer, Kabinett, Küche zu vermieten. _______Ludwigflraße 27, part. Franlfurterstraße V (Dceubau) 5-Zimmer-Wohnung mit Zubehör per sofort oder später zu vermieten.__________________6585 c>reundl. 4 - Zimmerwohuung O neu hcrgerichtet, per sofort ob. später zu vermieten. I. Krämer, Konditorei, Neuenbäue. 5587 Schottstratze 3 Mansardenwohnung per 1. Jan. eo. früher an ruh. Leute zu verm. Carl Gerbode, Nordanlage35,II. «uowtgftratze tti 4ivi 6-Zimmerwohnung zu vermieten Arbeiter können Kost tu Logis 4t erhalten. Mäusburg 3._ größeres inöblirtcs Zimmer zu vermieten. Marktplatz 2. c^rdl.möbl. Zimmerzuvermieten. Ludwigstraße 12, Nebenhaus. Möbl. Zunmer zu vermieten. 04583] Bahnhofstraße 43, III. 04550] Ntöbliertes Zimmer zu vermieten. Neustadt 1, III. ^ttudentenwohnung (2 Zimmer) zu verm. Ludwigstraße 46. 6937] Ein schönes möbl. 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Kircheiigesaiig-Vereiiis unter gütiger Mitwirkung der Damen Frl.Dorothea Schmidt aus Frankfurt a. M. (Sopran), Fräulein Lina Klein aus Darmstadt (Alt . der Herren Oskar Noe (Tenor), August Lelmer (Bariton), Johannes Hegar (Cello) aus Frankfurt a. M, sowie geschätzter hiesiger Kräfte und unter der Leitung des Herrn Universitäts- musikdirektors G. Trautmann. Sonntag, den 17. A’ovbr., abends 6*/4 Uhr In der Stadtklrohe zu Glessen. Programm. 1. OrgelpriÜudium. (Herr Organist Otto Görlaoh.) 2. Siegesliod des Adrianus Valerius für Chor a capella, Tonsatz von G. Trautmann. 3. Arie für Sopran „Sei getreu“ a.d. Paseionsoratoriumv.F.Woyr8ch. Fräulein Dorothea Schmidt, 4. Solostücke für Violoncell mit Orgelbegleituog: a. Cantabile von Cesar Cui. b. Larghetto von J. Seb. Bach (Herr Johannes Hegar). 5. Kirchenarie Pieti, Signore für Tenor von Allessandro titradeUa. (aus d. Jahre 1667.) (Herr Oskar Noä.) 6, a) „Komm süsser Tod“ Chor a capella von J. Seb. Bach. b) „"Wer bis ans Ende beharrt“ a. d. Oratorium „Elias“ für Chor, Orgel und Orchester v. F. Mendelssohn-Bartholdy. 7. ,Gott sei mir gnädig“, Arle f. Bass a. d. Oratorium „Paulas“ von F. Mendelssohn-Bartboldy. (Herr August Leimer.) 8. Solostücke f. YiolonceU m. Orgelbegleitung: > a) Andante v. G. Goltermann. b) Abendlied v. R. Schumann. (Herr Job. Hegar.) 9. „Ein feste Barg ist unser Gott“, Cantate f. Soli, Chor, Orgel und Orchester, von J. 8. Bach. W* Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder werden Plätze auf den Emporbühnen und am Altar reserviert. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende und für mit Karten versehene Mitglieder geöffnet Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von Angehörigen ver- stattet werden. Texte ä 20 Pfg. an den Kirchentüren zu haben. Zur Deckung der bedeutendes Kosten werden freiwillige Gaben In die Büchsen erbeten. 