Dffen; 887 ■swej 70. -re-tpt-h U. m. 1Chführungs- erein ®Pt#n 71 Btoptmann 5 ans Köln. Kaase^ «-"•Sn,“ 106 an bte @TpeM^L- WM Dm- it'tn. öaüthorfir. 16« ^immr ju verm. Las.au» klafft BniE.S.v^- ixtei Simmet zu vnmtetnl. tz>ir-n»t ^,vaN. Dlöbl gimmnr zu otrm. tftlStMöffenaoML Mmer uhoMU^ eien, yobnbotfirofte 82- ®in nwbherteS 8'tnmtr -u «vttvkg 26._ icb möbliertes Ütwmer P « ^ußflbtTTjRM. eudau Sbdtlt. 23 in bei oi^in. m 8ub ,ltdtnb., u ©artenant, preiim. p. verm M gteHaftr7i.il ÖimmertBobnung mu $i« nücrm.^ninbtrb'rftr 3a. titimmtr.Ashna,ß mit iteil per i. Aiml >u bn« ^ttMftflrafte 65 Wohnung zu oennuien. nbäi ter, WtHtmSiue 17. 6me jöjöne Wohn., 4 ,Hm., nb allem Zub., per 1. Äpril . ft 5 ftubr, gnnnenfir ib 4o mödltertes Simmet Bielen. ÄÜnwea 2. SJlöbhetleS Zimmer mit ni vermieten gbetflt L Sin möblierte» Z'mmer |U Kursus it Tavtll anb htN» §OM SW- !**# W<& ia 35000 W D.l08, M * ajeiein»10!*1 ml ® ünbrt» abtNbS r i* ^n 18' •ir- ßib£ 9 Zweites Blatt. Freitag den N. Januar 151. Jahrgang 1901 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Alle Anzeigen-Vermittlungsüellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf., auswärts 20 Pf. Bezugspreis Vierteljahr!. Ml. 2.2V monathd) 75 Pig. mit Bringerlohn; durch die Abholestellen vierteljährl. Ml. 1.96 monatlich 65 Pfg. .■'ei Postbezug Ml. 2 — vierteljährl. ohne Bestellgeld. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener AnmiltenVtätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter für Hess. Volkskunde" wdchtl. 4 mal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr, Abbestellungen spätestens abends vorher. Amts- und Zlnzeigeblntt für den ICrets Gieszen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Siebe». Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Feil. Bekanntmachung. Betr.: Die Ausführung des Gesetzes, die Besteuerung des Gewerbebetriebs im Umherziehen betreffend, vom 22. Dezember 1900. Unter Hinweis auf das in Nr. 82 des Regierungsblattes von 1900 erschienene Gesetz nebst Verordnung in vbiger Angelegenheit weisen wir die Gewerbetreibenden im Umherziehen auf die ftattgefunbene neue gesetzliche Regelung deS fraglichen Gewerbebetriebes besonders hin, und machen namentlich darauf aufmerksam. daß die Anmeldung der wandergewerbesteuerpflichtigen Betriebe vor Beginn des Ge schästS bei dem zuständigen Großh. Steuerkommiffartat zu erfolgen Hot. Die Anmeldung soll in der Regel mündlich erfolgen. Nur wenn dem Steuerkommissariat die für die Bemessung der Abgabe maßgeben''en Verhältnisse genau bekannt sind, ist schriftliche Anmeldung zulässig. Bei der Anmeldung ist Name, Wohnort und Staats angehörigkeit des Gesuchstellers anzugeben, ferner die genaue Bezeichnung des Wandergewerbebetriebes, die Zahl der mit zuführenden Gesellschaftsmitglieder oder Begleiter und, soweit erforderlich, alle sonstigen, für die Steuerfestsetzung wichtigen Verhältnisse, wie Art, Größe und Rentabilität des Betrieber und bergt Mit ber Anmelbung ist der Wandergewerbeschein oder sine beglaubigte Abschrift vorzulegen. Der durch das Steuerkommissariat festgesetzte Betrag der Wandergewerbesteuer ist sofort zu bezahlen und hierüber Quittung zu erteilen. Gießen, den 9. Januar 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 9. Januar 1901. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien des KreiseS. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie mehrmals ortsüblich veröffentlichen. v. Bechtold. (gilt neuer Triumph des Grafen Bülow. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 9. Januar: Seit langem hat daspreußischeAbgeordneten- haus keine so denkwürdige Sitzung zu verzeichnen gehabt als die heutige, in der der preußische Ministerpräsident« Graf Bülow vor der Einbringung des Etats eine Erklärung abgab, die, formvollendet wie stets, programmatisch war und doch wieder nicht. „Versöhnung der wirtschaftlichen Gegensätze ! Einigung des Ostens und des Westens, der Landwirtschaft und der Industrie! Gesteigerter Zollschutz für die leidende Landwirtschaft!" — das war die Quintessenz seiner Rede, und er verstand es, in sorgsam abgewogenen Worten sowohl der Rechten wie der Linken angenehme Dinge zu sagen, sodaß schließlich — ein im Treiklassenwahl-Parlament ungewöhnlicher Vorfall — das gesamte Haus dem mit Worten leicht siegenden Staats- manne donnernden Beifall spendete. Es ist kaum zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß die Gegnerschaft der Rechten gegen die Kanalvorlage jetzt weit weniger scharf siel) äußern wird, als es ohne die Rede des Ministerpräsidenten der Fall gewesen wäre. Und wodurch hat Graf Bülow dies erreicht? Durch das immer wieder betonte, nachdrückliche Anerkenntnis, daß die Landwirtschaft unbedingt einer kräftigen Unterstützung bedürfe. Wie Frohlocken ging es bei solchen Worten durch die Reihen der Rechten, und der Ministerpräsident benutzte geschickt die gewonnene Stimmung, um den Ostelbiern die Kanalpläne annehmbarer zu machen. Er meinte beschwichtigend, die Sache sei gar nicht so schlimm, wie man offenbar glaube, denn die Baukosten verteilten sich ja auf eine Reihe von Jahren. So hielt Graf Bülow gewissermaßen in der einen Hand die Kanalvorlage, in der anderen die Zollschutz- derheißungen. Und siehe! Das wirkte. Wie gebannt, fast bezaubert lauschte die gesamte Rechte diesen warmen und lebhaften Tönen des politischen. Orpheus. Kein Ausdruck d-es Widerspruchs kam von dieser Seite. Mit gemischten Empfindungen blickte Finanzminister v. Miquel zu dem glücklichen Kollegen hinüber. Man hatte unwillkürlich den Eindruck, daß die Zeit Herrn b. Miquel's vorüber sei. Was ihm, dem genialen Routinier und erklärten Liebling der Agrarier nicht gelingen wollte, das bringt Graf Bülow, keck das Gebiet der inneren Politik beschreitend, mit Grazie die bisher