Nr. 214 Zweites Blatt Donnerstag 12. September Isj-ui Am AgkgnllW Kaiser Williklms mit dem russischen Zaren 151. Jahrgang Schnlstraße 7. ^Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Weg legte, dem wurde cs lange nicht vergessen. Dir Nationalliberalen, die mit Miquel als Parteiführer zu thun hatten, wissen davon zu erzählen, wie er mit äußerster Festigkeit, ja mit Starrsinn bei seiner Auffassung blieb, und sie mit aller Kruft z«u der maßgebenden zir machen suchte. Er nahm es sehr übel, wenn abweichende Mein- Den Aufenthalt der Anarchistin Emma Gold mann will man nun endlich gefunden haben. Bei ihrem letzten Interview, das sie im Januar einem amerikanischen Journalisten gab, befand sie sich in Schwabs Wirtshaus in Cleveland. Ihre Familie war orthodox, keiner darunter war Revolutionär. Sie sei durch die Hinrichtung der Chicagoer Anarchisten 1887 zum Anarchismus bekehrt worden. Seitdem habe sie Streiks organisiert und alles mögliche fürs ------ mit Intelligenz. ------ gut behandelt und bekommt täglich drei Zigarren (!) Er wech, daß er nicht angeklagt wird, bis der Präsident stirbt oder genesen ist, und will keine juristische Unterstützung General-Anzeiger w Mtz-undAnzeigeblatt für den Kreis Gießen , Ueber die Familie des Mörders meldet der „Standard" aus Cleveland (Ohio) noch, daß sie kurz vor der Geburt des Leon Czolgosz aus Posen eingewandert sei. — Bekanntlich ist der Vater Czolgosz' sofort nach dem Mordanfall, den sein Sohn verübt, intervieiot worden. Er verdammte die That uub steht ihr, wie berichtet wird, völlig fern. ff» rre». L a. M., 10. Sept. Heute nachmittag wurde Zum Tode Mrauels. 2.eidie des Staatsministers v. Miquel in einem schwarz t . c , dekorierten Zimmer seines Hauses aufgebahrt. Es lauten "^?-0eschricben: fortwährend Kranz- und Blumenspenden ein. Darunter , 19 Uiebuna7 Bismarcks vorausgesehen. Zu einer Zeit, da Bismarck not? bef bhnaftitoto =VntimitS au* ftLffS ’SS auf dem Gip el seiner Macht zu stehen schien, bereitete ®li» , 2ueI etlid’e Vertraute darauf vor, baß^ ein Zusammenstoß daß durch den herzlichen Verkehr^ der beiden Kaiser zu- ?e.3 ®ai(er§ und seines ersten Ratgebers unvermeidlich Ä ih? Llutz Lndet L EübÄ: LZur * Miquels sei es gesagt daß.er nichts lieferten politischen Freundschaft zwischen den Ä^un hat, um das Ereignis zu beschleunigen. Er Häusern Hohenzollem 'und Romanow, zwischen Dcutschland I S ausgezeichnet unterrichtet, schon und RuWand, nicht rütteln zu lassen. ^^rburgermei^ster m Frankfurt a. M., und wußte auch In Uebereinsttmmung mit einem Wunsch Sr. Majestät SÄ formmLn toerfe Fürst des Kaisers Nikolaus ist der Reichskanzler Gras B ülo w I Reichskanzler war. Fürst Bismarck bei der Zusammenkunft der beiden Kai/er zugegen. Nicht mÄ^^l/^tenemUrder, aber sw liebten sich nicht. Minder aern wird der Kaiser und König dort dem ver- N^s wemger als das. Herr v Miquel besuchte auch nach dienstvolken Staatsmanne begegnen, der die au§toärHgen b S!1Uk9 r Len Altreichskanzler m Friedrichsruh Geschäfte Rußlands leitet. Graf Bülow und Graf ^wohl der letztere wiederholt zu erkennen gab, eine Lambsdorff dürfen sich als Mitarbeiter einer Volitik "Ä.Miquel wurde ihm intere sant sein. Nach begrüßen, die ' sie im Rücktritt Bismarcks gab Miquel alsbald die Parole aus, Ueberzeugung, Dafi, die Interessen ihrer Länder vielfach die Nationalliberalen möchten den gleichartig, nirgends unvereinbar sind, zur Verstärk- des Bedauerns über den Verlust nicht in allzu ung der Bürgschaften für den Frieden Euro-!Iciben-//^monftratwri" Pas Wetter führen werden. Diese Politik verschließt! ufgesa^t werden. „Welche Thorhett, rief damals Mi- nicht die Augen gegen vergangene oder künf- indigniert beim Durchblättern einiger Zeitungen aus, t i g e S ch w i e r i g ke i t e u; sic entnimmt ans solchen nur 5®?^ Änjugrctfen! Das ist em hoch befähigter die Verpflichtung zu erhöhter Rücksicht und Besonnenheit, ^5"™! Späterhin dachte und sprach Herr v. Miquel und sie hält an der Zuversicht fest, daß, wie immer sUn^CL I? u?cr ^.a-privi. Auch das hat Miquel die geschichtliche Entwicklung sich gestalte, in der weiten Metten Reichskanzler niemals vergessen daß er Mi- Welt die hoffnungsvollen Bahnen der deutschen und der 1teJner^et^ veranlaßte, im Reichstag für den russischen russischen Zukunft einander nirgend feindlich zu kreuzen Handelsvertrag einzutreten, nachdem die bekannte Aeußer-I brauchen. v , u lirnrr in nip 4)pffpnflirhr0i<- noXn-wAt Mtt warmer Sympathie heißen wir den Kaiser Nikolaus Eßten wahre Esel sein, wenn sie den russischen Vertrag I ssti Falle seines Todes oder der langst in den deutschen Gewässern willkommen! Diese üer%» ^naljmeu. Wie Miquel denn im Reichstag für ben §an» Wnt erfrr