Nr. 239 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 11. Oktober 1901 Erscheint täglich Mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Familien- blätter werden dein Anzeiger im Wechsel mit oem „Hess. Landwirt" und den .Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprcchanschluß Nr.bl. GietzenerAMger ■ *'* General-Anzeiger ” '** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzeige» nt der für den folgenoeni Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt- lungöstellen desJn-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pst auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Vev»! lag der Brühl'scheni Unioersitäts - Druckerei' (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wtttko; für den An-, zeigenteil: Hans ©ecL Nolitische Tagesschau. Die Petersburger Reife des serbischeu Köuigspaares ist nun endgiltig ins! Wasser gefallen. Der Feldzug, den die Königiw-Mutter Natalie von Biarritz aus gegen Frau Draga Maschin unternommen, hat seinen siegreichen Abschluß gefunden. Die Kaiserin van Rußland weigert sich entschieden, die Gemahlin Alexanders L zu empfangen. Er selbst mag im nächsten Frühjahre kommen, vor ihr verschließen sich die Thüren der Kaisergemächer. Was diesem Entschlüsse des russischen Kaiserpaares vorangegangen, ist, wie versichert wird, so heikler Natur, dckß es öffentlich nicht wiedergegeben werden lann. Vielleicht genügen Andeutungen. Vor einiger Zeit war in französischen Mattern die Rede davon, Königin Natalie habe einem Freunde irr Belgrad einen Brief geschrieben, worin behauptet wurde, „Frau Draga hätte vor einigen Jahren einem französischen Ingenieur dasselbe an- zuthun versuch^, was sie ihrem jetzigen jungen Gemahl angethan tjat". — Der erwähnte Ingenieur lebt irgendwo in Frankreich. Er hat in den achtziger Jahren als Beamter der damals noch in französischen Händen befindlichen serbischen Eisenbahnverwaltung in Nisch gewohnt und dort die Bekanntschaft der begehrenswerten Witwe seines verewigten tschechischen Kollegen Maschin gemacht. Damals soll ihm Frau Draga Maschin „dasselbe anzuthun" versucht daben. Der Franzose war aber älter und erfahrener als der junge Serbenkönig. Ein ärztlicher Befund machte der Freundschaft ein Ende. Was geht in Konstantinopel vor? Eine Meldung aus Konstantinopel bestätigt, dast die Pforte den russischen Botschafter in Konstantinopel um Vermittlung in dem Konflikt mit Frankreich ersucht hat. Der russische Botschafter will die Bitte in Petersburg unterbreite. Es.erscheint nicht unbedenklich, die Rolle eines Friedensstifters für" die Pforte zu übernehmen, und man wird in Petersburg kaum sehr erbaut von dem Gesuch sein, weil nachgerade fast jede Großmacht ihre Streitfrage mit der Türkei hat. Der „ehrliche Makler" findet da kein Ende feiner chm anvertrauten Aufgabe. Immer deutlicher macht insbesondere eine stark ai: China erinnernde Abneigung gegen die Fremden in hohen türkischen Beamtenkreisen sich, geltend.' Und zwar scheint gerade der Sultan am meisten von einer fast abergläubischen Fremdenfurcht erfüllt zu sein. Ausweisungsbefehle Abdul Hamids gegen arme europäische Gouvernanten und Erzieherinnen waren scharr sonderbar genug. Wenn es wahr ist — ein ernsthaftes Blatt wie der Pariser „Temps" hatte die Meldung gebracht —, daß der Sultan in dem europäischen Viertel Grundstücke aufkaufen läßt, um systematisch die Fremden zu verdr ängen, dann kamr man beinahe auf einen nicht ganz normalen Gesundheitszustand des Sultans schließen. Allbekannt sind die ewigen Geldverlegenheiten der Pforte. Erfolgen gleichwohl Ausgaben für derartige Zivecke, die nicht einmal dem Luxus dienen, so kennzeichnet sich! dadurch ein ungewöhnlich hoher Gtad vton Fremdenfurcht und Fremdenhaß. Von den verhältnismäßig harmlosen Mitteln des Aufkaufens bis zu gewaltthätigen Mitteln ist in der Türkei kein großer Schritt. Nach einem brieflichen Bericht aus Konstantinopel hat man in türkischen Kreisen einigen Grund, die Möglichkeit ins Auge zu fassen, daß sich mehrere Mächte zusamme nfinden, um einen von einzelnen derselben au fdie Pforte auszuübenden Druck entweder stillschweigend zuzulassen oder zu unterstützen. Das Richtige wäre ja eine solche Vereinigung der Vertreter bet Mächte, denn die Gahrung kann sich rasch und in höchst bedrohlicher Form entwickeln. Aber wir sind der Meinung, daß sich in Konstantinopel noch schwieriger als in Peking die Mächte zum Zusammenhalten verstehen. Neulich war schüchtern die Rede von einer Botschafterkonferenz wegen der ungünstigen Nachrichten aus den türkischen Provinzen. Fast augenblicklich folgte der Meldung das Dementi . Die Interessen der Mächte liegen noch mehr der Pforte gegenüber in Widerstreit, als es in Ostasien der Fall ist. Um die „fette Erbschaft" des „kranken Mannes", um die Löwenportton des mit Ungeduld erwarteten Nachlasses, wird ein sttller, aber zäher und erbitteter Kampf geführt. Im Mldizkiosk weiß man das sehr gut, und darum -nimmt man sich die erstaunlichsten Freiheiten heraus, mißachtet man ohne weiteres frembe Rechte, kehrt sich nicht an Verträge, verweigert Zahlungen, läßt empörende Ueber- griffe von Beamten ungeahndet hingehen — weil keine Macht den verhängnisvollen Anfang machen will, entschlossen die „Auseinandersetzung" mit ber Pforte zu beginnen. Die Probe auf die Einigkeit und die Friebensliebe, welche die Mächte wahrend der Cbinawirren zu bestehen hatten, wird ein Spiel sein gegen die Anforderungen der Selbstbezwingung und Mäßigung zu dem kritischen Zeit- punkt, da die „Teilung" unter den Erben des „kranken Mannes" beginnt. Zum Glück kann Deutschland, das nur wirtschaftlich,, nicht Politisch interessiert ist, dabei ein Kaltblütiger Zuschauer sein. Die Feuerwaffen der Armeen. Von besonderer