Nr. SIS Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Dienstag 10. September 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Githener Zamllien- blStter werden dem Anzeiger im Wechsel mit öem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für I hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt sitt den Kreis Gießen I Annahme von Anzeigen zu der für den folgenden Tag erfcbeinendcn Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzcigen-Vermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen An- Acigcit entgegen. Zeilenpreis: lolallSPst auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Ber» lag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für bett allgemeinen Teil: P. Wlttko; für den Anzeigenteil: Hans Beck Amtlicher Teil. Bekanntmachung. B etr.: Rotlaufseuche zu Hermannstein. Die Rotlaufseuche zu Hermannstein, Kreis Biedenkopf, ist erloschen und die angeordnete Gehöftesperre wieder aufgehoben worden. Gießen, 7. September 1901. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gießen, den 9.September 1901. Betr.r Das Turnen in den Vorschulen; hier: die Anschaffung von Turngeräten. Die Großh. KreisschEouunisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Von nachstehender Verfügung der obersten Schulbehörde geben wir Ihnen zur Nachachtung Kenntnis. v: Bechtold. Darmstadt, den 30. August 1901. Vetr.r Wie oben. Das Großh. Ministerium des Innern (ibttiltmg fnr Schulavgelegeuhtitch an die Großherzogl. Kreisschulkommisstonen. Der Großh. Turninspektor hat bei seinen Dienstreisen die Wahrnehmung gemacht, daß manchmal von Gemeinden Turngeräte angeschafft werden, welche chrem Zweck nicht entsprechen, daher den Betrieb des Geräteturnens erschweren und überdies gefährlich wirken können. Wir sehen uns hierdurch veranlaßt, Sie zu beauftragen, den Ihnen unterstehenden Schulvorständen die jedesmalige Einholung eines Gutachtens des Großh. TurninspcktorS vor der Anschaffung von Turngeräten für die betreffenden Schulen anzuempfehlen. Eifenhuth. de Beauclair. Bekanntmachung. Gelegentlich des Viehmarktes zu Hungen am 16. September d. I. wird zum Zweck der Ankörung eine öffentliche Faselschau durch die Körkommission abgehalten werden. Die aufzutreibenden Fasel müssen sicher gefesselt sein. Gießen, 26. August 1901. Mroßherzogliches Kreis amt Gießen. v. Bechtvld.__________|i________ Bekanntmachung. Am Freitag, 20. ds. Mts., vormittags 10 Nhr, findet die Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins im Gasthaus „zum Löwen" in Lich mit nachfolgender Tagesordnung statt. Ich lade dazu die Mitglieder des Vereins und Jedermann, der sich dafür interessiert, ergebens! ein. Die Herren Bürgermeister wollen gefl. sowohl selbst erscheinen, als auch in ihren Gemeinden auf zahlreichen Besuch hinwirken. Tagesordnung: 1. Prüfung der Rechnung für 1900/01. 2. Wahl des Vorstandes und des Ausschusses des Be- zirksvcrcins. 3. Referat des Herrn Bürgermeisters Heller- Lich über die landwirtschaftliche Studienreise nach Obsrbaden. 4. Referat des Sekretärs über den Wert der Lebensversicherung, sowie der freiwilligen Invalidenversicherung für Landwirte. Gießen, 6. September 1901. Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksvereins, v. Bechtold. Das Attentat ans Mae Kinley. Im Mittelpunkt des Interesses steht selbstverständlich nach wie vor das Attentat auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, durch das alle übrigen Ereignisse der lettten und der kommenden Tage, die Flottenmanöver, die Zusammenkunft des deutschen und des russischen Kaisers, der französisch-türkische Konflikt, die Wirren in Mittelamerika usw. zurückgedrängt und in den Schütten gestellt werden. Wenn wir jetzt, wo die erste Erregung über die verruchte That vorüber ist, nochmals die Frage aufwerien nach dem „Warum"? der That, so ergiebt sich die Antwort: Es ist nichts als eine wahnwitzige Verruchtheit, ein Mordversuch lediglich um des Mordes willen. Soziale, wirtschaftliche oder politische Gründe können nicht obwalten, da der Präsident der Vereinigten Staaten in keiner dieser Beziehungen auf Grund seiner Stellung sich so geltend macht, daß etwas anderes als pure Vernichtungswut einem Verbrecher die Mordwaffe gegen ihn in die Hand drücken kann. In keiner dieser Beziehungen ist ein Präsident von absolut bestimmender Bedeutung, sodaß seine Beseitigung etwa eine Aenderung des Systems bedeuten könnte. Ganz im Gegenteil! Denn diejenige der beiden in der Union in Betracht kommenden Parteien, welche bei der letzten Präsidentenwahl unterlag, wird ein Attentat auf den ersten Beamten der Republik ganz gewiß als allerletzten Anlaß nehmen, um ihre Chancen zu verbessern, nähme sie doch damit eine Art Mitschuld an dem Ereignis auf sich. Sieht man sich neben den etwaigen politischen und sozialen Erwägungen bei diesem Attentat nach der persönlichen Sette um, so hat man ebensowenig eine andere als die oben gegebene Antwort, denn direkte Beziehungen zwischen dem Präsidenten und dem Attentäter haben offenbar nicht bestanden. Wenn der Mordbube sich auch nicht, wie er es in Wirklichkeit gc-hou, als Anarchisten bekannt hätte, so gehörte er doch nach Analogie der Verbrechen seiner Gesinnungsgenossen ohne weiteres in die Rubrik dieser Verruchten, die sich m wahnwitziger Anmaßung» Weltverbesserer nennen. Aus dem Chaos der sich vielfach widersprechenden Nachrichten über die Person des Mörders scheint folgendes als den Thatsachen entsprechend hervorzugehen: Der Verbrecher heißt nicht Niemann, sondern, wie wir in unserer Sonntagsnummer unter den letzten Nachrichten bereits mitteilten, Leon C z o g v l s z. Er ist geboren in Detroit von polnischen Eltern. Er ist 28 Jahre alt, 5 Fuß 9 Zoll groß und spricht sehr gut englisch. Seine mannigfachen seltsamen Angaben und sein Gebühren lassen darauf schließen, da ß er geistig nicht normal ist. Darauf läßt auch ein Telegramm, des Wolffschen Bureaus schließen, demzufolge der Mörder nervöse Anfälle bekommt, wenn man ihn anredet. Er erklärt, erst am Vormittag des Mordtages die Absicht