'SK neS u W LLltyo». ^dobnbM^ y'mrner in >ub ;;en h Mn 1 Bksüg w 'Wielen. W' sur jeder Segnet, per halb Ks 5 SÄ ji rfimniet "f’nSjyJ Mieten. Äptd r, Marktplah 6. u4en sür nLchfteL A Km )ir LudwiaSploh). n mit Preis unter ne EM. b. BI. :asso- 1-Agentur ießen ift an toul oerfttben. Herren, i und organilatorifd) ollen, erhallen bä n hohes Aixu«. rsorderlich. V-ilra,' unmittelbar mit tc ibb. Beis.-Akt.Gii, ms-Beis. mit Weben» bl. Offerten unter itm* an S. L (ßeinrid) WoH) sburg 7. »176 j. b.yext. mein.w i an Talttv., W ifd, eo. SR« 250 pr. dl A.SauffmE 9$6 , kann emtteien- _04!5jMW hergeseS, M ««• tum Seouprinz, Liiterstmße 2 t____ Weiter »rrhrne »Witte «*% M- °451J 6^ähS fluntien M eltere^sap"^^ 5M5- ZA fit 36 Zweites Blatt. Dienstag den 12. Februar 151. Jahrgang 1901 GießenerAnzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Dermittlungsstcllen des In- und Au4- landes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeis« entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 M. A^ugiprels Dierteliäbrl. MI. 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Sir Evelyn Wood habe das zwar für „ungenau" erklärt; man schließe jedoch aus dem unbestimmten Ausdruck, daß er doch vielleicht nach Südafrika gehen werde, wenn auch nicht als Höchstkommandierender. Kitchener ist in London in Gesellschaftskreisen, die lange fast das Monopol der guten Beförderungen und Kommandos hatte, als Jn- genieuroffizier und früherer „Aegypter" sozusagen als Än- dringling verhaßt. Er wird bei jeder ^Gelegenheit herabgezogen. Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 9. Februar: „Die im Osten operierenden britischen Truppenabteilungen haben am 6. Februar Ermelo nach geringem Widerstand des Feindes eingenommen. Den Friedensunter- Händler, der zum Tod verurteilt ist, und die übrigen Gefangenen haben die Buren mitgenommen; alle Berichte besagen, daß die Buren sehr erbittert sind. 50 Buren 1 abeu sich den Engländern ergeben. Am 6. Februar, 3 Uhr morgens, hat Louis Botha mit 2000 Mann den General Smith-Dorrien bei Bothwell angegriffen, wurde aber nach schwerem Kampfe zurückgeworfen. Ein Burengeneral ist gefallen, ein anderer schwer verwundet worden; ferner sind zwei Feldkornets gefallen. Die Feinde ließen 20 Tote in den Händen her Engländer zurück. Viele Buren sind schwer verwundet. Die Engländer verloren 24 Tote und 53 Verwundete. Ten eingegangenen Meldungen zufolge hat der britische Vormarsch nach Osten alle Berechnungen des Feindes umgestoßen und in jenem Gebiet eine regelrechte Panik erzeugt. Te Wet scheint südlstch der Jagers- sontein-Straße Die Bahnlinie überschreiten und dann gegen Westen marschieren zu wollen. Es ist ihm nicht gelungen, durch die Drifts östlich von Bethulie den Uebergang über die Bahnlinie zu bewerkstelligen. — Calvinia ist am 6. Februar von Delisle besetzt worden. Der Feind zieht fid), auf Kenhardt zurück. Das im Innern der Kapkolonie operierende Kommando wird gegenwärtig nach Norden über Aberdeen hinaus zurückgetrieben." Ettva 1500 Buren machten am 30. Januar einen energischen Angriff auf den Außenposten beiModderfontein, 20 Meilen südlich von Krügersdorp. Der Posten bestand hauptsächlick) aus Mannschaften aus Neusüdwales. Die kleine britische Truppe, der die Buren das Wasser abgeschnitten hatten, focht bis zum 31. Januar abends, wo sie fitd)! der Uebermacht ergeben mußte. Auf britischer Seite fielen 9 Offiziere und Mannschaften, 17 wurden verwundet. Die Verluste der Buren waren beträchtlich. Die Briten hatten, ehe sie sich ergaben, ihr Maximgeschütz unbrauck)bar gemacht. Dem „Reutersck)en Büreau" wird aus Heidelberg vom 7. Februar gAneldek: Tie Buren griffen gestern einen Post- zug zwischen Greylingsstad und Vlakfontein an. Tie Eisenbahnlinie war unterminiert. Durch die Explosion der Mine wurde die Lokomotive des Zuges teilweise zerstört. In kurzer Entfernung vom Zuge befanden sich 400 Buren, auf welche die Eskorte des Zuges sofort ein Feuer eröffnete. das von dem Feinde kräftig erwidert wurde. Fast alle Reisenden wurden verwundet, neun derselben schwer. Als Verstärkungstruppen aus Greylingsstad heranrückten, zogen sich die Buren zurück. — In Durban ist die Nachricht eingetroffen, daß an dem Tage nach der Entgleisung des Postzuges bei Vlakfontein ein zweiter Zug in der Nähe von Vlaklaagte von den Buren zur Entgleisung gebracht wurde. Ein Zug mit Eisenbahnbaumaterial und ein Proviantzug hatten in derselben Gegend das gleiche Schicksal. Erst jetzt treffen Details vom 30. Januar über das bei den Tabacksberghügeln mitten zwischen Bloemfontein und Smaldeel stattgehabten Gefecht ein. Eine aus verschiedenen Waffengattungen bestehende Kolonne des Major Crewe traf in der Frühe des 30. Januar in Tabacksberg ein. Er hörte ein heftiges Feuergefecht von der anderen Hügelseite, wo Pilcher die Buren in ein Gefecht verwickelt hatte. Crewe stieß vorrückend auf die Buren, die sich vor Pilchers Lydditgeschossen zurückzogen, und eröffnete ein Artilleriefeuer. Die Buren verschwanden alsdann und Crewes Abteilung ging ins Lager zurück und hielt bis zum Nachmittag Rast. Hierauf wurde der Marsch wieder ausgenommen. Es kamen dann 200 Buren in Sicht. Diese sollten, wie sich herausstellte, nur in die Falle locken; denn als die Engländer vorgerückt waren, wurde auf sie ein heftiges (Abwehrfeuer von drei Seilen eröffnet. Ein eng- lisck;es Maschinengeschütz wurde demoliert und mußte aufgegeben werden. Bei den Bemühungen, es zu retten, hatten die Briten schwere Verluste. Die Engländer wurden von den an Zahl überlegenen Buren umgangen und genötigt, sich nack) dem Lager kämpfend zurückzuziehen, retteten aber den Convoi. Am nächsten Morgen griffen die Buren wieder an. Die Briten mußten wieder zurückgehen, bis sie schließlich bei Jsraelsport von Knox Truppen ausgenommen wurden. Die Buren standen direkt unter D e W e t s persönlsichem Befehl und zählten 2500 Mann, während die englische Abteilung nur 700 Mann stark war (?) Das Reutersche Büreau bemerkt zu vorstehender Meldung: Dieser Kampf, über den bisher weder in offiziellen noch in privaten Depeschen berichtet wurde, sei vermutlich eine derjenigen Aktionen, wodurch es De Wet gelang, durch die britischen Linien zwischen Bloemfontein und Ladybrand auf dem Wege nach dem Süden durchzubrechen. • * * ♦ Trieft?am» beS Gießener Anzeigers. Kapstadt, 11. Febr. (Reutermeldung.) Bisher sind zehn pest verdächtige Erkrankungen gemeldet, die einen weißen und neun Eingeborene betreffen. Energische Maßregeln sind getroffen worden, den Krankheitsherd abzugrenzen. Die Ratten und Mäuse werden vertilgt. China. Das deutsche Oberkommando meldet am 8. ds. M. auS Peking: Die Kolonne Cleve ist am 5. ds. ohne Zwischenfall nach Tientsin zurückgekehrt. Die Kolonne Trotha hat heute auf dem Rückmarsch Tsingho (10 Km. nördlich von Peking) erreicht. Eine Jägerkompagnie ist mit je einem Zug Kavallerie, berittener Infanterie und Gebirgsartillerie über Nankhou auf Tschatau (43 und 62 Km. nordwestlich von Peking) vorgeaangen, um die Gegend nordöstlich von Aenkhing (72 Km. nordwestlich von Peking) aufzusuchen, von wo vor Kurzem Christenmorde gemeldet waren. Die „Times" meldet auS Peking vom 6. Februar, Rußland habe durch die Vermittelung Aonghus, des chine« sischen Botschafters in Petersburg, das Angebot gestellt, die nördlich der großen Mauer von Schanheikwan bis Niutschwang und Simnin gelegenen nordchinesischen Eisenbahnen zu kaufen. Der Preis würde auf die Entschädigung angerechnet werden, die Rußland für den seinen mandschurischen Bahnen zugefügten Schaden fordere. Rußland richte ebenso augenblicklich alle seiue-Anstrengungen darauf, China zu der« anlassen, gegen das mit Sir Claude Mocdonald, dem eng« lischen Gesandten, im Oktober abgeschlossene Abkommen zu verstoßen, wonach China die Verpflichtung übernehme, niemals irgend einer anderen Macht die Eisenbahnen von Schanheikwan Niutschwang und Simnin zu veräußern oder abzutreten. Die regelmäßige telegraphische Verbindung zwischen Petersburg und Peking ist über Wladiwostok hergestellt worden. — Der russische „Regierungsbote" teilt mit, daß der Schutz« wache der ostchinesischen Eisenbahn ein Korps Grenzwache zugeteilt wurde und daß dieselbe in dessen Bestände einen -igenen Bezirk zu bilden und dieselbe Organisation und Ergänzungsart wie die Grenzwache anzunehmen habe. Die Kosten der Grenzwache bestreitet aber die Gesellschaft der ost- chinesischen Eisenbahn. Die fremden Gesandten kamen am Freitag in Peking «usammen, um über ein von den Chinesen vorgelegtes Edikt zu beraten, das sich auf die Aushebungen der Prüfungen aus 5 Jahre und auf die Bestrafung der Beamten bezieht, die schuldig find, die Frevel gegen die Ausländer nicht unterdrückt zu haben. Die Gesandten beanstandeten den Wortlaut deS Edikts, der den Anschein erweckt, als seien die Unruhen lediglich durch das Vorgehen der eingeborenen Christen verursacht worden. Das Edikt war sonst befriedigend, wurde nach Maßgabe der Ansichten der Gesandten geändert und an die Chinesen zurückgegeben. Jn^Kumtschuk sind vier Mann hingerichtet worden, die im Zusammenhang mit dem auf die Deutschen dort verübten Angriff verhaftet worden waren. Tte Chinesen meinen, daß nur zwei von ihnen zu den Schuldigen gehören. • « • Telegramm des Gießener Anzeigers. London, 11. Febr. Nach einem Telegramm des „Standard" ans Tientsin wird gemeldet: Am 9. Februar sand dort eine Parade der gesamten deutschen Garnison statt. Gras Waldersee inspizierte die Truppen, die in vorzüglichster Haltung einen prächtigen Eindruck machten. Namentlich erregte die berittene Infanterie auf chinesischen Ponnies, die sich für den Chinadienst besonders eignen, große Aufmerksamkeit. Graf Waldersee wird demnächst die 4. englische Brigade besichtigen und dann in Schankaikwan einen Besuch abstatten. Konzeri-Werein. Gießen, 11. Februar. Das fünfte Konzert dieser Saison, das am 9. d. M. im großen Saal des Gesellschaftsvereins abgehalten wurde und zu dessen Ausführung der Vorstand des Konzertvereins die beliebte Homburger Kurkapelle gewonnen hatte, legte wiederum beredtes Zeugnis dafür ab, daß unser Herr Universitätsmusikdirektor T r a u t m a n n , der die Anf- ftihrungen leitete, stets in jeder Weise bestrebt ist, das Musikleben Gießens zu heben und zu fördern, und daß er in der Zusammenstellung seiner Konzertprogramme auch die Werke der neueren Litteratur, so weit sie hier zur Aufführung gelangen können, mit glücklichem Geschick berücksichtigt. ~ So hörten wir gestern hier zum ersten Male die Symphonie pathetique von Tschaikowsky, einem Tondichter, der unter den in deutschen Konzertsälen zu Worte kommenden Ausländern heute eine hervorragende Stellung einnimmt, und dessen hier ausgesührtes Werk auch unseres Erachtens den guten Ruf, den er als Musiker genießt, durchaus gerechtfertigt erscheinen läßt, lieber die Symphonie selbst sind schon vor dem Konzert aufklärende Bemerkungen an dieser Stelle von unterrichteter Seite gegeben worden, so daß wir es uns heute versagen dürfen, auf die Komposition als solche nochmals näher einzugehen. Von der Aufführung, die von dem zahlreich er- fdjienenen Publikum sehr freundlich ausgenommen wurde, verfehlen wir nicht zu berichten, daß sie dem guten Ruf unseres geschätzten Universitätsmusikdirektors und des Vortragenden Orchesterkörpers durchaus entsprach, und daß die charakteristischen Eigenheiten der vier Sätze trotz ihrer einzelnen Absonderlichkeiten eine wirkungsvolle, klare und verständliche Wiedergabe erfuhren, die das Interesse für das Werk wie für den Komponisten nur zu steigern geeignet war. — Eine weitere Novität war für Gießen die symphonische Dichtung „les Preludes" von Franz Liszt, deren Wiedergabe die hohe Leistungsfähigkeit von Dirigent und Orchester ebenfalls wieder im günstigsten Licht erscheinen ließ. Vornehm in der Erfindung und mit einer reichen Fülle herrlicher Jnstrumentationseffekte ausgestattet, hat sich gerade diese Tonschöpsung des genialen Meisters, der damit allerdings durchaus nicht auf den Beifall der großen Menge reflektierte, längst einen ehrenvollen Platz auf den deutschen Konzertprogrammen erobert und erfreut sich überall einer begeisterten Aufnahme. Freilich bereitet die Aufführung Lisztscher Orchesterwerke den Konzertdirektionen stets mehr oder weniger Schwierigkeiten, da sich infolge der in der Partitur vorgeschriebenen Vermehrung besonders der Blechinstrumente für eine tadellose Wiedergabe bei den meisten Durchschnittsorchestern auch eine entsprechende Verstärkung des Streicherchors unbedingt nötig macht, und da letztere, wie anderwärts oft, so aud) bei uns nicht immer völlig ausreichte, so war stellenweise ein zu starkes §>ervortreten der Blechinstrumente eine natürliche Folge. Dies bezieht sich aber immerhin nur auf Einzelheiten und wir tragen keinen Augenblick Bedenken, die Gesamtleistung voll und ganz anzuerkennen. Wenn auch den meisten Konzertbesuchern von anderen Aufführungen her bekannt, so doch sür Gießen und speziell für den Konzertverein eine Novität war endlich Richard Wagners Ouvertüre zu „Tannhäuser", welche das dritte Hauptwerk des vorgestrigen Konzerts bildete. Da wir die Szenen der Oper, denen die Hauptmotive der Ouvertüre entnommen sind, als bekannt voraussetzen dürfen, so fet es uns gestattet, nur über die Aufführung selbst kurz zu berichten. Wohl selten haben wir über eine musikalische Aufführung größere Meinungsverschiedenheiten gehört als nack) dem vorgestrigen Vortrag der Tannhäuser-Ouvertüre, und wenn namentlich alle die einzelnen 'iMuditenungen be» rechtigt gewesen wären, würde von dem Ganzen nicht viel Gutes übrig geblieben sein. Was zunächst die Tempvnahme seitens des Herrn Trautmann betrifft, so sei konstatiert, daß sie fick) streng nach den metronomischen Vorschriften des Komponisten richtete, und daß der Einwand, die Ouvertüre, speziell der erstere Pilgerchor sei zu langsam gespielt worden, hinfällig