Nr. S«4 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Lietzener z-amiNen» blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den „Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlichbergelegt. Redakt ion, (Spedition und Druckerei: Schul st raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Drittes Blatt. 151. Jahrgang. Samstag 9. November 1901 GiehenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme van Anzeigen ru der für den folgenden Sag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Dermitt- lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitats - Druckerei (Pietsch Erben). Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P Wlttko: für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die Justiz im Lichte der dramatischen Kunst. Es ist eine beachtenswerte Erscheinung, daß in neuerer Zeit die dramatischen Schöpfungen sich mehren, worin scharf die Tendenz znm Ausdruck gelangt, daß die Justiz durch Aufrollen der Vergangenheit, durch Fragen und Feststellungen, die nicht unbedingt zur Sache gehören, manchen in schweres Unglück bringt, und daß Lotest zu erheben ist gegen solche nicht gebotene Härten. Man muß im Theater den donnernden, einmütigen, demonstrativen Beifall des Publikums hören nach den Stellen, die das schonungslose Aufdecken des längst Vergangenen, schwer Gebüßten geißeln. Dann sagt man sich: Die Worte, die der Dichter dem Darsteller in den Mund legt, entsprechen weit verbreiteten, starken Empfindungen. Und solche Stimmungsspmptome sind nicht zu unterschätzen. Der Politiker und der Staatsmann können daraus Lehren ziehen. Als die lex Heintze die Gemüter bewegte, als der Kunst und der Litteratur die bekannten Ein- zwängungs-Paragraphen drohten, da erhob sich in deutschen Theatersälen regelmäßig bei Aufführungen von Schillers „Don Carlos" nach der Szene des Marquis Posa „Geben Sie Gedankenfreiheit!" ein elementarer, minutenlanger Beifallssturm . . . Aehnliche Kundgebungen ertönen jetzt, wie wir in auswärtigen BlÄtern lesen, fast überall da, wo Paul Lindaus „Nncht und Morgen" zur Aufführung kommt und die Frau eines Verdächtigten sich in flammender Rede verwahrt gegen das übereifrige Eindringen der Justiz in das Privatleben, und mehr noch bei der Aufführung eines französischen Schauspiels, „Die rote Robe" von Eugen Brieux, das jetzt allenthalben über die Bretter geht und das auch wir in unserem Gießener Theater zu sehen hoffen. Nach den uns vorliegenden Rezensionen behandelt das Stück das Strebertum der Richter; es zeigt, wie den Richtern die Sehnsucht nach dem Amtsbarett des Präsidenten als das Höchste gilt, wie dem brennenden Ehrgeiz, zu avancieren, Menschenschicksale gleichgiltig sind, und nur der »Fall", als ein Mittel, durch seine möglichst geschickte Behandlung Karrivre zu machen, in Betracht kommt. Es ist fraglos eine übertriebene Anklage gegen die Justiz. Wir Deutschen zumal schätzen unsere Richter sehr hoch, wir glauben nn chre Ueberzeugungstrene. Und doch müssen wir uns über manches „p-rckitis che" Urteil wundern, bleibt uns hier die Auslegung, dort dre Außerachtlassung dieses oder jenes Gesetzesparagraphen unverständlich. Das Bräeux'sche Stück enthüll auch Manches, was gegen das System, gegen das Gerichts-Verfahren sich wendet, und da wird ein wunder. Punll der Kriminal-Justiz berührt. In einer gemäßigten nationalliberalen Berliner Zeitung lesen wir: „Solche Richter haben wir Gott fei Dank nicht, aber solche Verhältnisse haben auch wir! Leider! Auch bei uns wird vor der Oeffentlichkett seitens der Richter