wng. 8494 ranz. ißrt MarkÄtpiitz el-Lager aus solid gearbeiteten ■en. ind Kinderstiefeln i alle. Preislagen. M»; 8chweH..*P Ml md DWMg '^nunn; $ 71- * ' dl> S=hal!D1„k, Mht ,1I«h»w,lM,| ä-M ff. Karie. A 8 Uhr 4 M. Uhr: Lstel Der Vorstaod. IM ag t>ro W. «o \*W* 3 i W 'öonmWf Met MMLtvvn FtfiMkeR« ein 8481 lißenschastllchtt Bsrtrag ttnnügtldli-M. > Mitaliever werden gw aden. freunde deS Serru« i eingefubtt werden. De, voesisn- eoi Mr Still s> S Ht'll bW- S. . Sektion®®® Tonntn- afe^i^^Rav.IoWt * Wk^Mburg-vU' Rk chenan-Ech^. P nert-3ojanw* w* ükfart, 0®‘w,,Ulii« .taktien . - ' ' 188 TO nto-Kom^ 1 j8350 Mtsr VM - ' . 14880 lener Bat* • • ' jis.10 •tff'S S" nun ' , , - »euer • — ach. „t C. 9 N + "*> ___- Rr. 111 Erstes Bla«. 151. Jahrgang Sonntag 12. Mai 1901 •*eNUe, Eppeditton nnb G»cki.it Kch«ißratz« 7. « niU»U8» fit kn <•** X«t erscheinenden w«< Wt wrm 10 Uhr ,Der Bewilligung Apotheke zu bestteiten. von Diäten werde ich> nicht eher zusttmmen, bis das Reichs- Vom Tage des Eintritts an, also während des Kursus, I tagswahlgesetz eine entsprechende Aenderung in Bezug auf dürfen die Mädchen ohne Erlaubnis oder Auftrag die Wahlberechttgung erfahren hat. Oppositionelle Volks- der Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht ver- Vertreter haben wir mehr als genug, und die Leistungen der kehren und sie haben sich der eingeführten Hausord- bezahlten Landtagsabgeordneten, wenigstens in Preußen, nung unweigerlich zu fügen. Insbesondere ist ihnen sind midy nicht die hervorragendsten."' Sind diese Worte auch Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung gegen das auch, apokryph, so darf man doch annehrnen, daß ihr Aufsichts- und Lehrerpersonal, Freundlichkeit, Verttäglich- Kern die Ansicht des Monarchen trifft, daß in der feit und liebevoller Verkehr unter einander und endlich in den leiteiiden Kreisen die Bewilligung von Tagegeldern Treue, Fleiß und Sorgfalt bei den Arbeiten zur sttengsten als ein Mittel angesehen wird, die Wahlberechtigung zu Pflicht gemacht. beschränken, oder, mit anderen Worten, an dem Grundsatz An Sonn« und Feiertagen werden die Mäd- des allgemeinen, geheimen und diretten Wahlrechts Aendcr- chen veranlaßt, den Gottesdienst ihrer Konfession zu be-1 ungern zu erzielen. Ein Erfolg würde allerdings ansge- 54 Odenhausen mit Appenborn— 55 Oppenrod — 4 Allertshausen 6 Alten-Buseck 6 Annerod 7 Bellersheim 6 BelterShain 9 Bersrod 10 Bettenhausen 11 Beuern 12 Birklar 15 Burkhardsfelden 14 Climbach 15 Daubringen 16 Dorf-Gill 17 Eberstadt mit Arnsburg 18 Ettingshausen 19 Garbenteich 20 Geilshausen 21 Gießen 22 Göbelnrod 23 Großen-Buseck 24 Großen-Linden 25 Granberg 26 Grüningen 27 Harbach 28 Hattenrod 29 Hausen 30 Heuchelheim 31 Holzheim 32 Hungen 33 Inheiden 34 Hesselbach 35 Klein-Linden 36 Langd 37 Lang-Göns 38 Langsdorf 39 Lauter 40 Leihgestern 41 Lich mit Hof Albach, Coln- hausen und Mühlsachsen der Regierung aufgab, Initiativanträge aus dem Hause stets in schöner Einsamkeit verhandeln zu lassen, daß er vielmehr energisch und bestimmt das Wort und zugleich auch seine Wirkungen aus der Welt schaffte. So konnte die Verhandlung über die Diäten, nachdem erst einmal Herr Singer sein Herz erschlossen batte, auf einen rein sachlichen Boden hinübergeleitet werden. Mer es lag ttotzdem von Anbeginn über dem Reichstage ein Hauch vv7i Resignation, ein Hauch von jener Melancholie, mit der Frau Penelope an jedem jungen Morgen ihr Nidingen, ein Landwirtschaftslehrer, ein I Gewebe begann, um es alsbald in heimlicher Nacht wieder und der Kreis-^Obstbautechniker Unterricht, s zu vernichten. Und sprächen sie mit Engelszungen, hätten sie die Beredtsamkeit eines Demosthenes, den süßen Wohl- Amtlicher Feil. Bekanntmachung. Betr.: Maßregeln gegen die Verbreitung der Maul^ und Klauenseuche. 2luf Grund des § 17 des Reichsviehseuchengefetzes vom 23. Juni 1880 (1. Mai 1894) ordnen wir hiermit die stän- mge veterinärpolizeiliche Ueberwachung und Beauflickftigung sämtlicher von Unternehmern behufs öffentlichen Verkaufs in öffentlichen oder privaten Räumlichkeiten zusammengebrachten sowie der in Gaststätten, privaten Schlachtstätten und Ställen von Viehhändlern vorhandenen und fernerhin in solche gelangenden Viehbestände, alles dies in den Gemarkungen Gießen, Heuchelheim und Wieseck, mit dem Anfügen an, daß dem Großh. Kreis- veterinäramt Gießen diese Tiere bei ihrer Einführung nach Stückzahl — und zwar, wenn diese Einführung durch die Eisenbahn erfolgt war, unter Vorlage der Frachtscheine — anzumelden sind. Der Verkauf der Tiere ist vor der daraufhin erfolgenden veterinäramtlichen Untersuchung, die ftühestens 24 Stunden nach der Einstettung vorgenommen wird, verboten. Zuwiderhandlungen werden unnachsichtlich bestraft. Wär: weisen ausdrückliche darauf hin, daß diese An- ^nun^ auch für die Gemarkungen Gießen und Heuchel- Gießen, den 8. Mai 1901. Gwßhei^ogliches Kreisamt Gießen. v. Bech told. schlossen sein. Es giebt heute keinen ernsthaften Politiker, der mit der Möglichkeit rechnen könnte, ohne einen Staatsstreich dem Volke sein bedeutsamstes Recht zu nehmen. Das allgemeine Wahlrecht, das wir ja nun auch in Hessen bekommen sollen für unseren Landtag, obwohl man der Regierungsvorlage gerade in .Kreisen des Staatsbeamtentums nicht besonders „grün" ist, mag einen durchaus demokratischen Charakter tragen, man mag auch in der Theorie eine Bewertung der Stimmen twfy dem Gewicht der entscheidenden Kraft der Zahl vorziehen. Die Entwickelung des vorigen Jahrhunderts hat eben dafür gesorgt, daß wir alle mit einem Tropfen demokratischen Oeles gesalbt wurden, wie es gleichzeitig aufgeräumt hat mit dem romantischen Ideal eines patriarchalisch gestalteten Absolutismus. Wenn also für die Morgengabe von Diäten eine Gegengabe gefordert werden sollte, so kann sie lediglich auf oem Gebiete der parlamentarischen Geschäftsordnung liegen, so daß ihr Ziel etwa in der Einschränkung der für Obstruktionsbestrebungen gegebenen