Erstes Blatt «r. 158 »Uf 8*ten ig ide Dienstag S. Juli 1801 151. Jahrgang Adresse für Depesche», Anzeiger Giehen. FernfprechanschlußRr.Wl« und »**•*: 7. Se^ngLprei» »krtd^H Mk. 2.20, mowtl. 76 M TnitPr’ngrrfohn; dnrHÄ Mk. 1.90, meiiatl. 66 Be, Pogbezug oiert'ljibhei $H. 2.00 (*r.e Bestell^ a&t an|eteen:BcnnittTiMtty fuHen be8 In- und ÜuSfrew v nefnnen SInj-!2en für )••■* Gtiehenrr Unzeiqrr ents*f-.-.> ßetlenpretg lofnl n »uöwürtS w Pfg. eWWiMMd »tt w*4** tat «oetaflS. SS? Schmie f«al1itn« SStefe^e ■***» An. *M Rätter Gst iM- G*tM»»de" »irr. Ba* bwykflt. »•* e*»eig«n K *k ****«» für den GAäT.'«" kpStestrn» GietzenerAnzkiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt W den Ureis Gießen '0 ®abatt, «06 1 «twtle tSrftfchi bLM v-rkauft. te"1*- l* M, Nr.Sr 8L ÄSfe«« ^enidzr" Dres-ea, )KAU. milch D P'lg. ^dnmlch find Kühe tue Trolkensntter lerfnlofe geimpft 1201 r 20 Pfg. 18 , 100 ff ur echt, wenn die atyro, chMgSmt In Gießm altmg zu Lich. haft Jer Lrt. .Leihanstaii« Amtlicher Teil. Gießen, den 2. Juli 1901. Betr.: Die Gewährung der Beteranenbeihilse bei Herabminderung der Erwerbsfähigkeit aus weniger als Vs Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 4. Mai d. IS. noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung wiederholt erinnert. v. Bechtold. Zum Tode des Fürsten Hohenlohe. Mitten in die sonnige Sommerzeit fiel, wie ein Reis in der Frühlingsnacht, die unerwartete Trauerkundd von dem Tode des dritten Kanzlers des Deutschen Reiches, des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe. Während der erste Kanzler Fürst Bismarck noch volle acht Jahre in seinem Tustulum in FriedrichDruh leben durste, während Graf Caprivi nach seiner Entlassung drei Jahre als märkischer Gutsbesitzer seinen Kohl bauen durfte, hat Fürst Hohenlohe nur eine kurze Spanne von Monaten im Ruhestände gelebt, und in dieser Zeit hat mancher so gut wie gar nichts von ihm gehört. Es ist eben der charakteristische Zug unserer Zeit: ein überaus kurzes Gedächtnis, Mangel an Dankbarkeit. Fürsten und Staatsmänner werden gefeiert, ja man streut sogar, wie wir es im vorigen Jahre erlebt haben, schnell populär gewordenen Persönlichkeiten Lorbern auf Vorschuß aus. Tritt aber ein solcher Volksheld bon der Bühne ab, so kümmert sich die Welt kaum noch, um ihn, die Nachkommen thun so, als ob ihnen allein die Korbern gehören. Wir glauben jedoch nicht, daß Fürst Hohenlohe diesen wenig schönen Zug der Zeit bitter empfunden hat, dazu stand er viel zu hoch über den Kleinlichkeiten und Thorheiten der Zeit. Zuletzt wurde der Name des Fürsten Hohenlohe erwähnt bei der Enthüllung des Bismarckdenkmals am 16. Juni. Er erschien in Begleitung seines Sohnes und legte, wie damals gemeldet wurde, eine auffallende Rüstigkeit und Frische an den Tag. Vielfach bemerkt wurde damals auch, das längere Gespräch, in das der Kaiser ihn zog. Von Berlin begab sich der Fürst noch; Paris, wohin es ihn seit seiner dortigen Botschafterzeit immer wieder zog. Aus Paris reiste Fürst Chlodwig vor etwa acht Tagen nach Kolmar im Elsaß, wo sein Sohn Alexander Bezirkspräsident ist. Von dort ist er am Mittwochabend mit seiner Tochter, Prinzessin Elisabeth, und seiner Enkelin, Gräfin Schönborn, in Ragatz in der Schweiz eingetroffen und im Hotel Quellenhos, das früher auch der ständige Aufenthalt des Feldmarschalls Grafen Moltke gewesen ist, abgestiegen. Der Fürst war von der Reise sehr angegriffen, litt stark an Asthma und hatte das Hotel seit seiner Ankunft noch nicht verlassen. Am Freitag befand sich der Fürst verhältnismäßig wohl. Der Tod trat völlig unerwartet ein. Als der Kammerdiener Samstag gegen Morgen bei dem Fürsten, um nach ihm zu sehen, eintrat, war dieser sanft entschlafen. Der amtlich^ Totenschein bezeichnet als Todesursache Herzlähmung. Der Züricher Pathologe Professor Ernst ist zur Einbalsamierung der Leiche eingetrosfen. Wie die „Kreuzztg." hört, ließ das Befinden des