Nr. 134 Erstes Blatt 151. Jahrgang Dienstag 11. Jnni 1901 die durch Heber diese sollen doch die Mimt Feldbrand. ferner im Reichs- Politische Wochenschau. D*qWm, •ffreMtion und sungen erledigt worden. Ter Regierung wird man >a..K Verdienst nicht absprechen können, daß sie jetzt ernst- Bdreffe für Depesch««, Anzeiger Sieben. Fkrnlprrchanschluß Nr. Ueberweisungen nicht „erheblick)^ übersteigen. Man will also Wohl irgend- einen Prozentsatz der Ueberweisungen festsetzen, über den hinaus Matrikularumlagen nicht zu leisten sind. Auf diese Weile würden ja die Einzelstaaten an den Reichsfinanzen und Damit an der Reichßpolitik „persönlich" interessiert bleiben und einen Einfluß auf sie behalten, also der Zweck, um derentwillen wir an der gegenwärtigen Einrichtung festhalten, würde gewahrt sein. Tie Berliner Polit. Nachr. meinen, erst wenn über die Abgrenzung ein Einverstänonis erzielt sei, werde zu prüfen sein, ob eine Vermehrung der Einnahmen des Reiches notwendig fei; es sei mindestens verfrüht, wenn jetzt schon in der Presse mit angeblichen neuen Steuerplänen gearbeitet werde. Ehe die ganze „Reform"frage überhaupt weiter „angeschnitten" wird, muß abgewartet werden, wie sich die Finanzen des Reiches entwickeln werden. Wegen der wirtschaftlichen Verhältnisse und wegen des neuen Zolltarifs ist die Finanzlage dev» Zukunft gegenwärtig unklar. In einem solchen Augenblick kann man derartige „Reformen" nicht ausführen. Aezllgrpretr DttrtdNM Mk. 2.20, monotl. 76 Wk nut Brmgtrlohu; durch ft Abholefttllen Diatelj** Mk. 1.90, menatl. 65 Mch B« P-stbrzug viertelstchch, Mk. 2.00 ohne BesteS^A Hilt tlnittqen PrnnittluM». ftefltn btl In- und ÜuSiauM nehmen vn-elgen für b*e S»ebener «njeij>rr tntgyw ZkUrnpret» lokal 11 Wch eu6»8rte SO Pfg. „Im Jahre 1886 diente bei Magdeburgischen Husaren- Regiment Nr. 10 bei Eskadrin 1 der Sekondeleutnant von Kroligk, 26 Jahre alt, Sohn des Generals v. Krosigk, ein Soldatenschinder, der mit wahrer Wollust seine Untergebenen quälte. Beim Voltigieren ließ er Pferdedünger auf den Bock werfen oder einen Eimer Wasser darauf stellen, damit die Springenden mit dem Gesicht darauf fielen. Er ließ Schwingen vfll Sand ans der Reitbahn holen und die Rekruten bei strenger Kälte am Brunnen damit abreiben. Mit Sandfetzen warf er in der Reitoahu nach seinen Leuten. Er machte die Sporen los und schlug sie den Leuten in die steifgefrorenen Kuiee. Einen gewissen Weisel hat er derartig thätlich mißhandelt, daß sich dieser in der Mannschaftsstube erhängte. Auf diesen Fall hiw ^erhielt v. Krosigk acht Wochen Festung, die er in Magdeburg verbüßte, kam dann nicht mehr zum Regiment zurück, sondern wurde versetzt." Endlich wird gemeldet, v. Krosigk sei zu zwei Jahren Festung verurteilt worden, weil er im Jähzorn seinen Burschen erschlagen hatte, den einzigen Sohn von Bauersleuten, die über den Verlust untröstlich waren. Nach?- dern der Rittmeister neun Monate seiner Strafe verbüßt hatte, sei er, unter Zurücksetzung in der Beförderung, begnadigt worden. 9hm veröffentlicht die amtliche „Berl. Korrefp." folgendes: In Nr. 131 des „Vorwärts", ausgegeben am 8. 6. 01, sind über den verstorbenen Rittmeister v. Krosigk Behauptungen aufgestellt, die der Wahrheit nicht entsprechen. Es ist nicht wahr, daß Rittmeister v. Krosigk einen Untergebenen erschlagen hat und deshalb zu zwei Jahren Festung verurteilt und nach Verbüßung von neun Monaten der Strafe begnadigt worden ist. Auch ist er weder im Avancement zurückgesetzt noch sind ihm die Strafbefugnisse entzogen worden. Zurückversetzung im Avancement und Entziehung der Strafbefugnisse sehen die militärischen Tienstvorschriften nicht vor, und Daher ist die Festsetzung derartiger Maßregeln als Strafe nicht möglich Rittmeister v. Krosigk ist allerdings wegen Mißhandlung bezw. vorschriftswidriger Behandlung Untergebener im Jahre 1882 und 1896 kriegsgerichtlich mit 14 Tagen Stubenarrest und mit vier Monaten Festungshaft beftraft worden. meister sich nicht schnell und gelenkig genug gebückt habe, um einen Bleistift, den der Rittmeister fallen gelassen hatte, aufzuheben. Herr v. Krosigk nahm den Bleistift, warf ihn weg und befahl dem Wachtmeister, ihn aufzuheben. Ties wiederholte er dreißigmal. Es ist fe tage vom Abg. Kuhnert behauptet worden. Kaiser Wilhelm im Kloster Heiligengrabe. Kaiser und die Kaiserin haben sich am Samstag nach dem Kloster Heiligengrabe in der Ostprieqnitz begeben. (Ste trafen dort kurz vor 12 Uhr mit Sonderzug ein, be- gleitet von dem Ober-Hofmarschall Grafen zu Eulenburg, dem Generalachutanten v. Plessen, dem Flugeiadjutanten A^.'kN v. Platen, dem Chef des Militärkabinetts Grafen Huljen-Haeseler, dem Chef des Zivilkabinetts Tr. v. Lu- . r vofbame v. Gersdorff, dem Kammerherrn Grafen v. Mulmen und Oberstabsarzt Tr. Jlberg. Auf dem Bahn- hofe war der Landrat Graf v. Bernstorff zum Empfange erschienen Eskortiert von einer Abteilung Ziethenhusaren begab sich ba$ Kaiserpaar zu Wagen nach dem Kloster, vor dessen Kapelle eine Ehreniompagnie vom Infanterie- Regiment Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg- Schwerin Nr. 24 Aufftellung genommen hatte. Auf dem Wege zuni Kloster bildeten die Kriegervereine und Schulen der Umgegend, sowie eine zahlreiche Menschenmenge Spalier. Wahrend die Klosterglocken läuteten, langten Der Kaiser und die Kaiserin vor der Kapelle an, wo der Kultus- minister, der Oberpräsident, der Regierungspräsident und der Präsident des evangelischen Oberkirchenrats sich ein- gefunben hatten, und wo die Majestäten von der Aebtissin Frau Adolphrne von Rohr, dem Stiftsprobst 5X Faber, dem Stlstshauptmann und dem Pastor des Ortes empfangen und von der Aebtissin und dem Probste mit einem Seaens- spruch begrüßt wurden. Inzwischen hatten die Tarnen des Konvents , in ihren eigenartigen