eg 68 r8te '‘«ehe eta, , 16U «Dl Pllti«. arLWh 21 ©etnüfe 'Pfd«Dose Jl 0.40 >oft von * 0.50 an , , 0.60 , , , 0.95 , , , 1.25 , L . 0.90 L . 1- h* und Fluch- if Lttiangen gerne 482 rcbmenSwburi) irten Stttuputoeri und Hof. „Nanl- d nicht innerlich an- Hoö ausS Bich, Ion« । enthaltenden Blech- Sneufieb unter daS b und M-enheik«' gründlich und tobet nur wenige Pfennige fe, die nur 3 Mk. auchdamveifung und ngedruät. Emsachfte heimmitlel-Zeugnifftl , 628 i, verschont! ' bei 8- 61DM, tonufatrur, Aletch- lltlich bei: onrad JBt». on nanu Haft (sg»”e ier Wei"e v det Taflest essenbandl I)r. 60 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Dienstag 12. März 1001 flkbaftion, Expedition und •mdrrei- ZchulKrah« 7. Ldresse für Depesche«: Anzeiger Stehen. Fernsprechanschluß Nr. H. Bezugspreis viertetjährl. Ml 2.20, monatl. 75 PfH. intt vringcrlohn; durch dl« Hldholeftellen vierieliährl. Mk. 1.90, monatl. G5 Pf,, ve, Postbezug vierteltLhrt. Mk. 2.00 ohne vestellgeld Lllr «n|tietn:Bermtttltme«» ftrllrn be# In» und VluSianM» etbrntn Wnjeigen |6r bai •itfcentr ttn^nntt ciUflceau ßcUtnptei» lokal 11 ■xeeflrt» N We- Lrfcheinl täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Kamillen» ftlatter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" und „Bläner schr hefi. LolkSkunde" vier» »al wöchentlich beigelegt. »»nähme von »nielgte £ber naibmirtogS fär den genben Tag erlcheinrnbe» mmer bi« von» 10 Uhr »hbeftellnngrn wätrstrn« ebtnM vorher GietzenerAnzeiger ” General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gießen Freiherr v. Stumm der Den Ruhm jedoch, eine eigenartige, überzeugte und energische Persönlichkeit gewesen zu sein, werden ihm auch die Gegner lassen. seiner Seite hat. Die parlamentarische Mitarbeiterschaft der Sozialdemokraten in der hessischen Kammer ist uns allen bekannt und wir wissen sie nicht weniger zu schätzen, als einer unserer hohen Staatsbeamten, der neulich, dem „Tag“ zufolge, geäußert haben soll, der Abgeordnete Ulrich hätte in vielen Dingen „ganz vernünftige Ansichten". Wir stehen hier der sozialdemokratischen Entwicklung unbefangener gegen über, als die maßgebenden Kreise in dem führenden Staate des deutschen Reiches. Allerdings wollen intime Kenner der Sozialdemokratie auch einen Unterschied in ihren Anhängern erkennen, je nach ihrer Landsmannschaft. Die Norddeutschen gelten als die Vertreter der schärferen Tonart. Herr von Vollmar, der Bayer, ist in aller Welt bekannt als ein Sozial demokrat von gemäßigterer Färbung. Wie werden die norddeutschen „Genosien" sich nun mit -er Thatsache abfinden, daß einige ihrer Parteifreunde von der alten Gepflogenheit abgehen und sich's in guter Manier in bürgerlicher Gesellschaft wohl sein lassen? Sie werden vermutlich nicht behaupten, daß eine parlamentarische Hummer- Mayonnaise die verhängnisvolle Rolle des alttestamentarischen Linsengerichts gespielt habe, aber sie werden vor die Frage gestellt, warum das, waS in unserer Landeshauptstadt geschehen ist, nicht auch in der Reichshauptstadt, wo parlamen tarische Bierabende die verschiedenen Parteien zwanglos mil Staatsmännern zusammenführen, geschehen soll. Und die Frage wird erweitert werden müffen. Bekanntlich haben die Sozialdemokraten im Reichstag als drittstärkste Partei dem Herkommen gemäß Anspruch auf eine Präsidenten- und eine Schriftführerstelle. Sie find bisher regelmäßig übergangen worden, angeblich, weil sie sich weigern, den mit diesen Aemtern verbundenen höfischen Re präsentationspflichten nachzukommen. Innerhalb der Reihen der Sozialdemokratie selbst wird durchaus nicht von allen Seiten diese Zurückhaltung gutgeheißen, und beim Eintritt des „Genosien" Millerand in das französische Kabinett Waldeck-Rousseau wurde die Frage der staatlichen Mitarbeiterschaft besonders lebhaft in der sozialdemokratischen Litteratur ventiliert, freilich ohne direkte Beziehung auf deutsche Ver hältnisse. Und das aus guten Gründen. Aber in der Zurückhaltung, wie sie jetzt von der Sozialdemokratie im Reichstag beobachtet wird, liegt unzweifelhaft ein Widerspruch: man darf nicht auf den Ausbau des Parlamentarismus dringen, und auf der anderen Seite die Konsequenzen ablehnen, die sich aus der Mitarbeit im Parlament ergeben. Indessen das ist rin häuslicher Streit der Partei, und die andern Parteien haben kein Interesie daran, sich einzumischen. Sie sehen nur | mit Spannung der Weiterentwicklung entgegen, die sich bei uns zu Lande in den ersten Anfängen zeigt unter der Re aierung eines unbefangen, fein und klug um sich und in sich blickenden Monarchen. Die deutsche ReichSweltordnvua ,iegt dadurch wahrlich keinen Knacks, wenn vielleicht auch mancher Mächtige einen kleinen Schnupfen baonn crhält. Neues Licht. Zur Zeit Tycho de BraheS knüpften sich an das Erscheinen eines neuen Sterns noch abergläubische Vorstellungen, und die Fraubasen hatten die Wahl, ob fie sich für Hungersnot oder Pestilenz oder gar für einen kleinen Weltuntergang entscheiden sollten. Wir sind inzwischen in der Erkenntnis sortgeschritteu und wissen, daß, wenn in jenen Regionen ein Weltuntergang stattgefunden haben sollte, unser Erdenschicksal nicht davon berührt wird. Allerdings