unerschütterte Burg der Agrarier stürmend, mit einer kurzen, packenden Ansprache zu stände. Mindestens ist das Gewölk zerteilt, eine tüchtige Bresche gelegt. Die Resignation wich nicht aus den Mienen des Finanzministers, und sie klang in den nüchternen Ausführungen nach, mit der er alsdann unter nahezu völliger Teilnahmslosigkeit des unter dem Eindruck der Bülowschen Rede stehenden Hauses den Etat einbrachte. Was er vortrug, blieb zum größten Teile auf den Tribünen unverständlich. Graf Bülow, der über ein sonores, volltönendes Organ verfügt, wurde dagegen vom ersten bis zum letzten Worte verstanden. Allerdings — jer hatte auch in ganz anderem Grade das Ohr des Hauses, als Herr v. Miquel, der in der Stille des Kastanienwäldchens die Mehrheit des melancholischen Ausrufs: „Es gelingt nichts mehr!" lebhafter denn je anerkennen dürfte. lieber die Aufnahme der Bülowschen Rede wird uns von einem anderen Berliner Mitarbeiter geschrieben: In den Kreisen der Parlamentarier hat die Erklärung des Ministerpräsidenten geradezu sensationell gewirkt/ Auch im Reichstag, innerhalb wie außerhalb des noch schwächer als sonst besuchten Sitzungssaales, bildete sie fast den alleinigen Gegenstand der Erörterung. Tas Interesse an der Fortsetzung der Diskussion über das Ur heberund V e r l a g s re ch t trat ganz in den Hintergrund. Allgemein war die Anerkennung der Redekunst des' Grafen Bülow. „Wie werden jetzt die Konservativen sich drehen?" Wie iverden sie die Umwandlung von Kanalgegnern zu Kanalfreunden taktisch geschickt und ohne Einbuße ihres politischen Ansehens ins Werk setzen? Graf Bülow setzt da die Rechte in eine schwierige Situation. Tenn „kein Kanal, kein Kanitz", läßt sich hier variieren. Lehnt Ihr die für die Industrie wichtigen Kanäle ab, dann müssen w i r uns überlegen, ob und in welchem Maße wir der Landwirtschaft zu Hilfe kommen. Mit bemerklicher Absicht hat Graf Bülow die beiden Fragen verkoppelt. Tie Kanalgegner im Zentrum, speziell die schlesischen Zentrumsabgeordneten unter Führung des Grasen Ballestrem, haben es leichter, „umzufallen". Tas Zentrum ist weit zurückhaltender gewesen in der Kanalopposition, als die Rechte; außerdem sind ja die gewünschten Entschädigungen für Schlesien in den neuen Entwurf hineingearbeitet. Mit einem heiteren, einem nassen Auge wird von den liberalen Parteien die Bülowsche Rede betrachtet werden. Tie wirksame Empfehlung der Kanalvorlage ist gewiß erwünscht und dankenswert von diesem Standpunkte aus — aber das „ziemlich deutliche" Jnaussichtstellen erhöhten Zollschutzes für die Landwirtschaft, worauf heute abend die „Nationalztg." mißvergnügt hinweist, beeinträchtigt stark die Freude. Die freisinnige „Voss. Ztg." begnügt sich einstweilen damit, zu konstatieren: „Es giebt in Preußen wieder einen Ministerpräsidenten, nicht nur dem Namen, sondern auch dem Wesen nach". Das ebenfalls freis. „Berl. Tagebl." rühmt die „leidenschaftsfreie Art" Bülows: er habe sich der ihm zugefallenen Aufgabe mit großer Geschicklichkeit entledigt. Tas ist der erste Eindruck — die auf den schärferen Ton gestimmte Verwahrung gegen höhere Lebensmittelzölle wird schon nachfolgen. Tas Hauptorgan der Konservativen, die „Kreuzztg." hebt vorläufig die agrarfreundlichen Sätze der Rede durch den Druck hervor und verzeichnet getreulich den „lebhaften", „erneuten", „allseitigen" Beifall. Man erkennt schon daraus, daß die Rede in der Redaktion der „Kreuzzeitung" mit großer Genugthuung gelesen worden ist. Graf Bülow hat — bis auf weiteres auf den auszeichnenden Titel „Liebling der Agrarier" Anspruch. Preußischer Landtag. Berlin, 9. Januar. Im Herren Hause wurde heute die Interpellation des Grafen Klinck ow ström : Welche Schritte hat die Regierung gethan, um die V e r st a a t l i ch u n g der o st p r e u ß i- schen Südbahn, deren Konzession im Jahre 1902 ab läuft, in die Wege zu leiten, beraten. Nach der Begründung der Interpellation durch den Grafen Klinckowström erklärte der Ministerial-Direktor Fleck, er könne sich über den Stand der Angelegenheit der ostpreußischen Südbahn nicht auslassen, um Börsenmanöver zu verhindern, die das Staats- Interesse schädigen würden. Tamit war der Gegenstand erledigt. Es folgte die Beratung der Interpellation des Grafen v. Schliessen : Was gedenkt die Regierung zu thun gegen das Z i g e u n e r u n w e s e n ? Minister v. Rheinbaben antwortete, daß im allgemeinen die Zigeunerplage a b g e n o m - men habe. Gegen inländische Zigeuner könne nur gesetzlich vorgegangen werden. Tie Regierung widme der Sache ihre ernste Aufmerksamkeit. Damit war auch diese Interpellation erledigt. Nächste Sitzung unbestimmt. Im Abgeordnetenhause wurde heute zunächst das bisherige Präsidium: v. Kröcher als Präsident, Freiherr v. Heeremann als erster und Dr. Krause als zweiter Vizepräsident, wiedergewählt. Hierauf ergriff ber Ministerpräsident Graf Bülow das Wort und führte u. a. aus: Er wolle kein Programm aufstellen, aber er betrachte es als seine vornehmste Aufgabe, in dem wirtschaftlichen Kampfe die G e g e n s ä tz e möglichst zu versöhnen, dabei aber die wirtschaftlich Schwachen nach Möglichkeit zu unterstützen. Er wisse, daß eine solche ausgleichende Politik nicht sofort auf Erfolge zu rechnen habe und auf Mißverständnisse rechnen müsse. Er werde sich dadurch nicht ab-, halten lassen, für die Landwirtschaft, dieses wichtige (Med im Staatsleben, unterstützend einzutreten. Zu. den wichtigsten diesjährigen Ausgaben gehöre die Kanal- Vorlage. Diese sei nochmals sorgfältig geprüft worden, und es seien mit dem Rhein-Elbe-Projekt die Projekte verbunden worden, die in ihrer Gesamtheit dem Handel, der Schiffahrt und der Landwirtschaft nutzen werden. Für die Landwirtschaft müsse außerdem durch einen wirksamen Zollschutz gesorgt werden. Die Regierung