ist. Wenn viele Theaterkapellmeister von den gegebenen Vorschriften abweichen, so begehen sie eben einen Fehler, der sich höchstens mit der bei schnellerem Tempo leichter möglichen Nüancierungssähigkeit erklären läßt. Und daß gerade bei dem langsamen Tempo für den Orchestermusiker die Befolgung der dynamischen Vorschriften viel schwieriger ist, erschien uns bei dem vorgestrigen An- Horen des Werkes außer allem Zweifel. Wer vorgestern namentlich an dem ersten Pilgerchor eine wirkungsvollere Verteilung von Licht und Schatten vermißt hat, mag bis zu gewissem Grade Recht haben. Auch denen mochten wir nicht widersprechen, welche im fortissimo ein weniger starkes Hervortreten der Blechinstrumente und in der sogenannten Venusmusik eine graziösere Behandlung der Holzblasinstrumente wünschten. Auf jeden Fall aber ist der Aufführung nachzurühmen, daß sie korrekt und exakt war, und namentliw diejenigen Konzertbesucher, welche das Werk in der-,rigi - fassung noch nicht kannten, werden für die Ausnahme tn das Programm dankbar gewesen fein. Volltische Tagesschau. AuS Nancy wird ein Vorfall gemeldet, der noch der Aufklärung bedarf. Danach sprengte am 4. d. M ein deutscher Offizier blutüberströmt im Galopp über die frauzöfische Grenze, trotz Anrufens der Zollwächter. Dem offenbar scheu gewordenen Pferde warfen sich zwei junge Leute entgegen. Der Offizier wurde aus dem Sattel gehoben, zunächst in das Zollbureau und dann ins Krankenhaus gebracht. Bei der Vernehmung durch den Polizeikommissar gab er an, er heiße Hoff mann und sei Leutnant im 131. in Metz garnisonierenden Infanterie-Regiment. Sein Pferd wäre ihm durch gegangen, nachdem es ihn vorher schon einmal abgeworfen und durch die Straßen von Samte-Marie-aux Chenes ge schleift hatte. An der Grenze habe er es nicht zurückhalten können. Der Offizier wurde dann wieder über die Grenze gebracht. Man nimmt nun in französischen Kreisen an, es hätte sich um eine Wette gehandelt, im (Saniere über die Grenze zu reiten, ohne angehalten zu werden; deshalb ist es dringend notwendig, daß eine strenge Untersuchung an- gestellt wird. Man schreibt der „Tägl. Rundschau" aus Delagoa- bai: Im Gegensatz zu den täglich hier einlaufenden englischen Telegrammen, nach denen sich Kanadier und Australier in großen Massen für den Dienst im südafrikanischen Krieg aubieten, steht eine Annonce aus dem „Natal Mercury Durban", in der England seine Söhne für den KriegSdieGt zu gewinnen sucht. Die Annonce lautet: 300 Rekruten gesucht! Die South African Light Horse oder Bullers Horse, wie sie letzthin genannt wurde, hat während des ganzen Feldzuges hervorragende Dienste geleistet und eine Berühmtheit erlangt, auf die jedes Korps stolz (?) sein würde. Dieser Truppenteil war General Bullers Kolonne beigegeben, begleitete ihn auf seinen gefährlichen Operationen und ist bei mehreren Gelegenheiten von ihm wegen seines glanzvollen Verhaltens und seiner Verdienste hervorragend belobt worden. Die S. A. L. H. ist deshalb ein Korps, dem jeder Mann anzugehören stolz (?) sein müßte, und Leute, die ihm beizutreten wünschen, sollten keine Zeit verlieren und sich bei Leutnant I. Tindley Blaine, 324 West Street, gegenüber Mercury Laue, melden. Leutnant Blaine, der zum rekrutierenden Offizier ernannt ist, will bereitwilligst weitere Informationen erteilen und teilt uns mit, daß ungefähr 300 Mann gebraucht werden, um das Korps zu seiner vollen Stärke zu bringen. Brauchbaren Leuten sollen besonders vorteilhafte Bedingungen geboten werden! Nach der Reise Kaiser Wilhelms zur Königin Viktoria im November 1899 waren in Paris noch einige Hoffnungen ge. blieben, die nun arg geknickt erscheinen. Heißblütig, wie sie find, übertreiben die Franzosen jedes Ereignis in freundlichem oder feindlichem Sinn; nachdem sie seit des Kaisers Besuch auf dem französischen Schulschiff bei Bergen an ein Zusammengehen Deutschlands mit Frankreich geglaubt, sehen sie jetzt in der Reise nach Osborne und dem langen dortigen Aufenthalt die Bekräftigung einer schon vorhandenen Abmachung mit England; und falls der Preis dieser Abmachung die Delagoabai für England sein würde, läge darin eine Gefahr für das von Laurenzo Marquez aus bedrohte Madagaskar. Der sonst nicht schlecht unterrichtete auswärtige Redakteur deS „GauloiS" hat es sogar verstanden, unter dieser jüngsten Abmachung ein 150 Jahre altes Bündnis zu suchen, daS 1756 zu Westminster im Namen Friedrichs d. Gr. und Georgs II. unterzeichnet wurde; es trage einen konfessionell gefärbten Charakter und wolle daS protestantische Gegengewicht bilden zu dem katholischen Bündnis zwischen Frankreich und Oesterreich, das damals von Frau von Pompadour und dem Abbe Bernis eingeleitet wurde. Fürst Bismarck selbst habe auf dieses Bündnis im Reichstag im Jahre 1889 angespielt ungefähr mit den Worten: „Der Traktat von 1756 besteht noch und kein Grund ist vorhanden, daran zu rütteln." Es ist nicht nötig, an diese Auseinandersetzungen den kritischen Maßstab der Gegenwart zu legen; schon weil dasselbe Oesterreich, gegen das der Bund geschlossen ward, jetzt ein Bundesgenosse Deutschlands ist. Der Artikel ist aber immerhin ein Symptom. — Dem deutschen Botschafter Fürsten Radolin widmet der Petersburger Vertreter des „Figaro" einen Abschiedsartikel. „Alles deutet an" — so heißt es in dem betreffenden Artikel —, „daß die Sendung dieses Diplomaten in Frankreich einen ebenso großen Erfolg haben wird wie hier, und daß die Pariser Gesellschaft und politischen Kreise seine hohen Befähigungen ebenso zu schätzen wissen werden, wie dies hier geschehen. Man darf annehmen, daß er der würdige Nachfolger des Fürsten Münster sein wird, der für die Aufrechterhaltung der guten Beziehungen zwischen Deutsch land und Frankreich so wacker gearbeitet hat. Wie der Fürst Münster in seiner Tochter, der Gräfin Marie, so wird der neue Botschafter in der Person seiner Gemahlin eine aus gezeichnete Stütze bei der Erledigung seiner gesellschaftlichen Verpflichtungen haben. Die Dame besitzt außerdem den Vor teil, daß sie mit mehreren der erlauchtesten Familien der französischen Aristokratie verwandtschaftlich verbunden ist und dadurch also einen besonderen Anspruch auf die Sympathie der Kreise besitzt, in denen sie sich bewegen wird. Auch wird die Abreise der Fürstin in der Petersburger Gesellschaft ebenso lebhaft empfunden werden wie die des Botschafters selbst. Fügen wir noch hinzu, daß der Fürst und die Fürstin katholisch find." Deutsches Keich. Berlin, 10. Febr. Wie der „Reichsanz." meldet, hörte der Kaiser gestern im Schlosse Homburg v. d. Höhe die Vorträge des Reichskanzlers Grafen v. Bülow, des Chefs des Generalstabs Generals Grafen v. Schliessen und des Chefs des Militärkabinetts Generaloberst v. Hahnke. — Tie Kaiserin traf gestern zu einstündigem Besuch, auf Schloß Friedrichshof ein. Der Kaiser begleitete die Kaiserin bis Oberursel und machte dann eine Schlittenfahrt im Walde am Altkönig. — Wie