ist jetzt in höheren Regionen eine Erscheinung beobachtet worden, so neu, so eigentümlich, wie nie zuvor, und ängstliche Gemüter fragen sich, ob sie nicht doch am Ende als ein Vorzeichen des Zu sammenbruches nicht der Welt, sondern — unsere Leier merken, daß wir nicht den neuen Stern am Himmel im Bilde de« Perseus meinen — deutscher Reichsherrlichkeit zu deuten sei. Da man schrieb den 7. März 1901, hatte, wie wir berichteten, der Präsident der Zweiten hessischen Kammer, Ge heimrat HaaS, einen parlamentarischen Abend veranstaltet, an dem auch der Großherzog teilnahm. Hierbei hat sich S. K. H. mit dem sozialdemokratischen Abg. Ulrich-Offen bach längere Zeit unterhalten. Dieser war mit anderen Parteigenossen zum ersten Male zu einer derartigen Derau fialtung erschienen. Welchen Eindruck seine Persönlichkeit und die von ihm vermutlich geäußerten Ansichten auf unfern Laude-herrn gemacht haben, wird nicht berichtet, jedenfalls ist der Himmel nicht eingestürzt und die Staatsordnung ist nicht aus den Fugen gegangen. Der Vorgang an sich ist für uns höchst bemerkenswert und zeugt von der außerordentlichen Vorurteilslosigkeit unseres Monarchen. Er lehrt auf das unzweideutigste, wie unser Großherzog ernsthaft bestrebt ist, von den Stimmungen und Wünschen unsei er Bevölkerung unterrichtet zu fein, an den Empfindungen jeder Volksklasse teilzunehmen, fie aus eigenem Urteil zu beobachten, zu beachten. Wir sino hier in Süddeutschland Gott sei Dank von dem spezifischen Preußentum in vielem erheblich verschieden. Wir sehen nicht gleich in jedem anders Denkenden einen Staatsverräter, wir achten die Gesinnung jedes ernsthaften Mannes und schätzen gering die starre Beobachtung steifer gesellschaftlicher Konventionen. Und wir Hessen können stolz darauf sein, daß unser Landesherr in dieser Beziehung uns mit bestem Beispiele vorangeht. Er kann versichert sein, daß er zum mindesten die einsichtsvolle Mehrheit des Volkes auch in diesem Falle ganz und gar auf Klassen nach Gleichberechtignng im ftaatlid^n und wirtschaftlichen Dasein richtig zu würdigen. Alles Gute und alles Notwendige wollte er ihnen zuteil werden lassen, aber ihre Stellung zu den Unternehmern sollte dieselbe bleiben, wie sie einst unter ganz anderen Verhältnissen gewesen war. Patriarchalisch wollte er über seine Untergebenen herrschen, und er vermochte nicht einzusehen, daß das heutige Geschlecht nicht mehr dazu geschaffen ist, unter solcher Bevormundung ruhig und zufrieden dahin zu leben. In dieser Einseitigkeit verlor Stumm den Blick für jeden notwendigen Fortschritt auf politischem Gebiete, und der aus seiner konsequent und starr festgehaltenen Anschauung sich ergebende Gegensatz zur Sozialdemokratie beherrschte schließlich sein ganzes Denken und Empfinden im parlamentarischen Kampfe, brachte ihn zu scharfen, persönlichen Feindseligkeiten und verbitterte mit der zunehmenden Erkenntnis der Fruchtlosigkeit seiner Bemühungen die letzten Lebensjahre in hohem Maße. Sein Wirken wird ihn freilich, wie zu befürchten ist, auch hierin überleben, insofern er das Seine gethan hat, Ideen der Unterdrückung und Gewaltsamkeit Anhänger und Stützen zu schaffen. Im Parlament "und in der Presse, in industriellen Körperschaften und in maßgebenden Regierungskreisen ist Frhr. v. Stumm einflußreich und thätig genug gewesen, wenn auch in der letzten Zeit mit augenscheinlich vermindertem Erfolge. Aber der liberale Gedanke wird noch nach seinem Hingange seinen Spuren vielfach begegnen und seinen Schatten zu bekämpfen haben. Engländer und Buren. Ter siebentägige Waffenstillstand zwischen Botha und Küchener, von dem in beu letzten -ragen viel die Rede war, müßte schon am 6. März abgelaufen sein. Die nächste Zusammenkunft zwischen Kttchener und Botha hat aber nach einer Meldung aus Pretoria erst am 8. früh -stattgefunden, und zwar bet Pretoria, wo inzwischen auch der neue Gouverneur für Südafrika Milner ein» getroffen ist. Die Besprechung hat einige Zeit gedauert, zu welchem Ergebnis sie geführt hat, ist unbekannt. Was den Waffenstillstand anbetrifft, so könnte er sich nur auf Botha und die seinem Kommando direkt unterstehenden Leute beziehen: denn auf allen andern Teilen des Kriegsschauplatzes hat der Kampf nicht geruht. French wird wohl die Verfolgung der Buren unter Lukas Meyer fortgesetzt haben. Ebensowenig wie D e l a r e y, der Lichtenbnrg belagert, ist De Wet selbstverständlich in den Waffen stillstand nicht eingeschlossen. Die Briten sind ini südwestlichen Freistaate auf der Suche nach ihm, und iteyen jesst in der Höhe von Petrusburg, haben aber seine- Spur augenscheinlich vollkommen verloren, da . ung nach feiner alten Taktik wieder m Heute Trupps Streut hat. In der Kapkolonie twllend^ ‘^en tn den letzten Tagen ziemlich heftige Kampfe stattig f Der SO» Geburtstag des Prinzregenteu von Bayer«. i. München, 10. März. Die offiziellen Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag des Prinzregenten begannen gestern mit einem großen militari» chen Empfang in der Residenz, zu dem die gesamte Generalität sowie die in München wohnenden Stabsoffiziere er- chienen waren. Prinz Leopold hielt eine Ansprache, m der er die Glückwünsche