74OS la. Leim, Bimsstein, Glaspapier, Schmirgel, Schmirgelleinen, Sepia, Schellack, Politur, empsiehtt 6933 Wctoria-Arogeri«, Adolf Bieler, Matttstraße 5. Kaufmuu. Dttkill. Zu dem Dortrag im Verein der Detaillisteu, Dienstag den 12H.M., abds. 9Uhr, im Vereinshause, Redner: HmRechtsaMckRgl!b,hltt Thema: Mieterecht, sind seitens des obigen Vereins unsere Mttglieder eingeladen. Indem wir diesen hiervon Mitteilung machen, bitten wir um regen Besuch. 7386 ____________Der Vorstand. MsoMHchoscM« ä Gietzener ^tadttheater. Dienstag den 12.Novvr.lS01. Jas M im Winkel. Schauspiel in 3 Akten von Hermann Sudermann. Anfang 8 Uhr. Ende 10>/4 Uhr. Gastspiel C. W. Büller: Freitag de« 15. November er. Sonntag d. 17. November er ein > •i [auPtm er. •u eJ°7> Uhr. Ernst Challie, ehe ®Ähu SU08derD.Oe. ’V^Frenkfon lule'n Lina Klein A der Herren ’>* firner (Cello) • 480wie re- und unter Traä?*31 zu Glessen. mm. t Otto Görlaob) drunui Valerios !aPeUa, Tonsatj ann. »Sei getreu« a4 lovJ.Woyrack Jrothea Schmidt Violoncell mit 'n Ceaar CuL on J. Seb. Bach nnea Heger), etä, Signore fc »audrotitradelli re 1661.) r Noö.) sei Tod« Cb? m J. Seb. Bae is Ende bebar um ,Elies« und Orcbte asohn-Barthc. gnädig6, Ara L ton'um , Paikr ssohn-Bart'/. t Leime; loncelMgel- » G. Oßermann. r, B, jchumeni. Ägir.) ist unter (W, ior, Orgel and 8. Bach. trel.^Wfc en Mitglieder I den Empor- Hat reserviert m Turm ist nm ad für mit Kartet der geöffnet er Zutritt nur ii ^gehörigen ver- an den Kirchen- er bedeutende» willige Gaben In en. MOS isimT äloW«, inen, fichlt * .Ittgkck, i. M trog im einshauie, uiiliMN 05 3 77 TD "5- 89 B 2 2Ä ow "-7 zu »tj öd diÄ> Ei 071 EL 5t c? ‘S' _ jd m 3 OG 2 07» «V & ^0 S CID « riQ e SS o N 2-r)Ä 2 8 0® 9 >7» 8 B E Ö 5 "Et 07» 2 n o L 2 2d B 2 e ■S KP ä p 5= yia e ox» b 2 ALB 8 *§ ff.1 07V CJ E 2= & p Äe«' T H-p oft oft ö Ö*V GJ g 4» u^.' « d .2 T,D»G' cu p 70 N-« £ ö' s.g g#! cd s 3 ° >>-, O E — ec9 o 3 o d ° E^e- ^DyO^ _ OS» .. es* E Ex) o r2 e E ; tSf g tfo G £L-h ZZ-O Ö> o ^bd'G VG-yO 91 I , , _Q « N* => Zs I». :d o» Ü ■ 2 ‘-“ä" E j .2 5 w r3 a 3§ Z* 70 C5ÄUKÄ. CD&o sg- G 2 P 05, C O. '—> -ZZZ 3 p - "2 t-- .. «-> x> — ex.ä o — x s£> g$ " ü OJ , , ee°s®sja“gs äs" ' £ 3 E E w -* e CW-»J eu u . OS» ’il - E M 'S' 3 21G . _ <ö P o 2 2.E « ctp; .5^2 05» KE^w Eo S:G« 3 05» E u Q 02 ■°‘S .3 L) 07» N g 3 05» 02 Dl • .°3" 07» 3 ö — & 8 « g o ■=ö) v 2 u 07» C/2 ü 05» to er? CJ O20J» 3 G ■— «5» C CO 00 CQ t> O o E iS t* G» e -x **■ -o 2 = GZ." 05» Z- ÄC.S 05» 3v «-> s® 70 -o L 05, Z' "4— eO , ■ O — 52 VD - O -3 P 07» C G- G o G g -253 P ° 07» <=* cj C p — CJ 02^ — 1* P £Ä;2 0 — 0 2 8.0 07» »^ p G b o *1 'S' T» «* . CD 05« o ti 02 c 5$ DZZ o — 3 .O t# os» o er? zj '§'■3 02 p 02 r iS " cj 3 J~7 o i—-S o PPÄa o - 6v§ 72 *7 ’S c<7» ^:C ■i§8 :*3f- .2 3 '*" ar^o O 2 O2Z2 c « „ •£■ o E - p o Z.K- 05, ff 8 10 3 Z2 . - 'S- s'S :Sä .pE g* •" c *8 «§-2 -s 2 e sS- bd 3 « o «8 2 3 peä "ZL jP 2-5 2 3 0.0 2 5"" "3 Q P 'S" - —“ *=♦ Jts . «G* L M £*".