gefaßt zu haben, Mac Kinley zu ermorden. Er habe keinen Mitschuldigen gehabt, doch hat die Polizei den Wirt Njowack, bei dem der Attentäter wohnte, sowie alle Insassen des Hauses verhaftet. Weiter sind in Chicago sechs Anarchisten verhaftet worden, von denen vier Deutschs sein sollen. Die Verhafteten gaben ein Blatt, genannt „Die Brandfackel", heraus und hatten auf den Wend eine Festlichkeit anberaumt, wobei der Ueberfall von der Polizei vorgenommen wurde. Sie erklärten, Czogolsz nicht zu kennen, der auch dabei bleibt, die That aus eigener Initiative verübt zu haben. Insgesamt wurden in Chicago neun Personen verhaftet, darunter drei Frauen. Der .Gefangene ist unverheiratet, kann lesen und schreiben. Sein Vorleben ist noch unbekannt. Czogolsz will durch die Vorlesungen der Anarchistin Emma Gold mann zum Anarchismus bekehrt'worden sein. Er hat sieben Geschwister in Cleveland, die meistens Handwerker sind. Nach einem Bericht des Wolffschen Bureau ist er verheiratet und hat sieben Brüder und zwei Schwestern, die sich in Eleveland aufhalten. Czogolsz zeigt keine Reue. Dem „Berl. Lok.-Anz." zufolge ist der Attentäter gelernter Grobschmied. Er habe Samstag Mitternacht auf dem Polizeiamr vor dem Distrikts-Borsteher Penney ein im Protokoll drei Bogen langes Geständnis abgelegt, das er unterschrieb. Er erklärte darin, er habe beabsichtigt, Mac Kinley zu töten und habe den Plan dazu drei Tage lang vorbereitet. Er habe keine Mitverschwörer. Die Ritter des goldnen Wlers, deren Wzeichen er beim Attentat trug, gingen ihn nichts an. Er glaube an die Lehren der Emma Goldmann, deren Vorlesungen er oft mitangehört. Auch über den Hergang des Attentats liegen sich biek fach widersprechende Meldungen vor. Der „Central News" wird darüber folgendes gemeldet: Kurz ehe Czogolsz seine Schüsse abfeuerte, hatte der Präsident der Ausstellung, Milburn, Mac Kinley eine Anzahl Personen vorgestellt. Czogolsz hatte sich mit in die Reihe gestellt. Ein kleines Mädchen war von ihrem Vater zu Mac Kinley geführt wpr- den, damit sie ihm die Hand schüttele. Ms sie weiterging, sah Mac Kinley ihr nach und lächelte, und dann wendete er sich zu Czogolsz, um ihm die Hand zu geben. Dieser stieß Mac Kinleys ausgestreate Hand von sich, erhob seinen Arm und feuerte. Beim zweiten Schüsse fiel Mac Änley Feuilleton. Madrider Brief. Von! einem gelegentlichen Mitarbeiter wird uns aus Madrid geschrieben: Frei für alte Staaten, wie die See, ist! das Gebiet der hohen Politik. Hier dürfen nicht nur die Großmächte Hausrecht geltend machen. Wenn die „Kleineren" beherzt auf diese Wogen hinaussheuern, dann pflegen sie allerdings andere Beweggründe zu haben. Zumeist gilt es da, die Aufmerksamkeit oes Volkes von der nicht ganz einwandfreien inneren Politik abzulenken. Das Internationale hat nun einmal etwas Imponierendes an sich, Wenn die Staatsmänner den Kopf voll solcher Sorgen haben, dann darf man ihnen Mißgriffe oder die Nichteinlösung von Versprechungen in der inneren Politik schon eher nachsehen, In dieser Lage befindet sich zur Zeit die spanische Regierung. Da es mit der Durchführung des Reform- prdgramms im Innern an allen Ecken und Enden hapert, kommt ihr die auf die hohe See der Auslandspolitik führende Flutwelle aus dem benachbarten Frankreich recht gelegen. Infolge einer von den regierungsfreundlichen Journalen in Madrid gegebenen, natürlich völlig unverbindlichen Anregrmg erörtert jeK das bescheidenste Blatt das Thema vom Eintritt Spaniens in den Zwei- Hund. Davon, daß ein Bündnis mit dem weder militärisch noch wirtschaftlich auf der Höhe der Zeit stehenden Pyre- näensftiat den Zweibundmächten eher eine Last sein würde, als ein Gewinn, ist natürlich mit keinem Wort die Rede. Warum auch? Wenn England das 4 Mft'lionen-Ländchen Portugal nicht für zu unbedeutend hqlt, um mit ihm ein stilles politisches Bündnis einzugehen, weshalb sollte dann das viel größere Spanien von Fran/reich oder Rußland geringer geachtet werden? .Ein echter Spanier läßt nicht vom Nationalstolz, und diesem. Stolz schmeicheln Meldungen wie die: daß König Alfons den Zaren in Frankreich begrüßen werde, daß Rußland wegen der Erlaubnis verhandele, auf spanischem Gebiet, in der Nähe der Straße von Gibraltar, eine Kohlenstatiou anlcgen zu dürfen. Beide Nachrichten sind zwar dementiert worden, denn es geht schließlich auch in Spanien nicht an, daß falsche „Münzen" dieser Art in Umlauf bleiben. Doch es ist damit keineswegs die populäre Auffassung beseitigt, daß Spanien auch heute noch iin Rat der Völker eine Rolle spiele. In Spanien ist jedermann überzeugt, daß beispielsweise die „marokkanische Frage" nicht ohne Spanien gelöst werden kann, und bann liegt in der That eine gewisse Berechtigung. Irrig aber ist die Folgerung, daß eine der an der Lösung dieser Frage interessierten Mächte ein Bündnis mit Spanien suchen müsse. Spanien wird in der Entscheidungsstunde seine aftikanischen Besitzungen mit eigenen Kräften zu schützen gezwungen sein, und es hat noch genug zu thun, seine Armee und Marine für diese Aufgabe tüchtig zu machen, Ueberaus erwünscht ist der spanischen Regierung wie dem Hofe auch der Besuchdesdeutsch en Schulschiffs „St ein" im Hafen San Sebastian gekommen. So glänzende Festlichkeiten, wie die seitens der Königin-Regentin zu Ehren der deutschen Seeoffiziere veranstalteten, hat Spanien seit langem nicht aesehen. Und in Bezug auf das Festefeiern stellt man im Lande des Weins und der Gesänge gewiß hohe Ansprüche. Doch in San Sebastian gilt die Ovation den Deutschen, für die man in Spanien Sympathien hegt, in San Sebastian macht der deutsche Botschafter Herr. v. R a d o - Witz der Königin die Honneurs in Anwesenheit der spanischen Minister — kein Zweifel, es strahlt ein Schimmer von diesen Festen aus, in dessen Reflex sich der Pyrenäenstaat wirkungsvoll vom politischen Hintergründe abhebt. Ministerpräsident Sa gast a darf sich einstweilen der Sorgen entschlagen, soweit sie den Bestand seines Kabinetts betrdflen: das Regierungsschiff schwimmt auf den Wetten der Auslandspolitik. Was werden soll, wenn diese Waner sich verlaufen, und die Klippen, der inneren Politik das Fahrzeug wieder umdräuen, das zu entscheiden überläßt man der Zukunft, in Spanien leichtherziger als anderswo. —- Fräulein Therese Köstlin veröffentlicht in Nr: 17 der Zeitschrift „Hessenland" folgendes tiefempfundene Gedicht: Jung Irmgard. Jung Irmgard ritt ans der Väter Schloß Mit wehendem Haar auf feurigem Roß. „Lieb' Mutter, die Welt ist so groß und wett, Ich welke hin in der Einsamkeit!" „Mein Kind, im Walde wohnt Fried' und Ruh', Die findest nimmer da draußen Du!" „Lieb' Mutter, lieb Mutter laß mich doch gehn, Mich treibt es, die schone Welt zu sehn." „Mein Kind, ich hatte dich länger nicht, Geleite Dich Gott, mein Sonnenttcht!"