1 ?ayei abends Med. L 25000 Mark Serien beliebe mr 'editwn biejts egen. »1*8 igerguieSelo^nung. abhanden getonwm. Poiel flaifertjof. »hau^Tin\w,U\pii| 6. Xn^kanh gegen Suh -Äkswahl zum M Keihu-qlrseK lotolW >0 reiche Paüeim o. A Sic joj. z.Ausw. Senk 2ldr.,Ziessim^Akrliill rtauscht aucr llcberjieder a g im Kasv Ärämc. :u bew. Besitzer, jolt ; Krämer abzug. ' BS-GM II tnterzeage Jacken l®* Hosen Varen.-Bülige Pre>^ mit VW j Seltersweg 60. >eeeww itw« M t, >- 71901 •st>< Nr. 389 Zweites Blatt. 151. Jahrgang. Sonntag 8. Dezember 1901 Erscheint täglich mit Ausnahme beS Montags. '-te Giehener FamMeu. blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem .Hess. Landwirt^ und den .Blattern für hessische Volkskunde^ viermal wöchentlich bet» gelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulst ratze 7. Adresse ffir Depeschenr Anzeiger Gießen. FtrnsprechnnschluhNr.51. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Annahme von Anzetaa xu der für den folgend« Tag erscheinenden Nr, bis vormittags 10 Uhr, Alle Anxeigen-Bermitt- lungsstellen beß^n- uiU) AuslairüeS nehmen Anzeigen entgegen. Zeilenpreis: lokal 12 Pf, auSwÜrtS 20 Pfg. Rotationsdruck u. Verlag der Brü h l'scheu UniversitätS - Druckerrt (Pietsch Erben). Verantwortlich sür den allgemeinen Teil: P. Wlttko; sür den Anzeigenteil: Hans Beck. Politische Tagesschau. Der Etatsentwurf für 1902. Der dem Reichstage nun zugegangene Etats-En tmur für 1902 balanciert in Einnahmen und Ausgaben mit 2,349,742,456 Marck. Davon sind dauernde Ausgaben 1,960,455,968, einmalige des ordenÜichen Etats, also solche, die aus laufenden Einnahmen bestritten werden. 191,073,133 Mk., einmalige Ausgaben des außerordentlichen Etats, die also auf dem Wege der Anleihe bestritten werden, 198,218,875 Mk. Die Anleihe, zu der der Reichskanzler ermächtigt wird, beträgt 182,058,995 Mk. Dem Etatsgesetz ist ein Paragraph beigefügt, der besagt: „$Die nach China entsandten Truppenkörper, für die eine gesetzliche Basis nicht besteht, oder nicht zum Zwecke dauernder oder vorübergehender Besetzung chinesischen Gebietes geschaffen wird, sind, sobald sie ihre Aufgabe in China erfüllt haben werden, aufzulösen. Die zurückkehrenden Offiziere und Mannschaften werden, soweit sie nicht in etatsmäßige Stellen kommen, zn> nächst überetatsmäßig verpflegt." Zur Höhe der Anleihe und zur allgemeinen Finanzlage wird bemerkt: Daß der Etatsentwurf für das neue Jahr mit einem erheblichen Fehlbeträge abschließt, zu deffen Begleichung 6 8,9 Millionen Mark an ungedeckten Matrikularbeiträgen erforderlich sein würden. Aber der wirtschaftliche Notstand lastet, so heißt es in der Denkschrift, in nicht geringerem Maße auf den Einzel st aaten. Deshalb sie zur Zahlung von Matrikularbeiträgen in der geforderten Höhe heranzuziehen, würde für einen großen Teil von ihnen dem Erfordern einer Leistung gleichkommen, welche ein Aufgeben der finanziellen und damit der politischen Selbständigkeit in sich 'hlösse. Im Jnterefle dieser Bundesstaaten hätte es sich daher als eine politische Notwendigkeit ergeben, den Betrag der thatsächlich zu tragenden ungedeckten Matrikularbeiträge, also des Mehrbetrages an Matrikularbeiträgen im Verhältnis zu den Ueberweisungen, nicht auf die volle Höhe von 58,9 Millionen Mark festzusetzen. Die matrikularnmßigen Mehrbeträge in einer Höhe von 2 4 Millionen Mark stellten sich alS das Aeußerste der Leistungsfähigkeit jener Staaten dar. Man habe deshalb den Weg einer Zuschußanleihe beschritten. Es ergiebt sich infolge dessen ein Anleihebedarf von 18 2,058,995 Mk., wovon 25x/2 Mill. Mark auf die einmaligen Ausgaben für die Besatzung in Ostasien entfallen, — das heißt also mit anderen Worten, der diesjährige Ausfall an Ueberweisungen an die Einzelstaaten im Betrage von 26,698,000 Mk. verbleibt zu Lasten der Einzelstaaten nur mit dem Betrage von 23,900,000 Mk. Infolge deffen erfahren die Matrikularbeiträge gegen das Vorjahr, wo sie sich mit den Ueberweisungen deckten, noch eine Verminderung von 2,789,000 Mk.; dagegen erhöht sich entsprechend der gesamte Fehlbetrag im eigenen Haushalt des Reiches und wird mit 85 Mill. Mark durch einen Mehrbetrag aus Anleihen gedeckt. Der Ausgabentitel im ordentlichen Etat „zur. weiteren Verminderung der Reichsschuld", welcher im vorigen Etat 9,035,995 Mart betrug, ist gänzlich in Wegfall gekommen. Vom Burenkriege Ter heute vom englischen Kriegsamt veröffentlichten Verlustliste zufolge sind im letzten Monat in Südafrika 18 Offiziere, 143 Unteroffiziere und Mannschaften getötet, 46 Offiziere, 389 Unteroffiziere und Mannschaften verwundet worden, abgesehen von den verwundeten Gefangenen. Don den Verwundeten starben 58. Die Zahl der Vermißten beträgt 77. Die Gesamtzahl der feit Beginn des Krieges Gefallenen beträgt 18348, darunter 893 Offiziere. In der zlveiten niederländischen Kammer wies am 6. d- M. van Reylandt auf das hohe Interesse aller Regierungen hin, insbesondere Englands, den Krieg in Südafrika beendet zu sehen. Die Regierungen könnten nicht länger die öffentliche Meinung der ganzen Welt unbeachtet lassen, die Kriegführenden selbst weigerten sich, den ersten Schritt zu thun; die übrigen Mächte zauderten, ihre neutrale Stellung aufzugeben. Es wäre daher Zeit, daß die englischen Staatsmänner und einflußreiche Rechtsgelehrte Englands, die nicht der Regierung angehören, die Initiative zu einer Vermittelung ergreifen, andere würden dann folgen. Die niederländische Regierung sollte den günstigen Augenblick ergreifen, um ihre Intervention anzubieten. Van Col mißbilligte die vom Minister des Auswärtigen seiner Anfrage, betreffend die Konzentrationslager in Südafrika, gegenüber eingenommene ablehnende Haltung und brachte einen Antrag ein, in dem von der Regierung verlangt wird, Maßregeln zu ergreifen, um mit Zustimmung der englischen