weißen Gewändern und langen Schleiern und Kappen, mit ihren Schülerinnen am 2lltar der Kapelle Aufstellung genommen, ebenso die Geist- lichen des Patronats. Sobald der Kaiser und die Kaiserin die Kapelle betreten hatten, intonierten die Schülerinnen Ee Hymne. Hierauf trat der Kaiser vor den Altar und hielt bedeckten Hauptes folgende Ansprache: In dem Jubiläumsjahre des preußischen Königs- tums konnte ich des Stiftes Heiligengrabe nicht vergessen, das meine Ahnen allezeit auf ihrem landesväterlichen Herzen getragen und dem sie so viele Beweise ihrer treuen Fürsorge gegeben haben. König Friedrich Wilhelm der Erste war es, der dem Stifte die noch jetzt im wesentlichen geltende Verfassung verlieh. Ter Titel „Aebtissin" für die Tomina und die Ordensabzeichen für die Kon- bentualinnen beruhen auf einem Gnadenakte König Friedrich des Großen. In schwerer Zeit wurde das Stift von der Säkularisierung feiner Güter durch König Wilhelm den Tritten bewahrt. König Friedrich Wilhelm der Vierte, der Heiligengrabe zweimal mit seiner Gemahlin, der Königin Elisabeth, besuchte, machte das Stift zu einer Anstalt mildthätiger Barmherzigkeit, ließ diese Kapelle wieder Herrichten und begründete die mit dem Stifte verbundene Erziehungsanstalt. Und auch mein hochseliger Herr Großvater, Kaiser Wilhelm der Große, nahm Heilegengrabe unter feinen besonderen königlichen Schutz, unter dem es sich in erfreulicher Weise und reichen Segen spendend weiter entwickelte. Dieser Ueberlieferung, meines Hauses bin ich gern gefolgt und mit Freuden habe ich den 18. Januar d. I. benutzt, um dem Stifte einen neuen Beweis meiner königlichen Huld und Gnade durch Verleihung eines Aebtissinnenstabes zu geben. Nehmen Sie, Frau Aebtissin aus meiner Hand diesen mit Ihrem Wappen geschmückten Stab. Möge derselbe allezeit ein rechter Hirten stab mütterlicher Liebe sein, der Alle, die ihm unterstellt sind, zu ihrem wahren Besten führt, und um den sich in willigem Gehorsam alle Schwestern scharen zu dem verheißungsvollen Werke der Jugenderziehung und Liebesarbeit. Möge er den Mosesstab festen Glaubens bedeuten, der aus dem Felsen der Ewigkeit Wasser des Lebens schlägt. 9Nöge er endlich den Pilgerstab freudiger Hoffnung darstellen, mit dem wir auch im finsteren Thale dem guten Hirten nachwandeln unter dem Bekenntnis „Tu list bei mir, Dein Stecken und Stab trösten mich!" Tas walte Gott! Ter Probst dankte namens der Aebtissin, des Konvents und des ganzen Landesteiles und schloß mit einem Segens- soruch. Ter Chor der Schülerinnen fang zwei Verse des Liedes: „Vater fröne Du mit Segen." Es erfolgte nunmehr die Vorstellung, der Stiftsdamen durch die Aebtissin und der Herren durch den Probst. Tas Kaiserpaar besichtigte die Kirche und unternahm unter Vortritt der Tarnen einen Kundgang durch den Kreuzgang zum Kapitelsaal, wo eine Festtafel sich anschloß. Tie Rückfahrt zum Bahnhof ging in gleicher Weise wie die Anfahrt vor sich. haft bemüht ist, die Gegensätze nach Kräften auszugleichen und das ihr mit oder ohne Grund entgegengebrachte Miß- 1 trauen zu heben. . Nachhaltigen Eindruck hat in dieser Be- ziehung namentlich die Rede des Ministerpräsidenten von Körber gemacht, der in einer der letzten Sitzungen die Stellung der Regierung zu dem nationalen Streit der Parteien klar legte, und Die Parteien an ihre Pflichten gegenüber dem Lande erinnerte. „Wir werden niemals gegen das deutsche Volk in Oesterreick), gegen kein Volk dieses Reiches regieren". Diese klare Stellungnahme des Ministerpräsidenten hat den verdienten Beifall bei allen Parteien des Hauses gefunden, und sie wird auch im deutschen Reiche überall freudige Zustimmung wecken. Schon glaubte man, die Regierung habe vergessen, was Oesterreichf- Ungarn den Deutschen schuldet. Endlich sind solche Besorgnisse durch die rückhaltlose Aussprache v. Körbers zerstreut, was sicherlich! zur Beruhigung des uns so nahe stehenden Reichs wesentliche beitragen wird. Auf die Haltung des Ministerpräsidenten zur Los von Rom-Bewegung ist das einwandsfrei. Die Regierung will sich in diese religiöse Bewegung nicht einmischen, sofern nicht vorkommende Ungesetzlichkeiten sie dazu zwingen. In den übrigen Ländern Europas haben die Dinge in der verflossenen Woche ihren normalen Lauf genommen. UeberaU begrüßt man mit Befriedigung, daß aus China die Truppen bis auf kleinere Abteilungen in diesen Tagen die Heimreise antreten werden. Nur ein Land leidet an Beklemmung: England. Während der stolze Chamberlain verkündet, in den Burenrepubliken glimmen nur noch die letzten Funken unter der Asche, schjlägt jetzt, trotz aller gleichzeitigen Meldungen über bevorstehende neue Friedensverhandlungen, des Krieges Flamme plötzlich wieder hochiauf. Entschlossener denn je treten die Buren auf. Lord Kitchener hat es voraezogen, nur mit ganz knappen Worten nach London zu Depeschieren. So ist denn in den letzten Tagen in England ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen, daß die Regierung das Land über die Vorgänge in Südafrika in Unkenntnis halte; man wolle die Wahrheit hören. Es ist kein Geheimnis mehr, in welch verwahrlostem Zustande sich zurzeit die englischen Soldaten in Südafrika befinden. Wohl sollen gegenwärtig noch 190 000 Mann im Felde stehen. Allein es ist zu bedenken, daß diese eine riesige Kommunikationslinie zu bewahren haben. Dazu kommt, daß die britischen Soldaten, körperlich! herabgekommen und an Willenskraft geschwächt, hohen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Wäre man nicht, der Not gehorchend, au den Gedanken gekommen, die Löhnung für 5—6 Monate schuldig zu bleiben, so wären die Söldner schon längst in Hellen Scharen davongelaufen. Tie Buren dagegen führen mit der ihnen angeborenen Zähigkeit den Kamps um die Unabhängigkeit ihres Landes