--- Viel Monde schwanden, manch'Lahr verfloß Im tannemimrauschten, stillen Schloß. Einst stieß in eiflger Winternacht Der greife Thurrnwart in's Horn rntt Macht. Jung Irmgard kchrt in der Väter Schloß Mit bleichendem Haar auf hagerem Roß. „Gott grüße Dich, Kind! Bliebst lange aus." „Lieb' öhitter, lieb' Mutter, wie schön ist zu Haus!" „Mein Kind, wo blieb dein blondlockiges Haar?" „Ach, Mutter, das färbte manch' trübes Jahr!" „Mein Kind, wo sind deine Wangen rot?" „Ach Mutter, die bleichte Kummer und Noch!" „Mein Kind, wo ist Tein fröhlicher Blick?" „Lieb' Mutter, der blieb im Walde zurück." „Mein Kind, mein Kind, was ist Dir gescheh'n?" „Lieb' Mutter, ich--ich habe die Welt geseh'n!" Gießem Therese Köstlin. .....,____ v. ,. ... ..... rttwvvW)ttltllV|r |M u, den Antrag ein, der auch vom sozialen Standpunkt zu bedauern scheinen, keine sonderlich übelen Folgen verspüren, grüßen sei. Dr. He ilig enst ad t, Präsident der Preu- Ans Stadt und Sand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 9. September 1901. ** Nvhcstandsversehung. Der Großherzog h e r h e i t s! e i st n n g, namentlich für den Kohlen- bezug int Gebrauch haben, letzthin auch für Steuerkredite. Dr (S r ü g e r le-ü besonderen .Mert auf die soziale Bedeutung der Kai ionsstellung. 'te3 wurde hierauf der Sin- trag angen ommen. f . Der Anwalt Dr. Crüger begründet sodann folgenden Antrag- „Vorlotumnisse der letzten Zeit lassen es geboten erscheinen, den editgenossenschaften wiederholt zu etn- ffehlen mit den Nachbargenossenschaften einen Ans- ai'sch der Mitgliederlisten herbeizuführen, oder, wo ein solcher nicht zu erreichen ist, auf anderem Wege sich über den Mitgliederstand der benachbarten Kreditgenossenschaften unterrichtet, zu halten, um von der Zu- gehörigkeit der Mitglieder zu verschiedenen Kreditgenossen- chafteu Kenntnis zu erhalten." Besonders die G ründ- u n g von ländlichen Dar l e y e u s k a s s e n bedinge es, daß die Genossenschaften scharf Obacht geben, ob ihre Mitglieder anderen Darlehenskassen angehören. Präsident Dr. Heili gen stad t hält die Kontrolle der Mitglieder für die Entwickelung des Genossenschaftswesens von großer Bedeutung. Der Antrag wird ang en iommen Unter dem Vorsitz des Landrats Berthold!-Blumenthal begründet in der Nachmittagssitzung der VerbatW- revisor Michelmann - Blankenburg a. H. folgenden Antrag: „Den Baugenossenschaften ist zu empfehlen, bei der Aufnahme von Ämo rtif ationshypotheken durauf zii achten, daß die vereinbarten Abtrage int Verhältnis zu dem Bedürfnis und der Leistung fähig- feit der Genossenschaftsbeträge stehen." zwecke, die Entwickelung des Baugenossenschaftswefens zu fördern und den nngestörten Betrieb bestehender Genosten- schaften zu sichern. Der Arbeitsverdienst der Genossen müsse im gesunden Verhältnis zu der Amortischkon stehen, einviertel Prozent sei zu erstreben, denn die letzigen b^ tmngencTi Abträge brächten die Genossenschaften thatjachlich in Gefahr. Feierabend- München wendet sich gegen den Vorschlag, einviertel Prozent als Basis für die Amortisationsquote zu nehmen, und befürwortet bfl -r-ilgirng von ein bis ein einhalb Prozent. Dr. Sch neide r-Pvtsdcrm weist darauf hin, daß man einen Unterschied machen müsse zwischen den Genossenschaften, die Häuser zum eigenen Erwerb bauen, und solchen, die sie zum vermieten erstellen, jedenfalls dürfe man die Amortisationsquote Nickst so Nieder teilen, wie der Referent angegeben. Man soltte sich aber heute auf einen bestimmten Prozentsatz nicht sest- leqen. Der Antrag wird sodann angenommen.. Verbandsdire!kor Berthold- Blumenthal begründet dann noch einen Antrag, anzustreben, daß der Verband der Baugenossenschaften Deutschlands sich ;e nacy Bedarf in selbständige, auf örtliche Bezirke begründete U n ter verbände teile. Der Referent teilt mit, daß 1897 1-9 Bcm geuossenschaften bestanden, und jetzt 409, von denen 81 im Verband organisiert seien. Der zetzrge Unterverband, der . ganz Deutschland umfasse, sei nur em Uebergang, und man würde erst die noch widerstrebenden Genossenschasten m die Organisation bekommen, wenn man zu landsmannschaftlichen Organisationen überginge, in denen eine lebhaftere Werbetätigkeit sich entfalten könne. Dr. Alberti^besur- ' luortct eine Bildung von Sektionen m Nord- und Suddeutschland. Dr. Crüger tritt für die Gliederung em, die aber fo vorgenommen werden müsse, daß die Verbände auch lebensfähig und werkthätig seien. in die Arme des Detektiv Gery, Milburn sprang herzu, um , Mac Kinley Beistand zu leisten. Ein geheimer Agentaus > Irland (nach einer andern Version heißt er Jreland.Red.) warf den Attentäter zu Boden unb cm farbiger Kellner sprang auf ihn, während ein Detektiv fernen Revolver I ergriff. SoLaten und Polizisten, die m der Nahe waren, stürzten herbei und hieben auf den farbigen Kellner und den Attentäter ein. rr i << Bon Milburn und feinem Sekretär Cortelyou un er- stützt wurde Mac Kinley auf einen Stuhl geseyt Sem Antlitz wurde plötzlich weiß, er siel hilflos zuruck und grrst nach der Stelle wo er verwundet war. Er sagte röchelnd zum Sekretär Cortelyou: „Meine Frau, seien Sic vorsichtig mit ihr, lassen Sie es sic nicht wissen" Mac Kinley bemerkte trotz ferner Schmerzen, daß Czogolsz am Boden lag und geschlagen wurde. Er legte seine Hand aus die