gelegeMlich jede Sünde offenbart, die gesühnt ward und vergessen bleiben sollte, da ja ein Fehltritt den Menschen nicht zum schrecklichsten aller Schicksale, zu bem lebenslänglicher Verachtung, verdammen darf." Das ist nun auch keineswegs immer zutreffend. Im allgemeinen bemühen sich vielmehr unsere deutschen Richter durchaus, stets nur bei der Sache zu bleiben, und alle Mirrungen vom Thema, die von irgend welcher Seite während des Termins unternommen werden, zurückzuweisen. Doch kehren wir zu dem französischen Drama zurück. Da wird die Frau eines unschuldig Verdächtigen von ihrem Manne verstoßen, nachdem dieser erfahren, daß sie vor einer Reihe von Jahren eine Bestrafung wegen Hehlerei erlitten hat. Die „Findigkeit" des Untersuchungsrichters gräbt das Vergehen der Vergangenheit aus. Um die Frau, die für ihres Mannes Unschuld einsteht, zu „charakterisieren", um sie mitverdächtig zu machen, wird die Vergangenheit heraufbeschworen. Die verzweifelte Frau rächt sich durch Ermordung des Untersuchungsrichters. Das ist natürlich eine Zuspitzung, die wohl der Forderung der Bühnenwirksamkeit, glücklicherweise aber nicht der Wirklichkeit entspricht. Unangebrachte Tiefbohrung pflegt ganz besonders gewissen Verteidigern zu gefallen, die in Zivil- oder Beleidigungsprozessen den Gegner oder einen unbequemen Zeugen zu dis- krediüeren trachten. Ist es wirklich notwendig zur Erforschung des Thäters oder zur Führung des Schuldbeweises, daß cm Angeklagte wie Zeugen, die nur zur Mitwirkung an der Klärung der Sache berufen werden und an dem inkriminierten Vorgang ganz unbeteiligt sind, peinliche oder kompromittierende ganz außerhalb der Sache liegende Fragen gestellt werden? Hat dies Eindringen auch nur um einen Schritt die Sache gefördert? Welcher Besucher der Gerichtssäle empfand nicht schon Mttgefühl bei den Qualen eines, vielleicht ganz geringfügiger Dinge wegen Angeklagten oder eines Zeugen, der in die Lage kommt, in öffentlicher Sitzung eine Vorstrafe anzugeben, die er vor'vielen Jahren erlitten hat? Wir sahen einmal einen solchen Mann; sein nettes, sauberes Aeußere deutete auf geordnete und glückliche Verhältniffe. Nie werden wir den Anblick vergessen, den der Zeuge machte, als der Staatsanwalt chn nötigte, sein Sttafregister Punkt für Punkt aufzuzählen; er that es mit gebrochener Stimme, und als er zurücktrat, da lag in seinem bleichen Gesicht ein Ausdruck tiefer Verzweiflung. Die Justiz sei streng, sei unerbittlich, aber sie muß immer sachlich bleiben. Es sind noch Zöpfe im Justizwesen, bei uns wie im Ausland. Hinweg damit! Jeder neue Anlaß, jede neue Anregung, und wäre sie das schlechteste Bühnenstück, mag zu erwägen geben, "ob es nicht an der Zeit ist, beffernde Hand an solches Gerichtsverfahren zu legen. Vermischtes. * „Wer war Bismarck?" Schon vor längerer Zeit wurde aus dem gemischtsprachigen Gebiete an der französischen Grenze berichtet, daß der juuge Mannschaftsersatz, die Nachkommen der Sieger, bezw. Besiegten von 1870/71, auf die Frage: „Wer war Bismarck?" nur zum allerkleinsten Teile zutteffende Antworten zu geben vermochte. Etwas besser, aber immerhin noch schlimm genug, steht es hiermit in anderen Teilen Deutschlands. Wie die „Deutsch. Ztg." der Zuschrift eines Lesers entnimmt, hatten von etwa 60 diesjährigen Rekruten eines in der Provinz Sachsen stehenden Infanterie-Regiments, das seinen Ersatz vorzugsweise aus Schlesien und aus Posen erhält, drei Mann überhaupt noch nie etwas von Bismarck gehört. Etwas mehr als die Hälfte konnte eine Auskunft geben, die