dem „Lokalanz." aus London telegraphiert wird, erhielt die auf der Rhede von Portsmouth liegende königliche Dacht „Viktoria Albert" den Befehl, sich' für eine Reise KönigEduardsnach Deutschland bald nach )er Eröffnung des Parlaments bereit zu halten. König Eduard wolle den Besuch Kaiser Wilhelms erwidern und die Kaiserin Friedrich besuchen. Ob die Königin Alexandra ihn begleitet, sei noch unbestimmt. — Die „Birmingham Post" behauptet, Kaiser Wilhelm habe den Wunsch ausgesprochen, LordRobertsmöchte an dennächstendeutschen Herbstmanövern teilnehmen. — Den Blättern zufolge ging dem B u n d e s r a t e der Entwurf des Unfallfürsorgegesetzes für Beamte und Personen des Soldaten st an des zu. Nach der Begründung beabsichtigt das Gesetz die Erweiterung des Pensionsgesetzes vom 15. März 1886, um die Unfallfürsorge der genannten Personen wieder der Fürsorge des Unfallversicherungsgesetzes gleichwertig zu machen, nachdem letztere durch die 1900 in Kraft getretenen Bestimmungen mehrfach günstiger geworden sind. — Die Wahlprüfungs-Kommission des Reichstages prüfte die früher beanstandete Wahl des Abg. Sieg (nl., Graudenz-Strasburg in Westpr.) und gelangte zu dem Ergebnis, den Antrag auf nochmalige Beanstandung beim Plenum zu stellen. Die Wahl des Abg. Prätorius (kons., Randow-Greiffenhagen) wurde für giltig erklärt. — Durch Errichtung von städtischen Präpa- randenan st alten will die preußische Regierung neuerdings dem täglich größer werdenden Lehrermangel abhelfen. — In der „Kreuzztg." wird Widerspruch erhoben gegen die Praxis, das 9? o t a r i a t an Rechtsanwälte zu verleihen, ohne Rücksicht darauf, ob diese in Zivilsachen oder Strafsachen thätig gewesen sind. Daß durch die Thätigkeit in Strafsachen der betreffende Rechtsanwalt keine Erfahrungen zu dem Berufe als Notar sammle, bedürfe ! einer besonderen Ausführung. Aber auch die Beschäftigung mit Zivilsachen, namentlich an einem großen Landgericht, werden nur in seltenen Fällen Vertrautheit mit den Notariatsgeschäften verleihen. Sicherlich würde aber ein er- ahrener Grundbuchrichter ein guter und zuverlässiger Notar ein. Darum sollte die preußische Justizverwaltung gesetzlich estlegen oder zum Verwaltungsprinzip machen, daß nur solchen Rechtsanwälten das Notariat verliehen werde, welche mindestens 5 Fahre (oder mehr) als angestellte Richter thätig gewesen sind. Die Verleihung des Notariats würde alsdann zugleich eine Belohnung für ältere verdiente Richter ein, welche bei den ungünstigen Aussichten der Richter auf Beförderung gerne auf solche verzichten würden, wenn ihnen auf diese Weise eine einigermaßen sichere Einnahme geboten würde, die sie in den Stand setzte, besser für ihre Familie zu sorgen. Es leuchtet auch nicht ein, warum die Justizverwaltung die oft recht beträchtlichen und mühelosen Einnahmen aus dem Notariat nicht früheren Beamten zuwendet, sondern Rechtsanwälten, welche nur für den eigenen Geldbeutel,' nicht für den Staat gearbeitet haben. Außerdem würde der Uebertritt vieler früheren Richter in die Rechtsanwaltschaft ein Segen für diese sein, zumal die Veteranen, welche vor Einführung der freien Wvokatur Rechtsanwälte geworden und durchgängig vorher Richter Shanghai heute mittag hierher zurückgekehrt. — Tie Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft haben beim Magistrat die Einführung des obligatorischen Tagesfortbildungsschulunterrichts für junge Kaufleute im Alter von 14—16 Jahren beantragt. Kiel, 10. Febr. Die zur Ostseestation gehörigen ans China zurückgekehrten Mannschaften trafen gestern abend hier ein. Ter Stationschef, Kriegervereine und zahlreich erschienenes Publikum begrüßten die Heimkehrenden. Heute abend haben die Bürger von Kiel die Mannschaften zu einem Willkommentrunk in das Seemannshaus geladen. Nordenham, 10. Febr. Der Kabeldampfer „von Podbielski" der Nordischen Seekabelwerke ist von der glücklichen Legung des Reichspostkabels Tsingtau- Shanghai heute mittag hierher zurückgekert. Kattowitz, 9. Februar. In der heutigen Generalversammlung der oberschlesischen Kohlenkonvention wurde beschlossen, die Frage der Bildung eines oberschlesischen Kohlen syndikats, sowie die Einsetzung einer Berufungskommission für Klagen über den Kohlenzwischenhandel zwei Spezialkommissionen zur Vorberatung zu überweisen. Außerdem wurde mit Rücksicht auf die günstige Lage des len Marktes beschlossen, für das laufende Quartal fei” Förderungseinschränkung eintreten zu lassen, sondern den Bahnversandt freizugeben. Ausland. London, 9. Febr. Die „Birmingham Post" glaubt zu missen, daß infolge gewisser Unterredungen, die bei der Anwesenheit des Kaisers Wilhelm hier stattfanden, man in Be^ug auf die Handelsbeziehungen: Deutschlands zu den englischen Kolonien wich,- Ligen Entwickelungen entgegensetzen könne; man könne nichts Bestimmtes darüber sagen, aber aus Deutschlands Bedarf nach billigeren. Nahrungsmitteln lasse sich viel schließen. Madrid, 10. Febr. Die Kundgebungen gegen die Jesuiten dauern fort, die Polizei müßke gestern wiederholt eingreifen und nahm zahlreiche Verhaftungen vor, einige Personen wurden verwundet. Gestern abend wurden die Wagen des Nuntius und des Ministers desJnnern mitSteinen beworfen. Vor einer Buchhandlung explodierte eine Petarde und verursachte einigen Schaden. Auch aus Valencia und Valladolid werden Kundgebungen gegen die Jesuiten gemeldet. In den späten Abendstunden kam es gestern äu einem Zu - sammenstoß zwischen Studenten, die eine antiklerikale Kundgebung veranstalteten, und der P o l i z e i. Zwei Polizeioffiziere wurden durch Steinwürfe verwundet ; auch ein Student erhielt Verletzungen, 20 wurden verhaftet. Bei den Kundgebungen in Valladolid richteten die Studierenden Steinwürfe gegen die Klüfte r. In Barcelona demonstrierten die Studenten vor dem Priesterseminar unter den Rufen: „Es lebe die Freiheit!" „Nieder mit dem K l e r i k a l i s m u s!" Der „Jmparcial" sagt, die Geduld der Nation sei erschöpft, da man keinen Versuch gemacht habe, die Wunden, die das Schicksal der Nation geschlagen, zu heilen. Tie Entrüstung sei allgemein. Der „Liberal" veröffentlicht einen Artikel mit dem Titel: „Ein. bis zur Siedehitze erregtes V o l k." — Der Minister des Innern erklärte auf Befragen, die gestrigen Unruhen hätten einen e rn ft e r e n Charakter, da an denselben nicht blos Studenten, sondern auch gewisse politische Elemente beteiligt gewesen seien. Die Regierung habe si ch deshalb entschlossen, die Ruhestörungen mit aller Kraft zu unterdrücken. Lissabon, 10. Febr. Es wird nun zum ersten Male zugegeben, daß die Bemühungen Englands, Portugal die Delagoa-Bai abzukaufen, keinen Erfolg gehabt hätten, und um das Volk ein für allemal zu beschwichtigen, seitens der portugiesischen Regierung emphatisch erklärt, daß diese Besitzungen nur mit Gewalt genommen werden könnten. Truppensendungen nach Mozambique haben keine ernste Bedeutung, denn es kann Portugal nicht einfallen, Großbritannien in