«u,. tu B1«lbeeke •«ein. ,eu ahl am Platze. pflugkörper. cM Sitljtt? M urde mit eStiefeln n,-3n lkengaffe iüfft des i otl jebeR ton an« iberReit, Ae.Ttoß Meben jein. lierpi nut t — ßut! 1766 H-Hl-Walt , Baiftneaflt 10. 5 'M i, Birte, Iw i Hausputz, aber auf lange hilft: ^atkaSWNMl beraül BMI ^Ttt^tbarin, W 2 Dramen b' L-S ls ^esamtmrnm , h ^in eLiflfteit3 dE hat wenE. äSys .Machst iLjtit, »l ' rÄ'K- jeM* "E fit -er Sludienpkan des Kronprinzen für fein erstes Semester in Bonn ist unter Mitwirkung der Universitätsverwaltung und hervorragender Universitätslehrer mit großer Sorgfalt ausgearbeitet worden. Den breitesten Raum nehmen darin die juristischen und historischen Vorlesungen ein, doch wird er auch litterarhistorische, sprachliche unb naturwissenschaftliche Studien treiben, um in alle Wissenschaftsgebiete einen Einblick zu gewinnen. So wird der Kronprinz im einzelnen folgende Vorlesungen hören: Grundzüge der allgemeinen ReckMlehre und fön- leitung in das Privatrecht bei Professor Zitelmann, Rechts- Encykwpädie bei Professor Cosack, Ueberblick über die Geschichte und Grundzüge des deutschen Rechts bei Professor Loersch, Reichs- und Staatsrecht bei Professor Zorn, biographische Einzelbilder aus der alten Geschichte bei Professor Nissen, Zeitalter Friedrichs des Großen bei Professor v. Bezold, Geschichte der Kunst in den Rheinlanden bei Professor Giemen, Goethes Faust bei dem Litterarhistoriker Professor Litzmann, Schillers Dramen bei Professor Drescher, Les chefs d'oeuvre du theatre elassique franeaise und französische Hebungen bei dem Lektor Gaufinez, Zoologie und Paläontologie. Insgesamt sind für die Vorlesungen 20 Stunden wöchentlich festgesetzt. Außerdem wird der Kronprinz neben sportlichen Üebungen auch das Vivlinspiel fortsetzen, das er schon seit Jahren betreibt. Auch wird er uzährend seiner Studienzeit in das Korps Borussia eintreten, dem schon sein Vater, Kaiser Wilhelm IL angehört hat. — Cs ist nicht ohne Interesse, mit diesem Studienplan des Kronprinzen die Studien zu vergleichen, die sein Vater und Großvater vor 24 und 52 Jahren betrieben haben, taifer Wilhelm war 18 ein halb Jahre alt, als er im iberbft 1877 die Universität Bonn bezog, um sich vier Semester lang den akademischen Studien zu widmen. Tas Hauptgewicht wurde bei ihm auch auf die juristischen Vorlesungen gelegt, die er während der vier Semester bei den Professoren Hälschner, Loersch und v. Stintzing hörte. Dazu kamen drei Semester lang national-ökonomisch und sozialpolitische Vorlesungen bei den Professoren Held und Nasse, zwei Semester historische Vorlesungen bei Maurenbrecher, je ein Semester Philosophie bei Professor Jürgen, Bong, Meyer, Physik bei Professor Clausius, Chemie bei August Kekule, deutsche Litteraturgeschichte bei Wilmanns, antike und moderne Kunstgeschichte bei Reinhold Kekule und Justi. Die Mehrzahl dieser Vorlesungen besuchte Prinz Wilhelm mit allen anderen Zuhörern gemeinsam, während einige als sogenannte Privatissima für ihn allein gelesen wurden. Daneben betrieb der Prinz noch eifrig Fechtübungen und huldigte dem Reit- und Rudersport. — Kaiser Friedrich bezog die Universität in Bonn im November 1849 und studierte bis Ostern 1852 mit einer Unterbrechung im Sommersemester 1851, das der weiteren militärischen Ausbildung gewidmet war. Im ersten Semester las er mit Curtius die Annalen des Tacitus, hörte die Geschichte des römischen Rechts bei Professor Walter, Kulturgeschichte des Mittelalters bei Professor Löbell, Geschichte der fran- zösischen Komödien und französische Üebungen bei Professor Monnard, Englisch hei Dr. Walther-Perry. Im zweiten Semester wurden die Geschichtsvorträge bei Professor Löbell, sowie die französischen und englischen Hebungen fortgesetzt; außerdem hörte Prinz Friedrich römisches Privatrecht bei Walter, Geschichte des deutschen Rechts bei Professor Perthes und vergleichende Völkergeschichte bei Emst Moritz Arndt. Ter Studienplan des dritten Semesters umfaßte: deutsche Rechlsgeschichte und Staatsrecht bei Perthes, deutsches Privatrecht bei Walter, allgemeine Geschichte seit dem 14. Jahrhundert bei Löbell, Politik bei Professor Dahlmann, Geschichte und Geographie Englands und Frankreichs, französische und englische Konversation. Im vierten Semester wurden gehört: Staatsrecht bei Professor Perthes, Völkerrecht bei Professor Hälschner, Kriminalrecht bei Professor Dauer band, Kirchenrecht bei Professor Bluhme, deutsche Literaturgeschichte bei Professor Löbell und Befestigungs- funft bei Oberst Fischer. So spiegelt sich in den mitgeteilten Lehrplänen der akademische Studiengang dreier Generationen unseres Herrscherhauses an derselben Universität wieder. -k- Thea terbrie saus Mainz. Man schreibt uns aus Mainz: Die Theatersaison eilt hier mit Riesenschritten ihrem Ende entgegen. Noch acht Tage — 15. April — und die Pforten des Musentempels schließen sich zu fünfmonatlicher Pause. Noch keine Saison hat in materieller Beziehung einen so günstigen Erfolg aufzuweifen wie die nun abschließende. Man spricht von 40- b i s 50 000 M k, die Direktor St einfach während der sieben Monate verdient hat. Von Opemvorstellungen tvaren namentlich „Aida" und „Tristan und Isolde" dank der stimmgewaltigen Primadonna, Fräulein M a t e r n a, des Helden- lenors Helm, und des Heldenbaritons Rünger höchst genußreich Erfreulicherweise bleibt uns dieses hervorragende Künstlertrio auch in kommender Saison erhalten, ebenso wie die vortreffliche, jugendlichdramatische Sängerin Fräulein Cora. In der Operette, in der Fräulein Ziegler excellierte, übten namentlich „Geisha" unb „Se e - fabett" große Zugkraft aus. Die Partie honteufe der Oper bildete der numerisch unzureichenbe Chor, der statt der prospektmäßigen 36 Herren unb Damen schließlich auf 22 Personen zusammengeschrumpft war. Hier muß für nächste Saison entschieden eine Wendung zum Bessern eintreten. Im