ed)un g, g e fd) meig c Denn eine eni)er = liche Gesinnung schulden wir dem mächtigen Herrscher, der de^vertrag „emtrat", abwechselnd Beifall links und Beifall u 119 in der Politik seiner Verwaltung einüber den Geschicken vieler Völker waltend, seinen ffinfind re$ ■ erä. .' dies Rede-Kunststück war das Verblüffendste, treten mü a e. Später sollen Hanna und Roosevelt eine darin sucht, em Friedensfürst und ein 5)ort der Menschlich- .je. lnf,reinem deutschen Parlament dageweseu, und lange Unterredung gehabt haben, die eine allgemeine Ver- feit zu sein. Ihm verdankt Europa zum großen Teil eine Caprivi selbst vermochte mit Mühe feinen Ernst zu be- jtand igung über die Hauptpunkte der Politik Gestaltung der Weltlage, die uns erlaubt, nach einem den wahren. Als Herr v. Miquel geschlossen hatte, da blitzte Rin:Kinleys zum Ergebnis hatte. Msichten beider Teile entsprechenden Verlauf der Beqeq- unter, seinen buschigen Braueii auf einen Moment , Tie Polizei geht jetzt in den Vereinigten Staaten mit nung bei Danzig auch die weitere Reise des russischen Mou- ein Strahl fatirischen Lächelns auf. Was mag der Minister berechtigter Schärfe vor. Ueberall werden Anar- archen mit aufrichtigen Wünschen zu begleiten. anderen Tage wohl seinen politischen Besuchern aus flenne ft er ausgehoben und Anarchisten ver- Aus diesem hochoffiziösen Begrüßungsartikel ist ,r roniervativen Fraktion gesagt haben? Wenn diese Be- haftet. Hätte man früher so gehandelt, so wären vielbesonders der Satz hervorzuheben, daß die „vielfad) gleich- 'flcher aus dem Lager der Rechten reden wollten, wenn der leicht den Vereinigten Staaten die bösen Erfahrungen er- arttgen",, nirgends unvereinbaren" Interessen beider Länder ^nbere von ihnen, nach, Eckermannschem Muster, spart geblieben. Ob man nun thatsächlich auf die Spur nicht die Augen verschließen gegen vergangene und künftige ow Aussprüche des Meisters aufgezeid)net hätte und in an- ernes Komplotts gekommen ist, ist noch nicht sicher Schwierigkeiten. Die Politik entnehme aus solchen nur die gemessener Frist veröffentlichte — wieviele markante unt> Rad) euugen Mitteilungen soll das Vorhandensein eines Verpflichtung zu erhöhter Rücksicht und Besonnenheit. — Überraschende Bemerkungen würde die Welt kennen lernen! Komplotts schon fcstgcftellt worden sein, nach anderen soll Man wird in dem Verfasser dieser Auslassung, an bem ™n ^rade vor feinen konservativen Freunden soll er ow Behauptung des Thäters, daß er keine Mitschuldigen habe ----^'2,r rr- ' ‘ ' 'kerne Mördergrube aus seinem Herzen gemacht haben, weil n.icffl widerlegt worden sein. Man wird also in dieser Beer ihrer Disttetion sicher war, und davon sich überzeugt I Mhuna sich^ noch abwartend verhalten müssen. Interessant hatte, das; die Parlamentarier der Rechten private Acußer-RA dieser Richtung folgende Meldung aus Buffalo- ungen Miquels nicht öffentlich, gegen ihn ins Gefecht ^etzt, wo Czo lgo sz sich vor dem Lynchen sicher fühlt, führten, was sie mit beträchtlichem Effekt mehrmals hätten PA. frech geworden und posiert mit großem Wohl- tyun können. gc,allen als Märtyrer und Held. Tic ärztliche Unter» Gin „politisches Testament", eine Niederschrift seiner suchimg ergab seine volle Zurechnungsfähigkeit. Er besteht politischen Auffassungen hat Miquel nicht hinterlassen, auch paß er feine Komplizen hat, doch glaubt cs die keme Denkwürdigkeiten aus seinem Leben. Miquel über ?^er Nickst. Wenn man ihn stteng befragt, wird er ver- fid) sprechen zu hören, würde in hohem Grade fesselnd geJ Aodt,. sonst schwatzt er unbeschränkt und mit Intelligenz, wesen sein. Aber freilick), auch dies Bild des ^01^6^ ■ gut bebanbeU unb befommt fänfidi hrpr ömm-rpn /'n unb Staatsmannes, von ihm selbst entworfen, wäre kaum em solches „ohne Retouche" geworden. Die Vorsicht, nicht Miquel jedoch mir einen als Hotter hatte d7n7 tre n und an?Sa?ge^ Ü Vott aechan. Sie gehöre" keiner Gruppe an, fontri h^alte so hrnreißend sprechen, mit so eindringttcker Kraft legen Mttttfter v Nb?inbaben is^indiviLuelle Freiheit und Verantwortlichkeit für die wahre der Ueberzeugung, daß die besten seiner öffenüWr Ä « Ryembaben ist heute nad) Frankfurt Basis des Anarchismus. Man behauptet, Emma Goldmann in den Schatten gestellt wurden. Es war immer etwas das ----------- I am 2. ds. Mts- in Buffalo angekommen und habe nahe die öffentlid)en Reden Miquels hemmte, die volle Entfaltting Las Attentat auf Mae QtnIpU pei CzolgoFz' Logis gewohnt. seiner rhetorischen Gaben nicht zuließ: die Vorsicbt nickü o r, < c „ .... \ sviniet)» Wie wir bereits m unserer gestrigen Nummer unter den zuviel zu sagen. Im Privatgespräch fiel diese fast änaff-1 n r+-^ anb Präsidenten McKinley ist ein letzten