l»10 ein lNg 1908 Aerlin. Um 1898. Ichf. Iprif fle'uj l,9ö! jskei-Soozert. müllte. ti> Hüte 190S )»« " E'K $*S| bürgen-S u®; pttWa901 jL,rt tum«1- M Ü imM*« Ä M-H -7327^** K.rr '•®8SS* «IW'"’?"“» SLsL- Ml d Pianist ‘'“ÄS«""“1 SS6*1"" sSfe- Nr. 59 Drittes Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag lv. März 1901 WMZvjlCnvllvl/lUivlUvl sw» E=BE= w General-Anzeiger v SMFL fcunmtr bte norm 10 Uhr V *7 au6»ärtB «0 VfB- ks£? Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gehen sass Volttische Tagesschau. Wie wenig sich die wohlgemeinten Vorschläge zur Bekämpfung der Kohlenteuerung in der Praxis durchführen lassen, geht daraus hervor, daß nach Mitteilungen des „Bundes der Industriellen" mehrfach Industrielle Kohleneinkaufsgenossenschaften sich gebildet hatten, daß sich aber das Rheinisch--Westsälischle Sohlensyndikat weigere, mit ihnen in Verkehr zu treten und sie an die Händler verweise. So erklärte sich zwar das Syndikat in einem Falle gegenüber einer Kohlen-Ein- laussgenossenschast mit einem Jahresbcdarf von 30 000 Tonnen, also einem sehr bedeutenden Quantum, zunächst bereit zu direkter Lieferung, „um dann plötzlich Die Genossenschaft an die Händler zu verweisen." Vermutlich will eZ das Kohlensyridikat nicht mit den Händlern verderben, um auch diesen den Nutzen zu verschaffen. Aber wenn dies der Fall ist, dann hat eben das bei den Kohlennot-Debatten von der Regierung gepriesene Mittel der Bildung von Kohleneinkaufsgenosfenschaften gar keinen Wert, und eS ist nützlich, darauf hinzuweifen, um zwecklose Bemühungen zu ersparen. Allenfalls, daß der Versuch gemacht werden könnte, auf direktem Wege englische Kohle zu beziehen. In dieser Richtung wollen industrielle Einkaufsgenossenschaften vorgehen. Aus Stadt und Land. Gießen, 9. März 1901. ** In der Pafsionszeit! Wir stehen in der Rüstzeit auf Ostern. Kanzel, Altar und Lesepult unserer evangelischen Kirchen tragen die violette Bekleidung; es soll auch durch diese ernste, liturgische Farbe angeoeutet werden, daß es an der Zeit ist, sich auf das Leiden und Sterben des Herrn vorzubereiten. Christi Kreuz! mehr denn je steht es augenblicklich im Mittelpunkte der kirchlichen Verkündigung; ein Zeichen des Heils und des' Lebens, so recht ein Kenn- und Ehrenzeichen des Christentums soll es uns sein. Christi Kreuz! Aus dem verworrenen Treiben der Jahrhunderte hebt es sich heraus, einfach und schlicht, aber licht- und lebenspendend den Millionen Mühseligen und Beladenen, erweckend, erhaltend, tröstend und befreiend fürs zitternde, schuldbeladene Herz! Den Juden ein Aergernis, den Heiden eine Thorheit, hat eS die evangelische Kirche als ihre höchste Weisheit ge-, predigt. Moderne Kunst und Litteratur sucht eifrigst nach neuen Entwürfen und Stimmungen, in alten verstaubten Urkunden und vergilbten Pergamenten wird mit einem Fleiße geforscht, wie nie zuvor; alte, liebgewordene Anschauungen zerstört die Wissenschaft durch ruhige, kühle Betrachtung . . ., aber Einer bleibt, und keine Macht der Erde kann ihn fällen, weder menschlicher Scharfsinn, nodji menschliche Oberflächlichkeit: Christus, der Gekreuzigte! Ja, noch mehr — ein großer Geschichtsforscher hat sich zu dem Satze bekannt — der Mann mit der Dornenkrone, die,er gekreuzigte Christus, ist der Schlüssel der Weltgeschichte. Ein wundersamer Trost! Nun schmähen wir nicht mehr da« Fragen und Zagen, das Hangen und Bangen dieser Hrde- wir halten es für keine besondere Heiligkeit, wennl Kerliner Kries. (Plaudereien aus der Saiserftadt.) (Nachdruck verboten.) Stoßseufzer eines Berliner Ballvaters. Toilettenfreuden und leiden. — Ein neuer Kriegslauf gegen die Schleppe. „Gott sei Dank? Der Winter geht zu Ende!" sagte ich ein wenig boshaft, aber doch aus innerstem Herzen heraus, am letzten Sonntag beim Mittagskonzert im KönigS-Lust Garten zu einem mir bekannten Kohlenhändler, der gleich mir für Freikonzerte zu schwärmen schien. Aber ich war ganz erstarrt, als sich aus seiner breiten Männerbrust ein waschecht aufrichtiges Echo entrang: „Gott sei Dank! Ich habe ihn auch satt!" „Haben Sie ausverkauft?" fragte ich ungläubig. „Ach, Unsinn! • Alle drei sind sie noch auf Lager !" entgegnete er unwirsch. Ich hatte seine Kohlen gemeint; er aber redete von seinen flügge gewordenen Töchtern, die er auf Verfügung der Frau Mama, die wohl das häusliche Szepter schwingen mochte, auf die verschiedenen Baue der Saison geschleppt hatte, um dem tiefgefühlten Bedürfnis nach Schwiegersöhnen abzuhelfen. Wer will dergleichen Maßnahmen einer bang in die Zukunft lugenden Mama verdenken, zumal wenn sie aus dem Resultat der letzten Volkszählung das grausame Mißverhältnis zwischen Mann teilt und Weiblein in Deutschland kennt? Selbst wenn sie alle, alle heiraten, die sogenannten Herren der Schöpfung, muß immer noch über eine Million des schwachen, in Der Anzahl leider viel zu starken Geschlechts übrig bleiben. Und alle heiraten ja nicht, zumal