Schauspiele hatte „Flachsmann als Erzieher" den Löwenanteil des Erfolges. Er brachte es auf zahlreiche ausverkaufte Häuser. In der Titelrolle wie in vielen anderen Partien bewies der Charakterdarsteller Kauer 'eine Meisterschaft, der uns leider mit Ablauf dieser Saison verläßt. Es gehört zu den vielen Unbegreiflichkeiten der Theaterleitung, daß sie diesen ausgezeichneten Schauspieler nicht wieder verpflichtete, ebensowenig die hochbegabte Naive, Fräulein Spier, die wir an die Meininger Hofbühns abgaben. Es wird der Direktion nicht leicht fallen, aiufj nur annähernden Ersatz hierfür zu schaffen. Die Damen Pflüger utib Schach ert, sowie die Herren Widmann, Wirth, Herz, Rücker rc., gleichfalls ausgezeichnete Mitglieder, bleiben dagegen unserem Schauspiel erhalten. Die Erfahrungen der diesjährigen Saison wird sich die Direktion wohl zu Nutzen gemacht haben und zu Gunsten der kommenden Saison verwenden. Zimmermann aus Darmstadt zum Oberlehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu WovmS, den Lehramts- assessor Ludwig Reeb aus Friedrichsdorf zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Bingen und den Lehramtsassessor Dr. Ludwig Wagner aus Darmstadt zum Oberlehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms ernannt. — Der Groß Herzog hat den Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen Dr. Ludwig Krug zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Mainz, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Büdingen Dr. Julius Friedrich zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen, den Amtsrichter bei dem AmtSgerichter Gernsheim Friedrich Schulz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bad Nauheim, den Gerichtsassessor Oskar B ö r ck e l aus Mainz zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht in Mainz, den Gerichtsassessor Heinrich Schneider aus Worms zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alzey, den Gerichtsassessor Dr. Anton Bopp aus Mannheim zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bingen und den Gerichtsassessor Philipp Bon Hard aus Mainz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht WormS ernannt. Ferner hat der Groß Herzog den Notar mit dem Amtssitz in Gau-AlgeSheim Dr. Johann Reinhardt zum Notar mit dem Amtssitz in Mainz als Nachfolger deS Notars Dr. Philipp Schmitt daselbst und den Ministerialregistrator bei den Ministerien des Innern und der Justiz Wilhelm Schilling zum Ministerialregistrator und Vorstand der Registratur bei dem Ministerium der Justz ernannt. — Der Großherzog hat den Notar mit dem Amtssitz in Alzey Gustav Jost auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai 1901 seines Dienstes entlassen. Gemalde Ausstelluug. Wie bereit- kurz erwähnt, findet gegenwärtig im Turmhaus ein größerer Wechsel der Gemälde statt. Unter den nahezu 70 auszustellenden Bildern befindet sich wieder eine Kollektion sehr interessanter Gemälde von dem Münchener Maler H. Rüdisühli (dem bekanntesten Schüler BöcklinS. D. Red.), worauf wir unsere Kunstfreunde schon heute aufmerksam machen können. **Die neuen Kartenbriefe der Reichspost werden schon in verschiedenen Postämtern verausgabt. Sie sind nur doppelteilig, und damit gleichen sie den Kartenbriefen aller anderen Länder. Tas Papier ist hellblau wie das der 2 Pfennig-Postkarten. Uebrigens ist die längst erwünschte Einführung von 5 Pfennig-Kartenbriefen für den Ortsverkehr noch immer nicht erfolgt, und doch könnte damit der heute noch geringe Absatz sehr erhöht werden. ** Darmstadt, 10. April. In der Kirche zu Jugenheim wurde gestern vormittag Prinzessin Alice von Battenberg (geb. 25. Februar 1885), die älteste Tochter des Prinzen Ludwig und der Prinzessin Viktoria von Battenberg, konfirmiert. Die Prinzessin war zu der feierlichen Handlung durch den Pfarrer der deutschen Botschaft in London vorbereitet, sodann durch Pfarrer Mathes geprüft worden, der sie auch nach Ablegung des Glaubensbekenntnisses einsegnete; sie nahm hierauf mit ihren hohen Eltern das heilige Abendmahl. Bei der Feier waren anwesend der Großherzog, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen nebst den Prinzen-Söhnen, Prinz Albert zu Schleswig-Holstein, der Graf und die Gräfin zu Erbach^Schönberg, der Prinz und die Prinzessin Franz Josef von Battenberg, Prinzessin Xenia von Montenegro, sowie eine Anzahl geladener Gäste. Die Beteiligung der Gemeinde Jugenheim war so zahlreich, daß die festlich geschmückte Kirche die Anwesenden kaum zu fassen vermochte. Nach dem Gottesdienste fand auf Schloß Heiligenberg Familientafel statt. ** Darmstadt, 10. April. Der Großherzog empfing am 10. April u. a. den Major Mootz, Kommandeur des Landwehr-Bezirks Friedberg und den russischen Ministerresidenten Fürsten Kudaschew. Wiesbaden, 11. April. Von der Parkstraße her konnte man gestern eine kleine Szene beobachten, die durch die dabei beteiligten Persönlichkeiten interessant ist. Hofrat Ludwig Bar na y, der bekannte Bühnendarsteller und ftüherer Direk- tor des Berliner Theaters, kam in Begleitung eines Ehepaares des Weges daher, als ein einfacher, aber vornehmer Herr mit weißem Bart ihnen entgegenkam. Der letztere begrüßte Hofrat Barnay sehr herzlich, während das Ehepaar respektvoll bei Seite trat, bis sie nach einer Weile von Hofrat Barnay herbeigerufen und dem älteren Herrn vorgestellt wurden, der sich sofort in ein längeres und sehr lebhaftes Gespräch mit ihnen einließ. Der ältere Herr war Minister v. Miquel, das vorgestellte Ehepaar aber war Professor Schaper aus Berlin und seine Gemahlin, eine'Tychter des verewigten Emil RitterShauS. Schaper, der berühmte Bildhauer, der Schöpfer des Goethe-Denkmals int Berliner Tiergarten, des Lessing-Denkmals in Hamburg, des Denkmals des Großherzogs von Hessen in Darmstadt und des vor wenigen Tagen in Anwesenheit des Kaisers enthüllten Denkmal- des Großen Kurfürsten, war nach Wies baden gekommen, um unsere Denkmäler zu besichtigen und die für das neu zu errichtende Gustav Frey tag-Denkmal in Vorschlag gebrachten Plätze in Augenschein zu nehmen. Der hiesige geschäft-führende Ausschuß hat vorerst von einer Konkurrenz für daS Denkmal abgesehen, nachdem der Künstler sich bereit erklärt hatte, feine Kraft und sein Können in den Dienst der Aufgabe zu stellen. •• Kleine Mitteilungen an! Hessen und bet Nachbarstaaten Dienstagnacht verschied plötzlich in M arburg der Gymnasial- direktor a. D. Geh.