16. •Cht Un.ni Wien 8flt £ Men !Md)en lfltx i§ oltiH tl,felfen dm w beflitt9en. lieber.. £Äte?bften Mr. seatur Weit, Wirkungskeü JJ'1"'") unttx 498 D^'tion ‘•UhtTüW^“ Wf für dauernde Ä* Knecht 1 Lohn sofort gesucht. anrdürschaiea gesucht. X M. ech«u>of, :S Mbchen tut nach«. )t Goetb'ftrahe 50. w. lilitzks WW »m- und Hauöarbtil ibtuat gesucht. 484 «adnhofürak. U Eme tianffrau oder Mädchen bet hohem Lohn sucht, ftranthnttrfa. 11. rdrniüches Klübchen in ten tzautzhck gegen hohen s ktrchettvloh 9, ßt’63. WWch lertravkussteünng ttionSsähtger sunger TUnn ma ^eugmssrn. Offerten unter Nr. 0103 SnteMtton diese? Blatte?. t, 3W, cütt M t, Mt jet_aUftt_etdbttb6t. M^ÜntmW^M Shawcress, Bergstt.i», [„„rfatontirä* tla stoterri-Slsu^MN. ZJLZ*. W A. Oxford, *S$el6. *282 KäSl. Tji, Lü^KS , W*h88Sfleb. bei ÄJ ^S-lobN'KrWvA MM -.WE SÄ 5^ I Freitag den 11 vimiar Nr 9 (Me8 Bla« 1901 GießenerAnzeiger General-Anzeiger Aints- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren Alle Anzeigen-Vcrmittlungsftellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf» auswärts 20 Pf. 151» Jahrgang frfefirint tägkick mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener Aamikleub kälter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" u. „Blätter Mr Hess. Volkskunde- »öchtl. 4 mal beigelegt. AZezugspreis vierteljährl. Mk. 2.20 monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn; durch die Abholestclle» vierteljährl. Mk. 1.90 monatlich 65 Pfg. Bei Postbezug Mk. 2.— vierteljährl. ohne Bestellgeld. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 tthr. Abbestellungen spätestens abends vorher. Redaktion, Expedition und Druckeret: rchulßratze Ur. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Dlätter für hestifche Ualkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprecher Nr. ÖL Amtlicher Feil. Gießen, 8. Januar 1901. velr.: Die Feier des Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen en die Schulvorstände des Kreises. Da das Geburtsfest Seiner Majestät des Kaisers in diesem Jahre auf einen Sonnlaa fällt, veranlassen wir Sie, die übliche Schulfeier auf Samstag den 26. ds. Mts. an znberaumeu. v. Bechtold. Bekanntmachung, ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß sich die Diensträume und daS Sekretariat des SchiedS gerichtS für Arbeiterversicherung in der Provinz Oberhessen in Gießen, Ostanlage Nr. 29, Erdgeschoß, Erfinden. Gießen, den 10. Januar 1901. Schiedsgericht für Arbeiterverficherung. Boeckmann. Bekanntmachung, betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Garbenteich. In der Zeit vom 10. Januar l. IS. bis einschließlich 16. Januar l. Js. liegen die Akten Über den Abtrieb des Waldes in dem Waldbezirk „die Sträuchen rechts des Gilder Pfads- auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Garbenteich zur Einsicht der Beteiligten offen. Aus diesen Akten sind insbesondere die in Betracht kommenden Privatwaldparzellen mit Angabe der Bonitierungs- werte, sowie des Wertes des auf diesen Parzellen bestandenen Holzes zu ersehen. Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Aus schluffeS innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Garbenteich schriftlich einzu- reichen. Friedberg, 2. Januar 1901. Der Großh. Bereinigungskommissär: Sandmann. Oberheff. Obstbauverein Vereinsbezirk Gießen. Die Hauptversammlung des BereinSbezirkS Gießen des Oberhessischen Obstbauvereins findet am Sonntag, den 13. Januar nachmittags 3 Uhr auf LonyS Felsenkeller in Gießen mit folgender TageSorkmung statt: 1. Neuwahl des Vorsitzenden de« BereinSbezirkS. 2. Baumwärter als Obst- und Baumhändler, Referent: Direktor Dr. v. Peter Friedberg. 3. Welche E fahrungen wurden mit den vom Ober- hessischen Obstbauoerein verbreiteten Sorten gemacht? Referent: Oberlehrer Reichelt-Friedberg. 4. Wünsche und Anträge aus der Versammlung. Die Mitglieder des Oberhessischen Obstbauvereins sowie sonstige Interessenten werden hiermit zu der Versammlung eingeladen. Die Großh. Bürgermeistereien deS Kreises wollen dieselbe in ihren Gemeinden bekannt geben. Gießen, den 9. Januar 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: C. Heinrichs. Deutscher Reichstag. Berlin, 9. Januar. Ter Reichstag setzt die Beratung des Verlags- und Urheberrechts fort. Abg. Dr. Oertel (kons.) wünscht auch einen Schutz von Privatbriefen und -Erlässen. Er stimmt der Vorlage im allgemeinen zu, hält aber die Bestimmung über die Quellenangabe für zu weitgehend. Nicht weit genüge geht der Schutz des Urheberrechts bei der Veranstaltung von Sammlungen, insbesondere von Schulbüchern. Kleine Gedichte, die ich verbrochen habe, kann ein Schulbuchautor, ohne mich zu fragen, übernehmen; das will ich ihm konzedieren; er kann das Gedicht aber auch nach Belieben dem des Buches entsprechend abändern, ohne mich zu fragen, so daß eventuell unter einer möglichsten Verballhornisierung mein Name prangt. Ich erinnere nur an die entsetzliche Verböserung des alten Volksliedes, in dem anstatt des Liebchens der Onkel verschwunden war. (Heiterkeit.) Komponieren lassen müssen wir uns unter allen Umständen. Ein ganz ennstes Lied wird von einem Coupletfabrikanten in parodistischem Sinne vertont, auch das muß sich der Autor gefallen lassen, dabei geht auch materiell dem Urheber manches verloren, denn diese Kompositionen bringen dem Komponisten oft Tausende ein, während der Dichter leer ausgeht. Das soll jetzt auch rechtlich so sein, aber ein Grund für eine solche Benachteiligung des Autors ist nicht abzusehen. Auch für die Honorarfrage sollten im Gesetze schärfere Bestimmungen getroffen werden; die Uebertragbarkeit des Verlagsrechts ist auch in der Unbeschränktheit, wie sie die Vorlage will, nicht notwendig uifb lediglich eine Maßregel im einseitigen Interesse der Verleger; jedenfalls sollte die Uebertragung nur von Gesamtausgaben, nicht aber für irgend ein beliebiges Werk eines Autors gestattet sein. Abg. Schrader (fr. Ver.) hält im Gegensatz zu den anderen Rednern