Möglichkeiten läge. Ter Abgeordnete Arendt, der im Gegensatz zu seinem feudalen Parteigenossen Graf Arnim sich der Reichstagsmehrheit anschloß, hat besonders die Einführung der Bestimmung empfohlen, daß, wie im preußischen Landtag, ein Zweifel an der Beschlußfähigkeit nur dann Beachtung finden dürfe, wenn er von mindestens fünfzig Mitgliedern geteilt würde. Tas ist durchaus berechtigt, denn heute kann jeder Einzelne, dem etwa daran liegt, eine Entscheidung zu hintertreiben, durch den stets wiederholten Antrag auf Auszählung des Hauses jede rasche Erledigung der Geschäfte hintertreiben und durchaus undemokratisch der Mehrheit den Willen einer winzigen Minderheit aufzwingen. Darüber, ließe sich also reden, zumal, wenn in der That die Möglichkeit dadurch geschaffen würde, den oft geradezu skandalösen Zuständen, wie sie in der Annahme eines wichtigen Gesetzes mit zwölf gegen sechs Stimmen zum schroffsten Ausdruck gelangten, für absehbare Zeiten ein Ende zu bereiten. Gewiß hat Fürst Bismarck sich als einen Gegner von Diäten bekannt, aber auch er beurteilte die Frage nicht aus prinzipiellen, sondern aus praktischen Gesichtspunkten, er sah in ihnen ein Tauschobjekt, das er im geeigneten Momente auf den Markt bringen wollte. Fürst Bismarck selbst hat am 30. März 1867 bei der Erörterung der Frage im konstituierenden Reichstage gesagt, wenn sich Mißstände aus Der Diätenkosigkeit ergeben würden, oder wenn sich aus der Handhabung des Wahlgesetzes zeigen würde, daß es ohne Gefahr geschehen kann, so sei es späterhin immer unbenommen, im Wege der Gesetzgebung Diäten einzuführen. Taß sich solche Mißstände ergeben haben, ist unleugbar, und zu berücksichtigen ist auch, daß die sozialdemokratische Partei ohnehin ihren Mitgliedern Tagegelder auszahlt, und sie mit einer jährlichen Ausgabe von 25 000 Mark in den Stand setzt, ihr Mandat ohne Schädigung ihres bürgerlichen Berufes regelmäßig auszuüben. Es ist sogar unleugbar, daß sich aus dem jetzigen Zustande die wunderliche Folgerung ergiebt, daß die sozialistischen Abgeordneten regelmäßig und mit leidlicher Vollzähligkeit an den parlamentarischen Verhandlungen teilnehmen können, während die weniger günstig gestellten Mitglieder der bürgerlichen Parteien fernzubleiben gezwungen sind, um den Geschäften ihres Berufes nachzugehen. Und ebenso ist eine Art von Vorzugsstellung für die Beamten geschaffen, die ihre Gehälter foribeziehen, und pflichtgemäß vertreten werden, vor den Angehörigen freier Berufe, deren Bezüge fortfallen, sobald sie ihre Arbeitskraft dem Parlamentarismus zur Verfügung stellen. Schließlich handelt es sich doch auch nicht um eine Besoldung der Abgeordneten, nicht um ein Aequi- valent für ihre Thätigkeit, sondern lediglich um einen Beitrag zu den Kosten, die doch immerhin der Aufenthalt in der Reichshauptstadt verursacht. Die Tiätenlosigkeit ist besonders drückend gerade für den Mittelstand. Run hat der Reichstag wieder einmal mit erdrückender Mehrheit den Antrag auf Gewährung von Tiäten angenommen. Nur vierzig Mitglieder der Rechnen gaben ihre Stimme in verneinendem Sinne ab, und auch unter ihnen befand sich eine gewisse Zahl, die sicherlich nicht als grundsätzliche Gegner zu betrachten sind. Wenigstens hat Tr. Oertel sich stets für Tiäten eingesetzt. Der Antrag wird an den Bundesrat gehen, hier wird er, dem Jesuitenantrag innig gesellt, ein beschauliches Leben fristen, und wenn aus Sommer und Winter ein neues Jahr geworden, dann wird alles genau so sein, wie es war. Tas Mittel, das sonst angewandt wird, wenn schlechtbezahlte Arbeiter bessere Wohnbedingungen erzielen wollen, den Streik, kann ja der Reichstag füglich nicht anwenden. Sonst würde vielleicht über dem Portal, dort, wo noch immer d,ie Inschrift fehlt, der Zuruf prangen: „Zuzug fernhalten!" Und das würde dem Bilde einen wunderbaren Abschluß geben. Deutscher Reichstag. Berlin, 10. Mai. Tas Haus hat heute den Gesetzentwurf betreffend Gewährung von Anwesenheitsgeldern und freier Eisenbahnfahrt an dieMitgliederdesReichs- t a g s (Diäten-Antrag) ohne Debatte in dritter Lesung und in der Gesamtabstimmung angenommen. Hieraus wird die zweite Beratung der Anträge der Abgg. Albrecht (Soz.) und Trimborn (Zentr.) betreffend die Gewerbegerichte bei § 62: „Befugnisse der Gewerbegerichte" fortgesetzt. In der Kommissionsfassung giebt dieser Paragraph den Vorsitzenden das Recht, Beteiligte zu laden und für event. Nichterscheinen Geldstrafen anzudrohen. — Ein Antrag Beckh-Koburg will die Strafen durch das Einigungsamt festsetzen lassen. — Ein Antrag Fa h l e-'R ö s icke-Dessau will, daß der Vorsitzende der Gewerbegerick)te Beteiligte und Auskunftspersonen laden kann. Abg. Basser mann (nl.) befürwortet die Kommissions- fassung. Schon jetzt hätten die Einigungsämter gewisse Erfolge. Der neu eingeführte Erscheinungszwang werde dieselben steigern. W hockst-Koburg (fr. Vp.) zieht seinen Antrag zurück. Abg. SD rlbck (nl.) erklärt, er werde mit einem Teil der Natronalliberalen gegen den Erscheinungszwang stimmen. Er beantrage getrennte Abstimmung. Die Resultate der bestehenden Einigungsämter seien gut genug. Weshalb sie so wenig in Anspruch genommen werden,"liege besonders an der Person des Vorsitzenden. Junge'Assessoren hätten noch, keine Erfahrung. Llbg. Rösicke-Dessau (wild) bezeichnet den Erschein- ungszwang für unbedingt notwendig, wenn wir dahin kommen wollen, daß nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Arbeitgeber sich, daran gewöhnen, ihre Streitigkeiten auf gütlichem Wege auszugleichen. Aber eine Geldstrafe von 100 Marr sei nicht ausreichend. Der Unternehmer werde ost lieber 100 Mark zahlen, als zur Verhandlung zu erscheinen. Redner befürwortet seinen Antrag, auch die Auskunftspersonen zum Erscheinen zu zwingen. Wenigstens möge man dem Vorsitzenden das Recht geben, Auskunfts- Personen auch ohne Androhung von Strafen zu laden. Abg. Schlumberger (nl.) befürwortet den Kommissionsbeschluß. In