-Rat Buchenau. — Lange Zeit wurden b CJ8k!ÜDmtCta^c8 "Hessischer Hof" in Butzbach und auch die Bevölkerung durch kleinere Brände, die stets recht- zeitig bemerkt und gelöscht wurden, in Schrecken und Aufregung versetzt. Am zweiten Osterfeiertag wurde der Brand- fitster tn der Person der int House bed-ensteten Christine Friedrich auS Oberkleen auf frischer That ertappt. An- scheinend ist die betreffende geistig gestört, wofür auch andere Handlungsweisen und die Grundlosigkeit ihrer ganzen Ber- gehen sprechen. — Die Volkszahl für den Stadtkreis Frankfurt a. M. ist unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu und Abwanderungen, sowie deS entsprechenden UeberschusseS der Geburien über die Sterbefälle am 1. April d. Js. mit rund 291500 anjunehmen. — Die Einweihung der neuhergestellten Stadtkirche ;u Friedberg ist für den Juni in Aussicht genommen. Iwki!e Skllkralvtrsammlllllg der staatlichen Srtrnbshranhtn^lJr. ** Darmstadt, 8. April. Tie staatliche B e t ri e b s kr a n k e n k a s s e für das Großherzogtum Hessen hielt jüngst, wie die „N. Hess. Volksbl." melden, hier die zweite ordentliche Generalversammlung ab. Ter Vorsitzende Amtmann Dr. Stammler gab seiner Freude Ausdruck, daß die Errichtung der Kasse trotz der Abneigung, der sie anfänglich an manchen Stellen begegnete, jetzt schon nach einjährigem Bestehen allgemein als zweckentsprechend und wohlthätig wirkend anerkannt werde. Er gab der Versammlung noch weiter von der am 1. April 1901 ins Leben getretenen Versorgungsanstalt für staatliche Arbeiter, welche von dem Vorstand der staatlichen Betriebskrankenkasse mitverwaltet wird, Kenntnis. Die anwesenden Vertreter der staatlichen Arbeiter begrüßten diese Miteilung mit lautem Beifall. Hierauf wurde zu Punkt 1 der Tagesordnung: Abnahme der Rechnung pro 1900 geschritten. Nach Vorlage des Protokolls über die Revision der Rechnung wurde, da gegen diese nichts zu erinnern gefunden, dem Vorstand und dem Rechnungs- und Kasseführer einstimmig Entlastung erteilt. Bei dem nun folgenden Punkt 7 der Tagesordnung: Wahl eines Revisionsausschusses von drei Personen zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1901 wurden die beiden früheren Ausschußmitglieder Wilhelm Hofferberth und Otto Simon hier einstimmig wiedergewählt und an Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden Ludwig Baum hier Friedrich Kriegbaum einstimmig neugewählt. Zu dem nun folgenden Punkt der Tagesordnung: Erweiterung der Leistung von freier ärztlicher Behandlung, freier Arznei und sonstiger Heilmittel auf Kinder der Kassenmitglieder, wurde beschlossen, um eine Beitragserhöhung zu vermeiden, die Einführung dieser Leistung vorerst beruhen zu lassen. — Durch das Los schied Peter Hahn aus Leeheim als Beisitzer des Vorstandes und Wilhelm Edelmann aus Beerfelden als Stellvertreter des Beisitzers aus, sie wurden einstimmig wiedergewählt. Sodann wurde der Versammlung noch Bericht über den Stand der Medizinalkasse für staatliche Unterbeamte für das Rechnungsjahr 1900 gegeben. Diese gleichzeitig mit der staatlichen Betriebskrankenkasse ins Leben gerufene Einrichtung sichert den beitretenden Beamten unter 2000 Mark Gehalt freie ärztliche Behandlung und freie Arznei für sich, ihre Ehefrauen und Kinder gegen Beiträge von 12 bis 24 Mark pro Jahr je nach der Kopfzahl der Familie. Die staatliche Betriebskrankenkasse erzielte in 1900 einen Ueberschuß von 2826.43 Mark, wovon 1780.40 Mark dem Reservefonds gesetzlicher Vorschrift gemäß zugeführt werden mußten. Dieser Ueberschuß rührt hauptsächlich daher, daß die Kasse erst mit dem Beginn des Sommers ins Leben trat, sodaß die für den Gesundheitszustand ungünstigen drei ersten Monate des Jahres nicht in Betracht kommen. Die Medizinalkasse schließt mit einem unbedeutenden Tefizit von 67.51 Mark ab, das aus der Staatskasse gedeckt wurde. Eine Erhöhung der Beiträge erscheint umsoweniger notwendig, als sich diese "Einrichtung noch in der Entwicklung befindet, und durch den Zuwachs neuer Mitglieder immer lebensfähiger wird. Tie Kasse zählt z. Z. 181 Mitglieder mit ca. 670 Köpfen. Ueber die Hälfte aller Forst- warte und fast alle Dammwärter gehören der Kasse jetzt schon an. Für die Kasse sind zur Zeit thätig 219 Kasseärzte, 24 Kassezahnärzte und 121 Kasseapotheken, deren Wirkungskreis sich auf 511 Orte des Groß Herzogi ums Hessen und der angrenzenden Länder erstreckt. Die Kasse arbeitet mit 217 Behörden und ca. 430 Kassestellen. | Ter ursprünglich nur für das Finanzministerium errichteten Kasse sind mehrere Behörden anderer Geschäftszweige bereits beigetreten. Ein neuer Elberfelder Militärbefreiungs-Prozetz. Vor der zweiten Strafkammer des Elberfelder Kgl. Landgerichts begann am Mittwoch wiederum ein Militärbefreiungs-Prozeß, der in geradezu staunenerregendev Weise ein Bild entrollen dürfte, in welchem Umfange in dortiger Gegend die „Freimacherei", d. h. die Entziehung von der Militärdienstpflicht betrieben wird. Auf der Anklagebank erscheinen: 1) Rentner Herrn. Baumann-Elberfeld, 2) Witwe Therese Diockhoff-Clbcrfeld, 3) Kaufmann Karl Wilh. Tesche jun., Remscheid, 4) Kaufmann Karl Will). Tesche sen., Remscheid, 5) Fabrikant Heinrich Felde-Hasten bei Remscheid, 6) Fabrikant Richard Felde-Feld bei Remscheid, 7) Troguist Albert Garschagen jun., Recklinghausen, 8) Spezereiwarenhändler Albert Garschagen sen., Büchel bei Remscheid, 