weiter, und sie können gerade in den letzten Wochen auf verfchtedene Erfolge zurückblicken. So haben sie in der Schjacht von Vlaksontein nahe Krügersdorp den Engländern einen Verlust von nicht weniger als 210 Toten und Verwundeten beigebracht, ein Erfolg, der an die ersten Schlachten des Krieges erinnert. Auch in der Kapkolonie entwickeln sie erhöhten Eifer. Die ihnen jüngst geglückte Einnahme von Jamestown hatte zur Folge, daß General French nach der Kapkolonie entsandt, d. h. der Osten Transvaals von den Briten wieder aufgegeben werden mußte. Aus Petersburg, merkwürdigerweise nicht aus Berlin, kommt die Nachricht, der deutsche Kaiser werde sich im August nach Rußland zur Teilnahme an den Truppenübungen begeben, der Reichskanzler werde ihn begleiten. Man könnte der Nachricht mit einigem Mißtrauen gegenüberstehen, da sie in dieser ungewöhnlichen Form bekannt wird; das deutsche Volk hätte doch sozusagen auch ein Interesse daran, zu erfahren, ob und wann unser Kaiser nach Rußland fährt. Tie Richtigkeit der Nachricht vorausgesetzt, wird dieser Besuch im deutschen Volk freudig ausgenommen werden. Es ist das Vermächtnis des alten Kaisers Wilhelm I.: „Halte Dich gut mit Rußland", und es ist das Vermächtnis des ersten Kanzlers, daß in guten Beziehungen Deutschlands zu Rußland die vornehmste Friedensbürgschaft siir Europa liegt. Graf Bülow ist in dieser Hinsicht in des ersten Kanzlers Fußstapsen getreten. Hoffen wir sonach, daß die Nachsicht von dem Kaiserbesuch in Rußland sich bestätigt. Tas wichtigste innerpolitische Ereigxris war die Berliner zollpolitische Konferenz, über die immer noch nichts Authentisches verlautet. Offiziös wird nur bekannt, daß sie zu allgemeiner Zufriedenheit ausgegangen ist. Vielleicht erfahren wir nächstens, wenn nicht aus Berlin, aus einer anderen deutschen Residenz etwas Bestimmtes. Tie bundesstaatlichen Minister, die auf die Reise nach Berlin in ihrer Stimmung vielleicht maxxches Fragezeichen mitbrachten, sind mit günstigen Eindrücken zurückgekehrt, voll Vertrauen auf eine sachgemäße, den Gesamtinteressen entsprechende Weiterbehandlung der wirtschaftlichen Aufgaben. Sie sollen aus ihren Begegnungen mit dem Kaiser und mit dem Kanzler das gerade Gegenteil der mit dem häßlichen Wort „Reichs- oerdrossenheit" bezeichneten Empfindung geschöpft haben und die Beratung der Tarifvorlage im Bundesrat soll durch die Konferenz gerade in den wichtigsten Punkten leichter und lässiger gemacht worden fein. Mit dem elsaß-lothringiscben Diktaturparagraphen hat man sich in diesen zollpolitiscyen Erörterungen nicht befaßt; und die Reichsfinanzreform, >ie später zur Sprache kam, war kein offizieller Gegenstand der.Tagesordnung. Auch darüber wird Schweigen beobachtet; allein aus einem Artikel der Berliner Polit. Nachr. ist doch. ziemlich zu ersehen, worum es sich handelt. Man will eine „anderweite Abgrenzung der Finanzen des Reiches und der Bundesstaaten". Tiefe sollen nötigenfalls auch in Zukunft noch Matrikularumlagen zahlen, Weisungen nicht gedeckt sino, aber di< w _ , . , v. Krosigk habe 1897 den vom Erholungsurlaub zurückgekehrten Wachtmeister Martens so lange „Kehrt" machen lassen, bis dieser um fiel und in das Lazarett getragen werden mußte. Ter Rittmeister habe ferner in der Allensteiner Gegend an einem Sonntag von morgens bis abends Pferdeappell abgehalten, sodaß die game Bevölkerung empört gewesen sei. Generalleutnant v. Biebahn glaubte damals im Reichstag feine Entrüstung darüber aussprechen zu müssen, daß ein „pflichttreuer, langgedienter Offizier" über das Grab hinaus beleidigt werde, schränkte aber später, als nachgewiesen wurde, daß dem Rittmeister wegen Mißhandlung von Mannschaften das Strafbuch entzogen worden sei, er auch Festungshaft erlitten habe, feine Erklärungen dahin ein, daß er nur habe sagen wollen: Laßt die Toten ruhen! Tie sozialdemokratische „Leipz. Bolksztg." teilt folgenden Brief eines alten Soldaten mit: iSÄSi Politische Tagesschau. Ter Gumbinner Prozeß wegen Ermordung des Rittmeisters v. Krosigt wird noch geraume Zeit die Oeffexttlichkeit beschäftigen. Auf Anordnung des Gerichtsherrn ist, wie wir meldeten, Berufung eingelegt worden. Ein älterer Offizier sagt nun im „Reichst).", daß v. Krosigk bis zur Ungerechtigkeit streng gewesen sei, ein eigenartiger Vorgesetzter, der in der gesamten preußischen Armee kaum seinesgleichen gefunden hätte; alle Welt habe gewußt, tvie hart er feine Untergebenen behandelte. Es wird berichtet, der Rittmeister v. Krosigk habe sich darüber erregt, daß ein alter, mit dem Eisernen Kreuz geschmückter Wacht- Während unsere Reichs- und Landtagsabgeordneten gegenwärtig teils ihrem bürgerlichem Berufe nachgehen, teils Erholung und Stärkung suchen für die heißen Kämpfe der Ochsten parlamentarischen Arbeitsperiode, insbesondere des -limpfes um den vielumstrittenen Zolltarif, sind Oester- .c-ichs Volksvertreter 'in Wien noch immer zu eifriger Arbeit versammelt. Mit Genugthuung ist es weit über die lenzen der Habsburgischen Monarchie hinaus begrüßt wor- daß die einzelnen Parteien, statt weiter die Kräfte ui gegenseitiger Bekämpfung aufzureiben, sich endlich, zu ijemeinfamer, dem ganzen Lande dienender Arbeit zu- ia inmengeschlossen haben. Nachdem in der vergangenen Zöche die österreichische Kanalvorlage zur Erledigung gelingt war, ist nun auch das Budgetprovisorium in allen a ei L^ungcn erledigt worden. Ter Regierung wird man GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ■*•**•* jeeMteii. WMGßch« »ertm btw An» *»*■••*( mit „fctfl. "n*ii»il" »ei „Blätter W ML •«tUluHbt“ »irr« Mf besiegt. ßchn M*' E. H. Müller toUUrttatt«. Kostenanschläge orahi. fe Farben ß a Lacke • a Firnisse I a Carbolineum G »Bohnerwachs# a Stahlspähne | • Pinsel I , ,r. 28 M AmMhH I e August M • Mir, Dreh", ffiw® ■ <♦*§*■* u. TicM» I- Zeder Quantum billig W und gute Abfahrt, sich iönnen dieselben an die Boa, Wie geliefert werden. 