irgend eiiWr Weise zu provozieren, da dazu ja auch gar keine Veranlassung vorliegt. Bemerkenswert ist, daß erzählt wird, Kaiser Wilhelm sei in dieser Angelegenheit vollständig einver- Zwischeu diesen wundervollen Orchesterwerken standen zwei namentlich inhaltlich nicht auf gleicher Höhe stehende Solovorträge des Herrn Konzertmeisters bau der Bruyn (Violine) und des Fräulein Rosa Joseph (Harfe). Herr van der Bruyn spielte das Violinkonzert in g-moll von Bruch und erwies sich darin in Technik wie in Auffassung als ein tüchtiger Vertreter seines Instrumentes, dem der reichliche und herzliche Beifall für seine Darbietung um so mehr zu gönnen war, als er außerdem in den übrigen ^Orchesternummern seinen Pflichten als Konzertmeister nachzukommen hatte. Ter Harfenvortrag (Ballade von Hassel- mans) des Fräulein Joseph fand so starken Beifall, daß sich die junge Dame zu einer Zugabe verstand. Wenn wir ihr nun auch diesen Applaus von Herzen gönnen, so berwögen wir doch nicht zu begreifen, daß sich unser musikalisches Publikum durch den Vortrag eines so wenig bedeutenden Werkes wie der genannten Ballade, zu so stürmischen Beifallsäußerungen hinreißen lassen konnte, während namentlich nach dem ergreifenden Vortrag der Lisztschen Tondichtung der Applaus nicht einmal zu einem effektvollen Hervorruf des Herrn Trautmann ausreichte. Wenn man bedenkt, mit welchen Schwierigkeiten der jetzige musikalische Berater des Konzertvereins bei dem Arrangement unserer Konzerte zu kämpfen hat, und mit welcher Liebe und Opferfreudigkeit er allen an ihn geteilten Anforderungen gerecht zu werden sucht, so wird man es begreiflich finden, daß auch ein vernehmlicher Beifall im Konzertsaal ihm ein schöner Lohn sein wird. Ebenso haben wir die feste lieber- zeugung, daß auch der Gesamtvorstand des Konzertvereins durch eine größere Anerkennung seitens unseres Musik liebenden Publikums für die Fortsetzung seiner löblichen Bestrebungen nur dankbare Anregungen erhalten wird. Pr. Karneval. Wir leben ja eigentlich in einer schweren unzufriedenen Zeit. Immer schwieriger gestalten sich für viele die Lebens- bedingungen, verzweifelt ist das Ringen um Existenz und nach Ansehen. Unsere Nerven werden auf das Aeußerste angespannt, und Verstimmungen bleiben in keines Menschen Dasein Tag für Tag aus. Aber wir haben ein Heilmittel, einen Sorgenbrecher, der uns über den Alltagskummer hinweghebt: es ist der Karneval und der sich mit ihm entwickelnde Humor. Sein Haupt ruht bekanntlich am tiefen Rhein, in Köln und Mainz entfaltet er sich zu höchster Blüte, die ganze Bevölkerung, jung und alt, arm und reich, wird dort von ichm hingerissen. Alle erklären sich ihm unterthänig, koboldige Vasallen des neckischen Prinzen wollen sie sein, und „knatschgeck" sind sie bis zum Aschermittwoch, eingedenk des Sprüchleins: 's wird besser gehn — 's wird besser gehn, Die Welt ist rund und muß sich dreh'n. Tas ist der Narren Sprüchelein, Und bist du klug, so stimmst du ein. Auch in unserer lieben Provinzialhauptstadt Gießen hat Prinz Karneval sein Lager aufgeschlagen. Schon seit Wochen werden karnevalistische Konzerte, närrische Sitzungen und Maskenbälle veranstaltet. Besonders stark besucht sind die karnevalistischen Konzerte in Steins Saal bau. So war am Sonntag schon vor Beginn des Konzerts der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt; die Stimmung stieg stetig, mit schallender Heiterkeit wurden die Tarbietungen der humoristischen Kapelle ausgenommen. Im Cafe Leib veranstaltete der K u t s ch e r v e r e i n am Sonntagabend einen Maskenball, der sich äußerst regen Besuches erfreute. Vertreten waren allerhand Masken, die mit Johlen und Schreien von der Straßenjugend zum Vergnügungslokal begleitet wurden. Charaktermasken aus den jüngsten Zeitereignissen waren zahlreich vertreten. Ungeheuren Beifall sanden die theatralischen Aufführungen, und erst am frühen Morgen zogen die letzten Teilnehmer ihren heimischen Penaten zu. Der Buchdrucker-Verein„Typographia" hielt im Lokal „Zur Stadt Cassel" eine närrische Sitzung ab. Ter Präsident des „Elferrats, Alwin Keßler, begrüßte die Narren mit einer humorvollen Ansprache. Nach einigen luftigen Liedern überraschte eine närrische Kapelle „Durch und Durch" die Narren, die ob der Darbietung dieses weltberühmten Orchesters aus dem Staunen nicht herauskamen. Alsdann folgte ein großes Ordensfest, bei dem eine Anzahl besonders tüchtiger Narren dekoriert wurde. Lange noch saßen die „Schwarzkünstler" in fideler Stimmung beisammen. Am Samstagabend veranstaltete der M ä n n e r tum- verein in Lonys Bierkeller einen gut besuchten und vergnügt verlaufenen karnevalistischen Familienabend. Von den verschiedenen Aufführungen verdienen besonders die Ranzengarde des Prinzen Karneval und deren Parademarsch vor dem auf „edlem Reittier" heranspringenden Prinzen, sowie die höchst originelle Vorführung der „Deckebacher Raserieg" am Reck hervorgehoben zu werden. Hübsche Damen verschiedener Nationalitäten offerierten die Produkte ihrer Heimat, während die Saalpost das ihrige dazu beitrug, die Stimmung recht fidel werden 'zu lassen. Bis, zur frühen Morgenstunde hielt noch der Tanz Jung und Alt beisammen. Wie alljährlich, so hat auch jetzt der Kölner Karneval sein „geflügeltes" Wort und zwar im Anschluß an den Besuch das Präsidenten Ohm Paul das Motto: „Willem! Gieb' dem Ohm 's Händche." —P— 1 Post" glaubt 'n, bie bei dec rjtattfanben, Ziehungen onicn roid> n tonne nichts Stands Bedarf et schließen, ngengegen mußte gestern Verhaftungen nbet Gestern und des Mi- worfen. Vor tarde und ver- 'ia und Balla- liten gemeldet. ;u einem Au- oie eine anti- Kolizei. Zwei nwürfever- ingcn, 20 wur- Lalladolid rich- gegen die Studenten vor ks lebe bie foli8mu3!" ■ fei erfdjöpft, .üben, bie bn.% Ae Mxii\tnng i einen Artitel, tze erregtes ls Befragen, die i Charakter, !rn auch gewisse Die Regierung ungen mit aller um ersten Male ilds, Portugal :n Erfolg ge- allemal zu be- uerung * mit Gemit ge- >n nach Mozm- 's tarnt w' eimr W zu erwME ,Lai,°r»>- äiiitig l>»" 4 eh?t W habe« '/'ich-n Ähc Vuflen aus ^nneund ? ble Dann, ^bmannshvntz "bon A.der glück- ^rngtau. General- '?ntl°n wurde /rfchlesi- [^Un9.einer chtenzwischex,^ Hutung iU Mt ans die Wessen, für Kränkung ein* ^izugeben. agcitii M S?5 SS» ,giaphi<^f * & k..M etn11?. rnudtamen. licht LLhl X »* Ä ^Stimmung be' Männertur Achten / Kon nlienaben^ ien Üraoeniall'ch eren iNS^ÄebM , der,/ Hübsche ■ierten w f E d? Kis n i“ ’ & 11,6 i Mi ■* , । jtnf^ Sill«1"1 Neueste Meldungen 4% Deutsche Grundsohuld-Bank 1 u. 2 do. 4% 8'/a% do. do do Tendenz fest. C. 9.—10. Höchste Temperatur am 7. 3‘/,o/o do. 3i/, o/o do. 4% 4C/fl 8. 5/6 unk. b. 1904 8. 7/8, unk. b. 1906 . 212.60 . 182.60 . 184.20 . 149.90 . 153.40 . 144.10 . 165.30 . 199.00 . 178.90 . 168 70 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . Harpener . . . . bevickt bewölkt bed- ckc Sonnensche n 3,5” 1,2° 8. 19-20, unk. b. 1905 8. 13, 14 8. 