Fürsten schon in Paris zu wünschen übrig, ohne daß man jedoch von einer eigentlichen Krankheit reden konnte. In Ragatz nahm dann die Schwäche in bedrohlicher Weise zu und führte zum Tode. Am Sterbebette befanden sich die Tochter, Prinzessin Elisabeth, und seine Enkelin, die Gräfin Johanna von Schönborn-Wiesentheid. Die Leiche wird heute (Montag) abend noch« Schillingsfürst übergeführt werden, wo die Beisetzung stattsinden wird. Kaiser Wilhelm sprach telegraphisch der Familie des Verewigten sein innigstes Beileid aus. Ebenso sind von zahlreichen deutschen Fürstlichkeiten Beileidstelegramme in Ragatz eingetroffen. Am Samstagabend noch ist Prinz Alexander, der dritte Sohn des verewigten Fürsten, mit seiner Gemahlin aus Kolmar in Ragatz eingetrosfen. Der älteste Sohn, nunmehrige Fürst Philipp Ernst, ist dort am Samstagnachmittag eingetroffen. Die Leiche des verewigten Fürsten wurde vom hiesigen Ortspfarrer eingesegnet. Der Fürst liegt in schwarzem Gewand, ohne jeden Ordensschmuck im Salon der von ihm bewohnten Appartements aufgebahrt, der mit Blumen und Blattpflanzen geschmückt ist. Ter „Reichjsanzeiger" schreibt: Fürst Hohenlohe, der dritte Kanzler des deutschen Reiches, ist heute früh 5 Uhr in Ragaz sanft entschlafen. In allen deutschen Landen wirb die Nuchrichit auftich? tigste Trauer erwecken; denn mit dem Fürsten Hohenlohe ist ein Mann ausgezeichnetster Verdienste um Reich und Staat dahingegangen. In allen Stellungen, oft unter den schwierigsten Verhältnissen, als bayerischer Ministerpräsident, als deutscher Botschafter in Paris, als Statthalter von Elsaß^Lothringen, endlich! als Kanzler des deutschen Reiches bewährte er jene hohen Eigenschaften: ausopsernde Hingebung, unermüdliche Pflichttreue, die Se. Majestät der Kaiser in einem Handschreiben beim Abschluß seiner langen, ehrenvollen Dienstlaufbahn vor noch nicht dreiviertel Jahren dankbar hervorhob. Wie seine staatsmännische Wirksamkeit warme Anerkennung aller patriotischen Kreise fanch so schätzte jeder, dem es vergönnt gewesen, ihm persönlich« näher zu treten, seinen hohen Sinn, sein einfaches, klares, freies Wesen, seine immer gleiche, vornehme Liebenswürdigkeit. So wird dankbare Verehrung für ihn, den klugen Staatsmann, den tapferen Deutschen, den edlen Menschen, die Trauer an seinem Grabe überdauern. Tie „Nordd. Allg. Ztg." führt zum Tode des Altreichskanzlers aus: Eine reichgesegnete Thätigkeit im Dienste des Vaterlandes hat mit dem langen Leben des Dahingeschiedenen ihren Abschluß gefttnden. Vor 55 Jahren begann Hohenlohe mit dem Eintritt in die Kammer der bayerischen Reichsräte seine politische Laufbahn, die ihn 20 Jahre später an die Spitze des bayerischen Ministeriums führte. • Es ist allbekannt, wie mutig und erfolgreiche der Verstorbene in dieser Stellung und später nach seinem Rücktritt wieder in der Kammer der Reichsräte für den deutschen Einigungsgedanken eintrat; unter den Namen der Männer, denen die Wiedergeburt des Reiches zu danken ist, nimmt der seine für alle Zeiten einen der Ehrenplätze ein. Mit dem Uebergange aus den Verhältnissen des Einzelstaates in die des neugegründeten deutschen Reiches nahm seine staatsmännische Wirksamkeit eine rasch sich erweiternde Bedeutung an. Im Reichstage, als deutscher Botschafter in Paris und von 1885 an als Statthalter von Elsaß?-Lothringen, widmete er unermüdlich seine Kräfte dem Interesse des großen Ganzen, leistete er mit seiner reichen Erfahrung, seinem klaren Urteil, seinem von wahrer Vornehmheit diktierten Takt dem Vaterlande überall unvergeßliche Dienste. Als Se. Majestät der Kaiser ihn 1894 in das höchste, verantwortlichste Amt des Reiches berief, in einem Alter, das die den meisten Menschen zugemessene Lebenszeit schon weit überragte, da zögerte der Fürst nicht, diese neue Bürde auf seine Schultern zu nehmen. Noch sechs Jahre wirkte er als erster Diener von Kaiser und Reich! nach innen und außen in Segen; unter