Sette wird uns geschxieben: Ueber die soldatischen Eigenschaften der Truvpen-Kon- ttngente, die vereint gegen China im Felde standen, sind schon einige vergleichende Studien veröffentlicht worden. Dagegen ist, soweit bekannt, eine öffentliche Darlegung der Unterschiede bezw. Vorzüge des einen ober anberen Truppenkontingents hinsichtlich ber Bewaffnung bisher nicht erfolgt. Es darf allerdings angenommen loerben, baß für bas Archiv des deutschen Generalstabes eine entsprechende Denffchrift ausgearbeitet worden ist, denn die Gelegenheit, so verschiedenartig bewaffnete und disziplinierte Truppen im Gefecht zu beobachten, kommt vielleicht so bald nicht wieder. Deutsches Deich. Berlin, 9. Okt. Der Kaiser nahm gestern im Jagdschlösse Hubertusstock den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets v. Lueanus entgegen. — Nach den neuesten Dispositionen reift der Kaiser am 14. d. M. morgens von Hubertusstock ab und begiebt sich nach Charlottenburg, wo um 12 Uhr die Enthüllung des Denkmals des Prinzen Albrecht von Preußen tattstndet. Nach der Denkmals-Enthüllung wird der Monarch beim Elisabeth-Regiment das Frühstück einnehmen und gegen 3 Uhr die Fahtt nach Wildpark, resp. dem Neuen Palais nntretcn. — Für den Besuch des Kronprinzen in Aachen, der am 18. Oktober stattfindet, hat die dortige Polizeiverwaltung chon umfangreiche Sicherheitsoorkehrungen getroffen. Es wurde eine Verordnung erlassen, nach welcher jeder, der in der Zeit vom 8. bis zum 19. Oktober eine nicht orts- Jndefsen würde es allgemein interessieren und mit der militärisch gebotenen Diskretion auch vereinbar sein, wenn eine kritische Studie über das Funktionieren und dir Wirkung der Feuerwaffen, die ja in verschiedenen Systemen in Aktion traten, aus berufener Feder bekannt gegeben würde. Hat sich beispielsweise die französische Artillerie der deutschen überlegen erwiesen? Bei den kürzlich abgeschlossener: französischen Herbstmanövern stellte ein hoher Offizier in Gegenwart des Zaren die Behauptung auf, daß das deutsche Feldgeschütz an Leistungsfähigkeit hinter dem französischen mrückstehe. Auch das deutsche Jnfanteriegewehr wuroe als durch. das französische überholt bezeichnet. Nun weiß man allerdings, daß die Militärs jenseits der Vogesen stark zum Selbstlob neigen. Und es ist, um die Vortrefflichkeit der deutschen Feuerwaffen im allgemeinen erkennen zu lassen, der Hinweis vielleicht nicht überflüssig, daß die Amerikaner, die doch gewiß leistungsfähige Waffenfabriken besitzen, eine neukonftruierte deutsch^ Selbstladepistole in ihrer Armee zur Einführung bringen wollen. Aber es würde ohne Zweifel zweckdienlich sein, wenn die Militärverwaltung, vielleicht als Anlage zum Heeresetat, eine vergleichende Ueberficht der Erfahrungen mitteilte, die in Bezug auf die Fruer- wasfenusw. der Armeen neuerdings gewonnen worden sind. Falls von parlamentarischer Sette dann noch Mitteilungen vertraulicher Natur gewünscht werden, so ist dafür bekanntlich die Budgetkommission des? Reichstags der geeignete Ort., Der Zeuttalvorstand der Maurer Deutschlands (Sitz Hamburg) hat soeben seine Abrechnung für das 2. Quartal 1901 ausgegeben, die nach mehr als einer Richtung interessant und bemerkenswert ist. Die Gesamtein- nahmen für dieses Quartal betrugen 416 677 Mk.; hiervon wurden allein für Stretts 210000 Mk. verausgabt. Große Streiks fanden nttgends statt. Für das nur einmal wöchentlich erscheinerrde Fachorgan' „Der Grundstein" (regelmäßig acht Setten) wurden 34-830 Mk. ausgegeben. Am interessantesten ist aber der Posten „Delegation und andere Ausgaben zu dem 6. BerbandstaginMain z". Dieser Verbandstag kostete den Maurern die enorme Summe von 20(123 Mk. Wie hoch die 'Diäten für den einzelnen Delegierten sich gestellt haben, wird nicht «erwähnt. Im güldenen Mainz läßt sich's bekannttich gut leben. 20 000 Mark für eine sehr geringe Anzahl Delegierter ist, so würde SaLor sagen, „starker Tabak". Die Druckkosten für den Kongreß figurieren unter einem anderen Posten, die 25000 Verbandstags-ProtoLotte kosteten 5001 Mk.; es bleibt also dabei, daß Maurerdelegierte in Mainz für einen Kongreß, der nur wenige Tage dauerte, 20 000 Mk. ausgegeben haben. Die .Zahl, der Delegierten ist uns augenblicklich nicht bekannt, aber sie war nur gering. Bei 400 000 Mk. Einnahmen des Verbandes tonnten natürlich die Delegierten sehr gut bezckhlt werden. Die Landtagswahleu in Böhmen hoben, wie uns aus Prag gemeldet wird, in dem Stärkeverhältnis zwischen den Tschechen und Agrariern nichts geändert. Die Tschechien behalten wie bisher 49, die Deutschen 30 Mandate. In den deutschen Bezirken gewannen die Alldeutschen viele Mandate; in den tschechischen Bezirket: verloren die Jungtschechen 11 Mandate' an die tschechischen Agrarier. Einen erfolgreichen Vorstoß der Deutschen gegen die Tschechen hat wieder einmal ber Erbfehler der Deutschen, der leidige Parteizwist, verhindert. In nicht weniger als sieben Lager sind die deutschen Wähler gespalten, und es ist bemerkenswert, daß viele Deutsche ihr Wahlrecht überhaupt nicht ausgeübt haben, weil ber Hader in den eigenen Reihe:: sie abstößt.. Allerdings blieben diesmal auch zahlreiche tschechische Wähler ber Urne ferne, zumeist wohl frühere, Mitläufer der Jungtschechen, welche infolgedessen bisher bei: größten Mmümtsverlust erlitten. Würben die Deutschen ihre. Kraft nicht zersplittern in diesem Parteizwist, die erhebliche Verminderung der 97 tschechischen Mandate wäre ihnen diesmal ohne Zweifel gelungen. Im alten böhmischen Landtag verfügten die Deutschen insgesamt über 69 Sitze, die ihnen verbleiben dürsten. Als besonderes Kennzeichen der Wahlbewegung ist das Anwachsen des Radikalismus, auf deutscher wie auf tschechischer Seite, zu erwähnen. Träger dieser, Strömung