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ISO Zweites Blatt. LSI. Jahrgang. Donnerstag 11. Juli 1901 em*** tt-llch »tt K-S»Hh«be M MolltsgS. Ife leHitten- tottWn dem An» Äs4**t* wab „Blätter flfc » WEundc" Wer» Sä’ rsSchanttich beige legt. KÄertMogl för >en Xtf rrschetnrnden 8* Nm. 10 Mr- <*M<" tpLiksten» 'läafecefais, ÄasR&*M: GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger " Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen Sezugsprei« viertekM^ Mr. 2.20, monatl. 75 W mit Brn.gerlohn; durch Ä Abholestellen vikrtkljSH*« Mk. 1.90, monatl. 65 Bei Postbezug Vierteljahr. Mk. 2.00 ohne Bestell^». vlle Anzciqen-LermltklunHA» stellen des In- und «uBlenw nehmen Anzeigen für Nee Siebener Anzeiger entgtem. Zetlenprei« lokal 11 Mu euBWärtB 20 Pfg. Adreffe für Depesche», Anzeiger Siehe«. Fernsprechanschluß 92r.lt. gmüicher Teil. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Erdarbeiten wird der SelterSweg vom Kreuzplatz bis zur Plockftraße am 11. Juli l. I. für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 10. Juli 1901. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Die Verbesserung der Durchgaugswagen. Nach dem furchtbaren Offenbacher Eisenbahnunglück find in den Parlamenten und in der Presse die in den D-Zügen verkehrenden Personenwagen scharf kritisiert worben, weil die Einrichtung dieser Wagen (im Fall einer [Gefahr oder einer Katastrophe unzweckmäßig sei, vielmehr die Enge der Gänge und Thüren die Folgen eines Unfalls, durch Erdrücktwerden der 5)inausdrän.genden noch wesentlich! verschlimmere. Heute empfangen wir aus Berlin die Mitteilung, daß nunmehr die ersten der vorhandenen Wagen nach vielfachen mühevollen Probeausführungen umgeändert sind, und daß nach diesen Mustern sämtliche Wagen in den Wagenbauanstalten nach und nach, umgebaut werden sollen. Die Befriedigung über diese Meldung wird durch die weiter folgende amtliche Erläuterung der Reform abgeschchächt. Man erfährt da nämlich, dast die Verbesserungen zum Zweck größerer Sicherheit, gerade diejenigen Verbesserungen, auf die es hauptsächlich ankommt, erst bei neuen Magen zur Anwendung gelangen werden. Bei neuen Wagen sollen die Seitengänge, die Fenster und Thüröff- nungen thunlichst verbreitert und gewisse Einrichtungen getroffen werden, um den Reisenden den Notausgang durch die Fenster zu erleichtern. Tas ist recht löblich, aber es handelt sich zunächst um die vorhandenen Wagen, eine Bemerkung, die in dem offiziellen Bericht selbst enthalten ist. Bei den vorhandenen Wagen hat eine Verbreiterung der Seitengänge und Thüren nicht vorgenommen werden können, da dadurch eine fast vollständige Erneuerung des Wagenkastens notwendig geworden wäre. Tagegen habe sich die Verbreiterung der Fenster in den Wagen dritter Klasse ermöglichen lassen; ferner sind verschiedene Verbesserungen für die Bequemlichkeit der Reisenden ausge- führt. Tie Sicherheit geht über die Bequemlichkeit. Nachdem einmal die Gefahr der jetzigen Einrichtung der D-Züge in bollem Umfange erkannt worden war, wäre es am richtigsten gewesen, mit möglichster Beschleunigung diese Wagen radikal umändern zu lassen, auch wenn dadurch „eine fast vollständige Erneuerung des Wagenkastens notwendig wurde." Was alles für die außerordentliche Widerstandsfähigkeit der jetzigen Konstruktion der Turchgangswagen geltend gemacht wird, hilft nicht darüber hinweg, daß die Enge der Seitengänge und Thüren ein schwerer Nach(- teil, eine Kalamität ist, die gar nicht rasch genug beseitigt werden kann. Gesetzt, ein Theater oder ein Versammlungslokal wird von den Sachverständigen der Behörde als, nicht den Sicherheits-Anforderungen entsprechend befunden. In solchem Falb würde die Einwendung nichts ausrichten, daß bei späterer Gelegenheit die nötigen Aenderungen getroffen würden und daß man bis dahin der Hoffnung sei, es werde nichts passieren. Tie Kostenfrage darf bei der Umänderung der vorhandenen Turchgangswagen selbstverständlich nicht ins Gewicht fallen, und was die Zeit der Ausführung betrifft, so läßt sich der Umbau aus eine Reihe deutscher Wagenbauanstalten verteilen, die in der gegenwärtigen industriellen Konjunktur gewiß nicht mit Aufträgen überladen sind. Nach der amtlichen Mitteilung werden die sämtlichen vierachsigen Personenwagen, die in den T>-Zügen verkehren, nach und nach] umgebaut. Das heißt: der „Umbau" wird sich bei allen diesen Wagen beschränken auf die Verbreiterung der Fenster in der dritten Klasse, auf größeren Komfort. Ta hätte man doch ganze Arbeit machen, alle notwendigen Verbesserungen ausführen ollen. Engländer und Bnreu. Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 8. ds.: Seit dem letzten Berichte' vom 1. Juli sind nach Meldungen der verschiedenen englischen Truppenteile 40 Buren ge- allen, 27 wurden verwundet, 182 gefangen genommen, und 21 haben sich! ergeben. Ferner wurden 149 Gewehre, 7000 Patronen, 312 Wagen und eine große Anzahl Pferde und Rinder erbeutet. Tie Zuschüsse zum englischen Heeres- und Flottenhaushalt für den Krieg in Südafrika haben sich belaufen: für 1899/1900 auf 23000 000 und für 1900/1901 auf 63 737 000 Pfd. Sterl. Dazu sind für 1901/1902 noch, 56 070 000 veranschlagt, zusammen also 146 807 000 Pfd. Sterl. Tr. Leyds hat im Auftrage Krügers an die europäischen Mächte und die Vereinigten Staaten eine P r o t e st - note gegen die barbarische Behandlung der Burenweiber und Kinder seitens der Engländer gerichtet. Tie neue holländische Regierung wird diesen Protest unterstützen. Tie „Daily News" hat von Frau Christian De W e t folgenden Brief erhalten: „ Johannesburg, 24. Apr. 1901. An den Herausgeber der Zeitung in England, in welcher Ende März ein Porträt von mir und meinen Kindern erschien. Mein Herr! To man mir mitgeteilt hat, daß Sie außer meinem Porträt auch noch veröffentlichst haben, daß ich jetzt in Johannesburg „unter dem Schutze" I. Maj. Regierung lebe, so wünsch]e ich hiermit ganz energisch gegen die Anwendung eines solchen Ausdruckes zu protestieren. Nachdem unsere Farm von I. Maj. Truppen verwüstet und alle unsere anderen Besitzungen zerstört und weggenommen waren, irrte ich mit