9) Kaufmann Ernst Emil Friedrich Schmidt-Delstern, 10) dessen Mutter, Wittve Lisette Schmidt-Deistern, 11) Kaufmann Adolf Stöcker-Gräfrath, 12) Kommis Karl RudolfStöcker-Gräfrath, 13) Fabrikant Karl Wilhelm Stöcker- Gräfrath, 14) Handlungsgehilfe Otto Zimmermann-Ober- kenkhausen, 15) Feilenfabrikant Karl Robert Zimmermann- Wermelskirchen, 16) Handlungsgehilfe Paul Everts-Höhscheid, 17) Scheerenfabrikant Karl Everts-Höhscheid, 18) Handlungsgehilfe Paul Weyersberg-Höhscheid, 19) Federmesser-Fabrikant Gustav Weyersberg-Höhscheid, 20) Klempner Albert Stern-Essen, 21) Klempnermeister Meyer Stern-Essen, 22) Landwirt Karl Eickenscheidt-Kray, 23) Landwirt Johans Wilheltn Hußmann-Kray, 24) Bautechniker Franz Heinrich Kirchhoff-Rüttenscheid, 25) Kaufmann Alexander Wüster- Cronenberg, 26) Fabrikant Julius Wüster-Cronenberg, 27) Kluppenschmiedegehilfe Herm. Hufschmidt-Remscheid, 28) Werkzeugfabrikant Albert Hufschmidt-Remscheid, 29) Fuhrunternehmer Karl Kremer-Bliedinghausen bei Remscheid, 30) Blechscheeren-Fabrikant Karl Schmidt-Menninghausen bei Remscheid, 31) Handlungsgehilfe Ernst Wester-Merscheidt bei Ohligs, 32) Kaufmann August Wester-Ohligs. Der Hauptangeklagte Baumann soll das Geschäft des Freimachens schon seit vielen Jahren in großem Umfange betrieben haben. Bereits vor 30 Jahren gelangte sein Treiben zur Kenntnis der Behörden. Er wurde angeklagt: für die Freimacherei fanden sich aber damals zu wenig Anhaltspunkte. Es wurde daher angenommen, daß er einer Anzahl junger Leute nur vorgespiegelt habe: er könne lie vom Milidärdienst befreien, um Geld zu erhalten. Er umrde deshalb nm 14. Dezember 1872 von dem damaligen Zuchtpolizeigericht wegen Betruges mit sechs Monaten Ge-s fängnis bestraft. Baumann und die Tieckhoff haben mit Pillen operiert, um Herzklopfen heroorzurufen; sie haben Ohrenleiden durch eine eingeträufelte Mischung erzeugt, Bluthusten nach Genuß von Schweineblut mit Weinessig durch Brechpulver hervorgerufen. Sie haben durch Anlegung von Bruchbändern Bruchleiden vorgetäuscht, ganz besonders aber sollen sie es verstanden haben, Militärärzte zu bestechen. Ja, es wird behauptet: die täuschenden Mittel wurden bloß angewandt, um schlimmsten Falls die bestochene,: Militärärzte 'zu decken. Von sogenannten Sanitätsunter' Offizieren, das heißt solchen, die bei der Aushebung den Militärärzten als Schreiber dienten, sollen sie, früher als die Militärärzte selbst, die Kommandos zu den Ersatz- und Ober-Ersatzgeschäften erfahren haben. Sie konnten sich daher rechtzeitig mit den betreffenden Aerzten in Verbindung setzen, ihre Kunden veranlassen, sich in den betreffenden Bezirken zu stellen und sich durch irgend eine Bemerkung oder Zeichen den Aerzten kenntlich zu machen. Die besten Freunde Baumanns sollen der Oberstabsarzt erster Klasse Dr. Schimmel, früher in Magdeburg, später in Düsseldorf und der Generalarzt a. D. Dr. Lindemann gewesen sein. Aber noch eine ganze Reihe anderer Militärärzte sollen Baumann und die Tieckhoff für ihre Zwecke gewonnen l)aben. Tie Kaufleute E. W. Tesche jun. und sen., die Fabrikanten Heinrich Felde jun. und sen., sämtlich aus Rem scheid; Drogist Albert Garschagen aus Recklinghausen, dessen Vater, Spezereiwarenhändler Albert Garschagen aus Remscheid sowie der Schmied Heinrich Hufschmidt aus Remscheid und dessen Vater, der Werkzeugfabrikant Albert Hufschmidt geben zu, mit dem angeklagten Baumann in Verbindung gestanden zu haben. Tie beiden Hufschmidts bekennen, ihm 2000 bezw. 3000 Mark bezahlt zu haben. Ferner bekennt Hufschmidt, von Baumann Pillen erhallen zu haben, wodurch die Gelbsucht künstlich erzeugt wurde. Baumann leugnet hartnäckig, die Zeugen zu kennen. Heute sind sämtliche Angeklagte vernommen worden. Morgen beginnt die Beweisaufnahme. Es sind 227 Sachverständige und Zeugen geladen. Vermischtes. * Hamburg, 10. April. Der auf der Ausreise nach Westindien begriffene Dampfer „A u st r a l i a" der Ham- burg-Amerika-Linie traf am 5. Februar unweit Falmouth den finnischen D r e i m a st s ch o o u e r „F y t t Y " in gefährlicher Nähe vor Felsenriffen und diesen zutreibend in vollständig manöverierunfähigem Zustande mit über Bord gegangenem Fo^rnast an. Trotz der sehr hoch gehenden See wurde von der „Australia" zur Rettung der Besatzung ein Boot klar gemacht, das von dem 2. Offizier geführt und mit Freiwilligen bemannt war. Es gelang, die aus acht Mann bestehende Besatzung des Schooners zu retten. —- Der Kaiser hat in Anerkennung der tapferen Seemanns- that dem Führer des Dampfers „Australia", Kapitän Kayser, und dem 2. Offizier, Damm, den Kronenorden 4. Klasse verliehen. * Dresden, 10. April. In vergangener Nacht erschoß sich wegen eines Leidens der Oberjustizrat und Oberlandesgerichtsrat Trönkner in seiner Wohnung. * München, 10. April. Bei der gestrigen Ent- gleisling des Regensburger Personenzuges in der Nähe der Station Rübleinshof erlitt der Leutnant im 2. Ulanenregiment Freiherr v. Leoprechting einen Bruch des rechten Fußknöchels und eine starke Kopfverletzung, der Sergeant Wiesner vom 6. Infanterieregiment einen Bruch des linken Unterschenkels, drei Damen, darunter die Frau der Regierrmgsdirektors Maier aus Regensburg, und ein Einjährig-Freiwilliger im 13. Infanterie-Regiment erlitten leichtere Verletzungen. Entgleist sind dreizehn Wagen, drei von ihnen sind umgestürzt. Tie Ursache der Entgleisung konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Die Schnellzüge werden über Amberg-Schwandorf geleitet. Ter übrige Personenverkehr wird durch Umsteigcn an der Unfallstelle aufrecht erhalten. * Budapest, 7. April. Tas Resultat der Volkszählung ergiebt für Budapest eine Seelenzahl von 703 448. ”• T i e künstlerische Hebung der Frauen- tracht war der Gegenstand eines Vortrages, den der Brüsseler Reformator der Innendekoration, Prof. Henri van de Veldte, der sich vor einigen Monaten zum dauernden Aufenthalt