sind dort die Alldeutschen, hier die Agrarier, denen gleich! beim ersten Ansturm 7 bezw. 11 neue Mandate zufielen, ein über Erwarten glänzender Erfolg. Und aussicksts volle Stichwahlen werden ihn allem Anschein nach für beide Telle erhöhen. Der Leidtragende auf deutscher Seite ist bisher in erster Reihe die Fortschrittspartei, ehedem die stärkste in Böhmen. Sir hat die Kosten des Gewinnes der Alldeutschen zumeist zu tragen. Morgen spätestens 10 Uhr anzumelden hat. Dergleichen haben Hausbesitzer und Mieter die Namen der Fenstermieter der Polizei zu melden. — Beim Reichskanzler Grafen Bülow fand heute ein Diner statt, zu dem u. a. der gegenwärtig hier wellende deutsche Botschafter in Paris, Fi'irst Radolin, der Staatssekretär des Auswättigen, Frhr. v. Nichthofen, die Gesandten Frhr. v. Rotenhan, Graf v. Plessen, Frhr. v. Muntzingen und v. Müller geladen waren. — Der „Reichsanz." veröffentlicht eine Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 5. Oktober, betreffend die berufs--! genossenschaftliche Organisatton durch § 1 des Gewerbe-Unfallversicherungsgesetzes der der Unfallversicherung neu unterstellten Gewerbezweige. — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde den Ausschußanttägen, betreffenb den Zoll- und Salzsteuer- verwaltungskosten-Etat für Bayern, Baden und Anhalt die Zustimmung erteilt, ebenso dem Ausschußbettcht über den Antrag Preußens auf Erhöhung ber Vergütungssätze für bie Naturalverpflegung ber Truppen währenb ber diesjährigen Herbstübungen in ben östlichen Provinzen unb bem Ausschußbericht über bie Vorlage vom 1. August bs. Js., bett. Ergänzung bes Schiffsbauregulativs, sowie bem Ausschußberichte über die Vorlage vom 26. September b. Js., bett, bie zollamtliche Revision bes Gepäcks ber zurückkehrenben Mannschaften bes ostasiatischen Expebitionskorps. .— Der Untershaatssekretär im Reichspostamt, Fritsch!, ber vor längerer Zeit feinen Ab schied erbeten, hat, wie bereits gemelbet, jetzt benfelben vom Kaiser unter Verleihung, des Tttels Exzellenz bewilligt erhalten. Fritsch hat nahezu 40 Jahre im Dienste der Post gestanden.' Er war im Jahrei 1862 in Wetzlar in den Postdienst getreten. Im Jahre! 1880 wurde er Postrat, 1883 Geh. Postrat und 1885 Geh., Okrer-Poshrat, 1894 Direktor der 3. Abteilung des Reichs-! Postamts. Ms nach dem Tode Stephans 1897 Herr v. Pod- bielsk: Staatssekretär des Reichspostamts wurde und Unter* stMtssekretär Fischer seinen AbWed nahm, trat Fritfich an! des letzteren Stelle. — Aus einer anscheinend offiziösen Notiz geht hervor, daß eine Anleihe des Reiches und Preußens dieses) Jahr nicht zu erwarten ist Kiel, 9. Okt. Der Staatssekretär des Reichsmarine* mnts verfügte, der Kreuzer „Gazelle" solle'in 'Dienst bleiben, und setzte die Abfahrt» des Kreuzers nach Ostasiest auf Ende Dezember fest — Das amerikanische Kriegsschiff „Buffalo", Kapttän Hutchinson, ist auf der Reise von Kron-, stabt nach dem Haag hier ein getroffen. Der amerikanische Geschäftsträger Jackson und der Marine-Attachee Kapitän^ Beehler begaben sich heute abend von Berlin hierher, umj der „Buffalo^ einen Besuch abzustatten. Essen, 9. Okt. In der Redaktion des sozialistischen Organs „Weckruf" hat eine Haussuchu n g stattgefunden zur Ermittelung des Verfassers von zwei Artikeln, die im November v. I. in dem genannten Blatte erschienen warenimd die Neu-Aus'rüstung derFekd- Artillerie mit Krupp 'scheu Röhren-Rücklauf-Geschützen ganz eigenartigen Systems behandelten. Die Haussuchung blieb erfolglos. Bei einer Vernehmung des Redakteurs- Duewell wurde diesem Zwangshaft angedroht, falls er den Namen seines Gewährsmannes nicht angeben würde. Gleich'-, zeitig ist ein gerichtliches Verfahren gegen einen Beamten der Firma Friedrich Krupp eingeleitet worden, angeblich! wegen Verrats von Fabrikations-Geheimnissen. Braunschweig,9. Okt. Im hiesigen liberalen Verein der eine Versammlung gegen den Zolltarif veranstaltete, forderte der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor a. D., Baumgarten, die Erschienenen auf, die von sozialdemokra- ttscher Seite in Umlauf.gesetzte Petttion gegen den Tarif zahlreich zu unterzeich>nen. Posen, 9. Okt. Die heute hier tagende Delegierten- Versammlung der Vereine deutscher Katholiken nahm Statutenänderungen dahin an, daß der Zweck des Verbandes die Förderung des religiösen Lebens, die Pflege deutscher Gesinnung unb die Wahrung der berech- tigten Interessen der Katholiken deutscher Zunge ist Breslau, 9. Okt. In der Generalversammlung des Evangelischen Bundes sprach! Pfarrer Scheffen- Danzig über Gefährdung und Fortschritt des deutschen Pro-, testanttsmus in den Ostmarken. Redner schilderte die Verhältnisse in ber Diaspora in Posen und Westpreußen. Es gab 1861 in Westpreußen 690000 Evangelische und 560 000 Katholische, 1895 aber 700000 bezw. 760000. Die Evangelischen waren also um 110000 oder 19 Prozent, bie Katholischen um 200 000 ober 31 Prozent gestiegen. In Posen be- trug die Zahl der Evangelischen 1861 490000 unb bie ber Katholischen 920000 und 1895 560 000 bezw. 1230000. In Schlesien waren die Zahlen 1861 fast gleich, heute machen die Evangettschen 45 Prozent, bie Katholiken 55 Prozent ber Bevölkerung aus. Es sind gewachsen: im Bezirk Danzig die Katholiken um 10 Prozent mehr als die Protestanten, im Bezirk Marienwerder um 22 Prozent, in Posen um 29 Prozent und in Oppeln um 10 Prozent. Ms Gründe für- bas stärkere Anwachsen der Katholiken führt Redner ben den Germanen innewohnenden Wanderungstrieb an. Die verlassenen Stätten deutscher Ansiedelung werden besetzt von den nachdrängenden katholischen Polen. Dazu kommt aber das zielbewußte Vorgehen der katholischen Polen. In Posen :nd 1895 von den Kindern aus Mischehen 9000 evangelisch und 6400 katholisch getauft worden, inPosen 7700 evangelisch 7700 evangelisch und 6700 katholisch. Ungefähr dasselbe Blld zeigen bie Uebertritte. In ber Provinz Posen traten in r , . f.