21, 22, unk. b. 1905 Niedrigste Höchste Niedrigste . 98.35 . 89 40 . 98.35 . 89.10 . 94.50 . 96.20 43.70 . 24.90 . 25.60 . 82.00 46.40 M. 46.40 , 46.00 „ 97 30 M. 89.50 . 82.10 „ 82 10 , 00.00 „ 73.20 „ 73.20 „ in Brüssel im Bureau der Internationalen Schlafwagen- Gesellschaft stattfinden. Es soll allerdings bei allen Be teiligten Neigung vorhanden sein, das Projekt zu realisieren. Der Betrieb wird wahrscheinlich von der Main Neckarbahn und der badischen Staatsbahn von Frankfurt aus gemeinschaftlich übernommen werden, da keine von diesen beiden Kontrahenten geneigt ist, zu Gunsten des Anderen darauf zu verzichten. Bier haben müßte. ReichStagSabg. Schmidt (soz.) erklärt, daß die Arbeiterpartei der Verteidigungsstellung beitr.te, die von den bürgerlichen Parteien gegen das Agroriertum angenommen wird. Obermeister Stadtv. Marx (Dem.) setzte die Bedeutung der Viehzölle auseinander, die den Fleischkonsum des Volkes beeinträchtige. Es erfolgte nunmehr die einstimmige Annahme der folgenden Resolution: „Die heute versammelten, dem Handel, der Industrie, wie anderen Erwerbsfiänden angehörenden Bewohner der Stadt Frankfurt a. M. und deren weiterer Umgebung erheben Protest gegen die von agrarischer und hochschutzzöllnerischer Seite ausgehenden Bestrebungen, welche die gesunde Grundlage unseres günstigen handelspolitischen Verhältnisses zu den wichtigsten Staaten durch die Forderung der Erhöhung der Zölle auf Lebensmittel und der Rückkehr zu industriellen Hochschutzzöllen zu erschüttern beabsichtigen. Die Versammlung erklärt, daß an der Handelspolitik des letzten Jahrzehnts, die Deutschlands wirtschaftliches Gedeihen in einer i bisher unerreichten Weise gefördert hat, unbedingt festgehalten werden muß; die Jntereffen weiter Volksschichten, die durch eine verkehrte Handelspolitik und die Erhöhung der Lebensmittelzölle schwer betroffen würden, dürfen nicht den Wünschen eines Teiles der Landwirtschaft und einiger Industriezweige zum Opfer gebracht werden. Die Versammlung richtet an Bundesrat und Reichstag die dringende Bitte, bei der Erneuerung der Handelsverträge und allen vorbereitenden Schritten an der bisher standen mit England und solle dafür einen Teil der angekauften Besitzungen, nämlich den y a f e n von Beira bekommen. Tie Verantwortung für dieses Gerücht muß natürlich denen überlassen bleiben, die es verbreitet haben. Wien, 10. Febr. In dem Befinden König Milans ist seit gestern abend eine Verschlimmerung eingetreten. Sofia, 10. Febr. Wie aus Philippopel gemeldet wird, ist der dort weilende Erbprinz Boris an Unterleibstyphus erkrankt. Frankfurt, 10. Febr. Die Protestversammlung, die im Gesellschaftshaus des Zoologischen Gartens tagte, um für die Handelsverträge, gegen höhere Getreidezölle zu stimmen, war sehr gut besucht, der große Saal war dicht gefüllt. Stadtrat Fabrikant Flinsch (freis.), der den Vorsitz führte, eröffnete die Versammlung. LandtagSabg. Karl Funck (fr.. Vp.) hielt die erste Rede. Alsdann verlas der Vorsitzende zwei Telegramme, eins aus Moskau, daS andere aus Friedberg von der dortigen Handelskammer. Beide Schreiben erklären von vornherein das Einverständnis mit dem Vorgehen der Versammlung. Kaufmann Adolf Baumann (soz.) erörterte alsdann die Bedeutung der Ge treidezölle, besonders für die Arbeiterschaft. ReichStagSabg. •* Der Alldeutsche Verband, Ortsgruppe Gießen, hält am Dienstagabend 9 Uhr im Cafs Ebel feine Monatsversammlung ab, in der u. a. Erinnerungen und Eindrücke aus dem Burenkriege von einem Mitkämpfer erzählt werden. P. Maufardeubraud. In der Nacht von Sonntag auf Montag brach in einem Hause in der Hammstraße ein Mansardenbrand aus. Das Feuer konnte mit Hilfe der Feuerwehr bald gelöscht werden, sodaß ein größerer Schaden nicht entstanden ist. •* Die Löhnung jugendlicher Arbeiter. Der bergische Verein für Gemeinwohl hat zur Regelung der Auszahlung des von minderjährigen Arbeitern verdienten Lohnes an deren Eltern oder Vormünder den Entwurf eines Pro- vinzialstatutS an den Provinziallandtag der Rheinprovinz eiugereicht, die auch anderen wirtschaftlichen Korporationen zur Begutachtung Vorgelegen hat. Die Gutachten find verschieden ausgefallen. Für das Statut hat sich die Handelskammer des Kreises Wetzlar ausgesprochen — jedoch mit der Einschränkung, daß es nur dann eingeführt werden dürfe, wenn die Regelung der Frage nicht auf die Rheinprovinz beschränkt bleibt, sondern gleichzeitig für die benachbarten Jndustriebezirke, also die Provinzen Westfalen, Hessen-Nassau, sowie unsere Provinz Oberhessen Geltung erhält. „Nur dann würde man sich, so sagt die Wetzlarer Handelskammer, eine vorteilhafte Wirkung des Statuts versprechen können, während andrerseits die Befürchtung berechtigt sei, daß bei der Nähe der benachbarten Provinzen die jugendlichen Arbeiter in diejenigln Jndustriebezirke überwechseln, wo das Statut nicht besteht. Am zweckdienlichsten erachtet die Handelskammer in Wetzlar die Einführung dieser Bestimmungen für das ganze Reich. Die Altersgrenze nimmt sie mit 18 Jahren. — Vielleicht nimmt auch die Handels kammer des Kreises Gießen zu dieser Angelegenheit Stellung. □ Kleinliudeu, 9. Febr. Im Laufe dieser Woche wurden die Arbeiten zum inneren Ausbau unseres Schulhauses vergeben. Die Weißbinderarbeiten erhielt ein auswärtiger Meister, der 18 Prozent unter den Voranschlag ging, während die übrigen Reflektanten über diesen gegangen waren. Sobald es die Witterung gestattet, soll mit den Arbeiten begonnen werden, um das neue Schulgebäude spätestens am 1. Oktober seiner Bestimmung übergeben zu können. Auch die Lehrerwohnung, die durch das Regenwetter beschädigt wurde, wird im Lause des Frühjahrs wieder hergestellt und bezogen werden. Am Mittwoch abend hielt der hiesige Kon. fumverein im „Deutschen HauS" seine Generalversammlung ab. Der finanzielle Abschluß war auch in diesem Jahre sehr günstig. i. Watzenborn Steinberg, 10. Febr. Die hiesige Sparund Darlehenkasse hielt gestern abend im hiesigen Rathaus ihre Generalversammlung ab. Welcher außerordentlichen Beliebtheit sich dieses für unsere Gemeinde so segenbringende Institut erfteut, zeigt am besten der sich von Jahr zu Jahr steigende Umsatz, hatte es doch für das abgelaufene Jahr einen Gesamtumsatz von rund 310 000 Mk. bei einer Mitgliederzahl von 218 zu verzeichnen. Bei der BorstandSwah wurde der statutenmäßig ausscheidende Vorstand wiedergewählt, wie überhaupt seit dem nunmehr zehnjährfgen Bestehen der Genoffenschaft kein Wechsel im Vorstand stattgefunden hat. Eine kleine Nachfeier auf der „WilhelrnShohe" Steinberg hielt die Mitglieder beim Bier noch einige Stunden im harmonischen Verkehr beieinander. ?? Großen Liudeu, 11. Febr. Am SamStag abend feierte der GesangvereinHarmonie sein Stiftungsfest. Präsi- dent Pirr begrüßte die zahlreich Erschienenen. Besonders dankte er dem Dirigenten, Lehrer Drescher, für seine hingebende Thätigkeit und sprach die Anerkennung des Vereins über die neue Bühne