in Berlin niedergelassen, in Berlin vor einer zahlreichen, aus Tanten der vornehmsten Gesellschaft zusammengesetzten Zuhörerschaft gehalten hat. van de Veldte hat sich für seine Theorie zur künstlerischen Hebung der Frauentracht ein eigenartiges System zurechtgelegt, dessen praktische Turchführung sich aber nur solche Frauen gestatten können, die Ueberfluß an Zeit und — Geld besitzen. Er unterscheidet zwischen weiblick)er Haus-, Straßen- und Gesellschaftskleidung. Tas eigentliche Gebiet, auf dem die Frau ihrem künstlerischen Geschmack und ihrer künstlerischen Phantasie freien Lauf lassen, wo sie von der Tyrannei der Mode sich freimachen und ihr eigenstes Ich auch in der Kleidung zur Geltung bringen kann, soll das Haus, das eigene Heim sein. Im Hause soll nach van de Veldtcs Ansicht die Frau in Bezug auf ihre Kleidung den allerausgedehntesten Selbstkultus treiben, soll unbekümmert um alle Vorschriften der Mode und des Herkömmlichen nur nach ihrem ureigensten Geschmack sich kleiden, nur das tragen, was ihrer besonderen Schönheit zusagt. Bestimmte praktische Fingerzeige in Bezug auf die künstlerische Gestaltung der Frauentracht gab van de Veldte nicht, sondern er deutete nur an, daß wie für Architektur und Ornamentik, so auch für die Kleidung enger Anschluß an den praktischen Zweck und sorgfältige Berücksichtigung der gegebenen Grundlagen oberstes Gesetz bleiben müsse. Sei das der Fall, dann werde die Zierform sich von selbst aus der Zweckform ergeben, und das für die Erkenntnis der eigenartigen Schönheit des einfach Zweckmäßigen bereits hinlänglich geschulte moderne Auge werde an dem naturgemäßes! en Kleide das größte Wohlgefallen finden. Bon der Uebertragung der künstlerischen Reformbestrebungen auf das Straßen foftüm glaubt van de Veldte vorläufig abraten zu sollen, weil die wirklich vornehme Dame alles vermeiden muß, was geeignet sein könnte, sie auf der Straße auffällig zu machen. Aus der Straße soll deshalb die Frau sich der alle gleichmachenden Mode unterwerfen, da jedes Abweicben von der Mode als auffalllg empfunden würde. Dagegen bedarf nach Ansicht des Vor- die SSä-S lÄfe Seihte £.j# ^ent ein Seife » das be>sp $ Mstz die Frauen " $on üben würde"- $ soll, darubh m ml««. ’S 6(8 fte hw M.k" « miijIW het >P'^ Der Bries Ml sthNi ramstabt/10. Ap Strafft MN dm st RooS oon ObwRimstid iiLkrit o«ch & OfferillichltitzutBer-audl Angeklagte ist 26 Saite a dreier Sinder. Seines m onübten Verbrechens war iiMbB und seine Reue oi n üoi btjn Zuchthaus beu fltiimtftnfe von 1 Zch 6 MMuvgWt, sowie ( Ehrmrechte. Sörü-tttt-, 10. A, Len 6. unb hm to R WM M bw Tollet erschien, um ihren Anter ab Kuß. Fr!. E. lehnte banl bei erreichter Großjähr ihm den gebe. Es to dabei sitzende Zeuge B. reb, seine Genehmigung, das ( siegelt, Zeuge B. schlr sahen, wie ein erster Kuß nommtn warb. Frl. E, bi Zahlung bet 500 Thaler i reute bas Geschitst: Er ver sich öuherstensalls nur bereu eus bteser Grundlage keine -crtcht, unb zwar zugunsten f'.- beschwört, die Zusage der die vom $t!(agten eingeltg Mgibitg (3, GiiibStnaL-i ^renlscheidung öeMgt. T versprechen, sanbern als Setti ywblunj seitens btt Aaeri' H nicht bebürse. (( 1651! «che M-llung,bah ei ""stößt, womit bet alte 61 Wen' wenigsten« für btn Mt erlangt haben bürste, geht dir Cache leibet nicht füt das Wen im sonstigen «ünche», 9. April, nebrntt Patient ist der un Dezember v. Z. jn bie g Dr. Hetz, g lu lassen. ZuWgerweise wi ^.""lgehaiten worden i nunde kommen, weshalb er UftX \ .men bis auf Ke beton Lis'Ä^gessenen« Bekni sw kommen. ffp* W di,! 9te, 8 i SÄS* In Ä'Ä’J •<» Monaten K's Ä „ ? ^tpchenen . fester- Ä*> gr®"ht»ta ft Sn in *«. ,A w den ie- A -rgend eine ""Z M machen "berKi^ *6«8. später ?• "inbemanrr anderer Mi- |üx ^re mfe ^ri- mtlid) aus Rem- unghausen, bejjen Kagen aus Rem- Nubt aus Rem- sabrikant Men !ten Baumann in eiben Lusschmibts bezahlt zu faben. m Pillen erhalten ch erzeugt würbe, zu kennen. Heute ben. Morgen 6e« f Sachverständige der Ausreise nach atid" der Ham- unweit Falmouth k.Fhtth" inge- esen zutteidend in de mit über Bord hr hoch gehenden ung der Besatzung !. Offizier geführt gelang, die aus woners zu retten, ipferen Seemanns- a", Kapitän Kayser, aenorden 4. Klasse ergangener Waty Oberjustizrat und iner Wohnung. gestrigen Ent- erfoneuzuges rtitt der Leutnant schling einen Bruch Kopfverletzung, der aiment einen Bruch darunter die Frau aensburg, und em ie-Regiment erlitten :eW Wagen, drer he der ssntgleiiung rden. Die Schnell' eleitet. Derubng an der Unfalls .[tat der Bolts- Seeteuzch von n her Frauen »Ä fiebu« «s-n" ff grauen ff ff* beit -her tz-chs-'-ul k ich- fftu* °-k ff i f Uir d-- ssjrtsö Inge« 7 w« de sff« i«r 615 Äff bleibe» *& «us p Belvlb a '“" gtrnJf . «f'1 tragenden die weibliche Gesellschaftskleid u n g einer durchgreifenden Aenderung ^»ach künstlerischen Gesichtspunkten. Nicht sowohl auf dic^inrelnen Toiletten, als vielmehr auf die Gesamtwirkung sämtlicher Toiletten legt van de Veldte hier den Hauptwort, und sein Ideal wäre darum ein künstlerisch vollendetes „Normalgesellschaftskleid", durch das beispielsweise auf Bällen und bei großen Empfängen die Frauen als Masse eine herrliche Gesamtwirkung ausüben würden. Von welcher Art dieses Normalidealklcid sein soll, darüber hat Professor van de Veldte leine näheren Andeutungen gemacht. Als Gegenstück zum Frack gedacht, dürfte es aber wohl schwerlich bei der Damenwelt große Begeisterung erregen. • König Eduard als „Ehrendoktor-. Die „Alu- mini“, eine Wochenschrift, die in der Universität zu Princeton veröffentlicht wird, druckt einen Brief ab, den Sir Francis Knollys, der Prioatsekretär König Eduards, als er noch Prinz von Wales war, geschrieben haben soll. Der Brief ist datiert vom 10. April 1871 und ist eine Antwort auf einen Brief, den drei Studenten scherzeShalber geschrieben haben, und in dem sie dem Prinzen mitteilten, daß er einstimmig zum Ehren- Mitglied der flprinceton medical faculty“, einer Organisation, die — niemals existiert hat, gewählt sei. „Seine Königliche Hoheit", heißt es in dem Briefe, wird sich immer mit Stolz und Befriedigung der Auszeichnung erinnern, die Sie von der „princeton medical faculty“ empfangen hat." Der Brief ziert jetzt einen der Räume der Universität. Gerichtssaat. Darmstadt, 10. April. Vor der Strafkammer II gKangle die Strafsache gegen den früheren israelitischen Lehrers Benjamin RooS von Ober>Ramftadt wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit nach S 176, Pos 3, beS St.