1765 Andreas Euler, Stündliche Heilung: ttatttt, ost falsch btl)anb. H. Art. $18 Wut b 6i)emi!ni ■ Nardenkötter, Berlin, Ds-fseck 5a (u.flJlitant e. i. d.Meth.m> Mb.Mr.ArMs.sMdriesL . »trkchvie-en,fiko. Amreis, Urir. probegläsch.-Wr Dankschr.^ä v Prof, unheilb. erklärt.) Geheilln. PfuhlpumM in -oh'und Stsenkooftrulttoo empfiehlt unter Garantie für guten Ging und höchste Leistung. »Ml StMtt in jmchrlheÄ. gy Reparaturen gut und Mi«. In beiden Fällen waren die Mißhandlungen geringfügiger Natur und hatten Schädigungen an der Gesundheit der Untergebenen nicht zur Folge. Damit ist also die schwerste Anschuldigung gegen Krosigk aus der Welt geschafft, und die lebhafte Beunruhigung im wesentlichen beseitigt. Immerhin aber muß man sich sagen, daß bei der Wiederaufnahme des Prozesses jede Beschränkung der Oeffentlichkeit von Nachteil für die Militärverwaltung und die Disziplin sein würde, nachdem einmal Beschuldigungen in die Presse gekommen sind, die durch die obige offizielle Erklärung noch nicht sämtlich widerlegt sind. Tie Berufungsinstanz wird der Oefsentlich,- leit zu beweisen haben, daß den Militärbehörden der Schluß der Untergebenen genau so am Herzen liegt wie der Gehorsam gegen die Vorgesetzten. Taß ähnliche Strafen wie die von Krosigk gegenüber Marten nach der obigen Tar- stellung angewendeten, vorkommen, svurde uns erst dieser Tage von einem Herrn bestätigt, derchor Jahren in einem Tarmstadter Regiment sein Jahr abdiente. Dieser Herr wurde von einem ihm im Alter nicht unwesentlich nachstehenden Offizier gezwungen, aus ganz geringfügigem Anlaß einen kurzen Satz 100 mal abzuschreiben! Jener Offizier, ein Herr von hohem ?ldel, soll bald darauf wegen ungebührlicher Behandlung seiner Untergebenen erhebliche gemaßregelt worden sein. Und das von Rechts wegen. Eine Aufforderung des anarchistischen Komitees, für die Familien der in Barcelona verhafteten Anarchisten Gelder zu sammeln, scheint bis jetzt wenig Erfolg gehabt zu haben. Die Berliner Agitations-Kommission erläßt einen neuen Aufruf: „Genossen, gedenket der in der Folterkammer von Barcelona aufs neue eingekerkerten spanischen Brüder." Die anarchistische Klubbildung macht in Berlin Fortschritte, so soll für den Norden ein Diskutier-Klub gegründet werden. Bei uns zu Lande ist die Polizei jetzt auch eingeschritten. Der Agitator Moritz Likier, der aus Preußen und Württemberg ausgewiesen ist, ist jetzt aufgefordert worden, bei Androhung zwangsweiser Abschiebung sofort das hessische Staatsgebiet (Mainz) zu verlassen. Likier ist Oesterreicher. Neben den anarchistischen Broschüren werden jetzt zu Agitationszwecken die Porträts bekannter Anarchisten in großen Mengen verbreitet, so namentlich das von Peter Krapotkin. Trotz des chronischen Geldmangels entwickeln überall (Rußland, Oesterreich, Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland) die Anarchisten eine außerordentliche Rührigkeit. Die Hauptagitatoren sind unausgesetzt in Bewegung, spielen eine große Rolle auch bei den Gewerkschaftskongressen (Paw- lowitsch und Wiesenthal bei denen der Metallarbeiter). Aus Stadt und Zand. lDer Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist »Ur unter genauer Quellenangabe: „Gietz. Anz." gestattet.) ** Ehreubürgerbrief. Der für unseren früheren Oberbürgermeister, Präsident Gnauth, bestimmte Ehrenbürgerbrief, der von Professor Schurig in Offenbach a. M. gefertigt ist, kann Dienstag und Mittwoch vormittags von 9 bis 12 Uhr im SitzuugSsaale der Stadtverordneten besichtigt werden. Der Kaffee und die Hausfrauen. Unsere Hausfrauen können froh fein; vorläufig ist an eine Erhöhung der Kaffeepreise nicht zu denken. Der kaiserliche Konsul in Rio de Janeiro Mahler, hat sich über den Kaffeehandel 1900 und kommende Jahre in einem dem Reichsamt des Innern erstatteten Bericht wie folgt ausgelassen: Die letzten Berichte der mit der Ernteschätzung beauftragten Kommission bestärken die Ansicht, daß das Ergebnis des Jahres 1900/1901 für Rio de Janeiro und Santos mehr als 9800000 Sack betragen wird. Da die Aussichten für 1901/1902 nach wie üor noch günstiger find — die vorläufigen Schätzungen gehen für Rio und Santos bis zu 11 Millionen Sack — so ist in sachverständigen Kreisen die Ansicht laut geworden, daß zwei aufeinander folgende Ernten solchen Umfanges infolge Schwächung der Bäume den Ertrag für 1902/1903 ungünstig beeinflussen müßten. Indessen sind wohl bis 1898 immer "och Neupflanzungeu erfolgt, sodaß angenommen werden kann, die Ernten werden trotz Eingehens so mancher Anlage bis 1901 mindestens das Ergebnis der diesjährigen erreichen, ob bei dieser Aussicht und bei den vorbezeichneten außerordentlichen Vorräten aus früheren Jahren auf eine dauernde Besserung der Preise gerechnet werden kann, erscheint zweifelhaft. ** Die Zeit der Kirschenernte ist wieder gekommen und es ist daher am Platze von der leider immer noch vielfach geübten Unsitte, die Kirschkerne mit zu verschlucken, eindringlich zu warnen, denn alljährlich liest man in H>en Zeitungen Fälle verzeichnet, daß infolge der erwähnten Unsitte Menschenleben zu Grunde gingen. Braucht man sich auch! nicht sofort zu ängstigen, wenn einmal ein Kirschkern mit verschluckt Wirtz, so kann doch beim Verschlucken einer größeren Anzahl von Kernen leicht schwere Gefahren für Leib und Gesundheit entstehen. Bad-Nauheim, 9. Juni. Un t erh altun g en vom 10. bis 15. Juni. Frühkonzert der Knrkapelle täglich von .7 bis 8 Uhr vormittags am Kurbrunnen. Montag 10. Juni, nachmittags von 4 bis halb 7 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Pension Schüller". Schwank in drei Akten von Carl Laufs. Dienstag 11. Juni, nachmittags 1)011 4 bis halb 7 und abends von 8 bis 10 auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale Konzert von Frau Tarlays, Opernsängerin der Konzerte Lamoureux aus Paris. Mittwoch 12. Juni, nachmittags von 4 bis halb £ abends von 8 bis 10 auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends Wagner-Konzert. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Im weißen Rößl." Lustspiel in drei Akten von Blumenthal und G. Kadelburg. Donnerstag lö. x>um, auf der Terrasse nachmittags von 4 bis halb 7 ^zert der Kapelle des Hessischen Jager-Bataillons Nr. 11 ons Marburg. Abends von 8 bis 10 der Kurkapelle oder der Jager-Kapelle (un letzteren Falle im Saale Konzert der Kurkapelle: Srnfonre H-moll - Franz Schubert). Eintritt wie Sonntag. Bei gutem Wetter am Teiche abends von 8 bis 10 Lampronsbeleuchtuny und Konzert der Jäger- Kapelle. Eintritt frei. Tie mittlere Terrasse ist nur gegen Vorzeigen großer Kurkarten zugängig. Freitag 14. Juni, nachmittags von 4 bis halb 7 und abends von 8 bis 10 auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Die Fledermaus". Operette in drei Akten von Joh. Strauß. Samstag 15. Juni, nachmittags von 4 bis halb 7 und abends von 8 bis 10 «auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Ter Ausflug ins Sittliche." Komödie in 4 Akten von Georg Engel. Mainz, 9. Juni. Wie der „Gieß. Anz." bereits in der letzten Nummer telegraphisch melden konnte, brannte in der Nacht von Freitag auf Samstag die vor c. 16 Jahren erbaute Dampf müh le des Herrn I. Schmitt vollständig nieder. Tas große Etablissement bildete die Ecke Gärtnergasse-Mittlere Bleiche und zwar lag nach dieser Straße zu das eigentliche Mühlengebäude, während sich im Hause nach der Gärtnergasse das Verkaufslokal und die Wohnung des Besitzers befanden. Gäste einer gegenübergelegenen Weinwirtschaft verließen das Lokal gegen 1 Uhr 20 Min. früh und diese bemerkten zuerst in dem Mühlengebäude, in dem Raum, in dem die fünf schweren, eisernen Silo's standen und die vielen Transmissionen liefen, einen Feuerschein. Sie weckten sofort Herrn Schmitt und dann eilte dieser auf den Polizeibezirk, den Ausbruch eines Großfeuers anzuzeigen. Beim Zurückkommen loderten die Flammen schon turmhoch aus dem Gebäude, die ganze Umgegend taghell erleuchtend. Oas Feuer, verstärkt durch den gefährlichen, überall festlagernden Mehlstaub, teilte sich zuerst dem Getreidereinigungsraum und dann der Mühle mit. Von da sprang das Feuer über auf das Tach des Wohnhauses. Die Freiwillige Feuerwehr und die Militärfeuerwehr trafen alsbald an der Brandstelle vollzählig ein, sie hatten eine ungeheure Arbeit nicht allein mit dem Löschen des Brandes, sondern auch damit, die zunächst gelegenen Häuser zu schützen. Eine furchtbare Gefahr für die Umgebung bildeten die zahllosen brennenden Getreidefunken, die in die Höbe flogen. Die herrschende Windstille verhinderte ein Wetterfliegen der Funken. Gegen halb 3 Uhr stürzte ein Teil des Straßengiebels des Mühlengebäudes ein. In die gelben Flammen des verheerenden Feuers mischten sich öfters weiß-bläuliche Flämmchen, die von den zerstörten Leitungen des elektrischen Lichtes herrührten und in Verbindung mit dem Getreidefunkenregen einen schauerlich- farbenprächtig en Anblick boten. Mit drei großen ausziehbaren Leitern und ca. 8—10 Schllauchteitungen griff die Feuerwehr den Brand an. Die ganze Nacht wütete das Feuer. Erst gegen 6 Uhr war, so berichtet der „Mainz. Anz.", der Hauptbrand bewältigt, doch glimmte das Feuer in den Balken und den Trümmern weiter. Das Mühlengebäude ist bis «auf den Grund zerstört, nur der hohe Fabrikschlvt steht noch als ein trostloses Wahrzeichen auf dem Trümmerfeld. Ein großes Glück ist es, daß der Schlot nicht eingestürzt ist. Von dem Wohnhause ist 5)er Tachistuhl total abgebrannt; die Wohnung ist zwar durch )ie bewundernswerten Anstrengungen der Feuerwehr vom Feuer verschont geblieben, allein der durch die Wassermengen darin angerichtete Schäden ist sehr bedeutend. Stetig müssen noch!Wassermassen auf die heißen, dampfenden und schwelenden Trümmerhaufen geworfen werden. Ueber die Entstehung des Brandes ist etwas Bestimmtes noch nicht zu sagen. Teils heißt es, er sei durch Kurzschluß der elektrischen Lichtanlage entstanden, teils daß ein Achslager einer Transmissionswelle im Siloraume warm gelaufen und in Brand geraten sei, wodurch dann das Feuer sofort größere Ausdehnung genommen hätte. Mag die Ursache nun sein, welche sie will, die Wirkung war eine furchtbare. Eine große Anzahl von Personen ist beschäftigungslos geworden. Im übrigen sind auch einige Nachbarhäuser beschädigt worden. Ter gesamte angerichtete Schaden beläuft sich auf ast d r e i v i e r t e l Millionen Mark. Worms, 9. Juni. Um den durch die Vergrößerung der Stadt und die fortschreitende Entwickelung hervortretenden erhöhten Bedürfnissen zu genügen, hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, ein vierprozentiges An le heu in der Höhe von dreieinhalb Millionen Mark aufzunehmen. Tas Anlehen oll zur Konkurrenz öffentlich ausgeschrieben werden. Frankfurt a. M., 8. Juni. Heute wurden auf dem Friedhof der Polizeikommissar Mühl und die Opfer der Ehrmann'schen Familien-Katastrophe bestattet. Die Tragik des Schicksals schafft einen eigentümlichen Zusammenhang zwischen den Toten. War eß doch die letzte größere Amts- wndlung, die den Überaus beliebten Kommissar Mühl zu der elbst gemordeten Familie Ehrmann führte, deren Ableben :r behördlich konstatierte. Vor den Ehrmanns sank der irave Beamte ins Grab. Die Bestattung der Ehrmann'schen Familie in groben Holzsärgen ohne priesterliches Geleit machte einen erschütternden Eindruck. Die von Berlin herben geeilte Tochter stand einsam am Grabe^ ihrer Familie. Frankfurt a. M, 9. Juni. Der "König von Däne mark stattete heute