Regierung die Frauen und Kinder, die das wünschten, aus den Konzentrationslagern nach anderen Ländern fortschaffen zu lassen. Die Beratung dieses Antrages findet in einigen Tagen statt. Der Burendelegierte Molmarans ist nach dem Haag zurückgekehrt. Entgegen in englischen Blättern aufgetauchten, anderslautenden Gerüchten kann das „Reutersche Bureau" versichern, daß in der letzten Zusammenkunft der Buren in Brüssel nicht die Rede davon gewesen ist, General Botha zu beauftragen, einen Waffenstillstand abzuschließen. Der von der Handelskammer in Genua ernannte Ausschuß bezüglich der Stellungnahme zur Boykottbe- wegung gegen die englischen Schiffe hat sich nunmehr endgiltig zu Gunsoen dieser Bewegung ausgesprochen. Deutsches Reich. Berlin, 6. Dezember. Der Kaiser hat sich heute von Schloß Moschen nach Neubeck zum Fürsten Henckel von Donnersmarck begeben. — Nach einer unbeglaubigten Meldung aus Posen ist Hirn Nachfolger des zurücktretenden Generals Finck zu Fincken st ein der jetzige kommandierende General des 5. Armeekorps v. Stülpnagel und für das General- Kommando in Posen Prinz Friedrich Leopold ausersehen. — Der japanische Staatsmann Marquis Ito stattete im Laufe des Vormittags mit dem hiesigen japanischen Gesandten dem Staatssekretär des Auswärtigen einen Besuch ab. Zwischen Jtv und Frhrn. von Richthofen fand eine längere Unterredung statt. Nach dem „Berl. Tagebl." unterliegt es keinem Zweifel, daß Marquis Ito auch vom Kaiser, sowie vom Reichskanzler in Audienz empfangen werden wird. Obgleich er nur in der Eigenschaft als Privat» mann hier weilt, ist anzunehmen, daß er in seinen Gesprächen mit den leitenden Persönlichkeiten auch politisch? Fragen berühren wird. — Beim japanischen Gesandten findet morgen abend eine größere Soiree statt, zu der namentlich die Diplomatie einaeladen ist. — Der Entwurf der Reichs schuld für 1902 schließt mit der Summe von 93 908 058 ML. gegen 88 542 500 Mark an fortdauernden Ausgaben. Die Zunahme ist in der Hauptsache aus die Verzinsung der Zproz. Reichsschuld ^urückzuführen. Einmalige Ausgaben sind nicht angesetzt, da der Ansatz des Vorjahrs für die Herstellung neuer Reichskassenscheine aus fällt. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Verordnung des Reichskanzlers betr. die Hau ssklaverei in Deutsch- Ostafrika, wodurch dort die Abschaffung der Haussklaverei vorbereitet werden soll; ferner eine kaiserliche Verordnung, wodurch der Zeitpunkt, von welchein ab die Unfall-Versicherung für solche Betriebszweige in Kraft tritt, welche durch die Paragraphen 1 und 2 des Gewerbe - Unfall- versicherungsgesetzes, durch Paragraph 152 und folgende des See-Unfall-Versicherungsgesetzes der Unfall-Versicherung neu unterstellt sind, auf den 1. Januar 1902 festgesetzt wird. — Laut Beschluß des Seniorenkonvents des Reichstages soll die Beratung des Zolltarifs am Montag und Dienstag durch die Beratung von Interpellationen unterbrochen werden. Montag: Interpellation Arendt wegen der In Validenpensionen. Dienstag: Interpellation der Polen wegen der Wre- schener Vorgänge. Der Rest der nächsten Woche soll auf den Abschluß der Zolltarifdebatte verwendet, und der heute dem Reichstage zugegangene Etat erst nach den Weih- nachtsjerien beraten werden. — Zum Vorsitzenden der Zolltarif-Kommission soll der Abg. Spahn gewählt werden. — Das elfte Verzeichnis der beim Reichstage eingegangenen Petitionen umfaßt 5122 Nummern. Darunter befinden sich sehr viele, die darum bitten, auf Einstellung der Feindseligkeiten im südafrikanischen Kriege unter Aufrechterhaltung der Burenrepubliken hinzuwirken. 20 Petitionen richten sich gegen die Ausführungen des englischen Kolonialmini ft ers über die deutsche Kriegführung im Feldzuge 1870/71. Aus der Reihe der übrigen Petitionen ist zu erivähnen diejenige von 514 Konitzer Einwohnern, welche an den Reichskanzler das Ersuchen richten, feststellen zu lassen, an wem die Schuld liege, daß der in Ko nitz an dem Gymnasiasten Winter verübte Mord noch keine Sühne gefunden hat. — Die vom Verband deutscherBankbeamten einberufene Versammlung, welche von etwa 700 Personen besucht war, hat einstimmig eine Resolution angenommen, worin aus die schweren Schädiaun gen der Börsengesetzgebung hingewiesen und der Hoffnung Ausdruck gegeben wird, alles aus dem Börsengesetz zu entfernen, was geeignet ift, das Wiederaufblühen des für die Entwickelung des deutschen Handels so wichtigen Bank- und Börsengeschäftes zu verhindern. — Die Polizei chat wieder bei einem hiesigen Anarchisten, den sie längere Zeit beobachtete, eine Haussuchung vorgenommen, und anarchistische Zeitungen, sowie eine Sammelliste nebst dem daraufgezeichneten Gelbe beschlagnahmt. Die Polizeipräsidenten von Berlin und Rixdors haben die Beschwerde, welche der Klub „Heine" wegen Auflösung einer Anarchistenversammlung eingereicht hatte, abschlägig beschieden. Dem Klub soll eine große Anzahl Anarchisten als Mitglieder beigetreten sein. — Auch die „Nat.