-G.-B unter Ausschluß der O ffmtlichkett zur Verhandlung. Der au« Werneck in Bayern stammende Angeklagte ist 26 Jahre alt, seit vier Jahren verheiratet und Vat«r dreier Kinder. Seines während de» vorigen Jahres in drei Fällen verübten Verbrechens war er im wesentlichen geständig. Diese» Ge- NändniS und seine Reue verschafften ihm mildernde Umstände, sodaß rr vor dem Zuchthaus bewahrt blieb. DaS Urteil lautete auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Monete Untersuchungshaft, sowie auf dreijährigen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Königsberg, 10. April. Eines Abends im Jahre 1896 faßen Derr E. und Herr F. in Königsberg etwas länger als gewöhnlich am Biertisch Als die Tochter des ersteren Herrn, Fräulein E., im Lokal erschien, um ihren Vater abzuholen, bat Herr F. sie um einen Kuß. Frl. E. lehnte dankend ab, Herr F. aber erklärte, er werde ihr bet erreichter Großjährigkeit 5 0 0 Thaler zahlen, wenn sie ihm den Kuß gebe. Es wurde lange und eingehend verhandelt. Der dabeisitzenbe Zeuge B. redete der jungen Dame lebhaft zu, Vater E. gab seine Genehmigung, das Geschäft wurde durch Handschlag besiegelt, Zeuge B. schlug durch, und die neiderfüllten Stammgäste sahen, wie ein erster Kuß von rosigen Mädchenlippen gegeben und genommen ward. Frl. E, die Klägerin, ist großjährig geworden, und hat Zahlung der 500 Thaler verlangt. Aber den undankbaren Beklagten reute das Geschäft: Er verweigerte die bedungene Zahlung und erklärte sich äußerstenfalls nur bereit, „den empfangenen Kuß zurackzugeben". Da ouf dieser Grundlage keine Einigung zu erzielen war, entschied das Landgericht, und zwar zugunsten der Klägerin, unter der Voraussetzung, daß sie beschwört, die Zusage der Zahlung für ernst genommen zu haben. Aus die vom Beklagten eingelegte Berufung hat das Oberlandesgericht zu Königsberg (3. Civil-Senat-Entsch. vom 11. Febr. 1901, U. 238 00) die Vorentscheidung bestätigt. Die Abrede stelle sich nicht als Schenkungsversprechen, sondern als Vertrag über Handlungen dar, der, nachdem die Handlung seitens der Klägerin geleistet sei, der Schriftform zur Klagbarkeit nicht bedürfe. (§ 165 I 5 AM) Interessant ist besonders die ausdrückliche Feststellung, daß ein Kuß an sich nicht gegen die guten Sitten verstößt, womit der alte Spruch „Ein Küßchen in Ehren, soll niemand wehren" wenigsten» für den Ob-rlandesgerichtib--zirk Königsberg Rechts- k.ast erlangt haben dürfte. Da daS Objekt 1500 Mk nicht übersteigt, geht die Sache leider nicht ans Reichsgericht, sodaß eine endgiltige Norm für das Küssen im sonstigen Reichsgebiet noch nicht geschaffen ist. München, 9. April. Ein für einen Arzt recht unangenehmer Patient ist der Sozialdemokrat Maurer Kallmann. Er war im Dezember v. I. in die Sprechstunde des zuständigen Kaffenarztes der Ortskrankenkasse, Dr. Hetz, g. kommen, um sich dort seine Hand verbinden zu lassen Zufälligerweise war Dr. Hetz am Krankenlager eines Schwer« kranken aufgehalten worden und konnte nicht rechtzeitig zur Ordinationsstunde kommen, weshalb er nach Hause telephonierte, es mochten die Patienten einr Stunde warten, er komme bestimmt bis 3 Uhr, womit sich auch alle Patienten bis auf Kallmann einverstanden erklärten. Dieser fing -über den „pflichtvergessenen" Arzt zu raisonnieren an und führte sich derart aus, daß ein anderer Patient ging und bemerkte, er komme in einer Stunde wieder, er könne den Kallmann nicht anhören, denn er müßte den „faden Kerl sonst zum Fenster hinauswerfen". Kallmann raisonnierte aber weiter, und schließlich beschwerte er sich auch über die kalte Temperatur im Wartezimmer. Punkt 3 Uhr kam Dr. Hetz nach Hause und nahm sofort den Kallmann vor, um ihm einen neuen Verband anzulegen. Zum Dank dafür beschimpfte er den Arzt und nannte deffen Behandlungsart einen „Schweinstall". Schließlich stieß er Dr. Hetz auf den Unterleib und entfernte sich, nachdem ihm Dr. Hetz die Thür gewiesen, mit den Worten: „Ich danke recht schön für die freundliche Behandlung, jetzt zeige ich Sie an.* Dies war Dr Hetz denn doch zu bunt, und er zeigte den Kallmann an. In der schöffengerichtlichen Verhandlung behauptete Kallmann, er habe sich im Wartezimmer „ganz anständig" aufgeführt; Dr. Hetz habe ihn angepackt und ihm den Verband heruntergertffen. Diese Angaben wurden nicht nur von Dr. Hetz, sondern auch von sämtlichen Zeugen widerlegt. Kallmann erhielt wegen Hausfriedensbruchs und Körperverletzung drei Wochen Ge. fängnis, wegen groben Unfugs sieben Tage Haft. Gegen dieses Urteil legten sowohl Kallmann als auch der AmtSanwalt Berufung ein. In der Verhandlung vor der Strafkammer führte Kallmann mit großer Zungenfertigkeit seine Verteidigung und hob zu der schönsten Bierrede an, als ihn der Vorsitzende unterbrach: „Verschonen Sie uns mit Ihren sozialdemokratischen Sprüchen und halten Sie solche Reden in Versammlungen, aber nicht im GerichtSsaale." Kallmann wurde zwar hinsichtlich des groben Unfugs freigesprochen, dafür aber wegen der beiden übrigen Anklagen zu fünf Wochen Gefängnis verurteilt, wobei betont wurde, daß die Aerzte gegen derlei Unbilden durch energische Strafen geschützt werden müßten. Familien Nachrichten. Gestorbep r D. Dr. Wilhelm Bender, Professor der Philosophie, Bonn. Valentin Hüter, WormS. Jettchen Mayer, Butzbach. Kunst