gebe sich der Hoffnung hin, daß diese Kanal-Vorlage bei den Mitgliedern des Hauses eine günstige und vorurteilslose Unterstützung finden werde. Er sei gewiß, daß die Wohlfahrt der gesamten Monarchie sein und des Hauses Leitstern sein werde. Nachdem der Minister v. Miquel den Etat eingebracht hatte, vertagte sich das Haus aus nächsten Montag zur ersten Beratung des Etats. Wie als positiv feststehend mitgeteilt wird, ist die von der Thronrede für Berlin angekündigte Neuregelung der allgemeinen Lcmdesverwaltung thatsächlich identisch mit der Errichtung eines besonderen Ober Präsidiums für Berlin und seiner Vororte und der Lostrennung der entsprechenden Verwaltungszweige von dem Potsdamer Oberpräsidium beziehungsweise Regierungspräsidium. Der neue Oberpräsident soll in einem neu zu errichtenden Monumentalbau wohnen und amtieren. Der dem Landtage zugehende Gesetzentwurf soll etwa 20 Paragraphen umfassen. Mit dem 1. Januar oder 1. April nächsten Jahres dürfte die Neugestaltung erfolgen. Gleichzeitig mit dem Oberpräsidium soll ein diesem untergeordnetes Provinzial-Schulkollegium für Berlin errichtet werden. Engländer und Buren. Tie Nachrichten vom Kriegsschauplätze in Südafrika bilden in London von Tag zu Tag eine unerquickliche Lektüre. Tie Thatsache, daß e n g l i s ch e r s e i t s der Feldzug nicht von der Stelle rückt, verbreitet Mißstimmung in den Gemütern. Lord Kitchener sucht sich zu helfen wie er kann. Er hat den Johannesburgern befohlen, daß sie die Randbergwerke selbst zu besetzen und zu schützen haben, und ein Gleiches hat er den Behörden der Kap- kolonie zur Kenntnis gebracht, was dort alsbald das Aufgebot aller waffenfähigen reichstreuen Männer nach sich gezogen hat. Durch diese und ähnliche Schritte dürften in einiger Zeit 12- bis 15000 Mann englischer Truppen zur Verwendung im Felde frei werden, wozu man immer noch vielleicht 5000 reitende Kolonialtruppen rechnen kann. Ansöhnliche RemontesendungeN sind ebenfalls auf dem Kriegsschauplätze int Anzuge. Es werden seitens der, britischen Behörden für Tiere, die als Reit- oder Zugpferde geeignet sind, gute Preise gezahlt. In Calvinia sollen die holländischen Kolonisten unter Androhung der Gewalt sich geweigert haben, ihre Pserde zur Requisition oder zum Verkauf zu stellen. In Transvaal soll, nach dem Berichterstatter des „Standard", Pieters bürg, nördlich von Pretoria, gegenwärtig der R e g i e r u n gs st tz der Buren sein. Die ausübende Gewalt habe Schalk Burger als stellvertretender Präsident im Verein mit Lukas Meyer als Haupt des Eisenbahn- und Bautenamtes und Krogh- niann (ein junger Mann von 22 Jahren) als Generalschatz- meister in Händen. Den Buren, die den Krieg fortfuhren, werde 15 Schillinge Feldzulage täglich bts zum Ende des .Krieges und sonstige Entschädigung für Verluste verheißen aus' dem Grundeigentum derjenigen, die ihre Waffen niedergelegt und den Neutralitätseid geleistet hätten. Jedenfalls ist ganz Transvaal nördlich von der Linie Mafeking-Rustenburg-Prätoria-Komatipoort von den Engländern kaum betreten und Pietersburg als Mittelpunkt dieses Gebietes für die Verwaltung der geeignetste Ort. Nach einer Meldung der „Daily Mail" auK Matjes- fontein vom 8. versucht die westliche Burenkolonne, die auf 1500 Mann geschätzt wird, zunächst in den Bezirk Sutherland einzubrechen, fand aber bei der Stadt Sutherland den Weg versperrt und wandte sich deshalb nach Calvinia. Nach einer Kapstadter Depesche vom 8. solKn sich inzwischen ihre Aufklärungspatrouillen bis auf 30 Kilometer Piquetberg genähert haben. Tie Zentral - Friedens - Kommission im Oraniefreistaat richtete einen offenen Brief an die Bewohner der Kapkolonie. Der Brief enthielt die Aufforderung, das Unvermeidliche hinzunehmen und die kämpfenden Buren nicht zu ermutigen, indem sie „eitle Hoffnungen un ihnen erwecken. Telegramme deS (Bittrer Anzeigers. London, 10. Jan. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt, daß augenblicklich dort große Panik herrscht. Die Behörden weigern sich trotzdem, kundzugeben, daß die Lage sehr kritisch sei. Man glaubt hier, daß die Buren noch mehrere Monate in der Kapkolonie verbleiben werden. Die fremden Konsuln hielten gestern eine Konferenz ab, in der sie beschlossen, Maßregeln zum Schutze ihrer Landesangehörigen zu treffen, im Falle die Kolonie in Belagerungs- zustand versetzt würde. Der deutsche Konsul hat den deutschen Landesangehörigen Pässe überreicht, in denen es heißt, daß die Besitzer derselben sich unter deutschem Protektorat befinden. London, 10. Jan. „Daily Expreß" berichtet aus dem Haag: Tr. Leyds organisiert augenblicklich geheim eKo- mitees zwecks Agitation zu Gun st en der Buren in Südafrika und ganz besonders in der Kapkolonie. Diese sind mit reichlichen Geldmittel:: versehen, und beauftragt, in der Kapkolonie sowie in Südafrika überhaupt soviel wie möglich Lebensmittel anzutaufen und somit die Verproviantierung der englischen Truppen zu beeinträchtigen. London, 10. Jan. Aus Standerton wird gemeldet: Hier herrscht augenblicklich große Ruhe. Kleine Burenabteilungen durchziehen die Umgegend der Stadt und versuchen von Zeit zu Zeit den Engländern Munition abzunehmen. Ihre Angriffe sind aber abgewiesen worden und ihre Unternehmungen gescheitert. Die englischen Garnisonen Verhalten sich defensiv, da ihre Zahl es ihnen nicht erlaubt, den Feind anzugreifen. London, 10. Jan. Lord Kitch ener hat um 25000 Mann Verstärkungstruppen gebeten. Die Blätter bemerken hierzu, daß dies eine schwer zu lösende Aufgabe für das Kriegsamt sei. London, 10. Jan. Wie aus Bullfon kein berichtet wird, mußten Läufer, die nach Br and fort abgegangen waren, zurückkehren, da sie zahlreiche Buren in der Umgegend vorfanden. Eine englische Abteilung, die mit de:n Kommandanten Bodenhorst zusammengestoßen