der Armee zum Ausdruck brachte. Der Prinzregent, dessen Frische und Rüstigkeit von^ allen Anwesenden freudigst bewundert wurde, erwiderte nut bewegten Worten. Im Laufe des Voimttttags empfina dann der Prinz-Regent zahlreiche Deputationen, darunter die der Akademie der Wissenschaften, der Universitäten, der techni- chen Hochschule, des germanischen Museums in Nürnberg, der Münchener Mnstlervereine, des Bayerischen ^eteranen- bundes nsw. — Heute empfing der Prinzregent sämtliche Bürgermeister und ersten Vorstände der Gemeindekollegien aus allen größeren Städten Bayerns. Der erste Burger meister von München, Ritter von Borscht, sprach un Namen der bayerischen Stadtvertrettmgen Glückwünsche aus und überreichte eine künstlerisch ausgeführte Kassette mit einer Adresse. Später fand Frühstückstafel statt, an der alle Mitglieder der königlichen Familie und sämtliche Bürgermeister und Gemeindevertreter teilnahmen. Am Nachmittag wurde dem Prinzregenten im Thronsaale der Residenz in Anwesenheit aller Prinzen und Prinzessinnen eilte großartige Huldigung von 2000 Münchener Schulkindern gebracht, wobei ein Kinderfestspiel aufgeführt und Ehorgesänge von den Kindern vorgetragen wurden. Der Prinzregent, der nut seltener Frische auf alle im Laufe des Tages an ihn gerichteten Ansprachen antwortete, hob hervor, daß ihn diese Huldigung der Schuljugend ganz besonders freudig ergriffen habe. — An Stelle des Kaisers ist der Kronprinz nach, München gereift. Der Kaiser hat an den Prinzregenten folgendes Telegramm gesandt: ' , ., „An des Prinzregenten von Bayern Königliche Hoheit, München. Mit dem schmerzlichsten Bedauern muß Ich Dir an dem Ehrentage fern bleiben, mit dem Du Tein 80. Lebensjahr vollendest. Fühle, daß Ich mit herzlichsten Gedanken im Geiste Dir nahe bin. Mein ältester Sohn muß Mich vertreten. Laß Dir von ihm sagen, mit welch inniger Freude Ich an diesem Tage mir Deine kraftvolle Gestalt vergegenwärtige, wie Ich mit dem treuen Bayernvolke, ja mit ganz Deutschland dem Fürsten und Helden Heil wünsche, in dem Gottes Güte uns einen der hervorragendsten Waffengefährten Kaiser Wilhelms des Großen erhalten hat und'den sie uns in seiner wunderbareu Frische und Rüstigkeit noch lange bewahren möge. Wilh el m." Der Prinzregent Luitpold erwiderte alsbald mit folgendem Telegramm: , „Sr. Majestät Kaiser Wilhelm, Berlin. Soeben von einer Ausfahrt nach Schloß Nymphenburg zurückgekehrt, erhalte Ich Dein liebes Telegramm, dessen Inhalt Mich innig rührt. Ich sage Dir für Deine so warmen und schmeichelhaften Worte aufrichtigen Dank. Mit tiefem Bedauern erfüllt es mich, daß Deine liebenswürdige Absicht, die Feier Meines 80. Geburtstages durch De,ne Anwesenheit zu verherrlichen, durch den so verabscheuungswürdigen Zwischenfall vereitelt wurde. Ich freue Mich jedoch, daß Du Dich entschlossen hast, Deinen geliebten Sohn, den Kronprinzen, welcher Meiner herzlichsten Aufnahme versichert sein darf, als Deinen Vertreter hierher i tu senden. Ich hoffe zuversichtlich, von ihm günstige Nach- ' richten über Dein Befinden zu vernehmen. > * Luitpold/ Die großartige Entfaltung der deutschen Industrie in ... zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird in der Ge- chichte immer verbunden bleiben mit den Namen einer kleineren Zahl von Männern, die, teils auf schon überkommenen Grundlagen weiterbauend, teils aus eigenen kleinsten Anfängen heraus bewundeiTungswürdige Unternehmungen der ausgedehntesten Art geschaffen haben. Zu den ersten gehörte „König Stumm", wie der Heimgegangene Beherrscher der Eisenindustrie des Saargebietes, so lange er noch nicht den Freiherrittitel führte, genannt wurde. Er hat die Anlagen und Betriebe, die feine Vorfahren in bescheidenem Umfange errichtet und zum Gedeihen gebracht, zu Riesenwerken ausgestaltet, in denen er über eine Armee von Tausenden von Arbeitern gebot, und deren Ruf und Ansehen sich in der ganzen Welt verbreitet hat. Was Frhr. v. Stumm auf diesem Felde gewirkt und erreicht hat, wird ihm dauernde Anerkennung sichern und ist über alle Parteigegensätze und persönliche Gegnerschaft erhaben. Nicht minder wird jeder nickst ganz Befangene zu würdigen wisseii, was der Schloßherr von Halberg in Schöpfungen für das Wohl der von ihm beschäftigten Arbeiter geleistet hat. Die Ehrenpflicht, für ihre Gesundheit und Sicherheit, ihren Wohlstand und ihre Bildung zu sorgen, hat kein Leiter eines großen gewerblichen Unternehmens tiefer empfunden und allseitiger bethätigt, als er, und in dieser Hinsicht durchaus mustergiltige und vielfach vorbildliche Einrichtungen geschaffen. Ist er doch auch thatsächlich der Erste gewesen, der den Gedanken der staatlichen A r b e i t e r v e r s i ch e r U n g — schon 1869 — im Parlament angeregt hat, und wie er an der Gesetzgebungsarbeit nach dieser Richtung den regsten Anteil genommen, hat er noch in den letzten Jahren wiederholt auf Einführung der Witwen- und Waisenverficherung gedrungen. Sind das Seiten, die den Verstorbenen als einen Mann ' des vollsten Erfassens des Lebens und Strebens der Gegenwart zeigten, so stand er dafür in einem von Wenigen erreichten Maße verständnislos den politisch-sozialen Strömungen und Erfordernissen unserer Zeit gegenüber; er war unfähig, das Verlangen der arbeitenden Telegramme des Gießener Anzeigers. @31 tötet, ein Kapitän und sieben Mann verwundet. p. Antrag der Abgg. Dr. Frenay und Genosien zu Kapitel 81 Bukarest, 9. März. Die Polizeibehörde in Jassy wurde pes Hauptvoranschlags für 1901/02 (Gewerbeaufsicht) bctr. vom Justizminister auf Wunsch der holländischen Re- p. Antrag der Abg. Dr. Frenay und Genossen zu Kapitel 81 gierung telegraphisch zur Ueberwachung mehrerer einer Teil- bcd Hauptvoranschlags für 1901/02 (Gewerbeaufsicht.) 