aus, die Maler Weller aus Gießen mit Hilfe der Sänger Dem und Schmidt zu all j Dr. v. Siemens (freis. Vgg.) legte die Zwecke des Handcls- citiger Zufriedenheit hergestellt hat. Die zur Einweihung Vertragsvereins dar. Brauereibesitzer Stadtv. Henrich (natl.) der neuen Bühne aufgeführten Stücke wurden flott gespielt, erörterte, welchen Einfluß der höhere Gerstenzoll auf das und ernteten reichen Beifall. Dazwischen wurden schöne Bier haben müßte. Reichstaasaba. Schmidt (soz.) erklärt, Kirchliche Nachrichten. Usaagelische Gemeinde. Montag den 11. Februar, abendS 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der JohanneSkircke. Hebräerbrief Kap. 8 Christi Priestertum als des himmlischen Königs und Mittlers deS Neuen Bundes. t. Pfarrer Dr. Naumann. bewährten Politik sestzuhalten und unter keinen Umständen einer Erhöhung der Zölle auf Lebensmittel zuzustimmen." ko. Hanau, 10. Febr. Die Nachricht, daß der in daS hiesige Untersuchungsgefängnis eingelieferte Schuhmachergeselle Hilpert aus Ochsenfurt in Bayern eingeftanden habe, am 30. Juni 1900 bei Gelnhausen an dem Schlossergesellen Neumann einen Raubmord begangen zu haben, ist dahin richtig zu stellen, daß Hilpert nur zugiebt, den Neumann im Betlaufe eines Streites mit dem Stocke niedergeschlagen zu haben. Einen Raubmord bestreitet er aanz entschieden. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 11. Februar. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Börsennachrichten. Berlin, 9. Februar. do. do. Aus Stadt und Land. Gießen, den 10. Februar 1901. •• Der Gießener VogesenKlub, Sektion „Großer Belchen", feierte am Samstagnachmittag im Dutenhofener „Jagdschlößchen" sein Winterfest. Zu Fuß und mit der Bahn waren über 60 Teilnehmer (BereinSmitglieder und Gäste) dorthin gewandert, und man fand den Saal mit dem Grün des Waldes geschmackvoll ausgestattet. Der Festausschuß hatte eS fichs recht angelegen sein laffen, die Feier gemütlich zu gestalten. Nach dem Kaffee hielt die Begrüßungsansprache der Vorsitzende, Zahnarzt Jäger; Gesellschaftsspiele, Tanz, Musik- und komische Vorträge sorgten für Unterhaltung, bis man sich gegen Abend zum Esten zusammensetzte. In launiger Ansprache feierte Professor Dr. Lucius die Damen, Pro ftstor Dr. Pitz die Verdienste des Vorsitzenden u. a.. Sartorius die Gäste. Nach 9Uhr begann daS gemütliche Tanzvergnügen, das erst nach Mitternacht fein Ende fand. ES war alles wohlgelungen und manchen wird ein Bild der von Oberlehrer Lu.ciuS ausgeführten photographischen Aufnahmen der Gesellschaft zur Erinnerung willkommen fein Der Verein ist stetig im Wachsen begriffen. „Wafisches Heil!" •• Theater Verein. In der zweiten der Zugabe-Bor- fiellung wird ein klassisches Drama, Grillparzers „Jüdin von Toledo" zur Aufführung gelangen. Ausnahmsweise treten in dieser Vorstellung zwei Gäste auf, die erste Lieb haberiu am Mannheimer Hoftheater, Frl. Wittels, und der dortige jugendliche Held, Herr Köhler. In ihren Händen liegen die Rolle der Jüdin Rahel und die ebenfalls große Rolle des Königs Alfons. Als Tag der Aufführung ist Freitag, 1. März, bestimmt. Chorgesänge vorgetragen und die „Grüninger" ließen ihre luftigen Weisen ertönen. Ferner zeigten fünf lebende Bilder das menschliche Leben von der Kindheit" bis zum „eignen Herd". Ein Tänzchen bildete den Schluß. K. Daubriugeu, 10. Febr. Heute fand im Lokale bet Wirts Albach die Kreiskonferenz des 1. hessischen Wahl reiseS Gießen-Grünberg-Nidda der soziald em akratischer Partei statt. Anwesend waren außer dem Vorstande 23 'Delegierte, die 9 Orte vertraten. Stadtverordneter Or big auS Gießen als 2. Vorsitzender begrüßte die Erschienen. Dst Einnahmen im verflossenen Jahre betrugen Mk. 328.10, die Ausgaben Mk. 309 55, sodaß am Schluffe deS Jahres ein Kassenbestand von Mk. 18 55 vorhanden war. Der Punkt: Stellungnahme zur nächsten Reichstagswahl sand seine Er edigung dahin, daß die Nominierung des Kandidaten aus die nächste Konferenz verschoben wurde. Als Ort der nächsten Konferenzen wurde Gießen bestimmt, damit allen Orten die Gelegenheit gegeben werde, vertreten zu fein. Zur festeren Organisation war der Antrag auf Angliederung an eine Sterbekasse gestellt. Nach eingehender Diskussion einigte man sich dahin, die Gründung einer solchen einer im April einzuberufenden Konferenz zu überlassen, damit die Mitglieder des Kreiswahlvereins Gelegenheit hätten, sich zu informieren. Zur Agitation gegen die Erhöhung der Getreidezölle wurde der Vorstand beauftragt, in Kürze ein Flug blatt in diesem Sinne zu verbreiten. — Nach der Konferenz fand eine gut besuchte öffentliche Versammlung statt, in der! Redakteur Vetters gegen die geplante Erhöhung der Getreidezölle sprach. Die Ausführungen des Referenten wurden beifällig aufgenommen. fc. Bleichenbach, 10. Febr. Gegenwärtig zirkulieren unter den Einwohnern der Ortschaften der Route Gießen-Geln- hauseu Einzeichnungslisten für telephonische Verbindung der betr. Orte untereinander. Ein Gespräch für die Dauer von 2 Minuten soll 25 Pfg. kosten. -h- Burkhards, 9. Febr. Die hiesige Feld- u nd Waldjagd wurde heute auf sechs weitere Jahre verpachtet. Tas Teil links der Nidder erhielt als Meistbietender Bezirkskassier Rapp aus Büdingen für 175 Mark; rechtsI Rom, 11. Febr. Mehrere Blätter berichten: Zauar- der Nidder wurden die Herren Dr. Thr o m und M e t t e n - d l l i erhielt den Auftrag zur Kabinettsbildung. Heimer aus Gießen mit einem Meistgebot von IGO Mark neuen Kabinett werden Giolette das Innere, Prinetti Pachter. Ter Erlös der heutigen Verpachtung war gegen das Auswärtige, Fortis die öffentlichen Arbeiten, Guicciar- 189.) bedeutend höher. Idini die Finanzen und Capelli den Ackerbau übernehmen. fc. Burkhards, 10. Febr. Die mitgeteilte Verhaftung Bukarest, 10. Febr. Der Kammerpräsident Georg eines früher bei dem Altbürgermeister Kunkel bedienstet ge Cantacuj ena, Führer der Konservativen, ist mit der wesenen Mädchens hängt mit der Schäfer'schen Mein-^Kabinettsbildung beauftragt worden. eidssache zusammen, die, wie eS scheint, wieder aufgegriffen Petersburg, 11. Febr. Aus Baku wird von dem werden soll I dortigen Gouverneur berichtet, daß etwa 8 Millionen Pud Darmstadt, 10. Febr. Heber den sog. LuxuSzug graut- «ap^tarejte und Naphta in 3. Naphtalagern 6er« b7dÄn'Staa.sÄbabn7n »reden"toll b« UmgVkomm?,7sind l"o Pe r?Zn e n.°Von den Vermur „grtilr. 3®" U X feftum ein" fc LrBesstL"' M auf direkte Verbindung nach der italienischen Riviera, die ' ' -.! 