war, nahm den Buren mehrere Wagen und Pferde ab. Vor einigen Tagen griffen die Buren den englischen Posten bei Cossack an, wobei sie 30 Engländer gefangen nahmen. Von den Gefangenen hat man bisher nichts gehört. China. Graf Waldersee meloet vom 7. d. MtS. aus Peking: Die am 3. Januar erstürmte Befestigung Hophu und dae nahegelegene Szehaikou (?) waren der Hauptsammelort der neu organisierten Boxerbauden über tausend Mann, die die Umgegend terrorisierten und einen Marsch nach Jenkhing Tschangphing (72 und 38 Km nordwestlich Don Peking) planten. Die Kolonne Pavel vereinigte sich am 5 Januar in Jenkhing wieder mit ihrem Kavalleriezug, der lnzwifchen unter Ooerleutnant Kersten die Gegend Tchitcheng-Tyumu- und Huatlai. ersteres am Peiho, Utz erc beiden an der Straße P-king Kalgan, mit außerordentlicher Marschleistungen durchstreifte und die aus Thumu und Sueauhua vorgeschobtnen chmesischen Kavallerie-Posten ver ja^te. Die Kolonne Pavel sendet heute Kavallerie und be riltcne Infanterie unter Major Wyneken auf Sueauhu. und folgt mit dem Gros zunächst bis Kiming (beide Orte an der Straße Peking-Katyau). Die bei Mtyuen befindlichen Reste der Lutai Truppen flüchteten vor den Kolonnen Gräuter, Häring und Madai in Auflösung übe: Kupeikhi'u (100 Km. nordöstlich von Peking an der chine fikchcn Mauer) nach Fengning (62 Km. nördlich von Kupeikhou) Die Kolonnen Madai und Häring find heute hier wieder ein getroffen Ger Herr Reichskanzler gethan, um diejenigen Stellen, oie in Verletzung der von dem Herrn preußischen Kriegsministcr in der Sitzung des Reichstages vom 11. Dezember 1897 mitgeteilten allerhöchsten Befehle die fraglichen Offiziersaspiranten über ihre Stellung zum Zweikampfe befragt oder Erkundigungen über sie anderweit eingezogen, oder über die Ergebnisse dieser Fragen und Erkundigungen bei dem Wahlakt Mitteilung gemacht haben, zur Verantwortung zu ziehen? Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu thun, um die Wiederkehr solcher Fälle zu verhüten?" (Vgl. Tagesschau und 1. Blatt.) Ausland. Kopenhagen, 9. Jan. Blättern zufolge soll der König, der politischen Streitigkeiten müde, beschlossen haben, abzudanken und die Regierung dem Kron- arinzen zu übertragen, mit dem er sich in völliger politi- cher Uebereinstimmung befinde. London, 9. Jan. Die Bildung von drei neuen indischen Infanterie-Regimentern ist amtlich genehmigt worden, diejenige von zwei weiteren Regimentern wird geplant. Sie sollen für den Garnisonsdienst in Mauritius, Singapore, Hongkong und Ceylon verwendet werden. Madrid, 9. Jan. Bei der zunehmenden Verwirr- u n b der parlamentarischen Lage fühlte sich die Regierung veranlaßt, heute d:e Cortes bis Mai zu vertagen. Alsdann soll in erster Linie das nächstjährige Budget beraten werden. Rom, 9. Jan. Ter „Tribuna" zufolge hat ein italienisches Geschwader Besitz von der Nimrid-Bai ergriffen, zu Operationen gegen die Piraten. Wien, 9. Jan. Erzherzog Franz Ferdinand begiebt sich am 18. d. Mts. nach Berlin, um anläßlich der Feier des 200jährigen Gedenktages der Erhebung Preußens zum Königreich die Glückwünsche des Kaisers Franz Josef zu überbringen. Wadowice, 9. Jan. Tas hiesige Strafgericht hat den früheren Landtags- und Reichstagsabg. Pater Stojanow s k i wegen Widersetzlichkeit gegen behördliche Verfügungen zu einem Monat Arrest verurteilt. Konstantinopel, 9. Jan. Der von Briganten in der Nähe von Smyrna gefangen genommene franzö- Nfche Uniert hau Mille wurde infolge Intervention des Vali von Smyrna in Freiheit gesetzt. Aus Stadt und Land. Gieße». 10. Januar 1901. -0- Madcheumord? Heute Vormittag stellte sich, wie wir hören, ein junger Mann 4m Alter von 25 Jahren auf dem hiesigen Pouzeiarnte vor, mit der Angabe, der Mörder seiner früheren Geliebten zu sein. Bou GewiffenS- biffen geplagj, habe ec keine Ruhe; seit gestern Abend irre er umher. Die That schilderte er wie folgt: „Ich bin auS Köpenik bei Berlin und heiße G. Schwabe. In Oberbreidenbach bei Romrod diente ich als Knecht und habe ein Liebesverhältnis mit einem dortigen Mädchen angeknüpft. Gestern Abend, Mittwoch, sah ich sie mit einem fremden Manne in Verkehr. Ich rief sie an, und als sie meinem Rufe nicht folgte, zog ich einen Revolver und schoß auf sie. Mit einem Schrei stürzte sie zufammen. Mein Nebenbuhler floh. Ich schleuderte meinen Revolver fort und bin alsdann weggelaufen. Ob das Mädchen tot ist, weiß ich nicht!" Es hat leider nicht festgestellt werden können, ob die Angaben des jungen Mannes auf Wahrheit beruhen. ** Verhaftung. In vergangener Nacht wurden von einer Schutzmannpatrouille auf der Lahnbrücke zwei an der Hrofdorferftraße wohnende Taglöhner, von denen jeder einen iZack Zink trug, angehalten. Der eine der verdächtigen warf bei der Annäherung der Patrouille das Zink weg und ergriff die Flucht, während der andere verhaftet wurde. Es stellte sich heraus, daß die Thäier das Zink an der Eishalle von E. Schmoll am Woog gestohlen hatten. ** Schiedsgerichtssekretär. Mit der interimistischen Ver- sehung der Funktionen eines Sekretärs de- am 1. Jan. 1901 in Kraft getretenen Schiedsgerichts für Arbeitemersicherung ist der Revisor bei der Landesversicherungsanstalt Gr. Hessen zu Darmstadt Herr Scherf beauftragt worden. ** Die Kohlenbezugsvereinigung des Evang. Arbeitervereins bier hat in ihrer letzten Generatoertammlung einstimmig be* schloffen, den seitherigen Geschäfts Modus in der Weife abzuändern, daß von diesem Jahre an sämtliche zu empfangende Kohlen zum größten Teile im Voraus bezahlt fern müssen, wie dies auch bei anderen solchen Vereinen geschieht. ES wird dann dadurch möglich werden, für die Zukunst eine noch billigere Kohle zu liefern. Die Ausstände für bereits erhaltene Kohlen müffen lt. Beschluß der Generalversammlung vis zum 1. Juli l. I. entrichtet sein. -n. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Hauswasse* leitungen. Von zuständiger Seite schreibt man uns: Die von er Verwaltung des städtischen GaS- und Wafferwerks all- ährlich und auch seit Beginn dieses Winters wiederholt bekannt gegebenen Vorschriften, betr. „Vorkehrungen re." werden, wie die Erfahrung der I tzten Tage lehrt, nicht in allen Häusern gehörig beachtet. Es wird namentlich nicht nach dem Hinweis der Veröffentlichung verfahren, wonach während des Entleerens durch das Entleerungs- Hähnchen am Hauptsperrhahnen auch ein Zapf, ventil im obersten Stock (im Falle der Unzugänglichkeit in einem andern der oberen Stockwerke) geöffnet werden muß, damit überhaupt Luft in die Leitung eindringen und das in der Leitung stehende Waffer nach dem Entleerungshähnchen im Keller usw. zurück-und herauSbi ängen kann. Ferner wird in Häusern, in denen zur Zeit einzelne Stockwerke unbewohnt find, nicht immer die nötige Fürsorge getroffen, daß in dem Raum (Küche usw.), durch den daS Aufsteigrohr führt, auf irgend eine geeignete Art (Herdfeuer, Oefchen, Gar flamme) eine hinreichend überschlagene Wärme erhalten wird, um Einfrieren und «ufplatzen der Aufsteigeröhren zu vermeiden. 933enn aufl örtlichen Gründen die KlosetS nichts anders gegen Frost ge- chützt werden können, empfiehlt es sich, während strengerer Kälte dieselben vorübergehend ganz abzustellen und die Spülung mittelst einer b reit zu hallenden Kanne Wasser — von nur Überschlagener Wärme, um ralchen Temperaturwechsel und Springen der Schüffel zu ve meiden — vorzunehmen. Es dürfte sich sehr empfehlen, die wiederholt im „Gieß. Anz." erfolgte Veröffentlichung: „Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Hauswasser- leitungen" zur Hand zu halten und genau danach zu ver- ahren. — Weitere in daS einzelne gehende Belehrungen in besonderen Fällen ist die Verwaltung des GaS und Wafferwerks gerne bereit, auf Anfrage zu erteilen. Wenn in gegenwärtiger Zeit länger anhaltenden starken Frostes irn gesamten Betrieb einer ausgedehnten GaS- und Wasserwerkanlage ununterbrochen Tags und Nachts noch ganz andere Schwierigkeiten, als sie bei einer HauSeiniichtung auftreten, bekämpft werden muffen, um viel empfindlichere allgemeine Verlegenheiten fern zu» halten und dieserhalb das gesamte verfügbare Personal deS Werks aufgeboten werden muß (Reparaturen von Straßenrohrbrüchen, Revision der Brückenunterführungen und zahlreicher Schächte bis weit in die Provinz hinein, Flotthalten der Straßenhydranten, Auftauen der Ventilbrunven, Gasmesser, Straßenlaternen usw.) so wird die wiederholt ausgesprochene Bitte der Verwaltung nicht ungerechtfertigt er» 'cheinen, Nachsicht zu Üben, wenn bei dem augenblicklich a-ßer ewöhnlich starken Andrang nicht jeder Auftrag unverzüglich fe-ne Erledigung finden kann. fc. Großenlinde», 9. Jan. Die Kreisstraße zwischen Großenlinden und Leihgestern soll umgebaut und die Ortsdurchfahrt durch unser Städtchen verlegt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 17 000 Mk. Die Arbeiten sind bereits vergeben und zwar die Erdarbeiten zu 3000 Mk., Chaussierung 12 700 Mk., Pflasterarbeiten 950 Mk. und Cementröhrenlegunfi 288 Mk. § Butzbach, 9. Jan. In der Vorwoche ereigneten sich mehrere llnglücksfälle auf dem Eise. Zwei Knaben machten sich an dem Weiher in der Nähe des Zellen- gefängnisses da-, Vergnügen, auf losgehauenen Eisstücken hin ir.ib her ’n fahren; da eine der Schollen umkippte, gerieten bi: ' ungen ins Wasser, wurden aber noch recht- , Arbeit' bie« ch°i auf 77 ’JIM 70,0fr f»rt unb bi, 7 W -st' »titz M •7» ISnnen, ob bil vW\t beiden. wurden vor *7 * M btt ,°°°k"'° l'O« eines /Ä*'6'" ®at' • o®1 »tg ,,b ttflti= iftet tourte. e« y ' d" LishMi 60, iten. r lutrniniftisch^ tzer» i bt« an 1. gfln, 1901 ür 8ibeittrt>tij\ä)(runa ungsanstM Gr. fctffti worden. 8 bvang. Arbeitnvneirr umiung linftimmig bt» >duS in der Weise ab« etliche zu tmvfanpttbt >8 bezahlt fern müssen, Vereinen geschieht. Es it die Zulunit eine noch Mnde für bereit- er« >er Generalversammlung Ian«- ..mV "" »"’ «rbei«« ti$lt. ®'Ält ifrierer btt tzautzmasstd :tibi man uni: Die voi - und Wasserwerks all« Winters wiederholt „Vorkehrungen zc." iten Tage lehrt, nicht in ? wirb namentllch nicht ng üttfafjrtn, toonad) -as Sntleernngs- en auch ei» flapf» Le der les gevss^t weiden i die Leitung ein« ".KM -sssi« tehrnde Wasser nach dm urück-. und herauSvi Logen »neu zur Zeit einzelne nicht immer die nötige mm Mche M durch f irgend eine geeignete re) eine hinre.chen oird, um Einfrieren und vermeiden. W-nn ans anders gegen F'vst 9* sich, während Ringer« ani habenden Saune WW Wärme, um ra'ch ltI schchl z« ehr ewps-^e°, d '«Äti" V»*S Ä. in E trtf , ■ ClrnM im gt' starke« M ßBb edehuteu ® *« ^fiebtiti”" versüß Strait» Reparaturen ^hl- nuntersührE «lotl^Qlte« 0aS‘ »Äs» zeitig von einem Arbeiter herausgezogen. Ein anderer Sbiabe fiel beim Schlittschuhlaufen auf der Eisbahn und zog sich einen Knöchelbruch zu, so daß er nach Hause gefahren werden mußte. Darmstadt, 9. Im. Wie die „F'kf. Ztg." hört, soll die „W tylrechtreformvoi läge noch in diesem Winker dem L-ndtoge zugehen, da sich die Regierung durch das bei E Öffnung des gegenwärtigen Landtages in der Toionrede gegebene Versprechen uni durch die vom StaatSminifter rRottje am 16. Februar d s vergang nen Jahres abgegebene Erklärung dazu verpflichtet fühlt. Sie ist rm Ministerium fertiggestellt, nur die B gründung, über deren Umfang und Wortlaut aber jedenfalls demnächst eine Einigung erzielt tuerren dürfte, steht noch aus. Die Vorlage wird das direkte Wahlrecht bringen, jedenfalls mit einigen Kan leien, über deren Charakter noch nichts verlautet. Man glaubt jedoch daß die Stadtvertretungen eine besondere Be rücksichi>g"ng finden sollen. fo. Offenbach, 9. Jan. Direktor Hensel vom hiesigen (Hym aüum wäre heute um ein Haar von der elektrischen Bahn überfahren worden. Er wollte abspringen und glit-chte dabei aus. Nur durch das kräftige Bremsen des Führers wurde ein Unglück verhütet. Der Gefallene erlitt einige Hrutablchürfungen. 