seiner Kanzlerschaft kamen nationale Werke wie das Bürgerliche Gesetzbuch! und die Verstärkung der Flotte zu stände. Nachdem die Last des Alters ihn gezwungen hatte, die so reich! verdiente Ruhe zu suchen, hat Fürst Hohenlohe die Zeit des Ausruhens, die ihm vergönnt war, in Rüstigkeit genießen können. Noch vor wenigen Wochen konnten sich bei der Enthüllung des Tenkmals für seinen großen Vorgänger seine zahlreichen Verehrer an der Anwesenheit des greisen Fürsten erfreuen. Im Herzen der dankbaren Volksgenossen wird, sein Andenken immerdar lebendig bleiben. — Auch! die gesamte übrige Presse widmet dem Verstorbenen warm gehaltene Nachrufe. Dem „B. S." zufolge soll Fürst Hohenlohe umfangreiche Erinnerungen hinterlassen haben, die wertvolle Beiträge zur Geschichte des letzten halben Jahrhunderts darstellen. Tie Aufzeichnungen seien zur Drucklegung fertig und dürften alsbald veröffentlichst werden. Ein Teil dieser Memoiren befasse sich! mit der persönlichen Rechtfertigung der Politik des früheren Kanzlers. Tie französischen Blätter widmen dem Altreichskanzler längere Nachrufe; sie heben besonders hervor, daß der Fürsts als Botschafter in Paris stets für Besserung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreichs gewirkt habe. Der „Temps" bemerkt, auch« als Statthalter in Elsaß!- Lothringen habe er denselben versöhnlichen und ftiedlichen Geist gezeigt wie auf dem Pariser Botschafterposten. Einige biographische Angaben mögen hier noch wieder- gegeben sein. Ter Chef der jüngeren Linie des Hauses Hohenlohe-Schillingsfürst studierte in Göttingen, Heidelberg und Bonn die Rechte, trat 1842 als Auskultator zu Ehrenbreitstein in den preußischen Staatsdienst, weil er als zweiter Sohn auf keinen großen Besitz zu rechnen hatte, wurde Referendar in Potsdam und Assessor in Breslau. Da jedoch sein älterer Bruder, Viktor, 1845 als Erbe des letzten Landgrafen von Hessen-Rheinfels-Rotenburg die Herrschaften Ratibor und Corvey als Herzog von Ratibor bekam, fiel ihm die Herrschaft Schillingsfürst zu, deren Verwaltung er 1846 übernahm. Prinz Alexander ist vermählt mit Emanuela, verwitweten Fürstin zu Solms- Braunfels. Politische Wochenschau. Am 6. d. M. früh 5 Uhr ist im schweizerischen Bade Ragaz, wo er zur Kur weilte, der frühere. Reichskanzler Fürst Hohenlohe im Alter von 82 Jahren gestorben. Ter Stift des Geschichtsschreibers wird wieder ein farbenreiches Menschenbild zu zeichnen haben, ein Lebensbild voll Arbeit, Tugend, Vornehmheit, Edelmut und politischem Idealismus. Mit leuchtender Kraft hebt sich vor allen Dingen des Ver- Keimatkunst. Das Wort „Heimatkunst" spielt in den neueren Kunsterörterungen eine große Rolle, und viele kunstsinnige Männer erblicken in ihr das Heil der Kunst überhaupt. Es ist That- sache: jede große und gesunde Kunst wurzelt im HeimatS- bodeu. In unserer älteren Malerei können wir die Kölner, die fränkische, die schwäbische, die niederdeutsche „Schule" nach ihrem Temperament,' nach der LaudschaftSdarstellung, der Menschenbildung, der Technik scharf unterscheiden. Wir kennen die besonderen Merkmale jeder der zahlreichen italienischen Maler-Schulen und verstehen ihren Zusammenhang mit den örtlichen Interessen, Ueberlieferungen und Menschen; es ist diese Kenntnis bekanntlich eines der wichtigsten stilkritischen Hilfsmittel, und es ist ein besonderes Vergnügen, die Wandlungen zu beobachten, die die Kunst eines Malers durchwacht, wenn er seine Wirkungsstätte wechselt. Ganz dasselbe gilt von der Dichtkunst. Die schlesische Dichter- »Schule" um Opitz ist grundverschieden von der sächsischen um Gellert rc., und die Art Fritz Reuters grundverschieden von der P. K. Roseggers. Was sich nun unter der Stan- darteninschrist „Heimatkunst" regt, das ist eine Bewegung der Dezentralisation, ein Ansturm gegen die Vorherrschaft von Berlin. Das Zusammensitzen an einem bestimmten Orte führt gar zu leicht zu Cliquentum und Mode. Es