Frankreich habe man mit den Einigungsämtern gute Erfahrungen gemacht, allerdings ohne Erscheinungszwang. Abg. Frhr. v. Richthofen (kons.) spricht sich gegen den Zwang aus und wünscht getrennte Abstimmung bezüglich dieses Passus. Abg. Trimborn (Zentr.) spricht sich entschieden für die Kommissionsfassung aus. Ungeheure Summen gingen den Arbeitern und Arbeitgebern durch die Streiks verloren, auswärtige Absatzgebiete würden in Frage gestellte Abg. Zu b eil (Soz.) führt aus, Abg. Hilbck habe den übermütigen Unternehmerstandpunkt hervorgekehrt. Tie Sozialdemokraten stimmen den Kommissionsbeschlüssen rückhaltslos zu, damit die Arbeitgeber nicht mehr protzenhaft jeden Einigungs-Versuch ablehnen können. Abg. M üller-Sagan (fr. Bg.) erklärt, die freisinnigen Parteien würden zum größten Teil für die Kommissionsbeschlüsse eintreten. Abg. Stockmann (Rp.) erklärt, die Reichspartei timme gegen § 62 c, und wenn dieser angenommen werde, fegen das ganze Gesetz. Ter Zwang werde oft nur zu bloßen Chikanen ausgebeutet werden, und zum Schaden des Ansehens der Industrie ausschlagen. Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Stolle (Soz.) chließt die Tiskussion. Es folgt eine persönliche Bemerkung des Abg. Hilbck (nl.), worauf §§ 62a, b, c unter Ablehnung aller Amendements in der Kommissionsfassung angenommen werden. § 63 der Kommissionsfassung bestimmt, daß das Gewerbegericht als Einigungsamt neben dem Vorsitzenden aus Vertrauensmännern der Arbeitgeber und Arbeiter in gleicher Zahl bestehen soll. Abg. Segitz (Soz.) bemerkt: Tie Arbeiter betrachten diesen Paragraphen mit einem gewissen Mißtrauen. Auch werde es interessant sein, zu sehen, wie der neue preu- zische Handelsminister sich zu dieser Sozialpolitik stellen wird. Abg. Trimborn (Ztr.) erklärt, in letzterer Hinsicht müsse man vorläufig das bessere hoffen! (Heiterkeit.) Einen kündigen Beisitzer auch zu den Funktionen des Einigungs-i amtes herbeizuziehen, empfehle sich nicht. Ter Kommissionsbeschluß wird angenommen. Zu § 64 beantragt Abg. Rösicke-Dessau (lib.) nochmals die Möglichkeit der Vorladung der Auskunftspersonen vor das Einigungsamt. Ter Antrag wird angenommen. Zu § 69 befürwortet Abg. R ö s icke-Dessau einen Antrag, wonach der Vorsitzende das Ergebnis der Ermittelungen gemäß den §§ 62—64 veröffentlichen kann. Ter Antrag wird abgelehnt. Ein Antrag der Abgg. Albrecht und Genossen will den Absatz 2 (deA § 79 streichen, welcher bestimmt, daß durch die Zuständigkeit einer Innung oder eines Schiedsgerichtes die Zuständigkeit eines für den Bezirk der Innung bestehenden ober später zu errichtenden Gewerbegerichtes ausgeschlossen wird. Die Abgg. Fischbeck (fr. Vp.) und Rösicke-Dessau sprechen ich für den Antrag Albrecht aus; die, Abgg. Trimborn (Ztr.) und Jaoobskötter (kons.) sind dagegen. Der Antrag Albrecht wird abgelehnt; der Rest des Gesetzes wird nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr; Tagesordnung: Antrag wegen Vertagung des Reichstages bis 26. November; ferner der Gesetzentwurf betr, den Abschluß eines Handelsprovisoriurns mit England, kleinere Vorlagen, Nachtragsetat. Schluß der Sitzung um 5 Uhr. Aus Stadl und Zand. Gießen, 11. Mai. * * Personal-Nachrichten. Ter Großherzog hat dem Pfarrverwalter Heinrich H a n a ck zu Bürgel die evangelische Pfarrstelle bei der Landpfarrei Offenbach (Bürgel- Mühlheim), Dekanat Offenbach übertragen. * * Postalisches. Tie Vereinigung mehrerer Pakete zu einer Postpaketadrisse ist für die Zeit vom 19. bis ein- chließlich 26. Mai im innern deutschen Verkehr nicht ge- tattet. P. W. Kunstausstellung. Nun ist in unsere Kunstausstellung im Turmhause der berühmte und berüchtigte Jan Toorop als Gast eiugezogen mit einer stattlichen Anzahl von Arbeiten, ein seltsamer Künstler, dessen Werke zum Teil ganz gewiß auch hier von vielen „verrückt" und „lächerlich phantastisch symbolisch" werden genannt werden, wie daS selbst Berliner Kritiker von Ruf thaten, um sich glänzend zu ilamieren. Toorop ist ein ungewöhnlich feiner Kolorist. Der ärbige Gesamteindruck der meisten seiner Gemälde, und zum Teil gerade der am ärgsten verschrieenen, der weißrahmigen, hellgrellbunten, ist, wenn man sich nur die Mühe giebt, sich mit Andacht hineinzusehen, wohlthuend harmonisch, wie der der besten Bilder der besten holländischen Modernen. Manches erinnert an Israels, so die abenddunkle „Straßenmusik in London"; anderes, wie das wunderbar leuchtende „Einschieben der großen Barke", an Leemputten, noch anderes, wie das „ArbeiterlooS", an den kraftvollen Großmeister der belgischen Plastik Konstantin Meuuier. Seine Technik ist außerordent lich verschiedenartig, bald minutiös wie die Mentzels, bald grobkörnig wie die SegantiniS rc. rc.; bald bethätigt er ein bedeutendes realistisches Talent, bald ift er Poet von immenser Einbildungskraft, bald ein Meister der Farbe von allerfeinster Subtilität. Wo er zur Fahne des Impressionismus schwört, scheint er für einen oberflächlich Betrachtenden in den Objekten, die er zeigt, nichts anderes als Farbenflecken zu sehen, >n der Gesammtheit der Erscheinungen nur ein Mosaik von solchen; mancher sieht nur unbestimmt und formlos aufge- tragtme Farbenflecken aneinandergesetzt und sucht nicht und findet darum nicht die rechte Stimmung. Dazu gehört ein ernstes Sichversenken, ein Mitfühlen mit dem Künstler, besten Abfich'.en vor allem der Beschauer zu ergründen suchen muß, um zum Genuß zu gelangen. Der Beschauer thut Unrecht, wenn er vor diesem oder jenem Gemälde nach kurzem Hinschauen sagt: „DaS gefällt mir nicht!" oder „Wie häßlich!" oder „Wie blödsinnig!" Er muß sich, vielmehr ernsthaft fragen: „WaS wollte der Künstler? Welche malerische Wirkung sucht er zu erzielen?" Der Gegenstand des Dargestellten ist daher absolut belanglos, in der Kunst gilt nie das „Was", sondern nur daS „Wie"! Mancher wird z. B. auf einzelnen Gemälden TooropS die Bestimmtheit der Zeichnung vermissen, während es dem Künstler