1 -i- Offenbach, 9. Jan. Die Hessischen Metzger- Innungen hatten hier am Sonntag eine Zusammenkunft, der auch der Landtagsabq. von Brentano bei mahnte. In den Verhandlungen über eine feit langem an gestrebte Verordnung, wonach in den Städten mit Schlacht- Käufern das eingeführte frischeFleischeinerUnter suchung unterworfen wird, wurde festgestellt, daß in Off nbach z. Zt. Fleisch ohne jede Kontrolle, ohne nach Art, Herkunft oder Zustand zu fragen, frei eingeführt wird. Seil 14 Ich en fordert man eine Aenderung dieser trostlosen Ver- hältmffe, ohne Erfolg. Herr v. Brentano hob die Berechtiguno der oorgebrachken Klagen hervor und versprach seine volle Unterstützung, die unhaltbaren Zustände zu befc tigen. Im klebrigen werden die gesamten hessischen Metzger-Innungen ihre berechtigten Forderungen auf Erlaß der erwähnten Verordnung energisch geltend machen. In Bezug auf das LehrlinqSwefen begrüßte man es, daß das Handwerker gesetz eme Handhabe biete, hier vor allem den Weg zur Hebung deS Handwerkerstandes anzubahnen. Man sprach sich dahin aus, daß eine genaue Ueberwachung der Lehrlinge nötig, und bei den Gesellenprüfungen nicht nur daS Schlachten, sondern insdesondere die exakte Ausführung von AuSbeinen rc nötig sei. Hauptsächlich wäre zum „Denken bei der Arbeit" anzuregen und auf Einführung von Fachschulen hiuzuarbeiten Nach einigen weiteren Gegenständen besprach man die neueste Forderung der Agrarier „Die gesetzliche Einführung -des Handels auf Lebendgewicht." Es wurde als morwendig erkannt, fitzt schon auf die schweren Mißstände hinzuweisen, die dieser Handel für die Metzger unbedingt zeitigen muß, und folgende Resolution einstimmig ange kommen: »Die hessischen Metzger-Innungen erachten den Handel nach Lebendgewicht nicht für geeignet, das Geschäft in geordneten, reellen Babnen zu erhalten, da er zur Ueberootte lung und zum Betrug, geradezu anregt. Zud m läßt selbst bei reeller Wägung das Lebend- «ew'cht keinen r chiigen Schluß auf den Schlachtwert eines TtereS zu. 3 s besondere aber weisen sie die angestrebte gesetzliche Einführung des Handels nach Lebendgewicht als einen Eingriff in die Freiheit des Handels zurück und halten sich für ve> pflichtet, diese von einseitigstem Interesse d'ktte te Forderung der Ag'a.ier entschieden zu bekämpfen." -k- Mainz, 9. Jan. Die b-’r städtischen Verwaltung in reichem Maße zubewilligten Mittel zur Beschaffung von Kohlen für Arme und Minderbemittelte sind so rasch und fo ausgedehnt in Anspruch genommen worden, daß nicht nur iie ganzen Vorräte in kurzer Z it aufgebraucht waren, sondern vorerst noch nahezu 200 Personen mit ihren Gesuchs« am Ueberlaffung von Kohlen abgewiesen werden mußten. Mit Rücksicht darauf bewilligten die Stadtverordneten heute abermals 2000 Mk. zur Beschaffung! von Kohlen für Minderbemittelte. -k- Mainz, 9. Jan. Die große Kälte hat auch in hiesiger.Gegend zweiMenschenleben zum Opfer gefordert. Auf der Landstraße zwischen Westhofen und Ost-? Hofen wurde der Milchhändler Türkes erfroren aufgefunden. Er war am frühen Morgen von Osthofen fortgegangen, um Milch nach Westhofen zu bringen. Das zweite £)pfer ist em Fischer oder Schiffer von einem Orte am Niedermain, der zwischen dem Eis in einem leichten Fischernachen gestern morgen den Main heruntergetrieben kam. Personen in Kostheim, die den leichten Nachen in dem Eise treiben sahen, landeten denselben und fanden darin den erfrorenen Fischer. ko. Crouberz, 9. Jan. Die Abreise der Kaiserin Friedrich an oie Riviera steht nahe bevor. Die Töchter der Kaiserin, Prinzessin Viktoria von Schaumburg und Kron Prinzessin Sophie von Griechenland, werden ihre Mutter be gleiten. Wie man hört, wird sich auch Prinz Heinrich als bald an die R'viera begeben. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der dem Augustiner Schulfonds zu Friedberg gehörende Acker an her Eisenbahn in der Gemarkung Schwalheim, (ca. 14^000 qm) der am 3. d. Mts. zum zweiten Male versteigert ward?, wurde vom Geometer Hofmann in Nauheim für 21860 Mk. erworben. Der Gemeinderat zu Friedberg hat bereits den Zuschlag erteilt. Vermischtes. 'Kiel,9. Jan. Ueber die Bergung der „Gneisenau" wird amtlich gemeldet: Ein Teil der Raaen und Stangen ist geborgen; Dom Bergungsdampfer „Newa" sind die beiden Zentimeier Schnttlfiuergeschütze geborgen, Revolverkanonen, Bootsgeschühe und geschlippte Anker we'den ebenfalls gehoben. Das m Malaga zurück^elaffene Wachtkommando befindet sich ^ils dem BergungSdampfer, der größte Terl der Leichen wurde -n der Nähe des Wracks gefunden, einige dagegen an sehr iwit entfernten Stellen am Strande. Zum Begräbnis wurde von der ..Charlotte- eine Deputation Do - mehreren Offizieren ™, ftncr Anzahl Mannschaften gestellt. Die L.iche des k?apt äuleutnants BerninghauS wurde nach Hamburg übergeführt; die andern bisher gefundenen Leichen wurden auf 'em britischen Friedhöfe beerdigt Es ist zu hoffen, daß auch die übrigen Leichen noch gefunden werden, da die Schiffer eifrigst danach suchen. * Metz, 9 Jan. Der Schnellzug Koblenz-Metz Nr. 122 fuhr um 3 Uhr 28 Min. nachmittags in Metz rntt einer solchen Geschwindigkeit unter die Bahnsteigh ^lle, daß Die Maschine den Piellbock überfuhr und durch Die Mauer- -vanb 7 5 Meter in den Wartesaal 3 Klaffe drang. Die Ursache war zu spätes Bremsen. Die Lnftbremsen waren n Ordnung. Der Postassistent v. Röfener aus Metz erlitt m Wartesaal eine Verrenkung des rechten Fußgelenkes, der Den Bahnsteig passierende Arbeiter Baptist Coriell aus Nil oingen eine leichte Hautabschürfung an der linken