-Ztg." ist von der Zensur in Kap- st a d t anscheinend für das gesamte Gebiet des Kriegsschauplatzes verboten worden. — Nach den „Berl. Pol. Nachr." sind die Arbeiten an dem preußischen Staatshaushaltsetat für 1902 o gefördert, daß er gleich nach Eröffnung der Landtags- ession dem Abgeordnetenhause wird zugehen können. München, 6. Dez. In der heutigen Sitzung der Kammer besprach Abg. Dr. Frhr. v. Haller (©^.) die bekannten Vorgänge bei der Schuckertgesellschaft Er betonte, er b eschuldige öffentlich den Vorstand und den Auf sicht s rat der Schuckertgesellschast, daß diese gegen die Bestimmungen des Handels,gesetzes- verstoßen hätten. Er schilderte eingehend das Verhalten der Schuckertgesellschast und forderte Einschreiten des Staatsanwalts gegen den Vorstand und den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Redner schloß, die Justiz habe nicht zu warten, vor den Thüren der Reichen und auch nicht, wenn Reichsräte der Krone Bayerns dabei beteiligt sind. Pichler (Ztr.) bemerkt, daß das Haus gegenwärtig kaum Veranlassung habe, sich mit der Schuckertgesellschast zu be- asseu. „Jedenfalls haben die Aktionäre auf der Gmeral- versammlung der Schuckertgesellschast Decharge erteilt, warum sollen wir nach dem Staatsanwatt rufen?" Der Justizminister erklärte, ihm sei nicht bekannt, ob der Re- gisterrichter und der Staatsanwalt Veranlassung hatten, ein* zu greifen. Nachdem aber Abg. Frhr. v. Haller heute öffentlich den Vorstand und den Aufsichtsrat der Schuckertgesellschast sttasbarer Handlungen beschuldigt habe, werde die Staatsanwaltschast sich jedenfalls mit der Sache befassen. Er bedauere nur, daß Frhr. von Haller hier öffentlich auch Reichsräte der Krone Bayerns beschuldige, in dieser Angelegenhell zu sein, bevor überhaupt festgestellt sei, ob eine Schuld bei der Schuckertgesellschast vorlieae und ob die betreffenden Reichsräte überhaupt von dieser eventuellen Schuld etwas wüßten. Der Präsident erteilte nach- trägltch dem Abg. Frhrn. von Haller einen Ordnungsruf wegen seiner Angriffe auf Mitglieder der Reichsrats- kammer. Abg. Kasselmann (liberal) bezeichnete Hallers Vorgehen als unerhört, und besonders Hallers Angriffe auf verdiente Männer unter dem Schatz der Immunität. Frhr. von Haller hätte in Nürnberg zum Staatsanivalt gehen müssen. Frhr. v. Haller erwiderte: „Ich gehe zu keinem Staatsanwalt, aber der Staatsanwalt hat selber ctn< Ausland. Brüssel, 6. Der. Wie aus Spaa berichtet wird, leidet die Königin angeblich an W a s s e r s u ch t. Die hohe Frau leidet schwer. Paris, 6. Dez. Ter Senat nahm nach unwesentlicher Debatte das Gesetz über die Chi na an leihe mit 244 gegen 23 Stimmen an. Madrid, 6. Dez. Der Finanzminister hat ausge« rechnet, daß die Bezahlung der Zollgebühren in Gold dem Staate 51 Millionen Pesetas jährliche Mehreinnahme einbringen wird. Wien, 6. Dez. Kaiser Franz Josef hat an die Lemberger Polizeiverwaltung wegen der Pvlenexzesse telegraphisch die Aufforderung gerichtet, energisch für die Auf- rechterhaltung von Ruhe und Ordnung einzntreten. — Abg. Greller brachte heute im Abgeordnetenhause eine Interpellation deß Inhalts ein, vb es wahr sei, daß Graf Goluchowski wegen der Lemberger Demonstrationen der deutschen Regierung sein Bedauern auszudrücken beabsichtige. Wenn sich hieses bestätige, so müßte dies das polnische Volk in Oestqrreich als schwer« Beleidigung auffassen. — Nach einer Konstantinopeler Depesche wurde am 29. November abends auf den dortigen österreichisch-ungarischen Vize-Konsul bei einem Spaziergange in der Nähe von den Bädern von dem Wächter der türkischen Tabak-Regie geschossen und er leicht verwundet. Der sofort ver- hastete Wächter behauptete, den jVize-Konsul für einen Tabak- Schmuggler gehalten zu haben. Nachdem der österreichisch? ungarische Konsul von den türkischen Behörden Genug- thuuna und Aufklärung des Falles gefordert, ift eine strenge Untersuchung eingeleitet worden. — In der heutigen Abgeordnetenhaus-Sitzung kam es bei der Debatte über den Dringlichkeitsantrag betreffend die Errichtung einer südslawischen Universität in Laibach zu Skandal-Szenen zwischen dem Slowenen Schusterschitz und dem Alldeutschen Franoo Stein. Letzterer wurde wiederholt vom Präsidenten zur Ordnung gerufen. — Das Abgeordnetenhaus lehnte die Dringlichkeit des Antrages auf Errichtung einer slowenischen Universität ab. Aukch die Polen stimmten dagegen. — Wie die Blätter melden, hat eine große Anzahl hervorragender Persönlichkeiten, Mitglieder der Aristokratie, der hohen Beamtenschaft und des Reichsrates eine Liga, zur Bekämpfung des Duells gebildet. Morgen soll ein 300 Namen tragender Aufruf erscheinen, in welchem gesetzgeberisches Einschreiten zum besseren Sck)utz der Ehre und die Errichtung von Standesehren- und Schiedsgerichten angeregt wird. Budapest, 6. De^> Ter Abg. Pazsonyi lehnte in einem schreiben an den Sekundanten des Abg. Geza Szuelloe die Herausforderung zum Duell mit der Begründung ab, daß er eine ritterliche Ehre nicht kenne, sondern daß ihm die bürgerliche, die ihm mit Mllionen des arbeitenden Volkes gemeinsam sei, gut genug sei, und daß er seine Grundsätze als Führer der Anti-Duellbewegung verleugnen würde, wenn er sich duellierte. Tie Angelegenheit macht Aufsehen, weil eine prinzipielle Ablehnung eines Duells in hiesigen Abgeordnetenkreisen noch niemals vorgekommen ist. — In der heutigen Sitzung des Abgeordneten^ Hauses erttärte Ministerpräsident v. Szell anläßlich der Debatte über die Petittonen betreffend die Aufhebung deP Getreide-Terminhandels, daß die Aufhebung der Termingeschäfte weder dem Ackerbau, noch dem Handel, noch dem wirtschaftlichen Leben etwas nütze, daß sie viell mehr die freie Bewegung des volkswirtschaftlichen Lebens schädigen würde. Man dürfe nicht wegen einzelner Mängel und Mißbräuche, welche die Regierung abstellen werde die ganze Institution verwerfen. Schließlich beschloß das Haus, die Petition einfach der Regierung zu überweisen. Krakau, 6. Dez. Ter Gemeinderat votierte 1000 Kronen für die im Guesener Prozeß Verurteilten Ein Antrag, die Stadt Krakau solle in Zukunft für Ge^, meindezwecke keine Erzeugnisse preußischer Firmen mehr beziehen, wurde der ökonomischen Sektion zur Prüfuna überwiesen. 