diese mäkligen, blasierten Berliner, die erst bei Schimmelpfeng Erkundigungen eii^iehen, „ob auch was da ift"! Ohne Asche kein Feuer! Das ist die Devise der männlichen Jugend von heute! „Diese ver s......Bälle!" stöhnte der Aermste. „Die freffen einen ganzen Winterverdienst auf! Ach, als wir noch m ^nurt wohnten!" Ich tröstete ihn mit dem Hinweis, daß in Grsurt wie tu Treuenbrietzen oder Kyritz erwachsene, noch unver- Einer sich zurückzieht vom berufsfreudigen Treiben, um ein traulich beschauliches Dasein zu verträumen; wir glauben, lehren und bekennen: Alles ist Euer, Ihr aber eib Christi! Und wie hat sich dieser, unser Meister, tapfer bewährt! . Seiner Leidenszeit gedenken wir in diesen Wochen, aber so, wie es der Apostel Paulus uns rät, — als die Traurigen, aber allezeit fröhlich, — als die Sterbenden, und siehe, wir leben! Christi Kreuz! Eine wunderbare Zufluchtsstätte für jedes Menschenkind, das mitten im Sturme des Lebens nach heiliger Stille verlangt, — und sollten wir's leugnen, daß in der innersten Menschenbrust ein heißes Sehnen vorhanden ist, nach fröhlichem Gottesfrieden? Der verlorene Sohn, der arme, gebrochene Sünder, — wie drängt's ihn heimwärts zu einem allliebenden Vater! Da will die Pafsionszeit ihre, alte und doch ewig neue Hoffnung ausstrahlen lassen: Das Vaterhaus ist immer nah, wie wechselnd auch die. Lose, — es ist das Kreuz auf Golgatha, Heimat für Hei matlose.... fc. Frankfurt a. M., 7. März. Der hiesige Schauspielhaus-Neubau am Gallusthor ist im' Rohbau fast vollendet. Frankfurt, 7. März. Im Freien deutschen Hochstifthielt Prof. Dr. Baldenfperger aus Gi e ß en seinen vierten Vortrag über die Encyelopädiften. Er beschäftigte sich im wesentlichen mit dem Werk derselben, der Eneyelopädie. Es ift allemal ein Ereignis, wenn ein neues Buch mit neuen Ideen erscheint, die Eneyelopädie aber verdient diesen Titel, denn sie ist nicht bloß ein Buch, sondern das Organ einer Partei, ja der zivilisierten Welt. Es gab schon vorher Eneyelopädieen, z. B. die englische Cyelopedia von Chambers, ferner in Frankreich das Dietionnaire historique et critique von Bayle. Aber alle diese und andere überragte weit das von Diderot und d'Alembert herausgegebene Werk: Eneyelopädie, ou Dietionnaire raisonne des seienees, des arts et des metiers. Mitarbeiter an diesem Werk waren u. a.: Voltaire für Litteratur, Rousseau für Musik und Politik, Buffon für Naturwissenschaft, Marmontel für Litterärgefchichte, Mallet für Theologie usw. Auch Deutsche, wie Grimm, Holbach, Engel, Sulzer waren daran beteiligt. Die Religion dieses Werkes bezeichnete Redner als eine irreligion religieüse, deren Hohepriester Diderot ist. Die berühmte Vorrede stammt von d'Alembert, sie giebt eine Uebersicht über die Gliederung und die verschiedenen Beziehungen der Gebiete des menschlichen Wissens. Das Werk enthält gute und minderwertige Artikel, interessant ist derjenige über die Musik zurzeit Berlioz, die Geschichte ist Fixion und Voraussetzung, konstruiert durch die Vernunft. Wir schütteln heute mit dem Kopfe, wenn wir jene Männer solche Luftschlösser bauen sehen. Trotzdem müssen wir sie hoch schätzen, denn es zeigt sich in ihnen ein starker Optimismus, eine gähnende Kraft, die sie ewig jung bleiben läßt. Vermischter. • Landsberg a. b. W., 6. Märr. Im hiesigen „General-Anzeiger- findet sich folgende köstliche Anzeige: „Ich erkläre hiermit, daß meine Aeußerungen über meine lobte Mädel auch auf die Winterbälle geschuppt würden und das dort ebenso gut Kosten mache. Er lächelte ironisch und begann dann zu rechnen. „Nehmen Sie mal z. B. Ihren Presseball", sagte er, „den Haden wir natürlich nicht versäumen dürfen! Fünf Einlaßkarten: 50 Mark; zwei Droschken hin und zwei Nachtdroschken zurück 10 Mark; Garderobegeld, die Person 0.50 Mark, macht 2.50 Mark; Wein nicht unter 4 Mark die Flasche; denn Bier gab's erst in den Morgenstunden oben in den Zechwinveln; ein paar Brötchen, für die man bei Aschinger eine Mark bietzahlt: 5 Mark und so weiter, von den Vorbereitungen gar nicht zu reden! Denn zweimal dasselbe Kleid in einer'Saison? Wo denken Sie hin? Meine Mädel müßten sich ja tot schämen und die Alte mit! Lieber mittags daheim kein Kompott und abends keinen Aufschnitt! Das ist draußen in den kleinen Städten doch anders! Wenn man an einem solchen Abend die Toiletten sieht, wenn man mit seinem Unverstand, der immer zu niedrig taxiert ausrechnet, was die holde Weiblichkeit von Männern mit — aber auch solch/m ganz ohne „Arnheim" für Aufwand in Seide und Spitzen treibt — und das alles für höchstens zwei, drei solcher 9tächte, natürlich mit Aenderungen und in möglichst anderen Streifen! —, so wird einem das Herz schwer, so sehr man sich auch darüber gefreut hat, die Kinder in leidlich netten stoftümen mit dazwischen zu haben! Denn daß kann auf die Dauer kein vernünftiger Mensch aushalten, für Ballfahnen mehr auszugeben als für Wohnungsmiet/!" Der