7. Annahme an einem Komplott gegen die Königin Wil» lra9 der Abg. Dr. Frenay und Genossen zu Kapitel 81 helmine und ihren Gemahl verdächtiger Individuen auf- des Hauptvoranschlags 1901/02 (Gewerbeaufsicht), Anstellung gefordert. von nicht akademisch gebildeten technischen HülfSkräften der Philippopel, 10. März. Nachrichten aus Konstantinopel Gewerbeinspektion betr. 8. Antrag der Abg. Ulrich und nn. Friedberg, 9. März. Bei der heute abgehaltenea Reifeprüfung am hiesigen Gymnasium bestanden sämt- liche Abiturienten. Von 9 konnten 6 von der mündlichen Prüfung dispensiert werden. — Heute abend wurde hier von Mitgliedern des hiesigen Kasinos Lessings „Minna von Barnhelm" zur Aufführung gebracht, die mit großem Beifall ausgenommen wurde. ES wurde, besonders seilens der Damen recht gut, zum Teil sogar vorzüglich gespielt, sodaß man die ganze Aufführung als wohlgelungen bezeichnen kann. Daß die Einstudierung des Stückes viel Zeit und Mühe in Anspruch genommen hat, liegt auf der Hand, und so gebührt auch wohl den Darstellern, die sich dieser zeitraubenden Aufgabe unterzogen hatten, der ihnen zuteil gewordene Beifall. Wenn auch durch die dreistündige Dauer der Aufführung die Zeit deS Tanzes etwas verkürzt wurde, so war es doch einmal etwas anderes, als die Moserschen oder Blumenthal- Kadelburg-Späßchen, die sonst an Kafinoabenden die lachlustigen Zuschauer erfreuen. — Heute nachmittag fand im Saalbau eine Versammlung statt, in der Dr. med. Collatz aus Darmstadt einen Vortrag über den Alkoholismus und dessen Bekämpfung hielt. Eme große Zuhörermenge hatte sich eingefunden, um den interessanten Ausführungen des Redners zuzuhören. Lebhafter Beifall wurde dem Redner am Scbluffe zuteil. Darmstadt, 9. März. Der Großherzog empfing heute u. a. den Baurat Zimmer, den Professor Dr. Winckler, den Professor Dr. Wimmenauer, den Kommerzienrat EmmeliuS, sämmtlich aus Gießen. schreiben des Generalleutnants von Lessel vom 8. Januar ®cÖen 6ic Getreidezolle. Von unverrichteter Seite er- für von der freiwilligen ^Krankenpflege gewährte Unter- fahren wir, - daß derSekreiärdeSHandelSvertragS- stützung und für gespendete Liebesgaben mit. Vereins Dr. Buerner telegraphisch seine Jntereffen be- ~ Gegenüber Bemerkungen der „Köln. Ztg." zu den kündete, der morgen Dienstag den 12. d. Mts. stattfindenden Erklärungen des Staatssekretärs des Aeußern Freiherrn von I Volksversammlung beizuwohnen. Rrchthosen im Reichstage vom 5. d. M. stellt die „Nordd. ~ ------- ** Die Zweite Kammer der Laudstände erledigt Dienstag, 12. März, vormittags 10 Uhr, folgende Tagesordnung: I. Regierungsvorlage, den Hauptvoranschlag der Staats- Einnahmen und Ausgaben für das Etatsjahr 1901/02 betr. (Fortsetzung Kap. 70.) In Verbindung hiermit: 1. Re- gierungsvorlage, Nachträge uud Berichtigungen zum Haupt voranschlag pro 1901/02 betr. 2. Antrag des Abg. Haas (Darmstadt) zu Kapitel 72 (Landwirtschaftliches Unterrid)t8» Schließlich'l7eft'n die'^it^was ft"laufen konnten^lLd! AUStlM- |“nb Versuchswesen) und 73 (Landwirtschaftliches Vereins-, wie waren sie zugerichtet! Pfui Deubel! Zerrissen & * Genoffenschafts- und Ausstellungswesen) deS Staatsvoranschlags hier ein halber, dort ein viertel Boxer! Hier Amsterdam, 9. März. Dem „Handelsblad" wird aus für ,1901/02. 3. Antrag des Abg. Köhler (Langsdorf) zu ein Arm, dort ein Kopf, dort ein Bein! Wir hatten aber Batavia gemeldet: Die Festung Pajareube, westlich des Kapitel 72, Titel 7a des Hauptvoranschlags für 1901/02, W Wxwu ha,, wie uns aus Darm1f[,ch?seue7wkbr 'T”Es Sei unl-rrm Kaiser vollzieh, sich der Wundverlaus in '°d?r°P°"i nTef f iu^El/sa^eth “fotoenb bVe'n atma4L L. sprach seine «nerkenvung über die Leistungen normaler Weise, die Schwellungen der Augenlider find ge- „lacken für lanaiäbriae treue ^in 1h bcc Mannschaft und über die in gutem Zustande befindlichen ringer. Schlaf und Allgemeinbefinden gut. Der Kaiser ver- Geräte aus. bringt bie Tage meist zu im .Schlafzimmer und empfingöon Stricüenborf, 2530^6^1 ^re^^germeifter ®^nbrunm Bad-Nauheim, 9. März. Am Donnerstag abend Mittags den Reichskanzler. Ln r»cer. 2 Katbarine Sier von 25 Qtnhrp hpi Pan^ Hotel-Restaurant Gaudes die 33. Generalversamm- Aus Anlaß des Anschlags bemerkt bad „Journal be £ar? V°n 25 3^rc lung des Kur- und BerschönerungsVereins statt. St. PäterSbonrg": Die ganze gesittete Welt bat mit fckmerr- e* ™ k lo : nt- r . . Aus dem Rechenschaftsbericht war zu ersehen, daß die licher Bewegung von dem Anschläge auf Kaiser Wilhelm . der Laudesuniverfitat. Der hiesige KrerSveterinär- Thätigkeit des Vereins sich in denselben Bahnen bewegte, n,hnrf r>hLf,r