1 ö So f ia, 6. Dez. In der Sobranje wurde eine Vorlage verteilt über den mit der Banque de Paris et des Pays Bas abgeschlossenen Vertrag betreffend Aufnahme einer fünf» irozentigen, in 50 Jahren amorttsierbaren Anleihe der sogenannten Tabakregieanleihe von 125 Millionen Francs nominal und Gold, ferner eine Vorlage betreffend Kvnzessionserteilung an die bulgarische Tabakregiegescllschaft unter Leitung eines bulgarischen Präsidenten mit einem Kapital von zehn Millionen Francs in Silber. Ter Anleihevertrag basiert auf den Ertragnissen des Tabakverschleißes, der Tabakpvoduktiousteuer und der Staatsanteile am Reinerträge der Tabakregie. Der Uebernahrnekurs beträgt 82 einhalb Prozent. Tie Anleihe soll zu Rückkäufen der schwebenden Anleihe von 1892, zur Bezahlung von Schatzbonds, sowie Vorschüsse des Bankensyndikats, der Nationalbank, der Agrarkassen, zur Bezahlung der Tributrückstände an die Dette Publique, zusammen 89 Millionen, dienen, sodaß der der Regierung zur Verfügung bleibende Rest nur gering ist. Tie Konzession der Tabakregiegesellschaft läuft 50 Jahre. Ter Anteil des Staates am Reinertrag beträgt 65 Prozent, der Anteil der Gesellschaft 35 Prozent. Ter Vertrag muß am 18. Dezember von der Sobranje ratifiziert sein. Petersburg, 6. Dez. In der Audienz, die Marquis Ito am 28. Viotiember hatte, überreichte ihm der Kaiser persönlich den Alexander Newski-Orden in Brillanten. Bombay, 6. Dez. Wie berichtet wird, sind nahe bei -oheia in fernen in einem Ge fecht gegen die Stämme, die sich gegen die übermäßige Besteuerung erhoben hatten, 40 türkische Soldaten getötet worden. Aus Stadt und Zand. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen L riginal-Nachrichten ist nur unter genau er Qu e ll e n anga be: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 7. Dezember 1901. • * Aus der Bürgermeisterei. An Stelle des zum Standesamts-Sekretär ernannten Beamten Nau ist der bisherige Bureaugehilfe beim Gas- und Wasserwerk Loh zum Bürgermeistereigehilfen ernannt worden. * • Handelskammerwahleu. Bei der Handelskammerwahl für den Kreis Lauterbach, die unter dem Vorsitz des Mitglieds der Handelskammer Gießen, C. Grünewald von Alsfeld, im Rathaus stattfand, wurden die seitherigen Handelskammermitglieder, Hermann Dürbeck und Leonhard Hoos, einstimmig mit 19 Stimmen wiedergewählt. — Bei der Handelskammerwahl für den Kreis Büdingen wurde Ludwig Hanner mit 17 Stimmen wiedergewählt. * * Chemische Untersuchungen durch die Polizei. In den letzten Tagen wurden durch die Polizei in hiesigen Geschäftsläden und auf dem Markte Proben verschiedener Lebensrnittel in größerem Umfange entnommen und an das chemische Untersuchungsamt abgegeben. * * Suggestion. Bereits im Jahre 1892 gab der bekannte Suggestor Albert Krause hier vor ausverkausten Häusern im Cafe Leib 3 Vorstellungen. Die Leistungen des Herrn Krause bildeten damals das Tagesgespräch unserer Stadt. Jetzt ist er nach mehrjähriger Abwesenheit im Auslande zurückgekehrt, bereichert mit den neuesten Errungenschaften auf dem merkwürdigen Gebiete der sogen, „reinen" Suggestion (Schwester-Erscheinung der Hypnose), die er uns in einer einmaligen Soiree barbieten will. Seine vielen Freunde von damals werden sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen -lassen, den beliebten Künstler abermals zu bewundern und die Fortschritte auf dem immerhin noch dunklen Gebiete dieses Tells des menschlichen Seelenlebens kennen zu lernen. Die Eintrittspreise sind wiederum billigst gehalten, sodaß sich Jedermann den seltenen Genuß dieser Vorstellung ge- •ftatten kann. ♦ * Konzert. Morgen findet in der Südanlage Promenadenmusik mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. Stradella von Flotow. 2. Melodie celebre von Rubinstein. 3. Indra-Walzer von Linckel. 4. Finale a. d. Op. Lohengrin von Wagner. * * Ein schönes Gebäude ist an der Ecke der Kaplansgasse und der Bahnhofstraße entstanden, in dem sich die altbekannte Wirtschaft „Zum Schipka-Paß" befindet. Der im mittelalterlichen Sttl gehaltene, dem Brauereibesitzer Jhring gehörige Bau ist auch im Inneren völlig neu eingerichtet und mit allen Bequemlichkeiten der Neuzeit ausgestattet worden. Gleichzeitig ist durch den Umbau eine wesentliche Verbreiterung der Kaplansgasse erzielt worden, was dem dort herrschenden starken Verkehr vom Bahnhof nach dem Seltersweg sehr zu statten kommt. • • Vier Jahreszeiten. Am morgigen Sonntag finden in den „Vier Jahreszeiten" zwei große Vorstellungen des süddeutschen Ensembles „Monachia“ aus München, das unter der Direkion des Salonkomikers Adolfi steht, statt. .(Siehe Inserat.) * * Allgemeine Sterbekaffe. Wie schon durch Inserat bekannt gegeben wurde, findet morgen, Sonntag, nachmittags 4 Uhr, auf Lönys Bierkeller die ordentliche Generalversammlung der Allgemeinen Sterbekaffe statt, woraus wir hierdurch nochmals Hinweisen. * * In Amerika verstorbene Hessen. Christina Diehl geb. Hilzheimer aus Lampertheim, geft Chillicothe (O.); 68 Jahre alt. — Jakob Jung aus Nackenheim, gest. in Brooklyn (N.-Y.); 86 Jahre alt. — Georg Feuring aus Calden, Kr. Büdingen, gest. in Binghamton (N.-Y.); 77 Jahre alt. — F. W. Fehling, geft. in Indianapolis (Jnd.); 91 Jahre alt. — Heinrich Lenz, geft. in Allegheny (Pa.); 67 Jahre alt. u. Großkarbeu, 6. Dez. Bahnhofsrestaurateur Karl Müller-Marchand ist im Alter von 79 Jahren hier gestorben. Er war eine in oberhessischen Jägerkreisen sehr bekannte Persönlichkeit. Erwähnt mag noch sein, daß Müller- Marchand vor Jahren die Quelle des heute weithin berühmten Taunusbrunnens erbohrte. Schotteu, 6. Dez. Im nächsten Frühjahre läuft die Pachtzeit der fiskalischen Jagden im höheren Vogelsberg wieder ab. Sie kommen diesmal nicht mehr zum öffentlichen Gebot, sondern sollen von der Forstbehörde in Selbstverwaltung genommen werden. Grund zu dieser Maßnahme ist die überhand nehmende Zahl an Rotwild. Letzteres hat in den letzten Jahren unberechenbaren Schaden in jungen Beständen (besonders Eschen) durch Schälen der Stämmchen an- gerichtet. Es sollen für die Folge Polizeijagden, veranstalten von der betreffenden Dberförfterei unter Hinzuziehung der Forstwarte und geübten Schützen, abgehalten werden. Die (fiskalischen Jagden warfen seither hohe Pachtsummen ab, so iaS Revier „Oberwald" 2000 