Nachrichten mitteilten, erklärte der Chef der Chica- ttche Zurückhaltung und Selbstkontrolle fort Man vemabm Umstanden nack) günstiger, doch muß offenbar noch goer Polizei , daß Emma Goldmann unter polizeilicher Beaus Miquels Munde mitunter Urteile von b‘pr crftaunSen % elne ^ocfjc bF Möglichkeit eines wachung W Er ließ durchblicken, daß sie gleich, nachdem Offenherzigkeit. Man erkannte, daß in erffer Steiße für d 1 r^rnKen Komplakattonen gerechnet wer- er einen Steckbrief hinter ihr erlassen habe, verhaftet wor- ihn jederzeit die praktische Erwägung in Betracht kam^ Äi^or^brich', welcher Montag nachmittag über das den sei. - Ueber die propagandistisck-e Wirksamkeit der pol- u-nb daß die persönlichen Überzeugungen sich unb-dinat dNcKrnleys auygegeben wurde, besagt, daß die nischcn Anarchistin haben wir bereits gestern Näheres be- unterordnen mußten. Auf welckle Weise Farn ne i^ aw n-I1. 19 anr^(t/ uud ungünstige Symptome sich richtet. Es kann nur Wunder nehmen, daß man ihr Treiben raschesten - und am sichersten- zum Jttl? D^s war gezeig haben; der Präsident ist ohne Schmerzen, so lange gestattet hat. Auch ans Pittsburg kommt die Motiv Miquels als Parteiführer wie als StaatSmaim E und Nieren funktionieren normal. Frau McKinley Nachricht, daß dort zwei Anarchisten, die mit der Anarchistin chn bei seinen Besttebungcn unterstützt war Mrdtt D/mer N ^eu Gatten auf inrze Zett. Ter Präsident wechselte Emma Goldmann eng befreundet seien, verhaftet worden dieser Unterstützung sein Freund ^er ihm E Ä Schwierigkeit und ohne Schmerzen zu empfinden aus sind. In Boston zieht die Polizei sogar Schritte in Er-' L v g 1 ,neun0‘ et!üay 1,1 oen | eigener Kraft icmc La^e im Bett. Doch erklärte der.Artt I wägung, die anarchistijchen V-reine und Klubs attt-uhe^ - — Eine andere Verhaftung eines Anarchisten erfolgte in 4) Bei der Zurückweisung oder aber bei der Annahme M -es unseres unter Zufall -er G Ligmig wecke f „Gasm Herrn stück ii einem träge n -er Fes Heiüelb Dr. Ei wasserS Dl der Äo ecm'gen st Der manche hat. 5 urteil hastest hörte ■ sMisc eine so sein ka — Zu der vom Handelsminister veranstalteten Börsenkonferenz sind 22 Herren eingeladen worden, darunter auch verschiedene Parlamentsmitglieder, insbesondere der konservativen Partei und des Centrums. Die Namen dieser Parlamentarier sind noch nicht bekannt. Die Konferenz soll am Castan'schen Panoptikum einen längeren Besuch ab. In einer Begleitung befanden sich außer verschiedenen Würdenträgern seines Gefolges der Legationssekretär der hiesigen chinesischen Botschaft, General King-in-thai, Generalkonsul Freiherr von Seckendorf und Generalmajor von Richter. Für jeden Gegenstand zeigte Prinz Tschun Interesse. — Dienstag nachmittag um 2 Uhr erschien der Prinz mit Begleitung im Rath aus e. Vom Stadtrat Selberg und einigen Beamten an der großen Freitreppe empfangen, besichtigte er die Räume und Einrichtungen des Rachauses. bis zu 10 Jahre auf Anstellung warten. 3) Wegen Ucberfüllung mit Referendaren (§ 16 des Re- — Der Geh. Oberregierungsrat Dr. Kruse ist zum Regierungspräsidenten in Bromberg ernannt worden. — Bei dem Staatssekretär des Aeußern, v. Richthofen, fand gestern abend ein Herrendiner statt, zu welchem Prinz Tschun mit einigen Herren seiner Begleitung und der hiesige chinesische Gesandte mit einigen Herren der Gesandtschaft geladen waren. Außerdem nahmen Staatsminister Möller, Staatssekretär Dr. Nieberding, die derzeitigen Geschäftsträger Bayerns, Sachsens, Württembergs und andere teil. — Der verstorbene Finanzminister v. Miquel hat, wie der „Konf." erfährt, sein Leben bei der Lebensversicherungs-Gesellschaft New-Pork mit einerMillionMark versichert. — Der Kaiser hat sich am Montag zum Chef des 20. September beginnen. — Der „Vorwärts" teilt mit, daß ein sozialdemokratischer Stadtverordneter mit einem seiner Parteifreunde aus dem städtischen Obdache heraus geprügelt worden sei. Die beiden Genossen hätten beabsichtigt, dort zu nächtigen, um persönlich die Handhabung in diesem städtischen Institut kennen zu lernen. Bremen, 10. Sept. Zur Verhütung der Verbreitung ansteckender Krankheiten wurde der Verkehr des Publikums mit den heimkehrenden Chinatruppen in Bremerhaven amtlich verboten. Auch die Verteilung von Liebesgaben auf dem hiesigen Bahnhof wurde vom Senat untersagt. fuhr der Kai ser in einem Gig zum „Kaiser Wilhelm II." und begrüßte die Besatzung. Das Schiff hißte die Großadmiralsflagge und kurze Zeit darauf die Standarte ohne I Salut. Sofort erfolgte des Flottensignal: Anker auf! wonach die Flotte in der Bucht von Gdingen verschiedene Evolutionen ausführte und zwei Gefechtsbilder stellte. Um Eins waren die Hebungen beendet. Hierauf fand beim Chef