unsern Kindern einige Monate lang umher, um nicht in die Hände der Feinde unseres Volkes zu fallen, bis zum 20. November 1900, als ich, gefangen genommen und nacfy Johannesburg gebracht wurde, und zwar in einem Viehwagen, obgleich sie wohl wußten, daß ich die Frau des Generals De Wet war. Nachdem ich gefangen und gegen meinen Wunsch und Willen hierher gebracht, und aller Sachen beraubt worden war, verlangte ich von den Militärbehörden hier genügende Nahrung und von guter Beschaffenheit. Zuerst wurde mir dies versprochen, aber später wurde mir schriftlich mitgeteilt, daß ich Nahrung nur erhalten würde, falls ich ein Schriftstück unterzeichine und darin erkläre, -„daß ich ohne Subsistenzmittel sei und gänzlich von I. Maj. Regierung abhänge. (Die Königin von England lebte damals noch) Die Behörden behielten sich ferner das Recht vor, ein solches Schriftstück zu veröffentlichen. Dies zu thun, wäre für mich sehr demütigend gewesen, und ich konnte mich dem nicht aussetzen, insbesondere nicht gegenüber dem Feinde unseres Volkes. Ich habe von dem Feinde keine Gunst verlangt, und ich: habe nicht die Absicht, dies je zu thun. Es ist wahr, ich lebe in Johannesburg, aber gegen meinen Willen. Von den Engländern erhalte ich] Nichts und wünsche nichts vvn ihnen. Was ich, wünsche, hoffe ich] durch Menschenfreunde zu erhalten, nicht von den Engländern. Ich bin usw. gez. C. M. de Wet. Vor dem Kriege hatte die Regierung von Transvaal beschlossen, auf einem der Plätze von Prätoria die Statue des Präsidenten Krüger aufzustellen. Tas Werk wurde dem holländischen Bildhauer Van Won, der in Rom wohnt, in Auftrag gegeben; jetzt hat dieser sein Denkmal vollendet. Auf einem Sockel mit Basreliefs, auf denen die Hauptereignisse seines politischen Lebens dargestellt sind, erhebt sich die Gestalt des Präsidenten Krüger in dem bekannten Kostüm, mit Zylinderhut und langem Rock, mit Schärpe und Orden. Tas Monument ist ungefähr fün Meter hoch lieber eine amüsante Episode berichtet der Brie eines englischen Artilleristen, der 'an den verschiedenen Beuteexpeditionen alias Fouragierungen der Engländer im Freistaate teilnahm. Schauplatz des Vorkommnisses eine Farm, vor der Thür des Hauses sitzt der Besitzer, im Hintergründe sieht man einen mächtigen Haferschuppen. Eintritt eines Offiziers vom Stabe des Obersten Shovealong. Ter Offizier: „Ich habe den Befehl, alles, was an Futter und Fourage vorhanden, entweder aufzukaufen, oder zu zerstören. Ich! gebe Ihnen deshalb bekannt, daß ich] an jenem Haferschuppen werde Feuer anlegen lassen." Ter Bur: „Ja, aber wissen Sie —" Ter Offizier: „Jeder Widerstand ist nutzlos!" Ter Bur: „Aber wollen Sie, bitte —" Ter Offizier: „Ich darf auf keinerlei Entschuldigungen hören!" Sprach's, ließ den Hafer in Flammen aufgehen, und ritt fröhlich] von dannen. Ter Bur aber wendet sich an seine Frau und sagt: „Tiese Khakis sind mal komische Leute. Ich wollte ihm doch] erzählen, daß dies gerade der Hafer sei, den ich vor einer halben Stunde seinem Obersten verkauft hatte!" Und bedächtig ließ er die britischen Goldfüchse in seiner Tasche klimpern. * • Telegramm des Gießeuer Anzeiger-. Loudon, 9. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht einen langen Bericht KttchenerS vom 8. Mai über die seit März in Südafrika ausgeführten Operationen. In dem Bericht heißt es: Außer anderem erhielten die in die Kapkolonte einmarschierten Buren ohne Zweifel einen Rekrutenersatz au- den Reihen der Kolouialburen. Ein betracht' licher Teil der ländlichen Bevölkerung sicherte ihnen jederzeit nicht nur reichlichen Ersatz an Lebensmitteln, sondern gab ihnen auch zurzeit Nachrichten über die Bewegungen unserer Versolgungsabteilungen, zwei Punkte, die ihnen sehr zu gute kommen. Einige Unruhe zeigte sich kürzlich im äußersten Nordwesten der Kapkolonie, wo Abteilungen des Feindes zeit» weilig versuchten, unsere Posten zu beunruhigen. Bisher waren jedoch die dort stationierten Truppen vollständig in der Lage, ihre Stellungen zu behaupten und Borstöße des Feindes nach dem Innern der Kapkolonie zu vereiteln. Politische Tagesschau. Am Sonntag hat bekanntlich Kaiser Wilhelm im Städt- schlosse zu Potsdam die marokkanische Gesand - schäft in Gegenwart des Staatssekretärs Frhrn. v. Richthofen empfangen. In der Ansprache, die der außerordentliche Botschafter des Sultans von Marokko an den Kaiser gehalten hat, heißt es, daß die Gesandtschaft erschienen sei, um „der Versicherung der Gefühle reiner Freundschaft und aufrichtiger Zuneigung Ausdruck zu geben. Es werde das stete Bemühen des Herrschers von Marokko sein, jene Zuneigung noch inniger zu gestalten, und die Bande der festgegründeten Freundschaft zwischen den Regierungen des Teutschen Reiches und Marokkos noch fester zu schließen. Ter Kaiser erwiderte hierauf: „Es gereicht mir zur Freude, Sie als außerordentlichen Botschafter Seiner Scherifischen Majestät zu begrüßen. Gern erblicke ich in Ihrer Entsendung einen neuen und dankenswerten Beweis der freundschaftlichen Gesinnungen, die Ihr erlauchter Herrscher, dem ich meinen kaiserlichen Gruß durch! Sie entbiete, mir und dem Deutschen Reich entgegenbringt. Diese Gesinnungen werden von mir aufrichtig erwidert, und ich hoffe, daß die Wahl einer so hervorragenden Persönlichkeit wie Sie als Abegesandter besonders dazu beitragen wird, die guten Beziehungen, die feit lange zwischen Deutschland und Marokko bestehen, zu beseitigen und zu entwickeln." Zu Ehren der außerordentlichen marokkanischen Gesandtschaft fand ein Tiner beim Stattssekretär des Aeußeren Frhrn. v. Richthofen statt, woran außer dem marokkanischen Botschafter und feiner Begleitung teilnahmen Staatssekretär v. Posadowsky, Handelsminister Möller, der Staatssekretär Kräthe; die Generale von der Planitz, v. Bock und Plach; der Oberpräsident von Ostpreußen v. Richthofen, der frühere und jetzige Gesandte in Tanger, Oberbürgerbürgermeister Kirschner u. a. Nach dem Diner sand ein Gartenkonzert statt, wozu auch die Mnister Studt und Frhr. v. Hammerstein und zahlreiche andere Herren erschienen. Hreöer-Trocknung. Von Tr. Erich Auer. (Nachdruck verboten.) Seit dem