entsteht ein Lokalgeist mit modischem Dogmatismus, dem sich alles fügt. Wer Bedeutendes schuf, saß meist abseits vom Wege, nm mehr aus sich, als aus anderen zu schöpfen, um Eigenes zu geben und nicht der Nachahmung, will- oder unwillkürlich, zu verfallen. Gottfried Keller, Wilhelm Raabe, Klaus Groth, — Hans Thoma, Max Klinger und mancher andere noch haben sich gerade in stiller Abgeschiedenheit ihre ganze Originalität bewahrt. Sie haben in sich und auch um sich reichere und reinere, stärkere und originellere Menschen gefunden als in den großen Kultur-Zentren. Und andererseits haben jene, die in Berlin oder München in Premiären, Casös, in Ver- einen und Gesellschaften allzu häufig Gleichstrebende trafen, ihr Bestes geschaffen, wenn sie aus ihrer Heimat ihre Menschen holten. Man denke an den Ostpreußen Sudermann, den Westpreußen Halbe, den Schlesier Hauptmann rc., — wobei nicht verkannt werden darf, daß kleinere Talente gerade der Anregung durch Andere, Gleichstrebende bedürfen, um überhaupt etwas Beachtenswertes zu Wege bringen zu können. Die Großen haben an und um sich selber genug. Sie können nicht, wie die Kleineren, sich zu Herden Vereinigenden, in Geselligkeit verflachen, sie bleiben allen Schlagworten gegenüber gefeit, ihnen ist, immer im Gegensatz zu den Kleineren, alles Kunst-Räsonnement gleichgiltig. Sie kommen auch in Großstädten nicht in die Gefahr, daß sich Herz und Persönlichkeit abschleifen. Absonderung tritt ihrerseits ohne Weiteres ein; sie bleiben im lebhaftesten Trubel einsam in ihrer Größe. Absonderung und Einsamkeit aber können allein zu wahrhaft Echtem und Tiefem führen. In rauschender Umgebung kann poetische Fülle und Kraft nicht gedeihen, auch die Größten werden abgelenkt von sich selbst durch das unvermeidliche stete Zuschauen der Riesenhast und Riesenhatz um sie herum. Auffallend ist für den Litteraturbeobachter, daß das verflossene Litteratur-Jahrzehnt durchaus vom Osten und Nordosten bestimmt war, West und Süd kamen dagegen nicht auf. Da ist nun ein journalistisches Unternehmen wie die „Südwestdeutsche Rundschau", (Verlag von Franz Eifert m Frankfurt a. M. Einzelheft 25 Pfg., vierteljährl. 1,20 Mk.), die sich bemüht, Litteratur und Kunst in Südwestdeutschland mehr zur Entfaltung zu bringen, gewiß zu begrüßen. Ebenso verdienstvoll ist die Herausgabe des „Hessischen Dichter- buches" in 3. Auflage durch Wilhelm Schoof (N. G. Elwert- sche Verlagsbuchhandlung in Marburg), das uns nicht weniger als ein wohlgezähltes halbes Hundert hessischer Dichter und Dichterinnen vorführt, aber leider das Großherzogtum Heffen ganz unbeachtet läßt. Stefan George, Georg Fuchs, Wilh. Holzamer, Alfted Bock vermißt man m dem Hessischen Dichterbuche, (allerdings auch merkwürdigerweise den Kur- heffen Dingelstedt) sodaß es nur auf den Titel „Kur- hessisches Dichterbuch" Anspruch erheben dürfte. Holzamer und Bock stehen im Begriff, den Grund zu legen für eine hessische Heimatkunst, und zwar Holzamer für die des Oden- Waldes, Bock für die Oberheffens. Beiden ist es um die Erfaffung und Charakteristik des Heimatlichen zu thun, beide legen ihr Hauptaugenmerk nicht auf die Natur, sondern auf das Studium des Menschen, und zwar bemühen sie sich, den Menschen ihrer Heimat in seiner ganzen Besonderheit genau kennen zu lernen und darzustellen, und beide lassen dabei das hohe Ziel nicht außer Acht, daraus eine KenntmS des Menschen überhaupt, eine Vorstellung allgemeiner Menschlichkeit zu gewinnen. So findet man zugleich bei ihnen, daß echte und gesunde Heimatkunst schon wieder den Keim zur Ueberwindung des eng Heimatlichen birgt; sie gleicht dem und die Regierung habe daher den Beschluß gc: wi । .. i . . - . • -v* 1» m Im* a a t SW o unbi Tie Kammer Frankreich, s hat das Vereinsgesetz in teilten dann Kitchener schließlich mit, sie seien entschlossen, ihre ihre Ver- zu helfen. Tie Sozialdemokratie in Belgien hat Lust, Revolution zu