-, . . x t den letzten 15 Jahren zum evangelischen Glauben 16 700, angehonge Person bei sich aufmmmt, sie btS zum anderen ^r katholischen Kirche, nur 2000 über, Divisionspfarrer Vom Burenkriege. scheuen werden. I Kür MM Feinde in Fühlung. Die Buren ließen ihre Wagen in der Nähe von Tabanchu zurück. Die englischen Truppen näherten sich dieser Stellung von Süden. Man erinnert sich, daß Kitchener noch vor wenigen Tagen ;eine Nachricht sandte, die also lautete: „Die Generale Lyttleton, Kauert nachm ■roeg di ^leid fonn richte ^Fabri Mbei ausde >Mei j'gchmi Die ai Ilich o« ,-ente c M „ -seit a iMitgl fl-hat emgel Ausland. Eh'ristirvnia,9. Okt. Das Staatsbudget für das Nächste Füranzjahr weist eine Einnahme von 102 einhalb Millionen, eine Ausgabe von 100 800 000 Kronen auf. Der Ueberschuß von 1 700 000 Kronen soll für Zwecke der Landesverteidigung verwandt werden. London, 9. Okt. Nach einer berichtigenden Meldung chegreis ^andere lellscha konnte, ftst üt t s Mrder Wen N S«1.” -s 0» Keine»' Er Keine»' 1 Hamme eurer bie S* Md "N i artige M --.Er»" Lelegt M che» zu 1° Krank!" M 6"^ beraubet auch " , Lürftedu Anzeige mittag MeJ. Meira und io ÄA |v $01 N 19 cs K Seiotet^ Port Elizabeth und East London. Für die Kapkolonie ist ein!mann im Auftrag des Vereinsvorstandes übergeben. Das Beschwerdegericht von drei Personen eingesetzt, zu dem der Diplom ist in einfacher geschmackvoller Weise ausgeführt und Gouverneur, der Premierminister und der General je ein Mit- stammt aus der Brühl'schen Druckerei. glied ernennen. ** Neue internationale Frachtbrieffonnulare. Mit dem Böses Beispiel verdirbt gute Sitten, und es kann sich heutigen Tage kommen neue internationale Frachtbriefe zur daher niemand darüber wundern, daß die britischen Soldaten Einführung. Die bisherigen Formulare werden noch bis zum in Südaftika, nachdem sie auf höheren Befehl so viele Farmen 9. Oktober 1902 einschließlich ^gelassen. bereits zerstört haben, auch da, wo dies nicht besonders an-I )( Silberne Hochzeit. Bautechniker Altvater und Frau geordnet worden ist, wie die Vandalen Hausen und auf eigene! geb. Jockel begehen heute das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Faust marodierend und plündernd das Land durchziehen. Die Wünsche ihrer Freunde gehen dahm, daß dem Silberpaar Das Verhalten würde allerdings höheren Ortes kaum Anstoß einst das goldene Ehejubiläum beschieden sein möge. erregen, wenn die Betreffenden nicht infolge dieser privaten Ein Betrüger. Em seit geraumer Zeit m der hiesigen Plünderungszüge sehr häufig gerade dann bei ihrem Truppen- Herberge logierender Gärtner aus Ober-Erlenbach verübte in teile fehlten, wenn sie zum Dienste gebraucht werden. Um der Stadt verschiedene Betrügereien, indem er bei hiesigen nun solchen Privat-Unternehmungsgeist nicht aufkommen zu Oekonomen für andere Personen Hafer entnahm, diesen wieder lassen, werden die Teilnehmer' derartiger Raubzüge zur Strafe I veräußerte und den Erlös für sich verwendete. Der Mann während mehrerer Stunden am Tage an ein in offener Ebene! wurde verhaftet. errichtetes Gerüst gebunden und den Strahlen der afrikanischen fc Nieder-Olm, 9. Okt. Hier starb der Maurermeister Sonne ausgesetzt. Je nachdem der Uebelchäter zum ersten I Faust an Verletzungen, die er durch einen Sturz von einem Male oder bereits im Wiederholungsfälle sich schuldig gemacht Baugerüst erlitten hatte. -■ ' ' W. Von der mittleren Nidda, 9. Okt. Schon tagelang * A Nisida, «ug- Neapel gekomm ausChr Seeschle -nach! He und k e -Holland gehens Mt l retten. W- W*- Mttros« tränt durch ! MHe fejd-,e „Cmne von Pc merkt mar. borgen wenn * Wen Bruches vaaifat derLä Stuv Lchter' Mges MMÄ^Hteswig sprach! über Ne Protestatvonskirche in Speier und Pfarrer Denfeld-Godesberg über die evangeli- ^ttorische Aufgabe der Diaspora-Anstialten. Damit erreichte die Versammlung ihr Ende. _ Mün cheu, 9 .Okt . Die Kammer der Abgeordneten be- toilligte, entsprechend dem Vorschläge der Regierung, der durch Anträge aus dem Hause erweitert war, 600 000 Mk. üls Entschädiaung für die durch, Hochwasser im laufenden Fahre Geschädigten. sich retten, der Matrose ertrank leider. -------------I Worms, 8. Okt. Dieser Tage ist ein für die Topographie gtlUVl UHU Aunv. I des römischen Worms nicht unwichtiger Fund gemacht worden. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten >Bei der Ausschachtung für die Fundamente des Frank'schen ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) »Neubaues an der Martinspforte stieß man in ziemlicher Tiefe Gießen, den 10. Oktober 1901. neben den starken Fundamenten des mittelalterlichen Turmes •* Aus dem Theaterbureau. Als 7. Abonnement - Vor-! auf mehrere römische Brandbestattungen. Sie bestanden aus stellung geht heute Shakespeares „Kaufmann von Ve- einigen größeren und kleineren Aschenurnen, die noch mit ieme Atachricht sandte, die also lautete: ,,^)ie voeneraie xpiueion, inefci g" in Scene. Ein Teil der erforderlichen Dekorationen den verbrannten Gebeinen gefullt warem nnd aus ^q ie Waller Kitchener (der Bruder des Oberbefehlshabers), Hamilton ist vom Theatermaler Jenny neu angefertigt worden; die denen Beigefaßen, welch^ und Dartnel mit 20 000 Mann sind im Begriff, Botha mit neuen Kostüme lieferte die bekannte Firma Baruch u. Topfen trugen. Verschone diestr^faßewmde^ b dauer seinen Truppen im Norden Natals und an der Grenze des kgl. Hoflieferanten in Berlin . , licher Weise von den Arbeitern achttos ^«lagew Die^noch 'Zululandes zu umzingeln und zu vernichten." Man konnte ” Sturmschaden find auch am gestrigen Tage hier vor- geretteten