Zusammenbruch der Leipziger Bank ist das Wort „Trebertrocknung", das an sich, mit Bankwesen wahrlich nichts zu thun hat, in aller Munde, ohne daß viele eine rechte Vorstellung haben, um was es sich denn da eigentlich] handle. Und manchier, der da hörte, die Leipziger Bank habe eben wegen der umfassenden Beteiligung an der Aktien-Gesellschaft für Trebertrocknung Schiffbruch gelitten, wird meinen, da haben sich Bankiers für eine von Haus aus aussichtslose Idee eines Fachmannes begeistert, und wird das Fiasko der Bank auf sachliche, technische, nicht auf finanzielle Mißgriffe zurückführen. Tas wäre «ber grundfalsche Tie drei Fabrikationszweige, welche die Aktiengesellschaft für Trebertrocknung auf Grund von Patenten betreibt, sind so aussichtsvoll und erfolgverheißend, nne nur eine der erfolgreichen chemischen Großindustrien, püe sie in den letzten Jahrzehnten in reicher Fülle erstanden sind. Ter Leser möge selbst urteilen. Wie der Reinlichkeit liebenden Hausfrau der zudring- Me Staub, der Hauskehricht lästig ist, wie im Großstadtleben der bei der täglichen Straßenreiingung sich au- iäufenbe Kehricht und Unrat wegen feiner Abfuhr viel Aorge macht, hatten auch die verschiedenen technischen Betriebe mit der Beseitigung lästiger Abfallstoffe viel zu thun. Man erinnere sich nur der anfänglichen Leiden der Leuchtgasfabriken aus Steinkohlen, die mit dem stinkenden, alles verunreinigenden, die Nachbarschaft belästigenden Theer nichts anzufangen wußte und bei großem Zeit- und Geldverlust für dessen Fortschaffung bedacht sein mußte. Wie hat sich: das aber geändert! Tie Zaubermeisterin Chemie, die uns aus unscheinbarsten Stoffen wertvollste Präparate herzustellen, Stinkstoffe in Tuftstoffe, mißfarbige Stoffe in prächtige Farbstoffe, harmlose Substanzen in wirksamste Explosivstoffe umzuwandeln gelehrt hat, hat uns auch] auf den hohen Wert bisher mißachteter, lästiger Abfallstoffe aufmerksam gemacht und den Weg gezeigt, wie aus all dem, was bis heute als Kehricht, Lumpen, Schlacken mit großen Auslagen beiseite geschafft wurde, wertvolle Nährwerte zu gewinnen seien. Ta ist einmal die Trebertrocknung, die Verwertung der Abfälle der Brauereien, Brennereien, Keltereien. Wer die im Klein- oder Großbetriebe erfolgende Gewinnung von Bier, Branntwein, Wein, Spiritus verfolgt, muß sich, ohne Fachmann zu sein, sagen, daß bei diesen Verfahren unmöglich! der ganze Nährwert der Maische, alle ihre Extraktionsstoffe in die Flüssigkeit übergegangen sein fönnen.. Diese Ueberzeugung von dem hohen Gehalte des Maischrückstandes an Nährwerten hat ja auch dazu geführt, daß Brauereien, Spiritusfabriken, Zuckerfabriken zugleich Mastanstalten wurden, um diese Nährwerte sofort bei der Viehfütterung auszunützen. Wo sich] aber trotz solcher Ausnützung die Treber- vorräte anhäufen oder solche Verwendung als Viehfutter an Ort und Stelle nicht möglich ist, bleibt wegen der raschen Zersetzung der Treber nur die Verwendung als Dünger übrig. Dieser ungenügenden Ausnützung des Trebernährwertes hat Ottos Trockenapparat, der heute wert verbreitet ist und auch! zum Trocknen von Tünger, Torffasern, nasser Feldfrucht Verwendung finbet, ein Ende bereuet. Wurde man die Maischerückstände mechanisch durch Pressen _ des Wassers entäußern wollen, so kämen da ja auch 9cäl)r|toffe in Wegfall. So aber werden bie nassen Treber in der Trockenmaschine fortwährend in eine eiferne, mit Dampf qeheizte Mulde geschaufelt, hier durch einen Ruhrapparat mechanisch durcheinander geworfen, so daß immer neue Partien an die Oberfläche kommen und der heiße, trockene Luftstrom immer neue Partien der Feuchtigkeit fortfuhrt. Im Verlaufe dieser Vortrocknung gleitet die Trockentreber in der Rührschnecke in einen tieferen, zweiten Trocken- zylinder. Hier sind die hohlen Zylinderwände ebenfalls, aber noch stärker erhitzt: außerdem strömen heiße Tämpfe durch ein System von Röhren, die den Zylinder durchziehen. So verlassen die ohnehin schon fast trockenen Treber, die eine Ähaufelvorrichtung über diese Trockenröhren ausstreut, in vollkommen trockenem Zustande und können nun nicht nur bis zu ihrer Verwendung beliebig lange eingelagert werden, sondern auch versendet werden, was sich, da sie einerseits leichter, andererseits relativ nährhaltiger- qeworden sind, um so besser rentiert. Schluß, folgt. der koreanischen Regierung und bat, ihm Verhaltungs- 22 438, 10 357, 12 327, 17 570, 21 264, 10 729, 13 949, 18 183, 22 967, 10 791, 14 093, 18 605, 24 123, maßregeln zu erteilen. — Aus Söul wird berichtet: Auf der Insel Quelpart and im Verlauf von 10 Tagen ein bewaffneter Zusammen- toß katholischer Missionare und deren Schüler mit der Bewohnerschaft statt. Dabei wurden getötet 300 katho ische Schüler und 15 andere Bewohner, der Gouverneur bezichtigte die katholischen Schüler der Schuld. Ein französisches Kriegsschiff ging sofort an den Ort der Katastrophe ab. 24 238, 25 228, 30 564, 30 639, 32 526, 33 024, 35 022, 36 225, 37 230, 37 356, 38 528, 38 864, 39 461, 39 890, 39 923, 40 442, 41 570, 43 348. (Ohne Gewähr.) ** Unser Regiment wird vom 30. Juli bis 25. September unsere Stadt verlassen. Den ersten Teil dieser Zeit wird es auf dem Uebungsplatz zu Griesheim zu Schießübungen verweilen; während der anderen Hälfte wird es an den in Rheinhessen und dem Odenwald staltfindenden Manöver« teilnehmen. k- Uebungsm'arsche. Die einzelnen Kompagnieen des hiesigen Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm- unternehmen gegenwärtig größere Uebungsmärfche als Vorbereitung für die Manöver. So machte das ganze Regiment heute morgen dnen Uebungsmarsch nach den Heuchelheimer Wiesen, von dem es gegen 11 Uhr zurückkchrte. ** Eine aufregende Szene trug sich vorgestern abend auf der Bahnhofstraße zwischen jungen Leuten zu. Der Angestellte einer hiesigen Firma wurde, wie uns mitgeteilt wird, ohne jede Veranlassung mit Stockschlägen über Kopf, Arme und Hände traktiert, sodaß er gestern arbeitsunfähig war. Er hat die Angelegenheit zur Anzeige gebracht, nachdem er durch Schutzleute die Personalien der Angreifer hatte fest- stellen lassen. Pfarrer Rady. In Aschaffenburg ist jüngst der