machen; in einem Aufruf an das Volk wird mit der gewaltsamen Erzwingung des allgemeinen Wahlrechtes gedroht. In der Kammer hatten die Revolutionäre mit ihrem Anträge, das Volk über seine Meinung wegen des bestehenden Wahlrechtes im Wege des Referendums zu befragen, kein Glück; daher jetzt die Drohung mit Revolution. Ter Sozialist Vandervelde interpellierte in der Kammer wegen der Aeußerung eines Generals der Bürgerwehr, der seine Leute aufgefordert hatte, das Pulver trocken zu halten; und doch "ist es die eidesmäßige Pflicht der Bürgerwehr die Verjährung gehindert werden — und dies ist natürlich, der sicherste Weg — durch Erhebung und Zustellung der Klage oder eines Zahlungsbefehls. Ta die Verjährung! mit dem ausgesprochenen Zwecke eingeführt ist- das schäd- ichje Borgsystem einzuschränken, so thut der Geschäftsmann, der unter eine der genannten Kategorien fällt, gut daran, rechtzeitig vor Jahresschluß sich! seine säumigen Schuldner aus den Büchern herauszusuchen und nach erfolgter Mahnung vor Ablauf dieses Jahres zu verklagen. BadNauheim, 8. Juli. Unterhaltungen. Frühkonzert »er Kurkapelle täglich von 7 bis 8 Uhr vormittags am Kur- brunnen. Dienstag den 9. Juli, nachmittags von 4y2 bis >Vs und abends von 8 bis 10 Uhr, auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale: Italienisch-deutscher Bolkslieder'Abend. — Mittwoch den 10. Juli, nachmittags von 41/2 bis 61/2 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Der Bettel- tudent". — Donnerstag den 11. Juli, nachmittags von 4i/, »iS 6y2 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle; abends LiSzt-Konzert. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Die schöne Cleo". — Freitag den 12. Juli, nachmittags von 4»/2 bis 6m Dorf und hrnnfitn“ -in u Der Burenkrreg wird sortgefuhrt. Aus den Auf- ?ine ffipih? frfmrf unh trpit ilärungen, die der Staatssekretär des Krieges in Eng- Hnfnmpi? o5Pn hör QpJÜ ^"äblzüge aus dem sand, Brodrick, dem englischen Parlam^t auf Anfrage gab, c*T vSCn der Leute im Odenwalde enthält, das tn I ge^t hervor, daß Präsident Krüger shatsächlich mit den schlichten, zum Teil ergreifenden kurzen und knappen Lebens-1 Burenführern Botha, Schalk Burger, Steijn usw. dank bildern von prägnanter Geschlossenheit uns eine stille Welt Kitchieners Erlaubnis in Geheimsprache drahtlich korrespon- erschließt. Die Freude an feinem Kleinwerk ist es, die uns biert hat; die Regierungsvertreter der beiden Burenstaaten sein Buch besonders genußreich macht. Einige dieser kleinen " ' " -- --- - - — Erzählungen find von herber Tragik, andere nicht ohne Hnmor, alle aber sind echt. Wir leben, wir fühlen mit diesen einfachen Leuten, die in voller Plastik vor uns stehen, und deren Geschicke uns so im tiefsten berühren wie die unserer Nächsten. Alfred Bock ließ vor wenigen Wochen im bekannten Berlage von F. Fontane & Co. in Berlin einen neuen Roman erscheinen, „Der Flurschütz". Die eigentliche Hauptperson ist allerdings nicht der Flurschütz, sondern dessen Magd, die Christine, deren Liebster der leichtsinnige Sohn des Flurschützen war, bevor sie in dessen Haus kam. Abcr auch d,e anderen Personen sind scharf charakterisiert, jede Situation besitzt volle Anschaulichkeit. Die Darstellung ist sicher, markig, das tägliche Leben der kleinen Leute mit den Entwickluugen und Katastrophen des kurzen Romans geschickt verknüpft, die Sprache der Dialekt der ländlichen Umgebung •flcn ro ?cr Vilich mitunter auch in die verbindende epische Rede venrrt. Der aus der ganzen Anlage der Erzählung sich Nicht mit unbedingter Notwendigkeit, sondern mehr zufällige tragische Schluß ist vom vorletzten Kapitel an allzu deutlich vorbereitet Alles in allem genommen ist es em Buch von gesundem Realismus, von tüchtiger Men Len- kenntniS und eindrucksvoller Lebensbeobachtung R Wir wollen hoffen, daß sich aus diesen schätzenswerten Anfängen die litterarische Heimatkunft in Hessen kräftig