die Uebertragbarkeit des Verlagsrechts für gerechtfertigt. Staatssekretär Nieberding hofft auf eine Verständigung über die streitigen Punkte, rechtfertigt besonders den verschärften Schutz der Zeitungspresse und die Uebertragbarkeit des Verlagsrechts, ohne die der Verleger handelsrechtlich zu sehr beschränkt wäre. Man hat bedauert, daß der Entwurf nicht den Schtttz der Photographieen umfaßt. Man kann nicht zu viel auf einmal thun; ich hoffe, daß, wenn wir erst zum Schutz der litterarischen und musikalischen Erzeugnisse gekommen sind, es nicht zu lange dauern wird, bis wir zum Schutz der Erzeugnisse zuf photographischem Gebiet gelangen werden. (Beifall.) Abg. R i n t e l e n (Ztr.) findet es ungebührlich, daß nach § 38 der Konkursverwalter das Verlagsrecht unbedingt übertragen darf. Er Grüsse bedauern, Hafi er im Punkte der Uebertragbarkeit sowohl dem Staatssekretär als Spahn widersprechen müsse. Autoren, Professoren und Komponisten ständen allein. Das müsse doch einen Grund haben. Autoren suchten einen bestimmten Verlag aus in, der Hoffnung, daß ihr geistiges Produkt weiteste Verbreitung finde. Was dann, wenn zum Beispiel Brockhaus ein Buch an einen unbekannten Verlag verkaufe und dieses so ganz von der Bildfläche verschwinde? Abg. Dr. Müller-Meiningen (frs. Vp.): Eine Verschlechterung ist die Bestimmung in § 24, daß Schulbücher- Herausgeber an Gedichten, Aufsätzen usw. ihnen erforderlich scheinende Aenderungen vornehmen dürfen. Es ist schon an die Entstellungen erinnert worden, die auf diese Weise von derartigen Herausgebern verbrochen worden sind: so an das „Mein Onkel ist verschwunden" statt „Mein Liebchen ist verschwunden", und in dem Volksliede: „Kommt ein Vogel geflogen" statt „Von der Liebsten einen Gruß", „Von der Mama einen Gruß", da ja unter allen Umständen die Liebste unsittlich ist. Die Nationalhymne hat man verhunzt, indem man die Strophe „Nicht Roß nicht Reisige" einfach wegließ, um der Jugend nicht demokratische Gedanken einzuimpfen. (Heiterkeit.) Der Vervielfältigung solcher Ver- ballhornisierungen sollte man doch mit allen Mitteln entgegenarbeiten. Der reelle deutsche Buchhandel sott mit dem Entwurf betreffend das Verlagsrecht nicht getroffen werden, denn er kann damit gar nickt getroffen werden, dafür bürgt seine Reellität. Andererseits sind aber doch die Schilderungen, die uns hier über das Elend großer Journalistenkreise und ihrer Ohnmacht gegenüber den Verlegern gemacht worden sind, nur allzu wahr, und diesen wirtschaftlich Schwächeren soll durch den Entwurf eine Stütze geboten werden. Wenn diesem Entwurf etwas zum Vorwurf gemacht werden kann,, so ist es seine Lückenhaftigkeit. Wir haben besonders dringend notwendig auch ein T h e a t e r r e ch t. Ueber die Grundlagen des ganzen Verlagsrechts scheint sich der Verfasser des Entwurfs sehr stark im Unklaren befunden Hießener Stadttheater. Atachsmamr als Hrzieser. Komödie in 3 Akten von Otto Ernst." In den Weihnachtstagen sah ich in Berlin drei Novi täten: im Deutschen Theater das mißglückte neueste Werk Serhart Hauptmann« „Michael Kramer", in dem die Genialität de« Dichters unbezwingbar zum Ausdruck kommt und daS trotz de« durchaus gerechtfertigten Mißerfolgs doch das Bewußtsein hinterließ, daß nur ein echter Dichter eine solche in Dialogform gekleidete Meisternovelle zu schaffen im Stande ist; auf der Sezessionsbühne das litterarisch wertvolle und bühnenwirksame Lustspiel „Der Leibalte" von Lothar Schmidt, dessen Held gegen einen pedantischen, streberischen und phari sLischen Gymnafialoberlehrer nach Dreyerschem Rezept zu j-tlöe zieht; und endlich im Lessingtheater „FlachSrnann als Erzieher." Mit diesem Stücke verhält es sich gerade entgegengesetzt wie mit „Michael Kramer". Ich muß gestehen, wir wäre der Mißerfolg Gerhart Hauptmann« lieber als der Erfolg Otto Ernsts, dessen Stücke man doch nur beschei denen dichterischen Wert nachrühmen kann. Seine „Komödie" ist in Wirklichkeit nicht viel mehr als ein ganz geschickter, «iqj! einmal geistreicher Schwank. Bon Otto Ernst, der einst in der vordersten Reihe jener stand, die die Notwendig- leit einer Wiedergeburt der deutschen Litteratur zu beweisen snchten, hätte man doch etwas anderes erwarten sollen. In seiner „Jugend von heute" steckt trotz vielfacher Mängel doch wenigstens eine starke Satire als gesunder Kern, mit seiner Klachsmann-Lomödie dagegen ist der Verfassers nahe an das außerhalb der Grenzen der Litteratur liegende Gebiet der Banalität hinabgestiegen. Noch einen Schritt weiter, und er ist au« dem Gesichtskreise litterarischer Kritik entschwunden Ernst, der Mitarbeiter der „Jugend", entpuppt sich hier als eine Art Paul Lindau in seinen befferen Zeiten; Ernst scheint unter den Ernsten mcht mehr mitthun zu wollen. „Jugend von heute" ließ die Hoffnung zu, die hier zu Tage tretende feine satirische Begabung des Direktors würde ihn zu einer satirischen Meisterkomödie führen. Man erwartete von Ernst ein Weltbild, von der hohen Warte des überlegenen, ironisch lächelnden Dichtergeistes aus geschaut. Nach seinem „Flachs mann als Erz eher" hoffe ich nicht mehr, bebaute vielmehr, daß es Otto Ernst so überraschend gelungen ist, sich in dem seichten Genre zurechtzufinden, daß er die Späffe dieser Litteratursphäre so ohne Scheu verwendet. Hier und da S selbstverständlich ver netnt wurde. D- lung hat sich schon damit beschäftigt. Von zwei Punkten ging inan bei der Frage aus: Was werden die Zionisten, und was wird besonders unser großer Rickert dazu sagen? (Große Heiterkeit.) Wir Zionisten sind freudig einverstanden, erklären aber, daß der Judcntag nur mit uns oder gar nicht zu stände kommt! (Beifall.) Was Rickert dazu sagt, ist uns völlig gleichgiltig! (Allg. Zustimmung.) Wir werden selbst für uns stehen. Der Judentag, so legte dann der Redner dar, solle eine doppelte Aufgabe haben: Nach innen soll er den Zerfall auf halt en, die Gesinnungslosigkeit beseitigen, das Gefühl für jüdische Ehre wecken. Nach außen