auf ganz andere Dinge ankam, auf wirkungsvollen Farbenkontrast, auf Licht« und Schattenwirkungen, auf treffende Charakteristik rc. rc., was einem Laien oft gleichgiltig ist und der dafür vom Bilde verlangt, daß auf ihm, wie im Drama, etwas vorgehe. Ein Maler aber ist kein Dramatiker oder Novellist, der Geschehnisse darstellt oder im Bilde erzählt, sondern ein Künstler, der, etwa wie ein Lyriker, ein Stück auS der Natur mit seiner Seele durchdringt und in Farben und Formen wieder - gibt. — Einzelne der Toorop'schen Gemälde find nichts als ethnologische Spiele mit Linien und Gedanken und Farben, halb javanisch, halb europäisch, halb belehrend, halb intuitiv, Gedanken von Kunst und Kunst von Gedanken, die ihre dekorativen EinflÜffe ausübt. Manches ist bewußter Scherz, bewußte Karrikatur, fast ausnahmslos ist aber alles, nicht nur die Porträts und Seefiücke, technisch sehr hochstehende Kunst. — Ein näheres Eingehen auf Einzelheiten, namentlich eine Erklärung der symbolischen Gemälde, wie ich fie mir denke, behalte ich mir vor. ** Tie Gemälde-Aus st ellung im Turmhaus am Brand ist, — so schreibt man uns — von heute an wieder geöffnet. Sie umfaßt diesmal nur 52 Gemälde und zwar von Jan Toorop-Java 35, von Ed. Rüdisühli-Basel (der bisher hier vertretene Herrmann Rüdisühli ist also einem Bruder Eduard gewichen« . D. Red.) 9, und von A. Koester-Klausen, 8 Gemälde. Tie Kollektion des Javaners Toorop war kürzlich im Frankfurter Knnstsalon Hermes und im Kunstverein in Heidelberg ausgestellt, und hatte sich eines außergewöhnlich starken Besuches zu erfreuen, was gewiß auch hier der Fall sein wird. Der Kunstverein hat Die hohen Ausgaben nicht gescheut, um diese Bilder auch für die hiesige Ausstellung zu gewinnen. Sie bleiben jedoch nur kurze Zeit ausgestellt, und gelangen sodann zur Weiterendung nach Wiesbaden. *♦ Kreis Hungen! Tas ist der neueste Traum einer schlaflosen Frühlingsnacht des Abg. Köhler-Langs- )orf, der mit aller Gewalt die verständigen Arbeiten des Landtages durch NOue unangebrachte Scherze verzögern will. Ein einziger flüchtiger Blick auf die politische Karte der Provinz Oberhessen lehrt, dan zu der von Köhler beim Landtage beantragten Neubildung .eines Kreises Hungen nicht die geringste Veranlassung vorliegt. Die dadurch dem Staate ganz unnötig erwachsenden Kosten für den gesamten Kreisbeamtenapparat zieht Herr» Köhler offenbar gar nicht in Betracht. Er wünscht, daß Hungen den Mittelpunkt eines neuen Kreises bilde, an dessen Peripherie Station Mücke mit Merlau und Ilsdorf, Nidda, Wölfersheim und Lich liegen. Der Antrag ist offenbar nur dem Wunsche des Herrn Köhler entsprungen, daß sein liebes Langsdorf vom bösen Gießen, wo man ihn nach seiner Meinung so schlecht versteht, abgetrennt werde. ** Speisewagen. Man schreibt uns aus Berlin: In dem Schnellzuge 45/46 Berlin—Metz, der von Berlin kommend nachmittags 5.45 Uhr, und von Metz kommend mittags 1.25 Uhr Gießen passiert, befindet sich jetzt ein Speisewagen, dessen Leitung in den Händen des Herrn Gustav Risselmann liegt. e. Bad-Nauheim, 10. Mai. Die Gesamtfrequenz des. Bades betrug am 9. Mai 1759 Personen, wovon z. Z. noch 1482 anwesend sind. 9914 Bäder wurden vom 1. April bis 9. Mai verabfolgt. Im städtischen Konitzkystift weilen 164 Gäste, sodaß die Anstalt bereits ganz besetzt ist. Bäder werden darin etwa 60 pro Tag gegeben. Darmstadt, 10. Mai. Die „N. 5). Volksbl." erhalten folgende Zuschrift: „Auf den in Ihrer gestrigen Nummer erwähnten beleidigenden Artikel über Darmstadt hat der Vorstand des Verkehrs-Vereins sofort an den Verfasser Eduard Engels, Redakteur der „Münchxner Zeitung" in München, geschrieben mit der energischen Aufforderung, daß er seine böswilligen und entstellenden Aeußerungen in allen Zeitungen, in denen das Elaborat erschien, zurücknehmen soll, andernfalls gegen ihn üorgegangen würde." Berkach, bei Gr.-Geran, 10. Mai. Der Landwirt Burk von hier fand Mittwoch auf feinem zu der als Fundstätte von römischen Altertümern bekannten Gewann Esch gehörigen Grundstück beim Sandgrabenein menschliches Skelett. Es lag etwa 1 Meter tief und zwar nach Osten. Zur rechten Seite des Schädels stand ein Gefäß von ca. 15 Zentimeter Höhe und 10 Zentimeter?Bauchweite. Es ist, aus rotem Thon gebrannt und mit einem Henkel versehen. Außerdem war der Leiche ein Messer beigegeben, das stark oxydiert ist. Die interessanteste, dem Grabe entnommene Beigabe ist wohl ein Schmuckgegenstand, der durch Unvorsichtigkeit des Finders zerbrach). An den vorhandenen Resten lassen sich noch die goldglänzenden Einlagen (Metallstreifchen) und winzig kleine Nägelchen erkennen. Auf demselben Grundstück fand der Besitzer schon mehrmals Skelette, die aber nach Süden orientiert waren. Auch Beigaben sollen sich in diesen Gräbern vorgefunden haben. Die erwähnte Begräbnisstätte befindet fufy in unmittelbarer Nähe der Reste des vor nid)t langer Zeit durch Professor $r. Anthes und Leutnant Gieß feftgefteHten Römer-Kastells. Frankfurt a. M., 10. Mai. Eine Riesen-Schmetterlingsammlung von ca. 30000 Exemplaren, deren Stock die altberühmte „Kochsche Sammlung" abaegeben hat, wird vom Dienstag, den 14. bis Donnerstag, Den 16. d. Mts. ausgestellt werden. In ca. 200 Glaskasten ist eine aus allen Weltteilen zusammengebrachte Kollektion von Schmetterlingen, wie sie in gleicher Art wohl noch niemals aufgestellt gewesen ist, in einer sehr übersichtlichen Weise dem Publikum zugänglich gemacht. Die Sammlung umfaßt sämtliche Schmetterlingsgruppen und von ihrer Reick?- halttgkeit kann man sich! einen Begriff machen, wenn man erfährt, daß, um nur eines herauszugreifen, allein über 200 Ordensbänder, die 75 verschiedenen Arten angehören, nebeneinander gestellt sind. Allein die Segelfalter, deren mehrere Hunderte von Arten da sind, bilden, Kasten an! Kasten gereiht, eine Kolonne von 12 Metern Länge. Die wenigen Museen, welche größere Sammlungen besitzen, als die hier ausgestellte, sind zumeist nicht in der Sage, ■ÄS Ä"Lbrs?