Stucke wurden von dem Besitzer Metzgermeister 'sich also auf neue verlustreiche Schlappen der Engländer ge- gekommen. Der gestrige Morgen brachte Windstille und!Frank dem Museum u s . grmtnrhtm des Qno* ifaßt machen. Es war nur fraglich, wo sich die Heerschaaren leisen Regen, Tagsüber durchbrauste aber em heftiger Wind ftranlf urt a. M., . . I äpns.una Qup hem Mions roiebct blamieren roüSen. Nun wissen wir's, daß die Stabt, der am Nachmittag in der Marburger Straße eine logischen Gartens ist eine reiche Sendimg aus dem dieser Kamps bei Vryheid siattgesunden hat und daß es der ziemlich starke Lmde aus dem Boden riß und zerknickte. Heute Mittelmeer emgetroffen wobei biesrnal -ine ganze Anzahl Bruder des großen Herrn Kitchener gewesen ist, den Botha morgen hatten wir bei 4° R. klares Wetter. Der Baro. abenteuerlicher Meergestalten; so eme Anzahl Heuschrecken- zuerst abgestochen hat, mit seinem kleinen Häuflein wackerer Meter ist erheblich gestiegen. krebse, zwei Seepolypen, em giftiger und A pE'chm 'Streiter. - Henn Rentner Fritz Georgi hier, der über 60 Jahre u. A. — Dem Garten selbst ging em Birkhahn aus dem Inzwischen ist das Kriegsrecht über Kapstadt und den dem landio. Bezirksoerein Gießen angehört, wurde heute das Odenwald zu und drei ©temborfbaftarbc mit einer schwelg ganzen Distrikt dieses Namens, sowie über folgende Bezirke Ghrendiplom über seine Ernennung zum Ehnnmitgliede Ziege gezeugt. Da Steinböcke ;etzt nuhl eryanucy pno (Oie der Kapkolonie proklamiert worden: Wynberg, Simonstown,!des Ausschusses des Vereins burch Herrn Regierungsrat Beck-.Ausfuhr der wenigen noch lebenden Exemplare i|t streng ver- aus Melbourne sind die Zollsätze des dem neuen Bund6s- prcrlament zugegangenen Tarifentwurfes für Tabak und Tabakfabrikate folgende: Es entrichten verarbeit-eter Tabak 3.50 Schillinge per Pfund, vom Ausland ein- ^u^abatolätobleibt er während 2, 4 aber“ mehr Stunden an'diesem! W. Von der mittleren Nidda, 9 Okt. Schon tagelang trägt^ Z^igarr en sind"e?umi Zoll von SL0 Schilling Pranger ausgestellt. Aus das Ehrgefühl der britischen Sol- wütet auch m unserer Gegend em furchtbares Unwetter. So per Pfund liebst 15 Proz. des Wertes unterworfen, Ziga- daten dürfte jedoch diese Sttafart keine merkliche Einwirkung schlimm aber wie heute mittag war eS setther noch nicht, retten einem Zoll von 6 50 SchMng per Pfund. haben. Ein furchtbarer Orkan, abwechslungsweffe beglestet von Hagel- — Dr. John Dowie, das Haupt der Zivnisten-Or- — -- ."" schauern, Regen und lachendem Sonnenschein, tobte so arg,, tzWuisation in den Vereinigten Staaten, hat von den ZjMsmslljllK stl -lt KllllsMNMscheU kortbildUttgSslyMU. daß es irn Freien Mühe kostete, sich auf den Beinen zu hallen. Anarchisten einen Drohbrief erhalten. Nach der Er- Gießen 10 Okt. Starke Bäume wurden umgerissen, andere entwurzell un& mmLung des. Präsidenten Mac Mnley hielt Mr. Dowi^ Nachdem im Voranschlag für das Etatsjahr'1901/02 Dächer stark beschädigt. Das schlimmste aber ist die durch eine sehr scharfe Pre^gt, zwei sp^ Forderung des kaufmännischen Fortbildungsschulwesens den starken Regen herbeigeführte Unterbrechung der so not- S b^e erm3rbana6bes SBräS den Betrag Wn 12000 zur Verfügung ge- wenbigen Herbsteinerntungs-Arbeiten. Obwohl schon die ^en Ma^^nlen aeäsen^^bMsv Ee AEnmider- stellt worden ist, hat das Gvoßh. Ministerium des Innern Wintersaat hier und da sproßt und grünt, stecken doch auch l^nngen^übe?bie^Mhandlung dmn Präsidenttn" urch den hessischen HandelAammern die Bedingung-n mitge- „.ch cie[e Kartoffeln in der Erde, was um so mehr zu be- iS tote su SeU ZS ift Um eine wüere ^>6e ‘^It, unter denen Swatsznschusse an kanstnannische Fort- ift aIg fie meistens germgen Leuten gehören, bte feii- d^dinE^baßdie bestehen- h- “f den Tagelohn gingen, um beim Kartoffelausmachen machen zu können, hat die C. S. A.-Gesellschast, zu der Oben°n eht hierbei die^Be^ngrmg, daß^dr bestehe^l^^ gu verdienen. Beschwerlich wird jetzt auch das Ein- .ich^gchöre, beschlossen, daß Ihnen ebenfalls' eüte K iffig luiterernten der Zuckerrüben, die bei dem aufgeweichten Boden nicht Kugel in die Äagengegend getagt werden soll und MUdigen Handelskammer in eurer ^e^e steiwrurg^nrer Metern abgefahren werden können. Da? tiefe Ge- “ÄZ Mlande um die Nidda'ste'ht unter Waffer In Leidhecken bfo^ aertie fommm Srtiten &ie toi Zr fo tob toie Wet Tie Schulen sollen ferner in erster Linie nur Hand- kam es am Montag beim Nachhausegehen vom Echzeller StoaM dieses Erveriment vor das stoicher wie die lungslehrlingen, anderen Interessenten dagegen nur insv- Markt zu einer Messerstecherei, bei der em zungerMann Micht to Tage folq^ rntt Ihnen vorgenommen werden weit osfenstehen, als dies mit den seitens der Schulen verletzt wurde. Die Verletzungen sind glücklicherweffe Nicht M Ä'TuÄ^Sie können ® wSSÄXÄ * Natur. Mcht verhindern, welche^Mittel Sie auch dagegen^auwenden E mußindrei Ja^esk^ssenVe Darmstadt, 9. Okt. Der Großherzog empfing u. ! erzichten wollen, genötigt, die genannten Beding- Angehörigen, der Offiziere nud Mannschaften seiner Eskadron SB» w»«»..«- ^Naubwürdigen Meldungen zufolge befindet sich die B e s u ch des a ll meinen F tibild ^^^Stadtverordnetenversammlung befaßte sich ausschließ- RauberbandemttM^ßStone, dergefangenenameri- unrerrrcyrs Umgestaltung des lich mit der Veruntreuung des Sparkassenrechners kanischen Missionarm, ui einem Walde nahe bei der Ort-1 ^^Es nach den ministeriellen Bedingungen ift hier- Maier. Den Sparkassenvorstand, der die Angelegenheit em- -schaft Ghultepe an der ^bnge. Jn- kaufmännischen Schulen geradezu zu einer gehend prüfte, trifft kein Vorwurf, da die Bücher vollständig folge von vom am^ I ^Anzfrage geworden. in Ordnung sind und Maier das Geld aus der Tageskasse Dickinson tiet der bulgarischen Regierung und dem Walil ^tt Rücksicht hierauf hat denn auch« die Settung der entwendete Er wird steckbrieflich verfolgt. ^^9™ kauftnannischen Kuhfchula sich beu Bebingung-n B°n der B-rgstratz-, 8. Oki. Infolge her naffen Witte- Ä sSÄh W W 31 gefügt und ihren llnterrichtsp an -nsiprechanb umgesEt, in den Niederungen, wo größer- Flächen unter ^3N<-w?York,S3Okt. Ein Telegramm iauAEolon meldet: datz bis Mchsttmmung^ mit welch« ^est^mgestaltung ^le Kattoffeln in Fäulnis über. ,AW ber englifche Damäer „Quit^am 27. September benI9 ko. Ans Rh-inhesten. 