Mk. + Grebenhain, 6. Dez. Nach langen Bohrversuchen hat man in der Nähe des Bahnhofs endlich eine Quelle ; gefunden, hie genügend Wasser für die Maschine der hiesigen Station gievt. An dem 25au oc5 DaynyosZgevauoes rotro eifrig gearbeitet. Man hofft, es bis Ende Januar fertig zu teilen. Vom oberen Vogelsberg, 6. Dez. In einer Anzahl von Dörfern unseres Gebirges haben sich Genossenschaften infolge belehrender Vorträge gebildet zwecks Gründung von Dampfmolkereien. Dieses fortschrittliche Unternehmen erscheint gerade für unsere Gegend wohl geeignet, da bekanntlich die Viehzucht hier in weit ausgedehntem Maße betrieben und den Landwirten zur guten Verwertung der Milch ein schöner Weg angebahnt wird. In einem Dorfe traten sofort 40 Mitglieder der Genossenschaft bei. M. Darmstadt, 6. Dez. Das Leichenbegängnis des Generaladjudanten des Großherzogs, Paul Wern her, das, wie wir telegraphisch bereits mitteiltcn, heute vormittag lli/, Uhr mit dem größten militärischen Pomp erfolgte, gfr* ftaltetc sich zu einer hochernsten Feier, für die die Persönlichkeit des Verstorbenen die beste Erklärung bietet. Er gehörte zu den militärischen Würdenträgern, welche mit dem Großh. Hause eng verwachsen sind. Der jetzige regierende Landesherr, der ihm m aufrichtiger Zuneigung ergeben war, schätzte überdies Wernher als einen der treuesten Ratgebeber seines Vaters, Ludwigs IV. Als die Prinzessin Alix als Braut des russischen Großfürsten Nikolaus ihre Reise in die neue Heimat antrat, mußte sie, auf ihren ganz speziellen Wunsch, General Wernher begleiten. Eine Woche vor seinem Tode prachen der Großherzog und Prinzessin Heinrich persönlich bei dem Kranken vor. Telegraphisch sprachen der Familie ihr Beileid aus die Schwester des Großherzogs, die Kaiserin von Rußland, die Großfürstin Sergius, die Prinzessin Viktoria v. Battenberg; Prinzessin Irene, die hier weilt, sandte sofort ein Schreiben. Auch die Großherzogin schickte von Nizza ein Beileidstelegramm. Als Vertreter des Kaisers wohnte der Trauerfeier Exzellenz v. Scholl und als Vertreter der Prinzessin Heinrich Kammerherr Graf v. Hahn bei. — Im Gocth ebund sprach heute in 1 i/zstündigem Vortrag Prof. Dr. Sauer aus Gießen über das Thema: „Kunst und Mode", das er auf Grund der Kunstschätze der Vergangen- hett und mit Hinzuziehung reicher Anschauungsmittel (Skiop- tikonbilder) behandelte. Drei leitende Gesichtspunkte traten in dem Vortrage hervor. Zunächst ging der Redner auf die Epochen und Kulturabschnitte ein, in denen die Kunst sich als gefällige Dienerin der Mode gezeigt. Dann erläuterte er das allerdings nur bei sehr günstigen Konstellationen eintretenbe Zusammenarbeiten von Kunst und Mode, wobei sich erstere natürlich als die gebietende Herrin erweist; und zum dritten kamen die Fälle an die Reihe, ivo die Kunst sich in direkt feindseliger Stellung zu der Nachbarin stellt, wofür diese denn wieder auch die entsprechende Rache nimmt. Zum Schluffe seiner feinsinnigen, von tiefstem ästhetischen Verständnis zeugenden Darlegungen, sprach Prof. Dr. Sauer seine persönliche Ansicht über die Gegenwart dahin aus, daß wir uns jetzt wieder im Aufstieg befänden, im Anfänge eines originalen Kunstschaffens. Auf Einzelheiten des Vortrags, der ein zahlreiches Publikum gefunden hatte, kommen wir noch in unseren Darmstädter Briefen zurück. ** KleiueMitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaateu. In Babenhausen ist eine große Anzahl von Pferden der 4. Batt. Feldartillerieregiments Nr. 61 an der Brust.ssuche erkrankt. — Dem Regierungsasseffor Rosenbaum in Frankfurt a. M. ist die Stelle eines Mitgliedes der kgl. Eisenbahndirektion daselbst verliehen worden. Vermischtes. * Verden a. Aller (Provinz Hannover), 6. Dez. Eine komische Szene hat sich hier gestern Vormittag abgespielt. Ein 76jähriger Mann aus der Gegend von Syke redete auf der Straße einen Herrn mit den Worten an: „Könnt Semi nid) seggen, wo hier een wohnt, de am Gericht is?" Auf mehrfaches Befragen stellte sich schließlich heraus, daß der Greis einen Rechtsanwalt meinte. Als man ihn weiter fragte, n>a§ er bei dem Rechtsanwälte wollte, erwiderte der bejahrte Mann: „Man soll' et nich glöben, mien Fru is mi utfnepen. Se is nu all 72 Johr und kriegt nu noch o'n Jnfall. Aber her sall se wedder! her soll se wedder!" Schließlich wurde dem Greis die Adresse eines Rechtsanwalts aufgegeben. Hoffentlich wird er seine „Alte" auch wieder erhalten und die alte Liebe wieder jung aufleben. * Brüssel, 6. Dez. Dem Großindustriellen Erwin Solvay ist vom König der Titel „Baron" verliehen worden. Bordeaux, 6. Dez. Von zwei Dieben die in der Wohnung eines Kaufmanns Geld gestohlen hatten und von den Hausbewohnern verfolgt wurden, erschoß sich einer, während es dem anderen gelang, zu entkommen. * Port Said, 6. Dez. An Bord des den Messageries Maritimes gehörigen Dampfers „Tonkin" ist ein pestverdächtiger Krankheitsfall festgestellt worden. UmversttAs Nachrichten. — Dem o. Professor in der philosophischen Fakultät zu Göttingen, Dr. F-riedrich L e o, ist der Charakter als Geheimer Regierungsrar verliehen worden. — Mommsen antwortete auf die Adresse der Innsbruck e r U n i v e r s i t ä t s p r o s e s s o r en : „Wo die deuyche Nationalität Verteidiger findet, da fielen diese zusammen. Ob wir hier, die wir uns aufbäumen gegen die Unterjochung durch das Zentrum, oder ob die Tyroler Deutschen sich der Fremden mit Erfolg erwehren werden, das stebt nicht bei uns, wohl aber fleht bei uns, daß wir uns wehren, uno das wird geschehen. Arbeiterbewegung. Charleroi, 6. Tez. Ein neuer Glasarbeiter- Au s st a n d steht bevor, nachdem ein Teil der Arbeiter eine Lohnerhöhung von 10 pCt. gefordert hatte. Die Direktion der Glasfabriken erklärte, den Betrieb lieber gänzlich einzustellen als nach- zugeben.