und Wissenschaft. Bom «ottgretz der Alkoholgegtter i» Wien wird gemeldet : Den Schluß der Eröffnungssitzung bildete ein Vortrag Dr. Meinerts aus Dresden, der so heftige Angriffe machte, daß beinahe ein Skandal erfolgt wäre. Er leitete die Rede damit ein, daß er des Untergangs der „Elbe" gedachte, bei welcher Gelegenheit verantwortliche Persönlichkeiten, welche die Katastrophe herbeiführten, betrunken waren. „Wir müffen die höher gebildeten Klassen für uns gewinnen. Das größte Hindernis ist der Stand der Aerzte"; hier gab es schon Widerspruch. — „Die Studenten saufen fast alle, die Aerzte werden auf der Universität zum Trinken ab gerichtet. Die Patienten bieten dem Arzt Bier ober Schnaps an, die er annimmt". — Lebhafter Widerspruch. — „Auf dem Lande gewiß. Ich muß offen aussprechen, daß es unter den akademisch gebildeten Ständen sehr viele Potatoren giebt. Auch im Aerztestand giebt es viele Trinker. Ich kann beweisen, daß im ärztlichen Stande der Alkoholismus oft die Todesursache und die der Abkürzung des Lebens ist." Stürmische Rufe: „Das ist eine Schmach, das sagt man nichtöffentlich! Schluß!" Gleichzeitig wurde applaudiert. Während der große Lärm andauerte, ließ der Minister Harte! dem Sprecher raten, er solle sagen, daß er selbst Arzt sei. Daraufhin wurden seine Behauptungen mit mehr Ruhe angehört. Er schloß mit Den Worten: „Wir müffen die Festung des A koholismus stürmen!" Meratur. „Leitfaden zur Tienstführung der Untererheb er staatlicher Gefälle" betitelt sich ein von Ober-Rechnungsrevisor 5z. Erb bearbeitetes Buch, das uns vorliegt. Es Hilst einem Mangel ab, der sich seit Einführung der Untererhebstellen fühlbar gemacht hat, da ein- genügende Einleitung in das allen Untererhebern — selbst wenn diese bereits eine andere öffentliche Kasse verwaltet hatten — neue Kassewesen nicht vorhanden war. In dem Buche sind alle Bestimmungen der Dienstanweisung leicht faßlich erläutert, und insbesondere die Buchführung, Ablieferungen, Beitreibung und Rechenschaftsablage eingehend erklärt; ferner ist an der Hand von verschiedenen Beispielen beschrieben, wie etwaige Fehler in der Buchführung aufgefunden und beseitigt werden können. Es bildet also für den Untererheber ein praktisches Nachschlagebuch in allen möglichen Fällen und kann als solches wärmstens empfohlen werden. Der Preis des im Selbstverläge des Verfassers erschienenen Buches beträgt bis zum 15. April d. -I. 2 Mk., und von da an 3 Mk. i. Oe ft en, Opern - Album. Nr. 1. Bellini „Nachtwandlerin". Nr. 2. Bellini „Norma". Nr. 3. Donizetti „Lucrezia Borgia". Nr. 4. Donizetti „Lucia bi Lammermoor". Nr. 5. Rossini „Tell". Mr. 6. Weber. „Oberon". Für die Opernfreunde ein Leckerbissen. Die Bearbeitung obiger sechs 9!ummern, die besten, die Theodor Oesten geliefert hat und die zum ersten Male zu einem Album vereinigt sind, ist in hohem Maße klaviermäßig, voller harmonischer Schönheiten, klangreich und dabei leicht zu spielen. Die gewählten Melodien sind die schönsten der betreffenden Opern und bieten dem Spieler und dem Zuhörer reichen Genuß. Der billige Preis (Mk. 1.—) wird dem Album Eingang in die weitesten Kreise verschaffen. (Verlag von P. I. To n ger> Köln a. Rh.) Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Mittel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) De« Milchrtpg. Im Juli oerg. Jahres entftanb ber Gießener Mllchrina. Den Anstoß zur Bildung desielben gab der Oberocrwa'ttr der Fürstlich Lich'fchen Güter, Herr Büchs,nfchütz. Er suchte mich eine» Tage« «uf und bat mich, die Sache tn die Hand zu nehmen. Der MUchpreiS et zu niedrig, eS ließe sich keine R nie aus der Milchwirtschaft heraus« bringen, da die Unkosten sich täglich steigerten. Frühere Erfahrungen hatten mich gewitzigt ; unter gewissen Voraussetzungen war ich bereit, noch einmal mNzuwtrken. Die Interessenten traten zusammen, die Einigkeit war groß und unter ftter» ttchen Versicherungen, an dem allseitig unterzeichneten Beschluß unter allen Umständen festzuhalten ging die Versammlung auseinander. Die Konsumenten gewöhnten sich an den mäßig e höhten Preis. Die Milchproduzenten waren zufrtedengestellt. Da aus einmal bekam ttr Milchrtng einen Sprung. Nicht kleine Milchprvduzenten, noch Mtlchhändler, die vielleicht einmal die bittere Not hätte zwingen können, von dem Abkommen abzuweichen, gaben die Veranlassung, nein, einer ber größten Miichproduzenten, der Oder Verwalter ber Ltch'schen Güter, der, wir oben geschildert, die Anregung zu der Rtngbtldung gegeben hatte, brach ohne weiteres daS auch von ihm unterzeichnete Abkommen, indem er zugestandenermaßen seinen sogen. „Hosj^den" zu den Haupt- mtlchabnehmern, den Bäckermeistern in Gießen, hrrumsandte und die Milch um einen Pfennig billiger anbieten ließ. Die Bäckermeister hatten natürlich keine Veranlassung, daS Anerbieten zurückzuwetsen, sie gingen vielmehr daraus ein, und wenn der Sache nicht Einhalt gethan wird, so wird bald ein Milchproduzent den andern unterbieten. Dann hat der Milchrtng aufgehort zu existieren. ES ist unbegreiflich, wie gerade von dieser Seite daS Abkommen gebrochen werden konnte. Die Auffassung jener Jnteressenten-Ber« sammlung war allgemein die, daß eS Ehrenpflicht sei, im berechtigten Interesse aller Miichproduzenten an dem BeiLluffe sestzuhalten. Ohne diese Auffaffung werden die meisten der Unterzeichner ihre Unterschriften nicht bergegeben haben. Die Fürst!. Gutsverwaltung Lich macht mit diesem Vorgehen natürlich auch ihren Fürst!. Ltch'schen Pächtern, die daS Abkommen treu halten, eine höchst sonderbare Konkurrenz. Dieselben haben Mühe, unter den heutigen sehr schwierigen Verhältnissen ihren Verpflichtungen gegen die Renlkammer nachzukommen und dce Fürst!. GutSoerwaltung erschwert ihnen diese Pflichterfüllung durch ihr Verhalten. Sie macht ihren Pächtern nicht allein bei den Bäckern Konkurrenz, sondern jagt ihnen auch sonstige gute Milchabnehmer durch Unterbieten deS vereinbarten Preises ab. Sind die Pächter durch langfristige Pachtverträge unter den bestehenden Verhältnissen schon auf Dornen gebettet, so wird ihre Lage durch das Verhalten der Fürst!. Ltch'schen GutSoerwaltung gewiß nicht bester. Ich glaube gar nicht, daß die Fürst!. Rmtkammer Kenntnis von hm Vorgängen hat und ich bin auch überzeugt, daß sie daS Vorgehen ihres Beamten unter ben mitgeteilten Umständen nicht billigen, fonbern > ückgängig machen wirb. Die Belege für bte von mir aufgestellten Behauptungen in Bezug auf das Abkomme- vom 9hili IflOO sind in meinen Händen. Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. GernSheim, 10. April. In dem Konkurs der hiesigen Zuckerfabrik steht, wie bereits den einzelnen Gläubigern mttgeteilt wurde, den 18 d. M. Termin zur Prüfung ber angemelbeten KonkurS- forderungen an. Da mehr als 4000 einzelne Posten zu prüfen ftab, so wirb das Geschäft mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Anwesenheit sämtlicher Gläubiger tn bem Termin ist burchauS nicht nötig. . Berlin, 10. April. Die zur Prüfung ber Vermögenslage unb Geschäftsführung ber Aktiengesellschaft für Grundbesitz unb Hypotheken verkehr eingesetzte VertrauenSkommisston stellte fest, vatz der Geschäftsbericht und die Bilanz nicht nur per 31. Dezember 1899, sondern auch der vorangegangenen Jahre ein durchaus falsches Bild von der Lage der G-sellfchaft gabin, und daß die Bilanzen seit Jahren systematisch künstlich konstruiert worden find, und daß der Vorstand durch die Art seiner Geschäftsführung sich unb seinen Freunden rechtswidrige Vorteile zuführte. Markte. t Groß-Felda, 10. April. Unser gestriger Oster markt war sehr stark mit Jungschwetnen befahren. Lebhafte Nachfrage darnach brachte flotten Handel und ein sehr gutes Geschäft für die Verkäufer. Die Preise für die Ferkel waren außerordentlich hoch. Galt doch ein Paar guter Art durchschnittlich 55 bis k0 Mk.; geringere Sorten wurden per Paar mit 40 bis 45 Mk. und 45 bis 50 Mark bezahlt. Auch ber Krämermarkt zeigte starken Besuch und nahm einen guten Verlauf. Limburg a. d. Lahtt, 10. April. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter Roter Weizen 18.81 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.87 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer, 0.00 Mk., Erbs« 00 00 Mk., Katroffeln 00.00 Mk. Bekanntmachung, betreffend: Die Heichelheim-Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 19. Juni d. I. die halbjährigen Zinsen mit 525 Mk. an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden bis 15. April er. auf dem Büreau des Armenamts — Zimmer Nr. 2 — entgegen genommen. Gießen, den 5. April 1901. 2670 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff.__________________ Bekanntmachung über Zeit und Bedingungen der Aufnahme in das Kymuastum und die Aorschule. Anmeldungen werden Montag den 15. April vor» 9—11 Uhr in dem Konferenzzimmer des Gymnasiums entgegengenommen- die Aufnahmeprüfungen sinden an demselben Tage von 11 Uhr, die Nachprüfungen von 8 Uhr ab statt. Der Unterricht beginnt Dienstag den 16. April, mor geus 8 Uhr. . 2711 Zur Aufnahme in die Sexta genügt das zurückgelegte neunte Lebensjahr. Bedingungen der Aufnahme: Geläufiges Lesen und Schreiben der deutschen und lateinischen Schrift, Kenntnis der deutschen Deklination und Konjugation mit lateinischer Terminologie, angehende Sicherheit in der Recht- Schreibung und im Gebrauch ber vier Grundrechnungsarten. Der Aufzunehmende hat Geburtsschein, Impfschein und gegebenen Falls das letzte Schulabgangszeugnis vorzulegen. Großherzogliche Direktion des Gymnasiums. Prof. Dr. Ludwig Schädel. Bekanntmachung. Im Pfandlokal, Seltersweg 11, werden Jmewtoj den 25. April 1901, nachmittags 3 Ahr die an Großh. Polizeiamt abgelieferten, gefundenen und von den Verlierern nicht abgeholteu Gegenstände, darunter verschiedene Gold- und Silbersachen, 1 Taschenuhr, Sonnen- und Regenschirme. Stöcke, Peitschen rc. rc. zu Gunsten der Armenkaffe gegen Barzahlung versteigert. Gießen, 4. April 1901. 2724 Armenamt Gießen. Höhne ii. emeitertk Mcheischiilt zu Gießen. Das neue Schuljahr beginnt Montag den 15. April. Anmeldungen werden an diesem Tage von 10 bis 1 Uhr im Schulhause, Schillerstraße, entgegen genommen. Dabei find vorzulegen: Geburts- und Impfschein, bezw. Schulzeugnis. Gießen, den 9. April 1901. 2675 Grofiherzogliche Direktion: Dr. Stoeriko. Alke-Hochschule. Die KMule beginnt am 15. April. Anmeldungen nimmt die Lehrerin Fräulein Menrrer in der Schule entgegen. 2716 JSeidf loslic^-jEeidfüerjaulic^ aeao Gebr“• Abbildung, /'"GLOBUS; / PVTZ-^g EXTRAC^ffl BeiteifV ttUvette \*gÄ«C < Ntti-3./A-. r, vsSütn W Continental PNEUMATIC $ür Fahrräder und Motorfahrzeuge die beste Bereifung. 3eber Reifen trägt obige Schutzmarke. fontftiMtal Caootohwe L ßnttapenh kmß., Immr r Herren-, Knaben- und Konfirmanden-Anzüge von den billigsten bis zu den feinsten. J. Schmücker Xachf., Marktstrasse 8. 2469 Posten » »» *i ij Frische Fluß- und Seefische 678 2444 Einen Telephon 119. Prompter Versnndt ne» auswärts. teils Reisemuster. J. Kaan jr.5 am Kreuz @ut möbliert ei Zimmer zu ver> mieten. Riegelpfad 18, III. (Ädjön möbl Zimmer zu verrn. Goelhestraße 23, Mansarde. Sommer-Handschnhe Strümpfe und Socken Korsettschoner und Schurzen Damen- und Kinder-Wäsche Normal-Unterkleider uiBU6] In ruh. Zage 1 gut u. I emf. möbl. 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Som Arsenal Spalier bildenden Tru Watf bie militärifd t>tgab sich der Präsiden' Der Herzog von 3 W mt jrinrrn Stal «chche gaben die vor' lmer Ankunft am h wo^in er sich alsdann oem Herzog miliiarlti rednug des Herzoo 6= bemtein, Se„gae ®tr überreizte ®«?»JfatenorJ 6«tofeihg« Schhr« N* n/ulgti mit blm Wmft; bit '«»finsCoube Sil50*’»« SVrtWh & üäv*: «w* Ä,* pfangeu. 6*r. n Är •gy&s Mussten &Jil sWuSSb Wtoabtt tih^^ta] Ähnlich n *- ck'L-