*‘ M 'ÄZ* tmÄh |ortnen ivieda. (ü5 e W »ich/s a/s ^Jauttn und Farbe/ ÄÄ'F&S Dn ^rvM(n, ylt' }e0 'st bewußter Schm IM aber alles, M W.Hr hochstehende Mjelheiken, namentlich malbe' v'e ich fie mir ung imTurmhaus am - öon heute an wieder ' ^Gemälde und zwar '• RüdMli-Basel der "W ist also kff'ÄwH und Von wllenwn des Javaners -Mnstsalon Hermes und ^stellt, und hatte sich lches zu erfreuen,' was - ^er Stunftoerein hat um diese Bilder auch uen. 2ie bleiben jedoch M sodann zur Weiter- ch der neueste Traum 5 Abg. 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Besonderen Wert hat die Ausstellung für Sammler, die fiel) die Arten ihrer Privatsammlungen nach den vorgeschriebenen Namen bestimmen können. (:) Amöneburg, 10. Mai. Unser kleines anmutiges Bergstädtchen ist wegen seiner schönen Lage namentlich in den letzten zehn Jahren ein Anziehungspunkt für Fremde geworden. Ter Reisende, der die Bahn benutzt und aus der Ferne unsere auf einem hohen Basaltkcgel gelegene Stadt erblickt, saßt unwillkürlich den Gedanken, hier aus- zusleigen. Hat er den Berg erklettert, und unternimmt er einen Rundgang um die Stadt, welcher prachtvolle Anblick bietet sich seinem Auge dar! Ringsum im herrlichen L7l;mtliale sieht er zu seinen Füßen eine Anzahl von Städten und Törsern, es sind 32 Orte, über die sein Auge schwerst, und überall lachen die üppigen Fluren des gesegneten Ohm- thales. Schon Jahrzehnte lang trägt man sich mit dem Gedanken, das Städtchen wegen seiner gesunden Berglust zu einem Erholungs und Luftkurort zu machen, aber man hat cs seither an dem nötigen Eifer und an Energie fehlen lafsen, für fremde Gäste hier einen angenehmen und bequemen Aufenthaltsort zu schaffen; trotzdem es nicht allzu schwer ist, dieses zur Ausführung zu bringen. Man mußte 1. bessere Wohnungen Herstellen, denn hierin ist immer noch Mangel, 2. müßte ein gutes Trinkwasser aus den Berg geleitet werden. Dieses ist in ganz vorzüglicher Güte in der am Fuße des Berges liegenden unversiegbaren sog. Bonifaziusquelle hinreichend vorhanden und müßte vermittels einer Wasserleitung mit Druckwerk auf den Berg geschasst werden, 3. müßten außer den bereits vorhandenen schattigen Plätzen und Wegen noch andere schöne Fußpfade, B. von der Schloßruine nach der Weineburg angelegt und rechts und links mit Bäumen bepflanzt werden. Tie günstigen Verhältnisse unserer Stadttasse bieten hierzu hinreichende Mittel. Bemerkt sei noch, daß sich im vorigen Jahre hier ein Verschönerungsverein gebildet hat, der sich hauptsächlich die Aufgabe gestellt hat, zunächst die äußere Verschönerung unseres Ortes vorzunehmen. Dieser Verein hat rinas um die Stadt, sowie aü den Straßen nach Kirchhain, Rieder- klein, Rüdigheim und Schweinsberg, sowie an der Straße nach unserm Bahnhof Ruhebänke anbringen lassen. •* Kleine Mitteilungen aus Hessen uud den Nachbarstaaten. Jüngst fiel in Hungen ein Kind in eine an der Straße stehende volle Wasserbütte und wäre sicher ertrunken, wenn nicht ein in der Nähe besindlick)er Herr rechtzeitig den Vorgang bemerkt und das Kind gerettet hätte. — Tie Stadtverordneten jn Mainz beschlossen, eine Erklärung gegen die übertriebenen agrarischen Forderungen und für langfristige Handelsverträge. — Die Elektrizitäts- und Straßenbahn- kommission in Mainz hat beschlossen, nachdem Baurat Riese Frankfurt ein Gutachten über die Erwerbung der Straßenbahn durch die Stadt Mainz erstattet hat, das mit der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft, als Eigentümerin der Mainzer Straßenbahn bestehende Vertragsverhältnis au das Jahr 1904 zu kündigen. — Aus verschmähter Liebe hat sich Freitag nacht der 21 jährige Sohn des Sparkasserechners \t in Reinheim in der Hosraite seiner Geliebten, der Tochter des Gasthofbesitzers Sch., erschossen. Vermischtes. • Berlin, 10. Mat. Ueber ein sonderbares Renkontre, das schließlich zu einer Duellforderung führte, wird einem hiesigen Blatt berichtet: Als dieser Tage ein Wagen der Straßenbahnlinie Mittelstraße—Pankow an der neuen Alexander-Kaserne vorbeifuhr, sagte ein auf dem Hinterperron stehender Herr zu seinem Nachbar lächelnd: „Zwing- Uri.- Ein gleichfalls auf dem Perron befindlicher Offizier mischte sich darauf in das Gespräch, und es kam zu recht heftigen Auseinandersetzungen, die schließlich in einem Karten- -vechsel gipfelten. ♦ Berlin, 10. Mat. Zum Unfall des Linien, schiffes „Kaiser Friedrich III.- wird mitgeteilt: Die Bermesiungsarbeiten auf dem Adlergrund unter Leitung des Kapttänleuinants Deimling schreiten wegen der ungünstigen Witterung nur langsam fort. Da zur Feststellung der Lage deS AdlergruvdeS die Aufnahme der Insel Bornholm notwendig ist, entsandte die dänische Regierung mit dankenswerter Bereitwilligkeit einen Seeoffizier zur Unterstützung des BermesiungSdetachementS dorthin. Wenn neuerdings in einzelnen Blättern Nachrichten über falsche Lage deS Feuer schiffes im Adlergrund verbreitet sind, daran anknüpfend Betrachtungen über die verantwortliche Stelle und Bestrafung des oder der Schuldigen angestellt werden, fei nur hingewiesen, daß die Ursache des Unfalles des „Kaiser Friedrich III.