soll er Abgeordnete beeinflussen. Ferner soll er die bedrohten staatsbürgerlichen Rechte der Juden wahren. In Hessen werdendie Juden noch nicht einmal Nachtwächter. (Heiterkeit.) Der Judentag solle öffentlich seine Stimme erheben, und wie man auf die Antisemiten gehört hat, so wird man auch auf uns kören! (Stürmischer Beifall.) In der Diskussion beschuldigte Rabbiner Dr. Rieger den Referenten indirekt des Vertrauens- b r u ck) s, daß er aus jener Vorversammlung Mitteilungen gemacht habe. Darüber entstand große Unruhe. Die Juden seien nicht eine nationale, sondern eine religiöse Gemeinschaft. Eine weitere politische Bethätigung des Judentums sei überflüssig. (Widerspruch.) Die liberalen Parteien seien noch immer das kleinste Uebel. Ein Judentag — er wird Euch nichts helfen! (Lärm.) Dr. Karo: Ich muß konstatieren, daß es ein jüdisches Volk leider nicht mehr giebt. (Gelächter.) Das ist untergegangen! (Lärm.) Die Voraussetzung eines Volkes fehlt den heutigen Juden: die Sprache. Die Absonderung von den andern ist ein kolossaler Fehler. Wir können gute Deutsche und gute Juden sein ! (Beifall.) Die liberalen Parteien, einschließlich der Sozialdemokratie, haben schon viel für uns gearbeitet, ebenso unser Rickert! — Rabbinatskandidat Blumenthal spricht begeistert für einen Judentag. Das jüdische Volk erhebt sich! Geben wir ihm sein Volkstum! Das Band der Religion knüpft wenige zusammen. Aber doch fühlt sich jeder als Jude. (Ruf: Leider! Pfuirufe.) Die Losung müsse sein: L o s v o m politischen Liberalismus ? (Stürmischer Beifall.) — Dr. Buwe (?) erklärt: Wir Juden haben als Volk noch eine große, wunderbare Zukunft, größer, als ein Jude sie heute ahnt. Wir müssen den Judentag haben! — Herr Levy: Ich habe vorhin „Leider" gerufen. (Lärm und Pfuirufe.) Ich h-alte es für verkehrt, immer den Juden he rauszu kehren Ich glaube nicht an eine Zukunft für uns. Wir haben unsere Mission erfüllt und haben nur noch an den allgemein menschlichen Aufgaben mitzuarbeiten. (Zuruf: Lesen Sie die „Staatsbürger-Zeitung"?) Dr. Hirsch Hildesheimer ist für einen Judentag nur, wenn er an die Synagogenvertretungen anknüpft. (Allgemeiner Widerspruch.) Man solle die Lage der Juden nicht trüber malen, als sie ist. Bei der Xantener Affaire brannte ganz Deutschland, heute bei Könitz ist das nicht der Fall. Das ist doch ein Fortschritt! — Ein Redner fragt, ob man etwa konservativ-agrarisch wählen solle? — Vo« Tumult und Pfeifen wuroe Dr. Rieger (Rabbiner) unterbrochen, als er den jüdisch-nationalen Gedanken für krankhaft erklärte. — Dr. Friedemann: Das ist mir selbst von einem Rabbiner noch nicht vorgekommen! Wir danken Gott, daß er uns den Antisemitismus geschickt hat, daß wir uns auf uns selbst besinnen können. — Erne Erklärung wurde lichem Einkommen, das Herrn Ernst von Verlegern und Theaterdirektoren zugesichert sein soll. Hätte er einen Pedanten geschildert, dem man nichts weiter vorwerfen kann, als daß er eben Pedant ist, der einen aufgeklärten Menschen mit Nadelstichen an den Rand des Wahnsinns bringen kann, dann hätte er doch wenigstens eine Komödienfi gur geschaffen, wenn auch noch lange keine Komödie. Zu loben ist an der Ernst'schen dramatischen Bolksrede der fröhliche Grundton, die konsequent durchgeführte Gesinnung des idealen Schulmeisters und die Wärme und Frische, mit der er sie vertritt. Und zudem hat Ernst es verstanden, den Darstellern sehr dankbare Rollen zu schreiben und den Zuhörern hübsch klingende Schlagworte zu bieten. Das Schulmilieu ist sehr hübsch geschildert, aber zum Teil ins Groteske verzerrt, wenn auch einzelne Figuren als echte und lebenswahre Typen erschienen. Ernst.ist ein Volksschullehrer, der über das Hohe und Herrliche seiner Berufesgut zu reden versteht. Bisweilen quillt seine Darstellung aus tiefstem Herzen. Das schafft seinem Stück mit Recht Sympalhieen. Aber etwas mehr Bescheiden heil wäre dem Herrn Flemming doch zu wünschen; er schein, mitunter fast ein allwissender Romanheros ä. la Spielhagen. F'öbel und Pestalozzi sind die reinsten Waisenknaben gegen diesen pädagogischen Helden ohne Furcht und Tadel. Der lebendige Dialog hilft über manche epische Breite der Entwickelung hinweg. Die gelungenste Szene des Stückes ist die, in der der feingedachte Schulrat Dr. Prell jedes einzelne Mitglied des Lehrerkolleaiums charakterisiert. Geht auch die Schilderung der Nebenfiguren zu weit, so ist diese Abschweifung doch interesiant und das Urteil so haarscharf, daß man mcht gern ein Wort davon vermissen möchte. Tue Kleinmalerei ist das Wertvollste dieses Genreftück^s, und die kleinen Schulklassenblüten find in echter Theatersprache recht hübsch vorgeplaudert. Die Schulzeit ist für Alt und Jung, Männlein und Weiblein, für die verschiedensten Menschen die gemeinsame, gleichmäßige Erinnerung, die wir das ganze Leben hindurch zumeist mit Kinderaugen anzusehen und vom Standpunkte des gequälten und empörten Schülers zu beurteilen pflegen. Da wüd das Publikum leicht wieder zum Kinde, es freut sich über die alten bewährten Schulwitze wie z. B. „die Schulzeit ist eine unangenehme Unterbrechung der Ferien-, einen Witz, den schon der Quintaner belachte. Dieser und jener fühlt einen merkwürdig lange nachgelragenen Haß mit Behagen befriedigt, wenn es seinen früheren Peinigern, den Lehrern, einmal ordentlich gegeben wird. Ueber das Berliner Publikum, das solche selbstverständlichen Gemeinplätze, wie „die Sonne, die manchem Kinde die Familie nicht giebt, soll ihm die Schule geben- und andere an der Ober fläche schwimmenden „Reformgedanken- beklatschte, sodaß sich der anwesende Autor, ein behäbiger, kleiner blonder Herr mit rosigem Gesichte, mehrfach bedanken konnte, habe ich mich gewundert. Aber man gewöhnt sich das Wundern ab, wenn beim Umfallen eines Stuhles, wenn bei jebem komisch sein iollenden Fistellaute, wenn geklatscht wird bei jedem faden Schlagwort, dem man in Fachzeitschriften auf jeder Seite begegnet. Die Aufführung bei uns in Gießen