des Uebungsgeschwaders ein Frühstück statt, woran der Kaiser, die Generale v. Schliessen, Plessen, Admiral Tirpitz, v. Senden-Bibran und andere teilnahmen. Um 3 einhalb Uhr ging die Flotte auf der Rhede von Hela wieder zu Anker, worauf Kritik auf dem Flaggschiff gehalten wurde. Nach der Kritik fand Wettrudern um den Kaiserpreis statt. Tas „Berl. Tagebl." hatte die Mitteilung gebracht, der Oberlandesgerichtspräsident Dr. Hagens in Frankfurt a. M. nehme alsNeferendarien keine Juden an, sie müßten denn die schriftliche Erklärung abgeben, daß sie nach bestandenem Examen sich der Staatskarriere nicht widmen wollen. Mit Bezug auf die Wiedergabe dieser Mitteilung in der „Franks. Ztg." schreibt Präsident Hagens an das Blatt: „Diese Mitteilung ist unzutreffend: 1) Von den in dem Bezirk des Oberlandesgerichts angenommenen 249 Referendaren gehören nicht weniger als 42 der jüdischen Religion an. 2) Ter Andrang zur Justiz, namentlich seitens jüdischer Kandidaten, ist hier äußerst groß. Infolge der Ueberfüllung sind insbesondere in der Richterlaufbahn die Aussichten nona1 0*' W ; -ie eotla' Kov träger d Bapst Hochzeit Bapstt Ürckerre. Subir 162,00 Ue Ha fachmäi gramm Mmistc zur V Deutsches Reich. Berlin, 10. Sept. Der Kronprinz ist heute abend in Bonn wieder eingetroffen. — Prinz Tschun stattete am Montagnachmittag dem des Lic gegen c der Un das Wi aus ba geregter schnell, »r > Be kleine R reden ist Ausland. Wien, 10. Sept. Heute, am Sterbetage der Kaiserin Elisabeth, wurde vormittags 11 Uhr in der mit Trauerzeichen geschmückten Pfarrkirche der Hofburg ein Seelenamt abgehalten, dem der Kaiser, Erzherzog Franz Ferdinand und andere Mitglieder des Kaiserhauses, die Minister, die Hof- und StaatSmürdenträger beiwohnten. Der deutsche Geschäftsträger Romberg legte im Auftrage des Deutschen Kaisers am Sarqe der Kaiserin einen prachtvollen Krarv. nieder 5*> S- Sl-h^ ■|i die “ iw* iw ba j >"Nnniq ; !U den f le viitc 2^ ZT Rothekugel. Wie wenig die Engländer Herren der beiden Republiken sind, geht aus der Thatsache hervor, daß sie gewisse Bezirke im nordöstlichen Freistaate seit Dezember nicht betreten, und den Buren dort Zeit und Muße gelassen haben, ihre Felder zu bestellen. Diese scheinen sich daher dort wieder ganz friedlich eingerichtet zu haben. Jetzt endlich wurde von den Briten ein Streifzug in dieses Gebiet unternommen. Wie berichtet wird, stießen sie überall auf grüne Weizenfelder. Mit der bekannten Geschicklichkeit raubten sie den Buren natürlich alles, was zur Bestellung der Felder nötig ist. So wird gemeldet, daß Barker 32 Wagen, 7000 Patronen, 1500 Stück Vieh und eine große Menge Getreide und Mehl, Elliott 300 Wagen und Karren, 8000 Stück Vieh, 1400 Pferde und Tausende von Schafen, Rimington einen Transportzug von 40 Wagen erbeuteten. — plus Kimberley kommt tne Nachricht, daß der Gerichtshof für Hochverratsvergehen den holländischen Geistlichen Ackermann zu einem Jahr Gefängnis und 250 Pfund Geldstrafe, im Nichtzahlungssalle zu weiteren sechs Monaten Gefängnis und den Prediger Herold in War- renton zu 1 einhalb Jähren Gefängnis und 500 Pfund ®e(b= strafe bezw. noch ein Jahr Gefängnis verurteilte. Grenadier-Regiments König Friedrich Wilhelm I. (2. Ostpreußisches) Nr. 3 erklärt. (Das Regiment ist eins der ältesten Regimenter der preußischen Armee, und seine = Geschichte ist mit der unseres Vaterlandes eng verbunden. -JlTtflitifrilP Es wurde unter der Regierung des Großen Kurfürsten im Die I-lo tt en manö v er in der Ostsee haben ihren Jahre 1685 zu fünf Kompagnien aus_Mannschaften, welche Anfang genommen. Tie kaiserliche Yacht „Hohenzol- vom Regiment Alt-Holstem und Spaen abgegeben wurden, lern" ist am Montag abend spät vor Hela eingetroffen am 16. August zu Wesel unter dem Namen „Jung-Holstem und ankert daselbst. Am Dienstag morgen begaben sich die errichtet.) Admirale und Offiziere des Stabes und die Schiffskommandanten an Bord der „Hohenzollern". Um 9.20 Uhr mit den Anarchisten aufzuräumen, noch ganz andere Maßregeln ergreifen müssen; wird doch die Zahl der Anarchisten allein in Amerika aus über 100000 geschätzt- Daß es 6et der Aufräumung mit den Anarchisten auch nicht ohne Mißgriffe abgehen wird, ist selbstverständlich. Von einem solchen berichteten wir bereits gestern. Tie Buffaloer Polizei hatte einen erst kürzlich .in Amerika eingetroffenen Deutschen Als-ons Stutz als Mitschuldigen Czolgosz' verhaftet, mußte sich aber nachträglich davon überzeugen, daß Stutz unschuldig ist- Er trug allerdings Waffen bei sich und wird deshalb wegen heimlichen Waffentragens bestraft werden. „Donnerstag, 8. August, Danktag. Freitag. 9. August, Demütigung." Danktag, 8. August. 