nachmittag der Landgräfin von Hessen einen Besuch ab und kehrte um 5 Uhr nach Wies aden zurück. — Beim heutigen Rennen gewann den großen Preis von Frankfurt (10000 Mark und Ehrenpreis des Großherzogs von Hessen und bei Rhein) Rittmeister Graf Stauffenberg vom 20. Ulanen Regt, in Ludwigs bürg auf „Bootfield". Zweiter wurde Leutnant Suermondt (24. Dragoner-Regt.) auf „Golden Elf". Vermischter. * Bochum, 9. Juni. Zwei Ingenieuren in Herue ist eS gelungen, ein hochwichtiges Verfahren der Gold, gewinnungstechnik zu entdecken. Hervorragende Firmen >eS Inlandes und Auslandes wollen die Erfindung auf. äufen. Nach der neuen Erfindung ist eß möglich, auS gold- ührendem Sand oder Gestein bis 98 Prozent Goldgehalt lerauSzubringen. Der neue GewinnuugSprozeß erfordert ein Geringes an Waffermengen. * Hamburg, 8. Juni. Mit dem Lloyd-Dampfer „Prinzeß Irene" ist der von China hergebrachte Leichnam des Hauptmanns Bartsch heute mittag am Petersevqnai gelandet und unverzüglich mit der Eisenbahn nach Striegau weiterbefördert worden, wo die feierliche Beisetzung in der Familiengruft erfolgt. * Paris, 9. Juni. In einem Pistolen. Duell zwischen dem „TempS"-Redakteur Lautier und dem südameri konischen Korrespondenten de Blest Gcma traf eine Kugel deS Gegners Lantier am Schenkel, eigentlich eine Kupfermünze, die er in der Hosentasche hatte, und verursachte eine starke, tiefe Quetschung, die empfindlicher sein soll als eine Schußwunde. * Paris, 8. Juni. Das Duell zwischen Max Regis und LaberdeSqae, das durch seine lange Dauer ein größeres sportliches als politisches Jutereffe erhalten hatte, endete heute vorläufig mit einer leichten Verwundung, welche RegiS am Vorderarme erhielt. * Nancy, 9. Juni. Der Apotheker Four erschoß den Direktor der Pharmazieschule, Bleicher, weil letzterer von Four verkauftes Chinin der Staatsanwaltschaft übergeben hatte. Four verübte sodann Selbstmord. * Marseille, 8. Juni. Gestern abend explodierte eine Puloerkiste, die auf einem Artilleriewagen vom Fort St. Nicolas nach dem Arsenal transportiert wurde; fünf Personen wurden schwer verletzt. * Toulon, 8. Juni. Die Polizei belegte einen Wagen mit Beschlag, auf dem sich Bronze-Bestandteile von sechzehn Kanonenlaffetten im Gewicht von 1500 Silogr. befanden, die aus dem Arsenal gestohlen waren. Ein Händler namens Sarrafin, der angab, die Bronzestücke von unbekannten Leuten gekauft zu haben, wurde verhaftet. * Madrid, 9. Juni. Das Tagesgespräch von Madrid bildet die Verhaftung des 31jährigen mexikanischen Kaplans Jesus Esparza, der mit den Fonds der erzbischöflichen Kaffe und in Begleitung eines hübschen Mädchens, Maria Padilla, eine Vergnügungsreise nach Europa angetreten hatte. Die Fonds hatte er zum Teil in Wechsel verwandelt, und das wurde ihm zum Verhängnis, denn um einen solchen hier ein* zulösen, bedarf eß der Beglaubigung der Unterschrift. Unser Kaplan hatte die Unverfrorenheit, sich mit Diesem Anliegen an den hiesigen mexikanischen Gesandten zu wenden. Dieser selbstverständlich längst von seiner Regierung über den Vor- fall unterrichtet, ging scheinbar darauf ein, verständigte aber gleichzeitig die Polizei, die daS Pärchen im „Hotel Oriente" unliebsam auS seinen Liebesträumen aufschreckte und grausam ins Gefängnis warf. Man fand in den Koffern nicht weniger als 350,000 Pesetas in Banknoten und Gold. * Budapest, 8. Juni. In der Strafanstalt in Weizen brach heute vormittag Feuer aus. Die Feuerwehr und die Sträflinge arbeiten unausgesetzt, um den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Ein Feuerwehrmann kam bei den Löscharbeiten ums Leben. * Tie sanitären Verhältnisse auf den Rieselgütern bei Berlin. Ueber den Gesundheitszustand der Bevölkerung auf den Rieselgütern bei Berlin während des Jahres 1899 liegt jetzt ein eingehender Verwaltungsbericht vor, welcher ein erneutes Zeugnis ablegt für die Gründlichkeit und (Sorgfalt, mit welcher auch die anitäre Seite jenes großartig ^angelegten, in seiner Art ünzigen Kanalisationswerkes studiert wird. Nach den in der „Berliner klinischen Wocyenschrift" mitgeteilten Beobachtungen kamen bei einer Bevölkerung von ca. 40 000 Köpfen nur 34 Todesfälle vor, hierbei ist irgend eine Beziehung der Todesfälle zu den lokalen Verhältnissen der Rieselfelder nicht hervorgetteten. Die Erkrankungsziffer betrug nur 3,2 pro Tausend. Von Infektionskrankheiten ist der hauptsächlich interessierende Typhus nicht beobachtet worden, ebensowenig, obwohl eine ausgesprochen sumpfige Gegend vorhanden ist, malariaartige Erkrankungen. Die ehr eingehenden Analysen der Wasserverhältnisse (Brunnen, Grubenwässer) haben ein als „im allgemeinen günstig" bezeichnetes Resultat ergeben, pathogene Bakterien sind nirgends nachgewiesen, während freilich der Gehalt der Wässer Mikroorganismen au verschiedenen Stellen erhebliche Schwankungen erkennen läßt. Besondere Aufmerksamkeit ist der Frage zugewendet worden, ob der Salzgehalt >er Abwässer einen Einfluß auf die Vegetation der Riesel- eltzer ausübt, namentlich auch wo die sehr kochsalzhaltigen Abwässer der anliegenden Anilinfabriken auf die Bodenbeschaffenheit der Rieselfelder nachteilig wirken. Es hat ich jedoch eine Schädigung des Bodens sowie der darauf geernteten Feldfrüchte durch das Kochsalz bisher nicht nadj* weisen lassen; der zulässige Höchstbetrag an Kochsalz ist auch noch nicht erreicht, sodaß vor der Hand der Riesel- kultur von hier aus keine Gefahr droht. Spielplatt der vneinigterr Frankfurter Stadllheater. Opernhaus. Dienstag den 11. Juni*): „Mignon". Mittwoch den 12. Juni geschloffen Donnerstag den 13. Juni: „Die Eat- ührung aus dem Serail". Freitag den 14. Juni, abcnbfl halb 8 Uhr: „Die GeiSha". SamStag den 15 Juni: „Undine". Sonntag dm 16. Juni: „Martha". Montag den 17. Juni: „Der Zigeunerbaron". Dienstag den 