allenfalls beftiedigte; die übrigen zwanzig beantworteten die in dieser Form gestellte Frage „Wer war Bismarck?" folgender Maßen: „Bismark war ein krisminnister". „Bismark war der Minister Deutschlands". „Der König". „Bismark war ein berühmter und tüchtiger Mann im deutschen Reiche, er war Reichskanzler und war auch tüchtig im Kriege. Mann hat ihm an vielen Orten Denkmahl erbaut zum Andenken". „Biesmark ist ein fertreter unser Kaiser Wilhelm den II. von Deutschland". Bißmarck war Reichskanzler und auch Frürtst, und als Soldat war Kürassür". „Herrn Virßt Bismarck wahr ein Reißkanzler". „Bismark war König fom Deutzenreich". „Bismark war kommandierender General bei dem Feldzuge 1870 und 1871". „Ein Feldmarschall". „Bismarck war ein berühmter Mann hat mitgemacht und das Fürstentum zu Regierung gemacht gestorben 21 Januar 1771". „Bismark mark warht ein Führst, erhat viehle Krihge mit gehmacht." „Bismark war ein Fürst und ein tüchtiger Kriegsheld". „Seine Eczelenz Fettmarschahl Generalmajor". „Bißmarck war ein Statzsickritärr." „Fürst Bissmark wahr ein tapster Krüker und zu gleicher zeit Kriksregent der Deutschen Armee und Dinte bei den Köraziren zu Belin er überreicht die Keiser Krone Keiser Wihlen den l.ten." „Bismark war Präsiedant." „Bismark ist früher ein Kaiser von Preußen gewesen und hat mehreren Schlachten durchgemacht und durch ihm ist unseres Vaterlant ein Kaiserreich geworden". „Chef der 7. Kürassiere". „Unser Ferscht Brschischmmar war von Ferscht Feldherr". Die Namen der Verfasser sind nur zur Hälfte von polnischem Klang; der Rest zeigt unverfälscht schlesische oder märkische Prägung. * Ein fr an zö fisch es Urteil über Kaiser Wilhelm. Wie erinnerlich, hatten vergangenen Sommer eünge lustreisende, Franzosen, die zur Zeit'der Anweseit- heit der Kaiseryacht „Hohenzollern" im Oddefjord in Odde ein trafen und die Erlaubnis zur Besichtigung des Schiffes nachsuchten, die Ehre, vom Kaiser Wilhelm zur Tafel gezogen zu werden. Einer der so ausgezeichneten .Herren, Pierre de Segur, erzählt in der unlängst ausgegebeineni „Revue de Paris" seine Eindrücke von dem unverhofften Erlebnis. Der Kaiser ließ seine Gäste von der Dampfbartasse der Pacht abholen und empfing sie an der Falltreppe. Er reichte jedem einzelnen die Hand, als er ihm vorgestellt wurde, und stellte dann selbst die Herren seines Gefolges vor. „Bei Tische waren wir unser kaum dreißig, obschon, der Raum bequem die doppelte Zahl Gäste faßt. Er zeichnet sich durch unaufdringliche Pracht aus, wie alte inneren Ausstattungen des Schiffes. Kein Gold an der Decke, kein Zierrat an den Wänden. Die Möbel sind einfach, doch aus kostbarem Holze, ebenso wie die Wände blaßblau überzogen. Tas Mahl bestand aus einer kleinen Anzahl tadellos angerichteter Gänge, die von Matrosen aufgetragen wurden. Ein Orchester führte während und nach der Mahlzeit Musikstücke aus. An diesem Abend spielte es, infolge einer liebenswürdigen Aufmerksamkeit, blos französische Ton- werke. Während der Kaiser mit seinen Nachbarn sehr ungezwungen plauderte, konnte ich ihn in aller Bequemlichkeit beobachten. Was zuerst an ihm auffällt, das ist seine militärische Haltung. Er hat die Stimme und den Tonfall des Befehlens. Sein fester Taktschritt ist der eines marschierenden Soldaten. Er führt die ihm folgenden Gäste wie ein General seine Truppen. Das Gebieterische seiner Rede wird durch deutsche Gemütlichkett gemildert. Im Gespräch läßt er sich gern gehen; er sagt, wenn er von der Kaiserin spricht, „meine Frau", und vom Kaiser Friedrich „Papa". Sein