9. Okt. Die Steuererheber Ankerplatz bei der Mvru> Insel verlietz, um sich nach Tuniacv'-chulleitung^stigiich> » rstreck^^ btJ[egen in vielen Orten die Stelle nieder. Sie sind mit (Munibiat) zu begeben, feuerten bte ^ifiirgenten nre^reire geworbene Neuorganisation des kaufmännischen der neuen Ordnung der Dinge nicht zustieden, weil zu viel EAe nach! dem Bug des ^ffes. Die Mgel traf bas s^.^ll bem Tages-Unterricht, bte Interessen Arbeit verlangt und zu wenig bezahlt wird. Schiff vberhÄb der ^sserllnie, sonst ist das Schiff ^^?9!^ler Prinzipale empfindlich berührt werden. Immerhin Zuaenheim a. d. B., 8. Okt. Am Sonntag fand man im öu hoffe ' U dadurch Nicht des Bürgermeisters Loos dahier 1800 Mk. nebst einem c^??cwmEich^nach^^rm^^E^^^^ nft unbetannt, lassen, ihre Lehrlinge künftig der allgemettien Fort-1^^iben, woraus hervorgeht, daß das niedergelegte Geld geht vermutlich nach Dumaeo. zuzuführen, zumal der obllgawriM Tages-! dem Diebstahle bei dem OelmÜller Ehr. Reiß herunterricht der lederen nur um 1 Stunde Hutter derlenigerr t Die Nachricht von dem Fund rief begreiflicher Weise Nach einer Depesche Lord Küch-ners ans Pretoria b.l^ÄÄ NLL^M«'Är'L unter'der fi$n^CM auT^m W^ua^ ÄTftona^r Äfc IhrlS den Schl-ppdampftr Mannheim- holte gestern Atoid wäh- Brück^über den B e v a a n sganz .m^Südosten Transvaals) und baSiAugt^ auch in ihrem eigenen Jnteresse baÄ rend des Unw-tt-rs em aus Laub 8=buti.ger nm ß Okt auf die von Botha befehligte Hauptmacht der verhältnismäßige geringe Mehropfer an Zett und Geld, das andere Schiffsbedienstete an Land ab. Bei der Rückfahrt Buren, die auf dem Marsch nach Norden war. Es hunger Besuch der kaufmännischen FaMchule erheischt, nicht Kenterte der Nachen. Die beiden an Land Abgeholten konnten 20 Mellen östlich von Vryheid zum Kampfe, wobei seitens 'der Engländer Leutnant Filkington, zwei Sergeanten von den 18. Husaren fielen und zehn Mann verwundet wurden. W.Kllchener stehe noch mit dem 37s% Reichsanleihe 30/o do. Tendenz: fest e- 196.20 170.70 117.00 . 118.70 129.30 135.70 154.80 176.28 159.00 151.90 .100.40 90.10 100.50 90.10 98.40 99.10 42.30 25.75 25.85 83.70 Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Gotthardbahn . , . Laura hätte . . . . Bochum . . . ’ . -. Harpener . . . . für die Unteroffizier-- und Mannschaftsküche des 1. Bataillons Jnfanterce-Regts. Kaiser Wilhelm (Nr. 116) soll für die Zeit 00m 1. November 1901 bis Ende Oktober 1902 im Wege öffentlichen Ausgebots vergeben werden. boten) so muffen diese Bastarde Ersatz bieten; in ihrem Aeußern ähneln sie sehr der gemeinen Ziege (besonders die Weibchen), in ihren Gewohnheiten haben sie viel vom Steinbock. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Darmstadt feierte am 7. d. M. die Reinecksche Schule ihr 50jähriges Bestehen. Die Festrede hielt Prof. Weckerling aus Offenbach. Der Begründer der Schule, Heinrich Reineck, hat s. Z. in Friedberg seine Studien gemacht. Er starb 1883. Seitdem leitet feine Tochter, Frl. Marie Reineck, die Schule. — Ein schwerer Unglücksfall hat sich in Hammelbach zugetragen. Der 19jährige Sohn des Zim^ner- meisters Fendrich hantierte - mit einer Feile so unvorsichtig an einer Patrone, daß sie explodierte und dein jungen Mann die Ladung ins Herz ging. Er war sofort tot. — In Frankfurt ist der König von Griechenland eingetroffen und im Hotel „Englischer Hof" abgestiegen. — Eine eigenartige Zahlungsweise wandte ein junger Kaufmann in Höchst an. Er war von der Polizei mit einer Geldstrafe von 10 Mk. belegt worden. Um nun der Polizeiverwaltung ein Schnippchen zu schlagen, sandte er das Strafgeld nachts 11 Uhr von Frankfurt aus auf telegraphischem Wege ein, sodaß der zur Empfangnahme berechtigte erst aus seiner Wohnung herausgetrommelt werden mußte. Wenn der Betreffende nun -auch viele Lacher auf seiner Seite gehabt haben mag, so foürfte diesem Späßchen doch ein gerichtliches Nachspiel folgen. Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesrllschaft. Sabbathfeier am 12. Oktober 1901. Freitag abend 51S. Samstag vormittag 830. Nachmittag 330. Sabbathausgang, 630. , Wochengottesdienst: morgens 700 Uhr, abends 5°° Uhr. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 10. Okt. Major Wuttge, der Kommandeur des Feld'Artillerie-Neg'.ments Nr. 58 in München, der bei seinen hiesigen Verwandten zum Besuch weilte, ist heute früh in seinem Schlafzimmer durch Leuchtgas erstickt aufgesunden worden. Es liegt ein Uuglücksfall vor. Berlin, 10. Okt. Bundesratskrcise glauben, daß die Beratung über den Zolltarif im letzten Drittel des Oktober stattfinden wird. Die rumänische Regierung benachrichtigte den Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 3V,o/c> Konsole . .'■'.v 30/0 do. ..... 3'ZgO/i) Hessen . . . 50/0 Italien. Rente . . 4'/q Griech. Monopol-Anl. 3Vo Portugiesen . . . 80/q Mexikaner . . . 