katholische Pfarrer Jobann Baptist Rady gestorben, der lange Jahre hier in Gießen gewirkt hat. Namentlich in der Zeit les Kulturkampfes und der altkatholischen Bewegung ist er hervorgetreten. Vorzüglich durch ihn wurde die Niederlassung der Barmherzigen Schwestern veranlaßt. Ihm vor allem ist es zuzuschreiben, daß diese bald daraus ein eigenes Heim beziehen konnten. Auch die Gründung der „Hasso-Rhe» nania" ist zum Teil sein Werk. Seine Gemeindeglieder schätzten ihn als treuen Seelsorger und Berater und rühmten ihm nach, daß jeder, der trostsuchend zu ihm kam, aufgerichtet ihn verließ. Körperliche Leiden zwangen ihn, bei seinen Vorgesetzten um eine ruhigere Stellung nachzusuchen. Er erhielt diese in Ockstadt. Diejenigen Glieder unserer katholischen Gemeinde, die ihn noch kannten und ihm näher standen, werden ihm gewiß ein treues Andenken bewahren. Offenbach, 9. Juli. Zu dem Mittelrhetnischen JubiläumS-Kreisturnfeft haben sich bereits 5500 Turner gemeldet, sodaß, einschließlich der hiesigen Turner, eine Beteiligung von über 7000 Turnern im Festzug zu erwarten steht. Rechnet man nun die große Anzahl der gemeldeten hiesigen Vereine, die teilweise prächtige Festwagen stellen, hinzu, so wird sich am nächsten Sonntag ein Festzug durch die Straßen bewegen, wie er noch niemals zuvor hier gesehen worden ist. fc. Worms, 9. Juli. Ein hiesiger Privatier machte in der verflossenen Nacht auf offener Straße am Liebfrauenweg einen Selbstmordversuch, indem er sich mittels Revolvers mehrere Kugeln in den Kopf schoß und sich außerdem mit einem Messer eine Schnittwunde am Arm beibrachte. Er wurde lebensgefährlich verletzt in das städtische Krankenhaus gebracht. ** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In Hungen weilt seit einigen Tagen Prinz Friedrich zu Solms-Braunfels, sowie die Prinzessin-Wittwe nebst Kindern. — In Dorheim verunglückte auf der Melbacher Chaussee die Ehefrau des Schreinermeisters Eißner. Sie wollte von ihrem im Fahren befindlichen, mit Braunkohlen ieladenen Wagen absteigen, wobei fie unter die Räder fiel, ne ihr über den Leib gingen; fie starb an den erlittenen chweren inneren Verletzungen. — Die Stadtverordnetenver- ammlung in Alzey hat beschlossen, das seit zwei Jahren restandene Gewerbegericht wieder aufzuheben (!). Wie Oer* autet, soll das Stadtverordnetenkollegium zu diesem Be- chlusse deshalb gekommen sein, weil sich niemand gefunden jabe, das Amt eines Vorsitzenden des Gewerbegerichts zu übernehmen. Aus Stadt und Land. Nachrichten von allgemeinem Jntereffe sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. *• Hessische Laudeslotterie. In der heutigen Ziehung fiel 1 Gewinn L 50 000 Mk. auf Nr. 22 640. — 2 ä 10 000 Mk. auf Nr. 23 571, 36 313. — 2 ä. 5000 Mk. auf Nr. 2838, 37 419. — 14 ä 3000 Mk. auf Nr. 20 765, 22 199, 25 848. 26102, 26 317, 27 236, 27 545, 28 539, 31 596, 31 729, 37 350, 39 765, 41 917, 42 539. — 15 ä 2000 Mk. auf Nr. 1481, 1965, 4365, 6190, 8789, 13 052, 13 078, 17 071, 23 023, 24 015, 24 576, 24 942, 36 332, 38 398, 44 901. Vermischtes. * Dortmund, 9. Juli. Hier herrscht große Aufregung über Wechselfälschungen, die der verstorbene Fabrikant Wilde begangen haben soll. Um die Ursache >eS Todes Wildes sestzustellen, hat die Staatsanwaltschaft )ie Ausgrabung der Leiche angeordnet. Der Totenschein lautete auf Herzlähmung und man vermutet, daß Wilde sich vergiftet habe. * Aschaffenburg, 8. Juli. Einige junge Leute der riesigen höheren Lehranstalt, vergnügten sich im Garten mit Schießen nach der Scheibe. Dabei flog eine Kugel etwa 120 Meter quer über die Straße und traf die in ihrem Garten beschäftigte Ehefrau des Fuhrmanns Alois Scheidter ms Bein. Die Wunde wurde, da Blutvergiftung htn- zutrat, so schlimm, daß eine Operation nicht mehr helfen konnte und die Frau der Verletzung erlegen ist. Der Staatsanwalt hat gegen die Thäter Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. * Straßburg, 9. Juli. In Mutzig wurde vor der Wohnung des Bataillonskommandeurs Roeder ein posten- stehender Soldat vom 3. Bataillon des Infanterieregiments Nr. 143 von einem Zivilisten angeschossen und durch den Schuß lebensgefährlich verletzt. Ein der That verdächtiger Italiener wurde verhaftet. * Unglücksfälle in den Bergen. Der Laibacher Magistratssekretär Dr. Jan v. Klekalpe ist bei Veldes (Kram) ab gestürzt und tot geblieben. — Beim Besteigen der Jungfrau ist ein Tourist und der Führer Imhof durch eine Lawine getötet, der Führer Zgraggen schwer verwundet worden. Zur Rettung des letzteren ist eine Hilsskarawave abgegangen. Der getötete Tourist ist der Seidenfabrikant Hans Naef-Escher aus Zürich. cn ul ^ew-Iork, 9. Juli. Der Sohn des amerikanischen Botschafters m Berlin, Frederick White, hat sich daneben genommen. Als Grund der That wird ein Nervenleiden bezeichnet. _ *''^berpostdirektion Schanghai". Die deutschen Postanstalten in China sind bisher dem Direktor des deutschen Postamts in Schanghai, des größten der deutsch-chinesischen Postanstalten, unterstellt, der seinerseits unmittelbar vom Reichspostamt reffortiert. Der Umfang des deutsch-chinesischen Postwesens ist neuerdings so gewachsen, daß der Beamte die gleichzeitige Aufsicht über die anderen Anstalten in China — 30 ä 1000 Mk. auf Nr. 958, 1761, 3235, 5317, 7933, 8357, 9106, 10 052, 13 182, 18 399, 21615, 22 438, 22 579, 23 844, 24 826, 24 890, 26 202, 27 046, 30 626 32 461, 32 603, 33 104, 35 910, 36 660, 37 164, 37 631,' 38 483, 39 546, 39 757, 40 915. — 56 L 500 Mk. auf Nr. 287, 700, 1786, 1841, 2394, 3097, 3987, 4258, 5536, 6873, 7180, 7623, 8120, 8156 ----- ---- 11 195, 11 326, 11 588, 11 737* 14 624, 16 041, 16 189, 16 204 19 955, 20 437, 20 739, 21 151 den bald inerten, was Freiheit heißt, wenn sie 'unter die Vormundschaft der Sozialdemokratie kämen" - Tas Stockersche „Volk", das vor ungefähr zwei Zähren von Berlin nach Siegen verlegt worden ist hat auch dort feinen günstigen Boden gesunden. Tas abge- Wne Gcschastsiahr hat mit einem Zuschuß von 7418,04 Mark abMchlossen. Werter ist nach dem „Sieg. Volks- blatt der Bilanz zu entnehmen, daß die Zahl der , Volks". “U? £1 Dez. 1900 auf 95 herabgesunken ist; diese haben 36 000 Mark zugesetzt. > 8 toar her Speisewagen geschlossen. Es wurde beauftragt, die Montierungen der für derartige Schenk- cmigr wurm . hineingelassen, außer einer ungcit eingerichteten Abteilung des Kriegsministenums em- Fernand in s-.