1 l,l,-= rechtsrheinisch geführt werden soll. Nach der UnO-IltÄStbSir ISt Mil* Ruf Nnnera besteht linksrheinffch bereits seit Kurzem eine Ver- Don $ s mehren sich die Anhänger der in weitesten Kreisen brndung, die von Berlin—Bremen und Hamburg über Frank- so sehr beliebten Pat. Myrrholin-Seife! Von dem Grundsätze ausgehend, furt geleitet ist. Unternehmer dieser Verbindung ist die In- daß nur das Beste Bestand hat und sich treue Anhänger erwerben kann, ternationale Schlafwagen-Gesellschaft. Die Beteiligung von geschieht deren Herstellung nach den neuesten technischen Erfahrungen, aus Bremen und Hamburg ans war seither so geringfügig daß « tflÄÄ bie preußische Staatsbahnverwaltung nur noch den Berliner Konservierung her Haut und dessen überaus günstige Beeinflussung bei Zug laufen lassen will, den Bremer und Hamburger Zug Hautletden verschiedenster Art ist durch zahlreiche ärztliche Berichte glänzend aber eingehen lassen wird. Baden strebt nun an, daß der bewiesen, wodurch die Pat. Myrrholin-Seife einzig in ihrer Art, ohne Zug Berlin—Frankfurt—Französische Rioiera in Frankfurt geteilt und zur Halste rechtsrheinisch über Mam-Neckarbahn I chemische Untersuchungen durch die Großherzogliche chem. Prüfungsanstalt und badische Staatsbahn nach der italienischen Riviera ge in Darmstadt vorgenommen, welche beweisen, daß die Pat. Myrrholin- führt wird. Baden will zwischen Frankfurt und Karlsruhe Seife frei von allen schädlichen Bestandteilen und Füllstoffen ist. Es keinen Aufenthalt, doch wird bie MaiwNeckarbahn untCr allen Umstanden auf einem Aufenthalt in Darmstadt bestehen, in den Apotheken, erhältlich. Die Verhandlungen über diesen Plan werden am 14. b. W. .1 -j-l-j 1 . .-*= 8. Fedr. 0.9' „ 16.0° C. fc. Darmstadt, 10. Febr. Zur Osterzeit alten SülS b. I sieht Kaiserin Alexanbra von Rußlanb einem frohen Ereignis entgegen. Deshalb wird die Kaiserin Mitte März Aufenthalt zu Zarskoje-Selo nehmen. -k. Mainz, 11. Febr. Hier zirkuliert in der letzten Zeit. n, _ . , ... wieder viel falsches Geld. Es find hauptsächlich 2 Mark - /o Beich^lleihe und Thalerstücke, die indeß am Klang leicht als Falsifikate 131/, o/o Konsois . . zu. erkennen find. bo/0 fc. Frankfurt a. M., 10. Febr. Auch die hiesigen 8,/a% Hessen . . . israelitischen Körperschaften haben nach dem Vorbild der • • Königsberger Synagogengemeinde eine Petition an das i of,° ' St^tsmiriisterium gerichtet, in der die p ar i t ä A ?0°0 S. : ' tische Behandlung der Juden auf Grundlage ber141/-o/o Chinesen . . . Verfassung gefordert wird. — Von den beiden ebenfalls des Mordes an dem Arbeiter Schmitt von Hornau verdächtigen Burschen Klaus und Wettroth wurde der erstere, gebürtig Halberscheidt, Kreis Westerburg, in einer hiesigen Herberge festgenommen. 4 0/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 ank. 1908 3*/,o/o do. unk. 1905 4O/o Preuss. Hyp'-A.-Bank 8. 8-12 8. 15-18 ank. b. 1900 V» — 1 0 n Februar 2=5 »per« -r Lr bsolu chttg eletii chtlg drich M3 JO Wetter 5 ° “ 8S 3 Win 8 9. 9» 754,6 - 1,4 3,8 92 — 1 10. 726 754,0 -0,7 4,4 90 W. 2 10. 2-s 755,7 2,2 3,2 61 N. 4 10. 9« 755 1 -0,6 3,9 88 1 w. 2 11. 7'5 748.0 0,0 4.4 96 sw. 2 ! 11. 2 751.0 1,0 2.2C 52 2 1 err- betrejfenb Hin i ßrM $d}0 Ton wird hm des ^ohS Feldber Ich freundlich Queckbor Sü Der: Aus eiusthale Untt wird zur unb Um außer gi bis zm den Groß Den füö Dar Setr,: Auf b ilnigt tt die Äufforbi SeMungn sind Stontc die WO freiheit bik Bestellung Gie ßsuahvr wW* lSlA 8 N N Zergetauz Obigen deu Brett Welt bibi Warwes, unbedeuk u°d Ne traten Wie Kk« um tiaa * "laun, Sefcr. Nffltt Streit S ttu Sn A» die SS Mnjt gleich । dr°ßem T * Dnisgs- kTK’» »,b"'s ■ bl Kaufmännischer Verein iisi Orts-Gewerbeverein Giessen. ü&hter Vortrag Mittwoch den 13. Februar er., abends 8 - Uhr pünktlich, im Hotel Grossherzog von Hessen. l262 Herr Professor Dr. Ch©lins, Grossh. Bergrat zu Bad-Nauheim Thema: lieber die^ geologischen Verhältnisse Oberhessens. Karten für Nichtmitglieder L 50 Pfennig sind zu haben bei den Herren E. Challier, Neuenweg, und Heinr. Noll, Mäusburg, sowie abends an der Kasse; für Mitglieder (gratis) und deren Angehörige (ä 30 Pfennig) an der Kasse bezw. dem Gewerbevereinsdiener. Die Vorstände. Theodor Brück. 1245 über: 1255 und Verlag der Brühl'schen UntoerfitLtS-Buch. und Stemdruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Schön möbl. Zimmer znverm. öliceftr.583III. Das tausendjährige Reich. Eintritt frei. Jederm. willkommen. Friedrich Hütz. Männer- Badeverein. Montag den 11. Februar cr«<> abends 9 Uhr: General- Versammlung in der Brauerei KSrtsch (Wetzsteingaffe). 1288 Oeffentlicher Vortrag DieuStag den 12. Febr., abendS 8Va Uhr, auf LonyS Bierkeller (Schanzenstr.) Feuerbestattung Heidelberg. Auskunft erteilt die 1235 Friedhof.«ommission» Wohnung nebst Zubehör in ruhiger, angenehmer Lage zu mieten gesucht. 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Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten ober die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- ausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Samstag de« 9. März 1901, vormit tags 10 Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 12, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkurs- mässe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Ge- meinschuldner zu verabfolgen, oder zu leisten, auch die Ver pflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. März 1901 Anzeige zu machen. Gießen, 9. Februar 1901. Großh. Amtsgericht zu Gießen. (gez.) Neuenhagen. Veröffentlicht: 1251 Haubach, Gsrichtsschreiber-Vikar. Kotz Versteigerung. Freitag de« 15. Februar, von vormittags 9 */2 Uhr anfangend, kommen in den Waldungen der Gemeinde Albach, Distrikt Kceuzholz, nachstehende Holzwrtimente zur Versteigerung a) Bauholz: 230 Nadelstämme von 13—38 cm Drchm., von 6—21 m Länge = 110,20 fm haltend. 50 Nadel * Derbstangen mit 4,25 fm haltend. b) Brennholz r 40 rm Buchenschettholz, 36 „ Buchen-Knüppelholz, 700 Wellen Buchenreisig, 21 rm Buchen-Stockholz, 12 „ Birken-Knüppelholz, 10 „ Eichen-KnÜppelholz, 700 Wellen Eichenreisig, 16 rm Elchen-Stockholz. Das im Distrikt Eiservhand liegende Bauholz robb bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, es kann vorher eingesehen werden. Die Zusammenkunft ist auf dem Vicinalweg Albach-Hatten- rod, und kommt zu Anfang des Vormittags das Bauholz und gegen 1 Uhr nachmittags das Brennholz zur Versteigerung. Albach, 10. Februar 1901. Großh. Bürgermeisterei Albach. _________Balser. 1256 Mittwoch dku13.sebr. 1901, nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: 1. 1 Sofa, 1 Kommode, 1 Kleider» schrank, 1 Tisch, 1 Waschtisch, eine Partie Schubwaren, eine Ladeneinrichtung, bestehend aus Theke und 4 Regalen, 1 Sekretär, 1 Ausziehtisch u. a. 2. 1 Drehwevsiuhl mit Zubehör und 1 Drahtflechtmaschine mit Zubehör. Die Versteigerung unter 2 findet peftimmt statt. . 1254 Geißler, Gericktsvollnkber. Zur Anfertigung von Druckarbeiten aller Art empfiehlt sich die BriihMe Cniv.-Buch- und Steindrucke} (Pietsch Erben) Giessen, Schulstrasse 7. Dritter Abend 124 6 J. Brahms. F. Schubert. Camillo Saint-Saeus. Fr. Schubert. 1240) Erbverteilungshalber ist das HanS Bahnhofstraße 64 preiswert zu verkaufen durch I. Boeck, Steinstraße 15. L. van Beethoven. 6. Trautmann. R. Schumann. Wühelmstrasse zwei Herrschaftshäuser zu verkaufen ober zu vermieten. Näheres Markt 15. 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