4V2V0 Chinesen . . . Die Lieferungsbedingungen können auf dem Zahlmeffter-Gl Telephonischer Kursbericht, Frankfurt a. M., 10. Oktober. Grrichtssaal. S. Darmstadt, 10. Okt. (Telephonmeldung des „Gießener ^Anzeigers".) Das Schwurgericht verurteilte heute vormittag den Dienstknecht Peter Meyer, der im September iin dem Wald bei Dieburg eine von der Wallfahrt zurückkehrende -verheiratete Frau vergewaltigt hat, zu 10 Jahren Zuchthaus 'imd 10 Jahren Ehrverlust. Mildernde Umstände werden ldem Verurteilten nicht zugebilligt. Die Verhandlung wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft öffentlich geführt. Darmstadt, 9. Okt. Gestern abend hat das Schwurgericht 'ben 19 Jahre alten Johann Pfeiffer aus Unter-Ostern, der in 'Wahlen den Steuerausseher Adler von Birkenau thätlich angegriffen und durch einen Schlag mit einem Hischhorngriffe getötet hatte, unter Anrechnung mlldenrder Umstände (Trunkenheit) zu einer Gefängnisstrafe von 4 Jahren verurteilt. — Heute wurde der 19 Jahre alte Metzger Fischer von Eßlingen, der in einer Wirtschaft in Hofheim den Jäkob Lösch beim Kartenspiel durch einen Messerstich getötet hatte, zu 2 Jahren -6 Monaten Gefängnis verurteile schäftszimmer des 1. Bataillons eingesehen werden. Angebote, ganz oder teilweise, mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Kartoffeln, Erbsen, Linsen, Bohnen usw." find uer schlossen und portofrei bis spätestens den 18. Oktober d. Js. an die unterzeichnete Kuchen- Verwaltung emzureichen. 6739 Küchen-Verwaltung des 1. Bataillons Jnstr.-Regts. Lkaiser Wichelm (Nr. 116). Ansgebot. Die Lieferung des Bedarfs an: Kartoffeln, co. 140000 Kg., Erbsen, Linsen, Bohnen, Reis, Nudeln, Graupen, Weizenmehl, getr. Pflaumen, gebr. Kaffee, Zucker, Sah, Pfeffer, Essig, Calaiöl, .vandkäse, Limburger Käse, Heringe und sonstige kleinen Küchenbedürfnisse und frische Gemüse Arbeiterbewegung. — Auf der Bndcrus'scherr Grube „Schöne rlussicht," bei Laubuseschbach wurde 25 Bergleuten gekündigt. Hanau, 9. Okt. Die gestern in einen Streik eingetretenen Etuisarbeiter der Firma Zeh u. Schien haben heute Morgen, dem „Han. Anz." zufolge, die Arbeit wieder ausgenommen, nachdem die Firma einige Zugeständnisse hinsichtlich der von den Arbeitern gestellten Forderungen gemacht hat. — Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert u. Co. Wie die „Fränk. Tagesp." meldet, wurde in den Werkstättenversammlungen durch den Arbeiterausschuß mitgeteilt, daß die Direktion erklärt habe, es ' würden noch weitere Arbeiterentlassungen stattfinden; auf eine Verkürzung der Arbeitszeit könne nicht eingeganaen werden. Tie Versammlung beschloß, an die Direktion das Ersuchen zu richten, doch lieber eine Verkürzung der Arbeitszeit eintreten zn lassen, um weitere Entlassungen nicht vor- nehmen zu müssen. Eingesandt. ((Für Form und Jnbalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) G i eß en, den 9. Oktober 1901. Daß die Rohheit unserer Straßenjugend in bedauerlicher Weise zunimmt, ist eine oft gemachte Erfahrung. Heute nachmittag nach 5 Uhr wurde mein 9jähriger Sohn auf dem Heim- iroeg von der Klavierstunde, als er die Auslagen der Frees'schen Buchhandlung betrachtete, von einem herantretenden Jungen auf- mefordert, ihm den Inhalt seiner Musikmappe zu zeigen. Auf die begreifliche Weigerung meines Sohnes rief der Fremde 3 bis 4 -andere Bengel herbei und mit veremten Kräften prügelte die Ge- jsellschaft meinen Sohn, der sich gegen die Uebermacht nicht wehren ckonnte, durch, wobei ihn ein Faustschlag ins offene Auge traf. Es jift in den letzten Jahren schon einigemal voraekommen, daß meine durchaus friedfertigen Kinder von stets in der Ueberzahl befindlichen iRotten roher Lümmel ohne jede Veranlassung angesallen ^wurden. Auch andere Eltern haben dies an ihren Kindern erfahren müh'eiL Angesichts solcher Verrohung und bodenlosen Ge- imemheit erscheint der dringende Wunsch gerechtfertigt, daß seitens ’ber Polizei bester dafür gesorgt werde, daß anständig ge = 'kleidete Kinder d i e Straßen der Stadt passieren Sonnen, offne von s chamlosen Gassenbuben ver- \olgt und mißhandelt zu werden. Dr. R. Berliner Gesandten, daß die Erneneruug des Handelsvertrags mit Deutschland ausgeschlossen sei, falls der deutsche Zolltarif wie er vorliegt, Gesetz wird. Der Gesandte soll dem Reichskanzler dies milgeteilt haben. Berlin, 10. Okt. Der italienische Minister Baccelli ist heute vormittag 8.15 Uhr hier an gekommen und von dem Virchow-Komitee, Prof. Hans v. Virchow und den Mitgliedern der italienischen Botschaft empfangen worden. Petersburg, 10. Okt. Ter Kriegsminister Kuropatkin i onzentriert an der Grenze von Afghanistan 40 000 Manu. London, 10. Okt. Bei der Generalversammlung der Aktionäre der Birminghamer Waffenfabrik wurde beschlossen, emc Dividende von 20 Prozent zu verteilen. Ernst Chamberlain wies darauf hin, daß seit der Gründung der Gesellschaft noch (eine so hohe Dividende verteilt wurde. London, 10.Okt. Die tägliche Verlustliste der englischen Truppen in Südafrika bezifferte sich vorgestern auf 7 Tote, 19 Verwundete und 7 durch Krankheit Gestorbene. London, 10. Okt. Die „Times" melden aus Dundee vom 7. Oktober: Obgleich General Botha sich durchaus nicht in Sicherheit befindet, scheint es doch, daß er aus der engen Truppenkette, die sofort gebildet wurde, um seinen Rückzug ab- zuschneiden. entkommen wird. Botha bewegt sich längs der Grenze des Zululandes nach dem Norden zu. Am Sonntag gelang es ihm, die Linie der englischen Truppen mit ungefähr der Hälfte seiner Mannschaften zu passiereu. Amsterdam, 10. Okt. Das „Handelsblatt" berichtet: Baissevin hat einen offenen Brief an den Präsidenten Roosevelt gerichtet, indem er um die Jntervention des Präsidenten zur Beilegung des südafrikanischen Krieges nachsucht. Brüssel, 10. Okt. Hiesige Blätter berichten, der Kongostaat habe beschlossen, eine Eisenbahn von 1400 Kilometer Länge durch den Staat zu leiten. Diese Linie würde den oberen Kongo mit dem Victoria Njansa und dem Tanganjika-See verbinden. Paris, 10. Okt. Nach Meldungen aus Petersburg ist man dort