-'^en Gesellschaft, die nie- zuverleibeu. , n v e r s i n d e rn SPe i s ew a g e n d u l d e t e. Als - Prinz Paribatra von Siam, Fähnr. E -nand ders ^ubten die deutschen Besucher Königin Augusta Garde-Gren. Regt. Nr. 4 wurde zum fit J nunmehr auch auf die Benutzung des Speife- befördert. Hoyer v. Roten heim Gen. Major und drefesi Zug dürfen. Allein weit gefehlt! ^er Kommandeur der 10. .^eldart. Brig. wurde unter Verleihung wagen wiederum von Engländern besetzt und Nie- des Charakters als Gen. Lt., zum Kommandanten von ^agen u oe w Thür wurde verschlossen. Erst Posen ernannt. Zu Gen. Lts. befördert wurden die Gen. m n y i Speise wag en gesellschaft für angemessen, Majore v. Fallsis, beauftragt mit der Führung der i - dein übrigen nicht englisch redenden Publikum die 29. Tiv., unter Ernennung zum Kommandeur derselben, aua> Sveisewagens zu öffnen. Indessen wurde die v. Heering en, Tirektor des Armee-Verwalt. Depar- Psvrre y , verweigert, und die übrigen tements im Kriegsministerium, Litzmanu, beauftragt « । mufitcn sich mit Speisen nach der Karte begnügen." mit der Führung der 39. Tiv., unter Ernennung zum o , p Behandlung deutscher Reisender auf deutschen Kommandeur derselben, v. Voigt, Kommandeur der 58. a Inf. Brig., unter Ernennung zum Kommandeur der 14. ■■ Tiv., Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, Chef des Jäger-Bats. Nr. 14 und a. l. s. des Leib-Garde- Hus. Regts. In Genehmigung ihrer Abschiedsgesuche mit Birminabam Poft" zufolge find Pension zur Tisp gestellt wurden v. Li vo nrus, Gen. Loudon, 9. Juli, CMCÖ! "ö- Lt. und Kommandant von Posen, v. Ramdohr, Gen. am Samstag«zwei Marineoffiziere von Paris °bgeretst, dre Major und Kommandeur der 40. Inf. Brig., v. I eß, der fravzöfischen Regierung über Englands und^Deutsch- Gen. Major und Kommandeur der 76. Inf. Brig., v. Wal- landS Position am persischen Golfe Bericht erstatten lenberg, Gen. Major und Kommandeur der 16. Kav. sollen. Die Regierung iu Paris ist anscheinend überzeugt Brig., J a eck e l, Oberst und Kommandeur des Inf. Regts. ^von, daß zwischen beiden Ländern irgend ein Abkommen Nr. 131 unter Verleihung des Charakters als Gen. Mafor, K $ auc ben persischen Golf besteht. Diese Neber- Tr. Rü g er, Oberstabs- und Regt^-Mzi des Hf. Regt.- ^uqung wurde bestärkt durch neuere Berichte des französischen mg«U?ft%eramnnt* 5r^armftofe tier her troJ Wten in T°h°rau und d-S ftanzöfischen Konsuls in rigen Mörchinger Affaire. D. Red.) Guschire. . — Gegenüber den absprechenden Urteilen einiger Zeit-I — Etne Meldung der „Times auS Gerloguby in ungen, über die neuen Lehrpläne für die höheren Ogaden besagt: Die Abeffynier vermochten den Aufenthalt Schulen hebt die „Nordd. Mg. Ztg." hervor, daß es! deS Mullah nicht ausfindig zu machen. Sie griffen auf sich jetzt keineswegs uni eine vollständige Umgestaltung sh^em Zuge RaS Ibrahim, seinen mächtigen, dem Mullah er des Bestehenden handelt nie beabsichtigt war, und auch ^nen Stamm an, verfolgten ihn drei Tage und töteten gegenüber den Ergebm en der vorfahngen Junikonferenz Mann Die Abesivnier roaen kick infolge deS manael nicht beabsichtigt sein konnte. Was insbesondere die neuen I £ Angriffe gegen die Lehrpläne für den Religionsunterrickst Verpflegungsdienstes zurück, wobei fie ihre Lasttiere anlange, so seien diese Pläne, die anläßlichi der vor zehn schlachteten. Jahren durchgeführten Schulreform seinerzeit im Einver- Bruffel, 9. Juli. Der Bericht der Kammerkommission nehmen mit den geistlichen Behörden bei den KonfessionenIzur Prüfung deS Gesetzentwurfes betr. die dem Kongofestgestellt und 1892 veröffentlicht wurden, in die neuen ftaate von Belgien gemachten Vorschüffe, ist nunmehr ver- Lehrpläne unverändert übernommen worden. Nur bezüg- öffentlicht und darin die Annahme des einzigen Artikels deS lich, des evangelischen Religionsunterrichts habe eine wesent- Entwurfs in der Gestalt, wie er von der Regierung abge- liche 6^zuug ftattgefunden. _ , ändert wurde, und zwar in folgender Fassung vorgeschlagen: bank in den Beunruhigungen infolge der Vorgänge im felgten öft^tet, da eS an dem Recht des Kom^ als sächsischen Bankwesen keinen Anlaß sieht, die Dis- Souveram sesthalten will, darauf, den Unabhängigen Kongo- ko ntsch raube anzuziehen. Allerdings wuchsen die ftaat zu annektieren; eS verzichtet ferner für die gegenwärtige Ansprüche, da die Reichsbank teils die Kreditgewährung Zeit auf die Rückzahlung der dem genannten Staate ge- bereitwillig steigerte, teils rechtzeitig Nachricht gewährte, liehenen Summen, gemäß dem Ueberkommen vom 3. Juli Mit dem Nachlassen der Aufregung ist indessen bereits eine 1890, sowie auf Zahlung von Zinsen genannter Summen. Abnahme^ der Anforderungen bemerkbar. Die finanziellen Verpflichtungen, die der Unabhängige Kongodem staat auf Grund des Uebereinkommens eingegangen ist, würden die b^unschweigischen Lehrer mit d^r Aufforderung, bk tviebcr m Kraft tr-t-n in dem Falle und von dem Augen- „drückenden Fesseln abzuwerfen und Sozialdemokraten zu blicke an, wo Belgien auf das Recht der Annexion des Kongowerden". Folgende Sätze verdienen wiedergegeben w fta^teß verzichtet. werden: Paris, u9. Juli. Die Einnahmen aus den indirekten „Ter Lehrer ist Manns genug, um frei von der Steuern ergaben für den Monat Juni gegenüber dem Vor- Vormundschaft der Geistlichkeit zu schalten und zu anschlag eineu Ausfall von 14 592 200 Francs und gegen walten. Tie Geistlichkeit mag wohl etwas von den Kirchen- über ben Einnahmen im Juni 1900 einen Minderbetrag von religionen und ihren Gebräuchen verstehen. Bon ber 197 345 onn otrnytr« Geistesbildung des Kindes versteht sie gerade so viel Bukowianer Landtage bexeiebnete oder vielmehr so wenig, wie jeder andere Laie Nicht Wien, Jöutowtanet x.anotage üe^‘?nctc der Geistlichkeit fopimt es zu, die Aussicht über die Seljrer bet ^»d°-präsident Baroo Bourgiguon dte Angriffe des jung, zu führen, sondern umgekehrt. Der Lehrer hat den rumänischen Abg. Flandor als „pathologisch", woraus dieser Religion unterrichtenden Geistlichen zu beaufsichtigen. Das lhm seine Zeugen sandte. ist das natürliche Verhältnis. Widersinnig ist es ja Petersburg, 8. Juli. Ein Wladiwostoker Privattelegramm auch! schon, daß Staatsbeamte, wie es die Lehrer sind, meldet, daß auf der einige Meilen von Chemulpo gelegenen am Gängelbande von Angestellten von Privatvereinig- Insel Kanhua die Japaner topographische Ausnahmen seinO"chm O^?