Hw®*«1' e,nen Lehrauftrag für Veterinär- wla in den früheren Jahren. - Die Zahl der Kurgast» Polizei erhalten. |betrug 21662, der Bäder 302506. Militärpersonen waren 70 meistens zu längerer Kur dahier anwesend. Darmstadt, 7. März. Jagdliebhaber auch aus weiteren Meisen wird es interessieren, daß sich am Freitag int hiesigen Hotel-Restaurant Merz eine Jägerei-Vereinigung unter dem Namen „Darmstädter Jagdgesellschaft" gebildet hat, welche es sich zur Ausgabe machen wird, sämtliche Jagden des vorderen Odenwaldes bis Neunkirchen usw. gemeinsam nach und nach an sich zu bringen, um durch jagdgerechte Behandlung entsprechende Schonung- usw. dem leider immer mehr Überhandnahmenden Ausrottungssystem entgegen zu arbeiten, damjt der früher so hübsche Wildstand unseres herrlichen Odenwaldes wieder auf die alte Höhe gebracht wird. Auch soll durch ein- l)eitliches Vorgehen vermieden werden, daß viele kleine kaum ertragsfähige Jagden verpachtet werden. Bisher haben sich scl>on eine große Zahl bekannter Jagdfreunde der Gesell- sct>ast angeschlossen, doch isr es im Interesse aller Jagd- 1iebl>aber wünschenswert und von Bedeutung, daß durch allgemeinen Beitritt Jeder zur Errichtung des schönen erstrebenswerten Zieles beiträgt. Sch. Darmstadt, 10. März. Die von dem Handelsverein Darmstadt im Saalbau veranstaltete Landes- Protestkundgebung gegen die Erhöhung derGetreide zölle war von ca. 800 Personen von hier und außerhalb, von Angehörigen aller Parteien, allerdings dürfte über die Hälfte Sozialdemokraten gewesen sein, besucht. Der Vorsitzende, Fabrikant Langenbach, begrüßte die Anwesenden, insbesondere die Abgesandten der Handelsvereine, Handelskammern und des Handelsvertragsvereins aus Berlin, welch letzterer da« besondere Verdienst habe, die richtige Formel gesunden zu haben, unter der man die Bestrebungen der Agrarier bekämpfen könne. — Ueber die Handelsverträge referierte Syndikus Schloßmacher-Offenbach und wies an Hand einer ausführlichen Statistik nach, daß dieselben bisher für den deutschen Weltverkehr nur Vorteil gebracht haben, wenn auch langsam, wirkten sie doch sicher, man müsse daher für einen möglichst langen Abschluß auf der alten Basis eintreten. Redner verbreitete sich über die Vertragstarife, die Meistbegünstigungsklausel, die große Vorteile biete, während das Doppeltarifsystem einigen Staaten großen Nachteil gebracht habe. Er bezweifle, daß der Reichskanzler v. Bülow sein Versprechen, Handel und Industrie durch entsprechende Zollerhöhung zu schützen, einhalten könne. Zölle und Handelsverträge dürfe man absolut nicht verwechseln. Der Anteil Deutschlands an dem Welthandel stehe in Bezug' auf die Größe desselben an zweiter Stelle, in Bezug auf das Wachstum an' erster Stelle. — Prof. Dr. Staudinger sprach hierauf von der Einwirkung der Getreidezölle auf die Bodenrente, und wies nach, daß Zölle nur einem kleinen Bruchteil der Landwirte zu gut kommen, während sie die Landwirtschaft direkt schädigen, da die Grundrente in demselben Maße wachse und dann durch den theueren Grund und Boden den Landwirt in der rationellen Bebauung schädigen. Der angebliche augenblickliche Vorteil werde in absehbarer Zeit die Grundrente weiter steigern und das alte Uebel in noch größerem Umfang herbeiführen. Man arbeite der Ueber spekulation in Guterwert in die Hände und vergrößere dadurch die Not der Landwirtschaft, die man nicht ableugnen könne. Nur der Staat könne hier helfend eingreifen durch Förderung des Genossenschaftswesens, Hypotheken-Verstaat lichung, Steuer für die Grundrentenspekulanten nach dem Vorbild der Verträge in Kiautschou. Im Namen des Handels und der Industrie, wie der Bauern und des Arbeiters müsse man gegen die Zölle protestieren. — Reichstags- und Land tags Abgeordneter Ulrich verbreitete sich alsdann über die allgemeine Wirkung der Getreidezölle und erklärte an Hand des amtlichen statistischen Materials, daß die Zölle nur einem ganz kleinen Teil der Landwirte zu gut komme, sodaß selbst 75 pEt. der Landwirte keinen Vorteil von diesen haben, sondern daß diese im "Fall einer Zollerhöhung, ebenso wie die Arbeiter, das Brod theurer kaufen müßten. Bei einer Mark Zollerhöhung mache dies im Jahr für eine fünf köpfige Arbeiterfamilie 42 Mark auS. Im Interesse des gesamten Volkes liege eS, daß die Zölle fallen. — Dr. Börner- Berlin erklärte Namens des Handelsvertragsoereins Zweck und Ziele desselben und forderte zur Gründung einer Ortsgruppe auf. — Hierauf wurde die folgende Resolution angenommen: Die heute im Städtischen Saalbau zu Darmstadt aus allen Tellen deS Großherzogtums von Angehörigen der oerfchiedensten Be ruiSzwrige besuchte Landesoersammlung erk.Srt sich entschieden gegen alle diejenigen Bestrebungen, welche notwendiger Weise die hohe wirtschaftliche Entwicklung, zu be-. sich Deutschland seit einem Jahrzehnt untri Anspannung aller Kräfte ernporgearbeitet bat, hemmen und untergraben müssen. Sie protestiert deswegen gegen jeden Versuch, durch die Erhöhung derZölle auf verschiedene Rohmaterialien für die Industrie und auf alle landwirtschaftlichen Erzeugniffe, besonder« auf Getreide, einen Zolltarif zu schiff-n, welcher bte erneuten Abschlüsse von günstigen HandctSverirägen erschweren, wenn nicht gänzlich vereiteln würde. Hierdurch würden Handel und J.