gute Mann hat nur zu recht. Der Toiletten-Luxus nimmt trotz des guten Beispiels in der Einfachheit, das unsere Offiziersfrauen noch immer geben, in erschreckender Weise überhand. Die Damen der Hochfinanz und vor allem jene, die gern dazu gerechnet würden, entwickeln fabelhaste Fähigkeiten, die Mode zu variieren, und jene, die von ihr leben, nicht darben zu lassep. Wie viel heimliches Elend wird durch diese gleißenden Beispiele, diese ivanbehibeta Moden-Journale, in die Familien des Mittelstandes getragen, in jene Familien, die von dem Erttage der Arbeit des Gatten leben müssen, die sogar für die Heranwachsenden mir mit einem anderen 'davongelaufene Fran hundsgemein, erstunken und erlogen waren. Ich bitte sie, z. mir zurück- mkommen, damit ich em braver Ehemann werden kann. Heinrich Meyer, Borschnitter. Auch k. n. 1 Pusch bei mir eintr., pro Mann 1 Ltr. Milch pro Tag extra; sowie 1 Paar Stiefel zu verkaufen, v. denen der linke fchlt, aber wie neu.- — Frau Meyer wird hoffentlich nicht grausam ein; denn wenn ihr Herr Gemahl schon die Stiefel verliert, ist es die höchste Zeit, daß er wieder unter bessere Auf- sicht kommt. Freilich, etwas unter den Pantoffel wird sie ihn wch nehmen müffen. * Die gefälschte „Rieke". Eine merkwürdige, aber wahre Geschichte hat sich in Berlin zugetragen. Die Witwe R. suchte eine Aufwärterin. Noch am selben Tage stellte sich eine jugendliche Maid vor, die, obwohl sie sogenannte Titusftisur trug, wegen ihres angehcljmen Austretens angenommen wurde. Sie ließ sich „Rieke" rufen, machte alles, selbst die Wäsche, zur vollsten Zufriedenheit, und hatte nur den einen Fehler, daß fic mit Zimmerherren der Frau R. anbändelte. So ging das wahrere Wochen weiter, bis der eine Mieter vertraulich erklärte, daß er bestimmt glaube, überhaupt kein Mädchen vor sich zu haben. Ein Zufall kam der Erfüllung des Geheimnisses zu Hilfe. „Rieke", die nicht bei Frau R. schlief, erzählte nämlich, daß sie zum MaskenbaN gehen wolle, und war auf ausgesprochenen Wunsch bereit, sickr in ihrem Kostiim zu präsentieren. Als das in ziemlich Reicht geschürztem Kleide geichah, sagte man ihr auf den Kopf zu, daß sm gar kein Mädchen fei. So war es ui der That Der verkappte junge Mann that gar nicht beleidigt, gab lachend fein Geheimnis preis und meinte, daß er das-Experiment nur unternommen habe, weil er in feinem Berufe al® Maler absolut keine Arbeit finden konnte. Nattirlich wurde der talentvolle Jüngling in WeiberNeiderii sofort an die frische Luft gesetzt. Ob nicht in Wirklichkeit Diebstahl oder Unsittlichkeit beabsichtigt war, bleibe dahingestellt. ♦ Der schnellste Zug in Deutschland. Ins Verkehr zwischen Berlin und Hamburg soll der D-Zug 5, der jetzt Hamburg mittags 12,48 Uhr verläßt, zum 1. Mai beschleunigt werden. Nach dem jetzt vorliegenden Entwurf zum Sommerfahrplan soll die Fahrzeit de® Zuges um zehn Minuten verkürzt werden. (£$ dürfte der schnellste deutsche Zug überhaupt werden, frö tegt äic 285,9 Kilometer betragende Strecke Hamburg—Berlin in 3 Stunden 28 Minuten zurück. Er macht also ift der Stunde fast 8§ einhalb Kilometer. * Duell. In Komeuburg bei Wien sand ein Pistolenduell zweier Mitglieder schlagender Wiener Studenten-Verbindungen und Reserve-Offiziere, Karl Oellacher und ftart Milde, wegen eines Streits auf einem Wiener Eislaufplatz statt. Die Forderung ging von dem 21 Jahre alten Studenten Oellacher aus, der Wien Schuß in den Unterleib erhielt und im Korneuburger, MilitärsPitaL starb. — * Napoleon als Pantoffelheld^ Aen Stoff za einer ganzen Auswahl Komödienfzenen, die noch viel amüsanter wären als die in „Madame Sans-Gene" ode» Kinder etwas zurücklegen wollen. Äch, ehe es unter ben Hausfrauen nicht Mode wird; die Mode nicht mehr mitzu- machen, wird's wohl nicht viel anders werden! Herr Beumer, ber • natioiutlltberale Landtags-Ab- georbnete, ber unlängst bei der Beratung bes Kultus-Etat im preußischen Abgeordnetenhause gegen Korsett und Schulmappe in Den Mädchenschulen wetterte und dabei ber alten Erbfeindin unserer Lungen, der Schleppe, auc| wieder einmal Den Krieg erklärte, er wird es erfahren, daß er wie alle, die vor ihm in diesen Kampf eintraten, gegen Windmühlen rennt. Dabei war er so entgegenfoinmcn> und bescheiden wie nur möglich Für das Boudoir, den Salon, Den Ballsaal, will er sich die Zwei-Meter-Ungetüme gern gefallen lassen; nur von der Straße sollen sie verschwinden. Tenn die Großstadtluft ist ohne die auf- wKbelnde Thätigkeit der Kleidersäume schon voll genug von Bakterien, Miasmen, Streptokokken und wie das Teufelszeug all heißt! Unsere Krankenhäuser und Heilstätten wimmeln von Patienten, die sich ihre Tuberkulose zum Teil in dieser schändlichen Luft geholt haben. Die großen hygienischen Bestrebungen unserer Zett predigen seit Jahr- zehnten durch den Mund Vortragender und beratender Aerzte, durch die Artikel unserer Tageszeitungen und Wochenschriften von den schrecklichen Wirmngen des immer wieder aufgewirbelten Straßenstaubes, und hilsseifrige Leute gründen Gesellschaften zur Errichtung von Siraukenheime« in gesunder Walblust. Unsere Damen hören alle biefe Vorträge, sie lesen die belehrenden Arttkel und diskutiere« sie mich in ihren five o clock Thees, schon um zu zeigen, daß sie auch wissenschaftliches Interesse haben; sie werde« Mitglieder der Hilfsgesellschaften, fic verkaufen auf den betreffenden Wohlthätigkeits-Bazaren sogar Broschüren gege» das schreckliche Uebel: aber die Schleppe legen sie darum doch nicht eher ab, ehe des Teufels Großmutter meine die Mode — es einmal wieder dekretiert. i übrigens wo anders nicht anders nicht anders ßin. .