- insbesondere die Lage deS Feuerschiffes im Adlergrund mit Sicherheit erst durch die eingeleitete Untersuchung und Ber- meffung festgestellt werden kann. * Unheilbar Kleptomanie. Bei einem Spezial, arzte im vornehmen Etoileviertel in Paris stellte sich zu Anfang der letzten Woche ein elegant gekleideter Herr ein in Begleitung seiner Tochter und eines Kammermädchens. Er gab sich als der in der Kleber-Avenue wohnende Monsieur be S. aus und setzte dem Arzte auseinander, daß feine Tochter an Kleptomanie leide. Der Doktor möchte das junge Mädchen in Behandlung nehmen und die Heilung versuchen. Da der Arzt derartige Kranke im Hause zu behalten pflegt, um sie beständig unter Aussicht zu haben, so ließ der unglückliche Vater Kind und Kammerfrau in der Heilanstalt zurück unter Hinterlegung einer Summe von 500 Frks. Der Arzt wandte alle Kunst an, die diebischen Instinkte seiner Patientin zu neutralisieren, aber vergebens: vorc^stem war das junge Mädchen verschwunden und 20 000 Frks. in Banknoten dazu. Der an seiner Wissenschaft verzweifelnde Medi- finer eilte sofort nach der Avenue Kleber, um den Vater von der Flucht und dem Diebstahl der Tochter zu benachrichtigen. Er war nicht wenig erstaunt, in dem Herrn v. S., der wirklich unter der angegebenen Adreffe wohnte, eine ihm fremde Persönlichkeit zu finden, die ihm erklärte, nichts von der ganzen Angelegenheit zu wiffen. Der Arzt begriff nun, daß er das Opfer raffinierter Gauner geworden war. * Pest. Aus Konstantinopel wirb gemeldet: Nachdem in den letzten sechs Tagen kein pestverdächtiger Fall voraekommen ist, sind die den Reiseverkehr betreffenden Maßregeln aufgehoben worden. — Die Deutsche Levantelinie teilt der Hamburgischem Börscnhallc mit: Nachdem der in Konstantinopel vorgekommene Pestfall vereinzelt geblieben ist, und günstig verläuft, hat der russische Sanilätsrat in Odessa beschlossen, Konstantinopel nicht als verseucht zu betrachten. Schiffe und Passagiere unterliegen infolgedessen in den russischen Häfen keinerlei Quarautänemaßregeln^ Theater, Kunst und Wissenschaft. — AuS Darmstadt wirb uns geschrieben, daß die F'stoor- iellung der „Darmstädter-Spiele 1901" ntöt um 9 Uhr adendö sondern um 8 Uhr beginnt. Auch für diese Festlichkeit ergehen persönliche Einladungm. Gerichtssaal. D. Gießer,, io. Mai. Ltraskammersttzuug Der in Londorf am 24. Dezember 1867 geborene, zu Gießen wohnhafte Mineralwasser- Händler Ferdinand Paul, zweimal wegen Betrugs vorbestraft, ist an^e- riagt, zu Gießen im Jahre 1900 das Vermögen des Schlosserme^sters Karl Schmidt von hier dadurch beschädigt zu haben, daß er durch Vor- piegelung falscher bezw Unterdrückung wahrer Thatsachen diesen zur Hergabe von 6C Mk. und am 2. Februar 190t von 200 Mk. bewegte. Das Moment der Jrrtumserregung liegt nach der Anklage darin, daß er den Karl Schmidt durch die Vorspiegelung, er sei im Besitze von hinreichenden Mitteln, daß insbesondere die Forderung durch eine in seinem Eigentum stehende Wasiermaschine gedeckt sei, zur Hergabe der genannten Beträge verlettet haben soll. Die Wassermaschine war aber noch nicht Eigentum des Angeklagten, da er aus die 430 Mk. betragende Kaussuinmc noch 130 Mk. zu bezahlen hatte, und die Fabrik hatte einen Eigentumsvorbehalt an chr. Der Angeklagte bestreitet seine Schuld, insbesondere Vorspiegelung falscher Thatsachen und bie Absicht der VermügenSbeschädi- gung des Schloffermeisters Schmidt. Die Beweisaufnahme ist sehr umfangreich, und beansprucht längere Zeit; die Verteidigung sucht insbesondere durch die von ihr produzierten Zeugen die Glaubhaftigkeit der Hauptzeugen, insbesondere der hiesigen Gesindevermieterin Schmidt zu erschüttern. Die Staatsanwaltschaft beantragte, den Angeklagten wegen Betrugs in zwei Fällen, die, weil aus einem Entschluß entsprungen, als fortgesetztes Delikt zu betrachten seien, in eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten und in die Kosten des Verfahrens zu verurteilen. Der Verteidiger des Angeklagten plädiert auf Freisprechung, zu deren Begründung er ausführt, daß der Thatbestand der angezogenm 88 des Strafgesetzbuches in jeder Be- ziehung nicht als gegeben angesehen werden könne; es fehle die Absicht der Täuschung wie das Bewußtsein, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Der Fall sei überhaupt nicht von strafrechtlichem, sondern von civilrechtlichem Standpunkte nur zu betrachten. Das Gericht kommt zu der Ueberzeugung von der Schuld des Angeklagten und verurteilt ihn unter Anrechnung der vom 1. März bis 19. April 1901 erlittenen Untersuchungshaft wegen des ersten Betrugsfalls in eine Gefängnisstrafe von drei Monaten und vierzehn Tagen. Des anderen ihm zur Last gelegten Betrugsfalles wird der Angeklagte für nicht schuldig erkannt. — Der Stationsgehilfe Ernst D a u b e r in Deutsch-Oth, Lothringen, war vom Schöffengericht Vilbel durch Erkenntnis vom 3. April d. I. in eine Gefängnisstrafe von 3 Wochen verurteilt worden, weil er zu Dortelweil am 23 September 1900 das Wirtslokal des Gastwirts Vönel, obwohl er ohne Befugnis darin verweilte, auf die Aufforderung des Berechtigten nicht verließ, auch widerrechtlich in dieses eindrang, und daß er den Hausfriedensbruch mit einer Waffe, nämlich einem Revolver, verübt habe. Der Angeklagte hat gegen das erstinstanzielle Urteil Berufung eingelegt, weil der qualifizierende Moment des Waffentragens bei der Verübung des Hausfriedensbruchs nicht gegeben sei. Das Gericht schließt sich seiner Ansicht an, giebt seiner Berufung statt und setzt an die Stelle der erkannten Gefängnisstrafe eine Geldstrafe von 50 Mk., die im Nichtbeitreibnngsfalle mit 10 Tagen Gefängnis zu verbüßen ist. Die Kosten der Berufungsinstanz werden der Staatskaffe zur Last gelegt. — Der zu Daueruheim geborene Karl Heck war durch Urteil der hiesigen Sttaskammer vom 28. Januar d. 3? gemäß § 267 des St.-G.-B. In eine Gefängnisstrafe von fünf Tagen und zur Kostentragung verurteilt worden, weil er in einem an die Großh. Staatsanwaltschaft gerichteten Briefe, in dem behauptet wurde, daß ein gewisser Friedrich Hacker in Fauerbach bei Friedberg gegen die Ehefrau des Heinrich Rupp daselbst einen Notzuchtsversuch unternommen habe, den Namen des letzteren als Unterschrift zugesügt, sich also der Urkundenfälschung schuldig gemacht hatte. Die Staatsanwaltschaft, die gegen den Angeklagten auch Anklage gemäß § 268 des St.-G.-B. erhoben hatte, da die Absicht der Schadenszufügung vorliege, (egte gegen dieses Urteil Revision ein, weil das Gesetz durch Nicht- bezw nicht richtige Anwendung des § 268 des St.-G.