war recht lebendig und drastisch. Namentlich Herr Liebscher schuf aus dem verknöcherten und verbisienen Flachsmann, dem Erzieher wie er nicht sein soll, eine köstliche Weißenfelser Gestalt von nur geringer Uebertreibung Herr Ramseyer gab den polternden Schulrat mit dem unbefleckten Herzen in Maske und Spiel vorzüglich, allerdings in der von ihm über alle Gebühr bevor zugten Art deS JnSpublckumfprechenS. Neben dieser Figur verblaßt der Schulübermensch Flemming ganz und gar, d ffen überschwängliche Bort Sge Herr di Balthyni mit sehr viel Stimmaufwand etwas renommistisch hielt. Herr B. bemühte sich, die Figur lebenswahr zu gestalten, und das gelang ihm auch bisweilen sogar mehr als fie es eigentlich zuließ. Dann aber kam wieder der böse Geist Deklamatoiius über ihn und alles Natürliche war dahin. Herr B. zeigte gestern, daß er natürlich sprechen kann, aber er hats manchmal mit dem Coul ssenfeuer ganz arg. Und dann wieder fällt er in den ernstesten und bedeutsamsten Situationen in eine leicht* fertige Tändelei in Wort und Geberde, die durchaus deplaciert ist. Der junge, keineswegs unbegabte Künstler müßte unter strengerer Regie stehen, um zu tadellosen Leistungen zu gelangen. Frau Helm gab eine grobkörnige, scharf charakterisierte Lehrerin als urkomisches pädagogisches Mannweib sehr natürlich und auch nur gelinde übertrieben. Frl. Wohlbrück war ganz niedlich, aber doch, wie immer, nicht so ganz bei der Sache; vor allem fehlte ihren zarte« Tönen mehr Empfindung und ihrer gesunden Derbheit die ehrliche Ueberzeugung. Die verschiedenartigen Lehrertype« aaben die Herren Lachmann, Helm, Kirchner und Marlitz mit Geschick. Auch die Herren Kruse und Heuser verdienen Anerkennung. Kleine Mängel in der Beherrschung des Textes wirkten nicht besonders störend, da- Zusammenspiel war tm ganzen recht gut. Nach dem lauten Beifall, den das — nehmen wir alles in allem, schließlich doch ganz liebenswürdige Stück fand und der mitunter dem Kinderjubel vor dem Kasperle-Theater nahe kam, wenn der haarige Teufel die wohlverdienten Prügel erhält, darf man annehmen, daß „Flachsmann als Erzieherauch bei uns ein Zugstück wird, das unser strebsames Theater sehr wohl brauchen kann. p. W. «it WA w«, $ un» »»1 W« di- nn piwatt 8 l-vien an v btT s ’• ’"Ä »n Südw^ ' rtaru ffljt wüon * kWichnuaS. ; M ft -nndtt haR der nationalsiber« rt sich aus Gesund stin'Landiagsman Lr Abgeordnete täl Schönberger aus liberalen Fraktlon au für die Nationallckral 1 »Sie 3. Plen ,-chenHandwerlsu mittags *2 Uhr, P Dar verordneten-Veyammlu ungen der Handwerks! "Fr. Bergs W' tzrössnunas-Borstellung abend 8 uhr statt. " Eissport. Be tiat der Borstand des den 12. ds. W., oben Nachtfest mit Kor leuchtung derEis Beleuchtung erst für n werben konnte, wird während die Schlittsck Lampions versehen im zu erhalten sind. Näher ** Der Plan der l fut Mafchlnrnban, hier, verein- angeregt ward Mission gewählt worden beschäftigen wird. Die Herren: Sauro Xommtriienrat Sfynd Hkyligenstaedt in @ Professor Brockmavn u: Offenbach. " Folgende mtrm befinden sich in unserem! H Hchat Professor E Physikalischen )nft Stadtbaurat Schmand Mer. 3. Bad Nau, ft Dr. Müs. St ’• Mainz. Leiter: GM G:oßh. Dmnmmkister En "lieber Otto Ie-k Vereln College' Ä -Das S 'Mmnns Sosieae 6ra IPttUt Titelrolle W Wiftj versinkenden Ku, ^.Hauptrolle hat w httoorzuheben L- -vdne rle ■' es g legt et a Ed°ch zn 1 'in «ung bea & „11,11 tieft IS h; «ie uu 'ML rmanUfafä -ct ann und Suzu- hristl?ch^usnel> ir des der eine L^'smus ^en L^Lni- uden sinkL es sjj lere diiMnniftl einen üqSS?!! &Ur -"'m Uäjjj* ldenwKaMe?? kfl6: Rechte 6* A'n en tum selbst tL ^ie ML K?,die LL freuhin!'^u ^gen? L?ns oder gar nicht kert dazu sagt, ist uni fi'1 $ir werden selbst °5L"d°r'L -n. 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(Lärm und lehrt, immer der । qtaube nicht an eine i re Mission erfüllt uni b menjWen Sufgata > die „Staatsbürger-Zelt er ist für einen W nvertretungen anknup M die Lage der ,;ud lantener Asfaii j-linÄÄ (jSÄn nn®ebMiS=W tus geschickt hat, daß M ^Me Erklärung mrdr lamatoiiu» ü«r 9 o 8. h°» i» 6« ” ffiilbtr J “rine E alione? "di, bin*11 Geberde, *Ä”>‘ I, um zu „btörn^ ud0 Xbe übertr'eb^ nur geuuve a ch, rt allem M ^.rbheck d» er grsuN^^hrerM ^iebenartig^ ^ner ml Helm, s,7tUfe n* 3ioMncrt^angel h 5 V-<«?;■; Die l als !■*>>»’? mit allen gegen sieben Stimmen angenommen, die den Judentag als notwendig bezeichnet, in der Erwartung, daß derselbe zur Wahrung bedrohter staatsbürgerlicher Rechte, zur Neubelebuug des Zusammengehörigkeits- gesühls, zur Bildung berechtigten Selbstbewußtseins beitragen wird, und verlangt, daß die Delegierten durch allgemeine gleiche Wahl aller deutschen Juden bestimmt werden. Kolonialpost. Gegen die Vergebung von G bietSteilen in unseren Ko Ionien an private K 'loiwationSgelkllichaften erhebt Major v. Francois, der frühere Landeshauptmann von Deutsch Südwestafi ika, in den „ Sozialen Streitfragen" seine Stimme. Der Z.izuq von Farmern, Handwerkern und Kaufleuten fei mehr zu fö-bern. Aus Stadt und Zand. Gießen, 9. Januar 1901. * Auszeichnung. Der Großherzog hat am 8. Januar dem Prästoenteu beS BerwaltungsgerichtShofeS, Wirklicher. Geheimerat Dr. Heinrich Knorr von Rosenroth, das G oßkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ♦♦ Vom Landtage. Aus Darmstadt wird gemeldet, daß der nationatliberale Laudtagsabgeordnete Schmeel, dort, sich aus Gesundheitsrücksichten genötigt gesehen hat, sein Landtagsmandat niederzulegen. Ferner rft der Abgeordnete der zweiten Kammer, Bierbrauereibesitzer Schönberger aus Groß-Bieberau aus der national- liberalen Fraktion ausgetreten. Tas sind schwere Verluste für die Nationalliberalen des Landes. ♦* Tie 3. Plenarversammlung der Hessi- schenHandwerkskammer findet am 22. Januar, nachmittags 2 Uhr, zu T a r m st a d t im Sitzungssaale der Stadt- verordneten-Versammlung, Marktplatz 8, statt. Die Sitzungen der Handwerkskammer sind öffentlich. ** Fr. Bergs