ent- «ick°ln wird. Genau so wie der ostpreuhische oder sPesi che Boden, besitzt rote man auf dem Schassen HolramerS und Bocks ersieh, der hessische Boden fruchwerh-N «kime zu einer Heimalkunst, die vollaus wert ist, weitesten Einflub dermaleinst zu gewinnen. P.'W ftorbenen uneigennütziges unb nachhaltiges ^treten fürI fahrt in öutvu^ wo erklingen "und nannte es den deutschen W^taat von.dem LerfMes,A eitte solche Wett- fahrt nach Berlin über Bazeilles unb ©ebernun!tiuuotnxnen werben konnte. Ter Heimweg geht über Metz rief eme Stimme die ebenfalls Beifall erntete. Gauthier soroe^re den Ministerpräsidenten und Minister des ^^ ^mgcnd auf, endlich die verheißenen Maßregeln zu treffen^ uno versvrach ihm die Unterilugung öe§ fl als Kanzler keine besonderen Lorbeern gepflückt. Zum Teil lag das an den Verhältnissen, und wenn es dem Kanzler in den letzten fahren seiner Thätigkeit nicht mehr gelingen wollte. Beweise einer besonderen politischen Thatkraft zu erbringen, so wird man auch« hier in Anbetracht der maßgebenden umstände und — in Bezug auf das hohe Alter des Staatsmannes - nicht die schärfsten Register kritischen Urteilv aufziehen. Fürst Hohenlohe blieb bis zuletzt ein treuer Patriot und treuer Ti en er des Staats unb des Gemeinwohls. Tem hochbefähigten Staatsmann, und Diplomaten, dem unentwegten nationalen Politiker, wird jeder deutsche, der Respekt vor tüchtigem Können unb makelloser Gesinnung hat, allezeit ein treues Andenken bewahren. In den Annalen ber deutschen Geschichte aber wird der Name des verstorbenen Kanzlers als ber eines Mannes verzeichnet stehen, der dem deutschen Volke und feiner Einigung große Dienste geleistet hat; mit den Besten unserer großen Zeit wird! stets auck). ber Heimgegangene genannt werden. Ter österreichische Minister des Auswärtigen, Gras Go- luchowski, hat eine Reise nach Frankreich angetreten und wird dabei auch nach Paris kommen. Tiese Reise erhält eine größere politische Bedeutung durch den Umstand, daß er unter dem begeisterten Lärm der Verbrüderung zwischen Franzosen und Tschechen in Prag nach Frankreich reifte. | In Prag feierten die Turner, Sokols (üach> ihrem Abzeichen, dem Falken, so genannt) ein großes Fest, unb in Frankreich erinnerte man sich, baß diese Tschechen besonders auf dem historischen Turnfest in Nancy, wo der russische Großfürst Konstantin das französisch-russische Bündnis einläutete, sich mausig gemacht haben. Der Pariser Gemeinderat, der jetzt in seiner Mehrheit nationalistisch ist, nahm den Krieg zur Erreichung eines befriedigenden Zieles und weil schon so viele Opfer gebracht worden seien, sortzu- ühren. So sind die Friedensaussichten vollständig aus-, geräumt. Aus Stadt und Land. lDer Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist unter genauer Quellenangabe: »Gietz. Anz»^ gestattet.) ** Professor Dr. Olt von der tierärztlichen Hochschule in Hannover hat, wie wir hören, den Ruf an die hiesige Universität angenommen. Vor seiner Berufung nach Hannover war Prüf. Olt Repetitor an der tierärztlichen^ Hochschule in Berlin. Er ist em geborener Hesse, aus Höchst im Odenwald stammend. -0 Die Gießener Sektion Größer Belchen des Vogesenklnbs veranstaltete am Samstag Nachmittag am LudwigSbrunnen am Abhange des SchiffenbergeS ein Waldfest. Um 1/24 Uhr fuhren stark besetzte Omnibusse vom LudwigSplatze nach dem Walde ab, die Mehrzahl der Teilnehmer aber wanderte auf den „Gebrüder BeenekeS", wie der Berliner sagt, dem schönen Waldplatze zu. Ein reizendes idyllisches Fleckchen Erde, eine Art Thalkessel auf Bergeshöhe, mit schönem Ausblick auf die nordöstlichen Ausläufer unserer Stadt und die Höhen des DüvSbergeS, dieser Platz am LudwigSbrunnen. Dort waren Tische und Bänke aufgestellt worden, und bald herrschte ein munteres Leben und Treiben, nachdem mau den Kaffee zu sich genommen hatte. Dem Späterkommenden bot sich sogleich ein reizvolles Bild dar: in grünem Rahmen eine Fülle bunt bewegter Szenen, namentlich fesselnd durch die lebendige Staffage, immer wechselnd, immer anmutig und farbenfroh Einkassierung von Coupons, Kontrolle der Verlosungen u. s. w. Auch geschlossene Depots werden In Verwahrung genommen. K2 I. MöbS. 8697 Eintritt 50 Pfg. Anfang 8 Uhr. 45101 Gut möbl. Zimmer m. Kab. sogleich z.vrrn Grünbergerstr.14,111. 