-dustrie unendlich geschädigt, die ArbeilSangelegenheit für unsere Arbeiterschaft vermindert und die Landwirtschaft selbst, die geschützt werden soll, dauernd zu Gunsten weniger Großgrundrentner benachteiligt. S>e erblickt in der durch die Erhöhung der L-bmswfttelzölle unausbleiblich hervorgerufenen Verteuerung deS Lebensunte- Halles eine unerträgliche und ungerechte Belastung der Minderbemittelten, welche unzweifelhaft die sozialen Gegensätze zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verschärfen würde. Sie richtet deshalb an die Großherzogliche Staatsregierung und den Reichskanzler die dringende Bitte, im BundeSral gegen jede Erhöhung der Lebensmittelzolle etnjutretcn, überhaupt auf eine derartige Gestaltung des künftigen Zolliarifes hinzuwirken, daß die Erneuerung der bestehenden und der Abschluß weiterer lang fristiger Handelsverträge, auf Grundlage der Meistbegünstigung unter Verwerfung des verkehrSseindlichen Doppeltarissystems, gesichert wird. Der Vorsitzende schließt mit Dankesworten und der Aufforderung, dieser politischen und wirtschaftlichen Reaktion entgegenzutreten, die Versammlung. Um H/, Uhr waren die Verhandlungen zu Ende. Der Handelsverein Gießen hatte sein Erscheinen entschuldigen lasten und der Frei- i njn i'g e Verein hatte ein Zustimmungstelegramm zu der gefaxten Resolution gesandt. fc. Braunfels, 9. März. Der mit der Verwaltung deS SolmS-Braunfels schen Fideikommisses für den minderjährigen Fürsten Georg Friedrich betraute Prinz Abrecht zu SolmS - Braunfels, geboren de» 10. Februar 1841, ist, wie wir bereits mitteilteu, in vergangener Nacht in Wies- Fraikfort, den 9. März do •1% Bi/j 0/0 Konsole . Tendenz fest. Wetter Regen W < Nervösen, Nervenschwachen do Hessen jNeurasthenikern) wird als Nähr- uno Kräftigungsmittel von be- ruhigender u. kräftigender Wirkung Sanatogen empfohlen. Von Professoren und Aerzten glänzend begutachtet. Erhältlich in Apoth. u. Drogerien. Atteste gratis u. franco. Bauer & Cie., Berlin 8.0.16 90 85 70 79 91 96 8 */o 31'u J/o 2 2 4 6 2 2 . 221 70 . 185 70 . 184 80 . 150.90 . 152 40 . 147 50 . 167.50 . 202.(0 . 189 00 . 167 70 4,7 4,0 4,1 4,4 4,6 4,7 6 n/ Italien, Bente 4 ’/o Griech. Monop 3 7q Portugiesen 3 o/a Mexikaner . 44/e % Chinesen . Höchste Temperatur Niedrigste , Höchste Temperatur Niedrigste „ Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handolsges. Oesterr. Staatßbahn Gotthardbahn . . Laurahütto . . . Bochum . . . . Harpener . . . . beb. Himmel bew. „ beb. „ E 1 S @ I 9 beltgeber nicht noch in letzter Stunde nachgeben. BiS letzt haben nur fünf Geschäfte die Forderungen der Gedilfen bewilligt. — Die Schud- m'adjerin nunß beschloß, mit den Gehilfen behusö einer Einigung in der Lohnsraae in Unterhandlungen einzutreten. Leipzig, 10. März. 130 Bergarbeiter der Grube „©ottlob- kni Theißen find infolge von Differenzen mit der Grubenverwaltung in den Generalstreik eingetreten. Marseille, 9. März In einer Versammlung von 2000 ständigen, die in der Arbeiterbdrse fiattsand, wurde beschlosst, den Aus« stand fortzusetzen. Die Kaufleute fahren fort, ihre Waren mit dem eigenen Personal zu verladen. Die Poftdampfer gehen nach wie vor mit Passagieren und Post ab. Die Mannschaften mehrerer freprden Schiffe löschen die Ladung unter dem Schutz bet Polizei und be8 Militärs. E. N. E. NE. NE. W. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. baden plötzlich infolge eines Schlaganfalles gestorben. Ein Kavalier von hervorragenden Charaktereigenschaften ist mit dem Verblichenen dahingegangen. Für mildthätige Stif tungen that er viel. Besonders auch verlieren die Armen der hiesigen Standesherrschaft in ihm einen Wohlthäter. Das Königin Louisenheim in Wiesbaden, besten Protektor er gc wesen, war sein Werk. Seine Großmutter war die Schwester der Königin Louise von Preußen. In erster Ehe war btfr selbe mit dem Prinzen Ludwig von Preußen (Bruder Friedrich Wilhelms III.), in zweiter mit dem Prinzen Wilhelm von Solms-Braunfels, in dritter mit dem König Ernst August von Hannover vermählt. Prinz Albrecht hatte, wie man erzählt, vieles von seiner Großmutter an sich, in deren leichtem, lachendem, liebreichem Wesen ein bestrickender Zauber lag, Prinz Albrecht vermählte sich 1889 mit einem Fräulein von Ligonius. Die Ehe blieb kinderlos. Seine fünf Brüder sind dem Prinzen im Tode vorausgegangen. Die einzige Schwester, Prinzessin Elisabeth lebt in Genua. Wer nunmehr die Vormundschaft über den minderjährigen Fürsten erhält, ist noch nicht bestimmt. Arbeiterbewegung. ko. Frankfurt, 10. März. Die hiesigen Damenschneider treten morgen in den längst angedrohten Ausstand ein, falls die Ar- Knust und Wissenschaft. 