#=>1 ^5*0 OTI'o 3 '<- o p <9^ « 3 'S io'S" O. 2 3 & >5 p E P A«5)-^S> — o CS' KI?' ZA'K S5 M Z2 O> O2G « O ■rS C X 02 . O -p G <0 i 3 G 72 ,-G z> p E 41 Ei 3 — O.". sTG- -_, O en— ü=.’g c' ±2 ’S .b S: « Ä ZZ- a2fc p<9 0 g ES 5 — ZZ V —42 P 3 ‘r? ?• P C ? o p gS= -b — o ■— "O :o >', 37 ’S Ä "S°A T- -'L 72 2_- 8 ä‘c:2.- 72 Ö -.2/2 p^.2. .2 p s?E«2 B-B " '9 Q <4- > o "e c p:5~ E )S""O XTZ 45- C O G OÖO o es *7 -§ZEZZ- o ” o0» "G '■g - O - 3 1 o p o.S? 0 - ** o on «se- ir -g 3 o 5* 72 c 72 Ei 05» 3 c - 0 e ä 8 Q o.z pKN- 3.3^3 2 O o 2G 05- = S.'.L <■=» g 5* 'S °- G M) g> 3 „ 3 G- 3 C« Ä p- ä'~'3'^S L P—.2= d-E? i SZUL-G-LZG ^S55§k.öä »E A^AZ TL«»^ s®5 Gllg’s Mars-Oel uniiöci'troüeiie ZmpWniMWMlijse zur Kouzeruiemg 6673 von Mittagstisch im Aborinemevt. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. rf’B,asg,eser sL Mayer. Vor Nachahmung hüten ! Zu hab. I. all. Ap„ Orog., Min.-Wass.-Hdlg. StnMiinuriiiiftfiiituilil: r s E Gewinn v> :1 Wahl nur einzutreten für die hier vorgeschlagenen Herren. 7337 Gießen, den 9. November 1901. Viele Wähler ü T: •«Q00000 ■* 50000 ■* 25000 o .2 Haupt- Gewinn Hmmetius, Louis, StllMwririlll?trt. Haffky, Iriftfei Dl., StaMirrithttrr. Keffrich, Iriedrich, ÄktztlklSlNktkl. Keim, Iriedrich, Kuhn, Ludwig, Stiitinorinrtfr. Iann, Karl, RkllZWßßlllkhlN. Hrßig, Karl, ZtkdlvklSldUlkl. SchaMaedt, Keinrich, flkibllt Schwall, Kmil, StMemWtt. Steinberger, Karl, OktSßttichtWMII. Haupt- Gewinn Auch wir sind geleitet von der Ueberzeugung, daß das Einzelinteresse zurückweichen muß gegenüber den Interessen der Gesamtheit und deshalb gestatten sich die Unterzeichneten, für die bevorstehende Stadtverordnetenwahl folgende Herren in Vorschlag zu bringen: Z £ £ = - L * r «Z Z “ Z fe B ■E S weiterführen werde. — Zum Ausschank kommt vorzügliches Export-Bier aus der Brauerei Goebel- Niedershausen, sowie das berühmte Märzen-Bier aus der Brauerei Hildebrandt-Pfungstadt. Aechtes Kracher und Berliner WeisMer. — Out gepflegte Weine. Wir glauben, mit der Ausstellung dieser Kandidaten der gesamten Bürgerschaft zu dienen und richten deshalb an alle Wähler das dringende Ersuchen, Einzelwünsche und Parteiinteressen beiseite zu setzen und bei der B S OC B _ - s sc Ke un cf^uniA^swaschenge braue h t und besitzt so hohe Waschkraft, dass man die damit gekochte Wäsche nicht mehr zu reiben braucht. Gioth’s gemahlene Kernseife^X L4er, $i)iil|nj?rli unii Gesshirmi. Fabrikant: Karl Gilg, Hoflieferant, in Groß-Lichterfelde. Lieferant für die deutsche 9(rmee und Acarme. Zu haben bei: KiübmuePg Sattler, Seltersweg 19. Pelts war en werden nach neuester Mode umgearbeitet, Reparatureu gut und billig hergestellt in der 6713 Kürschnerei A. Kretzschmar zwischen Markt- und Kirchenplatz 1. 1 "äh ^|5000 4 » SOOO-AOOOO IftW lOOOO 100 * SOO-S««O« 150 4 1GO-RZOOEV 000 4 = 10000415» Wohlfahrts-Loose versendet: General-Debit Lud. Müller & Co. in Berlin, Breitestr. 5 u. in Hamburg, Nürnberg, München. Tel.-Adr.: Glücksmüller. EJESI3ES. 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