Welt-Theater-Menagerie. Die Eröffnungs-Vorstellung findet Umstände halber erst heute abend 8 Uhr statt. ** Eissport. Bei anhaltendem Frostwetter beabsichtigt der Vorstand des Eisvereins am nächsten Samstag den 12. ds. Mts., abends von fünf bis halb acht Uhr, ein Nachtfest mit Konzert und bengalischer Beleuchtung der Eisbahn abzuhalten. Ta die elektrische Beleuchtung erst für nächstes Jahr in Aussicht genommen werden konnte, wird die Bahn mit Pechfeuer erleuchtet, während die Schlittschuhläuferinnen und -Läufer sich mit Lampions versehen mögen, die auf der Eisbahn käuflich, zu erhalten sind. Näheres über das Programm folgt morgen. •• Der Plan der Errichtung einer technischen Mittelschule für Maschinenbau, hier, ist vom Ausschuß des Landesgewerbe Vereins angeregt worden und zu diesem Zwecke eine Kam misston gewählt worden, die sich mit dieser Frage des näheren beschäftigen wird. Die Kommission besteht aus nachstehenden Herren: Geh. Baurat Professor Berndt in Darmstadt, Kommerzienrat Schenck in Darmstadt, Kommerzienrat Hkyligenstaedt in Gießen, Kommerzienrat Engelhardt, Professor Brockmann und Ingenieur Georgi, letztere in Offenbach * Folgende meteorologischen Stationen zweiter Ordnung befinden sich in unserem Lande: 1. Darmstadt. Leiter: Großh. Geh. Hofrat Professor Dr. Schering. Beobachter: Wärter am Physikalischen Institut, Mahr. 2. Gießen. Leiter: Stadtbaurat Schmandt. Beobachter: Städt. Bautechniker Köhler. 3. Bad Nauheim. Leiter: Großh. Bergrat Profesior Dr. Chelius. Beobachter: Großh. Bademeister Kissel. 4. Mainz. Leiter: Großh. Wasierbauamt Mainz. Beobachter: G'.oßh. Dammmeister Engelhardt. ** Ueber Otto Beck, der am Freitag im Theater- Verein als Kollege Crampton auftritt, schreibt die „Köln. Ztg.": „Das Stadttheater brachte wieder einmal Hauptmanns Kollege Crampton zur Aufführung, Herr Beck spielte die Titelrolle dieses erschütternden SeelenbtldeS einer moralisch versinkenden Künstlernatur. Wenn der erste Komiker die Hauptrolle hat, muß das Stück doch zum Lachen sein, denkt das Publikum und erschwert dadurch dem Darsteller die Charakteristik des Tragikomischen der Figur, verdirbt ihm die Stimmung. Nm so rühmlicher ist es, daß Herr Beck diese Gefahr so glücklich überwand, daß das Publikum wirk lich ziemlich schnell begriff, eS handle sich nicht um einen V umenthal'schen Spaß, sondern um eine recht ernste Sache. Herr Bcck verzichtete darauf, die naturalistisch-pathologischen Erscheinungen der beginnenden Gehirnerschütterung so scharf heroorzuheben, wie es Engels, der typische Crampton thut, ohne sie jedoch zu übersehen. DaS Hauptgewicht legt er, statt auf ein solches Krankenbild, auf die den Menschenfreund mit tiefer Wehmut erfüllende Kennzeich nung des Gemütszustandes eines Unglücklichen, in dessen Seele vergebens die edleren Elemente mit der moralischen Haltlosigkeit kämpfen, eines Menschen, der sich aus dem Sumpfe mit wilder Kraft herausreißen möchte, um alsbald wieder schlaff die Arme finken zu lassen. Für diese Darstellung setzte Herr Beck ein kraftvolles Temperament ein, das in der Gestalt das Tragische des Kerns über die humoristischen Nebenerscheinungen siegen ließ." ** Bei der jetzigen Kälte dürfte für Hausbesitzer, Installateure rc. eine kürzlich patentierte Erfindung, betreffend eine Vorrichtung zur Verhinderung des Platzens von Wasserleitungsröhren beim Gefrieren des Wasiers von Interesse fein. Wie uns das Intern. Patentbureau von Heimann & Co. in Oppeln mitteilt, wird das Platzen der Röhren beim Gefrieren des WasierS in denselben dadurch vermieden, daß die Röhren an den gefährdeten Stellen von fl 'chem oder flach gedrücktem Querschnitt sind, so daß die Röhren dem größeren Raumbedarf des erstarrenden Waffe S entsprechend kreisförmigen Querschnitt annehmen können. Die man sieht, ist diese praktische Einrichtung äußerst einfach. DaS genannte Patentbureau erteilt unseren Abonnenten AuS fünfte und Rat in Patentsachen gratis. ** Aus dem Staatsbudget 19 01/02. Unter Erhaltung «ndRestauration staatlicher Bauend Kunstdenkmäler" wird, wie schon eine Reihe von Jahren hindurch, für eine größere Anzahl von Gebäuden, Schloß- und Bergruinen, welche die Bedeutung von geschichtlichen Altertümern und Kunstdenkmälern haben und deren notdürftige lausende Unterhaltung (d. h. Schutz gegen Einsturz Md Zerfallen) zu Lasten besonderer Fonds geschieht, ein Betrag von 8000 Mk. für besondere Herstellungen, bezw. für maßvolle Ergänzung und Besserung in Anspruch genommen. In Betracht kommen bezüglich dieses Fonds: Burgruine Frankenstein, Klosterkapelle zu Lorsch, Schloßruine Alsbach, Schloßruine zu Auerbach, Schloßruine Starkenburg, Schloßruine Lindenfels, Schloß zu Hirschhorn, Burgruine Schadeck (Schwalbennest), Veste Otzberg, vormalige Abtei Seligenstadt, Wasserburg bei Seligenstadt, Burgruine Staufenberg, Burg zuFriedberg, Schloßvuine Münzenberg, Burgruine Lißberg, Schloßruine Ulrichstein, Wartturm bei Nierstein, Schloßruine Lands- kron, Schloßruine Schwabsburg. Nunmehr werden unter „Denkmalpflege" weitere 11 000 Mk. jährlich gefordert, und zwar 4000 Mk. für persönliche und 7000 Mk. für sachliche Ausgaben. Jene, die persönlichen Ausgaben, sind vorgesehen als nicht pensionsfühige Vergütungen im Betrage von zusammen 2000 Mk. für zwei Tenkmalpfleger (Konservatoren), von welchen dem einen die Fürsorge für die Baudenkmäler, dem anderen die Fürsorge für die Altertümer und beweglichen Gegenstände von künstlerischer, kunstgeschichtlicher oder geschichtlicher Bedeutung übertragen werden soll. Die übrigen 2000 Mk. sind zur Bestreitung der Taggelder und Reisekosten der Tenkmalpfleger, sowie zur Teckung der durch Hilfe bei archivalischen Nachforschungen entstehenden Kosten bestimmt. Tie sachlichen Ausgaben bestehen in staatlichen Aufwendungen behufs Erhaltung und Wiederherstellung, sowie für Aufnahmen nicht staatlicher Baudenkmale, Altertümer und sonstiger Gegenstände von künstlerischer, kunstgeschichtlicher oder geschichtlicher Bedeutung. Aus der zu