^!Äs^ Bewußt- machen. Sie haben dort eine Menge ihrer Fahnen ausgestellt, breiten mun nächste Ans E 748,1 748,4 748,3 + 19,4 + 18,4 + 25,7 RZ w 29.2° 11.60 Heller Himmel Sonnenschein Sonnenschein Höchste Temperatur am 8.-9. Niedrigste _______„ L *e 'S 1 ** Aktienbank. Dort hatte eine Minderheit im Aufstchtsrrt eine besondere Abschätzung vornehmen lasim. Und daS Resultat? Die Pjandobjekte ! ewertet die Kommission mit 111 250000 Mk., während dte Banktaxe 182 105 874 Mk. beträgt. — Das ist ein Unterschied von mehr alfl 70 000 000 Mk. — Und die Taxen sind hier und dort natürlich nur von berufenen gerichtlichen Sachverständigen vernicht worden. Wie 'ange, fragt dte bodenreformerische „Deutsche Votkssttmme" mit Recht, wird man den Hypothekenbanken noch beö Recht lassen, Sp.-kalattonS- errains als Grundlage zur Ausgabe von Pfandbriefen zu ver« wenden? — Die Krisen im Bank- und Hypothekengeschäfte, sowie in der Industrie gaben demjenigen, der es versteht, die trüben Erfahrungen der Geschädigten für sich nutzbar zu machen, einen nicht mißzudeutenden Fingerzeig durch den Hinweis, nicht alle Ersparnisse in Wertpapieren anzulegen. Eine unbedingt sichere Zukunft für sich selbst und die ©einigen bietet Reichen und Minderbemittelten bei geringfügigen Aufwendungen der Abschluß einer Kapital-Versicherung auf den Erlebens- und Todesfall (von Mk. 300 aufwärts) ohne ärztliche Untersuchung und mit Beitragsfreiheit im Falle der Invalidität , Erwerbsunfähigkeit) Jede ge- iunde männliche oder weibliche Person ist aufnahmefähig. Die „Vita Versicherungs-Aktien-Gesellschaft, hat in ihren neuen Tarifen F. und G. diese Versicherungs-Kombination neben den Tabellen der regulären Lebens- Versicherung mit Untersuchung neu cingeführt. Interessenten stehen Prospekte und Antragsformulare gratis und franko durch Vermittelung der Direktion der „Vita" in Mannheim, sowie deren Vertreter auf Wunsch rur Verfügung. 12,9 10,9 10,3 Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. fc. Waffel, 9. Juli. Die gerichtliche Untersuchung imKonkurS der Trebertrocknung ergab fortgesetzte Bilanzfälsch- ungen. Es ist erwiesen, daß der Vorsitzende des Auffichtsrats gewußt hat, daß die iu der Bilanz aufgeführten Gewinne nicht erzielt wurden, sondern von der Leipziger Bank entnommen sind. — Her: Schulze-Dellwig, Mitglied des Aufsichtsrats der Trebertrocknung wird vermißt. — Die Bier - Syphon - Aktiengesellschaft, eine Schmtdt- Sumpf'sche Gründung, tritt in Liquidation, die Herkulesbrauerei nicht. — Das Taxieren unbebauten TerrainS erfährt eine grelle Beleuchtung durch die Erfahrungen bei der Pommerschen Hypotheken- 77 69 43 C. c. S-f 9. 10. 10. Still NE. NE. Meteorologische Beövachmngen der' 91/i Vo Komo’s . . . 8% do ... 8«/2C/ Hessen - . 5 % Italien. Bento . . 4 o/o G-riech. Monop.-Ani. 8 o/o Portugiesen . . 8 O/q Mexikaner , . . 4i/t c/c Ch nesen . , . Gerichtssaal. D. Gießen, 9. Juli. (Strafkammer.) Der vielfach vorbestrafte Kellner Josef Gryps von Kosten ist beschuldigt, in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli oder um diese Zeit der Fabrikarbeiterin Marie Ruh l in Gießen eine Brosche in der Absicht rechtswidriger Zueignung weggenommen zu haben. Der sehr redegewandte Angeklagte leugnet die ihm zur Last gelegte Strafthat; die Beweisaufnahme ergiebt aber den überzeugenden Beweis seiner Schuld. Er wird wegen Diebstahls in eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und in die Kosten des Verfahrens verurteilt; außerdem werden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt und wird Polizeiaufsicht gegen ihn angeordnet. Ein Vertagungsantrag des Angeklagten wird, wegen Unerheblichkeit abgelehnt. — Wegen Verbrechens gegen § 175 Str.-G.-B. wird der Taglöhner Wilhelm Schmidt von Gießen in eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden dem Angeklagten auf die Tauer von 3 Jahren aberkannt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. — In der am 2. Juli ausgesetzten Strafsache gegen den Heinrich Wißner in Dannenrod wegen Forstfrevels wird heute das Urteil dahin verkündet, daß die eingelegte Berufung kostenfällig zu verwerfen sei. — Der Former Ludwig Frank V. in Lollar hatte gegen ein Urteil des Schöffengerichts Gießen vom 24. Mai, das ihn wegen grober Beleidigung des Schaffners Paul Lesmeritz in Kassel, begangen während der Ausübung seines Dienstes, in eine Gefängnisstrafe von vier Wochen verurteilt hatte, Berufung eingelegt, um eine Herabsetzung des Strafmaßes herbeizuführen. Tie Staatsanwaltschaft, die gleichfalls das Urteil erster Instanz angefochten hatte, beantragte unter Verwerfung der Berufung den Angeklagten in eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten und in die Kosten der zweiten Instanz zu verurteilen. Tas Gericht verwirft kostenfällig die Berufung des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft. — Seine Freisprechung erzielt der Landwirt Jakob Plauz III. in Unter- Wegfurth, der wegen Uebertretung der Radfahrer-Verordnung — er war ohne Nummerplatte getroffen worden — durch Entscheidung des Schöffengerichts Alsfeld in eine Geldstrafe von 6 Mark verurteilt w irden war. Tie Freispechung erfolgt auf Grund der Erwägung, daß als sehr wahrscheinlich gelten müsse, daß der Angeklagte an demselben Tage, an dem Anzeige erfolgte, die betreffende Nummerplatte verloren habe und ein Ersatz nicht mehr möglich gewesen sei. Tie Staatsanwaltschaft hatte selbst Freisprechung beantragt. — Gegen den gleichen Angeklagten wird darauf wegen Bestechung verhandelt. Es wird ihm nämlich zur Last gelegt, am 14. Dezember 1900 zu Eifa dem