________________________________________ Gerichtssaal. I. Gießen, 6. Dez. (Gewerbegericht.) Unter dem Vorsitze des Beigeordneten Wolff kamen heute fün Klagen zur Verhandlung. — Der Erdarbeiter Stefan Kreiling zu Wieseck verlangt von dem Unternehmer Ludwig Weimer zu Waldgirmes 3.91 Mk- Restforderung. Der LeÜagtc beträtet, item Kläger noch, etwas schllldiL #1 jein. irtoer Die DefDerfettigen Behauptungen ?orten ytuyen nommen werden. — Erdarbeiter Heinrich Leinberger hier klagt gegen den vorigen Beklagten auf Zahlung von 24 Mk. Entschädigung wegen unbefugter kündigungsloser Entlassung. Beklagter wendet ein, daß Kläger freiwillig ausgetreten sei, daß er ihn aber auch gröblich beleidigt habe. Kläger bestreitet die Vorbringungen des Beklagten. Beide Teile benennen Zeugen für ihre Behauptungen. Tas Gericht erläßt Beweisbeschluß. Danach sollen drei Zeugen vernommen werden. — Wegen kündigungsloser Entlassung klagt auch der Arbeiter Kaspar Zindel hier gegen den Kohlenhändler Georg Schäfer hier auf Zahlung von 12 Mk. Entschädigung. Durch die Verhandlung ergiebt sich, daß Zindel seinen Arbeitgeber und dessen Sohn gröblich beleidigt hat. Tie Sache findet dadurch ihre Erledigung, daß Schifter dem Zindel drei Mark zahlt, ohne jedoch eine rechtliche Verpflichtung hierzu anzuertennen. Der Kläger zieht eine Klage zurück. — Die Klage der Erdarbeiter Wilhelm und Ludwig Kreiling von Heuchelheim gegen den Pflasterermeister Johannes Nickel hier, die auf Zahlung von 10.26 Mk- Akkordlohn gerichtet ist, wird auf Antrag des Beklagten kostenfällig abgewiesen, weil die Kläger trotz ordnungsmäßiger Ladung zum heutigen Termin nicht er- chienen sind. — Der Werkmeister Karl Balser zu Burb hardsfelden klagt gegen Den Kaufmann Peter Safte in. hier, auf Zahlung von 144 Mk. Entschädigung, weil er als Werkmeister für die beklagte Zigarrenfabrik in Kesselbach engagiert, aber nicht eingestellt worden sei. Ta er inzwischen 36 Mk. Lohn für zwei Wochen erhalten hat, den Schaden für die, für sechs Wochen entgangene freie Wohnung auch auf 9 Mk. herabfetzt, ermäßigt sich fein Anspruch auf 81 Mk- Die Parteien einigen sich dahin, daß Beklagter dem Kläger die verlangten 81 Mk. in Wochenraten mit 20 Mk- auszahlt. Der Kläger verpflichtet sich dagegen, denjenigen Verdienst, den er bis zum 31. Dezember erzielt, auf die Vergleichs- fuinnte anrechnen zu lassen. Der Beklagte behält sich das Recht vor, diesen Vergleich binnen 14 Tagen widerrufen zu dürfen. Berlin, 6. Tez. In dem Prozeß de§ Justizrats Wagner gegen den Eisenbahnfiskus, über den roir berichteten — es handelte sich um die UeberfüHung eines Eisenbahnwagens — hat das Landgericht 1 in Abänderung des Urteils des Amtsgerichts die K 1 a g e a b g e w i e s e n. Tas Landgericht hat die UeberfüHung zwar auch nicht für ordnungsmäßig erklärt, jedoch aus rechtlichen Gründen entschieden, daß daraus ein Anspruch aus Rückzahlung des Fahrgeldes nicht hergeleitet werben kann. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Mainz, 6. Dez. Ter Aufsichtsrat der Aktiengesellfchaft v o f Bierbrauerei Schöfferhoi beschloß in seiner heutigenKcr- anunlunq nach reichlichen Abschreibungei« eine Dividende oo» 12pCt. (Vorjahr 12^, pCt.) in Vorschlag zu bringen. Märkte. Gießen, 7. Dezember. Marktbericht. Ans bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 1,20—1,30 Mk., Hühnereier pr. Stück 8—10 Pf., 2 Stück 00.00 Pft Käse pr. Stück 5—8 Pf., Käsematte 2 Stück 0—0 Psa., Erbsen pr. Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfa., Tauben pr. Paar 0,70—1,00 Mk., Hühner pr. Stuck 1,00—1,30 All., bahnen pr. Stück 0,70—1,30 Mk., Enten pr. Stück 1)80—2,40 Mk., Gänse pr. Pfd. 52—66 Pfg., Ochscnflcisch pr. Pfund 66—76 Psa-, Kuh- uird Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., ^chweine- leisch pr. Pfund 70—80 Pfg., -Schweinefleisch, gesalzen, pr. Piund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Psg., Hanunelslcisch pr. Pfund 50—70 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kar. 3,20—3,50 Alk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfa., Zwiebeln pr. Zentner 4,00—5,00 Pit., 'Milch per Liter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 9—15 Pfg., in Körben 12—15 Pfg. Trauben 35—50 Pfg., Tomaten per Pfd. 18—20 Pfg. Dauer der Marktzeit von morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, während der ersten Drei Stunden der Marllzeil darf nicht im Umherziehen feilgeboten werden. Tabak. Im Lause der Berichtswoche wurden in Seckenheim noch einige hundert Zentner 1901er Tabake in der Preislage von 24 bis 26 Mk. teilweise zu Rollendeckzwecken verkauft. In den Lrten Bellheim und Herxheim konnte auch in der abgelaufeneu Woche wegen zu hoher Forderungen sich ein Geschäft nicht entwickeln. Die Händler warten ruhig ab, bis abgehängt ist, da viel fauler Tabak sich vorfinden soll, und die Beschaffenheit der bis jetzt empfangenen Tabake der Grundsvrte Vorsicht im ferneren Ankauf von Tabaken gebietet. Im Laufe der kommenden Woche wird mit dem Empfang der Neckartabake begonnen, man erwartet allgemein das Resultat des Ausfalls dieser Ware. In alten Tabaken ist es sehr ruhig, und sind uns nennenswerte Umsätze nicht bekannt geworden. In losen psälzer Rippen geschäftslos, lose feine 8,50 bis 9 9)lf., gebündelte seine 10 bis 11 Mk. Biehmarkt. Die Viehmärkte waren während der Berichtswoche fast allenthalben nur mittelmäßig frequentiert, aber auch der Handel konnte sich in keiner Weise beleben. An fast allen einschlägigen Markten blieb ziemlich Ucberftanb, während überall Kälber wenig, Mit garnicht, gehandelt wurden. Fette Schweine, sanden an eituclneii Plätzen ettpas bessere Beachtung. Die Preise sind immer noch sehr hohe, weswegen auch im Allgemeinen die Umsätze hierin nicht besonders belangreich sind. Getreide. Das Getreidegeschäft verlief in dieser Woche in sehr fester