1. Für große und kleine Siege über den Feind, nicht nur zu Anfang des Krieges, sondern auch in jüna^»r Zeit errungen. Selbst auf die Börse ist das Attentat nicht ohne Einfluß geblieben. Man schreibt uns dazu aus Berlin, 10. September: Das Attentat auf McKinley hat auf die Börse insofern eigenartig eingewirkt, als es einen Rückgang der Kurse der Schiffahrts-Aktien zur Folge hatte. Tie Börseaner glauben ' nämlich oder wollen glauben machen, daß jetzt eine Einschränkung der Einwanderung nach Amerika wahrscheinlich sei, was gleichbedeutend wäre mit einer Verringerung der , Einnahmen der transatlantischen Tampfergesellschaften. Es könnte sich natürlich nur um eine gesetzliche Einschränkung der Einwanderung, verschärfte Erlaubnis- und Kon- ; trollbestimmungen usw. handeln. Doch es gehört ein gutes Stück Leichtgläubigkeit, um nicht zu sagen, Naivetät, dazu, ' anzunehmen, daß durch solche Maßregeln den Anarchisten beizukommen sei. Diese Propagandisten der That haben ja bereits im ganzen freien Amerika ihre Nester und Schlupf- ; winkel, ihre Organisation, ihr Spionagesystem. Dort mit eisernem Besen auszukehren, führt allein zum Ziel. Was will es dem gegenüber bedeuten, wenn unter den Einwandernden noch der eine und andere Anarchist sich befindet? Und wie will man die Anarchisten unter den Schiffspafsagieren herausfinden? Tas ganze würde auf eine unerträgliche Belästigung des reisenden Publikums und fvmn auf eine Verringerung des transatlantischen Passagierverkehrs hinauslaufen. Insofern also wären die Befürchtungen der Börseaner nicht ungerechtfertigt. Doch es handelt sich hier wohl nur um ein Manöver der Spekulation, einer in Schiffahrtsaktien a la baisse engagierten Interessengruppe. Daß in der That eine Einschränkung der Einwanderung nach Amerika beabsichtigt ist, dafür fehlt es bis zur Stunde an jedweder Bestätigung. Ettglättder «ud Brrrerr. Ueber die Vernichtung de8 tapferen Kommandos des Burenführers Lotter werden jetzt Einzelheiten bekannt. Danach hatte der Verfolger Lotters, Oberst Scobell, von den 9. Lanzern und den berittenen Kapschützen 280 Mann unter seinem Kommando. Lotter hatte am Montag, den 2. September, bei Garstlers Kloof gegen Oberleutnant Dor an gekämpft, der, wie es scheint, eine selbständige Abteilung führte, und 1 Mann nebst 30 Pferden verloren. Er hatte dann versucht, über die Berge nach Paardekraal zu entkommen und 25 Mann der berittenen Midland-Schützen angegriffen, die ihm den Weg zu verlegen suchten. Diese kleine britische Abteilung hatte indessen tapfer widerstanden, sieben Buren getötet und einen verwundet. Lotter kletterte nun auf einem stellen Pfade über Ospad nach Pearston am Vogelflusse und traf um Mitternacht bei Stretchs Farm ein. Hier bei Stretchs Farm am Vogelflusse stellten Scobells Patrouillen ihn am Dienstag fest. Scobell zwang ihn zum beschleunigten Rückzüge. Dienstag Nacht kampierte Scobells Kolonne auf LouwS Farm. Diese verließ sie am nächsten Nachmittag, aber nicht in der vom Feinde eingeschlagenen Richtung, um die Buren irre zu führen. Scobell schlug vielmehr die nord- ösüiche Richtung ein und erreichte das Dorf Petersburg am Abend, wo er bis Mitternacht rastete. Dann marschiere er ein Stück auf der nach Graafs Reinet führenden Straße, bis ec Dutoits Farm bei Groenkloof erreichte und das Buren- lager erkundete. Scobell ließ die Höhe, die das Lager beherrschte, besetzen. Eine Burenwache, die hier lag, war auf dem Posten, wurde aber unter heftiges Feuer genommen, bis alle verwundet waren. Inzwischen war das Lager von allen Seiten eingeschlossen worden. Als das Feuer begann, gingen die Pferde der Buren durch, und diese selbst suchten Zuflucht in einem Schuppen, auf den die einzelnen umstellenden Abteilungen nun ihr Feuer konzentrierten. Da die Entfernungen kurz waren, zwischen 50 und 400 Meter, so hatten die Engländer von ihren hochgelegenen Stellungen aus leichte Arbeit. Gegen Mittag wurde die weiße Flagge gehißt. Das Feuer der Engländer schwieg eine Weile; da aber die Buren nicht aufhörten zu feuern, nahm man nicht weiter Notiz davon. Ein 9. Lanzer, der dahin galoppierte, wo er die weiße Flagge sah, wurde auf eine Entfernung von 20 Meter durch den Kopf geschossen. Schließlich stellten die Buren das Feuer ein und Lotter trat mit seinen Leuten aus der Deckung heraus, worauf sse gefangen genommen wurden. Der Schuppen hatte ein schreckliches Aussehen. Verwundete und Tote lagen auf dem Boden. Lotter selbst war leicht verwundet. Nach Ansicht einiger Buren wäre, wenn die Uebergabe eine Viertelstunde später erfolgt wäre, nicht ein Mann heil heraus- gekommen. Die Buren hatten reichlich Munition: 25 000 Patronen wurden noch bei ihnen gefunden. Eine Proklamation der Buren, die anfangs August erlassen