Hand. Fahrbeamte ünd ReisenDe wurden n'cht verletzt. Die Maschine und der Packwagen wurden beschädigt. Der Betrieb ist nicht IPMÖ1 t Gerichtssaal. Darmstadt, 9. Jan. In der Sache Wolff-Offenbach gegen das „Große Kolleg" wurde heute vor dem Oberlandesgericht der Zeuge Mittermeier über die Formalitäten vernommen. Auf Grund ner Zeugenaussage erließ das Gericht einen Beweisbeschluß, wonach sämtliche in der Generalversammlung anwesenden Kollegmitglieder als Zeugen vernommen werden, daß sie vor Mitteilung des für die Ausschließung maßgebenden Thatbestands zur Unterzeichnung einer Liste veranlaßt wurden, Vie sie verpflichtete, für die Ausschließung des Beigeordneten Wolff zu stimmen, wenn sie nicht wortbrüchig werden wollten. fo Dffrubad) a. M., 8. Jan. Der ambulante Gerichtsstand für die Presse hatte heute den Redakteur der „Franks. Volksstimme", Zielowski, vor das hiesige Schöffengericht geführt. Die Volksstimme hatte am 21. Juni in einem Artikel, für den Zielowski die Verantwortung trug dem Stationsvorsteher Bacher t in Isenburg vorgeworfen, daß er die ihm unterstellten Arbeiter zu Privatarbeiten für sich verwende. Sie müßten die Ziegen melken und füttern, Wasser tragen, Holz hacken, kurz eine solche Menge Haus- und Feldarbeiten für den Stationsvorsteher verrichten, daß ihnen zu Arbeiten für die Bahn kaum noch Zeit bliebe. Es sei deshalb fraglich, wozu diese „Mädchen für Alles" überhaupt von der Bahnverwaltung angestellt würden, da von letzterer doch sonst so sehr gekargt würde, namentlich bei der Anstellung zu verantwortlichen Posten wie Weichensteller, Rangierer u. s. w. Die Eisen- bahnverwallung sowohl wie Bachert, strengten Beleidigungsklage an. Der von Zielowski angetretene Wahrheitsbeweis mißglückte insofern, als festgestellt wurde, daß die Arbeiter wohl für Bachert thätig gewesen waren, aber außerhalb ihrer Arbeitszeit für die Bahn, und daß sie von Bachert dafür bezahlt worden waren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 3 Monaten Gefängnis. Der Amtsanwalt hatte 6 Monate beantragt. -k- Mainz, 9. Jan, In der letzten Sitzuung der Strafkammer deS hiesigen Landgerichts würben sieben Mtglieder des Krteger- veretnS tn Alzet, weil sie ohne polizeiliche Erlaubnis am Grabe ineS verstorbenen Kameraden geschossen haben, zu je einer Mark Geldstrafe oerurtetlt. Die Anzeige von diesem Vergehen wurde von dem Präsidenten deS LandeSoerbandeS „Hassta" gemocht, dem angeblich allein daS Recht zusteht an dem Grabe seiner Mitglieder zu schießen. Von dem Schöffengericht in Alzoi, wo die Sache zue.st ,ur Derhandlunq kam wurden die Angeklagten freigesprochen. Araukfurt a. M., 9. Jan. Wegen Verbrechens im Amte in zwei Fällen (U ttrrlchlaaung von Postanweisungen in geringer Höhe, wobei mit der einen Postanweisung die andere ersetzt wurde) und einer einfachen Unterfchlaguna wurde der 23 Jabre alte Postgehilfe Archur Rousselet von Friedrichsdorf vom hicsigen Schwurgericht zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Mann hatte 50 Mk. Gehalt und 20 Mk. Zuschuß von seinen Ettern. Leipzig, 10. Jan. Das Landgericht Marburg hat den Lehrer Wolf Amram wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 4 Tagen Gefängnis verurteilt. Eine siebenjährige Schülerin hatte seinem wiederholten Verbote entgegen geflüstert unb er hatte sie dafür ins Ohr gekniffen. Das Ohr zeigte später eine Wunde, anscheinend davon herrührend, daß der Fingernagel in das Knorpel eingedrückt worden war. Weil dem Angeklagten der Beweis, daß das Kind die Wunde schon vorher hatte, ab- qeschnitten worden ist, hob das Reichsgericht auf seine Revision das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Kandmittschast. — Mittelrheinischer Berbandskalender. Nicht die Verlagsanstalt Vo-gt & Gleiber in F ankfurt a. M. fonbern der Ausschuß des Landwirtschaftlichen VersicherungS Verbandes „Mtttelrhetn" hat für die beste und vollständigste Benutzung des der Buchführung gewidmeten T"il« de« K" end'r« namkiste Preise aus"esftzt. Kottesdievst in der Synagoge, Südanlage. Asraetitifche Fieligionsgemeiade. Samstag den 12 Januar 1901. Vorabend 4»» Uhr, morgens 9 Ubr Haphtarah Erklärung, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 5“ Uhr. Gottesdienst der israeütischen Keligionsgesellschast. Sabbatbseier am 12. Januar 1901. Freitag abend 4« Uhr, Samstag vormittag 8»o Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 6so Ubr. Nachmittag 2«o Uhr Gchrifterklärung. Wochengottesdienst: morgens 7,e. Uhr, abends 4" Uhr. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Großen Vuseck, den 9. Januar. Bei der Bürgermeisterwahl am 2 l. Mts., die nach dem G setz geheim fdn soll, wurde durch den Bürgermeister die geheime Wahl verletzt, indem er die Stimmzettel selbst abnahm und gegen dir Sonne hielt, daß man den betreffenden Namen ganz genau lesen konnte. ES wurde darüber beim Großh. Kreisamt Beschwerde geführt. Bürgermeister M per hat aber zu einem Ortsvorstandsmitglied « äußert, die betktffcnden Beschwerdeführer seien bet dem Grrßh, Kreisamt abgewiesen wo-den. Wir bitten um Aufklärung. M»>brere Bürger. Handel und Verkehr. Uolkswirtschast. Preußische Hypotheken - «rite». Bank. Die „Ftts. Ztg." schreibt: „Die weitere Piüsung der Hypoiheken dieser Bank hat, wie ich erfahre, für das Verhältnis betreffs der Güte der Hypotheken keine neue Vers »iebung ergeben. In btft mterrichteten Kreisen nimmt man an. daß im Ganzen etwa 8—9 pCt. der Hypotheken sich als nickt unterlagtzfähig Herausstellen werden, wobei aber heroo-zuh ben ist, d?