Schulter seines Sekretärs und sagte es^soll ihm niemand etwas thnn." Mac Hy wurde auf eine Bahre gelegt und zum Hospital gefahren. Er bemerkte dann noch zu Cortelyon und Milburn: „Es thut mir leid, daß ich der Ausstellung Ungelegenheit verursache." — 50000 Menschen folgten der Ambulanz nach dem Hospital. Nach einer anderen Lesart stand vor dem Attentäter ein kleiner gedrungener Italiener, der sich gegen die verbundene Hand desselben lehnte. Die Bundesdetektivs, welche für die Sicherheit Mae Kinleys wachten, behielten den Italiener im Auge, schenkten aber dem hinter ihnen kommenden jungen Manne keine Beachtung. Der Italiener hielt Mae Kinleys Hand so lange fest, daß schon einer der Beamten vortreten wollte, um ihn aufzufordern, em cm Anderen Platz .zu machen, als plötzlich! der Italiener zur Seite trat und zwei Schüsse krachten. Nach einer Meldung des Wolffbureaus war der Hergang folgender: . Unmittelbar nach Beendigung ernes Harmonium- vortrages wurde der Mordversuch auf McKinley ansge- führt. Obgleich derselbe sorgsam von Beamten der Geheimpolizei bewacht wurde, war er doch' gerade einem der- artigeit Angriffe vollständig ausgesetzt, da er am Rande eines erhöhten Platzes stand. Die Menge drängte sich m den verschiedenen Eingängen der Halle; jeden Augenblick wurde das Gedränge stärker. McKinley tvar augenscheinlich über den Beweis der Anhänglichkeit erfreut. Der Präsident der Ausstellung Milburn stand zu seiner Rechten, sein Privätsekretär Corte Tydn zur Linken,. als sich der Mörder, im schwarzen Anzuge, näherte. Seine Hand verhüllte eine Binde oder ein Taschentuch. Er bahnte sich einen Weg durch die Menge bis au!f zwei Fuß zum Präsidenten, der sieh lächelnd verbeugte und seine Hand ausstreckte. Plötzlich wurde ein Revolverschuß gehört; völlige Sttlle folgte. Der Präsident blieb noch mit unsichere m, verwirrtem Blicke shehen, dann trat er einen Schritt zurück, Blässe überzog sein Antlitz. Er wandte sich und ging ging unsicher zu einem Sessel und setzte sich. Darauf nahm er seinen Hut ab und barg sein Gesicht in den Händen. Seine Weste wurde schnell geöffnet. McKinley bat inzwischen die Umstehenden ruhig zu bleiben und nicht besorgt zu sein. „Aber Sie sind jaj verwundet", sagte sein Sekretär, worauf McKinley erwiderte: „Nein, ich glaube nicht, daß ich schwer getroffen bin." Nach einer Weile fügte er ihnzu: „Uebertreibt nicht, wenn Ihr meiner Frau von deni Vorfall Mitteilung macht." Der'Stille rn der Halle folgte unterdessen die größte Auflegung. Zwei Beamte der Geheimpolizei stlürzten sich auf den Mörder, warfen ihn zu Boden, fesselten ihn und suchten ihm die! Waffe zu entreißen. Der Mörder machte aber trotzdem den Arm wieder frei, und versuchte nochmals auf den Präsidenten zu feuern. McKinley selbst entfernte eine der Kugeln, welche das Brustbein getroffen, aber abgeglitten war, und sagte: „Ich glaube, ich habe noch eine andere Kugel im Leibe." Dann kam es m dem Gebäude, wo sich eine ungeheure Menschenmenge zusammengefunden hatte, zu schrecklichen Austritten. Es erhob sich ein fürchterliches Schreieii und Toben. Männer rangen und suchten sich zu dem Mörder einen Weg zu bahnen. Weiber, unb Kinder schrieen und weinten. Erft nach und nach legte sich die' Panik. Ein Augenzeuge des Attentats erzählt, Czolgovz habe, als er sich dem Präsidenten näherte, die linke Hand zum Hästd^druck^ ausgestreckt, und die rechte, die bandagiert aussah, erst zuni Schüsse erhoben, als er dicht vor Mc iKnlcy stzand. , Der Zuständ des Präsidenten hat sich bisher nicht verschliittmert. Die behandelnden Aerzte gaben über die Verwundungen und die vorgenommene Operation folgenden Bericht aus: Etwa um vier Uhr wurde aus den Präsidenten geschossen. Ein Geschloß traf den oberen Teil des Brustbeins, prallte jedoch ab. Das zweite Geschoß drang in den Unterleib, fünf Zoll unterhalb der linken Brust- warze, ein einhatb Zoll links von der Mittellinie. Der Unterleib wurde durch das Geschoß durchbohrt. Ein Wundkanal wurde geflinden. Das Gefchoß drang in den Magen, _,ULCUUUticu ............ von vorn durchschlagend, ^ie Magenwand wurde sorgsam herauscwbeii — Anwalt Dr. Crüger führt aus, *m heften k U* der Etel -U er- SÄ * Lrbandsrevisvr S cib ert-Wiesbadcn referiert ^ leibes^wurde festaestellt. Der Patient hat die Operation folgenden Antrag des Anwalts. Der allgemeine aut überstanden^ Ueber das Resultat der Operation schaftstag erklärt die Führung erner Belachrngvliste sur kann nockk nichts bestimmtes gesagt werden. Der äugen- Kreditgewährung aller Art für notwendig, und eine sorg- blickliche Äüstand berechtigt zur Hoffnung, daß der Präsident faltige Prüfung derselben durch den Aufsichtsrat für eme wikd^ 10.40 Uhr ausgegebenes Pflicht desselben." In der Debatte wird du Nutz ichkett Bulletin besagt: Der Patient erholt sich in befriedigen- solcher Listen anerkannt, uno dem Anträge gugestimmt. der Weise Temperatur 100,4, Puls 124, Atmung 24. — Nach Direktor St übe n-Berlin berichtet über folgenden An- einem Bufletin von Samstag.1 Uhr früh Mr der Präsident trag der Genossenschaftsbank „Moabit zu Berün: „Der schmerzfrei und liegt ruhig bä. Die Temperatur betragt Allgemeine Genossenschaftstag empfiehlt den bankmäßig ent- 100,2, der Puls 120° wickelten Kreditgenossenschaften, als neuen &efd}aft»$loctg Nachdem er nm Sam'M'a spät nächmittäÜs geschlafen die Hergabe ihres Aeeepts zum Zweae der Bestellung von hatte, "traten fpäta un«ün ftig %DmSt im" auf. Lies«u»gsk°uti-N-N „für «KEhmnu « Doch verbräche er die darauf folgende Nacht recht gut. ist hierbei icdoch em angemenener § Niils mnr einem Biittetin von Sonntag früh halten, und ferner zu fordern: 1. daß für die Vervinoucy^ ‘3 Uhr^20 Minuten zufolge 122, die Temperatu? 