überzeugt, daß die Thronbesteigung des Emirs von Afghanistan einen Bürgerkrieg Hervorrufen werde, da der neue Emir beim Volke wie beim Adel unbeliebt ist. Peking, 10. Okt. Die Lage ist sehr befriedigend. Die Chinesen halten ihr Versprechen. Wie es heißt, hat sich Rußland entschlossen, den Hasen von Niutschwang oen Chinesen wieder abzutreten. Peking, 10. Okt. (Reuter). Prinz Tschun g richtete an alle fremden Gesandten das Ansuchen, daß alle fremden Geschäftsniederlassungen aus Peking entfernt würden, werk Peking kein Vertragshafen sei. Köln, 10. Okt. Bei Nippes wurde ein Mann durch Messerstiche getötet, beraubt und an einem Bretterzaun aufgeknüpft gefunden. Von dem ^Raubmörder fehlt jede Spur. Die Person des Ermordeten wurde bisher nicht festgestellt. Hamburg, 10. Okt. Ter Sturm auf der Nv-rd- s e e ist erneut ausgebrochen. Bisher sind etwa 40 Schliffsunfälle festgestellt worden, wobei 13 Personen umkam e n. Haag, 10. Oktober. Gestern fand in der hiesigen großen Kirche ein Bittgotte s'dä e n st anläßlich des Iah restages des Ausbruches des Krieges statt. Sämtliche Burenbehörden, sowie eine große Volksmenge wohnten dem Gottesdienst bei. Drei Pfarrer hielten Ansprachen, in denen sie die verhängnisvolle Lage, die den Buren durch die englische Politik geworden, darstellten. Sie hielten Gebete ab für die Präsidenten Krüger und Steijn, sowie alle Burenyelden und auch für das englische Volk, damit es von seiner Blindheit befreit werde". Nach dem Gottesdienst sang die Menge die Transvaalhymne. — „Daily Mail" berichtet aus Lissabon, daß ein Gefecht zwischen Buren und Aigländern bei KomatiPoort stattgefunden habe. Die englischeu Soldaten mußten aus portugiesisches Gebiet flüchten. Rom, 10. Okt. 'Der am 5. ds. Mts. verhaftete Däl- matier Glavin 0 witsch wurde heute wegen unerlaubten Waffentragens zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe wird er nach Dalmatien abgeschoben.i Glavinowitsch erklärte, er sei Sozialist Tanger- 10. Okt. In allen Moscheen werden für die Befreiung der Spanier Gebete abgehalten werden. New-Vork, 10. Okt. Mehrere Erdstöße sind an verschiedenen Punkten der süd- und mittel-amerikanischen Küste verspürt" worden. In Nicaragua entstanden große Erdrisse. Die Erde senkte sich und an verschiedenen Stellen steht nunmehr acht Fuß hoch, Wasser. Kapstadt, 10. Okt. Der über die Kap-Kolonie verhängte Belagerungszustand bezweckt ganz besonders die Ueberwachung von Personen, von Informationen, von Kriegs-Material und Proviant, welche in den verschiedenen Häfen ein- und ausgeführt werden. Vermischtes. * Neapel, 9. Ott. Alle Kranken im Lazarett von Nisida, ausgenommen zwei, sind auf dem Wege der Besserung. Alle isolierten Personen befinden sich ganz wohl. In Neapel und Umgegend ist kein neuer Pestfall vor- gekommen. * Unfälle aufSee. Die norwegische Bark „Phyllis" aus Christiania ging am 3. ds. int Schlepptau des Hamburger Seeschleppers „Ajax" vom Trun bei Falmouth int Ballast nach, Hamburg, passierte am 4. ds. Saint Chaterine Point ,und kenterte am 7. ds. bei der Insel Ameland an der holländischen Küste bei schwerem Sturm infolgeUeber- gehens des Ballastes. Die aus 7 Personen bestehende Mannschaft wollte sich int Rettungsboote an Bord des „Ajax" .retten. Dicht vor dem „Ajax" kenterte jedoch das Boot. sUnter größter Anstrengung gelang es der Mannschaft des „Ajax", den Kapitän Broerresen, den Steuermann und einen Altat rosen zu retten, während 4 von der Mannschaft erkranken. Der Kapitän, der anscheinend leblos war, kam durch, die Wiederbelebungsversuche wieder zum Bewußtsein. „Ajax" landete die Geretteten in Cuxhaven. — Der dänische Schooner „Anna" ist südlich der Greifswalder Oie ,gef unken. Die Mannschaft wurde gerettet. — Eine Depesche aus Portsmouth meldet: Der Torpedobootsjäger „Crane" war mit einer Torpedobootsflotille auf der Fahrt von Portsmouth nach Portland, als im Majchinenraum bemerkt wurde, daß die Deckbalkenlage mittschiffs gebogen war. Das Schiff kehrte nach Portsmouth zurück, wo die vovgenommene Untersuchung ergab, daß die Hauptbalken, wenn nicht gebrochen, so doch ernstlich beschädigt waren. * Essen a. d. 9t, 9. Okt. Auf einem Anbau des ihiesigen Krankenhauses stürzten heute infolge Leiter- pruches 6 Arbeiter ab. Sie wurden sämtlich verletzt, drei von ihnen schwer. * Artern, 9. Okt .Nach amtlicher Meldung fuhr in Haltestelle Reinsdorf heute mittag zwischen 1 und 2 Uhr der Schn ellzug Erfurt—Magdeburg auf einen durch den Sturm auf das Hauptgeleis getriebenen Güterwagen, iLetzterer wurde zertrümmert, die Lokomotive des Schnell- izuges stark beschädigt. Personen sind nicht verletzt worden, i25 732,3 743,7 748,6 + 12,4 + 9,4 + 5,0 6,6 6,9 5,9 62 79 90 NW. NW. NW. 7 4 2 Bew. Himmel Leichter Regen Sonnenschein Hö Ni cbste 2 vorigste .empero tur am 9 Okt + 15, 2° C. - ,, 9. + 7,4° C. MWfMmM 5täbt. Schlachthaus. Freibank. Heute mtü Zsorgeu: LaselSierfleisch 50 Kfz, Haematogen flasche 2 Mark, empfiehlt Adler-Drogerie, Seltersweg 89. Otto Schaat 6746 04043J Ein Lehrling sofort ges. Ph. Stier, Friseur. Danksagung 04053] Mehr. Aiädch. such. St d. Frau Tränlncr, Maigasse 12. Familie Seilheim Giessen, den y. Oktober 1001 6752 Pld-"Kolli JL 6,50 Jiuy UUllU7?5Butt//^onig n 5,25 wenden. 04009 1 unter Garantie für Reinheit Hoffmann. 04036 Adolf Bieler, Marktetrasse 5 3ii ucvmtcten ■ -__________________<- »tM iiexltnnfcii Zimmerleute. Tüchtige Gesellen für dauernde Arbeit werden sofort gesucht. Baustelle Siechenhaus. sofort, auf Wunsch mit Lagerraum, oder Stube billig. Schulstr. 5. 6734] 2 große helle unmöblierte Zimm., dao. 1 m. Gas z. verm. Frankfurterstraße 36, I. Zu weiterer Auskunft ist der Vorstand gerne bereit. 6756 Der ©ovftatrt»: flhof. 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