Stimmung. Außer der aufwärts gerichteten Bergung der amerikanischen Märkte kamen für uns als befestigende Momente noch die Meldung über starke Regen- fälle in Argentinien, welche wohl das zu erwartende, ohnehin schon reduzierte Ernteergebnis noch weiter zu schmälern geeignet waren, sowie das in Deutschland herrschende trockene kalte Wetter ohne schützende Schneedecke in Betracht, -vte Weizenpreise konnten im Wochenlaufe Mk. 5 per Tonne gewinnen. Roggen fest- Gerste ebenfalls fester. Hafer bleibt fest auf Preis gehalten. Mais neuerdings höher- xie heutigen Notierungen sind: Redwinter 2 Mk. 136, Kansas - Mk. 136, Südruss- Weizen Mk. 126-135, Rufs. Roggen Mk. 104, Russische Futtergerste Mk- 100, Nuss. Hafer Mk. 127—140, Mixed Mais Mk. 121, Laplata Mais rye term» Mk. 112, cif Rotterdam- Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 6. Dezember 1901. Geehrter Herr Redakteur! Gestatten Sie nachträglich einige Bemerkungen zu bem trätet in Nr. 279 Ihres Blattes vom 27. v. Mts. „Aus der Bürgermeisterei". Darnach könnte es scheinen, als sei in der besprochenen Stabwerorbneten-Sitzung ein Grunbsatz aufgestellt worben, naa) welchem bie Anstellung ber MilitäranwäAer im GernembebienN der Stadt Gießen erfolgt. In dieser Beziehung war bereits „GM- scheidung" getroffen; wenigstens laßt die Bekanntmachung Der Großh. Bürgermeisterei Gießen in Nr. 169 des „Gieß. ^3. 00 22. Juli 1900 darauf schließen, obgleich dann der ausdrucklime Hinweis auf einen Beschluß der Stadtverordneten-Veriammluntz, welcher die veröffentlichten, an die Bewerber um bic W Millitäranwärter zu richtenden Anforderungen oorid)reibt, man» enthalten ist. Für manche der dort perzeichntten stellen yt ore Darstellung der „Anforderungen" in einer Form gehalten, die nicht klar erkennen läßt, ob unter allen Umständen die angegebene Vorbildung nacbzuweisen ist. So heißt es in der betr. Spalte jener Belanntm-chung verschiedentlich: „Bewerber welche das Examen für Bureauvorsteher 2c. bestanden haben, erhalten den Vorzug." Hierher gehört offenbar auch der in Ihrem Artikel erwähnte Posten, denn im Vakanzausschreiben vom 11. Oktober er. ist bezüglich der Ansiclluugsbedingungen eben diese Form zur Anwendung gekommen. Wenn daher in fraglichem Falle die Stelle nicht mit einem Militäranwärter besetzt worden ist, so scheint einerseits unzweifelhaft festzustehen, daß oorzugsberechtlgte MilüLranwärter nicht vorhanden waren; anderseits aber ist die Festhaltung an den seinerzeit ver- öfsentllchten Bcdingrrngen auch bezüglich solcher Stellen dokumentiert, bei denen man über ihre Anwenoung tm Zweifel sein konnte. Und darin liegt ,vohl das Bemerkenswerte des betr. Beschlusses der Stadtverordneten-Versammlung. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. 6. Darmstadt, 7. Dez. Zwischen der Stadt Darmstadt und der Süddeutschen Eisenbahn Gesellschaft wurde ein Vertrag, betreffend die Vorortbahnen Darmstadts, dahin abgeschloffen, daß das Konsortium um Erteilung der Konzessionen für die Bahnlinien Gernsheim—Pfungstadt—Eberstadt, Griesheim—Krumstadt—Pfungstadt, Darmstad t—66 e r- stadt—Seeheim und Darmstadt—Dornheim—Korn- sand uachfucht. Voraussetzung dafür ist die pachtweise lieber- laffung der Nebenbahnen Eberstadt—Pfungstadt und Birkebach — Seeheim an das Konsortium. Tas Konsortium erwirbt weiter von der Gesellschaft Konzessionen und Eigentum der Bahnlinien von Darmstadt nach Eberstadt, Griesheim und Arheilgen. Die Gesamtverhandlungen find unter Leitung des Fiuanzmiuistcrs Dr. Guaulh provisorisch abgeschloffen und dieser Tage der Stadl- verordneienversammluug vorgelegt worden. Berlin, 7. Dez. Tie polnische Interpellation betr. die Wrescheuer Schulkrawalle wird am Dienstag im Reichstag von dem Ab'. Fürst Radziwill begründet worden. Zn dec Begründung soll möglichst milde aufgetreten werden, weil dir auswärtige Politik in Mitleidenschaft gezogen wird. Namens des Zentrums wird Abg. Roe reu sprechen. Auch Sozialdemokraten werden in die Debatte eiugreifen. Breslau, 7. Dez. Wie die „Brest. Ztg." erfährt, ist infolge des Zusterburger Zweikampfes soeben au die Offiziere der Armee eine kaiserliche Kundgebung über das Duellunwesen ergangen. Ueber den genaueren Zuhalt verlautet einstweilen nur, daß sie eine weitere Erschwerung der Zweikampfes enthalte. München-Gladbach, 7. Dez. Zn der hiesigen Zdioteu- Anstalt wurden seit dem 13. Oktober ein lOjähriger blödsinniger Knabe vermißt; nunmehr ist die Leiche gefunden worden und zwar völlig entkleidet im Speiseaufzug. Offenbar liegt ein Verbrechen vor. Brüssel, 7. Dez. Der Zustand der Königin von Belgien, die angeblich au Waffersucht leidet, soll ernst sei». Die Beine find, wie es heißt, schon stark augeschwollen. Paris, 7. Dez. Caffaguac schreibt in der „Autorits" über die Rede Massabuaus, Frankreichs Schwäche bestehe darin, daß es gleichzeitig Englands nnd Deutschland 8 Ge gner sein wolle Tas sei an mö glich. Die Stunde sei gekommen, wo Frankreich wählen müffe, wenn es sich nicht durch übermächtige Ausgaben zu Grunde richten wollte. Von diesem Gesichtspunkt aus dränge sich eine Annäherung an Deutsch- land allen denen auf, die eine praktische Politik befolgten und sich nicht Sentimentalitäten Hingaben. Die Annahme der Mithilfe Deutschlands in der chinesischen Angelegenheit und Walder- fees Oberbefehl sei der erste Schritt dazu gewesen. Ein kombiniertes Einvernehmen mit Rußland und Deutschland wäre eine neue Kontinentalsperre gegen England. Die öffentliche Meinung würde anfangs erstaunt fern, aber bald diese Politik billigen. Mau müffe sich nur daran erinnern, daß Deutschland nur ein zufälliger, England aber der unerbittliche und beständige Feind Frankreichs sei. Berlin, 7. Dez. Tie englische Zensur in Kapstadt hat auch die Einführung des „Vorwärts", wie das Blatt selbst mitteilt, verboten. — Marquis Ito