$. • „Divorcons", könnte Victorien Sardou in dem neuen Buche inden, das Frebcric Masson, der Biograph der Josephine, oeben veröffentlicht hat. Der Verfasser hat bereits durch >cn einfachen Katalog der Sachen, die zum Trousseau dieser lustigen und lüderlichen Dame gehörten, sehr belustigt. Für alle Hof- und (Lhrendamen sämtlicher Höfe Europas würden die Strümpfe reichen, die sie, ohne sie je anzuziehen, zusammenkaufte, die Dutzende von Hemden, die in den Tiefen ihrer Schränke lagen, mit den vielen Jakonetts, Musselin- nnd Seidenstoffen, die sie bei den Kaufleuten kaufen und in den Winkeln Herumliegen ließ. Der sehr sparsame Napoleon war über diese Vergeudung im höchsten (‘faabc aufgebracht. Mehrere Jahre hindurch bot dieses schlecht zusammen passende Ehepaar für die Psychologen ein merkwürdiges Schauspiel. Napoleon wollte sich scheiden lassen. Während seines Aufenthaltes in Egypten war ihm hinterbracht worden, daß Josephine ihn mit einem Husarenoffizier betrog; gleich nach seiner Rückkehr hatte er jedoch vor seiner Frau wieder kapituliert. Aber die Idee der Scheidung, die er damals gefaßt hatte, verließ ihn seitdem nicht mehr völlig. Josephine fürchtete sich davor nicht etwa, weil die Jahre engere Bande zwischen ihr u»d Bonaparte geknüpft hätten, sondern weil sie das Leben in den Schlössern und ihre verschwenderischen Gewohnheiten nicht aufgeben wollte. Und Napoleon, dessen Willen die schwierigsten Hindernisse beseitigte, konnte sich ihr gegenüber zu keinem energischen Einschlüsse ausrasfen. Josephine wußte, wie sie ihn immer wieder an sich fesseln konnte. Das schildert ganz köstlich folgende Szene zwischen den beiden: Eines Tages begegnet Napoleon Talleyrand und kündigt ihm eine große Neuigkeit au: „Der Entschluß ist gefaßt. Ich lasse mich scheiden!" Talleyrand heißt den Entschluß gut, lächelt, grüßt und geht hinaus. Zufällig begegnet er M. de Re- musat und sagt: „Wissen Sie schon'? „Er" läßt sich scheiden!" M. de Remusat, der darüber durchaus nicht weiter erstaunt ist, geht und erzählt die Sache seiner Frau. Und natürlich wird die Ankündigung dieses Ereignisses durch die eilfertigen Zungen der Damen im Schlosse schnell weiter verbreitet. Unterdessen kommt die Stunde des Diners heran. Napoleon setzt sich auf seinen Platz, Josephine gegenüber. Ein ziemlich peinliches tete-a-tete. Die beiden Ehegatten haben keinen rechten Appetit. Man unterhält sich von gleich- giltigen Dingen. „Josephine, vergiß nicht, Toilette zu machen' ES ist heute abend „Cercle" in den Tuilerien". „Gut". Und Josephine macht Toilette. Sobald sie bereit ist, läßt sie Napoleon benachrichtigen. Aber Napoleon ist krank. Er will sein Zimmer nicht verlassen. Sie sucht ihn auf. „Was haben Sie'?" „Ich bin leidend . . . Magen leioend. . . Nervenleidend . . ." Er weint. „Komm, komm in meine Nähe, Josephine!" Aber sie weigert sich. Sie weist ihn zurecht. Sie spielt die „Würdige". „Sire, beruhigen Sie sich! Sie wissen, was Sie Vorhaben, machen wir daher ein Ende mit solchen Seznen!" „Josephine, komm in meine Nähe!" „Daran denken Sie? Und der „Cercle", der aus uns wartet?" „Mag er warten!" „Und unsere Gäste?" „Man schicke sie nach Hause!" Er läßt seine Frau nicht fort, und es folgt eine Szene mit Thränen und Zärtlichkeiten. „Meine arme Josephine, ich werde Dich nicht verlassen können!" * E i n S t u d e n t e n a u s st a n d. Aus Lonb o n wird geschrieben: In der Stadt Bangor in Nordwales ist ein Studentenaufstand ausgebrochen, der seiner romantischen Veranlassung wegen weiteres Interesse beansprucht. Bangor besitzt nämlich ein University-College, b. h. eine Art Zwitterbing zwischen einer wirklichen .Hochschule unb einer Sekunbarschule, bie von zwei- bis breihunbert jungen Leuten beiher Geschlechter besucht wirb. Bisher hatte sich ans bem Zusammentreffen von jungen Männern unb Frauen in ben Hörsälen kein Uebelstanb ergeben. Vor einigen Tagen jeboch würbe ein sog. Eistebbsob ober Gesangsfest abgehalten, bei bem bie jungen Leute in geselliger Weise im selben Saal zusammen wirkten. Einige junge Leute fanden aber das Singen im Saal und das Thee- schlürfen unter den Augen wachsamer Matronen langweilig; ein Pärchen wurde in den Kollege-Gärten entdeckt, im Begriff