8. Darmüädter Künstler«Kolonie. Zur Zeit werden circa P/i Kilometer Rohr zur Bewässerungsanlage gelegt, bie zur Speisung der nach origineller Idee projektierten Garten-Parkanlage dienen soll. Eine Vereinigung von Darmstädter ersten Gärtnerfirmen hat die Ausführung dieses Planes, der von außerordentlichem Reiz zu werden verspricht, übernommen. Die Blumen Anlagen werden einen die Jahreszeit und die Farbe bezeichnenden Charakter tragen, und zwar derart, daß in jedem Monat die Farbe des gesamten Blumenflors wechseln wird; auch der die Ausstellung abschließende Stasselzaun wird durch Schmückung und Verzierung mit lebenden Pflanzen, Guirlanden in verschiedenen Farben einen lebenden Abschluß von besonderem Reiz bilden. Wir hören, daß auch fast sämlliche Reklametafeln dieses Zaunes trotz des verhältnißmäßig hohen Mietpreises Liebhaber gefunden haben. Zur Zeit ist man mit dem Aufbau des aus zwei Stockwerken bestehenden Restaurationsgebäudes nach dem Plan Prof. Olbrichs beschäftigt. Auch hier ist sowohl das Arrangement wie die gesamte Einrichtung und Ausstattung eine eigene Idee und vollständig als Muster-Restauration gedacht. Der Wirt zahlt keine hohe Pacht, sondern es ist eine sogen. Theilmethode eingerichtet, nach welcher der Wirt die Getränke von der alles in eigener Regie führenden Künstler- Kolonie bezieht, hierbei wird den Besuchern eine Weinkarte vorgelegt, die an Ausstattung und Inhalt im In- und Ausland ihres Gleichen suchen dürfte. Ueber 100 ausgewählte Sorten meist hiesiger Firmen (es sind nur zwei Ausländer dabei) werden auch die verwöhntesten Weinzungen und zwar zu einem Preise befriedigen, wie es in einem Restaurant nur immer möglich ist. So soll u. a. ein sehr guter Schoppen Wein zu 50 Pfg. und das beste hiesige Bier zu 12 Pfg. das Glas ausgeschenkt werden. Auch die ebenso originell ausgeführte, ca. 600 Nummern verschiedener Speisen enthaltende Tischkarte dürfte kaum jemals in ähnlicher Weise zusammengestellt worden sein und den feinsten Gourmands Rechnung tragen. Auch die Ausstattung der Restaurationsräume wird bis in die kleinsten Teile von den Künstlern gezeichnet und hergestellt. Tifche, Stühle, Dekorationen, Porzellan, Leinwand wird in eigener neuer Form entworfen. Auch das ganz neuartige Gartenmöbel, das in dem vor dem Restaurationsgebäude liegenden Platanenhain, der als Gartenrestaurant schon von Natur aus eine prachtvolle Zierde des Ganzen bildet, wird in Verbindung mit dem hübschen Gedeck einen eigenen Reiz ausüben; hier wird auch der Musikpavillon und ein Bar für besondere Getränke Aufstellung finden. Die Beleuchtung des Restaurants wird durch elektrisches Licht hergestellt werden, daS seine Strahlen in träufelnder Form von der Decke herab überflutet. Die gesamte Garten- und Park-Beleuchtung wird dagegen durch eine große Acetylen-Anlage hergestellt; auch hier sind Ueberraschungen und Beleuchtungs-Effekte mannichfacher Art vorgesehen. Die Chemie des Tabaks ist dank der unausgesetzten Bemühungen zahlreicher Forscher in einem raschen Aufschwünge begriffen. A. Pictet und A. Rotschy veröffentlichen soeben eine Mitteilung, wonach es ihnen gelungen wäre, aus dem Tabak drei neue Alkaloide zu isolieren. Tas erste (Nicotein) ist ein flüssiger, im Wasser löslicher Körper von ziemlich angenehmem Geruch; es steht zum Nikotingehalt des Tabaks in einem Mengenverhältnis von ungefähr 2 Prozent. Tas zweite (Nicotellin) ist ein fester, in Alkohol und Chloroform löslicher Körper, der in prismatischen Nadeln krystallisiert. Es scheint nur in ganz minimalen Mengen im Tabak enthalten zu sein. Tas dritte Alkaloid (Narnicotin) dürfte nach den Angaben der Entdecker in chemischer Beziehung dem Nicotin am nächsten stehen. Pictet und Rotschy behalten es sich vor, über die physiologische Wirkung dieser Alkaloide auf den menschlichen Organismus Versuche anzustellen. Gerichtssaal Mainz, 9. März. Die Frau deS SdftffSschaukelbesitzus Karl Demingft von hier wurde vorn Schwurgericht wegen fabrläffiger Tödtung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Die Angeklagte hatte am 22. Dezember in einer diesigen Wirtschaft dem Handelsmann Schuster während eine- Disputs die Spitze ihres Regenschirms in die obere Augenhöhle gestoßen und dadurch den Tod herdetgesührt. Sie ft wegen kahrtässig'.r Tödtung mit zwei Monaten Gefängnis vor bestrait. Der Mann, der der gemeinsamen Körperverletzung des Schuster milangeklagt war, wurde freigesprochen. Berlin, 9. März. DaS Landgericht n verurteilte den Inserat,n- aaenten Fritz Wolff wegen Verleitung zum Meineide, begangen im Sternbergprozeß, zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren EhremechtS- verluft, die Hulda Saul zu 1 Jahre und die Obsthändlerin Stabs zu IV, Jahren Zuchthaus. *4 Bevor sic Jbren. Bi darf in Selben» ftoffcnfcccfcn, oer» . langen Sie in Jbirrn Interesse ent unig< benb und , franko'Nüber von , Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Frankfurt a M., 11. März. (Telrgr. Ong. Bericht des ,G. A ") Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkauf landen 500 Ochsen, darunter 118 aus Oesterreich, 42 Bullen, 852 Kühe und Färsen, 306 Kälber, 309 Schafe und Hämmel, 1489 Schwrine, 8 Ziegenlämmer und 1 Ziege. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 64-66 Ml., 2. Qual. 60-62 Ml.; Bullen 1. Qual. 53-55 Mk., 2. Qual. 42—50 Mk ; Kühe und Rinder 1. Qual. 58—60 Mk., 2. Qual. 55—56 Mk. Bezahlt wurden für 1 Pfd. Schlachtgewicht Kälber 1. Qu. 76—78 Pfg., Lebendgewicht 46-48 Pfg., 2. Qual. Schlachtgewicht 67—70 Pfg., Lebendgewicht 40-42 Pfg.