Wachtmeister Konradi in Alsfeld ein Geschenk oder einen anderen Vorteil angeboten zu haben, um ihn zu einer Handlung, die eine^ Verletzung der Amts- und Dienstpflicht enthielt, nämlich zur Unterlassung der oben angeführten Strafanzeige, zu veranlassen. Tas Gericht nimmt den der Anklage zu Grunde gelegten Thätbestand als gegeben an und verurteilt den Angeklagten unter Zubilligung mildernder Umstande in eine Geldstrafe von 15 Mark oder im Uneinbringlichkeitsfalle zu 3 Tagen Gefängnis sowie in die Kosten des Verfahrens. nicht mehr wohl durchführen kann. Die Dienstaufsicht über die im letzten Jahre sehr vermehrten Postanstallrn' «fo^ert unter anderem häufige und nach den VerkehrSverhaltmssen des Landes äußerst zeitraubende Reisen, während deren der Postdirektor in Schanghai seinem eigentlichen Amte entzogen wird. Die weite Entfernung von der Zentralbehörde macht ferner häufig eine selbständige und schnelle Entscheidung not wendig Um diesen «e,hältnissen Rechnung zu tragen oll eine gemeinsame Obttbehörde für d.e deutschen Postanstalten und deren Verbindungen in Ama geschafien werden die eine Art von deutsch-chinesischer Oberpoftd.rekt.on bilden wird. Sitz der neuen Behörde, wie wir sie m dieser Art im deutschen Pastwesen der Auslandes noch mcht haben, ^ird Schanghai sein, der Mittelpunkt des europasichen Wandels in China. Mit der neuen Ausgabe hat der Staats- uttetär des Reichspostamts den Postrat Puche betraut. * Ueberschwemmung in China. Dem Standard wird aus Schanghai telegraphiert, daß in der Provinz Kiangsi durch große Ueberschwemmungen gegen 4000 Per- sonen ums Leben gekommen seien. — Tie Elisabeths geb. L i st m a n n, Ehefrau des Johannes Krug in Ober-Sorg ist beschuldigt, am 14. November 1900 oder um diese Zeit zu Alsseld dem Fußgendarm Gun k e l daselbst einen Beamten, ein Geschenk angeboten zu haben, um ihn zur Unterlassung einer Strafanzeige gegen sie wegen Diebstahls zu veranlassen. Es sei bemerkt, daß die Strafanzeige dennoch erfolgte und die Angeklagte in eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen wegen Tiebstahls verurteilt wurde — Ter Wilhelm Listmann in Blitzenrod, Bruder der Krug Ehefrau, ist angeklagt, im April zu Großen es unternommen zu haben, die Philipp Lepper Ehefrau zur Begehung des Verbrechens des Meineids in der oben angeführten Strafsache zu verleiten. ^geklagte Krug will in einer das klare Bewußtsein auvschließenden psychr- chen Erregung gehandelt haben; der Angeklagte Lisimami eugnet die ihm zur Last gelegte Strafthat. Tre erfolgte Zeugenvernehmung entrollt ein klares Bild von der schuld beider Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft beantragt, siegen die Angeklagte Krug auf eine Gefängnissrrafe von zwei Monaten gegen den Angeklagten Listmann auf eine Zuchthaus- strafe' von einem Jahre zu erkennen und dem letzteren auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 2 Zähren abzusprechen. Ter Verteidiger des Angeklagten wendet sich in längerer Rede gegen die Ausführungen der Staatsanwaltschaft. Die Angekl. Krug wird in eine Gefängnisstrafe von 2 Wochen, der Angekl. Listmann in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr, unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft, verurteilt. Ten Angeklagten werden die Kosten des Verfahrens zur Last gelegt. - ^r ^ohauneS Weiß in Altenstadt, im Jahre 187« geboren, steht unter der Anklage vor der Kammer, am Abend des 2o. Mai 1901 zu Altenstadt in der Wirtschaft der Heinrich Eckel Wwe. vorsätzlich den Maurer Heinrich Wolf von da mittelst emes Messers in erheblicher Weise körperlich verletzt zu haben. Der Angeklagte ist zum Teile geständig, schützt aber Trunkenheit vor. Tie Staatsanwaltschaft beantragt gegen ihn eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und Erlaß eines Haftbefehls wegen Fluchtverdacht in Anbetracht der zu erwartenden hohen Strafe. Das Gericht erkennt auf eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten. Der Erlaß eines Haftbefehls wird abgelehnt. Theater, Kunst und Wissenschaft. S. Von der Künstlerkolonie schreibt man uns aus Darmstadt vom 9. d. M.: Wolzogens buntes Theater, das heute im Spielhause der Künstler-Kolonie fernen Einzug hielt, erzielte bei ausverkauftem Hause einen guten Erfolg. Es war fast nur kunstverständiges Publikum erschienen, das den meisten Vorträgen vollen Beifall zollte. Einzelne Darsteller boten Meisterstückchen der Vortragskunst Ter Streit über den künstlerischen und ethischen „Wert der Sächelchen wird wohl so rasch nicht ausgefochten werden Thatsache ist, daß Wolzogens Ueberbrettel keinen ungünstigen Eindruck hinterließ. Wolzogen, der improvisierte, auf Geige und Klavier begleitet, und die Regie führte zuerst sich auch bei uns als „Universal-Genie" ein. Am Mittwoch wird der Großherzog einer Vorstellung bei- to°f)1S?aK DchummS Schauspiel ^Persephone" wurde m Bielefeld mit glänzender Inszenierung und Darstellung und durchfcvlagendem Erfolg aufaesührt. Die Demeterrolle erlangte durch Ottilie Osten ergreifende Wirkung. Darsteller und Verfasser wurden wiederholt gerufen. Die Dichtung Schümms, der Redakteur des „Vieles. Gen.-Anz." ist, ist in Versen von zarter Anmut geschrieben. Im Vordergründe der Handlung steht eigentlich Demeter, die in chrem Kampfe mit Zeus obsiegt. Der größte Vorzug der Dichtung ist die epigrammatische Zuspitzung der Sprache. Das Buch erschien in Albr. Schümms Verlag in Naumburg. In Weimar ist am 9. Juli der vortreffliche Maler v. Gleichen- Rußwurm, ein Enkel Friedrich Schillers, gestorben. Frhr. Heinrich Ludwig v. Gleichen-Rußwurm war am 25. Oktober 1836 zu Greifenstein in Bayern geboren und lebte seit etwa drei Jahrzehnten als Landschaftsmaler in Weimar. Neueste Meldungen. W. Darmstadt, 10. Juli. (Tel.-Meld, des ,,GieA Auz.") - Zu Ehren hes kommandierenden Generals v. B ü l o w> der die 28. badische Feld-Artillerie-Brigade auf dem Truppenübungsplätze besichtigt hatte, fand, wie die „TarmsL. Ztg." meldet, im Residenzschilosse Militär-Tafel statt, an der der Großherzog teilnahm. Qdde, 9. Juli. Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord, traf um liy2 Uhr hier ein. Görlitz, 10. Juli. In Rauscha wurden ein Zugführer und ein Bremser eines Güterzuges von einem Schnellzuge erfaßt und schwer verletzt. Der Zugführer ist am Sonntag gestorben. Madrid, 10. Juli. Nach einer Depesche des Präfekten von Sevilla kam es gestern vormittag zwischen Aus ständig en und Arbeitswilligen zu einem Zusammenstoß, wobei eine Person getötet wurde. Loudon, 10: Juli. In der mit dem 6. Juli endenden Woche find in Hongkong 47 Fälle von Erkrankungen an Beulenpest und 46 Todesfälle vorgekommen. Krieskasten der Redaktion. R. in B. Die „Mathildenstiftung" macht sich zur Aufgabe, Arme und Hilfsbedürftige sowie insbesondere dte Kleinktndeischulrn zu 'mteiftük-n. _____ Temperatur der Lahn und der Lust. 10. Juli. Nach Rraumur gemessen mittag» zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 19°, Luft 22«. . 100 75 Kreditaktien . . . . . 198.20 . 90 20 Dißkonto-Koxnmandit . . 173 40 . 100,35 Darmstädter Bank , . 125.00 . 90.30 Dresdener Bank . . . . 128.90 . 97.25 Berliner Handelsgoc. . . 132.00 . 97.10 Oesterr. ßtaatsbahü . . 135.40 43.50 Gotthardbahn . . . . 151.00 . 25.80 Laurahütte . . . . . 181.00 . 26.40 Bochum , . . . . 163 90 . 81 90 Harpen er . . . 150 75 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe S. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Glaser, 1 Schreiner, 1 Schlosser, 2 Hausburschen, 1 Hausdiener, 1 Taglöhner, 1 Putzfrau, 1 Waschfrau, 1 Schreibgehilfe. Nachfrage der Arbeitgeberr 1 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Fuhr, knecht, 1 Hausbursche, mehrere Krankenwärter. Lehrlinge: 2 Buchbinder, 1 Glaser, 2 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Schneider.__________________ Bekanntmachung. Samstag den 20. Juli er., nachmittags -3 Uhr, sollen vor Großh. Ortsgericht Gießen drei der Stadt Gießen gehörige Bauplätze au dem Wetzlarerweg einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Die Bauplätze haben ca. 23 Meter Front und rund 35 bis 37 Meter Tiefe. Lageplan und Bedingungen find auf unserem Sekretariat, Zimmer Nr. 15, einzusehen. Gießen, am 6. Juli 1901. 4779 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______Mecum._______________ DersteMNUg non Weu-MMeuhch. Wegen Säumigkeit des ersten Steigerers in der Bürgschaftsleistung bezw. Zahlung sollen Samstag den 20. Juli, vormittags 11 Uhr, auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 15, 61 Stimmt Wn-Weüenholz mit 34,96 Meter aus den Waldungen der Stadt Gießen, Distrikt Schall, Oberhag und Zollftockswäldchen, anderweit versteigert werden. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Forstwarte Geisel-Gießen, Arft-Hochwarte oder Ä. Brück-Rödgen. Gießen, den 9. Juli 1901. 4850 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In das hiesige Handelsregister, Abteilung B, wurde heute eingetragen: Tie Firma „Wetzlarer optische Werke, M. Hensoldt & Söhne, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen." Sitz: Gießen. Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des seither unter der Firma M. Hensoldt & Söhne, optische Werkstätte in Wetzlar geführten Geschäftes, die Fabrikation und der Handel mit optischen Gläsern und Instrumenten. Höhe des Stammkapitals: 268 600 Mark. Abschluß des Gesellschaftsvertrags: 15. September 1900. Geschäftsführer: 1) Waldemar Hensoldt, Fabrikant; 2) Carl Hensoldt, Fabrikant; 3) Moritz Ohlenburger, Kaufmann, sämtlich! zu Wetzlar wohnhaft. Zur Zeich-nung der Firma genügt die Unterschrift von zwei Geschäftsführern. Tie Herrn Waldemar Hensoldt und Carl .Hensoldt leisten ihre Stammeinlagen mit je 85 300 Mk. nicht in bar, sondern durch Einbringung der sämtlichen Immobilien, Maschinen, Werkzeuge, Fabrikationseinrichtungen, fertigen Waren, Utensilien, Ausstände und Kassebestände, welche der Firma M. Hensoldt & Söhne eigentümlich gehören. Tie Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch den Reichsanzeiger, Gießener Anzeiger und Wetzlarer An- $ $ Gießen, am 5. Juli 1901. 4831 Großherzogliches Amtsgericht.______________ Iu 15 Minuten besohlt die Elfte Sihstkll- Deschlltttstalt besohlt schnell besohlt gut besohlt billig. MMenMe 20 und 4206 MWO 5. Johannes Hecker« y M/! Bit’ Verdingung. Die nachstehenden Unterhaltungs-Arbeiten an städtischen Gebäuden sollen Ireitag den 19. Juli d. I., vormittags 11 Hlhr, öffentlich verdungen werden. a) Weißvinderarveit: Stadtmädchenschule, Schulhaus in der Neustadt, Höhere und erweiterte Mädchenschule, Realgymnasium und Realschule, Handwerkerschule, Polizetamt. d) SchreiuerarVeit: Realgymnasium und Realschule. c) Schlosseraröeit: Realgymnasium und Realschule. d) Maurerarbeit: Realgymnasium und Realschule. e) Zement- und Asphattaröeite»: Stadtknabenschule. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen bei uns auf Zimmer Nr. 6 während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießm, den 9. Juli 1901. 4845 Das Stadtbauamt: Schwankt. Einladung. Der Gießener Zweigverein der Gnstav»Avolf° Stiftung feiert nächsten Tountag beu 14« Juli sein Iahresfest in Kroßen-Linden. Der Gottesdienst beginnt um S llhr. Feftprediger ist Herr Pfarrer Schulte aus Beuern. .. , Zer Vorstand des Zweigvereins Hießen. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 Danksagung 4848 Giessen, den 9. Juli 1901. Danksagung Danksagung Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: sagen allen innigsten Dalik 4849 Ludwig Bersch Mannheim, den 10. Juli 1901. 4832 Anfang 8 Uhr. «egen Barzahlung. Eintritt 50 Pfg, 02658 Seipel, Gerichtsvollzieher. Krausse, Grossh. Musikdirektor. 4848 4834 «. Simon, Lollar. Wg-Wenr Rum Äsfl do. gem. Arrak u> sofort gesucht von 02659 1 Gießener Volksbad 3 LV Täglich geöffnet. 2981 VH’ und Stachelbeeren zu verkaufen. Markt 15. zu verkaufen. 02652 Chr. Haubach I. verantwortlich für den allgemeinen Teil: P Wink RühL kür den Anzeigenteil: Hans Beck. - Druck und Verlag der Brubl'schen Universitäts-Buch >- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. I verWMts ikrmu'huuwn Eilipfehjilngen Zu verkaufen Mietgel'nrM Offene Stkileu 1 1 2 2 Die tieftrauerude« Hinterbliebene«. Wieseck, den 10. Juli 1901. 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