Schwüre ewiger Treue auszutauschen. Eine andere Studentin langte in dem als Frauenheim bekannten Kost- Haus sür weibliche Studierende eine Viertelstunde nach Thorschluß an, toeil sie in Gesellschaft eines Studenten nach Schluß des Eisteddsob einen Umweg gemacht hatte, wobei die Taschenuhr stehen geblieben war. Natürlich herrschte große Entrüstung unter den Vorsteherinnen des Kosthauses. Die Verletzung der Vorschriften, unter denen Jünglinge und Jungfrauen studieren, wurde sofort dem Universilätsvorstand gemeldet, der beschloß, an ben sünbi- aen jungen Leuten ein Hempel zu statuieren. Die beiben Stnbentcn wurden ausgewiesen — rusticated heißt hier bas Verbot des Besuchens der .Hörsäle bis zum Ende des Semesters. Die junge Dame, die zu spät nach Hause gekommen war, erhielt einen Verweis und bie Mitteilung, baß sie fürberhin nicht nach fünf Uhr abenbs außerhalb bes Heims sein bürfe. Das im Garten ertappte Mäbchen würbe einfach ausgewiesen. Diese strenge Maßregelung ber vier jungen Leute verursachte unter ben Mitstubierenben eine gewaltige Aufregung unb man beschloß, beim Senat wegen Milberung ber Strafen vorstellig zu werben. Aber ber Senat weigerte sich, nachzugeben, unb bie vier Gemaßregelten mußten sich fügen. Daraufhin fanben Massenversammlungen ber Studenten statt, man sandte Abordnungen an ben Vorsteher bes College unb an bie Professoren ; aber ohne Erfolg, benn bie gemaßregelte Dame mußte am Sonnabenb in ber Frühe abreisen. Aber bie ganze Stubentenschaft gab in Talaren unb Mützen ber Gemaßregelten bas Geleite burch bie Straßen von Bangor bis zum Bahnhof, wo bie akabemische Jugenb unter feierlichem Absingen von Liebern von ber Tochter Evas Abschieb nahm. Am selben Abeub reiften auch bie beiben gemaßregelten Stubeuten unter ähnlichen Kunbgebungen ab. Nach ihrer Abreise würbe eine Versammlung ber akabemischen Jugenb abgehalten unb beschlossen, bem Senat abermals eine Eingabe zu machen, unb wenn bas concilium abeunbi nicht sofort zurückgezogen würbe, vom Montag an in Aus- ftanb zu treten. Theater, Kunst und Wissenschaft. — Zum Dichten — beurlaubt. Mit vollem Gehalt dazu! Da sage noch einer, daß der Wiener Stadtrat nicht das richtige Verständnis für die Kunst besitzt! Zwar hat der Herr von Wien, Bürgermeister Lueger, das Haupt dieses Stadtrats, vor den Dichtern keinen besonders großen Respekt, wenigstens hat er sich, wie noch in Erinnerung sein wird, über unseres Kletst's machtvolle „Hermannschlacht" recht banausisch ausge- sprachen, aber in Bezug auf Herrn Rudolf Hawel scheinen er und der Gemeinderat doch anderer Meinung zu sein. Herr Hawel ist der Verfasser deS Volksstückes „Mutter Sorge", das im Wiener Jubiläums- Theater mit Erfolg aufgeführt wurde. Ec ist aber nicht nur Dichter, sondern auch Volksschullehrer, wie es Otto Ernst gewesen ist. Diesen hat ein großer Bühnenerfolg veranlaßt, die Schulmeisterei an den Nagel zu hängen, um ganz der einträglichen Muse zu leben. Herr Hawel ist vorsichtiger; er läßt sich nur beurlauben — „zur Fertigstellung eines neuen Theaterstückes" . . . Und der Wiener Stadtrat ist gemütlich und sagt „Ja und Amen" . . . Herr Hawel darf sich bis zum 15. September d. Js bei vollen Bezügen dem Dichten hingeben. Ach, wenn's auch bei uns so schön wäre! Wenn jeder Beamte, Offizier, Lehrer usw. sich für acht Monate beurlauben lassen könnte, um ein Theaterstück zu schreiben. — Ueber Uvette Guilbert, die berühmte Pariser Chansonette, die z. Z. in Berlin auftritt, wird geschrieben: Sie ist zweifellos eine Meisterin vom Fach; sie hat noch weniger Gefangsstimme als die meisten Chansonettenfängerinnen; sie singt nicht, sondern sie rezitiert mit unter; gelegtem Ton. Aber sie ist eine Meisterin, diesen Ton, diese schlecht gesungene Melodie zur Silbenstreckung zu benutzen und so dem Wort zu einer stark beseelten Deutlichkeit zu verhelfen. Sie ist eine Meisterin des Ausdrucks, der Redecharakteristik; ihre Gebärde hat nicht die bummelhafte Wiener Rockfchwänzel Linkischkeit, sie ist vielmehr schlagend witzig und sehr gebändigt; sie machts mit dem kleinen Finger, wo andere die große Fuß zehe gen Himmel schleudern und mit zwanzig Unterröcken wackeln. Ihre französischen Volkslieder und EhansonS wu d>n dann für einige Tage das öffentliche Gesprächsthema; die Zeitungen wurden oariötä literarisch. Und da die Guilbert tragische Volkslieder mit einem eigentümlichen, merkwürdigen Bänkelsängerton rezitiert, der etwas vornehm-klassisches hat — man gestatte diese widerspruchsvolle Bezeichnung —, war es gerade das gebildete Publikum, daS in große Aufregung für diese Eleonore Düse auf der Tingel-Tangelbühne geriet. Man sah eine edlere Kunst, die doch ganz im Niedern wurzelt: eine Mischung der GesÜhle entsteht, die so recht etwas für den Großstädtergaumen ist, besonders, wenn er schon alle Kunst genüffe von Schiller-Beethoven bis zu Hauptmann-Dehmel Ansorge-Richard Strauß durchgeschwelgt hat. Mleratur. „Der