102,4, leit der Genossenschaft eine gleiche Sicherheit seittn^ des die Atmung.24. Dr. Rixets, der den Präsidenten von Genosse^,gestellt wud,^wre.sie ber ieder jnUng von Anfang an behandelte, äußerte sich dahin, daß die Krise Kreditgewahrimg notwendig und üblich ist L datz die vorüber .fei. Tie jetzt hauptsächlich zu befürchtende Aeceptverbindlichkeit nur solchen Personen gegenüber em- Gesahr wäre die Komplikation üitt Peritonitis; der Prä- gegangen Mrd, die nach ihrer geschäftlichen Ornndlage, sident zeigte keine Symptome boit Shor, weder vor. der wie nach ihrer gewerblichen Leistungsfähigkeit verttauens- Verwundung noch nach der Operation. — Pariser ärzt- würdig erscheinen; 3. daß Vorkehrungen zur Veryutung liche Autoritäten glauben nach den bisher vorliegenden einer mißbräuchlichen Verwendung des Acceptes getroften Darstellungen über die Behandlung der Wunde, daß Me werden; 4. daß eine besondere und regelmäßig zu tontro- Kinlcy sich Wohl vielleicht später noch einer Operation lierende Liste der zu Kautionszwccken gegebenen Accepte werde unterziehen müssen. Vorläufig werde er, da der geführt wird." — Dr. S ch o l z -Chartottenburg tritt ftir fieberfreie Zustand und günstige Pulsverhältnisse sortzrn den Antrag ein, der auch vom sozialen Standpunkt zu be- Beileidskundgebungen. Telegramme mit Kundgebungen des Beileids und Mitgefühls laufen fortwährend aus allen Teilen der Welt ein; in allen kehrt der Wunsch auf baldige Wiederherstellung des Präsidenten wieder. Der deutiche Kaiser hat an Frau Mac Kiuley aus Königsberg folgendes Telegramm gesandt: Entsetzt über den Anschlag gegen Ihren Gemahl, drücken Ihnen die Kaiserin und Ich Unsere tteigefuhlte Sympathie und die Hoffnung aus, daß Gott Mr. Mae Kiuley die Gesuudheit wiedergeben möge. Reichskanzler Graf Bülow sandte an den Staatssekretär Hay in Washington nachstehendes Telegramm: „Empfangen Sie den Ausdruck meiner wärmsten Sympathie mit dem tiefen Leid, das über Regierung und Volk der Vereinigten Staaten durch eine fluchwürdige Unthat gebracht worden ist. Gott schütze das so schwer gefährdete Leben des Präsidenten." Ferner druckten ihr Mitgefühl mit dem verwundeten Präsidenten und den Abscheu vor der Vlutthat durch Telegramme oder Besuche der amerikanische Geschäftsträger aus: die Könige von England und Schweden und der schwedische Minister des Aeußern v. Lagerheim, Präsident ^oubet und der Leiter der französischen auswärtigen Angelegenheiten Delcasse, Präsident ftrüger, der Minister des Auswärtigen der österreichisch-ungarischen Monarchie Goluchowsky und zahlreiche sonstige staatliche und kommunale Körperschaften und gelehrte und gesellige Vereinigungen aus aller Herren Ländern. Die in Bnffalo eintreffenden Telegramme werden Mae Kinley vorgelesen. — Die gesamte Presse der Welt äußert einstimmig ihren tiefsten Abscheu über den Mord- versuch. ____ 42. Gknoffeuschaftstlig des AllMMt» Nttbüildcs ^idfdjtr Erwerbs- md MirtlMs-GeussskMaficn. ii. Bercules-Spiral-Federn 4266 Are heutige Kummer umfaßt 10 Seiten D. R. P. 76 912 von einigen Tagen einen Weißfisch, der dem Verenden nahe war. Dem Tiere war der Kopf und das Bruststück eines Krebses im Rachen stecken geblieben, sodaß es, da keine Nahrungsaufnahme mehr stattfinden konnte, dem Hungertode ausgesetzt war. fl Niiddingshanseu, 7. Sept. Unter dem Verdachte, den am 8. August hier stattgehabten Brand angestiftct zu haben, wurde heute der aus Dreihausen im Kreise Marburg stam- Wagener & Schilling Oberkauf ungen tragen. Diese Einlagen sind nach allttt Seiten biegsam, unzerbrechlich und rostfrei. Man verlange airSdrüSltch nut* CorselS oder Mieder mit Stemprlr Wagener L Schilling’sche Hercules-Spiral-Einlagen, oder Hercules-Spiralen D.B.P.76912 ur Ueberall zu haben. mende Arbeiter Adam Schleich verhaftet. Er hatte ein > Ibjahriges Bürschchen von hier dazu veranlaßt, Briefe an die Staatsanwaltschaft zu Gießen zu schreiben, in. denen er andere der Brandstiftung bezichtigte, um einen etwaigen Argwohn von sich abzulenken. Glücklicherweise hat man aber den geriebenen Gauner, der wegen Wilddieberei und Meineids schon vielfach vorbestraft ist, durchschaut und in Nummer Sicher gebracht. x Kefenrod bei Büdingen, 8. Sept. Einem dringenden Bedürfnisse wird gegenwärtig in unserer Gemeinde abgeholsen. Ein neuer Schulbau ersteht an Stelle des alten unzweckmäßigen Gebäudes, der neben einem geräumigen Schulsaal auch eine zweckmäßig eingerichtete Lehrerwohnung enthalten wird. Der Rohbau wird den Winter über stehen, um im nächsten Jahre fertig gestellt zu werden. -n. Aus dem Vogelsberg, 7. Sept. In einem Dorfe des hohen Vogelsberges passierte vor Kurzem folgendes Ge- schichtchen: Ein Hausbesitzer wollte einen Heuschuppen an seine Hoftaite bauen. Da jedoch das anstoßende Gelände der Gemeinde gehört, mußte erst zwischen dem Baulustigei^md der Gemeinde ein Kaufvertrag abgeschlossen werden. MZu diesem Zwecke erscheint der Gemeinderat mit dem Bürgermeister an der Spitze auf dem Bauplatz. Dieser wird besichtigt und ausgemessen. Die Länge ergibt G Meter, die Breite 4 Meter. Flugs rechnet ein gewandtes Gemeinderatsmitglied aus: 6 + 4 = 10, demnach mißt also der Bauplatz 10 Quadratmeter. , Man fordert, bietet und wird einig, und die Baustelle wird für 15 Mk. erstanden. Nebenbei sei bemerkt, daß der Käufer ein Maurer ist und sich höllisch über diesen Kauf ins Fäustchen lachte. Ein gewissenhafter Gemeindevertreter prüfte jedoch, zuhause angekommen, das erwähnte Rechenexempel und fand, o Schreck, daß man nicht 6 und 4 sondern 6 mal 4 zu rechnen hatte. Flugs wurde der gestrenge Her Bürgermeister benachrichtigt. Jedoch der Käufer erklärte: „Gehannelt eas gehannelt!" △ Michelbach bei Schotten, 6. Sept. In unserem Dorfe hat sich in diesem Sommer wieder ein empfindlicher Wassermangel fühlbar gemacht. Etliche Brunnen trockneten vollständig aus; andere, die Eigentum von Hausbesitzern sind, wurden infolge des niederen Wasierstandes verschlossen. Der Gemeindevorstand hat sich daher kürzlich schlüssig gemacht, eine Quellwasserleitung zu bauen. Unterhalb des „Gackersteins", etwa eine halbe Stunde von hier entfernt, besitzt unsere Gemeinde einen größeren Hutweidenkomplex mit einer Anzahl ergiebiger Quellen. Gegenwärtig nimmt ein Sachkundiger mit einer Anzahl von Arbeitern dort Wassermessungen vor. Allem Anscheine nach wird der Bau der Leitung noch vnr Beginn des Winters fertiggestellt werden. *• Eruemumg. Der Großherzog hat denKretsrat de§ Kreises Erbach, Friedrich Fey, zum Kreisrat des Kreises Friedberg und den Beigeordneten der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, Karl Schliephake, zum Kreisrat des Kreises Erbach mit Wirkung vom 1. Oktober an ernannt. ^Verleihungen. Der Großherzog hat dem Lehrer für Zeichnen und Malen an der Technischen Hochschule, Maler Albert Hartmann aus Michelstadt, den Charakter als außerordentlicher Professor erteilt. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der fteiwilligen Feuerwehr zu Eberstadt: Ludwig Dächert V., Ludwig Wolf III., Georg Geibel, Georg Leonhard Meyer III., Thomas Meyer II. und Adam jeder Familienvater sollte darauf sehen, daß seine Frau und Töchter im Interesse ihm Gesundheit nur BSieder oder Corseta mit Arbeiterbewegung. Pittsburg, G. Sept. 500 Arbeiter nahmen in der Stahk- röhrenfabrik von MäeKeespott die Arbeit wieder auf. New-Aork, G. Sept. Da die streikenden Arbeiter allenchalben zurückebren, beschloß der Stahltrust die Oeffnung aller Werke. gemacht worden; > wurden beim Bau der Bottbtirchie wertvolle antike Gegenstände aus gegraben. * New-York, 5. Sept. Eurer der bekanntesten Fr« guren des „fernen Westens", Samuel Strong, ein Bergwerks-Millionär, ist kürzlich in einem Spielhause in Cripple Creek erschossen worden. Er hatte vernommen, daß sein Schwiegervater mit dem Lrpielhalter Grant Crumley beim Roulette in einen Worttvechsel verwickelt worden war und daß die Gefahr einer Schießerei vorliege. Als, Slrong in die Spielhalle eintrat, hatte es schon Handgrei^ lid;leiten gegeben, indessen hatte keiner der Beteiligten geschossen. Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hatte der Millionär schon draußen seinen Revolver gezogen, indessen sollte ihm diese Vorsichtsmaßregel gerade zum Verderben werden, denn, sobald Crumley seiner ansichtig ward und sah, daß er den Revolver in der Hand hielt, riß er eine doppelläufige Flinte hervor, und schoß ihn durch den Kopf. Der Sprlhalter stellte sich dann den Behörden und eS ist mögli. , daß er freikvmmt, da die dLotwehr- Theorie, die er aufstellt, unter diesen Umständen sehp plausibel klingt. Strong war vor zwölf Jahren noch Verkäufer in einem Cllenwarengeschäft in Denver. Er ging dann als Prospektor ins Gebirge und entdeckte nach vielen Fährnissen die Viktor-Goldmine, die ihm 10 Mill. Dollars gebracht hat. Er war erft 43 Jahre alt und hatte sich vor kurzem verheiratet. Knieß II. " Pensionat zur Ausbildung von Töchtern des deutschen Adels für das praktische Leben. Der Vorstand der deutschen Adelsgenossenschaft teilt im „Deutsch. Adelsbl." mit, daß das von der Genossenschaft errichtete „Pensionat zur Ausbildung von Töchtern des deutschen 2ldels für das praktische Leben" am 1. Oktober ds. Js. von Werdorf nach Rieder- Ofleiden (Station der Ohmthal-Bahn) bei Marburg in Oberhessen verlegt und mit der dort bereits bestehenden wirtschaftlichen Jrauenschule vereinigt worden ist. Anmeldungen und Anftagen über Aufnahmebedingungen, Hausordnung, Arbeitsplan u. s. w. sind an die Oberin der wirtschaftlichen Jrauenschule zu Meder-Ofleiden (Post Homberg a. d. Ohm), Baronin Schenck zu Schweinsberg) zu richten. ** Pflege der Ohren. Eine sorgsame Ohrenpflege bei Kindern ist für Eltern und Erzieher ein überaus wichtiger Gegenstand, da sich erfahrungsgemäß infolge von Außerachtlassung einer solchen zahlreiche, tiefgreifende Ohrenerkrankungen entwickeln können. Die Pflege des Ohres hat schon in den ersten Lebenstagen zu beginnen, da das Gehörorgan der Neugeborenen, infolge seiner eigen- tümlichen anatomischen Verhältnisse, durch äußere Einflüsse leicht erkrankt. Bei der üblichen Methode des Badens der Säuglinge kann durch das öftere Eindringen von Wasser in den äußeren Gehörgang eine Entzündung hervorgerufen werden; desgleichen kann während des Badens durch das Einschlürfen von Wasser in Nasenöffnüngen die Flüssigkeit durch die bei kleinen Kindern noch kurze und weite Ohrentrompete eindringen, und eine mit Zerstörung des Trommelfells verbundene eitrige Entzündung des Mittelohres verursachen. Daraus ergiebt sich, daß beim Baden der Säuglinge der Kopf derselben derart in erhöhter Lage zu halten ist, daß das Wasser weder in das Ohr, noch in die Nasenhöhle eindringen kann. Da angeborene ober nach der Geburt entstandene Schwerhörigkeit oder Taubheit im ersten Lebensjahre häufig übersehen wird, so empfiehlt es sich, in einiger Entfernung hinter dem Rücken deS Kindes zu pfeifen und zu singen; ein Kind mit normal entwickeltem Hörvermögen wiro den Kops nach der Stelle, von welcher das Geräusch kommt, hinzuwenden trachten. Wird nach öfterer Wiederholung dieses einfachen Versuches das Fehlen jeder Bewegung des Kopfes konstatiert, so müssen sorgsame Eltern sofort einen Arzt konsultieren, weil die Ge- hörshörungen bei einer möglichst frühen ärztlichen Behandlung nicht selten gute Heilresultatc geben; bei Nichtbeachtung der Gehörstörungen können sich aber bleibende Veränderungen entwickeln, welche später eine Heilung der Schwerhörigkeit aus schließen. Die Eltern müssen ferner beherzigen, daß in normalem Zustande die Atmung bei Kindern schts durchs die Nase geschieht, daß daher das anhaftende Aftnen durch den geöffneten Mund auf eine krankhafte Verhinderung der Nasenatmung hinweist. empfiehlt sich bei längerer Tauer der verhinderten Nasenatmung durch genaue ärztliche Untersuchung das Hindernis feststellen und beseitigen zu lassen; letzteres wird meist in chronischen Nasenkatarrhen bestehen, und ihre Heilung ist insofern von großer Bedeutung, als die mit jener Affektion behafteten Kinder nach den Ergebnissen neuerer Forschung denkfaul sind, und eine große Unlust zum Lernen an den Tag legen, und als diese Symptome nach Heilung des.Katarrhs schwinden. sh Butzbach, 8. Sept- Zum Besten der Wiederherstellung der hiesigen Stadtkirche fand heute ein äußerst zahlreich besuchtes Kirchenkonzert statt. Es war die zweite' Veranstaltung zu dem genannten Zwecke. Hatte uns