heller blauer Blick ist verführerisch. Man lieft darin dieselbe Offenheit, die er von Ihnen zu fordern scheint, wenn seine Augen unverwandt auf den Ihrigen ruhen. Auf dem Deck der „Hohenzollern" ist unter einem Zette eine Art Bühne aufgeschlagen. Hier hält man sich gewöhnlich nach dem Mahle auf . . . Der Kaiser setzte sich nicht, sondern plauderte stehend, bald mit einem, bald mit dem anderen von uns. Seine Unterhaltung ist sehr gediegen, reich an Thatsachen und bestimmten Beobachtungen, die verschiedensten Gegenstände behandelnd. Der Kaiser geht gern bis auf den Grund der Fragen, die er berührt, wie es deutsche Art ist, die sich sehr von der in unseren Salons herrschenden Geistesgewohnheit des leichten Hinhuschens über alles unterscheidet. Sein Französisch wie sein Englisch ist ausgezeichnet. Die deutsche Aussprache macht sich wenig bemerkbar. Es war nahe an Mitternacht, als wir vom Kaiser Abschied nahmen. Er begleitete uns wieder bis zur Falltteppe und hatte die Gnade, uns den Torpedo» jäger „Sleipner" zur Verfügung zu stellen, der uns am folgenden Morgen nach Eide brachte." Arbeiterbewegung. b. Mainz, 6. Nov. In einer Schneiderversammlung wurde folgende Resolution angenommen, die an den Reichstag und den Bundesrat gesandt wird: 1. Verbot der Mitgabe von Arbeit nach Hause nach der Werkstattbeschäftigung. 2. Direkte Ausgabe von Arbeit an die Heimarbeiter und Arbeiterinnen seitens der Unternehmer unter Vermeidung der Zwischenmeister. 3. Trennung der Arbeitsräume von den Wohnräumen. In den Werkstätten sowohl wie in den Arbeitsräumen der Handarbeiter müssen auf den Kopf der beschäftigten Personen mindestens je 15 Kubikmeter Luftraum kommen. 4. Ausdehnung der Bestimmung der Gewerbeordnung über die Sonntagsruhe, des Verbotes der Kinderarbeit, der Beschränkung der Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter, der Frauen, der Gewerbeaufsicht, insbesondere' durch weibliche Aufsichtspersonen, des Erlasses von Arbeitsordnungen, und der Anzeige des Gewerbebetriebes auf die Hausindustrie und Heimarbeit. 5. Ausdehnung der Arbeiterversicherungs- gesetzgebung auf die Heimarbeiter und Heimarbeiterinnen. 6. Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden sollen Schneiderarbeiten nur unter der Bedingung vergeben, daß die Kleidungsstücke in der, Gewerbeordnung und Gewerbe- inspektton unterstehenden Werfftätten hergestellt und daß die von Unternehmern und Arbeiterorganisationen festgesetzten Lohntarife als Mindestmaß der Entlohnung anerkannt werden. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Die deutschen Lebensversicherungs-Gesellschaften im Jahre 1900. Nach dem 29. Jahresbericht der „B. B.-Z.", der nicht allein die Todesfallversicherung, sondern die Gesamt-Kapital- Versicherung behandelt, betrug der Neuzugang an Versicherungen im Jahre 1900 bei den 44 Gesellschaften des Deutschen Reiches 595 Millionen Mark, woran 23 Aktien-Gesellschasten mit 327 Millionen und 21 Gegenseitigkeits-Anstalten mit 268 Millionen beteiligt sind. In Kraft blieben Ende d. I. bc. allen Gesellschaften zusammen 6916 Millionen Mark Versichernssiskapital. Hiervon gehören den größten unter unseren heimisc^v^Gesellschaften: Gocha, 1827 gegründet, 790 Millionen; Germania, 1857 gegr., 622 Millionen; Stuttgart, 1854 gegr., 602 Millionen; Leipzig, 1830 gcgr., 598 Millionen; Victoria, 1861 gegr., 533 Millionen; Karlsruhe, 1864 gcgr., 457 Millionen; Concordia, 1853 gegr., 250 Millionen; Nordstern, 1867 gegr» 217 Millionen Mark. Die Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen belief sich bei allen 44 Gesellschaften aus 358808959 Mk. Hiervon wurden verwendet 133 Millionen für Sterbefallzahlen, Aussteuern und Renten und 122 Millionen zur Erhöhung der Reservefonds für später eurtretende Zahlungsverpflichtungen, während 52 Millionen des Ueberschusses als Dividende an die mit Gewmnanteil Versicherten gelangen. Unter den obengenannten acht größten Gesellschaften bieten Germania, Karlsruhe, Nordstern und Victoria durch Mitübenrahme der Jnvaliditäts- er und äußerst günstige Versicherungsbedingungen besondere nie. Schissünachrichten. i^Reb Star Linie" Antwerpen. Der Postdampfer „Souchwark" der Red Star Linie, in Antwerpen, ist laut Telegramm; am 5. November wohlbehalten in New-Pock angekommen. Wöchentliche Werßcht der Todesfälle in Gießen. 44. Woche. Vom 27. Oktober bis 2. November 1901. Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 18,06, nach Abzug von 2 Ortsfremden 14,059/cn. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1, Lebensjahr: 2.-15. Jahr Tuberkulose d. Knochen 1 — — 1 Brechdurchfall .2 — 2 — Altersschwäche 1 (1) 1 (1) — — Gehirneckrankungen Gehirnschlagfluß 2 (1) 2 (1) 1 _ — Bronchittt 1 1 — — Herzfehler 1 1 —— - — Summa: 9 (2) 6 (2) 2 11 Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. sagen. Warum? Weil es hört mau an der richtigen Zubereitung gefehlt hat! Nehmen Sie Kathreiners Malzkaffee als Zusatz und Sie erhallen einen vollmundigen delikaten und dabei sehr bekömmlichen Kaffee! und den bemann «atz MSmbMg 5 Mitbürger! Tuch zu laste,» und mit Entschiedenheit einzntreten für die Wahl genannter Herren. 7290 des nutimllibmkii Unems. Gastspiel Porlz-Cöln: Sonntag den 10. 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In wenigen Tagen werden die Wahlen zur Stadtverordneten-Versammlung stattfinden. Geleitet von der Ueberzeugung, daß das Einzelinteresse zurückzustehen hat gegenüber den Interessen der Allgemeinheit, haben auch diesesmal die unterzeichneten Vereine sich aus eine gemeinsame Vorschlagsliste geeinigt, und schlagen hierdurch folgende Herren zur Wahl als Stadtverordnete vor: Brückv Carl, Stadtverordneter. Emmelius, Louis, Stadtverordneter. Flett, Louis, Stadtverordneter. Gafffhy, Proftffor Dr., Stadtverordneter. Helfrich, Friedrich, Stadtverordneter. Huhn, Ludwig, Stadtverordneter. Jann, Car!, Kralgymnafiallehrer. Metz, Aug., Rechtsanwalt. Orbig, Carl, Stadtverordneter. Schaffstaedt, Heinrich, Fabrikant. Schmal!, Emil, Stadtverordneter. Bei der Ausstellung dieser Kandidaten waren beide Vereine nur geleitet von dem Wunsche, der gesamten Bürgerschaft zu dienen, und mancher andere Vorschlag mußte auf beiden Seiten zurückgestellt werden. Wir richten daher nun an alle Kreise unserer Mitbürger, welche ein Zusammen- gehen der liberalen bürgerlichen Parteien für nützlich und ersprießlich halten, das dringende Ersuchen, auch ihrerseits etwaige Einzelwünsche zurücktreten Stahlonit - Universal - Parketreiniger patentamtlich geschützt Nr. 45199 reinigt verblüffend rasch und schön schmutzige Parketböden und Linoleum. 7075 Ersatz für Stahlspähne: Stahlonit-Farbene.ntferner entfernt rasch und sicher alte Farben. Unentbehrlich in jedem Haushalt ist: Stahlonit-fßiiti- und Scheuerpulver. Stahlonit-^ut}- und Scheuerseife reinigt im Nu beschmutzte Hände. Hosaeea-Wollwasch' und Fleckseife reinigt alle Arten Stoffe. Ein Versuch überzeugt! Erfolg garantiert! Zu haben in Gießen in den Drogenhandlungen von Emil Fischbach, Wilh. Äilbirrger, Aug. Noll, PH. Schwager. 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