Zusammenbruch" (Der Krieg von 1870/71). Roman von Emile Zola. Illustrierte Ausgabe. Von bieser in 25 Lieferungen in ber Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart erscheinenben Ausgabe bes packenb geschriebenen Romans liegen uns nunmehr bie Lieferungen 6 bis 12 (Preis jeber Lieferung 40 Pfennig) vor. We!r bie glänzenbe Darstellungsgabe Zvlas kennt, ber weiß, baß bie Schlachtenbilber, bie er entwirft, von uim wüchsiger Kraft unb plastischer Anschaulichkeit sinb. Die Schilberung ber Schlacht von Seban hübet ben Glanzpunkt. Die Greuelszenen in Baz eitles, bie entsetzliche Thätigkeik in ben improvisierten Spitälern, sie fesseln trotz bes schauerlichen Objekts ber Darstellung. Die Streiflichter, welche auf bie bessere französische Gesellschaft, auf bie Verweichlichung ber Kommanbeuer, auf bas furchtbare Treiben ber Freischärler fallen, vervollstänbigen bas keineswegs be- neibenswerte Bilb. Die Uebersetzuna bes Romans ist eine vortreffliche unb bie zahlreichen Illustrationen von Abolf Walb, Fritz Bergen unb Ehr. Speyer veranschaulichen bem Leser bie bichterische Schilberung in lebenbigster Weise. Die Gemächer ber Königin Viktoria an Borb ber königlichen Yacht „Victoria anb Albert", Lese-, Gesellschaftszimmer unb Speisesaal, hüben neben einem ganzseitige» Bilde, bas ben berühmten Marinemaler Carl Saltzmans in seiner 'Kunststätte barstellt, ben Hauptillustrationsschmuck ber neuesten Nummer (18) ber Wochenschrift „Ue berat?' (Offizielles Organ bes Deutschen Flottenvereins, Berlin, Deutsches Verlagshaus Bong & (So., Berlin). Der sorgsam ausgewählte textliche Teil behandelt im wesentlichen Fragen unb Gegenstänbe ber Marine, aber überall ist barauf Bebacht genommen, baß auch ber Laie, unb bieser ganz besonbers, von ber Darstellung gefesselt unb grünblich unterrichtet wirb. Dabei ist es Grundsatz ber Zeitschrift, über alle wichtigen Fragen nur Autoritäten zu Worte kommen zu lassen. So behanbelt ber Münchener Universi- tätsprofessor ber Rechte, Freiherr Dr. Karl v. Stengel bie staatsrechtliche Bedeutung bes Flottengesetzes unb Major a. D. Victor Kurs bie Riesenkanäle in Norbamerika, ein Thema, bas in ben ^agcn ber Verhanblungen über die Kanalvorlage besonberes Interesse erregen wirb. Der Unterhaltungsteil bes Blattes bringt außer bem Seeroman „Branbenburg'scher Pavillon hoch!" von Wilhelm Jensen auch Bilber aus Deutsch-Ostaftika unb eine Novelle aus bem Seemannsleben: „Heimkehr" von Bertholb Paul Forster. Landwirtschaft. Fruchtmärkte werben im Großherzogtum zurzeit noch in Alsselb, Lauterbach unb Grünberg ab gehalten Der Markt in Alsfelb ist wohl im Erlöschen begriffen, benn es würben auf ihm im Jahre 1900 nur noch 23,5 Doppelzentner Korn verkauft. Auch ber Markt in Lauterbach erscheint mit einem Verkauf von 169,3 ^Doppelzentner recht unbebcutenb. Einigermaßen erheblich ist nur noch ber Markt in Grünberg mit einem Verkauf von 2543,3 Doppelzentner. Gegen 1900, wo ber Verkauf auf allen brei Märkten zusammen noch 3777,1 Doppelzentner betrug, ist in 1900, wo nur noch 2725,8 Doppelzentner verkauft würben, ein Rückgang von über 1000 Doppelzentner eingetreten. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. sc. Frankfurt a. M., 7. März. Tie General-Versammlung bes Frankfurter Hypotheke n-Kredit-- Vereins beschloß bie Verteilung einer Dividende von 7 einhalb Prozent (wie im Vorjahre). Z3ci>or Sie 3bten Stbiirf in Seiden- iloffenPetfen, vee- hwyeri Sie. in 3!''ein 3n,rrpflp erst umgehend, und franko Kluft er von Hohensteiner Seidenweberei yLotze“, Hohenstein Ih-nstthftl Königlicher, t^roßber^oglicher und herzoglicher Hoflieferant Spazierstöcke stets Neuheiten. Casseler Schirmfabrik Gießen, SelterSweg 9. Ungeachtet gewaltigen Wettbewerbs behauptet die ’ßlickensderfer ihren wohlbegründeten Huf als einfachste, darum zuverlässigste, dabei dauerhafteste und handlichste Sfcfireibmasc/iine. Preis der No. 5: Mk. 160,—, der No. 7: Mk. 226,—. 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Die Herstellung von rund 210 qm Basalt Kopf. steinpflafler für eine Rollbahn auf dem Hofe de» Gaswerks. „ 2- ®‘e ”on zwei kleine» Lchnhmauer» für die GaSbehälter-BiLchungen. Die Bedingungen, Arbeitsbefchreibungen und Zeichnungen liegen während der Dienststunden auf unserem technischen Büreau zur Einsichtnahme offen. Angebote sind bis zum 15. d. Mts, mittags 12 Uhr, verschlissen und mit entsprechender Aufschrift vers.hm bei un» einzureichen. Gießen, den 8. März 1901. 1856 Etädtischt» Gas« und Wafferwerk Gieß n. Otto Bergen. Freiwillige Gesellen-Prüsung des Grlsgewerbevereins Hießen. Es werden hierdurch alle Handwerkslehrlinge von Giehen unb Umgegend, ro lche ihre Lehrzeit in. diesem F ühjahr ganz odtr nahezu beenden, beziehentlich im vorigen Jahre oder noch früher bereits ausgelernt h tten, aiügefo beit sich an der freiwilligen Oeselleuprüfukig zu beteiligen. Die Prüfung in kostenfrei. Anmeldungen sind spülest« ns bis zum IO. März d. I. in der Gewerbeschule — Asterweg 25 — abzugebeu, wo selbst auch nähere Auskunft zu erhalten ist. Gießen, den 20. Februar 1901. 