-B. verletzt sei, da die Schadenszufügung nicht auf die Zufügung eines Vermögensschadens allein zu beschränken sei, vielmehr die Zufügung jeden Schadens genüge, um den Thatbestand des 8 268 zu erfüllen. Hier liege die beabsichtigte Schadenszufügung in der Absicht des Angeklagten, die Bestrafung des Hacker zu veranlassen. Das Reichsgericht, und zwar sein erster Strafsenat, hob durch Erkenntnis vom 28. März 1901 unter Stattgebung der Revision der Staatsanwaltschaft das angefochtene Urteil auf und verwies die Sache zu neuerlicher Verhandlung an die Straftammer zu Gießen zurück. Jn der heutigen Verhandlung kommt das Gericht entgegen dem Antrag bet Staatsanwaltschaft zu demselben Ergebnis wie bei der früheren UrteUsfällung und verurteilt den Angeklagten nur nach § 267 des St.-G.-B. und zwar in eine Gefängnisstrafe von fünf Tagen, auf die es. auch früher erkannt hatte, und zwar auf Grund der Erwägung, da es möglich sei, daß der Angeklagte im Glauben an die Strafbarkeit des Hacket den frag!. Fall zur Kenntnis der Staatsanwaltschaft gebracht habe. — Bemerkt sei noch, daß zwei falsche Einmarkstücke und ein falsches Zweimarkstück durch Urteil der Kammer eingezogen wurden. Die An- fertiger waren nicht zu ermitteln. Jagd und Sport. — Für die Internationale Hunde Ausstellung zu Gießen am 12. und 13. Met auf „TexlorS Terrasse" find 500 Hunde mit 830 Nennungen gemeldet und zwar: Bernhardiner 32, deutsche Doggen 22, Neufundländer 5, Leonberger 2, russische Windhunde 11, schottisch- Schäferhunde 34, Deuttch- Schäferhunde 12, Pudel 7, Dalmatiner 1, Spitz; 9, Pinscher 27, Dobermannpinscher 13, Bulldoggen 10, Boxer 5, Aive dale-Terriera 17, Iris-T. 1, Bullterriers 3, Black-and tau Terriers 3, seidenhaartge Pinscher 3, Brasilianische Rehhündin 1, schweizerischer Laufhund 1, kurzhaarige Vorstehhunde 67, langbaarige Vorstehhunde 12, stlbergraue Wcimeraner 1, drahtharige Vorstehhunde 20, Pudelpointer 16, Pointer 4, englische Setter 3, Irish Setter 4, Gordon-Setter 4, Dachshunde 103, Dachsbracken 2, Foxterriers 17, Sussex Spaniels 1, Schoßhunde 23. Als besondere Seltenheit ist heroorzuheben, daß hier eine brasilianische Rehhündin ausgestellt wird. Schon aus diesem Grunde ist der Besuch der Ausstellung zu empfehlen. Die Eröffnung findet am Sonntag, 8 Uhr vormittags, statt, die Prämiierung beginnt um 9 Uhr und von nachmittags 3 Uhr ab konzertiert die Kapelle deS Jnf.-RrgtS. 116. Montag nachmittag werden die ca. 103 Ehrenpreise verteilt und um 6 Uhr nachmittags ist Schluß der Ausstellung. Kandel und Uerttehr. Volkswirtschaft. — Differdingen - Darnrenbaurrr. lieber diese Gesellscha brachten wir neulich eine MitteUung der Darmstädter Bank. Dtffer- dingen-Dannmbaum ist eine der größten Bergwerks- und Hütten- Gesellschaften, die ihren Sitz in Luxemburg hat, beren Papiere vorzugsweise in Berlin gehanbelt werben. Sie hat bie Zahlungen eingestellt und will bem Konkursrichter durch einen Zwangsoergleich entgehen, den die Darmstädter Bank begünstigt. Die Sache ist recht skandalös, denn noch Ende März d. I., also vor wenigen Monaten, ist an der Berliner Börse eine Anleihe von 8 Millionen Mark au: gelegt und zugelaffen worben. Dm Aktionären deS Werks wirb zu- gernutet auf zwei Dritteile ihres Kapitals zu verzichten und außerdem 5 Proz. dar rinzuzahlen. Dm Gläubigern follm 20 Proz. ihrer Forderungen in bar, 30 Proz. in Schuldverschreibungen und 50 Proz. in Vorzugsaktien bezahlt werden. Auf diese Weise fallm 12 Million« Mark unter den Tisch. Arbeiterbewegung. Darmstadt, 10. Mai. Seit heute Nacht brfindet sich,bie Mehrzahl der Bäckergesellen im Ausstand. Auf die noch Arbeitenden wird von Seiten der Streikenden der stärkste Druck ausgeübt, um diese ebenfalls zur Niederlegung der Arbeft zu veranlassen. Jedenfalls werden die Behörden mit aller Energie den Arbeitswilligen Schutz angedeihen lassen uns gegen diejenigen, die sich derartige Drohungen zu Schulden kommen lassen, vorgehen. Amsterdam, 10. Mai. Der Bund der Seeleute proklamierte in» folge von Differenzen wegen Sonntagsarbeit den allgemeinen Ausstand deS SLiffspersonals vom Steuermann und Maschinisten abwärts. Der Ausstand ist bis jetzt kein allgemeiner. Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. Mai. 2. Paul Heinrich Karl Seibel, Kaufmann dahier, mit Emma Angelika Johanna Lmz in Klein Linden. 5. Jobann Runz- 'oebner, Taglöhner in Mornshausen, mit Katharine Runzhcirner, Dienstrnagd bahier. 6. Aböls Georg Karl Ludwig Johann Lyncker, Spediteur bahier, mit Helene Karoline Henriette Füll In WieSbabeo. 6. Ernst August Hirsch, Großh. Amtsrichter in Höchst t. O., mit Theobora Sibylle Sophie Elise Ploch bahier. 6. Moritz Georg Reitz, Sck-einermeifter in Groß-Kargen, mit Sophie Elise Nöbing bahier. 6. Hk'urtch Lich, Kutscher bahier, mit Ernestine Paulme Vogel hier- elbst. 7.' Ernst Friedrich Ferbinanb Schramm, GlaSreiniger dahier, mit Elisa Augusta Möllerbenn Hierselbst. 7. Philipp Heyligenstaedt, Kaufmann dahier, mit Paula Emilie Auguste Knauff in Frank' urt a. M. 7. Heinrich Emil W.ßner, Fabrikarbeiter dahier, mit Katharine Elisabethe Wenz in Burkhardsfelden. 9. August Karl Ludwig Rudolf Hahn, Kaufmann dahier, mit Friederike Auguste Louife Merlen in Münster. 9. Karl Franz Jahnsohn, der. Gendarm dahier, mit Frieda Seum in Nidda. Eheschttetzungeu. • Mai. 4 Philipp Eisenhardt. Geometer dahier, mit Karoline Valentin Hierselbst. 4. Christian Daniel Ludwig Weeg, Schuhmacher dahier, mit Johanna Luise Emilie Susanne Noll Hierselbst. 4. George Gustav OSkar Robert Giese, Oberleutnant dahier, mit Ella Sar- otiuß hie, selbst. 4. Dr. Otto Emil Dieffenbach, Chemiker in GrieS- hrim a. M-, mit Bertha Auguste Charlotte Textor dahier. Geburten. ~ _ April. 29. Dem Schneider Johannes Walter ein Sohn. 30. Den, Fahrkarten - Ausgeber Karl Christ ein Sohn, WUHelm Heinrich. Mai. 1. Dem Polizeigehilfen Ludwig Sier ein Sohn. 1. Dem Eisenbahn-BetriebSinspektor Wilhelm Horstmann eine Tochter, Gertrude Maria Clementine. 4. Dem Maurer Hermann Frey Zwillinge. Frieda und Hermann. 5. Dem Großh. Staatsanwalt Friedrich Zimmermann ein Sohn, Fritz Curl. 5. Dem Postschaffner Karl Ho> mann eine Tochter, Lina. 5. Dem Oekonomen Hermann Haubach eine Tochter. 