vor einigen Wochen der Gießener gemischte Chor in dankenswertester Weise bei einem liturgischen Gottesdienste durch passende Vorträge erfreut, so wußte sich heute die unter der vorzüglichen Leitung des Lehrers Kammer stehende Chorschnle unter der Mitwirkung auswärtiger und hiesiger Kräfte beste Anerkennung zu erwerben. Sowohl der Grell sche Chor: „.Himmlischer Tröster", als auch der Klein'sche packend wirkende Psalm oder der Chor (mit Sopransolo) von Bartniansky, wie endlich das melodiöse, innige Mendelsohnsche Duett: „Tas ist der Tag des Herrn" — lieferten den Beweis für den regen Fleiß des Dirigenten und des Chors. In S. Gro ß- kops (Frankfurt a. M.) lernten wir einen Geiger kennen, der' sein Instrument in jeder Weise beherrscht. Die von ihm gewählten Piecen gaben ihm Gelegenheit, bei allergrößter Neinheft' der Intonation sowohl den großen, weichen Ton, wie ihn manche deutsche Meister fordern,, als auch inniges Versenken in die melodiösen Weisen italienischer Schule zu zeigen. Fräulein Luise Weidmann und Fräulein Johanna Wendel (beide von hier), erstere mit einer volftönigen Alt-, letztere mit einer anmutigen und doch kräftigen Sopranstftnme begabt, wußten, indem sie dem fein zusammengestellten Programm liebliche Bereicherung zu teil werden ließen, sich die zahlreiche Zuhörerschaft zu innigstem Tanke zu verpflichten. Der Organist der .St. Markuskirche, Lehrer Wehrh eim, zeigte sich sowohl mit den ewig schönen Formen eines I. S. Bach, als auch mit den an Wagner gemahnenden Werken neuerer Orgelkomponisten vertraut. .Als Begleiter wußte er sich geschickt den Stimmen der jugendlichen Sängerinnen anzupassen. — Alles in allem war es eine schöne wackere Leistung. Dem Fonds zur Renovation der Kirche konnten über 200 Mark zugeführt werden. § Schotten, 7. Septbr. Gegenwärftg wftd das hiesige Rathaus, ein historisches Denkmal, unter sachkundiger Leitung einer gründlichen Renovation unterzogen. Das Holzfachwerk ist noch in gutem Zustande. x Bleichenbach, 7. Septbr. Hiesige Fischer fingen vor Vermischtes. • Hamburg, 6. Sept. Nach einer dem „Hamb. Korr." vom hiesigen Generalkonsul der Republik San Salvador mitgeteilten Depesche brach am 3. September abends in San Salvador in der Straße, wo sich die Artilleriekaserne und das Wohnhaus des Präsidenten befinden, Feuer aus, das erst nach größter Anstrengung von Militär und Bürgern gelöscht werden konnte. Fast alles Kriegsmaterial, das sich in der Kaserne befand, wurde gerettet. Die Ruhe der (Stadt ist nicht gestört; die Geschäfte nehmen ihren regelmäßigen Gang. * Köln, 3. Sept. Heute Nachmittag spielte sich hierin einem Hause am Burghöfchen ein Liebesdrama ab. Ein achtzehnjähriges Mädchen weilte bei ihrer verheirateten Schwester auf Besuch. Gegen 3 Uhr erschien plötzlich ihr Bräutigam, 'der hier in Köln bei der Infanterie dient, schoß unter dem Ruf: „Du Ungetreue", auf die Braut und brachte dann sich selbst eine Schußwunde bei. Beide Personen sind schwer verletzt. * Nach Schema F. Durch Anschlag auf dem Hauptbahnhofe in Thorn wurde dieser Tage bekannt gegeben, daß in der Güterexpedition — drei Citronen öffentlich versteigert werden sollten. Das Publikum glaubte zunächst. an einen Schreibfehler und eilte in hellen Haufen zu der Auktton. Hier wurde den Erschienenen der Inhalt des Anschlags als richtig bestättgt; denn es handelte sich in der That nur um drei Citronen, die als herrenloses Gut in einem Güterwagen vorgefunden und vorschriftsmäßig abgeliefert worden waren. Bei der nun erfolgenden Auktion wurde das seltene Fundobjekt einem Beamten für 15 Pfg (!) zugeschlagen. * Ueberbrettl"-Grafen nnd Barone werden gesucht. Das folgende Inserat war am Sonntag, den 1. d. M. in einer hiesigen Zeitung zu lesen, das, wie die Nennung der Firma erweist, keineswegs von einem müßigen Witzbold, sondern von einer beschäftigten Agentur herrührt: Verarmter Graf oder Baron, der ein wenig dichten kann, für Ueberbrettl- Tonrnöe gesucht. Fritz Unger, Schillingstr. 2. II. [105015] Dieses Kulturbildchen bedarf keines Kommentars. * Wien, 6. Sept. Ein Römergrab wurde mitten in Wien in der Nähe der Votivkirche bei dem Dotivparke in der Universftätsstraße aüfgefunben. Längs des Park- gftters wird dort die Kabellegung der Elektrizitätswerke vorgeNommen. Ter Inspektor Nowalski de Lilia hatte bei den Crdarbeiten Ziegelshucke bemerkt, welche er als römischen Ursprunges erkannte. Mit Vorsicht wurde nun der Schacht erweitert, und man Meß äuf ein römisches Grab. 80 Zentimeter unter dem Niveau rft es angelegt. Es ist ein einfaches Römer grab und dürfte einer Zivilperson als letzte Ruhestätte gedient haben. Es ist 190 Zentimeter lang, 40 tief und 40 breit. Die Seftenwände und der Boden sind aus Mauerwerk und gebrochenem Ziegelstein zusammengefügt. Den Teckel bildeten Ziegelplatten mit dem Fabrikzeichen „Sabinus". Der zwefte Name ist nicht zu entziffern gewesen. Im Grabe lag das Gerippe der Leiche, das noch ziemlich gut erhalten war. Bei dem Skelett fand man eine „Fibula" (eine römische Spange, welche die Toga der Römer zusammenhielt). Sie ist aus Bronze und mit Ornamenten aus Silber schön geziert. Ferner fand man eine 3 Zentimeter lange Nadel aus Bronze. Tie Bauart des Grabes, die Inschrift der Ziegelsteine und die Arbeit der Fibula lassen schließen, daß das Grab aus dem 2. Jahrhundert nach Christi Geburt stammt. Die Bauart ist bisher selten in Wien beobachtet worden, -^n der Räbe des Grabes sind schon wiederholt römische Funde Iandwirtschast. Bingen, 7. Sept. In der Umgebung von Bingen ist man schon in verschiedenen Gemarkungen mit der Lese des Früh- burgunders beschäftigt. Täglich kommen Wagen mit Most hier an. Der Behang der Stöcke ist ziemlich reichlich, die Qualttat gut Es sind Mostgewichte bis zu 85 und 90 Gr. nach Oechs.le festgestellt worden. — Von den Verkaufspreisen verlautet sehr röemg; in Gensingen wurden 24 Mk. für die Aiche be$ai)lf. Büdingen, 8. Sept. Gegenwärtig ist man mit der Aberntung der Aepfel an den Staatsstraßen beschäftigt. Zumeist sind es frühe Sorte, prächttges