wurde, wird jetzt bekannt. Um die angegebene Zeit kamen auf dem Hofe des Buren Willem Pre- torius auf dem „Hoogveld" im Distrikt Heidelberg die Regierungsleller der S. A. Republiken zu einer Besprechung zusammen. Die Engländer bekamen hiervon Wind und entsandten mehrere Kolonen. Das Nest war jedoch bei ihrer Ankunft leer, und sie fanden nur einige Frauen und Kinder, die in die prächtigen „Konzentrationslager" geschleppt wurden. Der Hof des Pretorius wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Proklamation war jedoch zur richtigen Zeit fertiggeftet : und den mit der Publikation im ganzen Land betrauten Rennboten schon behändigt worden; sie lautet wörtlich: Proklamation. _‘ i 2. Für die wunderbare Erhaltung und herrliche Errei- weit ungünstiger als, in anderen Bezirken, so daß Assessoren^ SaE^ta"Neumcxik>)"Äi?d-ie".New"Dor?Tribune^ meldet, tung -ms den Händen unseres Feindes mit seine- gewaltigen bis zu 1°ÄtfeÄten (§ 15 des SRe- "......... *ommerlad (127 Stimmen), Hermann Melchior (124) und Friedr. Grauer (128 Stimmen). Wihcuhausen, 8. Sept. Die Leitung der deutschen Kolonialschule nimmt gegenwärtig große bauliche Aende- rungen und Erweiterungen vor. Das frühere Brennereigebäude wird zu einer Molkerei, welche mit Wasserkraft der mitten durch den Gutshof fließenden Geister betrieben werden soll, eingerichtet. Der größte Teil des Gutshofes soll zu Gartenanlagen benutzt werden, in denen ein Gewächshaus für Tropenpflanzen errichtet wird. In der Nähe des Vorweg werden Arbeiterhäuser gebaut. § Ilbeshausen, 10. Sept. Seit mehreren Wochen wohnen hier zwei Aerztinnen aus einer größeren Stadt, die beabsichtigen, in der Nähe unseres Orts nach dem Oberwald- zu eine Lungenheilanstalt zu errichten. Unterhandlungen sind schon mit dem hiesigen Ortsvorstand gepflogen wmLen, da der gewählte Ort Gemeindeeigentum ist. Auch in den Gemarkungen Herchenhain und Grebenhain haben sich die beiden Damen nach einem passenden Ort umgesehen, jedoch nicht Geeignetes gefunden. fc. Maiuz, 10. Sept. Die Revision des Schriftstellers Dunkel gegen das ihn wegen Betrugs zu 2 Jahren Gefängnis verurteilende Erkenntnis der hiesigen Strafkammer wurde vom Reichsgericht verworfen. Reichelsheim (Wetterau) statt. Ausstellung, Prämiierung und Verlosung verbunden. Die Versammlung tagt im Gasthaus „zur Post", woselbst die Ausstellung nachmittags halb 4 Uhr durch den Präsidenten des Oberh. Bienenzüchtervereins, Pfarrer Ellenberger von Ortenberg, eröffnet wird. Von 4 Uhr ab findet Konzert und o. 6. 7. 4« v des Abends Tanz statt. Nachdem Montag, den 16., vormittags, die verschiedenen Kommissionen ihres Amtes gewaltet haben, beginnt die Generalversammlung, wobei Vorträge gehalten werden, und zwar: Von Pfarrer Schick von Burg- Gemünden „über die Einwinterung der Bienen" und von Lehrer Heck von Dudenrod „über die neue Lehre von Dickel". Mittags um 12 Uhr beginnt die Verlosung. Von 3 Uhr an: Allgemeiner Honigmarkt und Konzert. Mitglieder des Vereins und des Komitees, sowie Inhaber eines Loses haben freien Zutritt. Freiquartiere stehen in großer Zahl zur Verfügung. Auch sind einige Ehrenpreise gestiftet worden. Der Bezirksverein Reichelsheim und Umgegend wird alles aufbieten, um seinen Gästen frohe Stunden zu bereiten. * * Verhaftung. Die schon ost vorbestrafte Arbeiterin Hercheuröber wurde wegen Diebstahls einer goldenen Uhr und einer Geldsumme verhaftet. Den Gelddiebstahl giebt sie zu; den Diebstahl der Uhr dagegen stellt sie in Abrede. * * Baumfrevel. In der lebten Nacht wurden in der Nordanlage 13 Lindenbäume beschädigt, indem die Rinde mit einem scharfen Instrument abgehauen ober durch Einschnitte verletzt wurde. * * Herrenloses Gut. Ein hiesiger Fuhrmann hat auf der Marburgerstraße zwei herrenlose Pferde ejnge- f an gen und sie in Lollar eingestellt. ) :( Wies eck, 11. Sept. Gestern erhängte sich auf dem Speicher ihres Wohnhauses die Ehefrau des Karl Kuhl hier. Geistesgestörtheit soll die Lebensmüde zur Thctt veranlaßt haben. e. Bad-Nauheim, 10.Sept. Die Bürgermeisterwahl findet hier, laut Beschluß in der heutigen Gemeinderatssitzung, in drei Wochen statt, die Gemeinderatswahl dagegen schon am Donnerstag, 19. September. Während für den Bürgermeisterposten noch keine Gegenkandidaten aufgestellt sind und auch wohl nicht aufgestellt werden dürften, werden als Gemeinderatskandidaten — fünf Mitglieder sind zu wählen — schon eine größere Anzahl Namen genannt. Zwei Parteien sind eifrig bemüht, ihre Männer, die als die „richtigen", „besonnenen" imd „gewissenhaften" Bürger bezeichnet werden, durchzubringen. Auch in „Eingesandt" wird wacker gearbeitet. Die Zusammensetzung des jetzigen Gemeinderats wird als verkehrt und schädlich bezeichnet und als Ideal die Einführung der Städteordnung heroorgehoben. Im Gemeinderat aber arbeiten beide Parteien tapfer vor dem Ausgang der Wahl roeiter an der Hebung des Städtchens. Bei der Regierung wurde durchgesetzt, daß die Stadt kein neues Amtsgericht baut, sondern das alte um einen dritten Stock erhöht, was 35 000 Mk. kostet. Auch die Konzessionierung zur Errichtung einer zweiten Apotheke ist erfolgt Die zwecke Apotheke soll im Villenviertel, östlich der Usa errichtet und ein Lokal auf mindestens fünf Jahre gepachtet werden. Da der israelitische Friedhof vollständig belegt ist, wird der israelitischen Gemeinde an der südlichen Grenze des neuen evang.