6. Dem Bankier Albert Heichelheim ein Sohn, Fritz Moritz. 7. Dem Kaufmann Theodor Baubel ein Sohn. Gestorbene. . ,, Mai. 4. Katharine Ruhl, 33 Jahre alt, Dienstrnagd dahier. 5. Amöne Christiane Gail, geb. Banß, 73 Jahre alt, Ehefrau des Hut« machers Friedrich Emil Gail dahier. 5. Jobannette Sack, fil Jahre alt, geschästtzloS dahier. 8. Karl Gerbode, 73 Jahre 'alt, Oberpost- ftkretär i. P. dahier. 9. Christine Zinßer, geb. Ohr, 77 Jahre alt, Privatin dahier. SliftMachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch den Agenten C. Lo oS. Bremen, 9. Mai. fPer transatlantischen Telegraph.^ Der Doppelschrauben-Postdampfer ^H. H. Meier", Kapitän C. Steenckm, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Glaser, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Knecht, 1 HauSbursche, 1 Fuhrknecht, 1 Lausfrau, 1 Brödchenträgerin. Nachfrage der Arbeitgeber r 2 Glaser, 1 Wagner, 1 Sattler, 2 Schreiner, 2 Fuhrknechte, 1 Hausburfche, 2 Dienstmädchen, lIBrödchen» austrägerin, 1 Waschfrau. Lehrlinger 1 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Glaser, 1 Kellner, 8 Schlosser, 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Metzger. Brodpreife vom 12-. bis 26. Mai 1901. Der hiesige« Bäcker. I Kg. (2 Psd.) Taselbrod 28 Pfg 1 Kg. l2Pfd.)Schwarzbrod 24 Pfg. 2 Kg. 4 Pfd.) Tafelbrod 56 r 2 Kg. (4Pfd.)Schv»-rzbrod 48 , Kg. (2 Pfd.) Weißbrot, 26 r 8 Kg. (6Pfd.)Schwarrbrod 72 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot, 52 , Der auswärtigen Bäcker. • 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot, bei: 8. Schmidt, Gr.-Linden . 24 SB. Weitzel von Lang-GvnS 24 „ W. Steinmüller, Lang-GönS 24 C. Post von Wieseck . . 26 , 2 Kilogramm (4»Psund) Weißbrot) bei: I. Kd. Belte, Kirch-GönS . 46 SB. Steinmüller, Lang-GönS 48H L. Schmidt, Großen-Linden 48 „ SB. Weitzel von Lang-GönS 48 „ 2. Steinmüller, Gr -Linden 48 » C. Post von Wieseck . . 52 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot) bei: L. Schmidt, Großen-Linden 22 SB. Weitzel von Lang-Svu« 22 4 W. St-inmüller, Lang-GöNs 22 , 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrod bei: Zoh. Kd. Seite o. KirchgönS 42 SB. Weitzel v. Lang-GönS 44 L. Schmidt, Gr.-Linden . 44, W.Steinmüller o.Lang-Göns 44 „ e. Steinmüller, Gr -Linden 44 , Karl Post von Wieseck . 44 „ 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrod bei: C. Post von Wieseck . . 66 Emst Chrift, Wieseck 69 , Der Brodverkäufer. Bei den hiesigen Brodverkäufern bestehm dieselb« Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 10. Mai 1901. Großherzoglicher Polizeiamt Gießen. Hechler. Mehrere Unterstützungen zu je 20 Mark sollen an bedürftige hiesige Familien durch den Fechtverbaud Gietzeu Lahr vergeben werden. Nur schrifllich begründete Anmeldungen, welche bei dem Unterzeichneten bis zum 580. d. Mts. einzureichen sind, werden berücksichtigt. Der Aorstand: 3526 E. Schiffuie, Grünbergerstraße 3. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ mit Spachtel-Stickerei. Mores Heilen h teliefa Mm Ernst Bloedner, Seltersweg 'M 560 von Sportwaoen ist SolmiEniartLa. in zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen. 3523 J. Kaan jr., gtrawlat Wz M t Seh. 3260 Bleichstrafte 8, Part. Kolonialwaren-, Drogen« u. Seifenhandlgn. verdient owie Maggi's Aouillon-Aapset« b 12 und 16 Pfg. 3399 «trantwortitd) ffir den eUie Heutige Kummer umfaßt 16 feiten V -HTrcanisV' .. „t V [p'efl'LUNT-,GLfiNl-STfeft**' \ Amerikanische Glanz-Stärke von Fritz Schulz jun., Aktien gesellschaft LEIPZIG 8394 garantiert frei von nOen schad!. Substasrea Diese biS jetzt unübertroffene Stärke hat fick) ganz außerordentlich bewährt; sie ent’ SiSSSl dält alle zum guten Gelingen erforderlichen Substanzen i« dem richtigen Verhältnis, so daß die Anwendung stets eine sichere und leichte ist. Der vielen Nachahmungen halber beachte man obiges Fabrikzeichen, Goldene Medaille das jedem Packet aufgedruckl ist. Forels pro poftet 20 Nfg. Zu haben in allen von Mk. 5.— an bis zu den feinsten Verdeckwagen. Leiterwagen ä Artillerie-Verein. Iamilien-Kusffug Sountag ben 12. b. MtS. nach Kloster Arnsburg Hohvexsteigerung imaliadkmischtnLorstgartki!. Im Anschluß an die auf den 14. Mai ausgeschriebene Versteigerung in der Großh. Oberförsterei Schiffenberg kommen zum Ausgebot aus dem akademischen Forstgarten: 1. 17 Fichtenstämme mit 3,89 fm, 6 Weywuthskiefern- stämme mit 1,74 fm, 1 ElS- beerstamm mit 0,22 fm und 83 Fichtenstangen mll 2,07 fm, daher im ganzen 7,92 fm Nutzhölzer. 2. Scheit-, Knüppelholz und Reisig, und zwar 2,75 fm Laubholz und 11,59 fm Nadelholz, daher im ganzen 14,34 fm Brennhölzer. Die Hölzer werden nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Univerfitäts- Forstgärtner Dörmer. Die Genehmigung der Versteigerung bleibt der unterzeichneten Behörde Vorbehalten. Gießen, den 10. Mai 1901. Die Direktton des akademischen Forstinstituts. 3514 Dr. Heß. allen Größen und Tragfähigkeiten empfehlen billigst Ausverkauf. Wegen Aufgabe meines Üorfett-Spezialgeschäftes verkaufe ich von- heute ab mein Lagec in allen Sorten Korsette» zu bedeutend ermäßigten Preisen Fran Anna Roth, Neu eingetrosfen ein größerer Posten befferer SoniiM-llanMiilii! Rflf) Mir zahle ich dem, der vVU liUii beim Gebrauch von Kothes Zahn wasser, ä Fla«;on 60 Pfg., jemals wieder Zahnschmerzen bekommt oder auS dem Munde riecht. Joh. George Kothe Nachfl., Berlin. 1693 In Gießen bei H. Tichy. Rp. Alkohol und Pfefferminz-Oel. Gegen erste Hypothek auf ein Grundstück in Gießen werden per bQlb 6000 Mark« Geschäfts Der Bemann kann in jährlichen Raten zurückgezahlt werden. Off. von Selbstdarleihern wolle man unter K. A. 95 an Haasenstein & Vogler A. G. Gießen, gelangen lassen. 3507 Der Stadtauflage unserer heutigen AuSgabe liegt eiu Prospekt von Adolf iZaer tu Gießen, Schulstraste 8, bei.3509 Kath. 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