Tafelobst, das reichlich Abnchmer findet, zumal die Obsternte nur strichweise eine ergiebige ist. #ur Kelter-- obst werden 12 Mk. bezahlt, für Tafelobst je nach Sorten entsprechend höhere Preise. Für die Redattion verantwortlich i. V.r R. Dittmann. Gerichlssaal. b. Gießen, G.Sept. Ein gefährlicher Einbrecher ist der Dienst» knecht Peter Jüngel von Lehnheim. Bereits viermal wegen chwercn Diebstahls vorbestraft, brach er auf einer Mühle bei Wetteveld ein und stahl daselbst Wuflt, Kleider und Schuhe. Unterwegs nahm er noch eine Hose mit. Bei einem wieder auf der Alühle versuchten Einbruch ivurde er ertappt. Das Urteil lautet, da der Angeklagte geständig ist, nur auf 2 Jahre 9 Monate Zuchthaus, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5Jahre.unc> Stelllmg unter Polizeiaufsicht. — Hmter verschlossenen Thüren wurde dann gegen zwei Gärtner wegen Sittlichkeitsverbrechensverhandelt. DieVer- Handlung endete mit Verurteilung beider Angeklagten zu 3 Monaten Gefängnis und zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. — Gin Fahrraddieb ist der Philipp Damm von Reiskirchen. In Anbetracht seines Geständnisses erhält er nur 8 Monate Gefängnis. — Ein Kaufmann hatte sich einer Urkundenfälschung schuldig gemacht, indem er in einem Schreiben, in dem Erhöhung seines Gehaltes vorgeschlagen wurde, die Zahl änderte. Er erhalt 3 Monate Gefängnis. — Das Recht auf daS Telephon. Eine für Vermieter rote für Mieter wichtige Entscheidung hat das Landgericht zu Ostroroo lPosen) gefällt. Lin dortiger Mieter beabsichtigte, sich zu geschäftlichen Zwecken den Telephonanschluß Herstellen zu lassen. Der Wttt weigerte sich, der Postverwaltung gegenüber seine Zustimmung zu der Herstellung des Femsprechanschlusies zu erklären, während; ivie bekannt, ohne eine solche Genehmigung des Hausetgentümers die Post dem Anträge auf Bewirkung einer solchen Verbindung nicht stattgiebt. Der Mieter wurde gegen seinen Hauswirt klagbar. Tie Weigerung des Beklagten berrchte auf der Besorgnis, daß durch Anlage des Fernsprechers fein Haus der Blitzgefahr in üermehrtem Umfange cmsgajetzt fein würde; diesen Grund wollte der Kläger aber nicht gelten lassen- Er bezeichnete das Verhalten des Beklagten vielmehr als Chikane, da alle anderen Hauseigentümer am Orte die von ihren Mietern erbetene Zustimmung ohne Weiteres erteilt hätten. Das Landgericht m Ostrowo erkannte auf Abweisung der Klage unter folgender Begründung: Der Vermieter ist ver- pflichtet/dem Mieter die Wohnung zu dem vertragsmäßigen, bezw. zu dem verkehrsüblichen Gebrauche zu Überlassen und sie in entsprechendem Zustande während der Däuer des Mietverhältmsses zu erhalten. Es fragt sich also, ab für einen Geschäftsbetrieb höherer Art und größeren Umfanges in emer Stadt von 12000 Einwohnern das Vorhandensein eines Telephons als erforderlich zu erachten ist oder nicht. Das Landgericht hat in Erwägung gezogen, daß zur Zeit des Vertragsabschlusses eine Fernsprechstelle am Otte noch nicht bestand, daß auch zurzeit der Klageerhevung die Einttchtung erst im Entstehen begriffen war, und daß bis dahm nur ganz vereinzelte Anschlüsse stattgesunden haben. Unteil solchen Umständen war es der Meinung, daß von einem „gemeingewöbnlichen" Gebrauch einer Fernsprecheinrichtung zurzeit noch nicht die Rede sein könne, und daß regelmäßig cm zwingendes Bedürfnis hiernach in einer so kleinen Stadt mit geringen räumlichen Entfernungen nicht anerkannt zu werden vermöge. Anders läge die Sache, wenn da§ Mietsgrundstück sich in einer großen Städt befände, m der aHent* halben Geschäfte von einiger Bedeutung eine Telephonverbindung besitzen, so daß man ohne Weiteres auch annehmen könne, der Vermieter werde den bestehenden Gepflogenheiten und den aus ihnen vielleicht erst entwickelten Bedürfnissen Rechnung tragen und die Herstellung eines -Anschlusses zulassen. Im Streitfälle müffe erst abgewartet werden, ob die Benutzung des Telephons sich so aUgemcm erweise, daß das Fehlen eines solchen als Erschwerung im Geschäftsverkehr angesehen werden müße. Bekanntmachung, betreffend: das Beschneiden der Hecken. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer an den ihren Grundbesitz au öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken im Laufe des Monats September die neuen Schößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügcn wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden. Gießen, am 4. September 1901. 5986 Großherzogliche Bürgermeisterei Meßen. I. V.: Wolff._____________________• DLkanniMachrmg. Die Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche lang und zwar vom 5. bis 12. September l. Js. aus dem Bürgermeisterei-Bureau zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb jener Lffenlegungsfrist ist gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der UrHfte schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Einsprache zu erheben. Gießen, den 2. September 1901. .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________________________I. B.: Wolff.____________________5951 Stenographen - Gesellschaft Gabelsberger, Giessen. Mr eröffnen DmeckU bcn 12. Lcptember I. Zs., MM 8$ Uhr, in unserem Vereinslokal, Frankfurter Hof, part., unseren dritten diesjährigen Ansaugskursus in der deutschen Einheits-Stenographie, System Gabelsberger, zu dessen Besuch wir höfllichst einladen. 5969 Honorar 6 Mk.________________Der Vorstand. KmdMtsMe non Zrml.Mmm Gieße«, Südaulage 7. Wiederbeginn deS Unterrichts in allen weiblicherrHandarbeitep, sowie Kunpar-eiten Dienstag dm 17. September 1901. Amneldmrgeu erbeten vor dem 4. September oder am 17. September bei Begmn der Schule. 5869 Soeben erschien und ist in allen Buchhandlungen zu haben: -Jj ii WWHj Führer durch das Lahnthal. Die Lahn wi der Quelle bis rar Mündung nHst den Seiteiithälern bearbeitet von Rektor H. Luerssen, Wetzlar. 240 8. Text mit ca. 100 Illustrationen, 6 Plänen, 4 Kärtchen und einer grossen Uobersichtskarte in Farbendruck und Höhen- schlchten-Darstellung. 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