-kathol. Friedhofs eine Fläche von 2000 Quadratmeter überwiesen; zu diesem Zwecke kauft die Stadt noch 2570 Quadratmeter L 1 Mark an. Dagegen sträubt sich die Stadt gegen das Vorhaben der hiesigen Fabrik feuerfester Steine, welche einen Schornstein in Gebrauch nehmen will, der ihr nicht konzessioniert worden ist, da von der Fabrik schon genug Rauchplage ausgeht. — Bei der Beerdigung des Geh. Regierungsrats Dr. Braden werden Bürgermeister Wörner und die Gemeinderäte Meier und Fritz einen Kranz im Namen der Stadt niederlegen. e. Bad- Nauheim, 11. Sept. (Telephon-Nachr. des „Gieß. Anz.^ Ein Liebe-spsirchen ertränkte sich in der letzten Nacht im großen Teich. Heute früh um 9 einhalsi Uhr wurden die beiden Leichen gelandet. Das Mädchen ist erst 16 Jahre alt, und heißt Elise Stark. Es! ist die Tochter eines Wirtes. Ihr Liebhaber ist 24 Jahre alt, und heißt Friedr. Steuernagel. Er ist der Sohn einsss Maurermeisters. Darmstadt, 9. Sept. Für den Neubau eines Gefängnisses für jugendliche männliche Gefangene hier sind in den Staatsvoranschlägen zusammen 204 500 Mk. vorgesehen, wozu noch 8000 Mark für die Einführung der elektrischen Beleuchtung kommen, zusammen also 212500 Mark. Der Bau, der auf dem Gelände des Provinzialarresd Hauses an der Rundeturmstraße zu stehen kommt, wird eben ausgeführt, und ist schon recht weit gediehen. ** st. Butzbach- 10. Sept. Bei der heutigen Geineinde- ratswahl waren nicht weniger als. 27 Kandidaten aufgestelltt- 3V.°/ttaen. Nebenbahn-Anleihen vom 24. Juni 1893 (Serie!) und vom 27. Oktober 1894 (Serie II);] 3%igen Nebenbahn - Anleihe vom 18. Januar 1896 (Serie IU). Darmstadt, am 30. August 1901. 6093 Großherzogliche. Hessische StaatZschuldenverwaltung. Bekanntmachung, die Einlösung der Zinsscheine der Hessischen Slaatsschuld- verschreioungen betreffend. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kennüris gebracht, daß vom 10 Sevtember l ^s. ab an Stelle des in £tquu)atwn getretenen B-nkhÄZ M. A?°°n .Rothschild und Söhne her Rank für Handel und Industrie in Franksurt a. w. ouö fcklienlicke Einlösungsstelle für die Zmsscheme und oerloften gd)ulbSrSgST öcr nachstehend verzerchneten Hessischen L der 4%igen Staatsrentenanleihennom L März 1879 u.2. Januar 3 /a /ot9CU TZerie A), vom 9. Mai 1893 (Serie B), vom 30. Mai 1894 (Serie C), vom 31. Mai 1897 (Serie D) und vom 1. Juni 1899 (Serie E); 31/ 0/ n (-sicher 4%igen) Brückenbau-Anleihe vom 1. Juli 1882; 31/0/Jgen (srüher 4%tgen) Eisenbahn-Anleche vom 1. Ium 1876: Neueste Meldungr«. Chicago, 11. Sept. Bei der Ueberfühmng zur Polizei Präsidentschaft zeigte Emma Gold mann ein sieches Wesen. Sie beftritt jedoch die Bekanntschaft mit dem Bor brechen Czolgosz' und gab nur zu, ihn am 12. Juli gesehen zu haben. Chicago, 11. Sept. Die verhaftete Emma mann leugnete zuerst, die Gesuchte zu sein. Als.sie von der Polizei vernommen .wurde, erklärte sie, daß sie Czob- gosz nur einmal gesehen habe, nämlich am 7. Mll, als er im Hause der Familie Isaaks in Chicago, wo Emma Goldmann damals sich befand, einen Besuch machte. Er habe damals gewünscht, sie zu sprechen. Sie sei aber gerade fortgegangen, um sich zur Eisenbahn zu begeben. Er habe sie dann zum Bahnhof begleitet und nur einige Worte mit ihr ausgetauscht. Sie leug.wete, daß sie irgend etwas gesagt habe, was daraus berechnet sei, Czolgosz zu dem von ihm begangenen. Verbrechen zu verleiten. — Isaaks ist angeblich der Herausgeber anarchistischer Schriften und befindet sich bereits in Hast. Morris, in dessen Hause Emma Goldstein angetroffen wurde, wurde ebenfalls verhaftet. Emma Goldmann wird angeklagt, mit Isaaks und den anderen bereits Verhafteten- sich verschworen zu haben, Mac Kinley.zu ermotbeu. Buffalo, 11. Sept. Der Kaiser von Rußland fanbte aus Petersburg an Mac Kinley folgendes Tele-^ gramm: „Ich bin sehr glücklich, zu hören, daß Sie sich besser fühlen nach dem schändlichien Mordanschlag, der gegen Sie verübt wurde. Ich schließe mich dem Wunsche des 9>e^ samten amerikanischen Volkes an, daß <&|ic schnell genesen mögen." —Der