dieser Anforderung gegebenen Erläuterung entnehmen wir das folgende: Tas Großherzogtum Hessen ist reich an Gegenständen von künstlerischer, kunstgeschichtlicher odek geschichtlicher Bedeutung, insbesondere an Baudenkmalen und Altertümern, und zwar nicht nur an solchen im staatlichen Besitz, sondern auch an solchen, welche sich im Besitz von Gemeinden, Kirchengemeinden oder Privaten befinden. Nicht überall ist der Sinn für Erhaltung oder Wiederherstellung solcher Bauten rc.. vorhanden, vielfach fehlt es aber auch an den erforderlichen Mitteln, mag es sich um Rathäuser, Kirchen oder Stadtbefestigungen u. dergl. handeln. Es muß daher der Staat im Interesse der Allgemeinheit eintreten, um der Zerstörung oder einer unverstandenen Restauration entgegen zu wirken. Hierzu gehört in erster Linie die Bestellung besonderer, mit der Denkmalpflege betrauter Beamten. In zweiter Linie müssen, da ein wirksames Einschreiten der Verwaltungsbehörden im Aufsichtswege in vielen Fällen nicht möglich ist, dem Staate Mittel in die Hand gegeben werden, damit derselbe bei nicht staatlichen Baudenkmalen rc. durch Leistung von Beiträgen auf die Beteiligten einwirken, eine etwaige' Wiederherstellung unterstützen und in die richtigen Wege leiten kann. Es liegen bereits von verschiedenen Seiten Anträge zu staatlichen-Beitragsleistungen vor, welche die eingestellte Summe weit übersteigen, so für die Kirche in Großen-Linden, das Quintinsportal zu Mainz, Rathaus in Michelstadt, Rathaus in Schotten, die Kreuzigungs-Gruppe in Wimpfen, Kirche in Offenthal und Wandmalereien in der evangelischen Kirche zu Gau- Odernheim. Aber auch für weitere, jetzt noch nicht vorgesehene Fälle müssen Mittel zur Verfügung stehen, weil häufig nur durch rasches Eingreifen die Zwecke der Tenkmalpflege erreicht werden können. Tie regelmäßige Einstellung eines solchen Fonds in das Staatsbudget entspricht auch einem im Herbst 1899 seitens des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine auf der Generalversammlung zu Straßburg in Form einer Resolution ausgesprochenen Wunsche. Tie Entscheidung, in welchen Fällen und in welcher Höhe, sowie unter welchen Bedingungen Beiträge zu leisten sind, muß der Erwägung im einzelnen Falle Vorbehalten bleiben. Auch Beiträge für Projektierungskosten, sowie die Kosten für Aufnahmen von Bau- und Kunstdenkmälern, insbesondere gefährdeter Bauwerke, sollen aus dem Fonds bestritten werden. Tie Anforderungen für sachliche Ausgaben sind mit Rücksicht auf die Gesamtlage hhunlichst beschränkt worden und werden in 6er Hauptsache zunächst der Ermöglichung einer sachgemäßen Projektierung dienen. (Darmst. Ztg.) ** In Amerika gestorbene Hessen. Fulton, W. Va.: Hermann Gehringer aus Grünberg, 59 Jahre; Cannelton, Jnd.: Anna E. Heube, 66 Jahre alt, aus Marburg; Kyle, Tex.: Ludwig Feth aus Nauheim, 66 Jahre. Darmstadt, 9. Jan. Das „lieber brettl" ober das „Bunte Theater zum rafenben Jüngling", das uns schon verloren schien, soll nun boch hier in Darmstabt zuerst baS Licht der Welt erblicken. Ein litterarhisto risches Ereignis wirb sich bamit nächsten SamStag Abenb, den 12. Januar, im Saalbau vollziehen, Dank ber Bemühungen des Musikvereins! — Was das Ueberbrett'l ist? — man hat eS ja letzchin in allen Zeitungen gelesen. Ein paro diftisch satyrischeS Varist^ Theater! Aber noch mehr wirb dieses unser Ueberbrett'l sein. — Es führt sich bei uns ein 'n ber Form der französischen „Roulotte", denn es wird eine kleine, eigens für den Zweck gebildete Theatergesellschaft mit Thespiskarren und allem Zubehör ihren Einzug im Saalbau ballen, ihre Bühne aufschlagen und eine Reihe von brama tischen und musikalischen Aufführungen veranstalten, während Die Pausen durch die Späffe des Hanswurstes, des Harlekins und der Colombine ausgefüllt werden. Offenbach, 6. Jan. Der Wert der Einführung der Schulärzte geht aus einem Bericht hervor, den die hier angestellten drei Aerzte über ihre Thätigkeit im Jahre 1899/1900 der Bürgermeisterei erstatteten. Vor allem wird eine Abnahme gewisser Krankheiten konstatiert, was darauf zurückgeführt wird, daß die Eltern durch die rechtzeitige Benachrichtigung des Arztes bei Zeiten geeig nete Maßnahmen zur Abwendung drohender Krankheiten amvandten und so dieselbe schon im Keime ersticken konnten. Dies wurde besonders ber Erkrankungen des Nasenrachenraumes beobachtet. Eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Besserung wurde seit der Installierung der Schulärzte in Betreff der Sauberkeit der Kinder beobachtet. So ging beispielsweise die Zahl der unsauberen und mit Ungeziefer behafteten Kinder der zweiten Mädchenschule von 726 auf 105 zurück. Daß freilich manche der von den Aerzten gegebenen Anregungen auch noch auf unfruchtbaren Boden fiel, zeigen die Klagen über di^ Vernachlässigung der Augen und Zahnpflege, der freilich von feiten der Eltern mehr Beachtung geschenkt werden sollte, obgleich nicht zu verkennen ist, daß heutzutage, wo in vielen Fällen Vater wie Mutter ihrem Broterwerb nachgehen müssen, dies eben sehr erklärlich ist. Daß die Thätigkeit der Aerzte in ganz besonderer Weise auch den Lehrern zu gute kommt, beweisen die fortgesetzten Hinweise auf die chronische Ueber- füllung der Klassen sowie deren Einrichtungen in Bezug auf Heizung, Ventilation rc. Kleine Mitteilungen aus Hesten und den Nachbarstaaten. Die Grube Fiiedrrch bei Hungens eabsichngt, neue Arbeiter- wohnungen und einen Arbeiterschlufsaal rc. zu bauen da die uon auswärts zugrhenden Arbeiter oft n-cht genügend Logis erhalten können. Mit diesen wette, en Bauten nimmt daS E'ablissement „®,ube Friedrich- riesige Dimensionen an. — In Offenbach explodierte die in der Küche einer B lla befindliche Heizungsanlage. Durch die Detonation, die weithin vernehmbar war, wurde die Küchenthür auS ihren Angel» gehoben und in den Garten geschleudert. Auch die Fenster- jcheiben gingen in Trümmer. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. — Am 1. Jan. waren eS 25 Jahre, daß das Standesamt Offenbach eingerichtet wurde. Im Jahre 1876 erfolaten bei einer ca. 28 000 Seelen zählenden Einwohnerzahl 273 Aufgebote, 247 Eheschließunaen, 980 Geburten und 646 Todesfälle. Im Jadre 1900 wurden bei einer Bevölkerungszahl von 51 000, 861 Paare aufge- oten, 576 schloffen die Ehe, 1831 Geburten und 893 Tod,S- fälle wurden zur Anzeige gebracht. — Mit dem 1. Jan. ist er vom staatlichen hydrographischen Bureau in Darmstadt organisierte meteorologische Beobachtungsdienst im Großherzogtum eudgiltig ins Leben getreten. — Wie seit vielen Jahren wird die Mainzer Prinzengarbe auch im diesjährigen Karneval wieder zwei große Veranstaltungen in ber m narrischer Weise glänzenb bekorierten Stadthalle abhalten. Diese Sitzungen beginnen bereits um 6 Uhr und enden um 10 Uhr, um den auswärtigen Besuchern noch Gelegenheit zur Rückfahrt zu geben. Die erste Sitzung findet am Sonntag, den 13. b. Mts. statt. — Die Stadtverordnetenversammlung in Marburg beschloß, zur Unterstützung des Oberbürgermeisters, ber bann jebenfalls sein Rücktrittsgesuch zurück- nehmen dürste, einen besoldeten Beigeordneten anzustellen. — Dem an Stelle des verstorbenen bisherigen General Konsuls Ferdinand Leuchs Mack een. zum Königlich Serbischen General- Konsul mit dem Amtssitze in Frankfurt a. M. ernannte« Rechtsanwalt Dr. jur. Louis Thebesius ist namens des Reichs das Exequator erteilt worben. Vermischtes. * Könitz, 9. Jan. Jaquet, Weste unb Schlips des Gymnasiasten Winter sinb im Konitzer Stadtwälochen, unweit der Stelle, wo vor einigen Monaten ber Kopf des Ermordeten gefunden wurde, von Soldaten des 14. Regiments entdeckt worden. Durch Schüler wurde feftgefteflt, daß die Kleidungsstücke, die noch Blutflecken aufweisen, dem Winter gehörten. * Ein beachtenswerter Zug des verstorbenen Großherzogs von Weimar. Man schreibt dem „Rh. C.": Die Nekrologe, die zur Zeit über das Leben und Wirken des Großherzogs von Weimar zu lesen find, bringen mir eine Episode aus meiner Jenenser Studentenzeit in Erinnerung. einfach sie ist, fo wird sie doch für manchen interessant fein. Der regierende Großherzog von Sachsen-Weimar- Eisenach ist in seiner Eigenschaft als Landesfürst gleichzeitig Rector magnificus der Universität Jena. Daher und weil er auch sonst gern in der gemütlichen Studentenstadt weilte, kam es wohl, baß er doch ein häufiger, fast von allen Studenten gekannter Gast war. Und „Gast" war er im vollsten Sinne des Wortes, indem er sehr häufig nicht nur die Stadt, sondern auch die CollegS besuchte. Von der Einfachheit, mit welcher es hierbei zuging, bekam Schreiber dieses einen Begriff, als eines Tages durch die Hörsäle das Murmeln ging, der Großherzog kommt. Mit Blttzeseile holte unser Pedell den StaatS- seffel herbei, unb wenn er auch in ber Eile unb Verwirrung ?es Professors besten Rock barauf liegen ließ, so war doch wenigstens der Sessel da. Im nächsten Moment erschien auch schon her hohe stattliche Herr, begrüßte die zufälligerweise nicht sehr zahlreichen Hörer mit einem freundlichen Kopf- N'cken, besah sich den inzwischen rasch von seiner Bürde befreiten Sessel, lächelte erst—setzte sich mit sichtlichem'Wohlbehagen auf die erste, die Spuren verschiedener Jahre deutlich zeigende Bank, dicht neben mich. Dann bat er mich freundlich um mein Kollegheft, und nachdem er daraus ersehen hatte, um was es sich handelte, folgte er dem Vortrag des Professors — es war über Taxationslehre — mit größter Aufmerksamkeit. Am Schluß beS Kollegs verabschiebete sich •jiein hoher Bankg noffe mit einem Händcbruck von mir, sagte dem Professor ein paar liebenswürdige Worte unb verschwand ebenso wie er gekommen war, ohne Begleitung. Der Pebekt erzählte mir nachher, daß er das schon seit Jahren jebeS Jahr einmal so mache, sobaß er auf dem Stuhl noch nie ge- fiffen habe. Wöchentliche Üederstcht der Todesfälle In Gießen. 53 Woche. Vom 30. bis 31. Dezember 1900. Einwohnerzahl 24 800. Ts starben an: Zusammen: Erwachsene: Im vom _ r 1. Lebensjahr: 2.—lö. Iah« Maseru 1 — i — Leo-msschwSche 1 — 1 — Nteienentzündung 11 — — tm Woche. bctt 1 (1) 1 (1) —___________— Summ«: 4 (1) 2 (1) 2 — Gestorben im Sehre 1900 527 348 98 O tÄsr.mde (183) (147) (18) davon an Maser» 26, an D'phlbcrte 17 (12), an TyphuS Scharlach 1, an Lungenschwindsucht 73 (22). 81 (18) 3 (1), «T Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vtck bet Todesfälle in der betreffenden KrankheU auf von au?wärls nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Bekanntmachung, betr.: Die Heichelheim'sche Ttzfruug. An» obiger Stiftung sind am 27. April d. I. die halbjährigen Zinsen mit 525 Mk. an eine in Gießen wohnhaft würdige und bedürftige christliche Familie oder Person zu Der geben. Anmeldungen werden von heute an btt 20. Februar t auf dem Büreau des Armenamtes — Zimmer Nr. 2 — enb gegen genommen. Gießen, am 3. Januar 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße«. I. V.: Wolff._________________486 Bekanntmachung. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus-Wasserleitungen. Unter Hinweis auf die .Bestimmungen über Anlage der Hau« wafferleitungen zu GLßen* machen wir daraus aufmerksam, daß, um dem Mn friere« de» Waffer» t« de« Hau»waffert«tt«ugen dei ei«trete«der »Mit vorzubeuge« es erforderlich ist, d>e Ha-s- wafferleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Waffermeffer befindliche Hauptabsverrhahn geschloffen und dann das seitlich desselben be kindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein paffendes Gefäß unter gestellt, geöffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das in der Hauslettung stehende Wasser »ollständig obgelaufen ist, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder geschloffen roirb- Um eine vollständige Enilee »ng zu erwirken, ist es geboten »ährend derselben as in dem oberste« Stockwerk de» Hause» lbestnditche AapfveutU der i. auslettung oste« ,u halten, bamtt die Lust Zutritt in die Leitung e-halte. — E n größerer Teil bet Wassers kann auch schon burch das Zapspentil der untersten Küche entleert werden, wodurch die En lerrung im Keller vereinfacht wird- — Nach startgeüabter Entleerung find die beiden Zapfo mile, welche bem Eintritt der Luft und der Entleerung deS WafferS dienten, wteber zu schließen Das «»ließe« de» Hauptabsverrhahn» erfolgt durch Aufsetzen des beigegebenen SchlÜffels auf den vier kantigen Hahnzapfen und Drehung in der Richtung von links n'ch rechts — im Sinne eines Ubrz ig rs — bis Widerstand erfolgt — Das veffnen de» Hauptabsperrhahne» geschieht durch Drehung in entgegenge etztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß deS Morgens der Hauptabsperr« Hahn wieder vollständig geSstnet werd n. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, Hosräume«, Gärten u. f. w. find während d 8 Winters mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen aus ähnliche Weise zu entleeren und ertbeilt hierüber im Beso deren am besten derjenige Installateur AuS kunft, welcher die betreffende Leitung gefertigt hat. Bei anhaltender außerordentlicher ftätte empfiehlt eS sich, die Wafferent« ahme auch während de» Tage» auf kürzere fest gefetzte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswafferleitungen gleichfalls in oben angegebener Weise ab» zustellen. Dem Einfrieren solcher Wafferleitungen, welche durch Küch n unbenutzter Wohnungen geführt sind, kann man durch Unterhalten eines kleinen Heerdsiuers oo> beugen. Auch empfiehlt es sich, in kalten Closet- ober sonstigen ungeheizten Räumen, durch welche die Wasserleitung führt, sofern da-elbst die Leitung nicht schon durch fine Umhüllung gegen Kälte geschützt ist, die Temperatur durch ein Oefcden ober geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf ge nügender Höhe m erhalten. «ehr kalt stevende, inSb-fondere auch abgestellte und vorübergehend nicht in Gebrauch befi bliche Eloset» (wie in VereinShäusern uf.ro) werden durch Einstreuen von etwas Salz (ViehsalO in das Schlußroaffer deS SyphvnS (WafferabfchluffeS) gegen Auffrieren der Schüsseln geschützt Die Waffermeffer nebst dem nächstanschließenden Teil der Rohrleitung find während des Winte'L mit Stroh. Säcken ober ähnlichen Schutzmitt ln gegen Kälte zu umfletben, auch namentlich bte betr. Kellerfenster geschloffen ui halten. — Die Herstellung aller Waffermeffer die in syolge ungenügenden Schutze» gegen Kälte Schaben erleiden,erfolgt auf Rechnung der Hau»besttzer Durch die empfohlenen Vork hrungen wird bem Wafferabnebrner die Lieferung ves Wasser? möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern g<* halten. Wir empfehlen daher vorstehende vorstchtSmaßregelu allen Beteiligten zur ganz defoudereu Beachtung. Reparaturen und Aufrhauuug von Hauswafferleitungen werden am schnellsten von denjenigen Installation» Geschäften Besorgt, welche die betr. Hauswafferleitungen s. Z. auS- geführt haben. Gießen, den 3. Dezember 1900. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 787-q______________Otto Bergen__________________ Ortskrankenkaffe Gießen. Vom 1. Januar 1901 ab können die in Gießen wohnen- den Mitglieder unserer Kaffe nebst deren Familtenangehötigen folgende Aerzte zu Rate ziehen: 1. für Gießen: a) Herrn Dr Ziutzer, Westanlage 85. Sprechstunden: vormittags von 8 bis 9 Uhr, nachmittags von 2 bis 3 Uhr. Sonntags nur von 8 bis 9 Uhr vormittags. b) Herrn Dr. Ploch, Asterweg 9. Sprechstunden rote Herr Dr. Ztnßer. e) Herrn Dr Hanau, Nordanlage 21. Sprechstunden: vormittags von 9 bis 10 Uhr, nachmittag» von 2 bis 3 Uhr. Sonntags nur von 8 bis 9 Uhr vormittan». Der Arzt darf während einer Krankheit nicht gewechselt werden. Der Forffavd der HrtskranLenkaff« Hießen 436 Dahm er, Vorsitzender. Otto Schaaf, Seltersweg 39- Unterzettge flr Herren finden Sie in grösster Auswahl und bestbewährten Qualitäten bei 259 Äug. Montanus Nachfl., hih.: Gebrüder Imheuser, Giessen. Marktplate 9—10. Eisthausalz empfiehlt 258 Kreppeln täglich frisch bei Friedr. Noll Hofbäcker. 88 t Pa. Fpeisekartoffklu (magnum bonum) empfiehlt 46 Weisel, SrnrnftraBf 6 Theater - Verein 5. VorstelluDg 296 287 Heute frisch eingetroffen Schellfische, Kabeljau, Seezungen 50? M. Wagner II. Man verlange nur 269 (Gin Rimmer uno Huche zu oer- '3' mieten. 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Darlehen gegen Hypotheken find von diesem Termine an mit 48/t Prozent, und solche gegen Bürgschaft mit 5 Prozent su ve>zmsen. Geilshausen, den 7. Januar 1901. Der Vorsitzende des Aufstchtsrates: 60 Pfg. 70 „ 76 „ 90 , 100 „ 120 „ Nur die Marke .Pfeilring1 giebt Gewähr für die Aechtheit unseres Lanolin - Toilettte - Cream - Lanolin Keule, Krettagavend: Metzelsuppe wozu freundlichst einladet Justus Biermann, G ftwirt, 5 Aseichstraße 5. Felix nofuesf" von 3. C. ßeer San Uigilio" von Paul ßeyse. Hbonnementsprels pfertelfflhrlldi (13 Nummern) 2 [Harte, Zu beziehen durch die Buchhandlungen und Postämter. Berehrlicken Bäckern und Händlern von Gießen und Umgegend empfiehlt der Unterzeichnete prima Gktrridkptrßlikfk aus der Preßbefenfabrck von Kökitz in Ludwigshafen am Rhein, täglich frisch eintreffend,zu b'lllgstenPreisen. Heinrich Heyne (C. Roth II. Machfl.) Waatvorstraste 5. 267 Aööruchs-Mrffeigerrmg bettehet'd 'N größeren Partien alten Eichen Breun- und Nutzholzes. 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Die Anmeldung so Nur wenn dem Sieuerkc tbgabe maßgebend 1 Wstliche Anmeldung j; Bei der Anmeldung aMhdnM dr- Gesuch Bezeichnung deS Wandet zusührenden Gesellschch erforderlich, alle sonstige 8ttf)alinifie, wie Art, ( 18b bergt Wit der Anmeldung eine beglaubigte Abschrift Der durch da- Steue Wandergewerbefieurr ist Ouitlung zu erteilen. Gießen, den 9. I Großherzogli v. Aetr..- Wie oben. Das Eroßhcrzog ««nie «r. «firj, •Wübhi) vtrossentlichen. — _ v. ®IM neuer Lr,»» Unjet p atlamem 8»«uat ! hat ba. teS ■? iSS'-Ä.1 I ^sainle wtamen 1 bonn'erhseni ft9t foennner"^ Bejst Mr-g-n «A9'"9 6ej 'S 1 btiin' fr ’ Wt JjÄtn. dPE'-S W'S . »7 bo(ü v™ den