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Nach erregter Debatte, in deren Mittel« punkt Vertretungsprinzip und Juvensrage standen, ging folgende Resolution mit erdrückender Majorität durch: „Die Versammlung sieht m dem Vorgehen der Hallenser Universitätsbehörden einen durch nichts gerechtfertigten Eingriff in die akademische Freiheit, sie betont, daß die Oktroiierung eines Statuts aus dem Wege der behördlichen Verordnung ein Novum im studentischen Leben ist, gegen welches die gesamte deutsche Studentenschaft Front machen sollte; sie dankt den Hallenser freien Studenten für ihr mannhaftes Verhalten und versichert sie ihrer wärmsten Sympathie." Aus der Diskussion fei hervorgehoben, daß scharfe Gegensätze innerhalb der Finkenschast zu Tage traten, daß aber gleichwohl die Vertreter aller Richtungen sich einmütig gegen das Vorgehen der Behörden richteten. Auch von korporationsfiudentischer Seite ging eine Sympathiekundgebung ein. 02570] Sielt. 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L - SamStag ,Uhr und abends rt der Knrkape^ Mitwirknvg da Zs- Vermischtes. • Als Vertreterin eines Rechtsanwalts fungierte dieser Tage, amtlich zugelassen, eine Dame auf dem Amtsgericht in Potsdam; sie nahm dort den Termin für einen Mandanten des Rechtsanwalts wahr, weil letzterer andere Termine zu erledigen hatte. Die Dame ist eine Stenographin, welche in dem Bureau des Rechtsanwalts thätig ist und sich dabei derartig zur „Juristin« ausgebildet hatte, daß ihr getrost die Wahrnehmung eines Termins überlassen werden konnte. * Gleiwitz, 6. Juli. Nach amtlicher Meldung fuhr heute nicht l1/» Uhr ein einem amerikanischen Wanderzirkus gehöriger Sonderzug bei der Ankunft in Beuthen auf einen dort stehenden anderen Zug der gleichen Gesellschaft auf, wodurch ein Angestellter des Zirkus getötet, zwei andere schwer verwundet wurden. • Hamburg, 6. Juli. Kommissionsrat Franz Renz, (der ZirkuS-Renz) ist heute nach längerem Leiden in Reinbeck gestorben. • Mannheim, 6. Juli. Großes Aufsehen erregt das Verschwinden des Beinwarenfabrikanten Karl Heymann, der in Begleitung einer Chansonette mit dem größten Teil des Vermögens (zirka 70,000 Mk.) seiner jungen Frau, rott der er erst seit sechs Monaten verheiratet ist, das Weite gesucht hat. . * Paris, 6. Juli. Der Postdampfer „Laos« von den MessagerieS maritimer«, auf der Fahrt nach hier begriffen, mußte in Po?t Said einen unter pestverdächtigen Erscheinungen erkrankten Heizer ans Land bringen lassen. * Pari«, 7. Juli. Im Orte Alfort bei Pari« ist die 9jährige Tochter von Fischersleuten, die von ihren Eltern mit Fischen in ein Restaurant geschickt war, das Opfer eines schweren Verbrechens geworden. Sie wurde tot aufgefunden. • Frauenmord. Im Walde bei Arnau in Böhmen wurde eine Frau von zwei Strolchen überfallen und durch Revolverschüsse getötet. Die Mörder find verhaftet. • Budweis, 7. Juli. Heftige Schneefälle haben in der Nacht den ganzen Böhmerwald heimgesucht. Heute wurde durch Hagel die ganze Ernte vernichtet. Unioersitäts Nachrichten. - Zue Siurensch-ftsb-wegu««. Zu-m-r >mp°,ant-n Kund, gebung zu Gunsten der aufgelösten Hallenser Fmkenschaft gestaltete sich Ernst Balser, Mäusburg II. der Bank für Handel und Industrie in Giessen, Wiesenstrasse 2, Ecke Ostanlage, Oerichtssaal. Mainz, 6. Juli. Tie hiesige Strafkammer hatte am 19. Oktober v. Js. den Schriftsteller Max Tuntel aus Mittenwalde wegen Betrugs im Rückfalle in sechs Fällen zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Als ,,Tr. Dorn in g" hatte er im Mai damals Schulden in Mainz, Wiesbaden