König von Griechenland telegraphierte: „Ich freue mich, zu hören, daß Sie dem schrecklichen Mordanschlag auf Ihr kost-, bares Leben, welcher die zivilisierte Welt in Schrecken setzte, so glücklich entronnen sind. Ich hoffe zu Gott, daß Sie zum Wohle und Ruhme Ihres V ollkes g-enesen mögen." Npwyork, 11. Sept. Der Polrzeichef flajb der Polizei den Befehl, eine Liste von allen Anarchisten herzustellen und sie sämtlich zu überwachen. Buffalo, 11. Sept. Das gestrige Frühbullekin erregte Jubel, insbesondere in der Ausstellung, wo der Anschlag des Bulletins mit Jubel begrüßt wurde. — Der wegen angeblicher Mitschuld am Attentat verhaftete Stutz rourbe. wieder freigelaffen. Buffalo, 11. Sept. Gestern abend halb 11 Uhr wurde folgender Bericht über das Befinden des Präsidercken ausgegeben: Der Zustand ist in allen wesentlichen Punkten unverändert. Temperatur 100, Puls 114, Atmung 28. — Als am Freitag nach dem Anschlag die Operation ausgeführt wurde, bemerkte man, daß die Kugel ein Stückchen von dem Rock des Präsidenten mitgerissen hatte, das gleich hinter der Haut in der Schußöffnung saß. Es wurde sofort entfernt. Kapstadt, 11. Sept. Es sind 400 Evlaubnisschein'e zur Rückkehr nach Johannesburg an Flüchtlinge in verschiedenen Teilen der Kapkolonie ausgestM worden. Cs verlautet, daß wenigstens 1000 weitere Scheine binnen kurzer Zeit ausgestellt werden sollen. Für die Redaktion verantwortlich i. V.: R D^itttmaun. Todes-Anzeige Giessen, den 10. September 1901. 6083 Ter r LI* Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verlust sagt innigen Dank 6103 03563 M. Simon. u Der (ihnplrlilumjen Morgen Donnerstag auf dem Marktplatze lcbendfrische Lahn- u. Seefische. Taselbirnen, 20 Pfg. per Pfund, Pfirsiche, 30 Pfg. per Pfund. Selteröweg 81. (03558 Die Beerdigung findet Donnerstag den 12. September, nachm. 4 Uhr, vom Sterbehause, Kirchenplatz 11, aus statt. Dr. med. Hülfe prakt. Arzt. Basra tesasg is ng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verlust und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Euler sagen wir hierdurch unfern innigsten Dank. 6101 L. Köröächer und Kinder. Gießen, den 11. September 1901. beginnt 03553 Mnttstag den 12. Sept. Fm Dr. Hempel. Echte geräucherte Frallks. BratVürstchell von heute ab stets frisch und vorrätig L Paar 25, 30 und 35 Pfg. Eigene Fabrikation. F. SeHwemee* Seltersweg 65. 6105 Jamikie Kraft Gießen, den II. September 1901. Spiegel-Karpfen la. Fluss-Hechte Haff-Zander frisch eingetroffen. 6107 I. U. Schalhof Telephon 119. Marktstr. 4. Batten, Efänse § tötet,klckcrlon^.Gefabrl.f.Nttnschen U. Tiere. Paket 60 Pfg. u. 1 Mk. 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Ranges. l°/0 Pepsin pur. Ph. G. IV, täglich 1—2 Gläschen vor oder nach den Mahlzeiten, als üniversalmittel empfohlen gegen: Magenbeschwer- den, schlechte Verdauung, Schwäche, Sodbrennen, Verschleimung, Appetit erregend und Nerven stärkend. Zu haben In den Apotheken und besseren Handlungen die grosse Flasche Mk. 2.50, oder direkt zwei Flaschen für 5 Mk. franko von 8. Rahmer, Cassel. General-Depot für Giessen und Umgegend: Christian Wallenfels, Marktplatz 17, Telefon 262, ferner zu haben bei: [6015 Gebrüder Adami, Mäusburg. Warnung! Jedermann,mememSohn Eduard auf meinen Namen irgend etwas zu borgen, zu leihen oder Rechnungen an ihn zu bezahlen, da derselbe nicht mehr in meinem Geschäft ist und ich für nichts aufkomme. I. Weisel, 03556] Mincralwasserhandluug. am 10. September erfolgten Hinschciden unseres Kameraden Wilhelm Graf, Mechaniker dahier. Die Beerdigung findet Donnerstag den 12. Septbr., nachmittags 4 Uhr, von dem Sterbehause, Kirchenplatz 11, aus statt. — Zusammenkunft der Kameraden 31/, Uhr in der Bavaria, Kanzleiberg. 6100 Der Borstand. Wtf« hoher Feiertage bleibt mein Geschäft nächsten Samstag und Sonntag geschlossen. Meinen geehrten Kunden zur Kenntilis, daß wegen hoher Feiertage Samstag den 14. u. Sonntag den15.d.M. mein Geschäft geschloffen fft. _ 03560 JuBims Rosenbaum, _________________ Metzgermeister. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftraffe 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Schuhmacher, 1 Tapezier, 1 QauSburjdje, 1 Fuhrknecht, 1 Lausfrau. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Glaser, 1 Schreiner, 2 Haus-- burschen, 1 Fuhrknecht, 8 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Köchin. Anstalt „Hygiea“ Oscar Msntt's RaA. Victor May. Gießen Moltkettraße 8. Erfolgreiche Behandl. v. Rheuma« kismus u. Gicht in all. ihren Formen, Berrenkunaen,Berstauchungen, Lähmungen, Berdauungsbeschwerden, Frauenkrankh., Bleichst, Blutarmut, Schwindel.Nervensckw., Migräne ic. 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