ß auch diese nicht unbediogt schlechte find. Der Eingang der Hypo t> kerzinsen geht befriedigend vor sich, sodaß man zufrieden fein kann. 4proz. Badische Staat- Anleihe. Die bereits emittierte Anleihe ist so sta k gezerchnet worden, daß den einzelnen Anmeldunger- nur ein ganz geringer Prozen'satz zugeteilt werden kann. Bei de> Iprozentigen Verzinsung, dem billigen Kurse und der langen Unlünd- oatkett war d>eS auch vorauszusrhen. ^proz. neue Bayerische Eiseubah« - Anleihe von 190t. Die Körnst. Bayer. Staa siegierung uat eme neue Effcnbahn-A"ie>b. oon 100 Mill onen Mark abgeschloff n die am 14. Januar zu lOO1/*®/© uc öffentlichen Zeichnung aufgelegt wird. Der ®4olg wird ein sehr bedeutender sein, da die Kapitalisten einer vierprozentigen Staatsanleihe d. M, Dietz Mk. 5. — Zuiam tn Ml. 348.70. D»e Expedition des Gießener Anzeiger-. Wir bitten dringend, Geldspenden persönlich abzugeden und nicht in untenn Brrefkanen »u wer'en Neueste Meldungen. Breslau, 10. Jan. (Tel.-Meld. b. „Gieß. Anz.") heute morgen einhalb 4 Uhr wurde in der Umgebung der Stadt Glaz in Schlesien sowie in den benachbarten Orten ein von Süden nach Norden gehender heftiger Erdstoß verspürt. Tie Häuser in ihren Grundfesten, sowie die Bilder, Möbel usw. in den Zimmern wurden bewegt. Berlin, 10. Jan. Der Antrag auf Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Kommerzienrats Sanden ist jetzt gestellt worden, wird jedoch auf Betreiben Sandens durch die Rechtsanwälte Fuchs und Dr. Schwindt im Beschwerdewege beim Amtsgericht angefochten werden. Die Untersuchung geht nur langsam vorwärts, da sich wegen des in der Beschwerde-Instanz befindlichen Haftentlassungsgesuches eines der verhafteten Tirektoren die Akten beim Kammergericht befinden. Kiel, 10. Jan. Kapitänleutnant Werner, der älteste überlebende Offizier der „Gneisenau" ist hier eingetroffen. Thorn, 10. Jan. Hier haben von feiten der Gerichtsund Polizei-Behörden Haussuchungen bei zahlreichen polnischen Gymnasiasten stattgefunden. Tie Behörden sollen annehmen, daß ein politischer Geheimbund polnischer Gymnasiasten besteht. Valencia, 10. Jan. Der hiesige Gemeinderat hat das Tragen des priesterlichen Gewandes innerhalb der Gemeinde verboten und befohlen, sämtliche Kapellen im Bereich der Gemeinde zu schließen. Lissabon, 10. Jan. Nunmehr ist die amtliche Bestätigung eingegangen, daß eine Revolte der abessy- nischen M r n e n a r b e i t er an Bord des deutschen Dampfers Herzog und ein Kampf mit portugiesischen Polizeitruppen stattgefunden hat. Beide Teile hatten Tote und Verwundete zu verzeichnen. Die Ursache der Revolte war (wie bereits mitgeteilt) die Be- fürchttrng der Minenarbeiter, sie würden in den Bergwerken Rhodesiens eine schlechte Behandlung zu erdulden" haben. Konstantinopel, 10. Jan. Es wird als ein schlechtes Zeichen angesehen, daß keine Bulletins mehr über die Pest veröffentlicht werden. Die Privatnachrichten klingen ungünstig. Sicher scheint, daß es sich um Lungenpest handelt. Die meisten Fälle verlaufen tätlich. - Infolge der Schnee stürme kam seit dem 31. Dezember kein rumänischer Postdampser hier an. Wien, 10. Jan. Bei den Reichsratswahlen in den Landgemeinden Nieder-Oesterreichs, Tyrols, Schlesiens und Salzburgs erlitten die C h r i st l i ch - So z i a l e n und Antisemiten wieder mehrfach Niederlagen, indem statt ihrer Kandidaten andere lokale Kandidaten gewählt wurden, die zwar klerikal sind, aber mit der Wiener Antiserniten-Partei in keinem Zusammenhang stehen. New-Pork, 10. Jan. Die Influenza grassiert hier sehr stark, lieber 200 000 Personen sind daran erkrankt. Auch in Washington liegen über 100000 Personen krank darnieder. Die Hospitäler sind mit Kranken überfüllt. New-Dork, 10. Jan. Zwei Dampfer, darunter der englische „Dunston" stehen im Hafen von Brooklirr in B r a n d. 1 4u/otige neue Bayer. Staats-Eisenbahn-Anleihe unkündbar bis zum Jahre 1906. Emissionskurs lOOVo'-^O Anmeldungen zur Zeichnung nehme ich von heute bis zum 13. Januar entgegen. 523 Conrad Dietz, Bankgeschäft. Börsennachrichten. Berlin, 9. Januar, 4% Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 50.10 M. 4% do. 8. 5/« unk. b. 1904 50 10 „ 3Vs % do. 8. 7/8, unk. b. 1908 49.00 „ 4 Vo D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 97.80 , SV.o/o do. unk. 1905 89 50 „ 4v/o Preusa. Hyp -A -Bank S. 8-12 83 00 w 40/0 do. 8. 15-18 unk. b. 1900 85.70 M. 4 0/g de 8. 19-20, unk. b. 1905 85.70 „ 3*,% do. 8. 13, 14 78 00 „ 81/10/o do. 8. 21, 22, unk. b 1905 78.00 „ Telephonischer Kursbericht. Frankfurt, den 10. Januar. 5 /•% UeichBanleihe . . 96.20 3 % do . , 86.20, 3M| % Kpnsols .... 96 20 8 '-Vo do .... 85.60 3*.'e % Hessen .... 93.30 5 7c Ital en. Rente . . . 95.40 40/0 Griech Monop.-Anl. 43 30 3 0/0 Portugiesen . . . 24.40 3 0/0 Mexikaner .... 25.80 4Ve 0/8 Chinesen .... 80.90 Tendenz: e Kreditaktien..... 208 20 Diskonto-Kommandit . . 17b 60 Darmstädter Bank . . .131.10 Dresdener Bank .... 144 50 Berliner Handelndes. . .147 60 Oenterr, Staatabahn . 143 40 Gotthardbahn . 'c- -,l Laurahütte ... 9 yo Bochum 73' » Hcrpener.......0 50 )hwach. 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Tasllrheberre 'den Gesetzen zum Schuhe >an, die schon ergangen 8>em Geörauchs-M/^ Neuerungen, non neuen’ Unternehmers schützen, el Hasser einer Schrift ode ^gehendes Nutzungsreck Mher hat man diese Au^ Autors lediglich de vildungselemente seien d Hot' und weil die Allgem feme geistigen Wert, S nUE rnod) ^reinze Wnti also her Entw nb kr «eitentigfeit, i Iekepyon 46 ä 25, 80 UNd 35 Pfg., ä 40, 50 „ 60 „ ä 65 Pfg. k 80 und 100 Pfg. a 75 Pfg. k 45 Pfg. ä 30 UNd 20 Pfg. h 50 und 65 Pfg. A. »auffmann, Hamburg I. In em Fabrikg schatt toirö per sofort, evtl. 1. April, ein tüchtiger junger Mann für Kontor und zum Besuch der Stadtkundschaft gesucht. Offerten mit GchaltSansprüchen unter L A om an die Expedition d"s'S Blntt-s erbeten 0 101 Ern l^jähr., ansiändigeS Mädchn, welches tue Hausarbeit versteh! und etwas kochen kann, sucht per 1. April Stellung Frdl. Behandl. Hauptbeding. 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