ist gestern abend vom Reichskanzler Grasen Bülow empfangen worden. Vorher hatte er abermals eine längere Unterredung mit dem Staatssekretär Frhrn. v. Richthofen. Eh r istiania, 7. Tez. In der gestrigen Staatsrats- Sitzung unter dem Vorsitz des Königs wurde beschlossen, dem Parlament einen Gesetzentwurf über Verausgabung einer neuen Staats-Anleihe von 35 Mill. Kronen einzubringen. London, 7. Tez. Wie aus Melbourne gemeldet wird, hat der australische Senat einen Gesetzentwurf angenommen, welcher bezweckt, die Einwanderung einzuschränken. — Die Pocken sind neuerdings wieder mit großer Heftigkeit ausgebrochen. Die Epidemie giebt augenblicklich Anlaß zu ernsten Besorgnissen. Gestern wurden 15 neue Fälle festgestellt. — Zwischen der Post-Verwaltung und dem Telephon-Syndikat haben Verl-audlungen ftattgefunden, die zu einer Äereinbarung zwecks Rückkaufs des Telephon- Monopols durch den Staat geführt haben. Die That- sache, daß das Telephon bisher nicht im staatlichen Besitz war, hat große Unzuträglichteiten zur Folge gehabt. Der Rückkauf wird im llnterhause Gegenstand einer Debatte bilden. London, 7. Dez. Tie Nachricht, daß Miß Hobhouse einen Protest wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt gegen Milner, Kttchener und andere Offiziere angestrengt hat, die sie mit Gewalt an Bord des Dampfers, welcher sie in Kapstadt landen sollte, zurückhielten, erregt hier großes Aufsehen. Ein Teil der liberalen Presse tadelt die Haltung der englischen Militär- und Zivilbehörden^ welche den Begriff der persönlichen Freiheit anscheinend vollständig verloren hätten. Paris, 7. Dez. Ter akademische Disziplinarrat, der heute unter dem Vorsitze des Unterrichtsministers tagte, kassierte das vom Disziplinarrat in Dijon gegen den Mittelschulprofessor Herve gefällte Strafurteil wegen Formfehlers. Ein Antrag des Verteidigers, die Angelegenheit vor einen anderen Disziplinarrat zu verweisen, lehnte der Ober- disziplinarrat ab und verhängte sodann über Herve die Strafe der Amtsentsetzung. Rom, 7. Dez. Die in China geschädigten italienischen Missionare erhielten 17 Mill. Lire En tschäd i gun g. Die Blätter beglückwünschen die Regierung zu diesem Erfolge, der hinsichtlich des Prinzips der Protektoratsfrage von großer Bedeutung ist. Wien, 7. Dez. Nach Meldungen polnischer Blätter wird Graf Anton Wodzicki demnächst zum Ackerbauminister ernannt werden. Wien, 7. Dez. Die vom Ministerpräsidenten v. Körber angekündigte Aussprache zwischen Deutschen und Tschechen hat begonnen. Am Dienstag versammetten sich die deutschen und am Donnerstag die tschechischen Parteiführer bei Körber. Es wurde beschlossen, durch ein gemischtes Komite eine Formel für die gesetzliche Festlegung der deutschen Sprache als Vermittelungssprache und der inneren tschechischen Dienstsprache in tschechischen Bezirken feststellen zu lassen. Alle anderen sttittigen nationalen Fragen sotten vorläufig zurückgestellt werden und die Aussprachen vor Erledigung des Budgets beendet sein. Saaz, 7. Dez. Ter reisende Getreidehändler Hottek aus Gerten wurde im Walde bei Podersunke ermordet und seiner großen Barschaft beraubt. Lemberg, 7. Dez. Die Beamten des Landes- Ausschusses beschlossen, ein Prozent ihres Gehalts für die Dauer von zwei Jahren zur Bekämpfung des Vereins zur „Förderung der O st m a r k e n" und zum Ankauf von Bindereien in Polen zu opfern. Graz, 7. Dez. Tiefe Woche ging aus Fiume ein englischer Dampfer mit 756 Pferden ab. Bisher wurden aus Fiume 23304 Pferde auf 31 Schiffen nach Südafrika befördert. Warschau, 7. Tez. Ein Blatt verbreitet die Nachricht, daß der in Berlin ansässige polnische Maler Kossak, obwohl er die Gunst des Kaisers besitze, und die deutsche Reichshauptstadt ihm materielle Vorteile biete, diese für immer verlassen und nach Galizien zurückkehren wolle. Philadelphia, 7. Tez. Der Schwede Miller, der die Worte ausgerufen hatte: Roosevelt müsse ebenso st erben wie Mac Kinley, wurde in Freiheit gesetzt, weil das bloße Aussprechen dieser Worte noch kein Verbrechen sei. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Dezember Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 6. 6. 7. 2“ 9” 7“ 754,4 755,4 754,2 2,2 1,8 1,0 3,6 3,8 3,9 94 94 90 NW. 8. 8. 1 1 2 Bed. Himmel • w Höchste Temp erahn am 5. bis 6. D ez. + : ,4° a Niedrigste n r 5. , 6. — 7,2° 0. — Es sei hiermit auf die Empfehlungsanzeige der Firma Thiele u. ® r e 1 n e r, Hoflieferanten, Lauscha (Sachs.-Mein.) hin-- gewiesen. Durch langjährige Lieferung an den kaiserlichen Hof und an die besten Kreise ist genannte Firma bezüglich reeller Lieferung von nur hochfeinem Glas-Ehri st bau in schmuck überall bekannt. Die Lieferung erfolgt in verschiedenen Sortements zu sehr billigen Preisen. 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Gießens erste elektrHe Eisenbahn in Verbindung mit einem elektttsch betriebenen und in den prächtigsten Farben elekttisch beleuchteten, ein angenehmes Konzett gebenden Piano-Lrchestriou ift diese Woche eröffnet worden. Freunde eines guten Glases Jhriugs Kraftbier und gemütlicher Unterhattung sind zum Besuche höfl. eingeladen. Philipp Schneider 7999 Gastwirt zum Adler. Bekanntmachung. Das im Beuerner Gemeindewald für 1901/02 gefällte und noch zur Fällung kommende Stamm- und Stangenholz, als: ca. 40 fm Eichen-, 175 tm Nadel-Stammholz, 168 fm Nadel-Derbstangen, soll im Submissionsweg vergeben werden. Offerten sind bis zum 10. d. Dcks., nachm. 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen. Nähere Auskunft erteilt Forstwatt Koch. Beuern, den 4. Dez. 1901. Großh. Bürgermeisterei Beuern Otto. 7967 Schwellenverkauf. Am 11. d. Mts., vormittags 10 Uhr sollen auf Bahnhof Reiskirchen 80 Stück und um 2 Uhr nachmittags 140 Stück,auf Bahnhof Großen-Bufeck und am 12. d. 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