-, Schafe 1. Qual. Schlachtgewicht 62—64 Pfg., 2. Qual. 56—58 Pfg.; Schweme 1. Qual. Scklachtgewicht 60-61 Pfg., Lebendgewicht 48 Psg. 2. Qual. Schlachtgewicht 59 Pfg., Lebendgewicht 47 Pfg. Geschäft: Großvieh gedrückt, Kleinvieh sehr gut. . . 98.10 . . 88.45 . . 96.75 . . 96.10 -Anl. 45.00 . . 25.75 . . 26.15 . . 82 80 Neueste Meldungen. Marseille, 10. März. Die Seeleute, welche seither mit den Ausständigen gemeinsame Sache gemacht hatten, beschlossen, vom Streik zurückzutreten, um dr Lebensinteressen Marseilles und des Vaterlandes nicht länger zu Gunsten fremder Häfen zu gefährden, xtc Kommission der Quaiarbeitcr beschloß, ihre Forderungen aus die Erlangung des Achtstundentages zu beschranken. Madrid, 10. März. Nach hier eingegangenen Bericht a von der portugiesischen Grenze hatten die Militärfchüler der polytechnischen Schule in Lissabon gegen die Jesuiten lar< mende Kundgebungen vollführt. Polizeibeamte drangen in die Schule ein und verwundeten einige Schüler m i t S ä b e l h i e b e n. Die Schüler richteten an die Deputiertenkammer eine Schrift, in welcher sie gegen die Urbergrisse der Polizei protestierten. In Lissabon herrscht großer Un» Wille über die Voikommnisse. Die Studenten sympathisieren mit den Militärschülern. Die portugiesische Zensur hat die Depeiche, welche diese Angeleaenheit behandelte, angehalten. Madrid, 11. März. Gestern abend brachen wegen der Verzehrungssteuern Unruhen aus. Die Menge bewarf die Beamten mit Steinen und zündete zehn Zoll ha Usch e n an. Sie v c r w u n d e t e 4 Beamte, darunter einen schwer. Ter Präfekt stellte die Ordnung wieder her. Tie Gehilfen der Spezereihändler machten Protestkiindgebungen gegen, die Oeffnung der Läden an den Sonntagen und bewarfen die offenen Läden jn.it Steinen. Die Polizei zerstreute die Demonstranten und nahm einige Verhaftungen vor. T l e m c e n, 10. März. Marokkanische Stämme in der Nähe des französischen Gebietes befinden sich in hellend Aufruhr. Truppen sind zur Verstärkung abgeschickt worden. Kirchliche Nachrichten. Av angelische Semetvtze. Montag den 11. März, abends 8 Ufa: »ibelflun&t im Konfirmandensaal der JohanneSkirche. Hebräerbnef Kap. 11. »te Vorbilder deS seligmachenden Glaubens. Pfarrer Nauman Dienstag den 12 März, nachmittags 5 /, U^, Konfirmanden Vereinigung der LukaSgemeinde im Schwesternhaus. Pfaner isu . Minwock d-n 13. Mär,, abenbä 6 Ul)r: 4. HaffionSan6od)t in der JohanneSkirche. Pfarrer Ouler- B1/» % Reichsanleihe . . 98.15 88 85 Vermischtes. * Brüssel, 10. März. Gestern abend fuhr infolge Versehens bei der Weichenstellung in der Nähr des Bahnhofes Heube (bei Courtrai) ein von Routers tommender Personenzug auf einen Güter zu g. Mehrere Per- onenwagen entgleisten. Mehrere Personen wurden getötet, mehrere schwer verletzt. * Palermo, 10. März. Seit der letzten Nacht bedeckt eine rötliche Wolke den Himmel über der Stadt. Der ganze Himmel erscheint tief gerötet, ein heftiger Südwind weht. Die gefallenen Regentropfen haben das Aussehen geronnenen Blutes. Die Naturerscheinung, die unter dem Namen „Blutregen" bekannt ist, wird auf den afrikanischen Wüstensand zurückgeführt, der vom Winde herüber getrieben worden ist. — Dieselbe Erscheinung wurde auf der ganzen Insel beobachtet, wie auch in Süditalien. In Rom ist der Himmel gelb gefärbt, es herrscht starker Si- rocoo; in Neapel fiel Sandregen, um 5 Uhr nachmittags gewahrte man bei tiefrotem Himmel das Schauspiel einer „Fata Morgana". ■ von der ., ' < HohensteinerSeidenweberei „Lotze“, HöheMStehvErnsttDai, < königlicher, tFroßberjogfid'er unb Herzogliche? fiofnrjcra t \ a S März E o e £ auf 00 reduziert | der Luft 9. 9“ 753,4 + 1.8 10 724 752,5 + 0,3 10 2« 750,9 + 3,4 10. 924 746,1 + 2,6 11. 7 24 737,6 4- 1,5 11. 2« 736,2 + 0,9 am 8.-9. März 4- 4.6° C. n ■ u + 0.4» C. am 9.—10. März + 3 60 c. e ■ w + 0.40 C. Lrtr.: 8- ds.JL schau l »erden mb T jlp UMtti truifa W 29. Ja! BtU.: 31 AW Höftes! Set r bringe! am 1. den tz offener (Ronio Person und n zu bes ia N r zeitig trWl! gn3ntin Kjr Sirß »lätter «ijrtun- jaribiTin ßrM ,<1 ®6d gxnei« m »tt ni JJfgtnbt» Äuiunct »wi>< Verdingung. Die £)?rfle7un0 von ca 17u qm Fahrbahn einer eisernen Straßenbrücke mittels Stampf-Asphalt au' Brton full vergeben werden. 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Kl. unb 7 rm Nutzholz. 1933 Gr.'Rechtenbach, 9. März 1901. (bei Wetzlar) Da» Bürgermeisteramt. Kognak deutscher unb französischer, ärztlich empfohlen, zu haben bei 884 F. Schott, Babnbofstratze, Erke Wolkengaffe. Statt jeder besonderen Anzeige. Die Geburt einer kräftigen Tochter beehren sich hocherfreut anzuzeigen Bergbeamter Horst und Frau, 1945 Auguste, geb. Wolf. Giessen, den 10. März 1901. führung in Giltigkeit. 1940 Theater-Verein. Wegen Erkrankung bes Fräulein Triesch wirb beten Gastspiel verschoben unb statt besten heute, Montag- abend, als achte Vorstellung gegeben Flachsmann als Erzieher. Komöbie von Otto Ernst. Die für bie Aufführung von Maria Magbalene im Vorverkauf gelösten Billets bleiben für bie bemnächstige Auf- Continental PNEUMATIC Erstklassig in Material unb Ausführung. Sinnreich in btr Konstruktion. Continental Caoatchoac 4 Quttapersha Corop., Hannover. 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