und Frankfurt gemacht. Am 6. Mai wurde er in einem Hotel verhaftet. Seine Revision gegen das Urteil hatte Erfolg, das Reichsgericht hob das Urteil auf und verwies die Sache an die Strafkammer zurück. Am 18. März d. Js. wurde die Sache zum zweiten Male an der Strafkammer verhandelt und D. erhielt damals zweieinhalb Jahre Zuchthaus. Aus seine erneute Revision hob das Reichsgericht aus formellen Gründen wiederum das Urteil auf und verwies die Sache nochmals an die Strafkammer. In der gestrigen Sitzung wies der Angeklagte nach, daß er in seiner 14monatlichen Untersuchungshaft durch feine schriftstellerischen Arbeiten die bare Summe von 2400 Mark durch die Post in das Gefängnis eingeliefert erhalten habe. Staatsanwalt Dr. Jungk beantragte, auf die Strafe vom 18. März wieder zu erkennen. Tie Strafkammer erklärte in ihrem Urteil, daß die Beweisaufnahme sich in der Verhandlung nicht besser gestellt habe, aber im Hinblick auf die geringen Beträge, bei denen es sich in den Betrugsfällen handele und in Bezug auf die günstigen Zeugenaussagen von Verlegern in Leipzig und Regensburg bezüglich des Charakters des Angeklagten, habe es ihm dres- mal mildernde Umstände zugebilligt. Tas Gericht erkannte auf zwei Jahre Gefängnis und fünf Jahre Ehrverlust. Ein Jahr Untersuchungshaft kommt auf die erkannte Strafe zur Anrechnung. 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Von der lauten Lebensfreude der Rheinländer haben fte gar "Ms, und von dem Humor ihrer thüringischen Vettern, mit denen sie jahrhundertelang unter dem Wappensch-rlde des „streifigen Leuen" zu einer Landgrafschaft gehört haben, nutzt Stammes äußeren Manieren und ihr Verhalten Iaen den Hemden sind nicht besonders anmutig; unb wenn die weimarische Tarne, die zur Erklärung der Grob- htiTeinti bekannten Arztes sagte: „Er ift eben em Hesse , darntt wohl etwas übers Ziel schoß; w verfugen sie doch über einen äußerst stattlichen Schatz selbsterzeugter Krast- aulbrüde Don denen das echt.hessische Kosewort „Sau- maaen "wohl der berühmteste ich unb besonders m der Zusammenstellung mit der förmlichen An«de „Sie einen geradezu überwältigenden Eindruck macht. Es s'"d — leider — zu viele Jahrzehnte, die mich von der Lektüre der taciteisckMN Germania trennen, als daß ich sagen konnte, ob ihre Väter, die Chatten, sich auf dresem Gebiet auch bereits auszeichneten, und ob die Hessen wirklich, wie be- bauptet wird, in allen Tingen die getreuen Söhne ihrer Vorfahren sind, Tagegen möchte es scheinen, als ob das häufig anzutreffende unfrohe Wesen und manche anderen Züge mindestens zum Teil auf Rechnung der Erfahrungen ?u setzen sind, die sie mit ihrem soldatenverkaufenden Landesherren gemacht haben, und als A sie torrtluhl, tote ein neuerer Historiker meint, im Jahre 1866 nicht ohne Grund froh gewesen seien, die „angestammte tyrannenerzeugende Dynastie auf so gute Manier los zu werden." Ganz sicher sind die Hessen brave Leute — aber ihr Land ift mir doch noch lieber als seine Bewohner. Wer wie der Schreiber dieser Zeilen das hessische Bergland mit seiner leuchtendroten Erde zum erstenmal um Ende April im Schmucke frischen Grüns und der weißen Blüten unzähliger Fruchtbäume gesehen hat, begeistert sich in Gedanken immer wieder an der wunderbaren Farbenpracht jener Tage; und ich kann versichern, daß mich trotz des Auerhahns, der mich dorthin zog, und den ich durch eigene Schuld — nicht streckte, die weite eilige Fahrt vom Ostseestrande zur Fulda und zurück nie auch! nur einen Augenblick gereut hat. — Itin, 'Mülle ! dir * 5 M «"iS ”**i u?> ÜreöM. ,7«! fnarl t, i8 vavn her Wen 6nSt!e‘ % Wait S Xb,e Vilich W°> i« i s to f»«i L«sr-h ä T bt« ®«b4 1 6,8 HohnM, Laden mit Wohnung in bester Geschäftslage zu vermieten. 4507 Näheres Seltersweg 10. übernimmt gegen mässige Gebühr Wertpapiere als offene Depots zur sicheren Aufbewahrung und Verwaltung. 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