1500 Die Kommission für Gesellen Prüfungen. 3. A.: Trader. Trinkfertige Kindermilch nach Angabe von Professor Dr. Backhaus, «SnigSber«. D. R. P Nr. 92 246. Neste Nahrung für Kinder im ersten Kakvjahr und Kraule. Sterilisiert, trtnKferttg in Zkorttousflafcheu. Sorte I. Gehalt wie Frauenmilch, sie kommt der Muttermilch in der Zusammensetzung und Leichwerdaulicbkeit am nächsten, weil der Käsestoff der Kubmilch, der fyr kleine Kinder so schwer verdauliche Bestand« teil, teils auSgesäneden, teils leicht verdaulich gestaltet wird. Die Milch wird durch Sterilisation bakterienfrei. Sorte II. ®ebalt wie Fettmilch, Rahmgemenge rc., für Kinder im zwe"en Halbjahr und Magenleidende. Sorte III. Sorgfältig sterilisierte Vollmilch für ältere Kinder, Erwachsene und RckonoaleSzemen. Näheres über die Vorzüge der BackhauS'scken Milch ersichtlich auS den ärztlichen Urteilen und wissenschaftlichen Berichten, die allen Interessenten auf Wunsch zur Verfügung stehen. 676 Alleinige- HerstelluugSrecht für die Kreise SKarbnrO, Sietzen, Friedberg, Büdingen, Schottenr L. Reif, Hofgut Affenheim. -ekrphonrus Kriedverg Ar. 6. Artige» Ar Überall" Berlin, 7er sorg. ^sentlich^ überall ist - und dieser "d gründlich ! ^ltschrift J Dorte ?3Wr|i. und L 'amerika, E ßen über die Perönte^ Seeroman e^ensen Novelle aus rldold PM Mm zurzeit unberg ab- im Erlöschen hre 1900 nur cl> her Markt 1109,3 s^oppel- heblich ist nur ruf von 2543,3 “f auf allen ’ntner betrug tner verkauft Zentner ein- nüschast. General -Ber- en-Kredit- Tividende von n Ernstthal S ittiint ) ^VxTVS/Vt » ik ipfct * t/arwffl mW !- GW»« jft. S25,- Anerkwnuwy "Dieöemild^ J, aasstellunf ?Uhr mittag« ®” *.*??• »s JerkW® LZ **b' p jjda Zimmer zu permieten. 7 J Riegelpfad 18, HI. Fichten-Rnsstangen, Eichen Knüppel, Bekanntmachung, den Verkauf von Hausbrandkohieu durch die Stadt betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß der auf Oswalds Garten eingerichtete Kohlenoerkauf an Minderbemittelte mit Freitag dem 8. l. M.s. eingestellt wird. Gießen, den 7. Mär, 1901. 1852 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 'Merdemarkt zu Hießen. Am Mittwoch dem 20 März I. I. findet auf oen städtischen Marktonlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen- wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohnkutscher Kuhn dahier wenden. Auskunft über sonstig- Maiktangelegenheiten erteilt Herr Weinhändler Anguss Schwan dahier. Mit dem Pferdemarkt ist eine Buchen-Scheiter, Eichen- h (Werkholz für Küfer und Glafer), Warautiert reines Kakao -Pulver (leicht löslich) 1805 per Pfund 1,30 0U., beiMebrabnahme billiger, empfiehlt Fichten-Derbstangen . rm Eichen-Nutzscheitholz. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. 0747] 2 Zimmer u. Kücke an ruh. Leute zu verm. -Louis Adam. 1690] ^»divtgstr. 32 Bel-Etage 8 Zimmer, Badeiimmer u. s. w. pr. 15. Juni ob. 1. Juli zu vermieten. Nüb. Babnbolstr. 26, H. Aersteigemng. Dten-tag den 12. «»rz d. J„ nachmittags 2 Uhr, werde ich in der Ockershäuser Allee gegenüber dem Friedhof 24 Grabdenkmäler, Granit- und Marmorplatten, Marmorkreuze, Sand- und Granitsteine und noch ] verschiedene andere Sachen öffentlich meistbietend gegen sofor- i ttfle Zahlung zwangsweise versteigern. r .. Der Verkauf findet ganz bestimmt statt. *881 Marburg, den 8. März 1901. Schmith, Gerichtsvollzieher, Schulstr. Nr.8, pt. Oberkleen. Lichen: 10 Stämme 2. Kl. = 17,02 fm, 21 St. 3. Kl. = 16,30 fm, 1 St. 4. Kl. = 0,29 fm. Nadelholz: 43 Stämme 3. *nb 4. Kl. ----- 12,10 fm. 10 Stangen 1. Kl. und 132 rm Nutzholz. Weichhokz: 1 Stqmm 3. Kl. = 0,31 fm. Die Förster zu Niederkleen und Oberkleen, sowie der Unterzeichnete sind zu jeder Auskunft erbötig. Die Hölzer können vorher in den betr. Waldungen eingesehen werden. Gr.-Rechtendach (Kr. Wetzlar), dm 7. März 1901. 1870 Der Bürgermeister. Große VlckemiWH auch auf sämtliche Neuhc^u in Kleiderstoffen und Damen K-nf-M-n welche in großer Auswahl ciugetrofteu Hermann Katz Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3 bis 5 Kilometer von der Bahnstation entfernt und an chauffierte Abfuhr wege angrenzend, sollen Donnerstag deu 14. Marz 1901, vormittags lO»/2 Uhr beginnend, im Saale des Leuz'schen Felsenkellers zu Wietzen, in der Nähe deS Bahnhofes, versteigert werden: -- mit 69,34 Handarbeiten: Unterricht im Handnähen, Flicken, Stopfen, Zeichnen, Rechnen, Deutsch Musterzeichnen, Wäschezuschneiden, Maschinennähen, Zeichnen, Rechnen, Deutsch Musterzeichnen und Wäschezuschneiden Methodischer Schneiderunterricht, Fach- und Gewerbezeichnen Unterricht im Zeichnen und Zuschneiden Weiß', Buntsticken, sowie alle modernen Stickereien Bügeln und Kunstwäscherei Ausbildung von Handarbeitslehrerinnnen Aufzeichnen von Stickereien auf Leinen, Seide u. s. w. Holzbrandmalerei und Kerbschnitt. Kochfchule: Koch-Kursus, 50 Vormittage 36 Mark. Zusammenkunft auf dem! AjtzLtzlulAÜ 38, m, Kaltmrain. • • -—" fnfor Reinhardsbain. Die Großh Forstwarte Kinkel zu Harbach und Kupstein zu Reinhards- Hain erteilen auf Verlangen nähere Auskunft. Grünberg, 6. März 1901. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schober. 1880 1222] Geräumige Wohnung im 1. Stock, 4 Zimmer, Kücke und Zubehör, auch zu einem Geschäft oder Bureau geeignet, vom 1: Juni l. I. ab zu vermieten. Näheres Kirchenplatz 11, Hl. 382] 1 schöne 3. btSl.Zimmer. Wohnung 'm 2.Stock sof. zu Denn. MarktNr. 10. Zu erfragen 1. St. 145] «cke Schul' «ab Sonne« stratze sind zwei Läden, sowie eine 5 Zimmerwohnung (2. Etage) der Neuzeit entsprechend elngerrchtet, sofort oder später zu vermieten. Näheres Baugeschäft Abermann, ^Löberstraße 8. 0727] Wegen Versetzung ist der mittl. Stock m. HauseS Löbers Hof 7 3 Zimmer nebst Zubeh. per: 1. Avru zu vermieten. Karl Schmall. 0753] Wohnung zu vermuten. | «»oste Mühlgasse 37. DgT Stephaustraste 11 IM ist eine Wohnung mit 6 Zrmmern und allem Zubehör per 1. Juli zu vermieten. NäbereS 1 Stock, s'812 Arbeitsvergebung, r s„i.a,»m.».»«n».3. Dohverstergenmg UhrnackZufammenkunftimDistrikt vormittags 10 Uhr an- Bettenwald auf dem Schnittpunkt fangend, kommen im SteiN- der Kreisstraße Grünberg-Linden- ^imer Gemeindewald zur Ver- truth mit der Stellscknerse daS n i -TUrm. Planieren von 920 lfd. Meter Weg fibigerung^ der Bettensckneise im Distr. Betten- 154 Eichen-Stämme von lö wald, Forstwartei Harbach, sowie | btS 67 cm Durchmesser, Anfertigung einer chaussierten Ab- Louis Frohnhänser — -^-7 9 Schulstrasse 9 ---- empfiehlt seine direkt bezogenen g: Spanischen Weine ferner: französischen und deutschen Kognak. Rhein- und Moselweine. Champagner Marken. Gleichzeitig findet eine Verlosung statt von Pferden, landwirtschaftlichen Geräten, Haushattungs- gegenständen rc. Der Generalvertrikb der Lose ä 1 Mk. ist dem Herrn Aichard Nuchacker dahier übertragen. Die Verlosung beginnt am 20. März er., nachmittags 3 Uhr, in der Turnhalle der Stadtknabenschule. Die Pferdemarkl-Kommission zu Gießen. Wolff, Beigeordneter. 1629 3 Wochen. Gießen, dm 7.März 1901. Großh. VerwallungS Dlrektion der chirurg. und ophthalmol. Universitäts-Kttnik. ---— Poppert. VoßiUS. ISelterSweg 33. sLme 8- uno eine 4 bis 5 Zimmer- 15/ Wohnung zu vermieten. l>798 «eorg «chäser, Lickerstraße 5. illletchstraste 11, Etage schöne O o.Zimmerwohnung n. Zubeh., Bleickvl-, Trockenbod., Gartenant. p l.Juli z.verm. Näh part das.'iT» l«40] Wohnung von 6 Zrmm. nebst Zubehör Ludwigstr. 18, 2.6t, zu nerm. Näheres Bl-ickstr- 31. IL 1684] Ecke Ludwig- und BiS. marckstraße schöne geräumtge Sechs- Zimmerwohnung per ,1. April zu 1 verm. Näheres BiSmarckstrabe 14. 0821] 8 . Zrmmerwohnung per sof. m verm. LöberS Hof 6. ^cköne Wohnung, 4 Zimmer mit w Zubehör, an ruh. Familie auf 1. April zu verm. Bleickstr. 9,pt. 1641 kohlen u. ca. 2500 Ctr. Handelsschule: Authracitkohleu Obligatorischer Besuck, Schulgeld . 45.— „«««. oeraeben merbm. Der Kursus umfaßt Buchführung, einfache, doppelte und amen Ministerialerlaß und Be- kanffcheS System, 4 Std-, Kontorarbeiten 4 Std., KausmünnNwes Wochen- Sto'jÄÄ-ShSBSsrrä.MB S”Ä. Stenographie allein 10 Mark. 15 Uhr, auf dem VerwallungS Anmeldungen btS zum 1. «peil. bureau offen. BW Beginn der Kurse am IS. «Prtl 1901. Offerten, versiegelt und mit Für den Vorstand: Die Oberlehrerin: entsprechender Aufschrift ver- Frau v. Gebhardt. Fräulein 2. Möser. ! sehen, sind bis zum 21. Marj --- 1 d. IS., vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau einzureichm. 1872 Die Zuschlagsftist beträgt _ Eichen- , _ i «ipuuuHjj ... —7— z । Zusammenkunft um SSurf* I Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wenoe man ^^fifelbenerroeg. sich on d^e Forstwaite Geif el G eßen, Arft-Hochwarte bei cvetnet von mittags 2 Uhr I Gießen, C. Brück-Rödgen bei Gießen und Lotz-Wieseck. an in ben Distrikten Eichwald, Gießen, den 19. Februar 1901. 1482Rappenau und Gänsweid: Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen, 25 Stück Eichen- Stamm-Ab- Mecum. W v°N 36 bis 86 cm -----------------------------"I Durchmesser mit 3850 fm, Nutzholz-Versteigerung »«JÄKi1 aus den Gemeindewaldungen Niederkleen und Oberkleen Durchmesser mit 33 fm, *tt Niederkleen im Gemeindehaus, Donnerstag beides ohne Rinde gemessen. den 21. d. MtS., Beginn vormittags punkt 10 Uhr. Der Anfang ist im Eichwald Zuvörderst wird das Eichen-, dann das Nadelholz am Waldeingang. 1856 beider Gemeinden ausgeboten. Lich, den 7. März 1901. Niederkleen. Großh. Bürgermeisterei Lich. Lichen: 1 Stamm 2. Kl. = 2,09 fm, 8 St. 3. Kl. = 3,61 fm, Heller. 4 St. 4. Kl. = 1,10 fm und 12 rm Nutzholz. Nadelholz: 161 Stämme 3. und 4. Kl. = 71,87 fm, 30 Stangen 3. Kl. und 228 rm Nutzholz. ahrt daselbst; r r 2) Nackmrttags halb fünf. (SXnu(F1.r. 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