18. Juni: „Carmen". — SchaufpielauS: DtmStng den 11. Juni*): „Emilia Galottt". Mittwoch den 12. Juni: „Der Verschwender". Donnerstag den 13. Juni: „JobanniSfmer". Freitag den 14. Juni: „Liebelei"; vorher: „Sittliche Forderung". SamStag dm 15. Juni: Gesamtgastsptrl deS „Buntm TheaterS" (UeberbreM) >uS Berlin unter Leitung von Ernst o. Wolzogen. Sonntag dm 16. Juni: Vorletztes Gesamtgastspiel deS „Bunten TheaterS" (Ueber« brettl) auS Berlin unter Leitung von Ernst v. Wolzogm. Montag dm 17. Juui: LchteS Gesamtgastspiel deS „Bunten TheaterS" (Ueber- bretti") auS Berlin unter Leitung von Ernst v. Wolzogm. *) Anfang, wmn nicht anders bemerkt, um 7 Uhr. Gerichtssaal. Mai«), 8. Juni. Der Bahnhofwirt und Weinhändler Heinrich Frank in Bingen hatte sich wegen betrügerischen Bankerotts vor dem Schwurgericht zu verantwortm. Der Angeklagte ergriff im Dezember die Flucht. Die Bahnhofwirtschaft und die Weinhandlung von Schnabel und Frank, deren Teilhaber er war, gerieten in Konkurs. Frank gtxg nach Wien, kam zehn Tage später nach Frankfurt zurück und wurde verhaftet. Nach der Anklage hat er aus der Geschäftskaffe der Weinhandlung zu ferner Flucht 3200 Mk. und aus der Wirtschaftskaffe 400 Mk. entnommen. Auch soll das Hauptbuch der Weinfirma im letzten Jahre gar nicht geführt und die Bilanz von drei Jahren vernichtet worden sein. Der Angeklagte erklärt, seinem Sozius Schnabel habe allein die Buch- ührung obgelegen. Schnabel habe Wechselreiterei getrieben und dem Geschäfte faule Kunden zugeführt. Die Ueberschüffe, die er (Frank« in der Bahnhofswirtschaft erzielt habe, seien sämtlich in das bodenlose Faß des Schnabel'schen Weinhandels gefloffen. Der Konkursverwalter Dr. Marx teilte mit, daß die angemeldetm Forderungen sich auf 228 000 Mk. beliefen, denen bis jetzt 26 000 Mk. baar gegenüberstehen. Bon de« Zeugen wurde der Angeklagte alS ein thätiger und strebsamer Mann ge- childert. Direktor Weinrets von der Kreuznacher Volksbank deponiert, >aß in den letzten drei Jahren der Wechseloerkehr der Weinhandlung mit einer Bank 365 000 Mk. betragen habe, was einem durchschnittliche« Diskont von 2600 Mk. jährlich gleichkomme. Der vereidigte Bücherrevisor Kreyes teilte mit, daß die Bilanzm der früheren Jahre von dem Wein- geschälte zu günstig gehalten waren. Uneinbringliche Forderunßkn seien Marke Schutz Macht die Haut schön u.zart. SM»»ba 15 Juvt: -Ullv'o 2; •'» £ * MAS: KLs-V lotte, Ulth **'ft*J *S'5»>»» 'ÄÄIH äS'r*«*ää ««. N, k;,N°°d-°. b. P'-ttVB «"‘“ÄS’ -°«d- btt ijffi*« »emaebtlt, nnb S e.nn uw einen solchen kirr S P4 mit Riefern Bnlie0{S »*■ SB v«dn. Dch ®? ^Egimng über den $ob Ä““' "** °i° 8 Archen im ,HM Oriente* ««-» MchMe und graufas ’o m den Koffern nicht »tniott roten und Sold. • 3" der Strafanstalt w 10 ?euer aus. Die Fem- unausgesetzt, um den Ami n. Ein Feuerwehrmann la en. erhäUnisse aus itr i in. lieber den GesmW I i den Rieselgütern bei tonF' :gt jetzt ein eingehender Pe» ; ' ein erneutes Zeugni« ablegl : iorgjalt, mit welcher auch die | tig'angelegten, in seiner Art | • studiert wird. 'M den in kyenschrist" mitgeicilteu Bevölkerung von ca. 40000 | jr, hierbei ist irgend eine 8e» ; den lokalen Verhältnissen der Uten. Ae SrkrankunMijser >. Son Mstwnskramheten rente Typhus nicht beobachtet eine Msgesprochen sumpfige riaarlige Ertrantuugeu. Tie r Wasserverhälwisse sAunnen, 1 s „im allgemeinen günstig" bt- vathoaene Bakterien sind hreud fteilich der Gehalt der n verschiedenen Steten erbeb' i läßt. Besondere Nmerfjam- 4 Det worden, ob der SalzM auf bie Vegetation bei .W ImlinfoSrita auf ta M 1 r noditrilin.mirto® .jAftr btote. —- bW & »jJÄS ist und w toN^öutb!«6 ®ar'Äntert [“ff/ber SÄfJ r nach o^MSk-ss 400 $e; U4k,,i3^nr 2e .nh0 in b -^abet \ ..jsteben u ,; WW ftiJStberunffl^en' Xs'1 0 .uttfltr und ’ .{jbanf " , - -KÄS ars" ist ein Hilfsbnch bei Aufstellung neuer und bei Ergänzung alter Reisetouren^ Tie Beschreibung der Plätze nach Lage, Industrie, Einwohner-' zahl 2C. giebt ein ungefähres Bild, ob sich dieselben überhaupt zur Aufsuchung von kundschaft eignen Wie lästig und zeitraubend das unerläßlickje Erkundigen an einem Platze ist, wo kein Stadt-Adreßbuch existiert, weiß jeder Reisende aus eigener.Erfahrung, resp. Praxis. Die ^ldreß bücher kleinerer Städte entbehren zum großen Teile auch eines Branchenverzeichnisses, und der Reisende ist dann erst recht gezwungen, sich die ^kundschaft unter den Tausenden von Namen herauszusuchen; der „Leuchs" dagegen giebt übersichtliche Auskunft, indem die Adressen der Industrie-, Handel- und Gewerbetreibenden nach Branchen genau zu sammengestellt sind, so daß der Reisende die Gewißheit hat, daß er keinen .ikunden, resp. keine Adresse seiner Branckpe am Platze übersieht. Die Ersparnis des Reisenden an Zeit ersetzt die Kosten reichlich Fehlt eine Lldresse, so kann man annehmen, daß die Firma ganz neu ist, b. h. daß sie bei der letzten Aufnahme noch nicht existierte-, oder sehr unbedeutend ist. Der „Leuchs" ist ein Agenten-Nachaoeis für diejenigen, welche nicht reisen lassen, aber ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend vertreten fein wollen. Der „Leuchs" ist auch als Orts-Register beim Versandt von Briefen und Waren sehr wichtig; der Leuchs sagt, ob der qu. Platz Eisenbahn-, Post>, Telegraphenstation, event. welches die nüchstgeleaene Äsenbahn-, Post- und Telegraphenstation ist. Kunstwart. Herausgeber Ferd. Avenarius, Dresden. Verlag Georg D. W. Eallwey, München (vierteljährlich 3 Mk., das einzelne Heft 60 Pfg.). Inhalt des ersten Juniheftes; Vom Vorlesen. Von Ferdinand Gregori. — Schiller. (Schluß.) Von Adolf Bartels. — Tic musikalische „Moderne'" (Fortsetzung.) Von Richard Batka. — Turch Kunst zum Lebe» Von Lothar von skunowski. — Lose Blätter: Aus der Nah- lese von Friedrich Hebbels Briesen. — Rundschau: tme Berliner Gesellschaftssatire. Von „Bauchrednerei"", -arn-- burger Theater. Bühnenkleidung? Cosima Wagner e1 den Reichstag. Verdi-Zyklus. Hans Pfitzner. Wenn tnc1 deutsch versteht. Vom musikalischen Schassen. T i e £ a r m- städter Kü n st l e r ko l o n i e. Wie die Zeiten sj) andern. „Volkstümliche Bilderausstellungen". ,,©efb1’ besser machen"". Wie's gemacht wird. — Notenbe^ss^- Haus Pfitzner, Der Gärtner. — Bilderbeilagen: Mart" Branden bürg, Parsifal; Urheide; Stunden; Asphalt^beiter. Bekanntmachung- Anmeldungen zum Bezüge der aus der Ebel stift ung für 1901 an arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke sind bis zum 30. d. Mts. bei dem Armenamte (Zimmer Nr. 2 des Bürgermetsteretgebäudes) vorzubrtngen. Gießen, den 4. Juni 1901. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. __Wolff.__ 4067 Heugras-Versteigerung der Stadt Hießen. Montag den 17. und Dienstag den 18. Juni 1901, jedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof meistbietend versteigert werden und zwar: Montag den 17. Juui: a) an Ort und Stelle von den Wiesen vor der Neustadt, sowie von einem Gras« und Kleestück auf dem Seltersberg, b) am Neuenwegerthor von den Wiesen im Heegstrauch, o) an Ort und Stelle vom Friedhof (Abteilung 1—8), von den Anlagen vor dem Friedhof und von den Wiesen im Rußland, d) im Philosophenwald, nachmittags 2 Uhr, von den Wiesen im Fürstenbrunnen, im Wiescckthal und von zwei HoSpital- wiesen, sowie zwei Pfarreiwiesen in der Gemarkung Wieseck, und um 41/* Uhr von ca. 16 Morgen Wiesen in der Schwarzlach, DieuStag den 18. Juui, e) von den Ochsenwiesen, einer Hosp.talwiese, von den Wiesen im Stolzerimorgen, Utersbrunnen und Altentisch, f) nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, g) nachmittags i/z3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck, h) nachmittag» 7,4 Uhr von den Wiesen in der Ge. markung Großen-Buseck. Die Zusammenkunft ist am 17. Juni am Ncustädter Thor und am 18. Juni in den Ochsenwiesen. Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lasten. Gießen, den 8. Juni 1901. 4081 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______Mecum.__ —WichWenvehr. DouuerStag den 18. Juui d. I., abends 87, Uhr, auf Hsrvalds Karten: SW Appell IO aller allen und neuen Mannschaften. Die zur Entlastung kommenden Mannschaften haben und Jeaertöschordauug abzuliesern. Gießen, am 5. Juni 1901. 3995 Der Branddirektor: Traber. Grasvekßeigrrnug. DouuerStag, 18. Juni, nach Zusammenkunft 8 Uhr vormittag» im Kloster, wird das Heugras der Gottesackerthal« und Großen Petersee« Wiese, um IO Uhr bei Köln« hausen dasjenige der Vierzig Morgen, sowie da» Heu- und Grummetgras im Langenzug versteigert. Arnsburg, den 6. Juni 1901. Gräfliche Oberförsterei. _______Koeniger. 4057 Versteigerung. Dienstag -en 11. -. »ts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung r Diverse Reste von Spezerei- waren, alS: Erbsen, Linsen, Haferfiocken, Rosinen, Sago, Hafermehl, Nelken, Pfeffer, Zimmt, Soda, ca. 15 Pfund Gelee, Kautabak, Schmalz, Back- und Puddingpulver, mehrere Büchsen CakeS; leere Säcke, 1 Schlagzither, 1 Weckeruhr, Wein-, Likör« und Champagnergläser, je 6 silberne Eßlöffel, Gabeln und Messer, sowie 4 Dtzd. Theelöffel, 1 fein. Rauchservice, 3 Rehgeweibe, 1 Weinkühler, verschied. Kleidungsstücke, alsRadfahr«, Jagd- und Frackanzug, sowie ein Scblafrock u. s. w. 4080 Die Versteigerung findet he» stimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher. Prima Kognak, Spenalmarke, garantiert, franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines Vorzug!. GesckmackeS. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Originalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. 8685 E. Dort, Wallthorstraße 45. Neue Kartoffeln ff. Walzesheringe eingetroffen. 3947 J. BH. Schulhof. 7/tsitenAarten liefert rasch und billigst Brubl’sche ü«upferd der besten Seife gegen cfle Haut- Unreinigkeiten und HantauS» schläge, wie Mitesser, Hefichts- pldld, Kinnen,Kautröte, 23 lütchen die Lobt -ich, am 11 die Sap Sießen Gi 2998] «irchstratze 8 ist der mittlere Stock per sofort anderw. zu verm. Earl Ludwig Leib. «US I Mte, daß h»«dluilg Wetten Kn ^olha lud i ’te tn Stan Diese $ Menlwt« Mchrzch i, °°ch SHotbti Beletage 9 Zimmer, Küche, Badezimmer, Veranda, Gartenlaube und sonst. Zubehör zu vermieten. Näheres durch L. Moeser, Gartenstraße 30, oder »♦ Klees, Südanlage 18. früher Mk. 15, 13, 10, 8, 6, 4, Eiwtahtnlertin Giess«. Einladung. Am Mittwoch dem 158. und 19. Juni d. I findet der diesjährige S ommer-Ausflug* des Vereins mittelst Sonderzuges nach dem herrlichen Spiegels- lust bei Marburg statt, zu welchem alle Mitglieder des Eisenbahnvereins und deren Familienangehörige ergebenst eingeladen werden. Abfahrt: Gießen 12.55 Uhr nachmittags. Ankunft: Marburg 1.35 Uhr nachmittags. Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Marburg. — Pünktlich 3Vg Uhr nachmittags: Abmarsch mit Musik vom Hauptbahnhof Marburg aus nach Spiegelslust, woselbst gesellige Vereinigung und Waldfest stattftndet. AbeudS 8Va Uhr: Rückmarsch mit Musik nach dem Hauptbahnhof Marburg. Nach Mit der Trapper tions-Kvlomi in Stärke vo damps'er „Hü Fahrplanmäß Tie zur ständigen Wo scheu Truppe twn Taku iv jufällt. Tas Bll 6öitt unter das; infolge Kaiserin-Wi nach Pelins Astrologen der Reise Ter ai gramm au tigung, in Streitfrag« schädigu unterbreite • 3 ^ntinontal Caoutrhooc 6 GuHaporchfl Comii, Hannover. verantwortlich fßr lee «Stmdnm tt«: P. »Ittle, ftt kn M — Wrack und Verl«, der «rützPlchen Unt»erfi1«O.»Uch. and «nindruckerel (Pietsch Prien) in ®i*n. Die heutige Mmmer umfaßt 10 Seiten Meine Vlapsarden-Wohnuus v* an ruhige Leute zu Denniften. 4063 AranSfurtersiratze 11. : Lich^,^ehr üb. 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